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Die Couchingzone

13.08.2010 - 13:19 Uhr
Die Couchingzone |#2211
27.02.2021 - 21:27 Uhr
GRENZEN DER MACHBARKEIT

Allen ist es klar: Erfolg hat man nur gemeinsam! Und nicht, indem man sich gegenseitig zerlegt. Also müssten beim FCK eigentlich alle an einem Strang ziehen. Eine gemeinsame Sinnausrichtung leben! So einfach könnte es sein, da unten rauszukommen und die dazu erforderlichen finanziellen und sportlichen Extrameilen zu gehen. Einander zu ermutigen und anzufeuern. Jeder weiß das! Und doch geschieht es nicht. Appelle an Verhaltensändeungen verpuffen. Das Zitieren der Tradition mag man schon gar nicht mehr hören, weil es als hohle Phrase rüberkommt. Und niemand weiß, wie man je aus dieser Desillusionierungs- und Abwwärtsspirale rauskommen soll.

Es erscheint unerklärlich. Da gehst Du heute mit einem guten Plan ins Spiel, legst starke erste fünf Minuten hin - und plötzlich reißt der Faden. Zum wiederholten Mal. Du gerätst in Rückstand, reißt Dich zusammen und kommst ins Spiel zurück, gleicht aus. Jetzt hast Du die große Chance, das Spiel zu drehen. Doch wieder reißt der Faden. Wieder gerätst Du in Rückstand. Der Trainer wechselt binnen wenger Minuten die halbe Mannschaft aus. Das scheint zu fruchten, denn Du gleichst wieder aus. Große Moral, sollte man denken! Doch so fühlt es sich nicht an. Am Ende kannst Du froh sein, Dein Heimspiel wenigstens nicht verloren zu haben. Und wieder gehst Du ein paar Millimeter kleiner vom Platz, als Du ihn betreten hattest. Ohne Erfolgserlebnis. Ohne Vertrauen. Ohne Mut.

Sie sagen Dir, Erfolg sein planbar: Verlässliche, transparente Strukturen. Professionalität. Ein Ankerinvestor. Harte Detailarbeit in allen Bereichen über Jahre hinweg. Aber fühlt es sich denn so an? Scheint sich nicht vielmehr alles gegen Dich verschworen zu haben? Macht man mit dieser puren Ausrichtung auf Professionalisierung die Rechnung nicht ohne den Fußball-Gott?

Was ist mit Glauben und Mythos? Wieso lassen sich damit Berge versetzen, während die Technokraten hilflos danebenstehen? "Das holt mich nicht ab", sagt man mitunter, wenn es den Protagonisten nicht gelingt, eine Saite des Fandaseins zum Schwingen zu bringen. Dann baut sich eine Mauer aus enttäuschten Hoffnungen und Frustration auf. Der böse Blick stellt sich ein. Man spricht Spielern und Funktionären den ehrlichen Willen ab, sieht sich mit ihnen nicht mehr im Glauben an die gemeinsame Sache vereint. Jeder scheint nur knallhart seine Eigeninteressen zu vertreten. Der FCK als "Gemeingut" löst sich auf.

Und doch ist es diese Gemeingutperspektive, die die einzige verbleibende Klammer zwischen uns bildet. Nur taucht sie nicht als "Reinheit" sozialromantischer Grundwerte auf, sondern in widersprüchlicher, in sich gebrochener Form. Und trägt daher den Spaltpilz schon in sich: In einem Moment geht einem noch angesichts des Fan-Empfangs des Mannschaftsbusses nach dem Derby das Herz auf und man spürt diese unbändige, uns alle verbindende soziale Energie. Doch sofort schaltet sich die Großhirnrinde ein und zeigt mit dem Finger auf die Verletzung der AHA-Regeln, was Menschenleben gefährdet. Und noch altueller: Da zeigen über 80% der votierenden JHV-Mitglieder, was sie von einer bestimmten Form der Boulevard-"Berichterstattung" halten und werfen eine personifizierte Dreckschleuder aus der Versammlung. Doch kaum fühlt es sich ganz zart im Inneren gut an, dass wir uns jetzt ganz einfach mal wehren und eine Grenze gegen medienöffentliche Diffamierungen setzen, zerstört der durchaus berechtigte Hinweis auf das hohe Gut der Pressefreiheit und die möglicherweise fatalen Folgen dieses Beschlusses in der Medienlandschaft diesen Funken gemeinsamen Selbstbewusstseins schon wieder.

Wir können aus rein gar nichts mehr einfach mal ungebrochen neue Kraft und Gemeinsamkeit ziehen! Kommt uns einer mit "Fritz Walter-Werten", so hält man ihn für einen Phrasendrescher, der die Realitäten der "Kommerzmaschine Fußball" auszublenden sucht oder nicht begreift. Sprechen wir von "Gras fressen" als "Betze-Mentalität, gemahnen uns die Rasenschach-Experten mit strengem Blick, dass Du damit anno 2021 keinen Blumentopf mehr gewinnst. Hältst Du der letzten verbliebenen Vereinsikone Gerry Ehrmann die Stange, giltst Du als Verharmloser von Mobbing, einem aus der Zeit gefallenen Machismo-Gehabe und einer veralteten Trainingslehre. Man könnte ewig so weitermachen. Jeder noch so kleine Punkt, an dem sich so etwas wie eine Vereinsidentität entzünden könnte, wird augenblicklich mit kritisch-professionellem Gestus dekonstruiert.

No Hope In Sight? Gibt es eine äußere Grenze für die Entwertung und Verleugnung der Leidenschaft für diesen Verein als einem UNS einenden "Gemeingut"? Einem paradoxen Gemeingut mit einer KGaA als "Tochter", wohlgemerkt.

Die Frage nach einer derartigen PERSÖNLICHEN Grenze hat sich jeder hier im Forum in den letzten 20 Jahren schon unzählige Male gestellt. "Wieso tue ich mir das überhaupt noch an?" "Wieso lasse ich mir von den Spiele(r)n mein Wochenende vermiesen?" Wie bescheuert bin ich denn eigentlich?" Und doch erweist sich diese Bindung als erstaunlich zählebig. Und es bräuchte nur einen kleinen Funken, um das Feuer neu zu entfachen. Das "Gemeingut FCK" ist noch immer ein schlafender Riese. Er ist nicht mehr ganz so groß, da eine komplette Generation nicht mehr mit dieser Leidenschaft in Berührung gekommen ist. Sehr fraglich, ob sich das nachholen lässt. Aber tot und endgültig zerfallen sind wir auch noch nicht!

Gestern hat das Gemeinsame gegenüber der schneidenden Kritik in den Foren die Oberhand behalten. Es wurde Kritik geäußert, ohne den Vereinsrepräsentanten persönliche Ehre und Integrität abzusprechen und sie wie Feinde zu behandeln. Und wer das doch getan hat, wurde mit Abstimmungsergebnissen abgestraft. Da kriegt man dann schon mal gerne nur 66 von 2.300 Stimmen.

An dieser Stelle wird normalerweise jetzt entweder Werbung eingeblendet oder es kommt ein völlig wirkungsloser Appell an das Gemeinsame und an die Tradition. Aber das hilft nicht. Weder Appelle noch eine Professionalisierung von Strukturen führen berechenbar dazu, dass der immer noch latent vorhandene Funke ein neues Feuer entfacht. Fußball ist so faszinierend, weil - und insofern! - es eben nicht vollständig rational kalkulierbar ist, wie und zu wessen Gunsten sich die Dinge entwickeln. Mag sein, dass jenseits der investorengetriebenen "Projekte" a'la Leipzig und Hoffenheim nur eine harte und professionelle Detailarbeit auf Basis verlässlicher, transparenter und strikt eingehaltener Strukturen die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs erhöht. Mag aber auch sein, dass sich urplötzlich der Turnaround einstellt und eine Aufwärtsdynamik in Gang gesetzt wird, deren genauer Ursprung vielleicht für immer im Nebel bleibt. Wenn es diese Chance eines positiven "Laufs" nochmal jemals geben sollte, muss das sich dadurch öffnende Zeitfenster dann aber sofort genutzt werden, um die Struktuen noch schneller zu professionalisieren. Und solange der Funke sich noch nicht entzündet, darf man nicht untätig auf ein Wunder warten, sondern muss dennoch anpacken, um zumindest das Überleben zu sichern. Diese Arbeit ist gestern Abend in eine neue Phase getreten. Hilfreich wäre es, wenn das eindeutige Mitgliedervotum nun auch im viel beschworenen "Umfeld" ein Mindestmaß an Respekt gegenüber der gewählten Führung und deren "Partnern" mit sich brächte. Und man sich auf die wirklich großen Überlebensfragen fokussieren würde.

Noch ist nicht aller Tage Abend.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 27.02.2021 um 21:35 Uhr bearbeitet
Die Couchingzone |#2212
16.05.2021 - 15:55 Uhr
Couching 00, Ausgabe Nervenblank


IHR HABT ES GESCHAFFT, IHR SCHEISS WIXXER!!

Ich könnte jetzt diese Saison rational aufarbeiten und dem FCK ein normales Zeugnis ausstellen. Aber ganz ehrlich gefagt, will das hier jemand lesen? Genau, keiner, oder zumindest kaum einer. Also versuche ich mich an einer ehrlichen Analyse der etwas anderen Art. Nämlich aus der Sicht eines völlig normal bekloppten FCK-Fans.

Ganz - oder zumindest ein wenig ganz - ehrlich gesagt, muss diese Saison von großer Hand geplant worden sein. Dass man nach zwei Spieltagen den Übungsleiter freistellt, war so ziemlich das beste, was man machen konnte. Und dann holt man einen Trainer mit Bausparvertrag, der mit zwölf Unentschieden erst einmal für Ruhe im Karton sorgt und den 1. FC Kaiserslautern entspannt irgendwo zwischen Strich, leicht drüber bis leicht drunter hält. Alle sind zufrieden und räkeln sich entspannt in der Wohlfühloase Betzenberg. Und das zieht man genau so lange durch bis ein Marco Antwerpen an der Angel hängt und direkt auf Attribute wie Entspannung und Wohlfühloase scheißt. Und dann kommt der Rumms.

JAAAA MAN! AUF GEHTS JETZT IHR SCHEISS WIXXER!!

Dass dann entspannte Kollegen wie unser Gebabb'l-Pate @laudere irgendwann politisch völlig unkorrekte Aufmunterungsversuche in den Äther jagen, macht aus dem Quadrat ein Viereck - sprich, es wird hochemotional. Endlich. Marco Antwerpen schießt die Schiedsrichter verbal auf den Mond, die FCK-Fans solidarisieren sich mit dem klitzekleinen Verlangen, endlich auch wieder emotional über die Stränge schlagen zu dürfen.

JAAAA MAN! AUF GEHTS JETZT IHR SCHEISS WIXXER!!

Scheiß' drauf, was 22 Spieltage gelaufen ist. Wir fegen den Waldhof vom Acker, wir fegen die Saarpupser vom Berg. Derbysieger, zweifach, einfach geil! Egal, was die Amateurschiris pfeifen, wir sind der FCK und wir reiten ab sofort mit dem Schneidbrenner durch die Butter. Und komm' mir keiner mit Anstand und fair verlieren. Ein FCK-Fan verliert nicht und wenn doch, treten wir ihnen wenigstens Rasen und Doppelsechs kaputt. Streicheleinheiten bekommt nur die eigene Mannschaft. Und das so oft es geht:

JAAAA MAN! AUF GEHTS JETZT IHR SCHEISS WIXXER!!

Dass wir jetzt nach 37 Spieltagen uneinholbar über dem Strich stehen, liegt einfach daran, dass man sich beim FCK endlich seiner eigentlichen Kernkompetenz erinnert hat. Wir spielen uns nicht länger hochfair mit langweiligem Fußball in die Herzen unserer Schwiegermütter, wir ballern uns mit Vehemenz, Kampf und Dreck im Gesicht in die Herzen unserer Fans. Mit Marco Antwerpen steht da genau diese hochkonzentrierte Frontsau an der Seitenlinie. Ein Trainer, der das FCK-Gen quasi literweise im Blut brodeln hat. Endlich packt dieser gnadenlose Verächter von Ergebnisfußball die Mannschaft an den Eiern und führt sie dahin, wo es weh tut - an die emotional aufwühlende Grenze zwischen kratzen und beißen, Gras fressen und Trikot zerreißen. Und dafür gibt es nur Lob und Anerkennung von den Fans:

JAAAA MAN! AUF GEHTS JETZT IHR SCHEISS WIXXER!!

Und wie sagt man am Saisonende so schön, nach der Saison ist vor der Saison. Worauf ich hinaus will? Echt jetzt? Ernsthaft? Ich will endlich wieder eine komplette Saison diesen hammergeilen FCK-Fußball sehen. Mit einem Trainer Marco Antwerpen. Denn er ist der einzige Trainer - mit der kurzen Ausnahme seines (Vor)Namensvetters - gewesen, der die FCK-Essenz kennt und lebt. Er weiß genau, wie der Hase auf dem Berg laufen muss. Er weiß, was die FCK-Fans in erster Linie brauchen - ehrlichen Betze-Fußball, kämpfen, rennen, kratzen und beißen. Lieber ein 3:3 mit verrücktem Spielverlauf in den letzten zehn Minuten als ein 0:0 nach zwei Eckbälllen, fünf Einwürfen und einer Fastparade des gegnerischen Torhüters. Er ist der Mann, er verkörpert die Seele dieser Art Fußball zu spielen. Und das natürlich auf einem hohen spielerischen Niveau. Lasst ihn nur machen, er schafft das!

Und zum Abschluss dieser - zugegeben hochemotionalen und weniger analytischen - Saisonbetrachtung möchte ich dieser Mannschaft danken. Sie ist aus einem Haufen gelangweilter Kurgäste zu einem rennenden, kämpfenden, kratzenden und beißenden Haufen Abstiegskämpfer mutiert. Wahnsinn, sie war zum richtigen Zeitpunkt fokussiert, geil und willig:

DANKE, IHR SCHEISS WIXXER FÜR DIESE GEILE SAISON!!

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You want it darker
We kill the flame

Leonard Cohen (1934-2016)
Die Couchingzone |#2213
16.05.2021 - 19:46 Uhr
Zitat von bahli77
Wir spielen uns nicht länger hochfair mit langweiligem Fußball in die Herzen unserer Schwiegermütter, wir ballern uns mit Vehemenz, Kampf und Dreck im Gesicht in die Herzen unserer Fans.

Respekt! So einen verbalen Lupfer liest man in Drittliga-Couchings nicht oft! daumen-hoch Den hättest Du allerdings auch nicht spielen können, wenn Saibene länger stehen geblieben wäre, anstatt runterzugehen.

Und auch die Wendung "gnadenloser Verächter von Ergebnisfußball" donnert wie ein Strahl ins lange, obere Eck und zerreißt dabei fast das virtuelle Netz. Das war allerdings auch mit vollem Risiko volley genommen und hätte ebenso gut über das FCK-Tribun-Dach in Richtung Bahnhof fliegen können.

MIt solchen Hurra-Couchings gewinnt man rein taktisch betrachtet keinen Literatur-Nobelpreis. Die Trope, "mit dem Schneidbrenner durch die Butter" zu reiten, kreuzt mithin nicht die subtile stilistische Klinge, sondern assoziiert sich eher mit der Bilderwelt von Pferdefleisch, Bratwurst, Fackeln und Mistgabeln. Aber so ist er ja nunmal auch, der hundsgemeine FCK'ler.

Und genau da setzt dann auch meine Kritik ein: Es geht doch nicht darum, die "Volkskultur" im Couching einfach nur widerzuspiegeln, sondern sie quantenphysikalisch auf Abweichungen vom Standardmodell (z.B. per Messung der asymmetrisch abkippenden Schiri-Fehlentscheidungsstreuungsstrahlung) hin zu durchleuchten. Und es ist Dir hier zudem noch nicht gelungen, das Fußball-Gottesteilchen zu detektieren. Von daher erwarte ich mit Spannung Dein morgiges Folge-Couching!

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nginx
Die Couchingzone |#2214
16.05.2021 - 20:31 Uhr
Zitat von Newtrial
Und es ist Dir hier zudem noch nicht gelungen, das Fußball-Gottesteilchen zu detektieren. Von daher erwarte ich mit Spannung Dein morgiges Folge-Couching!

Jetzt hältst du aber einmal den Balle flach. Siehe mein Couching als Steilvorlage für wen auch immer. Ich bin von Hause aus Vorbereiter, Flankengott oder Durchstecker. Reinmachen muss jetzt das vordere Fachpersonal grins

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You want it darker
We kill the flame

Leonard Cohen (1934-2016)
Die Couchingzone |#2215
17.05.2021 - 07:16 Uhr
@bahli77 Lieblos dahin gewixxter Text. Keine Emotion und kaum Wörter in Kapitälchen, weder echten noch falschen. Ja, zugegeben: mal hier ein Rumms, mal da ein Saarpups. Einzig das Häschen auf dem Betze rettet das Ganze.

Ich sags mal so: DANKE, DU BIST AUCH EIN SCHEISS WIXXER!!

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Durlacher, achso
Die Couchingzone |#2216
17.05.2021 - 14:05 Uhr
Zitat von martinf112
@bahli77 Lieblos dahin gewixxter Text. Keine Emotion und kaum Wörter in Kapitälchen, weder echten noch falschen. Ja, zugegeben: mal hier ein Rumms, mal da ein Saarpups. Einzig das Häschen auf dem Betze rettet das Ganze.

Ich sags mal so: DANKE, DU BIST AUCH EIN SCHEISS WIXXER!!

Danke Maddin, DU BIST AUCH SO EIN SCHEISS WIXXER!!

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You want it darker
We kill the flame

Leonard Cohen (1934-2016)
Die Couchingzone |#2217
17.05.2021 - 14:40 Uhr
Zitat von bahli77
Zitat von martinf112
@bahli77 Lieblos dahin gewixxter Text. Keine Emotion und kaum Wörter in Kapitälchen, weder echten noch falschen. Ja, zugegeben: mal hier ein Rumms, mal da ein Saarpups. Einzig das Häschen auf dem Betze rettet das Ganze.
Ich sags mal so: DANKE, DU BIST AUCH EIN SCHEISS WIXXER!!
Danke Maddin, DU BIST AUCH SO EIN SCHEISS WIXXER!!

Friede, Brüder, Friede! Sind wir denn nicht alle Betzebuwe? Unschuldig

Außerdem kann die inflationäre Verwendung der bezeichneten Praxis leicht zu einem Karpaltunnelsyndrom sowie zu einem gefährlichen Verlust an Rückenmarksflüssigkeit führen. Der um unser aller Wohl besorgte Pate regt daher ja auch an, die Frequenz etwas zu verringern.

Friede, Brüder, Friede! Wir sind doch alle Betzebuwe!

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Die Couchingzone |#2218
17.05.2021 - 15:09 Uhr
Der Bahli77 ließ das Couching auf die Erde fallen, wo es nicht verderbte, sondern den Samen mit FCK-Gen goss und die brodelnde Blutlinie des laudere fortsetzte

Kein Wixxer, ein Beschäler vorm Herrn

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Nichts ersetzt die Romantik eines Flutlichtspiels im Regen... ...und siegen!!

Wir denken nur noch von Grätsche zu Grätsche!

Hate the Game, not the Player!
Die Couchingzone |#2219
01.08.2021 - 08:42 Uhr
VERTRAUEN

Fußball-Fans möchten ihren Verein unterstützen! Sie möchten sich mit ihm identifizieren können. In Lautern möchten sie - nach langem Zuschauerausschluss - den Betze endlich wieder beben lassen. Sie möchten Idole unter den Spielern haben, mit deren Namen sie sich teure Trikots beflocken lassen. Sie möchten über Siege und Aufstiege jubeln und nötigenfalls auch wie die Hunde leiden, wenn die Truppe mit fliegenden Fahnen untergeht, dabei aber alles gegeben hat. That's it.

Nur relativ wenige Fans und Mitglieder interessieren sich für Vereinspolitik. Die meisten wollen sich nicht mit Finanzen, Investoren, Ausgliederung, Satzung, Gremienbesetzungen oder gar mit Insolvenzrecht auseinandersetzen. Läuft alles gut, dann kennt man die Namen vieler Vereinsverantwortlichen gar nicht - vielleicht mit Ausnahme einer Identifikationsfigur an der Vereinsspitze. Bei Gremienwahlen muss man auf Basis mehr als dürftiger Informationen votieren und geht vor allem nach dem persönlichen Eindruck. Wem kann ich vertrauen? Wer könnte wirklich helfen? Und zwischen den Wahlen möchten Viele einfach nur Ruhe und Geschlossenheit - und keineswegs "Transparenz", aktive Beteiligung an Vereinspolitik und KGaA-Entscheidungen und dergleichen. Es geht um Geschlossenheit, nicht primär um Beteiligung. Dass "WIR" der FCK sind, soll sich auf der Tribüne, im Vereinsleben der Fan-Gruppierungen, auf den Auswärtsfahrten und dergleichen ausdrücken, nicht in vereinspolitischen, juristischen und betriebswirtschaftlichen Dingen, die mit dem runden Leder nix zu tun haben. An diesen Dingen ist in der Regel nur ein kleiner Dunstkreis von Leuten kontinuierlich interessiert, die vielleicht selbst die Ambition haben, mal ein Amt oder eine Funktion im Verein zu übernehmen.

Ginge es beim Fußball um "mehr Demokratie wagen" (Willy Brandt), so wäre der FCK zuletzt ein vorbildlicher Verein gewesen, der eine Auszeichnung durch die Landeszentrale für politische Bildung verdiente. Denn seit Jahren wird ein relevanter Teil des Umfeldes infolge des Versagens ganzer Generationen von Verantwortlichen förmlich dazu gezwungen, sich mit absolut drögen Themen jenseits des runden Leders auseinanderzusetzen. Immer wieder stehen sich dabei im Umfeld unversöhnliche Lager feindlich gegenüber, die sich durch rein gar nichts mehr miteinander verbunden fühlen und einen Vernichtungs- und Ausscheidungskampf bis hin zum Vereinsausschlussverfahren gegeneinander führen. Zusammengehörigkeitsgefühl? Fehlanzeige! Gemeinsames Ringen um den besten Weg? Fehlanzeige! Noch immer kennt der Großteil der Fans und Mitglieder all dies höchstens mal aus der Rhein-Pfalz oder dem SWR, aber die Zahl der in diese Polarisierung Verstrickten ist vermutlich auch schon im vierstelligen Bereich angekommen. Nach "mehr Demokratie wagen!" fühlen sich diese elenden, mittlerweile jahrzehntelangen Grabenkämpfe dabei leider überhaupt nicht an.

Der Wunsch nach "Ruhe und Geschlossenheit" - vielleicht sogar nach einem neuen "Sonnenkönig" - ist keineswegs ein antidemokratischer Reflex. Denn der primäre Sinn und Zweck des FCK - im Jargon des Organisationsmanagements: sein "Purpose" - ist es, die Region stolz zu machen und als "kleines, gallisches Dorf" zusammenzuschweißen. Sein "Purpose" ist es, typischen "Betze-Fußball" zu zelebrieren. Und deshalb ist der FCK gesund, wenn sich mit Ausnahme eines überschaubaren Aktivistenkreises mal so rein gar niemand um die "Vereinspolitik" schert. Wenn ich mich als aktiver Staatsbürger beteiligen will, gehe ich in eine Partei oder sonstige politische Organisation oder schließe mich auf der Straße einer sozialen Bewegung an. Einem nur mit Winkeladvokatsstrategien noch rechtlich als "Verein" zulässigem Konstrukt im Profi-Fußball schließe ich mich dafür ganz sicher nicht an. Das lebendige "Vereinsleben" würde ich gerne den vielen sportlich Aktiven in den unterschiedlichen Abteilungen des FCK überlassen, das ist weder mein Metier noch mein Interesse. Und ich gehe davon aus, dass ich damit zu der überwältigenden Mehrheit der FCK-Fans und Mitglieder zähle, die im Grenzfall nicht mal wissen, dass es auch noch die Basketballer und viele Sportbereiche mehr beim FCK gibt - für uns zählt ja sogar kaum die U 23, sondern wirklich so gut wie ausschließlich die Fußball-Profi-Abteilung! DESHALB sind wir FCK'ler geworden! Nicht des Breitensports wegen.

Und wir "Konsumenten-Fans" wollen unseren Verantwortlichen schlicht VERTRAUEN können! Und deshalb wird die große Ruhe und Geschlossenheit der letzten Wochen und Monate so sehr geschätzt. Sie war wie ein warmes Vollbad. Endlich wieder Fan sein können, anstatt hinter die Kulissen schauen zu müssen! Sich endlich wieder mit den sportlich Verantwortlichen und mit Leitfiguren auf dem Platz wie einem Jean Zimmer identifizieren können! Eine sportliche Konsolidierung erkennen zu können! Zumindest ansatzweise wieder so etwas wie "Charakter" auf dem Platz zu sehen. Und schon erwies sich die angeblich so bööthe "social network bubble" weitgehend als kritiklose Fanboy-Schar. Wieder die Energie und die Wucht sammeln, die den Mythos Betze ausmachte und auch wieder ausmachen kann! Noch sind wir nicht tot! DAS war die Grundstimmung.

Aber dieses zarte Pflänzchen muss auf dem Rasen permanent gegossen werden! Und sollte es wieder totgetreten werden, dann nicht aufgrund des bööthen "Umfeldes" und des krakeelenden Newtrials, das/der nie Ruhe gibt, sondern aufgrund solcher indiskutablen Auftritte wie mal wieder in Meppen. Unser Fell ist kahl, die Haut dünn und die Zündschnur kurz. Und Durchhalte-Appelle werden garantiert nicht mehr helfen. Die Situation ist so unglaublich fragil und kann jetzt in ein, zwei Wochen kippen. Eine Demütigung im Pokal und ein, zwei weitere Niederlagen in der Liga - und all die aufgebaute Identifikation mit Marco Antwerpen, Thomas Hengen, Jean Zimmer, Felix Götze wird wie weggeblasen sein. Und dann ist vielleicht schon die letzte Chance für einen Turnaround frühzeitig in der Saison dahin, weil wir wieder im alten Versager-Fahrwasser rumdümpeln. Und die Verantwortlichen "Ruhe und Kontinuität" im Versagen einfordern.

Für Marco Antwerpen ist dies jetzt die eigentliche Feuerprobe, gegen die das Magdeburg-Spiel ein Kindergeburtstag war. Die Mannschaft muss jetzt UMGEHEND ein anderes Gesicht zeigen, dafür hat er eben nicht "zehn Spiele Zeit". Und Thomas Hengen und SPI werden daran gemessen, dass sie einen neuen hochkarätigen Zielstürmer verpflichten. Auch wenn vorher keine Kaderstelle mehr frei wird. Auch wenn das Budget dafür eigentlich nicht reicht. Es muss eine Lösung her! Nur dann kann wieder "Ruhe und Kontinuität" einkehren.

Ich will wieder in diesen kritiklosen Dornröschen-Schlaf! Die Geschlossenheit der letzten Wochen wieder erleben! Nicht auf Krawall gebürstet sein müssen. Aber dafür müssen die Verantwortlichen ihren Job machen. Marco Antwerpen hat ihn diese Woche nicht gemacht! Und Thomas Hengen macht ihn auch nicht, wenn er tatsächlich ohne echten Zielstürmer in die Saison zu gehen bereit ist. Es ist schlicht kein Raum mehr da für derartige strategische Mega-Fehler!

Ich will wieder kritiklos in die Verantwortlichen vertrauen können, keineswegs "mehr Demokratie wagen". Ich will mich am FCK-Spiel erfreuen können; oder eben leiden wie ein Hund, wenn wir eine Klatsche kassieren oder unglücklich verlieren. Das war zum Saisonende hin der Fall! Aber schon gegen Braunschweig hatte ich trotz weitgehend passabler Leistung ein leichtes Störgefühl, weil mir das Aufbäumen zum Spielende - die Schlussoffensive! - fehlte. Und gestern habe ich wieder eine Versagertruppe ohne innere Struktur und ohne jegliche Spielidee gesehen. Und so gerne ich weiter vertrauen würde - bei solchen Darbietungen geht das nicht.

Lieber Fußball-Gott, lass es nur einen üblen Ausrutscher gewesen sein!

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 01.08.2021 um 08:56 Uhr bearbeitet
Die Couchingzone |#2220
09.09.2021 - 21:56 Uhr
DIE TRIBÜNE VON MANNEM...

...war verwaist, als Marco Antwerpen bei seinem ersten Spiel für den FCK auf der Bank saß. Neben seinem Co und den Einwechselspieler war er alleine. Keine Zuschauer damals, wegen Covid. Marco Antwerpen, kurz: MA kann MA. MA, KfZ-Kennzeichen für MAnnheim, oder MAnnem. Ja, sein erstes Spiel und gleichzeitig der letzten Auswärtssieg, seither. Mit dem Saisonbeginn, nach einer Euphoriewelle, befeuert durch die Verpflichtungen von Säulen der Rückrunde, gefeiert wie MAdonnenerscheinungen, schon die erste gute Nachricht: Es „dürfen“ wieder Zuschauer in die Stadien, zumindest die 3G-ler:

- geimpft
- genesen
- getestet

Ein kleiner Lichtblick in den trüben Herzen derer, die monatelang darauf gewartet haben endlich wieder Bier trinken um ein Stück Regenwald zu retten, frei nach dem Motto: „Isch hab zwar net viel vum Spiel gesieh, awwer Hauptsach 12 neie Bääm“. Zudem kann man nun wieder über ein Thema diskutieren, wovon wir alle Ahnung haben, jeder auf seine Weise: Fußball! Dennoch: Die Enttäuschung in der neuen Saison überwiegt. Zwei Unentschieden und nur einen Sieg, alles zu Hause und gegen wen war der Sieg? Genau: MünchenAchtzehnsechzig. Sagte ich schon? MA kann MA!

Vorher dachte ich: Kann er MeppenAuch? Schön wär's gewesen, war's aber nicht. Die erste von vier Auswärtsniederlagen. Vier mal kein Tor, vier dagegen allein in Berlin gegen. 3T(ore) hätte(n) auch gereicht - 3G reicht ja auch.
4G oder 5G bitte nur im Funknetz, um ganz schnell den Frust in den sozialen Netzwerken abzuladen. Oder doch ein paar weniger G's, damit es gar nicht so weit kommt?

Letztes Spiel dann gegen MAgdeburg. MAg de Spielverlauf auch nicht näher aufdröseln, kein neues Fass aufMAchen, Leistung war MAngelhaft und schlug mir auf den MAgen, dass mir beinahe mein Burger wieder hoch kam. Aber MAgdeburger haben ja auch MD und nicht MA.

Wer ist dann schuld?

Der Trainer, der es nicht hinbekommt, ein Spielsystem in die Köpfe zu verpflanzen?
Nein, der hat ein Spielsystem im Kopf. Blöd halt, dass es ja nicht sein Kopf ist, wo es rein muss. Vielleicht ein MAchtwort und einfach nur eine einfache Erklärung?

Der Sportdirektor, der es nicht hinbekommt, eine homogene Truppe zusammenzustellen?
Nein, der holt wenigstens zum Ende der Transferperiode noch einen hippen Innenverteidiger, auch wenn woanders der Schuh drückt.

Sind es die Investoren?
Nein, die haben gemacht, was man verlangt hat. Geld reingeschmissen ins Fass ohne Boden. Vielleicht wollen sie aber auf MA machen, also mehr MAcht?

MAcht wollen
MAcht haben
MAchtkämpfe

Die geneigten Zuschauer, der es nicht hinbekommt, einmal ruhig und entspannt 90 Minuten einfach nur Fußball zu gucken?
Ja, genau, die sind dran schuld! Nicht die hohe Erwartungserhaltung, nein! Während der Zuschauerauschlüsse haben die Spieler ihren Trainer nämlich noch gehört, wenn er von außen etwas auf den Platz gerufen hat. Jetzt pfeifen, buhen und schreien 5.000 Leute aus dem weiten Rund permanent in Richtung grünem Rasen. Kein Wunder, dass da jeder macht, was er will und nicht das, was er soll! MAnchmal klatschen sie auch und verwirrt die im roten Dress noch mehr, da sie denken, mal was richtig gemacht zu haben.


Sind doch die Spieler dran schuld?
Ich plädiere eh dafür, dass nur noch 3G-Spieler auf dem Feld stehen. Wär doch mal ein neuer Ansatz.

- gierig
- gallig
- Gras fressend

Die Tribüne von Mannem, ich rede jetzt von der adaptierten Filmreihe, begannen mit den „Hungerspielen“ und dabei ist es doch so einfach! Sich dem Gegner stellen, niederkämpfen und als Sieger vom Platz gehen und nie satt sein, sondern mehr wollen. Das ist keine MAgie und war schon in der MittelmeerAntike so und auch im MittelAlter. Beim FCK verhungern nur die Stürmer, sie werden nicht mit Flanken gefüttert und hängen in der Luft.

Dabei schmeckt ein Sieg doch so fein. Besser noch, nach Spielende mit ner MAgnesiumtablette, aufgelöst im Krombacher* und gut ist! Besser als MAggi*!
Mist, Magnesium ist Mg, Ma wäre Masurium, gibt’s nicht mehr, genauso wie es den FCK bald nicht mehr gibt.
Masurium heißt jetzt Technetium und hört sich an wie ein Laptoptrainer, hätten wir auch Schommers behalten können!

Mg, ebenso als militärische Abkürzung gebräuchlich, für „manchmal gehts“. Ja, wenigstens manchmal, immer noch besser als gar nicht. MAcht's besser, macht mal!
Es geht aber gar nicht um Mg, sondern um MA, daher erinnere ich: MA kann MA. Also keine Panic, in jedem room, am SAMstag zeigt es MA wieder, dass er MA kann, wenn auch nicht in MA.

Sollte es doch nicht klappen, dann lMA A. Das übernächste Spiel ist dann in Verl, die haben GT als KfZ-Kennzeichen, also muss ein entsprechender Trainer her und dafür gibt es nur einen !

*dieser Post enthält MArkenproduktplatzierungen!

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„Das Größte, was man erreichen kann, ist nicht, nie zu straucheln, sondern jedes Mal wieder aufzustehen.“ (Nelson Mandela)
„Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.“ (Oscar Wilde)
„Ein Spiel zu gewinnen ist leichter, wenn man gut spielt, als wenn man schlecht spielt.“ (Johan Cruyff)
„Wir kaufen Dinge, die wir nicht brauchen, um Leute zu beeindrucken, die wir nicht mögen, mit Geld, das wir nicht haben.“ (Richard David Precht)
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