Panic Room
21.05.2010 - 12:37 Uhr
19.12.2012 - 19:35 Uhr
Erst einmal vielen Dank für die Resonanz. Ich wusste, dass ich mit meinem Gefühl nicht allein bin.
Ergänzend möchte ich noch zwei Dinge erwähnen bzw. als Diskussionspunkte einbringen.
Erstens: Ich mache mein Empfinden nicht nur vom Sportlichen abhängig. Dazu habe ich mit dem Verein schon zu viele schlechte Zeiten erlebt. Für mich zählt da der Verein als Ganzes mit dem sportlichen, finanziellen Umständen, den handelnden Personen und vor allem dem emotionalen Empfinden. Letzteres ist für mich das, was das größte Problem darstellt.
Den handelnden Personen (allen voran Stefan) fehlen die Mittel, um die Emotionen bei den Mitgliedern und Anhängern zu wecken. Das geht nicht durch Spieler oder einen Heimsieg. Ich habe zwar auch kein Rezept, aber diese fehlenden Emotionen vieler, lassen sich momentan wohl gar nicht wiedererwecken.
Zweitens: Ich bin mir nicht sicher, ob mein zunehmendes Desinteresse nur beim FCK so ausgeprägt wäre. Ich verfolge seit geraumer Zeit weder die Nationalmannschaft noch die Champions League. Mir ist das alles zu kommerziell und sich zu sehr wiederholend. Der FCK war da vor Kurzem auch noch irgendwie in einer anderen Welt, was mich dazu brachte fast ausschließlich nur noch den FCK zu schauen und alles andere zu ignorieren.
Dass selbst dieses bisschen "Fussball" nun auch immer weniger wird, macht mir allerdings keine Sorgen. Mich freut hingegen wenn ich, wie auch schon von Anderen erwähnt, ein "fussballfreies" Wochenende habe und nicht Zeit, Geld, Nerven und meine Laune für den FCK aufwende!
Ergänzend möchte ich noch zwei Dinge erwähnen bzw. als Diskussionspunkte einbringen.
Erstens: Ich mache mein Empfinden nicht nur vom Sportlichen abhängig. Dazu habe ich mit dem Verein schon zu viele schlechte Zeiten erlebt. Für mich zählt da der Verein als Ganzes mit dem sportlichen, finanziellen Umständen, den handelnden Personen und vor allem dem emotionalen Empfinden. Letzteres ist für mich das, was das größte Problem darstellt.
Den handelnden Personen (allen voran Stefan) fehlen die Mittel, um die Emotionen bei den Mitgliedern und Anhängern zu wecken. Das geht nicht durch Spieler oder einen Heimsieg. Ich habe zwar auch kein Rezept, aber diese fehlenden Emotionen vieler, lassen sich momentan wohl gar nicht wiedererwecken.
Zweitens: Ich bin mir nicht sicher, ob mein zunehmendes Desinteresse nur beim FCK so ausgeprägt wäre. Ich verfolge seit geraumer Zeit weder die Nationalmannschaft noch die Champions League. Mir ist das alles zu kommerziell und sich zu sehr wiederholend. Der FCK war da vor Kurzem auch noch irgendwie in einer anderen Welt, was mich dazu brachte fast ausschließlich nur noch den FCK zu schauen und alles andere zu ignorieren.
Dass selbst dieses bisschen "Fussball" nun auch immer weniger wird, macht mir allerdings keine Sorgen. Mich freut hingegen wenn ich, wie auch schon von Anderen erwähnt, ein "fussballfreies" Wochenende habe und nicht Zeit, Geld, Nerven und meine Laune für den FCK aufwende!
19.12.2012 - 20:35 Uhr
@Axel Bellinghause: Ich denke das ist normal, vor allem jetzt, da der FCK riskiert eine Fahrstuhlmannschaft zu werden.
Hat gerade einer den Einmarsch gesehen vom BVB? Ich fand es cool dass Fahnen usw. geschwenkt wuren. Auch wenn man sagen kann, dass wäre Kommerz. Ich denke, wenn man beim FCK wieder etwas mehr auf solche Dinge achten würde, wäre ein Schritt getan. Und mir soll erzählt werden was man will, aber wenn Trommler vor der West stehen, Fahnen auf dem Platz geschwenkt werde würden, würde das schon ein Schritt zu mehr FCK sein.
Der ultimative Schritt wäre natürlich die Tribünen wieder näher ranrücken lassen, aber das werden wir wohl nicht mehr erleben.
Und ratsch macht der BVB das 1-0^^.
Hat gerade einer den Einmarsch gesehen vom BVB? Ich fand es cool dass Fahnen usw. geschwenkt wuren. Auch wenn man sagen kann, dass wäre Kommerz. Ich denke, wenn man beim FCK wieder etwas mehr auf solche Dinge achten würde, wäre ein Schritt getan. Und mir soll erzählt werden was man will, aber wenn Trommler vor der West stehen, Fahnen auf dem Platz geschwenkt werde würden, würde das schon ein Schritt zu mehr FCK sein.
Der ultimative Schritt wäre natürlich die Tribünen wieder näher ranrücken lassen, aber das werden wir wohl nicht mehr erleben.
Und ratsch macht der BVB das 1-0^^.
19.12.2012 - 21:28 Uhr
Zitat von Nestol:
@Axel Bellinghause: Ich denke das ist normal, vor allem jetzt, da der FCK riskiert eine Fahrstuhlmannschaft zu werden.
Hat gerade einer den Einmarsch gesehen vom BVB? Ich fand es cool dass Fahnen usw. geschwenkt wuren. Auch wenn man sagen kann, dass wäre Kommerz. Ich denke, wenn man beim FCK wieder etwas mehr auf solche Dinge achten würde, wäre ein Schritt getan. Und mir soll erzählt werden was man will, aber wenn Trommler vor der West stehen, Fahnen auf dem Platz geschwenkt werde würden, würde das schon ein Schritt zu mehr FCK sein.
Der ultimative Schritt wäre natürlich die Tribünen wieder näher ranrücken lassen, aber das werden wir wohl nicht mehr erleben.
Und ratsch macht der BVB das 1-0^^.
Wenn wir zumindest wüssten, dass die kommenden Jahre uns zu einem Fahrstuhlverein machen, müsste man, ganz nüchtern betrachtet, sogar noch froh drum sein! Alle Mannschaften die in den vergangenen 20 Jahren abgestiegen sind oder bereits 2. Liga gespielt haben und mittlerweile gesattelt in der Bundesliga stehen haben eine Fahrstuhlvergangenheit hinter sich.
Sei es weil man erst Strukturen schaffen musste die 1.ligatauglich sind, siehe Freiburg oder auch traurigerweise Mainz oder weil man Strukturen wieder aufbauen musste, weil man sie in ein paar wenigen Jahren fehlwirtschaft völlig eingetreten hat, siehe Gladbach oder vielleicht bald Frankfurt.
Es braucht dummerweise Zeit bis Wunden im finanziellen Bereich heilen und besagte Wunden sind noch dazu in Abhängigkeit von sportlichen Leistungen. Ergo ist es ein Tanz auf dem Drahtseil wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren nach einem Absturz wie unserem.
Mein Dilemma mit König-Fussball ist ein ganz anderes:
Ich liebe Fussball, Mannschafts- und Nationenunabhängig! Klar hat man seine Favoriten und seine "Antipathie-Kandidaten" aber im großen und ganzen zählt nur eins, hauptsache der Ball rollt!
Jedoch gibt es da ein kleines Pfälzer "Dorf" welches mir immer wieder mal die komplette Lust an diesem Sport nehmen kann; unser geliebter FCK! Um mich jetzt nicht falsch zu verstehen, mir verdirbt es jetzt nicht das Wochenende, wenn unsere Jungs verlieren und ich gehöre auch nicht zu denen die dann in den Keller gehen und weinen.
Und diese Launenummer ist nichmal ergebnisabhängig. Wenn unsere Jungs mit Anstand verlieren und wir trotz guter Leistung verlieren ist alles bestens. Wenn sie aber Spiele abliefern, bei denen man sich wirklich Fragen muss ob das die gleiche Sportart ist wie im Oberhaus und sie sang und klanglos, ohne Herz und Einsatz die Zeit um das 18fache dehnen ist für mich das Wochenende, zumindest was Fussball angeht gelaufen.
Das letzte Spiel habe ich mit ein paar Kollegen mal wieder nur im Fernsehen sehen können wegen den Anstoßzeiten. Danach sollte der Männerabend mit dem Gladbach-Bayern Spiel fortgesetzt werden. Ergebnis, nach der leidenschaftslosen Nummer haben wir natürlich auf das Abendspiel der 1.Liga verzichtet, denn keiner hatte mehr Bock auf Fussball. Und ihr glaubt nicht wie häufig wir das diese Saison auch schon Samstag Mittags erlebt haben. Die Lust am Spiel geht einfach verloren, weil das Herz blutet, wenn man echten Fussball sieht und man dann an seinen Herzensclub denken muss und dessen sportliche Leistungen.
Letztes Jahr hatte die Nummer ja was von Slapstick, aber dieses Jahr?! Das Potenzial letztes Jahr hat einfach nicht mehr her gegeben, das ist eine Geschichte. Aber meiner Ansicht nach haben wir eine bessere Mannschaft, bessere Einzelspieler und trotzdem wieder ein Einstellungs- und Identifikationsproblem.
Wenn die Freundin sich schon "freut" (ganz so grausam ist sie natürlich nicht ;) ), wenn der FCK vor sich hin gurkt, weil dann das Wochenende nicht mehr ganz so fussballlastig ist, dann ist das ein Grund für PANIK!!!
@Axel Bellinghause: Ich denke das ist normal, vor allem jetzt, da der FCK riskiert eine Fahrstuhlmannschaft zu werden.
Hat gerade einer den Einmarsch gesehen vom BVB? Ich fand es cool dass Fahnen usw. geschwenkt wuren. Auch wenn man sagen kann, dass wäre Kommerz. Ich denke, wenn man beim FCK wieder etwas mehr auf solche Dinge achten würde, wäre ein Schritt getan. Und mir soll erzählt werden was man will, aber wenn Trommler vor der West stehen, Fahnen auf dem Platz geschwenkt werde würden, würde das schon ein Schritt zu mehr FCK sein.
Der ultimative Schritt wäre natürlich die Tribünen wieder näher ranrücken lassen, aber das werden wir wohl nicht mehr erleben.
Und ratsch macht der BVB das 1-0^^.
Wenn wir zumindest wüssten, dass die kommenden Jahre uns zu einem Fahrstuhlverein machen, müsste man, ganz nüchtern betrachtet, sogar noch froh drum sein! Alle Mannschaften die in den vergangenen 20 Jahren abgestiegen sind oder bereits 2. Liga gespielt haben und mittlerweile gesattelt in der Bundesliga stehen haben eine Fahrstuhlvergangenheit hinter sich.
Sei es weil man erst Strukturen schaffen musste die 1.ligatauglich sind, siehe Freiburg oder auch traurigerweise Mainz oder weil man Strukturen wieder aufbauen musste, weil man sie in ein paar wenigen Jahren fehlwirtschaft völlig eingetreten hat, siehe Gladbach oder vielleicht bald Frankfurt.
Es braucht dummerweise Zeit bis Wunden im finanziellen Bereich heilen und besagte Wunden sind noch dazu in Abhängigkeit von sportlichen Leistungen. Ergo ist es ein Tanz auf dem Drahtseil wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren nach einem Absturz wie unserem.
Mein Dilemma mit König-Fussball ist ein ganz anderes:
Ich liebe Fussball, Mannschafts- und Nationenunabhängig! Klar hat man seine Favoriten und seine "Antipathie-Kandidaten" aber im großen und ganzen zählt nur eins, hauptsache der Ball rollt!
Jedoch gibt es da ein kleines Pfälzer "Dorf" welches mir immer wieder mal die komplette Lust an diesem Sport nehmen kann; unser geliebter FCK! Um mich jetzt nicht falsch zu verstehen, mir verdirbt es jetzt nicht das Wochenende, wenn unsere Jungs verlieren und ich gehöre auch nicht zu denen die dann in den Keller gehen und weinen.
Und diese Launenummer ist nichmal ergebnisabhängig. Wenn unsere Jungs mit Anstand verlieren und wir trotz guter Leistung verlieren ist alles bestens. Wenn sie aber Spiele abliefern, bei denen man sich wirklich Fragen muss ob das die gleiche Sportart ist wie im Oberhaus und sie sang und klanglos, ohne Herz und Einsatz die Zeit um das 18fache dehnen ist für mich das Wochenende, zumindest was Fussball angeht gelaufen.
Das letzte Spiel habe ich mit ein paar Kollegen mal wieder nur im Fernsehen sehen können wegen den Anstoßzeiten. Danach sollte der Männerabend mit dem Gladbach-Bayern Spiel fortgesetzt werden. Ergebnis, nach der leidenschaftslosen Nummer haben wir natürlich auf das Abendspiel der 1.Liga verzichtet, denn keiner hatte mehr Bock auf Fussball. Und ihr glaubt nicht wie häufig wir das diese Saison auch schon Samstag Mittags erlebt haben. Die Lust am Spiel geht einfach verloren, weil das Herz blutet, wenn man echten Fussball sieht und man dann an seinen Herzensclub denken muss und dessen sportliche Leistungen.
Letztes Jahr hatte die Nummer ja was von Slapstick, aber dieses Jahr?! Das Potenzial letztes Jahr hat einfach nicht mehr her gegeben, das ist eine Geschichte. Aber meiner Ansicht nach haben wir eine bessere Mannschaft, bessere Einzelspieler und trotzdem wieder ein Einstellungs- und Identifikationsproblem.
Wenn die Freundin sich schon "freut" (ganz so grausam ist sie natürlich nicht ;) ), wenn der FCK vor sich hin gurkt, weil dann das Wochenende nicht mehr ganz so fussballlastig ist, dann ist das ein Grund für PANIK!!!
20.12.2012 - 07:53 Uhr
@Axel, Deine aktuelle Gefühlslage kenne ich. Die hatte ich vor ein paar Jahren, als wir unter Wolf in der Rückrunde der ersten Zweitligasaison mehr oder weniger abschenkten. Es folgten ein paar Emotionen, als unter Kjetil "Ente" Rekdal alles den Bach runter zu gehen schien. Ziemlich emotionslos sah ich dem bevorstehenden Ende des FCK entgegen, obwohl ich seit Anfang der 90er eine DK in der West hatte und legendäre Spiele auf dem Betzte (Barca) und Auswärts (Tottenham, Stuttgart 1998) erleben durfte. Der 18.05. war für mich eine Art Erweckungserlebnis, denn in den Stunden bis zum erlösenden Tor von Josh Simpson war so viel Emotion und Anspannung in mir, dass mir bewusst wurde, was der FCK letztendlich doch für mich bedeutet.
Trotzdem (es mag am Alter liegen) sehe ich mittlerweile viele Dinge um den FCK etwas entspannter. Mir verhagelt es nach einer Niederlage höchstens noch die nächste Stunde, nicht mehr die nächsten drei Tage. Ich reagiere auch nicht mehr allergisch, wenn ein Bayernfan fragt, "wo denn nochmal Lautern spielt". Das alles hat sich bei mir im Laufe der Jahre geändert und hat normale Ausmaße angenommen. Es ändert aber trotzdem nichts daran, dass der FCK ein Teil meines Lebens ist und wohl für immer sein wird.
Ich drücke Dir die Daumen, dass auch Du wieder einen größeren Zugang zu unserem Verein findest. Es muss ja nicht (wie bei mir) über sein solches "alles oder nichts"-Spiel sein wie gegen Köln...
Trotzdem (es mag am Alter liegen) sehe ich mittlerweile viele Dinge um den FCK etwas entspannter. Mir verhagelt es nach einer Niederlage höchstens noch die nächste Stunde, nicht mehr die nächsten drei Tage. Ich reagiere auch nicht mehr allergisch, wenn ein Bayernfan fragt, "wo denn nochmal Lautern spielt". Das alles hat sich bei mir im Laufe der Jahre geändert und hat normale Ausmaße angenommen. Es ändert aber trotzdem nichts daran, dass der FCK ein Teil meines Lebens ist und wohl für immer sein wird.
Ich drücke Dir die Daumen, dass auch Du wieder einen größeren Zugang zu unserem Verein findest. Es muss ja nicht (wie bei mir) über sein solches "alles oder nichts"-Spiel sein wie gegen Köln...
20.12.2012 - 09:14 Uhr
Und noch eine Stimme, die deine Gefühlslage gut nachvollziehen kann.
Neben den üblichen Entwicklungen im Leben (Beruf, Familie), die einem die Zeit rauben, nicht mehr wie früher (bei mir v.a. die neunziger Jahre) in Stadion zu gehen, wirkt bei mir nicht allein die aktuelle Situation bei meinem Lieblingsverein entfremdend, sondern zunehmend die allgemeine Entwicklung des Fußballs an sich.
Zunehmende Kommerzialisierung, Großkopferte in allen möglichen Positionen - nicht nur, aber v.a. auf Funktionärsebene -, die jeglichen Blick für die Realität verloren haben. Entscheidungen, die mir nicht für die Fans gemacht zu sein scheinen, die den Fußball überhaupt erst zu dem gemacht haben, was er ist. Immer mehr, immer öfter, immer beliebiger. WM in den Katar. EM in Dutzenden europäischen Städten. Unmögliche Anstoßzeiten, nur damit mehr und mehr TV-Übertragungen möglich sind, die immer mehr und mehr Geld kosten und gleichzeitig generieren. Dazu keinerlei gescheiter Versuch, die gesellschaftlichen Veränderungen aufzunehmen. Wer sich über eine Politikverdrossenheit nicht wundert, braucht dies auch hier nicht zu tun.
Natürlich bleibt der FCK "in mir drin", aber diese Aufopferungsgabe von früher ist mir doch sehr verloren gegangen.
Neben den üblichen Entwicklungen im Leben (Beruf, Familie), die einem die Zeit rauben, nicht mehr wie früher (bei mir v.a. die neunziger Jahre) in Stadion zu gehen, wirkt bei mir nicht allein die aktuelle Situation bei meinem Lieblingsverein entfremdend, sondern zunehmend die allgemeine Entwicklung des Fußballs an sich.
Zunehmende Kommerzialisierung, Großkopferte in allen möglichen Positionen - nicht nur, aber v.a. auf Funktionärsebene -, die jeglichen Blick für die Realität verloren haben. Entscheidungen, die mir nicht für die Fans gemacht zu sein scheinen, die den Fußball überhaupt erst zu dem gemacht haben, was er ist. Immer mehr, immer öfter, immer beliebiger. WM in den Katar. EM in Dutzenden europäischen Städten. Unmögliche Anstoßzeiten, nur damit mehr und mehr TV-Übertragungen möglich sind, die immer mehr und mehr Geld kosten und gleichzeitig generieren. Dazu keinerlei gescheiter Versuch, die gesellschaftlichen Veränderungen aufzunehmen. Wer sich über eine Politikverdrossenheit nicht wundert, braucht dies auch hier nicht zu tun.
Natürlich bleibt der FCK "in mir drin", aber diese Aufopferungsgabe von früher ist mir doch sehr verloren gegangen.
20.12.2012 - 09:32 Uhr
Ich hab mir letzte Woche einen Mainz05-Schal gekauft und tendiere nun dazu eher Mainz-Fan zu sein :rolleyes
Leuts, im Ernst, was soll das??? Bei nem echten Fan kommt in dieser Situation eher ein "Jetzt-erst-recht"-Gefühl als Resignation... Ich kann nicht verstehen wie das gehen soll, dass ich kein Interesse mehr am FCK hätte. Ob Fahrstuhl-Mannschaft, 3.Liga oder Championsleague - "UNSERE FARBEN SIND ROT-WEISS-ROT UND WIR BLEIBEN TREU BIS IN DEN TOD!"
Für mich sind das keine Worte, sondern Gefühle!
BTW: Die "Mode-Fans" findet ihr in Hoppenhausen oder bei Reiern München oder bei de Fischmäänser...
Just my 2 Cents
Leuts, im Ernst, was soll das??? Bei nem echten Fan kommt in dieser Situation eher ein "Jetzt-erst-recht"-Gefühl als Resignation... Ich kann nicht verstehen wie das gehen soll, dass ich kein Interesse mehr am FCK hätte. Ob Fahrstuhl-Mannschaft, 3.Liga oder Championsleague - "UNSERE FARBEN SIND ROT-WEISS-ROT UND WIR BLEIBEN TREU BIS IN DEN TOD!"
Für mich sind das keine Worte, sondern Gefühle!
BTW: Die "Mode-Fans" findet ihr in Hoppenhausen oder bei Reiern München oder bei de Fischmäänser...
Just my 2 Cents
20.12.2012 - 09:35 Uhr
Ich finde mich hier in allen Beiträgen ein Stück wieder.
Sicherlich ist es auch ein wenig der Altersmilde geschuldet, dass ich mich nicht mehr emotional so mitreißen lasse, wie es früher der Fall war. Aber gerade die letzten Jahre haben doch so viele Gurkenspiele mit sich gebracht, dass sich ein Gewöhnungseffekt etablieren konnte. Einen ersten Schritt der Abnabelung habe ich im letzten Jahr vollzogen und meine Mitgliedsschaft gekündigt. Nach so viel Stümperei auf dem Platz und so viel verbranntem Geld in Form von Spielerflobs, hab ich die 60 € Jahresbeitrag genommen und meinen Jungs in die Spardose gesteckt. Selten hatte ich das Gefühl, etwas richtiger zu machen.
Trotz allem versuche ich noch immer, möglichst alle Spiele zu verfolgen. Es ist für mich schlichtweg auch eine schöne Abwechselung vom Alltag. Mir geht es dabei oft wie pipa es schrieb. Nach unserem Spiel am Freitag, hatte ich auch keinen Bock mehr auf das 1.Ligaspiel. Hätten wir gewonnen, hätte ich mir das Spiel noch angeschaut.
Ich schaue noch immer gerne Fussball, aber gerade die von deulux angesprochene Entwicklung stößt auch mir sehr sauer auf. Hier wird das Rad aber nicht mehr zurückgedreht, dafür verdienen viel zu viel, viel zu gut daran.
Falô
Mineiro
Sicherlich ist es auch ein wenig der Altersmilde geschuldet, dass ich mich nicht mehr emotional so mitreißen lasse, wie es früher der Fall war. Aber gerade die letzten Jahre haben doch so viele Gurkenspiele mit sich gebracht, dass sich ein Gewöhnungseffekt etablieren konnte. Einen ersten Schritt der Abnabelung habe ich im letzten Jahr vollzogen und meine Mitgliedsschaft gekündigt. Nach so viel Stümperei auf dem Platz und so viel verbranntem Geld in Form von Spielerflobs, hab ich die 60 € Jahresbeitrag genommen und meinen Jungs in die Spardose gesteckt. Selten hatte ich das Gefühl, etwas richtiger zu machen.
Trotz allem versuche ich noch immer, möglichst alle Spiele zu verfolgen. Es ist für mich schlichtweg auch eine schöne Abwechselung vom Alltag. Mir geht es dabei oft wie pipa es schrieb. Nach unserem Spiel am Freitag, hatte ich auch keinen Bock mehr auf das 1.Ligaspiel. Hätten wir gewonnen, hätte ich mir das Spiel noch angeschaut.
Ich schaue noch immer gerne Fussball, aber gerade die von deulux angesprochene Entwicklung stößt auch mir sehr sauer auf. Hier wird das Rad aber nicht mehr zurückgedreht, dafür verdienen viel zu viel, viel zu gut daran.
Falô
Mineiro
20.12.2012 - 09:40 Uhr
Zitat von Pelser_Buu:
Leuts, im Ernst, was soll das??? Bei nem echten Fan kommt in dieser Situation eher ein "Jetzt-erst-recht"-Gefühl als Resignation... Ich kann nicht verstehen wie das gehen soll, dass ich kein Interesse mehr am FCK hätte. Ob Fahrstuhl-Mannschaft, 3.Liga oder Championsleague - "UNSERE FARBEN SIND ROT-WEISS-ROT UND WIR BLEIBEN TREU BIS IN DEN TOD!"
Das alles ändert aber nichts daran, dass sich Menschen entwickeln und offenbar bei so einigen im Laufe der Jahre andere Dinge mehr an Bedeutung gewonnen haben. Das bedeutet nicht, dass sie keine "echten Fans" (finde ich persönlich gesagt eh ein wenig unangebracht, sein subjektives Empfinden so zu verallgemeinern) mehr sind, sondern dass diese (oft jugendliche) Überschwänglichkeit in Bezug auf den FCK in ein normales Fanmaß übergeht. Man kann also trotzdem mit Haut und Haar FCK-Fan sein. Auch ohne sich von einer Niederlage die nächsten 7 Tage versauen zu lassen.
Just MY 2 Cents... ;)
Leuts, im Ernst, was soll das??? Bei nem echten Fan kommt in dieser Situation eher ein "Jetzt-erst-recht"-Gefühl als Resignation... Ich kann nicht verstehen wie das gehen soll, dass ich kein Interesse mehr am FCK hätte. Ob Fahrstuhl-Mannschaft, 3.Liga oder Championsleague - "UNSERE FARBEN SIND ROT-WEISS-ROT UND WIR BLEIBEN TREU BIS IN DEN TOD!"
Das alles ändert aber nichts daran, dass sich Menschen entwickeln und offenbar bei so einigen im Laufe der Jahre andere Dinge mehr an Bedeutung gewonnen haben. Das bedeutet nicht, dass sie keine "echten Fans" (finde ich persönlich gesagt eh ein wenig unangebracht, sein subjektives Empfinden so zu verallgemeinern) mehr sind, sondern dass diese (oft jugendliche) Überschwänglichkeit in Bezug auf den FCK in ein normales Fanmaß übergeht. Man kann also trotzdem mit Haut und Haar FCK-Fan sein. Auch ohne sich von einer Niederlage die nächsten 7 Tage versauen zu lassen.
Just MY 2 Cents... ;)
20.12.2012 - 09:59 Uhr
Dann schließe ich mich dem Generationentreff hier mal an :-) Auch meine FCK-Leidenschaft ist im Vergleich zu den wilden und turbulenten 1990ér Jahren zuletzt doch merklich abgekühlt. Ich hatte ab der Saison 1994 bis zur Saison 2005/2006 eine Dauerkarte in der alten West, habe nach dem ersten Abstieg wochenlang Trübsal geblasen, mir den Kopf zermartert, weshalb Herr Kuka und Kollegen in Leverkusen nicht rechtzeitig für das erlösende 2:0 gesorgt hatten und diesen verdammten Herrn Münch verflucht, der so kurz vor Schluss doch noch alles zerstörte.
Dann die Trotzreaktion, mit "Jetzt erst recht" und "Wir meistern die 2. Liga gemeinsam!" zurück nach Hause ins Oberhaus, um dort die ganze Liga und insbesondere die Bayern mit Kokolores und Olaf Marschall Fußballgott zu überraschen. Ein Rekord für die Ewigkeit, der jedoch gleichzeitig auch den Niedergang einleitete.
Die grausamen Jahre mit Mr. Defizit an Durchblick Wieschemann, unserem Chef Sanierer Jäggi, dem ungebremsten WM-Gigantismus und der damit verbundenen fast Pleite meines geliebten FCK, hinterließen natürlich tiefe Spuren. Und dann kam, als eigentlich gar nichts mehr zu gehen schien, Milan Sasic und kurze Zeit später mein Idol aus den frühen 90ér Stefan Kuntz zurück auf den Berg und plötzlich war das alte Fieber wieder da, mit dem grönenden Abschluss am 18.05.2008. Dieses Spiel, diese Fans, dieses Stadionerlebnis, dieser Verein, einfach unzerstörbar eingebrannt in die Fanseele.
Auch wenn die bedingungslose Liebe und Leidenschaft für meinen FCK in den letzten Jahren deutlich nachgelassen hat, Peter Lenk schon lange keine FCK Kolumnen in der Rheinpfalz mehr schreibt, ich schon lange keine Dauerkarte mehr besitze und Niederlagen der Teufel nicht mehr mein ganzes Wochenende vermiesen, bin ich doch nach wie vor sehr stolz, Fan dieses einzigartigen Vereins zu sein.
Von daher Axel B., ist das was Du eingangs beschreibst, wohl eine normale Entwicklung, die viele hier teilen und sehr gut nachvollziehen können.
Dann die Trotzreaktion, mit "Jetzt erst recht" und "Wir meistern die 2. Liga gemeinsam!" zurück nach Hause ins Oberhaus, um dort die ganze Liga und insbesondere die Bayern mit Kokolores und Olaf Marschall Fußballgott zu überraschen. Ein Rekord für die Ewigkeit, der jedoch gleichzeitig auch den Niedergang einleitete.
Die grausamen Jahre mit Mr. Defizit an Durchblick Wieschemann, unserem Chef Sanierer Jäggi, dem ungebremsten WM-Gigantismus und der damit verbundenen fast Pleite meines geliebten FCK, hinterließen natürlich tiefe Spuren. Und dann kam, als eigentlich gar nichts mehr zu gehen schien, Milan Sasic und kurze Zeit später mein Idol aus den frühen 90ér Stefan Kuntz zurück auf den Berg und plötzlich war das alte Fieber wieder da, mit dem grönenden Abschluss am 18.05.2008. Dieses Spiel, diese Fans, dieses Stadionerlebnis, dieser Verein, einfach unzerstörbar eingebrannt in die Fanseele.
Auch wenn die bedingungslose Liebe und Leidenschaft für meinen FCK in den letzten Jahren deutlich nachgelassen hat, Peter Lenk schon lange keine FCK Kolumnen in der Rheinpfalz mehr schreibt, ich schon lange keine Dauerkarte mehr besitze und Niederlagen der Teufel nicht mehr mein ganzes Wochenende vermiesen, bin ich doch nach wie vor sehr stolz, Fan dieses einzigartigen Vereins zu sein.
Von daher Axel B., ist das was Du eingangs beschreibst, wohl eine normale Entwicklung, die viele hier teilen und sehr gut nachvollziehen können.
20.12.2012 - 10:10 Uhr
Interessante Diskussion, auch wenn es wohl der falsche Thread ist.
Klar entwicklen sich Menschen. Hat mit 15 o. 20 Jahren Fussball eine sehr roße Rolle gespielt un dist man damals durch die Republik und europa gereist, stehen heute Familie, Freunde und auch der Beruf viel mehr im Blickpunkt. Die Zeit wird knapper und man muss entscheiden was man in dieser Zeit macht. Zumal wird einem bewusst, dass Fussball eine sehr schöne, aber doch nur eine Nebensache im Leben ist.
Ich persönlich glaube nicht dass es wirklich darum geht was auf dem Platz passiert bzw. in welcher Liga man spielt. Klar es gibt Zeiten der Euphorie und auch der Depression, aber letztlich hängt man am Fussball und am Verein.
Wenn ich aber heute die jugendlichen Rotzlöffel mit Ihrer Ultramacherei in einer Masse im Stadion sehe, dann vergeht mir noch viel mehr die Lust. Eine Megaphonanlage o. Dauersingsang ist nicht mehr meine Vorstellung von einem schönen Fussballnachmittag.
Alles führt dazu, dass am Abwegt, wann man sich die Zeit für Live-Fussball leistet oder nicht. und spätestens wenn man eigene Kinder hat, wird die Frage häufig von alleine beantwortet.
Und trotzdem hat man das Handy in der Hand und schaut auf die Ergebnisse, denn so ganz kann man wirklich nie loslassen.
Klar entwicklen sich Menschen. Hat mit 15 o. 20 Jahren Fussball eine sehr roße Rolle gespielt un dist man damals durch die Republik und europa gereist, stehen heute Familie, Freunde und auch der Beruf viel mehr im Blickpunkt. Die Zeit wird knapper und man muss entscheiden was man in dieser Zeit macht. Zumal wird einem bewusst, dass Fussball eine sehr schöne, aber doch nur eine Nebensache im Leben ist.
Ich persönlich glaube nicht dass es wirklich darum geht was auf dem Platz passiert bzw. in welcher Liga man spielt. Klar es gibt Zeiten der Euphorie und auch der Depression, aber letztlich hängt man am Fussball und am Verein.
Wenn ich aber heute die jugendlichen Rotzlöffel mit Ihrer Ultramacherei in einer Masse im Stadion sehe, dann vergeht mir noch viel mehr die Lust. Eine Megaphonanlage o. Dauersingsang ist nicht mehr meine Vorstellung von einem schönen Fussballnachmittag.
Alles führt dazu, dass am Abwegt, wann man sich die Zeit für Live-Fussball leistet oder nicht. und spätestens wenn man eigene Kinder hat, wird die Frage häufig von alleine beantwortet.
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