Die Couchingzone
13.08.2010 - 13:19 Uhr
26.07.2015 - 18:27 Uhr
Total verschissen Herr Kohlmeyer, total verschissen. Aber das ist bekanntlich viel besser als verkackt.
Gruß Berti
Gruß Berti
28.07.2015 - 11:50 Uhr
Ohne Scheiß, Kohlmeyer, du bringst es auf den Pott.. äh... Punkt.
31.07.2015 - 09:42 Uhr
Jahrgang 6 – Ausgabe 2: Kasperltheater am Betzenberg
von Butduma
Wer von uns wackeren Gesellen saß zu Kindheitszeiten nicht mit leuchtenden Augen vor der Bretterbude und wartete sehnsüchtige darauf, dass sich der rote Samtvorhang öffnen möge? Selbst wenn in jenem Bretterverschlag ein Perversling seine Hände in den Popo diverser Puppen rammte und mit schräger Stimmer brutale Geschichten vom Pferd verkündetet, hätten wir uns am liebsten eine Dauerkarte für das Spektakel besorgt. Neu entfacht wurde diese Liebe zum Kasperl-Theater am ersten Spieltag der blutjungen Zweitliga-Saison, können die Roten Teufel jetzt doch mit einem eigenen, überaus treffsicheren Kasper aufwarten. Und da der normale FCK-Fan überaus begeisterungsfähig ist, erschallen bereits Jubelarien rund um den Betzenberg. Ein neuer Torjäger, Hexentöter und Krokodilfänger ist geboren: Kacper Przybylko. Dank polnischer Vorfahren mit einem C statt einem S in Namen. Von einem polnischen Gast-Kasper zu sprechen wäre an dieser Stelle hingegen polnisch… ähm… politisch unbefleckt.
Aus undichten Quellen und Rohrleitungen konnte in Erfahrung gebracht werden, dass Stefan S. aus Dankbarkeit für das kommende Heimspiel folgendes Laienstück vorgesehen hat - ein letztes Geheimtraining ist für Freitagmorgen angesetzt:
„Viel besser als das sommerliche Kasperltheater bei den Löwen“, werden so manche von euch sagen und damit auch Recht behalten, denn was Poschner, Ismaik und Co. aus dem einzige wahren Verein der Isar-Hauptstadt gemacht haben geht auf keine Kuh- oder besser Löwenhaut mehr. Da braucht es keinen dahergelaufenen Zahnarzt aus den USA, um dem edlen Tiere ein bedauernswertes Ende zu bescheren, das erledigt in diesem Fall die Raubkatze selbst.
Von da droht unserem pfälzischen Kacperl-Theater folglich kaum Gefahr, viel wahrscheinlicher ist hingegen, dass uns Petersens Mondfahrt einen Strich durch die Rechnung macht. Im Breisgau wurde am Montag mit viel Buhei die Aufstiegsrakete gezündet und die Flugbahn lässt sich gut an. Ein Rädchen scheint perfekt ins andere zu greifen und selbst die neusten Exemplare drehen sich bereits perfekt im Maschinentakt – da wird in der Rädchenschmiede hervorragende Arbeit geleistet, das muss man neidvoll anerkennen. Das Trikotdesign der Freiburger ist übrigens kein Zufall, man muss nur mal den Kästchenlook mit der Lackierung der Rakete aus den Tim-und-Struppi-Bestsellern „Reiseziel Mond“ und „Schritte auf dem Mond“ vergleichen. Hier ist alles auf den Aufstieg ausgerichtet. Ja, auch investigativen Schurnalismus gibt es hier auf der Couch!
Der FCK ist gestern dann mit einem neuen Hauptsponsor nachgezogen, dessen Firmenlogo ebenfalls die richtige Richtung angibt: Laut dem X im Namen des Finanzdienstleisters soll es nach oben gehen. Wir können nur hoffen, dass sich dies nicht alleinig auf die Zinssätze bezieht, welche die schufafreien Kredite schmücken. Aber halt! Wenn man Sponsoren und ihr Geschäftsgebaren kritisch anspricht, also die goldene Regel „Geld stinkt nicht“ missachtet, dann ist man ja ein „Gutmensch“ – diese nervende Gattung des Homo sapiens, welcher findige Leute sogar einen eigenen Namen gegeben haben. Gutmenschentum allenthalben, keiner haut mehr richtig auf die Kacke und ist mal ein bisschen asozial! Dabei sind beinharte Outlaws doch viel cooler. Am besten stehen wir zukünftig alle mit Biker-Kutte und Kapitalistenschlips in der West, dann haben wir die zwei besten Welten vereint und sind den Vorwurf des Gutmenschentums endgültig los.
Ehrlich? Das ist ein beschissenes Kasperltheater. Viel lieber sollten wir froh sein, dass es viele gute Menschen gibt, die einen inneren Kompass in sich tragen, dessen Nadel nicht nur gen Mammon und grenzenlosem Egoismus zeigt. Menschen, die sich übrigens nicht anmaßen, die anderen deswegen als „Schlechtmenschen“ zu bezeichnen. Menschen, die trotz ihre sozialen Grundhaltung sehr gut damit leben können, wenn die Roten Teufel den Braunschweiger Löwen ordentlich eins auf die Mütze geben und die nächsten drei Punkte im Kampf um die oberen Tabellenränge einheimsen – schließlich würde der ersten Liga ein bisschen Kacperltheater neben der Augsburger Puppenkiste auch ganz gut tun.
In der Zwischenzeit können wir die Zeitgenossen, die mit ihren übertriebenen und anmaßenden Vorstellungen des Zusammenlebens tatsächlich nerven und einem auf den Wecker gehen, als das bezeichenen was sie sind: Keine guten Menschen, sondern einfach nur engstirnige Moralapostel.
In diesem Sinne!
Ba beneen
Butduma
Auf der Couch sitzen ausnahmslos Gutmenschen im Kasperlkostüm. Jeden Freitag öffnet sich an normalen Spieltagen spätestens um 12:00 Uhr der rote Vorhang und die Show geht los, auch unnormale Aufführungstage werden im bunten Programm berücksichtigt.
von Butduma
Wer von uns wackeren Gesellen saß zu Kindheitszeiten nicht mit leuchtenden Augen vor der Bretterbude und wartete sehnsüchtige darauf, dass sich der rote Samtvorhang öffnen möge? Selbst wenn in jenem Bretterverschlag ein Perversling seine Hände in den Popo diverser Puppen rammte und mit schräger Stimmer brutale Geschichten vom Pferd verkündetet, hätten wir uns am liebsten eine Dauerkarte für das Spektakel besorgt. Neu entfacht wurde diese Liebe zum Kasperl-Theater am ersten Spieltag der blutjungen Zweitliga-Saison, können die Roten Teufel jetzt doch mit einem eigenen, überaus treffsicheren Kasper aufwarten. Und da der normale FCK-Fan überaus begeisterungsfähig ist, erschallen bereits Jubelarien rund um den Betzenberg. Ein neuer Torjäger, Hexentöter und Krokodilfänger ist geboren: Kacper Przybylko. Dank polnischer Vorfahren mit einem C statt einem S in Namen. Von einem polnischen Gast-Kasper zu sprechen wäre an dieser Stelle hingegen polnisch… ähm… politisch unbefleckt.
Aus undichten Quellen und Rohrleitungen konnte in Erfahrung gebracht werden, dass Stefan S. aus Dankbarkeit für das kommende Heimspiel folgendes Laienstück vorgesehen hat - ein letztes Geheimtraining ist für Freitagmorgen angesetzt:
Zitat von Kacper Przybylko
Langsam geht die Kabinentür auf und der Kacperl kommt heraus.
Tri tra trallala tri tra trallala, der Kacperl der ist wieder da.
Guten Tag meine Damen, guten Tag meine Herren,
habt Ihr den Kacperl alle gern?
- Alle FCK-Fans rufen laut „JAAAA!“ -
Da ruf ich mir den Halfi herbei, wir machen manche Spielerei.
wir schlagen uns (Flanken, Anmk. d. Red.), und wir vertragen uns.
Da kommt die Hexe Brausebein, Kacperle du sollst verzaubert sein.
Nein, Hexe, nein! Marsch in dein Dosenhaus hinein!
Da kommt das Zweitliga-Krokodil,
mit seinem Maul frisst es gar viel,
es hätt den Kasperl fast verschluckt, aber der ruckt und zuckt und eiderdaus, ist der Kasperl wieder draus.
- Alle FCK-Fans rufen laut „Juchheee…!“ -
Da ruf ich mir das Kostalein, Kostalein wir wollen lustig sein,
tri tra trallala tri tra tralala, der Kasperl der ist wieder da.
Langsam geht die Kabinentür auf und der Kacperl kommt heraus.
Tri tra trallala tri tra trallala, der Kacperl der ist wieder da.
Guten Tag meine Damen, guten Tag meine Herren,
habt Ihr den Kacperl alle gern?
- Alle FCK-Fans rufen laut „JAAAA!“ -
Da ruf ich mir den Halfi herbei, wir machen manche Spielerei.
wir schlagen uns (Flanken, Anmk. d. Red.), und wir vertragen uns.
Da kommt die Hexe Brausebein, Kacperle du sollst verzaubert sein.
Nein, Hexe, nein! Marsch in dein Dosenhaus hinein!
Da kommt das Zweitliga-Krokodil,
mit seinem Maul frisst es gar viel,
es hätt den Kasperl fast verschluckt, aber der ruckt und zuckt und eiderdaus, ist der Kasperl wieder draus.
- Alle FCK-Fans rufen laut „Juchheee…!“ -
Da ruf ich mir das Kostalein, Kostalein wir wollen lustig sein,
tri tra trallala tri tra tralala, der Kasperl der ist wieder da.
„Viel besser als das sommerliche Kasperltheater bei den Löwen“, werden so manche von euch sagen und damit auch Recht behalten, denn was Poschner, Ismaik und Co. aus dem einzige wahren Verein der Isar-Hauptstadt gemacht haben geht auf keine Kuh- oder besser Löwenhaut mehr. Da braucht es keinen dahergelaufenen Zahnarzt aus den USA, um dem edlen Tiere ein bedauernswertes Ende zu bescheren, das erledigt in diesem Fall die Raubkatze selbst.
Von da droht unserem pfälzischen Kacperl-Theater folglich kaum Gefahr, viel wahrscheinlicher ist hingegen, dass uns Petersens Mondfahrt einen Strich durch die Rechnung macht. Im Breisgau wurde am Montag mit viel Buhei die Aufstiegsrakete gezündet und die Flugbahn lässt sich gut an. Ein Rädchen scheint perfekt ins andere zu greifen und selbst die neusten Exemplare drehen sich bereits perfekt im Maschinentakt – da wird in der Rädchenschmiede hervorragende Arbeit geleistet, das muss man neidvoll anerkennen. Das Trikotdesign der Freiburger ist übrigens kein Zufall, man muss nur mal den Kästchenlook mit der Lackierung der Rakete aus den Tim-und-Struppi-Bestsellern „Reiseziel Mond“ und „Schritte auf dem Mond“ vergleichen. Hier ist alles auf den Aufstieg ausgerichtet. Ja, auch investigativen Schurnalismus gibt es hier auf der Couch!
Der FCK ist gestern dann mit einem neuen Hauptsponsor nachgezogen, dessen Firmenlogo ebenfalls die richtige Richtung angibt: Laut dem X im Namen des Finanzdienstleisters soll es nach oben gehen. Wir können nur hoffen, dass sich dies nicht alleinig auf die Zinssätze bezieht, welche die schufafreien Kredite schmücken. Aber halt! Wenn man Sponsoren und ihr Geschäftsgebaren kritisch anspricht, also die goldene Regel „Geld stinkt nicht“ missachtet, dann ist man ja ein „Gutmensch“ – diese nervende Gattung des Homo sapiens, welcher findige Leute sogar einen eigenen Namen gegeben haben. Gutmenschentum allenthalben, keiner haut mehr richtig auf die Kacke und ist mal ein bisschen asozial! Dabei sind beinharte Outlaws doch viel cooler. Am besten stehen wir zukünftig alle mit Biker-Kutte und Kapitalistenschlips in der West, dann haben wir die zwei besten Welten vereint und sind den Vorwurf des Gutmenschentums endgültig los.
Ehrlich? Das ist ein beschissenes Kasperltheater. Viel lieber sollten wir froh sein, dass es viele gute Menschen gibt, die einen inneren Kompass in sich tragen, dessen Nadel nicht nur gen Mammon und grenzenlosem Egoismus zeigt. Menschen, die sich übrigens nicht anmaßen, die anderen deswegen als „Schlechtmenschen“ zu bezeichnen. Menschen, die trotz ihre sozialen Grundhaltung sehr gut damit leben können, wenn die Roten Teufel den Braunschweiger Löwen ordentlich eins auf die Mütze geben und die nächsten drei Punkte im Kampf um die oberen Tabellenränge einheimsen – schließlich würde der ersten Liga ein bisschen Kacperltheater neben der Augsburger Puppenkiste auch ganz gut tun.
In der Zwischenzeit können wir die Zeitgenossen, die mit ihren übertriebenen und anmaßenden Vorstellungen des Zusammenlebens tatsächlich nerven und einem auf den Wecker gehen, als das bezeichenen was sie sind: Keine guten Menschen, sondern einfach nur engstirnige Moralapostel.
In diesem Sinne!
Ba beneen
Butduma
Auf der Couch sitzen ausnahmslos Gutmenschen im Kasperlkostüm. Jeden Freitag öffnet sich an normalen Spieltagen spätestens um 12:00 Uhr der rote Vorhang und die Show geht los, auch unnormale Aufführungstage werden im bunten Programm berücksichtigt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Butduma am 31.07.2015 um 09:54 Uhr bearbeitet
31.07.2015 - 09:52 Uhr
Sehr schönes Ding, But!
Da ich mich mit Schurnalismus nicht so auskenne, halte ich es mit folgendem Motto: Ich bin zwar kein Gynäkologe, aber ich kann mir das ja mal ansehen.
Da ich mich mit Schurnalismus nicht so auskenne, halte ich es mit folgendem Motto: Ich bin zwar kein Gynäkologe, aber ich kann mir das ja mal ansehen.
31.07.2015 - 09:58 Uhr
Tri Tra TrUllala
Tri Tra TrUllala
!!!
Tri Tra TrUllala
!!!
31.07.2015 - 10:17 Uhr
Danke, wie immer neben dem Spiel selbst das Highlight eines jeden Spieltags!
Haben mittlerweile sogar einige Mitleser aus anderen Lägern hinzugewinnen können
Das ist mir übrigens auch aufgefallen
Haben mittlerweile sogar einige Mitleser aus anderen Lägern hinzugewinnen können
Das ist mir übrigens auch aufgefallen
Dieser Beitrag wurde zuletzt von B3Nj0 am 31.07.2015 um 10:18 Uhr bearbeitet
31.07.2015 - 10:39 Uhr
Zitat von Butduma
Von einem polnischen Gast-Kasper zu sprechen wäre an dieser Stelle hingegen polnisch… ähm… politisch unbefleckt.
Von einem polnischen Gast-Kasper zu sprechen wäre an dieser Stelle hingegen polnisch… ähm… politisch unbefleckt.
Einfach nur geil!
Wollen wir alle hoffen, dass kein Krokodil unseren Kasper auffrist. Es sind doch schon genug Menschen unterwegs, welche einen Kasper gefrühstückt haben, Zeigs uns Kacper und hol die Keule raus!
31.07.2015 - 11:36 Uhr
Wie bitte kommt man von der Rakete bei Tim und Struppi auf das Freiburger Trikot? Morgens aufgewacht und bei der klassischen Zahnreinigung nach Gutmenschenart gedacht: Mensch, das Trikot erinnert mich an was?
Sehr unangenehmes Thema mit charmantem Wortwitz und Seitenhieben gekonnt verpackt. Chapeau und Hagel und Granaten, du Höllenhund.
Sehr unangenehmes Thema mit charmantem Wortwitz und Seitenhieben gekonnt verpackt. Chapeau und Hagel und Granaten, du Höllenhund.
31.07.2015 - 11:42 Uhr
Kacperlestheater und Petersens Mondfahrt. Richtig gut!
31.07.2015 - 13:36 Uhr
Zitat von CortoMaltese
Wie bitte kommt man von der Rakete bei Tim und Struppi auf das Freiburger Trikot? Morgens aufgewacht und bei der klassischen Zahnreinigung nach Gutmenschenart gedacht: Mensch, das Trikot erinnert mich an was?
Sehr unangenehmes Thema mit charmantem Wortwitz und Seitenhieben gekonnt verpackt. Chapeau und Hagel und Granaten, du Höllenhund.
Wie bitte kommt man von der Rakete bei Tim und Struppi auf das Freiburger Trikot? Morgens aufgewacht und bei der klassischen Zahnreinigung nach Gutmenschenart gedacht: Mensch, das Trikot erinnert mich an was?
Sehr unangenehmes Thema mit charmantem Wortwitz und Seitenhieben gekonnt verpackt. Chapeau und Hagel und Granaten, du Höllenhund.
Also wenn dann fliegender Höllenfisch oder Hell's Devil
Deine Theorie stimmt übrigens. Ich denke jeden morgen beim Zähneputzen nach, wie ich die Welt noch ein bisschen mehr öko und politisch korrekt machen kann, dabei muss ich nur immer direkt in der Sonne stehen oder an einer kleinen Kurbel drehen, damit die Solarzahnbürster auch funktioniert. Meistens kriege ich dabei von der angestauten Moral nur Zahnfleischbluten, dieses Mal kam allerdings die zündende Erkenntnis mit der Rakete. Immerhin ist Freiburg auch total öko, da fahren alle mit dem Rad - diese Straßenrowdies.
Und werter Fuchs: Woher willst Du denn wissen, ob die Polen trallala oder trulalla sagen? Da stecken Jahre ethnologische Feldforschung und Büffelschnapskonsum dahinter, Du Trulla, Du!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Butduma am 31.07.2015 um 13:37 Uhr bearbeitet
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