Fanszene
31.01.2011 - 16:49 Uhr
Zitat von Bln1892er
Anbei ein aus meiner Sicht guter und vor allem differenzierter Beitrag. Auch wenn ich nicht gerne den Medien Aufmerksamkeit schenken möchte, sollte man einen guten Beitrag respektieren und auch loben.
https://www.zeit.de/sport/2018-10/pyrotechnik-fussballfans-hertha-bsc-berlin-polizei/seite-2
Obwohl es sportlich für unsere Verhältnisse außergewöhnlich gut läuft und wir seit Jahren wahrscheinlich die beste Konstellation in unserer neueren Geschichte haben, liegt scheinbar bei Hertha doch so einiges im Argen.
Persönlich finde ich die persönlichen Anfeindungen Richtung Preetz fehl am Platz.
Sowohl hier im Forum, als auch bei Hertha und natürlich auch bei den Ultras ist mir das momentan zuuuu viel schwarz weiß denken. So werden Aussagen von Preetz - Stichwort "abenteuerlich" auf Seiten der Fanszene sehr persönlich genommen - jedoch kam aus deren Richtung glaube nie eine Danksagung zu der jetzigen gesunden Situation, in der sich der Verein befindet. Faktisch gesehen laufen zwischen den beiden Lagern zwischenmenschliche Spannungen ab, die keinem in diesem Forum bekannt sind. Demnach kann ich beide Seiten verstehen. Ein attraktiver Verein kann heutzutage nicht ohne Fanszene - aber auch nicht ohne eine gute Clubführung. Demnach ist eine Annäherung wünschenswert.
Keiner kann hier leugnen, dass Stimmung in einem Stadion nicht anziehend ist. Im Oly ist aufgrund der Gegebenheiten es umso schwerer, dass die Stimmung im Rund jedes Spiel gut gehalten werden kann.
Die Aussagen von einigen hier sind sehr fraglich bzw. werden sehr subjektiv geäußert. Es ist ja schön und gut dass man sich den Ausschluss von gewissen Personen wünscht, jedoch sei mal die Frage im Raum gestellt, ob das wirklich die Wunschwelt von vielen ist.
Wie oft hörte ich schon, dass bei Union mehr Stimmung als im Oly sei und wie viele mittlerweile dort hin pilgern, sollte Warnung genug sein. Guter Fußball wird dort nicht wirklich geboten. Vielmehr lebt die dortige Fangemeinschaft vom "Zusammenstehen" in den Blöcken und der unmittelbaren Nähe zum Feld. Auch ist die Stimmung dort meiner Meinung nicht unwesentlich besser. Teilweise ist dort die Mitmachquote wesentlich geringer im Durchschnitt.
In der Vergangenheit haben oft genug die "normalen" Fans die Chance gehabt, die Mannschaft alleine ordentlich zu unterstützen. Der Erfolg blieb aus. Zu wen gehen denn die Spieler? Zu den "normalen" Fans in die anderen Blöcke oder zur Fankurve? Bis auf klatschen und 3 Minuten vor Abpfiff gehen passiert doch in den anderen Bereichen nichts.
Hut ab, dass hier Beispiele wie England und Barcelona gebracht werden. Auch in Barcelona kommen weniger Zuschauer ins Stadion wenn der Erfolg mal ausbleibt. Ist das jetzt gut für einen Verein?
Ich habe hier echt den Eindruck, dass hier viele sich kaum grundsätzliche Fragen stellen und eher die Meinung der Medien für sich einnehmen und glauben, dass Vater Staat und Mutter Merkel nur Gutes für sie im Sinne habt.
Gewalt ist auch aus meiner Sicht nicht zu tolerieren. Aber auf allen Ebenen. Glaubt mir - wenn ich lese dass wieder jemand erstochen wurde, würde ich denjenigen für den Rest seines Lebens Rente für die "Opferfamilie" zahlen lassen. Doch wenn ich hier was vom Gewaltmonopol lese platzt auch mir mal der Kragen. Wir leben im 21. Jahrhundert und schaffen es immer noch nicht, jeden Menschen gleich zustellen. Geschweigedenn unsere Kinder nicht in Kriege schicken zu lassen. Wenn das Regierungen noch nicht mal schaffen, dann kann man von den Bürgern nicht viel erwarten.
Wie ich in meinem letzten Post schon geschrieben habe und diese Annahme durch die Äußerungen des Ministers und der Berichterstattung der Zeit bekräftigt wurde, ist das Eingreifen der dortigen Polizei eine Entscheidungen auf Basis einer Provokation gewesen. Der BVB wurde bei dieser Maßnahme nicht unmittelbar involviert. Da der BVB Hausrecht hat und er bei sämtlichen Konsequenzen auch dafür Rechnung zu tragen hat, hätte der Verein Kenntnis darüber haben müssen. Es ist einfach nur Schade, dass sich die Bürger in Helmen und Bürger ohne Schutzkleidung gewalttätig gegenüber stehen müssen, weil iwelche Minister sich vor Wahlen profilieren müssen.
Die letzten Aussagen in meine Richtung habe ich sehr amüsant gefunden und nehme diese auch nicht ernst. In solchen Foren kann sich ja jeder äußern, ohne dafür Gesicht zeigen zu müssen. So ist es natürlich leicht sich abfällig zu äußern. Vermummt im Forum, aber sich über Vermummte im Stadion beschweren. ^^(By the way sind zumeist die Herren bei der Polizei bei Ihren Taten auch vermummt). Ich hörte jedenfalls nie, dass auf Mitgliederversammlung es zu heißen Kommunikationen gekommen ist oder sich kritische Menschen zu bekannten Fanszenetreffen den Weg gemacht haben. Die Vorsänger findet ihr übrigens auch immer an bekannter Stelle. Warum nicht einfach mal Mann genug sein und dahin gehen?
Anbei ein aus meiner Sicht guter und vor allem differenzierter Beitrag. Auch wenn ich nicht gerne den Medien Aufmerksamkeit schenken möchte, sollte man einen guten Beitrag respektieren und auch loben.
https://www.zeit.de/sport/2018-10/pyrotechnik-fussballfans-hertha-bsc-berlin-polizei/seite-2
Obwohl es sportlich für unsere Verhältnisse außergewöhnlich gut läuft und wir seit Jahren wahrscheinlich die beste Konstellation in unserer neueren Geschichte haben, liegt scheinbar bei Hertha doch so einiges im Argen.
Persönlich finde ich die persönlichen Anfeindungen Richtung Preetz fehl am Platz.
Sowohl hier im Forum, als auch bei Hertha und natürlich auch bei den Ultras ist mir das momentan zuuuu viel schwarz weiß denken. So werden Aussagen von Preetz - Stichwort "abenteuerlich" auf Seiten der Fanszene sehr persönlich genommen - jedoch kam aus deren Richtung glaube nie eine Danksagung zu der jetzigen gesunden Situation, in der sich der Verein befindet. Faktisch gesehen laufen zwischen den beiden Lagern zwischenmenschliche Spannungen ab, die keinem in diesem Forum bekannt sind. Demnach kann ich beide Seiten verstehen. Ein attraktiver Verein kann heutzutage nicht ohne Fanszene - aber auch nicht ohne eine gute Clubführung. Demnach ist eine Annäherung wünschenswert.
Keiner kann hier leugnen, dass Stimmung in einem Stadion nicht anziehend ist. Im Oly ist aufgrund der Gegebenheiten es umso schwerer, dass die Stimmung im Rund jedes Spiel gut gehalten werden kann.
Die Aussagen von einigen hier sind sehr fraglich bzw. werden sehr subjektiv geäußert. Es ist ja schön und gut dass man sich den Ausschluss von gewissen Personen wünscht, jedoch sei mal die Frage im Raum gestellt, ob das wirklich die Wunschwelt von vielen ist.
Wie oft hörte ich schon, dass bei Union mehr Stimmung als im Oly sei und wie viele mittlerweile dort hin pilgern, sollte Warnung genug sein. Guter Fußball wird dort nicht wirklich geboten. Vielmehr lebt die dortige Fangemeinschaft vom "Zusammenstehen" in den Blöcken und der unmittelbaren Nähe zum Feld. Auch ist die Stimmung dort meiner Meinung nicht unwesentlich besser. Teilweise ist dort die Mitmachquote wesentlich geringer im Durchschnitt.
In der Vergangenheit haben oft genug die "normalen" Fans die Chance gehabt, die Mannschaft alleine ordentlich zu unterstützen. Der Erfolg blieb aus. Zu wen gehen denn die Spieler? Zu den "normalen" Fans in die anderen Blöcke oder zur Fankurve? Bis auf klatschen und 3 Minuten vor Abpfiff gehen passiert doch in den anderen Bereichen nichts.
Hut ab, dass hier Beispiele wie England und Barcelona gebracht werden. Auch in Barcelona kommen weniger Zuschauer ins Stadion wenn der Erfolg mal ausbleibt. Ist das jetzt gut für einen Verein?
Ich habe hier echt den Eindruck, dass hier viele sich kaum grundsätzliche Fragen stellen und eher die Meinung der Medien für sich einnehmen und glauben, dass Vater Staat und Mutter Merkel nur Gutes für sie im Sinne habt.
Gewalt ist auch aus meiner Sicht nicht zu tolerieren. Aber auf allen Ebenen. Glaubt mir - wenn ich lese dass wieder jemand erstochen wurde, würde ich denjenigen für den Rest seines Lebens Rente für die "Opferfamilie" zahlen lassen. Doch wenn ich hier was vom Gewaltmonopol lese platzt auch mir mal der Kragen. Wir leben im 21. Jahrhundert und schaffen es immer noch nicht, jeden Menschen gleich zustellen. Geschweigedenn unsere Kinder nicht in Kriege schicken zu lassen. Wenn das Regierungen noch nicht mal schaffen, dann kann man von den Bürgern nicht viel erwarten.
Wie ich in meinem letzten Post schon geschrieben habe und diese Annahme durch die Äußerungen des Ministers und der Berichterstattung der Zeit bekräftigt wurde, ist das Eingreifen der dortigen Polizei eine Entscheidungen auf Basis einer Provokation gewesen. Der BVB wurde bei dieser Maßnahme nicht unmittelbar involviert. Da der BVB Hausrecht hat und er bei sämtlichen Konsequenzen auch dafür Rechnung zu tragen hat, hätte der Verein Kenntnis darüber haben müssen. Es ist einfach nur Schade, dass sich die Bürger in Helmen und Bürger ohne Schutzkleidung gewalttätig gegenüber stehen müssen, weil iwelche Minister sich vor Wahlen profilieren müssen.
Die letzten Aussagen in meine Richtung habe ich sehr amüsant gefunden und nehme diese auch nicht ernst. In solchen Foren kann sich ja jeder äußern, ohne dafür Gesicht zeigen zu müssen. So ist es natürlich leicht sich abfällig zu äußern. Vermummt im Forum, aber sich über Vermummte im Stadion beschweren. ^^(By the way sind zumeist die Herren bei der Polizei bei Ihren Taten auch vermummt). Ich hörte jedenfalls nie, dass auf Mitgliederversammlung es zu heißen Kommunikationen gekommen ist oder sich kritische Menschen zu bekannten Fanszenetreffen den Weg gemacht haben. Die Vorsänger findet ihr übrigens auch immer an bekannter Stelle. Warum nicht einfach mal Mann genug sein und dahin gehen?
Anhand des Textes des angegebenen Zeit Artikels, kann man deutlich herauslesen, dass der Verfasser (Christian Spiller) anscheinend ein Fan von Pyrotechnik ist. Die Zahlen, die er im Text angibt, sind zwar korrekt, aber er erwähnt beispielsweise nicht, dass es sich bei den 10 Personen, die durch die Pyrotechnik verletzt wuren, ausschliesslich um Verletzte aus Buli Spielen handelt. Hinzu kommen noch weitere 42 Personen aus Spielen der 2. und 3. Liga. Erstaunlich auch, dass es sich bei den insgesamt 52 durch Pyros verletzten Personen, um 32 Unbeteiligte, 17 Polizisten und lediglich 3 "Störer" handelt. Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen. Die Mehrzahl der Verletzten haben mit Pyro nix am Hut und gehen als Geschädigte aus dem Stadion (sofern sie überhaupt noch gehen können). Polizisten, die von Berufs wegen im Stadioneinsatz sind stellen die zweitgrößte Gruppe. Sorry, das verstehe wer will.
Ich gehöre zu der Generation Fußballfans, die Spiele erlebt hat, bei denen die Stimmung auch ohne Pyrotechnik sensationell gewesen ist. Das muss auch nicht unbeding 20 Jahre her sein. Soweit ich weiß haben die Fans Islands bei der letzten EM auch ohne das Abbrennen von Fackeln eine wahnsinnige Stimmung in die Stadien getragen, in denen sie gespielt haben.
Hier noch ein paar schöne Choreos, die nach meiner Kenntnis ohne Pyro auskamen:
https://de.blastingnews.com/sport/2018/02/ranking-die-10-besten-choreos-der-letzten-jahre-002327625.html
Deiner Aussage, die "normalen" Fans können keine Stimmung machen, möchte ich auch deutlich widersprechen. Ich weiß nicht, wie alt Du bist und ob Du Dich an Spiele erinnern kannst, die vor 1986 (da wurde von Fortuna Köln die erste Ultragruppierung Deutschlands ins Leben gerufen) stattgefunden haben. Ich kann es und kann mich an viele berauschende Spiele erinnern
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Dropkick11 am 02.11.2018 um 16:14 Uhr bearbeitet Zitat von Nosebear
Man siehts auch an dem Posten und den Kommentaren auf Facebook: Zuviele Unbelehrbare. Die Gewaltexsesse letzte Woche werden völlig ausgeblendet.
Es wäre zumindest ein Anfang die Leute zu verpfeifen, die mit Eisenstangen geprügelt und auf am Boden Liegende eingetreten haben. Diese Reinigung kann nur von innen erfolgen. Ansonsten MÜSSEN sich die Wege trennen. Und dann wird nicht nur krankes, sondern auch gesundes Gewebe betroffen sein.
Wer sich mit Gewalttätern gemein macht hat in diesem Verein einfach nichts zu suchen.
Man siehts auch an dem Posten und den Kommentaren auf Facebook: Zuviele Unbelehrbare. Die Gewaltexsesse letzte Woche werden völlig ausgeblendet.
Es wäre zumindest ein Anfang die Leute zu verpfeifen, die mit Eisenstangen geprügelt und auf am Boden Liegende eingetreten haben. Diese Reinigung kann nur von innen erfolgen. Ansonsten MÜSSEN sich die Wege trennen. Und dann wird nicht nur krankes, sondern auch gesundes Gewebe betroffen sein.
Wer sich mit Gewalttätern gemein macht hat in diesem Verein einfach nichts zu suchen.
Ich hab das ganze Thema bisher nur mitlesend verfolgt. Sowohl auf den div. Social Media Plattformen, als auch in der Presse. Ebenso hab ich mir div. Videos auf Youtube angesehen.
Die Vorfälle in Dortmund müssen Konsequenzen haben, keine Frage! Das was passiert ist, ist unendschuldbar. Das betrifft jedoch beide Seiten!
Die von dir angesprochene "Reinigung von innen", wird es wohl kaum geben. Auch wenn es zweifelsfrei der richtige Anfang wäre. Aber weder innerhalb der Fanszene, noch innerhalb der Polizei wird sowas passieren!
Auslöser des ganzen in Dortmund mag zwar das zünden von Pyrotechnik sein. Die Eskalation hat aber die Polizei zum Großteil zu verantworten.
In 17 von 18 Bundesligastadien hätte es diesen dämlichen Zugriff auf ein Banner so nicht gegeben. Der Einsatzleiter hätte wissen MÜSSEN das diese Idee nach hinten los geht. Das soll, kann und darf die anschließenden Krawalle in keinster Weise verteidigen, jedoch bin ich überzeugt, das ohne diesen Zugriff nichts weiter passiert wäre! Pyro war abgebrannt, die Leute hätten das Spiel geschaut und das wärs gewesen.
Pyrotechnik ist verboten, das abbrennen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Dennoch ist in den Stadien regelmäßig Pyrotechnik zu sehen. Ohne das es danach Blockstürme der Polizei oder schlimmeres gibt. Das war auch beim Pokalspiel des HSV zu sehen.
Wenn man Pyro aus dem Stadion halten will, sollte man erstmal für vernünftige Kontrollen sorgen. Oder die Nutzung stärker unter Strafe stellen. Vorallem aber müssen sich alle Seiten, Vereine, Fans, Verbände, Politik etc. wieder aufeinander zubewegen. Aktuell wird der Graben immer größer.
Seinen Teil dazu leistet auch die Presse. In den Berichten wird immer nur, nicht nur beim Vorfall in Dortmund, von fehlverhalten "der Fans" berichtet. Fehler der Polizei werden nicht genannt. Die Plastikrohre die in Dortmund "zweckendfremdet" wurden, verwandelten sich in den Berichten mal in Holzlatten oder gar in Metallstangen. Auch das, wie in einem Video zu sehen war, 1(!) "Fan" anfangs (mit leeren Händen) aus dem Block kommt, auf die Polizisten einredet und Sekunden später 3 oder 4 Beamte in voller Einsatzkleidung auf ihn einprügeln wird nirgends erwähnt. Es heisst immer nur "die Fans gingen auf die Polizei los"... Und dann setzt sich die Polizei noch auf der Pressekonferenz hin und bildet sich weiter ein zu 100% alles richtig gemacht zu haben.
Solange die Polizei öffentlich als Fehlerfrei hingestellt wird, solange die Vereine und die Fans nicht miteinander reden, solange die Verbände sich nicht mit Vereinen UND Fans an einen Tisch setzen, solange Pyrotechnik verboten ist, deren Nutzung aber "nur" eine Ordnungswidrigkeit ist, wird sich absolut nichts ändern! Im Gegenteil. Es kann nur über den Dialog gegen.
Um das hier nochmal klar zu sagen, ich möchte weder Pyro verharmlosen, die Krawallmacher von Dortmund in Schutz nehmen oder alles auf die Polizei schieben. Aber eine Medaille hat immer zwei Seiten. Wenn Fehlverhalten vorliegt, MUSS das angesprochen werden. Egal welche Seite Fehler macht!
Auch finde ich die Verbote die Hertha nun ausgesprochen hat in der Form falsch. Das Hertha reagieren musste, ist allerdings auch klar. Schade ist, das die Mannschaft, die bisher eine tolle Saison abliefert, nun gg RBL wohl nur eine stille Ostkurve erleben wird. Jeder der Jungs verdient den lautstarken Support.
Ich bin zunächst einmal extrem froh, dass zumindest hier im Forum zunehmend Besonnenheit einkehrt. Nun hoffe ich, dass sich solche Szenen bis auf weiteres nicht mehr wiederholen und somit recht bald wieder Normalität einkehrt.
In der Zwischenzeit habe ich mich noch mehrfach mit dem gesamten Ablauf beschäftigt und die verschiedenen Positionen mitverfolgt. Die Sache an sich sehe ich mit entsprechendem Abstand nach wie vor so, dass hier eine Seite völlig daneben und die andere unklug und unnötig eskalierend agiert hat. Beides in Kombination hat mE eine in dieser Form von keiner Seite so vorausgesehene oder gar geplante Eskalation bewirkt.
Die Ultragruppierung hat ihre private Geburtstagsparty auf Kosten der anderen Stadionbesucher und entgegen der allseits bekannten Regeln übertrieben. Die vereinzelten Reizreaktionen sind klarer Indikator, dass hier auch objektiv der entscheidende erste Anstoß für alles Weitere gegeben wurde.
Die Polizei hatte das Spiel nach eigenen Angaben überhaupt nicht als Risikospiel eingeordnet und wurde mE vermutlich auch daher entsprechend auf dem falschen Fuß erwischt. Was in zig anderen Spielen eher nachträglich aufgearbeit wird, wurde hier (vielleicht weil entsprechend der Risikoabschätzung zu wenig erfahrene Experten an Bord waren) zu einer riskanten direkten Konfrontation gebracht, bei der die Polizei ungewohnt hart und die Ultras dann schließlich völlig inakzeptabel brutal und verantwortungslos agiert haben.
In der Kausalität sehe ich somit nach wie vor auf beiden Seiten Verfehlungen aber wie jemand korrekt schrieb, herrscht deshalb trotzdem eindeutig keine Symmetrie in der Schuldverteilung. So geht die erste Eskalation klar von den Ultras aus, wohingehend die Polizei (schnell und unter entsprechend schwieriger Koordination) auf eine unübersichtliche Situation reagieren muss. Zudem werte ich das Verhalten nach dem vorläufigen Ende der Polizeiintervention als klare, rein böswillige Racheaktion. Gerade hier wurden ja wohl auch viele gänzlich Unbeteiligte angegriffen. Auch Dortmundfans dienten wohl vereinzelt als Ventil.
Unschöne Randnotiz: Wie einige Medienberichte völlig berechtigt einwenden, geht es den beteiligten Ultras zu keinem Zeitpunkt vordergründig um das Spiel und allseits positive Stimmung. Im Rauch und unter Bannern ist nichts vom Geschehen zu sehen. Hinter dem Block und im völlig irrsinnigen Hitze- und Gewaltrausch bekommt man dann erst recht nichts mehr mit. Dabei zeigten beide Teams ein geniales Spiel.
In der Summe einfach ein Tag, auf den (bis auf die Spieler) niemand der Beteiligten stolz sein kann. Dass die beteiligten Ultras sich als Opfer inszenieren, ist lächerlich. Dass sie damit auch noch so viel Solidarität erfahren, nur noch traurig. Das Ganze war eine fragwürdige, völlig selbstzentrierte Geburtstags"party", bei der man eigentlich ironischerweise eher eine praktische Demonstration der eigenen Schädlichkeit liefert. Gewissermaßen ausgerechnet zum Geburtstag ein Plädoyer zur eigenen Abschaffung. Die Polizei sollte und wird abseits der Pressebotschaft sicher auch alles noch mal aufarbeiten, steht aber zurecht nicht im Zentrum der Debatte.
In der Zwischenzeit habe ich mich noch mehrfach mit dem gesamten Ablauf beschäftigt und die verschiedenen Positionen mitverfolgt. Die Sache an sich sehe ich mit entsprechendem Abstand nach wie vor so, dass hier eine Seite völlig daneben und die andere unklug und unnötig eskalierend agiert hat. Beides in Kombination hat mE eine in dieser Form von keiner Seite so vorausgesehene oder gar geplante Eskalation bewirkt.
Die Ultragruppierung hat ihre private Geburtstagsparty auf Kosten der anderen Stadionbesucher und entgegen der allseits bekannten Regeln übertrieben. Die vereinzelten Reizreaktionen sind klarer Indikator, dass hier auch objektiv der entscheidende erste Anstoß für alles Weitere gegeben wurde.
Die Polizei hatte das Spiel nach eigenen Angaben überhaupt nicht als Risikospiel eingeordnet und wurde mE vermutlich auch daher entsprechend auf dem falschen Fuß erwischt. Was in zig anderen Spielen eher nachträglich aufgearbeit wird, wurde hier (vielleicht weil entsprechend der Risikoabschätzung zu wenig erfahrene Experten an Bord waren) zu einer riskanten direkten Konfrontation gebracht, bei der die Polizei ungewohnt hart und die Ultras dann schließlich völlig inakzeptabel brutal und verantwortungslos agiert haben.
In der Kausalität sehe ich somit nach wie vor auf beiden Seiten Verfehlungen aber wie jemand korrekt schrieb, herrscht deshalb trotzdem eindeutig keine Symmetrie in der Schuldverteilung. So geht die erste Eskalation klar von den Ultras aus, wohingehend die Polizei (schnell und unter entsprechend schwieriger Koordination) auf eine unübersichtliche Situation reagieren muss. Zudem werte ich das Verhalten nach dem vorläufigen Ende der Polizeiintervention als klare, rein böswillige Racheaktion. Gerade hier wurden ja wohl auch viele gänzlich Unbeteiligte angegriffen. Auch Dortmundfans dienten wohl vereinzelt als Ventil.
Unschöne Randnotiz: Wie einige Medienberichte völlig berechtigt einwenden, geht es den beteiligten Ultras zu keinem Zeitpunkt vordergründig um das Spiel und allseits positive Stimmung. Im Rauch und unter Bannern ist nichts vom Geschehen zu sehen. Hinter dem Block und im völlig irrsinnigen Hitze- und Gewaltrausch bekommt man dann erst recht nichts mehr mit. Dabei zeigten beide Teams ein geniales Spiel.
In der Summe einfach ein Tag, auf den (bis auf die Spieler) niemand der Beteiligten stolz sein kann. Dass die beteiligten Ultras sich als Opfer inszenieren, ist lächerlich. Dass sie damit auch noch so viel Solidarität erfahren, nur noch traurig. Das Ganze war eine fragwürdige, völlig selbstzentrierte Geburtstags"party", bei der man eigentlich ironischerweise eher eine praktische Demonstration der eigenen Schädlichkeit liefert. Gewissermaßen ausgerechnet zum Geburtstag ein Plädoyer zur eigenen Abschaffung. Die Polizei sollte und wird abseits der Pressebotschaft sicher auch alles noch mal aufarbeiten, steht aber zurecht nicht im Zentrum der Debatte.
Zitat von Hektor1510
Aus Protest gegen Kollektivstrafen (!), stellt mal den Support ein und "bestraft" somit nicht nur die Verantwortlichen, sondern auch Trainer (der erst in der PK das wichtige Verhältnis Fan-Mannschaft herausgestellt hat für den Erfolg) und die komplette Mannschaft, insbesondere die jungen Spieler.
Aus Protest gegen Kollektivstrafen (!), stellt mal den Support ein und "bestraft" somit nicht nur die Verantwortlichen, sondern auch Trainer (der erst in der PK das wichtige Verhältnis Fan-Mannschaft herausgestellt hat für den Erfolg) und die komplette Mannschaft, insbesondere die jungen Spieler.
Ähm, dir ist aber schon klar, dass zuerst der Verein mit seinen Kollektivstrafen die übergroße Mehrheit der Leute bestraft, die mit den Ausschreitungen in Dortmund überhaupt nichts zu tun hatten. Also bitte nicht Ursache und Wirkung verwechseln. Der Verein hätte diverse andere Maßnahmen treffen können und es hätte heute einen vollkommen normalen Support gegeben. Man hat sich eben, aus welchen Gründen auch immer, anders entschieden und es war abzusehen, was die Konsequenz daraus sein wird. Dementsprechend ist für mich auch immer noch unverständlich, warum man diesen Weg gewählt hat.
Ich hab vor ca. 3 Jahren bei meinem Heimatverein mal einen halbjährigen Boykott der Ultras miterlebt, mit dem man auf Missstände im Verein aufmerksam machen wollte und letztlich auch Veränderungen bewirkt hat. Am Anfang wurde das noch belächelt, nach mehreren Heimspielen ohne dauerhaften Support sah das damals aber schon ganz anders aus. Es gibt bedeutend mehr Menschen, für die ein Stadionerlebniss nicht nur aus Fussball besteht, als mancher das hier gerne darstellt. Wenn ich in Ruhe Fussball schauen möchte, kann ich auch vorm TV bleiben.
Zitat von chris_b_84
Seinen Teil dazu leistet auch die Presse. In den Berichten wird immer nur, nicht nur beim Vorfall in Dortmund, von fehlverhalten "der Fans" berichtet. Fehler der Polizei werden nicht genannt. Die Plastikrohre die in Dortmund "zweckendfremdet" wurden, verwandelten sich in den Berichten mal in Holzlatten oder gar in Metallstangen. Auch das, wie in einem Video zu sehen war, 1(!) "Fan" anfangs (mit leeren Händen) aus dem Block kommt, auf die Polizisten einredet und Sekunden später 3 oder 4 Beamte in voller Einsatzkleidung auf ihn einprügeln wird nirgends erwähnt. Es heisst immer nur "die Fans gingen auf die Polizei los"... Und dann setzt sich die Polizei noch auf der Pressekonferenz hin und bildet sich weiter ein zu 100% alles richtig gemacht zu haben.
Seinen Teil dazu leistet auch die Presse. In den Berichten wird immer nur, nicht nur beim Vorfall in Dortmund, von fehlverhalten "der Fans" berichtet. Fehler der Polizei werden nicht genannt. Die Plastikrohre die in Dortmund "zweckendfremdet" wurden, verwandelten sich in den Berichten mal in Holzlatten oder gar in Metallstangen. Auch das, wie in einem Video zu sehen war, 1(!) "Fan" anfangs (mit leeren Händen) aus dem Block kommt, auf die Polizisten einredet und Sekunden später 3 oder 4 Beamte in voller Einsatzkleidung auf ihn einprügeln wird nirgends erwähnt. Es heisst immer nur "die Fans gingen auf die Polizei los"... Und dann setzt sich die Polizei noch auf der Pressekonferenz hin und bildet sich weiter ein zu 100% alles richtig gemacht zu haben.
Dass der Fan aus dem Block kommt, um mit den Polizisten zu reden, ist genauso fake news wie die Mär von irgendwelchen Eisenstangen. Wenn du dich über das eine beschwerst, beschönige bitte nicht das andere. Auf den Bildern ist eindeutig zu erkennen, dass sich zunächst ein Ultra unerlaubt im Sicherheitsbereich aufhält, der sofort in den Block springt (0:03 im Video), als die Polizisten den Sicherheitsbereich betreten. Bierbecher fliegen auch deutlich erkennbar (0:08-0:11), bereits bevor irgendein Fanutensil aufgehoben wird. Als die Polizisten sich dann nach dem Stoffding bücken, springen nach nicht mal drei Sekunden (0:21) zwei Ultras in den Sicherheitsbereich, um die Polizei von der Sicherstellung abzuhalten. Geredet wird da nun wirklich überhaupt nicht. Warum hätte man zum Reden denn eigentlich unbedingt in den Einsatz reinspringen müssen? Das wäre auch vom Zaun aus gegangen. Diese zwei Ultras, die die Polizeimaßnahme verhindern wollen, werden u.a. mithilfe des Schlagstockeinsatzes davon abgehalten - zumindest zielt dieses Zwangsmittel darauf ab.
Übrigens brennt die ganze Zeit über eine Pyrofackel in der zweiten Reihe des Blocks, welche kurz nachdem sie ausgebrannt ist und noch geglüht hat, von dem Ultra (blaue Hassmaske), der sie zuvor auch hielt, auf die Beamten geworfen wird. Hier wurde ja von einigen gerne als Argument gegen die Beschlagnahme angeführt, das Abbrennen der Pyros sei "längst vorbei" gewesen.
Also bitte bei den Fakten bleiben:
Die ersten Ultras, die über den Zaun sprangen, suchten das Gespräch... fake.
Es waren keine weiteren Pyro-Einsätze zu erwarten... fake.
Ich finde, die Maßnahmen sind ein guter erster Schritt. Dass die getroffenen Hunde bellen werden, war absehbar und da wird auch noch mehr kommen, aber wer den Sumpf austrocknen will, darf die Frösche eben nicht fragen.
Die User hier im Thread, die eine Schuld für die Eskalation überwiegend bei der Polizei und ihrer Beschlagnahme einer Fahne gesehen haben, haben hier betont, dass es eben keine gute Idee sei, eine Ultra-Fahne zu beschlagnahmen. Der Tenor aller Sympathisanten mit der Reaktion der Ultras war genau der selbe: eine Ultra-Fahne ist sakrosankt. Wenn es für alle Kenner oder Akteure der Szene absoluter Konsens ist, dass man eine solche nicht beschlagnahmen darf, weil dies deutliche Rechtsbrüche durch die Ultras nach sich zieht und in deren Augen rechtfertigt, dann ist ein Verbot solcher Gegenstände im Stadion die einzig logische Konsequenz. In einem Veranstaltungsort wie einem Stadion ist die Möglichkeit der möglichst effektiven Durchsetzung von Maßnahmen zur Herstellung oder Erhöhung der Sicherheit der Besucher unverzichtbar. Wenn die Ultras in ihrer Privatmoral das Recht, ihre Fahne zu verteidigen höher gewichten, als das der Polizei, Maßnahmen zu Erhöhung der Sicherheit durchzuführen, und hierbei auch zu Angriffen auf dieselbe zu greifen, dann kann man deren Fahnen im Stadion schlichtweg nicht mehr dulden. Es handelt sich hierbei schließlich immer noch um Gegenstände. Eine Notwehr/Nothilfe gegen eine Beschlagnahme ist schlichtweg nicht zu akzeptieren.
In diesem Sinne, liebe Verantwortliche bei Hertha, habt ihr aus meiner Sicht zunächst vieles richtig gemacht. Nun muss an weiteren Maßnahmen gearbeitet werden, wie man sich solcher gewaltbereiter Halbstarker möglichst vollständig entledigt. Bitte nicht nun nachlassen und es bei diesem Zwischenschritt belassen und hoffen, dass alles gut wird.
Ich würde anregen, Fahnen nur bis zu bestimmten Größen beim Einlass zuzulassen. Größere Fahnen, die potentiell für die Verschleierung von Pyro-Aktionen geeignet werden, könnten dann z.B. durch den Verein verwahrt werden und nur zu den Spielen herausgegeben werden. Dann ließe sich zum einen in den Textilien nichts ins Stadion schmuggeln und außerdem ließe sich evtl. erkennen, wer ein "gesundes" Verhältnis zu seinem Eigentum hat und dies durch den Verein aufbewahren lässt und wer eher nicht.
Da es hier ein paar User gibt, die sich sehr, sehr sachlich an der Diskussion beteiligen und den Standpunkt vertreten "Pyro wird man nicht aus den Stadien bekommen", würde mich deren Meinung oder Vorstellung interessieren, wie man mit dem Thema umgehen soll. Eigentlich gibt es ja nur drei Möglichkeiten:
- aktiv gegen die Verwendung in Stadien vorzugehen (mit entsprechenden Begleitgeräuschen, je nach Maßnahmen)
- tolerieren/wegsehen trotz existierender Verbote
- Legalisierung
Insbesondere @Cup-of-Tea s und @Dicksen_Paule s Ansichten dazu würden mich interessieren, weil ich ihre Sichtweisen in der Diskussion als große Bereicherung empfinde.
Zitat von Cup-of-Tea
Ich hätte niemals gerechnet, das sich so viele mit den Ultras solidarisieren. Das war schon krass. Da war von Jung bis Alt alles dabei. Und das ist das was ich direkt hier meinte, das wird nicht nur ein kleiner Haufen, das werden fast alle machen. Bis auf vereinzelte Ha Ho He war das Totenstille. Es hing nicht eine einzige Zaunfahne.
Wird dies ein Dauerzustand, steigen wir ab! Das wirkt sich auf alle Fälle auf die Mannschaft aus.
Zum Thema Pyro: Das ist schwierig. Vielleicht sollte man wie Dänemark probieren? Kalte Pyro? Abgetrennte Bereiche? etc.
Ich hätte niemals gerechnet, das sich so viele mit den Ultras solidarisieren. Das war schon krass. Da war von Jung bis Alt alles dabei. Und das ist das was ich direkt hier meinte, das wird nicht nur ein kleiner Haufen, das werden fast alle machen. Bis auf vereinzelte Ha Ho He war das Totenstille. Es hing nicht eine einzige Zaunfahne.
Wird dies ein Dauerzustand, steigen wir ab! Das wirkt sich auf alle Fälle auf die Mannschaft aus.
Zum Thema Pyro: Das ist schwierig. Vielleicht sollte man wie Dänemark probieren? Kalte Pyro? Abgetrennte Bereiche? etc.
Du glaubst ernsthaft, dass Hertha wegen der fehlenden Unterstützung verloren hat? Ich war der Meinung, dass wir kaum Zugriff auf das Spiel der Leipziger bekamen und einig wenige 100-ge nicht reingingen.
Zudem kommen laut einer vor einigen Wochen durchgeführten Schallpegelmessung weniger als 20% der Lautstärke der Ränge auf dem Spielfeld an.
Interessat wird es doch wirklich, wenn Hertha mal früh in Führung geht. Schweigt dann die breite Masse? Ich bin mir da 100% sicher, dass die Stimmung dann ein selbstläufer wird. Egal, was die Ultras bestimmen.
Über eines bin ich mir aber absolut sicher. Unsere Ultras haben Unruhe in einen sehr gut funktionierenden Verein Hertha BSC gebracht. Dass es Strafen seitens des Vereins dafür geben muss steht außer Frage. Ein Vorschlag auf FB war ja schon pinke DK für die Ostkurve in Saison in 2019/2020.
Zitat von Basti77
Du glaubst ernsthaft, dass Hertha wegen der fehlenden Unterstützung verloren hat? Ich war der Meinung, dass wir kaum Zugriff auf das Spiel der Leipziger bekamen und einig wenige 100-ge nicht reingingen.
Zudem kommen laut einer vor einigen Wochen durchgeführten Schallpegelmessung weniger als 20% der Lautstärke der Ränge auf dem Spielfeld an.
Interessat wird es doch wirklich, wenn Hertha mal früh in Führung geht. Schweigt dann die breite Masse? Ich bin mir da 100% sicher, dass die Stimmung dann ein selbstläufer wird. Egal, was die Ultras bestimmen.
Über eines bin ich mir aber absolut sicher. Unsere Ultras haben Unruhe in einen sehr gut funktionierenden Verein Hertha BSC gebracht. Dass es Strafen seitens des Vereins dafür geben muss steht außer Frage. Ein Vorschlag auf FB war ja schon pinke DK für die Ostkurve in Saison in 2019/2020.
Zitat von Cup-of-Tea
Ich hätte niemals gerechnet, das sich so viele mit den Ultras solidarisieren. Das war schon krass. Da war von Jung bis Alt alles dabei. Und das ist das was ich direkt hier meinte, das wird nicht nur ein kleiner Haufen, das werden fast alle machen. Bis auf vereinzelte Ha Ho He war das Totenstille. Es hing nicht eine einzige Zaunfahne.
Wird dies ein Dauerzustand, steigen wir ab! Das wirkt sich auf alle Fälle auf die Mannschaft aus.
Zum Thema Pyro: Das ist schwierig. Vielleicht sollte man wie Dänemark probieren? Kalte Pyro? Abgetrennte Bereiche? etc.
Ich hätte niemals gerechnet, das sich so viele mit den Ultras solidarisieren. Das war schon krass. Da war von Jung bis Alt alles dabei. Und das ist das was ich direkt hier meinte, das wird nicht nur ein kleiner Haufen, das werden fast alle machen. Bis auf vereinzelte Ha Ho He war das Totenstille. Es hing nicht eine einzige Zaunfahne.
Wird dies ein Dauerzustand, steigen wir ab! Das wirkt sich auf alle Fälle auf die Mannschaft aus.
Zum Thema Pyro: Das ist schwierig. Vielleicht sollte man wie Dänemark probieren? Kalte Pyro? Abgetrennte Bereiche? etc.
Du glaubst ernsthaft, dass Hertha wegen der fehlenden Unterstützung verloren hat? Ich war der Meinung, dass wir kaum Zugriff auf das Spiel der Leipziger bekamen und einig wenige 100-ge nicht reingingen.
Zudem kommen laut einer vor einigen Wochen durchgeführten Schallpegelmessung weniger als 20% der Lautstärke der Ränge auf dem Spielfeld an.
Interessat wird es doch wirklich, wenn Hertha mal früh in Führung geht. Schweigt dann die breite Masse? Ich bin mir da 100% sicher, dass die Stimmung dann ein selbstläufer wird. Egal, was die Ultras bestimmen.
Über eines bin ich mir aber absolut sicher. Unsere Ultras haben Unruhe in einen sehr gut funktionierenden Verein Hertha BSC gebracht. Dass es Strafen seitens des Vereins dafür geben muss steht außer Frage. Ein Vorschlag auf FB war ja schon pinke DK für die Ostkurve in Saison in 2019/2020.

Ich rede wenn es ein Dauerzustand wird. Das heute war Hannover 2.0. Furchtbar! Ein Horror-Tag für den Verein Hertha BSC. Spieler sind auch Menschen und wenn das Wochen anhält, verunsichert das die. Da lege ich mich sehr drauf fest. Klar ist das mit den absteigen, sehr weit hergeholt. Die Spieler möchten auch vor lauter Atmosphäre spielen, das heute war furchtbar.
Frag mal bei Hannover ab, auch wenn das andere Gründe hier hat.
Ob Hertha in Führung gegangen wäre und dadurch besser? Ich bezweifel es, dafür kenne ich die Ostkurve wie sie reagiert sehr gut. Es halten viele, sehr viele Mit-Herthaner zu den Ultras. In anderen Vereinen ist das vielleicht nicht so, aber bei Hertha schon. Ich denke das ich kann schon etwas einschätzen.
Zitat von Cup-of-Tea
Korrekt. Ich hoffe die Vereinsführung hat gesehen wie viele sich mit den Ultras solidarisieren. Ich denke das wurde von Hertha sehr unterschätzt.
Zitat von Rulana
Ich stand damals schon im O Block und die Stimmung kam immer nur aus dem Fanblock . Denke auch nicht das sie daran etwas ändern wird sicher kann man einige Fans ersetzen aber nicht alle . Man sollte sich hinsetzten und reden nur das hilft dem Verein
Ich stand damals schon im O Block und die Stimmung kam immer nur aus dem Fanblock . Denke auch nicht das sie daran etwas ändern wird sicher kann man einige Fans ersetzen aber nicht alle . Man sollte sich hinsetzten und reden nur das hilft dem Verein
Korrekt. Ich hoffe die Vereinsführung hat gesehen wie viele sich mit den Ultras solidarisieren. Ich denke das wurde von Hertha sehr unterschätzt.
Mich stimmt es schon recht nachdenklich, wie oft Hertha Reaktionen von Fans unterschätzt. War bei der Einlaufhymne genauso. Vielleicht sollte unsere Geschäftsführung mal ein bißchen Anschauungsunterricht bei Union oder St.Pauli nehmen, um auch in dieser Hinsicht dazu zu lernen.
Aber ich hoffe mal, dass es am Montag eine Annäherung gibt und es auch von Seiten der Ultras mal ein Entgegenkommen gibt. Es wäre nämlich schade, wenn die bisher ziemlich gute Saison durch Nebenkriegsschauplätze kaputt gemacht wird. Wir haben eine sehr gute Mannschaft mit ner Menge Potential, die sich aber nur dann belohnen wird, wenn ALLE zusammen an einem Strang ziehen.
Wenn ich das hier so lese, bekomme ich langsam das Gefühl, das kaum einer Ahnung von der wirklichen Fanszene von Hertha oder deren Entstehung hat.
Es gab schon vor den Ultras eine Fanszene. Teilweise intensiver als bei den Ultras.
Wer kennt denn den Namen "PEPE" noch ?? Die wenigsten nehm ich mal an ... einige werden googeln müssen. Kurz vorweg. Bekanntester und langjährigster Hertha-Fan der Bundesrepublik.
Denn schon da entstand die Kluft zw. dem Verein Hertha und seinen Fans. Jeder in der Geschäftsleitung kannte PEPE. Jeder Spieler kannte PEPE.
Ich geb mal nen Tip. Die Hertha-Frösche waren die ERSTEN die sich zum organisierten Fan-Club etablierten.
Dagegen sind die Ultras ne Kindegartentruppe. Die Frösche waren Bundesweit gefürchtet.
Die schlimmsten waren der Hertha-Fanclub ENDSIEG
Die Frösche fingen ende der 60er an ... "Glanzzeit" waren die 70er und 80er ... nach dem Mauerfall lösten sie sich, teils auch Altersbedingt, so langsam auf. Seit ca. 2002 existieren sie offiziel nicht mehr.
Nachfolger wurden die Ultras. Dazwischen gab es wie in vielen Vereinen der Buli leider die Hools. Davon distanzieren sich die Ultras, wollten mit dieser Art von Gewalt nix zu tun haben und es gab sogar handgreifliche Auseinandersetzungen mit ihnen um sie in die Schranken zu weisen und um ihnen klar zu machen das es um Fußball geht und nicht um Verabredungen zur brutalen Schlägerei.
Jeder hier fordert und will was anderes. Jeder will eine Wirkung haben aufgrund des Vorfalles in Dortmund.
Ehrlich Leutz, der "Vorfall" wird durch die Presse so hochgeschaukelt als wenn dort nen Bürgerkrieg stattfand. Ich will es nicht gutheißen, aber man sollte es eher differenzieren was die Presse schreibt oder was die wirkliche Ursache war. OK, wir wissen im inneren alle das die Medien übertreiben, Dinge verschweigen oder auch Tatsachen verfälschen bis man es als Wahrheit empfindet. Aber das was dort stattfand, war PillePalle was die Hertha-Frösche damals taten.
Um aber wieder auf die Ultras zu kommen. Es ist auch keine Deutsche Erfindung. Entstanden sind sie in Italien. Und zwar beim AC Turin. Die ersten Ultras entstanden bei Fortuna Köln.
Sorry, bin ein wenig abgedriftet.
Nun weiter. - Aber keiner kennt die wirkliche Ursache warum sich die Ultras momentan nicht mit Hertha an einen Tisch setzen wollen. Denn da müßte man ja sehr weit zurückgehen. Genauer gesagt bis etwa 2003. Es wurde nur über Jahre hinweg totgeschwiegen. In den letzten Monaten keimte sie wieder auf. Es ist die Kluft zw. Verein und Fans. Der Verein vergißt einfach das die Fans nicht nur ZAHLENDE Fans sind, sondern den Verein finanziel mittragen. ICH sag nur Dauerkarten, Mitgliedschaftsbeiträge, Fanartikel usw.
Dafür wollen sie als kleines Dankeschön etwas mitspracherecht wie sie ihren Support ausleben dürfen.
Früher hatte der Verein die Fansclubs gefragt was möglich gemacht werden könnte.
Heute wird über deren Köpfe hinwegentschieden. Ich sag nur ... Keuter, Einlaufhymne usw. nur um das aktuellste mal in den Sinn zu rufen.
Das sind nur einige Punkte die geklärt werden sollten und MÜSSEN !!
Bevor ich mir noch mehr Luft mache und ich von Höckchen auf Stöckchen komme, schließe ich das hier lieber und lasse euch mal insichkehrend in Gedanken zurück.
Das mußte jetzt mal so raus. Nur um euch oder den ein oder anderen daran zu erinnern das es schon vor den Ultras eine organisierte Fanszene gab.
Habe fertig

Dieser Beitrag wurde zuletzt von BlueWhite92 am 05.11.2018 um 00:24 Uhr bearbeitet
Ich habe lange überlegt ob ich mich überhaupt äußere zu den derzeitigen Gegebenheiten. Bin am Ende aber zu dem Entschluss gekommen meine Meinungen niederzuschreiben.
Dann fange ich Mal mit den Erlebnissen in Dortmund an und den daraus resultierenden Ereignissen heute.
Zuerst möchte ich betonen daß ich jegliche Form von Gewalt und Sachbeschädigung absolut verurteile und mich für die Vorkommnisse in Dortmund auch als unbeteiligter Herthaner schäme.
Ich habe mich intensiv mit den Vorgängen beschäftigt und Gespräche mit verschiedenen Personen (Ultra, Pressemitarbeiter und "normaler" Auswärtsfahrer) über die Geschehnisse in Dortmund unterhalten.
Klar ist das es noch einiges an potentielle Pyrotechnik auf "Halde" gab, die zu einem späteren Zeitpunkt zum Einsatz kommen sollte. Zum Zeitpunkt der Eskalation lag das Banner definitiv im Zwischenraum von Tribüne und Platz und sollte auch im weiteren Verlauf nach Aussage nicht zum "verstecken" genutzt werden.
Denn dies war ja angeblich die größte Sorge der Einsatzkräfte und das wollte man bekanntlich ja verhindern. Es ist für mich einfach unerklärlich wie man als Einsatzleiter solch ein Befehl geben kann und ein Banner einer Ultragruppierung einkassieren will. Ich steche doch nicht in ein Wespennest und gehe davon aus es erfolgt keine Gegenreaktion. Das nun natürlich dem Pulk Tür und Tor geöffnet wurde war jedem klar. In solchen Situationen gewinnt immer die Schwarm-Intelligenz. Beide Parteien zeigten sich nun von einer unmenschlichen Seite, während die Ultras ihre Wut auf die Polizei kanalisierten, und hirnverbrannt auf alles einschlugen was sich bewegte, sorgte die Polizei mit ihrem willkürlichen Pfefferspray Einsatz für mehr Verletzungen von Unbeteiligten, als es die Pyro an diesem Tag geschafft hatte. Der große Nachteil von Pfefferspray ist nämlich der Radius in dem sich das Gas im Nachhinein verteilt.
Ich verstehe den Reflex sich gegen Angreifer zu wehren und bin prinzipiell auch für eine bessere Handhabe unserer Polizei, aber wie ungezielt mit dem Spray umgegangen wurde ist genauso gefährlich wie der Einsatz von Pyro.
Abschließend muss man zu den Ereignissen in Dortmund sagen, dass dies absolut vermeidbar gewesen wäre. Es sollte den Szene-kundigen Beamten im Vorfeld bekannt gewesen sein, dass in Dortmund 15 Jahre Hauptstadtmafia gefeiert werden soll und wie Ultras solche Sachen zelebrieren ist nun bekannt. Eine bessere Einsatzleitung wäre aus dieser Sache glimpflich rausgekommen und hätte einiges verhindern können. Gestern In Düsseldorf zeigte die Polizei den richtigen Umgang mit der Situation. Düsseldorf zündete mehrmals Pyro ab und niemand stürmte den Block oder kassierte Fanutensilien ein. Statt dessen nutzte Brych die Möglichkeit eines Spielabbruchs und diese Drohung zeigte Wirkung bei den Fans und man unterließ folgend die Pyro. Wenn die Vereine Mal dazu verdonnert werden würden, 2-3€ mehr die Stunde für besseres Personal aufzuwenden, wären die Personenkontrollen an den Einlässen nicht so amateurhaft und solch eine Masse an Pyro würde nie den Weg in die Stadien finden.
Konsequenzen für das Leipzig-Spiel!
Nach allem was in Dortmund passiert ist, haben die ausgesprochenen Kollektivstrafen nur zu Verschlimmerung der Beziehungen zwischen Hertha und seinen Fans gesorgt.
Des Weiteren schadete man sich auf mehreren Ebenen gleichzeitig.
Die Strafe wirkt auf mich eher wie eine Entschuldigung an den DFB/DFL, nach dem Motto "bitte bestraft uns nicht zu sehr, wir haben schon Konsequenzen gezogen". Ich gehe seit fast 20 Jahren als Dauerkarteninhaber zu jedem Heimspiel und habe selten danach geflucht überhaupt ins Stadion gegangen zu sein, doch gestern war es dann soweit. Das Stadionerlebnis lebt von der Interaktion auf den Rängen, ohne Support kann ich mich auch vor den TV setzen und mein kühles Blondes da genießen. Die Kombination von toten Stille auf den Rängen und totem Fussball auf dem Platz sorgte sicherlich nicht für einen Zuschauerrun auf die nächsten Heimspieltickets.
In meinen Augen verliert der Verein einfach das Gefühl für die Bedürfnisse seiner Fans. Es ist schön und gut neue Fans akquirieren zu wollen. Allerdings sollte man dabei die alten Fans nicht vergessen und das tut Hertha massiv. Hymne weggenommen, Einsingphase gestrichen und heute Supportutensilien eingeschränkt. Erst nach enormen Druck kam man bei Hertha auf den Trichter die Hymne doch da zulassen wo sie hingehört. Das sind alles Entscheidungen in den die Vereinsführung keinen guten Eindruck hinterlassen kann.
Die Doppelmoral der anderen Fans nervt mich dann auch ein wenig. Zum einen wird hier häufig geschrieben, das die Ultras doch dann bitte dem Verein fern bleiben sollen, aber wenn sie einem stillen Protest nachgehen, wird hier gemeckert das man die Mannschaft nicht bedingungslos unterstützt. So war es auch Samstag im Stadion, als aber dann das 3:0 gefallen ist, leerte sich die Gegengerade und angrenzenden Blöcke blitzartig. Die Ostkurve inkl. meiner Person stand noch nach dem Spiel in der Kurve und munterte die Mannschaft auf.
Gestern hat man gemerkt wie intensiv der Support aller Fangruppen das Stadionerlebnis beeinflusst. Der Verein und die Ultras sollten schnellstmöglich die Lösung in dem seit Jahren
schwelenden Konflikt finden, denn noch 1-2x so ein Abend und das Stadion ist trotz kostenlosen Tedi-Karten leer.
Dann fange ich Mal mit den Erlebnissen in Dortmund an und den daraus resultierenden Ereignissen heute.
Zuerst möchte ich betonen daß ich jegliche Form von Gewalt und Sachbeschädigung absolut verurteile und mich für die Vorkommnisse in Dortmund auch als unbeteiligter Herthaner schäme.
Ich habe mich intensiv mit den Vorgängen beschäftigt und Gespräche mit verschiedenen Personen (Ultra, Pressemitarbeiter und "normaler" Auswärtsfahrer) über die Geschehnisse in Dortmund unterhalten.
Klar ist das es noch einiges an potentielle Pyrotechnik auf "Halde" gab, die zu einem späteren Zeitpunkt zum Einsatz kommen sollte. Zum Zeitpunkt der Eskalation lag das Banner definitiv im Zwischenraum von Tribüne und Platz und sollte auch im weiteren Verlauf nach Aussage nicht zum "verstecken" genutzt werden.
Denn dies war ja angeblich die größte Sorge der Einsatzkräfte und das wollte man bekanntlich ja verhindern. Es ist für mich einfach unerklärlich wie man als Einsatzleiter solch ein Befehl geben kann und ein Banner einer Ultragruppierung einkassieren will. Ich steche doch nicht in ein Wespennest und gehe davon aus es erfolgt keine Gegenreaktion. Das nun natürlich dem Pulk Tür und Tor geöffnet wurde war jedem klar. In solchen Situationen gewinnt immer die Schwarm-Intelligenz. Beide Parteien zeigten sich nun von einer unmenschlichen Seite, während die Ultras ihre Wut auf die Polizei kanalisierten, und hirnverbrannt auf alles einschlugen was sich bewegte, sorgte die Polizei mit ihrem willkürlichen Pfefferspray Einsatz für mehr Verletzungen von Unbeteiligten, als es die Pyro an diesem Tag geschafft hatte. Der große Nachteil von Pfefferspray ist nämlich der Radius in dem sich das Gas im Nachhinein verteilt.
Ich verstehe den Reflex sich gegen Angreifer zu wehren und bin prinzipiell auch für eine bessere Handhabe unserer Polizei, aber wie ungezielt mit dem Spray umgegangen wurde ist genauso gefährlich wie der Einsatz von Pyro.
Abschließend muss man zu den Ereignissen in Dortmund sagen, dass dies absolut vermeidbar gewesen wäre. Es sollte den Szene-kundigen Beamten im Vorfeld bekannt gewesen sein, dass in Dortmund 15 Jahre Hauptstadtmafia gefeiert werden soll und wie Ultras solche Sachen zelebrieren ist nun bekannt. Eine bessere Einsatzleitung wäre aus dieser Sache glimpflich rausgekommen und hätte einiges verhindern können. Gestern In Düsseldorf zeigte die Polizei den richtigen Umgang mit der Situation. Düsseldorf zündete mehrmals Pyro ab und niemand stürmte den Block oder kassierte Fanutensilien ein. Statt dessen nutzte Brych die Möglichkeit eines Spielabbruchs und diese Drohung zeigte Wirkung bei den Fans und man unterließ folgend die Pyro. Wenn die Vereine Mal dazu verdonnert werden würden, 2-3€ mehr die Stunde für besseres Personal aufzuwenden, wären die Personenkontrollen an den Einlässen nicht so amateurhaft und solch eine Masse an Pyro würde nie den Weg in die Stadien finden.
Konsequenzen für das Leipzig-Spiel!
Nach allem was in Dortmund passiert ist, haben die ausgesprochenen Kollektivstrafen nur zu Verschlimmerung der Beziehungen zwischen Hertha und seinen Fans gesorgt.
Des Weiteren schadete man sich auf mehreren Ebenen gleichzeitig.
Die Strafe wirkt auf mich eher wie eine Entschuldigung an den DFB/DFL, nach dem Motto "bitte bestraft uns nicht zu sehr, wir haben schon Konsequenzen gezogen". Ich gehe seit fast 20 Jahren als Dauerkarteninhaber zu jedem Heimspiel und habe selten danach geflucht überhaupt ins Stadion gegangen zu sein, doch gestern war es dann soweit. Das Stadionerlebnis lebt von der Interaktion auf den Rängen, ohne Support kann ich mich auch vor den TV setzen und mein kühles Blondes da genießen. Die Kombination von toten Stille auf den Rängen und totem Fussball auf dem Platz sorgte sicherlich nicht für einen Zuschauerrun auf die nächsten Heimspieltickets.
In meinen Augen verliert der Verein einfach das Gefühl für die Bedürfnisse seiner Fans. Es ist schön und gut neue Fans akquirieren zu wollen. Allerdings sollte man dabei die alten Fans nicht vergessen und das tut Hertha massiv. Hymne weggenommen, Einsingphase gestrichen und heute Supportutensilien eingeschränkt. Erst nach enormen Druck kam man bei Hertha auf den Trichter die Hymne doch da zulassen wo sie hingehört. Das sind alles Entscheidungen in den die Vereinsführung keinen guten Eindruck hinterlassen kann.
Die Doppelmoral der anderen Fans nervt mich dann auch ein wenig. Zum einen wird hier häufig geschrieben, das die Ultras doch dann bitte dem Verein fern bleiben sollen, aber wenn sie einem stillen Protest nachgehen, wird hier gemeckert das man die Mannschaft nicht bedingungslos unterstützt. So war es auch Samstag im Stadion, als aber dann das 3:0 gefallen ist, leerte sich die Gegengerade und angrenzenden Blöcke blitzartig. Die Ostkurve inkl. meiner Person stand noch nach dem Spiel in der Kurve und munterte die Mannschaft auf.
Gestern hat man gemerkt wie intensiv der Support aller Fangruppen das Stadionerlebnis beeinflusst. Der Verein und die Ultras sollten schnellstmöglich die Lösung in dem seit Jahren
schwelenden Konflikt finden, denn noch 1-2x so ein Abend und das Stadion ist trotz kostenlosen Tedi-Karten leer.
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