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Unsere Spielstätte - Audi Sportpark

12.06.2009 - 10:37 Uhr
Unsere Spielstätte - Audi Sportpark |#21
09.07.2010 - 18:52 Uhr
Zitat
Stadträte vom Stadion schwer beeindruckt

Silberstreif am Horizont für alle Public-Viewing-Geschädigten: An der Haupteingangsfront des Audi-Sportparks prangt eine große Leinwand, die geeignet wäre. Die Stadträte, die Franz Spitzauer und Harald Gärtner vom FC gestern durchs Stadion führten, waren auch davon schwer beeindruckt.

Die Idee eines Public Viewing auf dem Areal des Sportparks sprach Geschäftsführer Spitzauer allerdings erst zum Schluss ganz zaghaft an. Schließlich habe Audi das Sagen – der Firma gehöre die Leinwand für ihre Veranstaltungen, der FC könne sie gelegentlich nutzen. "Aber bis zur nächsten Fußball-WM haben wir ja noch ein bisschen Zeit", dämpfte er die Erwartungen einiger Stadträte, die den Zustand des Pflasters auf dem Rathausplatz vor Augen hatten und froh wären, wenn es beim nächsten Mal geschont würde.

Zunächst führte Spitzauer seine Gäste – in der Hauptsache Damen und Herren, die dem Stadionbau schon immer Wohlwollen entgegengebracht haben – am Kassenhaus im Norden und den Haftzellen vorbei aufs Spielfeld mit seinem Traumrasen. "Da läuft es sich wie auf Wolken", stellte Renate Preßlein-Lehle fest. Unter dem Lärm der Arbeiter, die Sitze montierten, und den Scheinwerfern der Flutlichtanlage – "sie müssen 120 Stunden einbrennen" – warteten Spitzauer und Sportdirektor Gärtner mit all den Superlativen des "zurzeit modernsten Stadions dieser Größenordnung in Europa" auf.

Beifall klatschten einige Stadtratsmitglieder bei dem Hinweis, dass zu den Behindertenplätzen Sitze für Begleitpersonen gehörten und auch für Blinde Plätze geschaffen würden. Dass es in den Damentoiletten Wickeltische gibt, quittierten sie ebenfalls mit Applaus. Deren Notwendigkeit verdeutlichte Spitzauer mit einem Eintrittspreis: Für ein Zweitligaspiel zahlen zwei Erwachsene mit zwei Kindern zusammen 40 Euro. Über den Komfort der Zuschauer machte sich Manfred Schuhmann Sorgen: "Werden sie nass, wenn’s regnet" Spitzauer beruhigte: "Auf der Westtribüne sind die Logen. Der Regen müsste schon quer aus einer anderen Richtung kommen."

Von den Innenräumen bekamen die Stadträte fast nichts zu sehen, denn überall sind noch die Handwerker zugange. Beeindruckt waren sie trotzdem. Christel Ernst brachte es auf den Punkt: "Wenn in diesem Stadion gut gespielt wird, sind die Profis Vorbilder für die Jugend."

Ein Fan, der draußen sehnsüchtig darauf wartete, bald auch eingelassen zu werden, hofft, dass sich auf den 15 000 Plätzen ESVler und MTVler endlich versöhnen. Gespielt wird ab 24. Juli auf neutralem Boden.


http://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Ingolstadt-Stadtraete-vom-Stadion-schwer-beeindruckt;art599,2298222

Klickt mal auf den Link und zieht dann mit der Maus über das Bild :o :cool
Unsere Spielstätte - Audi Sportpark |#22
09.07.2010 - 18:54 Uhr
Zitat
Schaulaufen der Prominenz

In diesen Tagen werden die letzten Arbeiten am neuen Stadion des FC Ingolstadt abgeschlossen. Es herrscht hektische Betriebsamkeit, immerhin soll sich die 15 000 Zuschauer fassende Arena in gut zwei Wochen von ihrer besten Seite präsentieren. Mit einem großen Familienfest und einem prominent besetztem Blitzturnier wird der Audi Sportpark am Samstag, 24. Juli, offiziell eröffnet.

Dabei soll es auch reichlich Prominenz zu sehen geben. Vor allem in der Mannschaft der Bayern-Allstars, die gegen eine Ingolstädter Prominentenauswahl antritt, werden einige bekannte ehemalige Fußballprofis auflaufen. Unter anderem haben sich Paulo Sergio, der eigens aus Brasilien einfliegt, Roy Makaay, der erstmals bei den Allstars spielt, Andreas Brehme, Harald Cerny, Paul Breitner, Carsten Jancker, Michael Tarnat und Michael Sternkopf angekündigt. „Das wird die stärkste Mannschaft, die je im Trikot der Bayern-Allstars aufgelaufen ist“, schwärmte Organisator Xaver Ziller. Dazu kommt, dass einige Wackelkandidaten noch keine endgültige Zusage gegeben haben, darunter Willy Sagnol, Klaus Augenthaler und Giovane Elber.

Zu tun bekommen es die ehemaligen Stars des FC Bayern München mit dem Audi-Allstar-Team. In dessen Reihen werden unter anderem Audi-Boss Rupert Stadler höchstpersönlich, die beiden FCI-Geschäftsführer Harald Gärtner und Franz Spitzauer, FCI-Boss Peter Jackwerth und die beiden Fernseh-Moderatoren Kai Pflaume und Markus Othmer auflaufen. Anstoß zu dem Promi-Kick ist um 16.45 Uhr. Gespielt wird zweimal 30 Minuten (siehe Infokasten mit dem Zeitplan).

Nach den Stars von gestern greifen dann mit den beiden Zweitligisten FC Ingolstadt und FC Augsburg sowie dem Erstligisten VfL Wolfsburg die Fußballprofis von heute ins Geschehen ein. In einem Blitzturnier, gespielt wird jeweils 45 Minuten, stehen sich zunächst Ingolstadt und Augsburg gegenüber. Danach spielen die beiden Gastmannschaften gegeneinander, ehe es die Gastgeber des FCI mit dem ehemaligen deutschen Meister aus Wolfsburg zu tun bekommen. Das Turnier wird live im Fernsehen auf Sport 1 (ehemals DSF) übertragen.

Der Tag solle aber nicht nur im Zeichen der beiden sportlichen Highlights stehen, sagt FCI-Manager Gärtner: „Das neue Stadion soll ein Stadion zum Anfassen sein.“ Alle Fans, vor allem Familien, bekommen deshalb ab 13 Uhr Gelegenheit, den Audi Sportpark aus nächster Nähe kennen zu lernen. Interessierte können sich das Bauwerk bei kostenlosen Führungen aus allen Blickwinkel anschauen.

Um 15.15 Uhr wird dann der Innenraum des Stadions geräumt. Ab diesem Zeitpunkt haben nur noch Besitzer von Tickets Zutritt. Beim FC Ingolstadt ist die Hoffnung groß, den ersten offiziellen Termin der neuen Heimat vor ausverkauften Rängen zu absolvieren. „Das ist das erste Event in dem Stadion und wir spüren schon, dass das Interesse in der ganzen Region groß ist“, sagt Gärtner. Schon allein aus sportlicher Sicht sei das Turnier sehr interessant. Mit Wolfsburg und Augsburg habe man zwei Topmannschaften gewinnen können, die sehr guten Fußball zeigten.


http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Neuburg/Lokalsport/Artikel,-Schaulaufen-der-Prominenz-_arid,2190369_regid,12_puid,2_pageid,9557.html
Unsere Spielstätte - Audi Sportpark |#23
23.07.2010 - 14:25 Uhr
ich bin schon ganz heiß auf morgen :p :D
Unsere Spielstätte - Audi Sportpark |#24
23.07.2010 - 19:34 Uhr
und ich kann nicht vorbei kommen da ich selbst ein turnier spielen muss :)

egal dafür bin ich am ersten spieltag am start :D

hat sich eigentlich euer aktiver supporter bereicher erweitert bzw. ist der support besser geworden?

•     •     •

NUR DER FCA! M-Block Augsburg

Dieser Beitrag wurde zuletzt von 19_FCA_07 am 23.07.2010 um 19:35 Uhr bearbeitet
Unsere Spielstätte - Audi Sportpark |#25
23.07.2010 - 23:24 Uhr
Zitat von 19_FCA_07:

hat sich eigentlich euer aktiver supporter bereicher erweitert bzw. ist der support besser geworden?

Du wirst dich wundern :p :D
Unsere Spielstätte - Audi Sportpark |#26
24.07.2010 - 01:33 Uhr
Der zähe Weg zum Stadion

Zitat
5. Februar 2004: 24 Gründungsmitglieder heben den FC Ingolstadt 04 aus der Taufe. Er entsteht aus den Fußballabteilungen des MTV und ESV. Initiator, Geldgeber und erster Präsident ist Peter Jackwerth, der heutige Vorstandsvorsitzende.

27. Mai 2006: Mit einem 3:1 über Quelle Fürth steigt der FC den in die Regionalliga auf. Die Stadionfrage wird aktuell.

9. Juni 2006: Zum ersten Mal tagt eine Stadionkommission mit OB Alfred Lehmann und Vereinsvertretern. Die Tendenz gehe "in Richtung Neubau", so der Rathauschef damals.

8. November 2006: Der Sportausschuss stellt die Stadionfrage zurück: Ein Grundsatzbeschluss soll her, der aber zwei Jahre braucht. Als Standort kristallisiert sich das Bayernoil-Gelände heraus, da die Raffinerie abgeschaltet wird. Fest steht: Audi übernimmt die Namensrechte am Stadion für zehn Jahre und zahlt fünf Millionen Euro.

26. Juli 2007: Der Stadtrat beschließt den Bebauungsplan fürs Bayernoil-Gelände ergebnisoffen zu erarbeiten. Die Stadionfrage bleibt ungeklärt.

23. November 2007: Der DFB schaltet sich ein und gibt dem Verein vor: Er muss ins ESV-Stadion umziehen, will er in der Zweiten oder der neu gegründeten Dritten Liga spielen.

11. März 2008: Der Verein stellt im Planungsausschuss die Umbaupläne für das ESV-Stadion vor. Die marode Arena erhält 11 215 Plätze.

2. April 2008: Erster Spatenstich für den Umbau. Den muss der FC aus eigener Tasche bezahlen. Kostenpunkt: rund zwei Millionen Euro.

31. Mai 2008: Der FC steht nach einem 2:0-Heimsieg gegen Unterhaching als Aufsteiger in die Zweite Bundesliga fest. Auf dem Rathausbalkon wird Trainer Thorsten Fink gefeiert. Die Lizenz für die nächsthöhere Liga bekommt der Verein aber nur, wenn er ein neues Stadion baut. Der Grundsatzbeschluss dafür steht aber aus.

11. Juni 2008: Lange muss der FC nicht warten. Der Stadtrat gibt bei fünf Gegenstimmen Grünes Licht für "das Leuchtturmprojekt" (OB Lehmann) bei Bayernoil. Die Stadt will aber kein Steuergeld für Profisport ausgeben. Das Stadion muss der Verein aus eigener Tasche zahlen. Die Stadt kommt für die Infrastruktur auf.

9. Juli 2008: Der Sportausschuss erlaubt Peter Jackwerth den ESV für zwei Jahre in Tuja-Stadion umzubenennen.

17. August 2008: Mit einem 3:2-Heimsieg über Greuther Fürth springt der FC am ersten Spieltag an die Tabellenspitze der 2. Bundesliga. Doch von da an geht es nur mehr bergab. Die Saison endet mit dem direkten Wiederabstieg.

26. November 2008: Mit besorgter Miene tritt OB Lehmann vor die Presse. Der sicher geglaubte Deal mit Bayernoil droht zu platzen, weil der Ölkonzern unerfüllbare Forderungen stelle. Die Stadtverwaltung sichert sich Grundstücke für einen Alternativstandort an der Manchinger Straße. Bei dieser Drohkulisse kommt es doch zur Einigung mit Bayernoil.

5. Februar 2009: Nach mehr als zwei Jahren mit Diskussionen steht fest: Der bisher über das Stadtgebiet verteilte FC 04 erhält seine Heimat auf dem Bayernoil-Gelände. Der Stadtrat zieht bei sechs Gegenstimmen diese Variante der Manchinger Straße vor. Die Stadt kauft über ihre Tochter IFG 20 Hektar für rund fünf Millionen Euro. 2,5 Hektar erwirbt der Verein selbst, um darauf auf eigene Kosten das Stadion zu errichten. So will man sich bürokratischen Aufwand ersparen.

9. Februar 2009: Nach intensiver Prüfung vergibt der FC den Neubau an die Firma des Duisburger MSV-Präsidenten Walter Hellmich. Rund 23 Millionen Euro wollen die Ingolstädter sich das neue Stadion kosten lassen. Die Stadt soll als Bürge für einen Bankkredit auftreten.

18. Februar 2009: Der FC stellt ein Stadionmodell begeisterten Stadträten vor. Die Arena soll 15 000 Plätze erhalten.

14. Mai 2009: Nach einem 0:1 gegen St. Pauli steht der FC mit Trainer Horst Köppel nach nur einem Jahr als Absteiger aus der 2. Liga fest.

20. Mai 2009: Wie eine Bombe schlägt die Mitteilung von OB Lehmann ein. Die Bürgschaftsidee ist geplatzt, weil Banken ein Einschreiten der EU fürchten. Stichwort: rechtswidrige Subvention. Lehmanns Alternative sorgt für einen Aufschrei in der Bevölkerung. Die Stadt soll dem Verein den Kredit über 20 Millionen Euro direkt geben.

22. Mai 2009: Zehn Männer greifen auf dem Raffinerie-Gelände zum Spaten und bringen das Bauvorhaben auf den Weg, dabei steht die Finanzierung noch nicht fest.

29. Mai 2009: Erst eine Woche nach dem Spatenstich macht der Stadtrat den Weg für den Sportparkbau frei. Bei zwölf Gegenstimmen wird das Darlehen genehmigt. Vereinshauptsponsor Audi verpflichtet sich, bis mindestens 2013 die jährliche Belastung von 1,6 Millionen für Zins und Tilgung für den FC zu zahlen.

12. November 2009: Der Grundstein für das Stadion wird gelegt. Mehr als der halbe Rohbau steht bereits.

26. März 2010: Der Bau schreitet trotz eines langen Winters schnell voran. Mit 300 Gästen wird Richtfest gefeiert.

4. Mai 2010: Der FC vergibt die Bewirtung im Sportpark für fünf Jahre an Großgastronom und FC-Gründungsmitglied Lorenz Stiftl. Er setzt sich gegen Arena-One durch, den Caterer der Allianz-Arena in München.

17. Mai 2010: Mit zwei Siegen in der Relegation gegen Rostock kehrt der FC unter Trainer Michael Wiesinger in die Zweite Bundesliga zurück.

30. Juni 2010: Pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt ist das Stadion fertig. Generalunternehmer Hellmich übergibt die Arena an den Verein. Das Budget ist eingehalten worden.

24. Juli 2010: Der Audi Sportpark wird eröffnet.

http://www.donaukurier.de/sport/fussball/fcingolstadt04/fc04-berichte/art19158,2303673
Unsere Spielstätte - Audi Sportpark |#27
24.07.2010 - 01:36 Uhr
"Ich zittere jetzt noch"

Zitat
Als einer der beiden Geschäftsführer des FC hatte Franz Spitzauer beim Sportparkbau stets die Kasse im Blick. Mit DK-Redakteur Christian Rehberger sprach er über Schmuckstücke, Rechnungen und das große Zittern.

Herr Spitzauer, brauchen Sie jemanden, der Sie kneift, wenn Sie von der Manchinger Straße abbiegen und dann dieses Stadion auftaucht?

Franz Spitzauer: Ja, absolut, es war einfach eine sehr kurze Zeit, in der wir das geschafft haben. Uns gibt es ja erst seit sechs Jahren. Für so eine Entwicklung und so ein Stadion haben andere Vereine Jahrzehnte gebraucht.


Welchen Ausdruck würden Sie verwenden: ist es ein Schmuckstück, ein Leuchtturmprojekt oder sogar eine große Bürde?

Spitzauer: Alles. Es ist eine Verpflichtung uns selbst gegenüber. Und allen Partnern, die uns dabei unterstützt haben. Ganz besonders Audi. Und es ist natürlich auch unser Lohn, so was Schönes geschaffen zu haben.

Gab es einen Moment, in dem Sie gezittert haben, dass es nicht fertig wird?

Spitzauer: (lacht) Ich zittere eigentlich jetzt noch. Es sind ja immer noch Restarbeiten zu machen. Bei einem Projekt dieser Größe fehlt bei der Übergabe hier mal eine Steckdose, da schaut noch ein Kabel raus. Es gibt bestimmte Sachen, die werden erst am Samstagmorgen um zehn fertig. Ich zittere auch bestimmt am Samstag, da wir keinen Probelauf hatten. Ich glaube, das Zittern hört erst auf, wenn alle wieder gesund zu Hause sind.


Welcher Teil des Stadions gefällt Ihnen am besten?

Spitzauer: Also ich bin wirklich begeistert vom Businessbereich im ersten Stock. Der große Raum mit den Tresen und dem Holzboden ist sehr schön geworden.

In diesem Bereich sollen sich einmal viele wichtige Leute tummeln. Die Businesssitze sind der vorrangige Weg, das Stadion zu finanzieren. Wie läuft die Vermarktung?

Spitzauer: Das läuft jetzt verstärkt. Wir sind gut dabei. Also die 18 Logen sind alle weg bis auf eine der drei Großraumlogen. Die Logen sind zu 90 Prozent bereits seit Monaten reserviert. Was die Businesssitze betrifft, haben wir um die 400 Karten vergeben. Ich denke, wir werden das im Saisonverlauf sicher noch verdoppeln.


Was hat das Stadion insgesamt gekostet?

Spitzauer: 25 Millionen Euro. Allerdings ist bisher nur die Vorkasse berechnet. Die Schlussrechnung wird noch gestellt. Aber so wie es jetzt aussieht, haben wir eine Punktlandung geschafft.


Der Sportpark ist noch nicht zu Ende gebaut. Es soll weitere Ausbauschritte geben.

Spitzauer: Es gibt gedachte Ausbauschritte. Das Stadion könnte erweitert werden. Es gibt Wünsche und verschiedene Möglichkeiten für das Umfeld, aber nichts Konkretes.

Nicht für eine Fankneipe?

Spitzauer: Das sind alles Themen, die wir angehen, wenn wir – ich sag mal – nach der Schlussrechnung vielleicht acht Wochen durchschnaufen können. Dann überlegen wir, was wir noch angehen. Wir wollen ja irgendwann auch weitere Teile des Vereins in den Sportpark bringen. Wir haben zurzeit die Situation, dass die Jugend da draußen trainiert, aber keine Umkleiden hat. Die müssen wir immer vom ESV mit dem Shuttle raus- und reinfahren. Das ist auf Dauer keine Lösung. Da müssen irgendwann Kabinen raus. Dann macht man gleich mehr. Auch die Physiotherapeuten haben noch keinen Platz. Aber im Moment fahren wir auf Sicht, sagt man doch so schön. Alles andere wäre Harakiri.


Fühlen Sie sich schon heimisch im Sportpark, oder dauert das noch?

Spitzauer: Ich glaube das dauert. Es ist ein bisschen wie mit einer Wohnung in einer fremden Stadt. Man weiß, man kommt hin und freut sich, aber wenn man noch nicht drin war, kann man sich auch noch nicht heimisch fühlen.


http://www.donaukurier.de/sport/fussball/fcingolstadt04/fc04-berichte/art19158,2303628
Unsere Spielstätte - Audi Sportpark |#28
24.07.2010 - 01:37 Uhr
Ein Stadion mit "öliger" Kulisse

Zitat
Mit der Eröffnung des Sportparks vollenden Stadt und FC 04 am heutigen Samstag ein Jahrhundertprojekt. Die nächste Mammutaufgabe wartet bereits: Denn die Stadionbesucher haben nach wie vor die abgeschaltete Raffinerie von Bayernoil als Kulisse. Das bleibt so wohl noch einige Jahre.

Heinz Löhr kann sich lebhaft an den Besuch in dem gewaltigen Stahlrondell erinnern. Es ist knapp eineinhalb Jahre her, da stand er – damals noch Geschäftsführer von Bayernoil – in einem der leeren Öltanks, die gerade von Spezialisten zerlegt wurden. "Da hätte man sich kaum vorstellen können, dass in so kurzer Zeit genau hier einmal das Stadion stehen würde", sagt Löhr rückblickend. Er ist begeistert: "Ich finde das Stadion fantastisch gelungen. Ich freue mich, dass jetzt Eröffnung ist und alles so gut gelaufen ist. Der FC und die Stadt können sich auch freuen, dass so etwas Tolles auf unserem Gelände entstanden ist." Dann korrigiert er sich: "Auf unserem ehemaligen Gelände muss es natürlich heißen."


Löhr, 66, ist voriges Jahr planmäßig aus der Leitung von Bayernoil ausgeschieden, aber weiter als Berater und Projektleiter für den Standort Ingolstadt zuständig. Es gibt genug zu tun: Von den 109 Hektar, auf denen Bayernoil über 40 Jahre vor allem Benzin produzierte und lagerte, sind nach der Stilllegung im Sommer 2008 etwas mehr als 20 Hektar mit Stadion und Parkplätzen bebaut. Für den Rest gibt es konkrete und nicht ganz so konkrete Pläne.

Anfang dieses Jahres haben die Bayernoil-Leute und die beauftragte Firma Arcadis einen weiteren Teil freigeräumt. Pforte, Sportheim, Feuerwehr und auch die Kantine sind weg. An ihrer Stelle ist die Eriagstraße inzwischen mit dem Ringschluss zur Manchinger Straße erweitert worden. "Das war ja immer ein Wunsch der Leute im Südosten", sagt Löhr. An dem neuen Teil der Eriagstraße sind neun Hektar für ein Gewerbegebiet am Sportpark frei, das Bayernoil intensiv vermarktet. "Da gibt es Interessierte. Wir haben konkrete Gespräche", sagt Löhr. "Das ist eine hervorragende Fläche für Unternehmen, die schon an der Eriagstraße sind und erweitern wollen."

Auf der anderen Seite der Eriagstraße wird es kniffliger. Hier steht die komplette Raffinerieanlage, dazu ungefähr 20 der riesigen Schwimmdachtanks, 20 mit festem Dach und noch etwa zehn Kugeltanks, in denen Flüssiggas gelagert wurde. "Alle sind leer und gespült", sagt Löhr. Alle erwartet das selbe Schicksal, wie die abgebauten Tanks: Sie werden zerschnitten. Der Stahl kommt ins Walzwerk.

Doch wann? Auf diese Frage kann und will Löhr keine verbindliche Antwort geben. "Schritt für Schritt, der weiteren Entwicklung folgend", sagt er nur. Es dürfte vielleicht Jahre dauern. Alles hängt von der Produktionsanlage ab, die nicht verschrottet wird. Sie sollte aber längst demontiert sein und nach Indien verschifft werden, wo sie in der Nähe von Kalkutta wieder aufgebaut wird. Doch wie bereits mehrfach berichtet, bekommt der indische Käufer Cals Refineries die Finanzierung nicht zusammen. 1,1 Milliarden Dollar sind für das Projekt veranschlagt. "Ein Bankenkonsortium steht als Finanzierer bereit", weiß Löhr. Doch Cals selbst sei von der Finanzkrise derart hart gebeutelt worden, dass das Eigenkapital fehlt oder fehlte. In diesen Tagen kommt der indische Konzern zu seiner Gesellschafterversammlung zusammen. "Ich hoffe sehr, dass da die Entscheidung fällt", sagt Löhr.

Dann dürfte es schnell gehen. "Nach ungefähr sechs Wochen Vorlaufzeit könnten wir starten." Wichtige Vorarbeiten seien erledigt. Alle Fragen zum Aufbau in Indien seien vor Ort geklärt, auch in Ingolstadt ging es voran. "Die Anlage ist im Frühjahr gescannt worden", sagt Löhr. Das heißt, sie ist virtuell am Computer verfügbar, so dass beim Ein- und Auspacken bei jedem Teil sofort klar wird, wo es hinkommt. "Es besteht aber kein Druck für uns", sagt Löhr. Zeit spiele eine nachrangige Rolle. "Wir haben die Anlage gut in Schuss gehalten." Bayernoil kann sich zurücklehnen. Der Konzern hat die Anlage an einen Zwischenhändler, die Spezialfirma Lohrmann (Wiesbaden), veräußert, die inzwischen auch schon die Demontage und den Transport ausgeschrieben habe.

Ist der Abbau der Raffinerie bereits ein langwieriges Thema, dürfte es bei der weiteren Zukunft des Geländes heftige Diskussionen bis hin zu Streit geben. Denn Bayernoil möchte auf "rund 40 bis 50 Hektar" (Löhr) Wohnungen bauen. Mitten in dem Auwaldgebiet. "Dazu gibt es eine städtebauliche Zielvereinbarung", erinnert der Bayernoil-Repräsentant an den Stadtratsbeschluss vom 5. Februar 2009. "Das ist eine gute Chance für die Stadt, ihren Wohnengpässen beizukommen. Ingolstadt wird um 10 000 Einwohner wachsen."

Allerdings erwartet Bayernoil ein massiver Widerstand des Bundes Naturschutz. Der möchte, dass so viel wie möglich vom Raffineriegelände im Auwald an die Natur zurückgegeben wird. Mindestens zehn Hektar sicherte Bayernoil in der Zielvereinbarung zu. "Das ist nicht das letzte Wort", hatte allerdings OB Alfred Lehmann damals gesagt. Fraktionsübergreifend betonten die Politiker, man habe ein Rücktrittsrecht von der Zielvereinbarung, die ja lediglich eine Absichtserklärung ist.

Die Front verhärtet sich: Der künftige Umweltreferent Wolfgang Scheuer kündigte an, für ihn seien die Wohnbaupläne kritisch. Der BN jubiliert, ob dieses Schulterschlusses. Löhr sagt: "Wir sind guter Dinge


http://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Ingolstadt-Ein-Stadion-mit-oeliger-Kulisse;art599,2303715
Unsere Spielstätte - Audi Sportpark |#29
24.07.2010 - 01:39 Uhr
"Zecke", Breitner, Dzeko

Zitat
Das Eröffnungsfest seiner neuen Heimat feiert der FC entsprechend groß und hat sich am heutigen Samstag hochkarätige Gäste eingeladen. Bei einem Blitzturnier treffen die FC-Profis ab 18.30 Uhr jeweils 45 Minuten auf den Ligakonkurrenten FC Augsburg und den VfL Wolfsburg, Deutscher Meister 2009, mit Toptorjäger Edin Dzeko.

Vorher spielt ab 16.45 Uhr auch ein Team mit Altstars des FC Bayern, das laut Teammanager Xaver Ziller "nie stärker aufgestellt war". Die Bayern kommen mit nicht weniger als fünf Weltmeistern: Paul Breitner, Hansi Pflügler, Andreas Brehme, Raimond Aumann und Stefan Reuter. Zudem spielen unter anderem die ehemaligen Weltklasseprofis Roy Makaay und Willy Sagnol sowie Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (Europameister und zweifacher Vizeweltmeister).
Als Gegner hat diese illustere Mannschaft eine von Audi zusammengestellte Truppe, die mit den Größen aus dem Konzern aufwarten kann. Vorstandschef Rupert Stadler, Marketingvorstand Peter Schwarzenbauer, der scheidende Personalchef Werner Widuckel und Martin Wagener vom Rechtswesen laufen mit den Ex-Ingolstädtern Andreas "Zecke" Neuendorf, Marco Sejna und Markus Rosenwirth auf, für die diese Partie das offizielle Abschiedsspiel ist. Zur Mannschaft gehören auch FC-Macher Peter Jackwerth und die Geschäftsführer Harald Gärtner und Franz Spitzauer sowie die TV-Moderatoren Kai Pflaume und Markus Othmer.

Eingebettet sind die Spiele in einen Familiennachmittag, der bei freiem Eintritt um 13 Uhr beginnt. Auf einer Bühne von Radio IN vor dem Stadion gibt es Interviews, Gewinnspiele und Liveauftritte von Sportlern und Musikern. Durch das Programm führt Bernhard Mahler. Geboten werden auch ein Lichtschrankenparcours der vereinseigenen Schanzer-Fußballschule, ein Feld für Straßenfußball mit Turnier, das Duell Mensch gegen Maschine mit dem Robokeeper, Airbrush-Tattoos und zahlreiche Überraschungen für Kinder.

Zwischen 13 und 15 Uhr kann das Stadion besichtigt werden, ehe um 15.30 Uhr die Fans für die Fußballspiele auf die Tribünen dürfen. Gegen 16.30 Uhr wird der Sportpark offiziell eröffnet. Kurz darauf rollt der Ball bei dem Gaudispiel und dem Blitzturnier mit den Profiteams.

Gegen 21.30 Uhr ist die Siegerehrung geplant und anschließend ein spektakuläres Feuerwerk. Danach wird ab 22 Uhr auf der Piazza vor dem Stadion mit Radio Galaxy gefeiert.

Die Tickets für die Spiele kosten Erwachsene an der Tageskasse fünf Euro (Stehplatz) beziehungsweise acht Euro für einen Sitzplatz. Jugendliche zahlen einheitlich fünf Euro, Kinder bis sechs Jahre sind frei. VIP-Karten gibt es für 100 Euro.


http://www.donaukurier.de/sport/fussball/fcingolstadt04/fc04-berichte/art19158,2303608
Unsere Spielstätte - Audi Sportpark |#30
24.07.2010 - 01:40 Uhr
Strom vom Sportpark

Zitat
Die Stadtwerke und der FC 04 haben eine Energie-Partnerschaft besiegelt. Unter Leitung der Stadtwerke-Tochter Reginova wird der Energieversorger für das Stadion künftig neben Wärme und Kälte auch den Strom liefern. Durch den Bau einer Energiezentrale am Sportpark ist eine besonders effiziente Energieversorgung gewährleistet, weil zukünftig auch Fernwärme verwendet wird. Sie stammt aus der ehemals ungenutzten Abwärme der Petroplus-Raffinerie.

Einen weiteren Beitrag leistet die Fotovoltaikanlage auf den Stadiondächern. Die Stadtwerke investierten hierfür 1,5 Millionen Euro. Mit einer Leistung von 565 Kilowatt ist es die zweitgrößte Anlage, die Strom ins Stadtwerkenetz einspeist. Pro Jahr werden rund 465 000 Kilowattstunden erwartet. Das entspricht etwa dem Verbrauch von 120 Vier-Personen-Haushalten. Damit die Versorgung auch bei Störungen gewährleistet ist, haben die Stadtwerke eine Notstromversorgung eingerichtet.

http://www.donaukurier.de/sport/fussball/fcingolstadt04/fc04-berichte/art19158,2303582
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