Trainer 18/19 - Diskussion
09.04.2018 - 08:33 Uhr
Ruthenbeck hat den Verein in einer sehr schwierigen Lage übernommen und zumindest aus Tasmania 2.0 einen gewöhnlichen Abstiegskandidaten gemacht.
Wenn man davon ausgeht, dass Veh selbst bei einem wundersamen Klassenerhalt das Thema Trainerbesetzung 18/19 thematisieren wollte und Ruthenbeck keine Garantie bekam, dürfte seine Chancen bei einem Abstieg als Letzter gegen Null gehen.
Der Kicker schreibt heute in seiner Printausgabe, dass Anfang der Favorit sei und er auch schon mehrere Male im Stadion gesichtet wurde. Könnte natürlich auch ein kleiner Heimaturlaub oder das Ausspähen des Relegationsgegners gewesen sein, wer weiß...
PS: Ich hoffe, der Thread ist zu diesem Zeitpunkt so in Ordnung. Ich finde es immer ein wenig respektlos (Lululu sieht es auch so) in einem Trainer-Thread über seine Nachfolger zu diskutieren und hier kann auch gerne eine Lanze für Ruthenbeck gebrochen werden.
Wenn man davon ausgeht, dass Veh selbst bei einem wundersamen Klassenerhalt das Thema Trainerbesetzung 18/19 thematisieren wollte und Ruthenbeck keine Garantie bekam, dürfte seine Chancen bei einem Abstieg als Letzter gegen Null gehen.
Der Kicker schreibt heute in seiner Printausgabe, dass Anfang der Favorit sei und er auch schon mehrere Male im Stadion gesichtet wurde. Könnte natürlich auch ein kleiner Heimaturlaub oder das Ausspähen des Relegationsgegners gewesen sein, wer weiß...
PS: Ich hoffe, der Thread ist zu diesem Zeitpunkt so in Ordnung. Ich finde es immer ein wenig respektlos (Lululu sieht es auch so) in einem Trainer-Thread über seine Nachfolger zu diskutieren und hier kann auch gerne eine Lanze für Ruthenbeck gebrochen werden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Klattius am 16.04.2018 um 10:16 Uhr bearbeitet Zeige Ergebnisse 1-6 von 6.
09.04.2018 - 10:15 Uhr
Zitat von itzlinho
Ich würde am liebsten Stöger zurückholen, und ja ich meine das ernst.
Ansonsten mit Jens Keller weitermachen.
Stefan Ruthenbeck sollte nicht weitermachen.
Ich würde am liebsten Stöger zurückholen, und ja ich meine das ernst.
Ansonsten mit Jens Keller weitermachen.
Stefan Ruthenbeck sollte nicht weitermachen.
Drei Statements, zu denen ich eine Meinung habe:
Die Ehe mit Stöger wurde geschieden und Neuanfänge gehen selten dauerhaft gut. Das Thema ist beendet mit einem grossen Crash. Darüber hinaus sehe ich auch nach den Kommentaren des Vorstandes (konkret: unseres Präsidenten) über Stöger überhaupt keine Grundlage für eine erneute Zusammenarbeit.
Stefan Ruthenbeck sollte nicht weitermachen - 100% agree. Es ist nicht der viel beschworene Neuanfang, der hier mal wieder herhalten muss. Aber Ruthenbeck wird bei dem ersten sportlichen Straucheln des FC in Liga 2 ausgetauscht werden und dann möchte ich lieber jetzt einen neuen Mann.
Jens Keller: Zu 100% JA. Er kann zweite, er kann erste Liga - er ist ruhig, unaufgeregt und macht aus den ihm gegebenen Möglichkeiten etwas - in Berlin und auf Schalke. er kennt Köln (wovon man sich nichts kaufen kann) und den FC (dafür schon eher).
09.04.2018 - 11:58 Uhr
Ich bin bei Ruthenbeck zunehmend skeptisch geworden. In meinen Augen hat er in vielen Spielen einen falschen Ansatz gewählt (speziell Frankfurt, Hoffenheim), so dass wir alleine über die taktische Aufstellung im Hintertreffen waren.
Andererseits ist die zweite Liga eine ganz andere Aufgabe. Die Gegner werden auf uns reagieren und wir werden einen anderen Fußball brauchen um konstant Siege einzufahren.
Zu Beginn von Ruthenbecks Zeit waren die Unterschiede zu Stöger deutlich zu sehen, es wurde wesentlich konsequenter auf einen kontrollierten Spielaufbau gesetzt und es gab deutlich mehr flache Anspielen ins letzte Drittel.
In den Spielen, als es aber wirklich darauf angekommen wäre, diese Abläufe gewinnbringend umzusetzen (Stuttgart, Bremen, Mainz), haben wir es nicht auf den Boden bekommen.
Dass Ruthenbeck die fußballerischen Umstellungen zügig und sichtbar hinbekommen hat, hat mich schon beeindruckt. Das zeigt, dass er mit Ball eine Idee hat und diese auch vermitteln und trainieren kann.
Leider fehlt seinem Fußball die Ausgewogenheit zwischen Defensive und Offensive. Das ist ein undankbarer Vorwurf bei den gegebenen Voraussetzungen, aber wie man gegen Mainz sehen konnte wollte Ruthenbeck unter keinen Umständen in Rückstand gehen und schon war man fußballerisch wieder bei zahllosen langen Bällen auf Terodde und es wurde insgesamt weniger nachgerückt.
Sollte sich der Verein für Ruthenbeck in Liga 2 entscheiden, wäre das für mich zwar zu einem gewissen Grad nachvollziehbar, aber gerade wo mit Jens Keller ein Trainer (möglicherweise) verfügbar ist, bei dem man in der noch laufenden Saison sehen kann, welchen Unterschied er für eine Mannschaft ausmachen kann, wäre er für mich die "beruhigendere" Lösung. Auch Markus Anfang scheint bei dem wenigen, was ich von Kiel gesehen habe, einen guten Job zu machen. Zumindest die Ergebnisse sprechen für ihn, wobei ich die 2. Liga dieses Jahr sehr schwer einzuschätzen finde und daher nicht so recht zu sagen vermag, wie groß die Aussagekraft dieser Spielzeit im Unterhaus ist.
Andererseits ist die zweite Liga eine ganz andere Aufgabe. Die Gegner werden auf uns reagieren und wir werden einen anderen Fußball brauchen um konstant Siege einzufahren.
Zu Beginn von Ruthenbecks Zeit waren die Unterschiede zu Stöger deutlich zu sehen, es wurde wesentlich konsequenter auf einen kontrollierten Spielaufbau gesetzt und es gab deutlich mehr flache Anspielen ins letzte Drittel.
In den Spielen, als es aber wirklich darauf angekommen wäre, diese Abläufe gewinnbringend umzusetzen (Stuttgart, Bremen, Mainz), haben wir es nicht auf den Boden bekommen.
Dass Ruthenbeck die fußballerischen Umstellungen zügig und sichtbar hinbekommen hat, hat mich schon beeindruckt. Das zeigt, dass er mit Ball eine Idee hat und diese auch vermitteln und trainieren kann.
Leider fehlt seinem Fußball die Ausgewogenheit zwischen Defensive und Offensive. Das ist ein undankbarer Vorwurf bei den gegebenen Voraussetzungen, aber wie man gegen Mainz sehen konnte wollte Ruthenbeck unter keinen Umständen in Rückstand gehen und schon war man fußballerisch wieder bei zahllosen langen Bällen auf Terodde und es wurde insgesamt weniger nachgerückt.
Sollte sich der Verein für Ruthenbeck in Liga 2 entscheiden, wäre das für mich zwar zu einem gewissen Grad nachvollziehbar, aber gerade wo mit Jens Keller ein Trainer (möglicherweise) verfügbar ist, bei dem man in der noch laufenden Saison sehen kann, welchen Unterschied er für eine Mannschaft ausmachen kann, wäre er für mich die "beruhigendere" Lösung. Auch Markus Anfang scheint bei dem wenigen, was ich von Kiel gesehen habe, einen guten Job zu machen. Zumindest die Ergebnisse sprechen für ihn, wobei ich die 2. Liga dieses Jahr sehr schwer einzuschätzen finde und daher nicht so recht zu sagen vermag, wie groß die Aussagekraft dieser Spielzeit im Unterhaus ist.
11.04.2018 - 20:38 Uhr
Zitat von Neutraler
Die Ausstiegsklauseln wurden doch für die erste Liga rausgekauft. Das bei einem Abstieg manche überlegen zu wechseln ist mE nach verständlich. Die Ausstiegsklauseln sind doch auch für die Berater wichtig, um noch mehr Reibach machen zu können.
Zitat von Litti_San
Ist das wirklich so als Philosophie-Vereinstrategie ausgegeben worden? Sprechen die vielen Ausstiegsklauseln nicht eigentlich dagegen? Klar kann jetzt argumentiert werden, dass erst durch die Ausstiegsklauseln Verträge verlängert oder Spieler verpflichtet werden konnten, aber gerade bei Ausstiegsklauseln ist es immer ein schmaler Grad.
Schlägt der Spieler ein, wird er vermutlich für eine relativ geringe Ablöse wechseln können.
Zitat von kawoso
Unsere Philosophie-Vereinstrategie war doch ganz klar definiert, Spieler bei uns entwickeln und dann teuer verkaufen, und wieder von vorne anfangen. Hat der Vorstand klar definiert mit Stöger, da wird sich doch nichts daran geändert haben. Habe zu mindestens nichts anderes gehört .
Zitat von muzzy79
Wir brauchen keinen Trainer der seine Philosophie durchsetzt, sonder jemand der mit dem Kader vernünftig arbeiten kann. Was bringt uns das ,wenn wir 4-3-3 spielen wollen-aber nicht die Spieler dafür haben.
Einen totalen Neuanfang sehe ich bei uns nicht-egal wie die Saison ausgeht.
Unsere Philosophie-Vereinstrategie steht- daran muss sich der Trainer orientieren.
Wir brauchen keinen Trainer der seine Philosophie durchsetzt, sonder jemand der mit dem Kader vernünftig arbeiten kann. Was bringt uns das ,wenn wir 4-3-3 spielen wollen-aber nicht die Spieler dafür haben.
Einen totalen Neuanfang sehe ich bei uns nicht-egal wie die Saison ausgeht.
Unsere Philosophie-Vereinstrategie steht- daran muss sich der Trainer orientieren.
Unsere Philosophie-Vereinstrategie war doch ganz klar definiert, Spieler bei uns entwickeln und dann teuer verkaufen, und wieder von vorne anfangen. Hat der Vorstand klar definiert mit Stöger, da wird sich doch nichts daran geändert haben. Habe zu mindestens nichts anderes gehört .
Ist das wirklich so als Philosophie-Vereinstrategie ausgegeben worden? Sprechen die vielen Ausstiegsklauseln nicht eigentlich dagegen? Klar kann jetzt argumentiert werden, dass erst durch die Ausstiegsklauseln Verträge verlängert oder Spieler verpflichtet werden konnten, aber gerade bei Ausstiegsklauseln ist es immer ein schmaler Grad.
Schlägt der Spieler ein, wird er vermutlich für eine relativ geringe Ablöse wechseln können.
Die Ausstiegsklauseln wurden doch für die erste Liga rausgekauft. Das bei einem Abstieg manche überlegen zu wechseln ist mE nach verständlich. Die Ausstiegsklauseln sind doch auch für die Berater wichtig, um noch mehr Reibach machen zu können.
Trotzdem waren die teuren Erfolge in erster Linie eine direkte Folge des sportlichen Erfolgs und weniger Strategie. Dafür hat man bis auf Modeste die Spieler entweder zu früh verkauft (z.B. Gerhardt) oder zu lange gehalten (Hector, Horn). Wäre die Strategie wirklich gewesen Spieler günstig ein und teuer zu verkaufen, hätte man hier anders handeln müssen.
Die realisierten Verkäufe waren, auch hier den Ausnahmefall Modeste ausgenommen, eher zum freisetzen von Liquidität getätigt um kaderumbauten vornehmen zu können.
Die Strategie ist bei uns eher "Brot und Spiele". Wir tun alles um das Umfeld ruhig zu halten auch wenn das sportliche drunter leidet.
15.04.2018 - 08:51 Uhr
Zitat von LuLuLu
Das ist so das, was ich neulich auch schon zu Markus Anfang erklären wollte, es aber nicht so ganz belegen oder untermauern konnte.
Benuzerkonto (da fehlt ja eigentlich ein T im Usernamen, fällt mir gerade zum ersten Mal auf) und ich schreiben das glaube ich eher aus sowas wie ner Intuition heraus.
Ich darf mich gerne täuschen und finde Anfang auch einen der besseren Trainerkandidaten, die so "im Raum standen", aber ich glaube dass der spätestens zur Saison nach einem Wiederaufstieg nach nem halben Jahr wieder weg ist. Aber bis dahin wird er erstmal ne wahrscheinlich erfolgreiche Zweitligasaison mit dem FC feiern können, weil ich Liga 2 nächste Saison für wenig Herausforderung halte (eigentlich egal wie wir mannschaftstechnisch aufgestellt sein werden).
Ne halbe Saison unter echtem Druck und Anfang ist Geschichte, so mein "Gefühl" - auch wenn ich 's natürlich gerne anders sehen würde.
Zitat von Mr Ripley
Woraus leitest Du das ab? Habe -glaube ich- noch nie ein Interview von ihm als Trainer mitbekommen.
Zitat von Benuzerkonto
Sehe ich auch so.
Er wirkt für mich wie der perfekte Trainer für die Provinz,...
Sehe ich auch so.
Er wirkt für mich wie der perfekte Trainer für die Provinz,...
Woraus leitest Du das ab? Habe -glaube ich- noch nie ein Interview von ihm als Trainer mitbekommen.
Das ist so das, was ich neulich auch schon zu Markus Anfang erklären wollte, es aber nicht so ganz belegen oder untermauern konnte.
Benuzerkonto (da fehlt ja eigentlich ein T im Usernamen, fällt mir gerade zum ersten Mal auf) und ich schreiben das glaube ich eher aus sowas wie ner Intuition heraus.
Ich darf mich gerne täuschen und finde Anfang auch einen der besseren Trainerkandidaten, die so "im Raum standen", aber ich glaube dass der spätestens zur Saison nach einem Wiederaufstieg nach nem halben Jahr wieder weg ist. Aber bis dahin wird er erstmal ne wahrscheinlich erfolgreiche Zweitligasaison mit dem FC feiern können, weil ich Liga 2 nächste Saison für wenig Herausforderung halte (eigentlich egal wie wir mannschaftstechnisch aufgestellt sein werden).
Ne halbe Saison unter echtem Druck und Anfang ist Geschichte, so mein "Gefühl" - auch wenn ich 's natürlich gerne anders sehen würde.
Ja, LuLulu hat es fast perfekt beantwortet Mr.Ripley, es ist Intuition, ein Gefühl in meinem Bauch, auf das ich mich bisher in vielen Dingen verlassen konnte. Ich möchte jetzt nicht schon wieder von vor der Saison prahlen, das ist mir selbst peinlich
Ganz ehrlich, mir ist es selbst unangenehm so etwas über Anfang zu schreiben, denn ich bin mir absolut sicher, dass Anfang ein hervorragender Trainer ist, der nahezu bei jedem Drittligisten, mehr als zwei drittel Zweitligisten und bei vielen Erstligisten wie Augsburg, Freiburg, vielleicht Bremen und Mainz funktionieren würde. Aber der FC ist ein Risiko für ihn und er für uns, denn er ist bisher noch nie mit den großen Haien geschwommen.
Der FC braucht aus meiner Sicht einen Trainer, der bei Dortmund, Schalke, Hamburg, Frankfurt und ja, selbst den Bayern funktionieren würde, denn wir können und dürfen unser ganzes Umfeld, die Presse und diese Wucht des Vereins nicht unterschätzen, hier muss man nicht nur ein guter Trainer sein, sondern auch ein knallharter Politiker, Manager, ein Mafiaboss, einer der kaltblütig genug ist, die Fans vom Training auszuschließen, der die Eier hat, der Presse die Stirn zu bieten.
Deswegen hat meiner Meinung nach ein Stevens so gut bei uns funktioniert, er war ein echter BadAss, jemand der sein Ding durchgezogen hat als er noch jung genug war. Unser Daum ist auch so ein Trainer gewesen und er ist nie bei uns gescheitert, er hat immer sportlich abgeliefert.
Viele würden jetzt bestimmt Stöger auspacken, aber er ist letztlich nach 3 guten Jahren grandios bei uns gescheitert. Seine ruhige Art, diese Mauer, die er um sich herum aufgebaut hatte, hielt am Ende auch dem ganzen Druck nicht stand. Egal, ob er Verletzte hatte oder nicht, er war einfach nach diesen Jahren beim FC komplett ausgebrannt. Ich glaube ihm fehlte da der Killerinstinkt, um mit den ganz großen zu schwimmen. Er und Schmadtke in einer Person wären perfekt gewesen.
Ich habe ein Bild von meinem perfekten Trainer. Und ja, es gibt diese Trainer nicht wie Sand am Meer, manchmal muss man sich so einen Mann auch backen. Man kann da auch jemanden aus dem Nachwuchsbereich holen, dabei sollte man nicht nur darauf achten, ob er erfolgreich mit einem Spielsystem war, ob er eun Streber ist, sondern wie sein Umgang mit allem drum und dran beim FC ist, ob er auch quer denken kann, was ich für sehr wichtig halte.
Aber vielleicht ist das alles der Anfang, aber meine Befürchtung ist, das er der Anfang vom Ende ust und wir genau diesen Titel bei Express und Bild zu lesen bekommen werden.
15.04.2018 - 21:00 Uhr
meiner Meinung nach muss der Trainer nicht unbedingt der geborene Medienprofi ohne Gefühle sein, um beim FC oder in einem anderen der oben aufgezählten Vereine zu bestehen. Er sollte jetzt kein ultrasensibler Kerl sein, aber ich brauche wöchentlich keine Thomas Doll Gedächtnis PK.
Viel wichtiger ist ein funktionierendes Gebilde hinter (über) dem Trainer. Stöger hatte schon Persönlichkeit, er war nah an den Fans dran, wusste immer wieder mal raus auf die Straße zu gehen, wenn es mal nicht läuft und hat auch die Fähigkeit eine völlig kaputte Mannschaft wieder aufzubauen (und damit meine ich nicht pseudokaputt wie Dortmund, die seit Klopp immer noch auf dem Planeten Bayern leben) sondern so richtig kaputt wie wir es waren.
Mit ein bisschen Abstand lässt sich vielleicht sagen, dass Stöger nicht wirklich die Mittel hat, einer offensiven Mannschaft ein offensives Konzept einzubläuen, aber Stöger hat seinen Teil erheblich dazu beigetragen, dass wir mal ein wenig träumen durften.
Aber worauf ich hinauswill, mit Schmadtke hatte Stöger einen wirklich starken Mann an seiner Seite, und eine vielleicht etwas zu blinde Vereinsführung im Rücken, aber diese Rückendeckung hat ihn getragen, und erst seitdem es in der Führungsriege etwas planlos läuft, ist das über Stöger gebrochen.
Was ich damit sagen möchte. Wenn der FC wieder schafft ruhig zu bleiben, und die Führungsetage inklusive Veh dem neuen Trainer wieder einen Wohlfühlbereich erschafft, dann kann auch z.B. ein ruhig wirkender Keller oder ein weitestgehend unbekannter Anfang was neues mit der Mannschaft aufbauen. Ich bin gespannt wie es mit Veh wird und der Vorstand wird aus diesem Jahr auch gelernt haben.
Wie es dann die nächste Stufe aussieht (der FC kratzt irgendwann nochmal am europäischen Wettbewerb), müssen wir dann sehen.
Schalke bzw. Heidel macht es im Moment vor, wie man hinter einen Trainer steht, der aus dem Erzgebirge in Aue kommt und eigentlich defensiv ausgerichtet ist. Diese Rückendeckung hat ein CL Gewinner di Matteo von Held nicht bekommen. Bzw. er hat sie bekommen, nur Held hat nichts ausgestrahlt. In Hannover muss er das nicht, die Fans im Stadion haben eh nichts mit dem Fussball da zu tun, die kümmern sich nur um ihr Kind. In Hamburg funktioniert garnichts, die in der Vereinsführung wissen vermutlich Dienstag nicht, wer Mittwoch zur Arbeit kommen darf. Der BVB kriegt es im Moment auch nicht hin, weil die sich im letzten Jahrzehnt so viel erarbeitet haben, dass sie den Blick verlieren.
Wenn du kein ordentliches Gebilde über dir hast, dann solltest du in der Tat einer wie Klopp oder Mourinho sein. Einer der so arrogant ist, aber so viel ausstrahlt, dass ER das Gebilde für die Führungsetage ist und nicht umgekehrt.
Mein Fazit:
Wichtig ist jetzt, was ist Veh für einer und wie kriegt die Vereinsführung es hin, dem neuen Trainer eine neue Wohlfühloase zu bauen? Wird es klappen, dann bin ich mir sicher, wird Anfang es gut machen, vorausgesetzt er hat einen Plan von seinem Job
Viel wichtiger ist ein funktionierendes Gebilde hinter (über) dem Trainer. Stöger hatte schon Persönlichkeit, er war nah an den Fans dran, wusste immer wieder mal raus auf die Straße zu gehen, wenn es mal nicht läuft und hat auch die Fähigkeit eine völlig kaputte Mannschaft wieder aufzubauen (und damit meine ich nicht pseudokaputt wie Dortmund, die seit Klopp immer noch auf dem Planeten Bayern leben) sondern so richtig kaputt wie wir es waren.
Mit ein bisschen Abstand lässt sich vielleicht sagen, dass Stöger nicht wirklich die Mittel hat, einer offensiven Mannschaft ein offensives Konzept einzubläuen, aber Stöger hat seinen Teil erheblich dazu beigetragen, dass wir mal ein wenig träumen durften.
Aber worauf ich hinauswill, mit Schmadtke hatte Stöger einen wirklich starken Mann an seiner Seite, und eine vielleicht etwas zu blinde Vereinsführung im Rücken, aber diese Rückendeckung hat ihn getragen, und erst seitdem es in der Führungsriege etwas planlos läuft, ist das über Stöger gebrochen.
Was ich damit sagen möchte. Wenn der FC wieder schafft ruhig zu bleiben, und die Führungsetage inklusive Veh dem neuen Trainer wieder einen Wohlfühlbereich erschafft, dann kann auch z.B. ein ruhig wirkender Keller oder ein weitestgehend unbekannter Anfang was neues mit der Mannschaft aufbauen. Ich bin gespannt wie es mit Veh wird und der Vorstand wird aus diesem Jahr auch gelernt haben.
Wie es dann die nächste Stufe aussieht (der FC kratzt irgendwann nochmal am europäischen Wettbewerb), müssen wir dann sehen.
Schalke bzw. Heidel macht es im Moment vor, wie man hinter einen Trainer steht, der aus dem Erzgebirge in Aue kommt und eigentlich defensiv ausgerichtet ist. Diese Rückendeckung hat ein CL Gewinner di Matteo von Held nicht bekommen. Bzw. er hat sie bekommen, nur Held hat nichts ausgestrahlt. In Hannover muss er das nicht, die Fans im Stadion haben eh nichts mit dem Fussball da zu tun, die kümmern sich nur um ihr Kind. In Hamburg funktioniert garnichts, die in der Vereinsführung wissen vermutlich Dienstag nicht, wer Mittwoch zur Arbeit kommen darf. Der BVB kriegt es im Moment auch nicht hin, weil die sich im letzten Jahrzehnt so viel erarbeitet haben, dass sie den Blick verlieren.
Wenn du kein ordentliches Gebilde über dir hast, dann solltest du in der Tat einer wie Klopp oder Mourinho sein. Einer der so arrogant ist, aber so viel ausstrahlt, dass ER das Gebilde für die Führungsetage ist und nicht umgekehrt.
Mein Fazit:
Wichtig ist jetzt, was ist Veh für einer und wie kriegt die Vereinsführung es hin, dem neuen Trainer eine neue Wohlfühloase zu bauen? Wird es klappen, dann bin ich mir sicher, wird Anfang es gut machen, vorausgesetzt er hat einen Plan von seinem Job
16.04.2018 - 20:08 Uhr
Es wäre für beide Seiten sinnvoll, wenn das Thema bereits geklärt ist. Und so wie ich euren Verein einschätze und es von meinen Kielern auch gewohnt bin, gibt es bereits eine Einigung, die für beide Seiten in Ordnung ist. Die Kommunikation von außen finde ich sehr fair, sollte da wirklich etwas durchgesickert sein und es nicht nur ein Spiel der Medien sein, dann gab es immerhin eine längere Zeit Ruhe, sodass Anfang weiter mit seiner derzeitigen Mannschaft arbeiten konnte.
Ihr erhaltet mit Anfang mMn einen sehr geeigneten Trainer, der auch in der Bundesliga bestehen kann. Er kam nach Kiel, hatte den Vorteil ein intaktes und sich homogenes Team seines Vorgängers zu bekommen, sodass die Grundlagen bereits vorhanden waren. Da eure Mannschaft nach außen nicht den Eindruck erweckt, dass es dort sonderlich chaotisch zugeht, denke ich, dass es in Sachen Mannschaftsführung vorerst keine Probleme geben wird. Zumal Anfang ein ähnlich gutes Verhältnis zu seiner Mannschaft pflegt, wie es auch bei Trainern wie Klopp oder Nagelsmann der Fall ist.
Taktisch ist er sehr flexibel, kann das Team gut auf die Gegner einstellen, sodass die Spieler selbständig auf sich ändernde Geschehnisse auf der Taktiktafel des Gegners einstellt. Das aufholen von Rückständen ist eigentlich kein Problem, genug Chancen gibt es immer. Nur extrem selten ging die Taktik nicht auf (z.B. Bochum in der Rückrunde, Teile vom Dresden-Spiel am Wochenende).
Meistens wird der Gegner über 60-70% des Spiels dominiert und früh attackiert, sodass der Gegner wenig Zeit zum eigenen Spielaufbau hat. Durch schnelle Außenbahnspieler (wie von eurem Geh gefordert) ist die Mannschaft allerdings auch extrem gefährlich in Kontersituationen und kann durch zwei Spieler im zentralen Mittelfeld sowohl ein schnelles"Aufbauspiel" über lange Bälle (also zumeist Konter), als auch einen ruhigeren, auf Ballbesitz fokussierten Spielaufbau über kurze Pässe vollziehen. Das Spielermaterial dafür dürftet ihr allemal haben.
Besonders wichtig ist für jedes Spiel eine stabile Defensive, die bei uns allerdings bereits bei Ducksch und Drexler anfängt und auf einige Gegner sehr ruppig wirkt, aber alles im Rahmen. Zum Teil muss hier manchmal ein taktisches Foul herhalten, dieses wird allerdings rechtzeitig gezogen, sodass der Gegner selten in den Strafraum vordringt. Etwa die Hälfte unserer Gegentore haben wir wohl durch Standards oder individuelle Fehler kassiert, da die Spielverlagerung eigentlich immer klappt. Lediglich über die Außenpositionen gibt es häufiger Chancen für die Gegner, was jedoch auch an der Qualität unserer Außenverteidiger liegen kann. Das Risiko kann durch die offensive Durchschlagskraft jedoch eingegangen werden. Mit Hector oder einem schnellen Klünter dürftet ihr da zumindest auf links eher wenig Probleme bekommen.
Kurzum: Ich finde, dass Anfang ziemlich gut zu eurem Team passt. Dabei nehme ich gar keinen Bezug auf seine Charakterstärken, sondern lediglich auf den sportlichen Teil. Seine taktische Ausrichtung als auch die notwendige Spielweise für ein Spitzenteam passen perfekt zueinander. Seht euch nur einmal unsere Tordifferenz in der 3.Liga an und die jetzige, die vielen Tore in diesem Jahr kommen nicht von ungefähr.
Da ich davon ausgehe, dass das ganze Ding beschlossene Sache ist, wünsche ich euch viel Glück mit einem tollen Trainer, der mit Kiel die beste Saison der Geschichte geschafft hat. Da ich nicht an den Aufstieg glaube, gönne ich euch gerne den direkten Wiederaufstieg, aber bitte ohne Punkte im direkten Duell gegen Kiel.
Ihr erhaltet mit Anfang mMn einen sehr geeigneten Trainer, der auch in der Bundesliga bestehen kann. Er kam nach Kiel, hatte den Vorteil ein intaktes und sich homogenes Team seines Vorgängers zu bekommen, sodass die Grundlagen bereits vorhanden waren. Da eure Mannschaft nach außen nicht den Eindruck erweckt, dass es dort sonderlich chaotisch zugeht, denke ich, dass es in Sachen Mannschaftsführung vorerst keine Probleme geben wird. Zumal Anfang ein ähnlich gutes Verhältnis zu seiner Mannschaft pflegt, wie es auch bei Trainern wie Klopp oder Nagelsmann der Fall ist.
Taktisch ist er sehr flexibel, kann das Team gut auf die Gegner einstellen, sodass die Spieler selbständig auf sich ändernde Geschehnisse auf der Taktiktafel des Gegners einstellt. Das aufholen von Rückständen ist eigentlich kein Problem, genug Chancen gibt es immer. Nur extrem selten ging die Taktik nicht auf (z.B. Bochum in der Rückrunde, Teile vom Dresden-Spiel am Wochenende).
Meistens wird der Gegner über 60-70% des Spiels dominiert und früh attackiert, sodass der Gegner wenig Zeit zum eigenen Spielaufbau hat. Durch schnelle Außenbahnspieler (wie von eurem Geh gefordert) ist die Mannschaft allerdings auch extrem gefährlich in Kontersituationen und kann durch zwei Spieler im zentralen Mittelfeld sowohl ein schnelles"Aufbauspiel" über lange Bälle (also zumeist Konter), als auch einen ruhigeren, auf Ballbesitz fokussierten Spielaufbau über kurze Pässe vollziehen. Das Spielermaterial dafür dürftet ihr allemal haben.
Besonders wichtig ist für jedes Spiel eine stabile Defensive, die bei uns allerdings bereits bei Ducksch und Drexler anfängt und auf einige Gegner sehr ruppig wirkt, aber alles im Rahmen. Zum Teil muss hier manchmal ein taktisches Foul herhalten, dieses wird allerdings rechtzeitig gezogen, sodass der Gegner selten in den Strafraum vordringt. Etwa die Hälfte unserer Gegentore haben wir wohl durch Standards oder individuelle Fehler kassiert, da die Spielverlagerung eigentlich immer klappt. Lediglich über die Außenpositionen gibt es häufiger Chancen für die Gegner, was jedoch auch an der Qualität unserer Außenverteidiger liegen kann. Das Risiko kann durch die offensive Durchschlagskraft jedoch eingegangen werden. Mit Hector oder einem schnellen Klünter dürftet ihr da zumindest auf links eher wenig Probleme bekommen.
Kurzum: Ich finde, dass Anfang ziemlich gut zu eurem Team passt. Dabei nehme ich gar keinen Bezug auf seine Charakterstärken, sondern lediglich auf den sportlichen Teil. Seine taktische Ausrichtung als auch die notwendige Spielweise für ein Spitzenteam passen perfekt zueinander. Seht euch nur einmal unsere Tordifferenz in der 3.Liga an und die jetzige, die vielen Tore in diesem Jahr kommen nicht von ungefähr.
Da ich davon ausgehe, dass das ganze Ding beschlossene Sache ist, wünsche ich euch viel Glück mit einem tollen Trainer, der mit Kiel die beste Saison der Geschichte geschafft hat. Da ich nicht an den Aufstieg glaube, gönne ich euch gerne den direkten Wiederaufstieg, aber bitte ohne Punkte im direkten Duell gegen Kiel.
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