Kaderplanung Regionalligasaison 25/26
16.04.2025 - 12:18 Uhr
Servus zusammen,
nachdem der Abstieg leider nur noch Formsache ist, wird es Zeit, den Blick nach vorne zu richten – konkret auf die Kaderplanung für die kommende Regionalligasaison 2025/26.
Die Situation ist sicherlich bitter, aber auch eine Chance für einen echten Neuanfang. Gerade in unseren Nachwuchsteams steckt jede Menge Potenzial – einige Spieler könnten den Sprung in den Herrenbereich schaffen und beim Neuaufbau eine zentrale Rolle übernehmen.
Deshalb die Fragen an euch:
Lasst uns sachlich, aber auch mit Herzblut diskutieren – wir alle wollen, dass Haching bald wieder oben angreift!
nachdem der Abstieg leider nur noch Formsache ist, wird es Zeit, den Blick nach vorne zu richten – konkret auf die Kaderplanung für die kommende Regionalligasaison 2025/26.
Die Situation ist sicherlich bitter, aber auch eine Chance für einen echten Neuanfang. Gerade in unseren Nachwuchsteams steckt jede Menge Potenzial – einige Spieler könnten den Sprung in den Herrenbereich schaffen und beim Neuaufbau eine zentrale Rolle übernehmen.
Deshalb die Fragen an euch:
- Wer aus dem Nachwuchs hätte eurer Meinung nach eine Chance verdient?
- Welche gestandenen Spieler sollten als "Anker" im Team bleiben und Verantwortung übernehmen?
- Und gibt es aus eurer Sicht interessante externe Kandidaten, die sportlich wie charakterlich zum neuen Hachinger Weg passen würden?
Lasst uns sachlich, aber auch mit Herzblut diskutieren – wir alle wollen, dass Haching bald wieder oben angreift!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von coolioll am 16.04.2025 um 12:19 Uhr bearbeitet Zeige Ergebnisse 1-3 von 3.
23.04.2025 - 12:23 Uhr
Um den schon angerissenen taktischen Aspekt mal zu näher anzuschauen, muss die Frage beantwortet werden: Was erwartet uns, wenns Bender nächste Saison macht? (außer dass alle Manni heißen)
Wo unser Präsident sich ihm so lieblich an den Hals wirft, hab ich mir nochmal die Aufstellungen in beiden Bender-„Amtszeiten“ nach den Entlassungen angeschaut und die Spiele unter Matvienko. Personell auffällig: Schlicke macht da den Großteil seiner Saison-Spiele. Jastremski spielt quasi immer (englische Wochen ausgenommen). Mit Littig und Lamby probiert ers immer wieder, aber die setzen sich nicht durch. Zentrich vor seiner Verletzung beide Spiele in der Startelf. Was das System angeht, variieren vereinfacht 4-1-4-1 und 3-4-3, je nach dem, wo der Sechser vor der Abwehr so ist, da war ich mir ein den Spielen genau so uneins wie kicker und Transfermarkt.
Die Vorzüge einer Dreierkette und von einem System, das nicht auf zwei Mittelstürmer setzt wären für uns auch in der Kaderplanung: statt Außenverteidigern und Außenstürmern (beides auf gutem Level Mangelware) brauchts auf jeder Seite nur jeweils einen, der in beiden Teilen des Feldes nicht perfekt sein muss. Dass Breuer da jetzt schon zweimal ausprobiert wurde, finde ich nicht verkehrt.
Und wir brauchen nicht drei kopfballstarke/kantige und körperlich stabile Mittelstürmer. Das würde es unserer Führungsebene vielleicht vereinfachen.
Spielerisch ändert das schon einiges, verglichen mit unserem „Aufstiegs-4-4-2“ ist da der große Unterschied bei den Mittelfeldaußen, die nach hinten nicht so in eine engmaschige Sechserkette reinarbeiten und die nach vorne auch ein bisschen zentraler agieren, also weniger jemanden auf der Außenlinie austanzen und dann von der Grundlinie gefährlich werden. Hohe und lange Bälle von hinten raus sind beidem System dann aber auch eher sichere Ballverluste.
So muss die Ruhe durch einen sicheren Aufbau von hinten raus gewährleistet sein, was schon ein bisschen Erfahrung im Tor oder der IV braucht - Also Scherger hinter Schlicke, Hoops, Zimmermann ist da noch nicht unbedingt meine Idealkombination.
Bei Geis, der könnte das, bin ich mal gespannt, in welcher Funktion es weitergehen soll. Auf dem Platz hatte ich mir mehr erwartet, aber es können nicht alle eine Mentalität wie der Stiefler haben und als Ballverteiler und Standard-Spezialist bist auch vom Rest abhängig. Wenn ich mir seine Präsenz in der Schwabl-Box im Biergarten anschau, dann könnt er ja auch auf Sicht eine Rolle neben dem Platz anstreben.
Auf die großen Durchbrüche von Mashigo und Obermeier hoffe ich ehrlich gesagt mittlerweile leider nicht mehr, wie bei Ihorst glaube ich, ist der Körper dem Profifussball nicht gewachsen, aber vl. reichts für die Regionalliga - ich schau ihnen nämlich schon gern zu.
Und noch eine Sturm-Statistik:
Jastremski: 9 Torbeteiligungen (6+3) in rund 1600 Min. = alle 181 Min.
Kügel: 9 Torbeteiligungen (5+4) in rund 2000 Min. = alle 222 Min.
Ihorst: 7 Torbeiteiligungen (5+2) in rund 1100 Min. = alle 160 Min.
Torsiello: 4 Torbeteiligungen in 1000 Min. = alle 255 Min.
…zum Vergleich, unsere beiden Stürmer hatten letzte Saison 13 (13+0 bzw. 10+3) auf rund 3000 Min. = alle 230 Min. …
Wo unser Präsident sich ihm so lieblich an den Hals wirft, hab ich mir nochmal die Aufstellungen in beiden Bender-„Amtszeiten“ nach den Entlassungen angeschaut und die Spiele unter Matvienko. Personell auffällig: Schlicke macht da den Großteil seiner Saison-Spiele. Jastremski spielt quasi immer (englische Wochen ausgenommen). Mit Littig und Lamby probiert ers immer wieder, aber die setzen sich nicht durch. Zentrich vor seiner Verletzung beide Spiele in der Startelf. Was das System angeht, variieren vereinfacht 4-1-4-1 und 3-4-3, je nach dem, wo der Sechser vor der Abwehr so ist, da war ich mir ein den Spielen genau so uneins wie kicker und Transfermarkt.
Die Vorzüge einer Dreierkette und von einem System, das nicht auf zwei Mittelstürmer setzt wären für uns auch in der Kaderplanung: statt Außenverteidigern und Außenstürmern (beides auf gutem Level Mangelware) brauchts auf jeder Seite nur jeweils einen, der in beiden Teilen des Feldes nicht perfekt sein muss. Dass Breuer da jetzt schon zweimal ausprobiert wurde, finde ich nicht verkehrt.
Und wir brauchen nicht drei kopfballstarke/kantige und körperlich stabile Mittelstürmer. Das würde es unserer Führungsebene vielleicht vereinfachen.
Spielerisch ändert das schon einiges, verglichen mit unserem „Aufstiegs-4-4-2“ ist da der große Unterschied bei den Mittelfeldaußen, die nach hinten nicht so in eine engmaschige Sechserkette reinarbeiten und die nach vorne auch ein bisschen zentraler agieren, also weniger jemanden auf der Außenlinie austanzen und dann von der Grundlinie gefährlich werden. Hohe und lange Bälle von hinten raus sind beidem System dann aber auch eher sichere Ballverluste.
So muss die Ruhe durch einen sicheren Aufbau von hinten raus gewährleistet sein, was schon ein bisschen Erfahrung im Tor oder der IV braucht - Also Scherger hinter Schlicke, Hoops, Zimmermann ist da noch nicht unbedingt meine Idealkombination.
Bei Geis, der könnte das, bin ich mal gespannt, in welcher Funktion es weitergehen soll. Auf dem Platz hatte ich mir mehr erwartet, aber es können nicht alle eine Mentalität wie der Stiefler haben und als Ballverteiler und Standard-Spezialist bist auch vom Rest abhängig. Wenn ich mir seine Präsenz in der Schwabl-Box im Biergarten anschau, dann könnt er ja auch auf Sicht eine Rolle neben dem Platz anstreben.
Auf die großen Durchbrüche von Mashigo und Obermeier hoffe ich ehrlich gesagt mittlerweile leider nicht mehr, wie bei Ihorst glaube ich, ist der Körper dem Profifussball nicht gewachsen, aber vl. reichts für die Regionalliga - ich schau ihnen nämlich schon gern zu.
Und noch eine Sturm-Statistik:
Jastremski: 9 Torbeteiligungen (6+3) in rund 1600 Min. = alle 181 Min.
Kügel: 9 Torbeteiligungen (5+4) in rund 2000 Min. = alle 222 Min.
Ihorst: 7 Torbeiteiligungen (5+2) in rund 1100 Min. = alle 160 Min.
Torsiello: 4 Torbeteiligungen in 1000 Min. = alle 255 Min.
…zum Vergleich, unsere beiden Stürmer hatten letzte Saison 13 (13+0 bzw. 10+3) auf rund 3000 Min. = alle 230 Min. …
06.05.2025 - 19:13 Uhr
Zitat von Manu_Tto
Hab gestern so ein bisschen darauf rumgedacht, was der Plan für Offensive aus dem Mittelfeld war und warum der gescheitert ist.
Ich hatte vor der Saison ja das mangelhafte Personal im Sturm/OM (vor allem nach dem Ulm-Testspiel) bemängelt und die offene Wunde aufm Flügel so früh noch nicht auf dem Schirm - weil's mit dem Personal halt auch iwie hätte klappen können, oder?
Hab gestern so ein bisschen darauf rumgedacht, was der Plan für Offensive aus dem Mittelfeld war und warum der gescheitert ist.
Ich hatte vor der Saison ja das mangelhafte Personal im Sturm/OM (vor allem nach dem Ulm-Testspiel) bemängelt und die offene Wunde aufm Flügel so früh noch nicht auf dem Schirm - weil's mit dem Personal halt auch iwie hätte klappen können, oder?
Ich fand den Kader vor der Saison nicht abwegig - hab ihn ja auch in der Winterpause noch nicht abgeschrieben. Und ich steh schon dazu. Auch wenn ich natürlich ganz simpel durch die Realität widerlegt bin.
Wie schon im Thread geschrieben, glaub ich (nach sorgfältiger Abwägung), dass die vorderste Sturmfront nicht das Problem war. Ihorst war gewissermaßen ne Wildcard, die auch hätte zünden können, wie zwischenzeitlich erkennbar war. Kügel und Jastremski haben gemessen an der Chancenzahl eigentlich ne ganz gute Quote. Insbesondere wenn man einrechnet, wie die teils auf dem Flügel rumtraben mussten. Dazu ja noch das ein oder andere Alu. Also: Keine Torschützenkönigsphären, aber in einem "normalen Team" hätten beide eigentlich gut zweistellig werden können.
Dahinter halt, wie die Spiegelstrichliste auch zeigt, eine ganze Schrotflintenladung an Optionen. Dass praktisch keine aufgegangen ist, ist natürlich bitter. Man könnte ja auch noch Simic und Seidel dazuschreiben.
Die beiden kann man wohl tatsächlich als Missverständnis verbuchen, selbiges für Winklbauer. Der hat 3,5 Trainer gehabt und keiner hat ihn für tauglich befunden. Das hat dann nix mehr mit persönlichen Animositäten oder Pech zu tun.
Ich seh aber auch _einen_ Trainerfehler und zwar bei Unterberger:
Leuthard wurde früh aussortiert, an Maier (und gewissermaßen auch Skarla) ganz lange festgehalten. Ob die OA schon qua Gesamtkonstellation auf verlorenem Posten waren, kann man auch durchaus diskutieren. Aber _wenn_ man trotz wöchentlicher Probleme an Spielern klammert, dann bitte an Talenten. Es war klar, dass Maier kein Speedmonster mehr wird (und außer Form war), bei Leuten wie Leuthard, Breuer, Adu (ggf. auch Mashigo, wobei meine Meinung bekannt ist) gibt's zumindest Hoffnung, dass der Knoten platzt. Krattl und Keller sind auch im Saisonverlauf gewachsen, wenn auch auf besserem Startniveau. Schnell sind die alle, zwei linke Füße haben sie auch nicht. Aber niemand von denen durfte mal drei Partien am Stück machen.
Und wenn man das Problem "Speed" und "Kreativität" sieht, dann muss man diese Karte spielen. Worst case hätte man jetzt entweder einen starken Spieler für die RL oder eine Ablöseoption. Platz 21 wär's nicht geworden. Aktuell sind ja zumindest Breuer und Leuthard wieder im Kader oder nahe dran.
Ein weiteres Problem mag Fitness sein. Ich erinnere mich - mit Abstrichen bei Bielefeld auswärts - an kein Spiel, an dem Richtung Spielende Druck von Haching kam. Ganz im Gegenteil, da wurd's fast immer eng.
09.05.2025 - 21:11 Uhr
Hmm, wo soll ich anfangen. Ich komme mal wieder dazu zu schreiben. Vor bald einem halben Jahr haben ziemlich viele, wilde Ereignisse mich mal kurz aus dem Alltag geholt. Und wenn man lange Krankenhäuser besucht passiert dann auch noch, dass man selbst zum Patienten wird. Ich habe die Spiele verfolgt, aber groß Gedanken darüber wollte ich mir nicht mehr machen. Spätestens nach Bielefeld, Stuttgart und Hannover war es dann ja eh eigentlich klar.
Das Leben hat sich wieder eingependelt, mit weniger Folgen als zuerst gedacht und alles gut. Also langsam wieder die Möglichkeit, Kapazität für die neuen Herausforderungen zu widmen.
Aber anfangen will ich mit zwei Namen: Unterberger und Stiefler.
Ich habe die Interviews und Analysen von Unterberger immer geschätzt. Für mein Empfinden lagen sie selten daneben und er selbst machte eigentlich einen überzeugenden Eindruck, bis er irgendwann mit seiner fehlenden Seriösität in Schiedsrichterthemen da seinen Kredit verspielte. Aber eigentlich geht es um zwei andere Punkte. Einerseits ist es gescheitert, ein Spielsystem zu finden. Betonung auf "Spiel". Im Nachgang ist man natürlich immer schlauer und weiß alles besser, aber mein persönlicher Knackpunkt ist das Spiel in Dresden mit dem heutigen Wissen. Die große Chance auf den Durchbruch gegen 10 Spieler vergeben, Welzmüller ab dem Zeitpunkt der verlorene Anker und in der Rückrunde bereits 31 statt 18 Gegentore. Und diese löchrige Abwehr bekam oben darauf noch ein Mittelfeld ohne Passsicherheit. Wir haben und spielerisch ins Nichts entwickelt. Und wenn andererseits dann auch noch Zugänge die Torsiello oder Popp ohne jegliche Spielpraxis mal zumindest etwas Spielwitz mitbringen und auch gleich offensiv ein bisschen Hoffnung erscheinen lassen, so ist es dann doch ein Zeugnis für das Training, vom konditionellen Zustand nach dem Trainingslager mit Extraeinsatz für die Waagschale ganz zu schweigen. Ja, man nicht immer so eine Entwicklung haben wie bei Krattenmacher oder Keller. Aber die Talentverarmung nach Lamby und Ortel, die sich ja langsam rankämpften vor einem Jahr, mit so gar keiner Ausbeute und eher noch Verlusten wie Seidel und Simic wirft zu viele Fragen auf, die wohl nie beantwortet werden.
Vielleicht hängt beides zusammen, ohne Spielsystem kein Fixpunkt für die Entwicklung? Vielleicht die Mannschaft von der Moral komplett zerlegt? Wer weiß.
Und dann kommt Stiefler, der als Kämpfer und Arbeiter weiterhin alle Ehre genießt, aber für mich beispielhaft für die Entwicklung steht. Wir wissen nun, dass er nicht der Fixpunkt der Abwehr sein konnte. Er war es als Ersatz für Welzmüller schon nicht, aber damals gab es nur das Spiel gegen Dortmund als ersten Fingerzeig. Dazu kamen nun die vielen Momente, wo er dann doch etwas zu langsam sich die Karten fing, die 11er verursachte und vorne dann halt doch trotz Chancen das Ding nicht mehr machen konnte. Er zeigte in so vielen Spielen wie auch all der Einsatz und die Mühe eben nicht mehr reicht, sei es durch Pech oder eben das Quentchen weniger zu letztem Jahr. Und damit auch für Maier oder Skarlatidis, der auch nur noch gegen Stuttgart effektiv war. Und das tut schon weh, weil es alle eigentlich geile Kicker waren und plötzlich funktioniert gar nichts mehr. Bitter.
Am Ende gesellt sich dann noch etwas hinzu, was mich weiterhin aufregt: Ja, wir haben gelernt und früher mal am Trainer gesägt, was neues probiert. Es nicht ausgesessen immerhin. Aber eines bleibt: Wenn es nicht läuft flüchtet man sich ins Alter. Mein emotionales Ende war daheim gegen Verl: Wir haben eine Abwehr als alten Säcken bis auf eine Position und lassen uns so offen herspielen, alle meterweit weg von ihren Gegenspielern, in Überzahl dann planlos. Geis und Knipping? Nachgelegte Erfahrung ohne Zündung. Junge verloren und dann weiter so Spiele wie Wiesbaden, wo weiterhin Ü30 verteidigen ohne Zugriff. Wo ist da die Jugend? Auch gegen Cottbus, was wenigstens ansehnlicher war, Abstieg durch, wo ist die Jugend? Hoops oder Schlicke hinten drin können es auch nicht schlechter machen. Wir haben uns statt Jugendkurs wieder nur in Erfahrung versucht zu retten, auch diesmal ohne Sinn und Erfolg, Robert Müller lässt grüßen. Alles nicht überzeugend.
Und nun? Eine überzeugende U19. Noch ein paar alte werden übrig bleiben wo man gespannt sein darf, ob es wenigstens für Liga 4 noch reicht und man muss hoffen, dass man mehr Transferglück hat. Wobei ich da auch einstimme in die anderen Stimmen: Uns haben zwar die Tore gefehlt, aber der Sturm war nicht das Problem. Jastremski mag mit Ball weder schnell genug noch dribbelstark sein, aber er macht die Dinger vorne drin. Dazu mit Kügel und Ihorst konnte man eigentlich schon nicht unzufrieden sein, denn auch ein Kügel konnte manches Ding machen, solange man ihm eine Vorlage präsentieren konnte. Sein Problem war ja immer das Abseits, aber spielerisch ging halt nichts. Ja, die alten ohne Durchsetzungskraft, die jungen vielleicht noch zu grün, aber letztere bekamen dann auch nicht die Chance zu wachsen und erstere keine alternativen Pläne vielleicht mit einer 10 oder sonstwas, damit mal irgendwas geht. Wie man es auch wendet, zentral muss sich was tun. Es braucht spielerische Anker. Ich kann es mir nicht ausmahlen welchen Plan man im Kopf hat, aber wenn er wieder nur die Flucht in Alter und Erfahrung ist ohne Risiko für die Jungen, das man dann nicht beim ersten Widerstand über Bord wirft, hab ich wenig Lust mir das anzusehen. Denn das Gegurke ohne den Silberstreif auf Weiterentwicklung von ein paar zu grünen Steckerlbeinen kann ich mir auch Kreisliga geben.
Achja, denn wenn sich nicht der Kader komplett ändert, dann braucht man doch wieder einen anderen Trainer. Denn beides harmoniert noch nicht Ansatzweise, dass man sagen könnte eine Vorbereitung ändert da die Welt. Ein Teil braucht mindestens eine komplette Rosskuhr, der andere kommt dann auch mit entsprechend weniger zurecht, aber ohne dem keine Aufbruchstimmung. Sandro Wagner nach seiner Ankunft lässt grüßen.
Das Leben hat sich wieder eingependelt, mit weniger Folgen als zuerst gedacht und alles gut. Also langsam wieder die Möglichkeit, Kapazität für die neuen Herausforderungen zu widmen.
Aber anfangen will ich mit zwei Namen: Unterberger und Stiefler.
Ich habe die Interviews und Analysen von Unterberger immer geschätzt. Für mein Empfinden lagen sie selten daneben und er selbst machte eigentlich einen überzeugenden Eindruck, bis er irgendwann mit seiner fehlenden Seriösität in Schiedsrichterthemen da seinen Kredit verspielte. Aber eigentlich geht es um zwei andere Punkte. Einerseits ist es gescheitert, ein Spielsystem zu finden. Betonung auf "Spiel". Im Nachgang ist man natürlich immer schlauer und weiß alles besser, aber mein persönlicher Knackpunkt ist das Spiel in Dresden mit dem heutigen Wissen. Die große Chance auf den Durchbruch gegen 10 Spieler vergeben, Welzmüller ab dem Zeitpunkt der verlorene Anker und in der Rückrunde bereits 31 statt 18 Gegentore. Und diese löchrige Abwehr bekam oben darauf noch ein Mittelfeld ohne Passsicherheit. Wir haben und spielerisch ins Nichts entwickelt. Und wenn andererseits dann auch noch Zugänge die Torsiello oder Popp ohne jegliche Spielpraxis mal zumindest etwas Spielwitz mitbringen und auch gleich offensiv ein bisschen Hoffnung erscheinen lassen, so ist es dann doch ein Zeugnis für das Training, vom konditionellen Zustand nach dem Trainingslager mit Extraeinsatz für die Waagschale ganz zu schweigen. Ja, man nicht immer so eine Entwicklung haben wie bei Krattenmacher oder Keller. Aber die Talentverarmung nach Lamby und Ortel, die sich ja langsam rankämpften vor einem Jahr, mit so gar keiner Ausbeute und eher noch Verlusten wie Seidel und Simic wirft zu viele Fragen auf, die wohl nie beantwortet werden.
Vielleicht hängt beides zusammen, ohne Spielsystem kein Fixpunkt für die Entwicklung? Vielleicht die Mannschaft von der Moral komplett zerlegt? Wer weiß.
Und dann kommt Stiefler, der als Kämpfer und Arbeiter weiterhin alle Ehre genießt, aber für mich beispielhaft für die Entwicklung steht. Wir wissen nun, dass er nicht der Fixpunkt der Abwehr sein konnte. Er war es als Ersatz für Welzmüller schon nicht, aber damals gab es nur das Spiel gegen Dortmund als ersten Fingerzeig. Dazu kamen nun die vielen Momente, wo er dann doch etwas zu langsam sich die Karten fing, die 11er verursachte und vorne dann halt doch trotz Chancen das Ding nicht mehr machen konnte. Er zeigte in so vielen Spielen wie auch all der Einsatz und die Mühe eben nicht mehr reicht, sei es durch Pech oder eben das Quentchen weniger zu letztem Jahr. Und damit auch für Maier oder Skarlatidis, der auch nur noch gegen Stuttgart effektiv war. Und das tut schon weh, weil es alle eigentlich geile Kicker waren und plötzlich funktioniert gar nichts mehr. Bitter.
Am Ende gesellt sich dann noch etwas hinzu, was mich weiterhin aufregt: Ja, wir haben gelernt und früher mal am Trainer gesägt, was neues probiert. Es nicht ausgesessen immerhin. Aber eines bleibt: Wenn es nicht läuft flüchtet man sich ins Alter. Mein emotionales Ende war daheim gegen Verl: Wir haben eine Abwehr als alten Säcken bis auf eine Position und lassen uns so offen herspielen, alle meterweit weg von ihren Gegenspielern, in Überzahl dann planlos. Geis und Knipping? Nachgelegte Erfahrung ohne Zündung. Junge verloren und dann weiter so Spiele wie Wiesbaden, wo weiterhin Ü30 verteidigen ohne Zugriff. Wo ist da die Jugend? Auch gegen Cottbus, was wenigstens ansehnlicher war, Abstieg durch, wo ist die Jugend? Hoops oder Schlicke hinten drin können es auch nicht schlechter machen. Wir haben uns statt Jugendkurs wieder nur in Erfahrung versucht zu retten, auch diesmal ohne Sinn und Erfolg, Robert Müller lässt grüßen. Alles nicht überzeugend.
Und nun? Eine überzeugende U19. Noch ein paar alte werden übrig bleiben wo man gespannt sein darf, ob es wenigstens für Liga 4 noch reicht und man muss hoffen, dass man mehr Transferglück hat. Wobei ich da auch einstimme in die anderen Stimmen: Uns haben zwar die Tore gefehlt, aber der Sturm war nicht das Problem. Jastremski mag mit Ball weder schnell genug noch dribbelstark sein, aber er macht die Dinger vorne drin. Dazu mit Kügel und Ihorst konnte man eigentlich schon nicht unzufrieden sein, denn auch ein Kügel konnte manches Ding machen, solange man ihm eine Vorlage präsentieren konnte. Sein Problem war ja immer das Abseits, aber spielerisch ging halt nichts. Ja, die alten ohne Durchsetzungskraft, die jungen vielleicht noch zu grün, aber letztere bekamen dann auch nicht die Chance zu wachsen und erstere keine alternativen Pläne vielleicht mit einer 10 oder sonstwas, damit mal irgendwas geht. Wie man es auch wendet, zentral muss sich was tun. Es braucht spielerische Anker. Ich kann es mir nicht ausmahlen welchen Plan man im Kopf hat, aber wenn er wieder nur die Flucht in Alter und Erfahrung ist ohne Risiko für die Jungen, das man dann nicht beim ersten Widerstand über Bord wirft, hab ich wenig Lust mir das anzusehen. Denn das Gegurke ohne den Silberstreif auf Weiterentwicklung von ein paar zu grünen Steckerlbeinen kann ich mir auch Kreisliga geben.
Achja, denn wenn sich nicht der Kader komplett ändert, dann braucht man doch wieder einen anderen Trainer. Denn beides harmoniert noch nicht Ansatzweise, dass man sagen könnte eine Vorbereitung ändert da die Welt. Ein Teil braucht mindestens eine komplette Rosskuhr, der andere kommt dann auch mit entsprechend weniger zurecht, aber ohne dem keine Aufbruchstimmung. Sandro Wagner nach seiner Ankunft lässt grüßen.
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