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Die Couchingzone

13.08.2010 - 13:19 Uhr
Die Couchingzone |#1181
27.10.2014 - 21:44 Uhr
Endlich wieder mal richtig gelacht.
Schöner Beitrag
Danke Bertikos
Die Couchingzone |#1182
27.10.2014 - 22:20 Uhr
Da kann sich Günther Hetzer aber mal sowas von ne Scheibe abschneiden...

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Nichts ersetzt die Romantik eines Flutlichtspiels im Regen... ...und siegen!!

Wir denken nur noch von Grätsche zu Grätsche!

Hate the Game, not the Player!
Die Couchingzone |#1183
27.10.2014 - 22:23 Uhr
Super Couching, Berti. Äußerst witzig, espritvoll und wortgewandt. Glückwunsch.

Dann hoffen wir mal, dass Fürth auf dem Weg nach Berlin nicht über den (Betzen)Berg kommt.

Gruss aus der Pfalz
Dieser Beitrag wurde zuletzt von running-man am 27.10.2014 um 22:24 Uhr bearbeitet
Die Couchingzone |#1184
28.10.2014 - 10:59 Uhr
So muss es sein, wir schreiben über unsere Arbeit anstatt dauernd den Finger in irgendeine Wunde zu legen. Dass der Redaktionsalltag bei uns brutal hart ist und uns alles abverlangt, ist für viele unserer Leser sicherlich sehr informativ.

Darf ich in meiner nächsten Kolumne über die gestern diskutierten Rezepte schreiben - Karlsleberwurst mit Heintz-Ketchup auf dem Ring Fleischwurst, der in Löwensenf schwimmt?

Prima Couching!

Cheers
Bahli

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You want it darker
We kill the flame

Leonard Cohen (1934-2016)
Die Couchingzone |#1185
28.10.2014 - 11:14 Uhr
Der Berti macht den Ribéry und heizt mit dem Mannschaftsbus gegen die nächste Polizeistreife. Kein Wunder, bei der aufgepumpten Präsenz der Ordnungshüter zum letzten Heimspiel. Da bist Du ja gezwungenermaßen in einen Wachtmeister/-in reingeömmelt - Ausweichen aufgrund Platzmangels fast unmöglich. Zugleich nimmt es Berti franzosengleich mit Voltaire und Balzac auf, so wie er hier literarisch vom Sitzleder zieht!

Sehr gutes Couching! Einfach mal den Lebensalltag beschreiben und keine dubiosen Finanzkonstrukte erstellen, die uns bei der JHV noch auf dumme Gedanken bringen könnten. grins

Ich begebe mich jetzt erst mal auf meine ethnologische Reise für das Couching am Freitag!

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SAPERE AUDE
- Wage es, weise zu sein -

oder nach Immanuel Kant
"Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen!“
Die Couchingzone |#1186
28.10.2014 - 12:44 Uhr
Abgesehen davon, dass beim Imitieren eines Schwaben von sämtlichen Comedians oder Künstlern immer eine Tube zu viel drauf gedrückt wird, ("jetscht" würde niemals, nirgendwo irgendwer sagen), und auch dir dieser unverzeihliche Fauxpas passiert ist, ist es ganz amüsant zu lesen. :)

Regel:

"Wenn du dich verletzt..." kann zu "Wenn de dich verletzsch" werden.
Aber bei "jetzt" kann niemals, nirgends ein "sch" eingefügt werden. grins

Heggschde Zeit, dass dess jetz' endlich amol klar worra isch!
(Höchste Zeit, dass das jetzt endlich einmal klar geworden ist!)

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Bellinghausen trieb den Ball auf der linken Seite nach vorne und flankte. McKenna missglückte der Abwehrschlag, der Ball prallte Simpson vor die Füße, der aus elf Metern ins linke untere Eck einschoss (70.).
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"Die Security filzt jedesmal meinen Jutebeutel, aber sie finden nur feinste Demeter-Qualität." __Verkehrtfunk

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Fox_da_man am 28.10.2014 um 12:44 Uhr bearbeitet
Die Couchingzone |#1187
28.10.2014 - 21:13 Uhr
Mein lieber Fox, das ist sicher alles richtig. Allerdings ist der Popogay in der Nähe von Hinterzarten im Hochschwarzwald beheimatet. Das ist tiefstes BADISCHES Hinterland und keinesfalls in Schwaben gelegen. Und da - das kann ich dir versichern, wird mit der Aussprache von Worten ab und an sehr seltsam umgegangen. Ehrlich. tongue

Gruß Berti

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Bertikoks - Transfermarkt since 2003. Originalmitgliedsnummer 1686. Keine anonyme Kritik: FCK MGLD 2151
Die Couchingzone |#1188
28.10.2014 - 21:20 Uhr
"Popogay" war kein fantastisch fiktiver Einwurf von Dir...??
Ach du scheiße... oopsoops

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Schließlich haben FCK-Fans gegenüber allen anderen Fußballfans dieser Welt einen Riesenvorteil: Die anderen können nur an Wunder glauben - wir aber wissen, dass es welche gibt!
(Kohlmeyer; 05.07.2007)

"Wer auf dem Betzenberg spielt, der begreift, dass Fußball ohne Fans nichts bedeutet, dass erst die besondere Energie zwischen Spielern und Zuschauern Magie und Spannung entstehen lässt. Der Betzenberg ist ein ganz besonderer Fußballort."
(Georg Koch, unsterblich; 11Freunde, 29.11.2024)
Die Couchingzone |#1189
28.10.2014 - 21:44 Uhr
Aber nein. Ich bin mir sicher, dass Kohlmeyer die Sendung von Professor Grzmek über den possierlichen kleinen Vogel aufgezeichnet hat. Vielleicht kann er sie dir leihen?

Gruß Berti

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Bertikoks - Transfermarkt since 2003. Originalmitgliedsnummer 1686. Keine anonyme Kritik: FCK MGLD 2151
Die Couchingzone |#1190
31.10.2014 - 08:40 Uhr
Jahrgang 5 - Ausgabe 13: Im Herzen der Finsternis – oder von einem der auszog, um den Stamm der roten Bullen zu erforschen.

Von Butduma


Die Funktionäre blieben ungerührt, wie eine Larve - wuchtig, wie die geschlossene Tür eines Gefängnisses -, sie blickten mit der Miene verborgenen Wissens, geduldiger Erwartung, unnahbaren Schweigens. Stefan erklärte mir, erst kürzlich sei Herr Rangnick in die Liga zurückgekommen und habe all die Krieger jenes Bullen-Stammes mitgebracht. Er sei mehrere Monate fortgewesen – wohl um sich anbeten zu lassen – und sei hier unvermutet eingetroffen, allem Anschein nach mit der Absicht, entweder jenseits der Regeln oder ligaaufwärts einen Raubzug zu unternehmen. Offensichtlich hatte die Sucht nach Punkten den Sieg davongetragen über – wie soll ich’s nennen? – seine weniger materiellen Bestrebungen.


Ich verrate keine Geschäftsgeheimnisse. Tatsächlich sagte Stefan später, die Methoden des Herrn Rangnick hätten die Liga zugrunde gerichtet. Ich enthalte mich einer Meinung zu diesem Punkt, aber ich möchte euch nicht darüber im Unklaren lassen, dass das Vorhandsein der (aufgespießten) Köpfe dort nicht eigentlich etwas mit Gewinst zu tun hatte. Sie zeigten nur an, dass Herrn Rangnick jegliche Hemmung in der Befriedigung seiner mannigfachen Lüste abging, dass im etwas fehlte – eine Winzigkeit, die, im Ernstfall unter seiner großartigen Beredsamkeit nicht zu finden war.


Es war Zeit, selbst aufzubrechen, um in Herzen der Finsternis dem Treiben des Herrn Rangnick und der Wilden nachzugehen, die er um sich geschart hatte. Der Schornstein des Dampfers stieß schwermütig schwarze Rauchwolken aus, während er sich durch die schwüle Hitze tabellenaufwärts wühlte. Stechmücken klebten an meiner verschwitzten Haut und bohrten ihre spitzen Rüssel ins Fleisch – Hitze und Feuchtigkeit lasteten tonnenschwer auf den menschlichen Leibern und machte jede Minute zur Qual… doch dies war nur ein Vorgeschmack dessen, was wir noch erleben sollten.


Der fünfte Tag der Expedition zog genauso ereignislos ins Land wie seine Vorgänger, als plötzlich und unvermittelt aus der Ferne Trommeln zu vernehmen waren, wild und rhythmisch zugleich, akustische Vorboten der verdarbten Welt, in die ich mich mit meinen treuen Kumpanen wagte. Die Nacht senkte sich bereits lautlos und unbarmherzig auf die Liga hinab, als die Umrisse des Dorfes sich im Dunst abzeichneten. Versteckt im Blätterdickicht, lediglich erhellt von ein paar züngelnden Flutlichtern.


Nicht lange und der erste Speer flog uns um die Köpfe. Ein Schlag, ein dumpfer Aufprall. Ich senkte den Blick - meine Füße standen in einer Lache aus Herzblut, daneben lag mein treuer Wegbegleiter, Fer. R. Wettkampf, und zog eine goldene Spitze aus seiner Brust. Die Spitze fest umklammernd stieß er einen letzten, röchelnden Seufzer aus – dann schloss er die Augen. Stille.
Beim Wenden des Dampfers waren nur das monotone Klopfen des Motors und das Zerschellen des Wellengangs an den Schiffsplanken zu hören. Wir ließen uns auf der braunen, morbiden Lebensader tabellenabwärts treiben, um dort an einer geeigneten Stelle anzulegen. Fer R. Wettkampf warfen wir über Bord – emotionslos und kalt. Ihr könnt euch vorstellen, was ich dabei spürte, doch im Herzen der Finsternis gab es keinen Platz Menschlichkeit, keinen Platz für das, was mich fürsorgliche Eltern und gute Manieren gelehrt hatten.


Grashalme – scharf wie Rasiermesserklingen – malträtierten unsere Beine auf dem nächtlichen Fußmarsch zum Dorf. Zwei weitere Machetenhiebe und wir konnten durch das Blattwerk und im Schutze der allumfangenden Dunkelheit in das Rund aus Hütten östlicher Bauweise spähen. Dort saß er auf einem immensen, aus Dosen gefertigten Thron und spuckte mit einem widerlichen Ausdruck aus Hass und Überheblichkeit eine gelbliche Brühe aus Schleim und Zucker auf die Schädel, die ihm seine Untertanen hinhielten. Ein groteskes Zusammenspiel aus blecherner Moderne und Verhöhnung der Ahnen, ein bizarrer Kult, der uns bis ins Mark erschütterte und das Blut in meinen Adern gefrieren ließ. Dann erhob er sich aus seinem Thron - weit weniger imposant als die Berichte über ihn, Herrn Rangnick, vermuten ließen - und sprühte mit einer weiteren Dose weißen Schaum unter die Wilden, die dabei in wogende Ekstase verfielen.


Er hob seine Stimme an: „Es ist Zeit zu beten, Krieger vom Stamm der roten Bullen!“


Daraufhin setzte sich die Gruppe in Bewegung – eine ekstatische Ansammlung von Leibern, ein kriechendes Ungetüm der Nacht, das sich seine Feinde unbarmherzig einverleibte, um sie im Niemandsland der Liga auszuscheiden. Glaubt mir, manch einer von euch wäre bei diesem Anblick auf der Stelle verrückt geworden, so erschütternd war die Szenerie! Angeführt von Herrn Rangnick bildete die abstoßende Prozession einen Kreis um eine Kultstätte, in deren Mitte sich zwei kämpfende Stiere befanden. Ein bestialischer Gestank kroch in unsere Nasen. Die Wilden stießen ohrenbetäubende Fürze von sich und begannen, zunächst langsam und dann immer schneller, die Tiergestalten mit frischen Geldscheinen zu bewerfen.


Ihr tieftöniger Anbetungsgesang klang wie eine Drohung an die umliegenden Stämme und Dörfer, eine klare Botschaft, die mit jeder mystischen Rezitation an widerstandsloser Akzeptanz gewann: „Oh Mammon, oh Kommerz, Geld anstatt Herz! Oh Mammon, oh Kommerz, Geld anstatt Herz!...“


Wir pressten die Hände auf unsere Ohren, um nicht jenem Wahn zu verfallen, der von dem fauligen Zauber dieses Ortes ausging. Viele meiner Gefährten mussten sich übergeben und auch mein Körper zeigte derartige Abwehrsymptome gegen das widernatürliche Schauspiel.
Unser Trupp trat den Rückmarsch zum Dampfer an, um die kriegerische Fracht zu befreien, die im Bauch des Schiffes ungeduldig wartete. Wir wussten alle, dass es Zeit war, zum Schlag auszuholen, wie ein Hammer - stählern und hart -, um dem respektlosen Treiben ein Ende zu setzen.


Ich hatte meine Hand bereits am Griff der Luke, als die gesamte Expeditionsgruppe einstimmig – wie zur Bestätigung des ohnehin Unausweichlichen – folgende Worte in die Morgendämmerung rief:


„Butsi, lass die Teufel raus!“


In diesem Sinne!

Ba beneen,
Butduma


P.S.: Falls jemand einen Stilbruch zu erkennen vermag, so liegt das daran, dass ich dreist und unverhohlen von Joseph Conrad abgekupfert habe. Danke, Joseph!
P.S.S.: Eine Aufarbeitung des Für und Wider von RB Leipzig findet hier allenthalben statt, weshalb man mir meine andersartige Herangehensweise sowie die Überschreitung der Zahl der Zeichen verzeihen möge.

Ebenso wagemutig und nicht minder pünktlich sind auch die anderen Abenteurer von der Couch. Euch - den werten Lesern - liefern sie ihre Berichte bis zum Mittag jedes Freitags oder im Sonderfalle des Spieltags. Ihnen ist dabei weder vor Körpersäften noch wilden Stämmen Bange, denn Angst entzieht dem Geist die Nahrung.

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