1. FC Köln 1. FC Köln
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Daten

Würzburger Kickers   1.FC Köln
Michael Schiele M. Schiele Trainer R. Wagner René Wagner
4,11 Mio. € Gesamtmarktwert 137,90 Mio. €
25,7 ø-Alter 25,7
David Kinsombi D. Kinsombi Wertvollster Spieler S. El Mala Said El Mala

Gesamtbilanz: DFB-Pokal

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wahretabelle

DFB-Pokal: Würzburger Kickers - 1.FC Köln

21.08.2026 - 18:34 Uhr
Zitat von masterpbh
Zitat von Bergkoelner

Ich glaube die Zeiten, in denen ein Bundesligist gegen einen unterklassigen Gegner einfach 90 Minuten den Ball laufen lässt und irgendwann zwangsläufig drei oder vier Tore macht, sind größtenteils vorbei. Gerade die kleineren Mannschaften haben sich taktisch enorm weiterentwickelt. Die können heute sehr kompakt verteidigen, die Räume extrem eng machen, Laufwege zustellen und über lange Phasen praktisch mit einer Fünferkette vor dem eigenen Strafraum stehen. Siehe Wolfsburg, Heidenheim, Schalke usw.

Deshalb würde ich das Würzburg Spiel auch nicht schönreden, aber eben auch nicht als Beweis dafür nehmen, dass der FC grundsätzlich schlecht ist. Köln hätte spielerisch sicherlich souveräner auftreten müssen. Gleichzeitig hat Würzburg genau das gemacht, was kleinere Mannschaften gegen einen Favoriten heute sehr gut können nämlich kompakt stehen, Zweikämpfe annehmen, Räume schließen und den Favoriten nervös machen.

Der Klassenunterschied bedeutet heute nicht mehr automatisch, dass der kleinere Verein defensiv überfordert ist. Technisch und individuell ist der Bundesligist natürlich überlegen, aber eine gut organisierte Mannschaft kann diese Überlegenheit über 90 Minuten erheblich reduzieren. Das hat man auch bei der WM öfters gesehen, wo sich „kleinere“ Mannschaften teilweise sehr lange gegen die großen Teams behaupten konnten.

Klar ist aber auch, dass auf der rechten Seite und im OM beim FC noch was passieren muss. Bülter und Thielmann sind gute Spieler, aber keine, mit denen man in der BL groß was reißen wird. Ich glaube auch, hätte Maina von Anfang an gespielt und Thielmann wäre eingewechselt worden hätte Thielmann zum Schluss genauso viel Druck gemacht wie Maina.

Das lag meiner Meinung nach nicht unbedingt am FC, sondern auch daran, dass Würzburg wegen der nachlassenden Kondition am Ende immer unkonzentrierter wurde. Dadurch wurden die Räume größer und es gab für den FC plötzlich mehr Möglichkeiten.


Ich finde das kann man so nicht stehen lassen. Ich respektiere und halte es für absolut lobenswert, das hier nicht in die mittlerweile regelmäßigen Abgesänge blindlings eingestiegen wird, auf der anderen Seite ist ein "es gibt keine Kleinen mehr" doch wahrlich eine Plattitüde, die uns überhaupt nicht weiter hilft. Genauso wie bei der WM. Du kannst deutliche Kräfteverhältnisse nicht wegnegieren. Schon gar nicht über Mehrjahreszeiträume.

Diese Tot-Relativierung verkennt eine Wahrheit, aus der sich auch die FC-(Pokal-)Unzufriedenheit speist:

26/27 - 1. Runde - 2:1 gegen Würzburg (3. Liga Aufsteiger)
25/26 - 1. Runde - 2:1 gegen Regensburg (2. Liga Absteiger)
24/25 - 1. Runde - 3:2 (n.V.) gegen SV Sandhausen (3. Liga)
23/24 - 1. Runde - 3:1 (n.V.) gegen Osnabrück (2. Liga Aufsteiger)
22/23 - 1. Runde - 5:6 (n.E.) gegen Regensburg (2. Liga)
21/22 - 1. Runde - 5:3 (n.E.) gegen Carl Zeiss Jena (Regionalliga)
20/21 - 1. Runde - 6:0 gegen Altglienicke (Regionalliga)

Ja, wir haben oft Pech mit den Auslosungen, und ja, wir haben eigentlich trotzdem fast immer gewonnen. Aber der letzte souveräne 1. Runden-Auftritt liegt 6 Jahre zurück und das kann es einfach nicht sein. Es reicht. Man braucht da keine Umdeutung und Relativierungen, aus dem X wird kein U. Unsere Frühform ist oft miserabel. Man kann stolpern, aber nicht sechsmal in Serie. Das zu verleugnen ist kontraproduktiv. Wenn du Missstände normalisiert, sinkt der Qualitätsstandard - ist doch klar.

Ich verstehe Fans und Verantwortliche, dass man am Saisonanfang nicht direkt Krise ausrufen will und deshalb madige Pokalauftritte schönigt. Aber das erinnert mich auch an die Wallraff-Waldorf-Schulen-Doku, die gestern nach dem Pokalspiel auf RTL lief: Eltern schicken Ihre Kinder in eine alternative Schulform, weil sie Leistungsdruck für schädlich halten und beschweren sich später darüber, dass die Kinder verglichen mit anderen Schulformen nicht so viel lernen.
Wir taumeln seit Jahren durch die 1. DFB-Pokalrunde gefolgt von der alljährlichen Beschwichtigungsorgie und wundern uns dann, dass es nächstes Jahr nicht besser wird.
Finde den Fehler.

So lange der Verein keine souveränen Leistungen abliefert, wird es immer unruhig sein. Deshalb gilt es nicht im Umkehrschluss darum, die Unruhe im Umfeld einzudämmen, damit man in Ruhe arbeiten kann. Sondern sauber zu arbeiten, damit im Umfeld Ruhe ist. Das ist bei Clubs mit großer Anhängerschaft eben so. Das ist ein Standortfaktor.

Wichtiger finde ich den Hinweis: Wir haben letztes Jahr gegen Angstgegner Regensburg auch nur rumgewürgt und danach einen halbwegs fulminanten Saisonstart hingelegt, der uns den ***** gerettet hat. Ob das unter RW auch gelingen wird... ich glaube, die meisten habe diese Frage bereits für sich beantwortet.

Mir wird aber insgesamt zu klein geredet, wie überproportional wichtig ein guter Saisonstart für Bottom-Half-Teams ist, das prägt m.E. die ganze Saisondynamik. Deshalb ist das nicht nur Panikmache.


Super! Deine Statistik zeigt exakt seit welchem Zeitpunkt die Ligen 2 und 3 nicht mehr gleichzeitig sondern 3 Wochen vor der Bundesliga starten... Genau seit dem taumeln die Bundesligisten mal mehr mal weniger durch die erste Runde... Ein Effekt, den wir nicht gepachtet haben. Gerade der frühstart und die Etablierung der dritten Liga haben die souveränen und höheren Ergebnisse in der ersten Runde einfach ausgemagert. Man schaue doch alleine, wie viele Partien in die verlängerung gingen oder nur durch ein Tor entschieden wurden. Klare Siege sind mittlerweile nicht mehr die Regel...

Ansonsten ist dennoch Bemerkenswert, dass dieses Jahr nicht ein einziger Bundesligist ausgeschieden ist, und auch die beiden Jahre davor war das wenig der Fall... Die Tendenz geht ziemlich klar Richtung knapper Favoriten Siege trotz enger spiele...

•     •     •

ich bin nicht Domspatz sondern D0Mspatz, mit einer Null =)
meine größte Sorge als Fan sind die Worte, die Spieler und Verantwortliche nach dem Spiel machen. Tenor: Gar nicht so schlecht gespielt, ein paar Stellschrauben sind noch anzupassen".

Sicherlich wird die interne Aufarbeitung etwas anders lauten, aber darauf habe ich keinen Zugriff. Bleiben mir also nur Statement aus PK, Interview etc und die persönlichen Eindrücke. Und da klafft aus meiner Sicht eine große Lücke.

•     •     •

Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist.
Es wär nur Deine Schuld, wenn Sie so bleibt.
[Die Ärzte, Deine Schuld]
Zitat von masterpbh

Zitat von Bergkoelner

Ich glaube die Zeiten, in denen ein Bundesligist gegen einen unterklassigen Gegner einfach 90 Minuten den Ball laufen lässt und irgendwann zwangsläufig drei oder vier Tore macht, sind größtenteils vorbei. Gerade die kleineren Mannschaften haben sich taktisch enorm weiterentwickelt. Die können heute sehr kompakt verteidigen, die Räume extrem eng machen, Laufwege zustellen und über lange Phasen praktisch mit einer Fünferkette vor dem eigenen Strafraum stehen. Siehe Wolfsburg, Heidenheim, Schalke usw.

Deshalb würde ich das Würzburg Spiel auch nicht schönreden, aber eben auch nicht als Beweis dafür nehmen, dass der FC grundsätzlich schlecht ist. Köln hätte spielerisch sicherlich souveräner auftreten müssen. Gleichzeitig hat Würzburg genau das gemacht, was kleinere Mannschaften gegen einen Favoriten heute sehr gut können nämlich kompakt stehen, Zweikämpfe annehmen, Räume schließen und den Favoriten nervös machen.

Der Klassenunterschied bedeutet heute nicht mehr automatisch, dass der kleinere Verein defensiv überfordert ist. Technisch und individuell ist der Bundesligist natürlich überlegen, aber eine gut organisierte Mannschaft kann diese Überlegenheit über 90 Minuten erheblich reduzieren. Das hat man auch bei der WM öfters gesehen, wo sich „kleinere“ Mannschaften teilweise sehr lange gegen die großen Teams behaupten konnten.

Klar ist aber auch, dass auf der rechten Seite und im OM beim FC noch was passieren muss. Bülter und Thielmann sind gute Spieler, aber keine, mit denen man in der BL groß was reißen wird. Ich glaube auch, hätte Maina von Anfang an gespielt und Thielmann wäre eingewechselt worden hätte Thielmann zum Schluss genauso viel Druck gemacht wie Maina.

Das lag meiner Meinung nach nicht unbedingt am FC, sondern auch daran, dass Würzburg wegen der nachlassenden Kondition am Ende immer unkonzentrierter wurde. Dadurch wurden die Räume größer und es gab für den FC plötzlich mehr Möglichkeiten.


Ich finde das kann man so nicht stehen lassen. Ich respektiere und halte es für absolut lobenswert, das hier nicht in die mittlerweile regelmäßigen Abgesänge blindlings eingestiegen wird, auf der anderen Seite ist ein "es gibt keine Kleinen mehr" doch wahrlich eine Plattitüde, die uns überhaupt nicht weiter hilft. Genauso wie bei der WM. Du kannst deutliche Kräfteverhältnisse nicht wegnegieren. Schon gar nicht über Mehrjahreszeiträume.

Diese Tot-Relativierung verkennt eine Wahrheit, aus der sich auch die FC-(Pokal-)Unzufriedenheit speist:

26/27 - 1. Runde - 2:1 gegen Würzburg (3. Liga Aufsteiger)
25/26 - 1. Runde - 2:1 gegen Regensburg (2. Liga Absteiger)
24/25 - 1. Runde - 3:2 (n.V.) gegen SV Sandhausen (3. Liga)
23/24 - 1. Runde - 3:1 (n.V.) gegen Osnabrück (2. Liga Aufsteiger)
22/23 - 1. Runde - 5:6 (n.E.) gegen Regensburg (2. Liga)
21/22 - 1. Runde - 5:3 (n.E.) gegen Carl Zeiss Jena (Regionalliga)
20/21 - 1. Runde - 6:0 gegen Altglienicke (Regionalliga)

Ja, wir haben oft Pech mit den Auslosungen, und ja, wir haben eigentlich trotzdem fast immer gewonnen. Aber der letzte souveräne 1. Runden-Auftritt liegt 6 Jahre zurück und das kann es einfach nicht sein. Es reicht. Man braucht da keine Umdeutung und Relativierungen, aus dem X wird kein U. Unsere Frühform ist oft miserabel. Man kann stolpern, aber nicht sechsmal in Serie. Das zu verleugnen ist kontraproduktiv. Wenn du Missstände normalisiert, sinkt der Qualitätsstandard - ist doch klar.

Ich verstehe Fans und Verantwortliche, dass man am Saisonanfang nicht direkt Krise ausrufen will und deshalb madige Pokalauftritte schönigt. Aber das erinnert mich auch an die Wallraff-Waldorf-Schulen-Doku, die gestern nach dem Pokalspiel auf RTL lief: Eltern schicken Ihre Kinder in eine alternative Schulform, weil sie Leistungsdruck für schädlich halten und beschweren sich später darüber, dass die Kinder verglichen mit anderen Schulformen nicht so viel lernen.
Wir taumeln seit Jahren durch die 1. DFB-Pokalrunde gefolgt von der alljährlichen Beschwichtigungsorgie und wundern uns dann, dass es nächstes Jahr nicht besser wird.
Finde den Fehler.

So lange der Verein keine souveränen Leistungen abliefert, wird es immer unruhig sein. Deshalb gilt es nicht im Umkehrschluss darum, die Unruhe im Umfeld einzudämmen, damit man in Ruhe arbeiten kann. Sondern sauber zu arbeiten, damit im Umfeld Ruhe ist. Das ist bei Clubs mit großer Anhängerschaft eben so. Das ist ein Standortfaktor.

Wichtiger finde ich den Hinweis: Wir haben letztes Jahr gegen Angstgegner Regensburg auch nur rumgewürgt und danach einen halbwegs fulminanten Saisonstart hingelegt, der uns den ***** gerettet hat. Ob das unter RW auch gelingen wird... ich glaube, die meisten habe diese Frage bereits für sich beantwortet.

Mir wird aber insgesamt zu klein geredet, wie überproportional wichtig ein guter Saisonstart für Bottom-Half-Teams ist, das prägt m.E. die ganze Saisondynamik. Deshalb ist das nicht nur Panikmache.


Ich glaube, wir sind da gar nicht so weit auseinander. Ich habe ja selbst gesagt, dass ich das Spiel nicht schönreden will. Der FC hätte gegen Würzburg spielerisch deutlich souveräner auftreten müssen. Gerade offensiv war das über weite Strecken zu wenig, und dass wir im OM und auf RA noch dringend Bedarf haben, sieht man nach diesem Spiel eigentlich noch deutlicher.

Trotzdem halte ich „es gibt keine Kleinen mehr“ nicht einfach für eine Plattitüde. Natürlich gibt es deutliche Kräfteverhältnisse und natürlich muss ein Bundesligist einen Drittligisten grundsätzlich schlagen.

Aber da finde ich, dass sich der Fußball in den letzten Jahren verändert hat.

Nur mal so nebenbei: Kap Verde hat bei der WM gegen den späteren Weltmeister 0:0 gespielt. Und warum? Weil sie defensiv extrem gut organisiert waren und ihr Torwart überragend gehalten hat. Das bedeutet ja nicht, dass Kap Verde plötzlich auf Augenhöhe mit dem späteren Weltmeister war oder Spanien eine brutal schlechte Mannschaft war. Es zeigt lediglich, dass ein großer qualitativer Unterschied nicht automatisch in einem souveränen Ergebnis oder einem souveränen Spielverlauf endet.

Ich möchte die Pokalbilanz auch nicht schönreden. 6x in Folge zu Beginn nicht wirklich souverän aufzutreten ist definitiv ein Problem und darf man ansprechen. Mir geht es nur darum, aus jedem solchen Spiel gleich einen Beweis dafür zu machen, dass grundsätzlich alles schlecht ist. Das halte ich für genauso falsch.

Der FC muss besser werden, gerade spielerisch. Und er muss insbesondere im OM und auf RA noch nachlegen. Beides kann man gleichzeitig feststellen und trotzdem anerkennen, dass solche Spiele für Favoriten aus höheren Ligen heutzutage eben häufiger unangenehm sind.

Die Wahrheit liegt vermutlich mal wieder irgendwo zwischen „alles halb so wild“ und „der Verein taumelt seit Jahren orientierungslos durch die erste Pokalrunde/BL“. Der Fußball ist komplizierter, als dass man ihn mit einem einzigen Ergebnis vollständig erklären könnte.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bergkoelner am 25.08.2026 um 17:57 Uhr bearbeitet
Zitat von D0Mspatz
Zitat von masterpbh

Zitat von Bergkoelner

Ich glaube die Zeiten, in denen ein Bundesligist gegen einen unterklassigen Gegner einfach 90 Minuten den Ball laufen lässt und irgendwann zwangsläufig drei oder vier Tore macht, sind größtenteils vorbei. Gerade die kleineren Mannschaften haben sich taktisch enorm weiterentwickelt. Die können heute sehr kompakt verteidigen, die Räume extrem eng machen, Laufwege zustellen und über lange Phasen praktisch mit einer Fünferkette vor dem eigenen Strafraum stehen. Siehe Wolfsburg, Heidenheim, Schalke usw.

Deshalb würde ich das Würzburg Spiel auch nicht schönreden, aber eben auch nicht als Beweis dafür nehmen, dass der FC grundsätzlich schlecht ist. Köln hätte spielerisch sicherlich souveräner auftreten müssen. Gleichzeitig hat Würzburg genau das gemacht, was kleinere Mannschaften gegen einen Favoriten heute sehr gut können nämlich kompakt stehen, Zweikämpfe annehmen, Räume schließen und den Favoriten nervös machen.

Der Klassenunterschied bedeutet heute nicht mehr automatisch, dass der kleinere Verein defensiv überfordert ist. Technisch und individuell ist der Bundesligist natürlich überlegen, aber eine gut organisierte Mannschaft kann diese Überlegenheit über 90 Minuten erheblich reduzieren. Das hat man auch bei der WM öfters gesehen, wo sich „kleinere“ Mannschaften teilweise sehr lange gegen die großen Teams behaupten konnten.

Klar ist aber auch, dass auf der rechten Seite und im OM beim FC noch was passieren muss. Bülter und Thielmann sind gute Spieler, aber keine, mit denen man in der BL groß was reißen wird. Ich glaube auch, hätte Maina von Anfang an gespielt und Thielmann wäre eingewechselt worden hätte Thielmann zum Schluss genauso viel Druck gemacht wie Maina.

Das lag meiner Meinung nach nicht unbedingt am FC, sondern auch daran, dass Würzburg wegen der nachlassenden Kondition am Ende immer unkonzentrierter wurde. Dadurch wurden die Räume größer und es gab für den FC plötzlich mehr Möglichkeiten.


Ich finde das kann man so nicht stehen lassen. Ich respektiere und halte es für absolut lobenswert, das hier nicht in die mittlerweile regelmäßigen Abgesänge blindlings eingestiegen wird, auf der anderen Seite ist ein "es gibt keine Kleinen mehr" doch wahrlich eine Plattitüde, die uns überhaupt nicht weiter hilft. Genauso wie bei der WM. Du kannst deutliche Kräfteverhältnisse nicht wegnegieren. Schon gar nicht über Mehrjahreszeiträume.

Diese Tot-Relativierung verkennt eine Wahrheit, aus der sich auch die FC-(Pokal-)Unzufriedenheit speist:

26/27 - 1. Runde - 2:1 gegen Würzburg (3. Liga Aufsteiger)
25/26 - 1. Runde - 2:1 gegen Regensburg (2. Liga Absteiger)
24/25 - 1. Runde - 3:2 (n.V.) gegen SV Sandhausen (3. Liga)
23/24 - 1. Runde - 3:1 (n.V.) gegen Osnabrück (2. Liga Aufsteiger)
22/23 - 1. Runde - 5:6 (n.E.) gegen Regensburg (2. Liga)
21/22 - 1. Runde - 5:3 (n.E.) gegen Carl Zeiss Jena (Regionalliga)
20/21 - 1. Runde - 6:0 gegen Altglienicke (Regionalliga)

Ja, wir haben oft Pech mit den Auslosungen, und ja, wir haben eigentlich trotzdem fast immer gewonnen. Aber der letzte souveräne 1. Runden-Auftritt liegt 6 Jahre zurück und das kann es einfach nicht sein. Es reicht. Man braucht da keine Umdeutung und Relativierungen, aus dem X wird kein U. Unsere Frühform ist oft miserabel. Man kann stolpern, aber nicht sechsmal in Serie. Das zu verleugnen ist kontraproduktiv. Wenn du Missstände normalisiert, sinkt der Qualitätsstandard - ist doch klar.

Ich verstehe Fans und Verantwortliche, dass man am Saisonanfang nicht direkt Krise ausrufen will und deshalb madige Pokalauftritte schönigt. Aber das erinnert mich auch an die Wallraff-Waldorf-Schulen-Doku, die gestern nach dem Pokalspiel auf RTL lief: Eltern schicken Ihre Kinder in eine alternative Schulform, weil sie Leistungsdruck für schädlich halten und beschweren sich später darüber, dass die Kinder verglichen mit anderen Schulformen nicht so viel lernen.
Wir taumeln seit Jahren durch die 1. DFB-Pokalrunde gefolgt von der alljährlichen Beschwichtigungsorgie und wundern uns dann, dass es nächstes Jahr nicht besser wird.
Finde den Fehler.

So lange der Verein keine souveränen Leistungen abliefert, wird es immer unruhig sein. Deshalb gilt es nicht im Umkehrschluss darum, die Unruhe im Umfeld einzudämmen, damit man in Ruhe arbeiten kann. Sondern sauber zu arbeiten, damit im Umfeld Ruhe ist. Das ist bei Clubs mit großer Anhängerschaft eben so. Das ist ein Standortfaktor.

Wichtiger finde ich den Hinweis: Wir haben letztes Jahr gegen Angstgegner Regensburg auch nur rumgewürgt und danach einen halbwegs fulminanten Saisonstart hingelegt, der uns den ***** gerettet hat. Ob das unter RW auch gelingen wird... ich glaube, die meisten habe diese Frage bereits für sich beantwortet.

Mir wird aber insgesamt zu klein geredet, wie überproportional wichtig ein guter Saisonstart für Bottom-Half-Teams ist, das prägt m.E. die ganze Saisondynamik. Deshalb ist das nicht nur Panikmache.


Super! Deine Statistik zeigt exakt seit welchem Zeitpunkt die Ligen 2 und 3 nicht mehr gleichzeitig sondern 3 Wochen vor der Bundesliga starten... Genau seit dem taumeln die Bundesligisten mal mehr mal weniger durch die erste Runde... Ein Effekt, den wir nicht gepachtet haben. Gerade der frühstart und die Etablierung der dritten Liga haben die souveränen und höheren Ergebnisse in der ersten Runde einfach ausgemagert. Man schaue doch alleine, wie viele Partien in die verlängerung gingen oder nur durch ein Tor entschieden wurden. Klare Siege sind mittlerweile nicht mehr die Regel...

Ansonsten ist dennoch Bemerkenswert, dass dieses Jahr nicht ein einziger Bundesligist ausgeschieden ist, und auch die beiden Jahre davor war das wenig der Fall... Die Tendenz geht ziemlich klar Richtung knapper Favoriten Siege trotz enger spiele...


Das geht voll an meiner Argumentation vorbei. Zeig mir nen anderen Bundesligisten "auf Augenhöhe" mit unserer Erst-Runden-Bilanz über die letzten Jahre.
Ich leugne doch gar nicht, dass die Lücke kleiner geworden ist; erst recht durch den vorgezogenen Saisonstart in Liga 3. Ich sage, dass man mit einem Verweis auf die "starken Kleinen" alleine nicht erklären kann, warum der FC über einen langen Zeitraum gar keinen souveränen Erstrunden-Auftritt gebacken kriegt. Und du kommst mir mit "alle Bundesligisten straucheln". Ja, aber nicht sechs Jahre hintereinander. Vier davon in Verlängerung.
Ich habe gerade mal nachgeguckt: In der Saison, in der wir in der ersten Runde 6:0 gegen Altglienicke gewonnen haben, haben wir am ersten Spieltag zuhause gegen Hoffenheim gespielt und 2:3 verloren 🫣 Am Ende sind wir dann sogar in die Relegation gerutscht und haben uns gegen Holstein Kiel in der Liga gehalten.

Damit möchte ich deinen Standpunkt @masterpbh gar nicht angreifen. Ich fand es nur ganz interessant.
Zitat von masterpbh

21/22 - 1. Runde - 5:3 (n.E.) gegen Carl Zeiss Jena (Regionalliga)


Daran erinnere ich mich noch gut. Hammergeile EUROPAPOKAL-Saison, die mit diesem Spiel anfing 😛
Zitat von masterpbh
Zitat von D0Mspatz

Zitat von masterpbh

Zitat von Bergkoelner

Ich glaube die Zeiten, in denen ein Bundesligist gegen einen unterklassigen Gegner einfach 90 Minuten den Ball laufen lässt und irgendwann zwangsläufig drei oder vier Tore macht, sind größtenteils vorbei. Gerade die kleineren Mannschaften haben sich taktisch enorm weiterentwickelt. Die können heute sehr kompakt verteidigen, die Räume extrem eng machen, Laufwege zustellen und über lange Phasen praktisch mit einer Fünferkette vor dem eigenen Strafraum stehen. Siehe Wolfsburg, Heidenheim, Schalke usw.

Deshalb würde ich das Würzburg Spiel auch nicht schönreden, aber eben auch nicht als Beweis dafür nehmen, dass der FC grundsätzlich schlecht ist. Köln hätte spielerisch sicherlich souveräner auftreten müssen. Gleichzeitig hat Würzburg genau das gemacht, was kleinere Mannschaften gegen einen Favoriten heute sehr gut können nämlich kompakt stehen, Zweikämpfe annehmen, Räume schließen und den Favoriten nervös machen.

Der Klassenunterschied bedeutet heute nicht mehr automatisch, dass der kleinere Verein defensiv überfordert ist. Technisch und individuell ist der Bundesligist natürlich überlegen, aber eine gut organisierte Mannschaft kann diese Überlegenheit über 90 Minuten erheblich reduzieren. Das hat man auch bei der WM öfters gesehen, wo sich „kleinere“ Mannschaften teilweise sehr lange gegen die großen Teams behaupten konnten.

Klar ist aber auch, dass auf der rechten Seite und im OM beim FC noch was passieren muss. Bülter und Thielmann sind gute Spieler, aber keine, mit denen man in der BL groß was reißen wird. Ich glaube auch, hätte Maina von Anfang an gespielt und Thielmann wäre eingewechselt worden hätte Thielmann zum Schluss genauso viel Druck gemacht wie Maina.

Das lag meiner Meinung nach nicht unbedingt am FC, sondern auch daran, dass Würzburg wegen der nachlassenden Kondition am Ende immer unkonzentrierter wurde. Dadurch wurden die Räume größer und es gab für den FC plötzlich mehr Möglichkeiten.


Ich finde das kann man so nicht stehen lassen. Ich respektiere und halte es für absolut lobenswert, das hier nicht in die mittlerweile regelmäßigen Abgesänge blindlings eingestiegen wird, auf der anderen Seite ist ein "es gibt keine Kleinen mehr" doch wahrlich eine Plattitüde, die uns überhaupt nicht weiter hilft. Genauso wie bei der WM. Du kannst deutliche Kräfteverhältnisse nicht wegnegieren. Schon gar nicht über Mehrjahreszeiträume.

Diese Tot-Relativierung verkennt eine Wahrheit, aus der sich auch die FC-(Pokal-)Unzufriedenheit speist:

26/27 - 1. Runde - 2:1 gegen Würzburg (3. Liga Aufsteiger)
25/26 - 1. Runde - 2:1 gegen Regensburg (2. Liga Absteiger)
24/25 - 1. Runde - 3:2 (n.V.) gegen SV Sandhausen (3. Liga)
23/24 - 1. Runde - 3:1 (n.V.) gegen Osnabrück (2. Liga Aufsteiger)
22/23 - 1. Runde - 5:6 (n.E.) gegen Regensburg (2. Liga)
21/22 - 1. Runde - 5:3 (n.E.) gegen Carl Zeiss Jena (Regionalliga)
20/21 - 1. Runde - 6:0 gegen Altglienicke (Regionalliga)

Ja, wir haben oft Pech mit den Auslosungen, und ja, wir haben eigentlich trotzdem fast immer gewonnen. Aber der letzte souveräne 1. Runden-Auftritt liegt 6 Jahre zurück und das kann es einfach nicht sein. Es reicht. Man braucht da keine Umdeutung und Relativierungen, aus dem X wird kein U. Unsere Frühform ist oft miserabel. Man kann stolpern, aber nicht sechsmal in Serie. Das zu verleugnen ist kontraproduktiv. Wenn du Missstände normalisiert, sinkt der Qualitätsstandard - ist doch klar.

Ich verstehe Fans und Verantwortliche, dass man am Saisonanfang nicht direkt Krise ausrufen will und deshalb madige Pokalauftritte schönigt. Aber das erinnert mich auch an die Wallraff-Waldorf-Schulen-Doku, die gestern nach dem Pokalspiel auf RTL lief: Eltern schicken Ihre Kinder in eine alternative Schulform, weil sie Leistungsdruck für schädlich halten und beschweren sich später darüber, dass die Kinder verglichen mit anderen Schulformen nicht so viel lernen.
Wir taumeln seit Jahren durch die 1. DFB-Pokalrunde gefolgt von der alljährlichen Beschwichtigungsorgie und wundern uns dann, dass es nächstes Jahr nicht besser wird.
Finde den Fehler.

So lange der Verein keine souveränen Leistungen abliefert, wird es immer unruhig sein. Deshalb gilt es nicht im Umkehrschluss darum, die Unruhe im Umfeld einzudämmen, damit man in Ruhe arbeiten kann. Sondern sauber zu arbeiten, damit im Umfeld Ruhe ist. Das ist bei Clubs mit großer Anhängerschaft eben so. Das ist ein Standortfaktor.

Wichtiger finde ich den Hinweis: Wir haben letztes Jahr gegen Angstgegner Regensburg auch nur rumgewürgt und danach einen halbwegs fulminanten Saisonstart hingelegt, der uns den ***** gerettet hat. Ob das unter RW auch gelingen wird... ich glaube, die meisten habe diese Frage bereits für sich beantwortet.

Mir wird aber insgesamt zu klein geredet, wie überproportional wichtig ein guter Saisonstart für Bottom-Half-Teams ist, das prägt m.E. die ganze Saisondynamik. Deshalb ist das nicht nur Panikmache.


Super! Deine Statistik zeigt exakt seit welchem Zeitpunkt die Ligen 2 und 3 nicht mehr gleichzeitig sondern 3 Wochen vor der Bundesliga starten... Genau seit dem taumeln die Bundesligisten mal mehr mal weniger durch die erste Runde... Ein Effekt, den wir nicht gepachtet haben. Gerade der frühstart und die Etablierung der dritten Liga haben die souveränen und höheren Ergebnisse in der ersten Runde einfach ausgemagert. Man schaue doch alleine, wie viele Partien in die verlängerung gingen oder nur durch ein Tor entschieden wurden. Klare Siege sind mittlerweile nicht mehr die Regel...

Ansonsten ist dennoch Bemerkenswert, dass dieses Jahr nicht ein einziger Bundesligist ausgeschieden ist, und auch die beiden Jahre davor war das wenig der Fall... Die Tendenz geht ziemlich klar Richtung knapper Favoriten Siege trotz enger spiele...


Das geht voll an meiner Argumentation vorbei. Zeig mir nen anderen Bundesligisten "auf Augenhöhe" mit unserer Erst-Runden-Bilanz über die letzten Jahre.
Ich leugne doch gar nicht, dass die Lücke kleiner geworden ist; erst recht durch den vorgezogenen Saisonstart in Liga 3. Ich sage, dass man mit einem Verweis auf die "starken Kleinen" alleine nicht erklären kann, warum der FC über einen langen Zeitraum gar keinen souveränen Erstrunden-Auftritt gebacken kriegt. Und du kommst mir mit "alle Bundesligisten straucheln". Ja, aber nicht sechs Jahre hintereinander. Vier davon in Verlängerung.


Wir machen das mal anders herum.

Zeig du uns doch mal die Bilanz von vergleichbaren Bundesligavereinen. Insbesondere mit Augenmerk mit Gegnern aus der dritten Liga. Bin ich wirklich mal gespannt, ob deine Recherche deine Argumentation stützt.
Ich bezweifle es. zwinker

•     •     •

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