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Die Couchingzone

13.08.2010 - 13:19 Uhr
Die Couchingzone |#1671
18.03.2016 - 09:43 Uhr
THIS … IS … ABSOLUTELY ... AWESOME!!!

AND ... THIS ... IS ... GREATNESS ... AND ... PERFECTION!!!

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You want it darker
We kill the flame

Leonard Cohen (1934-2016)
Die Couchingzone |#1672
18.03.2016 - 13:10 Uhr
Zitat von Vic Dorn
Ob ich dem Angebot des Sportsgespenstes schließlich doch nachgegeben habe…?

Selbstverständlich hast Du das! Das ist ja hoffentlich wohl keine ernsthafte Frage?! angry Schließlich gilt: Alles für den FCK! Rektal statt Fünfstück! Unschuldig

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 18.03.2016 um 13:11 Uhr bearbeitet
Die Couchingzone |#1673
18.03.2016 - 14:25 Uhr
Zitat von Newtrial
Zitat von Vic Dorn

Ob ich dem Angebot des Sportsgespenstes schließlich doch nachgegeben habe…?

Selbstverständlich hast Du das! Das ist ja hoffentlich wohl keine ernsthafte Frage?! angry Schließlich gilt: Alles für den FCK! Rektal statt Fünfstück! Unschuldig

Haben wir doch alle. Und der Kreativitätsgeist geht mir so langsam aber sicher voll auf den Sack. Erst wollte er nur einen Schluck aus Kohlmeyers Bierflasche, dann die ganze Flasche, dann den ganzen Kasten, und dann den ganzen Kühlschrank. Zum Glück saß Berti drin und hatte ihn leergesoffen ...

Cheers
Bahli

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You want it darker
We kill the flame

Leonard Cohen (1934-2016)
Die Couchingzone |#1674
18.03.2016 - 17:09 Uhr
Zitat von Newtrial
Rektal statt Fünfstück! Unschuldig

Als ich dich kennengelernt habe, bist du mir noch so zivilisiert vorgekommen. Und jetzt das … ugly

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Autoritäre Herrschaft braucht keine Superschurken, die sie von langer Hand planen. Sie ist schlichtweg die bequemste Art, Komplexität zu reduzieren.
•••
Das Leben ist die Schule, der Schmerz ist der Lehrer.
Die Couchingzone |#1675
18.03.2016 - 21:29 Uhr
Erst 11x lesenswert?
Diese fesselnde und großartig geschriebene Geschichte?

Die alles hat, was ein Klassiker braucht? Sex, Intrigen, Gut gegen Böse, Spiritualität, scheiternde Helden, Referenzen an andere große Literatur (Kommissar Tannenberg Zwinkernd , Faust...)...

Die bis ins Detail ausgearbeitet ist?
Zitat von Vic Dorn
dann solltet ihr euch mal das Aufstiegsgespenst betrachten. Dieses Wesen spielt in einer noch höheren Liga des Schreckens, glaubt es mir.


Einfach g*il das Ding. Bravo!

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Nichts ersetzt die Romantik eines Flutlichtspiels im Regen... ...und siegen!!

Wir denken nur noch von Grätsche zu Grätsche!

Hate the Game, not the Player!
Die Couchingzone |#1676
18.03.2016 - 22:45 Uhr
Zitat von Hegermeister
Erst 11x lesenswert?
Diese fesselnde und großartig geschriebene Geschichte?

grins
Ja, stimmt. Fontane is nix dagegen.

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$ echo "Bonsoir, Elliot"
Die Couchingzone |#1677
19.03.2016 - 00:40 Uhr
Zitat von dieGraetschenFrage

Zitat von Hegermeister


Erst 11x lesenswert?
Diese fesselnde und großartig geschriebene Geschichte?

grins
Ja, stimmt. Fontane is nix dagegen.


Wer?
Fontane..Fontane... hmmm....

coucht der auch?


"letmegooglehimforyou"

Quelle: wiki
Bedeutung und Stil

VIC DORN gilt als der herausragende Vertreter des poetischen Realismus in Kaiserslautern. In seinen Couchings, die großenteils erst nach seinem 29+X. Lebensjahr entstanden, charakterisiert er die Figuren, indem er ihre Erscheinung, ihre Umgebung und vor allem ihre Redeweise aus einer kritisch-liebevollen Distanz genau beschreibt. Typisch ist die Darstellung einer gepflegten Konversation in einem abgeschlossenen Zirkel (auch als Causerie bezeichnet), etwa bei einem Spaziergang duch Stadt/Wald – die Personen folgen gesellschaftlichen Konventionen und enthüllen doch ihre wahren Interessen, häufig gegen ihren Willen. Dabei kommt VIC DORN von einer Kritik an Einzelpersonen oft zu einer impliziten Gesellschaftskritik.


So steht's geschrieben...

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Nichts ersetzt die Romantik eines Flutlichtspiels im Regen... ...und siegen!!

Wir denken nur noch von Grätsche zu Grätsche!

Hate the Game, not the Player!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hegermeister am 19.03.2016 um 00:42 Uhr bearbeitet
Die Couchingzone |#1678
01.04.2016 - 06:41 Uhr
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Jahrgang 6, Ausgabe 29

WAS BLEIBT

von Newtrial
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DIE LETZTE NACHT

Morgen früh ist es soweit! Nur diese Nacht bleibt um Bilanz zu ziehen: 113 Jahre bei zumeist guter Gesundheit und einem mehr als ausreichenden Lebensstandard. Nun ja, mit den Frauen hätte es besser laufen können – aber wer würde das nicht von sich sagen? Voller Vorfreude und zufrieden sollte ich die Extinktion erwarten. Haben wir doch längst die Furcht vor dem, was man noch vor Jahrzehnten angstvoll „Tod“ nannte, überwunden. Heute wissen wir, welches grundlegende Missverständnis über das LEBEN diese Angst erst hervorgerufen hat: Es war der Glaube an eine seelische Substanz, an eine stabile Ich-Identität, die im Fluss der Ereignisse im Kern unveränderlich bliebe – und dann doch plötzlich und unbegreiflicher Weise den Weg alles Irdischen gehen, sprich: sterben müsse.

Heute weiß jedes Kind, dass es etwas derart „Unveränderliches“, eine solche „ICH-Identität“, gar nicht gibt. Der Glaube daran erwies sich als historisch vergänglich. „Tod“ ist nur ein anderes Wort für „Vergessen“, „Geburt“ ein anderes Wort für „Erinnern“. Beides durchläuft man jeden Tag unendlich oft, erst beides zusammen macht „Leben“ aus. Der Tod ist ein Teil des Lebens, nicht dessen unbegreiflicher Gegensatz. Das einzige, was morgen der Extinktion anheimfallen wird, ist eine hartnäckige geistige Funktion, die Erinnerungsspuren eines 113-jährigen Lebens immer wieder fiktiv zu einer „Lebensgeschichte“ zu verknüpfen sucht – so als gäbe es einen Geist in der Maschine, der diese 113 Jahre unverändert überstanden und als „Zeuge“ erlebt hätte. Und der sich infolgedessen als völlig einzigartig inszeniert, obwohl doch so viele, fast „baugleiche“ Organismen um ihn herum existieren, die ihm zu 99,9% gleichen, weshalb auch überhaupt nur zwischenmenschliche Verständigung möglich ist. Und der vergisst, dass er sich auch an seine ersten Lebensjahre nicht erinnern kann; ganz einfach deshalb, weil es eben diesen „Zeugen“, den er sein ICH nennt, damals noch gar nicht gab. War er deshalb damals „tot“? Sicher nicht!

Heute wissen wir: In der Extinktion verschwindet nicht die Welt, sondern maximal 0,1% jener lebendigen Präsenz, die einen Menschen ausmacht. Und, ach ja: Diese 0,1% erfinden sich auch jede Nacht im Traum neu, ohne dass deswegen jemand „Todesängste“ ausstünde und entsprechend rumpienzen würde.


KULTURWANDEL

Im Unterschied zu vielen meiner Altersgenossen habe ich diesen Kulturwandel mitvollzogen. Ich war schon ein alter Mann von 71 Jahren, als er sich fast zeitgleich in allen Weltteilen vollzog. Es war zu Beginn einfach ein kollektiver Erschöpfungszustand: Die Brutalität und Unglaubwürdigkeit aller rassistischen, völkischen und religiösen Raserei war unübersehbar geworden und hatte große Teile der Welt in einen Trümmerhaufen verwandelt. Und mit dem Verschwinden der westlichen Vorherrschaft waren auch Ellbogenmentalität und Konkurrenzprinzip in einer Weise verschwunden, als hätten sie nie existiert. Den Dolchstoß erhielt diese ganze Lebensform in den nur wenige Wochen währenden, aber umso heftigeren „Konzernkriegen“ im Jahre 2030, die drei Milliarden Menschen das Leben kosten sollten und weite Teile Asiens und Nordamerikas bis heute unbewohnbar hinterließen. Europa überlebte nur, weil es im Kalkül der Bosse längst unwichtig geworden war.

Das Wunder war dann jene „goldene Generation“, die in den Folgejahren des Mangels geboren wurde. Für diese jungen Menschen erscheint die jüngere Zeitgeschichte wie eine archaische Vorgeschichte, mit der sie nichts verbindet. Sie erweisen sich als auf wundersame Weise immun gegen die soziale Vererbung von Hass und Intoleranz. Es ist ein evolutionärer Sprung. Die Wissenschaft hat dafür bis heute keine Erklärung gefunden!


WAS BLEIBT?

Draußen wird es langsam hell. Mein Stammhirn rebelliert, begehrt gegen die mit dem Morgen nahende Extinktion auf. Natürlich verschmähe ich den Neuro-Konduktor nicht, dessen Einsatz die „Todesangst“ von mir nehmen wird – aber ich benutze ihn noch nicht sofort, will vielmehr auch vom bitteren Geschmack DIESER Facette körperlicher Existenz noch ein Weilchen kosten. Das panische Feuern der Synapsen scheint nur ein Ziel zu kennen: Das Konstruieren einer Identität, die einfach nur „überleben“ will, obwohl sie doch reine Fiktion ist. Natürlich wurde ich auf diese Situation drei Jahre lang spirituell vorbereitet – so wie jedes Individuum, das sich der Extinktion stellt. Doch erweist es sich als gar nicht so leicht, unter der mächtigen Herrschaft des sich aufbäumenden Körpers die Übersicht zu bewahren und die Übung geistig diszipliniert zu absolvieren. Beschämt muss ich mir eingestehen, meine Kräfte überschätzt zu haben – zitternd ergreife ich den Neuro-Konduktor und führe ihn vorschriftsgemäß zum Nackenansatz. Ein leichtes Prickeln und schon sehe ich wieder klar. Geht doch!


DIE ÜBUNG

Ruhig atmen! Warten, bis auch der Hormonspiegel bemerkt, dass die Todesangst verschwunden ist. Ich aktiviere die künstliche Intelligenz, die mich durch die Übung führen wird. Der Suchstrahl des Quantencomputers dringt durch Netzhaut und Sehnerv ins Gehirn und etabliert die Verbindung. Ist schon immer wieder ein merkwürdiges Gefühl, wenn das Bose-Einstein-Kondensat des Rechners zum Teil Deiner geistigen Welt wird: kühl und pelzig, gleichförmig summend, nach buchstäblich Nichts schmeckend und dennoch einen Geschmack aufweisend und als gekrümmter, neundimensionaler Raum erfahrbar. Man kann es nicht wirklich beschreiben, da die Empfindung keinem und allen Sinnesorganen zugleich zuordenbar erscheint. Manche werden regelrecht süchtig davon, mir kam es immer etwas befremdlich vor.

Und dann erscheint der erste Eindruck in meinem Geist. Es ist keine Stimme im Kopf, auch kein inneres Bild, es ist mehr wie ein Computerspiel, in das man quasi hineingesaugt wurde und welches man zugleich spielt. Ich scheine mich zu verdoppeln und beobachte mein ICH, wie es im verzweigten Wurzelwerk der Erinnerungen nach Festem sucht. Woran haftet mein Geist, was ist er nicht bereit, loszulassen? Durch das mentale Training der Extinktionsvorbereitungskurse geübt und vom Computerprogramm angeleitet, durchschreite ich recht routiniert und sicher die übliche Stadienfolge: Frühkindliche Introjekte, die emotionale Bindung an Partnerinnen und solche, die es partout nicht werden wollten, politische Überzeugungen, berufliche Identität, Fixierungen des Altersstarrsinns. Noch einmal erlebe ich die mächtige Rückkehr der Erinnerungen infolge der nanotechnologischen Demenzheilung in meinem 91. Lebensjahr – als seinerzeit alles zurückkam, schien es mir plötzlich der Sinn des Lebens zu sein, ein festes, unverrückbares ICH zu besitzen. Die spirituelle Rehabilitation dauerte dann volle zwei Jahre – so viel Zeit war nötig, um die wiedergefundenen Identifikationen erneut loszulassen. Alles längst verarbeitet – und doch immer noch von Bedeutung.


FEHLFUNKTION

Aber was ist das? Die kühl-pelzige Haptik weicht einer höllischen Hitze. Das gleichförmige Summen wird zum Pfeifkonzert, der Geschmack wird vertraut – ohne dass ich ihn sofort zuordnen könnte, der gekrümmte, neundimensionale Raum morpht zum Oval. Wortfetzen tönen wie durch eine überdimensionierte, jede Kreativität im Ansatz erstickende Megaphonanlage verstärkt, in meinem gepeinigten Geist: „Stadienfolge“ – „Stadion“. Dem mittlerweile saftigen, dann wieder leicht herben Geschmack ordnen sich ebenfalls Wortassoziationen zu: „Teufelswurst“ – „Karlsberg“. Was passiert da? Was soll das? Mein Blick trübt sich. Das Hologramm-Panel des Computers wirft ein Warnsignal aus: Akut drohende Dekohärenz des Quantenstroms! Abschalten, ich muss das Ding abschalten! Panik überkommt mich! Der Laserstrahl brennt in meinem Augapfel. „Der Betze brennt“ schießen mir weitere Wortfetzen durch den Kopf. Was geht hier vor? Ich muss… abschalten. Es tut so… weh! Das schmeckt jetzt nicht mehr nach Teufelswurst, das ist einfach nur noch der bittere Geschmack des totalen Scheiterns.



Plötzlich ist alles wieder da! Wie konnte ich DAS nur vergessen? So, als wäre es nie Teil meines Lebens gewesen. Nun ist die Erinnerung klar und deutlich: Es ist wieder der 15. Mai 2016, 17:18 Uhr. Abpfiff am Millerntor! Das 2:2 hätte zum Klassenerhalt gereicht. Doch dann ist es Vucur, der in der 93. Minute einen eigentlich harmlosen Schuss unhaltbar für Pollersbeck ins eigene Gehäuse abfälscht. Aus, alles vorbei! Einige Spieler liegen auf dem Rasen. Daniel Halfar weint, wie einstmals Andy Brehme. Ring scherzt mit einem Paulianer und tauscht mit ihm das Trikot, während beide gut gelaunt den Innenraum verlassen.

Aus und vorbei! Längst ist klar, dass es keine Lizenz für Liga 3 geben wird und ein Spielbetrieb in der Regionalliga nicht finanzierbar ist. Die Auflösung des ruhmreichen 1. FC Kaiserslautern ist beschlossene Sache.

Die Szenerie verschwimmt vor meinen Augen. Plötzlich wird mir klar, dass es keine Fehlfunktion im Quantencomputer gab. Das Gerät erfüllt zuverlässig seine Aufgabe. Es führte mich zu meiner letzten – vollständig verdrängten – Identifikation, zum letzten auf Erden, dem ich je ernsthaft verhaftet war. Ich spüre das Befremden und die Scham, diesem Phantasma eines Fußballvereins nachgerannt zu sein. Das Spiel erwies sich als Ar.schloch, der Verein als treulose bit.ch. Herzblut? Wirklich? Wie peinlich ist das denn?!

Geläutert deaktiviere ich den Quantenstrom. Nun bin ich bereit für die Extinktion! Draußen scheint die Sonne und der Himmel ist so makellos blau wie in einem nachkolorierten Urlaubs-Hologramm-Prospekt. Ich öffne den port meiner auf Level 89 gelegenen Wohnbox und lege mich in die Personendrohne. Lächelnd und mich ein wenig ertappt fühlend stelle ich fest, dass ich schon vor Monaten ausgerechnet das Extinktionszentrum Kaiserslautern gebucht und den Kurs programmiert hatte. Noch ein letztes Mal werde ich also zu jenem Berg zurückkehren, der heute eine Einrichtung trägt, die alle individuellen Erinnerungen auslöscht. Jedenfalls jene maximal 0,1%, die unsere sogenannte Individualität ausmachen.

Schon nähere ich mich dem für mich vorgesehenen „Gate West“. Lächelnd und mit mir selbst im Reinen will ich die letzten Meter ins große Vergessen absolvieren, als es plötzlich durch meinen vom Neuro-Konduktor sedierten Schädel schießt:

!!! LAUTER GEBEN NIEMALS AUF !!!

Scharf wende ich die Drohne mit einem einzigen Gedankenimpuls.


EPILOG

Der Rest ist Geschichte und euch ja bestens bekannt. 2076, also vier Jahre später, war es soweit: Das Stadion war neu errichtet und der 1. FC Kaiserslautern nahm 60 Jahre nach seiner letzten Partie bei St. Pauli den Spielbetrieb wieder auf. Es folgte eine kometenhafte Entwicklung mit vier Aufstiegen in Folge. Und dann wiederholte sich die Geschichte, wenngleich der Gegner eine Farce war: Am Samstag, dem 17. Mai 2081, gewann der 1. FC Kaiserslautern im direkten und entscheidenden Traditionsduell gegen Rekordmeister Hasenpfote Leipzig am letzten Spieltag – nach 1:4-Rückstand bis zur 58. Minute – noch mit 7:4! Und damit zugleich die Fußballmeisterschaft im German District. Und das als Aufsteiger!

Noch einmal haben wir tagelang gefeiert! Und heute, am 23. Mai 2081, meinem 122. Geburtstag, werde ich die Extinktion wirklich vollziehen. Denn nun ist es kein Aufgeben mehr! Nun habe ich die Gewissheit, dass ein Teil jener 0,1%, die meine Individualität ausmachen, die Extinktion überstehen werden. Denn der Verein wird weiterleben!

Es wird nach Teufelswurst schmecken. Und nach Karlsberg. Und nach einem kleinen gallischen Dorf inmitten der Westpfalz. Und nach der süßen Todsünde jeglicher spirituellen Erleuchtung und eines jeglichen Feng Shui: IDENTIFIKATION! Also nach dem, was dem Leben Würze verleiht, anstatt sich pelzig-kühl wie Bose-Einstein-Kondensat anzufühlen. Kein gekrümmtes, neundimensionales Raumempfinden, vielmehr ein Oval mit rechteckigem Rasen drin. Nicht in gleichmäßigem Ultra-Singsang summend, sondern je nach Spielsituation schrill pfeifend, protestierend aufschreiend oder anfeuernd. Mit unseren eigenen Liedern, die man nirgendwo sonst hört.

Habe fertig. --- EXTINKTION.

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Im Jahre des Herren 2072, für viele auch das Jahr 42 nach dem Ende der Konzernkriege, kamen die Couchisten nach 56 Jahren erstmals wieder in Kohlmeyers Wohnbox zusammen, um Vereinsneugründung und Stadionneubau zu planen. Alle hatten sie Krieg und den Zahn der Zeit überstanden – Newtrial halt besser, die anderen weniger gut. In einer von Kohlmeyers Urenkeln betriebenen Produktionszone waren die Couch und der legendäre Kühlschrank wiedererstanden und wurde das Karlsberg-Couchisten-Bräu hergestellt. Wen kümmerte es da schon, dass der auf alt designte Kühlschrank von einer künstlichen Quantensingularität mit Energie versorgt wurde und eine interne App die gesamte Bierlogistik automatisch erledigte. Selbst das penetrante Klappern des Geräts klang echt, wurde in Wirklichkeit aber durch einen eingebauten Imaginator per Gehirnwellenmodulation bei allen bis zu 5m entfernten Personen induziert.

Die Führungsriege des neuen FCK ließ den Buena Vista Social Club wie eine Truppe Pubertierender aussehen. Berti hielt den AR-Vorsitz inne. Kohlmeyer sollte in den Folgejahren zum legendären Aufstiegs- und Meistertrainer mutieren und wurde dafür mit der Kalli-Ehrennadel in Weißblech – der immerhin zehnthöchsten Auszeichnung, die der Verein zu vergeben hat – geehrt. Dick Vorn wurde Vorstandsvorsitzender. Devil till Extinction übernahm das Finanzressort – mit überschaubarem Aufgabenbereich in der neuen, geldlos funktionierenden Wirtschaft. But und Bahli besetzten die beiden hoch angesehenen, eminent wichtigen Teammanagerposten: Ihre verantwortungsvolle, zwei ganze Kerle erfordernde Kernaufgabe bestand darin, für das reibungslose Funktionieren des hochmodernen, sich selbst reparierenden und versorgenden Kühlschranks zu sorgen. Newtrial gab als „Gesicht des Vereins“ vorzugsweise launische Interviews und brachte darüber hinaus die nach seinen eigenen ästhetischen Auswahlkriterien neugestalteten Miss Universum-Wahlen als zentrales außersportliches Event auf den Berg; zumindest bis zu jenem angeblichen Skandal bei der Wahl 2078, als ihm eine Liaison mit der späteren, genau hundert Jahre jüngeren Siegerin aus den Außerweltkolonien nachgesagt wurde. Aber das ist eine andere Geschichte, schmälert in keiner Weise seine sonstigen Verdienste und gehört nicht hierher. Lügenpresse!

Eine Liga der außergewöhnlichen Gentlemen, fürwahr.

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502 Bad Gateway
nginx
Die Couchingzone |#1679
01.04.2016 - 10:05 Uhr
Bahli und But, die Lutz' und Habers der Couch. Ich melde mich ab... jetzt gleich... sofort! augen-zuhalten

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SAPERE AUDE
- Wage es, weise zu sein -

oder nach Immanuel Kant
"Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen!“
Die Couchingzone |#1680
01.04.2016 - 10:20 Uhr
HJ, du hast definitiv zu viel PKD gelesen. Und die Abkürzung dessen, was du dabei genommen hast, kann demnach nur aus dem Hause LSD stammen ... tongue

Du hast allerdings gar nicht erwähnt, dass du 2016 den Auftrag erhieltest, einen Exfibrilanten zu überwachen, der seltsame Dinge hinter seinem dunklen Schirm macht. Dass du ihn wirklich bis ins Jahr 2076 überwacht hast, war im Zusammenhang mit deiner Extinktion eine Meisterleistung. Dass du dich dabei gar selbst überwacht und dies bis 2076 nicht bemerkt hast, könnte man dir ebenfalls mit einem Orden ans Revers dekorieren. Kritiker würden dir aber sicherlich vorwerfen, dass man das doch merken muss. Muss man nicht. Ich kenn mich da aus ...

@But, was gibt es gegen diese Aufgabe zu sagen? Du hast doch nur Angst, dass du immer meine leeren Flaschen in die Pfanddrone werfen musst ...

Cheers
Bahli

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You want it darker
We kill the flame

Leonard Cohen (1934-2016)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von bahli77 am 01.04.2016 um 10:21 Uhr bearbeitet
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