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Die Couchingzone

13.08.2010 - 13:19 Uhr
Die Couchingzone |#2261
13.02.2024 - 18:36 Uhr
Zitat von @Newtrial
HIER KÖNNTE IHR ERMUTIGENDER APPELL STEHEN


Am Ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, ist das nicht das Ende!
Die Couchingzone |#2262
13.02.2024 - 18:48 Uhr
Zitat von Newtrial

HIER KÖNNTE IHR ERMUTIGENDER APPELL STEHEN


Wikingerhäuptling Ragnar, Prinz Redondo und Marlon der Ritter werden's richten.

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"And what can I tell you, my brother, my killer?
What can I possibly say?
I guess that I'll miss you. I guess, I'll forgive you.
I'm glad you stood in my way.
If you ever come by here for Jane or for me -
Well, your enemy's sleeping. And his woman is free.
Yes, and thanks for the trouble you took from her eyes.
I thought it was there for good - so I never tried."
(Leonard Cohen)
Die Couchingzone |#2263
31.07.2024 - 11:59 Uhr
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Jahrgang 14, Ausgabe 2

WIE JETZT?!

von werschtche
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AM ANFANG schuf Gott Himmel und Erde…Und Gott schuf große Seeungeheuer und alles Getier, das da lebt und webt, davon das Wasser wimmelt, ein jedes nach seiner Art, und alle gefiederten Vögel…Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau…

Der Ursprung der Menschheit liegt in Afrika. Bereits vor mehr als 1,5 Millionen Jahren verbreitet sich der Homo erectus von dort aus in Europa und Asien…

Die Dinosaurier lebten vor etwa 225 Millionen Jahren auf der Erde - auch auf dem Gebiet des heutigen Deutschland. Sie waren ein Erfolgsmodell der Evolution und überlebten 170 Millionen Jahre lang, bis sie nach einem Meteoriteneinschlag ausstarben…

Wie jetzt?!


BEIM ANFANG saß der Geschäftsführer des 1.FCK und legte dem neuen Trainer einen unterschriftsreifen Vertrag vor. Ob die Verhandlungen eine Hengepartie waren, erfahren wir wohl nie. Sicher wissen wir nur, dass nun an der Seitenlinie Markus Anfang steht. Ich muss auch gleich einfügen, dass ich kein Fan von irgendwelchen Wortspielen bin, dennoch froh, dass Anfang nicht Lara Neu von bei mir um die Ecke geheiratet und ihren Namen (mit) angenommen hat. Dann hieße er jetzt Neu-Anfang. Anfang-Neu ist ja auch kein perfektes deutsch und klingt blöd.


Vince Ebert endete beim SWR3 Comedy-Festival in diesem Mai in Bad Dürkheim
‚…mit einer kleinen Geschichte des großen Fußballlehrers Pep Guardiola. Als Pep Guardiola noch den FC Barcelona trainiert hat; vor sehr langer Zeit; wurde er einmal an’s MIT nach Boston eingeladen und dort hat man ihn gefragt, ob er sich denn vorstellen könne ‚ne Mannschaft aus Robotern zu trainieren, die man extra für ihn konstruieren würde. Wissen Sie, was er gesagt hat?
Die größte Herausforderung für einen Trainer ist nicht, eine kluge Strategie zu entwickeln, sondern sie in die Köpfe der Mannschaft zu bekommen und dafür müssen die Spieler die Strategie wirklich verstehen und sie müssen sie selbstbestimmt und kreativ anwenden können. Dazu brauchen sie Freiheit, Leidenschaft, Humor, Fantasie und den Mut, Fehler zu machen…‘

Das wusste schon ein anderer, großer Trainer, ein Dino seines Faches, der einmal behauptete: ‚Es gibt keine jungen oder alte Spieler, nur Gute und Schlechte.‘ Die guten hatten scheinbar seine Strategie verstanden, sonst hätte sie nicht gespielt; in der von Rehhagel geliebten‚ kontrollierten Offensive. Die bevorzugt auch Anfang von Anfang an (Mist, ich kann’s nicht lassen).

Egal! Anfang wird hier sowieso nicht lange da sein. Die Spaltung der Schreibenden, die sich in einem Lager bilden und ihm maximalen Erfolg wünschen, unterscheidet sich von denen, die ihn auf das gefälschte Impfzertifikat bei einer seiner vorherigen Anstellungen reduzieren.

Wie jetzt?!

Weil ein falsches Impfzertifikat vorgelegt wurde, ist er ein dermaßen schlechter Trainer? Der nie verpflichtet hätte werden dürfen, der nirgendwo auf der Welt, nie mehr hätte ein Arbeitspapier unterschreiben dürfen? Das hieße also, wenn ein*e Krankenpfleger*in einen gefälschten Führerschein vorlegt, darf diese Person einer in Behandlung befindlichen Person keine Spritze mehr geben?

Haben wir nicht alle schon einmal einen Fehler gemacht und sei er noch so klein gewesen? Jeder hat seine gerechte Strafe, in welcher Form auch immer, dafür erhalten und die meisten haben wohl auch aus diesem einen Fehler gelernt.

Daher bin ich der Meinung, dass wir darauf hoffen sollen, dass Anfang es schafft, sein Spielsystem in die Köpfe der Spieler bekommt, dass wir den Spieler Fehler eingestehen und verzeihen und diese von Anfang (sagte ich mal, dass ich diese Wortspiele tunlichst vermeiden will?) an bedingungslos unterstützen.


Schon vorher erkennt Vince Ebert; dessen Großteil seines Programmes mMn. eigentlich nicht auf eine Bühne, sondern in den deutschen Bundestag gehört;:
‚…Wir leben in einer unfassbar verklemmten, spießigen Biedermeierzeit. Jeder Halbsatz wird moralisch aufgeladen, weil irgendjemand denkt und Angst hat, dass irgendjemand in seinen Gefühlen verletzt werden könnte, weil wir besessen von unseren eigenen Befindlichkeiten sind…‘

Und doch sieht es für mich in diesem Forum so aus, dass das Gegenteil der Fall ist. In der Anonymität des Internets scheint die Netiquette verloren gegangen zu sein, quasi eine NOetiquette. Es gibt oftmals nur noch schwarz oder weiß, keine Grautöne und schon gar keine Farben mehr. Sind wir aber nicht alle Fans dieses einen, einzigartigen Vereins und tragen alle die gleichen Farben? Die Vereinsforen sind ein Diskussionsforum, macht die Welt bunt! Warum versucht man daher eine Diskussion ‚von oben herab‘ zu unterbinden, anstatt durch Gegenargumente oder Beweise dem Vorschreiber, dazu noch in einem freundlichen Ton, vom Gegenteil zu überzeugen? Oder sein Geschriebenes wenigstens zu entkräften?
Es kommt mir hin und wieder so vor, als frage im Tatort Münster Kommissar Thiel seinen Rechtsmediziner: ‚Börne, haben Sie was gefunden?‘ Und dieser antwortet: ‚Ja, eine leere Worthülse‘.
Ist es so schwer, Argumente einzubringen, anstatt sinnbefreite Beiträge, die nicht ansatzweise diskussionswürdig sind, einzustellen? Dazu müsste man aber auch über den Tellerrand schauen! Na ja, ein leerer Magen meldet sich wenigstens, wenn er leer ist; im Gegenteil zum Gehirn. Ich lass das mal so abgedroschen im Raum stehen.

Vielleicht bin ich selbst empfindlicher geworden und hänge noch in der Vergangenheit, á la: ‚Früher war alles besser‘.
Wenn es hier wieder so ist, kann man mich rufen. Die Hoffnung stirbt zuletzt, die Beerdigung ist am Freitag!
Von daher: Ich bin dann mal weg…
Wie jetzt?!


Auf der Couch unterhalten sich (Foren-)Dinos und Menschen, in einem respektvollen Ton, lose über Alltagsthemen. Belanglos, bedeutungslos, brotlos und bewegungslos. Endlos, erbarmungslos und erfolglos. Fantasielos, furchtlos und führerscheinlos. Gesetzlos, glanzlos und gnadenlos.
Wie jetzt?!

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„Das Größte, was man erreichen kann, ist nicht, nie zu straucheln, sondern jedes Mal wieder aufzustehen.“ (Nelson Mandela)
„Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.“ (Oscar Wilde)
„Ein Spiel zu gewinnen ist leichter, wenn man gut spielt, als wenn man schlecht spielt.“ (Johan Cruyff)
„Wir kaufen Dinge, die wir nicht brauchen, um Leute zu beeindrucken, die wir nicht mögen, mit Geld, das wir nicht haben.“ (Richard David Precht)
Die Couchingzone |#2264
31.07.2024 - 12:55 Uhr
@werschtche legt los, geht über Los und bindet lose Mundwerke ohne Nieten zusammen - glose Klasse!

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Nichts ersetzt die Romantik eines Flutlichtspiels im Regen... ...und siegen!!

Wir denken nur noch von Grätsche zu Grätsche!

Hate the Game, not the Player!
Die Couchingzone |#2265
31.07.2024 - 15:05 Uhr
@werschtche liefert hier - und zwar von Anfang an - ein högschd unmoralisches Couching ab, das meine Gefühle verletzt, indem es leugnet, dass es nur Schwarz und Weiß gibt. Was bitte sollen denn "opinions of colour" sein? angry Zwischentöne sind Misstöne! Punkt! Ääh Ausrufezeichen. Fakt ist: Wer meinungsschwach ist, versucht sich mit Differenzierungen zu retten. Wer einfach nur schwach ist, redet sich auf Persönlichkeitsrechte und Meinungsfreiheit raus. Eine echte erdale Blutgrätsche hat doch kaum noch jemand drauf. Und wenn doch, wird derjenige von ganz weit oben auf der FCK-Tribun pat:inwillkürlich gemaßregelt und in den Permafrost geschickt. So wie der Forumsmärtyrer Osirisy. schief

Zwischenfazit: Was willst du denn respektvoll und wertschätzend miteinander umgehen, wenn dein Gegnerüber einfach nur komplett falsch liegt? Und du selbst immer im Recht bist?! Das muss man doch noch fragen dürfen.

Ulm ist dann das Ende vom Anfang. Und das ist die reine Wahrheit! 2:0 nach Eugentoren von Aremu. Vielleicht wird dann ja endlich enthüllt, dass Markus gar nicht Anfang ist und bei seiner Verpflichtung einen gefälschten Reisepass vorgelegt hat. Und das wäre ohne den darin enthaltenen Stempel aus Atlantis auch nie enthüllt worden. Sein Einspruch, dass stempeln doch erstmal Gelb - und nicht gleich Rot - ergebe, wurde emotionslos zur Kenntnis genommen und abgeschmettert. Also Schluß mit dem Mythos, jeder verdiene eine zweite Chance und zumindest die Kinder seien doch unschuldig. Um es klar zu sagen: Es gibt keine Zivilisten! Und niemand ist unschuldig! Am wenigsten @werschtche

Fazit: Ein aufrüttelndes, anrührendes Couching, das in Ulm unbedingt gewinnen will.

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nginx

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 31.07.2024 um 15:13 Uhr bearbeitet
Die Couchingzone |#2266
31.07.2024 - 18:19 Uhr
Zitat von werschtche
Das hieße also, wenn ein*e Krankenpfleger*in einen gefälschten Führerschein vorlegt, darf diese Person einer in Behandlung befindlichen Person keine Spritze mehr geben?
Dieser Vergleich hinkt nicht, mein Freund, ihm fault grad das Bein ab. Ist so.

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Autoritäre Herrschaft braucht keine Superschurken, die sie von langer Hand planen. Sie ist schlichtweg die bequemste Art, Komplexität zu reduzieren.
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Das Leben ist die Schule, der Schmerz ist der Lehrer.
Die Couchingzone |#2267
05.08.2024 - 14:24 Uhr
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Jahrgang 14, Ausgabe 3

FCK_DNA

von Newtrial
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Der FCK schickt sich an, seine DNA zu ändern; zum zweiten Mal nach Runjaic. Nicht mehr - wie zu Zeiten des Herrn Klingenberger - Grätschen und dem Gegner den Rasen kaputtmachen ist angesagt, sondern die feine Klinge soll es nun richten. Nachdem Thomas Hengen die für dieses Ziel zunächst falschen Trainer und größtenteils falschen Spieler (Wintertransfers) verpflichtet hat - und den Verein damit um ein Haar versenkt hätte - macht man jetzt einen neuen Anfang. Und letzterer ist diesbezüglich Überzeugungstäter und gewillt, den auf tiefem Stehen und langem Hafer basierenden Rumpelfußball in der Pfalz zu revolutionieren. Das ist in etwa so als wolle man Lewwerworscht mit Kaviar verfeinern. Gelingt die Mischung, hast du einen neuen Markenkern geschaffen. Misslingt es dir, bist du der Depp und wird der Verein einmal mehr (und vielleicht zum letzten Mal) in die Tonne getreten.

Was allerdings weder beim FCK noch im Forum möglich zu sein scheint, sind Zwischentöne. Eher friert die rote Hölle zu. Das ist schade, denn im Fußball gibt es nunmal keinen "one best way". Spielst du einen Stil in Monokultur runter, bist du nach spätestens einer Halbserie von den Mitbewerbern dechiffriert und ausgeguckt. Und hast in der Regel auch ausgecoacht, was 14 Trainer in zehn Jahren deutlich belegen. Variabilität bei durchaus einheitlicher Spielphilosophie, Gegnerorientierung statt Tim Walter-Egomanie und Kaderaufwertung bei achtsamem Umgang mit der Mannschaftsintegration/ -hierarchie könnten da Leitplanken sein, die einen unausrechenbarer machen. Warum zum roten Teufel sollte man z.B. auf Schalke oder bei der Hertha auf Biegen und Brechen hoch stehen? Warum nicht auch mal auf das Erfolgsrezept in Liga 2 - tiefstehen und schnelle Konter - setzen, wenn man auf einen von der individuellen Qualität stärker besetzten Gegner trifft? Oder überfordert genau eine derartige taktische Variabilität die Qualität unserer Spieler? Haben wir zum Beispiel tatsächlich keinen Sechser im Kader, der SOWOHL als Zerstörer ALS AUCH als Ballverteiler im Spiel mit dem Ball in einer gesunden Mischung agieren könnte? Ich bin mir da keineswegs so sicher und traue das mit Tomiak, Robinson und Kaloc gleich drei Spielern von uns durchaus zu.

Ein Trainer, der Erfolg haben will, sollte seinen Frieden mit der Kaderqualität machen und die Jungs nicht Sachen spielen lassen, die sie schlicht und ergreifend nicht können. Dass ein Abiama nichts auf Außen zu suchen hat, dürfte zum Beispiel Konsens sein. Dann darf er aber auch nicht ständig mit als erster Spieler eingewechselt werden, weil wir im Moment schlicht keine Position für ihn haben. Ein Tachie steckt im tiefen Leistungstief, spielt aber ebenfalls. Warum? Ich würde ihn höchstens mal versuchsweise bringen, wenn Ache wieder fit ist, weil er mit dem immer bestens harmoniert hat. Aber ansonsten hat er aktuell nix auf dem Platz verloren. Mag ja sein, dass man die Spieler aktuell nicht los wird (sei es als Leihe oder per Verkauf), aber dann sollten sie nicht im Spieltagskader auftauchen und anderen (z.B. Sirch) die Plätze wegnehmen. Letzteres gilt natürlich auch für Aremu. Wieso Wekesser die Nase vor Kleinhansl derart vorne hat, mag sich ja durch das Training erschließen. Aber Kleinhansl und Robinson sind für mich dennoch durchaus zwei Spieler, die ich gerne mal über mindestens 45 Minuten sehen möchte. Da darf man gerne etwas experimentierfreudiger sein, das sind ja keine 17-Jährigen. So schafft man sich ggf. neue Optionen. Wie gesagt, alles trainingsabhängig, das ist klar.

Soll heißen: Für mehr taktische Variabilität hast du doch die volle Kaderbreite zur Verfügung und brauchst keine feste Startelf und feste Einwechselspieler. Das hatte mir so ausnehmend gut im Testspiel gegen die Löwen gefallen, wie nahtlos die Einwechselspieler integriert werden konnten. Und auf diese Weise überforderst du auch nicht das individuelle Qualifikationsprofil der Einzelspieler, weil einfach nicht jeder alles können muss und man die Startelf gegnerabhängig variieren kann.

Wäre das nicht eine geeignetere Spielphilosophie als der Komplettumstieg vom Fußballverhindern zum Ballbesitzfußball, Herr Hengen? Und Herr Anfang? Denn sonst schlägt das Pendel bei einem schlechten Saisonverlauf einfach wieder von den Anfangs zu den Funkels und Schusters dieser Welt um. Und man tritt im Endeffekt dann (bestenfalls) auf der Stelle. Und steigt schlimmstenfalls ab.

Und abseits dieser grundlegenden taktischen Erwägungen bin ich eh davon überzeugt, dass der quantitativ auf den ganzen Kader zu erweiternde Spruch "Elf Freunde müsst ihr sein!" nach wie vor mehr Erfolgsrezept ist als alle abkippenden Sechser, überladenen Seiten mit asymmetrischen Ketten, falschen Neuner und einem TW als faktischem Libero es je sein werden. Wenn Speed, Geilheit auf den Sieg, Griffigkeit im Zweikampf und das kollektive Erkennen von Spielphasen/ -situationen fehlen, kannst du als Trainer auf- und einstellen wie du willst. Das wird dann nix.

In der aktuell gerade wieder sehr polemisch und polarisiert geführten Forumsdiskussion (ich weiß, dass ich da auch kein Waisenknabe bin) würde ich mir einen stärker systemischen Blick auf das Spielgeschehen wünschen. Wir klammern uns da m.E. zu stark an einzelne Positionen (derzeit vor allem die Sechs) und an ein "Daumen hoch/runter"-Schema in Bezug auf Einzelspieler. Man sollte vielleicht eher fragen, wer in welcher Konstellation am besten funktioniert anstatt Spielern pauschal die Qualität abzusprechen. So kann ich zum Beispiel nicht mit einem Hanslik als einziger zentraler Sturmspitze spielen, weil der überall rumturnt (und der Mannschaft damit hilft!) anstatt da zu stehen, wo ein Neuner nunmal zu stehen hat. Bei zwei zentralen Stürmern könnte er dann zum Beispiel die hängende Spitze geben oder er weicht auf die Achterpositionen aus. Aber als einzige zentrale Sturmspitze habe ich so zu agieren wie das Mause getan hat. Und zwar ohne Wenn und Aber! Wenn Hansi meint, er müsse irgendwo weiter hinten irgendwas initiieren, dann ist er halt kein Neuner. Punktum. Ich muss ihn deshalb dann aber noch lange nicht vom Platz verbannen, wenn er in anderer Funktion als "Arbeiter" für die Mannschaft so wertvoll ist wie viele User das hier ja seit Jahr und Tag behaupten. Ich selbst kann das zumeist leider nicht in dieser Pauschalität erkennen, aber das mag durchaus auch an meiner mangelnden Kompetenz liegen (ernstgemeint!).Und daran, dass ich kein Stadiongänger bin und die Fernsehperspektive solche "Arbeitsbienen" häufig unsichtbar macht.

Man darf auf den Saisonverlauf gespannt sein! Wenn wir nicht gleich von Beginn an harsch abzustürzen - und um dies zu vermeiden, brauchen wir als ersten Schritt am Freitag gegen Fürth eine sehr stark verbesserte Mannschaftsleistung - dann kann dieser Versuch eines DNA-Umbaues eine sehr geile Sache werden! Ein, zwei Zugänge für die Kaderspitze und drei Abgänge wären dafür in den letzten zwei Wochen der Transferperiode aber noch wichtig.

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Was erlaube Newtrial? Möge er so etwas doch in die Kaderdiskussion einstellen, wenn es denn überhaupt unbedingt sein muss. Das Couching ist dafür definitiv der falsche Ort! Unter anderem fehlt es dem Beitrag eklatant an jeglicher Verknüpfung zu Quantenphysik und Gothic Metal! Schäm dich, Newtrial! angry

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502 Bad Gateway
nginx

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 05.08.2024 um 14:35 Uhr bearbeitet
Die Couchingzone |#2268
22.04.2025 - 20:48 Uhr
Wie bin ich hierher gekommen? Darf ich das - ist das eine Sperrzone - brauche ich eine Maske oder einen Passierschein?

Nunja... wenn ich schonmal hier bin...
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Jahrgang 0 Tag X

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Das Ende vom Anfang her denken

Wir schreiben, dass Jahr 2020, es ist Frühjahr...

Es war einmal ein kleiner FCK-Fan, der saß zuhause und träumte davon, dass der FCK ein ruhiger, mit Kontinuität und dem einhergehenden Erfolg versehener Verein sei, wie die Heidenheims, Freiburgs und vielleicht auch die Mainzens dieser Welt.

Doch so schien es dem FCK-Fan, dies sei unereichbar - steckte man doch im tiefen Abstiegskampf der 3. Liga - geplagt vom ewigen hin und her von Finanzen, Trainerwechseln, Fansrevolten und Transferflops. Gefangen im Hamsterrad - dem endgültigen Untergang jeweils - noch - einen Schritt voraus.

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Wir springen ins Jahr 2025, es ist Frühjahr...

Der kleine FCK-Fan kann es nicht glauben: "Die diskutieren doch schon wieder über den Trainer, dabei spielen wir doch die bestellte "ruhige Saison"! Haben die den nichts aus der Vergangenheit gelernt? Die da oben? Die in der Fankurve? Oder gar die hier im (man munkelt) kaum noch glorreichen Transfermarkt-Forum?"

Der kleine FCK-Fan versteht die Welt nicht mehr - alle Vorsätze, spielerische Weiterentwicklung, Ruhe, Kontinuität - und die verlieren dreimal und fordern das Köpfe rollen!

Diese Undankbarkeit! Wo soll das nur hinführen?

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Betrachtet man diese hier spielerisch-skizzierte Entwicklung im Ganzen - kann man die Empörung des kleinen FCK-Fans vielleicht verstehen - man kann Sie aber auch anderweitig beleuchten... schau mer mal...

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Don Trump, Don Hengen, Luzifer und die Macht der Disruption

Immer wenn man glaubt, beim FCK kehrt Ruhe ein, dann ist es vorbei mit dieser - so ein Leitgedanke der Lange stimmte. Auf Erfolg folgte Misserfolg, auf glorreiche Schlachten -miserable Niederlagen, auf Fritz-Walter-Wetter - Sturm.

Und in diesem Sturm wirkte der FCK in den späten 90ern bis frühen 2020ern oft wie ein Schiff, dass kaum zu steuern war, mehr Spielball der Wellen die sich gegen seinen Bug warfen, es wankte, es schwankte, ja manchmal - da kenterte es fast - mehrfach lief, das Unterdeck voll, die Mannschaft meuterte, der Kapitän wurde getauscht, das Proviant wurde schlecht und die Kajüten verkamen.

Und schaut man heute auf den FCK so könnte man zum selben Schluss kommen, wie in den Jahren der Goebels', Jäggis, Kuntze' und Klatts', um nur einige zu nennen: die Wellen schlagen auf uns ein, und wir treiben ziellos umher, werfen allen Glauben über Bord und ergeben uns dem Wellenschlag.

Doch wer diesen Glauben hegt, der irrt - ähnlich wie der Kirchengänger der den Betzedeiwel und FCK-Fan zum Satanisten erklärte, weil dieser wiedermal die geilste Choreo seit Menschengedenken gezündet hatte.
Der Irrtum hier - hat einen Namen - und es ist nicht Luzifer - er heißt Thomas. Thomas Hengen.

Man könnte sagen er hat was von seinem "Namensvetter" dem anderen Don verinnerlicht, man tut es nicht weil man Thomas Hengen nicht persönlich beleidigen möchte. Vielleicht hat Thomas Hengen auch von Luzifer gelernt, damit könnte er vermutlich besser leben.

Beide - Namensvetter Trump, wie Sohn der Morgenröte wussten und wissen um eine Macht: die Macht der Disruption.

Nein sagen, Regeln nicht akzeptieren, die Grenzen austesten, Unruhe, Unfrieden, Veränderung, mentale Beweglichkeit, Reizpunkte setzen, nie aufhören, nie zufrieden sein, immer mehr wollen.

Dies ist die Kernänderung des "neuen" FCK zu den Jahren zuvor - hatte man Steuermänner die diese Disruptionen von Außen zu beenden suchten, weil Sie diese fürchteten - aus Angst um den eigenen Job, aber auch um den Ärger im Verein und Umfeld - hat man heute in des scheinbar den wahrhaftigen Selbst am Ruder.

Thomas Hengen beherrscht die Disruption - er scheint Sie nicht zu fürchten - er sieht Sie, nimmt Sie und macht sie sich zu Eigen. Hat Sie ihn gepackt - handelt er - rigoros, ob Antwerpen, Schuster, Grammozis, Funkel.

Markus Anfang scheint im inbegriff diese Disruption bald am eigenen Leibe zu erfahren: was es heißt wenn Thomas Hengen, getrieben vom Erfolg, Investoren, Ehrgeiz und dem Willen mehr zu erreichen, das Maximum und darüberhinaus zu holen - den Auslöser drückt.

Unterstellt sei: Auch Thomas Hengen würde die Disruption beenden - aber nur wenn der Tauschgegenstand der maximalen Erfolg, "perfecta felicitas" das Glück allein, wäre. Und solange er dieses nicht greifen kann, nutzt er was andere nur fürchteten.

So scheint es zumindest folgt man den heutigen Gerüchten, die Einige hier wie sonst wo, schon kamen sahen und Andere, im Gedanken beim kleinen FCK-Fan, leugneten.
Und so sind es erneut diskussionsreiche Tage.

Egal in welchem Lager man steht: Diskussion ist das wichtigste Gut dieses wie jedes Forums - vom alten Rom bis heute: es ist Quell der Erkenntnis, Grund zum sinnieren, Spiegel des Selbst und der Reflexion und geeignetster Weg zur Weitung des eigenen Horizonts.

Hat uns so etwas nicht schon Luzifer gelehrt?

Wissen zu suchen, freien Willen und die Persönliche Verantwortung als Primus zu erkennen, Skeptik zu schätzen, Grausamkeit dort zu aktzeptieren wo Sie notwendig und angebracht ist und Einigkeit in der Uneinigkeit zu finden.

Doch genug Philospohie für eine Couch.

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Chaos is a Ladder oder von Rittern und lieben Knechten

Was die Zukunft bringt?

Marlon Ritter würde mit einem verschmitzten Lächeln und roten Backen, ein gedämpftes; "Weiß nicht, klar sind wir nicht zufrieden, dass müssen wir besser machen. Und dann schauen wir mal - nächste Woche ist wieder ein Spiel." hecheln. Ritter der wie wenig andere, mit seiner Entwicklung den Weg des FCK aus den Untiefen begleitet hat, Genie und Wahnsinn in Person - einer den man - so finde ich mögen muss. Schwiegermutters Liebster und des Teufels Advokat - immer zwischen zu lässig und maximal genial.

Wird er mit Anfang oder ohne - vielleicht mit Lieberknecht oder ohne - hier seinen Aufstieg aus den Untiefen der Hölle krönen können? Diese Saison? Nächste? Irgendwann? Nie? Bleibt er überhaupt?

Vieles bleibt Ungewiss, von Trainern, von Spielern, von Disruptoren, Teufelsanbetern und allem drumherum - ob im Guten oder Schlechten, die Disruption, die Änderung, der Umbruch, kommt.

Warten wirs ab und diskutieren wir solang!
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So eine Geschichte konnte ich nur auf einer bequemen Couch schreiben, ich hoffe man vergibt mir die disruptive Art in der ich, wie der Sohn Luzifers selbst, hier das Steuer für einen Moment, übernommen habe.

Aber wenn nicht, ists mir auch egal. Mit den Konsequenzen lebe ich zwinker!

Ein frohes "Non Serviam" in die Runde
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Localhero am 22.04.2025 um 20:49 Uhr bearbeitet
Die Couchingzone |#2269
23.07.2025 - 23:44 Uhr
Der Identifikationsspieler

Seit der Saison 1980/81 bin ich Fan des FCK, also schon 45 Jahre. In diesen 45 Jahren gab es schon so einige Zu- und Abgänge. Viele alte Säcke, wie auch der Autor dieser Zeilen ein alter Sack ist, meinen, dass es keine Spieler mehr gäbe , mit denen man sich identifiziert, weil es über die Jahre einfach viel zu viele Spieler gewesen seien, und daher die Identifikation nur dem FCK und seinem besonderen Zauber gelte.

Natürlich respektiere ich diese Meinung, bin dann aber doch anders gestrickt. Natürlich bin ich mir der Emotionalität -und auch der Irrationalität - bewusst sich durch Spieler repräsentiert zu fühlen, die man persönlich nicht kennt, dennoch verkörpern manche Spieler in ihrer Funktion die Einstellung ,, das Auftreten und die Haltung, mit denen ich mich identifizieren kann und will.
Vereinsidentifikation ist wichtig. Tradition ist wichtig. Erinnerung an glorreiche Tage, die den Mythos FCK begründeten. Dieser Mythos kann jedoch schnell in Gefahr geraten, wenn über Jahre Tristesse die Gegenwart regiert. Wir alles wissen, wie es in Liga 3 war. Zum Glück sehe ich den FCK auf einem deutlich besseren Weg, als noch vor 5 Jahren.

Die Gegenwart des Vereins ist nichts, ohne die aktuellen Repräsentanten des Vereins und da stehen die Spieler in vorderster Reihe. So sehr ein Präsident oder Geschäftsführer das Bild des Vereins prägen kann, so sehr hängt doch alles vom sportlichen Auftreten ab. Wichtig ist auf dem Platz.

Was macht nun einen Spieler zu einer Identifikationsfigur? Das ist so individuell, wie die Masse der FCK Fans, so dass ich diese Frage nur aus meiner ganz persönlichen Herangehensweise beleuchten kann.

Ist es die Leistung? Sicher ist sie wichtig. Aber so einfach ist die Gleichung nicht. Ohne Leistung steht der Spieler nicht oft genug auf dem Platz, um zu einer Identifikationsfigur zu werden. Ohne Leistung gerät der Spieler kaum ins Zentrum der Aufmerksamkeit, die er hierfür benötigt. Sie ist ein Faktor, aber beileibe nicht der einzige Faktor.

Der nächste Faktor ist, ob man das Gefühl hat, dass er alles abruft, was er im Tank hat. Ein limitierter Spieler, der 110% gibt hat bessere Chancen, als ein Ausnahmespieler, der meint mit pomadigen 70% genug zu tun.

Weiterhin kommt es darauf an, wie lange der Spieler im Verein ist, und wie er - speziell in schweren Zeiten - zum Verein steht. Dabei hilft ein regionaler Bezug. Nicht einmal von Geburt an, aber klar hilft es, wenn man in einer Stadt/Region lebt, in der man sich wohlfühlt; in der man gerne ist.

Dies möchte ich an einigen Beispielen der jüngeren und älteren Vergangenheit festmachen.

Wolfram Wuttke;
Er war wohl einer der talentiertesten Spieler, die ich je auf dem Betze gesehen habe. In der Saison 1986/87 hatte er wirklich Lust, und wir erreichten damals einen 7. Platz, den uns niemand zugetraut hatte. "Wutti" war unser aller Held und er bekam sogar einige Länderspiele. In der Folgesaison hatte man den Eindruck, dass er nicht ganz so viel Lust hatte, und wir gerieten in akute Abstiegsgefahr. Seinetwegen wurde gar der Trainer nach einem Streit gefeuert. Hätte Wuttke seine Einstellung mehrere Jahre konservieren können, wäre er heute eine FCK-Legende. Das Zeug dazu hätte er gehabt. So bleibt er ein Spieler in der Clubhistorie, von dem ich behaupte, dass viele jüngere Fans nicht mal auf dem Schirm haben, dass er mal eine wichtige Rolle bei uns spielte.

Youri Djorkaeff:
Er spielte von 1999 -2002 2,5 Jahre bei uns. Seine Statistiken lesen sich nicht mal schlecht. 55 Spiele in der Bundesliga, 14 Tore 12 Vorlagen. Er hat seinen Job im Mittelfeld eigentlich erledigt. Er war damals sicher unser bester Spieler. Dennoch hatte man bei ihm immer das Gefühl, dass er deutlich mehr drauf hätte, aber er schon dabei war seine Karriere ausklingen zu lassen. Dienst nach Vorschrift und statt FCK hätte es für ihn auch jedes andere Logo auf dem Trikot sein dürfen.

Jean Zimmer:
Für mich eine absolute Identifikationsfigur. Er kam zurück in richtig schweren Zeiten. Er gab mir immer das Gefühl alles zu geben. was er im Tank hatte. Ja, gegen Ende wurde sein Tank spürbar kleiner, aber das was drin war, hat er gegeben. Mehr kann man von keinem Menschen erwarten. Und diese Haltung verkörperte er auf dem Platz, versuchte es oft erfolgreich auf seine Mannschaftskollegen zu übertragen. Das war oft wichtiger als ein verlorener Zweikampf, ein Fehlpass oder ein Stellungsfehler. Deswegen fand ich die Kritik an ihm oft nachvollziehbar, aber in der grundsätzlichen Härte völlig überzogen.

Daniel Hanslik:
In seinem Spielerthread habe ich vor wenigen Wochen die Meinung vertreten, dass ich in der neuen Saison mit weniger Spielzeit für ihn rechne. Dazu stehe ich, und ich vertrete diese Meinung weiter. Das ändert nichts daran, dass er für mich eine Identifikationsfigur ist. Das was er drauf hat, das gibt er. Sein 1:0 in der Relegation gegen Dresden war (ohne Übertreibung) das wichtigste FCK-Tor der letzten 10 Jahre. Wenn er mal hintendran steht, macht er auch in dieser Rolle seinen Job. Und wenn er gebraucht wird, ist er da, ohne Abstriche. Im aktuellen Kader für mich der Spieler mit dem höchsten Identifikationspotenzial, auch wenn ich mit mehr Bankzeit als Spielzeit rechne.

So kann ich nun Zusammenfassen, dass folgende Faktoren dazu führen, dass ein Spieler für mich zum Identifikationsspieler taugt:
Positiver Bezug zu Region, Verein, Fans und Umfeld, egal ob durch Herkunft oder Zuzug.
Abrufen der Leistung, zu der der Spieler fähig ist. Und das über einen längeren Zeitraum.
Im Mittelpunkt steht der Erfolg der Mannschaft und des Vereins, selbst wenn es in bestimmten Situationen persönlich mal weniger gut läuft.
Die Couchingzone |#2270
08.10.2025 - 12:49 Uhr
Mehr Axel Roos wagen...!

Vor einigen Tagen las ich im Thread zu Jan Elvedi, dass jemand meinte, er sei nicht zweiligatauglich. Ich musste mich erstmal heftig schütteln, danach schüttelte ich nur den Kopf und nun schreibe ich diese Zeilen.

Wer ist Axel Roos, mag sich mach jüngerer FCK Fan fragen. Hieß der nicht Axl Rose und sein Team war eher für legendären Rock bekannt, als für legendäre Spielzüge? Nun ja, zumindest hatten beide in den 90ern ihre Karrierehöhepunkte. Da treffen sie sich. Doch ansonsten gibt es wenig Gemeinsamkeiten. Einer ein Weltstar, der andere ein Spieler, der niemals im Verdacht stand ein Weltstar zu werden.

Axel Roos war Teil unseres Kaders ab der Saison 1984/85 bis zum Jahr 2000/01, 17 Saisons.
Zum Beginn seiner Karriere spielte er noch mit Wolfgang Wolf und Werner Melzer. Am Ende seine Karriere mit Miro Klose und Marian Hristov.
Dazwischen stand er gemeinsam auf dem Platz mit Sforza und Marschall, mit Hotic und Wuttke, mit Kadlec und Kuntz, usw. usf.
Das klingt wie eine Zeitreise vollkommen verschiedener FCK-Generationen, aber Axel Roos war irgendwie immer dabei.
Er wurde mit dem FCK zweimal Meister und gewann zweimal den DfB Pokal, was ihn wohl zum FCK-Spieler mit den meisten Titeln macht.

In dieser langen Zeit war er nur selten Stammspieler. Nur in 2 seiner Saisons kam er auf mehr als 30 Spiele. In weiteren 8 Saisons kam er immerhin auf mehr als 20 Spiele. Oftmals eingewechselt. Oft pendelte er zwischen Bank, Platz und manchmal auch Tribüne. Nie war er der Star der Mannschaft, immer standen andere Spieler im Rampenlicht. Aber immer war er dabei, immer wurde sein Vertrag verlängert und immer war er eine zuverlässige Alternative. 17 Jahre lang. Unter 10 Trainern.

Was hat das nun mit Elvedi zu tun, mag sich der geneigte Leser fragen. Nun, ich habe mich gefragt, wie hätte ein Forum wie Transfermarkt über Roos geurteilt? Wie oft wäre ihm die Bundesligatauglichkeit abgesprochen worden? Die zuverlässigen Kaderspieler, die keine Stars sind, die auch Fehler machen aber die immer loyal zum Verein stehen, sind das langfristige Gerüst eines Vereins. Innerhalb dieses Gerüsts können dann Stars blühen, die nach ein oder zwei Jahren weiter ziehen, und uns kurzfristig viel Freude machen. Ohne dieses Gerüst hat man einen Kader, der evtl. nach Namen sehr stark ist, aber keinen Halt und keine Struktur findet. Jahrelang fehlte uns genau dieses Gerüst. Roos war Spieler, die Teil des Fundaments und Gerüsts war.

Nun ist Elvedi noch sehr weit von 17 Jahren entfernt. Dennoch ist er ein Spieler, der in meinen Augen ein Teil des Kadergerüsts ist. Zuverlässig, da wenn man ihn braucht. Nicht Fehlerfrei, aber mit vollem Einsatz. Er ist defensiv für mich das, was Hanslik offensiv ist. Kein Superstar, aber ein wichtiges Teil des Fundaments. Nicht fehlerfrei, aber keiner, der sich hängen lässt. Daher verstehe ich nicht, wieso bei ihm jeder Fehler aufgeblasen wird, und ihm sogar die Fehler seiner Mitspieler, die er nicht ausbügeln kann, angekreidet werden. Als ihm dann noch die Zweitligatauglichkeit abgesprochen wurde, musste ich an Axel Roos denken. Einer, der oft unterschätzt wurde und doch immer da war.

Jan Elvedi, ich hoffe, dass Du noch lange bei uns bist. Solange wir in Liga 2 spielen, würde ich dich ungern verlieren.
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