Erwartungen an die Saison 2026/27
27.07.2026 - 14:36 Uhr
Das HA titelt heute „Bahn zu spät. Neue Zahlen: So viele Fernzüge am HHer HBF sind unpünktlich“. Pünktlich, auf jeden Fall rechtzeitig, zum Start der neuen Saison kommt der traditionelle Thread zu den Erwartungen für die neue Saison.
Erwartungen sind innere Vorstellungen, Annahmen oder Hoffnungen bezüglich zukünftiger Ereignisse, das Problem der Zukunft ist, dass sie unsicher ist, aber ansonsten hätten wir auch nichts zu diskutieren.
Zu hohe Erwartungen können zu Enttäuschungen führen, während realistische Ziele eher helfen können zufriedener zu sein. Ist das wirklich so? Vielleicht, aber vermutlich nicht immer, entstehen Enttäuschungen auch, wenn die Realität nicht dem idealen Wunschbild entspricht, so wie wir es häufig in den STT lesen können. Realistische Einschätzungen helfen aber möglichen Frust zu verringern.
Der HSV hat die letzte Saison als Aufsteiger im Ergebnis ziemlich souverän abgeschlossen, obwohl sich der Platz 13, und noch wichtiger, der Punkteabstand zu den Abstiegsplätzen, erst relativ spät erreicht wurde. Das soll aber die insgesamt gesehen respektable Saisonleistung aller Beteiligter nicht schmälern. Der Umbau des taktischen Konzepts und des Kaders haben insgesamt gut funktioniert, wissend, dass die last-minute-transfers ganz entscheidend für den Saisonerfolg waren.
Läßt sich dies wiederholen oder sogar verbessern? Ganz grundsätzlich wird häufig gesagt, dass die zweite Saison schwerer ist als die erste. Statistisch mag dies nicht zutreffend sein, da viele der Aufsteiger gleich wieder absteigen. Gemeint ist deshalb aus meiner Sicht auch das zweite Jahr für die Mannschaften, die in der 1. Liga verblieben sind. Üblicherweise steigen die Erwartungen an die Mannschaft, weil man auf den Erfolgen der Vorsaison aufbaut, Erfahrungen gemacht hat, den Kader weiter entwickeln will. Wird es diesmal beim HSV auch so sein? Sicher ist, dass Vuskovic nicht mehr im Volkspark auflaufen wird, bei Vieria besteht noch Hoffnung. Die ersten Neuzugänge sind da, Daka hat im ersten Testspiel gleich ein ! gesetzt, ebenso wie der Youngster Lemke. Wie der Kader final aussehen wird, ist noch nicht abzusehen, Abgänge könnten noch erfolgen (Dompe, Pherai, Muheim, Balde).
Neu ist auch die Sportvorständin Krüger, die u.a. die Nachwuchsarbeit verbessern soll, ein wichtiger strategischer Ansatz, kurzfristige Erfolge sind da nicht zu erwarten, eine Verbesserung der Grundlagen und Verzahnung schon. Krüger ist ein externer Neuzugang, ansonsten sind viele Führungspositionen durch interne Aufstiegskarrieren besetzt worden in den letzten Jahren (Polzin, Huwer, Costa, Rohmer). Nach Aussage von Krüger ist es „identitätsstiftend, eigene Talente im Volkspark zu sehen“. Auch finanziell sollten sich Erfolge mittelfristig einstellen, um die Kosten von 8-10 Mio jährlich zu rechtfertigen, mit Balde oder Stange sind erste Akzente gesetzt, die auch die notwendigen Transfereinahmen realistisch machen.
Nach der Saison ist vor der Saison und es gilt, die Mannschaft gut vorzubereiten. Wie auch im Vorjahr, hat Polzin & Team die Saison genau analysiert:
„Die Jungs aus dem Trainerteam um Loic, Richi und Max haben unfassbare Arbeit in der Nachbereitung der vergangenen Saison geleistet. Wir haben jede Trainingseinheit, jedes Spiel und jede einzelne Spielphase mit unterschiedlichen Kriterien analysiert. Daraus ist eine klare Idee entstanden, wie der Kader und unser Spiel aussehen sollen. Wir haben festgestellt, was gut war und welche Dinge wir weiterentwickeln wollen. Die kontrollierten Phasen waren bei uns top – gutes Angreifen, gutes Verteidigen, aber in den Momenten dazwischen waren wir zu langsam im Kopf und konnten aus unterschiedlichen Gründen Intensitäten nicht gehen. Der Rahmen steht.“
https://www.hsv.de/news/polzin-es-geht-um-etwas-das-groesser-ist-als-drei-punkte
Sehr ihr es wie Polzin? Welche Erwartungen, welche Schwerpunkte habt ihr? Los geht's.
Erwartungen sind innere Vorstellungen, Annahmen oder Hoffnungen bezüglich zukünftiger Ereignisse, das Problem der Zukunft ist, dass sie unsicher ist, aber ansonsten hätten wir auch nichts zu diskutieren.
Zu hohe Erwartungen können zu Enttäuschungen führen, während realistische Ziele eher helfen können zufriedener zu sein. Ist das wirklich so? Vielleicht, aber vermutlich nicht immer, entstehen Enttäuschungen auch, wenn die Realität nicht dem idealen Wunschbild entspricht, so wie wir es häufig in den STT lesen können. Realistische Einschätzungen helfen aber möglichen Frust zu verringern.
Der HSV hat die letzte Saison als Aufsteiger im Ergebnis ziemlich souverän abgeschlossen, obwohl sich der Platz 13, und noch wichtiger, der Punkteabstand zu den Abstiegsplätzen, erst relativ spät erreicht wurde. Das soll aber die insgesamt gesehen respektable Saisonleistung aller Beteiligter nicht schmälern. Der Umbau des taktischen Konzepts und des Kaders haben insgesamt gut funktioniert, wissend, dass die last-minute-transfers ganz entscheidend für den Saisonerfolg waren.
Läßt sich dies wiederholen oder sogar verbessern? Ganz grundsätzlich wird häufig gesagt, dass die zweite Saison schwerer ist als die erste. Statistisch mag dies nicht zutreffend sein, da viele der Aufsteiger gleich wieder absteigen. Gemeint ist deshalb aus meiner Sicht auch das zweite Jahr für die Mannschaften, die in der 1. Liga verblieben sind. Üblicherweise steigen die Erwartungen an die Mannschaft, weil man auf den Erfolgen der Vorsaison aufbaut, Erfahrungen gemacht hat, den Kader weiter entwickeln will. Wird es diesmal beim HSV auch so sein? Sicher ist, dass Vuskovic nicht mehr im Volkspark auflaufen wird, bei Vieria besteht noch Hoffnung. Die ersten Neuzugänge sind da, Daka hat im ersten Testspiel gleich ein ! gesetzt, ebenso wie der Youngster Lemke. Wie der Kader final aussehen wird, ist noch nicht abzusehen, Abgänge könnten noch erfolgen (Dompe, Pherai, Muheim, Balde).
Neu ist auch die Sportvorständin Krüger, die u.a. die Nachwuchsarbeit verbessern soll, ein wichtiger strategischer Ansatz, kurzfristige Erfolge sind da nicht zu erwarten, eine Verbesserung der Grundlagen und Verzahnung schon. Krüger ist ein externer Neuzugang, ansonsten sind viele Führungspositionen durch interne Aufstiegskarrieren besetzt worden in den letzten Jahren (Polzin, Huwer, Costa, Rohmer). Nach Aussage von Krüger ist es „identitätsstiftend, eigene Talente im Volkspark zu sehen“. Auch finanziell sollten sich Erfolge mittelfristig einstellen, um die Kosten von 8-10 Mio jährlich zu rechtfertigen, mit Balde oder Stange sind erste Akzente gesetzt, die auch die notwendigen Transfereinahmen realistisch machen.
Nach der Saison ist vor der Saison und es gilt, die Mannschaft gut vorzubereiten. Wie auch im Vorjahr, hat Polzin & Team die Saison genau analysiert:
„Die Jungs aus dem Trainerteam um Loic, Richi und Max haben unfassbare Arbeit in der Nachbereitung der vergangenen Saison geleistet. Wir haben jede Trainingseinheit, jedes Spiel und jede einzelne Spielphase mit unterschiedlichen Kriterien analysiert. Daraus ist eine klare Idee entstanden, wie der Kader und unser Spiel aussehen sollen. Wir haben festgestellt, was gut war und welche Dinge wir weiterentwickeln wollen. Die kontrollierten Phasen waren bei uns top – gutes Angreifen, gutes Verteidigen, aber in den Momenten dazwischen waren wir zu langsam im Kopf und konnten aus unterschiedlichen Gründen Intensitäten nicht gehen. Der Rahmen steht.“
https://www.hsv.de/news/polzin-es-geht-um-etwas-das-groesser-ist-als-drei-punkte
Sehr ihr es wie Polzin? Welche Erwartungen, welche Schwerpunkte habt ihr? Los geht's.
27.07.2026 - 15:31 Uhr
Für mich ist das Ziel erneut Platz 15, hilfsweise Platz 16. Jedes weitere Jahr Bundesliga hilft dem HSV, sich weiter zu stabilisieren und die finanziellen Möglichkeiten zu erweitern. Es wird ja jetzt schon deutlich, wie viel Beinfreiheit die erfolgte Abzahlung des Schuldscheindarlehens (vormals Stadionkredit) und der Fananleihe, uns für die neue Saison verleihen.
Also bescheiden bleiben, eingedenk des schweren Startprogramms ruhig bleiben, wenn wir nach 6 Spieltagen nur 4 bis 6 Punkte haben. Mich an der Weiterentwicklung des Kaders und Systems erfreuen.
Möglichst am Ende 39 Punkte machen, Klassenerhalt 1. Klasse wäre schön.
Also bescheiden bleiben, eingedenk des schweren Startprogramms ruhig bleiben, wenn wir nach 6 Spieltagen nur 4 bis 6 Punkte haben. Mich an der Weiterentwicklung des Kaders und Systems erfreuen.
Möglichst am Ende 39 Punkte machen, Klassenerhalt 1. Klasse wäre schön.
27.07.2026 - 21:41 Uhr
Zitat von Mnemosyne
Für mich ist das Ziel erneut Platz 15, hilfsweise Platz 16. Jedes weitere Jahr Bundesliga hilft dem HSV, sich weiter zu stabilisieren und die finanziellen Möglichkeiten zu erweitern. Es wird ja jetzt schon deutlich, wie viel Beinfreiheit die erfolgte Abzahlung des Schuldscheindarlehens (vormals Stadionkredit) und der Fananleihe, uns für die neue Saison verleihen.
Also bescheiden bleiben, eingedenk des schweren Startprogramms ruhig bleiben, wenn wir nach 6 Spieltagen nur 4 bis 6 Punkte haben. Mich an der Weiterentwicklung des Kaders und Systems erfreuen.
Möglichst am Ende 39 Punkte machen, Klassenerhalt 1. Klasse wäre schön.
Für mich ist das Ziel erneut Platz 15, hilfsweise Platz 16. Jedes weitere Jahr Bundesliga hilft dem HSV, sich weiter zu stabilisieren und die finanziellen Möglichkeiten zu erweitern. Es wird ja jetzt schon deutlich, wie viel Beinfreiheit die erfolgte Abzahlung des Schuldscheindarlehens (vormals Stadionkredit) und der Fananleihe, uns für die neue Saison verleihen.
Also bescheiden bleiben, eingedenk des schweren Startprogramms ruhig bleiben, wenn wir nach 6 Spieltagen nur 4 bis 6 Punkte haben. Mich an der Weiterentwicklung des Kaders und Systems erfreuen.
Möglichst am Ende 39 Punkte machen, Klassenerhalt 1. Klasse wäre schön.
Natürlich bin ich inhaltlich bei Dir.
Ich, für meine Seele, betone aber, dass ich den 16. Platz ablehne.
Ich war bei beiden Abstiegs-Reli-Auswärtsspielen. Sowas braucht Niemand.
Also, alles ab Platz 15 halte ich in diesem Jahr für einen Erfolg - mit dem aktuellen Kader.
-
Allerdings möchte ich ergänzen, dass meine Erwartungshaltung schon deshalb steigt, weil die Mittelfeldleute (bis auf Vieira, der uns aber kennt) jetzt schon beisammen sind.
Das ist ein riesiges Upgrade und ein großer Vorteil im Vergleich zum Vorjahr.
Deshalb wünsche ich mir eigentlich schon einen 11.Platz, nie abstiegsgefährdet, nie Chance nach oben.
Einfach stumpf erste Liga - dabei sein ist alles.
Kaderwerte generieren und nächstes Jahr ein, zwei Knallerverkäufe.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Kurvensteher am 27.07.2026 um 21:44 Uhr bearbeitet
27.07.2026 - 22:10 Uhr
Moin.
Für mich muß erstmal der Kader ganz feststehen anfang September, wir dann die Saison beginnen, dann würde ich allmählich ein Gefühl und Faible für die neue Saison zwecks Erwartungen gewinnen.
Stand jetzt maße ich es mir net an bzw. traue mich net daran.
Bissl Zeit muß noch vergehen, Wasser die Elbe runterfließen. 😉
LG
Ibrahim
Für mich muß erstmal der Kader ganz feststehen anfang September, wir dann die Saison beginnen, dann würde ich allmählich ein Gefühl und Faible für die neue Saison zwecks Erwartungen gewinnen.
Stand jetzt maße ich es mir net an bzw. traue mich net daran.
Bissl Zeit muß noch vergehen, Wasser die Elbe runterfließen. 😉
LG
Ibrahim
27.07.2026 - 22:38 Uhr
Zitat von HSVlove
Moin.
Für mich muß erstmal der Kader ganz feststehen anfang September, wir dann die Saison beginnen, dann würde ich allmählich ein Gefühl und Faible für die neue Saison zwecks Erwartungen gewinnen.
Stand jetzt maße ich es mir net an bzw. traue mich net daran.
Bissl Zeit muß noch vergehen, Wasser die Elbe runterfließen. 😉
LG
Ibrahim
Moin.
Für mich muß erstmal der Kader ganz feststehen anfang September, wir dann die Saison beginnen, dann würde ich allmählich ein Gefühl und Faible für die neue Saison zwecks Erwartungen gewinnen.
Stand jetzt maße ich es mir net an bzw. traue mich net daran.
Bissl Zeit muß noch vergehen, Wasser die Elbe runterfließen. 😉
LG
Ibrahim
Dem schließe ich mich an.
Solange die Rshmenbedingungen nicht feststehen, könnte ich bestenfalls Hoffnungen oder Wünsche äußern.
Über Erwartungen und erst recht über realistische Ziele, die über den Klassenerhalt hinausgehen, werde auch ich frühestens nachdenken, wenn der Kader für die Saison steht.
28.07.2026 - 08:35 Uhr
Der Klassiker – die Erwartungen.
Vielen Dank für die schöne Einordnung zum Start, @fanbeauftragter !
Es ist das Jahr 2 n.2., der HSV und seine Fans arbeiten weiterhin daran, sich als Bundesligist zu etablieren.
Da ist etwas, das ich aus dem Umfeld mitnehme, ob hier im virtuellen Raum oder beim Dummtüch-Fußballschnack auf dem Wochenmarkt oder am Tresen:
Es gibt ihn kaum noch, den Fan der frühen 2010 (wie ich auch einer war), der daran glaubt, den Erfolg mit riskanten Investitionen erkaufen zu können. Die Erwartungen ans Management sind getragen von Realitätssinn und Bedacht, die Sprüche á la ‚Kühne bräuchte doch nur 1% seiner Kohle in die Hand zu nehmen‘ sind - weitgehend - verstummt, und wahrscheinlich gibt es kaum etwas, das für unsere Zielerreichung besser ist, als diese Veränderung.
Neben dem Trainerstab und den bekannten Gesichtern Huwer, Costa und Dirscherl macht nun auch Kathleen Krüger nicht den Eindruck, dass sie mit der Überzeugung antritt, dass die Fußballwelt nur auf ihre Erleuchtungen gewartet hat. Der Teamgedanke und Geschlossenheit stehen im Vordergrund, und ich habe das in den letzten Jahren auch aus der Führungsetage als sehr bewusste und starke Botschaft wahrgenommen (von der ich auch Stefan Kuntz nicht ausschliesse). Das mag Manchem fast zu harmonisch sein, aber ich habe den Eindruck, dass uns das auf diesem Abschnitt unseres Weges sehr gut tut.
OK, das war ein langer Prolog 😀
Meine Hoffnungen wie üblich lange vor Ende der Transferperiode. Im letzten Jahr wusste keiner so recht, wie weit man den Verantwortlichen zutraut, den notwendigen massiven Umbruch zu orchestrieren. Heute sind wir ja quasi exakt diesen einen Umbruch schlauer, und die Erkenntnis daraus gibt mir das Vertrauen, dass auch für die offensichtlichen Kaderbauplätze ST, IV, RM/RAV (gegebenenfalls auch variabel beidseitig) Lösungen gefunden werden. Über allem schwebt aber natürlich der Junge, den wohl alle gern auf Pastel de Nata und Galao am Hafen einladen würden…I believe.
Was man sich seit wenigen Jahren eigentlich gar nicht mehr wünschen muss, weil es gelebte Realität ist: Finanzielle Solidität ist eingekehrt und wurde auch in der neuen Liga auf dem erhöhten Niveau fortgesetzt. Ob das abgelaufene Geschäftsjahr nun mit einem kleinen Plus oder gar deutlich über den Erwartungen abschließt, ist dabei fast zweitrangig – die Eigenkapitaldecke mit mit der Umwandlung der WSV weiter anwachsen, die Liquidität sieht sehr gut aus, und finanzielle Husarenritte gehören unter der jetzigen Führung der Vergangenheit an.
Sportlich bleibe ich demütig: Wir sind noch nicht an einem Punkt angelangt, da wir mit großer Selbstverständlichkeit ambitionierte kurzfristige Ziele formulieren können; der Abgang mindestens einer der Klassenerhaltsäulen wiegt schwer, und die Konkurrenz ist wach. Ich würde meine Hoffnung des Vorjahres wiederholen: ‚Platz 15‘, gern zwei- drei Spieltage vor Schluss gesichert, und das mit einem Fußball, der mit einem Mix aus individueller Klasse und kollektiver Spielidee eine eigene Handschrift trägt.
Wenn Team Polzin im Mai 2027 noch am Ruder ist, dann dürfte viel richtig gelaufen sein.
Ein Ziel zur Etablierung einer strategischen Transferpoltik bleibt für mich die erfolgreiche Förderung unserer jungen Spieler. Dazu gehört dann natürlich auch die Realisierung von Marktwerten, auch wenn es mal kurzfristig schmerzt, einen Baldé oder eine Stange zu verlieren.
Als Fußballromantiker komme ich bei all‘ den rationalen Zielsetzungen ohne einen kleinen Wunschtraum nicht aus: Ich wünsche mir sehr, im November oder Dezember an einem kalten Samstagabend im Volkspark zu stehen und bei der Einwechslung den Namen der #44 mit 52.000 anderen HSVern so laut zu schreien, wie es dieses Stadion vielleicht noch nicht gesehen hat. Die Gedanken gehen dabei zurück an Air Bäron gegen den MSV Duisburg…
Unterm Strich greife ich leicht modifiziert zurück auf meinen Abschluß im Erwartungsfred der Vorsaison:
Ich wünsche mir, dass am Ende der Saison die Konkurrenz sagt: ‚Schon klasse, dass der HSV wieder da ist, auch wenn die Spiele gegen ihn - nicht nur im Volkspark -wirklich sehr unangenehm sind.‘
Damit wäre als erster – bzw. in diesem Jahr zweiter - Schritt für mich schon viel erreicht auf einem Weg des organischen Wachstums, das auf eine mittel- bis langfristige Planung und Zielsetzung ausgelegt ist, die uns als etablierten Erstligisten definiert.
Gruß
Jottkah1887
Vielen Dank für die schöne Einordnung zum Start, @fanbeauftragter !
Es ist das Jahr 2 n.2., der HSV und seine Fans arbeiten weiterhin daran, sich als Bundesligist zu etablieren.
Da ist etwas, das ich aus dem Umfeld mitnehme, ob hier im virtuellen Raum oder beim Dummtüch-Fußballschnack auf dem Wochenmarkt oder am Tresen:
Es gibt ihn kaum noch, den Fan der frühen 2010 (wie ich auch einer war), der daran glaubt, den Erfolg mit riskanten Investitionen erkaufen zu können. Die Erwartungen ans Management sind getragen von Realitätssinn und Bedacht, die Sprüche á la ‚Kühne bräuchte doch nur 1% seiner Kohle in die Hand zu nehmen‘ sind - weitgehend - verstummt, und wahrscheinlich gibt es kaum etwas, das für unsere Zielerreichung besser ist, als diese Veränderung.
Neben dem Trainerstab und den bekannten Gesichtern Huwer, Costa und Dirscherl macht nun auch Kathleen Krüger nicht den Eindruck, dass sie mit der Überzeugung antritt, dass die Fußballwelt nur auf ihre Erleuchtungen gewartet hat. Der Teamgedanke und Geschlossenheit stehen im Vordergrund, und ich habe das in den letzten Jahren auch aus der Führungsetage als sehr bewusste und starke Botschaft wahrgenommen (von der ich auch Stefan Kuntz nicht ausschliesse). Das mag Manchem fast zu harmonisch sein, aber ich habe den Eindruck, dass uns das auf diesem Abschnitt unseres Weges sehr gut tut.
OK, das war ein langer Prolog 😀
Meine Hoffnungen wie üblich lange vor Ende der Transferperiode. Im letzten Jahr wusste keiner so recht, wie weit man den Verantwortlichen zutraut, den notwendigen massiven Umbruch zu orchestrieren. Heute sind wir ja quasi exakt diesen einen Umbruch schlauer, und die Erkenntnis daraus gibt mir das Vertrauen, dass auch für die offensichtlichen Kaderbauplätze ST, IV, RM/RAV (gegebenenfalls auch variabel beidseitig) Lösungen gefunden werden. Über allem schwebt aber natürlich der Junge, den wohl alle gern auf Pastel de Nata und Galao am Hafen einladen würden…I believe.
Was man sich seit wenigen Jahren eigentlich gar nicht mehr wünschen muss, weil es gelebte Realität ist: Finanzielle Solidität ist eingekehrt und wurde auch in der neuen Liga auf dem erhöhten Niveau fortgesetzt. Ob das abgelaufene Geschäftsjahr nun mit einem kleinen Plus oder gar deutlich über den Erwartungen abschließt, ist dabei fast zweitrangig – die Eigenkapitaldecke mit mit der Umwandlung der WSV weiter anwachsen, die Liquidität sieht sehr gut aus, und finanzielle Husarenritte gehören unter der jetzigen Führung der Vergangenheit an.
Sportlich bleibe ich demütig: Wir sind noch nicht an einem Punkt angelangt, da wir mit großer Selbstverständlichkeit ambitionierte kurzfristige Ziele formulieren können; der Abgang mindestens einer der Klassenerhaltsäulen wiegt schwer, und die Konkurrenz ist wach. Ich würde meine Hoffnung des Vorjahres wiederholen: ‚Platz 15‘, gern zwei- drei Spieltage vor Schluss gesichert, und das mit einem Fußball, der mit einem Mix aus individueller Klasse und kollektiver Spielidee eine eigene Handschrift trägt.
Wenn Team Polzin im Mai 2027 noch am Ruder ist, dann dürfte viel richtig gelaufen sein.
Ein Ziel zur Etablierung einer strategischen Transferpoltik bleibt für mich die erfolgreiche Förderung unserer jungen Spieler. Dazu gehört dann natürlich auch die Realisierung von Marktwerten, auch wenn es mal kurzfristig schmerzt, einen Baldé oder eine Stange zu verlieren.
Als Fußballromantiker komme ich bei all‘ den rationalen Zielsetzungen ohne einen kleinen Wunschtraum nicht aus: Ich wünsche mir sehr, im November oder Dezember an einem kalten Samstagabend im Volkspark zu stehen und bei der Einwechslung den Namen der #44 mit 52.000 anderen HSVern so laut zu schreien, wie es dieses Stadion vielleicht noch nicht gesehen hat. Die Gedanken gehen dabei zurück an Air Bäron gegen den MSV Duisburg…
Unterm Strich greife ich leicht modifiziert zurück auf meinen Abschluß im Erwartungsfred der Vorsaison:
Ich wünsche mir, dass am Ende der Saison die Konkurrenz sagt: ‚Schon klasse, dass der HSV wieder da ist, auch wenn die Spiele gegen ihn - nicht nur im Volkspark -wirklich sehr unangenehm sind.‘
Damit wäre als erster – bzw. in diesem Jahr zweiter - Schritt für mich schon viel erreicht auf einem Weg des organischen Wachstums, das auf eine mittel- bis langfristige Planung und Zielsetzung ausgelegt ist, die uns als etablierten Erstligisten definiert.
Gruß
Jottkah1887
28.07.2026 - 09:15 Uhr
2 n.2?
Ich dachte an 2 n.A. (nach Aufstieg). Was bedeutet die zweite 2?
Zitat von Jottkah1887
Als Fußballromantiker komme ich bei all‘ den rationalen Zielsetzungen ohne einen kleinen Wunschtraum nicht aus: Ich wünsche mir sehr, im November oder Dezember an einem kalten Samstagabend im Volkspark zu stehen und bei der Einwechslung den Namen der #44 mit 52.000 anderen HSVern so laut zu schreien, wie es dieses Stadion vielleicht noch nicht gesehen hat. Die Gedanken gehen dabei zurück an Air Bäron gegen den MSV Duisburg…
Als Fußballromantiker komme ich bei all‘ den rationalen Zielsetzungen ohne einen kleinen Wunschtraum nicht aus: Ich wünsche mir sehr, im November oder Dezember an einem kalten Samstagabend im Volkspark zu stehen und bei der Einwechslung den Namen der #44 mit 52.000 anderen HSVern so laut zu schreien, wie es dieses Stadion vielleicht noch nicht gesehen hat. Die Gedanken gehen dabei zurück an Air Bäron gegen den MSV Duisburg…
Hier hast du mich, das ist ja so meins.
#44 Vuskovic wurde letzte Saison schon so laut geschrien, da konnten selbst Rock/Metal Konzerte kaum mithalten. Wie krass würde es also kommende Saison werden?
Was ich - laut Spielpläne - orakeln könnte, wäre:
Am 09.01.2027 spielt der HSV im Volkspark gegen B04 und passenderweise hat Brighton erst am Tag darauf ein Spiel im FA Cup, sollten sie die erste Runde bestehen. Ich will da ja nun nicht zu viel hineininterpretieren, aber ich werde mein Augen auf den Rängen offen halten
Zu meinen Erwartungen:
Ich erhoffe mir die 38 Punkte aus der Vorsaison, sowie einen klaren taktischen Plan.
Ich bin mir bewusst, dass unser Auftaktprogramm echt knackig ist und wir nach 6 Spielen eventuell nur bei 1-4 Punkten landen könnten. Aber what else? Dann holen wir die Punkte eben danach. Wichtig ist nur, dass wir Vertrauen haben und nicht zu hektisch werden.
Spielerisch stehen wir jetzt schon besser da als letzte Saison, die Taktik und das System ist auch klarer und verständlicher als zum selben Zeitpunkt der Vorsaison. Die bisherigen Transfers sind sinnig und es dürfen nun gerne noch ein RV und ZIV zu uns stoßen, bis wir an die nice2have Transfers angehen.
Ich hoffe, dass wir dieses Jahr ohne irgendwelche Nebenkriegsplätze unterwegs sein können. Weder billige Witze, noch Anzüglichkeiten, noch Streit oder Alkoholfahrten. Darauf hab ich einfach keinen Bock!
Worauf ich aber Bock habe? Auf das neue Auswärtstrikot
(sollten die Leaks stimmen). Nun gibt es nur noch eins zu sagen: Wech haun! Nur der HSV!
28.07.2026 - 09:26 Uhr
😆
2 nach Liga 2, seeehr verschwurbelt.
Gruß
Jottkah1887
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Jottkah1887 am 28.07.2026 um 09:26 Uhr bearbeitet
28.07.2026 - 10:08 Uhr
Zitat von Jottkah1887
Der Klassiker – die Erwartungen.
Vielen Dank für die schöne Einordnung zum Start, @fanbeauftragter !
Es ist das Jahr 2 n.2., der HSV und seine Fans arbeiten weiterhin daran, sich als Bundesligist zu etablieren.
...
Gruß
Jottkah1887
Der Klassiker – die Erwartungen.
Vielen Dank für die schöne Einordnung zum Start, @fanbeauftragter !
Es ist das Jahr 2 n.2., der HSV und seine Fans arbeiten weiterhin daran, sich als Bundesligist zu etablieren.
...
Gruß
Jottkah1887
Ich kann mich den wunderbaren Ausführungen von Jens nur anschließen. Besser kann man es für die äußerlichen Bedingungen und alles drumherum wohl nicht formulieren. Die einzige Ergänzung die ich noch vornehmen möchte ist ein kleines Zahlenspiel und dabei werfe ich auch einen kurzen Blick auf die Marktwerte:
Für mich ist die TOP 8 von Bayern über Leipzig, Leverkusen, Dortmund, Stuttgart, Frankfurt und Hoffenheim bis Freiburg aktuell nicht erreichbar und nicht unsere Kragenweite (1 Mrd. bis 240 Mio.). Auf der anderen Seite liegen Schalke, Elversberg und Paderborn mit rund 40-60 Mio. klar hinter uns. Wir rangieren weiterhin auf Platz 15 (105 Mio.).
Was leite ich daraus ab? Meine Persönliche Meisterschaft ist Platz 9. Den hätten wir letzte Saison schon erreichen können und das wäre auch diese Saison möglich, wenn wir besser arbeiten als die Konkurrenz. Das Minimalziel ist nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben und gesichert auf Rang 15 zu landen, ohne groß zittern zu müssen. Union, Köln, Gladbach, Bremen, Augsburg und Mainz sind aber Vereine (110-170 Mio.), zu denen wir ganz langsam aufschließen müssen und die wir sportlich schlagen können bei Overperformance.
In der letzten Saison waren es 38 Punkte. Wenn wir es trotz der ertragslosen Abgänge von Vuskovic und Vieira schaffen, 1-2 Punkte mehr zu holen und am Ende 39 bis 40 Punkte erreichen (oder sogar 2-3 Pünktchen mehr für Rang 9) wäre das eine fantastische Leistung für das zweite Jahr in Liga 1.
Ich denke, dass das durchaus machbar sein kann, weil wir nun bereits einen Kern mit DHF, Capaldo, Jordan, MMMM, Rambo, Lokonga, Grönbaek und Poulsen haben, die das neue System und die Prinzipien von Polzin/Fave verinnerlicht haben. Das dürfte uns gerade in den ersten Spielen Rückenwind geben, auch wenn natürlich noch IV, RV und ST (+Vieira) zu besetzen sind.
Und zum Abschluss, einfach damit es einmal gesagt ist: Es ist statistisch gesehen wiederlegt und Quatsch, dass das 2. Jahr das schwierigste in der Bundesliga ist. Die Abstiegsgefahr ist im ersten Jahr am höchsten.
Also, gehen wir es an. Auf viele gemeinsame Fahrten und Bierchen! NUR DER HSV.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Schlienz am 28.07.2026 um 10:10 Uhr bearbeitet
11.08.2026 - 11:08 Uhr
Wenn man an die letzten 10, 12 Jahre denkt, ist es schon Wahnsinn, was in all den Jahren passiert ist, vom Europapokal, Abstieg, Fast-Insolvenzen, Aufstieg, Klassenerhalt. Aber in dieser Aufzählung zeigt sich der Ansatz eines U-Verlaufs, d.h. es ging wieder nach oben, das können nicht alle Vereine vorsichtig sagen. Insofern könnte die nächste Saison durchaus mal etwas Langweile bringen, im positiven Sinne, also eine Saison, in der man nichts mit dem Abstiegskampf zu tun hat. Wenn Huwer sagt, dass „die Entwicklung soll idealerweise selbstbestimmt weitergehen. In zehn Jahren wäre ich schon froh, wenn wir mal wieder über eine Grenze fahren, und es ist nicht wegen des Trainingslagers“ (https://www.abendblatt.de/sport/hsv/article412642142/hsv-vorstand-gibt-update-zum-stadionausbau-und-traeumt-vom-europapokal.html), dann ist der Ansatz richtig, 10 Jahre bis zu einer Qualifizierung braucht es m.E. aber nicht zu dauern, sollte es nicht.
Man hat sich eine wirtschaftliche und sportliche Basis erarbeitet, die auch aufgrund der internen Organisation und Gremienbesetzung ein Fundament zu haben scheint, dass auch Krisen den Klub nicht gleich ins Wanken bringen. Einen weiteren Beitrag zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung wird der Ausbau der Stadionkapazität kurzfristig auf 60.000 Zuschauer bringen. Trotz dieser insgesamt beachtenswerten Entwicklung darf man nicht vergessen, dass die lange Abwesenheit den Klub relativ zu den Konkurrenten der meisten Bundesligaklubs auf wirtschaftlichem Abstand hält. Obwohl für die Saison 26/27 mit rd. 40 Mio. an TV-Gelder kalkuliert werden kann, was einen spürbaren Anstieg bedeutet, ist man in diesem Bereich noch deutlich hinter Klubs wie Union (60 Mio), Mainz (61 Mio) oder Bremen (47 Mio). Auch in Bezug auf die Basis für die Generierung von Transfererlösen hat man noch Nachholbedarf, wenn man bedenkt, was Klubs wie Freiburg, Hoffenheim oder Mainz regelmäßig erhebliche Transferüberschüsse erzielen. Diese Bereiche sind zwar nur 2 von mehreren Erlösbereichen, aber eben sehr bedeutende, wenn es darum geht Überrenditen zu erzielen, zumal die Spieltagserlöse nur begrenzt zu steigern sind.
Insofern ist mittelfristig wichtig die Basis für die Erhöhung der TV-Gelder und Transfererlöse zu verbessern und insofern ist eine Erwartung da, dass auch in dieser Saison die Voraussetzungen hierfür weiter verbessert werden. Die Beteiligung von Nachwuchskräften in der Saisonvorbereitung mit z.T. überzeugenden Leistungen deuten darauf hin, dass im Nachwuchs positive Entwicklungen zu verzeichnen sind, was bei dem hohen finanziellen Einsatz aber auch notwendig ist. Bei den externen Winterzugängen von Talenten, die nicht günstig waren, hat sich ein differenzierte Bild ergeben. Insgesamt kann man mit der Entwicklung noch nicht zufrieden sein. Zudem ist auf der Abgangsseite aktuell kein großer finanzieller Beitrag zu erwarten.
Die Erhöhung der TV-Gelder, nicht nur absolut, sondern auch relativ, erfordert eine sportliche Entwicklung, also vor allem eine Verbesserung des Tabellenplatzes. Ob dies gelingen an, ist ob der Frage des finalen Kaders noch nicht einzuschätzen. Auf der einen Seite hat man ein gewisse Gerüst, die ein gemeinsames erstes Jahr 1. Liga hatten, aber der Abgang von Vuskovic wiegt m.E. schwer und wird auch durch den noch angestrebten Neuzugang nicht zu kompensieren sein. Vieles dürfte auch an einem erfolgreichen Kauf von Vieria hängen, der alleine den einen oder anderen Tabellenplatz garantieren dürfte. Eine Verbesserung im Sturm verspricht aktuell die Verpflichtung von Daka, der in der Vorbereitung zu überzeugend wußte, aber im Ligaalltag noch bestehen muss. Auffällig ist des Weiteren, dass die Neuzugängen, auch die aktuell geplant werden, alle eine gewisse Delle in ihrer Karriere hatten bzw. haben. Dies erhöht die Chancen, aber auch die Risiken. Risiken sehe ich des Weiteren in der Verletzungsanfälligkeiten z.B. von Spielern wie Lokonga, Balde oder Grönbaek.
Polzin strebt an sein taktischen Ansatz weiter zu entwickeln, er will wohl mehr über die Außen kommen, mehr Tiefe ins Spiel bekommen. Hierzu ist der Kader noch entsprechend anzupassen, ob dies gelingt, wissen wir noch nicht.
Insgesamt sind in sportlicher Hinsicht noch viele Fragen unbeantwortet, so dass mir eine Verbesserung des erreichten Tabellenplatzes nicht unbedingt realistisch erscheint, vermutlich wäre es als Erfolg zu werten, sollte der Vorjahresplatz wieder erreicht werden. Aber wie immer, gibt es auch weiteren Unwägbarkeiten wie Verletzungen oder die Entwicklung bei der Konkurrenz.
In finanzieller Hinsicht ist der Merchandising-Bereich inzwischen ebenfalls von erheblicher Bedeutung, die Entwicklung in diesem Bereich hat in den letzten Jahren die erfolgreiches Entwicklung relativ genommen, schon Wahnsinn, wenn man nur an die Trikotverkäufe denkt. Ich frage mich allerdings etwas kritisch, ob der Fan dies alles mitmachen will, d.h. auch bezahlen will. Ich für mich bin es nicht und ich empfinde ganz allgemein die Entwicklung, vor allem international gesehen, das die Grenze überschritten ist.
Kritisch finde ich auch die Entwicklung bestimmter Bereich der Fanschaft. Wir hatten u.a. die Diskussion in der letzten Saison zum Thema „ACAB“. Auch die Strafen im Millionenbetrag sind negativ zu beurteilen. Ganz generell ist der zunehmende Einfluss bestimmter Fankreise kritisch zu beurteilen. Es ist zu befürchten, dass dieser Einfluss steigen wird. So ist zum einen die zunehmende Präsenz des ehemaligen Vorsängers Köhnke auffällig. Ich erwarte, dass dieser der erste bezahlte Präsident des HSV e.V. in naher Zukunft wird oder sogar in den Vorstand einzieht. Die aktuelle Stellungnahme des Förderkreises Nordtribüne versucht mit ihren Forderungen nach Bezahlung und einem „Vorstand für Personal und Kultur“ den Boden zu bereiten ( https://nordtribuene-hamburg.de/quo-vadis-damit-wir-gemeinsam-entscheiden/). Diese Entwicklung sehe ich kritisch auch mit Blick auf die Vergangenheit und ich hoffe, ich täusche mich.
Insgesamt kann man wirklich vieles Positive aufführen, aber häufig ist Stillstand auch gleichzeitig Rückschritt, vieles wird von der sportlichen Entwicklung abhängen, bei der man nicht erwarten darf, dass sie linear weitergeht. Sollte es tatsächlich sogar schlechter laufen, z.B. weil der Kader schwächer ist, wird sich zeigen, wie es um die allseitige Harmonie bestellt sein wird. Dies gilt auch für den Fall, sollte es wieder Probleme mit bestimmten Fans geben.
Man hat sich eine wirtschaftliche und sportliche Basis erarbeitet, die auch aufgrund der internen Organisation und Gremienbesetzung ein Fundament zu haben scheint, dass auch Krisen den Klub nicht gleich ins Wanken bringen. Einen weiteren Beitrag zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung wird der Ausbau der Stadionkapazität kurzfristig auf 60.000 Zuschauer bringen. Trotz dieser insgesamt beachtenswerten Entwicklung darf man nicht vergessen, dass die lange Abwesenheit den Klub relativ zu den Konkurrenten der meisten Bundesligaklubs auf wirtschaftlichem Abstand hält. Obwohl für die Saison 26/27 mit rd. 40 Mio. an TV-Gelder kalkuliert werden kann, was einen spürbaren Anstieg bedeutet, ist man in diesem Bereich noch deutlich hinter Klubs wie Union (60 Mio), Mainz (61 Mio) oder Bremen (47 Mio). Auch in Bezug auf die Basis für die Generierung von Transfererlösen hat man noch Nachholbedarf, wenn man bedenkt, was Klubs wie Freiburg, Hoffenheim oder Mainz regelmäßig erhebliche Transferüberschüsse erzielen. Diese Bereiche sind zwar nur 2 von mehreren Erlösbereichen, aber eben sehr bedeutende, wenn es darum geht Überrenditen zu erzielen, zumal die Spieltagserlöse nur begrenzt zu steigern sind.
Insofern ist mittelfristig wichtig die Basis für die Erhöhung der TV-Gelder und Transfererlöse zu verbessern und insofern ist eine Erwartung da, dass auch in dieser Saison die Voraussetzungen hierfür weiter verbessert werden. Die Beteiligung von Nachwuchskräften in der Saisonvorbereitung mit z.T. überzeugenden Leistungen deuten darauf hin, dass im Nachwuchs positive Entwicklungen zu verzeichnen sind, was bei dem hohen finanziellen Einsatz aber auch notwendig ist. Bei den externen Winterzugängen von Talenten, die nicht günstig waren, hat sich ein differenzierte Bild ergeben. Insgesamt kann man mit der Entwicklung noch nicht zufrieden sein. Zudem ist auf der Abgangsseite aktuell kein großer finanzieller Beitrag zu erwarten.
Die Erhöhung der TV-Gelder, nicht nur absolut, sondern auch relativ, erfordert eine sportliche Entwicklung, also vor allem eine Verbesserung des Tabellenplatzes. Ob dies gelingen an, ist ob der Frage des finalen Kaders noch nicht einzuschätzen. Auf der einen Seite hat man ein gewisse Gerüst, die ein gemeinsames erstes Jahr 1. Liga hatten, aber der Abgang von Vuskovic wiegt m.E. schwer und wird auch durch den noch angestrebten Neuzugang nicht zu kompensieren sein. Vieles dürfte auch an einem erfolgreichen Kauf von Vieria hängen, der alleine den einen oder anderen Tabellenplatz garantieren dürfte. Eine Verbesserung im Sturm verspricht aktuell die Verpflichtung von Daka, der in der Vorbereitung zu überzeugend wußte, aber im Ligaalltag noch bestehen muss. Auffällig ist des Weiteren, dass die Neuzugängen, auch die aktuell geplant werden, alle eine gewisse Delle in ihrer Karriere hatten bzw. haben. Dies erhöht die Chancen, aber auch die Risiken. Risiken sehe ich des Weiteren in der Verletzungsanfälligkeiten z.B. von Spielern wie Lokonga, Balde oder Grönbaek.
Polzin strebt an sein taktischen Ansatz weiter zu entwickeln, er will wohl mehr über die Außen kommen, mehr Tiefe ins Spiel bekommen. Hierzu ist der Kader noch entsprechend anzupassen, ob dies gelingt, wissen wir noch nicht.
Insgesamt sind in sportlicher Hinsicht noch viele Fragen unbeantwortet, so dass mir eine Verbesserung des erreichten Tabellenplatzes nicht unbedingt realistisch erscheint, vermutlich wäre es als Erfolg zu werten, sollte der Vorjahresplatz wieder erreicht werden. Aber wie immer, gibt es auch weiteren Unwägbarkeiten wie Verletzungen oder die Entwicklung bei der Konkurrenz.
In finanzieller Hinsicht ist der Merchandising-Bereich inzwischen ebenfalls von erheblicher Bedeutung, die Entwicklung in diesem Bereich hat in den letzten Jahren die erfolgreiches Entwicklung relativ genommen, schon Wahnsinn, wenn man nur an die Trikotverkäufe denkt. Ich frage mich allerdings etwas kritisch, ob der Fan dies alles mitmachen will, d.h. auch bezahlen will. Ich für mich bin es nicht und ich empfinde ganz allgemein die Entwicklung, vor allem international gesehen, das die Grenze überschritten ist.
Kritisch finde ich auch die Entwicklung bestimmter Bereich der Fanschaft. Wir hatten u.a. die Diskussion in der letzten Saison zum Thema „ACAB“. Auch die Strafen im Millionenbetrag sind negativ zu beurteilen. Ganz generell ist der zunehmende Einfluss bestimmter Fankreise kritisch zu beurteilen. Es ist zu befürchten, dass dieser Einfluss steigen wird. So ist zum einen die zunehmende Präsenz des ehemaligen Vorsängers Köhnke auffällig. Ich erwarte, dass dieser der erste bezahlte Präsident des HSV e.V. in naher Zukunft wird oder sogar in den Vorstand einzieht. Die aktuelle Stellungnahme des Förderkreises Nordtribüne versucht mit ihren Forderungen nach Bezahlung und einem „Vorstand für Personal und Kultur“ den Boden zu bereiten ( https://nordtribuene-hamburg.de/quo-vadis-damit-wir-gemeinsam-entscheiden/). Diese Entwicklung sehe ich kritisch auch mit Blick auf die Vergangenheit und ich hoffe, ich täusche mich.
Insgesamt kann man wirklich vieles Positive aufführen, aber häufig ist Stillstand auch gleichzeitig Rückschritt, vieles wird von der sportlichen Entwicklung abhängen, bei der man nicht erwarten darf, dass sie linear weitergeht. Sollte es tatsächlich sogar schlechter laufen, z.B. weil der Kader schwächer ist, wird sich zeigen, wie es um die allseitige Harmonie bestellt sein wird. Dies gilt auch für den Fall, sollte es wieder Probleme mit bestimmten Fans geben.
12.08.2026 - 10:29 Uhr
Ich bin optimistisch, dass auch diese Saison das Ziel Klassenerhalt erreicht wird.
Die drei Aufsteiger sollte man auf keinen Fall unterschätzen, der Rest in der Liga hat in den letzten Jahren schon gezeigt was sie können.
Doch schaue ich primär nur auf uns und hoffe den eingeschlagenen Weg erfolgreich weiter zu gehen.
Realistische Zielsetzungen, ruhiges Arbeiten im Verein auch bei Problemen, die Finanzen immer hanseatisch solide aufgestellt und in allen Bereichen einen fairen Umgang.
Wenn wir diesen Weg weiter gehen, auch bei Rückschlägen oder Erfolgen nicht größenwahnsinnig werden, dann erreichen wir dieses Ziel.
Um einen Platz zu tippen warte ich noch bis zum Ende der Transferperiode.
Die drei Aufsteiger sollte man auf keinen Fall unterschätzen, der Rest in der Liga hat in den letzten Jahren schon gezeigt was sie können.
Doch schaue ich primär nur auf uns und hoffe den eingeschlagenen Weg erfolgreich weiter zu gehen.
Realistische Zielsetzungen, ruhiges Arbeiten im Verein auch bei Problemen, die Finanzen immer hanseatisch solide aufgestellt und in allen Bereichen einen fairen Umgang.
Wenn wir diesen Weg weiter gehen, auch bei Rückschlägen oder Erfolgen nicht größenwahnsinnig werden, dann erreichen wir dieses Ziel.
Um einen Platz zu tippen warte ich noch bis zum Ende der Transferperiode.
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