Finanz-Thread
27.10.2005 - 00:06 Uhr
20.10.2011 - 23:58 Uhr
Zitat von BlueMercyside:
(...)
Es braucht endlich ein sportliches Konzept, daß trotzdem finanzielle Konsolidierung beinhaltet.
Unter Finke hat doch die konzeptionelle Arbeit begonnen. Finke ist doch sozusagen das Gesicht eines Konzepts und gewissermaßen der (geforderte) Gegenentwurf zur Meier-Daum-Ära (auch wenn Valen zu Recht einwerfen würde, dass der Riether-Transfer, wenn man nur das Alter des Spielers und den finanziellen Aspekt betrachtet, auch von Meier/Daum hätte getätigt werden können).
Dass wir irgendwie Schulden abbauen müssen, ist klar. Die Frage ist: macht man es auf die knallharte Tour und verkauft Leistungsträger (Podolski, Geromel) oder spart man bei neuen Transfers, lässt Verträge auslaufen und löst welche auf, um Gehälter zu sparen?
Zunächst mal sollte man sich darüber im Klaren sein, dass wir - Abgänge betreffend - schon sehr verwöhnt sind. Seit Helmes 2008 hat uns niemand mehr verlassen, auf den wir wirklich angewiesen waren.
Dementsprechend sieht unsere Transfer-Bilanz aus: knapp 23 Millionen Euro minus (tm.de), hohe Gehälter (Womé, Maniche, Petit, Mondragón) nicht eingeschlossen.
Die BILD ist auf unsere Finanz-Veröffentlichungen natürlich angesprungen, um uns die Sorgenfalten ins Gesicht zu treiben, zitiert dazu Oliver Leki:
Zitat
„Wir werden in den nächsten ein, zwei Jahren keine Millionen-Verpflichtung tätigen können“, sagt Leki. Die Verbindlichkeiten sollen auf 15 bis 20 Mio. Euro weiter abgebaut, Stars verkauft werden. Leki: „Wir brauchen Transfer-Erlöse - auch wenn das Thema in Köln nicht beliebt ist.“
Auch Finke hat ja mehrmals betont, man müsse günstig einkaufen und teuer verkaufen. Ich frage mich an der Stelle, inwieweit man dies umzusetzen bereit ist. Ich glaube nicht so recht daran, dass man Leistungsträger ohne weiteres ziehen lässt. Und ich denke, das ist auch richtig so.
Für uns sollte es eher darum gehen, Missverständnisse wie den Freis-Transfer oder die Vertragslaufzeit McKennas (wie mich diese Vertragsverlängerungs-Klausel bei allen Sympathien für McKenna aufregt!) künftig zu vermeiden. Hier weiß ich aber auch nicht, wie konsequent Finke da wirklich ist. An der Stelle muss ich auch erwähnen, dass ich ein großer Kritiker der Vertragsverlängerung von Nova bin.
Wir verbrennen (= geben viel aus, ohne die viel zitierten Transfer-Werte zu schaffen) einfach wahnsinnig viel Geld.
Nur so als Einwurf ;)
(...)
Es braucht endlich ein sportliches Konzept, daß trotzdem finanzielle Konsolidierung beinhaltet.
Unter Finke hat doch die konzeptionelle Arbeit begonnen. Finke ist doch sozusagen das Gesicht eines Konzepts und gewissermaßen der (geforderte) Gegenentwurf zur Meier-Daum-Ära (auch wenn Valen zu Recht einwerfen würde, dass der Riether-Transfer, wenn man nur das Alter des Spielers und den finanziellen Aspekt betrachtet, auch von Meier/Daum hätte getätigt werden können).
Dass wir irgendwie Schulden abbauen müssen, ist klar. Die Frage ist: macht man es auf die knallharte Tour und verkauft Leistungsträger (Podolski, Geromel) oder spart man bei neuen Transfers, lässt Verträge auslaufen und löst welche auf, um Gehälter zu sparen?
Zunächst mal sollte man sich darüber im Klaren sein, dass wir - Abgänge betreffend - schon sehr verwöhnt sind. Seit Helmes 2008 hat uns niemand mehr verlassen, auf den wir wirklich angewiesen waren.
Dementsprechend sieht unsere Transfer-Bilanz aus: knapp 23 Millionen Euro minus (tm.de), hohe Gehälter (Womé, Maniche, Petit, Mondragón) nicht eingeschlossen.
Die BILD ist auf unsere Finanz-Veröffentlichungen natürlich angesprungen, um uns die Sorgenfalten ins Gesicht zu treiben, zitiert dazu Oliver Leki:
Zitat
„Wir werden in den nächsten ein, zwei Jahren keine Millionen-Verpflichtung tätigen können“, sagt Leki. Die Verbindlichkeiten sollen auf 15 bis 20 Mio. Euro weiter abgebaut, Stars verkauft werden. Leki: „Wir brauchen Transfer-Erlöse - auch wenn das Thema in Köln nicht beliebt ist.“
Auch Finke hat ja mehrmals betont, man müsse günstig einkaufen und teuer verkaufen. Ich frage mich an der Stelle, inwieweit man dies umzusetzen bereit ist. Ich glaube nicht so recht daran, dass man Leistungsträger ohne weiteres ziehen lässt. Und ich denke, das ist auch richtig so.
Für uns sollte es eher darum gehen, Missverständnisse wie den Freis-Transfer oder die Vertragslaufzeit McKennas (wie mich diese Vertragsverlängerungs-Klausel bei allen Sympathien für McKenna aufregt!) künftig zu vermeiden. Hier weiß ich aber auch nicht, wie konsequent Finke da wirklich ist. An der Stelle muss ich auch erwähnen, dass ich ein großer Kritiker der Vertragsverlängerung von Nova bin.
Wir verbrennen (= geben viel aus, ohne die viel zitierten Transfer-Werte zu schaffen) einfach wahnsinnig viel Geld.
Nur so als Einwurf ;)
21.10.2011 - 09:20 Uhr
Zitat von rudy dyer:
Zitat von BlueMercyside:
...
Es braucht endlich ein sportliches Konzept, daß trotzdem finanzielle Konsolidierung beinhaltet.
das du bestimmt in der Schublade liegen hast, schicke es doch bitte an info@fc-koeln.de
sorry, aber musste mal sein... :ugly
Taaatatara! Hier ist es:
Sportliche Konzept: mehr Spiele gewinnen als verlieren (bei keinen Unentschieden ;) )
Finanzielles Konzept: mehr Geld einnehmen als ausgeben
Zitat von BlueMercyside:
...
Es braucht endlich ein sportliches Konzept, daß trotzdem finanzielle Konsolidierung beinhaltet.
das du bestimmt in der Schublade liegen hast, schicke es doch bitte an info@fc-koeln.de
sorry, aber musste mal sein... :ugly
Taaatatara! Hier ist es:
Sportliche Konzept: mehr Spiele gewinnen als verlieren (bei keinen Unentschieden ;) )
Finanzielles Konzept: mehr Geld einnehmen als ausgeben
21.10.2011 - 09:51 Uhr
Zitat von Kenneth:
Auch Finke hat ja mehrmals betont, man müsse günstig einkaufen und teuer verkaufen. Ich frage mich an der Stelle, inwieweit man dies umzusetzen bereit ist. Ich glaube nicht so recht daran, dass man Leistungsträger ohne weiteres ziehen lässt. Und ich denke, das ist auch richtig so.
Ich glaube, hier liegt sowieso ein relativ großes Missverständnis vor. Das Finke und Solbakken jetzt natürlich nicht das komplette Grundgerüst verscherbeln werden, das sollte klar sein. Vor allem nicht in unserer Situation, wo wir noch auf jeden einzelnen dieser Spieler angewiesen sind.
Wir sprechen hier von einem Konzept, das sich über Jahre hinweg wie ein Kaugummi ziehen soll. Heute können nur die Grundsteine gelegt werden, alles was angekündigt wird, kann wohl auch erst in ein bis zwei, wenn nicht drei Jahren auch so umgesetzt werden. Diese Zeit muss man Finke und Solbakken einfach geben.
Zu einem gewissen Teil wird es aber doch auch heute schon umgesetzt. Ein Taner Yalcin wurde mit Kaufoption verliehen, auch ein Thomas Kessler kann den FC nach der Saison für eine festgeschriebene Summe verlassen. Wann hatten wir sowas vorher mal? Vor nicht allzulanger Zeit hingen wir doch noch wie Klebstoff an solchen Spielern.
Wir haben uns immer an dem vermeindlich vorhandenen Talent festgeklammert und wollten den Durchbruch auf Biegen und Brechen erzwingen. Die Folge war, dass die Spieler es einfach nicht geschafft haben, ihren Wert quasi komplett eingebüßt haben und für ein Kölsch über die Ladentheke gingen.
Auch Finke hat ja mehrmals betont, man müsse günstig einkaufen und teuer verkaufen. Ich frage mich an der Stelle, inwieweit man dies umzusetzen bereit ist. Ich glaube nicht so recht daran, dass man Leistungsträger ohne weiteres ziehen lässt. Und ich denke, das ist auch richtig so.
Ich glaube, hier liegt sowieso ein relativ großes Missverständnis vor. Das Finke und Solbakken jetzt natürlich nicht das komplette Grundgerüst verscherbeln werden, das sollte klar sein. Vor allem nicht in unserer Situation, wo wir noch auf jeden einzelnen dieser Spieler angewiesen sind.
Wir sprechen hier von einem Konzept, das sich über Jahre hinweg wie ein Kaugummi ziehen soll. Heute können nur die Grundsteine gelegt werden, alles was angekündigt wird, kann wohl auch erst in ein bis zwei, wenn nicht drei Jahren auch so umgesetzt werden. Diese Zeit muss man Finke und Solbakken einfach geben.
Zu einem gewissen Teil wird es aber doch auch heute schon umgesetzt. Ein Taner Yalcin wurde mit Kaufoption verliehen, auch ein Thomas Kessler kann den FC nach der Saison für eine festgeschriebene Summe verlassen. Wann hatten wir sowas vorher mal? Vor nicht allzulanger Zeit hingen wir doch noch wie Klebstoff an solchen Spielern.
Wir haben uns immer an dem vermeindlich vorhandenen Talent festgeklammert und wollten den Durchbruch auf Biegen und Brechen erzwingen. Die Folge war, dass die Spieler es einfach nicht geschafft haben, ihren Wert quasi komplett eingebüßt haben und für ein Kölsch über die Ladentheke gingen.
21.10.2011 - 11:18 Uhr
Zitat von BlueMercyside:
Es geht hier also nicht um 6-8 Mio. oder 15 Mio, sondern minimum 25 Mio. € Schuldensteigerung.
Es wurde doch nachgefragt, ob es sich bei den Schulden um einen "Meier-Nachlass" handelt. Die Antwort darauf wurde mit den 15 Mio. geliefert. Was hat Overaths Amtszeit mit dieser Frage zu tun?
Zitat von BlueMercyside:
Allein die bilanzielle Überschuldung
Wo sind wir bilanziell überschuldet? In der letzten Bilanz konnte ich nix erkennen und in der neuesten Meldung lese ich auch nix davon. Denn dann wäre das Unternehme quasi "tot" oder in einer "Fortführungsinsolvenz".
Der FC ist genau so wenig "überschuldet", wie der FC Bayern "schuldenfrei" ist.
Es geht hier also nicht um 6-8 Mio. oder 15 Mio, sondern minimum 25 Mio. € Schuldensteigerung.
Es wurde doch nachgefragt, ob es sich bei den Schulden um einen "Meier-Nachlass" handelt. Die Antwort darauf wurde mit den 15 Mio. geliefert. Was hat Overaths Amtszeit mit dieser Frage zu tun?
Zitat von BlueMercyside:
Allein die bilanzielle Überschuldung
Wo sind wir bilanziell überschuldet? In der letzten Bilanz konnte ich nix erkennen und in der neuesten Meldung lese ich auch nix davon. Denn dann wäre das Unternehme quasi "tot" oder in einer "Fortführungsinsolvenz".
Der FC ist genau so wenig "überschuldet", wie der FC Bayern "schuldenfrei" ist.
21.10.2011 - 14:51 Uhr
@ Kenneth
Sehr schöner Beitrag, der sich von den Einzeilern, die nur aggressiv bellen, deutlich abhebt.
Auch mir geht es nur darum, den Willen und ein konkretes Konzept zu erkennen.
Der Abend mit Leki gestern war da sehr aufschlußeich.
Stadionkauf aktuell kein Thema
Stadionmiete liegt jetzt bei 8 Mio. im Jahr
Anleihe wird erst im nächsten Jahr bilanziert
Plan für Liga 2 gibt es nicht
Mannschaft wäre jetzt 10-15 Mios mehr wert als im letzten Jahr
Schuldenstand soll in 3-5 Jahren auf 15-20 Mio. gedrückt werden.
Außer dem Armutszeugnis mit der 2. Liga (war aber für jeden denkenden Menschen schon lange klar, daß man da auf volles Risiko geht und rein gar nichts in der Schublade hat) und der fragwürdigen Rechnung des Mannschaftsmehrwert, da dies erst dann eine reale Zahl ist, wenn man sie auch realisiert, also komplett überflüssig, weil völlig unseriös, ist das angestrebte Ziel, doch bemerkenswert.
Nur, auch wenn deshalb hier einige HB Männchen wieder die Decke hoch gehen, was wurde uns in den letzten Jahren nicht alles versprochen?
Vorgänger Horstmann spricht seit Jahren von Konsolidierung, während trotzdem jedes Jahr mehr Verbindlichkeiten aufgebaut wurden.
Wie war das noch mal, als Daum kam - es wurde ein konketer Investitionsplan über mehrere Jahre, angepaßt auf die Liga, in Abstimmung mit verschiedenen Sponsoren aufgestellt.
Ja, ich gebe zu, ich war so naiv und haben das damals geglaubt, daß mit externer Finanzierung an einer neuen Ära des FC gebastelt wird.
Was sagen die gleichen Leute heute?
Die Verbindlichkeiten unter Daum/Meier (Nubbelchen 1+2) waren notwendig zur Etablierung in der Liga. Weit und breit nichts mehr zu sehen von den Sponsoren, mit denen doch angeblich ein konkreter Investitonsplan abgestimmt war.
Später bei der Poldi Rückholaktion das gleiche Spiel. Uns Fans wurde vorgegaukelt, daß dieser Einkauf in keiner Weise finanziell einschränken würde, weil komplett extern finanziert. Horstmann war es noch nicht mal zu blöd, sich vor dem sogenannten Abösespiel zu erdreisten, zu sagen, daß alles noch schneller ging als gedacht und das Ziel der externen Finanzierung schon im Sommer erreicht werden würde. Er hatte in soweit Recht, daß eine Kreditfinanzierung ja auch in geweisser Wesie extern ist. ;)
Dementsprechend muß Hr. Leki damit leben, daß die Glaubwürdigkeit so ziemlich jeder Aussage und jedes Ziels angezweifelt wird, solange dies nur oberflächlich passiert, ohne jede konkrete inhaltliche Füllung.
Die handelnden Personen können froh sein, daß jeder Fan das sportliche im Fokus hat und vor jeder Saison eine Art cut macht. Deshalb sind die falschen Versprechungen aus der Vergangenheit direkt vergessen, weil der Fan, was grundsätzlich ja auch gut und richtig ist, mit einer gewissen Alzheimer Mentalität an die Sache heran geht. Nur so kann man das Fandasein eines nicht mehr ganz so erfolgreichen Fußballclubs ertragen.
Doch die Vereinsführung hat in dem Fall es vielleicht 1x zu oft gemacht, weshalb inzwischen die Fans zweigeteilt sind. Die einen interessiert nur das hier und jetzt, bei wieder nur 5 Pkt. wären sie plötzlich auf Seiten der sogenannten Opposition (wer das auch immer ist, weil sich diese ca. 1000 aktiven Fans bisher in keiner Weise organsiert haben), bei 13 Pkt. wird so getan, als ob alle Probleme und die schlechte Vereinsführung eine Einbildung dieser Fans wären.
Am Ende war und ist dieser Vertrauenverlust durchaus zu bereinigen. An dem Tag, wo diese Vereinsführung ehrlich Fehler einräumt (also nicht als Phrase, wie auch wir haben Fehler gemacht, doch die macht jeder, sondern ehrlich Dinge einräumt, z.B. seine Fehleinschätzung beim Kapitel Meier samt Verlängerung), doch viel wichtiger, endlich mal so etwas wie Transparenz zeigt und klar definiert, wie sie welches Ziel erreichen wollen, in diesem Moment werden viele kritische Anhänger sicher auch dieser Führung noch mal eine ehrliche Chance geben.
Es wird seit der letzten MV im Verein soviel von Veränderung gesprochen, daß die große Masse gar nicht bemerkt, daß das bisher nur Phrasen sind und in nun 11 Monaten mit keinerlei Inhalt gefüllt wurden. Angeblich wurde "jeder Stein umgedreht", doch niemand weiß, was dort gefunden wurde. Vielleicht gibt es diese Planung auch und man hält es nicht für notwendig, den Mitgliedern mitzuteilen, wie die Planung aussieht.
Beides wäre sehr zweifelhaft. Im ersten Fall muß man sich fragen, ob unter den "Steinen" nichts gefunden wurde, im zweiten Fall, ob immer noch nicht verstanden wurde, daß ein Verein vor allem aus seinen Mitgliedern besteht (nicht umsonst ist die MV das höchste Organ der e.V. und die Kg nur eine Ausgliederung mit 100% anteilen des Vereins).
Deshalb hat sich Hr. Leki in gewisser Weise dieser Tradition angeschlossen, in dem er zwar ein konkretes Ziel ausgesprochen hat, immerhin ein Anfang, doch bei der Umsetzung blieb er dann doch äußerst vage.
Da laß ich mich lieber hier beschimpfen, als weiter leichtgläubig einer Vereinsführung alles abzukaufen, die längst im Minusbereich in der Glaubwürdigkeitsskala angekommen ist und gleichzeitig die Zukunft unseres Clubs mit ihrem Finanzgebahren aufs Spiel setzt.
Vielleicht bringt uns die MV ja Erleuchtung, wie das angesprochene Ziel von Hr. Leki konkret umgesetzt werden soll. Doch solange konkrete Fragen und Ziele nur mit Phrasen beantwortet oder angedeutet werden, werde ich mit einem gesunden Mißtrauen lieber schauen, wie es sich in der Realität darstellt. Und zwischen großer Veränderungspropaganda und den tatsächlichen Schritten, liegt bisher eine verdammt große Kluft.
Sehr schöner Beitrag, der sich von den Einzeilern, die nur aggressiv bellen, deutlich abhebt.
Auch mir geht es nur darum, den Willen und ein konkretes Konzept zu erkennen.
Der Abend mit Leki gestern war da sehr aufschlußeich.
Stadionkauf aktuell kein Thema
Stadionmiete liegt jetzt bei 8 Mio. im Jahr
Anleihe wird erst im nächsten Jahr bilanziert
Plan für Liga 2 gibt es nicht
Mannschaft wäre jetzt 10-15 Mios mehr wert als im letzten Jahr
Schuldenstand soll in 3-5 Jahren auf 15-20 Mio. gedrückt werden.
Außer dem Armutszeugnis mit der 2. Liga (war aber für jeden denkenden Menschen schon lange klar, daß man da auf volles Risiko geht und rein gar nichts in der Schublade hat) und der fragwürdigen Rechnung des Mannschaftsmehrwert, da dies erst dann eine reale Zahl ist, wenn man sie auch realisiert, also komplett überflüssig, weil völlig unseriös, ist das angestrebte Ziel, doch bemerkenswert.
Nur, auch wenn deshalb hier einige HB Männchen wieder die Decke hoch gehen, was wurde uns in den letzten Jahren nicht alles versprochen?
Vorgänger Horstmann spricht seit Jahren von Konsolidierung, während trotzdem jedes Jahr mehr Verbindlichkeiten aufgebaut wurden.
Wie war das noch mal, als Daum kam - es wurde ein konketer Investitionsplan über mehrere Jahre, angepaßt auf die Liga, in Abstimmung mit verschiedenen Sponsoren aufgestellt.
Ja, ich gebe zu, ich war so naiv und haben das damals geglaubt, daß mit externer Finanzierung an einer neuen Ära des FC gebastelt wird.
Was sagen die gleichen Leute heute?
Die Verbindlichkeiten unter Daum/Meier (Nubbelchen 1+2) waren notwendig zur Etablierung in der Liga. Weit und breit nichts mehr zu sehen von den Sponsoren, mit denen doch angeblich ein konkreter Investitonsplan abgestimmt war.
Später bei der Poldi Rückholaktion das gleiche Spiel. Uns Fans wurde vorgegaukelt, daß dieser Einkauf in keiner Weise finanziell einschränken würde, weil komplett extern finanziert. Horstmann war es noch nicht mal zu blöd, sich vor dem sogenannten Abösespiel zu erdreisten, zu sagen, daß alles noch schneller ging als gedacht und das Ziel der externen Finanzierung schon im Sommer erreicht werden würde. Er hatte in soweit Recht, daß eine Kreditfinanzierung ja auch in geweisser Wesie extern ist. ;)
Dementsprechend muß Hr. Leki damit leben, daß die Glaubwürdigkeit so ziemlich jeder Aussage und jedes Ziels angezweifelt wird, solange dies nur oberflächlich passiert, ohne jede konkrete inhaltliche Füllung.
Die handelnden Personen können froh sein, daß jeder Fan das sportliche im Fokus hat und vor jeder Saison eine Art cut macht. Deshalb sind die falschen Versprechungen aus der Vergangenheit direkt vergessen, weil der Fan, was grundsätzlich ja auch gut und richtig ist, mit einer gewissen Alzheimer Mentalität an die Sache heran geht. Nur so kann man das Fandasein eines nicht mehr ganz so erfolgreichen Fußballclubs ertragen.
Doch die Vereinsführung hat in dem Fall es vielleicht 1x zu oft gemacht, weshalb inzwischen die Fans zweigeteilt sind. Die einen interessiert nur das hier und jetzt, bei wieder nur 5 Pkt. wären sie plötzlich auf Seiten der sogenannten Opposition (wer das auch immer ist, weil sich diese ca. 1000 aktiven Fans bisher in keiner Weise organsiert haben), bei 13 Pkt. wird so getan, als ob alle Probleme und die schlechte Vereinsführung eine Einbildung dieser Fans wären.
Am Ende war und ist dieser Vertrauenverlust durchaus zu bereinigen. An dem Tag, wo diese Vereinsführung ehrlich Fehler einräumt (also nicht als Phrase, wie auch wir haben Fehler gemacht, doch die macht jeder, sondern ehrlich Dinge einräumt, z.B. seine Fehleinschätzung beim Kapitel Meier samt Verlängerung), doch viel wichtiger, endlich mal so etwas wie Transparenz zeigt und klar definiert, wie sie welches Ziel erreichen wollen, in diesem Moment werden viele kritische Anhänger sicher auch dieser Führung noch mal eine ehrliche Chance geben.
Es wird seit der letzten MV im Verein soviel von Veränderung gesprochen, daß die große Masse gar nicht bemerkt, daß das bisher nur Phrasen sind und in nun 11 Monaten mit keinerlei Inhalt gefüllt wurden. Angeblich wurde "jeder Stein umgedreht", doch niemand weiß, was dort gefunden wurde. Vielleicht gibt es diese Planung auch und man hält es nicht für notwendig, den Mitgliedern mitzuteilen, wie die Planung aussieht.
Beides wäre sehr zweifelhaft. Im ersten Fall muß man sich fragen, ob unter den "Steinen" nichts gefunden wurde, im zweiten Fall, ob immer noch nicht verstanden wurde, daß ein Verein vor allem aus seinen Mitgliedern besteht (nicht umsonst ist die MV das höchste Organ der e.V. und die Kg nur eine Ausgliederung mit 100% anteilen des Vereins).
Deshalb hat sich Hr. Leki in gewisser Weise dieser Tradition angeschlossen, in dem er zwar ein konkretes Ziel ausgesprochen hat, immerhin ein Anfang, doch bei der Umsetzung blieb er dann doch äußerst vage.
Da laß ich mich lieber hier beschimpfen, als weiter leichtgläubig einer Vereinsführung alles abzukaufen, die längst im Minusbereich in der Glaubwürdigkeitsskala angekommen ist und gleichzeitig die Zukunft unseres Clubs mit ihrem Finanzgebahren aufs Spiel setzt.
Vielleicht bringt uns die MV ja Erleuchtung, wie das angesprochene Ziel von Hr. Leki konkret umgesetzt werden soll. Doch solange konkrete Fragen und Ziele nur mit Phrasen beantwortet oder angedeutet werden, werde ich mit einem gesunden Mißtrauen lieber schauen, wie es sich in der Realität darstellt. Und zwischen großer Veränderungspropaganda und den tatsächlichen Schritten, liegt bisher eine verdammt große Kluft.
21.10.2011 - 15:18 Uhr
Zitat von Grimir:
Zitat von BlueMercyside:
Es geht hier also nicht um 6-8 Mio. oder 15 Mio, sondern minimum 25 Mio. € Schuldensteigerung.
Es wurde doch nachgefragt, ob es sich bei den Schulden um einen "Meier-Nachlass" handelt. Die Antwort darauf wurde mit den 15 Mio. geliefert. Was hat Overaths Amtszeit mit dieser Frage zu tun?
Zitat von BlueMercyside:
Allein die bilanzielle Überschuldung
Wo sind wir bilanziell überschuldet? In der letzten Bilanz konnte ich nix erkennen und in der neuesten Meldung lese ich auch nix davon. Denn dann wäre das Unternehme quasi "tot" oder in einer "Fortführungsinsolvenz".
Der FC ist genau so wenig "überschuldet", wie der FC Bayern "schuldenfrei" ist.
Darauf kann ich Dir leider nur mit drögen Zahlen antworten:
Der Konzern ist und bleibt bilanziell überschuldet (6,6 Millionen Euro).
"Nicht im Anlagevermögen aktiviert ist das R.E.S.", da es gepachtet ist. Hier steckt schon die Idee drin: Kaufen und aktivieren.
Der entscheidende Satz ist auf Seite 12, unter III 1 versteckt:
" Insgesamt ist der Konzern handelsbilanziell überschuldet...der nicht durch EK gedeckte Fehlbetrag ist durch ausreichende stille Reserven (Spielerwerte) gedeckt."
Außer, daß es in der Bilanz steht, siehe Bundeanzeiger, würde der FC gewiß solche Formulierungen der Presse ansonsten dementieren:
[Thema Stadionkauf: .....hätte der FC sogar einen Vorteil: Die bilanzielle Überschuldung, die den Fußball-Konzern seit Jahren plagt, wäre mit einem Schlag weg. Horstmann: „Aber Bilanzierungsvorteile sind nicht die Triebfeder dieses Deals. Wir glauben, dass sich dieses Geschäft für uns rechnen könnte. Deshalb sind wir mit diesem Vorschlag bei der Stadt vorstellig geworden.“] - Express zum Stadiolauf
Es will niemand hören, doch auf den Privatbereich übertragen, heißt das, auf allem was einen gewissen Wert hat, klebt der Kuckuck.
Und mal ehrlich, wer im Bonitätsranking nur noch 4 Pkt. vor Schalke liegt, da braucht es keine weitere Erklärung, wie es tatsächlich um die Finanzen des FC bestellt ist.
http://www.creditreform.de/Deutsch/Creditreform/Aktuelles/Creditreform_News_dyn/Creditreform_News/2011-06-27_Bonitaetsranking_Bundesligal.jsp
Ein Experte, mein BWL Anteil im Studium reicht da nicht aus, hat es mir folgendermaßen erklärt. - Zitat:
Ende 2013 tritt wieder die alte Regelung zur Insolvenz in Kraft, nach der wir vermutlich Insolvenz anmelden müssten, wenn wir weiterhin bilanziell so überschuldet wären. Nicht auszudenken, wenn Podolski den FC ablösefrei verlässt und wir kaum noch Gegenwerte hätten. Da könnte ein Stadionkauf vielleicht tatsächlich ein Rettungsanker sein.
Zitat von BlueMercyside:
Es geht hier also nicht um 6-8 Mio. oder 15 Mio, sondern minimum 25 Mio. € Schuldensteigerung.
Es wurde doch nachgefragt, ob es sich bei den Schulden um einen "Meier-Nachlass" handelt. Die Antwort darauf wurde mit den 15 Mio. geliefert. Was hat Overaths Amtszeit mit dieser Frage zu tun?
Zitat von BlueMercyside:
Allein die bilanzielle Überschuldung
Wo sind wir bilanziell überschuldet? In der letzten Bilanz konnte ich nix erkennen und in der neuesten Meldung lese ich auch nix davon. Denn dann wäre das Unternehme quasi "tot" oder in einer "Fortführungsinsolvenz".
Der FC ist genau so wenig "überschuldet", wie der FC Bayern "schuldenfrei" ist.
Darauf kann ich Dir leider nur mit drögen Zahlen antworten:
Der Konzern ist und bleibt bilanziell überschuldet (6,6 Millionen Euro).
"Nicht im Anlagevermögen aktiviert ist das R.E.S.", da es gepachtet ist. Hier steckt schon die Idee drin: Kaufen und aktivieren.
Der entscheidende Satz ist auf Seite 12, unter III 1 versteckt:
" Insgesamt ist der Konzern handelsbilanziell überschuldet...der nicht durch EK gedeckte Fehlbetrag ist durch ausreichende stille Reserven (Spielerwerte) gedeckt."
Außer, daß es in der Bilanz steht, siehe Bundeanzeiger, würde der FC gewiß solche Formulierungen der Presse ansonsten dementieren:
[Thema Stadionkauf: .....hätte der FC sogar einen Vorteil: Die bilanzielle Überschuldung, die den Fußball-Konzern seit Jahren plagt, wäre mit einem Schlag weg. Horstmann: „Aber Bilanzierungsvorteile sind nicht die Triebfeder dieses Deals. Wir glauben, dass sich dieses Geschäft für uns rechnen könnte. Deshalb sind wir mit diesem Vorschlag bei der Stadt vorstellig geworden.“] - Express zum Stadiolauf
Es will niemand hören, doch auf den Privatbereich übertragen, heißt das, auf allem was einen gewissen Wert hat, klebt der Kuckuck.
Und mal ehrlich, wer im Bonitätsranking nur noch 4 Pkt. vor Schalke liegt, da braucht es keine weitere Erklärung, wie es tatsächlich um die Finanzen des FC bestellt ist.
http://www.creditreform.de/Deutsch/Creditreform/Aktuelles/Creditreform_News_dyn/Creditreform_News/2011-06-27_Bonitaetsranking_Bundesligal.jsp
Ein Experte, mein BWL Anteil im Studium reicht da nicht aus, hat es mir folgendermaßen erklärt. - Zitat:
Ende 2013 tritt wieder die alte Regelung zur Insolvenz in Kraft, nach der wir vermutlich Insolvenz anmelden müssten, wenn wir weiterhin bilanziell so überschuldet wären. Nicht auszudenken, wenn Podolski den FC ablösefrei verlässt und wir kaum noch Gegenwerte hätten. Da könnte ein Stadionkauf vielleicht tatsächlich ein Rettungsanker sein.
21.10.2011 - 16:34 Uhr
Zitat von BlueMercyside:
@ Kenneth
Sehr schöner Beitrag, der sich von den Einzeilern, die nur aggressiv bellen, deutlich abhebt.
Auch mir geht es nur darum, den Willen und ein konkretes Konzept zu erkennen.
Der Abend mit Leki gestern war da sehr aufschlußeich.
Stadionkauf aktuell kein Thema
Stadionmiete liegt jetzt bei 8 Mio. im Jahr
Anleihe wird erst im nächsten Jahr bilanziert
Plan für Liga 2 gibt es nicht
Mannschaft wäre jetzt 10-15 Mios mehr wert als im letzten Jahr
Schuldenstand soll in 3-5 Jahren auf 15-20 Mio. gedrückt werden.
Außer dem Armutszeugnis mit der 2. Liga (war aber für jeden denkenden Menschen schon lange klar, daß man da auf volles Risiko geht und rein gar nichts in der Schublade hat) und der fragwürdigen Rechnung des Mannschaftsmehrwert, da dies erst dann eine reale Zahl ist, wenn man sie auch realisiert, also komplett überflüssig, weil völlig unseriös, ist das angestrebte Ziel, doch bemerkenswert.
Nur, auch wenn deshalb hier einige HB Männchen wieder die Decke hoch gehen, was wurde uns in den letzten Jahren nicht alles versprochen?
Vorgänger Horstmann spricht seit Jahren von Konsolidierung, während trotzdem jedes Jahr mehr Verbindlichkeiten aufgebaut wurden.
Wie war das noch mal, als Daum kam - es wurde ein konketer Investitionsplan über mehrere Jahre, angepaßt auf die Liga, in Abstimmung mit verschiedenen Sponsoren aufgestellt.
Ja, ich gebe zu, ich war so naiv und haben das damals geglaubt, daß mit externer Finanzierung an einer neuen Ära des FC gebastelt wird.
Was sagen die gleichen Leute heute?
Die Verbindlichkeiten unter Daum/Meier (Nubbelchen 1+2) waren notwendig zur Etablierung in der Liga. Weit und breit nichts mehr zu sehen von den Sponsoren, mit denen doch angeblich ein konkreter Investitonsplan abgestimmt war.
Später bei der Poldi Rückholaktion das gleiche Spiel. Uns Fans wurde vorgegaukelt, daß dieser Einkauf in keiner Weise finanziell einschränken würde, weil komplett extern finanziert. Horstmann war es noch nicht mal zu blöd, sich vor dem sogenannten Abösespiel zu erdreisten, zu sagen, daß alles noch schneller ging als gedacht und das Ziel der externen Finanzierung schon im Sommer erreicht werden würde. Er hatte in soweit Recht, daß eine Kreditfinanzierung ja auch in geweisser Wesie extern ist. ;)
Dementsprechend muß Hr. Leki damit leben, daß die Glaubwürdigkeit so ziemlich jeder Aussage und jedes Ziels angezweifelt wird, solange dies nur oberflächlich passiert, ohne jede konkrete inhaltliche Füllung.
Die handelnden Personen können froh sein, daß jeder Fan das sportliche im Fokus hat und vor jeder Saison eine Art cut macht. Deshalb sind die falschen Versprechungen aus der Vergangenheit direkt vergessen, weil der Fan, was grundsätzlich ja auch gut und richtig ist, mit einer gewissen Alzheimer Mentalität an die Sache heran geht. Nur so kann man das Fandasein eines nicht mehr ganz so erfolgreichen Fußballclubs ertragen.
Doch die Vereinsführung hat in dem Fall es vielleicht 1x zu oft gemacht, weshalb inzwischen die Fans zweigeteilt sind. Die einen interessiert nur das hier und jetzt, bei wieder nur 5 Pkt. wären sie plötzlich auf Seiten der sogenannten Opposition (wer das auch immer ist, weil sich diese ca. 1000 aktiven Fans bisher in keiner Weise organsiert haben), bei 13 Pkt. wird so getan, als ob alle Probleme und die schlechte Vereinsführung eine Einbildung dieser Fans wären.
Am Ende war und ist dieser Vertrauenverlust durchaus zu bereinigen. An dem Tag, wo diese Vereinsführung ehrlich Fehler einräumt (also nicht als Phrase, wie auch wir haben Fehler gemacht, doch die macht jeder, sondern ehrlich Dinge einräumt, z.B. seine Fehleinschätzung beim Kapitel Meier samt Verlängerung), doch viel wichtiger, endlich mal so etwas wie Transparenz zeigt und klar definiert, wie sie welches Ziel erreichen wollen, in diesem Moment werden viele kritische Anhänger sicher auch dieser Führung noch mal eine ehrliche Chance geben.
Es wird seit der letzten MV im Verein soviel von Veränderung gesprochen, daß die große Masse gar nicht bemerkt, daß das bisher nur Phrasen sind und in nun 11 Monaten mit keinerlei Inhalt gefüllt wurden. Angeblich wurde "jeder Stein umgedreht", doch niemand weiß, was dort gefunden wurde. Vielleicht gibt es diese Planung auch und man hält es nicht für notwendig, den Mitgliedern mitzuteilen, wie die Planung aussieht.
Beides wäre sehr zweifelhaft. Im ersten Fall muß man sich fragen, ob unter den "Steinen" nichts gefunden wurde, im zweiten Fall, ob immer noch nicht verstanden wurde, daß ein Verein vor allem aus seinen Mitgliedern besteht (nicht umsonst ist die MV das höchste Organ der e.V. und die Kg nur eine Ausgliederung mit 100% anteilen des Vereins).
Deshalb hat sich Hr. Leki in gewisser Weise dieser Tradition angeschlossen, in dem er zwar ein konkretes Ziel ausgesprochen hat, immerhin ein Anfang, doch bei der Umsetzung blieb er dann doch äußerst vage.
Da laß ich mich lieber hier beschimpfen, als weiter leichtgläubig einer Vereinsführung alles abzukaufen, die längst im Minusbereich in der Glaubwürdigkeitsskala angekommen ist und gleichzeitig die Zukunft unseres Clubs mit ihrem Finanzgebahren aufs Spiel setzt.
Vielleicht bringt uns die MV ja Erleuchtung, wie das angesprochene Ziel von Hr. Leki konkret umgesetzt werden soll. Doch solange konkrete Fragen und Ziele nur mit Phrasen beantwortet oder angedeutet werden, werde ich mit einem gesunden Mißtrauen lieber schauen, wie es sich in der Realität darstellt. Und zwischen großer Veränderungspropaganda und den tatsächlichen Schritten, liegt bisher eine verdammt große Kluft.
Wo wir uns gegenseitig schon fast an die Gurgel gesprungen sind, alle Achtung. Dies ist ein sehr schöner Beitrag, wo du nicht einen in Frage stellst, sondern das System vom gesamten Vorstand. Da können wir schon besser diskutieren und da stimme ich auch in vielen Punkten mit dir überein.
@ Kenneth
Sehr schöner Beitrag, der sich von den Einzeilern, die nur aggressiv bellen, deutlich abhebt.
Auch mir geht es nur darum, den Willen und ein konkretes Konzept zu erkennen.
Der Abend mit Leki gestern war da sehr aufschlußeich.
Stadionkauf aktuell kein Thema
Stadionmiete liegt jetzt bei 8 Mio. im Jahr
Anleihe wird erst im nächsten Jahr bilanziert
Plan für Liga 2 gibt es nicht
Mannschaft wäre jetzt 10-15 Mios mehr wert als im letzten Jahr
Schuldenstand soll in 3-5 Jahren auf 15-20 Mio. gedrückt werden.
Außer dem Armutszeugnis mit der 2. Liga (war aber für jeden denkenden Menschen schon lange klar, daß man da auf volles Risiko geht und rein gar nichts in der Schublade hat) und der fragwürdigen Rechnung des Mannschaftsmehrwert, da dies erst dann eine reale Zahl ist, wenn man sie auch realisiert, also komplett überflüssig, weil völlig unseriös, ist das angestrebte Ziel, doch bemerkenswert.
Nur, auch wenn deshalb hier einige HB Männchen wieder die Decke hoch gehen, was wurde uns in den letzten Jahren nicht alles versprochen?
Vorgänger Horstmann spricht seit Jahren von Konsolidierung, während trotzdem jedes Jahr mehr Verbindlichkeiten aufgebaut wurden.
Wie war das noch mal, als Daum kam - es wurde ein konketer Investitionsplan über mehrere Jahre, angepaßt auf die Liga, in Abstimmung mit verschiedenen Sponsoren aufgestellt.
Ja, ich gebe zu, ich war so naiv und haben das damals geglaubt, daß mit externer Finanzierung an einer neuen Ära des FC gebastelt wird.
Was sagen die gleichen Leute heute?
Die Verbindlichkeiten unter Daum/Meier (Nubbelchen 1+2) waren notwendig zur Etablierung in der Liga. Weit und breit nichts mehr zu sehen von den Sponsoren, mit denen doch angeblich ein konkreter Investitonsplan abgestimmt war.
Später bei der Poldi Rückholaktion das gleiche Spiel. Uns Fans wurde vorgegaukelt, daß dieser Einkauf in keiner Weise finanziell einschränken würde, weil komplett extern finanziert. Horstmann war es noch nicht mal zu blöd, sich vor dem sogenannten Abösespiel zu erdreisten, zu sagen, daß alles noch schneller ging als gedacht und das Ziel der externen Finanzierung schon im Sommer erreicht werden würde. Er hatte in soweit Recht, daß eine Kreditfinanzierung ja auch in geweisser Wesie extern ist. ;)
Dementsprechend muß Hr. Leki damit leben, daß die Glaubwürdigkeit so ziemlich jeder Aussage und jedes Ziels angezweifelt wird, solange dies nur oberflächlich passiert, ohne jede konkrete inhaltliche Füllung.
Die handelnden Personen können froh sein, daß jeder Fan das sportliche im Fokus hat und vor jeder Saison eine Art cut macht. Deshalb sind die falschen Versprechungen aus der Vergangenheit direkt vergessen, weil der Fan, was grundsätzlich ja auch gut und richtig ist, mit einer gewissen Alzheimer Mentalität an die Sache heran geht. Nur so kann man das Fandasein eines nicht mehr ganz so erfolgreichen Fußballclubs ertragen.
Doch die Vereinsführung hat in dem Fall es vielleicht 1x zu oft gemacht, weshalb inzwischen die Fans zweigeteilt sind. Die einen interessiert nur das hier und jetzt, bei wieder nur 5 Pkt. wären sie plötzlich auf Seiten der sogenannten Opposition (wer das auch immer ist, weil sich diese ca. 1000 aktiven Fans bisher in keiner Weise organsiert haben), bei 13 Pkt. wird so getan, als ob alle Probleme und die schlechte Vereinsführung eine Einbildung dieser Fans wären.
Am Ende war und ist dieser Vertrauenverlust durchaus zu bereinigen. An dem Tag, wo diese Vereinsführung ehrlich Fehler einräumt (also nicht als Phrase, wie auch wir haben Fehler gemacht, doch die macht jeder, sondern ehrlich Dinge einräumt, z.B. seine Fehleinschätzung beim Kapitel Meier samt Verlängerung), doch viel wichtiger, endlich mal so etwas wie Transparenz zeigt und klar definiert, wie sie welches Ziel erreichen wollen, in diesem Moment werden viele kritische Anhänger sicher auch dieser Führung noch mal eine ehrliche Chance geben.
Es wird seit der letzten MV im Verein soviel von Veränderung gesprochen, daß die große Masse gar nicht bemerkt, daß das bisher nur Phrasen sind und in nun 11 Monaten mit keinerlei Inhalt gefüllt wurden. Angeblich wurde "jeder Stein umgedreht", doch niemand weiß, was dort gefunden wurde. Vielleicht gibt es diese Planung auch und man hält es nicht für notwendig, den Mitgliedern mitzuteilen, wie die Planung aussieht.
Beides wäre sehr zweifelhaft. Im ersten Fall muß man sich fragen, ob unter den "Steinen" nichts gefunden wurde, im zweiten Fall, ob immer noch nicht verstanden wurde, daß ein Verein vor allem aus seinen Mitgliedern besteht (nicht umsonst ist die MV das höchste Organ der e.V. und die Kg nur eine Ausgliederung mit 100% anteilen des Vereins).
Deshalb hat sich Hr. Leki in gewisser Weise dieser Tradition angeschlossen, in dem er zwar ein konkretes Ziel ausgesprochen hat, immerhin ein Anfang, doch bei der Umsetzung blieb er dann doch äußerst vage.
Da laß ich mich lieber hier beschimpfen, als weiter leichtgläubig einer Vereinsführung alles abzukaufen, die längst im Minusbereich in der Glaubwürdigkeitsskala angekommen ist und gleichzeitig die Zukunft unseres Clubs mit ihrem Finanzgebahren aufs Spiel setzt.
Vielleicht bringt uns die MV ja Erleuchtung, wie das angesprochene Ziel von Hr. Leki konkret umgesetzt werden soll. Doch solange konkrete Fragen und Ziele nur mit Phrasen beantwortet oder angedeutet werden, werde ich mit einem gesunden Mißtrauen lieber schauen, wie es sich in der Realität darstellt. Und zwischen großer Veränderungspropaganda und den tatsächlichen Schritten, liegt bisher eine verdammt große Kluft.
Wo wir uns gegenseitig schon fast an die Gurgel gesprungen sind, alle Achtung. Dies ist ein sehr schöner Beitrag, wo du nicht einen in Frage stellst, sondern das System vom gesamten Vorstand. Da können wir schon besser diskutieren und da stimme ich auch in vielen Punkten mit dir überein.
22.10.2011 - 13:08 Uhr
Heute hat man im Express diese Meldung vom von Herrn Horstmann gehört.
Für mich ist es schlimm, dass die verschuldungspolitik wohl weiter geht,
http://www.express.de/fc-koeln/neue-abwehr-liebling-fc-will-um-sereno-kaempfen,3192,11044002.html
sollte man ihn kaufen, außer wir schaffen es so viele Spieler zu verkaufen, um seine Ablöse und Gehalt finanzieren zu können.
Für mich ist es schlimm, dass die verschuldungspolitik wohl weiter geht,
http://www.express.de/fc-koeln/neue-abwehr-liebling-fc-will-um-sereno-kaempfen,3192,11044002.html
sollte man ihn kaufen, außer wir schaffen es so viele Spieler zu verkaufen, um seine Ablöse und Gehalt finanzieren zu können.
22.10.2011 - 13:32 Uhr
Zitat von Andreas79:
sollte man ihn kaufen, außer wir schaffen es so viele Spieler zu verkaufen, um seine Ablöse und Gehalt finanzieren zu können.
Jamal und Serano können eigentlich nicht gehalten werden. Was auch wichtige Aussagen sind, sollten wir doch noch um sie pokern.
Ich erwarte im Sommer einen Geromel-Verkauf. Er ist dann fast 27, will den nächsten Schritt machen und wird auch nicht an Wert bei uns steigen können, nur noch verlieren. Selbst Finke wird das wissen. Möglich ist ja auch der Poldi-Verkauf, falls er nicht verlängert, denn auf die Transfereinnahmen der beiden können wir nicht verzichten.
Würden wir jetzt nicht auf die Pleite-Karte setzen, brächte uns einer dieser Verkäufe nichts. In der Vergangenheit war es immer so: Verein A verkauft Spieler X teuer und will einen Ersatz dafür kaufen. Jeder Verein, der einen passenden Ersatzspieler besitzt, wird an den eingenommenen Millionen teilhaben wollen. Paradebeispiele: Gomez bei Stuttgart oder Neuer bei Schalke, wo selbst mittelmäßige Ersatzspieler plötzlich um die 10 Millionen kosteten.
Gerade bei Geromel denke ich mir, dass wir mit Sereno einen adäquaten Ersatz bekommen haben könnten. Problem: Er ist mit Geromel und Andrezinho gut befreundet. Ob er dann noch so gerne bleibt?
Aber um nicht abzudriften zum Abschluss nochmal die Kernaussage: Wir hören die üblichen Sprüche zu Sereno. Einerseits tiefpokern, um die Verhandlungsposition nicht zu verschlechtern, da durchaus Millioneneinnahmen durch ein oder zwei Verkäufe im Sommer realistisch sind. Zeitgleich sympathisiert man mit dem Spieler, um ihm und den Fans zu signalisieren, dass der Klub daran arbeitet ihn zu halten. Das ist auch nicht ganz unwichtig.
sollte man ihn kaufen, außer wir schaffen es so viele Spieler zu verkaufen, um seine Ablöse und Gehalt finanzieren zu können.
Jamal und Serano können eigentlich nicht gehalten werden. Was auch wichtige Aussagen sind, sollten wir doch noch um sie pokern.
Ich erwarte im Sommer einen Geromel-Verkauf. Er ist dann fast 27, will den nächsten Schritt machen und wird auch nicht an Wert bei uns steigen können, nur noch verlieren. Selbst Finke wird das wissen. Möglich ist ja auch der Poldi-Verkauf, falls er nicht verlängert, denn auf die Transfereinnahmen der beiden können wir nicht verzichten.
Würden wir jetzt nicht auf die Pleite-Karte setzen, brächte uns einer dieser Verkäufe nichts. In der Vergangenheit war es immer so: Verein A verkauft Spieler X teuer und will einen Ersatz dafür kaufen. Jeder Verein, der einen passenden Ersatzspieler besitzt, wird an den eingenommenen Millionen teilhaben wollen. Paradebeispiele: Gomez bei Stuttgart oder Neuer bei Schalke, wo selbst mittelmäßige Ersatzspieler plötzlich um die 10 Millionen kosteten.
Gerade bei Geromel denke ich mir, dass wir mit Sereno einen adäquaten Ersatz bekommen haben könnten. Problem: Er ist mit Geromel und Andrezinho gut befreundet. Ob er dann noch so gerne bleibt?
Aber um nicht abzudriften zum Abschluss nochmal die Kernaussage: Wir hören die üblichen Sprüche zu Sereno. Einerseits tiefpokern, um die Verhandlungsposition nicht zu verschlechtern, da durchaus Millioneneinnahmen durch ein oder zwei Verkäufe im Sommer realistisch sind. Zeitgleich sympathisiert man mit dem Spieler, um ihm und den Fans zu signalisieren, dass der Klub daran arbeitet ihn zu halten. Das ist auch nicht ganz unwichtig.
22.10.2011 - 14:24 Uhr
Zitat von Lazarus:
Zitat von Andreas79:
sollte man ihn kaufen, außer wir schaffen es so viele Spieler zu verkaufen, um seine Ablöse und Gehalt finanzieren zu können.
Jamal und Serano können eigentlich nicht gehalten werden. Was auch wichtige Aussagen sind, sollten wir doch noch um sie pokern.
Ich erwarte im Sommer einen Geromel-Verkauf. Er ist dann fast 27, will den nächsten Schritt machen und wird auch nicht an Wert bei uns steigen können, nur noch verlieren. Selbst Finke wird das wissen. Möglich ist ja auch der Poldi-Verkauf, falls er nicht verlängert, denn auf die Transfereinnahmen der beiden können wir nicht verzichten.
Würden wir jetzt nicht auf die Pleite-Karte setzen, brächte uns einer dieser Verkäufe nichts. In der Vergangenheit war es immer so: Verein A verkauft Spieler X teuer und will einen Ersatz dafür kaufen. Jeder Verein, der einen passenden Ersatzspieler besitzt, wird an den eingenommenen Millionen teilhaben wollen. Paradebeispiele: Gomez bei Stuttgart oder Neuer bei Schalke, wo selbst mittelmäßige Ersatzspieler plötzlich um die 10 Millionen kosteten.
Gerade bei Geromel denke ich mir, dass wir mit Sereno einen adäquaten Ersatz bekommen haben könnten. Problem: Er ist mit Geromel und Andrezinho gut befreundet. Ob er dann noch so gerne bleibt?
Aber um nicht abzudriften zum Abschluss nochmal die Kernaussage: Wir hören die üblichen Sprüche zu Sereno. Einerseits tiefpokern, um die Verhandlungsposition nicht zu verschlechtern, da durchaus Millioneneinnahmen durch ein oder zwei Verkäufe im Sommer realistisch sind. Zeitgleich sympathisiert man mit dem Spieler, um ihm und den Fans zu signalisieren, dass der Klub daran arbeitet ihn zu halten. Das ist auch nicht ganz unwichtig.
Das hört sich gut an, so leid es mir um Geromel ergeht. Geromel verkaufen und vom Erlös Sereno und oder Jemal verpflichten :p .
Zitat von Andreas79:
sollte man ihn kaufen, außer wir schaffen es so viele Spieler zu verkaufen, um seine Ablöse und Gehalt finanzieren zu können.
Jamal und Serano können eigentlich nicht gehalten werden. Was auch wichtige Aussagen sind, sollten wir doch noch um sie pokern.
Ich erwarte im Sommer einen Geromel-Verkauf. Er ist dann fast 27, will den nächsten Schritt machen und wird auch nicht an Wert bei uns steigen können, nur noch verlieren. Selbst Finke wird das wissen. Möglich ist ja auch der Poldi-Verkauf, falls er nicht verlängert, denn auf die Transfereinnahmen der beiden können wir nicht verzichten.
Würden wir jetzt nicht auf die Pleite-Karte setzen, brächte uns einer dieser Verkäufe nichts. In der Vergangenheit war es immer so: Verein A verkauft Spieler X teuer und will einen Ersatz dafür kaufen. Jeder Verein, der einen passenden Ersatzspieler besitzt, wird an den eingenommenen Millionen teilhaben wollen. Paradebeispiele: Gomez bei Stuttgart oder Neuer bei Schalke, wo selbst mittelmäßige Ersatzspieler plötzlich um die 10 Millionen kosteten.
Gerade bei Geromel denke ich mir, dass wir mit Sereno einen adäquaten Ersatz bekommen haben könnten. Problem: Er ist mit Geromel und Andrezinho gut befreundet. Ob er dann noch so gerne bleibt?
Aber um nicht abzudriften zum Abschluss nochmal die Kernaussage: Wir hören die üblichen Sprüche zu Sereno. Einerseits tiefpokern, um die Verhandlungsposition nicht zu verschlechtern, da durchaus Millioneneinnahmen durch ein oder zwei Verkäufe im Sommer realistisch sind. Zeitgleich sympathisiert man mit dem Spieler, um ihm und den Fans zu signalisieren, dass der Klub daran arbeitet ihn zu halten. Das ist auch nicht ganz unwichtig.
Das hört sich gut an, so leid es mir um Geromel ergeht. Geromel verkaufen und vom Erlös Sereno und oder Jemal verpflichten :p .
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