Der Kolumnenthread
28.08.2008 - 20:12 Uhr
03.10.2008 - 21:18 Uhr
DIE RITUALISIERTE SPIELTAGSKOLUMNE VON BERTI & BAHLI Ausgabe 7
Licht aus....Spot an: Der FCK zu Gast in Koblenz! - TEIL 2
Nun Berti, deine Vorsicht ist mit Bedacht gewählt. Auch ich erinnere mich noch an das Tor von Jeff Strasser und Brehmes Serie. Übrigens war der überragende Mann in besagtem Spiel kein anderer als ein gewisser Lincoln. Auch der wurde schnell – zu schnell – hochgejubelt. Und wo steckt er jetzt? Gute Frage. Die Antwort darauf lautet wohl zwischen „Keine Ahnung“ und „Ist mir shitegal“. Die Wege im und um den Fußball sind unergründlich. Keiner weiß, wie schnell gute zu schlechte und schlechte zu guten Zeiten werden. Aber das Leben – und vor allem das im Fußball – ist mehr als eine Soap. Das sollten wir immer im Hinterstübchen in Erwägung ziehen.
Aber selbst ich als anerkannter Schönredner früherer Tage kann mich einer gewissen Euphorie nicht verschließen. Auch in mir pocht die Hoffnung, dass der FCK endlich wieder auf dem Weg nach oben ist. Die Voraussetzungen sind perfekt. Mit Stefan Kuntz und Milan Sasic steuern ein Kapitän und ein Steuermann den morschen Frachter früherer Zeiten, die genau das mitbringen, was wir seit Jahren auf dem Betzenberg vermissen: Fachkompetenz und Leidenschaft. Offenheit und Nähe zu den Fans. In ihrer Verantwortung startete der FCK fünf Siege in Serie. Das verleitet natürlich zum Träumen. Und das ist auch gut so. Ein euphorisiertes Fanumfeld wird den Betzenberg, das Fritz-Walter-Stadion, wieder zu einer uneinnehmbaren Festung machen.
Der Betzenberg als uneinnehmbare Festung ist aber erst in zwei Wochen – nach der Länderspielpause – wieder ein Thema. Jetzt geht unser Blick erst einmal nach Koblenz, auf den Oberwerth. Ein Auswärtsspiel. Aber beim Namen Koblenz klingelt es mehrfach in meinen Ohren. Koblenz. Genau. Stefan Kuntz und Milan Sasic – Berti hat es bereits erwähnt. Die Zweitligasaison 2006/07. Ein hart erkämpftes 4:3 zuhause nach einem 0:2-Rückstand zur Pause. Der legendäre Auftritt von Steffen Bohl. Allerdings haben beide Mannschaften ihr damaliges Personal fast vollständig ausgewechselt. Beim FCK sind noch Moussa Ouattara und Axel Bellinghausen dabei, vielleicht auch Sebastian Reinert. Bei Koblenz nach dem Ausfall von Rüdiger Ziehl allenfalls noch Frank Wiblishauser. Nein, einen habe ich vergessen. Anel Dzaka, damals im Dress der TuS Koblenz. Und natürlich den damaligen TuS-Trainer Milan Sasic.
Wie soll Milan Sasic den FCK gegen seinen Exverein aufstellen? Soll er die erfolgreiche Mannschaft, die gegen den FSV Frankfurt begann, auseinanderreißen? Ich bin mir nicht sicher. Die Aufstellung vom vergangenen Sonntag sollte auch in einem Auswärtsspiel fuktionieren. Aber die Innenverteidigung hat mir nicht gefallen. Die beiden Böcke von Ouattara und Amedick hätten zu Gegentoten führen können. Die beiden sind mir zentral zu langsam. Außerdem hat sich Fabian Schönheim wieder herangearbeitet. Ich gehe diesbezüglich gleich mal in mich. Im Tor sollte keine Diskussion aufkommen. Gerade gegen den FSV hat Tobias Sippel die Fehler seiner Vorderleute großartig ausgebügelt. Da kann und darf es nur einen geben:
TOBIAS SIPPEL
Die Abwehr. Eigentlich vor der Runde die ausgewiesene Stärke der Mannschaft. Aber: Nach sechs Spielen hat die Viererkette nur ein einziges Mal zu Null gespielt (bei Greuther Fürth). Immerhin hat sich Martin Amedick zu so etwas wie einem Leader etabliert. Und solche Führungsspieler fehlten uns letzte Sasion. Gleiches gilt für Florian Dick. Ich persönlich würde aber an Amedicks Seite lieber einen Fabian Schönheim sehen. Ich finde Moussa Ouattaras Spielweise großartig. Aber Amedick UND Ouattara sind im Zentrum einfach unbeweglich. Auf den Außenpositionen gibt es dagegen nichts zu ändern. „Taktikopfer“ Christopher Lamprecht hat sich eine neue Chance auf rechts verdient. Und Axel Bellinghausen spielt den linken Verteidiger mittlerweile nahezu fehlerfrei und steht überhaupt nicht zur Debatte.
CHRISTOPHER LAMPRECHT – MARTIN AMEDICK – FABIAN SCHÖNHEIM – AXEL BELLINGHAUSEN
Das Mittelfeld. Vor der Saison als die Schwachstelle identifiziert, haben die Jungs gezeigt, dass ihnen zu Unrecht die Fähigkeit abgesprochen wurde, ein Spiel taktisch, läuferisch und spielerisch zu dominieren. Gerade die Zentrale mit Aimen Demai und Anel Dzaka hat ein ums andere Mal bewiesen, dass sie sogar noch Luft nach oben hat. Auf den Außenpositionen würde ich rechts wieder auf Florian Dick setzen. Seine Power, seine Kampfkraft aber auch seine Ruhe am Ball sind in Koblenz gefordert. Links möchte ich – trotz seines schwächeren Spiels gegen den FSV – wieder Sidney Sam sehen. Seine Schnelligkeit sollte am Sonntag zum Tragen kommen.
FLORIAN DICK – AIMEN DEMAI – ANEL DZAKA – SIDNEY SAM
Der Sturm. Ein weiteres vorsaisonales Sorgenkind. Mit dem Einsatz dieses slowakischen Wunderstürmers (fünf Tore, zwei Torvorlagen) ist sicherlich zu rechnen. An ihm führt im Moment kein Weg vorbei. Aber wer soll ihn als zweite Sturmspitze unterstützen? Erik die Gurk? Sicherlich nicht. Miro Klose? Kann ich mir (noch) nicht vorstellen. Nach seinem tollen Tor gegen Frankfurt würde ich weiterhin auf Kai Hesse setzen. Er hat gezeigt, dass er einiges an individueller Klasse besitzt, um auch einmal ein Spiel allein zu entscheiden. Bleibt also für Srdjan Lakic und Marcel Ziemer wieder nur der harte Platz auf der Ersatzbank.
ERIK JENDRISEK – KAI HESSE
Ein Rheinland-Pfalz-Derby birgt immer einen großen Reiz. In früheren Jahren überhaupt nicht möglich, ist dies nun in jeder Saison eines der Saison-Highlights. Auf jeden Fall sollte der FCK die Ergebnisse der letzten Jahre (bis auf das angesprochene 4:3) einfach einmal ausklammern. Der FCK kommt als Tabellenführer auf den Oberwerth. Die TuS hat große Verletzungssorgen. Da stellt sich die Frage nach der Favoritenrolle nicht. TuS-Trainer Uwe Rapolder weist im Moment ja gerne darauf hin, dass der TuS in der Breite einfach die Spieler fehlen. Nun, wir werden sehen, was am Sonntag passiert. Nach der Berichterstattung im Vorfeld der Partie hofft man als FCK-Fan natürlich, dass die Twer-Medien am Montag eingestehen müssen, dass mit dem FCK eine absolute Spitzenmannschaft auf dem Oberwerth gastierte.
So Berti, wie du siehst, ist der Teig angerührt. Allerdings kann ich deinen Optimismus nach Abwägung aller Eventualitäten nicht einhellig teilen. Ich muss diesem unbegründeten Optimismus sogar entgegnen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Niederlage immerhin bei fünfzig Prozent liegt.
Abschließend möchte ich noch etwas ansprechen, das im Grunde nichts mit Fußball zu tun hat. Habt ihr die Nase von Uwe Rapolder eigentlich schon einmal genau betrachtet? Die Fönfrisur ist ja schon ein Anachronismus. Aber diese Nase ist es erst recht. Ich möchte jetzt auch nicht beleidigend werden, aber diese Nase bewegt schon seit Jahren mein Gemüt. Sie ist definitiv nicht schön. Sie ist auch definitiv nicht schön proportioniert. Sie ist ein wenig – seltsam ...
Ich hoffe, ich habe für Sonntag den richtigen Riecher ...
Cheers
Bahli
Licht aus....Spot an: Der FCK zu Gast in Koblenz! - TEIL 2
Nun Berti, deine Vorsicht ist mit Bedacht gewählt. Auch ich erinnere mich noch an das Tor von Jeff Strasser und Brehmes Serie. Übrigens war der überragende Mann in besagtem Spiel kein anderer als ein gewisser Lincoln. Auch der wurde schnell – zu schnell – hochgejubelt. Und wo steckt er jetzt? Gute Frage. Die Antwort darauf lautet wohl zwischen „Keine Ahnung“ und „Ist mir shitegal“. Die Wege im und um den Fußball sind unergründlich. Keiner weiß, wie schnell gute zu schlechte und schlechte zu guten Zeiten werden. Aber das Leben – und vor allem das im Fußball – ist mehr als eine Soap. Das sollten wir immer im Hinterstübchen in Erwägung ziehen.
Aber selbst ich als anerkannter Schönredner früherer Tage kann mich einer gewissen Euphorie nicht verschließen. Auch in mir pocht die Hoffnung, dass der FCK endlich wieder auf dem Weg nach oben ist. Die Voraussetzungen sind perfekt. Mit Stefan Kuntz und Milan Sasic steuern ein Kapitän und ein Steuermann den morschen Frachter früherer Zeiten, die genau das mitbringen, was wir seit Jahren auf dem Betzenberg vermissen: Fachkompetenz und Leidenschaft. Offenheit und Nähe zu den Fans. In ihrer Verantwortung startete der FCK fünf Siege in Serie. Das verleitet natürlich zum Träumen. Und das ist auch gut so. Ein euphorisiertes Fanumfeld wird den Betzenberg, das Fritz-Walter-Stadion, wieder zu einer uneinnehmbaren Festung machen.
Der Betzenberg als uneinnehmbare Festung ist aber erst in zwei Wochen – nach der Länderspielpause – wieder ein Thema. Jetzt geht unser Blick erst einmal nach Koblenz, auf den Oberwerth. Ein Auswärtsspiel. Aber beim Namen Koblenz klingelt es mehrfach in meinen Ohren. Koblenz. Genau. Stefan Kuntz und Milan Sasic – Berti hat es bereits erwähnt. Die Zweitligasaison 2006/07. Ein hart erkämpftes 4:3 zuhause nach einem 0:2-Rückstand zur Pause. Der legendäre Auftritt von Steffen Bohl. Allerdings haben beide Mannschaften ihr damaliges Personal fast vollständig ausgewechselt. Beim FCK sind noch Moussa Ouattara und Axel Bellinghausen dabei, vielleicht auch Sebastian Reinert. Bei Koblenz nach dem Ausfall von Rüdiger Ziehl allenfalls noch Frank Wiblishauser. Nein, einen habe ich vergessen. Anel Dzaka, damals im Dress der TuS Koblenz. Und natürlich den damaligen TuS-Trainer Milan Sasic.
Wie soll Milan Sasic den FCK gegen seinen Exverein aufstellen? Soll er die erfolgreiche Mannschaft, die gegen den FSV Frankfurt begann, auseinanderreißen? Ich bin mir nicht sicher. Die Aufstellung vom vergangenen Sonntag sollte auch in einem Auswärtsspiel fuktionieren. Aber die Innenverteidigung hat mir nicht gefallen. Die beiden Böcke von Ouattara und Amedick hätten zu Gegentoten führen können. Die beiden sind mir zentral zu langsam. Außerdem hat sich Fabian Schönheim wieder herangearbeitet. Ich gehe diesbezüglich gleich mal in mich. Im Tor sollte keine Diskussion aufkommen. Gerade gegen den FSV hat Tobias Sippel die Fehler seiner Vorderleute großartig ausgebügelt. Da kann und darf es nur einen geben:
TOBIAS SIPPEL
Die Abwehr. Eigentlich vor der Runde die ausgewiesene Stärke der Mannschaft. Aber: Nach sechs Spielen hat die Viererkette nur ein einziges Mal zu Null gespielt (bei Greuther Fürth). Immerhin hat sich Martin Amedick zu so etwas wie einem Leader etabliert. Und solche Führungsspieler fehlten uns letzte Sasion. Gleiches gilt für Florian Dick. Ich persönlich würde aber an Amedicks Seite lieber einen Fabian Schönheim sehen. Ich finde Moussa Ouattaras Spielweise großartig. Aber Amedick UND Ouattara sind im Zentrum einfach unbeweglich. Auf den Außenpositionen gibt es dagegen nichts zu ändern. „Taktikopfer“ Christopher Lamprecht hat sich eine neue Chance auf rechts verdient. Und Axel Bellinghausen spielt den linken Verteidiger mittlerweile nahezu fehlerfrei und steht überhaupt nicht zur Debatte.
CHRISTOPHER LAMPRECHT – MARTIN AMEDICK – FABIAN SCHÖNHEIM – AXEL BELLINGHAUSEN
Das Mittelfeld. Vor der Saison als die Schwachstelle identifiziert, haben die Jungs gezeigt, dass ihnen zu Unrecht die Fähigkeit abgesprochen wurde, ein Spiel taktisch, läuferisch und spielerisch zu dominieren. Gerade die Zentrale mit Aimen Demai und Anel Dzaka hat ein ums andere Mal bewiesen, dass sie sogar noch Luft nach oben hat. Auf den Außenpositionen würde ich rechts wieder auf Florian Dick setzen. Seine Power, seine Kampfkraft aber auch seine Ruhe am Ball sind in Koblenz gefordert. Links möchte ich – trotz seines schwächeren Spiels gegen den FSV – wieder Sidney Sam sehen. Seine Schnelligkeit sollte am Sonntag zum Tragen kommen.
FLORIAN DICK – AIMEN DEMAI – ANEL DZAKA – SIDNEY SAM
Der Sturm. Ein weiteres vorsaisonales Sorgenkind. Mit dem Einsatz dieses slowakischen Wunderstürmers (fünf Tore, zwei Torvorlagen) ist sicherlich zu rechnen. An ihm führt im Moment kein Weg vorbei. Aber wer soll ihn als zweite Sturmspitze unterstützen? Erik die Gurk? Sicherlich nicht. Miro Klose? Kann ich mir (noch) nicht vorstellen. Nach seinem tollen Tor gegen Frankfurt würde ich weiterhin auf Kai Hesse setzen. Er hat gezeigt, dass er einiges an individueller Klasse besitzt, um auch einmal ein Spiel allein zu entscheiden. Bleibt also für Srdjan Lakic und Marcel Ziemer wieder nur der harte Platz auf der Ersatzbank.
ERIK JENDRISEK – KAI HESSE
Ein Rheinland-Pfalz-Derby birgt immer einen großen Reiz. In früheren Jahren überhaupt nicht möglich, ist dies nun in jeder Saison eines der Saison-Highlights. Auf jeden Fall sollte der FCK die Ergebnisse der letzten Jahre (bis auf das angesprochene 4:3) einfach einmal ausklammern. Der FCK kommt als Tabellenführer auf den Oberwerth. Die TuS hat große Verletzungssorgen. Da stellt sich die Frage nach der Favoritenrolle nicht. TuS-Trainer Uwe Rapolder weist im Moment ja gerne darauf hin, dass der TuS in der Breite einfach die Spieler fehlen. Nun, wir werden sehen, was am Sonntag passiert. Nach der Berichterstattung im Vorfeld der Partie hofft man als FCK-Fan natürlich, dass die Twer-Medien am Montag eingestehen müssen, dass mit dem FCK eine absolute Spitzenmannschaft auf dem Oberwerth gastierte.
So Berti, wie du siehst, ist der Teig angerührt. Allerdings kann ich deinen Optimismus nach Abwägung aller Eventualitäten nicht einhellig teilen. Ich muss diesem unbegründeten Optimismus sogar entgegnen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Niederlage immerhin bei fünfzig Prozent liegt.
Abschließend möchte ich noch etwas ansprechen, das im Grunde nichts mit Fußball zu tun hat. Habt ihr die Nase von Uwe Rapolder eigentlich schon einmal genau betrachtet? Die Fönfrisur ist ja schon ein Anachronismus. Aber diese Nase ist es erst recht. Ich möchte jetzt auch nicht beleidigend werden, aber diese Nase bewegt schon seit Jahren mein Gemüt. Sie ist definitiv nicht schön. Sie ist auch definitiv nicht schön proportioniert. Sie ist ein wenig – seltsam ...
Ich hoffe, ich habe für Sonntag den richtigen Riecher ...
Cheers
Bahli
06.10.2008 - 11:19 Uhr
Auf der Suche nach einem Titel
Sonntag ca 16 Uhr. Wormel steht aus seinem Fernsehsessel auf, zupft sein Trikot zurecht und hat nicht mal Lust, "Alle Spiele Alle Tore" anzuschauen.
Frustriert schleicht Wormel nach unten an seinen PC um sein Leid mit anderen zu teilen.
"Geteiltes Leid ist halbes Leid"
heisst es so schön. Wäre das ein Arbeitstitel für den Artikel?
Wormels Frau blickt in sein Gesicht und weiss genau: Jetzt besser nichts sagen und auf Sex heute Abend brauch ich mich auch nicht einzustellen.
Wormel ist ein positiv denkender Mensch, der in allem noch etwas Gutes sucht.
"Verdammt! Das machen sie mir heute aber wirklich schwer!"
Was war das beste heute an dem Spiel? Die sarkastische Seite Wormels macht einen Vorschlag:
"Wenigstens nicht zweistellig!"
Der gute Wormel schaut den bösen Wormel strafend an. "Vorschlag abgelehnt!" brummt er.
Er macht sich Gedanken um die Benotung der Spieler, schließlich will der gute Wormel -so weit es geht- gerecht sein.
Der böse Wormel widerspricht: "Wieso schönreden? Ne 6 ist ne 6 !"
"Weil ich keinem Lauterer Spieler, der auch nur halbwegs gekämpft hat, die Höchststrafe gebe!" weist der liebe Wormel das gehässige Wormel zurecht.
"Lauterer Höhenflug gestoppt. Bruchlandung in Koblenz!"
Nein, so würde die Bild titeln. Und außerdem Bruchlandung erinnert so an Bruchweg. Der Gedanke, die Narrenkappen könnten es besser machen und an uns vorbeiziehen, hellt Wormels Stimmung nicht gerade auf.
"Die müssen auch erst mal gewinnen" meint das böse Wormel.
"Das werden sie, die technisch beste Mannschaft gegen die bisherige Schießbude der Liga! Das ist doch klar" weis es weißes Wormel schon genau.
"So sicher, wie die Bayern die Bochumer vom Platz fegen?" wirft schwarzes Wormel ein.
Beide Wormels grinsen und denken an den Samstag zurück, als die Bayern kurz vor Schluß den Ausgleich bekommen. Wenigsten [b]das[/b] kann den Rest vom Sonntag retten.
"Liebe Mainzer, wartet mit der Häme bis nach eurem Spiel!"
wäre auch ein schöner Titel. Ja, am Sonntag haben wir den Titel Schießbude übernommen. Das ist natürlich alles nur Taktik, damit Wehen am Bruchweg zu Null spielen kann. Hmm, da Mainz und Lautern ziemlich unisono marschierten diese Saison - wie wahrscheinlich wäre ein 0:5 ?
Etwa so warhscheinlich wie ein 5:0 von Koblenz gegen uns!
Nun das 5:0 von Koblenz ist Fakt, also: Was nicht unmöglich ist, KANN in dieser herrlich verrückten Sportart passieren.
Wormel entschließt sich, heute Abend erstmal den Lottozettel zu kontrollieren.
Als rationaler Mensch verwirft Wormel den Titel, da er genau die Häme, die er und seine Leidensgefährten nicht gebrauchen kann, heraufbeschwören wird.
Die nächste Arbeitszigarette.
"Gut, wenn du die Überschrift noch nicht kennst, dann trag doch erstmal die Fakten zusammen!"
Ganz nüchtern:
Am Sonntag, dem 5.10. trafen in der 2. Bundeliga 2 Mannschaften aufeinander, um ein Spiel nach den Regeln der Fifa auszutragen. (Dazu gehört auch Bekleidungszwang beim Torjubel und Vermummungsverbot für Spielerköpfe.)
Das Spiel ist auf 90 Minuten festgesetzt und wird von einem Schiedsrichtergespann geleitet. Verlängerung ist nicht vorgesehen. Es gibt Drei Punkte für den Sieger, Einen Punkt für jeden, wenn gleichviele Tore erzielt werden auf beiden Seiten und Nichts für den mit weniger Toren am Ende.
In Koblenz gewann die Heimmannschaft, weil sie mindestens ein Tor mehr erzielte als der Gast. Dies hat zur Folge das Koblenz 3 Punkte gutgeschrieben werden und Lautern mit leeren Händen und einer gehörigen Portion Frust im Bauch nach Hause fährt.
So nüchtern betrachtet - eigentlich alles normal.
"0:5!" erinnert das böse Wormel.
05 - irgendwie ist das für den "Fanatismo normalis Lautrensis" schwer verdauliche Kost.
Aber an diesem Spiel hatte nicht mal der allerseits beliebte Herr Heidel schuld. Das haben andere verbockt.
"Alle 14 die auf dem Platz standen!" gibt mir das böse Wormel recht.
"Oh Milan, wo habt ihr diesen gebrauchten Tag gekauft? In Mainz?" entfährt es dem lieben Wormel.
Milan antwortet nicht, er ist wohl auf der Pressekonferenz, wo beide Wormels keinen Zutritt haben.
Axel sagts passend: "Wir hatte alle einen Scheißtag!"
Das gute Wormel nickt. "Einschließlich mir, als ich mich zu der Aussage hinreißen lies: Die schießen doch keine 4 Tore gegen unseren Tobi"
"Haben sie doch auch nicht, die haben ihm gleich 5 eingeschenkt!"
Manchmal hasse ich das böse Wormel in mir, vor allem wenn es recht hat.
Die Spielanalyse.....
"Willst du dir und deinen Leidensgefährten wirklich nochmal antun?"
Manchmal hat das böse Wormel auch seine lichten Momente.
Nein ich tu es mir und meinen Leidensgefährten nicht an. Ich hake das Spiel ab und blicke nach vorne.
Knappe 14 Tage Pause - diesmal konnte sie passender nicht kommen!
Milan hat sich vor seine Spieler gestellt. Mit Recht! Denn auch wenn das Ergebnis so rüberkommt: Sie haben sich nicht abschlachten lassen. Sie haben gekämpft bis zur letzten Minute und wollten ihren Fans wenigstens noch ein Tor schenken. Körperlich haben sie auch nicht abgebaut. Also Kondition bolzen und schleifen wird nicht nötig sein. Trotzdem beneide ich die Jungs nicht um die nächsten Trainingseinheiten. Milan wird eine solche Vorstellung kein zweites mal zulassen.
Was also spricht dafür, sich auf Freitag in einer Woche zu freuen.
1) Die Mannschaft WILL Wiedergutmachung betreiben
2) Die Mannschaft kann einen Ausfall einer zentralen Persönlichkeit (Amedick - Demai - Dzaka) wegstecken.
Um 2 oder gar 3 zu kompensieren - soweit sind sie leider noch nicht.
3) Sam zeigte hinter den Spitzen einige gute Ansätze.
4) Lampe wird sich in seinem nächsten Spiel den ***** aufreißen.
5) In 10 Tagen haben wir 2 Spieler zur Verfügung, die wir bisher nicht allzusehr vermisst haben, und die sich zurück in die MAnnschaft spielen könnten:
Rhegekampf - den Wormel als Dzaka Ersatz sehen möchte
Bugera - der die gebeutelte linke Seite verstärken könnte.
6) Demai ist wieder fit und wird dafür sorgen, daß die Abwehr als ganzens nicht nochmal als Hühnerhaufen auftritt.
7) Mit Glück sehen wir Abel von Anfang an an der Seite von Amedick
8) Mit Lakic klopft ein fähiger Stürmer an die erste Mannschaft an
9) Die Gurk wird wieder treffen
10) Die Fans werden auch in 10 Tagen wieder voll hinter unseren Buben stehen. Und diesmal müssen sie nicht singen "Scheißegal"
Ja jetzt habe ich den Titel für die Kolumne:
"LAUTERN FREUT SICH AUF AHLEN
- war was am Sonntag? "
Beide Wormels lehnen sich zufrieden zurück und schielen mit einem Auge nach Wehen.
"Was würden wir euch Punkt(e) gönnen - das könnte die Wartezeit auf unser nächstes Spiel versüßen"
Es grüßen Wormel und Wormel
Sonntag ca 16 Uhr. Wormel steht aus seinem Fernsehsessel auf, zupft sein Trikot zurecht und hat nicht mal Lust, "Alle Spiele Alle Tore" anzuschauen.
Frustriert schleicht Wormel nach unten an seinen PC um sein Leid mit anderen zu teilen.
"Geteiltes Leid ist halbes Leid"
heisst es so schön. Wäre das ein Arbeitstitel für den Artikel?
Wormels Frau blickt in sein Gesicht und weiss genau: Jetzt besser nichts sagen und auf Sex heute Abend brauch ich mich auch nicht einzustellen.
Wormel ist ein positiv denkender Mensch, der in allem noch etwas Gutes sucht.
"Verdammt! Das machen sie mir heute aber wirklich schwer!"
Was war das beste heute an dem Spiel? Die sarkastische Seite Wormels macht einen Vorschlag:
"Wenigstens nicht zweistellig!"
Der gute Wormel schaut den bösen Wormel strafend an. "Vorschlag abgelehnt!" brummt er.
Er macht sich Gedanken um die Benotung der Spieler, schließlich will der gute Wormel -so weit es geht- gerecht sein.
Der böse Wormel widerspricht: "Wieso schönreden? Ne 6 ist ne 6 !"
"Weil ich keinem Lauterer Spieler, der auch nur halbwegs gekämpft hat, die Höchststrafe gebe!" weist der liebe Wormel das gehässige Wormel zurecht.
"Lauterer Höhenflug gestoppt. Bruchlandung in Koblenz!"
Nein, so würde die Bild titeln. Und außerdem Bruchlandung erinnert so an Bruchweg. Der Gedanke, die Narrenkappen könnten es besser machen und an uns vorbeiziehen, hellt Wormels Stimmung nicht gerade auf.
"Die müssen auch erst mal gewinnen" meint das böse Wormel.
"Das werden sie, die technisch beste Mannschaft gegen die bisherige Schießbude der Liga! Das ist doch klar" weis es weißes Wormel schon genau.
"So sicher, wie die Bayern die Bochumer vom Platz fegen?" wirft schwarzes Wormel ein.
Beide Wormels grinsen und denken an den Samstag zurück, als die Bayern kurz vor Schluß den Ausgleich bekommen. Wenigsten [b]das[/b] kann den Rest vom Sonntag retten.
"Liebe Mainzer, wartet mit der Häme bis nach eurem Spiel!"
wäre auch ein schöner Titel. Ja, am Sonntag haben wir den Titel Schießbude übernommen. Das ist natürlich alles nur Taktik, damit Wehen am Bruchweg zu Null spielen kann. Hmm, da Mainz und Lautern ziemlich unisono marschierten diese Saison - wie wahrscheinlich wäre ein 0:5 ?
Etwa so warhscheinlich wie ein 5:0 von Koblenz gegen uns!
Nun das 5:0 von Koblenz ist Fakt, also: Was nicht unmöglich ist, KANN in dieser herrlich verrückten Sportart passieren.
Wormel entschließt sich, heute Abend erstmal den Lottozettel zu kontrollieren.
Als rationaler Mensch verwirft Wormel den Titel, da er genau die Häme, die er und seine Leidensgefährten nicht gebrauchen kann, heraufbeschwören wird.
Die nächste Arbeitszigarette.
"Gut, wenn du die Überschrift noch nicht kennst, dann trag doch erstmal die Fakten zusammen!"
Ganz nüchtern:
Am Sonntag, dem 5.10. trafen in der 2. Bundeliga 2 Mannschaften aufeinander, um ein Spiel nach den Regeln der Fifa auszutragen. (Dazu gehört auch Bekleidungszwang beim Torjubel und Vermummungsverbot für Spielerköpfe.)
Das Spiel ist auf 90 Minuten festgesetzt und wird von einem Schiedsrichtergespann geleitet. Verlängerung ist nicht vorgesehen. Es gibt Drei Punkte für den Sieger, Einen Punkt für jeden, wenn gleichviele Tore erzielt werden auf beiden Seiten und Nichts für den mit weniger Toren am Ende.
In Koblenz gewann die Heimmannschaft, weil sie mindestens ein Tor mehr erzielte als der Gast. Dies hat zur Folge das Koblenz 3 Punkte gutgeschrieben werden und Lautern mit leeren Händen und einer gehörigen Portion Frust im Bauch nach Hause fährt.
So nüchtern betrachtet - eigentlich alles normal.
"0:5!" erinnert das böse Wormel.
05 - irgendwie ist das für den "Fanatismo normalis Lautrensis" schwer verdauliche Kost.
Aber an diesem Spiel hatte nicht mal der allerseits beliebte Herr Heidel schuld. Das haben andere verbockt.
"Alle 14 die auf dem Platz standen!" gibt mir das böse Wormel recht.
"Oh Milan, wo habt ihr diesen gebrauchten Tag gekauft? In Mainz?" entfährt es dem lieben Wormel.
Milan antwortet nicht, er ist wohl auf der Pressekonferenz, wo beide Wormels keinen Zutritt haben.
Axel sagts passend: "Wir hatte alle einen Scheißtag!"
Das gute Wormel nickt. "Einschließlich mir, als ich mich zu der Aussage hinreißen lies: Die schießen doch keine 4 Tore gegen unseren Tobi"
"Haben sie doch auch nicht, die haben ihm gleich 5 eingeschenkt!"
Manchmal hasse ich das böse Wormel in mir, vor allem wenn es recht hat.
Die Spielanalyse.....
"Willst du dir und deinen Leidensgefährten wirklich nochmal antun?"
Manchmal hat das böse Wormel auch seine lichten Momente.
Nein ich tu es mir und meinen Leidensgefährten nicht an. Ich hake das Spiel ab und blicke nach vorne.
Knappe 14 Tage Pause - diesmal konnte sie passender nicht kommen!
Milan hat sich vor seine Spieler gestellt. Mit Recht! Denn auch wenn das Ergebnis so rüberkommt: Sie haben sich nicht abschlachten lassen. Sie haben gekämpft bis zur letzten Minute und wollten ihren Fans wenigstens noch ein Tor schenken. Körperlich haben sie auch nicht abgebaut. Also Kondition bolzen und schleifen wird nicht nötig sein. Trotzdem beneide ich die Jungs nicht um die nächsten Trainingseinheiten. Milan wird eine solche Vorstellung kein zweites mal zulassen.
Was also spricht dafür, sich auf Freitag in einer Woche zu freuen.
1) Die Mannschaft WILL Wiedergutmachung betreiben
2) Die Mannschaft kann einen Ausfall einer zentralen Persönlichkeit (Amedick - Demai - Dzaka) wegstecken.
Um 2 oder gar 3 zu kompensieren - soweit sind sie leider noch nicht.
3) Sam zeigte hinter den Spitzen einige gute Ansätze.
4) Lampe wird sich in seinem nächsten Spiel den ***** aufreißen.
5) In 10 Tagen haben wir 2 Spieler zur Verfügung, die wir bisher nicht allzusehr vermisst haben, und die sich zurück in die MAnnschaft spielen könnten:
Rhegekampf - den Wormel als Dzaka Ersatz sehen möchte
Bugera - der die gebeutelte linke Seite verstärken könnte.
6) Demai ist wieder fit und wird dafür sorgen, daß die Abwehr als ganzens nicht nochmal als Hühnerhaufen auftritt.
7) Mit Glück sehen wir Abel von Anfang an an der Seite von Amedick
8) Mit Lakic klopft ein fähiger Stürmer an die erste Mannschaft an
9) Die Gurk wird wieder treffen
10) Die Fans werden auch in 10 Tagen wieder voll hinter unseren Buben stehen. Und diesmal müssen sie nicht singen "Scheißegal"
Ja jetzt habe ich den Titel für die Kolumne:
"LAUTERN FREUT SICH AUF AHLEN
- war was am Sonntag? "
Beide Wormels lehnen sich zufrieden zurück und schielen mit einem Auge nach Wehen.
"Was würden wir euch Punkt(e) gönnen - das könnte die Wartezeit auf unser nächstes Spiel versüßen"
Es grüßen Wormel und Wormel
16.10.2008 - 17:34 Uhr
DIE RITUALISIERTE SPIELTAGSKOLUMNE VON BERTI & BAHLI Ausgabe 8
LICHT aus - SPOT an ... heute im Fokus: Ahlen am Betze! – TEIL 1
Toni Kroos hat sich diese Woche über Tobias Sippel lustig gemacht. Jedes mal wenn er ihm beim Training der U21 Nationalmannschaft ein Ding ins Netz gelegt hat, riss der Rostocker vom FC Bayern die Arme hoch und rief: Taylor! So und ähnlich mag es dem Rest der Mannschaft mit dem Rest der Welt ebenfalls ergangen sein in der letzten Woche. Aber was soll’s. Wie sagt der Fußballer? Besser einmal null zu fünf, als fünf Mal null zu eins verloren, richtig? Eines ist jedenfalls sicher. Nach einer Klatsche ist der richtige Zeitpunkt gekommen eine Serie zu starten. Korrekt?
Damit das Fragezeichen diese Woche nicht in den Mittelpunkt rückt, hat der Spielplan in weiser Voraussicht eine Pause und Stefan – womöglich ebenfalls in weiser Voraussicht, ein Testspiel gegen Gladbach angesetzt und genau das haben wir dann auch gewonnen. Nun gibt es böse Zungen die behaupten, gegen Gladbach würde derzeit auch eine Sackkarre voller Sporttaschen gewinnen, wenn die nur lange genug auf irgendeinem Schulhof den Torwart ersetzt haben. Aber so einfach ist das schließlich doch nicht, denn Gladbach hat den Freundschaftskick unter anderem wohl deshalb vereinbart, um sein angeschlagenes Selbstvertrauen wieder ein wenig aufzumöbeln. Wie schön, dass wir stattdessen unseres stärken konnten.
Über ausreichend Selbstvertrauen dürfte auch Ahlen verfügen und trotzdem griff der Sensationsaufsteiger dieser Saison während der Woche zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Die Mannschaft hat einige Trainingseinheiten mit Ohrstöpseln absolviert. Die Begründung des pfiffigen Trainers Christian Wück ist dabei recht verständlich. Seine Spieler seien es nicht gewöhnt, vor einer so großen Kulisse zu spielen und sollten deshalb lernen sich zu verständigen, wenn der eigenen Akustik Grenzen gesetzt sind. Ist es nicht schön, dass der Betzenberg wieder als eine Festung betrachtet und schon fast obligatorisch von vielen Zuschauern besucht wird?
Schön blöd wären wir allerdings wenn wir annehmen würden, unseren Teufeln stände ein Spaziergang bevor. Ahlen steht nicht ohne Grund da oben und was uns erwartet ist ein echtes Spitzenspiel. Mein Gruß der Woche geht derweil an die DFL. Die machen neben vielen anderen Dingen auch die Saisonplanung und wollen die Zweite Liga in Zukunft völlig zerstückeln. Planmäßige Auftritte am Freitag, Samstag, Sonntag und Montag! Das, liebe DFL, ist so langsam ein Ding der Unmöglichkeit. Vielleicht denkt ihr noch einmal darüber nach, ob es insgesamt so lustig ist, wenn die Spiele am Ende vor leeren Rängen stattfinden. Der totalen Vermarktung waren im Fußball auch durch den DFB immer ein paar letzte Grenzen gesetzt, Jägermeister Braunschweig lässt grüßen.
Bevor euch gleich Freund Bahli erklärt, wie der gewünschte Sieg umgesetzt werden soll und warum wir genau jetzt eine Serie starten sollten, noch zwei Anmerkungen für die Jüngeren unter euch. Sporttaschen haben wir früher auf dem Schulhof ins Tor gestellt damit wir ohne Torwart kicken konnten. Das Tor bestand aus zwei Coladosen oder Steinen oder was sich halt sonst noch so fand. Wenn ich an meine Sporttasche denke, bin ich mir fast sicher, dass sie nicht die Qualität hatte um die Mannschaft von Gladbach zu besiegen. Schließlich hat Robles einen Elfer halten müssen. Die Firma Jägermeister war der Hauptsponsor von Eintracht Braunschweig. Als der Verein zu Beginn der achtziger Jahre in Finanznot geriet, wollte sich der Klub gegen eine nicht unwesentliche Summe Geldes in „Jägermeister Braunschweig“ umbenennen. Dem wurde Seitens des DFB ein Riegel vorgeschoben und die Eintracht verschwand zunächst in der Versenkung. So habe ich es jedenfalls in Erinnerung. Vielleicht kann sich ja Bahli noch genauer an die Likörfreunde aus dem Norden erinnern.
Also Bahli, was meinst du? Wie sieht das technisch aus und welche Formation wird Sasic spielen lassen - und um dem Nachspielkater vorzugreifen, wen hätte er deiner Meinung nach besser spielen lassen sollen?
Gruß Berti
AUF GEHT'S COOLER BAHLI!
LICHT aus - SPOT an ... heute im Fokus: Ahlen am Betze! – TEIL 1
Toni Kroos hat sich diese Woche über Tobias Sippel lustig gemacht. Jedes mal wenn er ihm beim Training der U21 Nationalmannschaft ein Ding ins Netz gelegt hat, riss der Rostocker vom FC Bayern die Arme hoch und rief: Taylor! So und ähnlich mag es dem Rest der Mannschaft mit dem Rest der Welt ebenfalls ergangen sein in der letzten Woche. Aber was soll’s. Wie sagt der Fußballer? Besser einmal null zu fünf, als fünf Mal null zu eins verloren, richtig? Eines ist jedenfalls sicher. Nach einer Klatsche ist der richtige Zeitpunkt gekommen eine Serie zu starten. Korrekt?
Damit das Fragezeichen diese Woche nicht in den Mittelpunkt rückt, hat der Spielplan in weiser Voraussicht eine Pause und Stefan – womöglich ebenfalls in weiser Voraussicht, ein Testspiel gegen Gladbach angesetzt und genau das haben wir dann auch gewonnen. Nun gibt es böse Zungen die behaupten, gegen Gladbach würde derzeit auch eine Sackkarre voller Sporttaschen gewinnen, wenn die nur lange genug auf irgendeinem Schulhof den Torwart ersetzt haben. Aber so einfach ist das schließlich doch nicht, denn Gladbach hat den Freundschaftskick unter anderem wohl deshalb vereinbart, um sein angeschlagenes Selbstvertrauen wieder ein wenig aufzumöbeln. Wie schön, dass wir stattdessen unseres stärken konnten.
Über ausreichend Selbstvertrauen dürfte auch Ahlen verfügen und trotzdem griff der Sensationsaufsteiger dieser Saison während der Woche zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Die Mannschaft hat einige Trainingseinheiten mit Ohrstöpseln absolviert. Die Begründung des pfiffigen Trainers Christian Wück ist dabei recht verständlich. Seine Spieler seien es nicht gewöhnt, vor einer so großen Kulisse zu spielen und sollten deshalb lernen sich zu verständigen, wenn der eigenen Akustik Grenzen gesetzt sind. Ist es nicht schön, dass der Betzenberg wieder als eine Festung betrachtet und schon fast obligatorisch von vielen Zuschauern besucht wird?
Schön blöd wären wir allerdings wenn wir annehmen würden, unseren Teufeln stände ein Spaziergang bevor. Ahlen steht nicht ohne Grund da oben und was uns erwartet ist ein echtes Spitzenspiel. Mein Gruß der Woche geht derweil an die DFL. Die machen neben vielen anderen Dingen auch die Saisonplanung und wollen die Zweite Liga in Zukunft völlig zerstückeln. Planmäßige Auftritte am Freitag, Samstag, Sonntag und Montag! Das, liebe DFL, ist so langsam ein Ding der Unmöglichkeit. Vielleicht denkt ihr noch einmal darüber nach, ob es insgesamt so lustig ist, wenn die Spiele am Ende vor leeren Rängen stattfinden. Der totalen Vermarktung waren im Fußball auch durch den DFB immer ein paar letzte Grenzen gesetzt, Jägermeister Braunschweig lässt grüßen.
Bevor euch gleich Freund Bahli erklärt, wie der gewünschte Sieg umgesetzt werden soll und warum wir genau jetzt eine Serie starten sollten, noch zwei Anmerkungen für die Jüngeren unter euch. Sporttaschen haben wir früher auf dem Schulhof ins Tor gestellt damit wir ohne Torwart kicken konnten. Das Tor bestand aus zwei Coladosen oder Steinen oder was sich halt sonst noch so fand. Wenn ich an meine Sporttasche denke, bin ich mir fast sicher, dass sie nicht die Qualität hatte um die Mannschaft von Gladbach zu besiegen. Schließlich hat Robles einen Elfer halten müssen. Die Firma Jägermeister war der Hauptsponsor von Eintracht Braunschweig. Als der Verein zu Beginn der achtziger Jahre in Finanznot geriet, wollte sich der Klub gegen eine nicht unwesentliche Summe Geldes in „Jägermeister Braunschweig“ umbenennen. Dem wurde Seitens des DFB ein Riegel vorgeschoben und die Eintracht verschwand zunächst in der Versenkung. So habe ich es jedenfalls in Erinnerung. Vielleicht kann sich ja Bahli noch genauer an die Likörfreunde aus dem Norden erinnern.
Also Bahli, was meinst du? Wie sieht das technisch aus und welche Formation wird Sasic spielen lassen - und um dem Nachspielkater vorzugreifen, wen hätte er deiner Meinung nach besser spielen lassen sollen?
Gruß Berti
AUF GEHT'S COOLER BAHLI!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bertikoks am 16.10.2008 um 17:29 Uhr bearbeitet
16.10.2008 - 22:56 Uhr
DIE RITUALISIERTE SPIELTAGSKOLUMNE VON BERTI & BAHLI Ausgabe 8
LICHT aus - SPOT an ... heute im Fokus: Ahlen am Betze! – TEIL 2
Tja Berti, es scheint fast, als wärest du völlig erholt aus dem Urlaub zurückgekehrt. Jedenfalls wurde deine scharfe Zunge durchs Surfen nicht stumpfer. Deine analytischen Betrachtungen lassen dies glücklicherweise vermuten. In puncto FCK konnte selbst ich mich durch die WM-Qualifikation erholen – die Fünf in Koblenz hämmerten lange in meinem Kopf. „Taylor! Taylor! Taylor” musste sich nicht nur Tobias Sippel im Kreis der U21-Nationalmanschaft anhören. Den dreifachen Taylor durfte der Bahli auch in seinem Büro springen. Und er hat ihn problemlos gestanden. Dieser fußballerische „Dreifachhüpfer“ wird uns sicherlich noch die ganze Saison erfreuen. Aber wir FCK-Fans stehen doch über dieser Sache. Ist es nicht ein tolles Ding, dass ein Junge aus Hollywood über den Atlantik jettet, um den Spitzenreiter mit drei Dingern wegzufegen. Und hier liegt die Betonung auf „Spitzenreiter“. Ja gut, das waren wir dann mal. Aber sehen wir die Sache mal realistisch. Wenn der kommende Spieltag gut verläuft, könnten wir schon wieder oben stehen. Spitzenreiter FCK – zu wünschen wäre es uns! Unbedingt!
In dieser Woche standen aber natürlich noch andere Themen im Raum. Die Spieltagsansetzungen der DFL für die Spiele der Hinrunde der 2. Liga zum Beispiel. Für uns keine Sonntags-, dafür massig Montags- und Freitagsspiele. Schön für uns Berufstätige, können wir doch der langsam aufkommenden Kälte trotzen und es uns vor dem Fernseher mit einem Bier bequem machen. Mein Dank geht daher an die DFL, die mir einige wonnige Fußballabende beschert hat. Welcher Fan geht schon gerne ins Stadion, wenn es doch zu Hause Premiere gibt. Ich werde es genießen, mein Glas erheben und skandieren: „Sex and Drugs and DFL!“ oder „No More Heroes Anymore!“ ...
So, genug umhergeschweift. Wenden wir uns den wirklich wichtigen Dingen zu. Dem wirklich wichtigen Ding am morgigen Freitag. Der FCK gegen Rot-Weiß Ahlen. Ein Spitzenspiel. Wer hätte das vor der Saison so erwartet. Niemand – richtig. Ok, Ahlen hatte man als Kenner vielleicht auf der Rechnung. Aber doch nicht den Abstiegskandidaten FCK. Aber der gewesene Abstiegskandidat und jetzige Spitzenplatzbewerber hat ein großes Problem. Er hat eine lange Verletztenliste. Simpson, Abel, Demai, Sam, Ziemer – verletzt. Dzaka – gesperrt. Hesse – grippekrank. Reghecampf – noch mit zu großem Rückstand. Aber da müssen wir jetzt durch. Vieles von dem, was ich heute lesen durfte, klang schon nach Entschuldigungen für eine morgige Niederlage oder einen Punktverlust. Ich habe eher das Gefühl, dass unser Kader in dieser Saison sehr ausgeglichen ist. Und er wird sicherlich auch noch die eine oder andere Überraschung bringen. Keine Überraschung gibt es im Tor, denn da kann und darf es nur einen geben:
TOBIAS SIPPEL
Die Abwehr. Eine Viererkette. Aber mit wem? Vor allem, wer soll links ran? Lamprecht und Dick bilden bei mir die rechte Seite. Und sind wir mal ehrlich. Möchten wir dem armen Christopher Lamprecht nicht einmal die Chance geben, sich auf seiner Schokoladenseite zu präsentieren. Nach seinem unglücklichen Koblenz-Tripp auf links, steht er bei mir morgen auf der rechten Seite der Viererkette. Zentral sind wohl erst einmal Amedick und der wandelnde Kleiderschrank gesetzt. Bleiben Fabian Schönheim und Alexander Bugera für die linke Seite. Da wir ein Heimspiel haben und ich einen offensiven FCK sehen möchte, entscheide ich mich für die offensivere Variante – für Alexander Bugera.
CHRISTOPHER LAMPRECHT - MARTIN AMEDICK - MOUSSA OUATTARA - ALEXANDER BUGERA
Das Mittelfeld. Nach dem Ausfall von Anel Dzaka und wohl auch Sidney Sam sehe ich niemanden im Kader, der so etwas wie einen Zehner spielen könnte. Also gehen wir zurück auf das System mit zwei Sechsern. Und da könnte so eine kleine Überraschung auf uns warten. Überraschung sowohl in Bezug auf seinen Einsatz als auch in Bezug auf das, was ich mir von ihm erwarte. Ich spreche von Mario Klinger. Ich gebe zu, ich habe ihn noch nicht gesehen. Aber ich habe bisher nur viel versprechendes von ihm gehört. Auf die Sechs mit ihm – neben Axel Bellinghausen. Rechts sollte Florian Dick und links – auch, wenn seine letzten Auftritte eher eine Enttäuschung waren – Dragan Paljic ran.
FLORIAN DICK - MARIO KLINGER - AXEL BELLINGHAUSEN - DRAGAN PALJIC
Der Sturm. Nach Ziemers Ausfall wieder eine Problemzone. Dazu hat Erik die Gurk 80 Minuten für die Slowakei am Mittwoch in der WM-Qualifikation gegen Polen gespielt. Aber auch hier die Frage. Soll Erik die Gurk wirklich auflaufen? Mit Sicherheit nicht. Wer dann? Miro Klose? Wohl eher noch nicht. Ich tendiere da eher zu diesem neuen Shootingstar, dieser Junge aus der Slowakei, dessen Name mir gerade nicht einfallen mag. Und dazu hat nach Kai Hesses grippalem Desaster Srdjan Lakic eine Chance verdient. Im Testspiel gegen die Borussia aus Mönchengladbach hat er mit zwei Kopfballtreffern zu gefallen gewusst. Also: Rein mit ihm!
ERIK JENDRISEK - SRDJAN LAKIC
Ich möchte noch einmal die Geschichte mit den Ohrstöpseln aufgreifen, die Berti bereits erzählt hat. Pfiffig mag er mit dieser Idee schon sein der Christian Wück. Und ein wenig fühlt sich solch eine Sache schon wie ein beherztes Schulterklopfen à la „Der Betze ist wieder eine Festung“ an. Aber ich muss noch einmal auf den Trainer der Rot-Weißen zu sprechen kommen. Christian Wück war zu seiner Karlsruher Zeit immer so ein wenig ein rotes Tuch für mich. Der Kalle Bührer des KSC sozusagen. Aber als Trainer imponiert er mir. Alles, was ich bisher von ihm gehört und gesehen habe, hatte Hand und Fuß, Sinn und Verstand. Und das nötigt mir für die morgige Begegnung großen Respekt ab.
Zum Abschluss muss ich auch noch einmal ein bisschen Senf auf die Vermarktungsfrikadelle kippen. Die Zerpflückung des Zweitligaspieltags in vier Etappen – Freitag, Samstag, Sonntag, Montag – halte ich für eine bodenlose Rücksichtslosigkeit den Fans gegenüber. Für mich sind diese Konzepte der Ausdruck bescheidener Einfallslosigkeit innerhalb der DFL. Wenn das alles ist, was den Herren In Frankfurt einfällt, um den Zweitliga-Fußball besser – sprich monetärer – zu vermarkten, dann gute Nacht. Dann doch lieber zurück zu Jägermeister Braunschweig. Für die heutige Zeit hieße dies dann wohl Veltins 04 gegen Borussia Signal Iduna – Bier gegen Versicherung. Sicherlich auch dann noch ein packendes Derby. Aber auch von mir noch eine Anmerkung an die Jüngeren unter uns. Mit „Jägermeister Braunschweig“ begann die Zeit der Trikotwerbung in der Bundesliga. Wir schreiben das Jahr 1972, die Eintracht aus Braunschweig war knapp bei Kasse. Aber Hilfe kam in der Not mit dem Wolfenbütteler Unternehmer Günter Mast, dem Chef von Jägermeister. Er brachte den Jägermeister-Hirsch auf die Trikots. Der DFB stöhnte, genehmigte das Unterfangen aber. Die Spieler wurden als Litfasssäulen beschimpft, aber der pfiffige Unternehmer aus Wolfenbüttel rieb sich die Hände angesichts dieser kostenlosen Werbung für sein alkoholisches Getränk. Und irgendwie revolutionierte Günter Mast damit auch den Fußball und schuf so neue Einnahmequellen für die Vereine. Lang, lang ist es her ...
Cheers
Bahli
LICHT aus - SPOT an ... heute im Fokus: Ahlen am Betze! – TEIL 2
Tja Berti, es scheint fast, als wärest du völlig erholt aus dem Urlaub zurückgekehrt. Jedenfalls wurde deine scharfe Zunge durchs Surfen nicht stumpfer. Deine analytischen Betrachtungen lassen dies glücklicherweise vermuten. In puncto FCK konnte selbst ich mich durch die WM-Qualifikation erholen – die Fünf in Koblenz hämmerten lange in meinem Kopf. „Taylor! Taylor! Taylor” musste sich nicht nur Tobias Sippel im Kreis der U21-Nationalmanschaft anhören. Den dreifachen Taylor durfte der Bahli auch in seinem Büro springen. Und er hat ihn problemlos gestanden. Dieser fußballerische „Dreifachhüpfer“ wird uns sicherlich noch die ganze Saison erfreuen. Aber wir FCK-Fans stehen doch über dieser Sache. Ist es nicht ein tolles Ding, dass ein Junge aus Hollywood über den Atlantik jettet, um den Spitzenreiter mit drei Dingern wegzufegen. Und hier liegt die Betonung auf „Spitzenreiter“. Ja gut, das waren wir dann mal. Aber sehen wir die Sache mal realistisch. Wenn der kommende Spieltag gut verläuft, könnten wir schon wieder oben stehen. Spitzenreiter FCK – zu wünschen wäre es uns! Unbedingt!
In dieser Woche standen aber natürlich noch andere Themen im Raum. Die Spieltagsansetzungen der DFL für die Spiele der Hinrunde der 2. Liga zum Beispiel. Für uns keine Sonntags-, dafür massig Montags- und Freitagsspiele. Schön für uns Berufstätige, können wir doch der langsam aufkommenden Kälte trotzen und es uns vor dem Fernseher mit einem Bier bequem machen. Mein Dank geht daher an die DFL, die mir einige wonnige Fußballabende beschert hat. Welcher Fan geht schon gerne ins Stadion, wenn es doch zu Hause Premiere gibt. Ich werde es genießen, mein Glas erheben und skandieren: „Sex and Drugs and DFL!“ oder „No More Heroes Anymore!“ ...
So, genug umhergeschweift. Wenden wir uns den wirklich wichtigen Dingen zu. Dem wirklich wichtigen Ding am morgigen Freitag. Der FCK gegen Rot-Weiß Ahlen. Ein Spitzenspiel. Wer hätte das vor der Saison so erwartet. Niemand – richtig. Ok, Ahlen hatte man als Kenner vielleicht auf der Rechnung. Aber doch nicht den Abstiegskandidaten FCK. Aber der gewesene Abstiegskandidat und jetzige Spitzenplatzbewerber hat ein großes Problem. Er hat eine lange Verletztenliste. Simpson, Abel, Demai, Sam, Ziemer – verletzt. Dzaka – gesperrt. Hesse – grippekrank. Reghecampf – noch mit zu großem Rückstand. Aber da müssen wir jetzt durch. Vieles von dem, was ich heute lesen durfte, klang schon nach Entschuldigungen für eine morgige Niederlage oder einen Punktverlust. Ich habe eher das Gefühl, dass unser Kader in dieser Saison sehr ausgeglichen ist. Und er wird sicherlich auch noch die eine oder andere Überraschung bringen. Keine Überraschung gibt es im Tor, denn da kann und darf es nur einen geben:
TOBIAS SIPPEL
Die Abwehr. Eine Viererkette. Aber mit wem? Vor allem, wer soll links ran? Lamprecht und Dick bilden bei mir die rechte Seite. Und sind wir mal ehrlich. Möchten wir dem armen Christopher Lamprecht nicht einmal die Chance geben, sich auf seiner Schokoladenseite zu präsentieren. Nach seinem unglücklichen Koblenz-Tripp auf links, steht er bei mir morgen auf der rechten Seite der Viererkette. Zentral sind wohl erst einmal Amedick und der wandelnde Kleiderschrank gesetzt. Bleiben Fabian Schönheim und Alexander Bugera für die linke Seite. Da wir ein Heimspiel haben und ich einen offensiven FCK sehen möchte, entscheide ich mich für die offensivere Variante – für Alexander Bugera.
CHRISTOPHER LAMPRECHT - MARTIN AMEDICK - MOUSSA OUATTARA - ALEXANDER BUGERA
Das Mittelfeld. Nach dem Ausfall von Anel Dzaka und wohl auch Sidney Sam sehe ich niemanden im Kader, der so etwas wie einen Zehner spielen könnte. Also gehen wir zurück auf das System mit zwei Sechsern. Und da könnte so eine kleine Überraschung auf uns warten. Überraschung sowohl in Bezug auf seinen Einsatz als auch in Bezug auf das, was ich mir von ihm erwarte. Ich spreche von Mario Klinger. Ich gebe zu, ich habe ihn noch nicht gesehen. Aber ich habe bisher nur viel versprechendes von ihm gehört. Auf die Sechs mit ihm – neben Axel Bellinghausen. Rechts sollte Florian Dick und links – auch, wenn seine letzten Auftritte eher eine Enttäuschung waren – Dragan Paljic ran.
FLORIAN DICK - MARIO KLINGER - AXEL BELLINGHAUSEN - DRAGAN PALJIC
Der Sturm. Nach Ziemers Ausfall wieder eine Problemzone. Dazu hat Erik die Gurk 80 Minuten für die Slowakei am Mittwoch in der WM-Qualifikation gegen Polen gespielt. Aber auch hier die Frage. Soll Erik die Gurk wirklich auflaufen? Mit Sicherheit nicht. Wer dann? Miro Klose? Wohl eher noch nicht. Ich tendiere da eher zu diesem neuen Shootingstar, dieser Junge aus der Slowakei, dessen Name mir gerade nicht einfallen mag. Und dazu hat nach Kai Hesses grippalem Desaster Srdjan Lakic eine Chance verdient. Im Testspiel gegen die Borussia aus Mönchengladbach hat er mit zwei Kopfballtreffern zu gefallen gewusst. Also: Rein mit ihm!
ERIK JENDRISEK - SRDJAN LAKIC
Ich möchte noch einmal die Geschichte mit den Ohrstöpseln aufgreifen, die Berti bereits erzählt hat. Pfiffig mag er mit dieser Idee schon sein der Christian Wück. Und ein wenig fühlt sich solch eine Sache schon wie ein beherztes Schulterklopfen à la „Der Betze ist wieder eine Festung“ an. Aber ich muss noch einmal auf den Trainer der Rot-Weißen zu sprechen kommen. Christian Wück war zu seiner Karlsruher Zeit immer so ein wenig ein rotes Tuch für mich. Der Kalle Bührer des KSC sozusagen. Aber als Trainer imponiert er mir. Alles, was ich bisher von ihm gehört und gesehen habe, hatte Hand und Fuß, Sinn und Verstand. Und das nötigt mir für die morgige Begegnung großen Respekt ab.
Zum Abschluss muss ich auch noch einmal ein bisschen Senf auf die Vermarktungsfrikadelle kippen. Die Zerpflückung des Zweitligaspieltags in vier Etappen – Freitag, Samstag, Sonntag, Montag – halte ich für eine bodenlose Rücksichtslosigkeit den Fans gegenüber. Für mich sind diese Konzepte der Ausdruck bescheidener Einfallslosigkeit innerhalb der DFL. Wenn das alles ist, was den Herren In Frankfurt einfällt, um den Zweitliga-Fußball besser – sprich monetärer – zu vermarkten, dann gute Nacht. Dann doch lieber zurück zu Jägermeister Braunschweig. Für die heutige Zeit hieße dies dann wohl Veltins 04 gegen Borussia Signal Iduna – Bier gegen Versicherung. Sicherlich auch dann noch ein packendes Derby. Aber auch von mir noch eine Anmerkung an die Jüngeren unter uns. Mit „Jägermeister Braunschweig“ begann die Zeit der Trikotwerbung in der Bundesliga. Wir schreiben das Jahr 1972, die Eintracht aus Braunschweig war knapp bei Kasse. Aber Hilfe kam in der Not mit dem Wolfenbütteler Unternehmer Günter Mast, dem Chef von Jägermeister. Er brachte den Jägermeister-Hirsch auf die Trikots. Der DFB stöhnte, genehmigte das Unterfangen aber. Die Spieler wurden als Litfasssäulen beschimpft, aber der pfiffige Unternehmer aus Wolfenbüttel rieb sich die Hände angesichts dieser kostenlosen Werbung für sein alkoholisches Getränk. Und irgendwie revolutionierte Günter Mast damit auch den Fußball und schuf so neue Einnahmequellen für die Vereine. Lang, lang ist es her ...
Cheers
Bahli
17.10.2008 - 22:04 Uhr
Zwischen Himmel und Hölle
Robels von Beginn an – Wormel wünscht ihm viel Glück.
Der Rest der Aufstellung – gut, Demai ist dabei!
Sam als 2. Spitze? Milan wird seine Gründe haben.
Anpfiff – Kommentator ist Uli Potofski. Potofski – Anpfiff. War da nicht mal was?
„Klar“ meint das böse Wormel: „Das war mal ein Buch von Toni ‚Mörder’ Schumacher’ ! “
Beide Wormels sehen im Geiste noch mal die Attacke auf den französischen Spieler. ‚Batistou, oder so ähnlich?' Lang Lang ist es her... Ob Robels heute auch so eine Aktion bringt? Alte Torwartschule! Hat Tarzan nicht auch mal bei Köln gespielt? Keine Ahnung mehr – Wormel wird alt und das Gedächtnis ist nicht mehr so wie früher. „Mußt du halt deinen externen Gedächtnisspeicher updaten!“ meint das böse Wormel.
Aber Wormeline ist noch auf der Arbeit, sie kommt erst zur zweiten Halbzeit!
Erste Halbzeit!
Wormel denkt, es macht eine Zeitreise. Irgendwie erinnert das sehr fatal an die letzte Saison. Gefühlte 70 % Ballbesitz, hoch und weit – und kein Stürmer, der was mit diesen grandiosen Ideen anfangen kann.
Der Torwart spielt 2 * gut mit. Okay auf ihn ist Verlass!
Ein Schuß aus dem nichts – daneben, aber Luis hätte ihn gehabt. Ganz sicher.
Und kurz darauf – eine Rensing’che Flugeinlage – der Reporter meint: Lautern geht aus dem nichts mit 1:0 ... in Rückstand. Danke Uli! So gut wie zu RTL Zeiten! :angry
Innerlich beglückwünschen sich beide Wormels zu Premiere und überlegen, die Tonoption OHNE Kommentar zu wählen.
‚Kämpfen Lautern Kämpfen!’ skandieren die Fans vor Ort. Muß ich Uli leider recht geben – das tun sie! Also dieser Ruf ist überflüssig.
Weiner pfeifft ab zur Halbzeit. Das einzige, was man ihm bis hierher vorwerfen kann, ist: Du lebst und bist hier! :p
Drückend überlegen – aber keine echte Torchance. Der Gegner taucht zweimal vorm Tor auf und führt.
Sehr starkes Gefühl einer Zeitreise! :o
Wormeline kommt zur Zweiten Halbzeit rein und fragt wie es steht. 0:1! Sie scheint nicht beunruhigt zu sein, sie hat aber auch keine Ahnung vom Fußball. :D
Es geht weiter. Der Torjubel erstirbt. Die Zeitlupe beweist – es war Abseits.
Wormeline fragt: Wer wars? ‚Lakic!’ sie grinst zufrieden. Er ist ihr Liebling.
‚War aber Abseits!’ erklärt das fachkundige Wormel. Sie ist auch durch die Zeitlupe nicht zu überzeugen und sagt einige nette Worte über den Schiri und seine Assistenten. :grr
Als sie Nachschub an Hopfenkaltschale holt, dann doch. 1:1 – Torschütze Lakic!
Sie grinst wie ein Honigkuchpferd. Wormel vermutet, dass es weniger an seiner exakten Schilderung des Treffers als mehr an dem Torschützen liegt.
Erik wirbelt, Bello rennt und Wormel ist froh, dass Moussa draußen ist.
Mensch, der Martin. Ohne seinen Partner am Bein spielt der ja richtig gut auf!
Und dann ... nee, oder? Unser Sammy – ne Handbreit höher als die Eckfahne macht ein Kopfballtor!
Der Hund kläfft und sucht die Wespe, die Wormel gestochen haben muß.......
Weiter im Text... Wormeline hat die Pinkelpause genutzt und sich Wormels Fernsehsessels bemächtigt.
Elfemeter. Für Wormeline klares Foul (Ein Roter fällt – das ist Foul!). Wormel hat leichte Zweifel.
Aber egal – Elfer ist, wenn der Schiri pfeifft. Letztes Jahr hätte es Gelb für Bello gegeben.....
Lakic zum zweiten..... Das Grinsen in Wormelines Gesicht wird immer selbstgefälliger.
Kurz vor Schluss – Hornig für Lakic.
„Ne, oder? Er nimmt meinen Liebling raus. Hat er sie noch alle?“
„Er bekommt seine Standing Ovations für ein gutes Spiel“
Als sie sieht, wie Lakic gefeiert wird, ist Wormeline mit der Maßnahme einverstanden.
Zu Hornig meint sie:
„Auf, Junge. Schieß ein Tor!“
Wormel setzt seine Oberlehrermine auf und erklärt ihr:
„Du Schatz, der Hornig ist Abwehrspieler. Das ist nicht seine Aufgabe“
Tooooor – 4:1 für Lautern.
Torschütze Hornig!
Die Kamera zeigt einen lachenden Milan Sasic. Ein Blick zu Wormeline sieht sie mit ihrem sexy Hexy Grinsen. Sieg mit 3 Toren Vorsprung! Man sollte vorsichtig sein, mit dem was man sagt!
‚Danke Milan’ fluchen beide Wormels.
Aber was tut man nicht alles für seine Verein!
Spitzenreiter! Spitzen Reiter ! Ayooohaaaaa!
Robels von Beginn an – Wormel wünscht ihm viel Glück.
Der Rest der Aufstellung – gut, Demai ist dabei!
Sam als 2. Spitze? Milan wird seine Gründe haben.
Anpfiff – Kommentator ist Uli Potofski. Potofski – Anpfiff. War da nicht mal was?
„Klar“ meint das böse Wormel: „Das war mal ein Buch von Toni ‚Mörder’ Schumacher’ ! “
Beide Wormels sehen im Geiste noch mal die Attacke auf den französischen Spieler. ‚Batistou, oder so ähnlich?' Lang Lang ist es her... Ob Robels heute auch so eine Aktion bringt? Alte Torwartschule! Hat Tarzan nicht auch mal bei Köln gespielt? Keine Ahnung mehr – Wormel wird alt und das Gedächtnis ist nicht mehr so wie früher. „Mußt du halt deinen externen Gedächtnisspeicher updaten!“ meint das böse Wormel.
Aber Wormeline ist noch auf der Arbeit, sie kommt erst zur zweiten Halbzeit!
Erste Halbzeit!
Wormel denkt, es macht eine Zeitreise. Irgendwie erinnert das sehr fatal an die letzte Saison. Gefühlte 70 % Ballbesitz, hoch und weit – und kein Stürmer, der was mit diesen grandiosen Ideen anfangen kann.
Der Torwart spielt 2 * gut mit. Okay auf ihn ist Verlass!
Ein Schuß aus dem nichts – daneben, aber Luis hätte ihn gehabt. Ganz sicher.
Und kurz darauf – eine Rensing’che Flugeinlage – der Reporter meint: Lautern geht aus dem nichts mit 1:0 ... in Rückstand. Danke Uli! So gut wie zu RTL Zeiten! :angry
Innerlich beglückwünschen sich beide Wormels zu Premiere und überlegen, die Tonoption OHNE Kommentar zu wählen.
‚Kämpfen Lautern Kämpfen!’ skandieren die Fans vor Ort. Muß ich Uli leider recht geben – das tun sie! Also dieser Ruf ist überflüssig.
Weiner pfeifft ab zur Halbzeit. Das einzige, was man ihm bis hierher vorwerfen kann, ist: Du lebst und bist hier! :p
Drückend überlegen – aber keine echte Torchance. Der Gegner taucht zweimal vorm Tor auf und führt.
Sehr starkes Gefühl einer Zeitreise! :o
Wormeline kommt zur Zweiten Halbzeit rein und fragt wie es steht. 0:1! Sie scheint nicht beunruhigt zu sein, sie hat aber auch keine Ahnung vom Fußball. :D
Es geht weiter. Der Torjubel erstirbt. Die Zeitlupe beweist – es war Abseits.
Wormeline fragt: Wer wars? ‚Lakic!’ sie grinst zufrieden. Er ist ihr Liebling.
‚War aber Abseits!’ erklärt das fachkundige Wormel. Sie ist auch durch die Zeitlupe nicht zu überzeugen und sagt einige nette Worte über den Schiri und seine Assistenten. :grr
Als sie Nachschub an Hopfenkaltschale holt, dann doch. 1:1 – Torschütze Lakic!
Sie grinst wie ein Honigkuchpferd. Wormel vermutet, dass es weniger an seiner exakten Schilderung des Treffers als mehr an dem Torschützen liegt.
Erik wirbelt, Bello rennt und Wormel ist froh, dass Moussa draußen ist.
Mensch, der Martin. Ohne seinen Partner am Bein spielt der ja richtig gut auf!
Und dann ... nee, oder? Unser Sammy – ne Handbreit höher als die Eckfahne macht ein Kopfballtor!
Der Hund kläfft und sucht die Wespe, die Wormel gestochen haben muß.......
Weiter im Text... Wormeline hat die Pinkelpause genutzt und sich Wormels Fernsehsessels bemächtigt.
Elfemeter. Für Wormeline klares Foul (Ein Roter fällt – das ist Foul!). Wormel hat leichte Zweifel.
Aber egal – Elfer ist, wenn der Schiri pfeifft. Letztes Jahr hätte es Gelb für Bello gegeben.....
Lakic zum zweiten..... Das Grinsen in Wormelines Gesicht wird immer selbstgefälliger.
Kurz vor Schluss – Hornig für Lakic.
„Ne, oder? Er nimmt meinen Liebling raus. Hat er sie noch alle?“
„Er bekommt seine Standing Ovations für ein gutes Spiel“
Als sie sieht, wie Lakic gefeiert wird, ist Wormeline mit der Maßnahme einverstanden.
Zu Hornig meint sie:
„Auf, Junge. Schieß ein Tor!“
Wormel setzt seine Oberlehrermine auf und erklärt ihr:
„Du Schatz, der Hornig ist Abwehrspieler. Das ist nicht seine Aufgabe“
Tooooor – 4:1 für Lautern.
Torschütze Hornig!
Die Kamera zeigt einen lachenden Milan Sasic. Ein Blick zu Wormeline sieht sie mit ihrem sexy Hexy Grinsen. Sieg mit 3 Toren Vorsprung! Man sollte vorsichtig sein, mit dem was man sagt!
‚Danke Milan’ fluchen beide Wormels.
Aber was tut man nicht alles für seine Verein!
Spitzenreiter! Spitzen Reiter ! Ayooohaaaaa!
23.10.2008 - 19:37 Uhr
DIE RITUALISIERTE SPIELTAGSKOLUMNE VON BERTI & BAHLI Ausgabe 9
LICHT aus - SPOT an ... heute im Fokus: Zu Gast bei RWO! – TEIL 1
Eine Serie ist der gewöhnlichen Bedeutung nach eine Aneinanderreihung von nicht näher definierten Dingen oder Ereignissen. Und im Fußball hat sie nahezu magische Bedeutung. Sie kann dazu dienen Niederlagen zu addieren oder Siege. Wie sich Niederlagen auswirken haben wir in der letzten Saison ausführlich studiert. Wie das bei Siegen aussieht, erlebt eine ganze neue Generation von Roten Teufeln in diesen Tagen zum ersten Mal. Ein außergewöhnlich schönes Gefühl.
Außergewöhnlich schön haben unsere Teufel wohl auch diese Woche erlebt. Entspannte Stimmung, der Geburtstag unseres Trainers und die allgemein veränderte Lage rund um den Betzenberg haben sicher dazu beigetragen. Der alte Trainingsplatz hinter der Ostkurve erstrahlt in neuem Glanz und sogar der Fanshop zieht um. Also kurz gesagt es gibt nichts, wirklich gar nichts worüber es sich lohnt zu schreiben in dieser Woche beim FCK. Also erzähle ich ein wenig über unseren Gegner.
Der heißt diesmal Oberhausen und wir neigen dazu ihn zu unterschätzen. Da euch Bahli in dieser Hinsicht sicher noch genau aufklären wird, schaue ich ein wenig über den Tellerrand hinaus. Der Vorstand von Oberhausen hatte sich zum Ziel gesetzt den Verein für die Dritte Liga zu qualifizieren, war sich aber nicht sicher ob das auch klappen würde. Deshalb suchten sie einen Sponsor der sich bereit erklärte den Vertrag unabhängig von der Liga abzuschließen. Natürlich mussten sie dafür auf ein wenig Geld verzichten. Ein günstiges Geschäft nicht wahr? Na, vielleicht funktioniert es ja am Ende doch noch mit der Qualifikation für die Dritte Liga und alle haben was sie eigentlich wollten.
Das wir solche Geschäfte nicht mehr machen, haben wir Stefan Kuntz und Dr. Ohlinger zu verdanken. Vergesst das auch in jenen Tagen nicht, wenn es mal nicht so gut läuft. Wie heißt es doch an anderer Stelle so schön? In guten wie in schlechten Tagen. Bessere Tage hat auch Peter Neururer gesehen. Der war mal Fußballtrainer und ist jetzt Experte. An ihn geht mein Gruß der Woche. Er stellt die kühne Prognose auf, dass nur noch die ersten acht Vereine und der 1. FC Nürnberg für den Aufstieg in Frage kommen. Vermutlich. Und jetzt klaue ich mal einen Satz von einem anderen User, den ich dieser Tage hier lesen durfte. Ich kann kaum glauben, dass ich mal so verzweifelt war, dass ich Neururer am Betze sehen wollte. Und noch viel weniger glaube ich, dass das erst ein paar Monate her ist. Ich hoffe dieser Diebstahl wird mir verziehen. Vom Inhalt her trifft die Aussage nämlich auch den Kern meines Empfindens.
Bevor euch gleich Bahli eine Menge über die wirklich wichtigen Details des Fußballspiels erklärt will ich noch einen besonderen Gruß der positiven Art loswerden. Josh Simpson ist zurückgekehrt ins Mannschaftstraining. Josh, Du und Fritz Walters Regen haben mir an einem Nachmittag im Mai die Tränen in die Augen getrieben. Dafür wird dir immer ein Platz in meinem Herzen sicher sein. Und in dem vieler anderer FCK Fans ebenfalls. Deshalb begleiten dich unsere guten Wünsche auf dem Weg zu deinem Comeback. Wir werden dir einen ehrenden Empfang bereiten wenn es soweit ist.
So. Bevor ich zu sentimental werde, was meinst du Bahli? Wie sieht das technisch aus und welche Formation wird Sasic spielen lassen - und um dem Nachspielkater vorzugreifen, wen hätte er deiner Meinung nach besser spielen lassen sollen?
Gruß Berti
AUF GEHT'S COOLER BAHLI!
LICHT aus - SPOT an ... heute im Fokus: Zu Gast bei RWO! – TEIL 1
Eine Serie ist der gewöhnlichen Bedeutung nach eine Aneinanderreihung von nicht näher definierten Dingen oder Ereignissen. Und im Fußball hat sie nahezu magische Bedeutung. Sie kann dazu dienen Niederlagen zu addieren oder Siege. Wie sich Niederlagen auswirken haben wir in der letzten Saison ausführlich studiert. Wie das bei Siegen aussieht, erlebt eine ganze neue Generation von Roten Teufeln in diesen Tagen zum ersten Mal. Ein außergewöhnlich schönes Gefühl.
Außergewöhnlich schön haben unsere Teufel wohl auch diese Woche erlebt. Entspannte Stimmung, der Geburtstag unseres Trainers und die allgemein veränderte Lage rund um den Betzenberg haben sicher dazu beigetragen. Der alte Trainingsplatz hinter der Ostkurve erstrahlt in neuem Glanz und sogar der Fanshop zieht um. Also kurz gesagt es gibt nichts, wirklich gar nichts worüber es sich lohnt zu schreiben in dieser Woche beim FCK. Also erzähle ich ein wenig über unseren Gegner.
Der heißt diesmal Oberhausen und wir neigen dazu ihn zu unterschätzen. Da euch Bahli in dieser Hinsicht sicher noch genau aufklären wird, schaue ich ein wenig über den Tellerrand hinaus. Der Vorstand von Oberhausen hatte sich zum Ziel gesetzt den Verein für die Dritte Liga zu qualifizieren, war sich aber nicht sicher ob das auch klappen würde. Deshalb suchten sie einen Sponsor der sich bereit erklärte den Vertrag unabhängig von der Liga abzuschließen. Natürlich mussten sie dafür auf ein wenig Geld verzichten. Ein günstiges Geschäft nicht wahr? Na, vielleicht funktioniert es ja am Ende doch noch mit der Qualifikation für die Dritte Liga und alle haben was sie eigentlich wollten.
Das wir solche Geschäfte nicht mehr machen, haben wir Stefan Kuntz und Dr. Ohlinger zu verdanken. Vergesst das auch in jenen Tagen nicht, wenn es mal nicht so gut läuft. Wie heißt es doch an anderer Stelle so schön? In guten wie in schlechten Tagen. Bessere Tage hat auch Peter Neururer gesehen. Der war mal Fußballtrainer und ist jetzt Experte. An ihn geht mein Gruß der Woche. Er stellt die kühne Prognose auf, dass nur noch die ersten acht Vereine und der 1. FC Nürnberg für den Aufstieg in Frage kommen. Vermutlich. Und jetzt klaue ich mal einen Satz von einem anderen User, den ich dieser Tage hier lesen durfte. Ich kann kaum glauben, dass ich mal so verzweifelt war, dass ich Neururer am Betze sehen wollte. Und noch viel weniger glaube ich, dass das erst ein paar Monate her ist. Ich hoffe dieser Diebstahl wird mir verziehen. Vom Inhalt her trifft die Aussage nämlich auch den Kern meines Empfindens.
Bevor euch gleich Bahli eine Menge über die wirklich wichtigen Details des Fußballspiels erklärt will ich noch einen besonderen Gruß der positiven Art loswerden. Josh Simpson ist zurückgekehrt ins Mannschaftstraining. Josh, Du und Fritz Walters Regen haben mir an einem Nachmittag im Mai die Tränen in die Augen getrieben. Dafür wird dir immer ein Platz in meinem Herzen sicher sein. Und in dem vieler anderer FCK Fans ebenfalls. Deshalb begleiten dich unsere guten Wünsche auf dem Weg zu deinem Comeback. Wir werden dir einen ehrenden Empfang bereiten wenn es soweit ist.
So. Bevor ich zu sentimental werde, was meinst du Bahli? Wie sieht das technisch aus und welche Formation wird Sasic spielen lassen - und um dem Nachspielkater vorzugreifen, wen hätte er deiner Meinung nach besser spielen lassen sollen?
Gruß Berti
AUF GEHT'S COOLER BAHLI!
24.10.2008 - 21:55 Uhr
DIE RITUALISIERTE SPIELTAGSKOLUMNE VON BERTI & BAHLI Ausgabe 9
LICHT aus - SPOT an ... heute im Fokus: Zu Gast bei RWO! – TEIL 2
Entspannte Stimmung auf dem Betzenberg. Berti, ich weiß nicht, ob das so gut ist. Mir war die überall fühlbare Anspannung nach dem Koblenz-Desaster nicht gerade Unrecht. Nicht, dass ich unserer Mannschaft gleich wieder ein Debakel gegen Ahlen gewünscht hätte. Aber das wiederum großartige 4:1 gegen den Aufsteiger hat nichts anderes bewirkt, als die Träume der FCK-Fans weiter anzuheizen. Grandioser Höhepunkt dieser Euphorie: die an Arroganz kaum noch zu toppende Spieltagseröffnung des Kollegen Hassabamba in unserem Forum. Aber soll ich dir bzw. euch was sagen? Das ist höllengut, weil dringend notwendig. Eine bessere und passendere Threaderöffnung hätte es gar nicht geben können. Sie spiegelt einfach den Ritt auf einer Euphoriewelle wider. Endlich haben wir uns den Respekt erarbeitet, dass wir uns wieder meterweit aus dem Fenster lehnen dürfen. Gut, die einen fassen es als Herabwürdigung des kommenden Gegners auf, die anderen als vertretbare – weil lustige – Selbstironie. Jeder mag hier seine eigene Sichtweise haben. Aber eines ist doch irgendwie toll. Wir diskutieren hier über den Eingangspost zu einem Spieltag. Über nichts anderes. Nein, wir üben uns nicht in Selbstzerfleischung wie in der letzten Saison. Wir schauen irgendwie belustigt und freudig auf den kommenden Spieltag. Kann eine Saison optimaler verlaufen. Zumindest bisher? Ich meine, nein, das kann sie nicht. Und das ist einfach sensationell.
So, wie der FCK bisher aufgetreten ist, nötigt mir nicht nur großen Respekt für die Arbeit von Stefan Kuntz, Milan Sasic und dem ganzen Team ab. Es erfüllt mich auch mit großem Stolz. Stolz auf eine Mannschaft, die wieder mit den alten Betzetugenden begeistert – Einsatz, Leidenschaft, Lauf- und Kampfstärke. Ein Stück weit bin ich aber – sicherlich stellvertretend für jeden FCK-Fan – stolz auf mich selbst. Ich bin stolz, dass ich niemals an meinem Verein gezweifelt habe. Ich bin stolz, dass ich selbst bei acht Punkten Rückstand auf das rettende Ufer die Hoffnung nicht verloren habe. Und das unterscheidet uns ein Stück weit von vielen anderen Fans. Wir haben schon ein paar Wunder erlebt – Pokalsieg 1990 und die Meisterschaften 1991 und 1998 –, genug Fußballfans müssen ein ganzes Leben allein davon träumen. Bei uns gehen solche Träume auch gerne einmal vehement in Erfüllung.
Und Berti hat es bereits gesagt. Einer dieser „Wundermacher“ ist diese Woche zurückgekehrt ins Mannschaftstraining. Ich spreche von Josh Simpson – dem kanadischen Düsenantrieb. Ich freue mich auf ihn, kann es eigentlich kaum erwarten, dass er wieder in der Liga gegen den Ball tritt. Und dann kommt da ja auch noch ein gewisser Mathias Abel zurück. Beide sind für Zweitligaverhältnisse überdurchschnittliche Spieler. Sie werden unser Spiel sicherlich beleben. Unser Spiel beleben? Noch mehr? Kurz und knapp: Ja, das werden sie. Sie werden die FCK-Mannschaft qualitativ noch einmal verbessern. Ich kann es kaum erwarten.
Einige von uns haben heute bereits damit begonnen, auf das Spiel am kommenden Sonntag zu warten. Der FCK gibt seine Visitenkarte in Oberhausen ab. Oberhausen? Kanonenfutter, Punktelieferant, Selbstläufer? Diejenigen unter uns, die auf der Euphoriewelle surfen, werden sagen: „Logisch, das wird zweistellig.“ Könnte sein, muss aber nicht. Die anderen, die mit dem ausgedehnten Langzeitgedächtnis, werden dem entgegenen: „Vor RWO müssen wir aufpassen.“ Ja, klar. Jeder Gegner in Liga zwei kann irgendwie kicken. Aber soll ich euch etwa sagen? Ich kenne einen, der hat sich genau mit der beschriebenen Situation befasst. Ich meine Milan Sasic. Ein Trainer, der einen Interviewer des DSF während eines Interviews in den Schwitzkasten nötigt, hat natürlich den Humor, eine Threaderöffnung à la Hassabamba mit der notwendigen Lässigkeit zu sehen. Er wird sich innerlich ins Fäustchen gelacht haben, ob der Arroganz, die ihm hier im Forum entgegenschlägt. Sofern er hier mitliest. Wovon ich schwer ausgehe. Er wird diese Lässigkeit aber ganz sicher nicht auf seine Mannschaft übertragen. Im Gegenteil. Er wird in dieser Woche RWO unglaublich stark geredet haben. Seine Spieler natürlich auch. Aber wie wird er am Sonntag spielen? Wird er so auflaufen, wie man – das heißt, wir – diese Woche schon vermutet haben? Ich denke, ja. Im Tor kehrt Platzhalter Robles auf die Bank zurück und überlässt die Bühne dem, den man sich zwischen den Pfosten überhaupt nicht mehr wegdenken kann:
TOBIAS SIPPEL
Die Abwehr. Normalerweise das Bollwerk. Mir persönlich wirkte die Abwehr in einigen Situationen in der jüngeren Vergangenheit nicht ganz auf der Höhe. Und jetzt wir das Duo in der Innenverteidigung durch Moussa Ouattaras fünfte gelbe Karte auch noch gesprengt. Die Chance für Sascha Kotysch. Er kann am Sonntag beweisen, dass er genau da – in der Innenverteidigung – am besten aufgehoben ist. Sein Partner Martin Amedick hat sich mittlerweile als unumstrittener Wort führer der Viererkette etabliert. Auf den Außenpositionen sehe ich momentan Florian Dick und Alexander Bugera als stärkste Optionen:
FLORIAN DICK – MARTIN AMEDICK – SASCHA KOTYSCH – ALEXANDER BUGERA
Das Mittelfeld. Eine tragende Säule. Ausfälle von Leistungsträgern wie Anel Dzaka im Spiel gegen Ahlen werden von den Mitspielern kompensiert. Am Sonntag kehrt der Denker und Lenker – wie Dzaka mittlerweile gerne tituliert wird – in die Mannschaft zurück. Erfahrene Führungsspieler sind bei Auswärtsspielen wie in Oberhausen Gold wert. Im defensiven Mittelfeld hat sich Aimen Demai etabliert. Man sieht ihn im Spiel kaum. Kann es für einen Sechser ein gößeres Lob geben? Wohl kaum. Auch ein Abräumer und Stratege wie Demai ist für diese Mannschaft eminent wichtig. Auf der rechten Außenbahn freue ich mich auf Sidney Sam. Im Sturm gegen Ahlen eher unglücklich, brillierte er nach seiner „Versetzung“ auf die rechte Seite. Genauso wie Pendant Axel Bellinghausen auf der linken Seite. Unglaublich, wie sich der Kapitän entwickelt hat. Schnell war er schon immer – ohne Ball. Mittlerweile bleibt der Ball aber immer häufiger auch bei Tempogegenstößen an seinem Fuß kleben.
SIDNEY SAM – AIMEN DEMAI – ANEL DZAKA – AXEL BELLINGHAUSEN
Der Angriff. Die Torfabrik. Bereits zehn Stürmertore durften die Fans in dieser Saison bewundern. 10 Stürmertore gab es in den letzten beiden Zweitliga-Spielzeiten insgesamt zu sehen. Wow. Es ist beeindruckend, ist es nicht? Doch, es ist. Egal, welcher Stürmer vorne aufläuft, er trifft. Am letzten Spieltag schnürte Srdjan Lakic einen Doppelpack, weil unserem jungen slowakischen Himmelsstürmer zwei knochenharte Länderspiele in den Knochen steckten. Lakic kam, sah und siegte. Er ist natürlich für Sonntag gesetzt. Aber wer soll an seiner Seite stürmen? Erik die Gurk? Mit absoluter Sicherheit nicht. Der trifft ja nicht einmal ein offenes Scheunentor aus zwei Metern Entfernung. Miro Klose? Sicherlich (noch) nicht. Aber der angesprochene slowakische Wunderstürmer dürfte sicherlich seine Knochen wieder hergerichtet haben. Wie heißt er noch einmal? Egal, Haupsache er stürmt am Sonntag.
SRDJAN LAKIC – ERIK JENDRISEK
Damit ist der Boden bereitet für einen historischen Sieg. Aber sind wir einmal ehrlich. Die meisten unter uns würden über ein lapidares 1:0 für den FCK in neue Jubelstürme ausbrechen. Der arme Pele Wollitz. Der kann sich dann für den kommenden Spieltagsthread schon einmal warm anziehen. Dem machen wir dann das Dutzend voll. Seine Bude bzw. die von Stefan Wessels natürlich. Wir schießen das Tornetz in Fetzen. Wir polieren unser Torverhältnis. Schluss, genug damit! Da wird ja die Katze im Sack verrückt. Oder war es der Hund an der Leine? Wie auch immer, am Sonntag kann sich der FCK endgültig für den Rest der Hinrunde oben festzementieren. Aber Moment. Wir wollten doch von Spiel zu Spiel denken. Richtig. Von Spiel zu Spiel. Von Oberhausen zu Osnabrück. Von Osnabrück zu 1860. Von 1860 zu Wehen-Wiesbaden. Von Wehen-Wiesbaden zu Hansa Rostock. Von Hansa zu Holger Fach. Vom FCA zur Alemannia. Von der Alemannia zum MSV. Und vom MSV zum SC Freiburg. Und dann, dann sind wir endlich Herbstmeister. Herbstmeister des von Spiel-zu-Spiel-Denkens. Das ist beinharte Arbeit!
Cheers
Bahli
LICHT aus - SPOT an ... heute im Fokus: Zu Gast bei RWO! – TEIL 2
Entspannte Stimmung auf dem Betzenberg. Berti, ich weiß nicht, ob das so gut ist. Mir war die überall fühlbare Anspannung nach dem Koblenz-Desaster nicht gerade Unrecht. Nicht, dass ich unserer Mannschaft gleich wieder ein Debakel gegen Ahlen gewünscht hätte. Aber das wiederum großartige 4:1 gegen den Aufsteiger hat nichts anderes bewirkt, als die Träume der FCK-Fans weiter anzuheizen. Grandioser Höhepunkt dieser Euphorie: die an Arroganz kaum noch zu toppende Spieltagseröffnung des Kollegen Hassabamba in unserem Forum. Aber soll ich dir bzw. euch was sagen? Das ist höllengut, weil dringend notwendig. Eine bessere und passendere Threaderöffnung hätte es gar nicht geben können. Sie spiegelt einfach den Ritt auf einer Euphoriewelle wider. Endlich haben wir uns den Respekt erarbeitet, dass wir uns wieder meterweit aus dem Fenster lehnen dürfen. Gut, die einen fassen es als Herabwürdigung des kommenden Gegners auf, die anderen als vertretbare – weil lustige – Selbstironie. Jeder mag hier seine eigene Sichtweise haben. Aber eines ist doch irgendwie toll. Wir diskutieren hier über den Eingangspost zu einem Spieltag. Über nichts anderes. Nein, wir üben uns nicht in Selbstzerfleischung wie in der letzten Saison. Wir schauen irgendwie belustigt und freudig auf den kommenden Spieltag. Kann eine Saison optimaler verlaufen. Zumindest bisher? Ich meine, nein, das kann sie nicht. Und das ist einfach sensationell.
So, wie der FCK bisher aufgetreten ist, nötigt mir nicht nur großen Respekt für die Arbeit von Stefan Kuntz, Milan Sasic und dem ganzen Team ab. Es erfüllt mich auch mit großem Stolz. Stolz auf eine Mannschaft, die wieder mit den alten Betzetugenden begeistert – Einsatz, Leidenschaft, Lauf- und Kampfstärke. Ein Stück weit bin ich aber – sicherlich stellvertretend für jeden FCK-Fan – stolz auf mich selbst. Ich bin stolz, dass ich niemals an meinem Verein gezweifelt habe. Ich bin stolz, dass ich selbst bei acht Punkten Rückstand auf das rettende Ufer die Hoffnung nicht verloren habe. Und das unterscheidet uns ein Stück weit von vielen anderen Fans. Wir haben schon ein paar Wunder erlebt – Pokalsieg 1990 und die Meisterschaften 1991 und 1998 –, genug Fußballfans müssen ein ganzes Leben allein davon träumen. Bei uns gehen solche Träume auch gerne einmal vehement in Erfüllung.
Und Berti hat es bereits gesagt. Einer dieser „Wundermacher“ ist diese Woche zurückgekehrt ins Mannschaftstraining. Ich spreche von Josh Simpson – dem kanadischen Düsenantrieb. Ich freue mich auf ihn, kann es eigentlich kaum erwarten, dass er wieder in der Liga gegen den Ball tritt. Und dann kommt da ja auch noch ein gewisser Mathias Abel zurück. Beide sind für Zweitligaverhältnisse überdurchschnittliche Spieler. Sie werden unser Spiel sicherlich beleben. Unser Spiel beleben? Noch mehr? Kurz und knapp: Ja, das werden sie. Sie werden die FCK-Mannschaft qualitativ noch einmal verbessern. Ich kann es kaum erwarten.
Einige von uns haben heute bereits damit begonnen, auf das Spiel am kommenden Sonntag zu warten. Der FCK gibt seine Visitenkarte in Oberhausen ab. Oberhausen? Kanonenfutter, Punktelieferant, Selbstläufer? Diejenigen unter uns, die auf der Euphoriewelle surfen, werden sagen: „Logisch, das wird zweistellig.“ Könnte sein, muss aber nicht. Die anderen, die mit dem ausgedehnten Langzeitgedächtnis, werden dem entgegenen: „Vor RWO müssen wir aufpassen.“ Ja, klar. Jeder Gegner in Liga zwei kann irgendwie kicken. Aber soll ich euch etwa sagen? Ich kenne einen, der hat sich genau mit der beschriebenen Situation befasst. Ich meine Milan Sasic. Ein Trainer, der einen Interviewer des DSF während eines Interviews in den Schwitzkasten nötigt, hat natürlich den Humor, eine Threaderöffnung à la Hassabamba mit der notwendigen Lässigkeit zu sehen. Er wird sich innerlich ins Fäustchen gelacht haben, ob der Arroganz, die ihm hier im Forum entgegenschlägt. Sofern er hier mitliest. Wovon ich schwer ausgehe. Er wird diese Lässigkeit aber ganz sicher nicht auf seine Mannschaft übertragen. Im Gegenteil. Er wird in dieser Woche RWO unglaublich stark geredet haben. Seine Spieler natürlich auch. Aber wie wird er am Sonntag spielen? Wird er so auflaufen, wie man – das heißt, wir – diese Woche schon vermutet haben? Ich denke, ja. Im Tor kehrt Platzhalter Robles auf die Bank zurück und überlässt die Bühne dem, den man sich zwischen den Pfosten überhaupt nicht mehr wegdenken kann:
TOBIAS SIPPEL
Die Abwehr. Normalerweise das Bollwerk. Mir persönlich wirkte die Abwehr in einigen Situationen in der jüngeren Vergangenheit nicht ganz auf der Höhe. Und jetzt wir das Duo in der Innenverteidigung durch Moussa Ouattaras fünfte gelbe Karte auch noch gesprengt. Die Chance für Sascha Kotysch. Er kann am Sonntag beweisen, dass er genau da – in der Innenverteidigung – am besten aufgehoben ist. Sein Partner Martin Amedick hat sich mittlerweile als unumstrittener Wort führer der Viererkette etabliert. Auf den Außenpositionen sehe ich momentan Florian Dick und Alexander Bugera als stärkste Optionen:
FLORIAN DICK – MARTIN AMEDICK – SASCHA KOTYSCH – ALEXANDER BUGERA
Das Mittelfeld. Eine tragende Säule. Ausfälle von Leistungsträgern wie Anel Dzaka im Spiel gegen Ahlen werden von den Mitspielern kompensiert. Am Sonntag kehrt der Denker und Lenker – wie Dzaka mittlerweile gerne tituliert wird – in die Mannschaft zurück. Erfahrene Führungsspieler sind bei Auswärtsspielen wie in Oberhausen Gold wert. Im defensiven Mittelfeld hat sich Aimen Demai etabliert. Man sieht ihn im Spiel kaum. Kann es für einen Sechser ein gößeres Lob geben? Wohl kaum. Auch ein Abräumer und Stratege wie Demai ist für diese Mannschaft eminent wichtig. Auf der rechten Außenbahn freue ich mich auf Sidney Sam. Im Sturm gegen Ahlen eher unglücklich, brillierte er nach seiner „Versetzung“ auf die rechte Seite. Genauso wie Pendant Axel Bellinghausen auf der linken Seite. Unglaublich, wie sich der Kapitän entwickelt hat. Schnell war er schon immer – ohne Ball. Mittlerweile bleibt der Ball aber immer häufiger auch bei Tempogegenstößen an seinem Fuß kleben.
SIDNEY SAM – AIMEN DEMAI – ANEL DZAKA – AXEL BELLINGHAUSEN
Der Angriff. Die Torfabrik. Bereits zehn Stürmertore durften die Fans in dieser Saison bewundern. 10 Stürmertore gab es in den letzten beiden Zweitliga-Spielzeiten insgesamt zu sehen. Wow. Es ist beeindruckend, ist es nicht? Doch, es ist. Egal, welcher Stürmer vorne aufläuft, er trifft. Am letzten Spieltag schnürte Srdjan Lakic einen Doppelpack, weil unserem jungen slowakischen Himmelsstürmer zwei knochenharte Länderspiele in den Knochen steckten. Lakic kam, sah und siegte. Er ist natürlich für Sonntag gesetzt. Aber wer soll an seiner Seite stürmen? Erik die Gurk? Mit absoluter Sicherheit nicht. Der trifft ja nicht einmal ein offenes Scheunentor aus zwei Metern Entfernung. Miro Klose? Sicherlich (noch) nicht. Aber der angesprochene slowakische Wunderstürmer dürfte sicherlich seine Knochen wieder hergerichtet haben. Wie heißt er noch einmal? Egal, Haupsache er stürmt am Sonntag.
SRDJAN LAKIC – ERIK JENDRISEK
Damit ist der Boden bereitet für einen historischen Sieg. Aber sind wir einmal ehrlich. Die meisten unter uns würden über ein lapidares 1:0 für den FCK in neue Jubelstürme ausbrechen. Der arme Pele Wollitz. Der kann sich dann für den kommenden Spieltagsthread schon einmal warm anziehen. Dem machen wir dann das Dutzend voll. Seine Bude bzw. die von Stefan Wessels natürlich. Wir schießen das Tornetz in Fetzen. Wir polieren unser Torverhältnis. Schluss, genug damit! Da wird ja die Katze im Sack verrückt. Oder war es der Hund an der Leine? Wie auch immer, am Sonntag kann sich der FCK endgültig für den Rest der Hinrunde oben festzementieren. Aber Moment. Wir wollten doch von Spiel zu Spiel denken. Richtig. Von Spiel zu Spiel. Von Oberhausen zu Osnabrück. Von Osnabrück zu 1860. Von 1860 zu Wehen-Wiesbaden. Von Wehen-Wiesbaden zu Hansa Rostock. Von Hansa zu Holger Fach. Vom FCA zur Alemannia. Von der Alemannia zum MSV. Und vom MSV zum SC Freiburg. Und dann, dann sind wir endlich Herbstmeister. Herbstmeister des von Spiel-zu-Spiel-Denkens. Das ist beinharte Arbeit!
Cheers
Bahli
26.10.2008 - 20:35 Uhr
9. Spieltag, Die Pfalz im Ruhrpott oder Fragen über Fragen
Wormel ist immer noch ratlos. Die erste Frage, auf die er keine Antwort findet:
"Wie kann so ein Spiel verloren gehen?"
Das böse Wormel gibt die Antwort: "Weil der Gegner ein Tor mehr geschossen hat als wir!"
'Klugscheißer!' denkt sich Wormel, kann aber sachlich gegen die Logik nichts einwenden.
Wieviele Torchancen hatte der Gegner eigentlich.
"Gefühlte 3,5" antwortet das böse Wormel.
Ich rechne nach. Da war ein Kopfball in Hälfte eins und das Tor - das eigentlich mehr eine Aneinanderreihung von Zufällen war denn herausgespielte Chance.
Zweite Halbzeit - Das Tor, gut der Pass an Dick vorbei auf linksaußen sah schon gewollt aus, und dann wieder abgefälscht und der Ball kommt irgendwie zu Terannova.
Dann noch ein Pressschlag, sicher gehalten von Tobi. 3,5 - wie immer. Macht eine gnadenlose Effizienz von fast 60% bei Oberhausen!
Fürth hatte 3 Kleeblätter und 3 Chancen - Oberhausen 4 Kleeblätter und aufgerundete 4 Chancen.
Ist wohl doch was dran, das vierblättrige Kleeblätter Glück bringen.
"Der Hassa ist schuld! Der hat den Strohhalm nicht erwähnt!" erklärt das böse Wormel süffisant.
"Das ist doch Quatsch! Gegen eine Mannschaft wie Oberhausen musst du spielerisch überzeugen! Das hat mit Glück nichts zu tun!"
"Ach nee??? Die Mannschaft hatte diese Saison schon ein paar mal Glück! Erzwungenes Glück und Glück des Tüchtigen. Aber Glück war immer dabei!"
Ich denke nach - 3:3 in Mainz. Nie Aufgegeben und das Glück erzwungen. 2:1 gegen den FSV - das Glück des Tüchtigen. Und in den anderen Spielen - immer zum rechten Zeitpunkt die Antwort gefunden. Das verdiente Glück erzwungen.
Auch heute - das 1:0 ! Da kann man viel erzählen, aber nicht, daß dies genau so gewollt war! Glück!
Nur was passierte danach? NICHTS!
Alibi Fußball. Was vorher ein Spiel war: Wer zerstört besser das gegenerische Spiel und wie kann ich auch ohne Mittelfeld kicken - wurde zu einem reinen Glücksspiel.
Wenn man sich das Glück nicht verdient kann Fortuna eine sehr launische Göttin sein.
Und ganz ehrlich: Die Mannschaft hat sich heute den Segen der Glücksgöttin nicht verdient!
Das war zu wenig! Von Allen!
Auch wenn wir gefühlte 66% Ballbesitz hatten, auch bei 2:8: Ecken und 5 : Zweistellig Torschüsse.
Echte Chancen?
Lakic 2 , Hesse 1 und das Zufallstor. Also auch gefühlte 3,5 und ein paar Alibidinger. Immerhin: Ein Tor erzielt, wobei wir mit 25% Ausbeute im normalen Schnitt liegen.
War halt Sch...., daß der Gegener in dieser alles entscheidenden Statistik mehr als DOPPELT so gut war.
Premiere Experte Christain Beeck bringts auf dem Punkt: "Lautern ist noch nicht soweit, daß sie irgendwo hinfahren und mit 80% überall gewinnen können"
Sasic mault den Reporter im Interview an: "Wer hat ihnen gesagt, daß wir jedes Auswärtsspiel gewinnen müssen!"
Milan wirkte angefressen. Vielleicht stellt er sich die selben Fragen wie Wormel.
Allen voran:
"Wo war Dzaka?"
Daß er mitspielte fiel Wormel erst auf als er mit seiner '1. gelbe in der Saison' eingeblendet wurde. "Hah!" schreit das böse Wormel auf.
Ich ignoriere es und erfreue mich für 5 Sekunden an der Ironie dieser Tatsache.
"Spielt Demai auf der 10?"
Nachdem Anel so gut wie nichts nach vorne tat, fiel mir Aimen positiv auf. Ab und an blitzten gute Ideen auf, die aber geflissentlich vom Rest ignoriert wurden.
"Wieso geht Sam so früh?"
Gut, schlechte Zuspiele, verlorene Dribblings und wenn er half, einen Ball zu erobern dann half er ebenso ihn genaus so schnell wieder zu verlieren.
"Das Kopfballungeheuer Sam passte halt nicht zum heutigen System" erklärt das böse Wormel.
Ist schon richtig, gerade in der ersten Hälfte nutzten sie die ganze Höhe des Platzes. Da hingen doch etliche Bälle zu hoch für Sammy. Da ist der längere Hesse mit Sicherheit als Verstärkung gedacht gewesen. Aber soviel wirkunsloser als der Rest war Sammy jetzt auch nicht.
"Wieso muß der stärkere der beiden ZM raus?"
"Hätte er in der 90. den Freistoß verwandelt, hätte der Trainer wieder alles richtig gemacht!" erklärt mir das böse Wormel.
Der Freistoß! Klar weis auch das gute Wormel, daß Anel so was kann - aber der Freistoß.... hätte er mal Bello schießen lassen! Oder Martin Wagner - nur blöd, daß der nicht mehr spielt..... Wormel schreit innerlich gequält auf.
"Wo waren die fehlenden 20% ?"
Dies ist die Kernfrage! Weder das gute noch das böse Wormel haben darauf eine Antwort.
Den Gegner unterschätzt? Nicht wirklich, oder? Am Anfang super Pressing, aber irgendwie war immer ein Oberhausener da, um schlimmerses zu verhindern.
Nach hinten haben sie uns mit unseren eigenen Waffen geschlagen. Überzahl schaffen, einer für den andern laufen und die Dinger weghauen.Hoch und weit nach vorne - Glücksspiel halt! Und anstatt einen sauberen Aufbau über Demai und Dzaka auf die Außen und die Spitzen zu spielen: Genau das Gleiche! Hoch und weit nach vorne. Der arme Lakic hat deswegen einiges abbekommen. Statt kultiviertem Spiel eines Spitzereiters - auch Glücksspiel.
Also - Wo waren die fehlenden 20%?
Nun, es ist das Vorrecht des Kolumnisten, die Frage an Milan weiter zu geben. Er war näher am Spiel und der Mannschaft.
Vielleicht weis er es schon. Vielleicht findet er es in den nächsten beiden Tagen heraus.
Denn mit 80% werden wir Osnabrück nicht schlagen! Da wird ein gewisser Herr Wollitz schon dafür sorgen und seine Jungs heiß machen.
In Oberhausen verloren - na und? Kein Beinbruch. Unnötig wie ...... zwar, aber kann vorkommen. Zum Glück hat die Mannschaft am Mittwoch die Chance, die Häme, die sich über uns großmäulige Fans ergiessen wird auf 2 Tage zu verkürzen.
Und morgen in einer Woche gibts die Chance auf ein Fußballfest. 60 spielt Fußball, kein Glücksspiel.
Trotzdem hat Wormel Bauchweh. Denn selbst wenn wir aus den beiden Heimspielen 6 Punkte holen, hab ich Befüchtungen, daß wir unser nächstes Auswärtsspiel erst wieder in Duisburg gewinnen.
Außer natürlich wir binden ab sofort vierblättrige Kleeblätter um den Strohhalm! In Koblenz, Obehausen und dann in Wehen verlieren ist ne Serie, die KEINER hier braucht!
"Und Hassa muß sie suchen" schlägt das böse Wormel vor. Nun, dies sollen die Kollegen im Gebabbel entscheiden. Das gute Wormel ist momentan einfach mal geknickt wie ein vergessener Strohhalm.
Was ihm aber Mut und Zuversicht an einem Tag wie heute gibt ist: Hoffenheim.
Letztes Jahr durchwachsen gestartet, dann reingefunden aber immer mal wieder solche Gurkenspiele abgeliefert wie wir heute - ganz junge Truppe wie die unsere. Und heute?
Tabellenführer nach einem überzeugenden Sieg gegen den HSV.
Daß Mainz nicht gewonnen hat ist nur ein schwacher Trost an diesem Fußballwochenende.... :(
Nur daß Bayern nicht auf ein CL Platz steht..... und daß wir am Mittwoch eine andere Einstellung unserer Mannschaft sehen werden.
Wormel ist immer noch ratlos. Die erste Frage, auf die er keine Antwort findet:
"Wie kann so ein Spiel verloren gehen?"
Das böse Wormel gibt die Antwort: "Weil der Gegner ein Tor mehr geschossen hat als wir!"
'Klugscheißer!' denkt sich Wormel, kann aber sachlich gegen die Logik nichts einwenden.
Wieviele Torchancen hatte der Gegner eigentlich.
"Gefühlte 3,5" antwortet das böse Wormel.
Ich rechne nach. Da war ein Kopfball in Hälfte eins und das Tor - das eigentlich mehr eine Aneinanderreihung von Zufällen war denn herausgespielte Chance.
Zweite Halbzeit - Das Tor, gut der Pass an Dick vorbei auf linksaußen sah schon gewollt aus, und dann wieder abgefälscht und der Ball kommt irgendwie zu Terannova.
Dann noch ein Pressschlag, sicher gehalten von Tobi. 3,5 - wie immer. Macht eine gnadenlose Effizienz von fast 60% bei Oberhausen!
Fürth hatte 3 Kleeblätter und 3 Chancen - Oberhausen 4 Kleeblätter und aufgerundete 4 Chancen.
Ist wohl doch was dran, das vierblättrige Kleeblätter Glück bringen.
"Der Hassa ist schuld! Der hat den Strohhalm nicht erwähnt!" erklärt das böse Wormel süffisant.
"Das ist doch Quatsch! Gegen eine Mannschaft wie Oberhausen musst du spielerisch überzeugen! Das hat mit Glück nichts zu tun!"
"Ach nee??? Die Mannschaft hatte diese Saison schon ein paar mal Glück! Erzwungenes Glück und Glück des Tüchtigen. Aber Glück war immer dabei!"
Ich denke nach - 3:3 in Mainz. Nie Aufgegeben und das Glück erzwungen. 2:1 gegen den FSV - das Glück des Tüchtigen. Und in den anderen Spielen - immer zum rechten Zeitpunkt die Antwort gefunden. Das verdiente Glück erzwungen.
Auch heute - das 1:0 ! Da kann man viel erzählen, aber nicht, daß dies genau so gewollt war! Glück!
Nur was passierte danach? NICHTS!
Alibi Fußball. Was vorher ein Spiel war: Wer zerstört besser das gegenerische Spiel und wie kann ich auch ohne Mittelfeld kicken - wurde zu einem reinen Glücksspiel.
Wenn man sich das Glück nicht verdient kann Fortuna eine sehr launische Göttin sein.
Und ganz ehrlich: Die Mannschaft hat sich heute den Segen der Glücksgöttin nicht verdient!
Das war zu wenig! Von Allen!
Auch wenn wir gefühlte 66% Ballbesitz hatten, auch bei 2:8: Ecken und 5 : Zweistellig Torschüsse.
Echte Chancen?
Lakic 2 , Hesse 1 und das Zufallstor. Also auch gefühlte 3,5 und ein paar Alibidinger. Immerhin: Ein Tor erzielt, wobei wir mit 25% Ausbeute im normalen Schnitt liegen.
War halt Sch...., daß der Gegener in dieser alles entscheidenden Statistik mehr als DOPPELT so gut war.
Premiere Experte Christain Beeck bringts auf dem Punkt: "Lautern ist noch nicht soweit, daß sie irgendwo hinfahren und mit 80% überall gewinnen können"
Sasic mault den Reporter im Interview an: "Wer hat ihnen gesagt, daß wir jedes Auswärtsspiel gewinnen müssen!"
Milan wirkte angefressen. Vielleicht stellt er sich die selben Fragen wie Wormel.
Allen voran:
"Wo war Dzaka?"
Daß er mitspielte fiel Wormel erst auf als er mit seiner '1. gelbe in der Saison' eingeblendet wurde. "Hah!" schreit das böse Wormel auf.
Ich ignoriere es und erfreue mich für 5 Sekunden an der Ironie dieser Tatsache.
"Spielt Demai auf der 10?"
Nachdem Anel so gut wie nichts nach vorne tat, fiel mir Aimen positiv auf. Ab und an blitzten gute Ideen auf, die aber geflissentlich vom Rest ignoriert wurden.
"Wieso geht Sam so früh?"
Gut, schlechte Zuspiele, verlorene Dribblings und wenn er half, einen Ball zu erobern dann half er ebenso ihn genaus so schnell wieder zu verlieren.
"Das Kopfballungeheuer Sam passte halt nicht zum heutigen System" erklärt das böse Wormel.
Ist schon richtig, gerade in der ersten Hälfte nutzten sie die ganze Höhe des Platzes. Da hingen doch etliche Bälle zu hoch für Sammy. Da ist der längere Hesse mit Sicherheit als Verstärkung gedacht gewesen. Aber soviel wirkunsloser als der Rest war Sammy jetzt auch nicht.
"Wieso muß der stärkere der beiden ZM raus?"
"Hätte er in der 90. den Freistoß verwandelt, hätte der Trainer wieder alles richtig gemacht!" erklärt mir das böse Wormel.
Der Freistoß! Klar weis auch das gute Wormel, daß Anel so was kann - aber der Freistoß.... hätte er mal Bello schießen lassen! Oder Martin Wagner - nur blöd, daß der nicht mehr spielt..... Wormel schreit innerlich gequält auf.
"Wo waren die fehlenden 20% ?"
Dies ist die Kernfrage! Weder das gute noch das böse Wormel haben darauf eine Antwort.
Den Gegner unterschätzt? Nicht wirklich, oder? Am Anfang super Pressing, aber irgendwie war immer ein Oberhausener da, um schlimmerses zu verhindern.
Nach hinten haben sie uns mit unseren eigenen Waffen geschlagen. Überzahl schaffen, einer für den andern laufen und die Dinger weghauen.Hoch und weit nach vorne - Glücksspiel halt! Und anstatt einen sauberen Aufbau über Demai und Dzaka auf die Außen und die Spitzen zu spielen: Genau das Gleiche! Hoch und weit nach vorne. Der arme Lakic hat deswegen einiges abbekommen. Statt kultiviertem Spiel eines Spitzereiters - auch Glücksspiel.
Also - Wo waren die fehlenden 20%?
Nun, es ist das Vorrecht des Kolumnisten, die Frage an Milan weiter zu geben. Er war näher am Spiel und der Mannschaft.
Vielleicht weis er es schon. Vielleicht findet er es in den nächsten beiden Tagen heraus.
Denn mit 80% werden wir Osnabrück nicht schlagen! Da wird ein gewisser Herr Wollitz schon dafür sorgen und seine Jungs heiß machen.
In Oberhausen verloren - na und? Kein Beinbruch. Unnötig wie ...... zwar, aber kann vorkommen. Zum Glück hat die Mannschaft am Mittwoch die Chance, die Häme, die sich über uns großmäulige Fans ergiessen wird auf 2 Tage zu verkürzen.
Und morgen in einer Woche gibts die Chance auf ein Fußballfest. 60 spielt Fußball, kein Glücksspiel.
Trotzdem hat Wormel Bauchweh. Denn selbst wenn wir aus den beiden Heimspielen 6 Punkte holen, hab ich Befüchtungen, daß wir unser nächstes Auswärtsspiel erst wieder in Duisburg gewinnen.
Außer natürlich wir binden ab sofort vierblättrige Kleeblätter um den Strohhalm! In Koblenz, Obehausen und dann in Wehen verlieren ist ne Serie, die KEINER hier braucht!
"Und Hassa muß sie suchen" schlägt das böse Wormel vor. Nun, dies sollen die Kollegen im Gebabbel entscheiden. Das gute Wormel ist momentan einfach mal geknickt wie ein vergessener Strohhalm.
Was ihm aber Mut und Zuversicht an einem Tag wie heute gibt ist: Hoffenheim.
Letztes Jahr durchwachsen gestartet, dann reingefunden aber immer mal wieder solche Gurkenspiele abgeliefert wie wir heute - ganz junge Truppe wie die unsere. Und heute?
Tabellenführer nach einem überzeugenden Sieg gegen den HSV.
Daß Mainz nicht gewonnen hat ist nur ein schwacher Trost an diesem Fußballwochenende.... :(
Nur daß Bayern nicht auf ein CL Platz steht..... und daß wir am Mittwoch eine andere Einstellung unserer Mannschaft sehen werden.
27.10.2008 - 12:35 Uhr
DIE RITUALISIERTE SPIELTAGSKOLUMNE VON BERTI & BAHLI Ausgabe 10
LICHT aus - SPOT an ... heute im Fokus: Nee, ist das der Pele!? – TEIL 1
Es kommt vom Cricket. Alles kommt vom Cricket. Cricket? Ja. Das ist der merkwürdige Sport mit den drei Hölzchen die man Wicket nennt, der nicht nur England und das UK, sondern beinahe das gesamte Commonwealth fasziniert. Wer hätte gedacht, dass das etwas mit dem FCK zu tun hat. Hat es aber. Von diesem hierzulande eher als exotisch zu bezeichnenden Sport haben die englischen Fußballvereine ihre Angewohnheit übernommen, Fußballspiele auch innerhalb der Woche auszutragen. Und das wiederum haben die deutschen Fußballfreunde in ihren Sprachgebrauch als „Englische Woche“ übernommen. Dieser Begriff kennzeichnet gewöhnlich die Tatsache, dass ein Fußballverein innerhalb einer Woche gleich dreimal ran muss. Und genau das trifft in dieser Woche auf den FCK zu.
Ein weit weniger bekannter Fußballfachbegriff ist der „Schlaue Sonntag“. Kunststück, er stammt aus meinem eigenen Wortschatz. So einen schlauen Sonntag haben sich die Fußballprofis des FCK in Oberhausen machen wollen. Das heißt, sie haben versucht mit relativ wenig Aufwand in Oberhausen in Führung zu gehen und den Vorsprung dann mit noch weniger Aufwand zu verwalten. Eine Weile sah das so aus, als könne das gut gehen. Ist es aber nicht. Nach gerade mal fünfundzwanzig Minuten bereits die Kräfte für das nächste Spiel sparen, funktioniert eben auch im Tabellenkeller nicht. Wenn unsere Spieler diese Lektion gelernt haben, dann war dieser Auftritt immerhin nicht ganz vergebens.
Wir sind zum jetzigen Zeitpunkt in einer Phase in der sich die Richtung unserer Saison bestimmt. Das gilt auch nach der Niederlage von Oberhausen. Oder vielleicht sogar um so mehr. Es ist die Zeit in der Milan Sasic und seine Mannschaft zeigen müssen, dass sie Rückschläge verarbeiten können und vor allem, dass sie lernfähig sind. Glücklicherweise kommt am Mittwoch ausgerechnet Osnabrück in die Pfalz. An der notwendigen Polarität die es vereinfacht nicht zu lange in der Rückschau zu verweilen, wird es da also nicht fehlen. Immerhin bringen die einen Trainer mit, dem fast jeder in der FCK Familie eine Niederlage gönnen würde. Doch Vorsicht, auch die können Fußball spielen. Also Freunde, zeigt was geht!
Auch für Kolumnisten sind englische Wochen nicht gerade angenehm, weil sie nur wenig Zeit haben darüber nachzudenken, was sie eigentlich zum Thema machen wollen. Besondere Schwierigkeiten bereitet da der „Gruß der Woche“. Denn eigentlich ist der ja bereits in der letzten Ausgabe für diesen Zeitraum vergeben worden. Es bleibt also nur ein ganz kleiner Gruß übrig. Dieser „Gruß der Woche light“ geht, stellvertretend für uns alle, an Hassabamba. Er wird wissen warum und mag es mir verzeihen. Schauen wir also wieder nach vorn.
„Pele“ Wollitz ist, im besten Sinne des Wortes ein polarisierender Sportskamerad, an dessen Äußerungen sich die Geister scheiden. Manche weniger fein gesponnene Gemüter bezeichnen ihn auch unverblümt als Großmaul. Wie man auch immer dazu stehen mag, ich bin froh, dass wir am Mittwoch den Herrn Wollitz zu Gast haben und nicht den SV Wehen zum Beispiel. Gerade seine aggressive und selbstverliebte Art, seine Auseinandersetzung mit dem FCK am Ende der letzten Saison, um nicht zu sagen seine Angriffe auf uns, machen es doch erheblich leichter, nach der ganz und gar unnötigen, aber mit Arroganz und fehlender Einsatzbereitschaft erbettelten Niederlage, den Schalter umzulegen. Den schlauen Mittwoch werden wir so hoffentlich vermeiden können.
So lieber Bahli. Jetzt brauchen wir deine Künste. Richte uns wieder auf und schicke eine Formation aufs Feld, die brennt. Na gut. Du schickst sie nicht wirklich aufs Feld. Das tut immer noch Milan Sasic. Aber was meinst du Bahli? Wie sieht das technisch aus und welche Formation wird Sasic tatsächlich spielen lassen - und um dem Nachspielkater vorzugreifen, wen hätte er deiner Meinung nach besser spielen lassen sollen?
Gruß Berti
AUF GEHT'S COOLER BAHLI!
LICHT aus - SPOT an ... heute im Fokus: Nee, ist das der Pele!? – TEIL 1
Es kommt vom Cricket. Alles kommt vom Cricket. Cricket? Ja. Das ist der merkwürdige Sport mit den drei Hölzchen die man Wicket nennt, der nicht nur England und das UK, sondern beinahe das gesamte Commonwealth fasziniert. Wer hätte gedacht, dass das etwas mit dem FCK zu tun hat. Hat es aber. Von diesem hierzulande eher als exotisch zu bezeichnenden Sport haben die englischen Fußballvereine ihre Angewohnheit übernommen, Fußballspiele auch innerhalb der Woche auszutragen. Und das wiederum haben die deutschen Fußballfreunde in ihren Sprachgebrauch als „Englische Woche“ übernommen. Dieser Begriff kennzeichnet gewöhnlich die Tatsache, dass ein Fußballverein innerhalb einer Woche gleich dreimal ran muss. Und genau das trifft in dieser Woche auf den FCK zu.
Ein weit weniger bekannter Fußballfachbegriff ist der „Schlaue Sonntag“. Kunststück, er stammt aus meinem eigenen Wortschatz. So einen schlauen Sonntag haben sich die Fußballprofis des FCK in Oberhausen machen wollen. Das heißt, sie haben versucht mit relativ wenig Aufwand in Oberhausen in Führung zu gehen und den Vorsprung dann mit noch weniger Aufwand zu verwalten. Eine Weile sah das so aus, als könne das gut gehen. Ist es aber nicht. Nach gerade mal fünfundzwanzig Minuten bereits die Kräfte für das nächste Spiel sparen, funktioniert eben auch im Tabellenkeller nicht. Wenn unsere Spieler diese Lektion gelernt haben, dann war dieser Auftritt immerhin nicht ganz vergebens.
Wir sind zum jetzigen Zeitpunkt in einer Phase in der sich die Richtung unserer Saison bestimmt. Das gilt auch nach der Niederlage von Oberhausen. Oder vielleicht sogar um so mehr. Es ist die Zeit in der Milan Sasic und seine Mannschaft zeigen müssen, dass sie Rückschläge verarbeiten können und vor allem, dass sie lernfähig sind. Glücklicherweise kommt am Mittwoch ausgerechnet Osnabrück in die Pfalz. An der notwendigen Polarität die es vereinfacht nicht zu lange in der Rückschau zu verweilen, wird es da also nicht fehlen. Immerhin bringen die einen Trainer mit, dem fast jeder in der FCK Familie eine Niederlage gönnen würde. Doch Vorsicht, auch die können Fußball spielen. Also Freunde, zeigt was geht!
Auch für Kolumnisten sind englische Wochen nicht gerade angenehm, weil sie nur wenig Zeit haben darüber nachzudenken, was sie eigentlich zum Thema machen wollen. Besondere Schwierigkeiten bereitet da der „Gruß der Woche“. Denn eigentlich ist der ja bereits in der letzten Ausgabe für diesen Zeitraum vergeben worden. Es bleibt also nur ein ganz kleiner Gruß übrig. Dieser „Gruß der Woche light“ geht, stellvertretend für uns alle, an Hassabamba. Er wird wissen warum und mag es mir verzeihen. Schauen wir also wieder nach vorn.
„Pele“ Wollitz ist, im besten Sinne des Wortes ein polarisierender Sportskamerad, an dessen Äußerungen sich die Geister scheiden. Manche weniger fein gesponnene Gemüter bezeichnen ihn auch unverblümt als Großmaul. Wie man auch immer dazu stehen mag, ich bin froh, dass wir am Mittwoch den Herrn Wollitz zu Gast haben und nicht den SV Wehen zum Beispiel. Gerade seine aggressive und selbstverliebte Art, seine Auseinandersetzung mit dem FCK am Ende der letzten Saison, um nicht zu sagen seine Angriffe auf uns, machen es doch erheblich leichter, nach der ganz und gar unnötigen, aber mit Arroganz und fehlender Einsatzbereitschaft erbettelten Niederlage, den Schalter umzulegen. Den schlauen Mittwoch werden wir so hoffentlich vermeiden können.
So lieber Bahli. Jetzt brauchen wir deine Künste. Richte uns wieder auf und schicke eine Formation aufs Feld, die brennt. Na gut. Du schickst sie nicht wirklich aufs Feld. Das tut immer noch Milan Sasic. Aber was meinst du Bahli? Wie sieht das technisch aus und welche Formation wird Sasic tatsächlich spielen lassen - und um dem Nachspielkater vorzugreifen, wen hätte er deiner Meinung nach besser spielen lassen sollen?
Gruß Berti
AUF GEHT'S COOLER BAHLI!
28.10.2008 - 21:51 Uhr
DIE RITUALISIERTE SPIELTAGSKOLUMNE VON BERTI & BAHLI Ausgabe 10
LICHT aus - SPOT an ... heute im Fokus: Nee, ist das der Pele!? – TEIL 2
So Berti, jetzt sind wir wirklich so weit, dass wir der langweiligsten Sportart auf Gottes weitem Erdboden huldigen müssen. Cricket rangiert in der Rangliste der langweiligen Sportarten sogar noch hinter Synchronschwimmen und Dressurreiten. Bei letzteren kann man sich wenigstens noch über die Wäscheklammern auf den Nasen der Wasserballerinas bzw. den dicken Hinterteilen von Pferd und Reiterin lustig machen. Nicht, dass jetzt die Damen unseres Forums kommen und mir berechtigterweise vorwerfen, ich sei ein typischer Fall von Kostverächter, was zwei tolle Sportarten angeht. Außerdem benehme ich mich gerade äußerst chauvinistisch. Ja, meine Damen, das bin ich (leider). Und ich benehme mich auch (leider) ein wenig daneben. Ich konnte Sportarten noch nie etwas abgewinnen, bei denen kein Ball durch die Gegend fetzt. Moment. Beim Cricket fliegt auch ein Ball. Stimmt (leider). Immerhin weiß ich seit heute, dass wir die englischen Wochen der unglaublich spannenden Sportart Cricket verdanken, die auf der Beliebtheitsskala der spannendsten Sportarten noch hinter ... **bratz** ... **schepper** ... **rrrummms** ... (der Autor dieser Zeilen muss sich leider der weiblichen Vernunft beugen) ...
Was ich aber sagen wollte. Cricket ist also daran schuld, dass wir Kolumnisten in dieser englischen Woche gezwungen sind, so zu tun, als wäre die Pleite von Oberhausen schon wieder eine Woche her. Ist sie nicht. In meiner Erinnerung ist sie noch fürchterlich präsent. Und deshalb tue ich an dieser Stelle so, als hätte ich aus dem Oberhausen-Debakel doch einiges an positiven Dingen mitgenommen. Ich bin mir sicher, dass unsere Jungs wissen, dass sie am vergangenen Sonntag eine große Chance verpasst haben. Nicht nur eine große Chance verpasst, sie haben sich beim Verpassen dieser großen Chance auch noch gehörig blamiert. Ich kann mich nicht mehr an das tatsächliche Schussverhältnis erinnern, habe aber etwas wie 4:13 in meinem schmerzenden Kurzzeitgedächtnis. Ins Langzeitgedächtnis hat es dieses Spiel (zum Glück) nicht geschafft. Ich würde mich aber sehr darüber freuen, wenn das morgige Spiel einen Ehrenplatz in meinem Langzeitgedächtnis einnehmen dürfte.
Ja, morgen gehts rund. Da kommt der VfL Osnabrück auf den Betzenberg ins Fritz-Walter-Stadion. Der VfL Osnabrück mit einem Exlauterer an der Seitenlinie - Claus-Dieter Wollitz, Spitzname: Pele. Ich frage mich aber schon seit seiner damaligen Zeit beim FCK, woher er diese exklusive Auszeichnung hat. Kann bzw. darf man einen Spieler Pele nennen, der Eckbälle und Freistöße mit einem Anlaufwinkel von exakt 90° ausführt? „Ausführt“ ist richtiggehend übertrieben. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Abstiegssaison 1995/96. Da flogen diese Dinger überall hin. Nur nicht dahin, wo ein Abnehmer unglücklicherweise ihrer harrte. Jetzt ist er also Trainer. Und man muss zugeben, er hat den VfL wieder gut in die Spur gebracht. Und dies obwohl er die Ausführung von Eckbällen und Freistößen – allen Unkenrufen zum Trotz – seinen Spielern überlassen muss.
Diese „Probleme“ hat der Trainer des FCK sicherlich nicht. Ich habe – ehrlich gesagt – noch nie eine Ballberührung von Milan Sasic begutachten dürfen. Selbst an der Seitenlinie hat er mit Gerry „Tarzan“ Ehrmann einen „Spielbeschleuniger“, der den Ball bei ablaufender Spielzeit gerne auch mal aus einer „Problemzone“ holen geht, um ihn einem FCK-Spieler zuzuwerfen. Nein, der Milan macht sich aus dem eigentlichen Spielgerät nicht viel. Er hat wesentlich wichtigere Aufgaben. Er entwirft Taktik und Aufstellung. Und da ist er – sind wir doch mal ehrlich – viel besser aufgehoben. Aber auf was für eine Taktik und Aufstellung dürfen wir uns morgen freuen? Wird er seinen Jungs gestern so richtig Feuer unter dem Allerwertesten gemacht haben? Wird er genau die Elf auflaufen lassen, die am Sonntag in Oberhausen so ziemlich alles falsch gemacht hat? Ich bin mir nicht sicher. Zumindest in Bezug auf die Aufstellung. Er wird seinen Spielern sicherlich die Rückfahrt Oberhausen-Kaiserslautern mit dem Spiel in voller Länge schmackhaft gemacht haben. Aber wen wird er spielen lassen? Ich versetze mich einfach einmal in den guten Milan. Im Tor wird er einen Teufel tun, einen anderen als Tobias Sippel aufzustellen. Nein, im Tor kann und darf es nur einen geben:
TOBIAS SIPPEL
Die Abwehr. Vergangenen Sonntag zweimal ein löchriger Käse. Auch, wenn ich kein Freund des Duos Amedick/Ouattara bin, würde ich doch die beiden in der Zentrale ranlassen. Gegen die Reichenbergers müssen zwei unüberwindbare Hindernisse auflaufen – Funkturm und Schrankwand. Auf den Außenbahnen sollten rechts Sascha Kotysch und links Alexander Bugera von Beginn an ran.
SASCHA KOTYSCH – MARTIN AMEDICK – MOUSSA OUATTARA – ALEXANDER BUGERA
Das Mittelfeld. In Oberhausen kaum vorhanden, weil standing “überlobbt”. Die Kreativabteilung um Aimen Demai und Anel Dzaka muss morgen beweisen, dass der Sonntag ein Ausrutscher war, der mal passieren kann. Sowohl Demai als auch Dzaka müssen gegen den VfL wieder ihrer Kernkompetenz nachgehen: Den Ball klug auf die Außenpositionen und in den Sturm verteilen. Rechts im Mittelfeld erhält Florian Dick den Vorzug vor Sidney Sam. Der arme Sidney weiß sicherlich am besten, dass das ausgemachter Murks war, den er da am Sonntag gespielt hat. Er wird aber sicherlich als Joker zeigen, dass er doch mehr drauf hat. Links ist – zumindest für mich – zur Zeit Axel Bellinghausen gesetzt.
FLORIAN DICK – AIMEN DEMAI – ANEL DZAKA – AXEL BELLINGHAUSEN
Der Sturm. Stürmische Zeiten auf dem Betzenberg. Die Stürmertore gedeihen prächtig. Jeden Spieltag kommen neue dazu. Aber wer soll sie morgen gedeihen lassen? Erik die Gurk. Mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit nicht. Der Trifft ja nicht einmal eine Hauswand, selbst, wenn er direkt davor steht. Miro Klose? Für den kommt ein Einsatz sicherlich noch viel zu früh. Aber wir haben ja diesen jungen slowakischen Wunderstürmer, dessen Name mir gerade entfallen ist. Außerdem hat Srdjan Lakic in den letzten Spielen gezeigt, dass er es versteht, genau da zu stehen, wo ein Stürmer zu stehen hat. Gerade im letzten Heimspiel gegen Rot-Weiß Ahlen hat man in der zweiten Halbzeit gesehen, dass die beiden sehr gut harmonieren. Sowohl in der Torschützenliste als auch in der Scorerwertung stehe beide sehr gut da. Aber wie alles im Fußaball, lässt sich auch dies noch erfolgreich ausbauen. Am besten gleich morgen.
ERIK JENDRISEK – SRDJAN LAKIC
Zum Abschluss muss ich noch einmal auf meinen „Freund“ Pele Wollitz zurückkommen. Ich erinnere mich ungerne an das 0:2 letzte Saison in Osnabrück. Man dachte damals, das war es. War es zum Glück nicht. Aber ich erinnere mich an ein anderes kleines Detail. Bei der Liveübertragung fragte mich meine Frau, warum denn der Hausmeister so einen außerordentlichen Wirbel da an der Seitenlinie machen würde. Der Hausmeister?!?!? Ich musste mir besagten Hausmeister natürlich einmal genauer anschauen. Und durfte trotz des miesen Spiels einmal herzlich lachen. Der von meiner Frau freundlicherweise als Hausmeister titulierte hektisch fuchtelnde Mann war kein anderer als mein „Freund“ Pele Wollitz. Merke: Ein Trainer in eng anliegenden Jeans und – wenn ich mich richtig erinnere – Jeansjacke wird gerne von der Damenwelt mit einem Hausmeister verwechselt. Ja die Damenwelt, die mir sicherlich gerne wegen meines Vergleichs zum Einstieg ein paar Worte mit auf den Weg geben würden. Die Worte nehme ich gerne in Kauf. Solange sie in mir nur einen sportlichen Kostverächter sehen und nicht den hektisch und gemein fuchtelnden HAUSMEISTER ...
Cheers
Bahli
LICHT aus - SPOT an ... heute im Fokus: Nee, ist das der Pele!? – TEIL 2
So Berti, jetzt sind wir wirklich so weit, dass wir der langweiligsten Sportart auf Gottes weitem Erdboden huldigen müssen. Cricket rangiert in der Rangliste der langweiligen Sportarten sogar noch hinter Synchronschwimmen und Dressurreiten. Bei letzteren kann man sich wenigstens noch über die Wäscheklammern auf den Nasen der Wasserballerinas bzw. den dicken Hinterteilen von Pferd und Reiterin lustig machen. Nicht, dass jetzt die Damen unseres Forums kommen und mir berechtigterweise vorwerfen, ich sei ein typischer Fall von Kostverächter, was zwei tolle Sportarten angeht. Außerdem benehme ich mich gerade äußerst chauvinistisch. Ja, meine Damen, das bin ich (leider). Und ich benehme mich auch (leider) ein wenig daneben. Ich konnte Sportarten noch nie etwas abgewinnen, bei denen kein Ball durch die Gegend fetzt. Moment. Beim Cricket fliegt auch ein Ball. Stimmt (leider). Immerhin weiß ich seit heute, dass wir die englischen Wochen der unglaublich spannenden Sportart Cricket verdanken, die auf der Beliebtheitsskala der spannendsten Sportarten noch hinter ... **bratz** ... **schepper** ... **rrrummms** ... (der Autor dieser Zeilen muss sich leider der weiblichen Vernunft beugen) ...
Was ich aber sagen wollte. Cricket ist also daran schuld, dass wir Kolumnisten in dieser englischen Woche gezwungen sind, so zu tun, als wäre die Pleite von Oberhausen schon wieder eine Woche her. Ist sie nicht. In meiner Erinnerung ist sie noch fürchterlich präsent. Und deshalb tue ich an dieser Stelle so, als hätte ich aus dem Oberhausen-Debakel doch einiges an positiven Dingen mitgenommen. Ich bin mir sicher, dass unsere Jungs wissen, dass sie am vergangenen Sonntag eine große Chance verpasst haben. Nicht nur eine große Chance verpasst, sie haben sich beim Verpassen dieser großen Chance auch noch gehörig blamiert. Ich kann mich nicht mehr an das tatsächliche Schussverhältnis erinnern, habe aber etwas wie 4:13 in meinem schmerzenden Kurzzeitgedächtnis. Ins Langzeitgedächtnis hat es dieses Spiel (zum Glück) nicht geschafft. Ich würde mich aber sehr darüber freuen, wenn das morgige Spiel einen Ehrenplatz in meinem Langzeitgedächtnis einnehmen dürfte.
Ja, morgen gehts rund. Da kommt der VfL Osnabrück auf den Betzenberg ins Fritz-Walter-Stadion. Der VfL Osnabrück mit einem Exlauterer an der Seitenlinie - Claus-Dieter Wollitz, Spitzname: Pele. Ich frage mich aber schon seit seiner damaligen Zeit beim FCK, woher er diese exklusive Auszeichnung hat. Kann bzw. darf man einen Spieler Pele nennen, der Eckbälle und Freistöße mit einem Anlaufwinkel von exakt 90° ausführt? „Ausführt“ ist richtiggehend übertrieben. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Abstiegssaison 1995/96. Da flogen diese Dinger überall hin. Nur nicht dahin, wo ein Abnehmer unglücklicherweise ihrer harrte. Jetzt ist er also Trainer. Und man muss zugeben, er hat den VfL wieder gut in die Spur gebracht. Und dies obwohl er die Ausführung von Eckbällen und Freistößen – allen Unkenrufen zum Trotz – seinen Spielern überlassen muss.
Diese „Probleme“ hat der Trainer des FCK sicherlich nicht. Ich habe – ehrlich gesagt – noch nie eine Ballberührung von Milan Sasic begutachten dürfen. Selbst an der Seitenlinie hat er mit Gerry „Tarzan“ Ehrmann einen „Spielbeschleuniger“, der den Ball bei ablaufender Spielzeit gerne auch mal aus einer „Problemzone“ holen geht, um ihn einem FCK-Spieler zuzuwerfen. Nein, der Milan macht sich aus dem eigentlichen Spielgerät nicht viel. Er hat wesentlich wichtigere Aufgaben. Er entwirft Taktik und Aufstellung. Und da ist er – sind wir doch mal ehrlich – viel besser aufgehoben. Aber auf was für eine Taktik und Aufstellung dürfen wir uns morgen freuen? Wird er seinen Jungs gestern so richtig Feuer unter dem Allerwertesten gemacht haben? Wird er genau die Elf auflaufen lassen, die am Sonntag in Oberhausen so ziemlich alles falsch gemacht hat? Ich bin mir nicht sicher. Zumindest in Bezug auf die Aufstellung. Er wird seinen Spielern sicherlich die Rückfahrt Oberhausen-Kaiserslautern mit dem Spiel in voller Länge schmackhaft gemacht haben. Aber wen wird er spielen lassen? Ich versetze mich einfach einmal in den guten Milan. Im Tor wird er einen Teufel tun, einen anderen als Tobias Sippel aufzustellen. Nein, im Tor kann und darf es nur einen geben:
TOBIAS SIPPEL
Die Abwehr. Vergangenen Sonntag zweimal ein löchriger Käse. Auch, wenn ich kein Freund des Duos Amedick/Ouattara bin, würde ich doch die beiden in der Zentrale ranlassen. Gegen die Reichenbergers müssen zwei unüberwindbare Hindernisse auflaufen – Funkturm und Schrankwand. Auf den Außenbahnen sollten rechts Sascha Kotysch und links Alexander Bugera von Beginn an ran.
SASCHA KOTYSCH – MARTIN AMEDICK – MOUSSA OUATTARA – ALEXANDER BUGERA
Das Mittelfeld. In Oberhausen kaum vorhanden, weil standing “überlobbt”. Die Kreativabteilung um Aimen Demai und Anel Dzaka muss morgen beweisen, dass der Sonntag ein Ausrutscher war, der mal passieren kann. Sowohl Demai als auch Dzaka müssen gegen den VfL wieder ihrer Kernkompetenz nachgehen: Den Ball klug auf die Außenpositionen und in den Sturm verteilen. Rechts im Mittelfeld erhält Florian Dick den Vorzug vor Sidney Sam. Der arme Sidney weiß sicherlich am besten, dass das ausgemachter Murks war, den er da am Sonntag gespielt hat. Er wird aber sicherlich als Joker zeigen, dass er doch mehr drauf hat. Links ist – zumindest für mich – zur Zeit Axel Bellinghausen gesetzt.
FLORIAN DICK – AIMEN DEMAI – ANEL DZAKA – AXEL BELLINGHAUSEN
Der Sturm. Stürmische Zeiten auf dem Betzenberg. Die Stürmertore gedeihen prächtig. Jeden Spieltag kommen neue dazu. Aber wer soll sie morgen gedeihen lassen? Erik die Gurk. Mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit nicht. Der Trifft ja nicht einmal eine Hauswand, selbst, wenn er direkt davor steht. Miro Klose? Für den kommt ein Einsatz sicherlich noch viel zu früh. Aber wir haben ja diesen jungen slowakischen Wunderstürmer, dessen Name mir gerade entfallen ist. Außerdem hat Srdjan Lakic in den letzten Spielen gezeigt, dass er es versteht, genau da zu stehen, wo ein Stürmer zu stehen hat. Gerade im letzten Heimspiel gegen Rot-Weiß Ahlen hat man in der zweiten Halbzeit gesehen, dass die beiden sehr gut harmonieren. Sowohl in der Torschützenliste als auch in der Scorerwertung stehe beide sehr gut da. Aber wie alles im Fußaball, lässt sich auch dies noch erfolgreich ausbauen. Am besten gleich morgen.
ERIK JENDRISEK – SRDJAN LAKIC
Zum Abschluss muss ich noch einmal auf meinen „Freund“ Pele Wollitz zurückkommen. Ich erinnere mich ungerne an das 0:2 letzte Saison in Osnabrück. Man dachte damals, das war es. War es zum Glück nicht. Aber ich erinnere mich an ein anderes kleines Detail. Bei der Liveübertragung fragte mich meine Frau, warum denn der Hausmeister so einen außerordentlichen Wirbel da an der Seitenlinie machen würde. Der Hausmeister?!?!? Ich musste mir besagten Hausmeister natürlich einmal genauer anschauen. Und durfte trotz des miesen Spiels einmal herzlich lachen. Der von meiner Frau freundlicherweise als Hausmeister titulierte hektisch fuchtelnde Mann war kein anderer als mein „Freund“ Pele Wollitz. Merke: Ein Trainer in eng anliegenden Jeans und – wenn ich mich richtig erinnere – Jeansjacke wird gerne von der Damenwelt mit einem Hausmeister verwechselt. Ja die Damenwelt, die mir sicherlich gerne wegen meines Vergleichs zum Einstieg ein paar Worte mit auf den Weg geben würden. Die Worte nehme ich gerne in Kauf. Solange sie in mir nur einen sportlichen Kostverächter sehen und nicht den hektisch und gemein fuchtelnden HAUSMEISTER ...
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