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Fanszene Teil VII

27.01.2017 - 19:06 Uhr
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Fanszene Teil VII |#41
12.04.2017 - 22:53 Uhr
Das mit den laschen Kontrollen habe ich dem KSC mitgeteilt. Mit der Idee, die Security des VfB auf Schadenersatz zu verklagen. Frau Haag hat meine Anfrage weitergeleitet grins

Ich finde das Statement der Supporters etwas wachsweich. Sie reihen sich ein in die Reihe derer, die den Maskenfans nahestehen und jetzt gebetsmühlenartig darauf hinweisen, dass man nicht alle Fans für das Fehlverhalten weniger Person in Sippenhaft nehmen sollte. Natürlich dürfte es in einer besseren Welt keine Kollektivstrafen gehen. Im Kern ist das in der Tat sehr ungerecht und ich wünsche keinem Unbeteiligten, Opfer einer Kollektivstrafe zu werden. Aber ist es nicht genau das, was die Maskenmänner am Sonntag getan haben? Die haben uns mit ihrem vorsätzlichen Fehlverhalten kollektiv bestraft - uns Fans, Mitglieder, Sympathisanten und den Verein selbst. Jetzt regiert eben der Verein mit einer Kollektivstrafe auf die Kollektivstrafe. Ärgerlich, aber absolut auf der Hand liegend, bei wem die Schuld dafür zu suchen ist. Ich stimme auch zu, dass wir seit Regensburg gebrandmarkt sind und die Berichterstattung tendenziell etwas unfair ist. Aber wer hat uns das eingebrockt? Richtig, die Randalierer vom Regensburg-Spiel, die in erster Linie in der Reihe der Karlsruher Ultras zu suchen sind. Aber wie ftw vorhin so schön gesagt hat: Manche Fans sind wie Fußballer: Nach dem Begehen eines klaren Foulspiels stellt man sich hin und sagt: "Wie? Ich hab' doch nichts getan?" Meine Ergänzung hierzu: Bei Kontakt mit der Polizei lassen sie sich dann theatralisch fallen. Hab' schon am Sonntag im Stadion die Ultras in Sachen Sympathiewerte mit Timo Werner verglichen. Jetzt macht alles Sinn grins

Spaß beiseite: Wenn Löffler betont, dass die Supporters der Dachverband für ALLE Fans sind und in dem Zusammenhang sogar Haupttribünengänger erwähnt, dann sollte er vllt. mal seinen Laden aufräumen und die Ultra-Gruppierungen (gerade im Hinblick auf Aufarbeitung und Selbstreinigungsprozess) intern zurechtweisen. Ich glaube nämlich nicht, dass Haupttribünengänger oder gar Familien solche Vorkommnisse gutheißen. Und dass das keine Einzelfälle sind, sondern sich Ultras gegenseitig zu solchem Fehlverhalten anstacheln und dafür abfeiern, ist ja offenkundig. Kommt mir irgendwie dann doch so vor, als wenn die Supporters als Dachverband mehr für die aktive Szene als für die Normalos da sind. Besonders daneben finde ich die Aussage, dass man Pyrotechnik nicht mit Randale und Gewalt gleichsetzen solle. Klar sind Böller in der Hand nicht so schlimm wie eine Massenschlägerei, mir wird das aber zu häufig als Ausrede verwendet. Was auch immer man von der Regelung hält, muss man trotzdem konstatieren, dass selbst "ungefährliche" Pyrotechnik Stand jetzt nicht erlaubt ist und eine Geldstrafe nach sich zieht. Deshalb würde ich von einem Fan-Dachverband erwarten, dass man sich komplett davon distanziert, weil ein Fan das Beste für seinen KSC wollen und dem klammen Verein keine Geldstrafen wünschen sollte. Ich finde es unglücklich, dass man mit dem Statement seinen Leuten indirekt suggeriert, dass man ja mal ein bisschen zündeln könne, solange man nicht gewalttätig wird...

edit: Wie ich sehe, bin ich nicht der Einzige, der die Stellungnahme kritisch sieht. Politik ist eben überall und Löfflers Politik ist es, es sich mit den Ultras gut zu halten. So wird sich nie etwas ändern, weil den Ultras von allen Seiten signalisiert wird, dass sie wichtig sind. Unter'm Strich kommen sie mit ihrem Verhalten also immer wieder durch. Also ist eine Aufarbeitung/Selbstreinigung für die Ultras de facto gar nicht nötig. Traurig aber wahr...

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Post #1894 am 29.01.2017 um 10:13 Uhr
DISKUSSION ZU DEN TRANSFERGERÜCHTEN - WINTER 2016/2017 |#441

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Moetee am 12.04.2017 um 22:58 Uhr bearbeitet
Fanszene Teil VII |#42
13.04.2017 - 07:20 Uhr
Zitat von El-Konsolero
Zitat von Kuerten

Hier gibt's schon ne menge sehr populistischer Forderungen bzw. Verurteilungen.

Würde gerne mal sehen wie viele Zuschauer noch ins Stadion kommen würden wenn wir eine Stimmung wie in Sandhausen hätten. Warum fahren denn 6.000 Zuschauer mit nach Stuttgart? Um guten Fußball zu sehen??? Nee, weils halt ne heftige Rivalität gibt und da mal Dinge passieren können, die außerhalb der Normengrenzen anzusiedeln sind. Aber sicher hat hier keiner der Kritiker hier mal ein Bild von der Pyroaktion gemacht....

Nochmals, Böller und Raketen heiße ich nicht gut. Darüber sollte man reden. Alles andere sehe ich als weit weniger dramatisch, als hier zum großen Teil gepostet wird.



Das is ne Milchmädchenrechnung, genauso könnte ich ins Feld führen, wieviele Leute wegen den Spacken zu Hause bleiben.

Die Pyroaktion war in ziemlich vielen Videos zu sehen und Pyro ist laut Regeln des DFB verboten und kein tolles "Schaut wie toll wir kontrolliert abbrennen können!" wird daran viel ändern. Im Gegenteil, ich sehe dies als klaren Malus um den Standpunkt des DFB zu ändern.

Wenn die Ultras wirklich Pyro legalisieren wollen sollten sie immer wieder das Gespräch mit den Verantwortlichen suchen und nicht in kindischen Aktionen demonstrieren um damit noch zusätzlich den Vereinen zu schaden.


Richtig, es ist eine Milchmädchenrechnung. Ich kenne Familien, die davon Abstand nehmen mit ihren Kindern in den Wildpark zu gehen - wegen Vorkommnissen im eigenen Fanblock. Familien, die wegen des Spiels und nicht wegen "Wir sind immer da - Ultras aus KA" gekommen werden.

Wären die Supporters ein Dachverband für "alle" könnte man auf auf die E-Mail, dass man sich als Familie und "Normalofan" teilweise sehr unwohl fühlt im Stadion, eine Antwort erwarten. Aber da kommt nichts. Weil keine Einsicht vorhanden ist und man sich lieber über Kollektivstrafen beschwert. Würden große Teile des Kollektivs die Straftäter nicht anfeuern bzw. decken, bräuchte es keine Kollektivstrafen.
Fanszene Teil VII |#43
13.04.2017 - 08:42 Uhr
ich wollte mich auch noch kurz äußern weil ich mich in der Vergangenheit meißt pro den Ultras geäußert habe:
Denn auch wenn ich ein absoluter Befürworter von Pyro-Technik bin, das was am Sonntag passiert war ging VIEL zu weit, darüber lässt sich nicht diskutieren.
Ähnlich wie das Verhalten unserer Anhänger in den Zügen.

Dass unsere nun auch zu den Anhängern gehören die Pyro aufs Feld (alternativ: in Ränge oder generell "in Richtung" anderer Menschen) werfen macht mich traurig.

Schmähgesänge gegen Rivalen? Immer her damit..
Pöbelnde Transparente (denke speziell an die RB/Rangnick Banner)? habe ich keine Probleme mit..
Und wie erwähnt, Pyrotechnik mag ich ebenfalls.
Aber sobald ein brennender Bengalo eine Hand verlässt oder aber Böller gezündet werden hört es auch bei mir auf, sowohl mit dem Spaß als auch mit dem Verständnis.

Dass der Schaden gerade aktuell für den Verein alles andere als leicht erträglich ist macht die Sache nicht besser, wobei ich das in der Wichtigkeit der Gefährdung anderer Menschen doch noch weit unterordne.

Die Konsequenzen sind absolut richtig und sollten auch wie angekündigt durchgezogen werden und für eventuell folgendes rumgeweine der Ultras darf in diesem Falle kein Verständnis gezeigt werden..

Diese Meinung soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen dass ich (in Sachen Stimmung) die Ultras trotzdem sowohl zuhause als auch Auswärts kaum zu ersetzen halte, vielleicht werden wie in den verbleibenden Spielen ein Vergleichsbild dazu finden..

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1. Unterhosen sammeln
2. ......
3. Profit
Fanszene Teil VII |#44
13.04.2017 - 08:53 Uhr
Um das Thema "wenn wer fehlt, wären diese und diese im Stadion" geht es ja gar nicht. Da mag ich gar nicht bezweifeln, dass es ohne Ultras weniger sind. Letzten Endes geht es um die Tat und dazu haben diejenigen, die dafür verantwortlich sind, Stellung zu beziehen. Wenn diese nun mal keine Stellung beziehen, dann ist das rumheulen einfach nur ein weichgespültes Mimimi. Wenn man Mann genug wäre, dann würde man einfach mal dazu stehen und sagen "Sorry war falsch und !dumm!. Passiert nicht mehr". Dann macht es die Tat nicht wieder gut, aber für mich wäre das schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung.

So meckern genau die rum, die für die Kollektivstrafe verantwortlich sind. Wir waren (wie viele andere auch) in Stuttgart. Wie die meisten anderen Karlsruher, waren wir für eure Dummheit nicht verantwortlich. Anders als ihr können wir jedoch die Kollektivstrafe verstehen, obwohl wir unschuldigen mit verurteilt werden! Und ihr meint ernsthaft der KSC stehe euch über allem? Lachhaft. Genau solche Taten zeigen das Gegenteil.

Edit:
Noch großes Lob an Annold. Genauso denke ich auch über die Ultras. An sich kann ich mit all den oben genannten Dingen leben und wenn es ums Supporten geht, mach ich da auch lautstark mit. Genauso würde -meiner Meinung nach- es der Stimmung schlecht tun, wenn diese nicht mehr da sind. Aber die haben nun mal keine Freifahrtscheine. Erst recht nicht, wenn man andere Leute damit gefährdet.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Karlsruhe_ftw am 13.04.2017 um 08:58 Uhr bearbeitet
Fanszene Teil VII |#45
13.04.2017 - 16:28 Uhr
Ja genau Kuerten. Ein Vergleich mit Silvesterböllern anzustellen ist alles andere als populistisch. So ein Blödsinn sowas zu vergleichen. Entweder diskutiert man über das eine oder das andere.

Was mich am allermeisten ankotzt ist es, diese Vollpfosten mit einem KSC Logo zu sehen. Die feiern sich selbst und ihre dicken Hoden auf Kosten MEINES Vereins. Und MEIN Verein ist es der die Zeche zahlt. Die stellen sich tatsächlich hin und sind mega stolz auf ihre Kultur, auf unsere Tradition und Blabla. Und gleichzeitig schädigen sie dem Verein auf so krasse Weise. Immer und immerwieder. DAS ist doch der Punkt.

Pyro ist geil. Aber wenn ich weiß, dass nicht ich sondern mein Verein dafür gerade stehen muss ist das schäbig, ignorant und dumm.

Die können sich selbst gerne feiern und sich für die allergeilsten halten. Habe ich kein Problem mit. Aber nicht mit unserem Logo und nicht so, dass der Verein dafür bluten muss.
Fanszene Teil VII |#46
13.04.2017 - 17:52 Uhr
Zitat von Kuerten

Zitat von turbine

Zitat von Kuerten

Da bin ich aber komplett anderer Meinung.

Der große Hype in den Stadien ist erst in den letzten 10-15 Jahren entstanden. Schau Dir mal den Zuschauerschnitt der Bundesligen vor 20 Jahren und heute an. Und vor 20 Jahren hatten Köln, Dortmund und Co. genauso Tradition. Mit dem Einzug der neuen Stadien sowie der Ultraszenen wurde der Fußball immer populärer. Bin mir zu 100% sicher, dass mit dem plötzlichen Wegfall der Ultraszenen bzw. der Stimmung in den Stadien die Vereine einen massiven langfristigen Zuschauerschwund erleiden würden.

Ich kann mich an den Boykott der Ultras vor einigen Jahren erinnern. (Grund war die potentielle Verschiebung der Anstoßzeiten). Das war Langweile pur im Stadion.

Das der große Hype mit den Ultras kam ist ein absoluter Mythos. Genau das gleiche wie die (Achtung Populismus) Kirche, die behauptet sie hätte großen Anteil an der Wiedervereinigung.

Das hat ganz andere Gründe. Und zwar, dass der Fußball professionell vermarktet wird und es diese Stadien gibt.

Aber mit diesen Geschichten kann man sich natürlich auf ein ganz hohes Podest stellen.


Ok, dann meinst Du also nicht, dass bei dem Wegfall der Ultraszenen und zeitgleich der Stimmung in den Stadien die Zuschauerzahlen rückläufig wären?

Viele aus meinem Bekanntenkreis (und nicht unbedingt nur Fußballfans) haben sich im Rahmen des Stadion- Erstbesuchs anschl. mehr über die Stimmung als über das Spiel geäußert. Aber vll. sind meine Erfahrungen ja auch exklusiv, kann durchaus sein.



Bei einzelnen Vereinen vielleicht schon je nachdem wie groß die Ultrabasis jeweils ist, im Gesamten? Definitiv nicht, siehe England wo die Ultras nach noch krasseren Ausschreitungen (Hooliganbewegung) nahezu verbannt wurden bzw. sich die neuen Eintrittpreise nicht mehr leisten können. Hat es der PL geschadet? Glaube nicht, immerhin generiert die Liga Rekordumsätze und die Stadion sind gut besucht.


Die Frage ist doch, sind es die 50-100 Honks, die unbedingt zündeln bzw. sich prügeln müssen und andere anstacheln bzw. vom Rest geduldet werden die Arbeit der gesamten Ultras wert? Wir reden hier nicht über Kleckerlesbeträge die als Strafe seitens des DFB/DFL bezahlt werden müssen. Teilausschlüsse bzw. Geisterspiele hatten wir in der Vergangenheit ebenfalls schon und damit Verlust von Einnahmen und Imageschaden.

Der Imageschaden an sich in € auszudrücken ist schwer, aber ist nunmal vorhanden.


In meinen Augen müssen wir auch nicht drüber reden ob die Ultrabewegung an sich schlecht is und ausgemerzt werden sollten, sondern wie wir die ***** en loswerden denen offentsichtlich der Verein egal ist, sich lieber selbst feiern und dem Verein schaden. Den ich habe so meine Zweifel, dass jeder Ultra so denkt und nicht sehen kann wie diese Personen dem Verein schaden.

•     •     •

Polytifoso - laut Couchinski

Blau wie´s Meer und weiß wie Schnee, dass bist du mein KSC!

HSV

We had dreams and songs to sing
Of the glory, round the Fields of Anfield Road

Dieser Beitrag wurde zuletzt von El-Konsolero am 13.04.2017 um 17:53 Uhr bearbeitet
Fanszene Teil VII |#47
13.04.2017 - 18:24 Uhr
Zitat von schimmi0

Zitat von Kuerten

Zitat von turbine

Zitat von Kuerten

Zitat von turbine

Ja genau Kuerten. Ein Vergleich mit Silvesterböllern anzustellen ist alles andere als populistisch. So ein Blödsinn sowas zu vergleichen. Entweder diskutiert man über das eine oder das andere.

Was mich am allermeisten ankotzt ist es, diese Vollpfosten mit einem KSC Logo zu sehen. Die feiern sich selbst und ihre dicken Hoden auf Kosten MEINES Vereins. Und MEIN Verein ist es der die Zeche zahlt. Die stellen sich tatsächlich hin und sind mega stolz auf ihre Kultur, auf unsere Tradition und Blabla. Und gleichzeitig schädigen sie dem Verein auf so krasse Weise. Immer und immerwieder. DAS ist doch der Punkt.

Pyro ist geil. Aber wenn ich weiß, dass nicht ich sondern mein Verein dafür gerade stehen muss ist das schäbig, ignorant und dumm.

Die können sich selbst gerne feiern und sich für die allergeilsten halten. Habe ich kein Problem mit. Aber nicht mit unserem Logo und nicht so, dass der Verein dafür bluten muss.


Naja, das mit dem "bluten" sehe ich etwas anders.
Insbesondere die großen Clubs profitieren doch immens von der Stimmung in den Stadien. Ich bin mir sicher, dass die Stadien in Dortmund, Frankfurt, Köln, Hamburg etc. nicht so knallevoll wären, wenn es keine Stimmung gäbe. Ich unterstelle mal, dass ein signifikanter Teil der Zuschauer aufgrund des Erlebnischarakters ins Stadion geht. Und eben nicht weil da so toller Fußball gespielt wird. Das ist sicher auch der Grund warum Dresden einen höheren Zuschauerschnitt hat als Hoffenheim, Ingolstadt (ja, auch wenn sie ein größeres Staion hätten), Augsburg etc.

Heißt umgekehrt, dass die Fanszenen bzw. Ultras, die ehrenamtlich unzählige Stunden für den Verein aufwenden, für zusätzliche Zuschauer, sprich Einnahmen sorgen. Darüber sollten die Clubs unendlich dankbar sein.
Wenn dann also ein paar zehntausend Euro im Jahr für Pyros gezahlt werden müssen, dann sollen sich die Clubs aus meiner Sicht nicht ganz so anstellen. Aber unter der Hand gibts zwischen Vereinsvertretern und Ultras ohnehin diverse gentlemen agreements. Nur darf das natürlich nicht offiziell nach außen dringen....

Aber klar, zum Thema Böller und Leuchtraketen sollte man intensiv mit den Ultras sprechen.

Die Stadien dieser Vereine sind voll weil diese Vereine eine riesen Tradition haben, Fans über Generationen und ein Umfeld wo der Fußball gelebt wird und in der Gesellschaft eine große Rolle spielt. Und nicht weil Ultras irgendwie Stimmung machen.

In England gibt es weniger Stimmung. Die Stadien sind trotzdem voll.

Das Ehrenamt und die unzähligen Stunden können sie gerne bleiben lassen wenn dieser Schaden dabei eintsteht. Finanziell und im Imagebereich.


Da bin ich aber komplett anderer Meinung.

Der große Hype in den Stadien ist erst in den letzten 10-15 Jahren entstanden. Schau Dir mal den Zuschauerschnitt der Bundesligen vor 20 Jahren und heute an. Und vor 20 Jahren hatten Köln, Dortmund und Co. genauso Tradition. Mit dem Einzug der neuen Stadien sowie der Ultraszenen wurde der Fußball immer populärer. Bin mir zu 100% sicher, dass mit dem plötzlichen Wegfall der Ultraszenen bzw. der Stimmung in den Stadien die Vereine einen massiven langfristigen Zuschauerschwund erleiden würden.

Ich kann mich an den Boykott der Ultras vor einigen Jahren erinnern. (Grund war die potentielle Verschiebung der Anstoßzeiten). Das war Langweile pur im Stadion.


Ohne Ultras sieht man gerade in Leverkusen z.b. wäre Stimmungstechnisch auch bei uns überhaupt nichts mehr los.Aktion war völlig drüber nun bekommen sie Einschränkungen eventuell sofern jemand ermittelt wird Stadionverbote und gut ist vorerst.Man sollte auch mal bedenken welche positive Aktionen seitens der Ultras kommen,nicht alles ist schlecht nur wegen Stuttgart.Wieviele hier würden sich denn den ganzen Aufwand für einen Verein geben und das kostenlos.Wir haben momentan wohl grössere Probleme als unsere Ultras wenn man so nur das Sportliche nimmt.


Dann darf ich also beim Grillfest meiner Firma und der Weihnachtsfeier so richtig auf den Putz hauen, drinnen ein bisschen Feuerwerk abbrennen und andere gefährden, weil ich das ganze Jahr über Leistung bringe und außerdem die Stimmungskanone im Team bin?

Das Problem ist doch, dass es seit Jahren I****** gibt, die sich auf Kosten des Vereins selbst beweihräuchern. Mal sind die Übertretungen weniger heftig, in den letzten Jahren aber immer häufiger. Das schadet dem Verein immens und bringt auch immer mehr "Nicht-Ultras" gegen die Szene auf. Leider wirkt es auf Außenstehende so, dass all diese Aktionen ungeahndet bleiben, ja man sich sogar mit Straftätern solidarisiert. Und dafür fehlt mir und vielen anderen jegliches Verständnis. Es geht nicht darum, die Ultras aus dem Stadion haben zu wollen. Es geht darum, dass für den L-Block nicht andere Regeln gelten als für die anderen Fans. Schlimm genug, dass man das überhaupt formulieren muss.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Rigsby am 13.04.2017 um 18:34 Uhr bearbeitet
Fanszene Teil VII |#48
13.04.2017 - 18:51 Uhr
Im Klartext: Niemand will die Ultras aus dem Stadion haben! Raus aus dem Stadion sollen diejenigen, die vor dem Hintergrund von Vereinsliebe dem Verein finanziellen und imagetechnischen Schaden zufügen, indem sie immer wieder Grenzen überschreiten und andere - teilweise sogar die eigenen Spieler (wie krank ist das denn?) gefährden.

Und um diese Individuen aus dem Stadion zu bekommen, muss (auch) die Szene etwas tun, sonst macht sie sich mitschuldig - und berechtigt damit den KSC auch zum Aussprechen von Kollektivstrafen.

Und mal ehrlich: Wie groß ist meine Unterstützung für "meinen" Verein denn, wenn ich ihm wissentlich Schaden zufüge?
Fanszene Teil VII |#49
13.04.2017 - 19:23 Uhr
Zitat von El-Konsolero
In meinen Augen müssen wir auch nicht drüber reden ob die Ultrabewegung an sich schlecht is und ausgemerzt werden sollten, sondern wie wir die ***** en loswerden denen offentsichtlich der Verein egal ist, sich lieber selbst feiern und dem Verein schaden. Den ich habe so meine Zweifel, dass jeder Ultra so denkt und nicht sehen kann wie diese Personen dem Verein schaden.

Genau. Ich meine auch nicht DIE Ultras sondern vlt nur 100 Leute. Aber weil ich ja nicht weiß wer das ist kann ich sie nur als DIE Ultras bezeichnen. Das ist ja auch der große Witz, wenn wieder über Kollektivstrafen geweint wird. Dieser ewige Kreislauf....
Fanszene Teil VII |#50
13.04.2017 - 19:52 Uhr
Es fallen die immerselben Argumente für die Ultras (und an dieser Stelle gleich vorab: Ich verwende den Begriff Ultras, um den Kern der Szene zu beschreiben, in dem sich aus meiner Sicht viele derer befinden, die sich geradezu regelmäßig benehmen. Damit möchte ich nicht sagen, dass die Ultras per se so sind, noch möchte ich behaupten, dass es nicht auch Voll ***** en außerhalb der Ultra-Szenen gibt).

Es kann und darf einfach nicht sein, dass irgendwelche Leistungen und Opfer, die Einzelne oder Gruppen 'angeblich' für einen Verein erbringen, in irgendeiner Weise zur Legitimation oder Rechtfertigung von Grenzübertritten bis hin zu fahrlässiger oder gar (versuchter) vorsätzlicher Körperverletzung herangezogen werden.

Stimmung gibt es in Stadien seit Jahrzehnten. Dass sich aus diesem Gefüge des harten Kerns derer, die in aller Regelmäßigkeit einem Verein gefolgt sind eine Bewegung gebildet hat, die sich selbst dafür verantwortlich sah, diese Stimmung in einen organisierten Support zu verwandeln, war für viele Gruppengefüge-Suchenden sicherlich ein positiver Aspekt, um sich selbst auch dem Fußball anzunähern.

Natürlich würde sich in den Stadien der Bundesliga erstmal ganz viel ändern, würden Ultra-Gruppen gemeinschaftlich den Support einstellen oder gar Spiele boykottieren. Dafür haben sie sich ja über Jahre ein Stimmungsmonopol erarbeitet, das bei den Zuschauern anerkannt ist. Aber zu glauben, dass sich aus einem Rückzug der Ultras nicht auch wieder andere Stimmungsmacher bilden würden halte ich für naiv. Schließlich sind die Ultras selbst eine Szene, die genau diese Entwicklung durchlebt hat.

Es kann und darf auch gar nicht das Ziel sein, Ultras auszuschließen oder zu verbannen. Es gilt aber, ihnen ihre Verantwortung vorzuhalten und dafür zu sorgen, dass sie innerhalb der akzeptierten Grenzen handeln. Aus meiner Sicht könnte der Polizei-Apparat viel rabiater gegen Fans gehen, und ich hätte auch an vielen Stellen kein Problem, wenn er das das ein oder andere Mal tun würde. Dann fange ich eben die ganzen maskierten ***** en ab, die schon vermummt hinter einem Banner herlaufen. Vermummungsgebot verletzt, Personalien aufgenommen, des Platzes verwiesen. Tschüss.

Es gibt keinen Grund auf dieser Welt, der rational erklärt, warum die Unterstützung eines Sportvereins, einer Fußballmannschaft, erfordert, dass man sich bis zur Unkenntlichkeit in Stoffe einwickelt, um Verbote zu übertreten und Straftaten zu begehen.

Es kann mir doch auch keiner erzählen, dass diese Affen wahrhaftig glauben, dass sie mit ihren Auftritten der Mannschaft und dem Verein einen Gefallen tun. Entweder sind diese Leute strunzdumme ***** oder handeln vorsätzlich - wahrscheinlich sind sie beides.

Ich habe es schonmal geschrieben: Wenn sich diese Auftritte nicht bald legen, wird es in Zukunft mehr und mehr Kollektivstrafen geben. Auch, weil sich anscheinend speziell in Karlsruhe die Fanszene nicht so weit selbst kontrollieren kann, dass sie mit dem Verein gemeinsam gegen 'Schadkörper' vorgeht. Der Fokus der Polizei wird weiterhin auf Vermeidung von Gesundheitsschäden gehen. Und das ist genau richtig so.

•     •     •

Nur der KSC!

Bei allem Respekt: Ich verstehe mehr vom Fußball als die meisten hier. Ambitioniert und intellektuell überlegen. Richtig gestandener Typ. Und was bringt uns das jetzt in der Rückrunde?
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