Blick auf die Konkurrenz
05.11.2015 - 20:22 Uhr
18.06.2026 - 15:11 Uhr
Zitat von matteagle95
Ich glaube Gewinnmaximierung, oder eher der Wunsch nach unbegrenztem Wachstum, ist einer von zwei Punkten. Der andere vielleicht genauso wichtige wäre das Sichern von Stimmen für Infantino aus den kleineren Verbänden Afrikas, Asiens und der Karibik. Das hatte Blatter ja auch schon versucht.
Ich glaube Gewinnmaximierung, oder eher der Wunsch nach unbegrenztem Wachstum, ist einer von zwei Punkten. Der andere vielleicht genauso wichtige wäre das Sichern von Stimmen für Infantino aus den kleineren Verbänden Afrikas, Asiens und der Karibik. Das hatte Blatter ja auch schon versucht.
Diese Stimmen hat er doch schon längst, weshalb seine Wiederwahl ohne Gegenkandidaten nur Formsache ist.
18.06.2026 - 15:30 Uhr
Zitat von Dreisambock
Diese Kritik an der Erhöhung der Teilnehmerzahl ist aber auch ziemlich geschichtsvergessen.
1982 hat man sich sehr darüber aufgeregt, dass man auf 24 erhöht und die ganzen Exoten einlädt, womit man das Niveau senken würde. Die späteren Finalteilnehmer haben die Exoten ihrer Gruppen dann per Tordifferenz und der Schande von Gijon hinter sich gelassen.
Vier Jahre später hatte dann auch schon die erste afrikanische Mannschaft die K.O.-Runde erreicht.
Von der Regelung, dass Gruppendritte weiterkommen (also auch damals nur ein Drittel der Teams ausscheidet) profitierten vor allem die nicht so ganz ausgewiesenen Exoten Italien und Argentinien, die als Gruppendritte noch das Endspiel erreichten.
Die gleichen Vorwürfe, dass man damit die WM entwerte, hörte man dann 1998, als man schon nach 16 Jahren wieder das Teilnehmerfeld erhöhte und man die Teilnehmerzahl damit innerhalb von 16 Jahren verdoppelt hat. Auch hier wurde das belächelt, nur um dann 28 Jahre später das 32-Feld mit den selben Argumenten, mit denen man es 1998 noch abgelehnt hatte, mit Klauen und Zähnen zu verteidigen.
Ich bin auch kein Fan dieser Turnierbäume mit Gruppendritten, aber zu sagen, dass ist keine WM, finde ich sehr europazentriert.
Nebenbei: Eine WM, bei der lediglich mehr Länder aus aller WELT mitspielen, ist ein kleinerer Etikettenschwindel als ein CHAMPIONS LEAGUE, für deren Teilnahme man kein Champion sein muss.
Gefühlt 75% der Teams, die CL spielen, spielten früher im UEFA-Cup, der von Franz Beckenbauer ja mal als Cup der Verlierer betitelt wurde.
Diese Kritik an der Erhöhung der Teilnehmerzahl ist aber auch ziemlich geschichtsvergessen.
1982 hat man sich sehr darüber aufgeregt, dass man auf 24 erhöht und die ganzen Exoten einlädt, womit man das Niveau senken würde. Die späteren Finalteilnehmer haben die Exoten ihrer Gruppen dann per Tordifferenz und der Schande von Gijon hinter sich gelassen.
Vier Jahre später hatte dann auch schon die erste afrikanische Mannschaft die K.O.-Runde erreicht.
Von der Regelung, dass Gruppendritte weiterkommen (also auch damals nur ein Drittel der Teams ausscheidet) profitierten vor allem die nicht so ganz ausgewiesenen Exoten Italien und Argentinien, die als Gruppendritte noch das Endspiel erreichten.
Die gleichen Vorwürfe, dass man damit die WM entwerte, hörte man dann 1998, als man schon nach 16 Jahren wieder das Teilnehmerfeld erhöhte und man die Teilnehmerzahl damit innerhalb von 16 Jahren verdoppelt hat. Auch hier wurde das belächelt, nur um dann 28 Jahre später das 32-Feld mit den selben Argumenten, mit denen man es 1998 noch abgelehnt hatte, mit Klauen und Zähnen zu verteidigen.
Ich bin auch kein Fan dieser Turnierbäume mit Gruppendritten, aber zu sagen, dass ist keine WM, finde ich sehr europazentriert.
Nebenbei: Eine WM, bei der lediglich mehr Länder aus aller WELT mitspielen, ist ein kleinerer Etikettenschwindel als ein CHAMPIONS LEAGUE, für deren Teilnahme man kein Champion sein muss.
Gefühlt 75% der Teams, die CL spielen, spielten früher im UEFA-Cup, der von Franz Beckenbauer ja mal als Cup der Verlierer betitelt wurde.
Ich wollte noch auf einiges anderes vor der WM antworten, aber es ging sehr durcheinander und ich war wohl seit 14 Tagen nicht mehr hier. Alle Diskussionen seitdem habe ich verpasst. Nun bin ich mal wieder hier und weiss gar nicht, wo ich bei der deutschen Mannschaft anfangen soll, mal wieder einzusteigen.
Aber zuerst habe ich nun diese Diskussion gesehen. Turnierbäume mit Gruppendritten sind vielleicht nicht ideal, aber ich finde sie auch nicht sonderlich problematisch. Du bekommst halt als Dritter einen schweren Gegner. Schlägst du ihn aber, bist du doch berechtigt noch dabei.
Generell zur Aufblähung der WM: Die Motivation der FIFA ist ganz sicher vor allem das Geld. Die gucken ja in jedem Detail, wo mehr Geld rausgeholt werden kann. Wäre wohl naiv, einen anderen Grund dahinter zu vermuten.
Aber: Ich mag das mit 48 Mannschaften. Schon als Kind habe ich mir gedacht, es sollten mehr "Exoten" (auch sehr europäische Sicht...) dabei sein. Mich hat 1990 Kamerun sehr begeistert. Und es freut mich einfach, wenn kleinere Länder dabei sind und auch WM spüren können. Ist doch großartig, wenn Kap Verde oder Curaçao was zu feiern haben. Ich mag das. Ich mag die WM richtig bunt.
Als Kind hab ich mit Freunden mit Tipp-Kick WM gespielt. Da hab ich auch gerne mehr Teams dazugenommen.
Und noch dazu sieht man ja, dass die sich gar nicht alle einfach abschießen lassen.
Mir gefällt das.
Auch wenn ich die Kommerzialisierung schlimm finde. Bis 1998 durften die Ausrichter vieles selber machen. Da hieß auch nicht FIFA World Cup, sondern einfach Italia 90, USA 94, France 98. Und es war lokale Werbung, lokales Essen und trinken etc. erlaubt. Wie sich das alles entwickelt hat finde ich schlimm. Fing aber unter Blatter an. Man hat ne Agentur beauftragt, Dinge zu vereinheitlichen und hat überall hingeguckt, wo man noch mehr Geld rausziehen kann. Das hat mittlerweile eine absurde Dimension angenommen.
Nichtsdestotrotz haben sie den Fußball noch nicht kaputtbekommen. Auch nicht mit den extra Werbepausen. Und ich mag es, all diese "Exoten" bei der WM zu sehen.
18.06.2026 - 16:20 Uhr
Zitat von Walloschke_B
Ich wollte noch auf einiges anderes vor der WM antworten, aber es ging sehr durcheinander und ich war wohl seit 14 Tagen nicht mehr hier. Alle Diskussionen seitdem habe ich verpasst. Nun bin ich mal wieder hier und weiss gar nicht, wo ich bei der deutschen Mannschaft anfangen soll, mal wieder einzusteigen.
Aber zuerst habe ich nun diese Diskussion gesehen. Turnierbäume mit Gruppendritten sind vielleicht nicht ideal, aber ich finde sie auch nicht sonderlich problematisch. Du bekommst halt als Dritter einen schweren Gegner. Schlägst du ihn aber, bist du doch berechtigt noch dabei.
Generell zur Aufblähung der WM: Die Motivation der FIFA ist ganz sicher vor allem das Geld. Die gucken ja in jedem Detail, wo mehr Geld rausgeholt werden kann. Wäre wohl naiv, einen anderen Grund dahinter zu vermuten.
Aber: Ich mag das mit 48 Mannschaften. Schon als Kind habe ich mir gedacht, es sollten mehr "Exoten" (auch sehr europäische Sicht...) dabei sein. Mich hat 1990 Kamerun sehr begeistert. Und es freut mich einfach, wenn kleinere Länder dabei sind und auch WM spüren können. Ist doch großartig, wenn Kap Verde oder Curaçao was zu feiern haben. Ich mag das. Ich mag die WM richtig bunt.
Als Kind hab ich mit Freunden mit Tipp-Kick WM gespielt. Da hab ich auch gerne mehr Teams dazugenommen.
Und noch dazu sieht man ja, dass die sich gar nicht alle einfach abschießen lassen.
Mir gefällt das.
Auch wenn ich die Kommerzialisierung schlimm finde. Bis 1998 durften die Ausrichter vieles selber machen. Da hieß auch nicht FIFA World Cup, sondern einfach Italia 90, USA 94, France 98. Und es war lokale Werbung, lokales Essen und trinken etc. erlaubt. Wie sich das alles entwickelt hat finde ich schlimm. Fing aber unter Blatter an. Man hat ne Agentur beauftragt, Dinge zu vereinheitlichen und hat überall hingeguckt, wo man noch mehr Geld rausziehen kann. Das hat mittlerweile eine absurde Dimension angenommen.
Nichtsdestotrotz haben sie den Fußball noch nicht kaputtbekommen. Auch nicht mit den extra Werbepausen. Und ich mag es, all diese "Exoten" bei der WM zu sehen.
Zitat von Dreisambock
Diese Kritik an der Erhöhung der Teilnehmerzahl ist aber auch ziemlich geschichtsvergessen.
1982 hat man sich sehr darüber aufgeregt, dass man auf 24 erhöht und die ganzen Exoten einlädt, womit man das Niveau senken würde. Die späteren Finalteilnehmer haben die Exoten ihrer Gruppen dann per Tordifferenz und der Schande von Gijon hinter sich gelassen.
Vier Jahre später hatte dann auch schon die erste afrikanische Mannschaft die K.O.-Runde erreicht.
Von der Regelung, dass Gruppendritte weiterkommen (also auch damals nur ein Drittel der Teams ausscheidet) profitierten vor allem die nicht so ganz ausgewiesenen Exoten Italien und Argentinien, die als Gruppendritte noch das Endspiel erreichten.
Die gleichen Vorwürfe, dass man damit die WM entwerte, hörte man dann 1998, als man schon nach 16 Jahren wieder das Teilnehmerfeld erhöhte und man die Teilnehmerzahl damit innerhalb von 16 Jahren verdoppelt hat. Auch hier wurde das belächelt, nur um dann 28 Jahre später das 32-Feld mit den selben Argumenten, mit denen man es 1998 noch abgelehnt hatte, mit Klauen und Zähnen zu verteidigen.
Ich bin auch kein Fan dieser Turnierbäume mit Gruppendritten, aber zu sagen, dass ist keine WM, finde ich sehr europazentriert.
Nebenbei: Eine WM, bei der lediglich mehr Länder aus aller WELT mitspielen, ist ein kleinerer Etikettenschwindel als ein CHAMPIONS LEAGUE, für deren Teilnahme man kein Champion sein muss.
Gefühlt 75% der Teams, die CL spielen, spielten früher im UEFA-Cup, der von Franz Beckenbauer ja mal als Cup der Verlierer betitelt wurde.
Diese Kritik an der Erhöhung der Teilnehmerzahl ist aber auch ziemlich geschichtsvergessen.
1982 hat man sich sehr darüber aufgeregt, dass man auf 24 erhöht und die ganzen Exoten einlädt, womit man das Niveau senken würde. Die späteren Finalteilnehmer haben die Exoten ihrer Gruppen dann per Tordifferenz und der Schande von Gijon hinter sich gelassen.
Vier Jahre später hatte dann auch schon die erste afrikanische Mannschaft die K.O.-Runde erreicht.
Von der Regelung, dass Gruppendritte weiterkommen (also auch damals nur ein Drittel der Teams ausscheidet) profitierten vor allem die nicht so ganz ausgewiesenen Exoten Italien und Argentinien, die als Gruppendritte noch das Endspiel erreichten.
Die gleichen Vorwürfe, dass man damit die WM entwerte, hörte man dann 1998, als man schon nach 16 Jahren wieder das Teilnehmerfeld erhöhte und man die Teilnehmerzahl damit innerhalb von 16 Jahren verdoppelt hat. Auch hier wurde das belächelt, nur um dann 28 Jahre später das 32-Feld mit den selben Argumenten, mit denen man es 1998 noch abgelehnt hatte, mit Klauen und Zähnen zu verteidigen.
Ich bin auch kein Fan dieser Turnierbäume mit Gruppendritten, aber zu sagen, dass ist keine WM, finde ich sehr europazentriert.
Nebenbei: Eine WM, bei der lediglich mehr Länder aus aller WELT mitspielen, ist ein kleinerer Etikettenschwindel als ein CHAMPIONS LEAGUE, für deren Teilnahme man kein Champion sein muss.
Gefühlt 75% der Teams, die CL spielen, spielten früher im UEFA-Cup, der von Franz Beckenbauer ja mal als Cup der Verlierer betitelt wurde.
Ich wollte noch auf einiges anderes vor der WM antworten, aber es ging sehr durcheinander und ich war wohl seit 14 Tagen nicht mehr hier. Alle Diskussionen seitdem habe ich verpasst. Nun bin ich mal wieder hier und weiss gar nicht, wo ich bei der deutschen Mannschaft anfangen soll, mal wieder einzusteigen.
Aber zuerst habe ich nun diese Diskussion gesehen. Turnierbäume mit Gruppendritten sind vielleicht nicht ideal, aber ich finde sie auch nicht sonderlich problematisch. Du bekommst halt als Dritter einen schweren Gegner. Schlägst du ihn aber, bist du doch berechtigt noch dabei.
Generell zur Aufblähung der WM: Die Motivation der FIFA ist ganz sicher vor allem das Geld. Die gucken ja in jedem Detail, wo mehr Geld rausgeholt werden kann. Wäre wohl naiv, einen anderen Grund dahinter zu vermuten.
Aber: Ich mag das mit 48 Mannschaften. Schon als Kind habe ich mir gedacht, es sollten mehr "Exoten" (auch sehr europäische Sicht...) dabei sein. Mich hat 1990 Kamerun sehr begeistert. Und es freut mich einfach, wenn kleinere Länder dabei sind und auch WM spüren können. Ist doch großartig, wenn Kap Verde oder Curaçao was zu feiern haben. Ich mag das. Ich mag die WM richtig bunt.
Als Kind hab ich mit Freunden mit Tipp-Kick WM gespielt. Da hab ich auch gerne mehr Teams dazugenommen.
Und noch dazu sieht man ja, dass die sich gar nicht alle einfach abschießen lassen.
Mir gefällt das.
Auch wenn ich die Kommerzialisierung schlimm finde. Bis 1998 durften die Ausrichter vieles selber machen. Da hieß auch nicht FIFA World Cup, sondern einfach Italia 90, USA 94, France 98. Und es war lokale Werbung, lokales Essen und trinken etc. erlaubt. Wie sich das alles entwickelt hat finde ich schlimm. Fing aber unter Blatter an. Man hat ne Agentur beauftragt, Dinge zu vereinheitlichen und hat überall hingeguckt, wo man noch mehr Geld rausziehen kann. Das hat mittlerweile eine absurde Dimension angenommen.
Nichtsdestotrotz haben sie den Fußball noch nicht kaputtbekommen. Auch nicht mit den extra Werbepausen. Und ich mag es, all diese "Exoten" bei der WM zu sehen.
Das sind alles Argumente für eine weitere Erhöhung des Teilnehmerfeldes auf 64, die ja schon für die Jubiläums-WM 2030 im Gespräch gewesen ist. Dann ist in Südamerika praktisch kein Qualifikation mehr nötig, weil von zehn Verbänden so gut wie alle sich qualifizieren können.
Letztlich profitieren auch die großen Verbände sportlich, weil sie in der Vorrunde kaum noch ausscheiden können. Ich glaube nämlich, dass z.B. Spanien und Portugal bei dieser WM sicher in die K.O.-Runde kommen, selbst wenn sie durch die Vorrunde stolpern sollten. Man muss auch abwarten, wie viele der Exoten, die sich bisher gut schlagen und überraschen, letztlich in die K.O.-Phase kommen und dort eine Runde überstehen.
Abgesehen davon, dass der Grund für die Erhöhung der Teilnehmerzahl die Gewinnmaximierung ist, gibt es jetzt schon das Problem, dass die wenigsten Länder eine WM mit 48 Teams allein ausrichten können. Es wird regelmäßig zwei oder drei Veranstalter geben müssen. 2026 ist noch ein Sonderausfall , weil die USA das Turnier auch allein hätten ausrichten können. 2030 wird es wieder drei Ausrichter geben und Saudi Arabien wird das Turnier 2034 wohl auch kaum allein stemmen.
Die Frage ist, wohin diese Entwicklung führen soll. Aktuell scheint die FIFA keine Grenzen zu kennen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Schilkseeschnack am 18.06.2026 um 16:25 Uhr bearbeitet
18.06.2026 - 16:51 Uhr
Wie fandet ihr denn die bisherigen Leistungen der anderen WM-Favoriten?
Am meisten hat mich Argentinien überrascht, die gegen Algerien wirklich gut ausgesehen haben. Das Ergebnis ist etwas zu hoch ausgefallen, v.a. weil die ersten beiden Tore haltbar waren. Aber 3:0 gegen Algerien zu gewinnen ist eine Ansage. Dazu ist das eine abgebrühte Mannschaft, die sich schon wirklich lange kennt und eingespielt ist. Bei Argentinien dreht sich gefühlt nach wie vor alles um Messi, der von seinen Mitspielern immer gesucht wird, aber im Gegensatz zu CR7 auch abliefert und die Tore macht.
England hat mich vor allem in der zweiten Halbzeit beeindruckt. Das Mittelfeld um Anderson, Rice und Bellingham ist physisch und technisch enorm stark. Dazu mit Gordon und Madueke zwei gradlinige, schnelle Pressingspieler, die von Kane perfekt eingesetzt werden können. Von der Bank können Sie sowieso noch nachlegen. Die IV und Pickford im Tor würden wir mir da etwas Sorge bereiten. Die Kroaten konnten halt wirklich gar nicht mit der Physis mithalten und sind dann baden gegangen. Ich denke mal, dass England easy durch die Gruppe marschiert und mit 9 Punkten und vielen Toren dort rausgehen wird.
Frankreich in der ersten Hälfte gegen Senegal mit einer bodenlosen Leistung und im Glück, dass Sie nicht zurückliegen. Die zweite Halbzeit war dafür umso stärker. Gerade Olise mit einer tollen Vorstellung und mehreren richtig guten Pässen. Mbappe macht ein teils fürchterliches Spiel, geht aber trotzdem mit 2 Toren aus der Partie und hätte dazu noch einen Elfmeter bekommen müssen. Das Mittelfeld um Rabiot und Tchouameni gefällt mir nicht so sehr. Dembele kriegt in der französischen NM sowieso kaum ein Bein auf dem Boden und Doue war auch ziemlich abgemeldet. Da ist tatsächlich die Frage, ob die beiden ihren Stammplatz im Turnier noch verlieren könnten. Bei den Franzosen hängt gerade gefühlt viel an Olise.
Ansonsten haben mir noch die Marokkaner gefallen, auch wenn diese in der zweiten Hälfte nachgelassen haben. Die Intensität und technische Spielweise in der ersten Halbzeit war schon stark. Bouaddi ist ein Traum. Brasilien lebt vor allem durch Einzelaktionen um Vini Jr. und Raphina. Mal schauen, ob Ancelotti aus diesem Team etwas formen kann. Ich halte die Einzelspieler tatsächlich für nicht so stark, aber Ancelotti könnte ihr größter Trumpf werden.
Holland gegen Japan war ebenfalls in der zweiten Halbzeit ein interessantes Spiel. Beide Mannschaften sehe ich nicht wirklich reif für einen Titel, aber einen Mitfavoriten rauszuhauen traue ich ihnen jeweils zu. Von den Japanern hätte ich mir insgesamt etwas mehr erwartet, die waren schon sehr destruktiv unterwegs.
Die Spanier und Portugiesen enttäuschen jeweils und kommen über ein Unentschieden nicht hinaus. Spanien scheitert vor allem an der unzureichenden Chancenverwertung. Gerade Ferran Torres vergibt so einiges. Dort ist tatsächlich die Frage, wie schnell Yamal und Nico W. wieder komplett spielfit werden, da diese beiden Spieler ihre Trumpfkarten sind. Ansonsten ist ihr Spielstil deutlich zu statisch. Die Verletzung von Fermin Lopez könnte sich als wirklich übel für die Spanier erweisen. Portugal war vor dem Turnier mein Favorit, aber die haben mich gerade in ihrem spielstarken Mittelfeld ziemlich enttäuscht. Das war ein Grottenkick von denen und außerdem haben die mit CR7 einen ziemlichen Hemmschuh im Sturm, um den das ganze Spiel aufgebaut ist.
Insgesamt sehe ich bei der Konkurrenz viele Teams die derzeit von ihren Einzelspielern nahezu abhängig sind (Messi, Kane, Mbappe/Olise, Vini Jr, Yamal) und die auch liefern müssen, damit es für die jeweiligen Mannschaften weitgehen kann. Da sehe ich uns tatsächlich deutlich breiter aufgestellt. Die Defensivleistungen und -reihen aller Teams waren bis jetzt auch nicht 100% überzeugend. Da stehen wir gar nicht mal alleine da.
Am meisten hat mich Argentinien überrascht, die gegen Algerien wirklich gut ausgesehen haben. Das Ergebnis ist etwas zu hoch ausgefallen, v.a. weil die ersten beiden Tore haltbar waren. Aber 3:0 gegen Algerien zu gewinnen ist eine Ansage. Dazu ist das eine abgebrühte Mannschaft, die sich schon wirklich lange kennt und eingespielt ist. Bei Argentinien dreht sich gefühlt nach wie vor alles um Messi, der von seinen Mitspielern immer gesucht wird, aber im Gegensatz zu CR7 auch abliefert und die Tore macht.
England hat mich vor allem in der zweiten Halbzeit beeindruckt. Das Mittelfeld um Anderson, Rice und Bellingham ist physisch und technisch enorm stark. Dazu mit Gordon und Madueke zwei gradlinige, schnelle Pressingspieler, die von Kane perfekt eingesetzt werden können. Von der Bank können Sie sowieso noch nachlegen. Die IV und Pickford im Tor würden wir mir da etwas Sorge bereiten. Die Kroaten konnten halt wirklich gar nicht mit der Physis mithalten und sind dann baden gegangen. Ich denke mal, dass England easy durch die Gruppe marschiert und mit 9 Punkten und vielen Toren dort rausgehen wird.
Frankreich in der ersten Hälfte gegen Senegal mit einer bodenlosen Leistung und im Glück, dass Sie nicht zurückliegen. Die zweite Halbzeit war dafür umso stärker. Gerade Olise mit einer tollen Vorstellung und mehreren richtig guten Pässen. Mbappe macht ein teils fürchterliches Spiel, geht aber trotzdem mit 2 Toren aus der Partie und hätte dazu noch einen Elfmeter bekommen müssen. Das Mittelfeld um Rabiot und Tchouameni gefällt mir nicht so sehr. Dembele kriegt in der französischen NM sowieso kaum ein Bein auf dem Boden und Doue war auch ziemlich abgemeldet. Da ist tatsächlich die Frage, ob die beiden ihren Stammplatz im Turnier noch verlieren könnten. Bei den Franzosen hängt gerade gefühlt viel an Olise.
Ansonsten haben mir noch die Marokkaner gefallen, auch wenn diese in der zweiten Hälfte nachgelassen haben. Die Intensität und technische Spielweise in der ersten Halbzeit war schon stark. Bouaddi ist ein Traum. Brasilien lebt vor allem durch Einzelaktionen um Vini Jr. und Raphina. Mal schauen, ob Ancelotti aus diesem Team etwas formen kann. Ich halte die Einzelspieler tatsächlich für nicht so stark, aber Ancelotti könnte ihr größter Trumpf werden.
Holland gegen Japan war ebenfalls in der zweiten Halbzeit ein interessantes Spiel. Beide Mannschaften sehe ich nicht wirklich reif für einen Titel, aber einen Mitfavoriten rauszuhauen traue ich ihnen jeweils zu. Von den Japanern hätte ich mir insgesamt etwas mehr erwartet, die waren schon sehr destruktiv unterwegs.
Die Spanier und Portugiesen enttäuschen jeweils und kommen über ein Unentschieden nicht hinaus. Spanien scheitert vor allem an der unzureichenden Chancenverwertung. Gerade Ferran Torres vergibt so einiges. Dort ist tatsächlich die Frage, wie schnell Yamal und Nico W. wieder komplett spielfit werden, da diese beiden Spieler ihre Trumpfkarten sind. Ansonsten ist ihr Spielstil deutlich zu statisch. Die Verletzung von Fermin Lopez könnte sich als wirklich übel für die Spanier erweisen. Portugal war vor dem Turnier mein Favorit, aber die haben mich gerade in ihrem spielstarken Mittelfeld ziemlich enttäuscht. Das war ein Grottenkick von denen und außerdem haben die mit CR7 einen ziemlichen Hemmschuh im Sturm, um den das ganze Spiel aufgebaut ist.
Insgesamt sehe ich bei der Konkurrenz viele Teams die derzeit von ihren Einzelspielern nahezu abhängig sind (Messi, Kane, Mbappe/Olise, Vini Jr, Yamal) und die auch liefern müssen, damit es für die jeweiligen Mannschaften weitgehen kann. Da sehe ich uns tatsächlich deutlich breiter aufgestellt. Die Defensivleistungen und -reihen aller Teams waren bis jetzt auch nicht 100% überzeugend. Da stehen wir gar nicht mal alleine da.
18.06.2026 - 17:00 Uhr
Ich stimme hier allem zu. Meinetwegen können die auch 128 Teams zur WM schicken. Das eigentlich Schlimme, was ich erahne, dass es auch bald als Gedanke aufkommen könnte (nur, um schonmal ein wenig vorzubrüten), wäre eine Verkürzung der WM-Abstände auf 3 oder sogar 2 Jahre. Das fände ich wirklich wirklich schlimm.
18.06.2026 - 17:27 Uhr
Zitat von Bazzu
Ich stimme hier allem zu. Meinetwegen können die auch 128 Teams zur WM schicken. Das eigentlich Schlimme, was ich erahne, dass es auch bald als Gedanke aufkommen könnte (nur, um schonmal ein wenig vorzubrüten), wäre eine Verkürzung der WM-Abstände auf 3 oder sogar 2 Jahre. Das fände ich wirklich wirklich schlimm.
Ich stimme hier allem zu. Meinetwegen können die auch 128 Teams zur WM schicken. Das eigentlich Schlimme, was ich erahne, dass es auch bald als Gedanke aufkommen könnte (nur, um schonmal ein wenig vorzubrüten), wäre eine Verkürzung der WM-Abstände auf 3 oder sogar 2 Jahre. Das fände ich wirklich wirklich schlimm.
Das wollte Infantino schon vor Jahren durchsetzen, ist am Widerstand der Europäer und Südamerikaner gescheitert. So lange die FIFA nicht bereit ist, die Kontinentalverbaende Gewinn zu beteiligen, ist das Thema vom Tisch.
19.06.2026 - 06:56 Uhr
Zitat von HankChinaski
Das wollte Infantino schon vor Jahren durchsetzen, ist am Widerstand der Europäer und Südamerikaner gescheitert. So lange die FIFA nicht bereit ist, die Kontinentalverbaende Gewinn zu beteiligen, ist das Thema vom Tisch.
Zitat von Bazzu
Ich stimme hier allem zu. Meinetwegen können die auch 128 Teams zur WM schicken. Das eigentlich Schlimme, was ich erahne, dass es auch bald als Gedanke aufkommen könnte (nur, um schonmal ein wenig vorzubrüten), wäre eine Verkürzung der WM-Abstände auf 3 oder sogar 2 Jahre. Das fände ich wirklich wirklich schlimm.
Ich stimme hier allem zu. Meinetwegen können die auch 128 Teams zur WM schicken. Das eigentlich Schlimme, was ich erahne, dass es auch bald als Gedanke aufkommen könnte (nur, um schonmal ein wenig vorzubrüten), wäre eine Verkürzung der WM-Abstände auf 3 oder sogar 2 Jahre. Das fände ich wirklich wirklich schlimm.
Das wollte Infantino schon vor Jahren durchsetzen, ist am Widerstand der Europäer und Südamerikaner gescheitert. So lange die FIFA nicht bereit ist, die Kontinentalverbaende Gewinn zu beteiligen, ist das Thema vom Tisch.
Wollen wir's hoffen.
Wird so schon immer schwieriger sich für die WM zu begeistern. Stichworte: Drei Länder, ewige Dauer, Ticketpreise, Werbepausen und und und
19.06.2026 - 09:29 Uhr
Laut den ersten Berechnungen nach Spieltag Nummer 1 schauen die K.O-Runden folgendermaßen aus:
https://www.reddit.com/r/soccer/comments/1u91wwf/football_meets_data_projected_2026_world_cup/?share_id=448UgEijKpmjKxaIp6ypJ
Da wären einige gute Begegnungen dabei:
Niederlande - Marokko
Deutschland - Türkei
Portugal - Kroatien
Spanien - Österreich
Brasilien - Japan
Elfenbeinküste - Norwegen
Das wird natürlich nicht so kommen, aber die Turnierbäume sind wirklich sehr stark unterschiedlich. Gerade Argentinien und (natürlich mal wieder) England haben einen leichteren Pfad.
https://www.reddit.com/r/soccer/comments/1u91wwf/football_meets_data_projected_2026_world_cup/?share_id=448UgEijKpmjKxaIp6ypJ
Da wären einige gute Begegnungen dabei:
Niederlande - Marokko
Deutschland - Türkei
Portugal - Kroatien
Spanien - Österreich
Brasilien - Japan
Elfenbeinküste - Norwegen
Das wird natürlich nicht so kommen, aber die Turnierbäume sind wirklich sehr stark unterschiedlich. Gerade Argentinien und (natürlich mal wieder) England haben einen leichteren Pfad.
19.06.2026 - 10:13 Uhr
Zitat von Schilkseeschnack
Das sind alles Argumente für eine weitere Erhöhung des Teilnehmerfeldes auf 64, die ja schon für die Jubiläums-WM 2030 im Gespräch gewesen ist. Dann ist in Südamerika praktisch kein Qualifikation mehr nötig, weil von zehn Verbänden so gut wie alle sich qualifizieren können.
Letztlich profitieren auch die großen Verbände sportlich, weil sie in der Vorrunde kaum noch ausscheiden können. Ich glaube nämlich, dass z.B. Spanien und Portugal bei dieser WM sicher in die K.O.-Runde kommen, selbst wenn sie durch die Vorrunde stolpern sollten. Man muss auch abwarten, wie viele der Exoten, die sich bisher gut schlagen und überraschen, letztlich in die K.O.-Phase kommen und dort eine Runde überstehen.
Abgesehen davon, dass der Grund für die Erhöhung der Teilnehmerzahl die Gewinnmaximierung ist, gibt es jetzt schon das Problem, dass die wenigsten Länder eine WM mit 48 Teams allein ausrichten können. Es wird regelmäßig zwei oder drei Veranstalter geben müssen. 2026 ist noch ein Sonderausfall , weil die USA das Turnier auch allein hätten ausrichten können. 2030 wird es wieder drei Ausrichter geben und Saudi Arabien wird das Turnier 2034 wohl auch kaum allein stemmen.
Die Frage ist, wohin diese Entwicklung führen soll. Aktuell scheint die FIFA keine Grenzen zu kennen.
Zitat von Walloschke_B
Ich wollte noch auf einiges anderes vor der WM antworten, aber es ging sehr durcheinander und ich war wohl seit 14 Tagen nicht mehr hier. Alle Diskussionen seitdem habe ich verpasst. Nun bin ich mal wieder hier und weiss gar nicht, wo ich bei der deutschen Mannschaft anfangen soll, mal wieder einzusteigen.
Aber zuerst habe ich nun diese Diskussion gesehen. Turnierbäume mit Gruppendritten sind vielleicht nicht ideal, aber ich finde sie auch nicht sonderlich problematisch. Du bekommst halt als Dritter einen schweren Gegner. Schlägst du ihn aber, bist du doch berechtigt noch dabei.
Generell zur Aufblähung der WM: Die Motivation der FIFA ist ganz sicher vor allem das Geld. Die gucken ja in jedem Detail, wo mehr Geld rausgeholt werden kann. Wäre wohl naiv, einen anderen Grund dahinter zu vermuten.
Aber: Ich mag das mit 48 Mannschaften. Schon als Kind habe ich mir gedacht, es sollten mehr "Exoten" (auch sehr europäische Sicht...) dabei sein. Mich hat 1990 Kamerun sehr begeistert. Und es freut mich einfach, wenn kleinere Länder dabei sind und auch WM spüren können. Ist doch großartig, wenn Kap Verde oder Curaçao was zu feiern haben. Ich mag das. Ich mag die WM richtig bunt.
Als Kind hab ich mit Freunden mit Tipp-Kick WM gespielt. Da hab ich auch gerne mehr Teams dazugenommen.
Und noch dazu sieht man ja, dass die sich gar nicht alle einfach abschießen lassen.
Mir gefällt das.
Auch wenn ich die Kommerzialisierung schlimm finde. Bis 1998 durften die Ausrichter vieles selber machen. Da hieß auch nicht FIFA World Cup, sondern einfach Italia 90, USA 94, France 98. Und es war lokale Werbung, lokales Essen und trinken etc. erlaubt. Wie sich das alles entwickelt hat finde ich schlimm. Fing aber unter Blatter an. Man hat ne Agentur beauftragt, Dinge zu vereinheitlichen und hat überall hingeguckt, wo man noch mehr Geld rausziehen kann. Das hat mittlerweile eine absurde Dimension angenommen.
Nichtsdestotrotz haben sie den Fußball noch nicht kaputtbekommen. Auch nicht mit den extra Werbepausen. Und ich mag es, all diese "Exoten" bei der WM zu sehen.
Zitat von Dreisambock
Diese Kritik an der Erhöhung der Teilnehmerzahl ist aber auch ziemlich geschichtsvergessen.
1982 hat man sich sehr darüber aufgeregt, dass man auf 24 erhöht und die ganzen Exoten einlädt, womit man das Niveau senken würde. Die späteren Finalteilnehmer haben die Exoten ihrer Gruppen dann per Tordifferenz und der Schande von Gijon hinter sich gelassen.
Vier Jahre später hatte dann auch schon die erste afrikanische Mannschaft die K.O.-Runde erreicht.
Von der Regelung, dass Gruppendritte weiterkommen (also auch damals nur ein Drittel der Teams ausscheidet) profitierten vor allem die nicht so ganz ausgewiesenen Exoten Italien und Argentinien, die als Gruppendritte noch das Endspiel erreichten.
Die gleichen Vorwürfe, dass man damit die WM entwerte, hörte man dann 1998, als man schon nach 16 Jahren wieder das Teilnehmerfeld erhöhte und man die Teilnehmerzahl damit innerhalb von 16 Jahren verdoppelt hat. Auch hier wurde das belächelt, nur um dann 28 Jahre später das 32-Feld mit den selben Argumenten, mit denen man es 1998 noch abgelehnt hatte, mit Klauen und Zähnen zu verteidigen.
Ich bin auch kein Fan dieser Turnierbäume mit Gruppendritten, aber zu sagen, dass ist keine WM, finde ich sehr europazentriert.
Nebenbei: Eine WM, bei der lediglich mehr Länder aus aller WELT mitspielen, ist ein kleinerer Etikettenschwindel als ein CHAMPIONS LEAGUE, für deren Teilnahme man kein Champion sein muss.
Gefühlt 75% der Teams, die CL spielen, spielten früher im UEFA-Cup, der von Franz Beckenbauer ja mal als Cup der Verlierer betitelt wurde.
Diese Kritik an der Erhöhung der Teilnehmerzahl ist aber auch ziemlich geschichtsvergessen.
1982 hat man sich sehr darüber aufgeregt, dass man auf 24 erhöht und die ganzen Exoten einlädt, womit man das Niveau senken würde. Die späteren Finalteilnehmer haben die Exoten ihrer Gruppen dann per Tordifferenz und der Schande von Gijon hinter sich gelassen.
Vier Jahre später hatte dann auch schon die erste afrikanische Mannschaft die K.O.-Runde erreicht.
Von der Regelung, dass Gruppendritte weiterkommen (also auch damals nur ein Drittel der Teams ausscheidet) profitierten vor allem die nicht so ganz ausgewiesenen Exoten Italien und Argentinien, die als Gruppendritte noch das Endspiel erreichten.
Die gleichen Vorwürfe, dass man damit die WM entwerte, hörte man dann 1998, als man schon nach 16 Jahren wieder das Teilnehmerfeld erhöhte und man die Teilnehmerzahl damit innerhalb von 16 Jahren verdoppelt hat. Auch hier wurde das belächelt, nur um dann 28 Jahre später das 32-Feld mit den selben Argumenten, mit denen man es 1998 noch abgelehnt hatte, mit Klauen und Zähnen zu verteidigen.
Ich bin auch kein Fan dieser Turnierbäume mit Gruppendritten, aber zu sagen, dass ist keine WM, finde ich sehr europazentriert.
Nebenbei: Eine WM, bei der lediglich mehr Länder aus aller WELT mitspielen, ist ein kleinerer Etikettenschwindel als ein CHAMPIONS LEAGUE, für deren Teilnahme man kein Champion sein muss.
Gefühlt 75% der Teams, die CL spielen, spielten früher im UEFA-Cup, der von Franz Beckenbauer ja mal als Cup der Verlierer betitelt wurde.
Ich wollte noch auf einiges anderes vor der WM antworten, aber es ging sehr durcheinander und ich war wohl seit 14 Tagen nicht mehr hier. Alle Diskussionen seitdem habe ich verpasst. Nun bin ich mal wieder hier und weiss gar nicht, wo ich bei der deutschen Mannschaft anfangen soll, mal wieder einzusteigen.
Aber zuerst habe ich nun diese Diskussion gesehen. Turnierbäume mit Gruppendritten sind vielleicht nicht ideal, aber ich finde sie auch nicht sonderlich problematisch. Du bekommst halt als Dritter einen schweren Gegner. Schlägst du ihn aber, bist du doch berechtigt noch dabei.
Generell zur Aufblähung der WM: Die Motivation der FIFA ist ganz sicher vor allem das Geld. Die gucken ja in jedem Detail, wo mehr Geld rausgeholt werden kann. Wäre wohl naiv, einen anderen Grund dahinter zu vermuten.
Aber: Ich mag das mit 48 Mannschaften. Schon als Kind habe ich mir gedacht, es sollten mehr "Exoten" (auch sehr europäische Sicht...) dabei sein. Mich hat 1990 Kamerun sehr begeistert. Und es freut mich einfach, wenn kleinere Länder dabei sind und auch WM spüren können. Ist doch großartig, wenn Kap Verde oder Curaçao was zu feiern haben. Ich mag das. Ich mag die WM richtig bunt.
Als Kind hab ich mit Freunden mit Tipp-Kick WM gespielt. Da hab ich auch gerne mehr Teams dazugenommen.
Und noch dazu sieht man ja, dass die sich gar nicht alle einfach abschießen lassen.
Mir gefällt das.
Auch wenn ich die Kommerzialisierung schlimm finde. Bis 1998 durften die Ausrichter vieles selber machen. Da hieß auch nicht FIFA World Cup, sondern einfach Italia 90, USA 94, France 98. Und es war lokale Werbung, lokales Essen und trinken etc. erlaubt. Wie sich das alles entwickelt hat finde ich schlimm. Fing aber unter Blatter an. Man hat ne Agentur beauftragt, Dinge zu vereinheitlichen und hat überall hingeguckt, wo man noch mehr Geld rausziehen kann. Das hat mittlerweile eine absurde Dimension angenommen.
Nichtsdestotrotz haben sie den Fußball noch nicht kaputtbekommen. Auch nicht mit den extra Werbepausen. Und ich mag es, all diese "Exoten" bei der WM zu sehen.
Das sind alles Argumente für eine weitere Erhöhung des Teilnehmerfeldes auf 64, die ja schon für die Jubiläums-WM 2030 im Gespräch gewesen ist. Dann ist in Südamerika praktisch kein Qualifikation mehr nötig, weil von zehn Verbänden so gut wie alle sich qualifizieren können.
Letztlich profitieren auch die großen Verbände sportlich, weil sie in der Vorrunde kaum noch ausscheiden können. Ich glaube nämlich, dass z.B. Spanien und Portugal bei dieser WM sicher in die K.O.-Runde kommen, selbst wenn sie durch die Vorrunde stolpern sollten. Man muss auch abwarten, wie viele der Exoten, die sich bisher gut schlagen und überraschen, letztlich in die K.O.-Phase kommen und dort eine Runde überstehen.
Abgesehen davon, dass der Grund für die Erhöhung der Teilnehmerzahl die Gewinnmaximierung ist, gibt es jetzt schon das Problem, dass die wenigsten Länder eine WM mit 48 Teams allein ausrichten können. Es wird regelmäßig zwei oder drei Veranstalter geben müssen. 2026 ist noch ein Sonderausfall , weil die USA das Turnier auch allein hätten ausrichten können. 2030 wird es wieder drei Ausrichter geben und Saudi Arabien wird das Turnier 2034 wohl auch kaum allein stemmen.
Die Frage ist, wohin diese Entwicklung führen soll. Aktuell scheint die FIFA keine Grenzen zu kennen.
Also bei 48 ist allerdings auch für mich das Limit erreicht. Sonst wird es tatsächlich absurd. Genau, sonst kannst du in Südamerika die Quali abschaffen.
Das mit dem nicht mehr alleine ausrichten können ist ein interessanter Punkt, liegt aber nicht allein am größeren Teilnehmerfeld.
1. Auswirkungen der Teilnehmerzahl
Mehr Spiele: Ja, durch das Format mit 48 Mannschaften steigt die Anzahl der Spiele sprunghaft an. Das Turnier dauert länger und bindet über einen Monat hinweg viele Ressourcen. Es werden deutlich mehr Team-Quartiere, Haupttrainingsplätze und Schiedsrichter-Basen benötigt. Und es müssen mehr Reisewege für Hunderttausende internationale Fans bewältigt werden.
2. Extrem gestiegene FIFA-Anforderungen
Stadion-Kapazitäten: Die FIFA schreibt verbindlich vor, dass Stadien mindestens 40.000 Plätze (für Eröffnungsspiele und Finale sogar 80.000) bieten müssen. Viele Länder haben national kaum so viele geeignete Arenen.
Infrastruktur und Logistik: Die Gastgeber müssen gigantische Auflagen in Bereichen wie Transport, Telekommunikation, medizinische Versorgung und Unterkünfte erfüllen.
Sicherheit und Kommerz: Extrem hohe Sicherheitsstandards sowie exklusive Zonen für FIFA-Sponsoren und Medienpartner fordern enorme finanzielle Investitionen der Ausrichter.
Kosten-Nutzen-Verhältnis: Die finanzielle Belastung für die Stadien und die gesamte Organisation ist in den letzten Jahren so explodiert, dass die Ausrichtung für ein einzelnes Land oft ein massives finanzielles Risiko bedeutet.
Die FIFA tut also ihr Übriges...
Würdest du heutzutage ein Turnier mit 48 Ländern ausrichten, aber mehr auf die Art und Weise wie noch in den 90ern, dann könnten auch einzelne Länder das noch viel besser hinkriegen.
Die FIFA kennt in ihrer Gier überhaupt keine Grenzen, das dürfte klar sein.
19.06.2026 - 11:15 Uhr
Ihr diskutiert ja viel über äußere Umstände einer so großen WM. Mich regt dieser Modus seit Jahren (auch schon seit der EM 2016) auf.
48 Mannschaften, das ist fast ein Viertel aller Nationalteams der Welt.
Und dann spielen wir 72 Spiele, um das ganze auf 32 zu reduzieren - 32 waren es bis vor vier Jahren noch. Und wahrscheinlich werden wir dann 32 Teams sehen, die sich normalerweise auch für eine 32er-WM qualifiziert hätten. Übrigens hatten die letzten sieben Weltmeisterschaften INSGESAMT nur 64 Spiele. Es sind jetzt 40 mehr.
Dann geht es in die KO-Phase, wo noch niemand weiß, auf wen er treffen kann und auch erst nach dem letzten Spieltag sicher ist, ob jemand doch nach Hause fahren kann oder nicht (siehe Albanien 2016). Gott sei Dank zählt das Torverhältnis bei der Berechnung der Gruppen. In Europa ist das ja anders: da zählt der direkte Vergleich. Du kannst in der Gruppe auf Grund des direkten Vergleichs Vierter werden, aber wärst theoretisch der beste Gruppendritte gewesen. Scheidest aber aus, weil du blöd 0:1 gegen den späteren Dritten verloren hast, der selbst aber als schlechtester Gruppendritter ausscheidet.
Laut Prognosen reichen wohl 3 Punkte und ein Torverhältnis von -1 schon aus, um als Gruppendritter weiterzukommen. Heißt: wie soll eine Mannschaft ausscheiden, die einen Gegner der Qualität à Curacao in der Gruppe hat...
Das kommt dabei raus, wenn Kommerz über allem steht.
48 Mannschaften, das ist fast ein Viertel aller Nationalteams der Welt.
Und dann spielen wir 72 Spiele, um das ganze auf 32 zu reduzieren - 32 waren es bis vor vier Jahren noch. Und wahrscheinlich werden wir dann 32 Teams sehen, die sich normalerweise auch für eine 32er-WM qualifiziert hätten. Übrigens hatten die letzten sieben Weltmeisterschaften INSGESAMT nur 64 Spiele. Es sind jetzt 40 mehr.
Dann geht es in die KO-Phase, wo noch niemand weiß, auf wen er treffen kann und auch erst nach dem letzten Spieltag sicher ist, ob jemand doch nach Hause fahren kann oder nicht (siehe Albanien 2016). Gott sei Dank zählt das Torverhältnis bei der Berechnung der Gruppen. In Europa ist das ja anders: da zählt der direkte Vergleich. Du kannst in der Gruppe auf Grund des direkten Vergleichs Vierter werden, aber wärst theoretisch der beste Gruppendritte gewesen. Scheidest aber aus, weil du blöd 0:1 gegen den späteren Dritten verloren hast, der selbst aber als schlechtester Gruppendritter ausscheidet.
Laut Prognosen reichen wohl 3 Punkte und ein Torverhältnis von -1 schon aus, um als Gruppendritter weiterzukommen. Heißt: wie soll eine Mannschaft ausscheiden, die einen Gegner der Qualität à Curacao in der Gruppe hat...
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