Hertha BSC Hertha BSC
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Fanszene

31.01.2011 - 16:49 Uhr
Fanszene |#381
27.08.2024 - 16:45 Uhr
Zitat von Spreedampfer92

Zitat von Cup-of-Tea

In den Video bei Sport1 fehlen aber sehr viele Sequenzen. Von der ganzen Ansprache gibt es nur bei einer Facebook Gruppe ein Video komplett. Kein Plan, wieso man da so ein Fass aufmacht, wenn man weiß, dass viele Sequenzen fehlen. Ich finde da nichts verwerfliches.


1) Es ist deutlich zu erkennen, dass dort gezielt ein Ausschnitt von einer Ansprache gezeigt wurde. Nämlich der mit besagter "Ansage".
2) Es spielt IN BEZUG AUF DIESEN AUSSCHNITT und die entsprechende Message zunächst einmal keinerlei Rolle, was sonst noch alles gesagt wurde. Wenn Du so eine Botschaft in eine Reihe neutraler oder positiver Aussagen/Botschaften einbettest, bleibt es mE trotzdem eine hoch unangemessene und peinliche Sache.

Zitat von Cup-of-Tea

Auch der ganze Part wie Ibo und alle Eigengewächse in den höchsten Tönen gelobt wird. Und wie die Mannschaft gelobt wird, für ehrlichen Fußball, fehlt da komplett.


Dass ein Ultra die Mannschaft bewertet und dabei speziell die Eigengewächse stark hervorhebt, findest Du komplett positiv? Diese Art Kontext bestärkt sogar den Eindruck, dass es unter den Herthaspielern immer "die echten Herthaner" und "die Anderen" gibt, die gefälligst nichts vorheucheln sollen und sonst eigentlich auch gehen können. Du kannst in dieser Matrix nur entweder zu den einen (gut, loyal) oder aber zu den anderen (Söldner) gehören. Aber so oder so gehört der Verein aber den Ultras und somit ja nach impliziter Logik irgendwo auch Du selbst, so lange Du dort beschäftigt bist. Und jetzt hak Dich mit ein und hüpf, Junge!

Zitat von Cup-of-Tea

Es wurde auch nur ganz normal sachlich gesagt: Es ist in Ordnung wenn jemand noch wechseln will, aber einfach ehrlich sein.


Und das findest Du wiederum auch normal, dass die Ultras großgütig genehmigen, dass man gehen darf aber zugleich noch gebieterisch vorschreiben, was man dann gefälligst zu lassen habe (wie gesagt habe ich aber noch immer nicht verstanden, was exakt mit dem Duktus eigentlich gemeint war und was man als wechselwilliger Spieler nicht tun darf).
Und "ganz normal sachlich" finde ich das absolut nicht, das ist alleine Deine Bewertung. Für mich ist es ganz klar eine Grenzüberschreitung. Oder lässt Du Dir in Deinem Job von einem Kunden oder auch einem Kollegen mit extremer Identifikation zu Deinem Betrieb sagen, dass Du auch kündigen und bei der Konkurrenz arbeiten darfst, dass Du dann aber auch nicht so tun sollst als wenn Dein Job und Dein Arbeitgeber Dir irgendwas bedeuten oder Du Dich damit identifizierst o.ä.? Falls nicht: Wieso ist es dann im Kontext von einem Ultra und einer Fußballmannschaft was anderes? Wer hat ihm überhaupt diese Rolle gegeben? Welches offizielle Amt und welche Autorität besitzt er?
Wie gesagt: Nicht einmal von (m)einem Chef fände ich so eine Ansage angemessen.

Zitat von Cup-of-Tea

Ich bitte drum, dass auch nicht immer sofort geurteilt wird, sondern wenn dann nachgefragt wird, wer es live mitbekommen hat und wie die war. Anhand einer Videosequenz (wo nicht mal da was verwerfliches ist) find ich solche Kommentare eher merkwürdig.

Wir haben viele User hier, die regelmäßig ins Stadion gehen. Fragt die Leute doch einfach vorher mal. Auch in anderen Fanthematiken die Medien berichten, egal um was, sollte man immer vorsichtig sein.


Vielleicht solltest Du an dieser Stelle auch mal etwas "vorsichtig" sein, wie Du Dinge formulierst. Das kann nämlich leicht bevormundend und herablassend rüber kommen.
Auch wer live dabei war und ggf. jede Woche im Stadion ist, hat nur eine (nämlich seine) Wahrnehmung. Und ich habe genug selbst oder durch Familie und Bekannte mitbekommen um sagen zu können, dass es oft sehr unterschiedliche Wahrnehmungen von ein und derselben Aktion gibt (die hier wohlgemerkt ja gar nicht von den Medien berichtet sondern einfach nur ausschnittweise wiedergegeben wurde).
Du kannst daher faktisch gar nicht vermitteln "wie es war", sondern lediglich wie Du selbst es erlebt und wahrgenommen hast. Und da spielt Dein Verhältnis zum Verein, zu den verschiedenen Fangruppen und ggf. auch zur Mannschaft eine Rolle. Vielleicht nimmst Du es durch Deine Nähe zum Nachwuchs bspw. eher als positiv wahr, wenn man gegenüber der Mannschaft so ein Hierarchiedenken zwischen Berliner Jungs und "übergangsweise mal Zugekauften" durchblicken lässt.
Damit wird man mE nicht verhindern, dass bspw. ein Maza oder Klemens trotzdem noch gehen kann und vielleicht wird. Eher wird man verhindern, dass ein neuer Pekarik o.ä. unter den Zugekauften hervorkommt. Denn so identifiziert man sich oft automatisch weniger statt mehr mit etwas und dann ist es wirklich nur ein Verein/Arbeitgeber unter vielen aber keine "zweite Familie" o.ä.
Überlege ansonsten bspw. vielleicht mal wie so etwas bei einem Serdar angekommen wäre, der an seiner letzten Station vor Hertha von Ultras buchstäblich vom Hof gejagt wurde. Aber gerade auch ein Maza soll ja angeblich sehr sensibel sein (und schon mehrfach mit einem Abgang geliebäugelt haben). Ob der dann eher nur das Lob wahrnimmt oder doch die abwertenden Zwischentöne bezüglich Abwanderungswilligen?

Zitat von Cup-of-Tea

Hier kommt unnötig Unruhe im Forum rein. Verstehe ich ehrlich gesagt nicht.


Der Ursprung der Unruhe stammt zunächst einmal aus dem Mund des Capos, den man eben nicht nur so wie Du aufnehmen kann. Und das war auch schon in den Medien und sozialen Medien, bevor ich es hier verlinkt habe. Ferner entsteht "Unruhe im Forum" auch, wenn man Meinungen nicht stehen und schon gar nicht gelten lassen kann.
Nochmal deutlich: Ich finde den Duktus des Capos völlig unangemessen und übergriffig, egal was er sonst noch von sich gegeben hat. Ebenso finde ich es unpassend, wenn man mir schreibt, ich solle besser vorsichtig sein, was ich so schreibe und wie ich etwas bewerte. Oder im Zweifel besser erstmal andere fragen, wie sie das eigentlich fanden und erst dann gaaaanz vorsichtig und schön in Einklang damit eine "eigene" Meinung bilden. Sorry, das hat hier langsam fast schon was von Sekte für mich. Von mir aus darf es jeder komplett anders wahrnehmen als ich und das auch begründen. Aber da hört es dann auch schon auf.


Ohne mich zu sehr einmischen oder weitere Unruhe stiften zu wollen, finde ich, dass Verf. hier im Glashaus sitzt.
Die Vergleiche mit irgendwelchen Standard Arbeitgeber-Arbeitnehmer Beziehungen oder Lieferant-Kunde Beziehungen sind mal mindestens hochprovokant, undifferenziert und kommen im Hinblick auf die Besonderheiten im Fußball zu kurz. Das ist schon sehr sehr billig, die Aussagen schon damit ins Lächerliche ziehen zu wollen.
Inhaltlich liegt die Wahrheit vermutlich irgendwo in der Mitte, die Ansprache war überwiegend positiv, aber es stimmt schon, dass die Wichtigtuerei stärker geworden ist und auch mal etwas übertrieben lange Ansprachen mit leicht überzogen kritischem Inhalt gemacht werden. Insbesondere in Bezug auf das ganze Berliner Weg Ding. Mag vielleicht auch so sein, dass die Hertha-Doku-Serie eine besonders attraktive Plattform für verstärkte Inszenierung gibt. Andererseits hat sich das Verhältnis Mannschaft-Ultras in der gleichen Zeit sehr positiv entwickelt. Die Mannschaft scheint diesen Push und dieses beidseitige Verhältnis zu würdigen.

Ich sehe es daher als vermessen an, wenn einige hier ohne interne Infos für die Spieler reden und das kritisieren. Man sollte vor allem für sich selber sprechen und sollte dabei berücksichtigen, dass die Spieler es u.U. sogar gutheißen. Das macht man mEn bewusst deshalb nicht, um die Ultras in eine gewisse Ecke zu stellen. Wenn die Spieler jedoch mit ihnen in dieser Ecke stehen, ist man selber derjenige, der sich von der Mannschaft entkoppelt. Siehe beispielsweise Leistner, der ausdrücklich Pro Pyro ist.

Natürlich ist die Mannschaft vermutlich heterogen und steht nicht geschlossen in einer Ecke mit den Ultras. Man sollte sich aber schon dem mittlerweile guten Verhältnis bewusst sein. Ein Kreisel hat auch hinter den Kulissen mit der Mannschaft zu tun und weiß vielleicht besser als externe Beobachter, was die richtigen Worte sind.

Ich glaube einige wünschen sich ein schlechteres Verhältnis zwischen Ultras und Mannschaft herbei, weil sie selbst die Ultras nicht mögen, und verstecken sich unter dem Schutzmantel der Spielerinteressen, von denen sie keine Ahnung haben. Klingt halt besser. Ist aber aufgedrängt und egoistisch. Das Verhältnis Fanzsene Mannschaft ist ganz klar eine positive Entwicklung und die übermäßige Kritik wirkt nichtsgönnerhaft ggü dem eigenen Verein.

Und zuletzt noch: dass Aussagen nicht aus dem Kontext gerissen und isoliert dargestellt werden sollten bzw. das einfach typischer schlechter clickbait Journalismus und Populismus ist, sollte ja völlig klar sein. Das sollte man mEn nicht entschuldigen, nur um seine Meinung zu befeuern. Es ist völlig offensichtlich, dass Sport1 hier sticheln möchte und ihnen Abbildung der gesamten Rede in dieser Mission schaden würde. Weil es eben einen deutlich harmloseren Kontext zeigt. Absolutes Journalismus 1mal1 und auf Springer-Niveau.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von tomberlinlfc am 27.08.2024 um 16:57 Uhr bearbeitet
Fanszene |#382
27.08.2024 - 18:14 Uhr
Ich persönlich finde die Ansage des Capos nicht dramatisch und halte es auch für unnötig, darüber überhaupt zu diskutieren. Er hat auch keinen persönlich angesprochen, sondern eine allgemeine Aussage gemacht - auch wenn man sich durchaus vorstellen kann, wen er im Hinterkopf hatte. Spielt aber auch keine Rolle.

Es zwingt keinen die Ultras dazu, zu jedem Auswärtsspiel zu fahren, Choreos durchzuführen bzw. überhaupt erst aufwändig vorzubereiten oder für Stimmung in den Stadien zu sorgen. Respekt davor habe ich dennoch. Das zeigt Leidenschaft für Hertha BSC auf und verdeutlicht, dass sie diese Verein bedingungslos unterstützen - in guten wie in schlechten Zeiten. Und das auch unabhängig vom Personal und dem Missmanagement der vergangenen Jahre. Von daher Chapeau meinerseits.
Auch bestimmte soziale Aktionen wie "Spendet Becher, rettet Leben" kann man gar nicht hoch genug loben. Das ist große Klasse.

Es sollte jedoch auch nicht die durchaus vorhandenen Schattenseiten betont und entsprechend scharf kritisiert werden. Ob ein Leistner Pyrotechnik mag oder nicht, spielt überhaupt keine Rolle. Es ist nunmal so, dass es in den Stadien verboten ist. Kann man gut finden, kann man schlecht finden - Tatsache ist, Pyrotechnik ist nicht erlaubt. Es sind sicherlich nicht (nur) die Ultras, die Pyrotechnik zünden, jedoch sind sie diejenigen, die mit Gesängen à la "Pyrotechnik ist doch kein Verbrechen" die zukünftige Ausführung solcher illegalen Aktionen gutheißen und durch Transparente bzw. Gesänge verstärken. Und da sich die Ultras gerne mal als Sprachrohr der Fans darstellen, ist das nicht gerade gut. Und das dem Verein solche Aktionen teuer zu stehen kommen, interessiert sie offensichtlich weniger. Geld, das der Verein sicherlich gerne lieber sparen oder in andere Bereiche investieren würde als in die Bestrafungsbox.

Nicht zu vergessen die undifferenzierten Aussagen und Gesänge gegen die Polizei. Und hier sind es ganz klar die Ultras und deren Capos, die so etwas wie "ganz Berlin hasst die Polizei" anstimmen und die Kurve zu der liebevollen Aussage "alle Bullen sind Schweine" hüpfen lassen. Hierzu gibt es nichts zu relativieren.
Und gerade mit Blick auf die Polizei - ja, auch da gibt es wie überall schwarze Scharfe - gibt es null Selbstkritik seitens der Ultras. Alles unfair, Stadionverbote doof und alles unberechtigt, was gegen sie gerichtet ist.

Hinzu kommen Transparente wie damals gegen Rangnick (Stichwort: Burnout) oder entsprechende Ansprüche im Stadion, z.B. wenn es darum geht zu bestimmen, welche Reihen ihnen "gehören". Nein, es ist die Ostkurve und da hat keiner Besitzansprüche bei freier Sitzplatzwahl.

Fazit: Die Ultras machen einige Dinge, die mir durchaus Respekt abnötigen. Insbesondere die Choreos, die sie hinbekommen, sind fast immer bombastisch. Es gibt jedoch einige Dinge, die stark an ihnen zu kritisieren sind. Kritik, die sie dann aber auch kaum annehmen und sich im Recht sehen. Und das darf bzw. muss sogar deutlich hervorgehoben werden.
Fanszene |#383
01.09.2024 - 00:03 Uhr
Nach der ganzen Kritik in den vergangenen Tagen und Wochen darf man hier dann in meinen Augen aber auch gerne mal ein Lob aussprechen. Da machen sich 4.000 Jungs und Mädels an einem Samstag auf den Weg und sorgen über das gesamte Spiel für eine Gänsehaut-Atmosphäre - einschließlich einer unfassbaren Choreo.

Ich glaube, dass vielen überhaupt nicht bewusst ist, wie viel Arbeit dahinter steckt, dass so ein Intro (+ Outro) auswärts reibungslos präsentiert werden kann. Allein das Erstellen und Transportieren der Materialien (Figuren, Banner, Fahnen etc.) nimmt unglaublich viel Zeit und Mühen in Anspruch und gleichzeitig kostet das Ganze natürlich auch etwas.

Bitte fangt in diesem Zusammenhang nicht wieder die ständige Diskussion rund um die eingesetzte Pyro an. Hier hat jeder seine eigene Meinung, was auch gut so ist, aber genießt doch bitte einfach nur einmal diesen geilen Abend, zu dem auch die Fanszene heute ihren Beitrag geleistet hat!
Fanszene |#384
14.12.2024 - 17:43 Uhr
Zitat von DrDeDre
Zitat von Vermut1892

Zitat von Capsoni

Zitat von Fuump

Hallo ihr, kann jemand die Ansage von Kreisel nach dem Spiel gestern ohne Facebook beschaffen und evtl. hier posten?

Kreisel bei Facebook


Du hast nix verpasst.. der Typ nimmt sich eh viel zu wichtig


Unnötig despektierlicher Kommentar.
Kreisel ist seit über zehn Jahren Capo der Kurve und hat in so einer Position durchaus das Recht und die Verantwortung gewisse Dinge anzusprechen oder zu kritisieren. Besonders wenn er, wie in diesem Fall, trotz aller Emotionalität sachlich bleibt und die Mannschaft an der Ehre packt.
Man muss mit der Ultra Kultur und der daraus gewachsenen Anspruchsforderung nicht viel anfangen können. Aber wenn jemand für die organisierte Fanszene und viele andere Fans in der Kurve spricht und zurecht anmerkt, dass man seit Jahren trotz ausbleibender Ergebnisse immer da ist, immer die Mannschaft unterstützt und trotz Pleitenserie die Ruhe bewahrt hat – und jetzt die Mannschaft daran erinnert, dass sie für das Kippen der Stimmung verantwortlich ist, dann kann man da schon mal Verständnis zeigen.


Ruhe bewahrt hat ist aber relativ. Es ist nicht lange her, da ist er mit anderen auf den Trainingsplatz !!! gestürmt.

Es wird Ruhe zu den Gremien gewahrt, weil die ja genau die sind, die die Fanszene da haben will.
Das zeigt sich auch daran, dass jetzt die Mannschaft und der Trainer kritisiert werden, aber neimand darüber.


Seit mindestens anderthalb Jahren wurde von den Fans und der Kurve immer nur Support und Unterstützung geliefert, egal wo oder wie man gespielt hat. Man hat stets im Sinne des Vereins gehandelt (stimmungstechnisch) und nach dieser langen Strecke ohne sportliche Entwicklung oder Höhenflüge kann die Stimmung gerne mal kippen. Es muss Grenzen des Supports geben und die sind langsam erreicht.

Niemand sagt, dass wir ungeschlagen 1. sein müssen, aber ein bisschen Mentalität, Ehre, Einsatz und Stolz sollte man erkennen auf dem Platz.

Wenn das in der Mannschaft flöten geht, dann gibt es Zeichen aus der Kurve… ganz einfach.

•     •     •

"Wat woll'n Sie jetzt von mir? Glauben Sie, unter den letzten 16 ist irgendwie eine Karnevalstruppe? Ich lege mich jetzt erstmal für drei Tage in die Eistonne. Ich verstehe die ganze Fragerei nicht."
Fanszene |#385
14.12.2024 - 19:04 Uhr
Zitat von denniebro_

Zitat von DrDeDre

Zitat von denniebro_

Zitat von DrDeDre

Zitat von Vermut1892

Zitat von Capsoni

Zitat von Fuump

Hallo ihr, kann jemand die Ansage von Kreisel nach dem Spiel gestern ohne Facebook beschaffen und evtl. hier posten?

Kreisel bei Facebook


Du hast nix verpasst.. der Typ nimmt sich eh viel zu wichtig


Unnötig despektierlicher Kommentar.
Kreisel ist seit über zehn Jahren Capo der Kurve und hat in so einer Position durchaus das Recht und die Verantwortung gewisse Dinge anzusprechen oder zu kritisieren. Besonders wenn er, wie in diesem Fall, trotz aller Emotionalität sachlich bleibt und die Mannschaft an der Ehre packt.
Man muss mit der Ultra Kultur und der daraus gewachsenen Anspruchsforderung nicht viel anfangen können. Aber wenn jemand für die organisierte Fanszene und viele andere Fans in der Kurve spricht und zurecht anmerkt, dass man seit Jahren trotz ausbleibender Ergebnisse immer da ist, immer die Mannschaft unterstützt und trotz Pleitenserie die Ruhe bewahrt hat – und jetzt die Mannschaft daran erinnert, dass sie für das Kippen der Stimmung verantwortlich ist, dann kann man da schon mal Verständnis zeigen.


Ruhe bewahrt hat ist aber relativ. Es ist nicht lange her, da ist er mit anderen auf den Trainingsplatz !!! gestürmt.

Es wird Ruhe zu den Gremien gewahrt, weil die ja genau die sind, die die Fanszene da haben will.
Das zeigt sich auch daran, dass jetzt die Mannschaft und der Trainer kritisiert werden, aber neimand darüber.


Seit mindestens anderthalb Jahren wurde von den Fans und der Kurve immer nur Support und Unterstützung geliefert, egal wo oder wie man gespielt hat. Man hat stets im Sinne des Vereins gehandelt (stimmungstechnisch) und nach dieser langen Strecke ohne sportliche Entwicklung oder Höhenflüge kann die Stimmung gerne mal kippen. Es muss Grenzen des Supports geben und die sind langsam erreicht.

Niemand sagt, dass wir ungeschlagen 1. sein müssen, aber ein bisschen Mentalität, Ehre, Einsatz und Stolz sollte man erkennen auf dem Platz.

Wenn das in der Mannschaft flöten geht, dann gibt es Zeichen aus der Kurve… ganz einfach.

Genau in dieeser Phase waren ja auch Leute "an der Macht", die den aktiven Fans viele Vorteile bringen, quasi deren Leute.

Kritik an den Finanzen - die ja auch dieses Jahr sesatrös aussehen - gibt es zB nie. Auch jetzt nicht.
Das scheint ja ein Geben und Nehmen zu sein, zwischen Präsidium und aktiven Fans - natürlich gibt es da "Ruhe" von den Fans.
Ruhe als besonderes Gut zu bewerten, wenn es dafür ja einen Nutzen, eine gegeenleistung gibt, das ist naja.
Hat für mich was davon, wenn jemand etwas spendet, aber dafür die Publicity kauft. Es ist dann eeben keine Spende.

Dass es jetzt Kritik nur an Mannschaft und Trainer gibt, das finde ich bezeichnend.


Ich glaube, du kennst die Dimensionen nicht in denen es heißt „Ultra“ zu sein oder in einer organisierten Kurve.

Es ist mehr als 90min den Verein anzufeuern. Ganz im Gegenteil, das ist wahrscheinlich der kleinste Part, denn:

Organisierte Kurve bedeutet das Koordinieren von Choreografien, das Vorbereiten und Nachbereiten einer solchen Choreografie die teils mehrere Wochen in Anspruch nimmt von „ehrenamtlichen“ Mitgliedern und FKO. Zu Auswärtsspielen werden Busse gechartert und organsisiert und teils ganze Tagestrips geplant, „nur“ um 90min den Verein zu unterstützen. Und ja, das macht jeder freiwillig und aus eigenen Stücken. Quasi ein Ehrenamt, aber ist das jetzt weniger wert, weil die auch eine Meinung haben oder gehört werden wollen? Viele verbringen mehr Stunden mit Hertha neben dem Rasen, als auf der Arbeit. Und das sollte zumindest mit sportlichen Leistungen zurückgezahlt werden.

Keiner sagt, dass dieser Verein die CL gewinnen muss, aber diese ganze Beziehung ist ein Geben und Nehmen wie du sagst. Also lasst die Kurve ihre Meinung haben und auch gerne kundtun.

Wie oft bist du in einer ganzen Saison auswärts gefahren?

Du vermengst jetzt hier eine ganze Menge.

1) Mir ist schon klar, dass es als organisierter Fan ein riesiges Zeitinvest ist. Gar keine Frage.

2) Man hat als Fan keinen Anspruch auf irgend etwas. Den Punkt verstehe ich wirklich Null.
Habe ich auch nicht.
Natürlich erhofft man sich etwas, dass diese Zeit einem lohnend vorkommt. Klar.
Aber Anspruch, man kann ja auch weg bleiben, die Freizeit anders verbringen, das steht jedem frei.

3) Auf den trainingsplatz zu stürmen, das ist mM nach defintiv weit drüber. Das ist nicht "Kritik üben"; das ist weit, weit drüber.

4) Manchmal frage ich mich, ob es nicht bei vielen auch andersherum ist, als auch du gerade suggerierst.
Der Verein braucht die Fans, ich glaube viele Fans brauchen den Verein, denn wie zufrieden mit dem Leben sind sie wirklich, wenn sie nicht mehr diesem Hobby nachgehen, was auch die Freunde/Bekannten etc. betrifft.
Es wird immer Selbstlosigkeit suggeriert, aber das ist es in meinen Augen nicht. - ich kenne auch genug, die das in privatem Austausch ja auch so bestätigen.
Ich betreibe keines meiner Hobbys aus Selbstlosigkeit, es gibt auch immer mir etwas. Natürlich ist das so.
Undes ist um ein Vielfacher deutlicher so, wenn alle freizeit sich nach einem enzigen Hobby ausrichtet, wenn jede Freundschaft/Bekanntschaft aus eben diesem einen Hobby heraus gepflegt wird.

Man muss also mM nach nicht suggerieren, dass man alles für den Vrein tut, alle Auswärtsreisen, alle Ausgaben, etc.
Man tut es vor allem für sich selbst.
Das ist auch völlig ok, aber man muss auch nicht gegenteiliges behaupten.

5) Die Kurve kann ihre Meinung kundtun, dagegen habe ich doch kein Wort gesagt, oder?
Ich finde sogar, dass sie das soll.
Ich kritisiere lediglich, dass sie nichts bzw. keine Prsonen oder deren Handeln kritisiert, die ihnen grundsätzlich nützen. Auch nicht, wenn augenscheinlich keine gute Arbeit gemacht wird.
Die Finanzen, die Transfers, die Trainerwahl das kann man alles ja kaum huldigen in den letzten 2 Jahren. Ganz im Gegenteil.
Und da spanne ich den Bogen zu der Legitimation von Kritik seitens der Fans:
Hier vermisse ich sogar Kritik an dem Finanzgebahren, an Verantwortungsträgern, etc.
Warum wird da niemand kritisiert, eben weil es ja "die eigenen Leute" sind, oder?


Edit:
Und mir missfällt - nicht nur beim Thma Sport - wenn manche aus dem größeren Zeitinvest oder Geldeinsatz eine besondere Stellung quasi einfordern, die Wünsche oder Meinung anderer Fans damit irgendwie delegitimieren.
Elitäres Denken finde ich immer diskutabel.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DrDeDre am 14.12.2024 um 19:19 Uhr bearbeitet
Fanszene |#386
15.12.2024 - 05:28 Uhr
Zitat von denniebro_
Zitat von Capsoni

Zitat von denniebro_

Wie oft bist du in einer ganzen Saison auswärts gefahren?


Ist das für Dich die Grundlage ob man ein guter oder schlechter Fan ist oder ob man was sagen darf oder nicht?

Was willst Du uns mit dieser Aussage mitteilen?

Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte, das ich schon Hertha gesehen habe da warst Du noch Quark im Schaufenster


Mir gehts darum, dass die ganzen Heimspielbesucher kaum den Aufwand erkennen den es braucht, um auswärts 90min zu supporten. Vorm heimischen TV oder alle 2 Wochen Heimspiel lässt sich immer leicht über die bösen Jungs aus der Kurve schimpfen, aber wieviel es wirklich benötigt die Kurve am Leben zu erhalten, sieht halt keiner der nicht auswärts fährt.

Das mit dem Aufwand ist doch völlig unerheblich. Ich verstehe auch gar nicht, was du damit sagen willst?! Tatsache ist doch, dass das vlt eine Lebensaufgabe für den ein oder die andere seien mag und wir sehen auch alle gerne geile Choreos und mögen den akustischen Support. Aber das macht doch niemand zu eine besseren oder wichtigeren Fan. Sie machen das freiwillig, werden dafür nicht bezahlt, wurden von niemanden dazu gewählt oder darum gebeten und vermitteln oft den Eindruck, sich selbst zu erhöhen. Genau das sind sie aber nicht. Sie sind gewöhnliche Mitglieder, wie alle anderen Mitglieder auch, die sich in ihrer Freizeit mit der Vorbereitung von Choreos und Auswärtsfahrten und zum Teil auch gemeinnützigen Aktionen beschäftigen. Andere backen Kuchen für Altersheime, organisieren Tafeln oder gehen zu Skat? Wer hat denn jetzt die richtigere Meinung oder das vorrangige „Mitbestimmungsrecht“?

Ich fahre seit 35 Jahren wann immer ich kann zu Auswärtsspielen, bin Mitglied wie meine Frau und meine Söhne, stehen seit 22 Jahren gemeinsam bei den Heimspielen. Und??
Fanszene |#387
17.02.2025 - 10:59 Uhr
Ich war am Samstag in Düsseldorf und möchte hier kurz etwas positives, sowie etwas negatives zur Fanszene loswerden.

Positiv war für mich, dass ich am Samstag nach mehreren Spielen endlich mal wieder entspannt im Stadion sein konnte. Ich schreibe das aus folgendem Hintergrund: Bei einem Auswärtsspiel habe ich nur 5 Sekunden für meine Instagram Story gefilmt und wurde von hinten am Haar gepackt, ich solle nicht den Block filmen. Bei einem anderen Auswärtsspiel hatte ich Sitzplatz Karten, auf denen dann eine Gruppe saß, die die Plätze nicht freimachen wollte, weil ihre Plätze wohl auch durch andere besetzt wurden. Zu allem Überfluss saß dann bei dem Spiel ein sehr besoffener Genosse hinter mir, der mit seinem Bier ins Schwanken kam und es mir dann versehentlich halb über den Kopf gegossen hat. Dazu kommt, dass meine Freundin und ich generell häufiger bei Auswärtsspielen einen großen Bogen um mehrere Gruppen machen müssen, da diese durch Pöbelei und Aggressivität auffallen. Ich weiß, dass viele Vereine solche Probleme haben, aber mein Gefühl sagt mir, dass es bei Hertha eine steigende Tendenz hat.

Negativ finde ich die politischen Ansichten der Fanszene. Es wurden vor dem Spiel Zettel im Gästeblock verteilt mit dem Titel "Unsere Forderungen an die neue Bundesregierung". Die Forderungen sind in Summe so realitätsfern und teilweise auch schwachsinnig, dass man leider auch hier den Eindruck bekommt, dass es den Fans ausschließlich darum geht, dass sie ihre Pöbeleien durchführen können, ohne hierfür Strafen zu erwarten.

Ich bin kein Spießer, aber von diesem Teil der Szene kann man sich leider nur abwenden. Ein Tipp von mir wäre, sich einfach zu benehmen, dann bräuchte es (fast) keine der Forderungen an die neue Bundesregierung.
Fanszene |#388
01.09.2025 - 19:13 Uhr
Zitat von SCHMARGENDORF

Zitat von 17-Renate

Zitat von SCHMARGENDORF

Zitat von Nerazzurro_1908

Ich frage mich bei sowas auch immer, ob diese Leute nicht das geringste Gespür dafür haben, was in so jungen Sportlern vorgeht.


Ist dir bewusst, dass der Vorsänger EXPLIZIT alle Jungen Spieler aus der Kritik rausgenommen hat?

...


Hat er das gesagt oder ist das eine liebgemeinte Unterstellung deinerseits?

Wäre ja schön, aber ich gehe nicht grundlos davon aus, wenn man daran denkt, wer nach der Derby-Pleite damals sein Trikot so ausziehen musste.


Danke ✌️

Gut, das macht die ganze Aktion deutlich weniger dramatisch, auch wenn ich das Ziel dessen immer noch nicht sehe. Auf den ersten Blick sieht es aus als hätten wir neben taktischen, auch mentale Probleme im Team - was soll das Gespräch mit den Ultras bringen? Will Kreisel taktische Vorgaben machen oder nochmal sagen: "Ey strengt euch an, Jungs!" und dann hebt die blau-weiße Rakete ab? Oder will die Kurve auf Support verzichten, damit die Spieler weniger "Druck" empfinden?

Seltsam.

•     •     •

"Erst frech wie ein Spatz die Großen neckt, um sie später dann zu beißen."

-09.02.2002-

Dieser Beitrag wurde zuletzt von PES am 01.09.2025 um 19:15 Uhr bearbeitet
Fanszene |#389
08.09.2025 - 09:38 Uhr
Zitat von Kabovska
Zitat von FantasticDan

Ich finde unser Logo nicht schön, und auch nicht mehr zeitgemäß. Die Fahne kann ja bleiben, aber das kriegt man inzwischen besser hin. Auch das "alleinstehend" halte ich für übertrieben, weiß nicht wieso das denen so wichtig ist.


Kann in der Diskussion beide Seiten sehr gut verstehen. Stimmt schon, die Fahne ist ein bisschen aus der Zeit gefallen, auf der anderen Seite ist es natürlich auch schön, im modernen Fußball noch ein so altes Wappen zu haben, ist auch ein schöner Kontrast.


Die Fahne ist das Alleinstellungsmerkmal schlechthin in diesem Verein, kein anderer Verein in Deutschland hat die Fahne so auf der Brust wie Hertha. Ebenso sind die Streifen auf unserem Trikot geschichtlich nicht wegzudenken.

An Traditionen festzuhalten ist in keinster Weise nicht "zeitgemäß". Man muss nicht jeden Quatsch mitmachen der woanders passiert oder wo "Trends" regieren.

Ich zum Beispiel bin froh, dass die Fahne so dargestellt und präsentiert wird ohne viel Firlefanz.
Da sind sicher ein paar Vereine neidisch drüber. Guckt euch die Diskussion beim HSV an die vor ein paar Wochen entbrannt ist, weil man "zeitgemäß" sein wollte.

•     •     •

"Wat woll'n Sie jetzt von mir? Glauben Sie, unter den letzten 16 ist irgendwie eine Karnevalstruppe? Ich lege mich jetzt erstmal für drei Tage in die Eistonne. Ich verstehe die ganze Fragerei nicht."
Fanszene |#390
08.09.2025 - 11:59 Uhr
Zitat von denniebro_

Zitat von bschuss

Zitat von KnuckleBust

Zitat von denniebro_

Zitat von Kabovska

Zitat von FantasticDan

Ich finde unser Logo nicht schön, und auch nicht mehr zeitgemäß. Die Fahne kann ja bleiben, aber das kriegt man inzwischen besser hin. Auch das "alleinstehend" halte ich für übertrieben, weiß nicht wieso das denen so wichtig ist.


Kann in der Diskussion beide Seiten sehr gut verstehen. Stimmt schon, die Fahne ist ein bisschen aus der Zeit gefallen, auf der anderen Seite ist es natürlich auch schön, im modernen Fußball noch ein so altes Wappen zu haben, ist auch ein schöner Kontrast.


Die Fahne ist das Alleinstellungsmerkmal schlechthin in diesem Verein, kein anderer Verein in Deutschland hat die Fahne so auf der Brust wie Hertha. Ebenso sind die Streifen auf unserem Trikot geschichtlich nicht wegzudenken.

An Traditionen festzuhalten ist in keinster Weise nicht "zeitgemäß". Man muss nicht jeden Quatsch mitmachen der woanders passiert oder wo "Trends" regieren.

Ich zum Beispiel bin froh, dass die Fahne so dargestellt und präsentiert wird ohne viel Firlefanz.
Da sind sicher ein paar Vereine neidisch drüber. Guckt euch die Diskussion beim HSV an die vor ein paar Wochen entbrannt ist, weil man "zeitgemäß" sein wollte.

in wieweit ist die Fahne denn Tradition?


War sie das erste Wappen? Nein. Aber mit Ausnahme der Zeit von 1964-84 gibt es eine Variante der Fahne seit 1933 als Wappen des Vereins und somit drei Jahre nach der Trennung vom Berliner SC (lt. Wikipedia, aber da vertraue ich mal drauf). Wie viel mehr Tradition darf es sein?
Ich persönlich finde ja die erste Version der Fahne viel cooler. Allerdings löst 1933 direkt schlechte Gefühle bei mir aus...


Genau, seit 1931 gab es das Wappen mit der blau-weißen Fahne mit Ausnahme von 1964-1984.
Also in den letzten 94 Jahren waren es 74 Jahre mit der Fahne.. was will man also mehr? Natürlich gibt es in Deutschland Vereine die bestimmt mehr vorweisen können, jedoch wurden im Laufe der letzten 100 Jahre Wappen und Logos geändert.

Ich finde 74 Jahre von 94 schon bemerkenswert.

In dem Beitrag, den ich von dir zitiert habe, ging es um „…dass die Fahne so dargestellt und präsentiert wird ohne viel Firlefanz.“ also nach meinem Verständnis um Fahne pur. Und das ist alles andere als Tradition. In der Vergangenheit wurde die Fahne immer in Verbindung mit einem Kreis dargestellt. Fahne pur ist mWn erst seit 2014 unser Wappen. Ich persönliche finde diese Fahne viel zu groß und würde eine Rückkehr zu einem kreisförmigen Wappen mit Fahne sehr begrüßen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von KnuckleBust am 08.09.2025 um 12:00 Uhr bearbeitet
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