Internationaler Fussball
20.04.2011 - 17:19 Uhr
30.07.2026 - 07:06 Uhr
@EmJaade hat es im ersten Absatz gut zusammengefasst.
Die Gemeinsamkeit besteht in der Kommerzialisierung und dem Einstieg privater Investoren, richtig. Die Super League war ein Vorstoß der Top-Clubs um den sportlichen Wettbewerb zu verändern. Ein eigenes Turnier neben der CL, was natürlich das Leistungsprinzip national beeinträchtigt hätte. Infantinos Plan verändert in erster Linie die Eigentümer- und Vermarktungsstruktur des bestehenden WM-Wettbewerbs.
Der wesentliche Unterschied ist jedoch, dass die Super League ein neues, konkurrierendes Wettbewerbssystem schaffen wollte, während die FIFA die bestehende Weltmeisterschaft behalten und kommerzielle Rechte Investoren überlassen möchte. Die Times hat das in ihrem Artikel sehr detailiert zusammengefasst. Das perfide an der ganzen Sache ist, dass Infantino den Verbänden eine hohe Einmalzahlung in Aussicht stellt, wenn sie dem Modell zustimmen. Damit wird erheblicher Druck auf die kleineren Verbände aufgebaut, dem Vorschlag zuzustimmen, weil viele Millionen € in Aussicht gestellt werden. Das ist Erpressung, weil man die kleineren Verbände noch abhängiger macht als sie es ohnehin schon sind.
Die Gemeinsamkeit besteht in der Kommerzialisierung und dem Einstieg privater Investoren, richtig. Die Super League war ein Vorstoß der Top-Clubs um den sportlichen Wettbewerb zu verändern. Ein eigenes Turnier neben der CL, was natürlich das Leistungsprinzip national beeinträchtigt hätte. Infantinos Plan verändert in erster Linie die Eigentümer- und Vermarktungsstruktur des bestehenden WM-Wettbewerbs.
Der wesentliche Unterschied ist jedoch, dass die Super League ein neues, konkurrierendes Wettbewerbssystem schaffen wollte, während die FIFA die bestehende Weltmeisterschaft behalten und kommerzielle Rechte Investoren überlassen möchte. Die Times hat das in ihrem Artikel sehr detailiert zusammengefasst. Das perfide an der ganzen Sache ist, dass Infantino den Verbänden eine hohe Einmalzahlung in Aussicht stellt, wenn sie dem Modell zustimmen. Damit wird erheblicher Druck auf die kleineren Verbände aufgebaut, dem Vorschlag zuzustimmen, weil viele Millionen € in Aussicht gestellt werden. Das ist Erpressung, weil man die kleineren Verbände noch abhängiger macht als sie es ohnehin schon sind.
30.07.2026 - 15:16 Uhr
Das wird die große Frage sein, ob man dieser Versuchung wiederstehen kann. Die Pläne sind ja schon sehr weit gediehen und ich weiß nicht wie viele der 211 nationalen Verbände da nicht ins Grübeln kommen. Eine Aufstockung der Zahlung pro Vierjahreszyklus von acht auf 20(!) Millionen $ und dann ab 2035 auf 24 Mio $ plus eventueller Einmalzahlung von nochmal 20 Mio$....das sind schon Hausnummern für kleine Verbände.
Der Vorschlag muss ja nur mit einer einfachen Mehrheit angenommen werden und es ist jetzt keineswegs so das z.B. die UEFA geschlossen dagegen stimmen würde. Der tschechische Verband begrüßt Infantinos Pläne ausdrücklich.
Meine Frage wäre eher, ob sich die Verbände, die mit Nein gestimmt haben, in einem alternativen Weltverband organsieren. Also quasi wie im Boxen, wo es ja auch mehrere WM-Titel gibt. Ist so ein Szenario denkbar? Der DFB ist ja eher konservativ geprägt und wird sicher nicht Vorreiter eines solchen Weges sein aber evtl die FA?
Der Vorschlag muss ja nur mit einer einfachen Mehrheit angenommen werden und es ist jetzt keineswegs so das z.B. die UEFA geschlossen dagegen stimmen würde. Der tschechische Verband begrüßt Infantinos Pläne ausdrücklich.
Meine Frage wäre eher, ob sich die Verbände, die mit Nein gestimmt haben, in einem alternativen Weltverband organsieren. Also quasi wie im Boxen, wo es ja auch mehrere WM-Titel gibt. Ist so ein Szenario denkbar? Der DFB ist ja eher konservativ geprägt und wird sicher nicht Vorreiter eines solchen Weges sein aber evtl die FA?
30.07.2026 - 20:00 Uhr
30.07.2026 - 20:40 Uhr
Dann gibt's halt alle zwei Jahre eine EM.
Aber ich denke, die FIFA wird noch zurückrudern. Ohne die UEFA ist die WM nur noch halb so interessant und auch deutlich weniger lukrativ – vor allem für die Sponsoren.
Was ist, wenn die europäischen Ligen dann auch noch länger spielen und ihre Spieler nicht freigeben? Dann könnten Topspieler aus Argentinien, Brasilien und anderen Ländern auf einmal gar nicht an der WM teilnehmen oder erst verspätet zur Nationalmannschaft stoßen, weil die Ligen noch nicht beendet sind oder die Endspiele der Champions League und anderer Wettbewerbe noch ausstehen.
Aber ich denke, die FIFA wird noch zurückrudern. Ohne die UEFA ist die WM nur noch halb so interessant und auch deutlich weniger lukrativ – vor allem für die Sponsoren.
Was ist, wenn die europäischen Ligen dann auch noch länger spielen und ihre Spieler nicht freigeben? Dann könnten Topspieler aus Argentinien, Brasilien und anderen Ländern auf einmal gar nicht an der WM teilnehmen oder erst verspätet zur Nationalmannschaft stoßen, weil die Ligen noch nicht beendet sind oder die Endspiele der Champions League und anderer Wettbewerbe noch ausstehen.
30.07.2026 - 22:47 Uhr
Wenn die nächste WM durch alle UEFA-Verbände boykottiert wird, ist es die vierte WM in Folge ohne Italien.
Aber mir ist das ohnehin egal. Seit der WM in Katar interessieren mich Turniere der FIFA nicht mehr. Mich erreichen dadurch auch die Werbebotschaften ihrer Sponsoren nicht mehr.
Aber mir ist das ohnehin egal. Seit der WM in Katar interessieren mich Turniere der FIFA nicht mehr. Mich erreichen dadurch auch die Werbebotschaften ihrer Sponsoren nicht mehr.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Nandru am 30.07.2026 um 22:53 Uhr bearbeitet
31.07.2026 - 08:35 Uhr
Zitat von subby1973
Dann gibt's halt alle zwei Jahre eine EM.
Aber ich denke, die FIFA wird noch zurückrudern. Ohne die UEFA ist die WM nur noch halb so interessant und auch deutlich weniger lukrativ – vor allem für die Sponsoren.
Was ist, wenn die europäischen Ligen dann auch noch länger spielen und ihre Spieler nicht freigeben? Dann könnten Topspieler aus Argentinien, Brasilien und anderen Ländern auf einmal gar nicht an der WM teilnehmen oder erst verspätet zur Nationalmannschaft stoßen, weil die Ligen noch nicht beendet sind oder die Endspiele der Champions League und anderer Wettbewerbe noch ausstehen.
Dann gibt's halt alle zwei Jahre eine EM.
Aber ich denke, die FIFA wird noch zurückrudern. Ohne die UEFA ist die WM nur noch halb so interessant und auch deutlich weniger lukrativ – vor allem für die Sponsoren.
Was ist, wenn die europäischen Ligen dann auch noch länger spielen und ihre Spieler nicht freigeben? Dann könnten Topspieler aus Argentinien, Brasilien und anderen Ländern auf einmal gar nicht an der WM teilnehmen oder erst verspätet zur Nationalmannschaft stoßen, weil die Ligen noch nicht beendet sind oder die Endspiele der Champions League und anderer Wettbewerbe noch ausstehen.
Gleichzeitig wollen die Spieler vielleicht auch nicht mehr teilnehmen, wenn Brasiliens Nationalspieler in den top Ligen spielen, spielen sie sicher da, als gegen Haiti, Indonesien, Turkmenistan oder Neuseeland bei der nächsten 64 Mannschaften WM.
Ich finde es endlich mal gut - gilt für die Politik auch (die muss das noch irgendwie erkennen) - das man selber eine hohe strahlkraft hat und sich nicht unter Wert verkaufen muss und gleichzeitig trotzdem unsere ethischen Vorstellungen einzuhalten. Manchmal ein schmaler Grad, aber hier schmeckt es gerade besonders gut, wenn Infantino mal richtig auf die Schnauze fällt. Wurde langsam auch mal Zeit…
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