Magdeburger Jungs: die FCM-Nachwuchsteams bis zur U19
17.06.2025 - 20:52 Uhr
Dies ist der neue Anlaufpunkt für alle Informationen und Diskussionen rund um die NLZ-Mannschaften. Hier im Startbeitrag verlinke ich die beiden ältesten Jahrgänge. Gerne können aber auch die anderen Auswahlen thematisiert werden.
NLZ-News - FCM-Homepage
1. FC Magdeburg U19
U19 DFB-Nachwuchsliga - Hauptrunde Liga B
1. FC Magdeburg U17
U17 DFB-Nachwuchsliga - Hauptrunde Liga A
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Dieser Beitrag wurde zuletzt von becks_fan93 am 17.06.2025 um 20:54 Uhr bearbeitet
08.07.2025 - 11:20 Uhr
Weiß eigentlich jemand was es für Neuzugänge in der U17 und U19 gibt?
28.07.2025 - 23:02 Uhr
Da diese Woche auch in den U19 DFB Nachwuchsliga wieder losgeht und es vom Verein bisher keine Kommunikation gab, möchte ich hier einmal auf den Kader der neuen Saison blicken. Neben den veröffentlichten Fotos und Verabschiedungen habe ich mir dafür vor allem auf Fußball.de die Testspiele angeschaut.
Der Kern der U19 Mannschaft besteht ganz klar aus dem sehr erfolgreichen 2008er Jahrgang der U17 (Achtelfinale um die deutsche Meisterschaft in der abgelaufenen Saison).
Dabei ist es für mich wirklich auffällig, wie wenige Spieler aus der letztjährigen U19 geblieben sind, um jetzt den älteren Jahrgang zu vertreten.
Lediglich 5 Spieler aus dem 2007er Jahrgang sind noch da: Emil Strauß (Ersatztorwart), Max Adrian, Max Kleinschmidt, Ben Ekobena-Seeger und Kingsley Madumere
Auch externe Neuzugänge gibt es offenbar nur 2: Gustav Kirbach (RV, Hannover) und Elishama Manyaka (ST, Meppen)
Dem gegenüber stehen 17 hochrückende Spieler aus der letztjährigen U17, was zeigt, was für ein großes Vertrauen man in diesen Jahrgang des eigenen Nachwuchses hat. Wenn ich mich zurückerinnere, war das in den vergangenen Jahren auch teilweise ganz anders, als der Großteil der U19 Leistungsträger von anderen Vereinen dazukamen. 10 dieser ehemaligen U17 Spieler kamen außerdem auch in der abgelaufenen Saison bereits auf Einsätze in der U19 Liga.
Ich finde es außerdem bemerkenswert, dass man diese so erfolgreiche U17 Mannschaft offenbar komplett zusammenhalten konnte, man hat (soweit ich das sehen konnte) keinen einzigen Leistungsträger abgegeben. Das spricht zum einen für einen starken Zusammenhalt in der Mannschaft, für eine Überzeugung, auch weiterhin gemeinsam erfolgreich sein zu können, und zum anderen für die Verbesserung der Nachwuchsarbeit beim FCM. Bis vor ein paar Jahren waren spätestens in der U17 die talentiertesten Spieler weg, mittlerweile kann man ihnen wohl auch innerhalb des Vereins eine Perspektive aufzeigen.
Dabei besonders zu erwähnen ist natürlich Tjark Möbius als aktuelle Nummer 2 der deutschen U17 Nationalmannschaft. Aber wahrscheinlich haben auch Andere durchaus das Interesse finanzstärkerer Clubs auf sich gezogen.
Umso mehr freue ich mich, dass man den Jungs die Gelegenheit gibt, als jüngerer Jahrgang direkt prägend für die U19 zu sein. Die beiden externen Neuzugänge sind ebenfalls aus dem 2008er Jahrgang, man setzt also voll darauf, dass diese Mannschaft zwei weitere Jahre in dieser Konstellation zusammenspielen und sich gemeinsam entwickeln kann.
Bei Vereinen mit einer 2. Mannschaft ist es ja durchaus üblich, dass in der U19 viele aus dem jüngeren Jahrgang (oder sogar noch jünger) sind, ich hoffe nur, man lässt sich nicht davon entmutigen, wenn man gegen Mannschaften spielen muss, die im Schnitt ein Jahr älter sind. Mit Union, BAK, Chemnitz, Cottbus und Aue hat man da leider einige Kandidaten in der Vorrunde.
Vom Talent und auch vom Namen der Vereine her, muss trotzdem klar das Ziel sein, es dieses Jahr in die Liga A der Hauptrunde zu schaffen. So ehrgeizig wie die U17 letztes Jahr war, haben die sich dieses Ziel wahrscheinlich aber auch selbst gesetzt.
Der Kern der U19 Mannschaft besteht ganz klar aus dem sehr erfolgreichen 2008er Jahrgang der U17 (Achtelfinale um die deutsche Meisterschaft in der abgelaufenen Saison).
Dabei ist es für mich wirklich auffällig, wie wenige Spieler aus der letztjährigen U19 geblieben sind, um jetzt den älteren Jahrgang zu vertreten.
Lediglich 5 Spieler aus dem 2007er Jahrgang sind noch da: Emil Strauß (Ersatztorwart), Max Adrian, Max Kleinschmidt, Ben Ekobena-Seeger und Kingsley Madumere
Auch externe Neuzugänge gibt es offenbar nur 2: Gustav Kirbach (RV, Hannover) und Elishama Manyaka (ST, Meppen)
Dem gegenüber stehen 17 hochrückende Spieler aus der letztjährigen U17, was zeigt, was für ein großes Vertrauen man in diesen Jahrgang des eigenen Nachwuchses hat. Wenn ich mich zurückerinnere, war das in den vergangenen Jahren auch teilweise ganz anders, als der Großteil der U19 Leistungsträger von anderen Vereinen dazukamen. 10 dieser ehemaligen U17 Spieler kamen außerdem auch in der abgelaufenen Saison bereits auf Einsätze in der U19 Liga.
Ich finde es außerdem bemerkenswert, dass man diese so erfolgreiche U17 Mannschaft offenbar komplett zusammenhalten konnte, man hat (soweit ich das sehen konnte) keinen einzigen Leistungsträger abgegeben. Das spricht zum einen für einen starken Zusammenhalt in der Mannschaft, für eine Überzeugung, auch weiterhin gemeinsam erfolgreich sein zu können, und zum anderen für die Verbesserung der Nachwuchsarbeit beim FCM. Bis vor ein paar Jahren waren spätestens in der U17 die talentiertesten Spieler weg, mittlerweile kann man ihnen wohl auch innerhalb des Vereins eine Perspektive aufzeigen.
Dabei besonders zu erwähnen ist natürlich Tjark Möbius als aktuelle Nummer 2 der deutschen U17 Nationalmannschaft. Aber wahrscheinlich haben auch Andere durchaus das Interesse finanzstärkerer Clubs auf sich gezogen.
Umso mehr freue ich mich, dass man den Jungs die Gelegenheit gibt, als jüngerer Jahrgang direkt prägend für die U19 zu sein. Die beiden externen Neuzugänge sind ebenfalls aus dem 2008er Jahrgang, man setzt also voll darauf, dass diese Mannschaft zwei weitere Jahre in dieser Konstellation zusammenspielen und sich gemeinsam entwickeln kann.
Bei Vereinen mit einer 2. Mannschaft ist es ja durchaus üblich, dass in der U19 viele aus dem jüngeren Jahrgang (oder sogar noch jünger) sind, ich hoffe nur, man lässt sich nicht davon entmutigen, wenn man gegen Mannschaften spielen muss, die im Schnitt ein Jahr älter sind. Mit Union, BAK, Chemnitz, Cottbus und Aue hat man da leider einige Kandidaten in der Vorrunde.
Vom Talent und auch vom Namen der Vereine her, muss trotzdem klar das Ziel sein, es dieses Jahr in die Liga A der Hauptrunde zu schaffen. So ehrgeizig wie die U17 letztes Jahr war, haben die sich dieses Ziel wahrscheinlich aber auch selbst gesetzt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von LenStone am 28.07.2025 um 23:09 Uhr bearbeitet
24.08.2025 - 16:12 Uhr
Nach der heutigen Niederlage beim Berliner AK steht die U19 leider mit 0 Punkten aus 4 Spielen da. Interessant: die 4 Niederlagen waren gegen Cottbus, Union, Aue und eben den BAK, die ich in meinem vorangegangenen Beitrag allesamt vermerkt hatte, da dort überwiegend auf den älteren U19 Jahrgang gesetzt wird (Vergleich der Startelf: beim FCM waren 6 Feldspieler aus dem jüngeren 2008er Jahrgang, beim BAK nur 2).
Dazu ist man in der 1. DFB Pokal Runde beim Jugendförderverein A/O/B/H/H ausgeschieden.
Bei allem Fokus auf die Entwicklung der einzelnen Spieler, dürfte man mit diesen Ergebnissen alles anderen als zufrieden sein. Als nächstes steht die Partie bei Hertha BSC an, die mit 4 Siegen aus 4 Spielen (+ Weiterkommen im Pokal) bisher perfekt gestartet sind.
Dazu ist man in der 1. DFB Pokal Runde beim Jugendförderverein A/O/B/H/H ausgeschieden.
Bei allem Fokus auf die Entwicklung der einzelnen Spieler, dürfte man mit diesen Ergebnissen alles anderen als zufrieden sein. Als nächstes steht die Partie bei Hertha BSC an, die mit 4 Siegen aus 4 Spielen (+ Weiterkommen im Pokal) bisher perfekt gestartet sind.
24.08.2025 - 16:24 Uhr
So richtig überraschend finde ich das nicht, dein kompletter Kader ist halt der jüngere Jahrgang.
Klar, zufrieden wird man damit nicht sein. Da der Abstiegsdruck weg ist, ist der richtige Weg mMn. aber schon auf die individuelle Weiterentwicklung der Spieler sich zu fokussieren.
Spätestens im nächsten Jahr kommen dann die Ergebnisse. Und viel wichtiger, vllt kommen aus dem Jahrgang 1-2 Spieler im Profikader an, dann hat sich das ganze schon gelohnt.
Klar, zufrieden wird man damit nicht sein. Da der Abstiegsdruck weg ist, ist der richtige Weg mMn. aber schon auf die individuelle Weiterentwicklung der Spieler sich zu fokussieren.
Spätestens im nächsten Jahr kommen dann die Ergebnisse. Und viel wichtiger, vllt kommen aus dem Jahrgang 1-2 Spieler im Profikader an, dann hat sich das ganze schon gelohnt.
24.08.2025 - 20:59 Uhr
Die Ergebnisse sind zwar alles andere als zufriedenstellend. Aber das Gute an diesem System ist ja, dass du die jungen Jahrgänge gezielter fördern kannst, weil du nicht von Ergebnissen getrieben wirst. Dann zahlen jüngere Spieler eben häufiger etwas Lehrgeld. Das ist vermutlich besser, als wenn sie gar nicht oder nur wenig spielen würden. Vielleicht sehen wir im Saisonverlauf eine positive Entwicklung.
30.08.2025 - 21:52 Uhr
Ich habe heute das Spiel der U19 bei Hertha vor Ort verfolgt und mit einem verrückten 4:5 den ersten Punktgewinn der Saison sehen dürfen.
Die Startelf hat sich dabei folgendermaßen dargestellt (habe es als 3-4-3 interpretiert, real war es ziemlich fluide):
Tor: Möbius
IV: Chukwemeka, Kleinschmidt, Kirbach
MF: Jakob (linke Schiene), Fuhrmann (def.), Drews (off.), Ekobena-Seeger (Rechte Schiene)
ST: Herrmann, Madumere, Siebert
Wie zuletzt schon hier geschrieben hätten die Vorzeichen unterschiedlicher nicht sein können: der FCM ist mit 5 Niederlagen in die Saison gestartet, Hertha BSC dagegen mit 5 Siegen.
Daher war es schon überraschend, dass der auffällige Siebert direkt in der offenen Anfangsphase per schönem Abschluss von der Strafraumkante die Führung für die Magdeburger erzielen konnte.
Schon bald darauf ermöglichte man der Hertha durch ein ungestümes Einsteigen aber den Ausgleich per Strafstoß. Das verursachte auch gleichzeitig eine Verunsicherung in der Mannschaft, die dem Gegner mit seinem intensiven Pressing in die Karten spielte. Der Ansatz war offensichtlich, von hinten flach aufzubauen, unter Einbezug des Torhüters, man fühlte sich glatt an Titz erinnert - mit dem Unterschied, dass Möbius mit Ball am Fuß leider kein Reimann ist. So entstand das 2:1 durch einen einfachen Fehler im Spielaufbau, das Pressing der Hertha machte sich bezahlt. Die Spieler wirkten nicht mal körperlich überlegen, waren aber deutlich intensiver in der Zweikampfführung. Außerdem fiel auf, dass die Spieler des Gegners in dieser Phase deutlich mehr und lauter kommunizierten.
Auch das 3:1 entstand durch einen einfachen Fehler im eigenen Sechzehner, als die Zuständigkeit für den Ball zwischen TW und IV nicht ganz klar schien - was durch das intensive Anlaufen der Herthaner eiskalt ausgenutzt werden konnte. Auch da wurden also Erinnerungen an Titz wach.
In Folge schien sich der FCM etwas zu berappeln, hatte seine beste Phase der 1. Halbzeit mit ein paar schönen Kombinationen über Außen und zwei guten Abschlüssen von Jakob. Man hatte erst Glück, dass die Hertha das 4:1 liegen ließ als nach einer eigenen Ecke der Konter nicht unterbunden wurde und ein Herthaner frei durch war - kurz darauf fiel es aber doch, indem ein schlechter Rückpass auf Möbius abgefangen und ins leere Tor eingeschoben wurde.
Das Halbzeitfazit war entsprechend: Spielerisch kann man ganz gut mithalten, aber alle 4 Gegentore wären komplett vermeidbar gewesen. Es ist nicht so, dass die Hertha massenhaft schön herauskombinierte Chancen hatte, man hat es ihnen aber viel zu einfach gemacht, durch ein gutes Pressing diese Menge an Fehlern zu provozieren.
Nach der Halbzeit kamen die Magdeburger mit neuem Mut und einer neuen Intensität im Anlaufen auf den Platz - hätten gefühlt 10 Sekunden nach Anpfiff aber beinahe wieder den Ball in letzter Linie verloren. Der neue Mut machte sich schnell bezahlt, indem der aus der Verteidigung durchgelaufenen Kirbach einen (zugegeben etwas soften) Elfmeter herausholte, den Siebert mit etwas Glück verwandelte.
Wenige Minuten später wurde Drews durch eine schöne Kombination über links freigespielt und schloss schön ab - 4:3, Anschlusstreffer.
In der Folge flachte das Spiel etwas ab, Hertha setzte viel auf lange Bälle, ohne wirklich gefährlich zu werden, auch die Kommunikation wurde weniger - was übrigens auch der Trainer von außen lautstark monierte. Gleichzeitig setzte auch der FCM im zweiten Durchgang mehr auf lange Bälle und Möbius wurde weniger einbezogen, um den Gegner nicht weiter zu einfachen Torchancen einzuladen. Wenn es mal gefährlich wurde, dann für den FCM, so hatte Siebert zwei aussichtsreiche Situationen in dieser Phase.
In der 87. Minute erfolgten die letzen Wechsel und quasi direkt im Anschluss holte der Club einen Freistoß an der Strafraumkante heraus. Im auf die Ausführung folgenden Gestochere im Strafraum fiel der Ausgleich (4:4) - laut Spielbericht wohl ein Eigentor.
Das gab nochmal Mut für die Schlussphase, in der der eingewechselte Manyaka einen zweiten eher soften Elfmeter herausholte, den aber aber sicher verwandelte - 4:5, die erste Führung für den FCM seit der 14. Minute.
Die verbleibenden 4 Minuten in der Nachspielzeit warf Hertha noch einmal alles nach vorne, mehr als lange Bälle fiel ihnen aber nicht ein, weswegen alles souverän wegverteidigt werden konnte.
Mit dem Abpfiff sinken die Spieler beider Mannschaften völlig erschöpft zu Boden, nach ein paar Momenten können die Magdeburger Spieler sich aber doch über den hart erkämpften ersten Saisonsieg freuen.
Der Besuch hat sich also sehr gelohnt, auch wenn es zur Halbzeit noch überhaupt nicht danach aussah.
Auffälligste Spieler waren aus meiner Sicht Marlon Siebert, über den die meiste Torgefahr entstand, Gustav Kirbach, der ein sehr gutes Zweikampfverhalten zeigte und sich auch immer wieder nach vorne einschaltete, sowie Stancy Chison Chukwemeka, der Bälle gut abfing, ein gutes Tempo hat und als Kommunikator auch viele Kommandos von hinten gab.
Die Startelf hat sich dabei folgendermaßen dargestellt (habe es als 3-4-3 interpretiert, real war es ziemlich fluide):
Tor: Möbius
IV: Chukwemeka, Kleinschmidt, Kirbach
MF: Jakob (linke Schiene), Fuhrmann (def.), Drews (off.), Ekobena-Seeger (Rechte Schiene)
ST: Herrmann, Madumere, Siebert
Wie zuletzt schon hier geschrieben hätten die Vorzeichen unterschiedlicher nicht sein können: der FCM ist mit 5 Niederlagen in die Saison gestartet, Hertha BSC dagegen mit 5 Siegen.
Daher war es schon überraschend, dass der auffällige Siebert direkt in der offenen Anfangsphase per schönem Abschluss von der Strafraumkante die Führung für die Magdeburger erzielen konnte.
Schon bald darauf ermöglichte man der Hertha durch ein ungestümes Einsteigen aber den Ausgleich per Strafstoß. Das verursachte auch gleichzeitig eine Verunsicherung in der Mannschaft, die dem Gegner mit seinem intensiven Pressing in die Karten spielte. Der Ansatz war offensichtlich, von hinten flach aufzubauen, unter Einbezug des Torhüters, man fühlte sich glatt an Titz erinnert - mit dem Unterschied, dass Möbius mit Ball am Fuß leider kein Reimann ist. So entstand das 2:1 durch einen einfachen Fehler im Spielaufbau, das Pressing der Hertha machte sich bezahlt. Die Spieler wirkten nicht mal körperlich überlegen, waren aber deutlich intensiver in der Zweikampfführung. Außerdem fiel auf, dass die Spieler des Gegners in dieser Phase deutlich mehr und lauter kommunizierten.
Auch das 3:1 entstand durch einen einfachen Fehler im eigenen Sechzehner, als die Zuständigkeit für den Ball zwischen TW und IV nicht ganz klar schien - was durch das intensive Anlaufen der Herthaner eiskalt ausgenutzt werden konnte. Auch da wurden also Erinnerungen an Titz wach.
In Folge schien sich der FCM etwas zu berappeln, hatte seine beste Phase der 1. Halbzeit mit ein paar schönen Kombinationen über Außen und zwei guten Abschlüssen von Jakob. Man hatte erst Glück, dass die Hertha das 4:1 liegen ließ als nach einer eigenen Ecke der Konter nicht unterbunden wurde und ein Herthaner frei durch war - kurz darauf fiel es aber doch, indem ein schlechter Rückpass auf Möbius abgefangen und ins leere Tor eingeschoben wurde.
Das Halbzeitfazit war entsprechend: Spielerisch kann man ganz gut mithalten, aber alle 4 Gegentore wären komplett vermeidbar gewesen. Es ist nicht so, dass die Hertha massenhaft schön herauskombinierte Chancen hatte, man hat es ihnen aber viel zu einfach gemacht, durch ein gutes Pressing diese Menge an Fehlern zu provozieren.
Nach der Halbzeit kamen die Magdeburger mit neuem Mut und einer neuen Intensität im Anlaufen auf den Platz - hätten gefühlt 10 Sekunden nach Anpfiff aber beinahe wieder den Ball in letzter Linie verloren. Der neue Mut machte sich schnell bezahlt, indem der aus der Verteidigung durchgelaufenen Kirbach einen (zugegeben etwas soften) Elfmeter herausholte, den Siebert mit etwas Glück verwandelte.
Wenige Minuten später wurde Drews durch eine schöne Kombination über links freigespielt und schloss schön ab - 4:3, Anschlusstreffer.
In der Folge flachte das Spiel etwas ab, Hertha setzte viel auf lange Bälle, ohne wirklich gefährlich zu werden, auch die Kommunikation wurde weniger - was übrigens auch der Trainer von außen lautstark monierte. Gleichzeitig setzte auch der FCM im zweiten Durchgang mehr auf lange Bälle und Möbius wurde weniger einbezogen, um den Gegner nicht weiter zu einfachen Torchancen einzuladen. Wenn es mal gefährlich wurde, dann für den FCM, so hatte Siebert zwei aussichtsreiche Situationen in dieser Phase.
In der 87. Minute erfolgten die letzen Wechsel und quasi direkt im Anschluss holte der Club einen Freistoß an der Strafraumkante heraus. Im auf die Ausführung folgenden Gestochere im Strafraum fiel der Ausgleich (4:4) - laut Spielbericht wohl ein Eigentor.
Das gab nochmal Mut für die Schlussphase, in der der eingewechselte Manyaka einen zweiten eher soften Elfmeter herausholte, den aber aber sicher verwandelte - 4:5, die erste Führung für den FCM seit der 14. Minute.
Die verbleibenden 4 Minuten in der Nachspielzeit warf Hertha noch einmal alles nach vorne, mehr als lange Bälle fiel ihnen aber nicht ein, weswegen alles souverän wegverteidigt werden konnte.
Mit dem Abpfiff sinken die Spieler beider Mannschaften völlig erschöpft zu Boden, nach ein paar Momenten können die Magdeburger Spieler sich aber doch über den hart erkämpften ersten Saisonsieg freuen.
Der Besuch hat sich also sehr gelohnt, auch wenn es zur Halbzeit noch überhaupt nicht danach aussah.
Auffälligste Spieler waren aus meiner Sicht Marlon Siebert, über den die meiste Torgefahr entstand, Gustav Kirbach, der ein sehr gutes Zweikampfverhalten zeigte und sich auch immer wieder nach vorne einschaltete, sowie Stancy Chison Chukwemeka, der Bälle gut abfing, ein gutes Tempo hat und als Kommunikator auch viele Kommandos von hinten gab.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von LenStone am 30.08.2025 um 21:56 Uhr bearbeitet
03.05.2026 - 10:22 Uhr
Die U17 des 1. FC Magdeburg hat gestern sensationell den Einzug ins Halbfinale der Deutschen Meisterschaft gefeiert. In der Verlängrung setzte man sich mit 3:2 gegen den FC Schalke 04 durch. Chapeau! Auf der Homepage gibt es einen ausführlichen Spielbericht:
https://1.fc-magdeburg.de/news/detail/in-die-runde-der-letzten-vier
Im Halbfinale wartet nun die Mannschaft der TSG 1899 Hoffenheim, Die Kraichgauer hatten sich bereits am Freitag mit 2:1 gegen Borussia Dortmund durchgesetzt.
https://1.fc-magdeburg.de/news/detail/in-die-runde-der-letzten-vier
Im Halbfinale wartet nun die Mannschaft der TSG 1899 Hoffenheim, Die Kraichgauer hatten sich bereits am Freitag mit 2:1 gegen Borussia Dortmund durchgesetzt.
03.05.2026 - 11:50 Uhr
Ich habe mir das Spiel unserer U17 gestern natürlich nicht entgehen lassen. Die Kulisse war eines Viertelfinals im U17-Bereich würdig. Block U hatte ein großes Banner mit der Botschaft "Auf geht's ihr blau-weißen Krieger!" hinter dem Tor aufgehangen und das Gestänge daneben mit blauen Zaunfahnen beflaggt. Geschätzte 100 Fans beteiligten sich aktiv am gelegentlichen Support. Rund um den Platz standen die Menschen dicht gedrängt. Die kleine Tribüne war gut gefüllt. Exakt 501 zahlende Zuschauer hatte es an diesem sonnigen Samstagnachmittag an den Nebenplatz des HKS gezogen.
Was sie von den in blau gekleideten FCM-Jungs sahen, war richtig guter Fußball. Von Beginn an bestimmte der Gastgeber das Geschehen, der sehr variabel und gut strukturiert nach vorne spielte. Mal flach über kurze Pässe, gerne aber auch mit langen Bällen aus der Abwehr oder vom spielerisch starken Torwart auf Stürmer Luis Forestier, der die Kugel gut festmachen und ablegen konnte. Er ist ein Wandstürmer wie aus dem Lehrbuch. Mit seinem Körper kann er sich auch unter großer Bedrängnis behaupten, ist dabei beweglich und spielintelligent. Vielleicht taucht in den nächsten Tagen irgendwo noch ein Highlight-Video von dem Spiel auf. Insbesondere beim 2:2 war sein starkes Durchsetzungsvermögen zu bewundern.
Auch die anderen Offensivspieler fielen mit technischer Klasse und Dynamik auf. Die Namen Osayuki Ogieriakhi, Tyler Jacob und Jaden Gussmann sollte man sich merken. Auch die eingewechselten Justus Kromat und Martin Hoffmann, wie sein Namensvetter ebenfalls Stürmer, machten auf sich aufmerksam.
In der Defensive überzeugten Rick Lemke und Kapitän Leander Beimborn mit ihrer Kopfballstärke und gutem Stellungsspiel. Besonders präsent auf den Außen war Samir Vieira Balde, ein Deutsch-Portugiese, der mit viel Dynamik immer wieder anschob.
Angetrieben von Trainer Matthias Mincu, der mit sehr aktivem Coaching auffiel, gingen die Jungs mit viel Spielfreude und Entschlossenheit zu Werke. Nach Ballverlust wurde schnell nachgesetzt. Schalke hatte in den ersten 30 Minuten wenig zu melden. Nach der verdienten Führung wurden sie aber besser und nutzten ihre zwei Chancen konsequent. Die zweite Halbzeit gehörte dann fast komplett dem FCM. Schon nach wenigen Sekunden vergab Forestier frei vor dem Tor. Nach weiteren vergebenen Möglichkeiten gelang Forestier in der 80. Minute endlich das verdiente 2:2. Danach hatte er noch eine weitere Chance, köpfte aber knapp vorbei.
So ging es, wie schon in der Woche zuvor gegen Mainz, in die Verlängerung. Nach sechs Minuten kombinierten sich die Magdeburger über die linke Seite durch und die Hereingabe lenkte ein Schalker ins eigene Tor. Den Vorsprung verteidigten sie souverän und vergaben noch die eine oder andere Konterchance. Einmal wurde es noch eng, als ein Magdeburger einen Schuss für seinen geschlagenen Torwart vor der Linie klären musste.
Nach einer fünfminütigen Nachspielzeit und einer Gelb-Roten Karte gegen Schalke beendete der Schiedsrichter das Spiel. Die FCM-Bubis liefen sich in die Arme und feierten ihren Erfolg. Völlig verdient haben sie S04, eine große Hausnummer im deutschen Nachwuchsfußball, bezwungen. Das abschließende Einklatschen mit den Fans genossen sie in vollen Zügen.
Die U17 unseres FCM gehört nun zu den besten vier Mannschaften dieses Jahrgangs im deutschen Fußball. Was für ein großartiger Erfolg!
Der Weg ist aber noch nicht zu Ende. Als nächstes geht es im Halbfinale gegen die TSG Hoffenheim. Wieder haben die Magdeburger Heimrecht. Final terminiert wird das Spiel zu Beginn der Woche. Ich hoffe, dass es nicht parallel zum Kiel-Spiel stattfindet, sondern am Sonntag, damit sich noch mehr Zuschauer am Nebenplatz einfinden. Denn diese Jungs haben es verdient.
Was sie von den in blau gekleideten FCM-Jungs sahen, war richtig guter Fußball. Von Beginn an bestimmte der Gastgeber das Geschehen, der sehr variabel und gut strukturiert nach vorne spielte. Mal flach über kurze Pässe, gerne aber auch mit langen Bällen aus der Abwehr oder vom spielerisch starken Torwart auf Stürmer Luis Forestier, der die Kugel gut festmachen und ablegen konnte. Er ist ein Wandstürmer wie aus dem Lehrbuch. Mit seinem Körper kann er sich auch unter großer Bedrängnis behaupten, ist dabei beweglich und spielintelligent. Vielleicht taucht in den nächsten Tagen irgendwo noch ein Highlight-Video von dem Spiel auf. Insbesondere beim 2:2 war sein starkes Durchsetzungsvermögen zu bewundern.
Auch die anderen Offensivspieler fielen mit technischer Klasse und Dynamik auf. Die Namen Osayuki Ogieriakhi, Tyler Jacob und Jaden Gussmann sollte man sich merken. Auch die eingewechselten Justus Kromat und Martin Hoffmann, wie sein Namensvetter ebenfalls Stürmer, machten auf sich aufmerksam.
In der Defensive überzeugten Rick Lemke und Kapitän Leander Beimborn mit ihrer Kopfballstärke und gutem Stellungsspiel. Besonders präsent auf den Außen war Samir Vieira Balde, ein Deutsch-Portugiese, der mit viel Dynamik immer wieder anschob.
Angetrieben von Trainer Matthias Mincu, der mit sehr aktivem Coaching auffiel, gingen die Jungs mit viel Spielfreude und Entschlossenheit zu Werke. Nach Ballverlust wurde schnell nachgesetzt. Schalke hatte in den ersten 30 Minuten wenig zu melden. Nach der verdienten Führung wurden sie aber besser und nutzten ihre zwei Chancen konsequent. Die zweite Halbzeit gehörte dann fast komplett dem FCM. Schon nach wenigen Sekunden vergab Forestier frei vor dem Tor. Nach weiteren vergebenen Möglichkeiten gelang Forestier in der 80. Minute endlich das verdiente 2:2. Danach hatte er noch eine weitere Chance, köpfte aber knapp vorbei.
So ging es, wie schon in der Woche zuvor gegen Mainz, in die Verlängerung. Nach sechs Minuten kombinierten sich die Magdeburger über die linke Seite durch und die Hereingabe lenkte ein Schalker ins eigene Tor. Den Vorsprung verteidigten sie souverän und vergaben noch die eine oder andere Konterchance. Einmal wurde es noch eng, als ein Magdeburger einen Schuss für seinen geschlagenen Torwart vor der Linie klären musste.
Nach einer fünfminütigen Nachspielzeit und einer Gelb-Roten Karte gegen Schalke beendete der Schiedsrichter das Spiel. Die FCM-Bubis liefen sich in die Arme und feierten ihren Erfolg. Völlig verdient haben sie S04, eine große Hausnummer im deutschen Nachwuchsfußball, bezwungen. Das abschließende Einklatschen mit den Fans genossen sie in vollen Zügen.
Die U17 unseres FCM gehört nun zu den besten vier Mannschaften dieses Jahrgangs im deutschen Fußball. Was für ein großartiger Erfolg!
Der Weg ist aber noch nicht zu Ende. Als nächstes geht es im Halbfinale gegen die TSG Hoffenheim. Wieder haben die Magdeburger Heimrecht. Final terminiert wird das Spiel zu Beginn der Woche. Ich hoffe, dass es nicht parallel zum Kiel-Spiel stattfindet, sondern am Sonntag, damit sich noch mehr Zuschauer am Nebenplatz einfinden. Denn diese Jungs haben es verdient.
03.05.2026 - 13:28 Uhr
@becks_fan93 : Danke für den ausführlichen Bericht. 👍️
03.05.2026 - 15:48 Uhr
Danke für den Bericht @becks_fan93 .
Mir ist das Spiel durchgerutscht. Hoffentlich kann ich gegen Hoffenheim dabeisein.
Ich war 99 gegen Saarbrücken dabei und würde gern wieder Glück bringen😉😇.
Mir ist das Spiel durchgerutscht. Hoffentlich kann ich gegen Hoffenheim dabeisein.
Ich war 99 gegen Saarbrücken dabei und würde gern wieder Glück bringen😉😇.
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