Die Couchingzone
13.08.2010 - 13:19 Uhr
05.05.2017 - 07:59 Uhr
KOMPANIEEE …
Die Augeeen … AUF!
Das Couchiiing … GELESEN!
Die Botschaaaaft … VERINNERLICHT!
Den Kaaampf … ANGENOMMEN!
Den einstelligen Tabellenplaaatz … ANVISIERT!
Den Sieeeg … ERKÄMPFT!
Dankeee … FÜR NICHTS!
WEGGETRETEN!
Offizieer Butdumaaa … SONDERLOB!
Die Augeeen … AUF!
Das Couchiiing … GELESEN!
Die Botschaaaaft … VERINNERLICHT!
Den Kaaampf … ANGENOMMEN!
Den einstelligen Tabellenplaaatz … ANVISIERT!
Den Sieeeg … ERKÄMPFT!
Dankeee … FÜR NICHTS!
WEGGETRETEN!
Offizieer Butdumaaa … SONDERLOB!
05.05.2017 - 10:15 Uhr
GENAU ...
... SO ...
... und nicht anders!
Die Ehrengrätsche in Stahl für den Kameraden But!
Cheers
Bahli
... "abgebrocherner Gartenzwerg" ... ich hust mich immer noch weg ...
... SO ...
... und nicht anders!
Die Ehrengrätsche in Stahl für den Kameraden But!
Cheers
Bahli
... "abgebrocherner Gartenzwerg" ... ich hust mich immer noch weg ...
05.05.2017 - 10:28 Uhr
Full Metall Lautern. Geiles Ding
...und GENAUSO WILL ICH UNSERE JUNGS HEUTE SEHEN!!!!
...und GENAUSO WILL ICH UNSERE JUNGS HEUTE SEHEN!!!!
05.05.2017 - 13:39 Uhr
Zitat von Hegermeister
Wenn die Simulation morgen durch ist, wird ein Mann der klaren Haltug wie Sie aus aktuellem Anlass nach Illkirchen versetzt.
Wenn die Simulation morgen durch ist, wird ein Mann der klaren Haltug wie Sie aus aktuellem Anlass nach Illkirchen versetzt.
Illkirch, mon ami. Illkirch! Dort könnte ich sogar zweisprachig Anschisse verteilen
05.05.2017 - 14:11 Uhr
Zitat von Butduma
Dort könnte ich sogar zweisprachig Anschisse verteilen
Zitat von Hegermeister
Wenn die Simulation morgen durch ist, wird ein Mann der klaren Haltug wie Sie aus aktuellem Anlass nach Illkirchen versetzt.
Wenn die Simulation morgen durch ist, wird ein Mann der klaren Haltug wie Sie aus aktuellem Anlass nach Illkirchen versetzt.
Dort könnte ich sogar zweisprachig Anschisse verteilen

oui oui, c'est pourquoi
Und IllkirchEN ist schon richtig - weil du DünkirchEN-invasionsmäßig reinstößt in diesen Haufen
12.05.2017 - 19:49 Uhr
Jahrgang 7 - Ausgabe 33
Wir sind Fußball, wir sind rund
Von Bahli
Irgendwann ist die Luft raus, irgendwann willst du etwas ganz anderes machen. "Wohin man auch geht, sich selbst entkommt man nicht. Es ist so wie mit dem eigenen Schatten, der folgt einem auch überallhin." Marcel G. hatte genug von Murakami gelesen, er hatte aber auch genug davon, von seinem Schatten verfolgt zu werden und suchte das Arbeitsamt seiner Stadt auf.
Arbeitsvermittler 1: Guten Tag, wie kann ich Ihnen helfen?
Marcel G.: Ich habe die Nase voll von meinem bisherigen Job. Ich brauche dringend Luftveränderung.
Arbeitsvermittler 1: Ihr Name?
Marcel G.: Mein Name tut nichts zur Sache, nennen Sie mich der Einfachheit halber Haruki.
Arbeitsvermittler 1: In Ordnung, Haruki. Was war Ihr bisheriger Job?
Marcel G.: Außenbahner.
Arbeitsvermittler 1: Sie meinen Eisenbahner? Zugführer, Fahrdienstleiter, Zugbegleiter?
Marcel G.: Nein, nein, ich war Außenbahnspieler. Im deutschen Profifußball.
Arbeitsvermittler 1: Lieber Himmel! Welch Seltenheit! Sie sind eine Rarität!
Marcel G.: Möglich, aber eine komplett unterbewertete Rarität.
Arbeitsvermittler 1: Aaah, Ihnen fehlt die Anerkennung. Ihre Leistung wird aus Ihrer Sicht nicht genügend honoriert. Dagegen ist natürlich kein Kraut gewachsen. Was möchten Sie stattdessen gerne tun? Was schwebt Ihnen vor?
Marcel G.: Am liebsten würde ich Gitarre spielen.
Arbeitsvermittler 1: Als Straßenmusiker? Oder mehr als Stadionrocker? Oder irgendwo dazwischen? Ich nehme an, von Stadien haben Sie eher die Nase voll.
Marcel G.: Am ehesten schwebt mir vor, in einer kleinen anständigen Band in kleinen bis mittleren Hallen zu spielen. Ein paar Hits wären nicht schlecht.
Arbeitsvermittler 1: In Ordnung, ich habe es mir notiert. Wir melden uns, wenn wir etwas für Sie haben. Auf Wiedersehen, Haruki.
Marcel G.: Auf Wiedersehen.
Nichts ist für die Ewigkeit. "Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet! Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang." Tim H. vertraute Friedrich Schiller schon seit seiner Schulzeit. Von langer Reue hielt er überhaupt nichts und suchte kurz danach das Arbeitsamt seiner Stadt auf.
Arbeitsvermittler 2: Guten Tag, wie kann ich Ihnen helfen?
Tim H.: Zu lange band ich mich. Zuletzt fand mein Herz mein Herz gar nimmermehr.
Arbeitsvermittler 2: Äh ja, gut. Ihr Name?
Tim H.: Mein Name tut nichts zur Sache, nennen Sie mich der Einfachheit halber Schillerlocke.
Arbeitsvermittler 2: In Ordnung, Schillerlocke. Was war Ihr bisheriger Job?
Tim H.: Innenverteidiger.
Arbeitsvermittler 2: Sie meinen Strafverteidiger? Amtsgericht, Verwaltungsgericht, Landgericht?
Tim H.: Nein, nein, ich war Innenverteidiger. Im deutschen Profifußball.
Arbeitsvermittler 2: Lieber Himmel! Welch Offenbarung! Sie sind die Erleuchtung!
Tim H.: Möglich, aber eine komplett unterbewertete Erleuchtung.
Arbeitsvermittler 2: Aaah, Ihnen fehlt die Anerkennung. Ihre Leistung wird aus Ihrer Sicht nicht genügend honoriert. Dagegen ist natürlich kein Kraut gewachsen. Was möchten Sie stattdessen gerne tun? Was schwebt Ihnen vor?
Tim H.: Marcel G.: Am liebsten würde ich Schlagzeug spielen.
Arbeitsvermittler 2: Als Kirmesmusiker? Oder mehr als Stadionrocker? Oder irgendwo dazwischen? Ich nehme an, von Stadien haben Sie eher die Nase voll.
Tim H.: Am ehesten schwebt mir vor, in einer kleinen anständigen Band in kleinen bis mittleren Hallen zu spielen. Ein paar Hits wären nicht schlecht.
Arbeitsvermittler 2: In Ordnung, ich habe es mir notiert. Wir melden uns, wenn wir etwas für Sie haben. Auf Wiedersehen, Schillerlocke.
Tim H.: Auf Wiedersehen.
Öfter mal was Neues. "Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel." Er hatte Nietzsche mit der Muttermilch aufgesogen. Und jetzt war es so weit, seine Fühler nach dem Ziel auszustrecken. Und so suchte Christoph M. das Arbeitsamt seiner Stadt auf.
Arbeitsvermittler 3: Guten Tag, wie kann ich Ihnen helfen?
Christoph M.: Zu lange folgte ich dem eingeschlagenen Weg. Es ist Zeit, dass ich den Fokus auf das Ziel lege.
Arbeitsvermittler 3: Äh ja, gut. Ihr Name?
Christoph M.: Mein Name tut nichts zur Sache, nennen Sie mich der Einfachheit halber Nietzsches.
Arbeitsvermittler 3: In Ordnung, Nietzsches. Was war Ihr bisheriger Job?
Christoph M.: Spielmacher.
Arbeitsvermittler 3: Sie meinen Buchmacher? Pferderennen, Hunderennen, Formel 1?
Christoph M.: Nein, nein, ich war Spielmacher. Im deutschen Profifußball.
Arbeitsvermittler 3: Lieber Himmel! Sie sind eine Lichtgestalt! Sie sind ein Künstler!
Christoph M.: Möglich, aber ein komplett unterbewerteter Künstler.
Arbeitsvermittler 3: Aaah, Ihnen fehlt die Anerkennung. Ihre Leistung wird aus Ihrer Sicht nicht genügend honoriert. Dagegen ist natürlich kein Kraut gewachsen. Was möchten Sie stattdessen gerne machen? Was schwebt Ihnen vor?
Christoph M.: Am liebsten würde ich singen.
Arbeitsvermittler 3: Als Alleinunterhalter? Oder mehr als Stadionrocksänger? Oder irgendwo dazwischen? Ich nehme an, von Stadien haben Sie eher die Nase voll.
Christoph M.: Am ehesten schwebt mir vor, in einer kleinen anständigen Band in kleinen bis mittleren Hallen zu singen. Ein paar Hits wären nicht schlecht.
Arbeitsvermittler 3: In Ordnung, ich habe es mir notiert. Wir melden uns, wenn wir etwas für Sie haben. Auf Wiedersehen, Nietzsches.
Christoph M.: Auf Wiedersehen.
Wo muss ich hin? Wo ist mein Weg?. "Das hier ist eine verdammt harte Galaxis. Wenn man hier überleben will, muss man immer wissen, wo sein Handtuch ist!" Von Douglas Adams wusste Basti K., dass die Antwort auf alle Fragen 42 ist. Jetzt ging es darum, zu schauen, was es mit dieser Antwort auf sich hat. Und so suchte er das Arbeitsamt seiner Stadt auf.
Arbeitsvermittler 4: Guten Tag, wie kann ich Ihnen helfen?
Basti K.: Zu lange trug ich meinen Rucksack. Es ist Zeit, dass ich mich auf die Antwort konzentriere.
Arbeitsvermittler 4: Äh ja, gut. Ihr Name?
Basti K.: Mein Name tut nichts zur Sache, nennen Sie mich der Einfachheit halber Dougi.
Arbeitsvermittler 4: In Ordnung, Dougi. Was war Ihr bisheriger Job?
Basti K.: Standardschütze.
Arbeitsvermittler 4: Sie meinen Heckenschütze? Irak, Afghanistan, Betzenberg?
Basti K.: Nein, nein, ich war Standardschütze. Im deutschen Profifußball.
Arbeitsvermittler 4: Lieber Himmel! Sie sind der Messias! Sie sind ein Heiland!
Basti K.: Möglich, aber ein komplett unterbewerteter Heiland.
Arbeitsvermittler 4: Aaah, Ihnen fehlt die Anerkennung. Ihre Leistung wird aus Ihrer Sicht nicht genügend honoriert. Dagegen ist natürlich kein Kraut gewachsen. Was möchten Sie stattdessen gerne machen? Was schwebt Ihnen vor?
Basti K.: Am liebsten würde ich Bass spielen.
Arbeitsvermittler 4: In einer Coverband? Oder mehr als Stadionrocker? Oder irgendwo dazwischen? Ich nehme an, von Stadien haben Sie eher die Nase voll.
Basti K.: Am ehesten schwebt mir vor, in einer kleinen anständigen Band in kleinen bis mittleren Hallen zu singen. Ein paar Hits wären nicht schlecht.
Arbeitsvermittler 4: In Ordnung, ich habe es mir notiert. Wir melden uns, wenn wir etwas für Sie haben. Auf Wiedersehen, Dougi.
Basti K.: Auf Wiedersehen.
Und so gründete das Arbeitsamt Kaiserslautern ein Sozialprogramm für fehlgeleitete Profifußballer. Marcel G., Tim H., Christoph M. und Basti K. wurden von ihren Arbeitsvermittlern zusammengeworfen und mit dem Auftrag versehen, DIE Fußballhymne zu schreiben, zu singen und in die Charts zu tragen. Insider aus dem Proberaum berichten von den ersten Sessions, dass alle vier so taten, als kennen sie sich nicht. Bekannt wurde die neue Band unter dem Namen "Devil's Orchard". Ihr einziger Hit "Wir sind Fußball, wir sind rund" wurde zum Dauerbrenner in den deutschen Fußballstadien.
Manchmal erkennt man erst spät, dass man zu anderem berufen ist, als dem, was man gerade tut.
Cheers
Bahli
Die Couch war schon immer musikalisch. Und auch alle darauf liebten Instrumente. "Die einen spielen Bass, die anderen spielen besser", war einer der geflügelten Sprüche beim Öffnen des Kühlschrank. Das Lieblingsinstrument war aber immer noch das Wort. Und so ist es Tradition, dass immer einer an einem Freitag kurz vor zwölf zu seinem Instrument greift und seine persönliche Note in den Äther singt.
Wir sind Fußball, wir sind rund
Von Bahli
Irgendwann ist die Luft raus, irgendwann willst du etwas ganz anderes machen. "Wohin man auch geht, sich selbst entkommt man nicht. Es ist so wie mit dem eigenen Schatten, der folgt einem auch überallhin." Marcel G. hatte genug von Murakami gelesen, er hatte aber auch genug davon, von seinem Schatten verfolgt zu werden und suchte das Arbeitsamt seiner Stadt auf.
Arbeitsvermittler 1: Guten Tag, wie kann ich Ihnen helfen?
Marcel G.: Ich habe die Nase voll von meinem bisherigen Job. Ich brauche dringend Luftveränderung.
Arbeitsvermittler 1: Ihr Name?
Marcel G.: Mein Name tut nichts zur Sache, nennen Sie mich der Einfachheit halber Haruki.
Arbeitsvermittler 1: In Ordnung, Haruki. Was war Ihr bisheriger Job?
Marcel G.: Außenbahner.
Arbeitsvermittler 1: Sie meinen Eisenbahner? Zugführer, Fahrdienstleiter, Zugbegleiter?
Marcel G.: Nein, nein, ich war Außenbahnspieler. Im deutschen Profifußball.
Arbeitsvermittler 1: Lieber Himmel! Welch Seltenheit! Sie sind eine Rarität!
Marcel G.: Möglich, aber eine komplett unterbewertete Rarität.
Arbeitsvermittler 1: Aaah, Ihnen fehlt die Anerkennung. Ihre Leistung wird aus Ihrer Sicht nicht genügend honoriert. Dagegen ist natürlich kein Kraut gewachsen. Was möchten Sie stattdessen gerne tun? Was schwebt Ihnen vor?
Marcel G.: Am liebsten würde ich Gitarre spielen.
Arbeitsvermittler 1: Als Straßenmusiker? Oder mehr als Stadionrocker? Oder irgendwo dazwischen? Ich nehme an, von Stadien haben Sie eher die Nase voll.
Marcel G.: Am ehesten schwebt mir vor, in einer kleinen anständigen Band in kleinen bis mittleren Hallen zu spielen. Ein paar Hits wären nicht schlecht.
Arbeitsvermittler 1: In Ordnung, ich habe es mir notiert. Wir melden uns, wenn wir etwas für Sie haben. Auf Wiedersehen, Haruki.
Marcel G.: Auf Wiedersehen.
Nichts ist für die Ewigkeit. "Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet! Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang." Tim H. vertraute Friedrich Schiller schon seit seiner Schulzeit. Von langer Reue hielt er überhaupt nichts und suchte kurz danach das Arbeitsamt seiner Stadt auf.
Arbeitsvermittler 2: Guten Tag, wie kann ich Ihnen helfen?
Tim H.: Zu lange band ich mich. Zuletzt fand mein Herz mein Herz gar nimmermehr.
Arbeitsvermittler 2: Äh ja, gut. Ihr Name?
Tim H.: Mein Name tut nichts zur Sache, nennen Sie mich der Einfachheit halber Schillerlocke.
Arbeitsvermittler 2: In Ordnung, Schillerlocke. Was war Ihr bisheriger Job?
Tim H.: Innenverteidiger.
Arbeitsvermittler 2: Sie meinen Strafverteidiger? Amtsgericht, Verwaltungsgericht, Landgericht?
Tim H.: Nein, nein, ich war Innenverteidiger. Im deutschen Profifußball.
Arbeitsvermittler 2: Lieber Himmel! Welch Offenbarung! Sie sind die Erleuchtung!
Tim H.: Möglich, aber eine komplett unterbewertete Erleuchtung.
Arbeitsvermittler 2: Aaah, Ihnen fehlt die Anerkennung. Ihre Leistung wird aus Ihrer Sicht nicht genügend honoriert. Dagegen ist natürlich kein Kraut gewachsen. Was möchten Sie stattdessen gerne tun? Was schwebt Ihnen vor?
Tim H.: Marcel G.: Am liebsten würde ich Schlagzeug spielen.
Arbeitsvermittler 2: Als Kirmesmusiker? Oder mehr als Stadionrocker? Oder irgendwo dazwischen? Ich nehme an, von Stadien haben Sie eher die Nase voll.
Tim H.: Am ehesten schwebt mir vor, in einer kleinen anständigen Band in kleinen bis mittleren Hallen zu spielen. Ein paar Hits wären nicht schlecht.
Arbeitsvermittler 2: In Ordnung, ich habe es mir notiert. Wir melden uns, wenn wir etwas für Sie haben. Auf Wiedersehen, Schillerlocke.
Tim H.: Auf Wiedersehen.
Öfter mal was Neues. "Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel." Er hatte Nietzsche mit der Muttermilch aufgesogen. Und jetzt war es so weit, seine Fühler nach dem Ziel auszustrecken. Und so suchte Christoph M. das Arbeitsamt seiner Stadt auf.
Arbeitsvermittler 3: Guten Tag, wie kann ich Ihnen helfen?
Christoph M.: Zu lange folgte ich dem eingeschlagenen Weg. Es ist Zeit, dass ich den Fokus auf das Ziel lege.
Arbeitsvermittler 3: Äh ja, gut. Ihr Name?
Christoph M.: Mein Name tut nichts zur Sache, nennen Sie mich der Einfachheit halber Nietzsches.
Arbeitsvermittler 3: In Ordnung, Nietzsches. Was war Ihr bisheriger Job?
Christoph M.: Spielmacher.
Arbeitsvermittler 3: Sie meinen Buchmacher? Pferderennen, Hunderennen, Formel 1?
Christoph M.: Nein, nein, ich war Spielmacher. Im deutschen Profifußball.
Arbeitsvermittler 3: Lieber Himmel! Sie sind eine Lichtgestalt! Sie sind ein Künstler!
Christoph M.: Möglich, aber ein komplett unterbewerteter Künstler.
Arbeitsvermittler 3: Aaah, Ihnen fehlt die Anerkennung. Ihre Leistung wird aus Ihrer Sicht nicht genügend honoriert. Dagegen ist natürlich kein Kraut gewachsen. Was möchten Sie stattdessen gerne machen? Was schwebt Ihnen vor?
Christoph M.: Am liebsten würde ich singen.
Arbeitsvermittler 3: Als Alleinunterhalter? Oder mehr als Stadionrocksänger? Oder irgendwo dazwischen? Ich nehme an, von Stadien haben Sie eher die Nase voll.
Christoph M.: Am ehesten schwebt mir vor, in einer kleinen anständigen Band in kleinen bis mittleren Hallen zu singen. Ein paar Hits wären nicht schlecht.
Arbeitsvermittler 3: In Ordnung, ich habe es mir notiert. Wir melden uns, wenn wir etwas für Sie haben. Auf Wiedersehen, Nietzsches.
Christoph M.: Auf Wiedersehen.
Wo muss ich hin? Wo ist mein Weg?. "Das hier ist eine verdammt harte Galaxis. Wenn man hier überleben will, muss man immer wissen, wo sein Handtuch ist!" Von Douglas Adams wusste Basti K., dass die Antwort auf alle Fragen 42 ist. Jetzt ging es darum, zu schauen, was es mit dieser Antwort auf sich hat. Und so suchte er das Arbeitsamt seiner Stadt auf.
Arbeitsvermittler 4: Guten Tag, wie kann ich Ihnen helfen?
Basti K.: Zu lange trug ich meinen Rucksack. Es ist Zeit, dass ich mich auf die Antwort konzentriere.
Arbeitsvermittler 4: Äh ja, gut. Ihr Name?
Basti K.: Mein Name tut nichts zur Sache, nennen Sie mich der Einfachheit halber Dougi.
Arbeitsvermittler 4: In Ordnung, Dougi. Was war Ihr bisheriger Job?
Basti K.: Standardschütze.
Arbeitsvermittler 4: Sie meinen Heckenschütze? Irak, Afghanistan, Betzenberg?
Basti K.: Nein, nein, ich war Standardschütze. Im deutschen Profifußball.
Arbeitsvermittler 4: Lieber Himmel! Sie sind der Messias! Sie sind ein Heiland!
Basti K.: Möglich, aber ein komplett unterbewerteter Heiland.
Arbeitsvermittler 4: Aaah, Ihnen fehlt die Anerkennung. Ihre Leistung wird aus Ihrer Sicht nicht genügend honoriert. Dagegen ist natürlich kein Kraut gewachsen. Was möchten Sie stattdessen gerne machen? Was schwebt Ihnen vor?
Basti K.: Am liebsten würde ich Bass spielen.
Arbeitsvermittler 4: In einer Coverband? Oder mehr als Stadionrocker? Oder irgendwo dazwischen? Ich nehme an, von Stadien haben Sie eher die Nase voll.
Basti K.: Am ehesten schwebt mir vor, in einer kleinen anständigen Band in kleinen bis mittleren Hallen zu singen. Ein paar Hits wären nicht schlecht.
Arbeitsvermittler 4: In Ordnung, ich habe es mir notiert. Wir melden uns, wenn wir etwas für Sie haben. Auf Wiedersehen, Dougi.
Basti K.: Auf Wiedersehen.
Und so gründete das Arbeitsamt Kaiserslautern ein Sozialprogramm für fehlgeleitete Profifußballer. Marcel G., Tim H., Christoph M. und Basti K. wurden von ihren Arbeitsvermittlern zusammengeworfen und mit dem Auftrag versehen, DIE Fußballhymne zu schreiben, zu singen und in die Charts zu tragen. Insider aus dem Proberaum berichten von den ersten Sessions, dass alle vier so taten, als kennen sie sich nicht. Bekannt wurde die neue Band unter dem Namen "Devil's Orchard". Ihr einziger Hit "Wir sind Fußball, wir sind rund" wurde zum Dauerbrenner in den deutschen Fußballstadien.
Manchmal erkennt man erst spät, dass man zu anderem berufen ist, als dem, was man gerade tut.
Cheers
Bahli
Die Couch war schon immer musikalisch. Und auch alle darauf liebten Instrumente. "Die einen spielen Bass, die anderen spielen besser", war einer der geflügelten Sprüche beim Öffnen des Kühlschrank. Das Lieblingsinstrument war aber immer noch das Wort. Und so ist es Tradition, dass immer einer an einem Freitag kurz vor zwölf zu seinem Instrument greift und seine persönliche Note in den Äther singt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von bahli77 am 12.05.2017 um 19:51 Uhr bearbeitet
12.05.2017 - 23:36 Uhr
"DAS IST FÜR EUCH, ohohoho-ohoh!"
War es ne Drohung oder Wertschätzung, was die fehlgeleitete 94er Truppe da gesungen hatte.
Ich hoffe das neue Musik-Projekt vom Betzenberg kann es besser. "Wir sind Fussball, wir sind rund" klingt schon mal klasse.
Auf jeden Fall habe ich seit dem Lesen dieses irren Couchings nen Ohrwurm. Danke dafür.... ....und danke für's Einspringen!
edit: hier für dich der Trailer, damit du es endlich mal hörst!
War es ne Drohung oder Wertschätzung, was die fehlgeleitete 94er Truppe da gesungen hatte.
Ich hoffe das neue Musik-Projekt vom Betzenberg kann es besser. "Wir sind Fussball, wir sind rund" klingt schon mal klasse.
Auf jeden Fall habe ich seit dem Lesen dieses irren Couchings nen Ohrwurm. Danke dafür.... ....und danke für's Einspringen!
edit: hier für dich der Trailer, damit du es endlich mal hörst!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hegermeister am 12.05.2017 um 23:40 Uhr bearbeitet
19.05.2017 - 12:00 Uhr
Jahrgang 7 - Finale Ausgabe 34
FÄHRT EIN ZUG NACH IRGENDWO
Die Saison ist fast zu Ende, aber der FCK ist immer noch nicht angekommen. Nicht auszumalen was im Eisenbahn-Bundesamt los wäre, würde die Bahn nur annähernd so konsequent wie der ICE Kaiserslautern die Reiseziele und Fahrplanvorgaben verfehlen.
Dabei sollte doch alles besser werden - oder zumindest nicht schlechter. Dafür wurde die komplette Besetzung des Leitstands am Heimatbahnhof Kaiserslautern ausgetauscht.
Es kamen
Thomas Gries als neuer Vorstand - mit neuen Marketingkonzepten im Gepäck.
Schotterbeauftragter Michael Klatt - der mittels des richtigen Giermoments die ausgebrochenen Finanzen stabilisieren sollte.
Uwe Stöver als neuer Personalchef mit dem Auftrag der Qualitätssicherung und Serviceoptimierung auf der Strecke.
Und für die Lok kam Tayfun Korkut als international erfahrener und europaweit vernetzten Lokomotivführer.
Auf dem Zielanzeiger wurde ein Ankunftsgleis mit einstelliger Ordnungsnummer am Ende der Saisonstrecke ausgegeben.
Die Umstrukturierungen waren jedoch von Reisebeginn an mit Problemen behaftet. Stöver war erst spät bei den Kieler Verkehrsbetrieben freigestellt worden. Die Weichenstellung für die neue Saison in Kaiserslautern konnte somit erst spät erfolgen, das Zugpersonal des FCK war selbst bei der Abfahrt leider noch nicht komplett.
Dennoch, als dann alle an Bord waren, versprach die Nennleistung der Neuen einen planmäßigen Reiseverlauf, im Optimalfall sogar mehr als Gleis 9.
Mit Moritz kam einen spielfreudiger Kuppler zwischen Defensive und Offensive.
Kerk und Stieber versprachen erstklassigen Service am Platz.
Weis, Ewerton, Mwene und Mudzja sollten in weißen Westen ausputzen und für einen ruhigen Reiseverlauf sorgen.
Osawe, als Zuständiger für Expressverkehr und Zoua, der Prellbock, sollten das Gepäck netzen.
Der Reiseverlauf geriet dann leider bei Weitem nicht optimal, sondern wurde wieder einmal geprägt von Störungen im Betriebsablauf. Neben einem hohen Krankenstand insbesondere zu Beginn der Saison, kamen andere Unzulänglichkeiten. Die Knipser lochten mehr Fahrkarten als Kisten, die Umschalter sorgten für zuviel Querbeschleunigung, die Ausputzer fielen oder setzten aus.
Hier der Reiseverlauf im Schnelldurchlauf mit ausgesuchten Details aus dem Lokbuch:
Vor großer Kulisse bei der Premierenfahrt am Sandort FWS lies eine hohe Anfahrbeschleunigung Euphorie aufkommen. Jedoch wurde man schnell ausgebremst und der Wagen wie auch die Aufbruchstimmung wurde von den Hannovranern demoliert.
Beim neuen Zwischenhalt in Würzburg gelang dem Mittelfeld ein feiner Spielzug mit erfolgreicher Endzustellung und es keimte erneut Hoffnung auf einen gelungenen Neustart. Altbekannte Rückfälle aber machten einen Strich durch den Fahrplan. Ab da geriet man aufs falsche Gleis.
Im Pokal erwies sich Halle als Sackbahnhof und somit frühe Endstation.
Auch in der Liga kam der ICE Kaiserslautern, gebremst durch Ausfälle und Aussetzer beim Personal, einfach nicht in Fahrt.
Die Anschlusszüge drohten schon verloren zu gehen, da überrollte man Dreden in einer glänzenden Halbzeit. In Heidenheim wurde der Triebwagen jedoch erneut lahmgelegt.
Es folgte die erste Betriebspause, in der Osawe - von einer Verletzung eingeschränkt - einen falschen Zug bestieg. Er erwischte nicht den Ersatzverkehr nach Großasbach in dem seine Mitspieler Dienst taten, sondern den TGV nach Gare de L'Est. Dies zog gegen Braunschweig eine Außerbetriebssetzung nach sich.
Ohne Spitzen und auf der Suche nach dem richtigen Verbundsystem, setzte Korkut dann in Braunschweig mit einer 5er-Kette trotz frühem Rückstand ein falsches Signal, der FCK und seine Anhänger litten unter Niederspannung.
Ein besseres Signal kam von Osawe. Scheinbar mit Sonderantrieb stzob er vom Abstellgleis und fertigte erst Bochum und dann Fürth im Alleingang ab. "Alle(z) nach Paris".
Nach erneuter länderspielbedingter Betriebspause konnte die Mannschaft auf dem Streckenabschnitt bis zur Winterpause keine Fahrt mehr aufnehmen, wieder einmal schlug der lauterer Winter-Hemmschuh zu. Besonders grausam das Spiel gegen Aue, in dem wirklich gar nichts ging, die Mannschaft kam nicht zum Zug und blockierte komplett. Trotzdem schien es beim dem letzten Halt vor Weihnachten in Nürnberg zumindest so, dass der ICE Kaisersalutern 8 mal ungeschlagen in die Winterpause zu gehen könne, auch weil Knipser Zoua endlich das erste Standardtor gelang. Doch dann schenkte Christkindl Burgstaller in der Extrazeit noch einen Absacker aus, bevor er in die erste Klasse abtanzte.
Platz 13, 19 Punkte, 11 geschossene Tore - so die Bilanz nach der Hinrunde. Die Geräuschentwicklung in der Richtungs- und Trainerdiskussion unter den Fans nahm entsprechend zu.
In der verschneiten Weihnachtspause roch es im Zug nach Komplott, bei dem selsbt Hercule Poirot auf eine harte Probe gestell worden wäre. Tayfun Korkut schied urplötzlich aus, soviel stand fest. Doch was geschehen war, blieb im Dunkeln. Verdächtig schien so gut wie jeder Beteiligte, denn an Motiven mangelte es nicht und niemandem. Nicht mal dem Opfer, weshalb im Gegensatz zum "Mord im Orientexpress" auch ein Exodus aus freien Stücken in Erwägung gezogen werden musste. Ganz wie im Roman allerdings wiederum wurde um den wahren Hergang des Geschehens der Mantel des Schweigens gehüllt.
Neuer Mann im Führerstand Kaiserlauterns wurde der alte Fahrensmann Norbert Meier, der mit seiner trockenen Art im Tender gut und schnell im Umfeld ankam.
Auch die Ergebnisse heizten die Hoffnungen auf Besserung an, beim 1:0 Sieg über Würzburg sprühten endlich wieder Funken ala Station Betzenberg - Fans und Mannschaft hatten sich als Stromab- und aufnehmer wieder gefunden.
Bei der Station Dresden war das 3:3 - bei dem ein 2:0 Vorsprung nicht nach Hause gebracht werden konnte - sowohl ein Reisegenuss wie auch im Rückspiegel ein erneuter Wendepunkt. Es folgten weitere Dämpfer gegen Bielefeld, Braunschweig, Bochum sowie durch die Ankündigung von Hoffnungsnetzer Glatzel, im Sommer auf zur schwäb'schen Eisenbahn zu trullern.
Im Verlauf dieser Wochen tat sich Zugführer Meier zusehens schwerer in der Zuteilung des Bordpersonals - seine Besetzungsvorstellungen wollten nicht recht zum vorhandenen Personal passen. Das Publikum am Streckenrand konnte nicht abgeholt werden. Man wollte vorwärtskommen per Express, doch davon konnte keine Rede sein. Bummelzug mit Schlafwagenfussball wäre noch eine nettere Formulierung gewesen.
Beim einzigen Ausreißer gegen Fürth gelang Moritz immerhin das FCK-Tor des Jahres, gegen 1860 und Karlsruhe wurden trotz dürftiger Leistung immerhin Siege eingefahren.
Unterdessen musste die Regio-Abteilung der Lautrer Verkehrsbetriebe die Abstufung hinnehmen und wird fürs Erste nur noch in der Oberliga verkehren, sofern sie nicht sogar ganz den Betrieb einstellt, wie es Gerüchte seit Monaten angesichts anhaltender roten Zahlen verlauten lassen.
Von diesem Schicksal hätte sich die erste Mannschaft auf der Zielgerade der Saison gegen St. Pauli sicher bewahren können, doch sie blieb erneut auf der Strecke und vieles Schuldig.
Der Belegschaft gelang darüber hinaus mit einem Totalausfall bei der Fahrt ins Erzgebierge, die Entfremdung und die Empörung im Anhang noch zu steigern. Nach dem Spiel kam es zu einem Zusammenstoss, ausgelöst durch zu Signalstörungen "Grinsen" einerseit und "fliegende Triebstangen" andererseits.
Absehbar ist bereits seit einigen Tagen, dass die erneute Verspätung beim Zieleinlauf für Folgeverzögerungen im Betriebsablauf und schwerwiegenenden Beeinträchtigungen für die Planung der neuen Belegschaft und Reiserouten für den neue Fahrplan führen.
Bleibt der FCK auf dem Verschiebebahnhof "Relegation" liegen, dauert die Planungsunsicherheit weiter an und natürlich droht einn totales Abfracken im Nirgendwo. Dann doch lieber bummeln nach Irgendwo, irgendwie.... Nur noch eine letzte Etappe muss sich der ICE Kaiserslautern noch bis zum Betriebshof schleppen.
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Die Kolumnisten der Bordzeitschrift "Couchingzone" - Bahli77, Butduma, Devil_till_Death, Hegermeister, Newtrial und Vic_Dorn - verabschieden sich hoffentlich ohne Sonderfahrt in die Sommerpause und kommen nächste Saison wieder. Immer pünktlich um 12 Uhr freitags und an zusätzlichen Reisetagen werden wir den ICE Kaiserlautern und seine Liebhaber auf den romantischsten Bahnstrecken Deutschlands mit abgefahrenen Geschichten begleiten.
FÄHRT EIN ZUG NACH IRGENDWO
Die Saison ist fast zu Ende, aber der FCK ist immer noch nicht angekommen. Nicht auszumalen was im Eisenbahn-Bundesamt los wäre, würde die Bahn nur annähernd so konsequent wie der ICE Kaiserslautern die Reiseziele und Fahrplanvorgaben verfehlen.
Dabei sollte doch alles besser werden - oder zumindest nicht schlechter. Dafür wurde die komplette Besetzung des Leitstands am Heimatbahnhof Kaiserslautern ausgetauscht.
Es kamen
Thomas Gries als neuer Vorstand - mit neuen Marketingkonzepten im Gepäck.
Schotterbeauftragter Michael Klatt - der mittels des richtigen Giermoments die ausgebrochenen Finanzen stabilisieren sollte.
Uwe Stöver als neuer Personalchef mit dem Auftrag der Qualitätssicherung und Serviceoptimierung auf der Strecke.
Und für die Lok kam Tayfun Korkut als international erfahrener und europaweit vernetzten Lokomotivführer.
Auf dem Zielanzeiger wurde ein Ankunftsgleis mit einstelliger Ordnungsnummer am Ende der Saisonstrecke ausgegeben.
Die Umstrukturierungen waren jedoch von Reisebeginn an mit Problemen behaftet. Stöver war erst spät bei den Kieler Verkehrsbetrieben freigestellt worden. Die Weichenstellung für die neue Saison in Kaiserslautern konnte somit erst spät erfolgen, das Zugpersonal des FCK war selbst bei der Abfahrt leider noch nicht komplett.
Dennoch, als dann alle an Bord waren, versprach die Nennleistung der Neuen einen planmäßigen Reiseverlauf, im Optimalfall sogar mehr als Gleis 9.
Mit Moritz kam einen spielfreudiger Kuppler zwischen Defensive und Offensive.
Kerk und Stieber versprachen erstklassigen Service am Platz.
Weis, Ewerton, Mwene und Mudzja sollten in weißen Westen ausputzen und für einen ruhigen Reiseverlauf sorgen.
Osawe, als Zuständiger für Expressverkehr und Zoua, der Prellbock, sollten das Gepäck netzen.
Der Reiseverlauf geriet dann leider bei Weitem nicht optimal, sondern wurde wieder einmal geprägt von Störungen im Betriebsablauf. Neben einem hohen Krankenstand insbesondere zu Beginn der Saison, kamen andere Unzulänglichkeiten. Die Knipser lochten mehr Fahrkarten als Kisten, die Umschalter sorgten für zuviel Querbeschleunigung, die Ausputzer fielen oder setzten aus.
Hier der Reiseverlauf im Schnelldurchlauf mit ausgesuchten Details aus dem Lokbuch:
Vor großer Kulisse bei der Premierenfahrt am Sandort FWS lies eine hohe Anfahrbeschleunigung Euphorie aufkommen. Jedoch wurde man schnell ausgebremst und der Wagen wie auch die Aufbruchstimmung wurde von den Hannovranern demoliert.
Beim neuen Zwischenhalt in Würzburg gelang dem Mittelfeld ein feiner Spielzug mit erfolgreicher Endzustellung und es keimte erneut Hoffnung auf einen gelungenen Neustart. Altbekannte Rückfälle aber machten einen Strich durch den Fahrplan. Ab da geriet man aufs falsche Gleis.
Im Pokal erwies sich Halle als Sackbahnhof und somit frühe Endstation.
Auch in der Liga kam der ICE Kaiserslautern, gebremst durch Ausfälle und Aussetzer beim Personal, einfach nicht in Fahrt.
Die Anschlusszüge drohten schon verloren zu gehen, da überrollte man Dreden in einer glänzenden Halbzeit. In Heidenheim wurde der Triebwagen jedoch erneut lahmgelegt.
Es folgte die erste Betriebspause, in der Osawe - von einer Verletzung eingeschränkt - einen falschen Zug bestieg. Er erwischte nicht den Ersatzverkehr nach Großasbach in dem seine Mitspieler Dienst taten, sondern den TGV nach Gare de L'Est. Dies zog gegen Braunschweig eine Außerbetriebssetzung nach sich.
Ohne Spitzen und auf der Suche nach dem richtigen Verbundsystem, setzte Korkut dann in Braunschweig mit einer 5er-Kette trotz frühem Rückstand ein falsches Signal, der FCK und seine Anhänger litten unter Niederspannung.
Ein besseres Signal kam von Osawe. Scheinbar mit Sonderantrieb stzob er vom Abstellgleis und fertigte erst Bochum und dann Fürth im Alleingang ab. "Alle(z) nach Paris".
Nach erneuter länderspielbedingter Betriebspause konnte die Mannschaft auf dem Streckenabschnitt bis zur Winterpause keine Fahrt mehr aufnehmen, wieder einmal schlug der lauterer Winter-Hemmschuh zu. Besonders grausam das Spiel gegen Aue, in dem wirklich gar nichts ging, die Mannschaft kam nicht zum Zug und blockierte komplett. Trotzdem schien es beim dem letzten Halt vor Weihnachten in Nürnberg zumindest so, dass der ICE Kaisersalutern 8 mal ungeschlagen in die Winterpause zu gehen könne, auch weil Knipser Zoua endlich das erste Standardtor gelang. Doch dann schenkte Christkindl Burgstaller in der Extrazeit noch einen Absacker aus, bevor er in die erste Klasse abtanzte.
Platz 13, 19 Punkte, 11 geschossene Tore - so die Bilanz nach der Hinrunde. Die Geräuschentwicklung in der Richtungs- und Trainerdiskussion unter den Fans nahm entsprechend zu.
In der verschneiten Weihnachtspause roch es im Zug nach Komplott, bei dem selsbt Hercule Poirot auf eine harte Probe gestell worden wäre. Tayfun Korkut schied urplötzlich aus, soviel stand fest. Doch was geschehen war, blieb im Dunkeln. Verdächtig schien so gut wie jeder Beteiligte, denn an Motiven mangelte es nicht und niemandem. Nicht mal dem Opfer, weshalb im Gegensatz zum "Mord im Orientexpress" auch ein Exodus aus freien Stücken in Erwägung gezogen werden musste. Ganz wie im Roman allerdings wiederum wurde um den wahren Hergang des Geschehens der Mantel des Schweigens gehüllt.
Neuer Mann im Führerstand Kaiserlauterns wurde der alte Fahrensmann Norbert Meier, der mit seiner trockenen Art im Tender gut und schnell im Umfeld ankam.
Auch die Ergebnisse heizten die Hoffnungen auf Besserung an, beim 1:0 Sieg über Würzburg sprühten endlich wieder Funken ala Station Betzenberg - Fans und Mannschaft hatten sich als Stromab- und aufnehmer wieder gefunden.
Bei der Station Dresden war das 3:3 - bei dem ein 2:0 Vorsprung nicht nach Hause gebracht werden konnte - sowohl ein Reisegenuss wie auch im Rückspiegel ein erneuter Wendepunkt. Es folgten weitere Dämpfer gegen Bielefeld, Braunschweig, Bochum sowie durch die Ankündigung von Hoffnungsnetzer Glatzel, im Sommer auf zur schwäb'schen Eisenbahn zu trullern.
Im Verlauf dieser Wochen tat sich Zugführer Meier zusehens schwerer in der Zuteilung des Bordpersonals - seine Besetzungsvorstellungen wollten nicht recht zum vorhandenen Personal passen. Das Publikum am Streckenrand konnte nicht abgeholt werden. Man wollte vorwärtskommen per Express, doch davon konnte keine Rede sein. Bummelzug mit Schlafwagenfussball wäre noch eine nettere Formulierung gewesen.
Beim einzigen Ausreißer gegen Fürth gelang Moritz immerhin das FCK-Tor des Jahres, gegen 1860 und Karlsruhe wurden trotz dürftiger Leistung immerhin Siege eingefahren.
Unterdessen musste die Regio-Abteilung der Lautrer Verkehrsbetriebe die Abstufung hinnehmen und wird fürs Erste nur noch in der Oberliga verkehren, sofern sie nicht sogar ganz den Betrieb einstellt, wie es Gerüchte seit Monaten angesichts anhaltender roten Zahlen verlauten lassen.
Von diesem Schicksal hätte sich die erste Mannschaft auf der Zielgerade der Saison gegen St. Pauli sicher bewahren können, doch sie blieb erneut auf der Strecke und vieles Schuldig.
Der Belegschaft gelang darüber hinaus mit einem Totalausfall bei der Fahrt ins Erzgebierge, die Entfremdung und die Empörung im Anhang noch zu steigern. Nach dem Spiel kam es zu einem Zusammenstoss, ausgelöst durch zu Signalstörungen "Grinsen" einerseit und "fliegende Triebstangen" andererseits.
Absehbar ist bereits seit einigen Tagen, dass die erneute Verspätung beim Zieleinlauf für Folgeverzögerungen im Betriebsablauf und schwerwiegenenden Beeinträchtigungen für die Planung der neuen Belegschaft und Reiserouten für den neue Fahrplan führen.
Bleibt der FCK auf dem Verschiebebahnhof "Relegation" liegen, dauert die Planungsunsicherheit weiter an und natürlich droht einn totales Abfracken im Nirgendwo. Dann doch lieber bummeln nach Irgendwo, irgendwie.... Nur noch eine letzte Etappe muss sich der ICE Kaiserslautern noch bis zum Betriebshof schleppen.
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Die Kolumnisten der Bordzeitschrift "Couchingzone" - Bahli77, Butduma, Devil_till_Death, Hegermeister, Newtrial und Vic_Dorn - verabschieden sich hoffentlich ohne Sonderfahrt in die Sommerpause und kommen nächste Saison wieder. Immer pünktlich um 12 Uhr freitags und an zusätzlichen Reisetagen werden wir den ICE Kaiserlautern und seine Liebhaber auf den romantischsten Bahnstrecken Deutschlands mit abgefahrenen Geschichten begleiten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hegermeister am 19.05.2017 um 12:08 Uhr bearbeitet
19.05.2017 - 13:58 Uhr
Wenn der FCK wenigstens ein Unternehmen auf Bahn-Niveau wäre, man könnte über Vielem den Mantel des Schweigens ausbreiten. Leider passen Begriffe wie "Abstellgleis", "Sackbahnhof", "Bummelzug" oder "Schlafwagenfussball" einfach treffend auf diese Saison.
Voll auf die Zwölf, vielen Dank an Hegermeister für dieses prima Couching ... ein würdiger Saisonabschluss wenigstens auf der Couch ...
Cheers
Bahli
Voll auf die Zwölf, vielen Dank an Hegermeister für dieses prima Couching ... ein würdiger Saisonabschluss wenigstens auf der Couch ...
Cheers
Bahli
19.05.2017 - 14:39 Uhr
Zitat von bahli77
Wenn der FCK wenigstens ein Unternehmen auf Bahn-Niveau wäre, man könnte über Vielem den Mantel des Schweigens ausbreiten. Leider passen Begriffe wie "Abstellgleis", "Sackbahnhof", "Bummelzug" oder "Schlafwagenfussball" einfach treffend auf diese Saison.
Voll auf die Zwölf, vielen Dank an Hegermeister für dieses prima Couching ... ein würdiger Saisonabschluss wenigstens auf der Couch ...
Cheers
Bahli
Wenn der FCK wenigstens ein Unternehmen auf Bahn-Niveau wäre, man könnte über Vielem den Mantel des Schweigens ausbreiten. Leider passen Begriffe wie "Abstellgleis", "Sackbahnhof", "Bummelzug" oder "Schlafwagenfussball" einfach treffend auf diese Saison.
Voll auf die Zwölf, vielen Dank an Hegermeister für dieses prima Couching ... ein würdiger Saisonabschluss wenigstens auf der Couch ...
Cheers
Bahli
All dem kann ich mich nur anschließen.
Hoffen wir, dass es wirklich das letzte Couching für diese Saison ist und wir nicht doch noch mal zum Bahnsteig humpeln müssen.
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