Die Couchingzone
13.08.2010 - 13:19 Uhr
06.08.2017 - 20:04 Uhr
Wohl einer der acht aus dem besagten Abschnitt.
06.08.2017 - 22:32 Uhr
Was für ein Elan, was für ein Esprit!
Alles frisch und spontan, nichts verkrustet oder konstruiert.
Ein Lesegenuss vom Anfang bis zum Ende.
Alles frisch und spontan, nichts verkrustet oder konstruiert.
Ein Lesegenuss vom Anfang bis zum Ende.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Vic Dorn am 06.08.2017 um 22:33 Uhr bearbeitet
07.08.2017 - 00:05 Uhr
Hopp Leit, nitt iwwertreiwe mit de Reklahme....
Hab's jetzt zum zweiten Mal gelesen, es bleibt superPLUSgut. Ein Leuchtturm, mit dem der Neue AKA @werschtche und sein Christian dem alten K. Lauer mal zeigen, wo's lang geht!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hegermeister am 07.08.2017 um 00:06 Uhr bearbeitet
11.08.2017 - 10:41 Uhr
Jahrgang 8, Ausgabe 3: Eintritt ins monetäre Perversum
Aktuell gibt es in der Tat viele Dinge, über die man in Deutschland und der Welt diskutieren kann. Weil unsere Couch jedoch bis auf die unangenehm riechenden Fürze der Couchisten keine Abgase ausstößt und einem der nukleare Pavianhügel von Donald und Kim mächtig Angst einjagen kann, entführe ich euch lieber in die uns bestens bekannte Parallelwelt des Fußballs. In dieser leuchtet seit letzter Woche in fetten Neonziffern die Zahl 800.000.000 an der Fassade des Transfer-Puffs. So viel soll der Neymar-Deal im Gesamtpaket kosten - Euro nicht Rupien wohlgemerkt. Das sind mehr Nullen im Betrag als bei so manchem Kreisliga-Absteiger in der Mannschaft. 800.000.000 € sind umgerechnet ca. 228.571.429 Pferdefrikadellen beim Härting. Eine Unsumme, auch ohne Brötchen.
Es ist klar, dass angesichts dieser Zahl ziemlich schnell recht heftige Debatten vor dem nunmehr hell illuminierten Bordell de Foot entbrannten. Jeder wollte und konnte irgendwie seinen Senf dazu geben, egal ob Fußballkenner, Wirtschaftswissenschaftler, Menschenrechtler, Politiker oder Philosophen – kaum eine Expertengattung hatte keine Meinung zu dem, was hier im finanziellen Bermuda-Dreieck zwischen Barcelona, Paris und Abu Dhabi passierte. Währenddessen standen in der Ankunftshalle des kleinen Pariser „Aéroport Le Bourget“ freudenstrahlende „Flughafen-Klatscher“, die sich noch schnell mit einem feschen Neymar-Trikot eingedeckt hatten. Reißt zwar ein Loch ins monatliche Sozialhilfebudget, aber für so einen geilen Typen kann man auch mal drei Wochen lang Nudeln mit Butter essen. Und wehe man kritisiert diesen Deal und die damit einhergehende nahezu messianische Inszenierung. In diesem Fall bekommt man ganz schnell eins mit der Neidkeule auf die Birne gehauen.
Der Neid ist übrigens ein ganz tolles Totschlagargument: Erst prügelt es jenem, der es benutzt, die letzten Intelligenz-Überbleibsel aus dem Schädel, bevor es dem Beschuldigten mit fiesem Grinsen die Diskussionsgrundlage zuschleimt. Angriff auf die moralische Integrität des Kritikers, damit man sein eigenes unmoralisches Gedankengut nicht mehr mit Ausdauer und Gehirnschmalz rechtfertigen und vielleicht sogar überdenken muss. Das ist die Taktik der kommerzhörigen Heroen, die in den Kommentarspalten der Nation ihren Kampf für den Kapital-Darwinismus führen. Wenn man richtiges Pech hat, kann man unter den Verfechtern des Transfers allerdings auch an Fanboys mit exotischen Vornamen geraten, die erst gar keine Argumente bemühen. Sie gleichen ihre mangelnden Kenntnisse in der Rechtschreibung in der Regel mit einem reichen Fundus an persönlichen Beleidigungen aus und nehmen das mit der Keule und dem Schlagen eher wörtlich als symbolisch.
Vielen Persönlichkeiten, die u.a. auch direkt dem Fußballgeschäft entstammen, sehen den Neymar-Deal mit Sorge. Es scheint fast so, als ob man den Ballschrank der Pandora nach jahrelangem Rütteln und Ziehen letztendlich aufgekriegt hat und keiner weiß so genau, was einem aus dem dunklen Inneren entgegenstürzen wird. Einen Vorgeschmack bekommen wir in Form der Ablösesummen, die seit dem Transfer gehandelt werden. Jeder halbwegs vernünftige Kicker scheint mindestens 50 Millionen kosten zu müssen und so manch ein Spieler-Berater-Duo gebiert sich vor lauter Wechselgeilheit wie die Axt im Walde. Dass PSG die „Financial Fair Play“-Regelung offensichtlich umgangen hat, rückt dabei schon wieder in den Hintergrund, aber es zeigt welch zahnloser Tiger die UEFA im Angesicht von Scheichs und Oligarchen ist. Merke: Nur ein Dummkopf pinkelt in seinen eigenen Sponsoren-Pool.
Abseits der unanständigen Transfersumme muss man sich auch ein paar grundsätzliche Fragen bezüglich des unanständigen Soldes stellen: Warum muss ein Mensch mehr verdienen als er und seine Angehörigen in einem entspannten Leben ausgeben und gesellschaftlich sinnvoll investieren können? Darf so etwas sein, wenn es auf dem Globus gleichzeitig so viel Not und Elend gibt? Sollten wir vielleicht nicht doch ein wenig den moralischen Zeigefinger heben, auch wenn wir als Fußball-Fans selbst Teil dieses Schmierentheaters sind? Haben wir vielleicht sogar die Pflicht dazu, damit unser geliebter Sport nicht vollends vor die Hunde geht? Wir befinden uns mittlerweile weit außerhalb der Sphären, wo es um Existenz- oder Wohlstandssicherung für Fußballer in Rente geht. Nein, mit reichlich Kohle in der Rakete, sind wir mittlerweile tief ins Perversum vorgedrungen. Ein Volkssport, ein Massenphänomen wie Fußball, ist zwingerdermaßen auch ein Abbild der Gesellschaft, das sollte uns zu denken geben.
Einer freut sich allerdings und hat dies auch schon öffentlich Kund getan: Der Hüter der französischen Staatschulden in Person des Finanzministers. Dieser rieb sich nach Verkündung des Transfers gleich hoffnungsvoll die Hände, sah er doch jede Menge Steuer-Euros in seine Schatulle rieseln. Anscheinend kennt er sein eigenes Steuerrecht nur unzureichend. Die ansonsten recht sozialistisch geprägte Republik sichert zugezogenen Personen nämlich zunächst ein paar steuerliche Erleichterungen zu, auf die Neymar und seine Anwälte aus moralischen Gründen bestimmt vollumfänglich verzichten werden.
Empören, ärgern, aufregen… das wäre ein schlechtes Ende für ein Couching, weshalb es jetzt noch etwas zur Besänftigung braucht. Hier empfiehlt sich ein Blick auf das nächste Paarung unseres Herzensvereins. Der 1. FC Kaiserslautern, Traum unserer schlaflosen Nächte, spielt im hohen Norden gegen die Kicker vom SV Eichede. Das ist ganz weit weg von PSG und vergoldeten Supersportwagen. Das ist erste Runde DFB-Pokal in Reinform. Wenn man ganz intensiv am Spielplan schnuppert, kann man sogar ein wenig umgewühlten Rasen und Vereinsheim riechen. Hier trifft ein Lizensspielerkader-Budget in Höhe von drei neymarschen Monatsgehältern auf eine Mannschaft, deren Marktwert mit 0 € angegeben ist. Die Kräfteverhältnisse sind hier zwar ebenfalls eindeutig gelagert, aber so manch ein vermeintlicher Underdog hat im Pokal den Großen schon ein schmerzhaftes Bein stellen können. In unserem Fall hoffen wir natürlich nicht darauf, die paar zusätzlichen Euros fürs Weiterkommen kann der FCK nämlich gut gebrauchen. Stolpern dürfen an diesem Wochenende deshalb gerne die anderen.
Wem das Pokalspiel zur Erdung noch nicht reicht, der kann am Sonntag auch zum Sportplatz um die Ecke gehen und seinen Dorfverein unterstützen. Wer sich dabei außerdem ein kühles Bierchen und eine saftige Bratwurst oder Kaffee und Kuchen genehmigt, tut in den meisten Fällen auch noch der Jugendarbeit vor Ort etwas Gutes. Darüber, dass selbst hier schon Ablösen und Gehälter gezahlt werden, hüllen wir an dieser Stelle des Trikot des Schweigens.
In diesem Sinne!
Ba beneen
Butduma
Auf der Couch werden keine Ablösesummen bezahlt und die ethisch-moralischen Grundwerte sind komplett intakt. Aus diesem Grund wird auch meistens pünktlich das neuste Couching geliefert.
Aktuell gibt es in der Tat viele Dinge, über die man in Deutschland und der Welt diskutieren kann. Weil unsere Couch jedoch bis auf die unangenehm riechenden Fürze der Couchisten keine Abgase ausstößt und einem der nukleare Pavianhügel von Donald und Kim mächtig Angst einjagen kann, entführe ich euch lieber in die uns bestens bekannte Parallelwelt des Fußballs. In dieser leuchtet seit letzter Woche in fetten Neonziffern die Zahl 800.000.000 an der Fassade des Transfer-Puffs. So viel soll der Neymar-Deal im Gesamtpaket kosten - Euro nicht Rupien wohlgemerkt. Das sind mehr Nullen im Betrag als bei so manchem Kreisliga-Absteiger in der Mannschaft. 800.000.000 € sind umgerechnet ca. 228.571.429 Pferdefrikadellen beim Härting. Eine Unsumme, auch ohne Brötchen.
Es ist klar, dass angesichts dieser Zahl ziemlich schnell recht heftige Debatten vor dem nunmehr hell illuminierten Bordell de Foot entbrannten. Jeder wollte und konnte irgendwie seinen Senf dazu geben, egal ob Fußballkenner, Wirtschaftswissenschaftler, Menschenrechtler, Politiker oder Philosophen – kaum eine Expertengattung hatte keine Meinung zu dem, was hier im finanziellen Bermuda-Dreieck zwischen Barcelona, Paris und Abu Dhabi passierte. Währenddessen standen in der Ankunftshalle des kleinen Pariser „Aéroport Le Bourget“ freudenstrahlende „Flughafen-Klatscher“, die sich noch schnell mit einem feschen Neymar-Trikot eingedeckt hatten. Reißt zwar ein Loch ins monatliche Sozialhilfebudget, aber für so einen geilen Typen kann man auch mal drei Wochen lang Nudeln mit Butter essen. Und wehe man kritisiert diesen Deal und die damit einhergehende nahezu messianische Inszenierung. In diesem Fall bekommt man ganz schnell eins mit der Neidkeule auf die Birne gehauen.
Der Neid ist übrigens ein ganz tolles Totschlagargument: Erst prügelt es jenem, der es benutzt, die letzten Intelligenz-Überbleibsel aus dem Schädel, bevor es dem Beschuldigten mit fiesem Grinsen die Diskussionsgrundlage zuschleimt. Angriff auf die moralische Integrität des Kritikers, damit man sein eigenes unmoralisches Gedankengut nicht mehr mit Ausdauer und Gehirnschmalz rechtfertigen und vielleicht sogar überdenken muss. Das ist die Taktik der kommerzhörigen Heroen, die in den Kommentarspalten der Nation ihren Kampf für den Kapital-Darwinismus führen. Wenn man richtiges Pech hat, kann man unter den Verfechtern des Transfers allerdings auch an Fanboys mit exotischen Vornamen geraten, die erst gar keine Argumente bemühen. Sie gleichen ihre mangelnden Kenntnisse in der Rechtschreibung in der Regel mit einem reichen Fundus an persönlichen Beleidigungen aus und nehmen das mit der Keule und dem Schlagen eher wörtlich als symbolisch.
Vielen Persönlichkeiten, die u.a. auch direkt dem Fußballgeschäft entstammen, sehen den Neymar-Deal mit Sorge. Es scheint fast so, als ob man den Ballschrank der Pandora nach jahrelangem Rütteln und Ziehen letztendlich aufgekriegt hat und keiner weiß so genau, was einem aus dem dunklen Inneren entgegenstürzen wird. Einen Vorgeschmack bekommen wir in Form der Ablösesummen, die seit dem Transfer gehandelt werden. Jeder halbwegs vernünftige Kicker scheint mindestens 50 Millionen kosten zu müssen und so manch ein Spieler-Berater-Duo gebiert sich vor lauter Wechselgeilheit wie die Axt im Walde. Dass PSG die „Financial Fair Play“-Regelung offensichtlich umgangen hat, rückt dabei schon wieder in den Hintergrund, aber es zeigt welch zahnloser Tiger die UEFA im Angesicht von Scheichs und Oligarchen ist. Merke: Nur ein Dummkopf pinkelt in seinen eigenen Sponsoren-Pool.
Abseits der unanständigen Transfersumme muss man sich auch ein paar grundsätzliche Fragen bezüglich des unanständigen Soldes stellen: Warum muss ein Mensch mehr verdienen als er und seine Angehörigen in einem entspannten Leben ausgeben und gesellschaftlich sinnvoll investieren können? Darf so etwas sein, wenn es auf dem Globus gleichzeitig so viel Not und Elend gibt? Sollten wir vielleicht nicht doch ein wenig den moralischen Zeigefinger heben, auch wenn wir als Fußball-Fans selbst Teil dieses Schmierentheaters sind? Haben wir vielleicht sogar die Pflicht dazu, damit unser geliebter Sport nicht vollends vor die Hunde geht? Wir befinden uns mittlerweile weit außerhalb der Sphären, wo es um Existenz- oder Wohlstandssicherung für Fußballer in Rente geht. Nein, mit reichlich Kohle in der Rakete, sind wir mittlerweile tief ins Perversum vorgedrungen. Ein Volkssport, ein Massenphänomen wie Fußball, ist zwingerdermaßen auch ein Abbild der Gesellschaft, das sollte uns zu denken geben.
Einer freut sich allerdings und hat dies auch schon öffentlich Kund getan: Der Hüter der französischen Staatschulden in Person des Finanzministers. Dieser rieb sich nach Verkündung des Transfers gleich hoffnungsvoll die Hände, sah er doch jede Menge Steuer-Euros in seine Schatulle rieseln. Anscheinend kennt er sein eigenes Steuerrecht nur unzureichend. Die ansonsten recht sozialistisch geprägte Republik sichert zugezogenen Personen nämlich zunächst ein paar steuerliche Erleichterungen zu, auf die Neymar und seine Anwälte aus moralischen Gründen bestimmt vollumfänglich verzichten werden.
Empören, ärgern, aufregen… das wäre ein schlechtes Ende für ein Couching, weshalb es jetzt noch etwas zur Besänftigung braucht. Hier empfiehlt sich ein Blick auf das nächste Paarung unseres Herzensvereins. Der 1. FC Kaiserslautern, Traum unserer schlaflosen Nächte, spielt im hohen Norden gegen die Kicker vom SV Eichede. Das ist ganz weit weg von PSG und vergoldeten Supersportwagen. Das ist erste Runde DFB-Pokal in Reinform. Wenn man ganz intensiv am Spielplan schnuppert, kann man sogar ein wenig umgewühlten Rasen und Vereinsheim riechen. Hier trifft ein Lizensspielerkader-Budget in Höhe von drei neymarschen Monatsgehältern auf eine Mannschaft, deren Marktwert mit 0 € angegeben ist. Die Kräfteverhältnisse sind hier zwar ebenfalls eindeutig gelagert, aber so manch ein vermeintlicher Underdog hat im Pokal den Großen schon ein schmerzhaftes Bein stellen können. In unserem Fall hoffen wir natürlich nicht darauf, die paar zusätzlichen Euros fürs Weiterkommen kann der FCK nämlich gut gebrauchen. Stolpern dürfen an diesem Wochenende deshalb gerne die anderen.
Wem das Pokalspiel zur Erdung noch nicht reicht, der kann am Sonntag auch zum Sportplatz um die Ecke gehen und seinen Dorfverein unterstützen. Wer sich dabei außerdem ein kühles Bierchen und eine saftige Bratwurst oder Kaffee und Kuchen genehmigt, tut in den meisten Fällen auch noch der Jugendarbeit vor Ort etwas Gutes. Darüber, dass selbst hier schon Ablösen und Gehälter gezahlt werden, hüllen wir an dieser Stelle des Trikot des Schweigens.
In diesem Sinne!
Ba beneen
Butduma
Auf der Couch werden keine Ablösesummen bezahlt und die ethisch-moralischen Grundwerte sind komplett intakt. Aus diesem Grund wird auch meistens pünktlich das neuste Couching geliefert.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Butduma am 11.08.2017 um 10:44 Uhr bearbeitet
11.08.2017 - 11:00 Uhr
Saugutes Couching zu diesem Ärgernis - und wie immer sprachlich butdumisch grandios verpackt. Alleine für solche Sätze liebe ich deine Couchings:
Cheers
Bahli
Zitat von Butduma
800.000.000 € sind umgerechnet ca. 228.571.429 Pferdefrikadellen beim Härting. Eine Unsumme, auch ohne Brötchen.
800.000.000 € sind umgerechnet ca. 228.571.429 Pferdefrikadellen beim Härting. Eine Unsumme, auch ohne Brötchen.
Cheers
Bahli
12.08.2017 - 13:50 Uhr
Zitat von bahli77
Saugutes Couching zu diesem Ärgernis - und wie immer sprachlich butdumisch grandios verpackt. Alleine für solche Sätze liebe ich deine Couchings:
Cheers
Bahli
Saugutes Couching zu diesem Ärgernis - und wie immer sprachlich butdumisch grandios verpackt. Alleine für solche Sätze liebe ich deine Couchings:
Zitat von Butduma
800.000.000 € sind umgerechnet ca. 228.571.429 Pferdefrikadellen beim Härting. Eine Unsumme, auch ohne Brötchen.
800.000.000 € sind umgerechnet ca. 228.571.429 Pferdefrikadellen beim Härting. Eine Unsumme, auch ohne Brötchen.
Cheers
Bahli
Na Bahli, dem kann ich mich nur anschließen. Vom "VW Sahan" über den "klapprigen Suparu" bis zur "dampfenden Göttin" hat Butduma auch mir viel Freude bereitet. Das ist meistens sehr lesenswert, was er da raushaust.
Natürlich benutzt er dazu zweifelsfrei eine beleuchtete Tastatur mit Superleichtbedienung und Poetentaste. Aber das schadet ja nicht.
Gruß Berti
13.08.2017 - 14:04 Uhr
Zitat von Butduma
Währenddessen standen in der Ankunftshalle des kleinen Pariser „Aéroport Le Bourget“ freudenstrahlende „Flughafen-Klatscher“, die sich noch schnell mit einem feschen Neymar-Trikot eingedeckt hatten. Reißt zwar ein Loch ins monatliche Sozialhilfebudget, aber für so einen geilen Typen kann man auch mal drei Wochen lang Nudeln mit Butter essen.
Währenddessen standen in der Ankunftshalle des kleinen Pariser „Aéroport Le Bourget“ freudenstrahlende „Flughafen-Klatscher“, die sich noch schnell mit einem feschen Neymar-Trikot eingedeckt hatten. Reißt zwar ein Loch ins monatliche Sozialhilfebudget, aber für so einen geilen Typen kann man auch mal drei Wochen lang Nudeln mit Butter essen.
Da standen also nur Sozialhilfe-Empfänger? Und die hatten dann auch alle ein 150 Euro Neymar-Trikot an?
Nun denn ... ich lese hier gerne mit, aber diese Passage wollte ich dann doch mal leicht kritisieren.
13.08.2017 - 18:51 Uhr
Zitat von nordishLautrer
Da standen also nur Sozialhilfe-Empfänger? Und die hatten dann auch alle ein 150 Euro Neymar-Trikot an?
Nun denn ... ich lese hier gerne mit, aber diese Passage wollte ich dann doch mal leicht kritisieren.
Zitat von Butduma
Währenddessen standen in der Ankunftshalle des kleinen Pariser „Aéroport Le Bourget“ freudenstrahlende „Flughafen-Klatscher“, die sich noch schnell mit einem feschen Neymar-Trikot eingedeckt hatten. Reißt zwar ein Loch ins monatliche Sozialhilfebudget, aber für so einen geilen Typen kann man auch mal drei Wochen lang Nudeln mit Butter essen.
Währenddessen standen in der Ankunftshalle des kleinen Pariser „Aéroport Le Bourget“ freudenstrahlende „Flughafen-Klatscher“, die sich noch schnell mit einem feschen Neymar-Trikot eingedeckt hatten. Reißt zwar ein Loch ins monatliche Sozialhilfebudget, aber für so einen geilen Typen kann man auch mal drei Wochen lang Nudeln mit Butter essen.
Da standen also nur Sozialhilfe-Empfänger? Und die hatten dann auch alle ein 150 Euro Neymar-Trikot an?
Nun denn ... ich lese hier gerne mit, aber diese Passage wollte ich dann doch mal leicht kritisieren.
Achtung nordish, das Couching spiegelt mitunter nicht die Realtät wider. Die Autoren verwenden oft literarische Stilmittel wie beispielsweise die Satire, also eine Textgattung, die durch Übertreibung bestimmte Zustände kritisiert. Das soll heißen, dass die Couchisten - anders als die Journalisten - oft fiktive Bilder vermitteln.
Wenn ich den geschätzten Kollegen Butduma in diesem Fall richtig interpretiere, will er auf die Diskrepanz in der Verteilung des Geldes hinweisen. Auf der einen Seite ein Neymar, dessen Steuerabgaben wahrscheinlich in der Vergangenheit so hoch waren, dass man dafür den einen oder anderen Fußballclub locker hätte durchfüttern können. Und auf der anderen Seite seine (neuen) Fans, die sich zwar kaum etwas zu essen kaufen können, aber trotzdem ihr nicht vorhandenes Geld in ein südhaft teures Neymar-Trikot investieren.
Für mich kommt gerade an Hand solcher Bilder der ganze Wahnsinn zum Vorschein, mit dem die Vereine den gemeinen Fan um das schröpfen, was er oft noch nicht einmal hat - sein Geld, mit dem er eigentlich eine Familie satt kriegen sollte.
Ein bitteres Bild, aber durchaus ein notwendiges ...
Cheers
Bahli
13.08.2017 - 20:12 Uhr
Zitat von nordishLautrer
Da standen also nur Sozialhilfe-Empfänger? Und die hatten dann auch alle ein 150 Euro Neymar-Trikot an?
Nun denn ... ich lese hier gerne mit, aber diese Passage wollte ich dann doch mal leicht kritisieren.
Zitat von Butduma
Währenddessen standen in der Ankunftshalle des kleinen Pariser „Aéroport Le Bourget“ freudenstrahlende „Flughafen-Klatscher“, die sich noch schnell mit einem feschen Neymar-Trikot eingedeckt hatten. Reißt zwar ein Loch ins monatliche Sozialhilfebudget, aber für so einen geilen Typen kann man auch mal drei Wochen lang Nudeln mit Butter essen.
Währenddessen standen in der Ankunftshalle des kleinen Pariser „Aéroport Le Bourget“ freudenstrahlende „Flughafen-Klatscher“, die sich noch schnell mit einem feschen Neymar-Trikot eingedeckt hatten. Reißt zwar ein Loch ins monatliche Sozialhilfebudget, aber für so einen geilen Typen kann man auch mal drei Wochen lang Nudeln mit Butter essen.
Da standen also nur Sozialhilfe-Empfänger? Und die hatten dann auch alle ein 150 Euro Neymar-Trikot an?
Nun denn ... ich lese hier gerne mit, aber diese Passage wollte ich dann doch mal leicht kritisieren.
Bahli hat ja schon ausführlich und durchaus richtig geantwortet: Ich wollte mit der bewusst überspitzten Darstellung die Diskrepanz aufzeigen, die mittlerweile zwischen Fans und Stars herrscht. Dabei wirft der nicht immer finanziell gesegnete Fan, dem total überhöhten Superstar bzw. dieser perversen Machinerie auch noch seine Euros in den Rachen.
13.08.2017 - 22:17 Uhr
Zitat von bahli77
Achtung nordish, das Couching spiegelt mitunter nicht die Realtät wider. Die Autoren verwenden oft literarische Stilmittel wie beispielsweise die Satire, also eine Textgattung, die durch Übertreibung bestimmte Zustände kritisiert. Das soll heißen, dass die Couchisten - anders als die Journalisten - oft fiktive Bilder vermitteln.
Wenn ich den geschätzten Kollegen Butduma in diesem Fall richtig interpretiere, will er auf die Diskrepanz in der Verteilung des Geldes hinweisen. Auf der einen Seite ein Neymar, dessen Steuerabgaben wahrscheinlich in der Vergangenheit so hoch waren, dass man dafür den einen oder anderen Fußballclub locker hätte durchfüttern können. Und auf der anderen Seite seine (neuen) Fans, die sich zwar kaum etwas zu essen kaufen können, aber trotzdem ihr nicht vorhandenes Geld in ein südhaft teures Neymar-Trikot investieren.
Für mich kommt gerade an Hand solcher Bilder der ganze Wahnsinn zum Vorschein, mit dem die Vereine den gemeinen Fan um das schröpfen, was er oft noch nicht einmal hat - sein Geld, mit dem er eigentlich eine Familie satt kriegen sollte.
Ein bitteres Bild, aber durchaus ein notwendiges ...
Cheers
Bahli
Zitat von nordishLautrer
Da standen also nur Sozialhilfe-Empfänger? Und die hatten dann auch alle ein 150 Euro Neymar-Trikot an?
Nun denn ... ich lese hier gerne mit, aber diese Passage wollte ich dann doch mal leicht kritisieren.
Zitat von Butduma
Währenddessen standen in der Ankunftshalle des kleinen Pariser „Aéroport Le Bourget“ freudenstrahlende „Flughafen-Klatscher“, die sich noch schnell mit einem feschen Neymar-Trikot eingedeckt hatten. Reißt zwar ein Loch ins monatliche Sozialhilfebudget, aber für so einen geilen Typen kann man auch mal drei Wochen lang Nudeln mit Butter essen.
Währenddessen standen in der Ankunftshalle des kleinen Pariser „Aéroport Le Bourget“ freudenstrahlende „Flughafen-Klatscher“, die sich noch schnell mit einem feschen Neymar-Trikot eingedeckt hatten. Reißt zwar ein Loch ins monatliche Sozialhilfebudget, aber für so einen geilen Typen kann man auch mal drei Wochen lang Nudeln mit Butter essen.
Da standen also nur Sozialhilfe-Empfänger? Und die hatten dann auch alle ein 150 Euro Neymar-Trikot an?
Nun denn ... ich lese hier gerne mit, aber diese Passage wollte ich dann doch mal leicht kritisieren.
Achtung nordish, das Couching spiegelt mitunter nicht die Realtät wider. Die Autoren verwenden oft literarische Stilmittel wie beispielsweise die Satire, also eine Textgattung, die durch Übertreibung bestimmte Zustände kritisiert. Das soll heißen, dass die Couchisten - anders als die Journalisten - oft fiktive Bilder vermitteln.
Wenn ich den geschätzten Kollegen Butduma in diesem Fall richtig interpretiere, will er auf die Diskrepanz in der Verteilung des Geldes hinweisen. Auf der einen Seite ein Neymar, dessen Steuerabgaben wahrscheinlich in der Vergangenheit so hoch waren, dass man dafür den einen oder anderen Fußballclub locker hätte durchfüttern können. Und auf der anderen Seite seine (neuen) Fans, die sich zwar kaum etwas zu essen kaufen können, aber trotzdem ihr nicht vorhandenes Geld in ein südhaft teures Neymar-Trikot investieren.
Für mich kommt gerade an Hand solcher Bilder der ganze Wahnsinn zum Vorschein, mit dem die Vereine den gemeinen Fan um das schröpfen, was er oft noch nicht einmal hat - sein Geld, mit dem er eigentlich eine Familie satt kriegen sollte.
Ein bitteres Bild, aber durchaus ein notwendiges ...
Cheers
Bahli
Es ist zwar nur ein fiktives Bild aber trotzdem bitter und notwendig?
Ich hab auch noch ein fiktives Bild. Die Flughafenklatscher haben für ihren Job das Trikot plus eine Jahreskarte geschenkt bekommen. Neymar lief insgesamt 23x zurück, damit auch alle Fotographen das richtige Bild vom geglückten Supermegadeal knipsen konnten. Danach gabs noch Schnittchen und Red Bull für alle, während die beiden angereisten Globalisierungs und Kommerzialisierungsgegner von der Polizei unter Androhung von Prügeln verscheucht wurden.
Okay, passt nicht so ganz ins sozialromantische Bild von der Umverteilung von unten nach oben, ist aber mindestens genauso notwendig.
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