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Fritz-Walter-Stadion

26.01.2009 - 08:40 Uhr
Fritz-Walter-Stadion |#721
14.11.2013 - 07:28 Uhr
Zitat von Meininger:
Zitat von StefanE:

Da frage wäre wie hoch die Zinsen sind und wie viel man tilgen will. Bei einem Kredit über 60.000.000 Mio Euro und einem Zins von 5% (momentan wird einem das Geld ja direkt geschenkt, deshalb ist die Zahl jetzt nicht so utopisch). Wären das 4.751.681,32 Mio Euro p.a. bei einer Laufzeit von 20 Jahren. Und die Bude gehört wieder uns. :D

Jetzt würden sich natürlich die Fragen stellen können wir die 1 Mio mehr zahlen? Momentan zahlen wir ja 3,6 Mio nur Zinsen. Was machen wir wenn wir das nicht mehr zahlen können? Und welche Bank gibt dem 1. FC Kaiserslautern ein Darlehen über 60.000.000 Euro? :D


Mal ein Beispiel aus meiner beruflichen Erfahrung. Drei Darlehen, jeweils im 7-stelligen Bereich vor ca. 1 Jahr abgeschlossen, bewegen sich zwischen 2,8 und 3,5 %. Klar ist, dass mittlerweile der Zinssatz nicht nach oben geschossen ist. Da spielen natürlich noch andere Faktoren in die Zinsberechnung mit hinein (kommunaler Eigenbetrieb, deutlich unter den vom FCK benötigten 65 Mio.), die genannten 5% dürften allerdings nach aktueller Lage trotzdem unterschritten werden.

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Durlacher, achso
Fritz-Walter-Stadion |#722
14.11.2013 - 09:22 Uhr
Zitat von Wormser87:

Um seine Position gegenüber der Stadt zu verbessern ist es doch im FCK-Sinne,dass die Belastungen,die der Verein durch das Stadion hat,so hoch wie möglich anzusetzen.Ich finde es daher die absolut richtige Strategie.



Zunächst einmal sorry, dass es so lange gedauert hat, bis ich dir antworte. Ich bin nicht allzu häufig hier im Moment und meistens lese ich nur kurz, weil mir die Zeit fehlt. Außerdem bin ich mit der sportlichen Entwicklung im Moment sehr zufrieden, weshalb der Leidensdruck entsprechend niedrig ist, was dazu führt, dass ich mir weniger Zeit nehme. Ich hoffe das ist okay.

Um Verhandlungsprozesse erfolgreich zu gestalten braucht man keine billigen Taschenspielertricks. Die diskreditieren lediglich denjenigen der sie anwendet und sind ganz und gar nicht zielführend. Stattdessen sollte man die Motivationen der Beteiligten analysieren, genau wie die Rahmenbedingungen unter denen sie stattfinden. Wenn man das tut, kommt man im vorliegenden Fall zu einem erstaunlichen Ergebnis. Es gibt nämlich eine eindeutige gemeinsame Interessenslage. Der FCK möchte gern sein Stadion zurück und die Stadiongesellschaft wäre es gerne los.

Statt öffentlich herumzuheulen wie schrecklich teuer das alles ist - und damit die Entscheidungsträger zu verärgern, während die Stadiongesellschaft finanziell selbst auf dem letzten Loch pfeift, der absehbaren Katastrophe konsequent entgegensteuert und dem FCK trotzdem immer wieder hilft - sollte man sich zusammensetzen, in aller Ruhe die Bedingungen besprechen zu denen ein Wechsel möglich ist und dann die notwendige Zeit investieren um Möglichkeiten zu erarbeiten wie man ein geeignetes Szenario auf gesunde Füße stellen kann.

Diesen Weg halte ich (erpobterweise) für den erfolgversprechenderen, weil ich tagtäglich erlebe, wie in Verhandlungsprozessen Emotionen oder vermeintlich schlaue Tricks das Ziel nachhaltig gefährden oder sogar unmöglich erreichbar machen. Ehrlich miteinander umzugehen schadet im "richtigen" Leben nicht. Und auch bei Verhandlungen nicht. Da ist es nicht so wesentlich was man sagt, sondern wann und ob man es sagt. Wenn man aber etwas sagt, dann sollte es auch der Wahrheit entsprechen. Damit fahre ich immer gut.

Nebenbei will ich auch noch mal auf Waterheads Anmerkungen hinsichtlich der Kneifzange eingehen. Ich sehe das ähnlich. Anzunehmen, dass auf Seiten der öffentlichen Hand Menschen über einen Millionenposten die Aufsicht und Entscheidungsgewalt führen, die nicht einmal die Kosten des Spielbetriebes von denen der Immobilienbewirtschaftung unterscheiden können, schadet wohl in aller erster Linie demjenigen der das unterstellt und fügt sich damit nahtlos in den Rest meines Beitrages ein.

Zum Schluss möchte ich aber noch einmal festhalten, dass wir uns wohl alle einig sind, dass der FCK - so gut es uns auch gefallen würde - zum jetzigen Zeitpunkt kaum in der Lage ist, den Stadionerwerb umzusetzen. Sich mit den notwendigen Vorarbeiten zu beschäftigen, diskret und unaufgeregt, schadet jedoch keinesfalls. Wie bitter es sein kann wenn man die Finanzierung auf die Beine stellt ohne vorher seine Hausaufgaben gemacht zu haben, hat der FCK hoffentlich anhand des NLZ mittlerweile verstanden.

Gruß Berti

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Bertikoks - Transfermarkt since 2003. Originalmitgliedsnummer 1686. Keine anonyme Kritik: FCK MGLD 2151
Fritz-Walter-Stadion |#723
14.11.2013 - 09:33 Uhr
5% könnten auch im derzeitigen Zinsumfeld nur bei einer Garantie/Bürgschaft der öffentlichen Hand unterboten werden.
Als Vergleichsmaßstab kann man sich gerne die Verzinsung von Senior Tranche Anleihen anschauen. Geht man aus dem Blue Chip Bereich raus, ist man bei Anleihen mit mittlerer Laufzeit in einem Bereich von 6%-9%. Dabei befindet man sich noch im Investment Grade Bereich.


Sei mir nicht böse, aber z.T. erweckst du bewusst den Eindruck, dass es konkrete Ansätze/Überlegungen gibt den Stadionverkauf zu schultern.
Zitat von Meininger:


Es gibt ein Szenario, das einen anderen Weg geht.



Auf Nachfrage erhält man dann, m.M.n. etwas schnippisch, die Auskunft, dass es diese Überlegungen gibt, sie aber

(a) nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind und
(b) von einer Person stammen, die (trotz unbezweifelter Expertise) nominell keine Entscheidungsbefugnis mehr hat.

Zitat von Meininger:

Ich halte Dich für intelligent genug um bereits gemerkt zu haben, dass ich die Szenarien hier nicht erörtern will und soll. Ich hatte vor einiger Zeit privat die Möglichkeit mit Dr. Ohlinger über das Projekt Stadionrückkauf zu sprechen. Dort erklärte er einige seiner Ideen. Der Mann hat wirklich Ahnung und gute Ideen.


Ich bin bei nicht nachprüfbaren Aussagen generell skeptisch, wenn ich von der Expertise der Person nicht überzeugt bin. Deine z.T. grundlegenden Fehler und Unsauberkeiten in der Materie stimmen mich bei solchen Aussagen skeptisch.
Bspw. ist die Bewertungsproblematik gerade notwendig, wenn _kein_ Markt exisitert bzw. der Markt zusammengebrochen ist.

Zitat von Meininger:

Meist richtet sich der Wert eines Objekts danach, was ein anderer zu zahlen bereit ist. Wenn es keinen "regulären" Markt gibt, kommt man selten in den Bereich eines Bewertungsproblems.

Der Wert eines Objektes ist nur im Marktgleichgewicht identisch zu seinem Preis.

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"I spent a lot of my money on booze, birds and fast cars - the rest I just squandered"


"Winning isn´t everything. It´s the only thing!"- Vince Lombardi
Fritz-Walter-Stadion |#724
14.11.2013 - 12:37 Uhr
Zitat von Waterhead:

Sei mir nicht böse, aber z.T. erweckst du bewusst den Eindruck, dass es konkrete Ansätze/Überlegungen gibt den Stadionverkauf zu schultern.
Zitat von Meininger:


Es gibt ein Szenario, das einen anderen Weg geht.



Es gibt mehrere ausgearbeitete Strategiepapiere für das Projekt Stadionrückkauf. Die liegen im Moment im Schrank, weil sie alle auf einer längerfristigen Bundesligazugehörigkeit des FCK basieren.

Zitat von Waterhead:

Auf Nachfrage erhält man dann, m.M.n. etwas schnippisch, die Auskunft, dass es diese Überlegungen gibt, sie aber

(a) nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind und


Ich will nicht. Ja, das klingt schnippisch. :rolleyes

Natürlich wird man sich irgendwann für eine Variante zum Stadionrückkauf entscheiden und sie auch öffentlich präsentieren. Bis dahin ist es doch unsinnig über verschiedene Varianten zu sprechen.

Zitat von Waterhead:
(b) von einer Person stammen, die (trotz unbezweifelter Expertise) nominell keine Entscheidungsbefugnis mehr hat.


Sie stammen deshalb von dieser Person, weil sie auf Wunsch unseres VV entstanden sind zu einer Zeit als die Person noch in Diensten des FCK stand.

Zitat von Waterhead:
Ich bin bei nicht nachprüfbaren Aussagen generell skeptisch, wenn ich von der Expertise der Person nicht überzeugt bin. Deine z.T. grundlegenden Fehler und Unsauberkeiten in der Materie stimmen mich bei solchen Aussagen skeptisch.
Bspw. ist die Bewertungsproblematik gerade notwendig, wenn _kein_ Markt exisitert bzw. der Markt zusammengebrochen ist.


Ich bin äusserst skeptisch, wenn pauschale Abwatscher ausgeteilt werden.

Sicher gibt es nur noch die Grundlagen des Marktes.
Wenn man allerdings sieht, wie komplizierter und komplexer werdende Märkte (Marktsituationen) mittlerweile beeinflusst, um nicht zu sagen manipuliert, werden, kann man den Glauben daran schon ab und zu verlieren.

Wenn Du Dich daran aufhängen willst, sei's drum. Ich wollte mit meiner Aussage lediglich betonen, dass man im Prinzip kein "Bewertungsproblem" hat, sondern ein Rückkauf die Abwicklung der Stadiongesellschaft zwingend erfordert. Das ist der Preis, den der FCK zahlen muss. Ich weiss nicht was Dich an dieser Formulierung stört.

Zitat von Waterhead:
Zitat von Meininger:

Meist richtet sich der Wert eines Objekts danach, was ein anderer zu zahlen bereit ist. Wenn es keinen "regulären" Markt gibt, kommt man selten in den Bereich eines Bewertungsproblems.

Der Wert eines Objektes ist nur im Marktgleichgewicht identisch zu seinem Preis.


Achje.
Wenn morgen ein verrückter Chinese mit dem Aktenkoffer kommt und den Betze kaufen will, zahlt er eben 100 Mio aus dem Koffer.
Wenn morgen der FCK zu Geld kommen sollte und könnte die Stadiongesellschaft abwickeln, wäre der Preis eben ca. 70 Mio €. (Entschuldige die Ungenauigkeit.)
Interessiert es da wirklich was der Betze wert ist?

Übrigens wurde gestern ein Triptychon von Bacon für 106 Mio € versteigert. Ist er das wirklich wert?

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Fritz-Walter-Stadion |#725
14.11.2013 - 13:34 Uhr
Zitat von Meininger:

Achje.
Wenn morgen ein verrückter Chinese mit dem Aktenkoffer kommt und den Betze kaufen will, zahlt er eben 100 Mio aus dem Koffer.
Wenn morgen der FCK zu Geld kommen sollte und könnte die Stadiongesellschaft abwickeln, wäre der Preis eben ca. 70 Mio €. (Entschuldige die Ungenauigkeit.)
Interessiert es da wirklich was der Betze wert ist?

Übrigens wurde gestern ein Triptychon von Bacon für 106 Mio € versteigert. Ist er das wirklich wert?


Schön, dass du wieder ein neues Feld eröffnest, das mit dem Thema nichts zu tun. Solange der Triptychon von Bacon nicht aus Vereins- oder Firmenvermögen erworben wird, ist es vollkommen egal, ob sein Wert mit dem Preis übereinstimmt.
Wenn ein verrückter Chinese den Betze für eine Fantastilliarde aus seinem Privatbesitzt erwirbt ist es auch egal, wie viel er wert ist.
Erwirbt SK den Betze, darf er ihn wesentlich über seinem Wert erwerben, deshalb muss man ihn bewerten. Aus diesem Grund ist die Restschuld der Stadiongesellschaft zunächst keine maßgebliche Größe für den Verkauf. Übernimmt der FCK die Restschuld (ca. 50Mio EUR) und jemand macht glaubhaft geltend, dass das Stadion nur 25 Mio. EUR _wert_ ist, dürfte die Anzeige wegen Untreue gegen die handelnden Personen nicht lange auf sich warten lassen (vgl. Gaschke in Kiel).

Basieren die Konzepte und Strategien tatsächlich auf der Restschuld der Stadiongesellschaft als Preis, würde meine Einschätzung der beteiligten Personen sich fundamental ändern.

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Fritz-Walter-Stadion |#726
14.11.2013 - 13:45 Uhr
Um mal die Brücke weg von Bilanztechnischen Überlegungen hin zur banalen Einfachheit zu schlagen, ist doch klar, das eine Bewertungansatz des Betze nie mehr sein kann, als der Verkehrswert des Grundstücks.
Für Stadien gibt es keinen Markt und somit auch keine marktgerechte Bewertung.
Der Rest auf dem Grundstück ist gelinde gesagt Betonschrott, zuzüglich dem, was man noch verwerten könnte. Damit wird ausser dem FCK nie jemand etwas anfangen können.
Fritz-Walter-Stadion |#727
15.11.2013 - 08:38 Uhr
@Praesi: DCF-Verfahren unter Going Concern Annahme.

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Fritz-Walter-Stadion |#728
15.11.2013 - 09:32 Uhr
Zitat von Waterhead:
@Praesi: DCF-Verfahren unter Going Concern Annahme.


Ja ist eine Möglichkeit für deine bilanzielle Bewertung, wobei man natürlich auch überlegen muss, ob das Stadion selbst einen Gewinn abwirft bzw. erwirtschaftet, da das doch sehr von dem darin spielenden Fussballclub abhängt.
Habe mich da wohl missverständlich ausgedrückt. Ich meinte das viel mehr in Bezug auf die Sicherheit bei einer Finanzierung.
Fritz-Walter-Stadion |#729
15.11.2013 - 09:57 Uhr
Zitat von Praesi:
Zitat von Waterhead:
@Praesi: DCF-Verfahren unter Going Concern Annahme.


Ja ist eine Möglichkeit für deine bilanzielle Bewertung, wobei man natürlich auch überlegen muss, ob das Stadion selbst einen Gewinn abwirft bzw. erwirtschaftet, da das doch sehr von dem darin spielenden Fussballclub abhängt.
Habe mich da wohl missverständlich ausgedrückt. Ich meinte das viel mehr in Bezug auf die Sicherheit bei einer Finanzierung.


Ah okay, habe deinen Beitrag falsch verstanden. In Hinblick auf eine Kreditsicherheit ist das Stadion tatsächlich mit 0 EUR zu bewerten (Ich gehe davon aus, das die fälligen Abrisskosten den Grundstückwert und Schrottwert übersteigen).

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Fritz-Walter-Stadion |#730
28.01.2014 - 10:01 Uhr
Neues Grün für den Betze! Seit gestern wird im Fritz-Walter-Stadion ein neuer Rasen verlegt. Über die Arbeiten, die der FCK gemeinsam mit seinem Partner EUROGREEN vornimmt, halten wir Euch hier und auf unserer Homepage www.fck.de in den kommenden Tagen auf dem Laufenden.
So is das....
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