Die Couchingzone
13.08.2010 - 13:19 Uhr
16.05.2015 - 14:33 Uhr
But,
hörst du eigentlich Element of Crime? Oder liest Sven Regeners Bücher? Ich glaube, ihr zwei seid ähnlich schräg drauf
hörst du eigentlich Element of Crime? Oder liest Sven Regeners Bücher? Ich glaube, ihr zwei seid ähnlich schräg drauf
17.05.2015 - 10:15 Uhr
Der Co-Couchist laudere sagte ich solle das besser hier reinstellen. Wird gemacht! 

Zitat von danjo81
Ich glaube es war der Berti der neulich sehr treffend sagte, dass man zwischenzeitlich masochistisch veranlagt sein müsse, um FCK Fan zu sein.
Ich sage dazu, der FCK ist die Domina zu der wir regelmäßig gehen, um die unbändige Lust nach S...iegen zu stillen.
Wir hoffen auf Anerkennung und Liebe, es erwartet uns aber immer zuerst der Schmerz. Seit Jahren lässt uns die Dame im roten Latexanzug leiden und schreien, lässt uns um Gnade winseln, dass die Pein aufhören möge. Zwischendurch werden aber diese wohligen Liebkosungen verteilt, wie zuletzt das Spiel in Bochum.
Du genießt diese Streicheleinheit und hoffst auf mehr, nur um bald wieder die Peitsche abzukriegen, wie in Darmstadt. Diese Demütigung trifft dich hart, aber der naive verliebte und vereinsblinde Geist lässt dich denken, das war nicht so gemeint von ihr, sie liebt dich und tut dir gut... doch was folgt ist der Tritt in die Weichteile gegen Pauli und plötzlich denkst du wieder, scheiße Mann, das tut so weh, warum soll ich mir das weiter antun?
Aber du kannst nicht weg. Die rote Latexdame hat dich fest im Griff und lässt dich nicht los. Dem zeitweiligen Vergnügen, welches immer wieder von Quälereien unterbrochen wird, aber nie so lange dass du die Hoffnung aufgibst, diesem Vergnügen kannst du nicht widerstehen. Dennoch dämmert dir allmählich, nach dem weiter nachklingenden Tritt, dessen Schmerz dein Nervenzentrum erreicht, dass die aktuelle Sitzung bei Ihr ohne Vergnügen enden könnte.
Es erwartet dich vielleicht kein Kuss, keine streichelnde Hand, nein, dieses Mal endet die Sitzung vermutlich brutaler als du dir vor dem Tritt überhaupt vorstellen konntest. Wenn es sau blöd läuft packt diese vermaledeite H**e am Ende noch zwei Schläge mit dem Dinosaurier drauf. Den hast du vor gar nicht all zu langer Zeit schon mal gespürt und das war richtig unangenehm.
In dir steigt ob dieser Vorstellung Panik hoch und du gelangst zwangsweise wieder mal an den Punkt dich selbst zu fragen warum du eigentlich immer noch zu ihr gehst? Warum du dein Geld zu ihr trägst, wenn am Ende nur Niedergeschlagenheit steht? Warum du Sie via Webcam buchst, wenn auch dieser vermeintliche Abstand nur Schmerz bedeutet? Kannst du dich überhaupt noch an die letzte befriedigende Sitzung erinnern, die dich mit einem wohligen Gefühl zurück ließ...
Aber vielleicht hat sie recht, mit ihren gerade gesäuselten Worten, mit denen Sie dir versprach, dass nach den zwei letzten blauen Augen, keine Veilchen mehr folgen werden...vielleicht stimmt das Versprechen...es wäre so schön.
Du atmest tief ein und sagst dir selbst, dass du ihr weiterhin vertraust! Du schließt die Augen, senkst den Kopf und erhoffst die zärtliche Berührung, die den nachhallenden Schmerz stillen kann, aber deine Augenlider zucken, denn du hast trotzdem Angst. Tief in dir hörst du leise eine Stimme, die dich warnt und dich einen Narr nennt, weil du ihr immer noch hörig bist.
Du ignorierst die Stimme der Vernunft und wischst sie weg, du weißt zwar sie hat wahrscheinlich recht, aber du kannst nicht anders. Und wenn dir auch der Dino droht oder schlimmeres, du wirst es ertragen und weiter zu deiner roten Latexdame gehen....koste es was wolle. Geld Nerven, Lebensjahre...scheissegal; Hauptsache sie gibt dir irgendwann wieder mal, dass wonach du dich so sehnst!
Ich glaube es war der Berti der neulich sehr treffend sagte, dass man zwischenzeitlich masochistisch veranlagt sein müsse, um FCK Fan zu sein.
Ich sage dazu, der FCK ist die Domina zu der wir regelmäßig gehen, um die unbändige Lust nach S...iegen zu stillen.
Wir hoffen auf Anerkennung und Liebe, es erwartet uns aber immer zuerst der Schmerz. Seit Jahren lässt uns die Dame im roten Latexanzug leiden und schreien, lässt uns um Gnade winseln, dass die Pein aufhören möge. Zwischendurch werden aber diese wohligen Liebkosungen verteilt, wie zuletzt das Spiel in Bochum.
Du genießt diese Streicheleinheit und hoffst auf mehr, nur um bald wieder die Peitsche abzukriegen, wie in Darmstadt. Diese Demütigung trifft dich hart, aber der naive verliebte und vereinsblinde Geist lässt dich denken, das war nicht so gemeint von ihr, sie liebt dich und tut dir gut... doch was folgt ist der Tritt in die Weichteile gegen Pauli und plötzlich denkst du wieder, scheiße Mann, das tut so weh, warum soll ich mir das weiter antun?
Aber du kannst nicht weg. Die rote Latexdame hat dich fest im Griff und lässt dich nicht los. Dem zeitweiligen Vergnügen, welches immer wieder von Quälereien unterbrochen wird, aber nie so lange dass du die Hoffnung aufgibst, diesem Vergnügen kannst du nicht widerstehen. Dennoch dämmert dir allmählich, nach dem weiter nachklingenden Tritt, dessen Schmerz dein Nervenzentrum erreicht, dass die aktuelle Sitzung bei Ihr ohne Vergnügen enden könnte.
Es erwartet dich vielleicht kein Kuss, keine streichelnde Hand, nein, dieses Mal endet die Sitzung vermutlich brutaler als du dir vor dem Tritt überhaupt vorstellen konntest. Wenn es sau blöd läuft packt diese vermaledeite H**e am Ende noch zwei Schläge mit dem Dinosaurier drauf. Den hast du vor gar nicht all zu langer Zeit schon mal gespürt und das war richtig unangenehm.
In dir steigt ob dieser Vorstellung Panik hoch und du gelangst zwangsweise wieder mal an den Punkt dich selbst zu fragen warum du eigentlich immer noch zu ihr gehst? Warum du dein Geld zu ihr trägst, wenn am Ende nur Niedergeschlagenheit steht? Warum du Sie via Webcam buchst, wenn auch dieser vermeintliche Abstand nur Schmerz bedeutet? Kannst du dich überhaupt noch an die letzte befriedigende Sitzung erinnern, die dich mit einem wohligen Gefühl zurück ließ...
Aber vielleicht hat sie recht, mit ihren gerade gesäuselten Worten, mit denen Sie dir versprach, dass nach den zwei letzten blauen Augen, keine Veilchen mehr folgen werden...vielleicht stimmt das Versprechen...es wäre so schön.
Du atmest tief ein und sagst dir selbst, dass du ihr weiterhin vertraust! Du schließt die Augen, senkst den Kopf und erhoffst die zärtliche Berührung, die den nachhallenden Schmerz stillen kann, aber deine Augenlider zucken, denn du hast trotzdem Angst. Tief in dir hörst du leise eine Stimme, die dich warnt und dich einen Narr nennt, weil du ihr immer noch hörig bist.
Du ignorierst die Stimme der Vernunft und wischst sie weg, du weißt zwar sie hat wahrscheinlich recht, aber du kannst nicht anders. Und wenn dir auch der Dino droht oder schlimmeres, du wirst es ertragen und weiter zu deiner roten Latexdame gehen....koste es was wolle. Geld Nerven, Lebensjahre...scheissegal; Hauptsache sie gibt dir irgendwann wieder mal, dass wonach du dich so sehnst!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von danjo81 am 17.05.2015 um 10:16 Uhr bearbeitet
17.05.2015 - 10:45 Uhr
Ein Couching von Kollege But macht auch desaströse Niederlagen nachträglich zum literarischen Genuss!
19.05.2015 - 08:49 Uhr
Zitat von Hassabamba
But,
hörst du eigentlich Element of Crime? Oder liest Sven Regeners Bücher? Ich glaube, ihr zwei seid ähnlich schräg drauf
But,
hörst du eigentlich Element of Crime? Oder liest Sven Regeners Bücher? Ich glaube, ihr zwei seid ähnlich schräg drauf

Nö und nö... ich kannte beide bis zu Deiner Frage (also Band und Bücher, wenn auch vom selben Mann) überhaupt nicht, auch wenn ich mich durch diese Aussage jetzt als wenig intellektuell outen mag. Ich werde nun aber auf jeden Fall mal reinhören bzw. -lesen. Irgendwie langweilt es mich sehr, meine Helge Schneider Bücher jetzt schon zum vierten Mal zu lesen. Schade, dass der Gute schon so lange keine neuen Bücher mehr veröffentlicht hat.
Aber schräg ist immer gut... zumindest wenn die Wände, Decken und Fußböden meiner Wohneinheit nicht betroffen sind.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Butduma am 19.05.2015 um 08:50 Uhr bearbeitet
21.05.2015 - 19:38 Uhr
Jahrgang 5
AUSGABE 37: MEISTERHAFTE FAHRT ZUM SCHLUSS
Na? Panik? Verzweiflung? Wohl länger keine "Couchingzone" mehr gelesen, oder? Immer mit der Ruhe. Der erfahrene Couchist weiß schließlich schon seit der Osternummer in Ausgabe 29, dass wir doch noch aufsteigen. Klich mit Pass auf Zoller und der macht das Ding. Ihr erinnert euch?
Ich jedenfalls bin auf dem Weg zum Betzenberg - natürlich wie immer, viel zu spät dran. Und gerade in diesem Moment steht da ein Typ am Straßenrand und will mitgenommen werden - praktisch aus dem Nichts aufgetaucht. Als wenn ich es mir leisten könnte jetzt auch noch anzuhalten. Seltsam. Der scheint irgendwie zu leuchten. Als wenn er eine Art Heiligenschein mit sich herumtragen würde. Wahrscheinlich hätte ich den Laudere gestern Abend nicht besuchen sollen. Der hat wieder irgendwas in Rauch aufgehen lassen bis ich husten musste. Und dazu "Das ist für euch!" von dieser unseligen CD in einer brutal lauten Endlosschleife durchgejagt bis mir ganz blümerant geworden ist. Da kommt dann immer so was bei raus. Jetzt bin ich bei...voll in die Eisen! Und schon öffnet sich die Beifahrertür. "König Kalli!" entfährt es mir, "Wo willst Du hin? Ich fahr dich bis ans Ende der Welt wenn Du willst."
KF: Keine Sorge. Ich will zum Betze. Du doch auch, oder nicht?
Berti: Natürlich Kalli. Schließlich geht es ja um den Aufstieg. Ist schon toll das neue Konzept.
KF: Toll? Ja, die war schon bitter nötig die Neuausrichtung. Aber ganz so schlüssig ist das alles noch nicht.
Berti: Wo ist das Problem?
KF: Die Jugendarbeit ist nicht gut genug. Die meisten außergewöhnlichen Talente müssen deshalb von Außen kommen.
Berti: Aber da hat sich doch viel verbessert.
KF: Natürlich. Aber nicht alles ist so wie es sein sollte. Oder wenigstens so wie es geplant war. Schlimmer noch, die U19 ist abgestiegen. Eine zweitklassige Jugendmannschaft ist für einen Verein der auf erstklassige Nachwuchsausbildung setzt, der größte anzunehmende Unfall. Und deshalb müssen etliche Talente von anderen Vereinen geholt werden. Die guten kann man nur leihen. Aber auch an die Grenzfälle kommt man nur schwer ran.
Berti: Wie meinst Du das?
KF: Nehmen wir mal den Younes. Der ist aktuell so schlecht, dass man ihn kaufen könnte. Aber selbst für den will Gladbach noch eine volle Karre Schotter sehen.
Berti: Für Younes? Du meinst Amin Younes?
KF: Ja genau. Sein derzeitiger Wert spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Es ist die mögliche Perspektive die da gehandelt wird. Schließlich kann man einem Spieler mit außerordentlichem Talent vielleicht doch noch taktische Disziplin beibringen aber einem mit außergewöhnlicher Disziplin eben kein Talent. Dieses Problem kann der FCK nicht dauerhaft lösen ohne eine eigene erstklassige Jugendarbeit aufzubauen. Und das kann er nicht, wenn die dazu aufgenommene Anleihe momentan als Liquiditätsreserve dient. Ein Aufstieg würde da schon weiterhelfen.
Berti: So habe ich das ja noch gar nicht betrachtet. Aber sonst sind wir doch auf gutem Weg oder siehst Du das anders?
KF: Ja und nein. Einerseits ja, weil man aufgehört hat auf Spieler wie Occean oder Drazan zu setzen. Und weil man das Scouting nicht bloß personell sondern grundsätzlich auf neue Füße gestellt hat. Nebenbei ist das Defizit in der eigenen Jugend auch der Grund, warum man sich derzeit so umfangreich in ganz Deutschland nach Spielern für die zweite Mannschaft umsieht. Man will den Unterbau verbessern. Und das ist gut so. Auch die Etablierung eines Sportdirektors ist richtig. Wie man den nun genau bezeichnet ist dabei nicht so wichtig. Es kommt auf andere Dinge an. Und damit sind wir beim Andrerseits angekommen.
Berti: Was meinst Du genau?
KF: In der Kabine habe ich früher nicht mehr den Gegner oder den Fußball im Allgemeinen erklärt. Damit haben wir uns ja die ganze Woche beschäftigt. Ich habe meine Jungs daran erinnert, wie wichtig es ist zu gewinnen. Und um gewinnen zu können, um diese wenigen Körner besser zu sein als dein Gegner, musst Du alles für den Sieg tun. Mit anderen Worten, Du musst auch gewinnen wollen.
Berti: Aber das ist doch selbstverständlich.
KF: Auf den ersten Blick ja. Auf den zweiten nicht. Wenn Rombach als AR Chef auf einer Mitgliederversammlung erklärt, es sei unter dem Vorsitz von Stefan Kuntz endgültig gelungen den FCK unter den "Top 25 Fußballvereinen in Deutschland" zu "etablieren" und dafür auch noch ernsthaft Applaus erwartet, dann ist das schon krass.
Berti: Ah, das meinst Du. Ich nenne das "Fußballlimbo". Jedes Jahr die Stange ein wenig niedriger angesetzt - bis man nicht mehr drunter bleiben kann.
KF: Wie man das nennt ist eigentlich egal. Wenn sich der Finanzvorstand als Beschützer des Vereinsvermögens fühlt obwohl der Verein genau genommen gar kein Vermögen hat, wenn der Vorstand von guter Jugendarbeit als Konzept spricht, die U19 absteigt und das NLZ nicht ausgebaut wird, kurz gesagt, wenn man immer wieder jedem der mehr will "überzogenes Anspruchsdenken" unterstellt, dann ist das wie ein Krebsgeschwür das schleichend an der Zukunft des Vereins nagt. Natürlich kann man an seinen Zielen scheitern. Aber man muss sie deshalb nicht von vornherein aufgeben.
Berti: Klingt einleuchtend. Willst Du nicht als Sportchef zurück zum FCK?
KF: Nein Berti. Meine Zeit ist vorbei. Ich bin über achtzig Jahre alt und tatsächlich aus dem Geschäft. Ich fahre ja nicht mal mehr selber Auto wie Du gerade feststellen kannst und ich habe manchmal so das Gefühl als wenn sogar meine Sätze von irgendwem anders formuliert würden.
Berti: Es ist doch völlig egal wie alt Du bist! Ganz vieles von dem was Du gerade, aber vor allem auch was Du bei deinem letzten Auftritt im SWR gesagt hast, klingt viel vernünftiger als alles was ich in den letzten zehn Jahren gehört habe.
KF: Das liegt nicht an mir. Das liegt eher an denen die da gesprochen haben. Aber mach dir nicht zu viele Gedanken. Der FCK ist auf einem besseren Weg als in den letzten Jahren. Es ist jedoch auch ein gefährlicher Pfad.
Berti: Wieso?
KF: Weil das Alter der Spieler zu leicht als Entschuldigung für schlechte Leistungen dienen kann. Mit anderen Worten: Ein krasser Abwehrfehler ist und bleibt ein krasser Abwehrfehler. Ob der Spieler der ihn begeht nun zwanzig oder dreißig Jahre alt ist spielt für das Ergebnis keine Rolle. Er trägt das Trikot des FCK. Nach dem Fehler fragt hinterher keiner mehr, allein die Tabelle vergisst ihn nicht. Und das kann zum Problem werden. So, da vorn kannst Du mich rauslassen. Den letzten Rest geh ich zu Fuß. Und ich denke das klappt doch noch mit dem Aufstieg. Du musst nur dran glauben. Alle müssen das. Erinnert mich irgendwie an den Tag in Müngersdorf vor vierundzwanzig Jahren. Einige Dinge ändern sich nie. Man kann auch fast verlorene Ziele noch erkämpfen, wenn man es nur wirklich will und bereit ist alles dafür zu geben. Glaub mir, ich weiß das.
Mit diesen Worten öffnet er die Beifahrertür und steigt aus. Kurz darauf ist er in der Menge verschwunden als wäre er nie da gewesen. Als ich den Laudere später frage, womit er mich gestern während seiner ätzenden Fußballschamanen Sitzung vollgequalmt hat, antwortet der nur: "Eintrittskarte. Müngersdorf 91." als hätte das auf der Hand gelegen.
Gehen wir es also an. Gemeinsam. Ole Rot Weiß.
Gruß Berti
Auf der Couch sitzen erstklassige Autosuggestionsspezialisten. Wir können uns selbst von allem überzeugen. Trotz unserer Merkwürdigkeiten schaffen wir es regelmäßig eine frische Ausgabe abzuliefern. Und zwar zu jedem normalen Spieltag in der Saison Freitags bis spätestens 12:00 Uhr und an allen anderen Pflichtspieltagen unseres FCK zur gleichen Zeit.
Falls da nicht noch die "Sonderausgabe Relegation" folgt, möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich im Namen von uns allen bei unseren Lesern zu bedanken. Ohne euch gäbe es diese Kolumne nicht.
Liebe Grüße aus der Redaktion von
Berti, Bahli, Kohlmeyer, Butduma, Running-Man, Laudere & Vic Dorn
AUSGABE 37: MEISTERHAFTE FAHRT ZUM SCHLUSS
Na? Panik? Verzweiflung? Wohl länger keine "Couchingzone" mehr gelesen, oder? Immer mit der Ruhe. Der erfahrene Couchist weiß schließlich schon seit der Osternummer in Ausgabe 29, dass wir doch noch aufsteigen. Klich mit Pass auf Zoller und der macht das Ding. Ihr erinnert euch?
Ich jedenfalls bin auf dem Weg zum Betzenberg - natürlich wie immer, viel zu spät dran. Und gerade in diesem Moment steht da ein Typ am Straßenrand und will mitgenommen werden - praktisch aus dem Nichts aufgetaucht. Als wenn ich es mir leisten könnte jetzt auch noch anzuhalten. Seltsam. Der scheint irgendwie zu leuchten. Als wenn er eine Art Heiligenschein mit sich herumtragen würde. Wahrscheinlich hätte ich den Laudere gestern Abend nicht besuchen sollen. Der hat wieder irgendwas in Rauch aufgehen lassen bis ich husten musste. Und dazu "Das ist für euch!" von dieser unseligen CD in einer brutal lauten Endlosschleife durchgejagt bis mir ganz blümerant geworden ist. Da kommt dann immer so was bei raus. Jetzt bin ich bei...voll in die Eisen! Und schon öffnet sich die Beifahrertür. "König Kalli!" entfährt es mir, "Wo willst Du hin? Ich fahr dich bis ans Ende der Welt wenn Du willst."
KF: Keine Sorge. Ich will zum Betze. Du doch auch, oder nicht?
Berti: Natürlich Kalli. Schließlich geht es ja um den Aufstieg. Ist schon toll das neue Konzept.
KF: Toll? Ja, die war schon bitter nötig die Neuausrichtung. Aber ganz so schlüssig ist das alles noch nicht.
Berti: Wo ist das Problem?
KF: Die Jugendarbeit ist nicht gut genug. Die meisten außergewöhnlichen Talente müssen deshalb von Außen kommen.
Berti: Aber da hat sich doch viel verbessert.
KF: Natürlich. Aber nicht alles ist so wie es sein sollte. Oder wenigstens so wie es geplant war. Schlimmer noch, die U19 ist abgestiegen. Eine zweitklassige Jugendmannschaft ist für einen Verein der auf erstklassige Nachwuchsausbildung setzt, der größte anzunehmende Unfall. Und deshalb müssen etliche Talente von anderen Vereinen geholt werden. Die guten kann man nur leihen. Aber auch an die Grenzfälle kommt man nur schwer ran.
Berti: Wie meinst Du das?
KF: Nehmen wir mal den Younes. Der ist aktuell so schlecht, dass man ihn kaufen könnte. Aber selbst für den will Gladbach noch eine volle Karre Schotter sehen.
Berti: Für Younes? Du meinst Amin Younes?
KF: Ja genau. Sein derzeitiger Wert spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Es ist die mögliche Perspektive die da gehandelt wird. Schließlich kann man einem Spieler mit außerordentlichem Talent vielleicht doch noch taktische Disziplin beibringen aber einem mit außergewöhnlicher Disziplin eben kein Talent. Dieses Problem kann der FCK nicht dauerhaft lösen ohne eine eigene erstklassige Jugendarbeit aufzubauen. Und das kann er nicht, wenn die dazu aufgenommene Anleihe momentan als Liquiditätsreserve dient. Ein Aufstieg würde da schon weiterhelfen.
Berti: So habe ich das ja noch gar nicht betrachtet. Aber sonst sind wir doch auf gutem Weg oder siehst Du das anders?
KF: Ja und nein. Einerseits ja, weil man aufgehört hat auf Spieler wie Occean oder Drazan zu setzen. Und weil man das Scouting nicht bloß personell sondern grundsätzlich auf neue Füße gestellt hat. Nebenbei ist das Defizit in der eigenen Jugend auch der Grund, warum man sich derzeit so umfangreich in ganz Deutschland nach Spielern für die zweite Mannschaft umsieht. Man will den Unterbau verbessern. Und das ist gut so. Auch die Etablierung eines Sportdirektors ist richtig. Wie man den nun genau bezeichnet ist dabei nicht so wichtig. Es kommt auf andere Dinge an. Und damit sind wir beim Andrerseits angekommen.
Berti: Was meinst Du genau?
KF: In der Kabine habe ich früher nicht mehr den Gegner oder den Fußball im Allgemeinen erklärt. Damit haben wir uns ja die ganze Woche beschäftigt. Ich habe meine Jungs daran erinnert, wie wichtig es ist zu gewinnen. Und um gewinnen zu können, um diese wenigen Körner besser zu sein als dein Gegner, musst Du alles für den Sieg tun. Mit anderen Worten, Du musst auch gewinnen wollen.
Berti: Aber das ist doch selbstverständlich.
KF: Auf den ersten Blick ja. Auf den zweiten nicht. Wenn Rombach als AR Chef auf einer Mitgliederversammlung erklärt, es sei unter dem Vorsitz von Stefan Kuntz endgültig gelungen den FCK unter den "Top 25 Fußballvereinen in Deutschland" zu "etablieren" und dafür auch noch ernsthaft Applaus erwartet, dann ist das schon krass.
Berti: Ah, das meinst Du. Ich nenne das "Fußballlimbo". Jedes Jahr die Stange ein wenig niedriger angesetzt - bis man nicht mehr drunter bleiben kann.
KF: Wie man das nennt ist eigentlich egal. Wenn sich der Finanzvorstand als Beschützer des Vereinsvermögens fühlt obwohl der Verein genau genommen gar kein Vermögen hat, wenn der Vorstand von guter Jugendarbeit als Konzept spricht, die U19 absteigt und das NLZ nicht ausgebaut wird, kurz gesagt, wenn man immer wieder jedem der mehr will "überzogenes Anspruchsdenken" unterstellt, dann ist das wie ein Krebsgeschwür das schleichend an der Zukunft des Vereins nagt. Natürlich kann man an seinen Zielen scheitern. Aber man muss sie deshalb nicht von vornherein aufgeben.
Berti: Klingt einleuchtend. Willst Du nicht als Sportchef zurück zum FCK?
KF: Nein Berti. Meine Zeit ist vorbei. Ich bin über achtzig Jahre alt und tatsächlich aus dem Geschäft. Ich fahre ja nicht mal mehr selber Auto wie Du gerade feststellen kannst und ich habe manchmal so das Gefühl als wenn sogar meine Sätze von irgendwem anders formuliert würden.
Berti: Es ist doch völlig egal wie alt Du bist! Ganz vieles von dem was Du gerade, aber vor allem auch was Du bei deinem letzten Auftritt im SWR gesagt hast, klingt viel vernünftiger als alles was ich in den letzten zehn Jahren gehört habe.
KF: Das liegt nicht an mir. Das liegt eher an denen die da gesprochen haben. Aber mach dir nicht zu viele Gedanken. Der FCK ist auf einem besseren Weg als in den letzten Jahren. Es ist jedoch auch ein gefährlicher Pfad.
Berti: Wieso?
KF: Weil das Alter der Spieler zu leicht als Entschuldigung für schlechte Leistungen dienen kann. Mit anderen Worten: Ein krasser Abwehrfehler ist und bleibt ein krasser Abwehrfehler. Ob der Spieler der ihn begeht nun zwanzig oder dreißig Jahre alt ist spielt für das Ergebnis keine Rolle. Er trägt das Trikot des FCK. Nach dem Fehler fragt hinterher keiner mehr, allein die Tabelle vergisst ihn nicht. Und das kann zum Problem werden. So, da vorn kannst Du mich rauslassen. Den letzten Rest geh ich zu Fuß. Und ich denke das klappt doch noch mit dem Aufstieg. Du musst nur dran glauben. Alle müssen das. Erinnert mich irgendwie an den Tag in Müngersdorf vor vierundzwanzig Jahren. Einige Dinge ändern sich nie. Man kann auch fast verlorene Ziele noch erkämpfen, wenn man es nur wirklich will und bereit ist alles dafür zu geben. Glaub mir, ich weiß das.
Mit diesen Worten öffnet er die Beifahrertür und steigt aus. Kurz darauf ist er in der Menge verschwunden als wäre er nie da gewesen. Als ich den Laudere später frage, womit er mich gestern während seiner ätzenden Fußballschamanen Sitzung vollgequalmt hat, antwortet der nur: "Eintrittskarte. Müngersdorf 91." als hätte das auf der Hand gelegen.
Gehen wir es also an. Gemeinsam. Ole Rot Weiß.
Gruß Berti
Auf der Couch sitzen erstklassige Autosuggestionsspezialisten. Wir können uns selbst von allem überzeugen. Trotz unserer Merkwürdigkeiten schaffen wir es regelmäßig eine frische Ausgabe abzuliefern. Und zwar zu jedem normalen Spieltag in der Saison Freitags bis spätestens 12:00 Uhr und an allen anderen Pflichtspieltagen unseres FCK zur gleichen Zeit.
Falls da nicht noch die "Sonderausgabe Relegation" folgt, möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich im Namen von uns allen bei unseren Lesern zu bedanken. Ohne euch gäbe es diese Kolumne nicht.
Liebe Grüße aus der Redaktion von
Berti, Bahli, Kohlmeyer, Butduma, Running-Man, Laudere & Vic Dorn
22.05.2015 - 08:00 Uhr
Ich weiß, das wird jetzt nicht gern gesehen sein, weil es ja quasi ketzerisch ist in diesem Thread überhaupt etwas nicht zu mögen, aber es gefällt mir (persönlcih) nicht, wenn "man" (also in dem Fall du, Berti) Kalli F's Namen benutzt um seiner ureigenen Meinung mit SEINEM Namen "mehr Gewicht" zu verleihen.
Kolumne hin oder her, mir ist durchaus bewusst, dass es sich um ein Stilmittel handelt usw.
ABER: mir gefällt es nicht. Das beziehe ich ausdrücklich auch gar nicht auf den Inhalt.
Den Fußballgott darfst du meinetwegen für dich vereinnahmen Berti, aber Kalli nicht!!
Eine Wertung kriegst du übrigens trotzdem, für dein Bemühen. Weil Kohlmeyer das so angemahnt hat. ;)
Kolumne hin oder her, mir ist durchaus bewusst, dass es sich um ein Stilmittel handelt usw.
ABER: mir gefällt es nicht. Das beziehe ich ausdrücklich auch gar nicht auf den Inhalt.
Den Fußballgott darfst du meinetwegen für dich vereinnahmen Berti, aber Kalli nicht!!
Eine Wertung kriegst du übrigens trotzdem, für dein Bemühen. Weil Kohlmeyer das so angemahnt hat. ;)
22.05.2015 - 08:33 Uhr
Ich habe an der Verwendung von Feldkamps Namen nix auszusetzen. Letzten Endes soll er doch nur verdeutlichen, dass das Denken, das unsere Verantwortlichen zur Zeit antreibt, nicht alternativlos ist, dass es mal anders war. Dafür trifft Berti hier zu 100% meine Meinung zur aktuellen Vereinssituation. *Das* finde ich mal wirklich erstaunlich.
Beste Grüße
Lullaby
Beste Grüße
Lullaby
22.05.2015 - 09:14 Uhr
Ich hab's auch gerne gelesen. Und gehe natürlich fest davon aus, dass dies - spirituell betrachtet - tatsächlich Kallis Worte sind, die per schamanistischem Ritual gechannelt wurden. Sicherlich wird Kalli sich dazu in den nächsten Tagen im kicker aber noch selbst äußern.
Mir hat er im Traum bereits mitgeteilt, dass er das mit dem Anspruchsdenken etwas differenzierter geäußert habe: Richtig sei, dass man im Hinblick auf den unbedingten Siegeswillen niemals etwas relativieren dürfe! Keine Alibis für die Spieler, etwa unter Verweis auf ihre Jugend oder den Druck! ABER: Was die Vereinsausrichtung angeht, sei er ja selbst seinerzeit das Opfer einer in der Tat überzogenen Anspruchshaltung (allerdings aus der Vereinsführung, nicht von Seiten der Fans) geworden - da unterstütze er voll den Kurs der derzeit Verantwortlichen, den Ball flach zu halten und keine überzogenen Zielvorgaben auszugeben.
Und über Finanzen habe er in der Tat nie gesprochen, davon habe er auch keinen Schimmer - so lange es nicht um seine eigenen Verträge gehe.
Soweit diese Insider-Information. Außerdem hatte er mich gebeten, der Kolumne eine Wertung zu verpassen, da seine eigenen tm-accounts immer wieder gesperrt und gelöscht worden seien und er sich daher aus dem Forum zurückgezogen habe. Dem komme ich gerne nach!
Mir hat er im Traum bereits mitgeteilt, dass er das mit dem Anspruchsdenken etwas differenzierter geäußert habe: Richtig sei, dass man im Hinblick auf den unbedingten Siegeswillen niemals etwas relativieren dürfe! Keine Alibis für die Spieler, etwa unter Verweis auf ihre Jugend oder den Druck! ABER: Was die Vereinsausrichtung angeht, sei er ja selbst seinerzeit das Opfer einer in der Tat überzogenen Anspruchshaltung (allerdings aus der Vereinsführung, nicht von Seiten der Fans) geworden - da unterstütze er voll den Kurs der derzeit Verantwortlichen, den Ball flach zu halten und keine überzogenen Zielvorgaben auszugeben.
Und über Finanzen habe er in der Tat nie gesprochen, davon habe er auch keinen Schimmer - so lange es nicht um seine eigenen Verträge gehe.
Soweit diese Insider-Information. Außerdem hatte er mich gebeten, der Kolumne eine Wertung zu verpassen, da seine eigenen tm-accounts immer wieder gesperrt und gelöscht worden seien und er sich daher aus dem Forum zurückgezogen habe. Dem komme ich gerne nach!
22.05.2015 - 10:56 Uhr
Ich finde es als Stilmittel absolut legitim, dass Berti dem König Kalli solche Worte in den Mund legt.
Erstes weiß ja eh jeder Leser, dass es trotzdem Bertis Worte sind.
Und zweitens muss man auch dem grandiosesten Bundesliga-Übungsleiter, den wir je hatten, attestieren, dass auch er nicht immer nur göttliche unantastbare Dinge konstatiert hat. Im Sommer 1997, nach dem Wiederaufstieg unter Otto Rehhagel, sagte Kalli dem FCK den direkten Wiederabstieg voraus. Damit hatte er fast recht; wir wurden ja nur Meister.
Also muss man auch dem heiligen Kalli keine größere Unantastbarkeit als dem Fußballgott zugestehen. Und letzterer wurde ja wie gesagt auch schon von Berti auf die Hörner genommen.
Erstes weiß ja eh jeder Leser, dass es trotzdem Bertis Worte sind.
Und zweitens muss man auch dem grandiosesten Bundesliga-Übungsleiter, den wir je hatten, attestieren, dass auch er nicht immer nur göttliche unantastbare Dinge konstatiert hat. Im Sommer 1997, nach dem Wiederaufstieg unter Otto Rehhagel, sagte Kalli dem FCK den direkten Wiederabstieg voraus. Damit hatte er fast recht; wir wurden ja nur Meister.
Also muss man auch dem heiligen Kalli keine größere Unantastbarkeit als dem Fußballgott zugestehen. Und letzterer wurde ja wie gesagt auch schon von Berti auf die Hörner genommen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Vic Dorn am 22.05.2015 um 11:07 Uhr bearbeitet
22.05.2015 - 11:18 Uhr
Ich hatte auch erst einmal geschluckt als ich Bertis Gedanken aus Kallis Mund sprudeln hörte. Ich finde aber, dass das legitim ist und auch funktioniert. Ich hatte in einer meiner Kolumnen Kalli als mein Sprachrohr und als Gegenpol zu Sepp Blatter benutzt. Das funktioniert allerdings nur dann, wenn man sich vorstellen kann, dass sich die eigene Meinung mit der von Kalli Feldkamp deckt. Das tat sie damals bei mir und das tut sie dieses Mal bei Berti. Zumindest, wenn ich den Kalli richtig einschätze. Wer Kalli anders wahrnimmt, hat sicherlich ein Problem mit dieser Kolumne - ich habe das nicht.
Und nicht zu vergessen: Der Kalli als Sprachrohr für einen FCK-Fan ist so ziemlich das aluteste Megaphon, das vorstellbar ist.
Von daher prima Couching!
Cheers
Bahli
Und nicht zu vergessen: Der Kalli als Sprachrohr für einen FCK-Fan ist so ziemlich das aluteste Megaphon, das vorstellbar ist.
Von daher prima Couching!
Cheers
Bahli
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