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Die Couchingzone

13.08.2010 - 13:19 Uhr
Die Couchingzone |#1551
16.10.2015 - 08:43 Uhr
Tja, Kevin de Dorne, diese Last haben wir alle zu tragen. Oder zumindest ich. Alpträume habe ich regelmäßig einen, der sich gefühlt sieben bis acht Mal pro Jahr nachts in meinen Schlaf schleicht. Und es ist immer der gleiche. Kurzes Szenario: Betzenberg, irgendwann in den Achtzigern, Nebel, Ersatzbank, Bahli sitzt dort und fiebert seiner Einwechslung entgegen. Dann kommt er rein und schießt das entscheidende Tor. Bis dahin toll. Dann fällt Bahlis Blick auf den Torhüter der gegnerischen Mannschaft. Ein Greis. Und er erinnert stark an Freddy Krueger. Dann wache ich auf ...

Danke Vic, für diesen besonderen Blick auf die Zeit, kurz bevor dein Wecker klingelt. Eine tolle Morgenlektüre ...

Cheers
Bahli

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You want it darker
We kill the flame

Leonard Cohen (1934-2016)
Die Couchingzone |#1552
19.10.2015 - 10:15 Uhr
Lieber Herr de Dorne,

ich wache immer schweißgebadet auf, weil ich träume, dass der ruhmreiche FCK in der zweiten Liga kickt und bei Vereinen mit Namen wie "Sandhaufen" verliert. Wenn dann der Wecker geht bin ich zunächst erleichtert. Beim ersten Kaffee stelle ich dann fest, dass sich im Wachzustand allenfalls die Schreibweise der Namen der Gegner ändert. Dieses Problem habe ich jetzt schon seit Jahren. Kannst Du mir einen Therapeuten empfehlen?

Gruß Berti

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Bertikoks - Transfermarkt since 2003. Originalmitgliedsnummer 1686. Keine anonyme Kritik: FCK MGLD 2151

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bertikoks am 19.10.2015 um 10:16 Uhr bearbeitet
Die Couchingzone |#1553
19.10.2015 - 13:22 Uhr
Lieber Herr Bertikoks,

ich weiß zwar keinen Therapeuten, aber ich wüßte da eine Therapie. Da man Träume nicht ändern kann, bleibt noch das Ändern der Realität. Das nennt man dann nicht Alptraum, sondern Wunschtraum. Das ändert zwar nichts an Ihrem allmorgentlichen Alpdrücken, aber so löst man modern die Probleme. Einfach umbenennen und den neuen Begriff positiv besetzt wählen und schon ist das Problem gelöst....

Naja, man müsste sich noch damit abfinden, dass der FCK ein dauerhafter Zweitligist bleibt. Aber dafür findet sich bestimmt auch noch irgendein positiv besetzter Begriff. *Achtung Sarkasmus/Ironie*



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Dieser Beitrag wurde zuletzt von gunny58 am 19.10.2015 um 13:31 Uhr bearbeitet
Die Couchingzone |#1554
19.10.2015 - 22:54 Uhr
Zitat von Bertikoks
Lieber Herr de Dorne,

ich wache immer schweißgebadet auf, weil ich träume, dass der ruhmreiche FCK in der zweiten Liga kickt und bei Vereinen mit Namen wie "Sandhaufen" verliert. Wenn dann der Wecker geht bin ich zunächst erleichtert. Beim ersten Kaffee stelle ich dann fest, dass sich im Wachzustand allenfalls die Schreibweise der Namen der Gegner ändert. Dieses Problem habe ich jetzt schon seit Jahren. Kannst Du mir einen Therapeuten empfehlen?

Gruß Berti


Sehr geehrter Graf Koks,

es gibt vermutlich nur einen Therapeuten, der Traumpsychosen von diesem Ausmaß in geballte Lichtenergie umtransformieren kann. Der Name dieses Wunderheilers ist unserer Redaktion nicht bekannt. Man sagt aber über diesen Menschen, er sei ein ewig kichernder Mann aus dem Himalaya, der gerne die Vokabel "Alsloch" in den Mund nimmt. Ferner sagt man über ihn, es sei ihm sogar gelungen, die Katzenberger zu erleuchten. Und jemandem, der sogar Licht ins Vakuum bringen kann, ist es auch zuzutrauen, dass er Ihre Leiden lindert.

Man sagt, ein gewisser Herr Coalminer (oder so ähnlich) kenne seinen aktuellen Aufenthaltsort.

Herzliche Grüße
Ihr Prof. med. Traumatius de Dorne

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"And what can I tell you, my brother, my killer?
What can I possibly say?
I guess that I'll miss you. I guess, I'll forgive you.
I'm glad you stood in my way.
If you ever come by here for Jane or for me -
Well, your enemy's sleeping. And his woman is free.
Yes, and thanks for the trouble you took from her eyes.
I thought it was there for good - so I never tried."
(Leonard Cohen)
Die Couchingzone |#1555
20.10.2015 - 10:11 Uhr
Besser spärt als nie, deshalb muss auch hier meine Bewunderung für dieses ausnehmend gute Couching zum Ausdruck bringen. Ein Couching, dass sowohl die träumerische als auch die sensible Seite des Schreibers und vieler User hier zu Tage gefördert hat. Ihr seid alle viel weicher als ihr es in der harten Männerwelt der Westkurve zeigt.

Ich für meinen Teil träume nicht, den Schlaf ist zum Schlafen da. Das ist eine Handlung, die man mit voller Konzentration angehen muss, ohne träumerische Verzierungen und sonstigen Mädchenkram. Einfach Augen mit dem Schraubstock zu spannen und morgens ausgeruht mit dem Brett vorm Kopf zur Arbeit fahren.

Schön, dass Du nicht die ewige Diskussion um Alp- oder Albtraum aufgegriffen hast, werter Vic. Ohnehin sollten alle Berge Betze heißen, weshalb Betztraum angebrachter wäre.

Geiles Couching! grins

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SAPERE AUDE
- Wage es, weise zu sein -

oder nach Immanuel Kant
"Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen!“
Die Couchingzone |#1556
23.10.2015 - 11:47 Uhr
Jahrgang 6 - Ausgabe 13

UND JETZT ALLE: DRUFF UND EWERRE !

Also, Kohlmeyer gefällt der Typ. Die hohen Wangen, die Nase mit den viel zu engen Flügeln, der kurze Mund,der sich beim Sprechen manchmal ein bisschen verzieht – das mag sein, dass die Weiber nicht grad wuschig werden bei einem solchen Anblick, als Kerl hat man da einen anderen Blick: Bei dem schwingt immer auch ein bisschen Härte und Verbitterung mit, die vielleicht daraus resultiert, dass er mit 19 schon Sportinvalide geworden ist.

Das ist einer, der eine Mannschaft nicht nur heiß machen kann, der kann vor allem auch verdammt ungemütlich werden, und das ist gut so. So ein bisschen Drecksau muss man sein in dem Geschäft, ob Spieler, ob Trainer.

Das Beste aber ist sein Blick. Five Pieces hat diesen Cobra-Blick. Der junge Donald Sutherland hatte den auch, für Michael Caine wurde er gar zum Markenzeichen. Zum jungen Donald Sutherland fällt Kohlmeyer allerdings immer zu allererst die Fickszene aus „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ ein, doch die ist für dieses Couching eher weniger zielführend.

Dann schon lieber Michael Caine.

Hat zum Beispiel eine Hauptrolle in „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ gespielt. Gibt es einen Titel, der besser zu einem ultimativen Epos über den 1. FC Kaiserslautern passen würde, schon allein wegen der überbordenden Vielfältigkeit seiner Interpretionsmöglichkeiten? Schade, dass die deutschen Verleger von „The Cider House Rules“ ihn bereits für alle Zeiten verbrannt haben.

Der frühe Michael Caine – er sieht Five Pieces ja auch viel ähnlicher – ist etwa in dem herrlich zynischen Weltkrieg II-B-Picture „Play Dirty“ zu sehen. Erinnert das nicht vehement an Five Pieces’ Aufforderung vor dem Sandhausen-Spiel, er wolle hinterher kein sauberes Trikot mehr sehen bei seinen Jungs? In der Tat lautet der deutsche Verleihtitel von „Play Dirty“ „Ein dreckiger Haufen“. Als nichts anderes wollen wir unseren FCK in diesen Tagen wahrnehmen.

„Play Dirty“ ist allerdings als Losung, mit der die Jungs aufs Feld geschickt werden sollten, politisch nicht ganz korrekt, außerdem gehen einem diese ständigen Anglizismen schon genug auf den Sack. Ins Pfälzische transponiert, könnte man sich auf ein herzhaftes „Druff und ewerre“ verständigen. Und, ja, zumindest auf diesen Nenner hat Five Pieces die Roten Teufel durchaus gebracht. Spielerisch mag das nicht gerade vom Feinsten sein, was sie bislang bieten, aber der Adrenalinspiegel in den Leibern ist wieder oben, und mehr braucht es im Moment nicht zu sein. "Auf die Glocke" statt "El Toque".

„Druff und ewerre“, hieß es doch eigentlich immer, wenn FCK-Fußball erfolgreich sein wollte. Natürlich stimmt das den Fußballromantiker Kohlmeyer auch ein Stück weit melancholisch, hatte er doch gehofft und gewünscht, mit dem Runjaic-Fußball könne sich der FCK das Alleinstellungsmerkmal erspielen, mit dem er sich aus dem grauen Mittelmaß erheben könne. War aber nix. Am Ende war Coach Kosta dann halt doch zu sehr Nerd und zu wenig Dreck.sau.

„Duff und ewerre“, die Losung hat Kohlmeyer schon begleitet, als er im Vorschulalter Mitglied marodierender Jugendbanden war und es galt, Baumhäuschen verfeindeter Gangs anzugreifen. Das "Druff und ewerre" begleitete ihn bei seinen ersten fußballerischen Bemühen auf staubigen Bolzplätzen, nachmittags nach den Hausaufgaben. Und, es soll nicht verschwiegen werden, auch bei seinen ersten pubertären Bemühungen, mit dem weiblichen Geschlecht in Kontakt zu treten, feuerten er und seine juvenilen, pickligen Kumpane, vom Apfelkorn befeuert, sich mit einem beherzten „Druff und ewerre“ an. Ja, es war eine Zeit voller Frust und Depression. Denn für diese Disziplin ist ein simples „Druff und ewerre“ nicht filigran genug, und das zu lernen, braucht seine Zeit.

Gleichwohl sollte „Druff und ewerre“ nicht plump als Aufforderung zum Beißen, Spucken, Treten verstanden werden. Sondern zur mutigen, direkten und offenen Konfrontation. Und da wäre zu wünschen, dass der Geist des Fünfstückschen „Druff und ewerre“, der auf dem Rasen so gerne wird, auch mal auf die anderen Ebenen dieses Vereins Einzug hält.

Damit ist nicht nur die Führungsetage gemeint. Auch wem das Geraune in Schupp- und Kuntz-Threads langsam auf die Nüsse geht, weil da um zu wenig konkret bekannte Fakten zu viel Krakeel gemacht wird, muss man unserem Sonnenkönig einfach vorhalten, dass es so nicht mehr weitergeht.

Dabei geht es nicht einmal um die Frage, ob sich ein 1. FC Kaiserslautern in der Zweiten Liga zwei vierte Plätze zwei Mal hintereinander als Erfolg schönreden darf – es ist vielmehr eine Ungeheuerlichkeit, dass niemand in diesem Verein in der Lage ist, dem Gutsherrn Folgendes begreiflich zu machen: Er braucht sich über aufkeimende Progromstimmung in seinem Volk nicht zu wundern, wenn er zu auf der Hand liegenden Fragen nicht endlich mal klare Aussagen macht. Wie ist es konkret um die finanzielle Situation des Vereins bestellt, wenn von sieben Millionen Transfereinnahmen nur zwei Millionen in Personal reinvestiert werden dürfen? Was wird Schupp konkret vorgeworfen? Wie sieht er das Scheitern dieser Personalie nach nicht einmal anderthalb Jahren im Zusammenhang mit seiner Person, die ja für diese Personalentscheidung verantwortlich ist, nachdem sie in den vergangenen Jahren auch bei Trainern/Spielern schon mehrmals in die Gülle griff?

Die ehemalige Lichtgestalt spricht doch zumindest Deutsch und beim Intelligenztest sollte er wenigstens in der Lage gewesen sein, mit Kreisen, Vierecken und Dreiecken ein Männlein zu zeichnen – Kohlmeyer verwendet übrigens hauptsächlich Dreieecke –, da sollte ihm doch klar gemacht werden können, dass Kohlsches Aussitzen der Dinge irgendwann mit einem Schlaganfall endet.

Angesichts der sich nähernden Jahreshauptversammlung will Kohlmeyer an dieser Stelle aber auch mal die Mitglieder in die Plicht nehmen, denn gerade bei denen ist nun dringend ein „Druff und ewerre“ geboten.

In DBB-Interview zum 60. Geburtstag eines gewissen Hans-Peter Briegel – übrigens sehr sachlich, zurückhaltend und dennoch hoch interessant, Kompliment– hat Kohlmeyer gerade folgende Zeilen vernommen:

Zitat von usernick
Zitat von Hans-Peter Briegel

Aber im Grunde genommen ist beim FCK heute noch alles genauso wie damals: Vor allem die Mitgliederversammlungen sind eine einzige Inszenierung, ich habe das ja schon von beiden Seiten aus miterlebt. Wenn du diese Veranstaltung organisierst, dann kannst du sie lenken, kannst zum Beispiel Redezeiten geschickt verteilen und die wichtigen Diskussionen nach hinten schieben, wenn die meisten Leute schon ungeduldig werden.


Und genau da liegt der Hase im Pfeffer.

Angeblich sträuben sich viele Mitglieder gegen eine Ausgliederung, weil sie dann ihr „Mitspracherecht“ an irgendwelche Anteilseigner oder was auch immer abgeben müssten. Aber wann bitteschön hat die „Basis“ dieses Vereins irgendwann mal wirklich etwas durchgesetzt?

Ironischer Weise ist der einzige, der mit sauberen demokratischen Mitteln an die Spitze gelangt ist, nach Kohlmeyers Erinnerung der Mann aus dem Men Shop, bei seiner ersten Machtergreifung in den Siebzigern nämlich. Da hat er ein paar Tage vor der JHV öffentlich erklärt, dass er sich gegen den amtierenden Präsidenten Willi Müller zur Wahl stellen möchte, hat dann auf der JHV überzeugend dargelegt, was er anders machen möchte und warum und hat dafür am Ende die Mehrheit der Stimmen bekommen. So soll das doch sein . Eigentlich.

Seither sind immer nur Leute aufs Schild gehoben worden, deren Wahl im Grunde vorher schon feststand, weil sie von einer Gruppe alter Herren zuvor schon ausgeguckt war.

Klar sind heute die Strukturen anders: Heute können die Mitglieder nur noch einen Aufsichtsrat gewählt werden, der wiederum bestimmt, in welche Vorstandshände die Führung des Vereins gelegt wird. Für wen oder was die Aufsichtsräte konkret einstehen wollen, ist in ihren fünfminütigen Vorstellungsreden in der Regel aber auch nicht zu erfahren.

Sauber einleiten ließe sich das Ende der Ära Kuntz daher im Grunde nur, wenn sich eine Oppositionsgruppe formieren würde mit dem Ziel, drei ihrer Mitglieder in den Aufsichtsrat wählen zu lassen, die dann gemeinsam neue Weichen stellen.

Oben auf der Agenda sollte stehen: Mehr Transparenz fürs Fanvolk, wenn es darum geht, Hintergründe von Personalentscheidungen und der Finanzsituation des Klubs darzustellen, und der Herausforderung, den FCK trotz seiner strukturellen Nachteile wettbewerbsfähig in der Ersten Liga zu etablieren, positiv gegenüberstehen.

Das kann man nämlich.

Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen sich zunehmend weniger mit diesem Sport identifizieren können, weil das Fußballgeschäft sich zusehends dem Geschehen der Wall Street angleicht, kann man einen authentischen Fußballklub, dem sein bisschen Geld noch von echten zahlenden Fans direkt ins Stadion getragen wird, auch sexy verkaufen. Auch potzenziellen Sponsoren.

Und vielleicht hat diese Opposition ja auch schon den Namen einer Person bereit, der sie das sportliche Management anvertrauen möchte: So was braucht das Wahlvolk halt.

Kennt jemand noch Andreas Kirsch? Der hat damals das Ende der Atze/Wiesche-Ära eingeleitet, in dem er für eine außerordentliche Neuwahl des Aufsichtsrats beantragte und schon vor der JHV entsprechend die Trommel rührte. Er war auch geneigt, selbst Verantwortung zu nehmen, hat dann auch mal auf einer PK sein „Schattenkabinett“ vorgestellt, mit dem er die Aufgabe angehen wollte. Hat dann aber zurückgezogen, nachdem die Alten Herren Jäggi aufs Schild gehoben hatten und klar war, dass die JHV nur noch nicken würde.

Kohlmeyer hat diesen Kirsch nie persönlich kennengelernt, Kohlmeyer weiß auch nicht, wie es mit Kirsch gelaufen wäre, Kohlmeyer sagt nur: So, wie Kirsch in dieser Zeit nach außen agiert hat, war’s genau so, wie sich Kohlmeyer einen sauberen Machtwechsel beim FCK vorstellt.

Fazit: Fives Pieces hat das „Druff und ewerre“ zurück auf den Rasen gebracht. Jetzt wäre es an der Zeit, im gleichen Geist die offene Konfrontation mit Kuntz zu suchen, um diesen dazu bringen, endlich Klartext zu reden. Und wenn er das nicht kann oder will, wärs an den Mitgliedern, Fakten zu schaffen, gerade heraus, hart und direkt. Druff und ewerre eben.

Gruß,
Kohlmeyer

Auf der Couch säuft nach diesem Couching Kohlmeyer niemand mehr heimlich das Bier weg. Sondern jeder sagt jetzt klar, offen und direkt, wieviel er schon wieder abgepumpt hat, auch wenn's dafür auf die Ohren gibt. Druff und ewerre eben. All isses Bier jetzt trotzdem.

•     •     •

"Du kannst auf deinen Verein stolz sein, aber eigentlich nicht auf die Tatsache, ein Fan dieses Vereins zu sein. Denn die Fan-Werdung vollzieht sich bekanntlich ähnlich wie die sexuelle Orientierung: Da kommt etwas über dich, das du nicht beeinflussen kannst. (...) . Du kannst deinem Verein nicht einfach die Gefolgschaft kündigen. Du kannst deinem Verein nicht den Tritt versetzen. (...) Du kannst deinen Verein nicht einfach loslassen, denn er hält an dir fest."
Thomas Brussig
Die Couchingzone |#1557
23.10.2015 - 12:30 Uhr
Zitat von Kohlmeyer

...beim Intelligenztest sollte er wenigstens in der Lage gewesen sein, mit Kreisen, Vierecken und Dreiecken ein Männlein zu zeichnen – Kohlmeyer verwendet übrigens hauptsächlich Dreieecke –


Nichts anderes als hauptsächlich Dreiecke hätte ich von Kohlmeyer erwartet ^^

Was auch zu erwarten war, dass er den Zeitgeist mal wieder auf den Punkt bringt.

•     •     •

Nichts ersetzt die Romantik eines Flutlichtspiels im Regen... ...und siegen!!

Wir denken nur noch von Grätsche zu Grätsche!

Hate the Game, not the Player!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hegermeister am 23.10.2015 um 12:32 Uhr bearbeitet
Die Couchingzone |#1558
23.10.2015 - 13:34 Uhr
Erzählerisch schön verpackter Plan, wie es laufen sollte. Und der Vergleich von Fünfstück mit Donald Sutherland und Michael Caine hat etwas. Auch, wenn die Fickszene aus "Wenn die Gondeln Trauer tragen" nicht zielführend ist, hoffe ich aber inständig, dass Fünfstück nicht den Donald S. aus "Die Körperfresser kommen" gibt.

Cheers
Bahli

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You want it darker
We kill the flame

Leonard Cohen (1934-2016)
Die Couchingzone |#1559
23.10.2015 - 14:59 Uhr
Immer diese Cineasten. schief Hab weder den Film "Kuntzens Werk und Teufels Beitrag" noch "Wennse am Betze Trauer tragen" gesehen. Immerhin teile ich Kohlmeyers Vorliebe für Dreiecke - die Parole "Das Runde muss ins Viereckige" war mir immer schon zu pervers.

Ob es den Aufstand der anständigen Heckenratten auf der JHV geben wird, sei mal dahingestellt. Von mir aus dürften die Verantwortlichen ja auch 70% Redezeitbesitz haben, solange die übrigen 30% aus schnellem, vertikalem Umschaltspiel der Kritiker bestehen. Und das geht nach @HorstEckel (Trainingsthread) so: @kappel1719 passt von hinten raus scharf auf den zentral postierten Kritiker-Wandspieler @Bertikoks, der lässt nach außen auf den nachrückenden @Lullaby prallen, der - vom verteidigenden Rombach bedrängt - @dieGraetschenFrage zu seinen Gunsten lösen kann und den Ball mit Schmackes flach für den zentral in den gegnerischen 16er hineinstoßenden @Kohlmeyer auflegt, welcher die Murmel mit einem seltsam vorstehenden Körperteil gerade noch erwischt und im Vorstandsgehäuse versenkt - die anschließenden Schmerzen glaubt man dem Torschützen auch ohne Zeitlupe; dem @Newtrial, der das Treiben von der sicheren heimischen Couch aus verfolgt, wird noch beim Betrachten der Wiederholung ganz anders.

Und als der knappe Vorsprung der Kritiker durch die wütenden Gegenattacken von AR und VV ins Wanken gerät, verstummt das Zelt urplötzlich, als aus dem Off eine bekannte Stimme ertönt: "ICH HABE GEHÖRT, DIE OPPOSITION BRAUCHT EIN GESICHT! HIER BIN ICH! UND DIES IST MEIN KONZEPT FÜR DEN FCK!" Stefan Kuntz erblasst, Dieter Rombach wankt und verstummt.

Niemand wagt es, Markus Merk zu unterbrechen und auf die Rednerliste hinzuweisen. Und Markus Merk spricht zu der Versammlung...
(to be continued)

•     •     •

502 Bad Gateway
nginx

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 23.10.2015 um 15:23 Uhr bearbeitet
Die Couchingzone |#1560
24.10.2015 - 12:36 Uhr
Wieder eine neue Vokabel gelernt.
"Druff un ewerre".
Soll ich mich jetzt freuen über die Erweiterung meines Horizonts?
Oder soll ich Wut und Scham empfinden, dass ich nach 19 Jahren Pfalz immer noch solche eklatanten Pfälzisch-Defizite habe...?

Kohlmeyer for Pfälzisch-Lehrer!

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"And what can I tell you, my brother, my killer?
What can I possibly say?
I guess that I'll miss you. I guess, I'll forgive you.
I'm glad you stood in my way.
If you ever come by here for Jane or for me -
Well, your enemy's sleeping. And his woman is free.
Yes, and thanks for the trouble you took from her eyes.
I thought it was there for good - so I never tried."
(Leonard Cohen)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Vic Dorn am 24.10.2015 um 12:36 Uhr bearbeitet
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