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Finanzen, Stadionname und Merchandising

15.05.2015 - 20:31 Uhr
Moin, moin,

@Kripsmann: Wenn Du gerne fünf oder zehn Euro für ein Fussballspiel am Fernseher zahlen möchtest ist das für mich o.K., aber ich möchte dies nicht und werde dies nicht und es gibt genügend Leute, die das schlicht nicht können. Diese Leute werden ausgeschlossen. Solange man mir die Zusammenschnitte in der Sportschau oder wo auch immer ohne Extra-Salär, also im Free-TV, am frühen Abend lässt, sollst Du gerne teuer für Dein Vergnügen löhnen können. Mein Verdacht ist aber der, dass diese Veranstaltung Free-TV langsam ausgehungert wird. Es wird immer kürzer und immer später gesendet. Von den späten Samstagsspielen sehe ich jetzt schon nur äußerst selten etwas, da es die Berichterstattung im Free-TV erst ab 23 h gibt. Sollte alles erst um 22h oder später zu sehen sein, werde ich Bewegtbilder nicht mehr zu sehen bekommen, da dies nicht mehr zu meinem Leben passt. um diese Zeit finden andere Aktivitäten statt. Also werde ich nicht mehr sehr viel davon sehen. Mein Interesse wird dann nicht mehr gefüttert, somit wird meine Distanz wieder größer werden. Ich werde immer noch Gladbach-Fan sein, aber sicher nicht mehr in diesen Foren aktiv sein. Ich werde mich immer noch freuen wenn die wahre Borussia gewinnt, aber ich bekomme sicher weniger mit und bin nicht mehr in Versuchung Vereinsmitglied zu werden und Stadionbesuche kommen nicht mehr in die Tüte, weil das Interesse nicht mehr so aktuell gefüttert und damit groß gehalten wird. Man verliert jemanden, der hin und wieder sich ein Trikot zulegt und hin und wieder im Stadion ist, der aber auch in seinem Umfeld sehr positiv über die Borussia spricht.
Wenn ich mit jetzt noch überlege warum ich dieses Geld letztendlich bezahlen soll, sinkt meine Motivation wahrlich gegen null. Zuallererst werden steigende Spielergehälter damit finanziert. Dies erinnert mich doch stark an ein Unwort des Jahres:"Notleidende Banken". Keiner unserer Spieler wird in seinem Leben, wenn er nicht alles wieder sinnlos verprasst, noch irgendwann einmal für sein täglich Brot sich bücken müssen. Hier sehe ich wirklich keine Notwendigkeit mehr der Einkommensverbesserung. Später werden dann die Gewinne noch von irgendwelchen Investoren einfach abgezogen, wie es zum Beispiel jetzt wohl schon in Newcastle geschieht. Das Geld wird am Ende nur noch versuchen sich irgendwie zu vermehren. Diesen Investoren ist Fussball oder ein Verein völlig Gleichgültig, sie wollen diesen Fussball nur melken. Wenn dann mit diesem Theater kein Geld mehr zu verdienen ist, ziehen diese Investoren einfach weiter und finden auch bestimmt etwas, was man wieder zu einer Geldkuh umfunktionieren kann. Immer wenn die Kuh nicht mehr genug Milch gibt, wird sie entweder geschlachtet, um auch noch die Reste zu Geld zu machen oder aber einfach zurückgelassen, aber ohne sie weiter zu versorgen. Wenn der Fussball diesen Punkt erreicht hat, hat er hoffentlich nicht vorher über seine Profitgier den Amateurfussball völlig ruiniert, weil man im Pay-TV über ein ganzes überlanges Wochenende zu jeder Zeit ein Fussballspiel live sehen kann und keiner mehr zu den Amateurspielen geht, und selbst Betreuer und Spieler zumindest hin und wieder deswegen nicht auf dem Platz zu finden sind. Man ruiniert den ganzen Amateursport nur um mehr Profit aus der Sache zu holen. Dieses halte ich für Verantwortungslos und parasitär der großen Allgemeinheit gegenüber, denn wenn diese Investoren weiterziehen, werden sie keinen Cent dafür zahlen wollen diese Struktur, die sie selbst zerstört haben wieder aufzubauen. Gesellschaftlich wichtiger sind sicherlich die große Zahl an Amateurvereinen, die sich um junge Erwachsene und Kinder bemühen, ihrem täglichen Leben einen Sinn geben, der Gesundheit dieser jungen Menschen einen sehr guten Dienst leisten und nicht die Aushängeschilder wie auch unsere Borussia. Dies hat nur solange eine Berechtigung, wie man sich wirklich als Vorbild für die ganzen Amateure aufführt, nicht aber wenn man ihre Struktur ruiniert, nur um ein wenig mehr Geld zu generieren.
Fussball zieht sehr viel von seiner Anziehungskraft daraus dass fast jeder es schonmal selbst gespielt hat und sich deswegen auch für einen Experten hält und sich so stark damit identifizieren kann. Wenn man den Amateurfussball ruiniert, wird man den eigenen wirtschaftlich Interessen den Boden auf Dauer entziehen. Aber wie schon gesagt langfristige Interessen haben diese Investoren nicht am Fussball. Wie in jeder "guten" AG denkt man höchsten bis zur nächsten Jahreshauptversammlung, eher noch bis zu den nächsten Quartalszahlen. Die Gesellschaft denkt in Generationen. Wir sollten um das Wohl unserer Kinder bemüht sein, deswegen ist es für die Gesellschaft und damit auch für uns wichtig diesen Investoren so starke Regeln zu geben, dass sie den Fussball nicht aussaugen können und dann einfach eine leere Hülle der Gesellschaft zur Nachversorgung überlassen.

Gruss

•     •     •

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Zitat von flokmpf
Zitat von Holgerfohlen
Ein guter Indikator ist die Eigenkapitalquote. Die liegt bei Borussia bei 30% nach dem Geschäftsjahr 2014. Ab ca. 20% gilt ein Unternehmen als gesund. Durch die CL-Teilnahme und den zurückhaltenden Investitionen in neue Spieler dürfte sich diese Quote weiter verbessern. Borussia dürfte zu jeder Zeit in der Lage sein, weitere Transfers auch in einem achtstelligen Millionenbeitrag zu realisieren.



Ich bin zwar auch der Meinung, dass die Borussia gesund ist, aber ich denke, dass noch nicht einmal ein englischer Verein in der Lage ist, einen Transfer im achtstelligen Millionenbetrag zu investieren. Sorry aber das musste einfach sein.


Ich meinte natürlich zweistelliger Millionenbetrag oder einen achtstelligen Betrag.
Danke für den Hinweis!!
Das Beispiel mit der Milchkuh finde ich echt gut, sogar das kann man in die Realität bringen.

Dort werden die Milchkühe ja so hochgezüchtet, dass sich das vielfache an Milch geben können, so zu sagen eine Hochleistungskuh. Nach 3-4 Monaten ist das Fiech dann so ausgepowert, dass es schlichtweg nicht mehr kann. Gut, dann wird es halt geschlachtet.

Ist schon ne traurige Welt geworden, in der wir heute leben, es lebe der Profit und der Kapitalismus, aber irgendwann wird der Menschheit schon ein Lichtlein aufgehen.

Die Milchkuh sehe ich übrigens in diesem Beispiel als den Fussballfan.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Arango7 am 29.07.2015 um 10:01 Uhr bearbeitet
Zitat von kripsmann
Ehrlich gesagt verstehe ich die Angst nicht, wenn es um die Gegenfinanzierung von hohen TV-Geldern im Fußball geht.

Wo ist das Problem, wenn man für ein Spiel seines Lieblingsvereins z.B. 3-5 Euro pro Spiel zahlt?

Ich bin leider nicht so oft im Borussen-Park. Aber wenn, dann gönne ich mir ein vernünftiges Ticket.
Ein Besuch im Stadion kostet mich inkl. Benzin, Parkplatz, Ernährung mal mindestens 70 Euro. Kommt der Sohnemann mit reden wir über ca. 120 Euro.

Wir reden hier ggf. von einem Preis, der so ca. bei einem Gegenwert von den ersten 2-3 Bierchen in meiner Stammkneipe liegt, bzw. bei den Kosten von 3 Litern Benzin.

Für die, die sich noch erinnern: Es ist noch nicht so lange her, da erstreckte sich das Bewegtbild auf 5 Minuten Sportschau und einige zusätzliche Bilder im ZDF-Sportstudio. Ging auch.....

Und nun wird mir alles in HD, mit gefühlt 100 Kameras angeliefert und das Ganze soll dann "irgendwie" finanziert werden nur nicht über mich. Ich denke so funktioniert das leider nicht. Ich kann verstehen, dass das aus unterschiedlichen Gründen nicht jeder locker sehen kann. Aber Fußball ist nun einmal kein reines Stadionereignis mehr. Wir reden hier von den höchsten Einschaltquoten, den besten Fernsehzeiten und dem größten Gemeinschaftserlebnis überhaupt.

Im Prinzip geht es doch schon gar nicht mehr über das "ob". Nach meiner Meinung geht es doch nur noch über das "wann".
Es ist nur die Frage, ob es über einen TV-Sender abgewickelt wird oder ob man sich in Zukunft für die Eigenvermarktung über die Vereine entscheidet. Ich glaube die nächsten Jahre wird es sicher erst mal weiter über die zentrale Vermarktung über die DFL laufen, damit das Solidarprinzip durchgehalten wird. Aber der Weg in die "Vermarktung pro Spiel" wird wohl in den nächsten 5 Jahren Realität.

Den Zug werden wir nicht mehr aufhalten können, da bin ich sicher. Die DFL zergliedert grade die Spieltage, damit die Überschneidungszeiten von einzelnen Spielen minimiert werden. Ich erwarte künftig dass, es "echte Spätspiele" am Samstag gibt und ein "Mittagsspiel am Sonntag". " Der Montag ist wohl auch als Spieltag kein Tabu mehr und irgendwann kippen wohl auch einige Feiertage.

Und in dieser Struktur haben die TV-Sender dann eine ganz andere Bandbreite für die Kalkulation.
Wenn wir die finanzielle Gleichstellung der Bundesliga erreichen wollen, dann sehe ich (neben strategischen Partnerschaften und dem Sponsoring bzw. Beteiligungen am Verein) keine andere Chance, als diesen Weg mitzugehen.

Wie gesagt: Die Kohle muss ja irgendwo her kommen.

Und eine berufliche Erfahrung habe ich dazu auch: Fußball ist DER EINZIGE Sendeinhalt der es zur Zeit in Deutschland schafft, sehr viele Menschen in Richtung Pay-TV zu bringen. Das wissen die Vereine, dass wissen auch die Sender. Die " Öffentlich-Rechtlichen" haben da wegen der rechtlichen und finanziellen Limitierung keine Chance ausserhalb der Zweitverwertung.


Die Frage, die sich dann stellt, ist folgende: Was wollen wir Fans?
Entweder wollen wir unsere gute, alte Bundesliga mit all ihren Fassetten, inkl. einer großen Samstags-Koferenz und müssen uns im internationalen Vergleich erstmal hintenanstellen oder wollen wir international konkurrenzfähig bleiben und nehmen die Spieltagszerstückelung, steigende Preise für Tickets, Fernseher etc. in Kauf?
Und da bin ich mir sicher, dass die meisten der Fans Ersteres wollen, die Bundesliga, wie wir sie kennen. Allerdings hätte das zur Folge, dass man international immer weiter hinterherhinken wird, wenn sich viele Vereine nicht so wie die Bayern entwickeln. Schon jetzt fällt doch auf, dass deutsche Vereine international immer schlechter abschneiden, die Bayern mal ausgenommen. Schalke und Leverkusen kamen nicht mehr über das Achtelfinale der CL hinaus, Dortmund ist nach kurzzeitigem Hoch auch wieder ungefähr auf diesem Niveau angekommen. Nur Wolfsburg macht kurzfristig Hoffnung, eben weil sie die finanziellen Mittel habe, und zwar durch einen starken Konzern im Rücken, der im Fußball etwas erreichen möchte. Das scheint der Fußball der Zukunft zu sein und schon jetzt ist die Entwicklung voll im Gange.
Und da wären wir auch wieder bei möglichen Nachteilen der Traditionsklubs, die genauso gut zur Bundesliga gehören, wie die Samstagsspiele um 15:30 Uhr. Diese Klubs werden aussterben, wenn es immer mehr dieser Modelle wie VW, RB, Hoppenheim und Bayer gibt. Also gilt da: Um das Produkt Bundesliga zu erhalten, muss man die Regeln entweder verschärfen, um solchen Klub wie RB den Weg in den Profifußball zu versperren oder man verwirft die 50+1-Regel, damit auch die Traditionsvereine durch Investoren die Chance haben, der Zeit gerecht zu werden.
Man muss sehen, wie lange man international erfolgreich bleiben kann. Wird es auch bei der Nationalmannschaft wieder schleppender laufen, werden Gegenmaßnahmen getroffen und diese werden vermutlich gegen die Traditionalisten ausfallen. Spiele per PPV ordern zu müssen, würde ich als Tiefpunkt für die Bundesliga ansehen, aber so ist das eben. Ich hoffe, es ergibt sich bald mal eine Möglichkeit, eine DK zu kaufen und dann verbringe ich mein Leben glücklich in der Nordkurve, denn das wird dann wohl das einzige sein, was an den ehrwürdigen Bundesliga-Fußball erinnern wird.

Nochmal eine Frage:
Arbeitest du in diesem Gebiet, sodass du auch aus gesicherter Information weißt, dass PPV die Zukunft ist, auch angelehnt an deiner Berufserfahrung, die mit Fernsehen ja viel zu tun hat.Zwinkernd

Grüße

•     •     •

In der Farbe getrennt - in der Sache vereint!
Gemeinsam gegen RB!
Tradition schlägt jeden Trend!
Nochmal eine Frage:
Arbeitest du in diesem Gebiet, sodass du auch aus gesicherter Information weißt, dass PPV die Zukunft ist, auch angelehnt an deiner Berufserfahrung, die mit Fernsehen ja viel zu tun hat.Zwinkernd

Grüße

Nein, ich habe zwar Erfahrung mit Marketing, Vermarktung aber nix mit Fernsehen zu tun.

Ich ziehe nur Schlüsse aus der Beobachtung:

Die Stadien sind eh' voll. Fußball ist kein "Arbeitersport mehr" sondern eine Plattform zum Ausdruck der Individualität. "Echte" Fans sind der Stimmungsrahmen für das Spektakel". Kohle wird gemacht durch
VIP-Lounges, Sponsoren-Events im Stadion usw. usw.)

Es ist "hip" dabei zu sein, koste es was es wolle.
80 Euro für ein Kunstoff-Leibchen? - kein Problem! 50-100 Euro für ein Ticket? - Egal.
CL-Tickets gehen da gerne mal für 500 Euro über die Rampe.

Geld ist genug da und die Fans schauen dabei in die Röhre. Aber die Vereine können es sich erlauben die "Stimmungsmacher und Emotionsträger" nach wie vor für "recht kleines Geld" in die Stadien zu lassen. Der "fette Braten" sind nicht mehr die Fans und ihre Eintrittsgelder.

Man erinnert sich in diesem Zusammenhang ja gerne an die Wut-Rede von U. Hoeness auf der Mitgliederversammlung vor einigen Jahren.

Schon heute werden in Europa die Spieltage "zerfleddert" nur damit möglichst viele Spiele NICHT parallel angepfiffen werden. Nur wenn eine unmittelbare Wettbewerbsverzerrung droht, hat die sportliche Perspektive Vorrang.

Die halbe Welt brüllt auf, weil in England wahnsinnige Summen über das Pay-TV ins Spiel kommen. Selbst bei Länderspielen haben die öffentlich-rechtlichen TV-Anstallten inzwischen keine Schnitte mehr an die Übertragungsrechte zu kommen.

Die Rechte selbst werden zu immer astronomischeren Summen vergeben. Ein Teil wird durch TV-Werbung und exklusive Werbeverträge bei der Stadionwerbung gegenfinanziert.

Schon heute spielen die unmittelbaren Eintrittsgelder bei der Finanzierung eine untergeordnete Rolle.

Die Hauptleuten der Finanzierung sind nun einmal:

- TV-Gelder (abgeleitet vom sportlichen Erfolg der Mannschaft)
- Strategische Partnerschaften
- Mechandising-
- Direkte Werbeeinnahmen und Sponsoren
- Und bei der Borussia zusätzlich: Geschickte Transferpolitik

Fazit: Sportlicher Erfolg steuert die primären Einkünfte. Und die stammen im wesentlichen aus der Sichtbarkeit im Fernsehen. Das Investment in erfolgsversprechende Spieler ist nötig um den Erfolg zu sichern.
Ein Kreislauf der inzwischen auch im Nachwuchsbereich auf die Spitze getrieben wird. Junge Talente werden nicht mehr nur sportlich gefördert. Sie werden als Investmentobjekt "gehalten"

Was muss ich also tun um Kohle an Land zu schaffen?:

- Ausdehnung des eigenen Marketings auf das Ausland.
- Maximierung der TV - Gelder und viel Präsens in Medienwelt (Fokus: TV/Social Media/Fohlen-TV)

Welche Möglichkeiten haben die TV-Anstalten? Vermarktung über Exklusivität und künstliche Verknappung.
Zielgruppe sind hier die Fans die

a) überregional vertreten sind und aus organisatorischen Gründen nicht "mal eben" in Stadion können
b) die zahlungsfähigen Fans die keine Tickets mehr bekommen
c) die Fans die nicht mal eben für einen Stadionbesuch in Summe ca. 50-60 Euro pro Platz ausgeben wollen.

Alle sind aber "geil genug" um 3-5 Euro einmal die Woche zu investieren um am stimmungsvollen Auftritt der Mannschaft zumindest am TV teilzunehmen.

Und darauf werden die TV-Sender spekulieren.

Genau so wie Pay-TV die Videotheken platt gemacht hat, so wie es auch beim Fußball sein.
Genaus so wie Streaming-Dienste die Musikindustrie auf den Kopf gestellt hat.
Genau so wie Social-Media - Dienste die Hauptkommunikation (Telefonieren) mehr und mehr ins Abseits drücken.

"Pay per use" ist das Zauberwort der Verfügbarkeit. Für mich eine Frage der Zeit, wann das auch den Fußball erreicht.
Moin, moin,

@Kripsmann: Ich glaube hier unterliegst Du dem gleichen Irrglauben wie die Zocker beim Ölpreis im Jahre 2008. Damals gab es auch genügend Vorhersagen, die weil das Öl immer knapper wird innerhalb von fünf Jahren Steigerungen von damaligen 150 Dollar je Barrel auf über 500 ja sogar bis zu 1000 Dollar je Barrel vorhersagten. Auch hier wurde einfach ignoriert, dass die eventuellen Käufer nicht über unendliche Ressourcen verfügen, sondern nur über begrenzte Mittel. Solche Preise führen einfach zu Nachfrageausfällen und neuen Beschaffungsmethoden, die solch eine Konstellation verhindern. Pay per use ist ein sehr merkwürdiger Begriff, der mich doch schaudern lässt. Was sollte solch ein Vorgehen denn letztendlich bedeuten. Sobald ich daran denke möchte irgendein Blutsauger die Kasse klingeln hören. Pay per View finde ich schon lustig. Hier schein jemand für meinen Blickk schon kassieren zu wollen. Für jede Bewegung die ich mache soll bei irgendwem die Kasse klingeln. Solch abstruse Vorstellungen kann ich nur haben, wenn ich alles zu Geld machen möchte. Es hat schon in der Dichtung und im Film die Idee gegeben, das man für Atemluft an jemanden bezahlen muss. Hier hat wohl jemand die Aussage dieses Films völlig falsch verstanden.
Leute, die diese Szenarien für gut und erstrebenswert halten dürften mit den Folgen gut zurechtkommen, da sie keine Probleme mit ausreichend Liquidität haben. Aber ein Durchschnittsbürger wird an diese Grenzen stoßen. Die Frage wird sein, wenn das Interesse der Leute nachlässt, weil sie sich diese Nummer schlicht nicht mehr leisten können, und dann von den Veranstaltungen ausgeschlossen bleiben und somit nicht mehr die Liveerlebnisse haben und damit auch der Hype in der Bevölkerung abnimmt und Fussball nicht mehr das Erlebnis ist. mit dem man im Fernsehen alle erreicht. Könnte in diesem Moment nicht das Interesse der großen Sponsoren erlahmen, da sie nicht mehr genügend Käufer erreichen mit dem Fussball, oder sogar die Verknüpfung mit diesem Fussball zu einem Negativ-Image führt, wie es jetzt schon die großen Förderer der FIFA befürchten und auch die Sponsoren im Radsport schon erlebt haben?
Ich glaube nicht dass endlos an den Verdienstschrauben gedreht werden kann, ohne dass man hier auch Verluste einkalkulieren muss. Wenn man die Profispieltage weiter zerteilt, damit man jedes einzelne Spiel als PpV vermarkten kann und auch jeder die Möglichkeit hat alle Spiele zu sehen, dann kann man als Fan eines Vereins nicht mehr kalkulieren wann man dieses Spiel am Wochenende sehen kann oder gar Montags oder Freitags. Den Amateuren klaut man auch Zuschauer und vielleicht noch Betreuer und vielleicht sogar gelegentlich Spieler. Es wird dann auch Leute geben, die sich von diesem Profifussball abwenden und sich entweder einfach wieder auf den Amateuerfussball konzentrieren oder sogar einem anderen Interesse zuwenden.

Gruss

•     •     •

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Quelle: www.n-tv.de
Die DFL plant für die Bundesliga ein neues Konzept, das mehr Geld in die Kassen spülen soll. Dafür soll es Spiele sonntags um 13.30 Uhr sowie am Montagabend geben.
Die DFL geht den ersten Schritt.

Für diejenigen die sich Sorge um die Fangabwanderung machen:

Seit dem "Wunder von Bern" ist Fußball fest in der DNA der Deutschen verankert.
Der Weltsport Fußball ist der kleinste gemeinsame Nenner bei allen sozialen Ereignissen. Sei eis Kneipe, sei des Grillabend, sei es Weihnachtsfeier. Über Fußball wird regelmässig gesprochen.

Eine Abkehr vom Fußball sehe ich eigentlich nicht. Die Fankultur wird sich ein Stück weit verändern.
Aber wenn es darum geht die Stadien zu füllen da sehe ich keine Probleme.
Die Eintrittsgelder müssen für die "wahren Fans" nicht deutlich gesteigert werden. Und ein Phänomen kennen wir doch schon seit Jahrzehnten. "Top-Zuschläge" für Spitzenspiele. Hat auch prima funktioniert.

Und ebenso wird es auch funktionieren, wenn man die Top-Spiele eben nur noch gegen Einzelbezahlung vermarktet. Es wird ein Gewöhnungseffekt eintreten. Am Anfang wird boykottiert, dann zahlt man unter lauten Getöse hier und da mal und und irgendwann gehört es eben dazu.

Der Sport boomt und verzeichnet fast überall jährliche Umsatzsteigerungen.

Grade rund im die TV-Rechte sind wir in Deutschland zur Zeit noch sehr verwöhnt. Die Nationalmannschaft läuft quasi im Fahrwasser der geistigen Grundversorgung, der DFB breitet brav die Flügellahmen über den Amateursport aus. Aber auch diese Grenzen weichen zurück.

Schon heute wird in der CL über die Spielansetzung ausgesteuert, welches Spiel im öffentlich Fernsehen gezeigt wird. Bei der Olympiade ist nicht mehr gewährleistet, dass wir die wirklich geilen Disziplinen überhaupt live in ARD/ZDF angeboten bekommen. Die Zweitverwertung rutscht immer mehr in unattraktive Zeitfenster.

Wenn hier einer eine Idee hat wie man den Geldbedarf der Vereine, welche "das Spektakel" ja sportlich attraktiv gestalten wollen und müssen stillen kann, ohne das eine Gegenfinanzierung über den Zuschauer erfolgt, der wäre ich dankbar für Vorschläge.

Alle Eingriffe in die freie Marktwirtschaft scheiden m.E. aus. Gehaltsgrenzen, "Fair Play" sind gescheitert.
Freiwillige Beschränkungen sind Lippenbekenntnisse.
Sponsoren-Regelungen werden in Deutschland und Europa immer mehr aufgeweicht.

Spätestens wenn die Vereine aus Wolfsburg, Leipzig, Ingolstadt, Hoffenheim die Traditionsvereine ins Mittelfeld drängen wird der Ruf nach "mehr Geld" laut. Natürlich können die Vereine auch selbst noch etwas tun um ihre Finanzen von den Schäden der Vergangenheit zu befreien. Aber am Ende des Tages wird sich jeder bemühen immer mehr vom wachsenden Kuchen zu erhalten.

Und Geld ist doch genug da. Der Eine oder Andere muss ggf. ein wenig beim Konsum umschichten. Aber beim großen gemeinsamen Fußballereignis will doch keiner mit Berichten leben. Man wird es erleben wollen.
Märkte funktionieren so.
Natürlich können wir durch das entzerren des Spieltags mehr Geld auch bei der internationalen Vermarktung erzielen.
Allerdings sehe ich da das Problem......das sicherlich alle (deutsche als auch das Ausland) Top Spiele der Bundesliga sehen wollen. Allerdings kann ich, ohne jemanden schlecht zu reden, nicht erkennen wo das riesige Vermartungspotenzial liegt wenn Freitags Darmstadt vs Hertha spielt und Montags Mainz vs Ingolstadt. Auch die Chinesen, die Amerikaner, die Europäer wollen Spitzenfussball sehen, aber schon durch die Internationalen Spiele der Top Clubs wird es aus meiner Sicht schwerer, jedes Wochenende die Einzelspiele Freitags, Montags als Top Begegnungen anzusetzen.

Und ich denke schon das durch Spiele am Montag Zuschauer verloren gehen. Nicht zwangsläufig bei den Top Clubs...aber sicherlich bei den kleineren. Und genau die werden in der mehrzahl die Spiele außerhalb von Samstag und Sonntag bestreiten.

Wir hatten letzte Saison Dienstags gegen Freiburg 37000 Zuschauer, wäre Montags sicherlich nicht anders gewesen......am Wochenende hingegen vermute ich schon das es enige tausend mehr gewesen wären.

Auch der Umsatz der Städte durch den Fussball wird dadurch nicht gerade steigen. Es machen sicherlich einige einen Wochenend Trip aus einem Stadionbesuch, hab ich z.B. in München, Berlin, Hamburg so gemacht. Spielen wir Montags abends....bin ich mir nicht mehr so sicher ob ich das gleiche tun würde.

Vermarktung der Bundesliga schön und gut....aber da hängen schon noch mehrere Faktoren dran als nur der Fussball und die sollte man dort auch berücksichtigen.
Moin, moin,

@Kripsmann: Das ist doch keine Neuigkeit. Auch das es zunächst nur jeweils fünf Spiel pro Saison sein sollen haben wir hier schon geschrieben.
Auch die gerade Linie bergauf seit dem Wunder von Bern ist nicht ganz so gerade wie Du sie beschreibst. Ich erinnere mich noch sehr gut an an den Bundesligaskandal mi den gekauften Spielen und wie die Öffentlichkeit darauf reagiert hat. Glücklicherweise ist kurz darauf die Weltmeisterschaft in Deutschland mit dem bekannten Ergebnis gewesen und trotzdem tat man sich danach schwer wieder den großen Zulauf zu bekommen. Auch i n den 90ern war das Interesse für Fussball nicht sonderlich hoch sogar zu Anfang des Jahrtausends war das Interesse eher bescheiden. Auch die Nationalmannschaft war in dieser Zeit nicht besonders gut. erst das Sommermärchen sorgte wieder für deutlich mehr Interesse für Fussball. Die Nationalmannschaft sorgte wieder für bessere Ergebnisse und spilete auch wieder besseren Fussball. Aber das große Turnier vorher, die EM 2004 endete im Desaster-Aus in der Vorrunde. Hier gab es mehr Gelächter über das tolle Interview von Völler als über das Spiel unserer Mannschaft. Erst ab 2006 mit dem Teamchef Klinsmann ging es wieder Bergauf. Auch in der Bundesliga wurde wieder auf eigene Jugendspieler gesetzt, man denke nur an Bayern, aber auch in anderen Vereinen setzte man wieder auf junge Spieler. Unsere Borussia leider noch nicht. Aber dieser Trend hat sich verfestigt und hat auch zu dem tollen Turnier der NM 2014 beigetragen.
Hier aber einen geraden Weg seit 1954 zu sehen dürfte aber nur mit zwei zugekniffenen Augen zu machen sein. Auch die Zuschauerzahlen unserer Eliteliga lassen solche Schlüsse nicht zu. Die WM 1978 ist nicht in besonders guter Erinnerung geblieben. Man hat damals der Junta einen wunderbaren Publicity-Sieg gegönnt. Das ist nicht gut in der ganzen Öffentlichkeit angekommen. Der Fussball hat sich politisch richtig vorführen lassen. Es hat ihm damals nicht gutgetan und ich prognostiziere das die WM in Russland dem Fussball auch einen Bärendienst erweist. Von Katar möchte ich gar nicht erst reden. Die öffentliche Wahrnehmung kann auch schnell wieder eine ganz andere werden als es im Moment ist. Nach der Heim-WM hat man auch gedacht, dass es nur noch nach oben gehen kann. Was hat Franz Beckenbauer nach dem Gewinn 1990 über die deutsche Mannschaft gesagt: unschlagbar über Jahre hinweg. Die folgende Zeit ist wohl eher unter dem Thema Rumpelfussball bekannt geworden.
Es wird auch wieder für den Fussball bergab gehen wie es im ganzen Leben so üblich ist. Der Fussball ist übermütig und selbstverliebt und untergräbt sich damit wieder selbst. Nach großen Erfolgen neigen leider viele Leute dazu solche Zustände einfach in die Zukunft fortzuschreiben ohne auch nur ansatzweise in Erwägung zu ziehen, dass es auch mal wieder bergab gehen kann. Aber What goes up, must come down ist eigentlich keine Neuigkeit sondern ein bekanntes physikalisches Prinzip seit es die Welt gibt. Nicht das euphorische immer weiter so, das meist im Siegesrausch gesprochen wird.

Gruss

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Zitat von EifelBorusse80
Natürlich können wir durch das entzerren des Spieltags mehr Geld auch bei der internationalen Vermarktung erzielen.
Allerdings sehe ich da das Problem......das sicherlich alle (deutsche als auch das Ausland) Top Spiele der Bundesliga sehen wollen. Allerdings kann ich, ohne jemanden schlecht zu reden, nicht erkennen wo das riesige Vermartungspotenzial liegt wenn Freitags Darmstadt vs Hertha spielt und Montags Mainz vs Ingolstadt. Auch die Chinesen, die Amerikaner, die Europäer wollen Spitzenfussball sehen, aber schon durch die Internationalen Spiele der Top Clubs wird es aus meiner Sicht schwerer, jedes Wochenende die Einzelspiele Freitags, Montags als Top Begegnungen anzusetzen.

Und ich denke schon das durch Spiele am Montag Zuschauer verloren gehen. Nicht zwangsläufig bei den Top Clubs...aber sicherlich bei den kleineren. Und genau die werden in der mehrzahl die Spiele außerhalb von Samstag und Sonntag bestreiten.

Wir hatten letzte Saison Dienstags gegen Freiburg 37000 Zuschauer, wäre Montags sicherlich nicht anders gewesen......am Wochenende hingegen vermute ich schon das es enige tausend mehr gewesen wären.

Auch der Umsatz der Städte durch den Fussball wird dadurch nicht gerade steigen. Es machen sicherlich einige einen Wochenend Trip aus einem Stadionbesuch, hab ich z.B. in München, Berlin, Hamburg so gemacht. Spielen wir Montags abends....bin ich mir nicht mehr so sicher ob ich das gleiche tun würde.

Vermarktung der Bundesliga schön und gut....aber da hängen schon noch mehrere Faktoren dran als nur der Fussball und die sollte man dort auch berücksichtigen.


toller Beitrag Bravo. Da ich nicht werten kann hier eine virtuelle Wertung von mir.

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