SV Schalding-Heining [Bayernliga Süd]
20.06.2023 - 09:26 Uhr
20.05.2025 - 09:55 Uhr
Zitat von ScottishLion
Der SV Schalding-Heining hat am letzten Spieltag der Bayernliga Süd die vierte Niederlage in Folge hinnehmen müssen. Nach dem 0:2 gegen den TSV Kottern, 0:4 beim FC Memmingen und 1:2 in Deisenhofen gelang der Mannschaft im abschließenden Duell gegen den TSV 1861 Nördlingen kein einziges Tor. Die Passauer kamen zwar in der 90. Spielminute noch zum 1:3. Aber der Ehrentreffer für den SV war ein Eigentor des Nördlinger Abwehrspielers Felix Käser. 230 Zuschauer verfolgten die Partie in der Sportanlage Reuthinger Weg und sorgten damit für einen Negativrekord in der laufenden Saison. Die beiden größten Kulissen gab es am 28. Spieltag beim 1:1 gegen den TSV 1860 München II (728) und mit 688 beim 2:0 gegen den SV Erlbach (12. ST). Durchschnittlich verfolgten 462 Fußball-Fans die Heimauftritte der Schaldinger. Damit belegt man im ligaweiten Vergleich hinter dem FC Memmingen (681), SV Erlbach (578), SV Kirchanschöring (525) und TSV Kottern (514) den 5. Platz. In der Abschlusstabelle belegt der SV Schalding-Heining mit 44 Punkten aus 32 Spielen (PPS: 1,38) sowie einem negativen Torverhältnis von 41:47 (-6) einen enttäuschenden 9 Platz. Dabei hatte man nach der Hinserie bereits 31 Punkte gesammelt und als Tabellendritter genau wie der FC Memmingen nur zwei Zähler Rückstand auf die Junglöwen aus München. Wenigstens gab es für die Zweitvertretung einen Grund zu feiern. Die schaffte nämlich nach nur einer Spielzeit den sofortigen Wiederaufstieg in die Bezirksliga.
In der kommenden Saison 2025/26 werden die Schaldinger in der Bayernliga auf eine Mannschaft aus dem Landkreis Passau treffen. Denn der FC Sturm Hauzenberg aus der rund 12.000 Einwohner zählenden gleichnamigen Nachbarstadt ist als Meister der Landesliga Bayern Mitte direkt aufgestiegen. Die Stadien dieser beiden Vereine liegen nur knapp 26 Kilometer voneinander entfernt und ich rechne in diesen Begegnungen mit einer für Bayernligaverhältnisse richtig tollen Kulisse. Der FC Sturm Hauzenberg konnte in der abgelaufenen Spielzeit durchschnittlich 348 Besucher pro Heimspiel begrüßen. Damit ist der Verein auch die Nummer 1 im Ranking der Landesliga Bayern Mitte. Die Rekordkulisse gab es am 31. Spieltag mit 1.000 beim 2:0 Erfolg über den 1. FC Passau. Apropos 1. FC Passau. Der im Februar 1911 in der Dreiflüssestadt gegründete Verein war in seiner langen Historie sogar einmal drittklassig. Zuletzt in der Spielzeit 1993/94, als es noch keine eingleisige 3. Liga gab: Historische Platzierungen. Der FCP bezwang am letzten Wochenende mit 3:2 den FC Dingolfing und sicherte sich damit als Tabellenvierzehnter den Klassenerhalt.
Passau hat knapp 53.000 Einwohner und ich frage mich schon seit einigen Jahren, warum der traditionsreiche Klub nicht mehr richtig auf die Füße kommt. So ein Verein "gehört" doch eigentlich mit dieser Historie mindestens in die Bayernliga und wäre m. E. sogar ein cooler Regionalliga-Standort. Aber mittlerweile wurde man komplett vom SV Schalding-Heining abgehängt und ich sehe auch nicht wirklich, wie sich das in Zukunft ändern soll. Um mehr sportlichen Erfolg zu generieren, wäre unter Umständen eine Fusion zwischen den beiden Klubs sinnvoll. Aber mir hat bereits vor sieben Jahren mal jemand erzählt, dass da auf beiden Seiten keinerlei Interesse besteht. Was ich übrigens lange nicht wusste: Der Trainer des 1. FC Magdeburg, Christian Titz, war vom 14.11.2005 bis 23.08.2006 Coach beim 1. FC Passau. Ab Juli 2007 hat er für zwei Jahre als Scout für die Nationalmannschaft der USA gearbeitet. Da sieht man mal wieder, wie klein die Welt doch ist.
Der SV Schalding-Heining hat am letzten Spieltag der Bayernliga Süd die vierte Niederlage in Folge hinnehmen müssen. Nach dem 0:2 gegen den TSV Kottern, 0:4 beim FC Memmingen und 1:2 in Deisenhofen gelang der Mannschaft im abschließenden Duell gegen den TSV 1861 Nördlingen kein einziges Tor. Die Passauer kamen zwar in der 90. Spielminute noch zum 1:3. Aber der Ehrentreffer für den SV war ein Eigentor des Nördlinger Abwehrspielers Felix Käser. 230 Zuschauer verfolgten die Partie in der Sportanlage Reuthinger Weg und sorgten damit für einen Negativrekord in der laufenden Saison. Die beiden größten Kulissen gab es am 28. Spieltag beim 1:1 gegen den TSV 1860 München II (728) und mit 688 beim 2:0 gegen den SV Erlbach (12. ST). Durchschnittlich verfolgten 462 Fußball-Fans die Heimauftritte der Schaldinger. Damit belegt man im ligaweiten Vergleich hinter dem FC Memmingen (681), SV Erlbach (578), SV Kirchanschöring (525) und TSV Kottern (514) den 5. Platz. In der Abschlusstabelle belegt der SV Schalding-Heining mit 44 Punkten aus 32 Spielen (PPS: 1,38) sowie einem negativen Torverhältnis von 41:47 (-6) einen enttäuschenden 9 Platz. Dabei hatte man nach der Hinserie bereits 31 Punkte gesammelt und als Tabellendritter genau wie der FC Memmingen nur zwei Zähler Rückstand auf die Junglöwen aus München. Wenigstens gab es für die Zweitvertretung einen Grund zu feiern. Die schaffte nämlich nach nur einer Spielzeit den sofortigen Wiederaufstieg in die Bezirksliga.
In der kommenden Saison 2025/26 werden die Schaldinger in der Bayernliga auf eine Mannschaft aus dem Landkreis Passau treffen. Denn der FC Sturm Hauzenberg aus der rund 12.000 Einwohner zählenden gleichnamigen Nachbarstadt ist als Meister der Landesliga Bayern Mitte direkt aufgestiegen. Die Stadien dieser beiden Vereine liegen nur knapp 26 Kilometer voneinander entfernt und ich rechne in diesen Begegnungen mit einer für Bayernligaverhältnisse richtig tollen Kulisse. Der FC Sturm Hauzenberg konnte in der abgelaufenen Spielzeit durchschnittlich 348 Besucher pro Heimspiel begrüßen. Damit ist der Verein auch die Nummer 1 im Ranking der Landesliga Bayern Mitte. Die Rekordkulisse gab es am 31. Spieltag mit 1.000 beim 2:0 Erfolg über den 1. FC Passau. Apropos 1. FC Passau. Der im Februar 1911 in der Dreiflüssestadt gegründete Verein war in seiner langen Historie sogar einmal drittklassig. Zuletzt in der Spielzeit 1993/94, als es noch keine eingleisige 3. Liga gab: Historische Platzierungen. Der FCP bezwang am letzten Wochenende mit 3:2 den FC Dingolfing und sicherte sich damit als Tabellenvierzehnter den Klassenerhalt.
Passau hat knapp 53.000 Einwohner und ich frage mich schon seit einigen Jahren, warum der traditionsreiche Klub nicht mehr richtig auf die Füße kommt. So ein Verein "gehört" doch eigentlich mit dieser Historie mindestens in die Bayernliga und wäre m. E. sogar ein cooler Regionalliga-Standort. Aber mittlerweile wurde man komplett vom SV Schalding-Heining abgehängt und ich sehe auch nicht wirklich, wie sich das in Zukunft ändern soll. Um mehr sportlichen Erfolg zu generieren, wäre unter Umständen eine Fusion zwischen den beiden Klubs sinnvoll. Aber mir hat bereits vor sieben Jahren mal jemand erzählt, dass da auf beiden Seiten keinerlei Interesse besteht. Was ich übrigens lange nicht wusste: Der Trainer des 1. FC Magdeburg, Christian Titz, war vom 14.11.2005 bis 23.08.2006 Coach beim 1. FC Passau. Ab Juli 2007 hat er für zwei Jahre als Scout für die Nationalmannschaft der USA gearbeitet. Da sieht man mal wieder, wie klein die Welt doch ist.
Danke für die interessanten Ausführungen zum SV Schalding-Heining.
Insgesamt ist das Saisonergebnis ziemlich ernüchternd. Platz 9 und zuletzt vier Niederlagen am Stück können nicht der Anspruch des langjährigen Regionalligisten sein.
Ich lehne mich jetzt etwas aus dem Fenster, weil ich die Saison nur aus der Ferne verfolgt habe und entsprechend keine tieferen Einblicke habe. Mein Eindruck, der sich auch schon in den letzten beiden Regionalligaspielzeiten des SVS ergeben hat, ist, dass Stefan Köck vielleicht nicht der ideale Trainer für den SVS ist. Köck ist ohne Frage eine sehr verdiente Person am Reuthinger Weg, wo er einst auch selbst als Spieler aktiv war. Und menschlich kommt er sehr sympathisch rüber. Aber der sportliche Erfolg unter seiner Regie als Trainer hält sich m.E. eher in Grenzen. In den letzten vier Jahren stehen zwei Regionalligaabstiege, ein Aufstieg in die Regionalliga und ein enttäuschender 9. Platz in der Bayernliga in der Bilanz. Das sind unterm Strich drei enttäuschende und eine starke Saisons in den letzten vier Jahren. Nicht unerwähnt bleiben darf, dass er Schalding in den Vorjahren stets in der Regionalliga gehalten hat.
Hinzu kommt allerdings, dass ich insbesondere beim letzten Abstieg aus der Regionalliga das Gefühl hatte, dass dieser vermeidbar gewesen wäre, weil der Kader mehr hergegeben hätte. (Disclaimer: Mit dieser Aussage lehne ich mich erneut aus dem Fenster. Ich gebe hier wirklich nur meine Eindrücke als interessierter Beobachter aus der Ferne wieder.)
Wie dem auch sei: Ich bin gespannt, wie es beim SVS weitergeht. Gefühlt würde dem Verein ein frischer Wind (auf der Trainerbank und evtl auch in der Führungsriege) guttun, um den Trend nach einigen eher enttäuschenden Jahren wieder nach oben richten zu können. Ansonsten droht Schalding in der Region von Hankofen und Erlbach (erweiterte Region) - und evtl. auch von Sturm Hauzenberg - abgehängt zu werden.
Was den FC Passau betrifft, würde ich mir natürlich wünschen, dass die Passauer endlich den Sprung zurück auf die etwas größere Fußballbühne schaffen. Eigentlich wäre der FCP eine riesige Bereicherung für die Regionalliga Bayern, da ich mir sicher bin, dass Passau ein ganz anderes Zuschauerinteresse generieren würde wie beispielsweise Schalding oder Hankofen.
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