Finanzen, Stadionname und Merchandising
15.05.2015 - 20:31 Uhr
Da der alte Thread die 100 Seiten Marke geknackt hat mache ich hier einen neuen auf.
Durch die gute Sportliche Lage hat sich Borussias Finanzlage in den vergangenen Monaten stark verbessert. Ein hoher Zuschauerschnitt, starkes Merchandising und der gute Platz den wir momentan in der Tabelle belegen führen zu unerwarteten Einnahmen mit denen nicht kalkuliert worden ist. Zudem stehen durch den Verkauf von Marco Reus weitere 17 Mio € zur Verfügung, die rund um Borussia investiert werden können. Weiterhin scheinen wir die Chanche zu haben uns für die Europa League und wenn es ganz gut läuft sogar für die Champions League qualifizieren zu können, was die Kasse natürlich noch mehr füllen könnte.
Die Fragen die sich jetzt stellen lauten wie folgt.
Schaffen wir die Qulifikation für den Internationalen Wettbewerb?
Wenn ja, zu welchen? Wie hoch sind die daraus resultierenden Einnahmen?
Wie viel wird davon in den Kader Reinvestiert?
Was müssen wir für das Stadion abbezahlen?
Was müssen wir für sonstige Kredite abbezahlen?
Wie viel Geld fließt in das Museum und Hotel und woher kommt dieses?
Wie viel Geld steht für den Kader zu verfügung?
Wie viel Geld erhalten wir durch Sponsoring?
Werden wir es endlich schaffen unseren Stadionnamen zu vermarkten?
Der Punkt wo sich die Geister scheiden ist sicherlich die Stadionvermarktung. Hier wird der Geschäftsführung oft versagen vorgeworfen, da wir seit 7 Jahren auf der Suche sind und wohl noch immer keinen geeigneten Partner gefunden haben
Natürlich sind dies nicht alle Fragen und es gibt sicherlich Sachen die wir mangels wissen nicht genau analysieren können, sondern nur Schätzen. Bilanzen werden unterschiedlich wahrgenommen. Manche sagen wir hätten keine Liquidität, manche wir wären gesund, aber nicht reich.
Eins dürfte aber klar sein: Die Wechselperiode im Sommer wird zeigen, welche Spieler wir verpflichten können, wie viel Ablöse wir zahlen können und vor allem ob unser Präsident Königs wirklich auf das Geld sitzt oder ob Favre und Eberl genügend Geld Reinvestiern können um den Kader trotz des Abgangs von Marco Reus verstärken zu können.
Wir halten uns an die Regel, 100 Seiten
MfG
11_Fohlen
Durch die gute Sportliche Lage hat sich Borussias Finanzlage in den vergangenen Monaten stark verbessert. Ein hoher Zuschauerschnitt, starkes Merchandising und der gute Platz den wir momentan in der Tabelle belegen führen zu unerwarteten Einnahmen mit denen nicht kalkuliert worden ist. Zudem stehen durch den Verkauf von Marco Reus weitere 17 Mio € zur Verfügung, die rund um Borussia investiert werden können. Weiterhin scheinen wir die Chanche zu haben uns für die Europa League und wenn es ganz gut läuft sogar für die Champions League qualifizieren zu können, was die Kasse natürlich noch mehr füllen könnte.
Die Fragen die sich jetzt stellen lauten wie folgt.
Schaffen wir die Qulifikation für den Internationalen Wettbewerb?
Wenn ja, zu welchen? Wie hoch sind die daraus resultierenden Einnahmen?
Wie viel wird davon in den Kader Reinvestiert?
Was müssen wir für das Stadion abbezahlen?
Was müssen wir für sonstige Kredite abbezahlen?
Wie viel Geld fließt in das Museum und Hotel und woher kommt dieses?
Wie viel Geld steht für den Kader zu verfügung?
Wie viel Geld erhalten wir durch Sponsoring?
Werden wir es endlich schaffen unseren Stadionnamen zu vermarkten?
Der Punkt wo sich die Geister scheiden ist sicherlich die Stadionvermarktung. Hier wird der Geschäftsführung oft versagen vorgeworfen, da wir seit 7 Jahren auf der Suche sind und wohl noch immer keinen geeigneten Partner gefunden haben
Natürlich sind dies nicht alle Fragen und es gibt sicherlich Sachen die wir mangels wissen nicht genau analysieren können, sondern nur Schätzen. Bilanzen werden unterschiedlich wahrgenommen. Manche sagen wir hätten keine Liquidität, manche wir wären gesund, aber nicht reich.
Eins dürfte aber klar sein: Die Wechselperiode im Sommer wird zeigen, welche Spieler wir verpflichten können, wie viel Ablöse wir zahlen können und vor allem ob unser Präsident Königs wirklich auf das Geld sitzt oder ob Favre und Eberl genügend Geld Reinvestiern können um den Kader trotz des Abgangs von Marco Reus verstärken zu können.
Wir halten uns an die Regel, 100 Seiten
MfG
11_Fohlen
Dieser Beitrag wurde zuletzt von 11_Fohlen am 15.05.2015 um 20:32 Uhr bearbeitet
19.05.2015 - 12:40 Uhr
Habe es hier reingesetzt, da ich denke es hängt Mit Finanzen und Merchendising (was Borussia Mönchengladbach darstellt) zusammen.
Da jetzt kürzlich, durch die direkte Championsleaguequalifikation, vier Artikel veröffentlicht wurden, die die Arbeit von Favre gut beschreiben, proklamiere ich wiedermal, dass Gladbach doch wie Barca das Konzept von Favre und sein Wissen als Grundlage für das Gladbacher-Spielsystem benutzt. Weiter will ich hier erklären, wieso dies finanziell und für die Gesundheit des Vereins von zentraler Bedeutung sein wird.
http://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/1505/Artikel/lucien-favre-bei-borussia-moenchengladbach-portrait.html
https://saturdaysoncouch.wordpress.com/2015/05/18/gladbach-exposing-expg-models-or-luckiest-team-in-europe/
http://toorschuss.de/index.php/home/taktikanalysen/1349-favres-borussia-ein-stilvolles-team
http://bundesligafanatic.com/tactical-analysis-of-gladbach-via-win-over-leverkusen/
Werde dies hier etwas erläutern.
Abschnitte:
• Wieso das wichtig ist
• Spielsystem und doch kein System?
• Wie ist dies umzusetzen?
• Konsequenzen
1. Wieso ist es wichtig ist.
Gladbach selber wird dies nicht sofort merken. Aber vor allem Bayern. Der Grund ist;
"Deutschland hat trotz den besten Strukturen in ganz Europa und "Financial Fairplay" ein finanzielles
Problem gegenüber ganz Europa!"
Was ist damit gemeint?
England hat einen Tv Deal bekommen von 7Milliarden Euro für 3 Jahren.
http://www.welt.de/sport/fussball/article137359731/Die-Bundesliga-muss-neidisch-nach-England- schauen.html Deutschland im Vergleich hat bekommt 2,51 Milliarden für 4 Jahre bis 2016/17
Somit bekommt sogar ein Absteigerverein in England fast mehr TV Gelder als Bayern München.
Dies wird sich auch nicht gross ändern. Weil für Deutschland die Verbundenheit mit den Fans immer
wichtig war (5 Spiele mit Spielbeginn um 15:30). In England und immer mehr auch anderen
Länder
ist die Vermarktung wichtiger. Mehr Einzelspiele zu verschiedenen Zeiten können besser
vermarktet werden. Ob es dies für die eigenen Fans schwieriger macht, live an die Spiele gehen zu
können oder sie live zu sehen, ist egal. So lange man mehr Geld bekommt und es besser weltweit
vermarkten werden kann.
Weiter hat England mit zwei verschiedenen aber grossen Anbietern (Sky und B&T) direkte Konkurrenz für
die Lizenzrechte was den Preis weiter in die Höhe treibt.
Dies ist aber nur der Anfang,
Neben dass Scheich- und Ölmilliardäre in England bekannte Investoren sind und auch Real Madrid und
Barcelona kräftig unterstützt werden. Beginnt dies immer mehr in ganz Europa (Inter Mailand wurde von
einem Milliardär gekauft, PSG etc. nur einzelne Beispiele). Das Financial Fairplay wie es im Moment ist und
durchgesetzt wird hat sozusagen keine Bedeutung.
Auswirkungen;
Die besten Spieler werden problemlos von diesen Klubs mit Unsummen und extremen Löhnen gekauft
werden können. Das wird aber dort nicht Halt machen, Trainer und Sportvorstände werden die nächsten
sein die abgeworben werden. Zuerst wird es Bayern sein die dies im internationalen Wettbewerb zu
spüren bekommen wird. Zuvor war Bayern ein Big Player aber sie haben diese Entwicklung auf Grund ihrer
Erfolge, (immer im Final der Championsleague oder mindestens im Halbfinale), Taktik Diskussionen intern
(Lahm/van Gaal) oder national (BVB Konkurrent) verschlafen um einen Kader stark für die nächsten Jahre
in der Breite zu verjüngen. Die besten Spieler werden jetzt für Bayern langsam unerschwinglich werden.
Folgerung:
Finanziell wird die deutsche Bundesliga, trotz der besten Strukturen in ganz Europa (Qualität der Stadions,
Qualität des ganzen drum herum (von Zufahrt, Sicherheit, Verpflegung etc) über Fan-Kultur ermöglicht
durch (Billige Eintrittspreise, Stehplatze etc), Europa langsam unterlegen sein. Weiter blockiert das 50+
auch Scheiche und Milliardäre und Grossfirmen zum gewissen Teil. (In wie weit das gut ist so und solche
Investitionen den Sport kaputt machen, und was gemacht werden soll, darauf will ich jetzt nicht
eingehen.)
Möglichkeiten
Finanziell wird Deutschland in den nächsten 5-10 Jahren Europa unterlegen sein. Dies heisst aber nicht,
dass die Deutschen Mannschaften nicht international erfolgreich sein können. Und hier kommen wir dazu
weshalb, das System von Favre für Gladbach der Schlüssel zum Erfolg und für eine glorreiche Zukunft sein
könnte.
A. Gemeinschaft über Individuelle Klasse.
Wieso gibt es im Pokal die Sensationen? Weil in einem Spiel jedes Team jedes andere Team schlagen kann.
Wieso ist dies der Fall? Weil das generell unterlegene Team, mehr läuft als das stärkere Team und sich
diszipliniert beim Verteidigen an eine Grundordnung hält.
B. Was erinnert hier an Gladbach?
- Gladbach ist das laufstärkste Team der ganzen Bundesliga
- Gladbach hat ein ganz klares Konzept, wie zu verteidigen ist, wo jeder genau weiss was zu tun ist. Sowohl
bei Ballverlust als auch wenn man hinten steht
-Aber! Man kann nicht im Ligaalltag, nicht wie im Pokal spielen.
Das stimmt: denn dies würde das Team auslaugen. Was macht aber Gladbach anders: In den Artikeln, die
oben stehen ist es gut beschreiben: Zwar läuft das Team von Gladbach sehr viel, jetzt kommt aber das
grosse "Aber!": Die Intensität ist weit geringer als die der Gegner, da Gladbach als geschlossenes Team sich
vorwärts oder zurück bewegt ist der Raum immer optimal gedeckt ob bei Angriff, Verteidigung oder
Umschaltspiel/Ballverlust. Weiter wird durch ein breites aber qualitativ gutes Kader mit polyvalenten :)
Spielern, dem Verschleiss entgegen gewirkt. So hatte Gladbach die wenigsten Spieler eingesetzt von der
Allen Bundesligateams trotz 3facher Belastung. Im nächsten Abschnitt gehe ich jetzt etwas genauer darauf
ein, weshalb dieses Spielsystem es Gladbach ermöglichen würde national, wie international wieder eine
bedeutende Rolle zu spielen.
2. Spielsystem und doch kein System?
Dieser Artikel erklärt es sehr gut, was damit gemeint ist
http://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/1505/Artikel/lucien-favre-bei-borussia-moenchengladbach-portrait.html
auf Englisch noch weiter ins Detail
https://saturdaysoncouch.wordpress.com/2015/05/18/gladbach-exposing-expg-models-or-luckiest-team-in-europe/
Wenn ich es zusammenfassen müsste so bezeichne ich Favre's Spielsystem. Als ein Spielsystem, das in
seiner Basis ein Konterspiel ist (massierte Abwehr, die komplett eingespielt ist, wo jeder weiss was zu tun
ist und schnelle, dribble starke Flügel welche bei Ballgewinn durch ein gezieltes aus Drucksituationen
befreiendes, antrainiertes Direktpassspiel angespielt werden können). Auf dem ist ein
Raum-Zonenorientiertes, mit einzelnen manndeckerischen Elementen gespickten, Gegenpressing
gesetzt worden, in dem die Stürmer die erste Verteidigungslinie bilden. Dies ist aufgefüllt mit Spielern,
welche durch sehr starke Ausbildung im Bereich Ballbeherrschung, Passspiel und Taktik auf Ballbesitz und
Umschaltspiel geschult ist, welches das Ziel hat über Ballzirkulation aus den sicheren Zonen über die
Flügel Lücken zu schaffen, welche dann über Direktspiel (grösste Wahrscheinlichkeit für erfolgreiche
Schüsse (Neuer's Patzer wäre nie passiert hätte Raffael den Ball zuvor gestoppt)) Tore erspielen soll. Dabei
sind gewisse Laufwege dafür automatisiert worden.
Daraus kann man schliessen, wie im Spox Artikel auch schön beschrieben ist, dieses Team kann alles
Spielen und verwendet dies, was sie benötigen je nach Spielsituation. Darum System und doch kein
System. Aber im Aufbau und an der Basis ist das Team eine Kontermanschaft, die sich den
Ballbesitztfussball antrainiert hat.
Wieso sollte dies bei Gladbach eingeführt werden?
Das Spielsystem ermöglicht es Gladbach alles zu spielen. Andere Teams sind stark im Gegenpressing, im
Konter, im Ballbesitzt. Aber wenn du gegen ein Team spielt, dass sich auf alles einstellen kann, dazu noch
schnelle und intelligente Spieler hat, bekommt man als Gegner ein Problem. Denn egal wo man seine
Stärken hat, der Gegner hat schon die Fähigkeit dies zu kontern. Jetzt kommen wir zum interessanten Teil.
Wie kann man dies umsetzten?
3. Wie ist dies umzusetzen?
Wie ich oben geschrieben habe, ist die Basis das Konterspiel & eine starke Schulung auf
Ballbeherrschung, Passspiel und Taktik mit schnellen und spielintelligenten Spielern.
Somit basiert die Umsetzung auf 2 Bereichen (ich gehe hier nur auf die Taktik ein, Lebensmanagement,
gutes Umfeld, Medienschulung etc. lass ich mal aussen vor (sonst wird dies 10 Seiten lang).
A. Spielermaterial;
die Spieler sollten schon von Beginn weg folgende Fähigkeiten mitbringen, grosse
Grundschnelligkeit, gute Ballbeherrschung, taktische Spielintelligenz. Diese drei Komponenten muss ein
Jugendspieler für den Aufbau bei Gladbach mitbringen sonst kann es nicht klappen.
B.Training
In der Jugend wird als Grundlage, das Konterspiel beigebracht mit gezielten genauen
Kurzpass/Direktspiel zur Befreiung aus der Gefahrenzone auf dem wird das gegen den Raum und Zonen
orientierte Gegenpressing aufgebaut, dass aber aus der kompakten Abwehr herauskommt, danach wird
stetig immer mehr der Ballbesitz/zirkulation erlernt (wobei alle Feinheiten von Favre (wo keine Fouls, auf
welche Füsse beim Gegner achten, Fussballen vorne stehen, wenn man kurze Erholungsphasen hat (3-fach
Belastung) wie das Spiel effizient zu führen eingefügt werden.
4. Konsequenz
National:
Gladbach würde immer sehr unangenehm zu Spielen sein ob jetzt mit Spieler der Eigenen
Jugend oder mit integrierten fertigen Spielern. Da sie ein adaptives Spielsystem beherrschen würden, das
auf einer sehr starken Defensive basiert, die auch individuell besser bestückten Teams Probleme bereiten
würde. Dies garantiert Punkte, denn sollte man selber evtl. kein Tor schiessen so verneint man dem
Gegner auch das Tor und somit 3 Punkte. Egal gegen wer oder wie viel verletzte man hat oder ausgelaugt
man ist. Das Konterspiel ist als unterlegenes Team immer noch das effektivste Mittel sich Punkte zu
sichern und wenn dort die absolute Stärke des Teams steckt ist die Notlösung gleichzeitig, die
gefährlichste Waffe
International:
Wie oben beschrieben erlaubt es, das Spielsystem auch überlegene Mannschaften in
Probleme zu bringen. Beispiel gegen Bayern. Eine starke Defensive muss zuerst überwunden werden. &
spart Energie. Weiter kann im Notfall immer noch Druck ausgeübt werden. Sevilla Rückspiel.
Planerisch:
Ein klares Spielsystem, ermöglicht es gezielt Spieler zu suchen oder auch Trainer. Es ist ein klares Konzept
somit sind auch die Rahmenbedingungen klar, dies gibt Ruhe und Nachhaltigkeit für den Verein.
Finanziell.
Durch die Basis Konterspiel und Fokus auf Ballbeherrschung, Passspiel und Taktik von jungen
und schnellen Spielern, sind die von Gladbach ausgebildeten Spieler sehr interessant für jeden Verein.
Weil wenn Gladbach, dies nicht versuchen wird. Dann wird die Zeit mit Favre einfach nur eine schöne Erinnerung sein, wo man 5 Jahre später, dann wieder um den Abstieg bibbern werden muss.
Da jetzt kürzlich, durch die direkte Championsleaguequalifikation, vier Artikel veröffentlicht wurden, die die Arbeit von Favre gut beschreiben, proklamiere ich wiedermal, dass Gladbach doch wie Barca das Konzept von Favre und sein Wissen als Grundlage für das Gladbacher-Spielsystem benutzt. Weiter will ich hier erklären, wieso dies finanziell und für die Gesundheit des Vereins von zentraler Bedeutung sein wird.
http://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/1505/Artikel/lucien-favre-bei-borussia-moenchengladbach-portrait.html
https://saturdaysoncouch.wordpress.com/2015/05/18/gladbach-exposing-expg-models-or-luckiest-team-in-europe/
http://toorschuss.de/index.php/home/taktikanalysen/1349-favres-borussia-ein-stilvolles-team
http://bundesligafanatic.com/tactical-analysis-of-gladbach-via-win-over-leverkusen/
Werde dies hier etwas erläutern.
Abschnitte:
• Wieso das wichtig ist
• Spielsystem und doch kein System?
• Wie ist dies umzusetzen?
• Konsequenzen
1. Wieso ist es wichtig ist.
Gladbach selber wird dies nicht sofort merken. Aber vor allem Bayern. Der Grund ist;
"Deutschland hat trotz den besten Strukturen in ganz Europa und "Financial Fairplay" ein finanzielles
Problem gegenüber ganz Europa!"
Was ist damit gemeint?
England hat einen Tv Deal bekommen von 7Milliarden Euro für 3 Jahren.
http://www.welt.de/sport/fussball/article137359731/Die-Bundesliga-muss-neidisch-nach-England- schauen.html Deutschland im Vergleich hat bekommt 2,51 Milliarden für 4 Jahre bis 2016/17
Somit bekommt sogar ein Absteigerverein in England fast mehr TV Gelder als Bayern München.
Dies wird sich auch nicht gross ändern. Weil für Deutschland die Verbundenheit mit den Fans immer
wichtig war (5 Spiele mit Spielbeginn um 15:30). In England und immer mehr auch anderen
Länder
ist die Vermarktung wichtiger. Mehr Einzelspiele zu verschiedenen Zeiten können besser
vermarktet werden. Ob es dies für die eigenen Fans schwieriger macht, live an die Spiele gehen zu
können oder sie live zu sehen, ist egal. So lange man mehr Geld bekommt und es besser weltweit
vermarkten werden kann.
Weiter hat England mit zwei verschiedenen aber grossen Anbietern (Sky und B&T) direkte Konkurrenz für
die Lizenzrechte was den Preis weiter in die Höhe treibt.
Dies ist aber nur der Anfang,
Neben dass Scheich- und Ölmilliardäre in England bekannte Investoren sind und auch Real Madrid und
Barcelona kräftig unterstützt werden. Beginnt dies immer mehr in ganz Europa (Inter Mailand wurde von
einem Milliardär gekauft, PSG etc. nur einzelne Beispiele). Das Financial Fairplay wie es im Moment ist und
durchgesetzt wird hat sozusagen keine Bedeutung.
Auswirkungen;
Die besten Spieler werden problemlos von diesen Klubs mit Unsummen und extremen Löhnen gekauft
werden können. Das wird aber dort nicht Halt machen, Trainer und Sportvorstände werden die nächsten
sein die abgeworben werden. Zuerst wird es Bayern sein die dies im internationalen Wettbewerb zu
spüren bekommen wird. Zuvor war Bayern ein Big Player aber sie haben diese Entwicklung auf Grund ihrer
Erfolge, (immer im Final der Championsleague oder mindestens im Halbfinale), Taktik Diskussionen intern
(Lahm/van Gaal) oder national (BVB Konkurrent) verschlafen um einen Kader stark für die nächsten Jahre
in der Breite zu verjüngen. Die besten Spieler werden jetzt für Bayern langsam unerschwinglich werden.
Folgerung:
Finanziell wird die deutsche Bundesliga, trotz der besten Strukturen in ganz Europa (Qualität der Stadions,
Qualität des ganzen drum herum (von Zufahrt, Sicherheit, Verpflegung etc) über Fan-Kultur ermöglicht
durch (Billige Eintrittspreise, Stehplatze etc), Europa langsam unterlegen sein. Weiter blockiert das 50+
auch Scheiche und Milliardäre und Grossfirmen zum gewissen Teil. (In wie weit das gut ist so und solche
Investitionen den Sport kaputt machen, und was gemacht werden soll, darauf will ich jetzt nicht
eingehen.)
Möglichkeiten
Finanziell wird Deutschland in den nächsten 5-10 Jahren Europa unterlegen sein. Dies heisst aber nicht,
dass die Deutschen Mannschaften nicht international erfolgreich sein können. Und hier kommen wir dazu
weshalb, das System von Favre für Gladbach der Schlüssel zum Erfolg und für eine glorreiche Zukunft sein
könnte.
A. Gemeinschaft über Individuelle Klasse.
Wieso gibt es im Pokal die Sensationen? Weil in einem Spiel jedes Team jedes andere Team schlagen kann.
Wieso ist dies der Fall? Weil das generell unterlegene Team, mehr läuft als das stärkere Team und sich
diszipliniert beim Verteidigen an eine Grundordnung hält.
B. Was erinnert hier an Gladbach?
- Gladbach ist das laufstärkste Team der ganzen Bundesliga
- Gladbach hat ein ganz klares Konzept, wie zu verteidigen ist, wo jeder genau weiss was zu tun ist. Sowohl
bei Ballverlust als auch wenn man hinten steht
-Aber! Man kann nicht im Ligaalltag, nicht wie im Pokal spielen.
Das stimmt: denn dies würde das Team auslaugen. Was macht aber Gladbach anders: In den Artikeln, die
oben stehen ist es gut beschreiben: Zwar läuft das Team von Gladbach sehr viel, jetzt kommt aber das
grosse "Aber!": Die Intensität ist weit geringer als die der Gegner, da Gladbach als geschlossenes Team sich
vorwärts oder zurück bewegt ist der Raum immer optimal gedeckt ob bei Angriff, Verteidigung oder
Umschaltspiel/Ballverlust. Weiter wird durch ein breites aber qualitativ gutes Kader mit polyvalenten :)
Spielern, dem Verschleiss entgegen gewirkt. So hatte Gladbach die wenigsten Spieler eingesetzt von der
Allen Bundesligateams trotz 3facher Belastung. Im nächsten Abschnitt gehe ich jetzt etwas genauer darauf
ein, weshalb dieses Spielsystem es Gladbach ermöglichen würde national, wie international wieder eine
bedeutende Rolle zu spielen.
2. Spielsystem und doch kein System?
Dieser Artikel erklärt es sehr gut, was damit gemeint ist
http://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/1505/Artikel/lucien-favre-bei-borussia-moenchengladbach-portrait.html
auf Englisch noch weiter ins Detail
https://saturdaysoncouch.wordpress.com/2015/05/18/gladbach-exposing-expg-models-or-luckiest-team-in-europe/
Wenn ich es zusammenfassen müsste so bezeichne ich Favre's Spielsystem. Als ein Spielsystem, das in
seiner Basis ein Konterspiel ist (massierte Abwehr, die komplett eingespielt ist, wo jeder weiss was zu tun
ist und schnelle, dribble starke Flügel welche bei Ballgewinn durch ein gezieltes aus Drucksituationen
befreiendes, antrainiertes Direktpassspiel angespielt werden können). Auf dem ist ein
Raum-Zonenorientiertes, mit einzelnen manndeckerischen Elementen gespickten, Gegenpressing
gesetzt worden, in dem die Stürmer die erste Verteidigungslinie bilden. Dies ist aufgefüllt mit Spielern,
welche durch sehr starke Ausbildung im Bereich Ballbeherrschung, Passspiel und Taktik auf Ballbesitz und
Umschaltspiel geschult ist, welches das Ziel hat über Ballzirkulation aus den sicheren Zonen über die
Flügel Lücken zu schaffen, welche dann über Direktspiel (grösste Wahrscheinlichkeit für erfolgreiche
Schüsse (Neuer's Patzer wäre nie passiert hätte Raffael den Ball zuvor gestoppt)) Tore erspielen soll. Dabei
sind gewisse Laufwege dafür automatisiert worden.
Daraus kann man schliessen, wie im Spox Artikel auch schön beschrieben ist, dieses Team kann alles
Spielen und verwendet dies, was sie benötigen je nach Spielsituation. Darum System und doch kein
System. Aber im Aufbau und an der Basis ist das Team eine Kontermanschaft, die sich den
Ballbesitztfussball antrainiert hat.
Wieso sollte dies bei Gladbach eingeführt werden?
Das Spielsystem ermöglicht es Gladbach alles zu spielen. Andere Teams sind stark im Gegenpressing, im
Konter, im Ballbesitzt. Aber wenn du gegen ein Team spielt, dass sich auf alles einstellen kann, dazu noch
schnelle und intelligente Spieler hat, bekommt man als Gegner ein Problem. Denn egal wo man seine
Stärken hat, der Gegner hat schon die Fähigkeit dies zu kontern. Jetzt kommen wir zum interessanten Teil.
Wie kann man dies umsetzten?
3. Wie ist dies umzusetzen?
Wie ich oben geschrieben habe, ist die Basis das Konterspiel & eine starke Schulung auf
Ballbeherrschung, Passspiel und Taktik mit schnellen und spielintelligenten Spielern.
Somit basiert die Umsetzung auf 2 Bereichen (ich gehe hier nur auf die Taktik ein, Lebensmanagement,
gutes Umfeld, Medienschulung etc. lass ich mal aussen vor (sonst wird dies 10 Seiten lang).
A. Spielermaterial;
die Spieler sollten schon von Beginn weg folgende Fähigkeiten mitbringen, grosse
Grundschnelligkeit, gute Ballbeherrschung, taktische Spielintelligenz. Diese drei Komponenten muss ein
Jugendspieler für den Aufbau bei Gladbach mitbringen sonst kann es nicht klappen.
B.Training
In der Jugend wird als Grundlage, das Konterspiel beigebracht mit gezielten genauen
Kurzpass/Direktspiel zur Befreiung aus der Gefahrenzone auf dem wird das gegen den Raum und Zonen
orientierte Gegenpressing aufgebaut, dass aber aus der kompakten Abwehr herauskommt, danach wird
stetig immer mehr der Ballbesitz/zirkulation erlernt (wobei alle Feinheiten von Favre (wo keine Fouls, auf
welche Füsse beim Gegner achten, Fussballen vorne stehen, wenn man kurze Erholungsphasen hat (3-fach
Belastung) wie das Spiel effizient zu führen eingefügt werden.
4. Konsequenz
National:
Gladbach würde immer sehr unangenehm zu Spielen sein ob jetzt mit Spieler der Eigenen
Jugend oder mit integrierten fertigen Spielern. Da sie ein adaptives Spielsystem beherrschen würden, das
auf einer sehr starken Defensive basiert, die auch individuell besser bestückten Teams Probleme bereiten
würde. Dies garantiert Punkte, denn sollte man selber evtl. kein Tor schiessen so verneint man dem
Gegner auch das Tor und somit 3 Punkte. Egal gegen wer oder wie viel verletzte man hat oder ausgelaugt
man ist. Das Konterspiel ist als unterlegenes Team immer noch das effektivste Mittel sich Punkte zu
sichern und wenn dort die absolute Stärke des Teams steckt ist die Notlösung gleichzeitig, die
gefährlichste Waffe
International:
Wie oben beschrieben erlaubt es, das Spielsystem auch überlegene Mannschaften in
Probleme zu bringen. Beispiel gegen Bayern. Eine starke Defensive muss zuerst überwunden werden. &
spart Energie. Weiter kann im Notfall immer noch Druck ausgeübt werden. Sevilla Rückspiel.
Planerisch:
Ein klares Spielsystem, ermöglicht es gezielt Spieler zu suchen oder auch Trainer. Es ist ein klares Konzept
somit sind auch die Rahmenbedingungen klar, dies gibt Ruhe und Nachhaltigkeit für den Verein.
Finanziell.
Durch die Basis Konterspiel und Fokus auf Ballbeherrschung, Passspiel und Taktik von jungen
und schnellen Spielern, sind die von Gladbach ausgebildeten Spieler sehr interessant für jeden Verein.
Weil wenn Gladbach, dies nicht versuchen wird. Dann wird die Zeit mit Favre einfach nur eine schöne Erinnerung sein, wo man 5 Jahre später, dann wieder um den Abstieg bibbern werden muss.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Falstaff1984 am 19.05.2015 um 12:49 Uhr bearbeitet
27.07.2015 - 13:20 Uhr
Moin, moin,
@ Kripsmann: Ich denke auch, dass wir in nächster Zeit noch eine Entwicklung zu immer mehr Geld in diesen Profifussballbereich erleben werden. Aber ich rate allen, die glauben, dass man hier unendlich viel Geld verdienen kann darauf zu achten, diejenigen, die die Sache am Ende bezahlen sollen nicht zu verjagen. Ich werde sicherlich kein Sky-Kunde um Fussball zu sehen. Wenn man nur noch dort die Spiele verfolgen kann, werde ich wohl zunächst auf das Radio ausweichen und wenn dies dann auch noch wegverkauft wird und ich für diesen Übertragungsweg Geld bezahlen soll, werde ich vielleicht noch in irgendeinem Medium lesen, aber wegen des Mangels der Bewegtbilder irgendwann das Interesse daran verlieren. Es wird nicht jeder Fan so entscheiden, aber wenn es immer mehr so handhaben,werden die restlichen Fans immer tiefer in die Tasche greifen müssen, und auf diesem Weg werden dann auch immer mehr von diesem Sport vergrault. Am Ende sind nur noch die Logen gut besucht. Dann aber hat auch die Öffentlichkeit sich davon gemacht und sich einem anderen Vergnügen zugewandt. Auch schon das verzerren von Bundesligaspieltagen wird mir schon ein wichtiges Spannungselement nehmen. Die Geldgeber werden bei nachlassendem Interesse der breiten Massen sich natürlich von dieser Veranstaltung zurückziehen, da dann natürlich nicht mehr ausreichend Geld zu verdienen ist. Auch wenn der Geldgeber nicht direkt Geld mit dem Fussball verdienen muss, wie z.B Volkswagen, werden sie bei nachlassendem Interesse auch ihre Mittel deutlich zurückfahren, da ihrem Namen nicht mehr ausreichend Interesse durch den Fussball vermittelt wird. Auch diese Sponsoren fahren zumindest ihr Engagement deutlich zurück. Spätestens dann wird der Fussball wieder eine neue Struktur suchen, die nicht so sehr von fremdem Geld abhängig ist. Dann wird es für den normalen Fan vielleicht auch wieder interessant und bezahlbar diesen Sport zu verfolgen, oder er bleibt bei dem für das er sich in der Zwischenzeit begeistert hat, weil man dort diesen Fehler nicht einfach wiederholt.
Geld versucht sich nur selbst zu vermehren und ist an sich nicht besonders gut für den Sport. Sobald es um Geld geht, neigt der einzelne Sportler dazu auch illegale Mittel einzusetzen um erfolgreich zu sein. Aber nicht nur der Sportler. Die gesamte Struktur über Vereine und Verbände versucht immer stärker von diesem Geld zu partizipieren. Sowohl mit legalen Mitteln, da man als Sportler doch fair ist, aber leider auch mit illegalen Mitteln. Der Sportler mit z.B. Doping oder anderen Regelverletzungen, wie ein Foulspiel ohne Rücksicht auf die Gesundheit des Gegenspielers. In den Verbänden werden die Regeln für die Geldgeber angepasst, damit z.B. die Austria-Brause auch immer noch Geld in ihr Projekt Leipzig pumpt. Der DFB hat ein Kind im Ohr, der immer wieder die 50+1-Regel aufweicht, bei der FIFA hat jede Entscheidung nicht nur einen Wert sondern auch einen Preis. Der Präsident dieses Vereins hält sich auch noch für wichtiger als den Pabst oder Obama, in zwei Jahren hält er wohl Jesus für einen Angestellten von seiner Truppe, dem er sagen kann wie der Hase läuft.
Diese Auswüchse werden wohl noch wesentlich stärker werden. Zur Umkehr wird man wahrscheinlich nur kommen, wenn wir uns nicht mehr für diese Inszenierung interessieren. Wir freuen uns so stark auf die CL. Aber letztlich ist dieser Wettbewerb zur Zeit die Spitze dieser Entwicklung, die in nicht besonders ferner Zukanft wohlmöglich den Fussball ruinieren wird.
Ich kann keinem einzelnen Spieler verübeln, dass er versucht sein aberwitziges Einkommen irgendwie vor sich selbst und der Öffentlichkeit zu rechtfertigen, aber Gehälter in Millionenhöhe für das Vergnügen des Fussballspielens sind nicht zu rechtfertigen, sie sind und bleiben völlig unangemessen. Sie bieten nur Vergnügen, diese Leistung ist für die Gesellschaft nicht überlebenswichtig. Einigen Spielern täte etwas mehr Demut in ihrem Verhalten sehr gut. Wenn diese Höchstbezahlten dann nach einer schlechten Leistung kritisiert werden, werden teilweise Gesten der totalen Überheblichkeit und masslosen Arroganz gezeigt. Hier wäre ein wenig Zurückhaltung häufig der bessere Weg. In dieser monströsen Vergütung steckt meiner Meinung nach nicht nur eine Vergütung für die Leistung, sondern auch eine gute Portion Schmerzensgeld, die mit ein paar Schimpfwörtern mit Sicherheit nicht verbraucht sein wird.
Ich freue mich auf die neue Saison mit der CL, aber hoffe auch, dass der Fussball vielleicht noch die Kurve bekommt, weil bei mir sonst irgendwann doch noch der Punkt kommt, an dem ich mich nicht mehr Fussball zuwende, weil man nur noch versucht mir das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Ich bin 1962 geboren und seit 1970 Fan von unserer Borussia. Ich habe auch selbst ein wenig gespielt und war immer angetan und habe immer auch gerne Fussball gesehen, zugegeben selten im Stadion, meistens vor der Glotze.
Eine Leidenschaft habe ich schon wegen der Kommerzialisierung aufgegeben. Ich bin früher gerne und oft ins Kino gegangen, aber als diese Multiplexkinos aufkamen und auch in unserer Stadt die alten Kinos verdrängt haben, haben sie mich nicht nur aus den alten Kinos verdrängt, ich bin einfach nicht mehr in diese unbequemen Grosskisten gegangen. Ich hoffe nicht, dass mir der Fussball auch durch seine weitere Entwicklung so genommen wird. Aber eine WM in Russland oder in Katar werde ich mir nicht ansehen, genausowenig wie ich die Olympischen Spiele in Peking verfolgt habe.
Gruss
@ Kripsmann: Ich denke auch, dass wir in nächster Zeit noch eine Entwicklung zu immer mehr Geld in diesen Profifussballbereich erleben werden. Aber ich rate allen, die glauben, dass man hier unendlich viel Geld verdienen kann darauf zu achten, diejenigen, die die Sache am Ende bezahlen sollen nicht zu verjagen. Ich werde sicherlich kein Sky-Kunde um Fussball zu sehen. Wenn man nur noch dort die Spiele verfolgen kann, werde ich wohl zunächst auf das Radio ausweichen und wenn dies dann auch noch wegverkauft wird und ich für diesen Übertragungsweg Geld bezahlen soll, werde ich vielleicht noch in irgendeinem Medium lesen, aber wegen des Mangels der Bewegtbilder irgendwann das Interesse daran verlieren. Es wird nicht jeder Fan so entscheiden, aber wenn es immer mehr so handhaben,werden die restlichen Fans immer tiefer in die Tasche greifen müssen, und auf diesem Weg werden dann auch immer mehr von diesem Sport vergrault. Am Ende sind nur noch die Logen gut besucht. Dann aber hat auch die Öffentlichkeit sich davon gemacht und sich einem anderen Vergnügen zugewandt. Auch schon das verzerren von Bundesligaspieltagen wird mir schon ein wichtiges Spannungselement nehmen. Die Geldgeber werden bei nachlassendem Interesse der breiten Massen sich natürlich von dieser Veranstaltung zurückziehen, da dann natürlich nicht mehr ausreichend Geld zu verdienen ist. Auch wenn der Geldgeber nicht direkt Geld mit dem Fussball verdienen muss, wie z.B Volkswagen, werden sie bei nachlassendem Interesse auch ihre Mittel deutlich zurückfahren, da ihrem Namen nicht mehr ausreichend Interesse durch den Fussball vermittelt wird. Auch diese Sponsoren fahren zumindest ihr Engagement deutlich zurück. Spätestens dann wird der Fussball wieder eine neue Struktur suchen, die nicht so sehr von fremdem Geld abhängig ist. Dann wird es für den normalen Fan vielleicht auch wieder interessant und bezahlbar diesen Sport zu verfolgen, oder er bleibt bei dem für das er sich in der Zwischenzeit begeistert hat, weil man dort diesen Fehler nicht einfach wiederholt.
Geld versucht sich nur selbst zu vermehren und ist an sich nicht besonders gut für den Sport. Sobald es um Geld geht, neigt der einzelne Sportler dazu auch illegale Mittel einzusetzen um erfolgreich zu sein. Aber nicht nur der Sportler. Die gesamte Struktur über Vereine und Verbände versucht immer stärker von diesem Geld zu partizipieren. Sowohl mit legalen Mitteln, da man als Sportler doch fair ist, aber leider auch mit illegalen Mitteln. Der Sportler mit z.B. Doping oder anderen Regelverletzungen, wie ein Foulspiel ohne Rücksicht auf die Gesundheit des Gegenspielers. In den Verbänden werden die Regeln für die Geldgeber angepasst, damit z.B. die Austria-Brause auch immer noch Geld in ihr Projekt Leipzig pumpt. Der DFB hat ein Kind im Ohr, der immer wieder die 50+1-Regel aufweicht, bei der FIFA hat jede Entscheidung nicht nur einen Wert sondern auch einen Preis. Der Präsident dieses Vereins hält sich auch noch für wichtiger als den Pabst oder Obama, in zwei Jahren hält er wohl Jesus für einen Angestellten von seiner Truppe, dem er sagen kann wie der Hase läuft.
Diese Auswüchse werden wohl noch wesentlich stärker werden. Zur Umkehr wird man wahrscheinlich nur kommen, wenn wir uns nicht mehr für diese Inszenierung interessieren. Wir freuen uns so stark auf die CL. Aber letztlich ist dieser Wettbewerb zur Zeit die Spitze dieser Entwicklung, die in nicht besonders ferner Zukanft wohlmöglich den Fussball ruinieren wird.
Ich kann keinem einzelnen Spieler verübeln, dass er versucht sein aberwitziges Einkommen irgendwie vor sich selbst und der Öffentlichkeit zu rechtfertigen, aber Gehälter in Millionenhöhe für das Vergnügen des Fussballspielens sind nicht zu rechtfertigen, sie sind und bleiben völlig unangemessen. Sie bieten nur Vergnügen, diese Leistung ist für die Gesellschaft nicht überlebenswichtig. Einigen Spielern täte etwas mehr Demut in ihrem Verhalten sehr gut. Wenn diese Höchstbezahlten dann nach einer schlechten Leistung kritisiert werden, werden teilweise Gesten der totalen Überheblichkeit und masslosen Arroganz gezeigt. Hier wäre ein wenig Zurückhaltung häufig der bessere Weg. In dieser monströsen Vergütung steckt meiner Meinung nach nicht nur eine Vergütung für die Leistung, sondern auch eine gute Portion Schmerzensgeld, die mit ein paar Schimpfwörtern mit Sicherheit nicht verbraucht sein wird.
Ich freue mich auf die neue Saison mit der CL, aber hoffe auch, dass der Fussball vielleicht noch die Kurve bekommt, weil bei mir sonst irgendwann doch noch der Punkt kommt, an dem ich mich nicht mehr Fussball zuwende, weil man nur noch versucht mir das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Ich bin 1962 geboren und seit 1970 Fan von unserer Borussia. Ich habe auch selbst ein wenig gespielt und war immer angetan und habe immer auch gerne Fussball gesehen, zugegeben selten im Stadion, meistens vor der Glotze.
Eine Leidenschaft habe ich schon wegen der Kommerzialisierung aufgegeben. Ich bin früher gerne und oft ins Kino gegangen, aber als diese Multiplexkinos aufkamen und auch in unserer Stadt die alten Kinos verdrängt haben, haben sie mich nicht nur aus den alten Kinos verdrängt, ich bin einfach nicht mehr in diese unbequemen Grosskisten gegangen. Ich hoffe nicht, dass mir der Fussball auch durch seine weitere Entwicklung so genommen wird. Aber eine WM in Russland oder in Katar werde ich mir nicht ansehen, genausowenig wie ich die Olympischen Spiele in Peking verfolgt habe.
Gruss
27.07.2015 - 16:38 Uhr
Moin, moin,
@Weisweilerelf: Dein Vorschlag, dass führende europäische Verbände die WM in Katar boykottieren hat meine volle Unterstützung, aber es fehlt mir der Glaube daran. Unser Verbandsfürst hat einen Boykott doch schon völlig abgelehnt und es wird wohl Niemand hier glauben, dass die Kataries freiwillig auf die WM Verzichten. Somit wird es diese WM wohl geben. Rummenigge hat schon seinen Protest beigelegt, da die Vereine wohl eine Entschädigungszahlung durch verdreifachte Abstellungsgebühren erhalten. Ich habe aber keinen Bock mich auf ein WM-Endspiel bei Weihnachtsbeleuchtung zu freuen und werde mich dem entziehen. Sollte die FIFA weiter an dieser völlig missratenen Entscheidung festhalten, werde ich mir die Freiheit nehmen ihr Produkt nicht zu geniessen.
Und wenn unsere Borussia irgendwann auch solch merkwürdige Vereinbarungen durchsetzen muss, wie z.B. dass man BL-Fussball nur noch im Bezahlfernsehen sehen kann, werde ich mir diese Spiele nicht mehr ansehen. Wenn es dann immer stärker darauf hinausläuft, dass ich für Informationen über diesen Verein zahlen soll, nehme ich mir die Freiheit, dieses merkwürdige Konsumangebot abzulehen.
Ich mag immer noch Filme. Aber wie ich schon schrieb: Ins Kino gehe ich nicht mehr, weil diese großen Kinoketten bei steigenden Preisen meinen Sitzkomfort eingeschränkt haben. Filme schaue ich immer noch. Bei einem großen Bildschirm und einem guten Blue-Ray-Player gibt es eben Pantoffelkino. Das Kino hat verloren nicht der Film. Die FIFA-WM hat verloren, wenn sie so bleibt, nicht der Fussball. Wenn unsere Borussia diesen Zirkus auch so betreibt, gehe ich wieder zu unserem ortsansässigen Amateurclub und schaue da Fussball. Nicht der Fussball verliert meine Aufmerksamkeit, nur diese merkwürdige Veranstaltung, die ich nicht mehr unterstützen mag.
Als Konsument habe ich nur die Möglichkeit durch ausgeübten Konsumverzicht anzuzeigen, wenn mir etwas nicht gefällt. Dies behalte ich mir auf jeden Fall vor.
Wie ich schon schrieb, ich bin Jahrgang 1962. Meine Mutter hatte sich damals auch das bekannte Schlafmittel Contergan verschreiben lassen. Ich stand kurz davor auch entweder verkürzte und/oder verkürzte Beine zu bekommen. Heute stellt die Firma Grünenthal für den deutschen und europäischen Markt in erster Linie Reinigungsprodukte her. Es ist nicht so einfach diese Produkte aus ihren unterschiedlichen Produktionsstätten mit unterschiedlichsten Namen zu vermeiden, aber ich versuche den Kauf ihrer Produkte zu vermeiden. Natürlich werden sie nicht daran Pleite gehen, dass ich ihre Produkte nicht erwerbe, wenn es aber genügend Menschen machten, würde sich diese superreiche Eigentümerfamilie vielleicht stärker ihrer Verantwortung stellen und nicht immer noch mit dem Vertrieb von Contergan Geld zu verdienen. Da dieses Mittel immer noch nicht richtig aufgeklärt vertrieben wird gibt es immer noch Neugeborene mit diesen Fehlbildungen. Nicht in Deutschland, aber ich glaube in Indien wird es immer noch vertrieben. Ich möchte zumindest nicht den weiteren Reichtum dieser Familie meheren. Dies ist wichtig für mich, da in meiner Schulklasse immer betroffene waren. Meine Pflicht ist es hier mit meinem Wissen verantwortlich zu reagieren. Nicht Gewalt gegen die Firma oder die Familie wird meine Antwort sein, aber auch nicht blosses Achselzucken nach dem Motto "Da kann man nichts machen." Ich kaufe ihre Produkte nicht mehr, obwohl sie vom Preis und Qualität gut sind.
Genauso motiviert verzichte ich auf die Fussballweltmeisterschaften in Russland und Katar. Und sollte sich unsere Borussia auch so stark in ein solches System einfügen, werde ich nicht den Fussball aufgeben, sondern mein Interesse für diese Borussia hört auf, weil es auch nicht mehr meine Borussia ist.
Ich halte mich aber nicht für den Nabel der Welt und glaube, dass sich der gesamte Profifussball von meiner Haltung beeinflussen lässt und sich so entscheidet wie es mir genehm ist, sondern werde mein Interesse einem anderen Fussball zuwenden.
Fussball finde ich einfach toll. Aber es sollte die schönste Nebensache der Welt bleiben. Bei den zur Zeit herrschenden Umsätzen, die wahrscheinlich immer weiter steigen, glaube ich nicht daran, dass es eine schöne Nebensache ist. Deswegen bin ich auch ein wenig pessimistisch für die Zukunft, weil ich glaube, dass es noch wesentlich stärkere Auswüchse geben wird wenn es um noch mehr Geld geht. Geld treibt die Menschen nicht an, sondern treibt sie gerne zu etwas, was sie nicht wirklich wollen.
Gruss
@Weisweilerelf: Dein Vorschlag, dass führende europäische Verbände die WM in Katar boykottieren hat meine volle Unterstützung, aber es fehlt mir der Glaube daran. Unser Verbandsfürst hat einen Boykott doch schon völlig abgelehnt und es wird wohl Niemand hier glauben, dass die Kataries freiwillig auf die WM Verzichten. Somit wird es diese WM wohl geben. Rummenigge hat schon seinen Protest beigelegt, da die Vereine wohl eine Entschädigungszahlung durch verdreifachte Abstellungsgebühren erhalten. Ich habe aber keinen Bock mich auf ein WM-Endspiel bei Weihnachtsbeleuchtung zu freuen und werde mich dem entziehen. Sollte die FIFA weiter an dieser völlig missratenen Entscheidung festhalten, werde ich mir die Freiheit nehmen ihr Produkt nicht zu geniessen.
Und wenn unsere Borussia irgendwann auch solch merkwürdige Vereinbarungen durchsetzen muss, wie z.B. dass man BL-Fussball nur noch im Bezahlfernsehen sehen kann, werde ich mir diese Spiele nicht mehr ansehen. Wenn es dann immer stärker darauf hinausläuft, dass ich für Informationen über diesen Verein zahlen soll, nehme ich mir die Freiheit, dieses merkwürdige Konsumangebot abzulehen.
Ich mag immer noch Filme. Aber wie ich schon schrieb: Ins Kino gehe ich nicht mehr, weil diese großen Kinoketten bei steigenden Preisen meinen Sitzkomfort eingeschränkt haben. Filme schaue ich immer noch. Bei einem großen Bildschirm und einem guten Blue-Ray-Player gibt es eben Pantoffelkino. Das Kino hat verloren nicht der Film. Die FIFA-WM hat verloren, wenn sie so bleibt, nicht der Fussball. Wenn unsere Borussia diesen Zirkus auch so betreibt, gehe ich wieder zu unserem ortsansässigen Amateurclub und schaue da Fussball. Nicht der Fussball verliert meine Aufmerksamkeit, nur diese merkwürdige Veranstaltung, die ich nicht mehr unterstützen mag.
Als Konsument habe ich nur die Möglichkeit durch ausgeübten Konsumverzicht anzuzeigen, wenn mir etwas nicht gefällt. Dies behalte ich mir auf jeden Fall vor.
Wie ich schon schrieb, ich bin Jahrgang 1962. Meine Mutter hatte sich damals auch das bekannte Schlafmittel Contergan verschreiben lassen. Ich stand kurz davor auch entweder verkürzte und/oder verkürzte Beine zu bekommen. Heute stellt die Firma Grünenthal für den deutschen und europäischen Markt in erster Linie Reinigungsprodukte her. Es ist nicht so einfach diese Produkte aus ihren unterschiedlichen Produktionsstätten mit unterschiedlichsten Namen zu vermeiden, aber ich versuche den Kauf ihrer Produkte zu vermeiden. Natürlich werden sie nicht daran Pleite gehen, dass ich ihre Produkte nicht erwerbe, wenn es aber genügend Menschen machten, würde sich diese superreiche Eigentümerfamilie vielleicht stärker ihrer Verantwortung stellen und nicht immer noch mit dem Vertrieb von Contergan Geld zu verdienen. Da dieses Mittel immer noch nicht richtig aufgeklärt vertrieben wird gibt es immer noch Neugeborene mit diesen Fehlbildungen. Nicht in Deutschland, aber ich glaube in Indien wird es immer noch vertrieben. Ich möchte zumindest nicht den weiteren Reichtum dieser Familie meheren. Dies ist wichtig für mich, da in meiner Schulklasse immer betroffene waren. Meine Pflicht ist es hier mit meinem Wissen verantwortlich zu reagieren. Nicht Gewalt gegen die Firma oder die Familie wird meine Antwort sein, aber auch nicht blosses Achselzucken nach dem Motto "Da kann man nichts machen." Ich kaufe ihre Produkte nicht mehr, obwohl sie vom Preis und Qualität gut sind.
Genauso motiviert verzichte ich auf die Fussballweltmeisterschaften in Russland und Katar. Und sollte sich unsere Borussia auch so stark in ein solches System einfügen, werde ich nicht den Fussball aufgeben, sondern mein Interesse für diese Borussia hört auf, weil es auch nicht mehr meine Borussia ist.
Ich halte mich aber nicht für den Nabel der Welt und glaube, dass sich der gesamte Profifussball von meiner Haltung beeinflussen lässt und sich so entscheidet wie es mir genehm ist, sondern werde mein Interesse einem anderen Fussball zuwenden.
Fussball finde ich einfach toll. Aber es sollte die schönste Nebensache der Welt bleiben. Bei den zur Zeit herrschenden Umsätzen, die wahrscheinlich immer weiter steigen, glaube ich nicht daran, dass es eine schöne Nebensache ist. Deswegen bin ich auch ein wenig pessimistisch für die Zukunft, weil ich glaube, dass es noch wesentlich stärkere Auswüchse geben wird wenn es um noch mehr Geld geht. Geld treibt die Menschen nicht an, sondern treibt sie gerne zu etwas, was sie nicht wirklich wollen.
Gruss
28.07.2015 - 14:31 Uhr
Moin,
sehe ich ähnlich. In der PL sind externe Gelsgeber und die Engländer zahlen mehr für das SkyAbo, schauen Fussi in der Glotze, weil die Ticketpreise nach oben gegangen sind. Plus Bierchen und Futtern sind da die Pfunde aus der Geldbörse ( und auf der Hüfte)..
Das scheint in Deutschland (und auch anderswo in Europa) nicht so zu funktionieren. Da wird mehr mit ausländischen Investoren (Frankreich, Italien) und Alleinvermarktung bzw. "volles Risiko" (Spanien) gearbeitet. in Spanien amchen die kleinen teams auch schon dicke Backen, wenn das monatliche Salär der Spieler ansteht....
Daher finde ich den Weg der Bundesliga bisher richtig gut. Fans strömen ins Stadion, weil die Preise noch einigermassen human sind, dennoch kann man auch alle Spiele für relativ überschaubares Geld auch noch live sehen.
Die Identifikation ist mit den Vereinen auch noch super aufgrund der 50+1 Regel. Langfristig ist das meiner Meinung nach der beste Weg, um Fans zu halten und neu zu gewinnen und Fußball noch besser vermarkten zu können.
Hoffen wir, dass sich die Verantwortlichen nicht durch das Geld aus England scheu machen lassen und klaren kopf behalten. Damit wir hier in der BuLi noch den Sport der Fans erleben können.....
Na, ja ... der Kuschelfaktor Bundesliga ist sicher noch eine ganz gut schütze Trotzburg.
Aber die Zeichen der Zeit stehen m.E. doch eher in Richtung "Anpassungsbedarf".
Die gesamte englische Liga und die "Sponsoren-Vereine" im restlichen Europa schaffen eine Schieflage denen kaum ein Verein noch gewachsen ist. Der FCB schwimmt ganz gut mit, holt sich aber dennoch gerne mal eine Absage von Wunschspielern, obwohl die sportliche Attraktivität großartig ist.
In Deutschland entstehen nach und nach mehr "Sponsorenvereine", hart an Grenze des Fairplay.
"Noch" sind diese Vereine -nicht in der Ligaspitze völlig etabliert. Aber warten wir mal ab, was wer sich da in den nächsten Jahren noch so in das Rennen um die sportlichen Titel so einklinkt.
Der Rest der Vereine kann das noch durch geschickte und schnelle Transfertaktiken ausgleichen. Aber irgendwann sind die Grenzen in Sachen Talentverpflichtung und Scouting erreicht. Und dann zählt nur noch das Transfervolumen und das Gehalt.
Die finanzielle Nahrungskette wird zu einer Klassengesellschaft führen, bei denen jedes sportliche Geschick schlicht und einfach durch wahnsinnige Transfervolumen kompensiert werden. Alles was mühselig aufgebaut wird, droht durch Großvereine mehr und mehr aufgesogen zu werden. "Innerdeutsch" kanibalisieren sich die Traditionsvereine und die "Geldvereine" untereinander. Gladbach hat es grade noch so geschafft an den Rand der Sonnenseite zu kommen. Aber es wird "eng", obwohl wir in der glücklichen Lage sind über einige Spieler zu verfügen, die in den nächsten 2-3 Jahren so richtig Kohle in die Kasse schwemmen.
Was würde Eberl denn wohl sagen, wenn ein englischer Top-Verein morgen, zwei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel - 100 Mio. für Sommer, Granit, Patrick auf den Tisch des Hause legen würde? Jeder bekommt dann eine Gehaltsangebot von 5 Mio (netto - versteht sich). Und dann: Wird ggf. aus der kuscheligen "Wir sind anders - Borussia" ein Verein, dessen Philosophie der sportlichen Entwicklung völlig auf dem Kopf steht.
Da braucht man keine AK mehr um in Rotation zu kommen.
Das sind alles keine Phantasiesummen. Von "echten" Transferwerten haben wir uns doch im Prinzip schon verabschiedet.
Zur Zeit hat das noch EINEN Vorteil: Nahezu alle Vereine in Deutschland sind in der überlebenswichtigen Pflicht, alle Aspekte des Fußballs seriös, langfristig und nachhaltig aufzubauen und zu steuern.
Konzepte, Philosophien und solide Finanzen sind die Pflicht, wenn man nicht innerhalb von kurzer Zeit vollständig scheitern will. Aber in einigen Jahren ist auch dieses Wachstumspotenzial erschöpft und dann wird es in die Phase der erweiterten Konzepte gehen. Und spätestens dann droht die Gefahr, dass die Kuschelzone Bundesliga ein Becken für Investoren, strategisches Sponsoring und Firmenbeteiligungen wird.
Es hat ja schon angefangen, die diskutierte Anpassung der Spieltage und Anstoßzeiten ist der nächste kleine Schritt in diese Richtungen. Irgendwann fallen die Feiertage und dann schlägt die große Stunde der TV-Rechte.
Ein Abo schafft dann grade mal Zugang zu den unattraktiven Paarungen. Wenn man Spitzenfußball und seinen eigenen Verein regelmässig sehen will heißt es dann "Zahle pro Spiel".
Die Vereine werden die Stadien dann zum großen Teil über Dauerkarten füllen, Mitglieder "first" - Kundenbindung ist angesagt, damit der Fußballtempel schön voll ist. Die Kulisse für die TV-Übertragung muss ja bleiben.
Dazu hat jeder "seinen Asiaten" - einige Mrd. Menschen in der 3. Fußballwelt wollen schließlich auch dabei sein und sei es nur über einige Spieler in den großen Ligen der Welt. Das alles ist leider keine Fiction. Diese Gedanken passieren heute schon und sind zum Teil auch schon umgesetzt. Aber auch dieses Wachstumspotenzial hat Grenzen.
Am Ende wird trotzdem das Fernsehen und seine Übertragungsrechte sowie die Marketing-Abteilungen der großen Konzerne darüber entscheiden, welche Liga, welcher Verein als Vehikel dienen soll.
Ich sehe hier so ein wenig einen Trend wie in der Formel 1. Irgendwann wir nur noch das Budget darüber entscheiden, wer sich am Ende des Tages feiern lassen kann. Früher konnten dort technische Tüftler noch für eine Überraschung sorgen, "echte Typen" was erreichen. Heute ist nahezu alles geregelt und Innovationen werden im Sinne des geordneten Spektakels eingedampft.
Ok im Fußball ist der "Faktor Mensch" dramatisch höher. Aber es wird so langsam "eng" mit den Überraschungen.
- Regelmässig die gleichen Vereine unter den letzten 8 in der CL.
- Alle Vereine verständigen sich auf den FCB als Titelfavorit.
- Wenig Überraschungen bei der Vergabe der EL-Plätze.
- Klare Favoriten wenn es um den Abstiegskampf in die Bundesliga geht.
Es ist doch lachhaft, dass im Land des Weltmeisters kein Verein ausser den Bayern die Parole ausgibt, Meister zu werden. Die CL-Mannschaften faseln was vom "Überstehen" der Gruppenphase. Hallo - geht's noch?
Ich bin nicht der Meinung, dass das alle zu verteufeln ist. Aber es wird wohl ein schleichender Abschied vom Fußball sein, so wir ihn über unsere Väter kennen gelernt haben.
sehe ich ähnlich. In der PL sind externe Gelsgeber und die Engländer zahlen mehr für das SkyAbo, schauen Fussi in der Glotze, weil die Ticketpreise nach oben gegangen sind. Plus Bierchen und Futtern sind da die Pfunde aus der Geldbörse ( und auf der Hüfte)..
Das scheint in Deutschland (und auch anderswo in Europa) nicht so zu funktionieren. Da wird mehr mit ausländischen Investoren (Frankreich, Italien) und Alleinvermarktung bzw. "volles Risiko" (Spanien) gearbeitet. in Spanien amchen die kleinen teams auch schon dicke Backen, wenn das monatliche Salär der Spieler ansteht....
Daher finde ich den Weg der Bundesliga bisher richtig gut. Fans strömen ins Stadion, weil die Preise noch einigermassen human sind, dennoch kann man auch alle Spiele für relativ überschaubares Geld auch noch live sehen.
Die Identifikation ist mit den Vereinen auch noch super aufgrund der 50+1 Regel. Langfristig ist das meiner Meinung nach der beste Weg, um Fans zu halten und neu zu gewinnen und Fußball noch besser vermarkten zu können.
Hoffen wir, dass sich die Verantwortlichen nicht durch das Geld aus England scheu machen lassen und klaren kopf behalten. Damit wir hier in der BuLi noch den Sport der Fans erleben können.....
Na, ja ... der Kuschelfaktor Bundesliga ist sicher noch eine ganz gut schütze Trotzburg.
Aber die Zeichen der Zeit stehen m.E. doch eher in Richtung "Anpassungsbedarf".
Die gesamte englische Liga und die "Sponsoren-Vereine" im restlichen Europa schaffen eine Schieflage denen kaum ein Verein noch gewachsen ist. Der FCB schwimmt ganz gut mit, holt sich aber dennoch gerne mal eine Absage von Wunschspielern, obwohl die sportliche Attraktivität großartig ist.
In Deutschland entstehen nach und nach mehr "Sponsorenvereine", hart an Grenze des Fairplay.
"Noch" sind diese Vereine -nicht in der Ligaspitze völlig etabliert. Aber warten wir mal ab, was wer sich da in den nächsten Jahren noch so in das Rennen um die sportlichen Titel so einklinkt.
Der Rest der Vereine kann das noch durch geschickte und schnelle Transfertaktiken ausgleichen. Aber irgendwann sind die Grenzen in Sachen Talentverpflichtung und Scouting erreicht. Und dann zählt nur noch das Transfervolumen und das Gehalt.
Die finanzielle Nahrungskette wird zu einer Klassengesellschaft führen, bei denen jedes sportliche Geschick schlicht und einfach durch wahnsinnige Transfervolumen kompensiert werden. Alles was mühselig aufgebaut wird, droht durch Großvereine mehr und mehr aufgesogen zu werden. "Innerdeutsch" kanibalisieren sich die Traditionsvereine und die "Geldvereine" untereinander. Gladbach hat es grade noch so geschafft an den Rand der Sonnenseite zu kommen. Aber es wird "eng", obwohl wir in der glücklichen Lage sind über einige Spieler zu verfügen, die in den nächsten 2-3 Jahren so richtig Kohle in die Kasse schwemmen.
Was würde Eberl denn wohl sagen, wenn ein englischer Top-Verein morgen, zwei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel - 100 Mio. für Sommer, Granit, Patrick auf den Tisch des Hause legen würde? Jeder bekommt dann eine Gehaltsangebot von 5 Mio (netto - versteht sich). Und dann: Wird ggf. aus der kuscheligen "Wir sind anders - Borussia" ein Verein, dessen Philosophie der sportlichen Entwicklung völlig auf dem Kopf steht.
Da braucht man keine AK mehr um in Rotation zu kommen.
Das sind alles keine Phantasiesummen. Von "echten" Transferwerten haben wir uns doch im Prinzip schon verabschiedet.
Zur Zeit hat das noch EINEN Vorteil: Nahezu alle Vereine in Deutschland sind in der überlebenswichtigen Pflicht, alle Aspekte des Fußballs seriös, langfristig und nachhaltig aufzubauen und zu steuern.
Konzepte, Philosophien und solide Finanzen sind die Pflicht, wenn man nicht innerhalb von kurzer Zeit vollständig scheitern will. Aber in einigen Jahren ist auch dieses Wachstumspotenzial erschöpft und dann wird es in die Phase der erweiterten Konzepte gehen. Und spätestens dann droht die Gefahr, dass die Kuschelzone Bundesliga ein Becken für Investoren, strategisches Sponsoring und Firmenbeteiligungen wird.
Es hat ja schon angefangen, die diskutierte Anpassung der Spieltage und Anstoßzeiten ist der nächste kleine Schritt in diese Richtungen. Irgendwann fallen die Feiertage und dann schlägt die große Stunde der TV-Rechte.
Ein Abo schafft dann grade mal Zugang zu den unattraktiven Paarungen. Wenn man Spitzenfußball und seinen eigenen Verein regelmässig sehen will heißt es dann "Zahle pro Spiel".
Die Vereine werden die Stadien dann zum großen Teil über Dauerkarten füllen, Mitglieder "first" - Kundenbindung ist angesagt, damit der Fußballtempel schön voll ist. Die Kulisse für die TV-Übertragung muss ja bleiben.
Dazu hat jeder "seinen Asiaten" - einige Mrd. Menschen in der 3. Fußballwelt wollen schließlich auch dabei sein und sei es nur über einige Spieler in den großen Ligen der Welt. Das alles ist leider keine Fiction. Diese Gedanken passieren heute schon und sind zum Teil auch schon umgesetzt. Aber auch dieses Wachstumspotenzial hat Grenzen.
Am Ende wird trotzdem das Fernsehen und seine Übertragungsrechte sowie die Marketing-Abteilungen der großen Konzerne darüber entscheiden, welche Liga, welcher Verein als Vehikel dienen soll.
Ich sehe hier so ein wenig einen Trend wie in der Formel 1. Irgendwann wir nur noch das Budget darüber entscheiden, wer sich am Ende des Tages feiern lassen kann. Früher konnten dort technische Tüftler noch für eine Überraschung sorgen, "echte Typen" was erreichen. Heute ist nahezu alles geregelt und Innovationen werden im Sinne des geordneten Spektakels eingedampft.
Ok im Fußball ist der "Faktor Mensch" dramatisch höher. Aber es wird so langsam "eng" mit den Überraschungen.
- Regelmässig die gleichen Vereine unter den letzten 8 in der CL.
- Alle Vereine verständigen sich auf den FCB als Titelfavorit.
- Wenig Überraschungen bei der Vergabe der EL-Plätze.
- Klare Favoriten wenn es um den Abstiegskampf in die Bundesliga geht.
Es ist doch lachhaft, dass im Land des Weltmeisters kein Verein ausser den Bayern die Parole ausgibt, Meister zu werden. Die CL-Mannschaften faseln was vom "Überstehen" der Gruppenphase. Hallo - geht's noch?
Ich bin nicht der Meinung, dass das alle zu verteufeln ist. Aber es wird wohl ein schleichender Abschied vom Fußball sein, so wir ihn über unsere Väter kennen gelernt haben.
29.07.2015 - 09:17 Uhr
Zitat von kripsmann
Ehrlich gesagt verstehe ich die Angst nicht, wenn es um die Gegenfinanzierung von hohen TV-Geldern im Fußball geht.
Wo ist das Problem, wenn man für ein Spiel seines Lieblingsvereins z.B. 3-5 Euro pro Spiel zahlt?
Ich bin leider nicht so oft im Borussen-Park. Aber wenn, dann gönne ich mir ein vernünftiges Ticket.
Ein Besuch im Stadion kostet mich inkl. Benzin, Parkplatz, Ernährung mal mindestens 70 Euro. Kommt der Sohnemann mit reden wir über ca. 120 Euro.
Wir reden hier ggf. von einem Preis, der so ca. bei einem Gegenwert von den ersten 2-3 Bierchen in meiner Stammkneipe liegt, bzw. bei den Kosten von 3 Litern Benzin.
Für die, die sich noch erinnern: Es ist noch nicht so lange her, da erstreckte sich das Bewegtbild auf 5 Minuten Sportschau und einige zusätzliche Bilder im ZDF-Sportstudio. Ging auch.....
Und nun wird mir alles in HD, mit gefühlt 100 Kameras angeliefert und das Ganze soll dann "irgendwie" finanziert werden nur nicht über mich. Ich denke so funktioniert das leider nicht. Ich kann verstehen, dass das aus unterschiedlichen Gründen nicht jeder locker sehen kann. Aber Fußball ist nun einmal kein reines Stadionereignis mehr. Wir reden hier von den höchsten Einschaltquoten, den besten Fernsehzeiten und dem größten Gemeinschaftserlebnis überhaupt.
Im Prinzip geht es doch schon gar nicht mehr über das "ob". Nach meiner Meinung geht es doch nur noch über das "wann".
Es ist nur die Frage, ob es über einen TV-Sender abgewickelt wird oder ob man sich in Zukunft für die Eigenvermarktung über die Vereine entscheidet. Ich glaube die nächsten Jahre wird es sicher erst mal weiter über die zentrale Vermarktung über die DFL laufen, damit das Solidarprinzip durchgehalten wird. Aber der Weg in die "Vermarktung pro Spiel" wird wohl in den nächsten 5 Jahren Realität.
Den Zug werden wir nicht mehr aufhalten können, da bin ich sicher. Die DFL zergliedert grade die Spieltage, damit die Überschneidungszeiten von einzelnen Spielen minimiert werden. Ich erwarte künftig dass, es "echte Spätspiele" am Samstag gibt und ein "Mittagsspiel am Sonntag". " Der Montag ist wohl auch als Spieltag kein Tabu mehr und irgendwann kippen wohl auch einige Feiertage.
Und in dieser Struktur haben die TV-Sender dann eine ganz andere Bandbreite für die Kalkulation.
Wenn wir die finanzielle Gleichstellung der Bundesliga erreichen wollen, dann sehe ich (neben strategischen Partnerschaften und dem Sponsoring bzw. Beteiligungen am Verein) keine andere Chance, als diesen Weg mitzugehen.
Wie gesagt: Die Kohle muss ja irgendwo her kommen.
Und eine berufliche Erfahrung habe ich dazu auch: Fußball ist DER EINZIGE Sendeinhalt der es zur Zeit in Deutschland schafft, sehr viele Menschen in Richtung Pay-TV zu bringen. Das wissen die Vereine, dass wissen auch die Sender. Die " Öffentlich-Rechtlichen" haben da wegen der rechtlichen und finanziellen Limitierung keine Chance ausserhalb der Zweitverwertung.
Ehrlich gesagt verstehe ich die Angst nicht, wenn es um die Gegenfinanzierung von hohen TV-Geldern im Fußball geht.
Wo ist das Problem, wenn man für ein Spiel seines Lieblingsvereins z.B. 3-5 Euro pro Spiel zahlt?
Ich bin leider nicht so oft im Borussen-Park. Aber wenn, dann gönne ich mir ein vernünftiges Ticket.
Ein Besuch im Stadion kostet mich inkl. Benzin, Parkplatz, Ernährung mal mindestens 70 Euro. Kommt der Sohnemann mit reden wir über ca. 120 Euro.
Wir reden hier ggf. von einem Preis, der so ca. bei einem Gegenwert von den ersten 2-3 Bierchen in meiner Stammkneipe liegt, bzw. bei den Kosten von 3 Litern Benzin.
Für die, die sich noch erinnern: Es ist noch nicht so lange her, da erstreckte sich das Bewegtbild auf 5 Minuten Sportschau und einige zusätzliche Bilder im ZDF-Sportstudio. Ging auch.....
Und nun wird mir alles in HD, mit gefühlt 100 Kameras angeliefert und das Ganze soll dann "irgendwie" finanziert werden nur nicht über mich. Ich denke so funktioniert das leider nicht. Ich kann verstehen, dass das aus unterschiedlichen Gründen nicht jeder locker sehen kann. Aber Fußball ist nun einmal kein reines Stadionereignis mehr. Wir reden hier von den höchsten Einschaltquoten, den besten Fernsehzeiten und dem größten Gemeinschaftserlebnis überhaupt.
Im Prinzip geht es doch schon gar nicht mehr über das "ob". Nach meiner Meinung geht es doch nur noch über das "wann".
Es ist nur die Frage, ob es über einen TV-Sender abgewickelt wird oder ob man sich in Zukunft für die Eigenvermarktung über die Vereine entscheidet. Ich glaube die nächsten Jahre wird es sicher erst mal weiter über die zentrale Vermarktung über die DFL laufen, damit das Solidarprinzip durchgehalten wird. Aber der Weg in die "Vermarktung pro Spiel" wird wohl in den nächsten 5 Jahren Realität.
Den Zug werden wir nicht mehr aufhalten können, da bin ich sicher. Die DFL zergliedert grade die Spieltage, damit die Überschneidungszeiten von einzelnen Spielen minimiert werden. Ich erwarte künftig dass, es "echte Spätspiele" am Samstag gibt und ein "Mittagsspiel am Sonntag". " Der Montag ist wohl auch als Spieltag kein Tabu mehr und irgendwann kippen wohl auch einige Feiertage.
Und in dieser Struktur haben die TV-Sender dann eine ganz andere Bandbreite für die Kalkulation.
Wenn wir die finanzielle Gleichstellung der Bundesliga erreichen wollen, dann sehe ich (neben strategischen Partnerschaften und dem Sponsoring bzw. Beteiligungen am Verein) keine andere Chance, als diesen Weg mitzugehen.
Wie gesagt: Die Kohle muss ja irgendwo her kommen.
Und eine berufliche Erfahrung habe ich dazu auch: Fußball ist DER EINZIGE Sendeinhalt der es zur Zeit in Deutschland schafft, sehr viele Menschen in Richtung Pay-TV zu bringen. Das wissen die Vereine, dass wissen auch die Sender. Die " Öffentlich-Rechtlichen" haben da wegen der rechtlichen und finanziellen Limitierung keine Chance ausserhalb der Zweitverwertung.
Kripsmann, mag ja alles sein, was ich aber eben hinterfrage ist was anderes, MUSS denn wirklich immer noch mehr in das System gepumpt werden, damit die Spieler mehr Ablösen kosten und noch mehr Gehälter verdienen? Und all dies jetzt auch nur, weil z.B. die Engländer so wahnsinnig viel Geld für so nen Schwachsinn bezahlen wollen?
Also ich sehe hier keine Notwendigkeiten mehr und ich finde es auch schon lange nicht mehr gut!!
Bringen wir eben noch mehr Kommerz in den Sport und zerstückeln jetzt auch noch die Spieltage, damit die Sender noch mehr Gelb über Werbung generieren können. Nö, ich finde man muss nicht alles mitmachen.
Und wenn dann Spieler eben wie Özil, Schweini, Poldi und Kroos meinen, sie müssten sonstwo noch mehr Geld verdienen, weil ihnen 5 Mio's pro Jahr eben nicht genug sind, ok, dann sollen sie halt gehen, die Bundesliga wird nach wie vor attraktiv sein und auch bleiben. Ich habe jedenfalls Özil bei den Übertragungen nicht vermisst.
Wenn jetzt das Argument sein soll, dass zukünftig auch noch mehr zweitklassige Spieler nach England wechseln sollen, naja, sollen sie doch gehen, meine Güte, ich finde es sowieso schon verwerflich genug, wenn man sieht die Jungs heute schon verdienen können. Für den Beruf eines Fussballers ist das heute schon bei weitem viel zu viel.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Arango7 am 29.07.2015 um 09:19 Uhr bearbeitet
29.07.2015 - 09:44 Uhr
Moin, moin,
@Kripsmann: Wenn Du gerne fünf oder zehn Euro für ein Fussballspiel am Fernseher zahlen möchtest ist das für mich o.K., aber ich möchte dies nicht und werde dies nicht und es gibt genügend Leute, die das schlicht nicht können. Diese Leute werden ausgeschlossen. Solange man mir die Zusammenschnitte in der Sportschau oder wo auch immer ohne Extra-Salär, also im Free-TV, am frühen Abend lässt, sollst Du gerne teuer für Dein Vergnügen löhnen können. Mein Verdacht ist aber der, dass diese Veranstaltung Free-TV langsam ausgehungert wird. Es wird immer kürzer und immer später gesendet. Von den späten Samstagsspielen sehe ich jetzt schon nur äußerst selten etwas, da es die Berichterstattung im Free-TV erst ab 23 h gibt. Sollte alles erst um 22h oder später zu sehen sein, werde ich Bewegtbilder nicht mehr zu sehen bekommen, da dies nicht mehr zu meinem Leben passt. um diese Zeit finden andere Aktivitäten statt. Also werde ich nicht mehr sehr viel davon sehen. Mein Interesse wird dann nicht mehr gefüttert, somit wird meine Distanz wieder größer werden. Ich werde immer noch Gladbach-Fan sein, aber sicher nicht mehr in diesen Foren aktiv sein. Ich werde mich immer noch freuen wenn die wahre Borussia gewinnt, aber ich bekomme sicher weniger mit und bin nicht mehr in Versuchung Vereinsmitglied zu werden und Stadionbesuche kommen nicht mehr in die Tüte, weil das Interesse nicht mehr so aktuell gefüttert und damit groß gehalten wird. Man verliert jemanden, der hin und wieder sich ein Trikot zulegt und hin und wieder im Stadion ist, der aber auch in seinem Umfeld sehr positiv über die Borussia spricht.
Wenn ich mit jetzt noch überlege warum ich dieses Geld letztendlich bezahlen soll, sinkt meine Motivation wahrlich gegen null. Zuallererst werden steigende Spielergehälter damit finanziert. Dies erinnert mich doch stark an ein Unwort des Jahres:"Notleidende Banken". Keiner unserer Spieler wird in seinem Leben, wenn er nicht alles wieder sinnlos verprasst, noch irgendwann einmal für sein täglich Brot sich bücken müssen. Hier sehe ich wirklich keine Notwendigkeit mehr der Einkommensverbesserung. Später werden dann die Gewinne noch von irgendwelchen Investoren einfach abgezogen, wie es zum Beispiel jetzt wohl schon in Newcastle geschieht. Das Geld wird am Ende nur noch versuchen sich irgendwie zu vermehren. Diesen Investoren ist Fussball oder ein Verein völlig Gleichgültig, sie wollen diesen Fussball nur melken. Wenn dann mit diesem Theater kein Geld mehr zu verdienen ist, ziehen diese Investoren einfach weiter und finden auch bestimmt etwas, was man wieder zu einer Geldkuh umfunktionieren kann. Immer wenn die Kuh nicht mehr genug Milch gibt, wird sie entweder geschlachtet, um auch noch die Reste zu Geld zu machen oder aber einfach zurückgelassen, aber ohne sie weiter zu versorgen. Wenn der Fussball diesen Punkt erreicht hat, hat er hoffentlich nicht vorher über seine Profitgier den Amateurfussball völlig ruiniert, weil man im Pay-TV über ein ganzes überlanges Wochenende zu jeder Zeit ein Fussballspiel live sehen kann und keiner mehr zu den Amateurspielen geht, und selbst Betreuer und Spieler zumindest hin und wieder deswegen nicht auf dem Platz zu finden sind. Man ruiniert den ganzen Amateursport nur um mehr Profit aus der Sache zu holen. Dieses halte ich für Verantwortungslos und parasitär der großen Allgemeinheit gegenüber, denn wenn diese Investoren weiterziehen, werden sie keinen Cent dafür zahlen wollen diese Struktur, die sie selbst zerstört haben wieder aufzubauen. Gesellschaftlich wichtiger sind sicherlich die große Zahl an Amateurvereinen, die sich um junge Erwachsene und Kinder bemühen, ihrem täglichen Leben einen Sinn geben, der Gesundheit dieser jungen Menschen einen sehr guten Dienst leisten und nicht die Aushängeschilder wie auch unsere Borussia. Dies hat nur solange eine Berechtigung, wie man sich wirklich als Vorbild für die ganzen Amateure aufführt, nicht aber wenn man ihre Struktur ruiniert, nur um ein wenig mehr Geld zu generieren.
Fussball zieht sehr viel von seiner Anziehungskraft daraus dass fast jeder es schonmal selbst gespielt hat und sich deswegen auch für einen Experten hält und sich so stark damit identifizieren kann. Wenn man den Amateurfussball ruiniert, wird man den eigenen wirtschaftlich Interessen den Boden auf Dauer entziehen. Aber wie schon gesagt langfristige Interessen haben diese Investoren nicht am Fussball. Wie in jeder "guten" AG denkt man höchsten bis zur nächsten Jahreshauptversammlung, eher noch bis zu den nächsten Quartalszahlen. Die Gesellschaft denkt in Generationen. Wir sollten um das Wohl unserer Kinder bemüht sein, deswegen ist es für die Gesellschaft und damit auch für uns wichtig diesen Investoren so starke Regeln zu geben, dass sie den Fussball nicht aussaugen können und dann einfach eine leere Hülle der Gesellschaft zur Nachversorgung überlassen.
Gruss
@Kripsmann: Wenn Du gerne fünf oder zehn Euro für ein Fussballspiel am Fernseher zahlen möchtest ist das für mich o.K., aber ich möchte dies nicht und werde dies nicht und es gibt genügend Leute, die das schlicht nicht können. Diese Leute werden ausgeschlossen. Solange man mir die Zusammenschnitte in der Sportschau oder wo auch immer ohne Extra-Salär, also im Free-TV, am frühen Abend lässt, sollst Du gerne teuer für Dein Vergnügen löhnen können. Mein Verdacht ist aber der, dass diese Veranstaltung Free-TV langsam ausgehungert wird. Es wird immer kürzer und immer später gesendet. Von den späten Samstagsspielen sehe ich jetzt schon nur äußerst selten etwas, da es die Berichterstattung im Free-TV erst ab 23 h gibt. Sollte alles erst um 22h oder später zu sehen sein, werde ich Bewegtbilder nicht mehr zu sehen bekommen, da dies nicht mehr zu meinem Leben passt. um diese Zeit finden andere Aktivitäten statt. Also werde ich nicht mehr sehr viel davon sehen. Mein Interesse wird dann nicht mehr gefüttert, somit wird meine Distanz wieder größer werden. Ich werde immer noch Gladbach-Fan sein, aber sicher nicht mehr in diesen Foren aktiv sein. Ich werde mich immer noch freuen wenn die wahre Borussia gewinnt, aber ich bekomme sicher weniger mit und bin nicht mehr in Versuchung Vereinsmitglied zu werden und Stadionbesuche kommen nicht mehr in die Tüte, weil das Interesse nicht mehr so aktuell gefüttert und damit groß gehalten wird. Man verliert jemanden, der hin und wieder sich ein Trikot zulegt und hin und wieder im Stadion ist, der aber auch in seinem Umfeld sehr positiv über die Borussia spricht.
Wenn ich mit jetzt noch überlege warum ich dieses Geld letztendlich bezahlen soll, sinkt meine Motivation wahrlich gegen null. Zuallererst werden steigende Spielergehälter damit finanziert. Dies erinnert mich doch stark an ein Unwort des Jahres:"Notleidende Banken". Keiner unserer Spieler wird in seinem Leben, wenn er nicht alles wieder sinnlos verprasst, noch irgendwann einmal für sein täglich Brot sich bücken müssen. Hier sehe ich wirklich keine Notwendigkeit mehr der Einkommensverbesserung. Später werden dann die Gewinne noch von irgendwelchen Investoren einfach abgezogen, wie es zum Beispiel jetzt wohl schon in Newcastle geschieht. Das Geld wird am Ende nur noch versuchen sich irgendwie zu vermehren. Diesen Investoren ist Fussball oder ein Verein völlig Gleichgültig, sie wollen diesen Fussball nur melken. Wenn dann mit diesem Theater kein Geld mehr zu verdienen ist, ziehen diese Investoren einfach weiter und finden auch bestimmt etwas, was man wieder zu einer Geldkuh umfunktionieren kann. Immer wenn die Kuh nicht mehr genug Milch gibt, wird sie entweder geschlachtet, um auch noch die Reste zu Geld zu machen oder aber einfach zurückgelassen, aber ohne sie weiter zu versorgen. Wenn der Fussball diesen Punkt erreicht hat, hat er hoffentlich nicht vorher über seine Profitgier den Amateurfussball völlig ruiniert, weil man im Pay-TV über ein ganzes überlanges Wochenende zu jeder Zeit ein Fussballspiel live sehen kann und keiner mehr zu den Amateurspielen geht, und selbst Betreuer und Spieler zumindest hin und wieder deswegen nicht auf dem Platz zu finden sind. Man ruiniert den ganzen Amateursport nur um mehr Profit aus der Sache zu holen. Dieses halte ich für Verantwortungslos und parasitär der großen Allgemeinheit gegenüber, denn wenn diese Investoren weiterziehen, werden sie keinen Cent dafür zahlen wollen diese Struktur, die sie selbst zerstört haben wieder aufzubauen. Gesellschaftlich wichtiger sind sicherlich die große Zahl an Amateurvereinen, die sich um junge Erwachsene und Kinder bemühen, ihrem täglichen Leben einen Sinn geben, der Gesundheit dieser jungen Menschen einen sehr guten Dienst leisten und nicht die Aushängeschilder wie auch unsere Borussia. Dies hat nur solange eine Berechtigung, wie man sich wirklich als Vorbild für die ganzen Amateure aufführt, nicht aber wenn man ihre Struktur ruiniert, nur um ein wenig mehr Geld zu generieren.
Fussball zieht sehr viel von seiner Anziehungskraft daraus dass fast jeder es schonmal selbst gespielt hat und sich deswegen auch für einen Experten hält und sich so stark damit identifizieren kann. Wenn man den Amateurfussball ruiniert, wird man den eigenen wirtschaftlich Interessen den Boden auf Dauer entziehen. Aber wie schon gesagt langfristige Interessen haben diese Investoren nicht am Fussball. Wie in jeder "guten" AG denkt man höchsten bis zur nächsten Jahreshauptversammlung, eher noch bis zu den nächsten Quartalszahlen. Die Gesellschaft denkt in Generationen. Wir sollten um das Wohl unserer Kinder bemüht sein, deswegen ist es für die Gesellschaft und damit auch für uns wichtig diesen Investoren so starke Regeln zu geben, dass sie den Fussball nicht aussaugen können und dann einfach eine leere Hülle der Gesellschaft zur Nachversorgung überlassen.
Gruss
30.07.2015 - 11:06 Uhr
Nochmal eine Frage:
Arbeitest du in diesem Gebiet, sodass du auch aus gesicherter Information weißt, dass PPV die Zukunft ist, auch angelehnt an deiner Berufserfahrung, die mit Fernsehen ja viel zu tun hat.
Grüße
Nein, ich habe zwar Erfahrung mit Marketing, Vermarktung aber nix mit Fernsehen zu tun.
Ich ziehe nur Schlüsse aus der Beobachtung:
Die Stadien sind eh' voll. Fußball ist kein "Arbeitersport mehr" sondern eine Plattform zum Ausdruck der Individualität. "Echte" Fans sind der Stimmungsrahmen für das Spektakel". Kohle wird gemacht durch
VIP-Lounges, Sponsoren-Events im Stadion usw. usw.)
Es ist "hip" dabei zu sein, koste es was es wolle.
80 Euro für ein Kunstoff-Leibchen? - kein Problem! 50-100 Euro für ein Ticket? - Egal.
CL-Tickets gehen da gerne mal für 500 Euro über die Rampe.
Geld ist genug da und die Fans schauen dabei in die Röhre. Aber die Vereine können es sich erlauben die "Stimmungsmacher und Emotionsträger" nach wie vor für "recht kleines Geld" in die Stadien zu lassen. Der "fette Braten" sind nicht mehr die Fans und ihre Eintrittsgelder.
Man erinnert sich in diesem Zusammenhang ja gerne an die Wut-Rede von U. Hoeness auf der Mitgliederversammlung vor einigen Jahren.
Schon heute werden in Europa die Spieltage "zerfleddert" nur damit möglichst viele Spiele NICHT parallel angepfiffen werden. Nur wenn eine unmittelbare Wettbewerbsverzerrung droht, hat die sportliche Perspektive Vorrang.
Die halbe Welt brüllt auf, weil in England wahnsinnige Summen über das Pay-TV ins Spiel kommen. Selbst bei Länderspielen haben die öffentlich-rechtlichen TV-Anstallten inzwischen keine Schnitte mehr an die Übertragungsrechte zu kommen.
Die Rechte selbst werden zu immer astronomischeren Summen vergeben. Ein Teil wird durch TV-Werbung und exklusive Werbeverträge bei der Stadionwerbung gegenfinanziert.
Schon heute spielen die unmittelbaren Eintrittsgelder bei der Finanzierung eine untergeordnete Rolle.
Die Hauptleuten der Finanzierung sind nun einmal:
- TV-Gelder (abgeleitet vom sportlichen Erfolg der Mannschaft)
- Strategische Partnerschaften
- Mechandising-
- Direkte Werbeeinnahmen und Sponsoren
- Und bei der Borussia zusätzlich: Geschickte Transferpolitik
Fazit: Sportlicher Erfolg steuert die primären Einkünfte. Und die stammen im wesentlichen aus der Sichtbarkeit im Fernsehen. Das Investment in erfolgsversprechende Spieler ist nötig um den Erfolg zu sichern.
Ein Kreislauf der inzwischen auch im Nachwuchsbereich auf die Spitze getrieben wird. Junge Talente werden nicht mehr nur sportlich gefördert. Sie werden als Investmentobjekt "gehalten"
Was muss ich also tun um Kohle an Land zu schaffen?:
- Ausdehnung des eigenen Marketings auf das Ausland.
- Maximierung der TV - Gelder und viel Präsens in Medienwelt (Fokus: TV/Social Media/Fohlen-TV)
Welche Möglichkeiten haben die TV-Anstalten? Vermarktung über Exklusivität und künstliche Verknappung.
Zielgruppe sind hier die Fans die
a) überregional vertreten sind und aus organisatorischen Gründen nicht "mal eben" in Stadion können
b) die zahlungsfähigen Fans die keine Tickets mehr bekommen
c) die Fans die nicht mal eben für einen Stadionbesuch in Summe ca. 50-60 Euro pro Platz ausgeben wollen.
Alle sind aber "geil genug" um 3-5 Euro einmal die Woche zu investieren um am stimmungsvollen Auftritt der Mannschaft zumindest am TV teilzunehmen.
Und darauf werden die TV-Sender spekulieren.
Genau so wie Pay-TV die Videotheken platt gemacht hat, so wie es auch beim Fußball sein.
Genaus so wie Streaming-Dienste die Musikindustrie auf den Kopf gestellt hat.
Genau so wie Social-Media - Dienste die Hauptkommunikation (Telefonieren) mehr und mehr ins Abseits drücken.
"Pay per use" ist das Zauberwort der Verfügbarkeit. Für mich eine Frage der Zeit, wann das auch den Fußball erreicht.
Arbeitest du in diesem Gebiet, sodass du auch aus gesicherter Information weißt, dass PPV die Zukunft ist, auch angelehnt an deiner Berufserfahrung, die mit Fernsehen ja viel zu tun hat.
Grüße
Nein, ich habe zwar Erfahrung mit Marketing, Vermarktung aber nix mit Fernsehen zu tun.
Ich ziehe nur Schlüsse aus der Beobachtung:
Die Stadien sind eh' voll. Fußball ist kein "Arbeitersport mehr" sondern eine Plattform zum Ausdruck der Individualität. "Echte" Fans sind der Stimmungsrahmen für das Spektakel". Kohle wird gemacht durch
VIP-Lounges, Sponsoren-Events im Stadion usw. usw.)
Es ist "hip" dabei zu sein, koste es was es wolle.
80 Euro für ein Kunstoff-Leibchen? - kein Problem! 50-100 Euro für ein Ticket? - Egal.
CL-Tickets gehen da gerne mal für 500 Euro über die Rampe.
Geld ist genug da und die Fans schauen dabei in die Röhre. Aber die Vereine können es sich erlauben die "Stimmungsmacher und Emotionsträger" nach wie vor für "recht kleines Geld" in die Stadien zu lassen. Der "fette Braten" sind nicht mehr die Fans und ihre Eintrittsgelder.
Man erinnert sich in diesem Zusammenhang ja gerne an die Wut-Rede von U. Hoeness auf der Mitgliederversammlung vor einigen Jahren.
Schon heute werden in Europa die Spieltage "zerfleddert" nur damit möglichst viele Spiele NICHT parallel angepfiffen werden. Nur wenn eine unmittelbare Wettbewerbsverzerrung droht, hat die sportliche Perspektive Vorrang.
Die halbe Welt brüllt auf, weil in England wahnsinnige Summen über das Pay-TV ins Spiel kommen. Selbst bei Länderspielen haben die öffentlich-rechtlichen TV-Anstallten inzwischen keine Schnitte mehr an die Übertragungsrechte zu kommen.
Die Rechte selbst werden zu immer astronomischeren Summen vergeben. Ein Teil wird durch TV-Werbung und exklusive Werbeverträge bei der Stadionwerbung gegenfinanziert.
Schon heute spielen die unmittelbaren Eintrittsgelder bei der Finanzierung eine untergeordnete Rolle.
Die Hauptleuten der Finanzierung sind nun einmal:
- TV-Gelder (abgeleitet vom sportlichen Erfolg der Mannschaft)
- Strategische Partnerschaften
- Mechandising-
- Direkte Werbeeinnahmen und Sponsoren
- Und bei der Borussia zusätzlich: Geschickte Transferpolitik
Fazit: Sportlicher Erfolg steuert die primären Einkünfte. Und die stammen im wesentlichen aus der Sichtbarkeit im Fernsehen. Das Investment in erfolgsversprechende Spieler ist nötig um den Erfolg zu sichern.
Ein Kreislauf der inzwischen auch im Nachwuchsbereich auf die Spitze getrieben wird. Junge Talente werden nicht mehr nur sportlich gefördert. Sie werden als Investmentobjekt "gehalten"
Was muss ich also tun um Kohle an Land zu schaffen?:
- Ausdehnung des eigenen Marketings auf das Ausland.
- Maximierung der TV - Gelder und viel Präsens in Medienwelt (Fokus: TV/Social Media/Fohlen-TV)
Welche Möglichkeiten haben die TV-Anstalten? Vermarktung über Exklusivität und künstliche Verknappung.
Zielgruppe sind hier die Fans die
a) überregional vertreten sind und aus organisatorischen Gründen nicht "mal eben" in Stadion können
b) die zahlungsfähigen Fans die keine Tickets mehr bekommen
c) die Fans die nicht mal eben für einen Stadionbesuch in Summe ca. 50-60 Euro pro Platz ausgeben wollen.
Alle sind aber "geil genug" um 3-5 Euro einmal die Woche zu investieren um am stimmungsvollen Auftritt der Mannschaft zumindest am TV teilzunehmen.
Und darauf werden die TV-Sender spekulieren.
Genau so wie Pay-TV die Videotheken platt gemacht hat, so wie es auch beim Fußball sein.
Genaus so wie Streaming-Dienste die Musikindustrie auf den Kopf gestellt hat.
Genau so wie Social-Media - Dienste die Hauptkommunikation (Telefonieren) mehr und mehr ins Abseits drücken.
"Pay per use" ist das Zauberwort der Verfügbarkeit. Für mich eine Frage der Zeit, wann das auch den Fußball erreicht.
30.07.2015 - 11:57 Uhr
Moin, moin,
@Kripsmann: Ich glaube hier unterliegst Du dem gleichen Irrglauben wie die Zocker beim Ölpreis im Jahre 2008. Damals gab es auch genügend Vorhersagen, die weil das Öl immer knapper wird innerhalb von fünf Jahren Steigerungen von damaligen 150 Dollar je Barrel auf über 500 ja sogar bis zu 1000 Dollar je Barrel vorhersagten. Auch hier wurde einfach ignoriert, dass die eventuellen Käufer nicht über unendliche Ressourcen verfügen, sondern nur über begrenzte Mittel. Solche Preise führen einfach zu Nachfrageausfällen und neuen Beschaffungsmethoden, die solch eine Konstellation verhindern. Pay per use ist ein sehr merkwürdiger Begriff, der mich doch schaudern lässt. Was sollte solch ein Vorgehen denn letztendlich bedeuten. Sobald ich daran denke möchte irgendein Blutsauger die Kasse klingeln hören. Pay per View finde ich schon lustig. Hier schein jemand für meinen Blickk schon kassieren zu wollen. Für jede Bewegung die ich mache soll bei irgendwem die Kasse klingeln. Solch abstruse Vorstellungen kann ich nur haben, wenn ich alles zu Geld machen möchte. Es hat schon in der Dichtung und im Film die Idee gegeben, das man für Atemluft an jemanden bezahlen muss. Hier hat wohl jemand die Aussage dieses Films völlig falsch verstanden.
Leute, die diese Szenarien für gut und erstrebenswert halten dürften mit den Folgen gut zurechtkommen, da sie keine Probleme mit ausreichend Liquidität haben. Aber ein Durchschnittsbürger wird an diese Grenzen stoßen. Die Frage wird sein, wenn das Interesse der Leute nachlässt, weil sie sich diese Nummer schlicht nicht mehr leisten können, und dann von den Veranstaltungen ausgeschlossen bleiben und somit nicht mehr die Liveerlebnisse haben und damit auch der Hype in der Bevölkerung abnimmt und Fussball nicht mehr das Erlebnis ist. mit dem man im Fernsehen alle erreicht. Könnte in diesem Moment nicht das Interesse der großen Sponsoren erlahmen, da sie nicht mehr genügend Käufer erreichen mit dem Fussball, oder sogar die Verknüpfung mit diesem Fussball zu einem Negativ-Image führt, wie es jetzt schon die großen Förderer der FIFA befürchten und auch die Sponsoren im Radsport schon erlebt haben?
Ich glaube nicht dass endlos an den Verdienstschrauben gedreht werden kann, ohne dass man hier auch Verluste einkalkulieren muss. Wenn man die Profispieltage weiter zerteilt, damit man jedes einzelne Spiel als PpV vermarkten kann und auch jeder die Möglichkeit hat alle Spiele zu sehen, dann kann man als Fan eines Vereins nicht mehr kalkulieren wann man dieses Spiel am Wochenende sehen kann oder gar Montags oder Freitags. Den Amateuren klaut man auch Zuschauer und vielleicht noch Betreuer und vielleicht sogar gelegentlich Spieler. Es wird dann auch Leute geben, die sich von diesem Profifussball abwenden und sich entweder einfach wieder auf den Amateuerfussball konzentrieren oder sogar einem anderen Interesse zuwenden.
Gruss
@Kripsmann: Ich glaube hier unterliegst Du dem gleichen Irrglauben wie die Zocker beim Ölpreis im Jahre 2008. Damals gab es auch genügend Vorhersagen, die weil das Öl immer knapper wird innerhalb von fünf Jahren Steigerungen von damaligen 150 Dollar je Barrel auf über 500 ja sogar bis zu 1000 Dollar je Barrel vorhersagten. Auch hier wurde einfach ignoriert, dass die eventuellen Käufer nicht über unendliche Ressourcen verfügen, sondern nur über begrenzte Mittel. Solche Preise führen einfach zu Nachfrageausfällen und neuen Beschaffungsmethoden, die solch eine Konstellation verhindern. Pay per use ist ein sehr merkwürdiger Begriff, der mich doch schaudern lässt. Was sollte solch ein Vorgehen denn letztendlich bedeuten. Sobald ich daran denke möchte irgendein Blutsauger die Kasse klingeln hören. Pay per View finde ich schon lustig. Hier schein jemand für meinen Blickk schon kassieren zu wollen. Für jede Bewegung die ich mache soll bei irgendwem die Kasse klingeln. Solch abstruse Vorstellungen kann ich nur haben, wenn ich alles zu Geld machen möchte. Es hat schon in der Dichtung und im Film die Idee gegeben, das man für Atemluft an jemanden bezahlen muss. Hier hat wohl jemand die Aussage dieses Films völlig falsch verstanden.
Leute, die diese Szenarien für gut und erstrebenswert halten dürften mit den Folgen gut zurechtkommen, da sie keine Probleme mit ausreichend Liquidität haben. Aber ein Durchschnittsbürger wird an diese Grenzen stoßen. Die Frage wird sein, wenn das Interesse der Leute nachlässt, weil sie sich diese Nummer schlicht nicht mehr leisten können, und dann von den Veranstaltungen ausgeschlossen bleiben und somit nicht mehr die Liveerlebnisse haben und damit auch der Hype in der Bevölkerung abnimmt und Fussball nicht mehr das Erlebnis ist. mit dem man im Fernsehen alle erreicht. Könnte in diesem Moment nicht das Interesse der großen Sponsoren erlahmen, da sie nicht mehr genügend Käufer erreichen mit dem Fussball, oder sogar die Verknüpfung mit diesem Fussball zu einem Negativ-Image führt, wie es jetzt schon die großen Förderer der FIFA befürchten und auch die Sponsoren im Radsport schon erlebt haben?
Ich glaube nicht dass endlos an den Verdienstschrauben gedreht werden kann, ohne dass man hier auch Verluste einkalkulieren muss. Wenn man die Profispieltage weiter zerteilt, damit man jedes einzelne Spiel als PpV vermarkten kann und auch jeder die Möglichkeit hat alle Spiele zu sehen, dann kann man als Fan eines Vereins nicht mehr kalkulieren wann man dieses Spiel am Wochenende sehen kann oder gar Montags oder Freitags. Den Amateuren klaut man auch Zuschauer und vielleicht noch Betreuer und vielleicht sogar gelegentlich Spieler. Es wird dann auch Leute geben, die sich von diesem Profifussball abwenden und sich entweder einfach wieder auf den Amateuerfussball konzentrieren oder sogar einem anderen Interesse zuwenden.
Gruss
30.07.2015 - 13:19 Uhr
Moin, moin,
@Kripsmann: Das ist doch keine Neuigkeit. Auch das es zunächst nur jeweils fünf Spiel pro Saison sein sollen haben wir hier schon geschrieben.
Auch die gerade Linie bergauf seit dem Wunder von Bern ist nicht ganz so gerade wie Du sie beschreibst. Ich erinnere mich noch sehr gut an an den Bundesligaskandal mi den gekauften Spielen und wie die Öffentlichkeit darauf reagiert hat. Glücklicherweise ist kurz darauf die Weltmeisterschaft in Deutschland mit dem bekannten Ergebnis gewesen und trotzdem tat man sich danach schwer wieder den großen Zulauf zu bekommen. Auch i n den 90ern war das Interesse für Fussball nicht sonderlich hoch sogar zu Anfang des Jahrtausends war das Interesse eher bescheiden. Auch die Nationalmannschaft war in dieser Zeit nicht besonders gut. erst das Sommermärchen sorgte wieder für deutlich mehr Interesse für Fussball. Die Nationalmannschaft sorgte wieder für bessere Ergebnisse und spilete auch wieder besseren Fussball. Aber das große Turnier vorher, die EM 2004 endete im Desaster-Aus in der Vorrunde. Hier gab es mehr Gelächter über das tolle Interview von Völler als über das Spiel unserer Mannschaft. Erst ab 2006 mit dem Teamchef Klinsmann ging es wieder Bergauf. Auch in der Bundesliga wurde wieder auf eigene Jugendspieler gesetzt, man denke nur an Bayern, aber auch in anderen Vereinen setzte man wieder auf junge Spieler. Unsere Borussia leider noch nicht. Aber dieser Trend hat sich verfestigt und hat auch zu dem tollen Turnier der NM 2014 beigetragen.
Hier aber einen geraden Weg seit 1954 zu sehen dürfte aber nur mit zwei zugekniffenen Augen zu machen sein. Auch die Zuschauerzahlen unserer Eliteliga lassen solche Schlüsse nicht zu. Die WM 1978 ist nicht in besonders guter Erinnerung geblieben. Man hat damals der Junta einen wunderbaren Publicity-Sieg gegönnt. Das ist nicht gut in der ganzen Öffentlichkeit angekommen. Der Fussball hat sich politisch richtig vorführen lassen. Es hat ihm damals nicht gutgetan und ich prognostiziere das die WM in Russland dem Fussball auch einen Bärendienst erweist. Von Katar möchte ich gar nicht erst reden. Die öffentliche Wahrnehmung kann auch schnell wieder eine ganz andere werden als es im Moment ist. Nach der Heim-WM hat man auch gedacht, dass es nur noch nach oben gehen kann. Was hat Franz Beckenbauer nach dem Gewinn 1990 über die deutsche Mannschaft gesagt: unschlagbar über Jahre hinweg. Die folgende Zeit ist wohl eher unter dem Thema Rumpelfussball bekannt geworden.
Es wird auch wieder für den Fussball bergab gehen wie es im ganzen Leben so üblich ist. Der Fussball ist übermütig und selbstverliebt und untergräbt sich damit wieder selbst. Nach großen Erfolgen neigen leider viele Leute dazu solche Zustände einfach in die Zukunft fortzuschreiben ohne auch nur ansatzweise in Erwägung zu ziehen, dass es auch mal wieder bergab gehen kann. Aber What goes up, must come down ist eigentlich keine Neuigkeit sondern ein bekanntes physikalisches Prinzip seit es die Welt gibt. Nicht das euphorische immer weiter so, das meist im Siegesrausch gesprochen wird.
Gruss
@Kripsmann: Das ist doch keine Neuigkeit. Auch das es zunächst nur jeweils fünf Spiel pro Saison sein sollen haben wir hier schon geschrieben.
Auch die gerade Linie bergauf seit dem Wunder von Bern ist nicht ganz so gerade wie Du sie beschreibst. Ich erinnere mich noch sehr gut an an den Bundesligaskandal mi den gekauften Spielen und wie die Öffentlichkeit darauf reagiert hat. Glücklicherweise ist kurz darauf die Weltmeisterschaft in Deutschland mit dem bekannten Ergebnis gewesen und trotzdem tat man sich danach schwer wieder den großen Zulauf zu bekommen. Auch i n den 90ern war das Interesse für Fussball nicht sonderlich hoch sogar zu Anfang des Jahrtausends war das Interesse eher bescheiden. Auch die Nationalmannschaft war in dieser Zeit nicht besonders gut. erst das Sommermärchen sorgte wieder für deutlich mehr Interesse für Fussball. Die Nationalmannschaft sorgte wieder für bessere Ergebnisse und spilete auch wieder besseren Fussball. Aber das große Turnier vorher, die EM 2004 endete im Desaster-Aus in der Vorrunde. Hier gab es mehr Gelächter über das tolle Interview von Völler als über das Spiel unserer Mannschaft. Erst ab 2006 mit dem Teamchef Klinsmann ging es wieder Bergauf. Auch in der Bundesliga wurde wieder auf eigene Jugendspieler gesetzt, man denke nur an Bayern, aber auch in anderen Vereinen setzte man wieder auf junge Spieler. Unsere Borussia leider noch nicht. Aber dieser Trend hat sich verfestigt und hat auch zu dem tollen Turnier der NM 2014 beigetragen.
Hier aber einen geraden Weg seit 1954 zu sehen dürfte aber nur mit zwei zugekniffenen Augen zu machen sein. Auch die Zuschauerzahlen unserer Eliteliga lassen solche Schlüsse nicht zu. Die WM 1978 ist nicht in besonders guter Erinnerung geblieben. Man hat damals der Junta einen wunderbaren Publicity-Sieg gegönnt. Das ist nicht gut in der ganzen Öffentlichkeit angekommen. Der Fussball hat sich politisch richtig vorführen lassen. Es hat ihm damals nicht gutgetan und ich prognostiziere das die WM in Russland dem Fussball auch einen Bärendienst erweist. Von Katar möchte ich gar nicht erst reden. Die öffentliche Wahrnehmung kann auch schnell wieder eine ganz andere werden als es im Moment ist. Nach der Heim-WM hat man auch gedacht, dass es nur noch nach oben gehen kann. Was hat Franz Beckenbauer nach dem Gewinn 1990 über die deutsche Mannschaft gesagt: unschlagbar über Jahre hinweg. Die folgende Zeit ist wohl eher unter dem Thema Rumpelfussball bekannt geworden.
Es wird auch wieder für den Fussball bergab gehen wie es im ganzen Leben so üblich ist. Der Fussball ist übermütig und selbstverliebt und untergräbt sich damit wieder selbst. Nach großen Erfolgen neigen leider viele Leute dazu solche Zustände einfach in die Zukunft fortzuschreiben ohne auch nur ansatzweise in Erwägung zu ziehen, dass es auch mal wieder bergab gehen kann. Aber What goes up, must come down ist eigentlich keine Neuigkeit sondern ein bekanntes physikalisches Prinzip seit es die Welt gibt. Nicht das euphorische immer weiter so, das meist im Siegesrausch gesprochen wird.
Gruss
03.08.2015 - 16:41 Uhr
Zitat von RautenMiro
Preise: Ich habe ein Sky-Komplett Abo.. und ich würde nicht bereit sein auch nur 1 EUR mehr dafür zu bezahlen. So ca. 7-10 Spiele im Jahr bin ich im Stadion.
Wie wehrt man sich gegen Clubs aus GB? Die Ablöse ist grundsätzlich 3x so hoch wie im Inland, da die 3x so viel Fernsehgelder generieren... also der sog. Bobby-Soli-Zuschlag, den die Vereine dann für sich einnehmen.
Preise: Ich habe ein Sky-Komplett Abo.. und ich würde nicht bereit sein auch nur 1 EUR mehr dafür zu bezahlen. So ca. 7-10 Spiele im Jahr bin ich im Stadion.
Wie wehrt man sich gegen Clubs aus GB? Die Ablöse ist grundsätzlich 3x so hoch wie im Inland, da die 3x so viel Fernsehgelder generieren... also der sog. Bobby-Soli-Zuschlag, den die Vereine dann für sich einnehmen.
Weisste, mich würde es nicht einmal unbedingt stören mehr zu zahlen, aber mich stört eben der Grund warum es dann wohl zukünftig mehr kosten soll, nämlich, dass die Bundesliga bei diesen irrwitzigen Gehältern und Ablösen mithalten kann. Irgendwann ist dann auch mal gut mit dem immer höher immer weiter, müssen Bundesligaprofis unbedingt zweistellige Millionengehälter im Jahr kassieren?
Nein, müssen sie nicht, wenn England das zahlt, wunderbar, geht doch einfach alle da hin, es werden sich sicher noch Spieler finden, die auch gerne in der Bundesliga spielen, auch wenn man hier nicht ganz so viel verdient. Wenn die Bayern da unbedingt mithalten wollen, dann sollen sie sich doch einfach selbst vermarkten und mir am besten mal den Bucken runterrutschen, ich kann den ganzen Geldscheiss echt nicht mehr hören.
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