Die Couchingzone
13.08.2010 - 13:19 Uhr
17.03.2017 - 11:39 Uhr
Nach dem ganzen verkopften Unfug der letzten beiden male endlich mal was … verdauliches. Erlösend wie die Klänge des Gert Wilden-Orchesters nach zwei Wochen Stockhausen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Devil_till_Death am 17.03.2017 um 11:39 Uhr bearbeitet
17.03.2017 - 11:46 Uhr
Sehr schönes Couching, Dankeschön Butduma für die schönen Wortspiele und lustigen Bilder im Kopf:
Zitat von Butduma
Nobby M. pfiff einen ausgewilderten Luchs zu sich und ritt auf ihm zurück Richtung Stadt.
Nobby M. pfiff einen ausgewilderten Luchs zu sich und ritt auf ihm zurück Richtung Stadt.
17.03.2017 - 15:09 Uhr
Geil nur einfach ...
Bahli
Cheers
Bahli
Cheers
17.03.2017 - 16:31 Uhr
Ist mir alles viel zu intellektuell: Verursacht bei mir gehirnmuskuläre Probleme!
Und der Schlüssel zum Erfolg war noch nie harte Arbeit, sondern immer schon fremdes Geld! Und natürlich jemand, der eindeutig den Korkhut aufhat und dem Gegner - anstatt dem eigenen Laden - einen Riesenkampf liefert! Aber was weiß ich schon.
Ich verabscheue mich dann mal ins Wochenende! Goiles Couching!
Und der Schlüssel zum Erfolg war noch nie harte Arbeit, sondern immer schon fremdes Geld! Und natürlich jemand, der eindeutig den Korkhut aufhat und dem Gegner - anstatt dem eigenen Laden - einen Riesenkampf liefert! Aber was weiß ich schon.
Ich verabscheue mich dann mal ins Wochenende! Goiles Couching!
31.03.2017 - 02:32 Uhr
Jahrgang 7, Ausgabe 27: DER GALGENVOGEL
Mitternacht umgab mich schaurig, als ich einsam, trüb und traurig,
Sinnend saß und las den Bericht vom letzten Spiel.
Darüber wurd ich immer müder und der Blick wurd immer trüber.
Drang von der Tür ein Tocken rüber?
„Ein Besuch, jetzt noch?“ so dacht’ ich, „den der Zufall führet her?
Ein Besucher, sonst Nichts mehr.“
Konnt mich vom Geles'nen noch nicht lösen, wie wichtig wär der Sieg gewesen,
um zu vertreiben all die Wesen, Dämonen, Zweifel, Abstiegsgeister.
Sehnlich wünscht’ ich mir den Morgen, keine Lind’rung war zu borgen
Auch die Foren voller Sorgen – voller Sorgen tief und schwer,
um die einst ruhmreichen aus Lautern -
"Ruhmreich" nennt sie g'rad Niemand mehr!
Und ermannt nach diesen Worten öffnete ich stracks die Pforten:
„Dame oder Herr,“ so sprach ich, „bitte um Verzeihung sehr!
Doch ich war mit matten Blicken im Begriff, in Schlaf zu nicken,
Und so leis scholl Euer Ticken an die Wohnungstüre her,
Daß ich kaum es recht vernommen; doch nun seid willkommen sehr!“
....
Nur Dunkel draußen, sonst Nichts mehr.
Düster in das Dunkel schauend stand ich lange starr und grauend,
der Niedergang, schon lange dauernd; Treibsand zweitklass'ges Mittelmaß.
Zweifel schwarz den Sinn bethörte, Nichts die Stille draußen störte,
man nur die einen Worte hörte, „Oh Fussballgott“, so klang es her;
Selber haucht’ ich’s, und „Fussballschrott“ trug das Echo trauernd her –
nach dem Abstieg kommt Nichts mehr.
Als ich nun mit tiefem Bangen wieder in’s Gemach gegangen,
Hört’ ich bald ein neues Pochen, etwas lauter als vorher.
„Sicher,“ sprach ich da mit Beben, „an das Fenster pocht’ es eben,
Nun wohlan, so laß mich streben, daß ich dieses Pochen klär’ –
Still, mein Herz, so daß ich schau, was denn da draußen wär’.
Ist Wohl der Wind und sonst Nichts mehr.“
Riß das Fenster auf, den Laden runter,
und herein stolziert – o Wunder!
Ein gewalt’ger, hochbejahrter Rabe schwirrend zu mir her;
Flog mit mächt’gen Flügelstreichen, ohne Gruß und Dankeszeichen,
Stolz und stattlich sonder Gleichen, und nach ein, zwei großen Kreisen –
Lies er sich nieder auf der Büst' vom hochverehrten Walter Fritz
Schaut und sitzt - und sonst Nichts mehr.
Dieser fabelhafter Auftritt lenkt vom Trübsinn mich kurz ab,
So elegant und majestätisch, auch der Rabe gravitätisch,
thront und schaut auf mich herab.
„Ob auch alt und nah dem Grabe,“ sprach ich, „bist du doch kein feiger Knabe,
grimmiger, sinistrer Rabe, der Du kamst vom dunklen Staade –
Sprich, welch’ stolzen Namen führst du und welch Ansinn' trieb dich her?“
Sprach der Rabe: „Nimmermehr.“
Dieses Wort nur sprach der Rabe dumpf und hohl, wie aus dem Grabe,
Als ob seine ganze Seele in dem einen Worte wär’.
Weiter Nichts ward dann gesprochen, bin's gewohnt, denn schon seit Wochen,
lässt das Trauerspiel der Truppe, sprachlos, ratlos uns zurück.
Das Schweigen 'gen Raben hab ich gebrochen: „Viele User floh’n seither –
leer und wund und resigniert. Morgen wirst auch du mir fliehen.“
Sprach der Rabe: „Nimmermehr!“
Immer höher stieg mein Staunen bei des Rabens dunklem Raunen,
Doch ich dachte: „Ohne Zweifel weiß er nur dies und sonst Nichts mehr;
Lernt' es bei 'nem and'ren Meister,
dem des Unglücks finstre Geister
Drohten dreist und drohten dreister.
Aachen, Mannheim oder Essen,
verschwanden einst, sind fast vergessen.
Und fortan seufzten sie gar schwer,
Bundesliga? Deutscher Meister?
‚O nimmer – nimmermehr!‘“
Dieses saß ich still ermessend, während der Galgenvogel unablässig
mit Feuerblicken mich traktierte, mich tiefer in die Marter führte.
Und mit schmerzlichen Gefühlen ließ mein Haupt ich lange wühlen.
Vor jedem Spiel seit Wochen schon, diktieren Spieler in ein Mikrophon,
was sie sich haben vorgenommen. "Auch mal den Fuss drauf halten" hört' ich sie reden,
"Wach von Beginn an" "Mutig sein" und "Gas geben".
und bringen dann genau dies nicht auf den Rasen.
So werden Versprechungen zu Phrasen, zu oft gehört in solchenen Phasen.
Selbst elementarste Dinge woll'n nicht gelingen mehr,
so spielt man Stadion und Kasse leer.
So schwindet auch der Glaube der Treusten mehr und mehr.
Kleine Schritte - nimmermehr!
Irgendwie die Klasse halten und dann im Sommer neu gestalten,
wieder mal ein Neuanfang, nur alles besser werden kann.
Junge Sterne verheißen Zukunft, treue Sterne ein Gerüst.
„Uwe,“ rief ich, „Stövers Uwe, ich hoff' ein Zauberer du bist.
Walle! Walle manche Strecke. Bring auch neue Spieler her,
es muss kesseln auf dem Berge. Und verlänger mit den alten
vorhand'nen Hoffnungsträgern, könn'n wir sie halten?"
Sprach der Rabe: „Nimmermehr!“
„Gramprophet!“ rief ich voll Zweifel, „ob Du Vogel oder Teufel!
Ob die Hölle Dich mir sandte, ob der Sturm Dich wehte her!
Du, der von des Nekar Strande – Du, der von dem Schreckenlande
Sich zu mir, dem Trüben, wandte – künde mir mein heiß Begehr:
Durchbrechen wir je wieder den Kreis der Hexe? Gibt zu altem Glanz es Wiederkehr?“
Sprach der Rabe: „Das wird schwer!“
„Sei dies Wort das Trennungszeichen! Vogel, Dämon, Du mußt weichen!
Fleuch zurück dich übern Rhein, kehr doch bei Bad'ner Leuten ein!
Keine Feder laß zurücke mir als Zeichen Deiner Tücke;
Laß allein mich dem Geschicke – nimm andern Tölpel ihre Ruh!
Fort und laß mein Herz in Frieden, scheizz den Wildpark lieber zu!“
Sprach der Rabe "Dort sitzt schon länger mein noch älterer Bruder. Glaubst du wirklich,
du wärst was besonderes? Dann muss ich dich enttäuschen."
Und der Rabe weichet nimmer – sitzt noch immer, sitzt noch immer
Auf der verblassten Walter-Büste; die oben überm Fahrstuhl prangt.
Sitzt mit geisterhaftem Munkeln, seine Feueraugen funkeln
Gar dämonisch aus dem Dunkeln, düstern Schatten um ihn her;
Der Fahrstuhl ohne Lautern in die Top 25 abdüste, der Fahrstuhlschacht gähnt drohlich leer,
nur noch knapp steh'n wir vorm Rand.
Wir brauchen Punkte oder fallen.
Sich erheben – nimmermehr!
-------------------------------------------------------------------------------------
Wie der Rabe so stehen auch wir Couch-POEten dann und wann auf den Schultern von Riesen. Das wann ist dabei gesetzt: freitags und an anderen Spieltagen bis 12 Uhr paraphrasieren Devillo_thell_O, B.U.T. Tolkien, Newtrials Guide to the Galaxy, Vic_Orwell, Bahli Becket und meinereiner auch mal alte Meister zu Ehren eines ruhmreichen 4-fachen Deutschen Meisters.
Mitternacht umgab mich schaurig, als ich einsam, trüb und traurig,
Sinnend saß und las den Bericht vom letzten Spiel.
Darüber wurd ich immer müder und der Blick wurd immer trüber.
Drang von der Tür ein Tocken rüber?
„Ein Besuch, jetzt noch?“ so dacht’ ich, „den der Zufall führet her?
Ein Besucher, sonst Nichts mehr.“
Konnt mich vom Geles'nen noch nicht lösen, wie wichtig wär der Sieg gewesen,
um zu vertreiben all die Wesen, Dämonen, Zweifel, Abstiegsgeister.
Sehnlich wünscht’ ich mir den Morgen, keine Lind’rung war zu borgen
Auch die Foren voller Sorgen – voller Sorgen tief und schwer,
um die einst ruhmreichen aus Lautern -
"Ruhmreich" nennt sie g'rad Niemand mehr!
Und ermannt nach diesen Worten öffnete ich stracks die Pforten:
„Dame oder Herr,“ so sprach ich, „bitte um Verzeihung sehr!
Doch ich war mit matten Blicken im Begriff, in Schlaf zu nicken,
Und so leis scholl Euer Ticken an die Wohnungstüre her,
Daß ich kaum es recht vernommen; doch nun seid willkommen sehr!“
....
Nur Dunkel draußen, sonst Nichts mehr.
Düster in das Dunkel schauend stand ich lange starr und grauend,
der Niedergang, schon lange dauernd; Treibsand zweitklass'ges Mittelmaß.
Zweifel schwarz den Sinn bethörte, Nichts die Stille draußen störte,
man nur die einen Worte hörte, „Oh Fussballgott“, so klang es her;
Selber haucht’ ich’s, und „Fussballschrott“ trug das Echo trauernd her –
nach dem Abstieg kommt Nichts mehr.
Als ich nun mit tiefem Bangen wieder in’s Gemach gegangen,
Hört’ ich bald ein neues Pochen, etwas lauter als vorher.
„Sicher,“ sprach ich da mit Beben, „an das Fenster pocht’ es eben,
Nun wohlan, so laß mich streben, daß ich dieses Pochen klär’ –
Still, mein Herz, so daß ich schau, was denn da draußen wär’.
Ist Wohl der Wind und sonst Nichts mehr.“
Riß das Fenster auf, den Laden runter,
und herein stolziert – o Wunder!
Ein gewalt’ger, hochbejahrter Rabe schwirrend zu mir her;
Flog mit mächt’gen Flügelstreichen, ohne Gruß und Dankeszeichen,
Stolz und stattlich sonder Gleichen, und nach ein, zwei großen Kreisen –
Lies er sich nieder auf der Büst' vom hochverehrten Walter Fritz
Schaut und sitzt - und sonst Nichts mehr.
Dieser fabelhafter Auftritt lenkt vom Trübsinn mich kurz ab,
So elegant und majestätisch, auch der Rabe gravitätisch,
thront und schaut auf mich herab.
„Ob auch alt und nah dem Grabe,“ sprach ich, „bist du doch kein feiger Knabe,
grimmiger, sinistrer Rabe, der Du kamst vom dunklen Staade –
Sprich, welch’ stolzen Namen führst du und welch Ansinn' trieb dich her?“
Sprach der Rabe: „Nimmermehr.“
Dieses Wort nur sprach der Rabe dumpf und hohl, wie aus dem Grabe,
Als ob seine ganze Seele in dem einen Worte wär’.
Weiter Nichts ward dann gesprochen, bin's gewohnt, denn schon seit Wochen,
lässt das Trauerspiel der Truppe, sprachlos, ratlos uns zurück.
Das Schweigen 'gen Raben hab ich gebrochen: „Viele User floh’n seither –
leer und wund und resigniert. Morgen wirst auch du mir fliehen.“
Sprach der Rabe: „Nimmermehr!“
Immer höher stieg mein Staunen bei des Rabens dunklem Raunen,
Doch ich dachte: „Ohne Zweifel weiß er nur dies und sonst Nichts mehr;
Lernt' es bei 'nem and'ren Meister,
dem des Unglücks finstre Geister
Drohten dreist und drohten dreister.
Aachen, Mannheim oder Essen,
verschwanden einst, sind fast vergessen.
Und fortan seufzten sie gar schwer,
Bundesliga? Deutscher Meister?
‚O nimmer – nimmermehr!‘“
Dieses saß ich still ermessend, während der Galgenvogel unablässig
mit Feuerblicken mich traktierte, mich tiefer in die Marter führte.
Und mit schmerzlichen Gefühlen ließ mein Haupt ich lange wühlen.
Vor jedem Spiel seit Wochen schon, diktieren Spieler in ein Mikrophon,
was sie sich haben vorgenommen. "Auch mal den Fuss drauf halten" hört' ich sie reden,
"Wach von Beginn an" "Mutig sein" und "Gas geben".
und bringen dann genau dies nicht auf den Rasen.
So werden Versprechungen zu Phrasen, zu oft gehört in solchenen Phasen.
Selbst elementarste Dinge woll'n nicht gelingen mehr,
so spielt man Stadion und Kasse leer.
So schwindet auch der Glaube der Treusten mehr und mehr.
Kleine Schritte - nimmermehr!
Irgendwie die Klasse halten und dann im Sommer neu gestalten,
wieder mal ein Neuanfang, nur alles besser werden kann.
Junge Sterne verheißen Zukunft, treue Sterne ein Gerüst.
„Uwe,“ rief ich, „Stövers Uwe, ich hoff' ein Zauberer du bist.
Walle! Walle manche Strecke. Bring auch neue Spieler her,
es muss kesseln auf dem Berge. Und verlänger mit den alten
vorhand'nen Hoffnungsträgern, könn'n wir sie halten?"
Sprach der Rabe: „Nimmermehr!“
„Gramprophet!“ rief ich voll Zweifel, „ob Du Vogel oder Teufel!
Ob die Hölle Dich mir sandte, ob der Sturm Dich wehte her!
Du, der von des Nekar Strande – Du, der von dem Schreckenlande
Sich zu mir, dem Trüben, wandte – künde mir mein heiß Begehr:
Durchbrechen wir je wieder den Kreis der Hexe? Gibt zu altem Glanz es Wiederkehr?“
Sprach der Rabe: „Das wird schwer!“
„Sei dies Wort das Trennungszeichen! Vogel, Dämon, Du mußt weichen!
Fleuch zurück dich übern Rhein, kehr doch bei Bad'ner Leuten ein!
Keine Feder laß zurücke mir als Zeichen Deiner Tücke;
Laß allein mich dem Geschicke – nimm andern Tölpel ihre Ruh!
Fort und laß mein Herz in Frieden, scheizz den Wildpark lieber zu!“
Sprach der Rabe "Dort sitzt schon länger mein noch älterer Bruder. Glaubst du wirklich,
du wärst was besonderes? Dann muss ich dich enttäuschen."
Und der Rabe weichet nimmer – sitzt noch immer, sitzt noch immer
Auf der verblassten Walter-Büste; die oben überm Fahrstuhl prangt.
Sitzt mit geisterhaftem Munkeln, seine Feueraugen funkeln
Gar dämonisch aus dem Dunkeln, düstern Schatten um ihn her;
Der Fahrstuhl ohne Lautern in die Top 25 abdüste, der Fahrstuhlschacht gähnt drohlich leer,
nur noch knapp steh'n wir vorm Rand.
Wir brauchen Punkte oder fallen.
Sich erheben – nimmermehr!
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Wie der Rabe so stehen auch wir Couch-POEten dann und wann auf den Schultern von Riesen. Das wann ist dabei gesetzt: freitags und an anderen Spieltagen bis 12 Uhr paraphrasieren Devillo_thell_O, B.U.T. Tolkien, Newtrials Guide to the Galaxy, Vic_Orwell, Bahli Becket und meinereiner auch mal alte Meister zu Ehren eines ruhmreichen 4-fachen Deutschen Meisters.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hegermeister am 31.03.2017 um 02:41 Uhr bearbeitet
31.03.2017 - 13:37 Uhr
AUF DIE GLOCKE!
Wie versteinert in der Kurve
steht Hegermeister angstgebannt
Heute muß ein Sieg es werden
Auf, ihr Buben - und spielt nicht Hand!
Von der Stirne heiß
rinnen muß der Schweiß!
Wird das Spiel den Meier loben
ist euch das Publikum gewogen
Alter Meier, ääh alte Meister im Couching - das ist neu! Und nicht nur in Anbetracht der Uhrzeit des Couchingversandes fragt man sich: Wie besoffen muss einer sein um so ein geiles Teil zusammenzufrickeln!
So spricht Newtrial, sonst Nichts mehr!
Wie versteinert in der Kurve
steht Hegermeister angstgebannt
Heute muß ein Sieg es werden
Auf, ihr Buben - und spielt nicht Hand!
Von der Stirne heiß
rinnen muß der Schweiß!
Wird das Spiel den Meier loben
ist euch das Publikum gewogen
Alter Meier, ääh alte Meister im Couching - das ist neu! Und nicht nur in Anbetracht der Uhrzeit des Couchingversandes fragt man sich: Wie besoffen muss einer sein um so ein geiles Teil zusammenzufrickeln!
So spricht Newtrial, sonst Nichts mehr!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 31.03.2017 um 14:07 Uhr bearbeitet
03.04.2017 - 08:42 Uhr
Hergermeister, Hegermeister,
diese Worte zäh wie Kleister,
kleben nun in meinem Geiste,
weil der Schiri war so dreiste
und uns reudig Punkte stahl.
Frage, die ich mir nun stelle,
Hergermeister mich erhelle!
Ist der Rabe sehr gerissen,
hat er die Büste zugeschissen?
diese Worte zäh wie Kleister,
kleben nun in meinem Geiste,
weil der Schiri war so dreiste
und uns reudig Punkte stahl.
Frage, die ich mir nun stelle,
Hergermeister mich erhelle!
Ist der Rabe sehr gerissen,
hat er die Büste zugeschissen?
03.04.2017 - 11:24 Uhr
metaphorisch ganz gewiss,
dies Untier auf den Walter schiss
und zwar just in dem Momente
als des Schiris Pfeife klemmte
und mal wieder fehlt der Elfer-Pfiff
Und nicht wie Newtrial es vermut',
war es Wermut - stattdessen Wehmut,
die dies große Werk von Poe,
aus einer dunklen Ecke zog
Werk voll Wahn und Unheil, die da droht...
Edit wundert sich der Tage,
In Anbetracht der miesen Lage,
aund ausbleibend Erwachen aus dem Alptraum
nach wie vor vergraben bleibt der Panikraum?!
Ist's Apathie oder fehlende Panik, das ist die Frage...
dies Untier auf den Walter schiss
und zwar just in dem Momente
als des Schiris Pfeife klemmte
und mal wieder fehlt der Elfer-Pfiff
Und nicht wie Newtrial es vermut',
war es Wermut - stattdessen Wehmut,
die dies große Werk von Poe,
aus einer dunklen Ecke zog
Werk voll Wahn und Unheil, die da droht...
Edit wundert sich der Tage,
In Anbetracht der miesen Lage,
aund ausbleibend Erwachen aus dem Alptraum
nach wie vor vergraben bleibt der Panikraum?!
Ist's Apathie oder fehlende Panik, das ist die Frage...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hegermeister am 03.04.2017 um 11:50 Uhr bearbeitet
03.04.2017 - 18:12 Uhr
Geht der Abgesang des Raben
mir doch voll am Poe vorbei
So lasst uns denn den Torschuss wagen
sonst ist bald alles Einerlei
Nicht Wehmut, noch Wermut, Wehr-Mut allein
kann wenden dies tollwütig-grausig Geschick
gebiert grätschende Helden in der Not
wo Spielkultur greift nimmermehr
zwingt garstig Schicksal in die Knie
wo alles zu Ende scheint und leer
Wo eben noch chancentode Wüste
erstrahlt des Walter Fritzens Büste
wo Görtlers Kopfball offenbarte den Tor
stiebert das Leder nun ins Bochumer Tor
Die Wut über des Rabens Schiss
verleiht der Truppe endlich Biss
wäscht rein die große Tradition
der Nicht-Abstieg sei unser Lohn!
mir doch voll am Poe vorbei
So lasst uns denn den Torschuss wagen
sonst ist bald alles Einerlei
Nicht Wehmut, noch Wermut, Wehr-Mut allein
kann wenden dies tollwütig-grausig Geschick
gebiert grätschende Helden in der Not
wo Spielkultur greift nimmermehr
zwingt garstig Schicksal in die Knie
wo alles zu Ende scheint und leer
Wo eben noch chancentode Wüste
erstrahlt des Walter Fritzens Büste
wo Görtlers Kopfball offenbarte den Tor
stiebert das Leder nun ins Bochumer Tor
Die Wut über des Rabens Schiss
verleiht der Truppe endlich Biss
wäscht rein die große Tradition
der Nicht-Abstieg sei unser Lohn!
05.04.2017 - 09:18 Uhr
Jahrgang 7 - Ausgabe 28
The Kackbirds sing "Hallelujah"
Von Bahli
Ich bin kein Freund von Abgesängen. Vor allem, weil ich eigentlich weiß, dass jede Talsohle irgendwann überwunden wird. Ich wusste aber scheinbar nicht, dass das Tal, in dem ich - nein, ein Fußballverein - aktuell wandelt, einer Wüste der Größe einer Sahara zu ähneln scheint. Geduld? Ihr meint, ein Fußballfan müsste doch Geduld haben? Ja, ich bin ganz eurer Meinung. Und ich gestehe auch gerne, dass ich diese Geduld - besser das Besitzen derselben - seit gefühlten Ewigkeiten selbst gepredigt habe. Allerdings bin ich diesem Stadium massiv entwachsen. Ich bringe keine Geduld mehr auf, ich bin kurz davor zu verdursten oder zu verhungern. Oder beides gleichzeitig.
Now I've heard there was a secret chord
That they played
And it pleased the football Lord
But you don't really care for football
Do you?
It goes like this
Last season we were fourth
This season we are tenth
Next season we will be last
The minor falls
The major lifts
The baffled king composing
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Jahrelang speiste und tränkte mich der Gedanke, dass es das doch nicht gewesen sein kann. Andere kamen doch auch zurück aus der Versenkung. Der Glaube an ein Wunder war ja auch nicht schwer - genug davon haben wir älteren Fans ja auch hautnah miterleben dürfen. Die Neunziger waren voll davon, wir waren hoch oben im Olymp. Es war damals nur eine Frage der Zeit bis wir gleichauf mit den anderen von der Spitze winkten. Doch dieser Glaube war trügerisch, er war eine vor dir wandelnde Fata Morgana. Tja, du dämliches Schaf, lachst über die Kirchgänger am Sonntag und bist doch auch nur das typische Herdentier. Hauptsache gedankenlos hinterhergelaufen.
Your faith was strong but you needed proof
You saw them struggling on the edge
Their elegance
And the moonlight overthrew them
They tied you to a kitchen chair
They broke your throne
And they cut your hair
And from your lips they drew the Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Über eine Dekade hing ich an den Lippen derer, von denen ich die Hoffnung hatte, sie wissen und sie sehen. Opium für den Fan war überall zu finden - bei Freunden und Bekannten, in den einschlägigen Medien und in den angesagten Foren. Die alte Schrulle an meinem Kiosk, bei der ich an Samstagen die Rheinpfalz kaufe, sagte schon seit Jahren diesen verhängnisvollen Satz - "Ihr kocht doch mit dem gleichen Wasser wie die vielen anderen Verliererclubs". Mein Kopf hatte eine klare Einschätzung dieser Dame: Die hat sie doch nicht alle, die kann man doch nicht ernst nehmen. Nun, manchmal schadet es nicht, seinen Opium-Horizont auch mit weniger schönen Perspektiven zu garnieren. Es macht dann doch vieles leichter. Nur das hören, was man hören will, endet irgendwann in totaler Frustration. Und genau da bin ich jetzt. Frustriert bis unter die Haarwurzel.
You say I took the Name in vain
I don't even know the Name
But if I did
Well really
What's it to you?
There's a blaze of light in every word
It doesn't matter which you heard
The holy or the broken Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Ich ertappte mich gestern bei der Inbetriebnahme meines neuen Fernsehers, dass ich mich freute, dass ich auf dieser Kiste auch das Skyticket nutzen kann. Meine Frau meinte nur, dass sie sich nur an wenige Wochenenden erinnern kann, in denen ich im siebten Himmel hing und von den nächsten Meisterschaften schwadronierte. Ansonsten wäre meine Laune nach der Nutzung der Himmelsleiter eher trübe gewesen. Übrigens rein psychologisch eine sehr interessante Sache. Du redest verzweifelt solange mit einem klammen Strohhalm bis du den Mut aufbringst, wieder über deinen - nennen wir ihn - realistischen Schatten zu springen. Du rettest dich durch die Woche und lässt die Hoffnung so lange nach dir greifen bis du doch wieder den Fernseher einschaltest. Jeder Nichtfußballfan greift sich bei so einem Verhalten nur an die Birne - zu Recht!
I did my best
But it wasn't enough
I couldn't feel
So I tried to touch
I've told the truth
I didn't come to fool you
And even though it all went wrong
I'll stand before the Lord of song
With nothing on my tongue
But Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Möglicherweise war dies mein Schwanengesang. Ich weiß nicht, wie lange ich noch die Kraft aufbringe, mir das alles noch schön zu reden. Der elende Kampf zwischen Kopf und Bauch steht auf der Kippe. Wer gewinnt, hängt davon ab, ob sich weiterhin Opium finden lässt. Es sich herbeizureden, ist mittlerweile aussichtslos. Der Widerstand in mir wird zu groß. Einzig mit einer Siegesserie ließe sich wahrscheinlich die Misere verlängern. Aber will ich das? Ja! Nein! Gut, ich bin mir nicht sicher. Noch nicht. Aber ich stehe auf des Messers Schneide. Ich weiß, dass die Entscheidung naht. Ich weiß, dass ich bald auffahre, wohin mich mein Verstand ruft.
Ich weiß ES!
Amen
Bahli
Auf der Couch genehmigen sich Reverend "Lasttrial", Reverend "Butsidutsi", Reverend "Schinkenhäger", Reverend "Dick Vorn", Reverend "Der Erleuchtete" und Reverend "Kannnichmehr" ein bisschen Musik. "Where the Devil Won't Stay" dröhnt aus den Boxen neben dem Kühlschrank. In allen Gesichtern steht das Entsetzen. Denn alle haben gesehen und ...
... sie wissen ES!
Hallelujah
https://www.youtube.com/watch?v=2FpwjQLZTTs
https://www.youtube.com/watch?v=F8c5Tk1RrYs
Where the Devil Won't Stay
https://www.youtube.com/watch?v=hLwrPDRRnf8
The Kackbirds sing "Hallelujah"
Von Bahli
Ich bin kein Freund von Abgesängen. Vor allem, weil ich eigentlich weiß, dass jede Talsohle irgendwann überwunden wird. Ich wusste aber scheinbar nicht, dass das Tal, in dem ich - nein, ein Fußballverein - aktuell wandelt, einer Wüste der Größe einer Sahara zu ähneln scheint. Geduld? Ihr meint, ein Fußballfan müsste doch Geduld haben? Ja, ich bin ganz eurer Meinung. Und ich gestehe auch gerne, dass ich diese Geduld - besser das Besitzen derselben - seit gefühlten Ewigkeiten selbst gepredigt habe. Allerdings bin ich diesem Stadium massiv entwachsen. Ich bringe keine Geduld mehr auf, ich bin kurz davor zu verdursten oder zu verhungern. Oder beides gleichzeitig.
Now I've heard there was a secret chord
That they played
And it pleased the football Lord
But you don't really care for football
Do you?
It goes like this
Last season we were fourth
This season we are tenth
Next season we will be last
The minor falls
The major lifts
The baffled king composing
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Jahrelang speiste und tränkte mich der Gedanke, dass es das doch nicht gewesen sein kann. Andere kamen doch auch zurück aus der Versenkung. Der Glaube an ein Wunder war ja auch nicht schwer - genug davon haben wir älteren Fans ja auch hautnah miterleben dürfen. Die Neunziger waren voll davon, wir waren hoch oben im Olymp. Es war damals nur eine Frage der Zeit bis wir gleichauf mit den anderen von der Spitze winkten. Doch dieser Glaube war trügerisch, er war eine vor dir wandelnde Fata Morgana. Tja, du dämliches Schaf, lachst über die Kirchgänger am Sonntag und bist doch auch nur das typische Herdentier. Hauptsache gedankenlos hinterhergelaufen.
Your faith was strong but you needed proof
You saw them struggling on the edge
Their elegance
And the moonlight overthrew them
They tied you to a kitchen chair
They broke your throne
And they cut your hair
And from your lips they drew the Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Über eine Dekade hing ich an den Lippen derer, von denen ich die Hoffnung hatte, sie wissen und sie sehen. Opium für den Fan war überall zu finden - bei Freunden und Bekannten, in den einschlägigen Medien und in den angesagten Foren. Die alte Schrulle an meinem Kiosk, bei der ich an Samstagen die Rheinpfalz kaufe, sagte schon seit Jahren diesen verhängnisvollen Satz - "Ihr kocht doch mit dem gleichen Wasser wie die vielen anderen Verliererclubs". Mein Kopf hatte eine klare Einschätzung dieser Dame: Die hat sie doch nicht alle, die kann man doch nicht ernst nehmen. Nun, manchmal schadet es nicht, seinen Opium-Horizont auch mit weniger schönen Perspektiven zu garnieren. Es macht dann doch vieles leichter. Nur das hören, was man hören will, endet irgendwann in totaler Frustration. Und genau da bin ich jetzt. Frustriert bis unter die Haarwurzel.
You say I took the Name in vain
I don't even know the Name
But if I did
Well really
What's it to you?
There's a blaze of light in every word
It doesn't matter which you heard
The holy or the broken Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Ich ertappte mich gestern bei der Inbetriebnahme meines neuen Fernsehers, dass ich mich freute, dass ich auf dieser Kiste auch das Skyticket nutzen kann. Meine Frau meinte nur, dass sie sich nur an wenige Wochenenden erinnern kann, in denen ich im siebten Himmel hing und von den nächsten Meisterschaften schwadronierte. Ansonsten wäre meine Laune nach der Nutzung der Himmelsleiter eher trübe gewesen. Übrigens rein psychologisch eine sehr interessante Sache. Du redest verzweifelt solange mit einem klammen Strohhalm bis du den Mut aufbringst, wieder über deinen - nennen wir ihn - realistischen Schatten zu springen. Du rettest dich durch die Woche und lässt die Hoffnung so lange nach dir greifen bis du doch wieder den Fernseher einschaltest. Jeder Nichtfußballfan greift sich bei so einem Verhalten nur an die Birne - zu Recht!
I did my best
But it wasn't enough
I couldn't feel
So I tried to touch
I've told the truth
I didn't come to fool you
And even though it all went wrong
I'll stand before the Lord of song
With nothing on my tongue
But Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Hallelujah
Möglicherweise war dies mein Schwanengesang. Ich weiß nicht, wie lange ich noch die Kraft aufbringe, mir das alles noch schön zu reden. Der elende Kampf zwischen Kopf und Bauch steht auf der Kippe. Wer gewinnt, hängt davon ab, ob sich weiterhin Opium finden lässt. Es sich herbeizureden, ist mittlerweile aussichtslos. Der Widerstand in mir wird zu groß. Einzig mit einer Siegesserie ließe sich wahrscheinlich die Misere verlängern. Aber will ich das? Ja! Nein! Gut, ich bin mir nicht sicher. Noch nicht. Aber ich stehe auf des Messers Schneide. Ich weiß, dass die Entscheidung naht. Ich weiß, dass ich bald auffahre, wohin mich mein Verstand ruft.
Ich weiß ES!
Amen
Bahli
Auf der Couch genehmigen sich Reverend "Lasttrial", Reverend "Butsidutsi", Reverend "Schinkenhäger", Reverend "Dick Vorn", Reverend "Der Erleuchtete" und Reverend "Kannnichmehr" ein bisschen Musik. "Where the Devil Won't Stay" dröhnt aus den Boxen neben dem Kühlschrank. In allen Gesichtern steht das Entsetzen. Denn alle haben gesehen und ...
... sie wissen ES!
Hallelujah
https://www.youtube.com/watch?v=2FpwjQLZTTs
https://www.youtube.com/watch?v=F8c5Tk1RrYs
Where the Devil Won't Stay
https://www.youtube.com/watch?v=hLwrPDRRnf8
Dieser Beitrag wurde zuletzt von bahli77 am 05.04.2017 um 09:22 Uhr bearbeitet
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