| Geburtsdatum | 12.06.1974 |
|---|---|
| Alter | 52 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Vereinslos |
23.04.2025 - 08:53 Uhr
Zitat von Wingman_7
Ich stand dem Menschen u. Trainer Markus Anfang zum Zeitpunkt seiner Verpflichtung trotz der Impfpassdebatte zunächst neutral u. offen gegenüber.
Für einen Cheftrainer des 1. FCK muss ich persönlich auch keine persönlichen Sympathien empfinden, solange er die Mannschaft (und damit auch zwangsläufig mich) aus sportlicher Sicht „abholt“.
Auch bin ich kein „Mann vom Fach“, habe keine entsprechende (A-)-Lizenz(en), noch Qualitäten in Führungsfragen einer 30-Mann-starken Gruppe bzw. eines Profispielerkaders, aber wer hat das hier auch schon?
Der Punkteschnitt unter Anfang war zugegeben sehr vorzeigbar, aber irgendwo stellten sich bei mir persönlich dennoch schon relativ früh in der Saison gewisse Weichen ein, die mir aus intrinsischer Sicht signalisierten, dass da trotzdem „etwas mit diesem neuen Cheftrainer nicht so richtig passt“.
Je länger die Saison andauerte und je mehr Spiele ich sowohl vor dem Bildschirm, wie auch im Stadion live verfolgte, desto mehr bestätigte sich mein persönliches Gefühl, dass die Mannschaft trotz der verkündeten „Weiterentwicklung“ stagnierte oder wir unter Anfang (offenbar) nur zu zwei fußballerischen Extremen fähig gewesen sind – primärer Fokus auf eine vermeintlich "stabile Abwehr" (die durch das fehlende-/nicht entwickelte Defensivkonzept eher weniger so berauschend funktionierte) oder maximale Offensive (die wir nicht über die gesamten neunzig Minuten aufrechterhalten konnten). Ein wirkliches "Bessermachen" des Gesamtkollektivs oder der Einzelspieler konnte ich da bis heute auch mit einem gewissen Wohlwollen nicht wirklich erkennen.
Immer wenn sich die Mannschaft dagegen gewisse „Pausen“ im Spiel nehmen wollte oder eine Balance in ihrer Spielanlage herstellen wollte, fiel dieses Gebilde schneller zusammen als ein Kartenhaus, charakteristisch fällt mir da das vergangene Heimspiel gegen Düsseldorf u. der Beginn der zweiten Halbzeit ein. Hier wurde richtigerweise schon darauf hingedeutet, dass diese Abschnitte offenbar auch nicht der Anweisung-/taktischen Ausrichtung von Anfang entsprachen, so wild gestikulierend er von der Seitenlinie dem stets versuchte entgegenzuwirken – aber dennoch, eine (positive) Entwicklung blieb hier auch nach 30. Spieltagen, mehreren Personalrochaden-/Winter-Neuzugängen aus und eine gewisse Stabilität suchte man dabei gerade über die letzten Wochen immer vergeblicher.
Ich merkte dahingehend dann auch schnell, dass ich mich mit Anfangs spitzbübischer Art und Weise irgendwann nicht mehr anfreunden konnte und war ehrlich gesagt auch im Verlaufe der weiteren Spiele nur noch genervt davon, wenn er sich auf signifikante/stichhaltige Fragen der Journalisten (…was bei uns selten genug vorkommt) aus seiner Verantwortung als Cheftrainer lavieren wollte, mit Gegenfragen antwortete oder sich belegbare(!) Statistiken und Kennziffern nach dem eigenen Gusto zurechtschusterte. Mir persönlich fehlte da einfach ein gewisser Grad an Authentizität und Kredibilität, die gerade als FCK-Cheftrainer am Standort Kaiserslautern eigentlich unabdingbar ist und für die die Fans auch normalerweise sehr sensible Antennen mitbringen.
Zu diesen Punkten gesellten sich dann on Top zuletzt noch die äußerst fragwürdigen Auftritte in der Öffentlichkeit („Wir haben auch ohne Aufstieg eine gute Saison gespielt“) oder Aussagen wie: „Das sind die Spieler, die im Kader stehen bzw. die ich zur Verfügung habe“ unmittelbar vor dem Anpfiff am vergangenen Samstag. Auch die emotionslosen und an Phlegmatik kaum mehr zu überbietenden Auf-/u. Einstellungen seiner Spieler bei den zuletzt gezeigten Auswärtsspielen in Paderborn, Magdeburg oder Braunschweig warfen mehr als große Fragen auf, ob der Trainer Markus Anfang seinen Kader fünf Spieltage vor Saisonende überhaupt richtig verstanden hat bzw. tatsächlich noch erreicht?
Natürlich tragen auch Hengen/Hajri und die restlichen Kaderplaner im Hintergrund durch die (teils) unausgewogene Kaderzusammenstellung einschneidenden Punkten Rechnung, die in erster Instanz nicht Markus Anfang und seinem Trainerteam zuzurechnen sind, aber dennoch bin ich wie viele hier auch der Meinung, dass wir die Spiele aus den letzten Wochen einfach zu drastisch abgeschenkt haben und der Trainer Anfang (in der Sonne des vermeintlichen Erfolgs) offenbar auch wenig andere taktische Kniffe aus seiner persönlichen Trickkiste hervorzaubern oder entwickeln konnte, die sich die Mannschaft in der aktuellen Form-/Ergebnisdelle hätte zu nutzen machen können um diesen Negativtrend aus eigener Kraft zu stoppen und die eher auf der pragmatischen statt auf der Ebene des "modernen Spiels" hätten zu finden sein müssen.
Ich denke, dass man Teilaspekte dieses oft verkündeten „Prozesses“ und der „Weiterentwicklung“ nach einer fast vollständig gespielten Saison und auch in Verbindung mit einem (teils-) heterogenen Kader durchaus hätte mehr erkennen sollen/können, als es zuletzt unter Anfang (leider) der Fall gewesen ist. Deshalb ist diese vorzeitige Trennung auch meiner Ansicht nach a) konsequent und b) vollkommen richtig.
Gruß,
W7
Ich stand dem Menschen u. Trainer Markus Anfang zum Zeitpunkt seiner Verpflichtung trotz der Impfpassdebatte zunächst neutral u. offen gegenüber.
Für einen Cheftrainer des 1. FCK muss ich persönlich auch keine persönlichen Sympathien empfinden, solange er die Mannschaft (und damit auch zwangsläufig mich) aus sportlicher Sicht „abholt“.
Auch bin ich kein „Mann vom Fach“, habe keine entsprechende (A-)-Lizenz(en), noch Qualitäten in Führungsfragen einer 30-Mann-starken Gruppe bzw. eines Profispielerkaders, aber wer hat das hier auch schon?
Der Punkteschnitt unter Anfang war zugegeben sehr vorzeigbar, aber irgendwo stellten sich bei mir persönlich dennoch schon relativ früh in der Saison gewisse Weichen ein, die mir aus intrinsischer Sicht signalisierten, dass da trotzdem „etwas mit diesem neuen Cheftrainer nicht so richtig passt“.
Je länger die Saison andauerte und je mehr Spiele ich sowohl vor dem Bildschirm, wie auch im Stadion live verfolgte, desto mehr bestätigte sich mein persönliches Gefühl, dass die Mannschaft trotz der verkündeten „Weiterentwicklung“ stagnierte oder wir unter Anfang (offenbar) nur zu zwei fußballerischen Extremen fähig gewesen sind – primärer Fokus auf eine vermeintlich "stabile Abwehr" (die durch das fehlende-/nicht entwickelte Defensivkonzept eher weniger so berauschend funktionierte) oder maximale Offensive (die wir nicht über die gesamten neunzig Minuten aufrechterhalten konnten). Ein wirkliches "Bessermachen" des Gesamtkollektivs oder der Einzelspieler konnte ich da bis heute auch mit einem gewissen Wohlwollen nicht wirklich erkennen.
Immer wenn sich die Mannschaft dagegen gewisse „Pausen“ im Spiel nehmen wollte oder eine Balance in ihrer Spielanlage herstellen wollte, fiel dieses Gebilde schneller zusammen als ein Kartenhaus, charakteristisch fällt mir da das vergangene Heimspiel gegen Düsseldorf u. der Beginn der zweiten Halbzeit ein. Hier wurde richtigerweise schon darauf hingedeutet, dass diese Abschnitte offenbar auch nicht der Anweisung-/taktischen Ausrichtung von Anfang entsprachen, so wild gestikulierend er von der Seitenlinie dem stets versuchte entgegenzuwirken – aber dennoch, eine (positive) Entwicklung blieb hier auch nach 30. Spieltagen, mehreren Personalrochaden-/Winter-Neuzugängen aus und eine gewisse Stabilität suchte man dabei gerade über die letzten Wochen immer vergeblicher.
Ich merkte dahingehend dann auch schnell, dass ich mich mit Anfangs spitzbübischer Art und Weise irgendwann nicht mehr anfreunden konnte und war ehrlich gesagt auch im Verlaufe der weiteren Spiele nur noch genervt davon, wenn er sich auf signifikante/stichhaltige Fragen der Journalisten (…was bei uns selten genug vorkommt) aus seiner Verantwortung als Cheftrainer lavieren wollte, mit Gegenfragen antwortete oder sich belegbare(!) Statistiken und Kennziffern nach dem eigenen Gusto zurechtschusterte. Mir persönlich fehlte da einfach ein gewisser Grad an Authentizität und Kredibilität, die gerade als FCK-Cheftrainer am Standort Kaiserslautern eigentlich unabdingbar ist und für die die Fans auch normalerweise sehr sensible Antennen mitbringen.
Zu diesen Punkten gesellten sich dann on Top zuletzt noch die äußerst fragwürdigen Auftritte in der Öffentlichkeit („Wir haben auch ohne Aufstieg eine gute Saison gespielt“) oder Aussagen wie: „Das sind die Spieler, die im Kader stehen bzw. die ich zur Verfügung habe“ unmittelbar vor dem Anpfiff am vergangenen Samstag. Auch die emotionslosen und an Phlegmatik kaum mehr zu überbietenden Auf-/u. Einstellungen seiner Spieler bei den zuletzt gezeigten Auswärtsspielen in Paderborn, Magdeburg oder Braunschweig warfen mehr als große Fragen auf, ob der Trainer Markus Anfang seinen Kader fünf Spieltage vor Saisonende überhaupt richtig verstanden hat bzw. tatsächlich noch erreicht?
Natürlich tragen auch Hengen/Hajri und die restlichen Kaderplaner im Hintergrund durch die (teils) unausgewogene Kaderzusammenstellung einschneidenden Punkten Rechnung, die in erster Instanz nicht Markus Anfang und seinem Trainerteam zuzurechnen sind, aber dennoch bin ich wie viele hier auch der Meinung, dass wir die Spiele aus den letzten Wochen einfach zu drastisch abgeschenkt haben und der Trainer Anfang (in der Sonne des vermeintlichen Erfolgs) offenbar auch wenig andere taktische Kniffe aus seiner persönlichen Trickkiste hervorzaubern oder entwickeln konnte, die sich die Mannschaft in der aktuellen Form-/Ergebnisdelle hätte zu nutzen machen können um diesen Negativtrend aus eigener Kraft zu stoppen und die eher auf der pragmatischen statt auf der Ebene des "modernen Spiels" hätten zu finden sein müssen.
Ich denke, dass man Teilaspekte dieses oft verkündeten „Prozesses“ und der „Weiterentwicklung“ nach einer fast vollständig gespielten Saison und auch in Verbindung mit einem (teils-) heterogenen Kader durchaus hätte mehr erkennen sollen/können, als es zuletzt unter Anfang (leider) der Fall gewesen ist. Deshalb ist diese vorzeitige Trennung auch meiner Ansicht nach a) konsequent und b) vollkommen richtig.
Gruß,
W7
Diese Analyse teile ich zu 100 Prozent. Außer, dass ich bereits bei der Verpflichtung nicht überzeugt war.
23.04.2025 - 08:55 Uhr
Jetzt ist das Thema auch rum... da kann man jetzt noch soviel darüber diskutieren. Zusammenfassend kann ich für mich nur sagen das MA mit einem großen Rucksack beim FCK gestartet ist der zwar in Zeiten des Erfolgs etwas leichter wurde, aber dafür in Zeiten des Misserfolgs dafür doppelt so schwer. Man kann die drei Niederlagen, wobei ich da das Spiel gegen Nürnberg noch etwas ausklammern würde, nicht wegdiskutieren. Jetzt ist es natürlich streitbar ob ein Trainer nach drei Niederlagen in Folge direkt entlassen werden sollte. Wenn es nur die drei Niederlagen waren dann empfinde ich es nicht so... wenn es intern schon nicht mehr gelaufen ist dann kann man das natürlich zum Stein des Anstoßes nehmen.
Einige von uns, und jetzt nehme ich das Forum mal als Gradmesser für Investoren, Verantwortliche, Mitarbeiter etc., haben nach dem Beginn der Rückrunde viel Höhenluft geschnuppert und der Aufstieg war (ist) drin und dementsprechend war dass dann plötzlich das unausgesprochene Ziel. Ich bin mir sicher zum Start der Saison hat keiner gesagt: Ziel muss dieses Jahr der Aufstieg sein... auch hier nicht. Die Gegebenheiten können natürlich auch die Zielsetzungen ändern. Ich hab den Aufstieg immer als "nicte-to-have" gesehen aber nicht als "must-have" was es aber immer mehr mit der Zeit wurde. Schlussendlich ist MA vermutlich auch daran gescheitert. Es hätte natürlich einigen Fans gut gefallen wenn MA sich hingestellt hätte mit der Aussage nach dem Düsseldorf Spiel: So jetzt wollen wir aufsteigen und das ist unser Ziel! Wäre aber bei einem nicht erreichen des Ziel zum absoluten Bumerang geworden. MA hatte vermutlich wirklich die Absicht langfristig zu bleiben und wollte sich deswegen nicht auf ein Ziel festlegen dessen erreichbar sehr fraglich ist. Das Ziel war aber schon in den Köpfen und so hätte er es, im nachhinein ist man immer schlauer, auch einfach raushauen können... ob er jetzt geflogen wäre weil er das Ziel der anderen oder sein eigenes nicht erreicht hätte wäre dann eh schon egal gewesen.
Vor Jahren gab es hier einige die sich TL als Trainer gewünscht haben... jetzt ist er da, und vor allem für den Zweck des Aufstiegs. Da kann man nur viel Glück wünschen, schön wäre es ja. Sollte es aber nicht klappen, was ich befürchte, vielleicht sogar noch mit weiteren Niederlagen die folgen werden, hat man TL keinen Gefallen getan. Ich hab es schon geschrieben, wenn die Saison mit einer schlechten Stimmung endet und die neue mit keinen guten Ergebnissen startet wird es direkt ungemütlich zum Saisonstart.
Einige von uns, und jetzt nehme ich das Forum mal als Gradmesser für Investoren, Verantwortliche, Mitarbeiter etc., haben nach dem Beginn der Rückrunde viel Höhenluft geschnuppert und der Aufstieg war (ist) drin und dementsprechend war dass dann plötzlich das unausgesprochene Ziel. Ich bin mir sicher zum Start der Saison hat keiner gesagt: Ziel muss dieses Jahr der Aufstieg sein... auch hier nicht. Die Gegebenheiten können natürlich auch die Zielsetzungen ändern. Ich hab den Aufstieg immer als "nicte-to-have" gesehen aber nicht als "must-have" was es aber immer mehr mit der Zeit wurde. Schlussendlich ist MA vermutlich auch daran gescheitert. Es hätte natürlich einigen Fans gut gefallen wenn MA sich hingestellt hätte mit der Aussage nach dem Düsseldorf Spiel: So jetzt wollen wir aufsteigen und das ist unser Ziel! Wäre aber bei einem nicht erreichen des Ziel zum absoluten Bumerang geworden. MA hatte vermutlich wirklich die Absicht langfristig zu bleiben und wollte sich deswegen nicht auf ein Ziel festlegen dessen erreichbar sehr fraglich ist. Das Ziel war aber schon in den Köpfen und so hätte er es, im nachhinein ist man immer schlauer, auch einfach raushauen können... ob er jetzt geflogen wäre weil er das Ziel der anderen oder sein eigenes nicht erreicht hätte wäre dann eh schon egal gewesen.
Vor Jahren gab es hier einige die sich TL als Trainer gewünscht haben... jetzt ist er da, und vor allem für den Zweck des Aufstiegs. Da kann man nur viel Glück wünschen, schön wäre es ja. Sollte es aber nicht klappen, was ich befürchte, vielleicht sogar noch mit weiteren Niederlagen die folgen werden, hat man TL keinen Gefallen getan. Ich hab es schon geschrieben, wenn die Saison mit einer schlechten Stimmung endet und die neue mit keinen guten Ergebnissen startet wird es direkt ungemütlich zum Saisonstart.
23.04.2025 - 08:55 Uhr
23.04.2025 - 08:58 Uhr
Am Ende scheitert Anfang an seinem eigenen Understatement.
Wer in der Saisonentwicklung immer besser werden will und immer rausgeht um zu gewinnen dem fliegen diese Floskeln nach den letzten Auftritten, Aufstellungen und Ergebnissen nun mal um die Ohren.
Wenn man dermaßen nah am Aufstieg platziert ist und immer nur von einem einstelligen Tabellenplatz schwadroniert anstatt aus dem Berg einen Aufstiegsvulkan zu machen der braucht sich nicht wundern, wenn die Mannschaft das am Ende leider auch verinnerlicht.
Es hätte ja wirklich nicht viel gebraucht umd den Schalter umzugehen und "All in" zu gehen aber ein Motivator ist Anfang nun mal nicht.
Ich glaube im Gegensatz zu vielen anderen, dass die Spielidee am Ende gar nicht so wichtig ist. Die Mannschaft muss daran glauben und dieses Gefühl hatte man in den letzten Wochen nicht so wirklich.
Das Braunschweigspiel war dann auch die Kirsche auf der Torte, denn hier war schon bei der Aufstellung, das Gewinnen wollen' nicht mehr zu erkennen.
Ob Hengens Entscheidung richtig ist, lässt sich wie immer erst im Nachhinein feststellen, aber die Beweggründe lassen sich für mich jedenfalls nachvollziehen
Wer in der Saisonentwicklung immer besser werden will und immer rausgeht um zu gewinnen dem fliegen diese Floskeln nach den letzten Auftritten, Aufstellungen und Ergebnissen nun mal um die Ohren.
Wenn man dermaßen nah am Aufstieg platziert ist und immer nur von einem einstelligen Tabellenplatz schwadroniert anstatt aus dem Berg einen Aufstiegsvulkan zu machen der braucht sich nicht wundern, wenn die Mannschaft das am Ende leider auch verinnerlicht.
Es hätte ja wirklich nicht viel gebraucht umd den Schalter umzugehen und "All in" zu gehen aber ein Motivator ist Anfang nun mal nicht.
Ich glaube im Gegensatz zu vielen anderen, dass die Spielidee am Ende gar nicht so wichtig ist. Die Mannschaft muss daran glauben und dieses Gefühl hatte man in den letzten Wochen nicht so wirklich.
Das Braunschweigspiel war dann auch die Kirsche auf der Torte, denn hier war schon bei der Aufstellung, das Gewinnen wollen' nicht mehr zu erkennen.
Ob Hengens Entscheidung richtig ist, lässt sich wie immer erst im Nachhinein feststellen, aber die Beweggründe lassen sich für mich jedenfalls nachvollziehen
23.04.2025 - 09:02 Uhr
Zitat von BarcaKL
Ihr scheint es echt nicht zu kapieren, was mit dieser Formulierung gemeint ist. Was glaubst du, wie oft wir mit den exakt selben Leistungen 6/6 Punkte gegen Paderborn und Düsseldorf, gegen Nürnberg und Magdeburg zwei Unentschieden, gegen Braunschweig, Schalke und Karlsruhe 9/9 Punkte und gegen Ulm, Fürth, Münster und Hertha 12/12 Punkte holen würden? Jedes Mal, in jedem dritten, fünften, zehnten oder noch weniger Fällen?
Im Normalfall holst du mal mindestens 6 Punkte weniger und dann hätte hier kein Mensch je von Aufstieg gefaselt. Natürlich ist das dann auch ein Argument gegen Markus Anfang, aber den haben andere in den Himmel gehoben und nicht diejenigen, die auch diese Spiele weitaus kritischer gesehen haben. Würde man sich mit den sportlichen Gründen von solchen sportlichen Auf und Abs beschäftigen, könnte man auch weniger hysterisch darauf reagieren. Aber das traf bei uns ja nicht nur Anfang, sondern mindestens auch noch Schuster und Antwerpen. Daher alles normal auf dem Betze.
Ihr scheint es echt nicht zu kapieren, was mit dieser Formulierung gemeint ist. Was glaubst du, wie oft wir mit den exakt selben Leistungen 6/6 Punkte gegen Paderborn und Düsseldorf, gegen Nürnberg und Magdeburg zwei Unentschieden, gegen Braunschweig, Schalke und Karlsruhe 9/9 Punkte und gegen Ulm, Fürth, Münster und Hertha 12/12 Punkte holen würden? Jedes Mal, in jedem dritten, fünften, zehnten oder noch weniger Fällen?
Im Normalfall holst du mal mindestens 6 Punkte weniger und dann hätte hier kein Mensch je von Aufstieg gefaselt. Natürlich ist das dann auch ein Argument gegen Markus Anfang, aber den haben andere in den Himmel gehoben und nicht diejenigen, die auch diese Spiele weitaus kritischer gesehen haben. Würde man sich mit den sportlichen Gründen von solchen sportlichen Auf und Abs beschäftigen, könnte man auch weniger hysterisch darauf reagieren. Aber das traf bei uns ja nicht nur Anfang, sondern mindestens auch noch Schuster und Antwerpen. Daher alles normal auf dem Betze.
Ist durchaus irgendwo nachvollziehbar was du schreibst. Ich verstehe nur nicht, was deine Quintessenz daraus ist. Wir spielen nach dunklen Jahren wieder eine ganz gute Rolle in Fußballdeutschland. Wir haben zu einem nicht unerheblichen Anteil eine Mannschaft die Spaß gemacht hat, weil sie sich oftmals am eigenen Schopf aus dem Sumpf gezogen und in Teilen auch unterhaltsamen Fußball gespielt hat. Deine aufgestellten Hypothesen, was angeblich „normal“ gewesen wäre, sind doch deshalb nicht wirklich relevant. Bzw. nur dann relevant, wenn man die Entwicklung des FCK seit dem letzten Drittligajahr tatsächlich in größeren Teilen als negativ bewertet. Oder möchtest du wirklich sagen, dass wir mit der Neuetablierung in der 2. Liga unser momentanes Potential nicht voll ausgeschöpft haben? Natürlich geht immer mehr, aber mir ist deine Bewertung zu negativ. Mir tut der Blick zurück auf diese „neuen“ Zweitligajahre gut und ich bin zufrieden damit. Ob wir da jetzt übermäßig viel Glück hatten ist für mich nicht besonders relevant. Aber wahrscheinlich sind es einfach unterschiedliche Ansätze.
23.04.2025 - 09:08 Uhr
Was wäre Lautern ohne Drama und Extreme? Vielleicht so etwas wie Mainz, aber definitiv nicht unser FCK. Kam die Entscheidung zur Personalie Anfang überraschend? Nach dem Medienrummel von Sonntag und Montag definitiv nicht.
Hier meine Gedanken zu der ganzen Sache.
1. Zur Entscheidung der Freistellung
Diese ist aus meiner Sicht durchaus nachvollziehbar. Sicherlich haben wir insgesamt mehr Punkte geholt, als es viele vor der Saison erwartet hätten – inklusive mir. In den letzten Partien schienen Aufstellung und spielerische Ausrichtung jedoch eher willkürlich und auf Zufall ausgerichtet. Konnten (glückliche) Punktgewinne über eine gewisse Zeit noch vieles kaschieren, so hat sich dieser Faktor zum Saisonende abgenutzt und Anfang schien zunehmend ratlos. Was die vielen Umstellungen erklärt. Wo zum Ende der Hinrunde noch spielerische Fortschritte und eine Handschrift zu erkennen waren, basierte unser Spiel in der Rückrunde vermehrt auf individueller Qualität und Geniestreichen gewisser Akteure. Gleichzeitig wurde von Anfang immer wieder das Mantra der Entwicklung vorgetragen, was nicht gerade zur Glaubwürdigkeit beitrug. Sicherlich braucht eine Entwicklung Zeit und Konstanz, allerdings müssen hierzu Ansätze erkennbar sein. Und nein, weder harmloser Ballbesitz (Pässe zwischen den Verteidigern) noch der Tabellenplatz haben hier alleinige Aussagekraft. Ich sah diese Ansätze nicht, sondern eher eine rückläufige Entwicklung, gepaart mit dem Szenario, dass wir ohnehin viele Spieler aus der Stammelf verlieren werden. Worauf hätte man da in der Sommerpause aufbauen sollen?
Für den Erfolg, auch über die Sommerpause hinaus, braucht es aus meiner Sicht auch eine gewisse Symbiose zwischen Mannschaft und Trainer. Auch hier schien mir das Verhältnis eher distanziert und wenig innig. Bei einigen Vereinen mag das funktionieren, beim FCK zeigt die Geschichte jedoch das Gegenteil.
Nicht zuletzt schienen sich bei Anfang gewisse Muster von seinen Vorgängerstationen zu wiederholen, auch das sprach gegen eine Weiterbeschäftigung über den Sommer hinaus.
2. Zum Zeitpunkt der Freistellung
Die Freistellung mag für viele zur Unzeit kommen und ich möchte den Zeitpunkt zumindest als unglücklich bezeichnen. Idealerweise hätte man das in Ruhe zum Saisonende gemacht. Hier platzte jedoch das Schalke-Gerücht dazwischen, welches nicht rechtzeitig kommunikativ bearbeitet wurde. Und das eben genau vor dem Schalke-Spiel. Man stelle sich mal vor, was da bei einer Niederlage nach dem Spiel losgewesen wäre – auch im Stadion. Da ist der Rummel der letzten beiden Tage ein laues Windchen dagegen.
Vergessen darf man hier ebenfalls nicht, dass immer noch vier Spiele zu absolvieren sind und Tabellenplatz 3 in Reichweite ist. Ebenso spielt die Platzierung für das Fernsehgeld eine Rolle. Muss eine Profi-Verein hier alle Chancen auf ein besseres Abschneiden nutzen? Aus meiner Sicht unbedingt. Wäre das mit Anfang noch möglich gewesen? Das muss dann eben die sportliche Leitung abschätzen.
3. Zur Entscheidung für Lieberknecht
Diese wirft aus meiner Sicht auf fragliches Licht auf Hengen. Lieberknecht steht für einen spielerischen Ansatz, der eher mit Schuster vergleichbar ist und irgendwie einer Rolle rückwärts gleichkommt – zumindest auf den ersten Blick. Dieses Hin und Her zeugt von einem mangelnden Konzept und/oder zu großer Einflussnahme von externen Akteuren. Beides ist nicht gut für die langfristige sportliche Entwicklung des Vereins. Hier muss endlich Stringenz in unseren Verein. Von mir aus auch gerne mit dem Ansatz einer sicheren Defensive und eines schnellen Umschaltspiels, aber dann bitte konsequent.
Grundsätzlich passt Lieberknecht von seinem Mindset und seiner Personalie sicherlich gut zum Betze, aber das alleine macht noch keinen Erfolg aus. Wichtig wird sein, dass er die Jungs nun wieder komplett fokussiert bekommt, auch wenn er dafür einigen die Hammelbeine langziehen muss. Aus meiner Sicht braucht die Mannschaft aktuell vor allem einen guten Fahrplan an die Hand, das war zuletzt zu viel freie Interpretation auf dem Spielfeld.
Eine Chance wird er von mir definitiv bekommen.
4. Sonstiges
Die Verantwortlichen müssen das (gefühlte) Chaos unbedingt transparent aufarbeiten und entsprechende Lehren daraus ziehen. Sie müssen nun auch klar vermitteln, wo wir mit welchen Mitteln hinwollen.
Die Rolle der Investoren ist unklar, aber vieles deutet auf große Einflussnahme hin. Das ist mangels sportlicher Expertise so nicht hinnehmbar, insbesondere, weil nicht die entsprechenden Mittel zur Verfügung gestellt werden. Wer schnell Bundesliga-Fußball will, der muss viel mehr als ein paar Millionen auf den Tisch legen.
Hier meine Gedanken zu der ganzen Sache.
1. Zur Entscheidung der Freistellung
Diese ist aus meiner Sicht durchaus nachvollziehbar. Sicherlich haben wir insgesamt mehr Punkte geholt, als es viele vor der Saison erwartet hätten – inklusive mir. In den letzten Partien schienen Aufstellung und spielerische Ausrichtung jedoch eher willkürlich und auf Zufall ausgerichtet. Konnten (glückliche) Punktgewinne über eine gewisse Zeit noch vieles kaschieren, so hat sich dieser Faktor zum Saisonende abgenutzt und Anfang schien zunehmend ratlos. Was die vielen Umstellungen erklärt. Wo zum Ende der Hinrunde noch spielerische Fortschritte und eine Handschrift zu erkennen waren, basierte unser Spiel in der Rückrunde vermehrt auf individueller Qualität und Geniestreichen gewisser Akteure. Gleichzeitig wurde von Anfang immer wieder das Mantra der Entwicklung vorgetragen, was nicht gerade zur Glaubwürdigkeit beitrug. Sicherlich braucht eine Entwicklung Zeit und Konstanz, allerdings müssen hierzu Ansätze erkennbar sein. Und nein, weder harmloser Ballbesitz (Pässe zwischen den Verteidigern) noch der Tabellenplatz haben hier alleinige Aussagekraft. Ich sah diese Ansätze nicht, sondern eher eine rückläufige Entwicklung, gepaart mit dem Szenario, dass wir ohnehin viele Spieler aus der Stammelf verlieren werden. Worauf hätte man da in der Sommerpause aufbauen sollen?
Für den Erfolg, auch über die Sommerpause hinaus, braucht es aus meiner Sicht auch eine gewisse Symbiose zwischen Mannschaft und Trainer. Auch hier schien mir das Verhältnis eher distanziert und wenig innig. Bei einigen Vereinen mag das funktionieren, beim FCK zeigt die Geschichte jedoch das Gegenteil.
Nicht zuletzt schienen sich bei Anfang gewisse Muster von seinen Vorgängerstationen zu wiederholen, auch das sprach gegen eine Weiterbeschäftigung über den Sommer hinaus.
2. Zum Zeitpunkt der Freistellung
Die Freistellung mag für viele zur Unzeit kommen und ich möchte den Zeitpunkt zumindest als unglücklich bezeichnen. Idealerweise hätte man das in Ruhe zum Saisonende gemacht. Hier platzte jedoch das Schalke-Gerücht dazwischen, welches nicht rechtzeitig kommunikativ bearbeitet wurde. Und das eben genau vor dem Schalke-Spiel. Man stelle sich mal vor, was da bei einer Niederlage nach dem Spiel losgewesen wäre – auch im Stadion. Da ist der Rummel der letzten beiden Tage ein laues Windchen dagegen.
Vergessen darf man hier ebenfalls nicht, dass immer noch vier Spiele zu absolvieren sind und Tabellenplatz 3 in Reichweite ist. Ebenso spielt die Platzierung für das Fernsehgeld eine Rolle. Muss eine Profi-Verein hier alle Chancen auf ein besseres Abschneiden nutzen? Aus meiner Sicht unbedingt. Wäre das mit Anfang noch möglich gewesen? Das muss dann eben die sportliche Leitung abschätzen.
3. Zur Entscheidung für Lieberknecht
Diese wirft aus meiner Sicht auf fragliches Licht auf Hengen. Lieberknecht steht für einen spielerischen Ansatz, der eher mit Schuster vergleichbar ist und irgendwie einer Rolle rückwärts gleichkommt – zumindest auf den ersten Blick. Dieses Hin und Her zeugt von einem mangelnden Konzept und/oder zu großer Einflussnahme von externen Akteuren. Beides ist nicht gut für die langfristige sportliche Entwicklung des Vereins. Hier muss endlich Stringenz in unseren Verein. Von mir aus auch gerne mit dem Ansatz einer sicheren Defensive und eines schnellen Umschaltspiels, aber dann bitte konsequent.
Grundsätzlich passt Lieberknecht von seinem Mindset und seiner Personalie sicherlich gut zum Betze, aber das alleine macht noch keinen Erfolg aus. Wichtig wird sein, dass er die Jungs nun wieder komplett fokussiert bekommt, auch wenn er dafür einigen die Hammelbeine langziehen muss. Aus meiner Sicht braucht die Mannschaft aktuell vor allem einen guten Fahrplan an die Hand, das war zuletzt zu viel freie Interpretation auf dem Spielfeld.
Eine Chance wird er von mir definitiv bekommen.
4. Sonstiges
Die Verantwortlichen müssen das (gefühlte) Chaos unbedingt transparent aufarbeiten und entsprechende Lehren daraus ziehen. Sie müssen nun auch klar vermitteln, wo wir mit welchen Mitteln hinwollen.
Die Rolle der Investoren ist unklar, aber vieles deutet auf große Einflussnahme hin. Das ist mangels sportlicher Expertise so nicht hinnehmbar, insbesondere, weil nicht die entsprechenden Mittel zur Verfügung gestellt werden. Wer schnell Bundesliga-Fußball will, der muss viel mehr als ein paar Millionen auf den Tisch legen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Butduma am 23.04.2025 um 09:09 Uhr bearbeitet
23.04.2025 - 09:13 Uhr
Zitat von Butduma
Was wäre Lautern ohne Drama und Extreme? Vielleicht so etwas wie Mainz, aber definitiv nicht unser FCK. Kam die Entscheidung zur Personalie Anfang überraschend? Nach dem Medienrummel von Sonntag und Montag definitiv nicht.
Hier meine Gedanken zu der ganzen Sache.
1. Zur Entscheidung der Freistellung
Diese ist aus meiner Sicht durchaus nachvollziehbar. Sicherlich haben wir insgesamt mehr Punkte geholt, als es viele vor der Saison erwartet hätten – inklusive mir. In den letzten Partien schienen Aufstellung und spielerische Ausrichtung jedoch eher willkürlich und auf Zufall ausgerichtet. Konnten (glückliche) Punktgewinne über eine gewisse Zeit noch vieles kaschieren, so hat sich dieser Faktor zum Saisonende abgenutzt und Anfang schien zunehmend ratlos. Was die vielen Umstellungen erklärt. Wo zum Ende der Hinrunde noch spielerische Fortschritte und eine Handschrift zu erkennen waren, basierte unser Spiel in der Rückrunde vermehrt auf individueller Qualität und Geniestreichen gewisser Akteure. Gleichzeitig wurde von Anfang immer wieder das Mantra der Entwicklung vorgetragen, was nicht gerade zur Glaubwürdigkeit beitrug. Sicherlich braucht eine Entwicklung Zeit und Konstanz, allerdings müssen hierzu Ansätze erkennbar sein. Und nein, weder harmloser Ballbesitz (Pässe zwischen den Verteidigern) noch der Tabellenplatz haben hier alleinige Aussagekraft. Ich sah diese Ansätze nicht, sondern eher eine rückläufige Entwicklung, gepaart mit dem Szenario, dass wir ohnehin viele Spieler aus der Stammelf verlieren werden. Worauf hätte man da in der Sommerpause aufbauen sollen?
Für den Erfolg, auch über die Sommerpause hinaus, braucht es aus meiner Sicht auch eine gewisse Symbiose zwischen Mannschaft und Trainer. Auch hier schien mir das Verhältnis eher distanziert und wenig innig. Bei einigen Vereinen mag das funktionieren, beim FCK zeigt die Geschichte jedoch das Gegenteil.
Nicht zuletzt schienen sich bei Anfang gewisse Muster von seinen Vorgängerstationen zu wiederholen, auch das sprach gegen eine Weiterbeschäftigung über den Sommer hinaus.
2. Zum Zeitpunkt der Freistellung
Die Freistellung mag für viele zur Unzeit kommen und ich möchte den Zeitpunkt zumindest als unglücklich bezeichnen. Idealerweise hätte man das in Ruhe zum Saisonende gemacht. Hier platzte jedoch das Schalke-Gerücht dazwischen, welches nicht rechtzeitig kommunikativ bearbeitet wurde. Und das eben genau vor dem Schalke-Spiel. Man stelle sich mal vor, was da bei einer Niederlage nach dem Spiel losgewesen wäre – auch im Stadion. Da ist der Rummel der letzten beiden Tage ein laues Windchen dagegen.
Vergessen darf man hier ebenfalls nicht, dass immer noch vier Spiele zu absolvieren sind und Tabellenplatz 3 in Reichweite ist. Ebenso spielt die Platzierung für das Fernsehgeld eine Rolle. Muss eine Profi-Verein hier alle Chancen auf ein besseres Abschneiden nutzen? Aus meiner Sicht unbedingt. Wäre das mit Anfang noch möglich gewesen? Das muss dann eben die sportliche Leitung abschätzen.
3. Zur Entscheidung für Lieberknecht
Diese wirft aus meiner Sicht auf fragliches Licht auf Hengen. Lieberknecht steht für einen spielerischen Ansatz, der eher mit Schuster vergleichbar ist und irgendwie einer Rolle rückwärts gleichkommt – zumindest auf den ersten Blick. Dieses Hin und Her zeugt von einem mangelnden Konzept und/oder zu großer Einflussnahme von externen Akteuren. Beides ist nicht gut für die langfristige sportliche Entwicklung des Vereins. Hier muss endlich Stringenz in unseren Verein. Von mir aus auch gerne mit dem Ansatz einer sicheren Defensive und eines schnellen Umschaltspiels, aber dann bitte konsequent.
Grundsätzlich passt Lieberknecht von seinem Mindset und seiner Personalie sicherlich gut zum Betze, aber das alleine macht noch keinen Erfolg aus. Wichtig wird sein, dass er die Jungs nun wieder komplett fokussiert bekommt, auch wenn er dafür einigen die Hammelbeine langziehen muss. Aus meiner Sicht braucht die Mannschaft aktuell vor allem einen guten Fahrplan an die Hand, das war zuletzt zu viel freie Interpretation auf dem Spielfeld.
Eine Chance wird er von mir definitiv bekommen.
4. Sonstiges
Die Verantwortlichen müssen das (gefühlte) Chaos unbedingt transparent aufarbeiten und entsprechende Lehren daraus ziehen. Sie müssen nun auch klar vermitteln, wo wir mit welchen Mitteln hinwollen.
Die Rolle der Investoren ist unklar, aber vieles deutet auf große Einflussnahme hin. Das ist mangels sportlicher Expertise so nicht hinnehmbar, insbesondere, weil nicht die entsprechenden Mittel zur Verfügung gestellt werden. Wer schnell Bundesliga-Fußball will, der muss viel mehr als ein paar Millionen auf den Tisch legen.
Was wäre Lautern ohne Drama und Extreme? Vielleicht so etwas wie Mainz, aber definitiv nicht unser FCK. Kam die Entscheidung zur Personalie Anfang überraschend? Nach dem Medienrummel von Sonntag und Montag definitiv nicht.
Hier meine Gedanken zu der ganzen Sache.
1. Zur Entscheidung der Freistellung
Diese ist aus meiner Sicht durchaus nachvollziehbar. Sicherlich haben wir insgesamt mehr Punkte geholt, als es viele vor der Saison erwartet hätten – inklusive mir. In den letzten Partien schienen Aufstellung und spielerische Ausrichtung jedoch eher willkürlich und auf Zufall ausgerichtet. Konnten (glückliche) Punktgewinne über eine gewisse Zeit noch vieles kaschieren, so hat sich dieser Faktor zum Saisonende abgenutzt und Anfang schien zunehmend ratlos. Was die vielen Umstellungen erklärt. Wo zum Ende der Hinrunde noch spielerische Fortschritte und eine Handschrift zu erkennen waren, basierte unser Spiel in der Rückrunde vermehrt auf individueller Qualität und Geniestreichen gewisser Akteure. Gleichzeitig wurde von Anfang immer wieder das Mantra der Entwicklung vorgetragen, was nicht gerade zur Glaubwürdigkeit beitrug. Sicherlich braucht eine Entwicklung Zeit und Konstanz, allerdings müssen hierzu Ansätze erkennbar sein. Und nein, weder harmloser Ballbesitz (Pässe zwischen den Verteidigern) noch der Tabellenplatz haben hier alleinige Aussagekraft. Ich sah diese Ansätze nicht, sondern eher eine rückläufige Entwicklung, gepaart mit dem Szenario, dass wir ohnehin viele Spieler aus der Stammelf verlieren werden. Worauf hätte man da in der Sommerpause aufbauen sollen?
Für den Erfolg, auch über die Sommerpause hinaus, braucht es aus meiner Sicht auch eine gewisse Symbiose zwischen Mannschaft und Trainer. Auch hier schien mir das Verhältnis eher distanziert und wenig innig. Bei einigen Vereinen mag das funktionieren, beim FCK zeigt die Geschichte jedoch das Gegenteil.
Nicht zuletzt schienen sich bei Anfang gewisse Muster von seinen Vorgängerstationen zu wiederholen, auch das sprach gegen eine Weiterbeschäftigung über den Sommer hinaus.
2. Zum Zeitpunkt der Freistellung
Die Freistellung mag für viele zur Unzeit kommen und ich möchte den Zeitpunkt zumindest als unglücklich bezeichnen. Idealerweise hätte man das in Ruhe zum Saisonende gemacht. Hier platzte jedoch das Schalke-Gerücht dazwischen, welches nicht rechtzeitig kommunikativ bearbeitet wurde. Und das eben genau vor dem Schalke-Spiel. Man stelle sich mal vor, was da bei einer Niederlage nach dem Spiel losgewesen wäre – auch im Stadion. Da ist der Rummel der letzten beiden Tage ein laues Windchen dagegen.
Vergessen darf man hier ebenfalls nicht, dass immer noch vier Spiele zu absolvieren sind und Tabellenplatz 3 in Reichweite ist. Ebenso spielt die Platzierung für das Fernsehgeld eine Rolle. Muss eine Profi-Verein hier alle Chancen auf ein besseres Abschneiden nutzen? Aus meiner Sicht unbedingt. Wäre das mit Anfang noch möglich gewesen? Das muss dann eben die sportliche Leitung abschätzen.
3. Zur Entscheidung für Lieberknecht
Diese wirft aus meiner Sicht auf fragliches Licht auf Hengen. Lieberknecht steht für einen spielerischen Ansatz, der eher mit Schuster vergleichbar ist und irgendwie einer Rolle rückwärts gleichkommt – zumindest auf den ersten Blick. Dieses Hin und Her zeugt von einem mangelnden Konzept und/oder zu großer Einflussnahme von externen Akteuren. Beides ist nicht gut für die langfristige sportliche Entwicklung des Vereins. Hier muss endlich Stringenz in unseren Verein. Von mir aus auch gerne mit dem Ansatz einer sicheren Defensive und eines schnellen Umschaltspiels, aber dann bitte konsequent.
Grundsätzlich passt Lieberknecht von seinem Mindset und seiner Personalie sicherlich gut zum Betze, aber das alleine macht noch keinen Erfolg aus. Wichtig wird sein, dass er die Jungs nun wieder komplett fokussiert bekommt, auch wenn er dafür einigen die Hammelbeine langziehen muss. Aus meiner Sicht braucht die Mannschaft aktuell vor allem einen guten Fahrplan an die Hand, das war zuletzt zu viel freie Interpretation auf dem Spielfeld.
Eine Chance wird er von mir definitiv bekommen.
4. Sonstiges
Die Verantwortlichen müssen das (gefühlte) Chaos unbedingt transparent aufarbeiten und entsprechende Lehren daraus ziehen. Sie müssen nun auch klar vermitteln, wo wir mit welchen Mitteln hinwollen.
Die Rolle der Investoren ist unklar, aber vieles deutet auf große Einflussnahme hin. Das ist mangels sportlicher Expertise so nicht hinnehmbar, insbesondere, weil nicht die entsprechenden Mittel zur Verfügung gestellt werden. Wer schnell Bundesliga-Fußball will, der muss viel mehr als ein paar Millionen auf den Tisch legen.
Genau da liegt das Risiko.
Konservativ wie beim KSC oder eher alles auf eine Karte.
Was das richtige war wissen wir bald.
Bis bald im Wildpark
Auf ein schönes Derby
23.04.2025 - 09:47 Uhr
Zitat von Immer
Genau da liegt das Risiko.
Konservativ wie beim KSC oder eher alles auf eine Karte.
Was das richtige war wissen wir bald.
Bis bald im Wildpark
Auf ein schönes Derby
Genau da liegt das Risiko.
Konservativ wie beim KSC oder eher alles auf eine Karte.
Was das richtige war wissen wir bald.
Bis bald im Wildpark
Auf ein schönes Derby
Beim KSC wurde jetzt auch mehrfach die sportliche Leitung ausgetauscht, dort ist außer Eichner auch nichts wirklich konstant.
Ich denke nicht das man hier alles auf eine Karte setzt. Markus Anfang war nicht sehr anpassungsfähig an die Kadergegebenheiten. Zudem war der Entwicklung rückläufig und genau das ist ja ein Muster das er jetzt bei mehreren Vereinen hatte.
Wieso sollte man da ausgerechnet bei uns auf Besserung hoffen?
23.04.2025 - 09:54 Uhr
Zitat von MaxDevil
Ich denke nicht das man hier alles auf eine Karte setzt. Markus Anfang war nicht sehr anpassungsfähig an die Kadergegebenheiten.
Ich denke nicht das man hier alles auf eine Karte setzt. Markus Anfang war nicht sehr anpassungsfähig an die Kadergegebenheiten.
Das finde ich jetzt nur mäßig fair. Nach dem verpatzten Saisonstart hat Anfang von 4-3-3 auf ein asymmetrisches 3-4-2-1 umgestellt, was einigen Spielern stark entgegen kam und erst mal sehr gut funktioniert hat.
Beste Grüße
Lullaby
23.04.2025 - 09:55 Uhr
Zitat von Lullaby
Mal ne dumme Frage, weil ich mir keine Spiele angeschaut habe: wieviele Spiele gab es in dieser Saison, in denen wir über 90 oder wenigstens 75 Minuten überzeugt haben?
Beste Grüße
Lullaby
Mal ne dumme Frage, weil ich mir keine Spiele angeschaut habe: wieviele Spiele gab es in dieser Saison, in denen wir über 90 oder wenigstens 75 Minuten überzeugt haben?
Beste Grüße
Lullaby
OT: Schön das du wieder zurück bist, dafür hat sich die Entlassung schonmal gelohnt
Ich habe uns selten über ein ganzes Spiel überzeugend gesehen, gerade in der Rückrunde ist das nochmal deutlicher geworden.
Bei Rückstand fand ich uns meist noch am besten, da haben uns viele Gegner Ball und Feld erstmal überlassen und wir konnten meist ordentlich Druck machen.
Generell finde ich das unser Spiel viel von Einzelmomenten gelebt hat, richtig gutes Positions- oder Passspiel hat man in der Rückrunde nicht mehr gesehen.
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