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Die Couchingzone

13.08.2010 - 13:19 Uhr
Die Couchingzone |#1191
31.10.2014 - 09:03 Uhr
Herrlich!
Dieses Meisterwerk hat mir meinen Freitag versüßt.
Auf dass Fer R. Wettkampf, die EU hat´s ja bestätigt, gerächt wird!

Ich lache innerlich noch immer herzlich, danke Butduma grins

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101% FCK!

Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche. (Gustav Mahler)
Die Couchingzone |#1192
31.10.2014 - 11:10 Uhr
In keinem anderen Zusammnehang wie diesem macht es Sinn, den Belzebub mit dem Teufel auszutreiben grrr

edit:
Bei Wiki (schon?) habe ich folgende passende Kritik auf Butdumas Couching "Herz der Finsternis" gefunden:

„Wahrheitsgetreuer Bericht also, erlebt und erlitten. Um so mehr bestürzt uns beim Lesen der Geschichte, daß jede Einzelheit mit einer Spannung aufgeladen ist, die über einen Tatsachenbericht weit hinausgeht.“

Wie konnte Urs Widmer das schon 1992 vorhersehen?

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Nichts ersetzt die Romantik eines Flutlichtspiels im Regen... ...und siegen!!

Wir denken nur noch von Grätsche zu Grätsche!

Hate the Game, not the Player!
Die Couchingzone |#1193
31.10.2014 - 11:33 Uhr
Ich las diese Woche, dass die Umlaute aussterben (sollen). Bisher dachte ich, dass nur die türkischen Mitbürger für den Erhalt von ü, ä und ö mitkämpfen. Aber Du hast ein überwältigendes Feuerwerk angezündet um auf die Vorteile der Umlaute aufmerksam zu machen. Dafür bin ich Dir überaus dankbar.

Möge der kriegerische Haufen siegreich sein und seine Rückreise unter überwältigendem Jubel in einem angenehmeren Gefährt bewerkstelligen.

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Temporarily not available.
Die Couchingzone |#1194
31.10.2014 - 19:25 Uhr
Einfach nur saugut, But!

Wobei ich gestehen muss, dass ich erst bei Mungo Park und Boyles "Wassermusik" war, und erst nach der Hälfte auf Joseph Conrad als Ideengeber kam.

Großartige Herangehensweise an ein ganz schweres Thema.

Cheers
Bahli

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You want it darker
We kill the flame

Leonard Cohen (1934-2016)
Die Couchingzone |#1195
02.11.2014 - 13:21 Uhr
Ganz großes Couching-Tennis! smile

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Krahl - Rasmussen, Frees, Gyamfi - Haas, Kunze, Ritter, Sahin, Joly - Yardimci, Berisha

"Wenn wir schon nicht gewinnen, dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt" (R.Rüssmann)
Die Couchingzone |#1196
06.11.2014 - 13:00 Uhr
Jahrgang 5, Ausgabe 14:

WARUM TRADITIONSVEREINE HERRN RANGNICK NICHT LEID TUN MÜSSEN - EIN OFFENER BRIEF

Rangnick!

Nein, Sie müssen keine Angst haben: Kohlmeyer will das jüngste Aufeinandertreffen unserer Teams nicht zum Anlass nehmen, den RBL-Shitstorm der vergangenen Wochen weiter fortzusetzen. Der allerdings, das müssen Sie zugeben, hier im FCK-Forum Auswüchse auf höchstem literarischen Niveau zeitigte, denken Sie nur an Butdumas jüngstes Couching oder die grandiose Spieltagseröffnung von lautern_mberg.

Doch nachdem unsere Jungs den Ihren nun gezeigt haben, dass sich mit weniger Geld Teams zusammenstellen lassen, die spielerisch stärker sind als das Ihre, möchte Kohlmeyer Sie nun inständig bitten: Bitte unterlassen Sie künftig Äußerungen, dass Traditionsvereine Ihnen leid tun, wie Sie es vor einigen Wochen anlässlich gewisser Vorfälle nach der Partie des KSC gegen den 1.FC Nürnberg getan haben.

Wir möchten Ihnen nicht nur nicht leid tun, Rangnick, wir bestehen sogar darauf, Ihnen nicht leid zu tun.

Weshalb, erklärt Kohlmeyer Ihnen ganz besonders gerne. Denn gerade Sie, Rangnick, waren eigentlich schon mal nah dran, es zu begreifen.

Sie erinnern sich?

Es war, als Sie noch Trainer bei Hannover 96 waren. Ihr Spieler Jan Simak flirtete damals heftig mit dem 1.FC Kaiserslautern, und als er einmal mehr bekundet hatte, künftig in der Pfalz spielen zu wollen, kommentierten sie, für ihre Verhältnisse wirklich witzig:

„Als nächstes erzählt er bestimmt, dass in Kaiserslautern die Mädels besser poppen.“

Das haben Sie damals schön gesagt, Rangnick. Und wir gehen natürlich davon aus, dass ein Zahlenhengst wie Sie eine solche Aussage nicht getätigt hat, ohne ihre Richtigkeit vorher empirisch zu verifizieren – vielleicht ja sogar durch Selbstversuch.

Aber haben Sie die Geschichte auch weiterverfolgt?

Ihr Spieler Simak wechselte dann doch nicht zum FCK. Sondern zu Bayer Leverkusen. Oberflächlich betrachtet, weil die noch mehr Geld boten als Lautern. Tatsächlich aber – und damit bleibt Kohlmeyer ganz in Ihrer eigenen Argumentationskette – zog er Mädels, die besser poppen, solche vor, die regelmäßig die Pille nehmen. Sie verstehen?

Auf den ersten Blick also eine Vernunftentscheidung. Doch wie ging die Geschichte weiter?

Jan Simak wurde kreuzunglücklich und schließlich schwerer Alkoholiker.

Und warum?

Eben, weil er lieber auf seinen vermeintliche Verstand gehört hatte, statt dem Impuls seines im Grunde primitiven Triebs zu folgen. Doch den zu leugnen, ist nicht nur heuchlerisch, weil er nun mal auch zur menschlichen Natur gehört, sondern auch selbstzerstörend.

Jetzt also, Rangnick, kennen Sie schon mal einen ersten guten Grund, warum wir Ihnen gar nicht leid tun wollen, und werden wahrscheinlich zurecht fragen: Warum eigentlich poppen die Mädels in Kaiserslautern besser?

Nun, um die Wahrheit zu sagen: Sie poppen nicht per se besser, sondern werden nur intensiver scharf gemacht. Und von was? Eben von der Aura eines Traditionsvereins. Denn Traditionsvereine sind extrem aphrodisierend, oder, einfacher ausgedrückt: sexy. Vereine, wie Sie sie betreuen, sind dies dagegen nicht. Beispiele gefällig?

Salzburg assoziierte man früher mit Mozart, Kugeln und Nockerln. Das war sexy, vielleicht nicht auf so eine karnickeligge Art, eher auf so eine schwülstig-erotische – Küss die Hand, gnä Frau, verschnürte Dekolletés und noch verschnürtere Mieder, Josefine Mutzenbacher und so, a bisserl Pudern auf plüschigen Kanapees, Sie wissen schon. Und heute? Erschlafft doch beim Gedanken an Salzburg und blecherne Büchsen mit synthetischem rotem Saft drin stante pede jedes Mannes Begehr.

Hoffenheim assoziierte man früher mit gar nichts, heute mit Hopp – okay, da kann man sagen, zumindest wurde durch Leute wie Sie nichts schlechter. Leipzig dagegen, das waren einmal Gewandhaus, Auerbachs Keller, Pfeffermühle, Allerlei, Radeberger Pils und, okay, das langweiligste Tatort-Team. Und heute? Red Bull, igitt.

Kohlmeyer, werden Sie jetzt vielleicht sagen, wie wärs denn mal mit ein paar harten Fakten, statt sich hier langsam, aber sicher besoffen zu schwallen?

Fakten? Zahlen? Härte? Auch gut.

Unser Gastspiel bei Ihnen am Montag fand vor 25.000 Zuschauern statt. In Leipzig war man hocherfreut, die zweitbeste Zuschauerzahl der Vereinsgeschichte, hurra, und man war auch gar nicht bös, dass Lautern nur 600 Fans mitgebracht hatte. Allerdings: Zur Saisoneröffnung am Betzenberg gegen 1860 München – ebenfalls Montag, 20.15 Uhr, ebenfalls Zweite Liga – kamen 41.000 mal eben so vorbei, ganz locker… Noch ein Beispiel: Die ERSTligapartie Hoffenheim gegen Freiburg – immerhin ein badisches Derby – sahen am 23.9. zur Abendstunde um 20 Uhr unter Flutlicht ebenfalls nur knapp 25.000 Zuschauer. Zur ZWEITligapartie Kaiserslautern gegen Karlsruhe, einem Südwestderby, kamen am 4. Oktober über 40.000 Zuschauer, und das zu einer unsäglichen Unzeit, samstags um 13 Uhr.

Sie ahnen, worauf Kohlmeyer hinauswill?

Wenn die „Reagenzvereine“ – diese geniale Wortschöpfung verdankt die Welt übrigens dem TM-User und Traditionsvereinsfan Vic Dorn – die Traditionsvereine tatsächlich überflügeln, rauben sie dem Fußball zunehmend seinen Volkssportcharakter. Und somit auch dessen Sexyness.

Wenn Ihnen was leid tun sollte, Rangnick, dann also bitte nicht die Traditionsvereine, sondern die Entwicklung, die unser Fußball gerade nimmt.

Klar ist Fußball längst auch Kommerz, aber es gibt noch Unterschiede. Im Business gilt der Satz: Erfolg macht sexy. Im Fußball aber ist es immer noch so: Manche Vereine werden einfach geliebt, weil’s so Brauch ist - und dürfen sich deswegen auch sexy fühlen. Und manche eben nicht, Erfolg hin und her. Das kann, wer will, ungerecht finden. Wir tun’s nicht.

Und mal ganz abgesehen davon, dass Ihnen Traditionsvereine nicht leid tun müssen, Rangnick: Deren Fans sind auch keine bösen Geister, die man rief und die man nun nicht mehr los wird, weil man ihnen zu viel Macht und Einfluss gegeben hat. Auch dahingehend hatten Sie sich in Zusammenhang mit den Vorfällen in Karlsruhe ja geäußert.

Tatsache ist: Wo Fußball Volkssport ist, gibt es auch ***** , denn auch ***** sind nun einmal zwingend Teil eines jeden Volkes. Also gibt es gewalttätige Ultras und immer auch mal Ausschreitungen. Aber es sind auch die Fans von Traditionsvereinen, die Initiativen gegründet haben wie „Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein“. Oder „Unsere Kurve“, die sich für den Erhalt der „50+1“-Regel einsetzt. Oder BAFF, die sich für Fußball ohne Diskriminierungen engagiert. Das sind Fans, die sich bemühen, dass Fußball der Sport bleibt, der an jedem Wochenende ein ganzes Volk lieben und leiden lässt. Wie soll er das aber bleiben, wenn in Liga eins demnächst VW gegen Audi und SAP gegen Red Bull vor 10.000 Zuschauern kicken, von denen ein guter Teil auch noch unlustig hinter dickem Logenglas vor sich hindämmert - als Teil eines "Networkingevents" irgendeines Industrieroboterherstellers?

Kommen wir also zum Fazit: Die Reagenzvereine zerstören den Fußball nicht mit ihrem Geld, sondern dadurch, dass sie nicht geliebt werden. Und wo nicht geliebt wird, wird auch nicht gepoppt. Jedenfalls nicht gut. Und schon gar nicht besser.

Haben Sie übrigens unlängst das auch gelesen von der Linken, die sich neulich in den Thüringer Landtag setzte in einem Poloshirt, auf dem „FCK AfD“ stand? Auf Nachfrage erklärte sie, FCK sei jetzt die gängige Abkürzung für ***** . Tja, Rangnick, das müssen wohl sogar Sie zugeben: Eine solche Konnektion kann sich ein Verein nicht nur erarbeiten, er muss ihn sich regelrecht erpoppen.

Der sächsische Dialekt hingegen, das haben seriöse Lifestyle-Magazine unlängst gewissenhaft umgefragt, gilt als der unerotischste unter den deutschen Idiomen.

Insofern rufe ich Ihnen, Rangnick, hiermit zu: Gehen Sie nicht zum Teufel – sondern bleiben Sie einfach, wo Sie sind. Irgendwie gehören Sie da schon hin.

Hauptsache, wir tun Ihnen nicht mehr leid.

FCK you
Kohlmeyer

Auf der Couch verlustieren sich gegenwärtig sechs Traditionsvereinsfans mit ungefähr einem Dutzend Groupies - und tun sich dabei kein bisschen leid.

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"Du kannst auf deinen Verein stolz sein, aber eigentlich nicht auf die Tatsache, ein Fan dieses Vereins zu sein. Denn die Fan-Werdung vollzieht sich bekanntlich ähnlich wie die sexuelle Orientierung: Da kommt etwas über dich, das du nicht beeinflussen kannst. (...) . Du kannst deinem Verein nicht einfach die Gefolgschaft kündigen. Du kannst deinem Verein nicht den Tritt versetzen. (...) Du kannst deinen Verein nicht einfach loslassen, denn er hält an dir fest."
Thomas Brussig

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Kohlmeyer am 06.11.2014 um 13:03 Uhr bearbeitet
Die Couchingzone |#1197
06.11.2014 - 13:31 Uhr
Grandios, Kohlmeyer! Ganz, ganz große Kunst!

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Durlacher, achso
Die Couchingzone |#1198
06.11.2014 - 13:36 Uhr
Zitat von Kohlmeyer
Die Reagenzvereine zerstören den Fußball nicht mit ihrem Geld, sondern dadurch, dass sie nicht geliebt werden.


DANKE! Genau das ist es, was ich seit Ewigkeiten ausdrücken wollte, wenn es um das Thema geht. Und du haust das so perfekt in einem Satz raus. Genial!

Beste Grüße
Lullaby
Die Couchingzone |#1199
06.11.2014 - 15:44 Uhr
Eines der besten Couchings. Sämtliche Daumen und Gliedmaßen nach oben! Fukkin'good!

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Bellinghausen trieb den Ball auf der linken Seite nach vorne und flankte. McKenna missglückte der Abwehrschlag, der Ball prallte Simpson vor die Füße, der aus elf Metern ins linke untere Eck einschoss (70.).
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"Die Security filzt jedesmal meinen Jutebeutel, aber sie finden nur feinste Demeter-Qualität." __Verkehrtfunk
Die Couchingzone |#1200
06.11.2014 - 16:03 Uhr
Couching auf den Punkt. Grande
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