Infantino's daily nonsense oder "Die FIFA auf Abwegen"
30.07.2026 - 22:54 Uhr
31.07.2026 - 08:36 Uhr
Ich empfinde das jetzt als internen Machtkampf. Die UEFA und ihre Verbände, die Vereine, die Spieler, die Berater... wenn man irgendwo mehr Kohle rauspressen kann hat da noch nie einer NEIN gesagt. Ich vermute da geht jetzt eher darum sich von Infantino, der FIFA und den kleinen (evtl. korrupten) Verbänden vorschreiben zu lassen wie das zu laufen hat, man ist schließlich selber Zugpferd und hält sich (vermutlich auch zurecht) für den Mittelpunkt des Fußballs.
Warten wir den 19. September ab, wenn ich das richtig gelesen habe ist da die Deadline. Wenn das durchgewunken wird, werden die U-WMs und die Frauen-WM vermutlich erstmal Bauernopfer mit einem Boykott... um die geht es ja nicht wirklich bei dem ganzen Hin und Her. Dann wird man vielleicht nochmal nachverhandeln, den Widerstand aufgeben oder einen Bruch vollziehen.
Da wird jetzt vermutlich im Hintergrund so viel geklüngelt... die UEFA hat erstmal gemeinsamen Widerstand demonstriert und jetzt wird man sehen was daraus wird. Komplette Konfrontation mit Showdown, versuchen die Einheit (vermutlich mit Kohle oder Einfluss) zu brechen, die ganzen Pläne abändern, dass es für die UEFA "zustimmungsfähig" wird... ich glaub das kann im Moment keiner seriös sagen... aber spannend bleibts, und das man endlich mal Infantino sagt: "So aber nicht mein Freund" finde ich erstmal das richtige Zeichen! Kommt eigentlich schon Jahre zu spät...
Warten wir den 19. September ab, wenn ich das richtig gelesen habe ist da die Deadline. Wenn das durchgewunken wird, werden die U-WMs und die Frauen-WM vermutlich erstmal Bauernopfer mit einem Boykott... um die geht es ja nicht wirklich bei dem ganzen Hin und Her. Dann wird man vielleicht nochmal nachverhandeln, den Widerstand aufgeben oder einen Bruch vollziehen.
Da wird jetzt vermutlich im Hintergrund so viel geklüngelt... die UEFA hat erstmal gemeinsamen Widerstand demonstriert und jetzt wird man sehen was daraus wird. Komplette Konfrontation mit Showdown, versuchen die Einheit (vermutlich mit Kohle oder Einfluss) zu brechen, die ganzen Pläne abändern, dass es für die UEFA "zustimmungsfähig" wird... ich glaub das kann im Moment keiner seriös sagen... aber spannend bleibts, und das man endlich mal Infantino sagt: "So aber nicht mein Freund" finde ich erstmal das richtige Zeichen! Kommt eigentlich schon Jahre zu spät...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von StefanE am 31.07.2026 um 08:40 Uhr bearbeitet
31.07.2026 - 10:44 Uhr
Zitat von Lullaby
Wenn die UEFA und der CONCACAF sich geschlossen dagegen positionieren, wird es schwer für Infantino. Das sind zusammen schon über 40% der Verbände.
Ich gehe aber auch davon aus, dass der Sturz Infantinos das eigentliche Ziel ist. Allerdings bleibe ich bei meiner Annahme, dass die UEFA ohne die FIFA besser klar käme als die FIFA ohne die UEFA.
Beste Grüße
Lullaby
Wenn die UEFA und der CONCACAF sich geschlossen dagegen positionieren, wird es schwer für Infantino. Das sind zusammen schon über 40% der Verbände.
Ich gehe aber auch davon aus, dass der Sturz Infantinos das eigentliche Ziel ist. Allerdings bleibe ich bei meiner Annahme, dass die UEFA ohne die FIFA besser klar käme als die FIFA ohne die UEFA.
Beste Grüße
Lullaby
Soweit wird es aber wahrscheinlich nicht kommen, es ist auch nicht die Frage wer ohne wen besser darsteht, im Endeffekt würde es dabei nur Verlierer geben.
Aus diesem Grund wird es sehr wahrscheinlich auf irgendeine Form von Kompromiss herauslaufen. Keine der Parteien wird ein gesteigertes Interesse an einer völligen Eskalation der Lage haben.
Deshalb wird es auch zunächst bei Machtspielen und Drohkullisen bleiben und am Ende wird in meinen Augen eine Lösung stehen wo niemand sein Gesicht verlieren wird.
Der Gedanke das dies wie ein reinigendes Gewitter wirken könnte, ist zwar charmant aber meiner Meinung nach nur die letzte Eskalationsstufe.
31.07.2026 - 10:59 Uhr
Ich glaube keineswegs, dass sich die UEFA so lächerlich macht, einen Boycott anzudrohen ohne ihn notfalls durchzuziehen.
Allerdings gibt es einen Punkt, den die Diskussionen bisher wenig beachten: Spanien und Portugal sind Co-Gastgeber der kommenden WM, und haben daher auf Grundlage der Host Association Agreements Verpflichtungen. Man kann davon ausgehen, dass die FIFA im Falle wesentlicher Vertragsbrüche hier gegen die beiden Verbände vorgehen würde, und bei der wirtschaftlichen Bedeutung der WM heutzutage könnten Forderungen selbst für große Fußballverbände schnell ruinös werden.
Aufgrund der Host Country Agreements (zwischen FIFA und den Regierungen) bekommt das zudem schnell eine viel stärkere politische Dimension. Ich vermute, während die Host Association Agreements (FIFA vs Verbände) wohl vor dem CAS verhandelt würden, wären für die Host Country Agreements (FIFA vs Regierungen) wohl gewöhnliche Gerichte, vermutlich in der Schweiz, zuständig. Wenn jemand hier mehr weiß, korrigiert mich bitte.
Inwiefern es beiden Verbänden und Ländern gelingen könnte, ihre Verpflichtungen zumindest weitestgehend zu erfüllen und gleichzeitig ihre Heim-WM zu boykottieren, finde ich ebenso spannend wie die Frage, was es mit einer WM machen würde, wenn jede Schlagzeile zu Drohungen der FIFA gegenüber Spanien/Portugal das Image von FIFA und der "Marke WM" schrittweise weiter beschädigt, bis dann wirklich gar nichts mehr davon übrig ist.
Allerdings gibt es einen Punkt, den die Diskussionen bisher wenig beachten: Spanien und Portugal sind Co-Gastgeber der kommenden WM, und haben daher auf Grundlage der Host Association Agreements Verpflichtungen. Man kann davon ausgehen, dass die FIFA im Falle wesentlicher Vertragsbrüche hier gegen die beiden Verbände vorgehen würde, und bei der wirtschaftlichen Bedeutung der WM heutzutage könnten Forderungen selbst für große Fußballverbände schnell ruinös werden.
Aufgrund der Host Country Agreements (zwischen FIFA und den Regierungen) bekommt das zudem schnell eine viel stärkere politische Dimension. Ich vermute, während die Host Association Agreements (FIFA vs Verbände) wohl vor dem CAS verhandelt würden, wären für die Host Country Agreements (FIFA vs Regierungen) wohl gewöhnliche Gerichte, vermutlich in der Schweiz, zuständig. Wenn jemand hier mehr weiß, korrigiert mich bitte.
Inwiefern es beiden Verbänden und Ländern gelingen könnte, ihre Verpflichtungen zumindest weitestgehend zu erfüllen und gleichzeitig ihre Heim-WM zu boykottieren, finde ich ebenso spannend wie die Frage, was es mit einer WM machen würde, wenn jede Schlagzeile zu Drohungen der FIFA gegenüber Spanien/Portugal das Image von FIFA und der "Marke WM" schrittweise weiter beschädigt, bis dann wirklich gar nichts mehr davon übrig ist.
31.07.2026 - 10:59 Uhr
Der Kicker meldet gerade, dass sich auch der asiatische Verband solidarisiert und den Plänen ablehnend gegenüber steht. Das sollte dann tatsächlich der berühmte Sargnagel für Infantinos Plan sein.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von martinf112 am 31.07.2026 um 11:00 Uhr bearbeitet
31.07.2026 - 11:09 Uhr
Zitat von Dropshot
Ich glaube keineswegs, dass sich die UEFA so lächerlich macht, einen Boycott anzudrohen ohne ihn notfalls durchzuziehen.
Allerdings gibt es einen Punkt, den die Diskussionen bisher wenig beachten: Spanien und Portugal sind Co-Gastgeber der kommenden WM, und haben daher auf Grundlage der Host Association Agreements Verpflichtungen. Man kann davon ausgehen, dass die FIFA im Falle wesentlicher Vertragsbrüche hier gegen die beiden Verbände vorgehen würde, und bei der wirtschaftlichen Bedeutung der WM heutzutage könnten Forderungen selbst für große Fußballverbände schnell ruinös werden.
Aufgrund der Host Country Agreements (zwischen FIFA und den Regierungen) bekommt das zudem schnell eine viel stärkere politische Dimension. Ich vermute, während die Host Association Agreements (FIFA vs Verbände) wohl vor dem CAS verhandelt würden, wären für die Host Country Agreements (FIFA vs Regierungen) wohl gewöhnliche Gerichte, vermutlich in der Schweiz, zuständig. Wenn jemand hier mehr weiß, korrigiert mich bitte.
Inwiefern es beiden Verbänden und Ländern gelingen könnte, ihre Verpflichtungen zumindest weitestgehend zu erfüllen und gleichzeitig ihre Heim-WM zu boykottieren, finde ich ebenso spannend wie die Frage, was es mit einer WM machen würde, wenn jede Schlagzeile zu Drohungen der FIFA gegenüber Spanien/Portugal das Image von FIFA und der "Marke WM" schrittweise weiter beschädigt, bis dann wirklich gar nichts mehr davon übrig ist.
Ich glaube keineswegs, dass sich die UEFA so lächerlich macht, einen Boycott anzudrohen ohne ihn notfalls durchzuziehen.
Allerdings gibt es einen Punkt, den die Diskussionen bisher wenig beachten: Spanien und Portugal sind Co-Gastgeber der kommenden WM, und haben daher auf Grundlage der Host Association Agreements Verpflichtungen. Man kann davon ausgehen, dass die FIFA im Falle wesentlicher Vertragsbrüche hier gegen die beiden Verbände vorgehen würde, und bei der wirtschaftlichen Bedeutung der WM heutzutage könnten Forderungen selbst für große Fußballverbände schnell ruinös werden.
Aufgrund der Host Country Agreements (zwischen FIFA und den Regierungen) bekommt das zudem schnell eine viel stärkere politische Dimension. Ich vermute, während die Host Association Agreements (FIFA vs Verbände) wohl vor dem CAS verhandelt würden, wären für die Host Country Agreements (FIFA vs Regierungen) wohl gewöhnliche Gerichte, vermutlich in der Schweiz, zuständig. Wenn jemand hier mehr weiß, korrigiert mich bitte.
Inwiefern es beiden Verbänden und Ländern gelingen könnte, ihre Verpflichtungen zumindest weitestgehend zu erfüllen und gleichzeitig ihre Heim-WM zu boykottieren, finde ich ebenso spannend wie die Frage, was es mit einer WM machen würde, wenn jede Schlagzeile zu Drohungen der FIFA gegenüber Spanien/Portugal das Image von FIFA und der "Marke WM" schrittweise weiter beschädigt, bis dann wirklich gar nichts mehr davon übrig ist.
In der Theorie würden die europäischen Verbände vielleicht die WM boykottieren, allerdings wird es dazu niemals kommen.
Im Endeffekt kann daran auch niemand ein ernstes Interesse haben. Eine weitere Frage wäre, was nach dem Boykott passieren sollte, wenn man es schon machen würde dann würde quasi nur eine komplette Neuordnung Sinn ergeben.
Aber hier bewegen wir uns meiner Meinung nach wie gesagt komplett in einer Theorie-Welt.
In der Realität steht für alle Parteien viel zu viel auf dem Spiel, die WM in Europa 2030 ist da nur ein Teil davon.
Im Endeffekt wird man sich irgendwie einigen, so dass alle Parteien es als Erfolg verbuchen können. Wir reden hier von Verbänden und Politik und da wird es einfach nicht zum Super-GAU kommen.
Von daher ja, in der Theorie könnte es zum Boykott kommen, in der Praxis aber höchstwahrscheinlich nicht.
31.07.2026 - 11:13 Uhr
Quelle: Kicker
Infantinos Mehrheit schwimmt davon: Auch Asien solidarisiert sich mit UEFA
Nun hat sich mit Asien der dritte Kontinentalverband mit klarer Skepsis zu Wort gemeldet: Die Investorenpläne der FIFA drohen damit immer deutlicher, keine Mehrheit im Plenum zu bekommen.
"Die AFC solidarisiert sich mit der UEFA und der CONCACAF und äußert ernste Bedenken hinsichtlich des FIFA-Vorschlags, private Investitionen in die wichtigsten Wettbewerbe des Verbandes einzubringen, sowie bezüglich des Entscheidungsprozesses rund um die FFE" (...)
Nun hat sich mit Asien der dritte Kontinentalverband mit klarer Skepsis zu Wort gemeldet: Die Investorenpläne der FIFA drohen damit immer deutlicher, keine Mehrheit im Plenum zu bekommen.
"Die AFC solidarisiert sich mit der UEFA und der CONCACAF und äußert ernste Bedenken hinsichtlich des FIFA-Vorschlags, private Investitionen in die wichtigsten Wettbewerbe des Verbandes einzubringen, sowie bezüglich des Entscheidungsprozesses rund um die FFE" (...)
31.07.2026 - 12:12 Uhr
Mal sehen, ob dieser maximale öffentliche Druck Infantino dazu bringt, seinen "Vorschlag" und das damit verbundene Ultimatum bis zum 19. September zurückzuziehen. Alle jubeln jetzt, aber ich sehe für ihn weiterhin mehrere Optionen, sein Anliegen durchzusetzen: Denn erstens stimmen am Ende nicht die Kontinentalverbände, sondern die Länderverbände ab - und da lässt sich nach dem Prinzip "Teile und herrsche" mit entsprechenden Zuwendungen immer noch was auf der Hinterbühne machen. Und zweitens kann man das Ding jetzt als ultimative Entscheidung zurücknehmen und "an die Ausschüsse" verweisen, wo man sich dann in Kompromissstrukturen befindet und das Ganze "besser" einkleiden und verkaufbar machen kann.
Soll heißen, dass ich den "Aufstand der Anständigen" immer noch nicht kaufe, weil ich auch auf der Länderverbändeebene wenig "Anständiges" erkennen kann und für das komplette System Compliance ein absolutes Fremdwort ist.
Was jetzt gescheitert ist, ist m.E. der Versuch, ein Szenario durchzudrücken, das für Europa nicht hinreichend profitabel ist. Findet man einen anderen Verteilungsschlüssel, gibt es auch einen anderen Diskurs.
Was ich allen Opponenten tatsächlich abnehme ist, dass diese Verbandelung mit Trump & Familie sie maximal ankotzt. Vielleicht ist damit sogar Infantino als Person für eine weitere Amtszeit und mögliche Anschlusstätigkeit in der GF der auszugliedernden Gesellschaft verbrannt. Das wäre ja auch schon was. Aber dass diese Teilprivatisierung im Sinne der Maxime, wonach die FIFA den Weltfußball nur treuhänderisch für die kommenden Generationen verwalte, nachhaltig gestoppt wird, glaube ich erst, wenn ich es sehe. Die Menschen aus den neuen Bundesländern wissen ja, was es mit so einer "Treuhand" auf sich hat.
Ich will hier nicht deutlicher werden, um nicht gegen Nutzungsbedingungen zu verstoßen. Aber die gesamte FIFA-Struktur steht für mich auf einer Compliance-Ebene mit gewissen "Welt"-Boxverbänden. Aus solchen Strukturen heraus gibt es keine moralischen Erneuerungsbewegungen, die musst du definitiv zerschlagen, um einen Neuanfang zu machen. Und dafür gibt es nirgendwo ein Interesse, dafür verdienen alle viel zu gut an dem System.
Soll heißen, dass ich den "Aufstand der Anständigen" immer noch nicht kaufe, weil ich auch auf der Länderverbändeebene wenig "Anständiges" erkennen kann und für das komplette System Compliance ein absolutes Fremdwort ist.
Was jetzt gescheitert ist, ist m.E. der Versuch, ein Szenario durchzudrücken, das für Europa nicht hinreichend profitabel ist. Findet man einen anderen Verteilungsschlüssel, gibt es auch einen anderen Diskurs.
Was ich allen Opponenten tatsächlich abnehme ist, dass diese Verbandelung mit Trump & Familie sie maximal ankotzt. Vielleicht ist damit sogar Infantino als Person für eine weitere Amtszeit und mögliche Anschlusstätigkeit in der GF der auszugliedernden Gesellschaft verbrannt. Das wäre ja auch schon was. Aber dass diese Teilprivatisierung im Sinne der Maxime, wonach die FIFA den Weltfußball nur treuhänderisch für die kommenden Generationen verwalte, nachhaltig gestoppt wird, glaube ich erst, wenn ich es sehe. Die Menschen aus den neuen Bundesländern wissen ja, was es mit so einer "Treuhand" auf sich hat.
Ich will hier nicht deutlicher werden, um nicht gegen Nutzungsbedingungen zu verstoßen. Aber die gesamte FIFA-Struktur steht für mich auf einer Compliance-Ebene mit gewissen "Welt"-Boxverbänden. Aus solchen Strukturen heraus gibt es keine moralischen Erneuerungsbewegungen, die musst du definitiv zerschlagen, um einen Neuanfang zu machen. Und dafür gibt es nirgendwo ein Interesse, dafür verdienen alle viel zu gut an dem System.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 31.07.2026 um 12:27 Uhr bearbeitet
31.07.2026 - 13:12 Uhr
Zitat von Dropshot
Ich glaube keineswegs, dass sich die UEFA so lächerlich macht, einen Boycott anzudrohen ohne ihn notfalls durchzuziehen.
Allerdings gibt es einen Punkt, den die Diskussionen bisher wenig beachten: Spanien und Portugal sind Co-Gastgeber der kommenden WM, und haben daher auf Grundlage der Host Association Agreements Verpflichtungen. Man kann davon ausgehen, dass die FIFA im Falle wesentlicher Vertragsbrüche hier gegen die beiden Verbände vorgehen würde, und bei der wirtschaftlichen Bedeutung der WM heutzutage könnten Forderungen selbst für große Fußballverbände schnell ruinös werden.
Aufgrund der Host Country Agreements (zwischen FIFA und den Regierungen) bekommt das zudem schnell eine viel stärkere politische Dimension. Ich vermute, während die Host Association Agreements (FIFA vs Verbände) wohl vor dem CAS verhandelt würden, wären für die Host Country Agreements (FIFA vs Regierungen) wohl gewöhnliche Gerichte, vermutlich in der Schweiz, zuständig. Wenn jemand hier mehr weiß, korrigiert mich bitte.
Inwiefern es beiden Verbänden und Ländern gelingen könnte, ihre Verpflichtungen zumindest weitestgehend zu erfüllen und gleichzeitig ihre Heim-WM zu boykottieren, finde ich ebenso spannend wie die Frage, was es mit einer WM machen würde, wenn jede Schlagzeile zu Drohungen der FIFA gegenüber Spanien/Portugal das Image von FIFA und der "Marke WM" schrittweise weiter beschädigt, bis dann wirklich gar nichts mehr davon übrig ist.
Ich glaube keineswegs, dass sich die UEFA so lächerlich macht, einen Boycott anzudrohen ohne ihn notfalls durchzuziehen.
Allerdings gibt es einen Punkt, den die Diskussionen bisher wenig beachten: Spanien und Portugal sind Co-Gastgeber der kommenden WM, und haben daher auf Grundlage der Host Association Agreements Verpflichtungen. Man kann davon ausgehen, dass die FIFA im Falle wesentlicher Vertragsbrüche hier gegen die beiden Verbände vorgehen würde, und bei der wirtschaftlichen Bedeutung der WM heutzutage könnten Forderungen selbst für große Fußballverbände schnell ruinös werden.
Aufgrund der Host Country Agreements (zwischen FIFA und den Regierungen) bekommt das zudem schnell eine viel stärkere politische Dimension. Ich vermute, während die Host Association Agreements (FIFA vs Verbände) wohl vor dem CAS verhandelt würden, wären für die Host Country Agreements (FIFA vs Regierungen) wohl gewöhnliche Gerichte, vermutlich in der Schweiz, zuständig. Wenn jemand hier mehr weiß, korrigiert mich bitte.
Inwiefern es beiden Verbänden und Ländern gelingen könnte, ihre Verpflichtungen zumindest weitestgehend zu erfüllen und gleichzeitig ihre Heim-WM zu boykottieren, finde ich ebenso spannend wie die Frage, was es mit einer WM machen würde, wenn jede Schlagzeile zu Drohungen der FIFA gegenüber Spanien/Portugal das Image von FIFA und der "Marke WM" schrittweise weiter beschädigt, bis dann wirklich gar nichts mehr davon übrig ist.
Ich denke auch, dass der vertragliche Aspekt mehr Beachtung bekommen wird, falls sich die Diskussion fortsetzt. Nach allem, was öffentlich bekannt ist, dürften die Host Association Agreements inzwischen bestehen, sodass Spanien und Portugal gegenüber der FIFA tatsächlich vertragliche Verpflichtungen eingegangen sind. Ein Boykott wäre daher rechtlich sicherlich nicht so einfach, sofern die FIFA weiterhin der Vertragspartner bleibt.
Gleichzeitig würde ich daraus aber nicht automatisch ableiten, dass die Verbände am Ende zwangsläufig haften müssten. Entscheidend sind der konkrete Wortlaut der Verträge, das anwendbare Recht und die Frage, wie ein geschlossener UEFA-Boykott rechtlich einzuordnen wäre. Das ließe sich kaum pauschal beantworten.
Spannend finde ich außerdem die Frage, wie sich die Rechtslage verändert, falls die FIFA die WM künftig über eine neue Gesellschaft organisieren sollte. Sollte sich dadurch der Vertragspartner ändern, wäre zumindest zu prüfen, ob und in welchem Umfang die bestehenden Verpflichtungen überhaupt unverändert fortgelten. Auch das dürfte letztlich von den jeweiligen Vertragsklauseln abhängen.
Als Spanien und Portugal würde ich auf jeden Fall dort ansetzen und da im Moment das Konstrukt noch nicht im Detail bekannt ist, hierauf meine Argumentation aufbauen: mit der FIFA in ihrer bisherigen Form kann ein Vertrag bestehen, wenn die Durchführung der WM jedoch an eine neue Organisation mit neuen Zielen und Beteiligten "weiterverkauft" oder ausgelagert wird, dann können diese Verträge auch nichtig sein.
31.07.2026 - 13:56 Uhr
Quelle: Transfermarkt
Nachdem sich der Weltverband gegen die Vorwürfe der UEFA in einem Statement gewehrt hatte, ist nun mit Carlos Cordeiro ein enger Vertrauter von Infantino zurückgetreten, wie die Nachrichtenagentur „AP“ und der Sender „Sky News“ (...) meldeten. Cordeiro vertrat den Fußball-Weltverband zuletzt in der Task Force des Weißen Hauses zur WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko.
„Als leitender Berater des FIFA-Präsidenten, früherer Banker und lebenslanger Fußball-Fan kann ich nicht tatenlos zusehen, wie die FIFA den Verkauf einer Beteiligung an der Weltmeisterschaft in Erwägung zieht“
Langsam steht Infantino mehr oder weniger alleine da. Das kann einem nur erfreuen.
„Als leitender Berater des FIFA-Präsidenten, früherer Banker und lebenslanger Fußball-Fan kann ich nicht tatenlos zusehen, wie die FIFA den Verkauf einer Beteiligung an der Weltmeisterschaft in Erwägung zieht“
31.07.2026 - 14:04 Uhr
Zitat von Ivo_Ilicevic
Quelle: www.transfermarkt.de
Nachdem sich der Weltverband gegen die Vorwürfe der UEFA in einem Statement gewehrt hatte, ist nun mit Carlos Cordeiro ein enger Vertrauter von Infantino zurückgetreten, wie die Nachrichtenagentur „AP“ und der Sender „Sky News“ (...) meldeten. Cordeiro vertrat den Fußball-Weltverband zuletzt in der Task Force des Weißen Hauses zur WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko.
„Als leitender Berater des FIFA-Präsidenten, früherer Banker und lebenslanger Fußball-Fan kann ich nicht tatenlos zusehen, wie die FIFA den Verkauf einer Beteiligung an der Weltmeisterschaft in Erwägung zieht“
Langsam steht Infantino mehr oder weniger alleine da. Das kann einem nur erfreuen.„Als leitender Berater des FIFA-Präsidenten, früherer Banker und lebenslanger Fußball-Fan kann ich nicht tatenlos zusehen, wie die FIFA den Verkauf einer Beteiligung an der Weltmeisterschaft in Erwägung zieht“
Absolut klasse, dass sich jetzt mal richtig Widerstand regt!!! Wird es Infantino abhalten, den Fußball weiter für seine Ziele zu missbrauchen?? Ganz sicher nicht!!!
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