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Fanszene

31.01.2011 - 16:49 Uhr
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Fanszene |#451
13.04.2026 - 16:05 Uhr
Zitat von KnuckleBust
Zitat von Hertha_Junior

Man, hier so auf Schlaumeier und erwachsen zu tun und sich hier über die Ultras auskotzen, ist doch genau kontraproduktiv.

Klar es gibt Randalierer, die müssen bestraft werden - aber im Gegensatz zu anderen Szenen (Dynamo, Hansa, Eintracht) ist unsere Szene seit Jahren schon mehrheitlich nicht mehr gewalttätig. Es sind zu 99 Prozent leidenschaftliche Jungs, die für 99 Prozent der Stimmung Heim und Auswärts sorgen und unserer Mannschaft so Punkte bringen. Außerdem gibt es mit den Förderprojekten für Kältehilfe etc. so viele tolle Projekte, die allein von der Fankurve getragen werden. Kay Bernstein, der unseren Verein aus den Fängen von Kommerz und Scham befreien konnte, zeigt doch, wie wichtig Ultra-Fankultur ist. RIP an dieser Stelle nochmal.

Wer hier meckert und Repressionen fordert, trägt effektiv dazu bei, dass irgendwann nur noch 15-20 Tausend ins Oly kommen und das Stadion seelenlos und ruhig wird. Und das sich Investoren und Sponsoren die Finger reiben, weil sie dann die letzte Instanz von Fankultur gebrochen haben. Der Fahnenklau ärgert die Ultras am Ende ja vorallem weil es Dresden wohl unter Gewalt gelang, unsere Szene so zu düpieren. Natürlich ist das ehrverletzend und erschreckend - und natürlich war die Reaktion darauf zu doll. Aber sowas muss man in Kauf nehmen, wenn man nicht Stimmung wie bei Man City haben möchte.

Deinen Beitrag finde ich ebenso unreflektiert wie dumm...sorry. Man muss Gewalt in Kauf nehmen, um gute Stimmung zu haben? Entweder ist das ein verspäteter Aprilscherz oder du bist irgendwo komplett falsch abgebogen.


Danke, absolut erschreckende Denkweise. Gewalt ist absolut nie in Kauf zu nehmen. Wenn der Fußball es anders nicht mehr schafft, Stimmung zu erzeugen, außer durch Fangruppierungen, die in ihrer eigenen rechtlichen Parallelwelt beanspruchen zu leben, dann ist der Fußball wohl tot. Aber lieber einen toten Fußball als einen Freifahrtschein für Gewalt.
Fanszene |#452
13.04.2026 - 19:35 Uhr
Ich bin ja schon sehr lange dabei (seit 50 Jahren) und kenne viel Historie.
Ich kenne es noch, dass nach jedem Heimspiel mindestens ein Waggon der U-Bahn zerlegt wurde; auswärts wurde immer randaliert (die "Frösche" hatten da einen entsprechenden Ruf). Ich bin wegen dieser Randale irgendwann auswärts nicht mehr mitgefahren (allein gefahren im KFZ oder Zug). Es war eine schlimme Zeit.
Ich dachte eigentlich, wir haben das hinter uns, aber seit einiger Zeit geht es wieder in diese Richtung.
Man geilt sich auf an der eigenen Respektlosigkeit, an den Aggressionen, die man ungestraft ausleben kann. Und wenn mal jemand erwischt wird kommt die Fanhilfe und stellt Anwälte. Und Schuld sind immer die Anderen. Meistens die Polizei (die manchmal wirklich unverhältnismäßig eingreift) oder der gegenerische Fan, der an uns vorbeiläuft (Hertha-Schalke) und provoziert.
Und wenn jemand Stadionverbot bekommt findet er die Heimat bei der Sektion Stadionverbot. "Ach der Arme." Und dann wird die nächste Pyroschow abgezogen und alle jubeln und dann kommt die nächste Randale und alle sind geschockt.
Das war die Beschreibung, wie ich die Entwicklung erlebe. Ich sitze heute immer mehr in der Mitte des Stadions oder auswärts nur noch an der Glotze, ärgere mich über die Pyros, weil ich dann eventuell nichts mehr sehe oder das Spiel unterbrochen wird. Und mein Erleben ist, das viele von "Ehemaligen" heute eher in die Mitte ausweichen.
Wenn die Entwicklung nicht gestoppt wird haben wir bald rechtsfreie Räume im Stadion (haben wir die nicht sogar jetzt schon) und es wird für Familien, für "normale" Fans immer schwieriger noch ins Stadion zu gehen.
Und irgendwann macht es keinen Spaß mehr und man sitzt nur noch vor dem Bezahl-TV.
Ich habe keine Ahnung, wie dieser Trend zu stoppen ist, Selbstreinigung scheint gegen die Ultra-Bewegung, die Pyros und rechtsfreie Räume feiert, kaum möglich. Wir "Oldies" haben keinen Einfluß auf diese Szene. Die Geschäftsführung steht unter dem Einfluß dieser Szene, die immer mehr die Vereinsführungen unterwandern.
Nicht nur bei Hertha, auch bei vielen anderen Vereinen bis in die 3. Liga (Dynamo).
Diskussion, reden, scheint nicht zu helfen, dann wird es am Ende auf die Staatsgewalt und Strafen hinauslaufen. Die Stimmung im Fanblock geht zum Teufel wenn mehr und mehr eingegriffen werden muß; ist ja jetzt schon so, dass die Ultras auch bei wichtigen Spielen einfach nach Hause gehen weil ihnen was quergelaufen ist. Ich denke an das Schalkespiel und an Dresden, aber auch immer noch an Corona, wo die Ultras die wenigen Plätze boykottiert haben, weil man mit den Regeln des Staates nicht einverstanden war. (Ich war bei fast jedem Heimspiel, murrend aber ich war da).
Also ? Appell an die Ultras sich auf ihre soziale Verantwortung (die sie ja sonst so hoch vor sich her tragen) besinnen und endlich mit den bewußten Übertretungen der Regeln aufzuhören (keine Pyros mehr; keine Gewalt gegen gegnerische Fans).
Dann macht der Gang ins Stadion wieder uneingeschränkt Spaß.

•     •     •

Hertha for ever

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Berlin71 am 13.04.2026 um 19:37 Uhr bearbeitet
Fanszene |#453
16.04.2026 - 10:56 Uhr
Zitat von KnuckleBust
Zitat von Hertha_Junior

Man, hier so auf Schlaumeier und erwachsen zu tun und sich hier über die Ultras auskotzen, ist doch genau kontraproduktiv.

Klar es gibt Randalierer, die müssen bestraft werden - aber im Gegensatz zu anderen Szenen (Dynamo, Hansa, Eintracht) ist unsere Szene seit Jahren schon mehrheitlich nicht mehr gewalttätig. Es sind zu 99 Prozent leidenschaftliche Jungs, die für 99 Prozent der Stimmung Heim und Auswärts sorgen und unserer Mannschaft so Punkte bringen. Außerdem gibt es mit den Förderprojekten für Kältehilfe etc. so viele tolle Projekte, die allein von der Fankurve getragen werden. Kay Bernstein, der unseren Verein aus den Fängen von Kommerz und Scham befreien konnte, zeigt doch, wie wichtig Ultra-Fankultur ist. RIP an dieser Stelle nochmal.

Wer hier meckert und Repressionen fordert, trägt effektiv dazu bei, dass irgendwann nur noch 15-20 Tausend ins Oly kommen und das Stadion seelenlos und ruhig wird. Und das sich Investoren und Sponsoren die Finger reiben, weil sie dann die letzte Instanz von Fankultur gebrochen haben. Der Fahnenklau ärgert die Ultras am Ende ja vorallem weil es Dresden wohl unter Gewalt gelang, unsere Szene so zu düpieren. Natürlich ist das ehrverletzend und erschreckend - und natürlich war die Reaktion darauf zu doll. Aber sowas muss man in Kauf nehmen, wenn man nicht Stimmung wie bei Man City haben möchte.

Deinen Beitrag finde ich ebenso unreflektiert wie dumm...sorry. Man muss Gewalt in Kauf nehmen, um gute Stimmung zu haben? Entweder ist das ein verspäteter Aprilscherz oder du bist irgendwo komplett falsch abgebogen.



Ehrlich gesagt, befürchte ich, dass ich hier einer der Einzigen bin, die in ihrer blinden Abneigung gegen die eigene Fankultur noch Gegenargumente verstehen kann.

Nirgendwo steht in meinem Post, dass man Gewalt ungestraft lassen muss. Aber ich wie ich bereits sagte - 99,9 Prozent der Ultras sind keine Gewalttäter. Eure Ideen bestrafen aber 100 Prozent der Fankurve. Dass es ***** en gibt muss man in Kauf nehmen - aber die gibt es überall oder? Wäre es jetzt die Lösung wegen gewalttätigen Demos alle Demonstrationen zu verbieten oder unter Repressionen zu setzen? Doch auch nicht oder?

Lasst die Polizei die 0,01 Prozent der Ultras, die Gewalt ausüben, bestraften - das tut sie ja bereits, teilweise überhart. Aber hier zu schreiben „Lieber ein toter Fußball, als Gewalt“ mag euch zwar zum Moralweltmeister machen, aber unseren Verein und den Sport ruinieren.
Fanszene |#454
16.04.2026 - 13:11 Uhr
Zitat von Hertha_Junior
Wenn ich jetzt nochmal lese, dass ich Gewalt dulde dann springe ich im Kreis. Niemand „duldet“ Gewalt oder will das. Es gilt es doch nur in einen Maßstab zu setzen, dass es eben ganz wenige Gewalttäter sind und der große große Rest eben der Kern und die Seele unseres Vereines ist.

Aber abseits davon: Wie überzeugend ist denn bitte die Idee mal eben wichtige Teile der Ostkurve zu entfernen und dann darauf zu hoffen, dass sich neue Gruppen bilden. Wir befinden uns Gott sei Dank in einem Rechtsstaat, wo man nicht für Dinge bestraft werden darf, die man nicht zu verantworten hat.


Es ist der logische Umkehrschluss deiner Aussagen. Es ist ja nur ein kleiner Teil, lasst die Polizei ihre Arbeit machen. Damit die Polizei ihre Arbeit richtig machen kann, sind aber Maßnahmen notwendig, die alle treffen. Maßnahmen, die alle treffen, werden abgelehnt. Wenn aber die Bestrafung des Kollektivs nicht hinnehmbar ist, um die Straftäter loszuwerden, sind letztere im Umkehrschluss zu dulden.
Davon abgesehen, dass ich die vom Dresdenspiel im Raum stehenden Zahlen nicht unbedingt als "ganz wenige" bezeichnen würde - prozentual vielleicht, aber wir reden hier von einer dreistelligen Zahl, die von der Polizei als potenzielle Gefahr eingestuft wird, bei einem Auswärtsspiel!

Wie überzeugend diese Idee ist? Wo eine solche Lücke entsteht, wird sich IMMER eine Gruppe finden, die versucht diese zu füllen. Dafür ist das Fanpotenzial schlicht zu groß. Die Übergangszeit wäre sicherlich etwas trüb, aber ich bin mir sicher es würde maximal eine Saison dauern, bis wieder gute Stimmung herrscht. Es geht ja auch niemandem darum, die gesamte Ostkurve zu verbannen.
Fanszene |#455
16.04.2026 - 17:08 Uhr
Zitat von Hertha_Junior
Zitat von bschuss

Zitat von Hertha_Junior

Wenn ich jetzt nochmal lese, dass ich Gewalt dulde dann springe ich im Kreis. Niemand „duldet“ Gewalt oder will das. Es gilt es doch nur in einen Maßstab zu setzen, dass es eben ganz wenige Gewalttäter sind und der große große Rest eben der Kern und die Seele unseres Vereines ist.

Aber abseits davon: Wie überzeugend ist denn bitte die Idee mal eben wichtige Teile der Ostkurve zu entfernen und dann darauf zu hoffen, dass sich neue Gruppen bilden. Wir befinden uns Gott sei Dank in einem Rechtsstaat, wo man nicht für Dinge bestraft werden darf, die man nicht zu verantworten hat.


Es ist der logische Umkehrschluss deiner Aussagen. Es ist ja nur ein kleiner Teil, lasst die Polizei ihre Arbeit machen. Damit die Polizei ihre Arbeit richtig machen kann, sind aber Maßnahmen notwendig, die alle treffen. Maßnahmen, die alle treffen, werden abgelehnt. Wenn aber die Bestrafung des Kollektivs nicht hinnehmbar ist, um die Straftäter loszuwerden, sind letztere im Umkehrschluss zu dulden.
Davon abgesehen, dass ich die vom Dresdenspiel im Raum stehenden Zahlen nicht unbedingt als "ganz wenige" bezeichnen würde - prozentual vielleicht, aber wir reden hier von einer dreistelligen Zahl, die von der Polizei als potenzielle Gefahr eingestuft wird, bei einem Auswärtsspiel!

Wie überzeugend diese Idee ist? Wo eine solche Lücke entsteht, wird sich IMMER eine Gruppe finden, die versucht diese zu füllen. Dafür ist das Fanpotenzial schlicht zu groß. Die Übergangszeit wäre sicherlich etwas trüb, aber ich bin mir sicher es würde maximal eine Saison dauern, bis wieder gute Stimmung herrscht. Es geht ja auch niemandem darum, die gesamte Ostkurve zu verbannen.


Gebe dir Recht in dem Punkt, dass die Lücke sicherlich geschlossen werden würde. Aber im Endeffekt stünden deiner Idee zwei wesentliche Punkte entgegen.

1. Kollektivstrafen stellen einen sehr starken Eingriff dar, das müsste man schon sehr gründlich begründen. Dafür ist es bei Hertha vergleichsweise noch „okay“ was die schiere Gewaltbereitschaft angeht im Gegensatz zu anderen Szenen. Ich wüsste nicht wie man den nicht gewalttätitgen Ultras erzählen will, dass sie nicht mehr kommen dürfen, weil ja einige gewaltbereit sind - denke das würde leider dazu führen, dass noch mehr Radikalität und Wir gegen Die Denken sich bildet. Eine Einzelfallprüfung ist leider sehr schwer.

2. Selbst würde man es tun, ist das Problem doch nur unwesentlich geringer. Dann prügelt sich Dynamo halt gegen Lautern oder den KSC nächstes Mal. Denke kaum, dass ein Verbannen der Hertha-Szene dazuführt, dass es bundesweit weniger Konflikt gibt - wohl er das Gegenteil. Gerade die eher zu Gewalt neigende Szene von Hertha hat sowieso gute Kontakte in Karlsruhe oder beim BFC, dann gehen sie halt dahin.

Denke am Ende bleibt nur, dass man Hoffnung darauf setzt, dass Polizei etc. die Randalierer findet und stellt. Mein Gefühl sagt, dass nach den Ausschreitungen in Dortmund damals, viele gestellt worden sind.


Die Begründung für Kollektivstrafen - bzw. im ersten Schritt nicht mal Strafen, sondern Maßnahmen, die das Kollektiv betreffen (wie z.B. Alkoholverbot, Videokameras) - wäre eben, wenn die Polizei mit den derzeitigen Mitteln nicht ausreichend die Verursacher stellen kann. Das Problem ist ja, so auch von Hertha selbst benannt, dass man nach den Aktionen rund ums Schalkespiel so sehr gegen die Polizei gewettert hat, nur um sich jetzt selbst in eine Sackgasse zu manövrieren und alle Argumente aus der Hand zu geben.

Wenn so etwas umgesetzt wird, dann auch sicherlich nicht nur bei einem Verein, sondern früher oder später überall. Und ja, bei anderen Vereinen wäre es wesentlich dringlicher, über so etwas nachzudenken.

Zitat von Hertha_Junior
Müssen uns jetzt nicht auf Prozente einigen. Aber ich denke ein Blick darauf wie schlimm die Szenen von Hansa, Cottbus etc. sind reicht um festzustellen, dass wir wirklich ein vergleichweise kleines Problem mit Gewalttätigen Fans haben.

Kern und Seele des Vereins ist die Fankultur. Nicht nur Kay Bernstein zeigt das (RIP) als Beispiel wie aus der Ultra-Szene am Ende aktiv unser Verein gerettet werden kann. Auch die heutige Szene ist elementar für unseren Verein. Was bliebe denn noch von „Hertha“ wenn man die Fankultur wegdenken würde? Mittelmäßigr Fußballer mit Wettsponsoren aufm Trikot?


Wo die Szene den Verein gerettet hat, musst du mir mal erklären. Wir reden hier die letzten Jahre pausenlos davon, dass der Weg immer weiter in die Bedeutungslosigkeit geht, und aus der Zeit vor Bernstein ist quasi niemand mehr da. Im Grunde stehen wir in allen Belangen schlechter da als vor Bernsteins Amtsantritt, nur dass die Fanszene ruhig gestellt ist, weil ihre Leute im Präsidium und an anderen Stellen sitzen. Ich sehe die Schuld da übrigens ausdrücklich nicht bei Bernstein, aber hier von Rettung zu sprechen finde ich absurd.
Fanszene |#456
18.04.2026 - 12:42 Uhr
Es sagt ja keiner, dass die aktive Fanszene nur Negatives macht. Ja, es gibt soziale Projekte durch sie, die Choreos sind teilweise richtig top und sie sorgen für die Stimmung in der Kurve. Alles schön und gut.

Das Problem in der aktiven Fanszene ist aber Folgendes: Selbst wenn sie - zumindest in Teilen - nicht gewaltbereit oder gar -suchend ist, wird Gewalt auf der anderen Seite mindestens geduldet.
Für mich aussagekräftig genug war die Reaktion auf das Spiel in Dresden. Es wird auf die geklaute und verbrannte Herthafahne hingewiesen und dass dies in der eigenen Verantwortung lag. Zu allen anderen Dingen - Gewalt auch aus der Herthakurve ausgehend, Pyrotechnik, die abgeworfen wurde, Spielunterbrechung... - kein einziges Wörtchen.

Und das ist kein Einzelfall, sondern die Regel. Die aktive Fanszene und vor allem die Ultras haben ein lautes Mundwerk, setzen sich offensiv für Pyrotechnik im Stadion bzw. gegen Kollektivstrafen ein und kritisieren eine Menge.
Geht es jedoch darum, ein klares Statement gegen Gewalt zu setzen, sind sie zuverlässig ruhig.

Nicht zu vergessen ihr pauschaler, abstoßender Hass auf die Polizei, unmenschliche Transparente nd Forderungen in der Vergangenheit (gegen Rangnick, Trikotaktion nach einem verlorenen Derby gegen Union etc.) und ihr Selbstverständnis, Teile der Fankurve bzw. bestimmte Bereiche "gehören" ihnen.
Äußert man eine andere Meinung als sie, darf man sich auch als Herthaner einige " nette Kommentare" anhören.

Durch unerlaubtes Abbrennen von Pyrotechnik wird dem finanziell angeschlagenen Verein übrigens auch immer wieder im wirtschaftlichen Bereich geschadet. So viel dazu, dass sie den Verein "gerettet" haben.
Selbst wenn andere Leute Pyrotechnik abbrennen, wird dies von den Ultras aktiv unterstützt oder befeuert, nämlich durch Lieder wie "Pyrotechnik ist doch kein Verbrechen..." oder durch diverse Transparente, Statements usw.

Diese Aspekte führen dazu, dass ich mich strikt weigere, sie als "Herz und Seele" des Vereins zu betrachten.
Fanszene |#457
20.05.2026 - 23:52 Uhr
Zitat von bschuss
Zitat von Firefred

Zitat von Berlin71

Zitat von Fussballclown

Zitat von Berlin71

Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen warum Hertha 152.000 aufgbrummt bekommt, Dresden nur 91.000 und Sperre der K-Blöcke 1 Spiel. Die Dresdener waren doch massiv im Innenraum.
Vielleicht macht ja Hertha noch einen Einspruch.
Aber egal - wichtiger ist, dass die Fanszene(n) endlich mal begreift, dass sie mit ihrem Verhalten dem(n) Verein(en) schadet.
Laßt endlich diesen Pyroscheiß und die Gewalt. Benehmt Euch wie Fans für die Mannschaft, für den Verein. Und hört auf mit eurer Selbstdarstellung, macht das meinetwegen bei X oder Facebook oder wo auch immer, aber nicht im Stadion. Im Stadion will ich die Unterstützung für die Mannschaft hören, ohne Pyros, ohne Rauch, ohne Gewalt.


Würde ich mir auch wünschen, kommt bei den Leuten aber nicht an bzw. ist ihnen völlig egal.
Das hat man auch an deren Reaktion im Nachgang gesehen, als sie die Gewalt, Pyroaktivität und co. mit keinem Wort erwähnt oder gar kritisiert haben. Sie fühlen sich vermutlich wie immer von der bösen Polizei, dem Gegner, dem DFB und co. falsch behandelt.
Ihnen war nur die Fahnengeschichte wichtig, mit entsprechenden nachhaltigen Konsequenzen. Sie setzen nunmal ihre eigenen, völlig abwegigen Prioritäten und das wird sich auch nicht ändern, unabhängig davon, wie erschreckend die Bestrafung und dahinter steckende Zahl aussieht.


Ja, aber. Die Vereine stecken mit diesen Gruppen unter einer Decke. Mir kann doch Niemand erzählen, dass die Materialien in so großen Zahlen durch die Kontrollen geschleust werden und die Vereine kriegen das nicht mit.
Einzelne gewaltbereits Fans wird es immer geben, die können nur durch die anderen Fans ein wenig isoliert werden und dann ist die Polizei gefragt. In großen Fangruppen spielen diese gewaltbereiten Fans keine so große Rolle mehr, daher auch im Olympiastadion seltener ein Problem.


In der Tat wäre es mal angebracht den Sicherheitsdienstleister für das Olympiastadion unter die Lupe zu nehmen, da die Personen die fragwürdige Objekte durchlassen dort zu finden sind. Das Personal beim Einlass am Spieltag ist nicht Arbeitnehmer von Hertha.


Die Geldstrafen kommen halt auch nie bei den Verursachern an. Ich würde einfach mal ankündigen, dass ab 2027 zu Beginn jeder Saison die Dauerkartenpreise in der Ostkurve um einen Betrag erhöht werden, der die Strafen 1:1 umlegt. Dann wird die Duldung innerhalb der Fanszene aber mal rasant abnehmen und vielleicht, nur vielleicht, überlegen sie es sich zweimal.


Immer wieder die gleichen absurden Forderungen nach pauschalisierenden Strafen für eine große Anzahl an Menschen, die, nur weil sie in der gleichen Sektion stehen wie einige wenige die sich falsch verhalten, bestraft werden sollen.
Auch in Dresden war es maximal eine Handvoll Leute, die z.B. Pyros geworfen haben. Aber dafür sollen jetzt mehrere Tausend Ostkurvengänger ihren Kopf bzw. Geldbeutel hinhalten?
In den Innenraum zu springen und Pyros auf andere Stadiongäste zu werfen ist nicht zu entschuldigen. Egal, wie viel von Dresdner Seite in dem angrenzenden Block gezielt provoziert wurde.
Aber jetzt wieder alle Ultras pauschal zu verurteilen und dann im nächsten Moment über Stimmung und Choreos in wichtigen Spielen zu freuen ist etwas scheinheilig.

•     •     •

HBSC 1892
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