Die Couchingzone
13.08.2010 - 13:19 Uhr
28.01.2017 - 20:48 Uhr
Keine Katze hat zwei Schwänze. Eine Katze hat einen Schwanz mehr als keine Katze. Also hat eine Katze drei Schwänze.
Newtrial, bitte übernehmem Sie
.
PS: tierisch starkes Couching!
Newtrial, bitte übernehmem Sie
. PS: tierisch starkes Couching!
29.01.2017 - 00:47 Uhr
Zitat von Lichtenkiesel
Keine Katze hat zwei Schwänze. Eine Katze hat einen Schwanz mehr als keine Katze. Also hat eine Katze drei Schwänze.
Newtrial, bitte übernehmem Sie
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PS: tierisch starkes Couching!
Keine Katze hat zwei Schwänze. Eine Katze hat einen Schwanz mehr als keine Katze. Also hat eine Katze drei Schwänze.
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Und ein Kater hat immer einen mehr....
29.01.2017 - 00:52 Uhr
Noch ein bisschen Philosophie:
Man sollte sich nicht wundern, dass die Katze dort Löcher im Fell hat, wo die Augen sind. Man sollte sich wundern, dass es die Katze gibt.
Man sollte sich nicht wundern, dass die Katze dort Löcher im Fell hat, wo die Augen sind. Man sollte sich wundern, dass es die Katze gibt.
29.01.2017 - 11:53 Uhr
@Devil_till_Death: Edles Geschöpf? Eine Katze? Der Große Kahless ist ein edles Geschöpf! Ebenso Mr. Spock und Wolverine. Aber eine Katze?
Für die gilt dasselbe wie für kleine Welpen, süße Babys und Delfine: Was hätten die alle je für mich getan?
Ein wundervolles Geschöpf, das auch etwas für mich tut, ist z.B. Netflix! DAS erkenne ich an! Und da erfüllt auch mich die Schöpfung mit Ehrfurcht!
@bahli77: Mich als pseudophilosophische, couch-ränkelnde Nörglerbacke zu bezeichnen, ist ja geradezu bahlisk!
Als nächstes machst Du es noch Norbert Meier nach, der inzwischen gegen Sheldon und mich einstweilige Verfügungen erwirkt hat, so dass wir uns ihm nicht mehr mehr als 150 m nähern dürfen. Aber das ignorieren wir natürlich, da ja quantentheoretisch nicht mit Sicherheit gesagt werden kann, ob die Bundesrepublik überhaupt der legitime Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches ist. Und ja, ich weiß: Dieser Weg wird kein leichter sein. Aber der Kampf um einen Freistaat Lautern ist es allemal wert.
@Hegermeister, oder sollte ich sagen "Hegelmeister"? Wäre der Weltgeist ein Kartenspieler, so würde er gerade seinen letzten Trump ausspielen. Aber das ist er zum Glück ja nicht, sondern - wie der Klimawandel - bloß ein Scherz der Chinesen.
@Lichtenkiesel: Ordinäre Schwanzvergleiche sind hier nicht erwünscht! Das geht noch auf eine alte Schutzklausel zu euren Gunsten zurück, damit ich euch nicht ständig frustrieren muss.
@CortoMaltese: Danke für Deine Nachsicht, das bedeutet mir viel! Ach ja, die fünfte Klasse damals. Das war eine aufregende Zeit. Da hatte ich gerade mit Fischer-Technik diesen voll funktionsfähigen Mitschüler-Todesstrahl gebaut. Und dann haben sie mich erwischt, als ich dafür angereichertes Uran 235 erwerben wollte. Vier Wochen Stubenarrest! Was natürlich ein Fest war, da ich endlich mal nicht draußen spielen musste, sondern ernsthaften Dingen, wie z.B. der Lektüre der Perry Rhodan-Hefte, nachgehen konnte.
Für die gilt dasselbe wie für kleine Welpen, süße Babys und Delfine: Was hätten die alle je für mich getan?
Ein wundervolles Geschöpf, das auch etwas für mich tut, ist z.B. Netflix! DAS erkenne ich an! Und da erfüllt auch mich die Schöpfung mit Ehrfurcht! @bahli77: Mich als pseudophilosophische, couch-ränkelnde Nörglerbacke zu bezeichnen, ist ja geradezu bahlisk!
Als nächstes machst Du es noch Norbert Meier nach, der inzwischen gegen Sheldon und mich einstweilige Verfügungen erwirkt hat, so dass wir uns ihm nicht mehr mehr als 150 m nähern dürfen. Aber das ignorieren wir natürlich, da ja quantentheoretisch nicht mit Sicherheit gesagt werden kann, ob die Bundesrepublik überhaupt der legitime Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches ist. Und ja, ich weiß: Dieser Weg wird kein leichter sein. Aber der Kampf um einen Freistaat Lautern ist es allemal wert. @Hegermeister, oder sollte ich sagen "Hegelmeister"? Wäre der Weltgeist ein Kartenspieler, so würde er gerade seinen letzten Trump ausspielen. Aber das ist er zum Glück ja nicht, sondern - wie der Klimawandel - bloß ein Scherz der Chinesen.
@Lichtenkiesel: Ordinäre Schwanzvergleiche sind hier nicht erwünscht! Das geht noch auf eine alte Schutzklausel zu euren Gunsten zurück, damit ich euch nicht ständig frustrieren muss.
@CortoMaltese: Danke für Deine Nachsicht, das bedeutet mir viel! Ach ja, die fünfte Klasse damals. Das war eine aufregende Zeit. Da hatte ich gerade mit Fischer-Technik diesen voll funktionsfähigen Mitschüler-Todesstrahl gebaut. Und dann haben sie mich erwischt, als ich dafür angereichertes Uran 235 erwerben wollte. Vier Wochen Stubenarrest! Was natürlich ein Fest war, da ich endlich mal nicht draußen spielen musste, sondern ernsthaften Dingen, wie z.B. der Lektüre der Perry Rhodan-Hefte, nachgehen konnte.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 29.01.2017 um 12:10 Uhr bearbeitet
03.02.2017 - 11:06 Uhr
JAHRGANG 7 – AUSGABE 20: AUFGEZWUNGENE KEUSCHHEIT, RAUBENDE RITTER UND BOMBIGE BURGEN
Wer von euch hat sie nicht schon erwandert, die trutzigen Burgen in der Pfalz? Den Trifels in Annweiler, einst „Pflichtherberge“ für die Geisel Richard Löwenherz (so heißt es zumindest), oder den Berwartstein, dort wo der Raubritter Hans Trapp hauste. Jener Hans Trapp, den elsässische Kinder immer noch zur Winterpause der Ligue 1 fürchten, wenn er kettenklirrend die Rute schwingt. Hat sich halt den Ruf ruiniert damals mit seiner Drohung das Kloster und die Stadt Weißenburg mit Lauterwasser zu fluten. Hätte er gewusst, dass Weißenburg mal zu Wissembourg und Frankreich auch noch Handballweltmeister wird, wäre es bestimmt nicht zu solch einem Affront und der damit verbundenen Legendenbildung gekommen. Handball hieß zu jener Zeit übrigens noch Kopfball, wobei es bereits mit den Händen gespielt wurde, nur der Ball war einer von der abgehackten Sorte… ja so warn’s die alten Rittersleut‘.
Kann man an sich nichts machen. Die Leute waren halt so drauf damals. Jedenfalls haben mich als Kind die ganzen Geschichten, die hohen Sandsteinfelsen und vor allem die Burgen und die damit verbundenen Instrumentarien wie rostige Rüstungen und strapaziöse Streckbänke brutal beeindruckt. Im Schlafzimmer mit der Strohmatratze und dem Kuhfell stand allerdings ein Ding rum, mit dem ich wenig bis gar nichts anfangen konnte. Keuschheitsgürtel hieß das Ding und es „wurde dem Burgfräulein angelegt, wenn der Gatte auf ritterlicher Dienstreise war“. So zumindest der Wortlaut des versierten Führers. Bei der Streckbank begriff ich wenigstens, was da drauf so passiert. Erst später setzte die Erkenntnis ein, dass der Keuschheitsgürtel eine Arte eiserner Stringtanga mit Schloss ist, welchen die holde Frau tragen musste, während der verlauste Gatte auf anderen Burgen die Syphilis verbreitete. Eine stählerne Lustbremse der mittelalterlichen Art, ein wirksamer Riegel, den man dem Vergnügen vorschob. Schloss zu, aus die Maus.
Die Raubritter der heutigen Tage sitzen nicht mehr in zugigen Burgen, sondern in den finsteren Bankentürmen oder im Oval Office sowie den strategischen Schaltpulten der TV-Sender und Rechtevermarkter und so kam es, dass ich mich die Tage ebenfalls meinem Vergnügen beraubt sah. Dem Afrika-Cup wurde ein virtueller Keuschheitsgürtel verpasst, genauso wie der Handball-Weltmeisterschaft, welche immerhin noch über die Internetseite einer Bank zu verfolgen war. Trotz Sky-Abonnement und regelmäßiger Überweisung der GEZ musste ich plötzlich mit dem Traumschiff statt Traumtoren und Snooker anstatt Strafwürfen Vorlieb nehmen. Wer mal gucken möchte, der muss extra zahlen oder es (auf halblegalem Wege) auf dem zu kleinen PC-Bildschirm tun und das obwohl er bereits für die sportliche Entjungferung berappt hat. Ich bin eben nicht der Knappe Friederich mit einem Diederich und so trifft die erste Zeile des historischen Gassenhauers durchaus zu, wo es so treffend heißt:
Zu Grünwald im Isartal, glaumses mir, es war einmal
da ham edle Ritter g'haust, dene hat's vor gar nichts 'graust!
Im Grünwald und anderen Nobelvierteln scheißt der Teufel weiterhin dicke Haufen auf die Nobelvillen der Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzenden und das Bauernvolk darf ihn mit den sauer verdienten Talern füttern, damit die Haufen ja nicht kleiner werden.
Während man sich nun beim in die Röhre gucken immer noch schwarz ärgert, springen einem im Internet und bei der spannenden Dokumentation über Gangs & Gangster schon wieder neue Hinweise entgegen. Der am oberen Bildrand defilierende Text droht in dicken Lettern an, dass Eurosport (und Discovery Channel) und Sky sich nicht sicher sind, ob die Zusammenarbeit ab Februar 2017 fortgesetzt werden kann. Sind die eigentlich noch ganz knusper? Wer jetzt böses dabei denkt, dass ab der nächsten Saison die Bundesligaspiele am Freitag und Montag auf Eurosport übertragen werden, ist ein Schelm. Ein übler Schelm. Genauso so ein Typ, den man mit dem eisernen Tanga von seiner Frau fernhält.
Das Praktische ist, dass die modernen Pay-TV und Bezahl-Stream Raubritte so wie einst im Mittelalter kaum eine Revolte oder Verfolgung durch die Obrigen fürchten müssen. Der Bauer blecht weiterhin und die Mächtigen foltern ihre eigenen Gefangenen. Der Bauer ist eben ein wenig entscheidungsbeengt, er will ja nicht komplett auf Fußball und Co. verzichten, weshalb er sich mit dem Biss in den sauren Apfel zufrieden gibt – ist immerhin auch was zu essen. Sowas funktioniert des Übrigen ebenfalls mit normalem Fußball im Stadion; auf der einstigen Trutzburg Fritz Walters hoch oben auf dem Betzenberg kann man es sehen. Die Pfälzischen Bauern rennen weiterhin ins Stadion, obwohl die gebotenen fußballerischen Leistungen stetig weniger wurden. Selbst die Mitglieder der Ritterschaft entrichten jetzt mehr Taler, obwohl ihre Privilegien kaum noch nennenswert sind. Nicht mal mehr den vierteljährlichen Druck des Burgboten bekommen sie geliefert.
Vielleicht stimmt das alte Sprichwort ja doch und „weniger ist mehr“, immerhin kann man mit ganz wenig Inhalt und Wissen sogar Präsident eines mächtigen Landes werden. Angesichts dessen sind gestrichene TV-Angebote und sportliche Leistungsabfälle nicht mehr als zwei Mückenschiss auf der Burgmauer. Weniger bieten, weniger leisten und am Ende doch kräftig absahnen. Eine attraktive Option in postfaktischen Zeiten, kann der FCK nach dem Saisonfinale doch einfach darauf bestehen, dass das Dargebotene locker für den Aufstieg in die Bundesliga qualifiziert. Wen interessieren schon Punkte? Und wer erstellt eigentlich diese Fake-Tabelle?
Abseits alternativer Fakten haben die Roten Teufel in Hannover eine nachprüfbar gute Leistung in Hannover geboten, so sehen das auch die Experten der halbwegs objektiven Lügenpresse. Deren Meinung halte ich nach einem Doppelpass mit der Einschätzung anderer Experten (inklusive mir) im Durschnitt für halbwegs fundiert, weshalb einem vor einer Gewürzburg nicht bange sein muss. Die einst uneinnehmbaren Mauern der Feste Betzenberg wurden über die Jahre zwar kräftig geschliffen, aber sie bieten immer noch ein gutes Fundament für den Bau einer neuen Trutzburg. Den ersten Stein können unsere Mannen heute Abend draufhauen.
In diesem Sinne!
Ba beneen
Butduma
Auf der Couch gibt es immer die gleiche Leistung – mal schlecht und mal schlechter – und das komplett umsonst. So findet man auf ihr auch keine Raubritter, sondern nur Bringritter der traurigen Gestalt, die pünktlich zum Spieltag ihre fauligen Gaben darbringen. Jetzt gibt es für die Ritter Bahlinger, Neuversuch, Sir Dorn, Teufelstod, Hegermeister und Butterich erst mal würzige Burg-Haxen und kelchweise Gerstensaft und dann sehen wir weiter. Zum Wohl!
Wer von euch hat sie nicht schon erwandert, die trutzigen Burgen in der Pfalz? Den Trifels in Annweiler, einst „Pflichtherberge“ für die Geisel Richard Löwenherz (so heißt es zumindest), oder den Berwartstein, dort wo der Raubritter Hans Trapp hauste. Jener Hans Trapp, den elsässische Kinder immer noch zur Winterpause der Ligue 1 fürchten, wenn er kettenklirrend die Rute schwingt. Hat sich halt den Ruf ruiniert damals mit seiner Drohung das Kloster und die Stadt Weißenburg mit Lauterwasser zu fluten. Hätte er gewusst, dass Weißenburg mal zu Wissembourg und Frankreich auch noch Handballweltmeister wird, wäre es bestimmt nicht zu solch einem Affront und der damit verbundenen Legendenbildung gekommen. Handball hieß zu jener Zeit übrigens noch Kopfball, wobei es bereits mit den Händen gespielt wurde, nur der Ball war einer von der abgehackten Sorte… ja so warn’s die alten Rittersleut‘.
Kann man an sich nichts machen. Die Leute waren halt so drauf damals. Jedenfalls haben mich als Kind die ganzen Geschichten, die hohen Sandsteinfelsen und vor allem die Burgen und die damit verbundenen Instrumentarien wie rostige Rüstungen und strapaziöse Streckbänke brutal beeindruckt. Im Schlafzimmer mit der Strohmatratze und dem Kuhfell stand allerdings ein Ding rum, mit dem ich wenig bis gar nichts anfangen konnte. Keuschheitsgürtel hieß das Ding und es „wurde dem Burgfräulein angelegt, wenn der Gatte auf ritterlicher Dienstreise war“. So zumindest der Wortlaut des versierten Führers. Bei der Streckbank begriff ich wenigstens, was da drauf so passiert. Erst später setzte die Erkenntnis ein, dass der Keuschheitsgürtel eine Arte eiserner Stringtanga mit Schloss ist, welchen die holde Frau tragen musste, während der verlauste Gatte auf anderen Burgen die Syphilis verbreitete. Eine stählerne Lustbremse der mittelalterlichen Art, ein wirksamer Riegel, den man dem Vergnügen vorschob. Schloss zu, aus die Maus.
Die Raubritter der heutigen Tage sitzen nicht mehr in zugigen Burgen, sondern in den finsteren Bankentürmen oder im Oval Office sowie den strategischen Schaltpulten der TV-Sender und Rechtevermarkter und so kam es, dass ich mich die Tage ebenfalls meinem Vergnügen beraubt sah. Dem Afrika-Cup wurde ein virtueller Keuschheitsgürtel verpasst, genauso wie der Handball-Weltmeisterschaft, welche immerhin noch über die Internetseite einer Bank zu verfolgen war. Trotz Sky-Abonnement und regelmäßiger Überweisung der GEZ musste ich plötzlich mit dem Traumschiff statt Traumtoren und Snooker anstatt Strafwürfen Vorlieb nehmen. Wer mal gucken möchte, der muss extra zahlen oder es (auf halblegalem Wege) auf dem zu kleinen PC-Bildschirm tun und das obwohl er bereits für die sportliche Entjungferung berappt hat. Ich bin eben nicht der Knappe Friederich mit einem Diederich und so trifft die erste Zeile des historischen Gassenhauers durchaus zu, wo es so treffend heißt:
Zu Grünwald im Isartal, glaumses mir, es war einmal
da ham edle Ritter g'haust, dene hat's vor gar nichts 'graust!
Im Grünwald und anderen Nobelvierteln scheißt der Teufel weiterhin dicke Haufen auf die Nobelvillen der Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzenden und das Bauernvolk darf ihn mit den sauer verdienten Talern füttern, damit die Haufen ja nicht kleiner werden.
Während man sich nun beim in die Röhre gucken immer noch schwarz ärgert, springen einem im Internet und bei der spannenden Dokumentation über Gangs & Gangster schon wieder neue Hinweise entgegen. Der am oberen Bildrand defilierende Text droht in dicken Lettern an, dass Eurosport (und Discovery Channel) und Sky sich nicht sicher sind, ob die Zusammenarbeit ab Februar 2017 fortgesetzt werden kann. Sind die eigentlich noch ganz knusper? Wer jetzt böses dabei denkt, dass ab der nächsten Saison die Bundesligaspiele am Freitag und Montag auf Eurosport übertragen werden, ist ein Schelm. Ein übler Schelm. Genauso so ein Typ, den man mit dem eisernen Tanga von seiner Frau fernhält.
Das Praktische ist, dass die modernen Pay-TV und Bezahl-Stream Raubritte so wie einst im Mittelalter kaum eine Revolte oder Verfolgung durch die Obrigen fürchten müssen. Der Bauer blecht weiterhin und die Mächtigen foltern ihre eigenen Gefangenen. Der Bauer ist eben ein wenig entscheidungsbeengt, er will ja nicht komplett auf Fußball und Co. verzichten, weshalb er sich mit dem Biss in den sauren Apfel zufrieden gibt – ist immerhin auch was zu essen. Sowas funktioniert des Übrigen ebenfalls mit normalem Fußball im Stadion; auf der einstigen Trutzburg Fritz Walters hoch oben auf dem Betzenberg kann man es sehen. Die Pfälzischen Bauern rennen weiterhin ins Stadion, obwohl die gebotenen fußballerischen Leistungen stetig weniger wurden. Selbst die Mitglieder der Ritterschaft entrichten jetzt mehr Taler, obwohl ihre Privilegien kaum noch nennenswert sind. Nicht mal mehr den vierteljährlichen Druck des Burgboten bekommen sie geliefert.
Vielleicht stimmt das alte Sprichwort ja doch und „weniger ist mehr“, immerhin kann man mit ganz wenig Inhalt und Wissen sogar Präsident eines mächtigen Landes werden. Angesichts dessen sind gestrichene TV-Angebote und sportliche Leistungsabfälle nicht mehr als zwei Mückenschiss auf der Burgmauer. Weniger bieten, weniger leisten und am Ende doch kräftig absahnen. Eine attraktive Option in postfaktischen Zeiten, kann der FCK nach dem Saisonfinale doch einfach darauf bestehen, dass das Dargebotene locker für den Aufstieg in die Bundesliga qualifiziert. Wen interessieren schon Punkte? Und wer erstellt eigentlich diese Fake-Tabelle?
Abseits alternativer Fakten haben die Roten Teufel in Hannover eine nachprüfbar gute Leistung in Hannover geboten, so sehen das auch die Experten der halbwegs objektiven Lügenpresse. Deren Meinung halte ich nach einem Doppelpass mit der Einschätzung anderer Experten (inklusive mir) im Durschnitt für halbwegs fundiert, weshalb einem vor einer Gewürzburg nicht bange sein muss. Die einst uneinnehmbaren Mauern der Feste Betzenberg wurden über die Jahre zwar kräftig geschliffen, aber sie bieten immer noch ein gutes Fundament für den Bau einer neuen Trutzburg. Den ersten Stein können unsere Mannen heute Abend draufhauen.
In diesem Sinne!
Ba beneen
Butduma
Auf der Couch gibt es immer die gleiche Leistung – mal schlecht und mal schlechter – und das komplett umsonst. So findet man auf ihr auch keine Raubritter, sondern nur Bringritter der traurigen Gestalt, die pünktlich zum Spieltag ihre fauligen Gaben darbringen. Jetzt gibt es für die Ritter Bahlinger, Neuversuch, Sir Dorn, Teufelstod, Hegermeister und Butterich erst mal würzige Burg-Haxen und kelchweise Gerstensaft und dann sehen wir weiter. Zum Wohl!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Devil_till_Death am 03.02.2017 um 12:38 Uhr bearbeitet
03.02.2017 - 12:40 Uhr
»Was hat denn der Pate in meinem Text rumgepfuscht? Was gab's denn da zu bearbeiten???!!!«
»Ei'ch glääb, er hott de Link gericht.«
»Ach so. Na dann …«
Schön gecoucht, Edler von Buttringen.
»Ei'ch glääb, er hott de Link gericht.«
»Ach so. Na dann …«
Schön gecoucht, Edler von Buttringen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Devil_till_Death am 03.02.2017 um 12:42 Uhr bearbeitet
03.02.2017 - 12:47 Uhr
Zitat von Devil_till_Death
»Was hat denn der Pate in meinem Text rumgepfuscht? Was gab's denn da zu bearbeiten???!!!«
»Ei'ch glääb, er hott de Link gericht.«
»Ach so. Na dann …«
Schön gecoucht, Edler von Buttringen.
»Was hat denn der Pate in meinem Text rumgepfuscht? Was gab's denn da zu bearbeiten???!!!«
»Ei'ch glääb, er hott de Link gericht.«
»Ach so. Na dann …«
Schön gecoucht, Edler von Buttringen.
Ich verbessere:
"Ei'ch (Baum?) glääb, der hott de Link gericht."
"Ajo... super sach. Do basst wenigschdens änner uff. Klorer Kerl des..."
03.02.2017 - 13:26 Uhr
03.02.2017 - 14:58 Uhr
Zitat von Butduma
(...) oder den Berwartstein, dort wo der Raubritter Hans Trapp hauste. Jener Hans Trapp, den elsässische Kinder immer noch zur Winterpause der Ligue 1 fürchten, wenn er kettenklirrend die Rute schwingt.
(...) oder den Berwartstein, dort wo der Raubritter Hans Trapp hauste. Jener Hans Trapp, den elsässische Kinder immer noch zur Winterpause der Ligue 1 fürchten, wenn er kettenklirrend die Rute schwingt.
Ist euch eigentlich auch schon aufgefallen, dass einer der beiden Jungs, die durch den Berwartstein führen, aussieht wie Marco Kurz?
Und But, dieses Couching ist ebenso schmackhaft wie die Lewwerknepp auf dem Berwartstein. Alleine wegen denen nehme ich drei- bis viermal im Jahr den weiten Weg von Lumbehafe in die Südpfalz auf mich ...
Cheers
Bahli
10.02.2017 - 10:48 Uhr
JAHRGANG 7 – AUSGABE 21: Zurück zum Glück
Lange ist nicht mehr. Es ist nicht die Uhr, die dir das verrät, es sind die Gesichter in die du um dich herum blickst. Sie sind verzerrt durch das Ringen mit der Erschöpfung während gleichzeitig das Adrenalin die Augen und Münder weitet. Die Laute, die sie ausstoßen, geben die Zeilen der immer selben Lieder nur entstellt wieder. Wenn du sie nicht kennen würdest, du wüsstest nicht, was die Message sein soll. Andererseits sind der Rhytmus und das Pumpen alleine schon Message genug. Du kennst und verstehst sie: wir nähern uns dem Ende. Aber vorher muss alles raus. Die totale Verausgabung ist das Ziel, Push again! Wenn der Vorhang fällt, wird es schlimmer sein, die Chancen nicht gehabt zu als sie nicht genutzt zu haben. Aber die Zeit, sie verstreicht nicht, die Zeit hier schmilzt.
Schweiß klebt dir das Shirt an den Rücken und die Hosen an die Schenkel. Alleine um dieser Beklemmung zu entgehen willst du dich bewegen, selbst wenn Kopf und Glieder mit jeder Umdrehung schwerer und schwerer werden. Dazu die Hitze und die beißende Luft, der du mühsam Atem abringst - es fühlt sich an wie Fieber. Den Kopf hoch und die Pitch im Blick zu halten wird immer mühsamer, die meiste Zeit siehst du nur das klebrige Shirt am Rücken vor dir. Sinkt dein Kopf tiefer, suchst du deine Beine im schlechten Licht und der wabernden Menge vergeblich. Du ahnst nur ungefähr, wo sie sein müssten. Da unten, wo der Geruch und das Schmatzens des verschütteten Bieres herkommt. Deine Beine sind auch nicht mehr Herr deiner Bewegung, eigene Sprünge hast du schon vor eine Weile aufgegeben, und bist damit nicht allein. Du bist Teil eines Kollektiven Wankens und Stützens, teil einer fiebernden Masse. Patientenkollektiv. Euer gemeinsames Fiebern induzieren den Funken für das Feuer, das sich auf die Pitch übertragen soll. Hier ist Kaisersalutern, hier ist der Betzenberg!
Eckball... Verschnaufpause.... Kurz stützt du, leicht gebeugt und nach Luft schnappend, die Handflächen auf die Oberschenkel. Aber da ist's nass. Also Hände in die Taille, du richtest dich auf und die Arme gehen nach oben so weit sie können, du wackelst mit den Händen. Der Ball fliegt vors Tor. Abgewehrt, die Arme sinken wieder. Aber der Kopf bleibt oben, der Blick haftet am Ball. Er wird von einem Roten wieder Richtung Seitenlinie gespielt. Da ist Platz, das kann was werden. Der undefinierte Lärmpegel schwillt wieder an. Doppelpass, der Ball treibt auf dich zu, ein Roter hinterher, das sieht gut aus. Eingabe an den 5er, am Hexer der Gäste vorbei, ein Roter hält den Fuss hin, Ball, im Netz, Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa
Extase und Erlösung: das kollektive Fieber bricht sich Bahn und kumuliert in Jubeltrauben. Oben wie unten. Die gerade noch verzerrten Fratzen lösen sich und strahlen jetzt. Wellen der Erleichterung spülen neue Kraft in die Beine, dein Herz hüpft und du springst mit. Die zweite Luft bleibt nicht lange Gast, denn du singst, laut und klar: "Kaiserslautern, 1900, wir sind treu bis in den Tod". Die Fäuste geballt stehst du da, das "Ja" folgt dem "Sieg" folgt den Trommeln. Es fühlt sich sooo richtig an. Es fühlt sich vertraut an. Der Betze bebt zur Crunchtime, ja Mann! Zufriedenheit gepaart mit Nostalgie ergeben die wohlige Mischung, nach der du schon lange gegiert hast.
Mit dem Schlusspfiff geben Körper und Geist gleich eine doppelte Dosis Endorphin aus. Als Belohnung dafür, dass beide durchgehalten haben. Durch Höhen und Tiefen. Ein dir unbekannter Vertrauter bietet dir ein Schluck aus seinem Becher an. Deins ist schon lange drauf gegangen. Gerne nimmst du nen Schluck von seinem schal-gehüpften Getränk, natürlich nicht ohne ihm vorher strahlend zuzuprosten. Auf den Sieg! Auf den Betze! Auf uns!
Zugegeben: Ich war am Freitag nicht im Stadion. Aber es war nicht annähernd so schwer, sich in dieses Rendevous von Gegenwart mit dem alten Fieber zu projezieren, als es an dieser Stelle darzustellen. Die Stimmungsbeschreibung kommt dem Konzert von vor zwei Wochen allerdings näher als der Stimmung, die ich in den jüngeren Spielen im Fritz-Walter-Stadion erlebt habe. Kein Vergleich zu Zeiten, als das Stadion bei jedem Spiel voll war und die Tribünen wackelten - der FCK noch kein wankender und "dahinsiechender Scheinriese" war. Heute ist der Verein Patient und die Fieberkurven, abzulesen an Tabelle, Kontostand und am Zuschaueraufkommen, geben Anlass zu ernster Sorge. Aber für die Hoffnung auf Besserung sind Tage wie dieser letzte Freitag daher so eminent wichtig. All die ganzen Jahre des Niedergangs gingen an die Substanz, aber am Freitag schlug das EKG wieder mal fett aus und sendete ein Lebenszeichen. Das war der Moment, an den wir als emotionales Erwachen einmal zurückdenken könnten. Das Hier und Heute ist dann längst vorbei wie ein böser alter Traum. Daher wünsche mir, dass die Mannschaft da anknüpfen kann und hoffe dass es jetzt hilft. Venceremos - es wird ein langer Kampf!
Never mind Red Bulletin, here's the Couchingzone. Dort sitzen durchgeschwitzte Liebesspieler, die niemals zum FC Bayern gehen - maximal zu Besuch beim nächsten Auswärtsspiel. Und weil kein Couching auch keine Lösung ist, gibt es jeden Freitag bis 12 Uhr das Wort zum Spieltag. Das schreiben wir nicht für Geld, sondern alles aus Liebe. Schönen Gruß, alles wird gut!
Lange ist nicht mehr. Es ist nicht die Uhr, die dir das verrät, es sind die Gesichter in die du um dich herum blickst. Sie sind verzerrt durch das Ringen mit der Erschöpfung während gleichzeitig das Adrenalin die Augen und Münder weitet. Die Laute, die sie ausstoßen, geben die Zeilen der immer selben Lieder nur entstellt wieder. Wenn du sie nicht kennen würdest, du wüsstest nicht, was die Message sein soll. Andererseits sind der Rhytmus und das Pumpen alleine schon Message genug. Du kennst und verstehst sie: wir nähern uns dem Ende. Aber vorher muss alles raus. Die totale Verausgabung ist das Ziel, Push again! Wenn der Vorhang fällt, wird es schlimmer sein, die Chancen nicht gehabt zu als sie nicht genutzt zu haben. Aber die Zeit, sie verstreicht nicht, die Zeit hier schmilzt.
Schweiß klebt dir das Shirt an den Rücken und die Hosen an die Schenkel. Alleine um dieser Beklemmung zu entgehen willst du dich bewegen, selbst wenn Kopf und Glieder mit jeder Umdrehung schwerer und schwerer werden. Dazu die Hitze und die beißende Luft, der du mühsam Atem abringst - es fühlt sich an wie Fieber. Den Kopf hoch und die Pitch im Blick zu halten wird immer mühsamer, die meiste Zeit siehst du nur das klebrige Shirt am Rücken vor dir. Sinkt dein Kopf tiefer, suchst du deine Beine im schlechten Licht und der wabernden Menge vergeblich. Du ahnst nur ungefähr, wo sie sein müssten. Da unten, wo der Geruch und das Schmatzens des verschütteten Bieres herkommt. Deine Beine sind auch nicht mehr Herr deiner Bewegung, eigene Sprünge hast du schon vor eine Weile aufgegeben, und bist damit nicht allein. Du bist Teil eines Kollektiven Wankens und Stützens, teil einer fiebernden Masse. Patientenkollektiv. Euer gemeinsames Fiebern induzieren den Funken für das Feuer, das sich auf die Pitch übertragen soll. Hier ist Kaisersalutern, hier ist der Betzenberg!
Eckball... Verschnaufpause.... Kurz stützt du, leicht gebeugt und nach Luft schnappend, die Handflächen auf die Oberschenkel. Aber da ist's nass. Also Hände in die Taille, du richtest dich auf und die Arme gehen nach oben so weit sie können, du wackelst mit den Händen. Der Ball fliegt vors Tor. Abgewehrt, die Arme sinken wieder. Aber der Kopf bleibt oben, der Blick haftet am Ball. Er wird von einem Roten wieder Richtung Seitenlinie gespielt. Da ist Platz, das kann was werden. Der undefinierte Lärmpegel schwillt wieder an. Doppelpass, der Ball treibt auf dich zu, ein Roter hinterher, das sieht gut aus. Eingabe an den 5er, am Hexer der Gäste vorbei, ein Roter hält den Fuss hin, Ball, im Netz, Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa
Extase und Erlösung: das kollektive Fieber bricht sich Bahn und kumuliert in Jubeltrauben. Oben wie unten. Die gerade noch verzerrten Fratzen lösen sich und strahlen jetzt. Wellen der Erleichterung spülen neue Kraft in die Beine, dein Herz hüpft und du springst mit. Die zweite Luft bleibt nicht lange Gast, denn du singst, laut und klar: "Kaiserslautern, 1900, wir sind treu bis in den Tod". Die Fäuste geballt stehst du da, das "Ja" folgt dem "Sieg" folgt den Trommeln. Es fühlt sich sooo richtig an. Es fühlt sich vertraut an. Der Betze bebt zur Crunchtime, ja Mann! Zufriedenheit gepaart mit Nostalgie ergeben die wohlige Mischung, nach der du schon lange gegiert hast.
Mit dem Schlusspfiff geben Körper und Geist gleich eine doppelte Dosis Endorphin aus. Als Belohnung dafür, dass beide durchgehalten haben. Durch Höhen und Tiefen. Ein dir unbekannter Vertrauter bietet dir ein Schluck aus seinem Becher an. Deins ist schon lange drauf gegangen. Gerne nimmst du nen Schluck von seinem schal-gehüpften Getränk, natürlich nicht ohne ihm vorher strahlend zuzuprosten. Auf den Sieg! Auf den Betze! Auf uns!
Zugegeben: Ich war am Freitag nicht im Stadion. Aber es war nicht annähernd so schwer, sich in dieses Rendevous von Gegenwart mit dem alten Fieber zu projezieren, als es an dieser Stelle darzustellen. Die Stimmungsbeschreibung kommt dem Konzert von vor zwei Wochen allerdings näher als der Stimmung, die ich in den jüngeren Spielen im Fritz-Walter-Stadion erlebt habe. Kein Vergleich zu Zeiten, als das Stadion bei jedem Spiel voll war und die Tribünen wackelten - der FCK noch kein wankender und "dahinsiechender Scheinriese" war. Heute ist der Verein Patient und die Fieberkurven, abzulesen an Tabelle, Kontostand und am Zuschaueraufkommen, geben Anlass zu ernster Sorge. Aber für die Hoffnung auf Besserung sind Tage wie dieser letzte Freitag daher so eminent wichtig. All die ganzen Jahre des Niedergangs gingen an die Substanz, aber am Freitag schlug das EKG wieder mal fett aus und sendete ein Lebenszeichen. Das war der Moment, an den wir als emotionales Erwachen einmal zurückdenken könnten. Das Hier und Heute ist dann längst vorbei wie ein böser alter Traum. Daher wünsche mir, dass die Mannschaft da anknüpfen kann und hoffe dass es jetzt hilft. Venceremos - es wird ein langer Kampf!
Never mind Red Bulletin, here's the Couchingzone. Dort sitzen durchgeschwitzte Liebesspieler, die niemals zum FC Bayern gehen - maximal zu Besuch beim nächsten Auswärtsspiel. Und weil kein Couching auch keine Lösung ist, gibt es jeden Freitag bis 12 Uhr das Wort zum Spieltag. Das schreiben wir nicht für Geld, sondern alles aus Liebe. Schönen Gruß, alles wird gut!
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