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Schiedsrichter und der Videobeweis

01.11.2015 - 13:57 Uhr
Zitat von D0Mspatz
Zitat von Zensur

Zitat von E_Levve_Lang

Zitat von Misterpinkbn

Kurze Frage - gerade aufgrund der Aktualität bei unseren Spielen an diejenigen, die eher gegen Challenges sind.

Gerade mit Blick auf das Handspiel gegen den BvB und dem Tritt auf die Achillessehne von Lund, die sich der Schiri auf dem Feld beide noch nicht mal angeschaut hat - Was daran findet ihr denn zum einen Nachteilehaft an Challenges?

Es gibt ja durchaus Sportarten in denen das Erfolgreich praktiziert wird

Ich persönlich finde, das würde schon einen Ausgleich dazu schaffen, wenn der Mann im Keller mal wieder Tomaten auf den Augen hat.

Selbst wenn der Schiedsrichter mal gegen dich entscheidet, fühlt sich das gerechter an, als wenn es komplett unter den Tisch fällt.

Zumindest aus meiner Sicht.


Ich bin nicht komplett dagegen aber antworte da mal. Die Frage ist, ob nicht auch das ausartet. Ich finde man müsste die Anzahl dann stark begrenzen und zeitliche Limits setzen um die Challenge zu ziehen, sonst spielen Angestellte der Vereine dauerhaft VAR und der nächste Keller ist entstanden.

Die Rahmenbedingungen kann man ja verhandeln, aber ich sehe das voll wie @Misterpinkbn , wenn sich sowas bewusst angeguckt durch Intervention eines Teams, kann man zumindest nicht mehr monieren es wär durchgegangen. MMn würde das auch etwas den Druck rausnehmen, weil wenn ein Team das selbst gesehen hat und nicht moniert, dann kann man sich diesbezüglich im
Nachhinein nicht beschweren.
Wie im Fall von Lund und dem Handspiel von Couto.
Wie es dann bewertet worden wäre, das wird wohl auch weiterhin Diskussionsstoff liefern…


Es ist ein Irrglaube, dass die beiden Scenen nicht bewertet wurden. Natürlich hat der var sich das angesehen und natürlich hat er es auch bewertet.

Wir müssen beim var wirklich mal mit dem was wir sagen und schreiben aufpassen. Da ist so viel Ungenauigkeit drin und ich glaube, ohne hier jemanden anzusprechen, dass wirklich viele ein falsches Bild haben. Der Schiri wird halt nur bei einer positiv Bewertung des var rausgeschickt. Bei einer Negativbewertung nicht. Trotzdem wurde die Szene ja bewertet.

Das ist eben dann auch das Ding bei challange. Die Frage, die hier im Raum steht ist halt auch viel zu unpräzise und der vergleich mit anderen Sportarten hinkt. Im Feldhockey i.e. gibt es eine challange. Wenn die gezogen wird guckt sich aber der var die Szene an und bewertet diese völlig ohne den Schiri, der ab dem Zeitpunkt raus ist und gar nicht mehr mitreden kann. Beim Eishockey z.b. das umgekehrte Bild. Der var liefert nur die Bilder. Entweder wegen einer challange oder wegen einer Nachfrage des Schiris, er selbst greift aber niemals ein.

Challange ist also auch nicht gleich challange und kann durchaus sehr unterschiedlich aussehen. Im fußball pokeln var und Schiri Szenen gemeinsam aus. Das halte ich für einen Konstruktionsfehler. Ob sich der Schiri nochmal was anschaut hängt an so vielen diffusen Dingen. Erst muss der var etwas kritisch sehen, dann redet er mit dem Schiri, was dieser gesehen und wahrgenommen hat und davon hängt dann ab, ob sich etwas angesehen wird oder nicht... Alleine das ist schon bescheuert. Entweder die Entscheidung muss beim Schiri bleiben, dann darf der var aber auch nicht entscheiden, dass sich etwas nicht angesehen wird. Oder aber ab einem gewissen Punkt darf der Schiri einfach nicht mehr mitreden und wird überrult. Challange ist dabei aber nur ein Werkzeug, dass sagt, wann was geprüft wird. Einfaches Beispiel: bei Lund und dem BVB Handspiel hat der var jeweils eine Bewertung vorgenommen und auch öffentlich zur Protokoll gegeben. Er hat es also bewertet. Und diese Bewertung hätte sich ja durch eine challange nicht verändert.

Ich denke, einfach mal challange in den Raum zu werfen wird die Probleme nicht lösen, das Problem ist vielschichtiger, und man muss sich da über ein Gesamtkonzept Gedanken machen. Meiner Meinung nach sollten da challanges dazu gehören, weil sie die Verantwortung vom Schiri auf die Teams verlagert. Und damit wäre im Umgang mit dem var und den Schiris schon viel gewonnen. Auch sollte es nur eine Entscheidungsinstanz geben, egal ob das am Ende der Schiri ist oder der var... Es darf da nicht diskutiert werden, einer soll das möglichst unabhängig bewerten, dieses sich gegenseitig beeinflussen und unterschiedliche Meinungen und Linien reinbringen hat sich mMn überhaupt nicht bewährt...

Die zwei größten issues haben aber mMn wenig mit dem Vorgehen des var zu tun. Diese sind Einheitlichkeit in der Bewertung und einfach schlechte regeln. Das betrifft sowohl die komplexität der Regeln als auch das völlig unangemessene bestrafungssystem, welches in vielen fällen einfach in keiner relation zum regelverstoß steht und spiele auf diese Weise massiv beeinflusst. 11er ist z.b. ein freier Torschuss. Warum sollte diese Strafe örtlich gebunden sein. Sie sollte immer dann kommen, wenn ein Torabschluss verhindert würde, egal wo, und nicht wenn es zwar nah am Tor war aber keine Chance auf einen Abschluss bestand. Genauso die rote Karte. Ich kenne keine Sportart, in der ein Team dann weite Strecken des Spiels in Unterzahl spielen muss. Zumal die Strafe hier je nach Zeitpunkt sehr unterschiedlich hart ist. Wieso kann man einen Spieler mit roter Karte nicht auswechseln? Das Team verliert damit einen wechsel und ggf. Ein Wechselfenster. Und wenn man mehr Strafe will kann man ja sagen, dass man 2 Wechsel Optionen verliert, wenn man eine rote Karte auswechselt oder man sagt, man darf erst nach 20 Minuten auswechseln oder so...

Von komischen Auslegungen in der Regel zu Trefferbildern und Handspielen mal ganz zu schweigen...

Meine These ist, dass wir einfach auch viel weniger über Schiris und var reden müssten, wenn Regeln und Bestrafungen angemessen wären. Und daran wird auch kein anderes var system oder seine Abschaffung was ändern...


Glaubst du wirklich, dass der va die Lund Szene geprüft hat? Ich denke nicht. Die Gründe habe ich schon mehrfach genannt.
Zitat von Poldi82NRW

Zitat von D0Mspatz

Zitat von Zensur

Zitat von E_Levve_Lang

Zitat von Misterpinkbn

Kurze Frage - gerade aufgrund der Aktualität bei unseren Spielen an diejenigen, die eher gegen Challenges sind.

Gerade mit Blick auf das Handspiel gegen den BvB und dem Tritt auf die Achillessehne von Lund, die sich der Schiri auf dem Feld beide noch nicht mal angeschaut hat - Was daran findet ihr denn zum einen Nachteilehaft an Challenges?

Es gibt ja durchaus Sportarten in denen das Erfolgreich praktiziert wird

Ich persönlich finde, das würde schon einen Ausgleich dazu schaffen, wenn der Mann im Keller mal wieder Tomaten auf den Augen hat.

Selbst wenn der Schiedsrichter mal gegen dich entscheidet, fühlt sich das gerechter an, als wenn es komplett unter den Tisch fällt.

Zumindest aus meiner Sicht.


Ich bin nicht komplett dagegen aber antworte da mal. Die Frage ist, ob nicht auch das ausartet. Ich finde man müsste die Anzahl dann stark begrenzen und zeitliche Limits setzen um die Challenge zu ziehen, sonst spielen Angestellte der Vereine dauerhaft VAR und der nächste Keller ist entstanden.

Die Rahmenbedingungen kann man ja verhandeln, aber ich sehe das voll wie @Misterpinkbn , wenn sich sowas bewusst angeguckt durch Intervention eines Teams, kann man zumindest nicht mehr monieren es wär durchgegangen. MMn würde das auch etwas den Druck rausnehmen, weil wenn ein Team das selbst gesehen hat und nicht moniert, dann kann man sich diesbezüglich im
Nachhinein nicht beschweren.
Wie im Fall von Lund und dem Handspiel von Couto.
Wie es dann bewertet worden wäre, das wird wohl auch weiterhin Diskussionsstoff liefern…


Es ist ein Irrglaube, dass die beiden Scenen nicht bewertet wurden. Natürlich hat der var sich das angesehen und natürlich hat er es auch bewertet.

Wir müssen beim var wirklich mal mit dem was wir sagen und schreiben aufpassen. Da ist so viel Ungenauigkeit drin und ich glaube, ohne hier jemanden anzusprechen, dass wirklich viele ein falsches Bild haben. Der Schiri wird halt nur bei einer positiv Bewertung des var rausgeschickt. Bei einer Negativbewertung nicht. Trotzdem wurde die Szene ja bewertet.

Das ist eben dann auch das Ding bei challange. Die Frage, die hier im Raum steht ist halt auch viel zu unpräzise und der vergleich mit anderen Sportarten hinkt. Im Feldhockey i.e. gibt es eine challange. Wenn die gezogen wird guckt sich aber der var die Szene an und bewertet diese völlig ohne den Schiri, der ab dem Zeitpunkt raus ist und gar nicht mehr mitreden kann. Beim Eishockey z.b. das umgekehrte Bild. Der var liefert nur die Bilder. Entweder wegen einer challange oder wegen einer Nachfrage des Schiris, er selbst greift aber niemals ein.

Challange ist also auch nicht gleich challange und kann durchaus sehr unterschiedlich aussehen. Im fußball pokeln var und Schiri Szenen gemeinsam aus. Das halte ich für einen Konstruktionsfehler. Ob sich der Schiri nochmal was anschaut hängt an so vielen diffusen Dingen. Erst muss der var etwas kritisch sehen, dann redet er mit dem Schiri, was dieser gesehen und wahrgenommen hat und davon hängt dann ab, ob sich etwas angesehen wird oder nicht... Alleine das ist schon bescheuert. Entweder die Entscheidung muss beim Schiri bleiben, dann darf der var aber auch nicht entscheiden, dass sich etwas nicht angesehen wird. Oder aber ab einem gewissen Punkt darf der Schiri einfach nicht mehr mitreden und wird überrult. Challange ist dabei aber nur ein Werkzeug, dass sagt, wann was geprüft wird. Einfaches Beispiel: bei Lund und dem BVB Handspiel hat der var jeweils eine Bewertung vorgenommen und auch öffentlich zur Protokoll gegeben. Er hat es also bewertet. Und diese Bewertung hätte sich ja durch eine challange nicht verändert.

Ich denke, einfach mal challange in den Raum zu werfen wird die Probleme nicht lösen, das Problem ist vielschichtiger, und man muss sich da über ein Gesamtkonzept Gedanken machen. Meiner Meinung nach sollten da challanges dazu gehören, weil sie die Verantwortung vom Schiri auf die Teams verlagert. Und damit wäre im Umgang mit dem var und den Schiris schon viel gewonnen. Auch sollte es nur eine Entscheidungsinstanz geben, egal ob das am Ende der Schiri ist oder der var... Es darf da nicht diskutiert werden, einer soll das möglichst unabhängig bewerten, dieses sich gegenseitig beeinflussen und unterschiedliche Meinungen und Linien reinbringen hat sich mMn überhaupt nicht bewährt...

Die zwei größten issues haben aber mMn wenig mit dem Vorgehen des var zu tun. Diese sind Einheitlichkeit in der Bewertung und einfach schlechte regeln. Das betrifft sowohl die komplexität der Regeln als auch das völlig unangemessene bestrafungssystem, welches in vielen fällen einfach in keiner relation zum regelverstoß steht und spiele auf diese Weise massiv beeinflusst. 11er ist z.b. ein freier Torschuss. Warum sollte diese Strafe örtlich gebunden sein. Sie sollte immer dann kommen, wenn ein Torabschluss verhindert würde, egal wo, und nicht wenn es zwar nah am Tor war aber keine Chance auf einen Abschluss bestand. Genauso die rote Karte. Ich kenne keine Sportart, in der ein Team dann weite Strecken des Spiels in Unterzahl spielen muss. Zumal die Strafe hier je nach Zeitpunkt sehr unterschiedlich hart ist. Wieso kann man einen Spieler mit roter Karte nicht auswechseln? Das Team verliert damit einen wechsel und ggf. Ein Wechselfenster. Und wenn man mehr Strafe will kann man ja sagen, dass man 2 Wechsel Optionen verliert, wenn man eine rote Karte auswechselt oder man sagt, man darf erst nach 20 Minuten auswechseln oder so...

Von komischen Auslegungen in der Regel zu Trefferbildern und Handspielen mal ganz zu schweigen...

Meine These ist, dass wir einfach auch viel weniger über Schiris und var reden müssten, wenn Regeln und Bestrafungen angemessen wären. Und daran wird auch kein anderes var system oder seine Abschaffung was ändern...


Glaubst du wirklich, dass der va die Lund Szene geprüft hat? Ich denke nicht. Die Gründe habe ich schon mehrfach genannt.


Naja, also kwasniok sagt, dass man sich beim vierten offiziellen beschwert habe und der mitgeteilt habe, dass der var sich das angesehen und negativ bewertet habe. Es war dann von natürlicher Schrittfolge die Rede... Man hat also auf den Eingriff, den das trefferbild hergegeben hätte auf Grund von natürlicher Bewegung verzichtet. Das kann man jetzt so und so sehen, bitter ist halt, dass dieser Graubereich diese Saison irgendwie fast immer gegen uns ausgelegt wird...

Dein glaube, dass er das nicht getan hat nur weil er das irgendwo im Keller getan hat und du das nicht sehen konntest passt halt völlig in mein oben beschriebenes Problembild. Es ist intransparent. Irgendwer, nicht Mal der Schiri, entscheidet da irgendwas an allen vorbei auf Basis seiner persönlichen Linie und dem Dialog mit dem Schiri. Das gibt halt Raum für genau die Spekulationen, die du hier äußerst. Alleine das macht es halt zu einem schlechten system, weil es kein Vertrauen schafft.

Aber ja, wenn man aussagen von kwasniok, Kessler und die Statements des DFB als maßstab nimmt würde sowohl die Handscene als auch die Lundscene von var gesehen, bewertet und als nicht eingriffswürdig entschieden. Da müsste man dem Schiri kollektiv schon absichtlich es lügen während (der FC bank gegenüber) und nach dem Spiel (Aufarbeitung der Szene) unterstellen, also blanke Absicht oder absolute Ignoranz, um zu behaupten, dass der var hier seiner Pflicht das anzusehen nicht nachgekommen wäre... Zumal der DFB ja zumindest bei der Handszene sogar gesagt hat, dass man hier einen Eingriff hätte sehen wollen... Die lüge würde es also sogar schlimmer machen als "einfach nicht gesehen".

In der Tat wären hier aber auch schon die Offenlegung aller Schiri Dialoge Transparenz schaffend...

•     •     •

ich bin nicht Domspatz sondern D0Mspatz, mit einer Null =)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von D0Mspatz am 17.03.2026 um 23:15 Uhr bearbeitet
Zitat von D0Mspatz
Zitat von Zensur

Zitat von E_Levve_Lang

Zitat von Misterpinkbn

Kurze Frage - gerade aufgrund der Aktualität bei unseren Spielen an diejenigen, die eher gegen Challenges sind.

Gerade mit Blick auf das Handspiel gegen den BvB und dem Tritt auf die Achillessehne von Lund, die sich der Schiri auf dem Feld beide noch nicht mal angeschaut hat - Was daran findet ihr denn zum einen Nachteilehaft an Challenges?

Es gibt ja durchaus Sportarten in denen das Erfolgreich praktiziert wird

Ich persönlich finde, das würde schon einen Ausgleich dazu schaffen, wenn der Mann im Keller mal wieder Tomaten auf den Augen hat.

Selbst wenn der Schiedsrichter mal gegen dich entscheidet, fühlt sich das gerechter an, als wenn es komplett unter den Tisch fällt.

Zumindest aus meiner Sicht.


Ich bin nicht komplett dagegen aber antworte da mal. Die Frage ist, ob nicht auch das ausartet. Ich finde man müsste die Anzahl dann stark begrenzen und zeitliche Limits setzen um die Challenge zu ziehen, sonst spielen Angestellte der Vereine dauerhaft VAR und der nächste Keller ist entstanden.

Die Rahmenbedingungen kann man ja verhandeln, aber ich sehe das voll wie @Misterpinkbn , wenn sich sowas bewusst angeguckt durch Intervention eines Teams, kann man zumindest nicht mehr monieren es wär durchgegangen. MMn würde das auch etwas den Druck rausnehmen, weil wenn ein Team das selbst gesehen hat und nicht moniert, dann kann man sich diesbezüglich im
Nachhinein nicht beschweren.
Wie im Fall von Lund und dem Handspiel von Couto.
Wie es dann bewertet worden wäre, das wird wohl auch weiterhin Diskussionsstoff liefern…


Es ist ein Irrglaube, dass die beiden Scenen nicht bewertet wurden. Natürlich hat der var sich das angesehen und natürlich hat er es auch bewertet.

Wir müssen beim var wirklich mal mit dem was wir sagen und schreiben aufpassen. Da ist so viel Ungenauigkeit drin und ich glaube, ohne hier jemanden anzusprechen, dass wirklich viele ein falsches Bild haben. Der Schiri wird halt nur bei einer positiv Bewertung des var rausgeschickt. Bei einer Negativbewertung nicht. Trotzdem wurde die Szene ja bewertet.

Das ist eben dann auch das Ding bei challange. Die Frage, die hier im Raum steht ist halt auch viel zu unpräzise und der vergleich mit anderen Sportarten hinkt. Im Feldhockey i.e. gibt es eine challange. Wenn die gezogen wird guckt sich aber der var die Szene an und bewertet diese völlig ohne den Schiri, der ab dem Zeitpunkt raus ist und gar nicht mehr mitreden kann. Beim Eishockey z.b. das umgekehrte Bild. Der var liefert nur die Bilder. Entweder wegen einer challange oder wegen einer Nachfrage des Schiris, er selbst greift aber niemals ein.

Challange ist also auch nicht gleich challange und kann durchaus sehr unterschiedlich aussehen. Im fußball pokeln var und Schiri Szenen gemeinsam aus. Das halte ich für einen Konstruktionsfehler. Ob sich der Schiri nochmal was anschaut hängt an so vielen diffusen Dingen. Erst muss der var etwas kritisch sehen, dann redet er mit dem Schiri, was dieser gesehen und wahrgenommen hat und davon hängt dann ab, ob sich etwas angesehen wird oder nicht... Alleine das ist schon bescheuert. Entweder die Entscheidung muss beim Schiri bleiben, dann darf der var aber auch nicht entscheiden, dass sich etwas nicht angesehen wird. Oder aber ab einem gewissen Punkt darf der Schiri einfach nicht mehr mitreden und wird überrult. Challange ist dabei aber nur ein Werkzeug, dass sagt, wann was geprüft wird. Einfaches Beispiel: bei Lund und dem BVB Handspiel hat der var jeweils eine Bewertung vorgenommen und auch öffentlich zur Protokoll gegeben. Er hat es also bewertet. Und diese Bewertung hätte sich ja durch eine challange nicht verändert.

Ich denke, einfach mal challange in den Raum zu werfen wird die Probleme nicht lösen, das Problem ist vielschichtiger, und man muss sich da über ein Gesamtkonzept Gedanken machen. Meiner Meinung nach sollten da challanges dazu gehören, weil sie die Verantwortung vom Schiri auf die Teams verlagert. Und damit wäre im Umgang mit dem var und den Schiris schon viel gewonnen. Auch sollte es nur eine Entscheidungsinstanz geben, egal ob das am Ende der Schiri ist oder der var... Es darf da nicht diskutiert werden, einer soll das möglichst unabhängig bewerten, dieses sich gegenseitig beeinflussen und unterschiedliche Meinungen und Linien reinbringen hat sich mMn überhaupt nicht bewährt...

Die zwei größten issues haben aber mMn wenig mit dem Vorgehen des var zu tun. Diese sind Einheitlichkeit in der Bewertung und einfach schlechte regeln. Das betrifft sowohl die komplexität der Regeln als auch das völlig unangemessene bestrafungssystem, welches in vielen fällen einfach in keiner relation zum regelverstoß steht und spiele auf diese Weise massiv beeinflusst. 11er ist z.b. ein freier Torschuss. Warum sollte diese Strafe örtlich gebunden sein. Sie sollte immer dann kommen, wenn ein Torabschluss verhindert würde, egal wo, und nicht wenn es zwar nah am Tor war aber keine Chance auf einen Abschluss bestand. Genauso die rote Karte. Ich kenne keine Sportart, in der ein Team dann weite Strecken des Spiels in Unterzahl spielen muss. Zumal die Strafe hier je nach Zeitpunkt sehr unterschiedlich hart ist. Wieso kann man einen Spieler mit roter Karte nicht auswechseln? Das Team verliert damit einen wechsel und ggf. Ein Wechselfenster. Und wenn man mehr Strafe will kann man ja sagen, dass man 2 Wechsel Optionen verliert, wenn man eine rote Karte auswechselt oder man sagt, man darf erst nach 20 Minuten auswechseln oder so...

Von komischen Auslegungen in der Regel zu Trefferbildern und Handspielen mal ganz zu schweigen...

Meine These ist, dass wir einfach auch viel weniger über Schiris und var reden müssten, wenn Regeln und Bestrafungen angemessen wären. Und daran wird auch kein anderes var system oder seine Abschaffung was ändern...

Es geht aber nicht darum, ob ein Typ im Keller das beurteilt, sonder die Person im Stadion. Und wenn ich als Trainer interveniere, Kollege, bitte schau dir das nochmal an ob du das wirklich so interpretierst wie du es interpretierst, ist das was anderes, als wenn im Keller sagt, Nä musst du dir nicht angucken.

Kann ja jeder seine Meinung zu habe, aber ich finde schon, dass das eine komplett andere Sichtweise auf die Thematik ermöglicht. Muss dich ja nicht überzeugen 😊
Zitat von Zensur

Zitat von D0Mspatz

Zitat von Zensur

Zitat von E_Levve_Lang

Zitat von Misterpinkbn

Kurze Frage - gerade aufgrund der Aktualität bei unseren Spielen an diejenigen, die eher gegen Challenges sind.

Gerade mit Blick auf das Handspiel gegen den BvB und dem Tritt auf die Achillessehne von Lund, die sich der Schiri auf dem Feld beide noch nicht mal angeschaut hat - Was daran findet ihr denn zum einen Nachteilehaft an Challenges?

Es gibt ja durchaus Sportarten in denen das Erfolgreich praktiziert wird

Ich persönlich finde, das würde schon einen Ausgleich dazu schaffen, wenn der Mann im Keller mal wieder Tomaten auf den Augen hat.

Selbst wenn der Schiedsrichter mal gegen dich entscheidet, fühlt sich das gerechter an, als wenn es komplett unter den Tisch fällt.

Zumindest aus meiner Sicht.


Ich bin nicht komplett dagegen aber antworte da mal. Die Frage ist, ob nicht auch das ausartet. Ich finde man müsste die Anzahl dann stark begrenzen und zeitliche Limits setzen um die Challenge zu ziehen, sonst spielen Angestellte der Vereine dauerhaft VAR und der nächste Keller ist entstanden.

Die Rahmenbedingungen kann man ja verhandeln, aber ich sehe das voll wie @Misterpinkbn , wenn sich sowas bewusst angeguckt durch Intervention eines Teams, kann man zumindest nicht mehr monieren es wär durchgegangen. MMn würde das auch etwas den Druck rausnehmen, weil wenn ein Team das selbst gesehen hat und nicht moniert, dann kann man sich diesbezüglich im
Nachhinein nicht beschweren.
Wie im Fall von Lund und dem Handspiel von Couto.
Wie es dann bewertet worden wäre, das wird wohl auch weiterhin Diskussionsstoff liefern…


Es ist ein Irrglaube, dass die beiden Scenen nicht bewertet wurden. Natürlich hat der var sich das angesehen und natürlich hat er es auch bewertet.

Wir müssen beim var wirklich mal mit dem was wir sagen und schreiben aufpassen. Da ist so viel Ungenauigkeit drin und ich glaube, ohne hier jemanden anzusprechen, dass wirklich viele ein falsches Bild haben. Der Schiri wird halt nur bei einer positiv Bewertung des var rausgeschickt. Bei einer Negativbewertung nicht. Trotzdem wurde die Szene ja bewertet.

Das ist eben dann auch das Ding bei challange. Die Frage, die hier im Raum steht ist halt auch viel zu unpräzise und der vergleich mit anderen Sportarten hinkt. Im Feldhockey i.e. gibt es eine challange. Wenn die gezogen wird guckt sich aber der var die Szene an und bewertet diese völlig ohne den Schiri, der ab dem Zeitpunkt raus ist und gar nicht mehr mitreden kann. Beim Eishockey z.b. das umgekehrte Bild. Der var liefert nur die Bilder. Entweder wegen einer challange oder wegen einer Nachfrage des Schiris, er selbst greift aber niemals ein.

Challange ist also auch nicht gleich challange und kann durchaus sehr unterschiedlich aussehen. Im fußball pokeln var und Schiri Szenen gemeinsam aus. Das halte ich für einen Konstruktionsfehler. Ob sich der Schiri nochmal was anschaut hängt an so vielen diffusen Dingen. Erst muss der var etwas kritisch sehen, dann redet er mit dem Schiri, was dieser gesehen und wahrgenommen hat und davon hängt dann ab, ob sich etwas angesehen wird oder nicht... Alleine das ist schon bescheuert. Entweder die Entscheidung muss beim Schiri bleiben, dann darf der var aber auch nicht entscheiden, dass sich etwas nicht angesehen wird. Oder aber ab einem gewissen Punkt darf der Schiri einfach nicht mehr mitreden und wird überrult. Challange ist dabei aber nur ein Werkzeug, dass sagt, wann was geprüft wird. Einfaches Beispiel: bei Lund und dem BVB Handspiel hat der var jeweils eine Bewertung vorgenommen und auch öffentlich zur Protokoll gegeben. Er hat es also bewertet. Und diese Bewertung hätte sich ja durch eine challange nicht verändert.

Ich denke, einfach mal challange in den Raum zu werfen wird die Probleme nicht lösen, das Problem ist vielschichtiger, und man muss sich da über ein Gesamtkonzept Gedanken machen. Meiner Meinung nach sollten da challanges dazu gehören, weil sie die Verantwortung vom Schiri auf die Teams verlagert. Und damit wäre im Umgang mit dem var und den Schiris schon viel gewonnen. Auch sollte es nur eine Entscheidungsinstanz geben, egal ob das am Ende der Schiri ist oder der var... Es darf da nicht diskutiert werden, einer soll das möglichst unabhängig bewerten, dieses sich gegenseitig beeinflussen und unterschiedliche Meinungen und Linien reinbringen hat sich mMn überhaupt nicht bewährt...

Die zwei größten issues haben aber mMn wenig mit dem Vorgehen des var zu tun. Diese sind Einheitlichkeit in der Bewertung und einfach schlechte regeln. Das betrifft sowohl die komplexität der Regeln als auch das völlig unangemessene bestrafungssystem, welches in vielen fällen einfach in keiner relation zum regelverstoß steht und spiele auf diese Weise massiv beeinflusst. 11er ist z.b. ein freier Torschuss. Warum sollte diese Strafe örtlich gebunden sein. Sie sollte immer dann kommen, wenn ein Torabschluss verhindert würde, egal wo, und nicht wenn es zwar nah am Tor war aber keine Chance auf einen Abschluss bestand. Genauso die rote Karte. Ich kenne keine Sportart, in der ein Team dann weite Strecken des Spiels in Unterzahl spielen muss. Zumal die Strafe hier je nach Zeitpunkt sehr unterschiedlich hart ist. Wieso kann man einen Spieler mit roter Karte nicht auswechseln? Das Team verliert damit einen wechsel und ggf. Ein Wechselfenster. Und wenn man mehr Strafe will kann man ja sagen, dass man 2 Wechsel Optionen verliert, wenn man eine rote Karte auswechselt oder man sagt, man darf erst nach 20 Minuten auswechseln oder so...

Von komischen Auslegungen in der Regel zu Trefferbildern und Handspielen mal ganz zu schweigen...

Meine These ist, dass wir einfach auch viel weniger über Schiris und var reden müssten, wenn Regeln und Bestrafungen angemessen wären. Und daran wird auch kein anderes var system oder seine Abschaffung was ändern...

Es geht aber nicht darum, ob ein Typ im Keller das beurteilt, sonder die Person im Stadion. Und wenn ich als Trainer interveniere, Kollege, bitte schau dir das nochmal an ob du das wirklich so interpretierst wie du es interpretierst, ist das was anderes, als wenn im Keller sagt, Nä musst du dir nicht angucken.

Kann ja jeder seine Meinung zu habe, aber ich finde schon, dass das eine komplett andere Sichtweise auf die Thematik ermöglicht. Muss dich ja nicht überzeugen 😊


Sag ich ja gar nichts anderes. Habe ich ja ebenso thematisiert. Aber zum einen kann man nicht behaupten, es sei gar nicht bewertet oder angeschaut worden, denn Schiri und var haben das als Duo auch ohne challange sehr wohl getan. Zum anderen hängt deine komplette These davon ab, was eigentlich passiert, wenn der Trainer eine challange zieht. In vielen anderen Sportarten heißt das eben nicht, dass der Schiri zum Bildschirm läuft, sondern, dass der var nur im Fall einer challange eine Bewertung vornimmt. Bei dir lese ich da schon viel mehr durch, nämlich, dass der Schiri auf dem Feld sich das dann ansieht. Das kann man so machen, muss man aber nicht und wirft dann auch zwei Fragen auf. Nämlich: hält der var sich außerhalb der challanges raus oder kommen die zusätzlich? Dann kommt der Schiri nämlich in den bias, dass sein Kollege eigentlich schon einen negativen Bescheid gegeben hat, er also bereits extern bestätigung erfahren hat was die Motivation zu Korrektur eher klein macht. Zum anderen entsteht eine sehr hohe Hemmschwelle zur Korrektur.

Aus NFL, handball und Eishockey wissen wir, dass die Mehrzahl an challanges abgelehnt wird, weil fast alles im Graubereich vom Schiri nicht korrigiert wird. Gute Erfahrungen gibt es in Eishockey und Handball hingegen damit, dass der Schiri selbst einen Videocheck anfordern kann. Das ist z.b. im Feldhockey anders, wo der var bei einer challange dann die Szene ohne Dialog mit dem Schiri anhand der Bilder alleine bewerten und ggf. Seinen Kollegen auf dem Feld korrigiert. Die Quote an Korrekturen durch challange ist hier deutlich höher...

Man kann das alles besser finden. Tue ich auch. Alleine schon, weil der schwarze Peter ein wenig auf den mit der challanges geht. Aber ich würde nicht erwarten, dass deswegen Dinge die derzeit nicht korrigiert werden plötzlich anders bewertet werden. Der Effekt wäre eher, dass weniger geprüft würde und deswegen nur eindeutige Szenen und nicht ganze Angriffsphasen angesehen werden. Es würden eher mehr Entscheidungen stehen bleiben, weil schlicht weniger geprüft würde. Und am Ende würde bei einer Fehlentscheidung der Trainer gefragt, warum er nicht gechallanged hat statt sich über die Bewertung des var aufzuregen...

Letztlich entsteht ja auch einfach viel Aufregung dadurch, dass man einfach nicht sehen und nachvollziehen kann, was der halb anonyme "Typ im Keller" eigentlich macht - also durch fehlendes vertrauen in die Instanz. Und am Ende entscheidet in der Praxis der var und nicht der Schiri, ob was korrigiert wird oder nicht, auch wenn der Schiri sich das zur Kontrolle nochmal ansieht. Challanges wären da aber nur eine möglichkeit das anzugehen, und auch das kann man durchaus so einführen, dass dieses issue (Nebenstunden regeln) gar nicht behoben wird...

•     •     •

ich bin nicht Domspatz sondern D0Mspatz, mit einer Null =)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von D0Mspatz am 18.03.2026 um 08:06 Uhr bearbeitet
Zitat von E_Levve_Lang

Zitat von Misterpinkbn

Kurze Frage - gerade aufgrund der Aktualität bei unseren Spielen an diejenigen, die eher gegen Challenges sind.

Gerade mit Blick auf das Handspiel gegen den BvB und dem Tritt auf die Achillessehne von Lund, die sich der Schiri auf dem Feld beide noch nicht mal angeschaut hat - Was daran findet ihr denn zum einen Nachteilehaft an Challenges?

Es gibt ja durchaus Sportarten in denen das Erfolgreich praktiziert wird

Ich persönlich finde, das würde schon einen Ausgleich dazu schaffen, wenn der Mann im Keller mal wieder Tomaten auf den Augen hat.

Selbst wenn der Schiedsrichter mal gegen dich entscheidet, fühlt sich das gerechter an, als wenn es komplett unter den Tisch fällt.

Zumindest aus meiner Sicht.


Ich bin nicht komplett dagegen aber antworte da mal. Die Frage ist, ob nicht auch das ausartet. Ich finde man müsste die Anzahl dann stark begrenzen und zeitliche Limits setzen um die Challenge zu ziehen, sonst spielen Angestellte der Vereine dauerhaft VAR und der nächste Keller ist entstanden.


Ich kann ja nicht von "allem weniger" Fordern und dann für eine Regelung sein, die Challenges aus dem Ruder laufen lässt. Natürlich wäre ich dafür, dass auch hier klare Regeln gibt, wann und wie diese eingesetzt werden, natürlich auch rein quantitativ.
Ich führe das aber bewusst nicht weiter im Detail aus, sonst stürzt sich wieder irgendjemand auf das Detail und die Diskussion verliert sich dann in eine Richtung und in einer Tiefe, die zumindest an dier Stelle nicht in meinem Sinne ist.
Ich denke aber es ist klargeworden, dass mir VAR und Schiedrichter generell viel zu sehr im MIttelpunkt stehen, ich würde hier gerne wieder den Fußball sehen.

Dazu müsste man sich jedoch eingestehen, dass man das Rad an einigen Stellen deutlich überdreht hat und bereit sein, ein Stück zurückzufahren.
Da habe ich ein paar Dinge beannnt, die größten Punkte sind für mich die Regeln und der Einsatz des VAR.

Hier ist es für mich kontraproduktiv, dass der VAR mittlerweile nicht nur sehr viel entscheidet, sondern eben auch zu 90% entscheidet, wann und wie er eingreift.
Hier würde ich gerne andere am Spiel beteiligte Player beteiligen- ob das dann Trainer, Kapitäne oder vielleicht auch ein bißchen mehr des Schiri selbst ist, der eine Review anfordert (ich weiß das kann er machen, wird aber in der Praxis wohl äußerst selten getan).

Auch bei Toren (unser Fall in Leipzig) ist mir das zu viel, wenn das 3 Dinge gepüft werden (Abseits, Hand und ob es eine bewusst eabwehraltion war und somit eine neue Spielsituation entsteht oder nicht).

Denn eigentlich will man klare fehlentscheidungen Prüfen und korrigieren, landet durch die Herangehenseise aber wieder bei mindestens 2 Dingen (kontrolliert oder nicht / Handspiel oder nicht) die wiederum Interpretationsspielraum bieten.

Das klarste Beispiel für das Überdrehen ist, dass selbst Elfmeter per Videobeweis überprüft werden.
Man hat 4!!! Schiedrichter auf dem Platz und ein Elfmeter ist eine statische Situation. Wenn 4 Leute in einer statischen Situation nicht in der Lage sind zu Prüfen, ob z.b. der Torwart sich zu früh bewegt oder nicht, was Traue ich dem Gespann denn dann überhaupt noch zu?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Misterpinkbn am 18.03.2026 um 12:55 Uhr bearbeitet
Will hier gleich vorausschicken, dass ich hier nicht wieder Schiedrichter-Schelte betreiben will. Auch will ich die Gerechtigkeit hinter dem Unentschieden gestern nicht hinterfragen. Mir geht es eher um die Klörung der Frage, inwiefern die zweite Gelbe für Martel gestern regelkonform war. ChatGPT schätzt das ganze nämlich z.B. so ein:

„In diesem Fall ist die Entscheidung tatsächlich nicht regelkonform, sofern die Gelbe Karte ausschließlich für das Foulspiel (den Arm/Ellenbogen im Zweikampf) gegeben wurde.
Hier ist die begründete Einordnung nach dem aktuellen DFB-Regelwerk:
Warum die Karte bei Abseits hätte zurückgenommen werden müssen
Nach den IFAB-Regeln (Regel 12 und die entsprechenden VAR-Protokolle) gilt:

* Annullierung durch Abseits: Wird eine Spielsituation wegen einer vorherigen Abseitsstellung annulliert, werden auch alle darauffolgenden technischen Entscheidungen (Fouls, Handspiele, Ecken, Tore) hinfällig.
* Rücknahme von Karten: Disziplinarische Maßnahmen für Foulspiele (wie ein zu hoher Arm im Zweikampf, der als „rücksichtsloses Spiel“ gewertet wird) müssen zurückgenommen werden, wenn das Foul innerhalb der annullierten Spielphase geschah.

Wann die Karte dennoch bestehen bleibt
Es gibt nur wenige Ausnahmen, bei denen eine Karte trotz Abseits gültig bleibt. Wie du richtig anmerkst, fallen diese hier weg, wenn es ein rein spielbezogener Zweikampf war:

1. Grob unsportliches Verhalten: (z. B. Ballwegschlagen, Reklamieren).
2. Grobe Foulspiele / Tätlichkeiten: Vergehen, die eine Rote Karte nach sich ziehen würden, weil sie die Gesundheit des Gegners gefährden oder mit exzessiver Gewalt begangen werden.
3. Irrtum bei der Identität: Wenn der falsche Spieler verwarnt wurde.

Fazit zum Fall Martel
Wenn der Schiedsrichter Eric Martel die Gelbe Karte wegen eines rücksichtslosen Einsatzes des Ellenbogens im Zweikampf gegeben hat und die Szene aufgrund eines vorherigen Abseits per VAR-Check oder Linienrichter-Signal annulliert wurde, hätte die Verwarnung laut Regelwerk gestrichen werden müssen.
Dass sie bestehen blieb und zur Gelb-Roten Karte führte, deutet entweder auf einen Regelfehler des Schiedsrichtergespanns hin oder darauf, dass der Schiedsrichter das Vergehen als „unsportliches Verhalten“ (unabhängig vom Ball) oder die darauffolgende Reaktion Martels gewertet hat. Ohne diese Zusatzwertung wäre der Platzverweis regeltechnisch falsch.“

Teilt Ihr diese Einschätzung? Ärgerlich war die Gelbe natürlich schon…
Zitat von Billy_Goat
Will hier gleich vorausschicken, dass ich hier nicht wieder Schiedrichter-Schelte betreiben will. Auch will ich die Gerechtigkeit hinter dem Unentschieden gestern nicht hinterfragen. Mir geht es eher um die Klörung der Frage, inwiefern die zweite Gelbe für Martel gestern regelkonform war. ChatGPT schätzt das ganze nämlich z.B. so ein:

„In diesem Fall ist die Entscheidung tatsächlich nicht regelkonform, sofern die Gelbe Karte ausschließlich für das Foulspiel (den Arm/Ellenbogen im Zweikampf) gegeben wurde.
Hier ist die begründete Einordnung nach dem aktuellen DFB-Regelwerk:
Warum die Karte bei Abseits hätte zurückgenommen werden müssen
Nach den IFAB-Regeln (Regel 12 und die entsprechenden VAR-Protokolle) gilt:

* Annullierung durch Abseits: Wird eine Spielsituation wegen einer vorherigen Abseitsstellung annulliert, werden auch alle darauffolgenden technischen Entscheidungen (Fouls, Handspiele, Ecken, Tore) hinfällig.
* Rücknahme von Karten: Disziplinarische Maßnahmen für Foulspiele (wie ein zu hoher Arm im Zweikampf, der als „rücksichtsloses Spiel“ gewertet wird) müssen zurückgenommen werden, wenn das Foul innerhalb der annullierten Spielphase geschah.

Wann die Karte dennoch bestehen bleibt
Es gibt nur wenige Ausnahmen, bei denen eine Karte trotz Abseits gültig bleibt. Wie du richtig anmerkst, fallen diese hier weg, wenn es ein rein spielbezogener Zweikampf war:

1. Grob unsportliches Verhalten: (z. B. Ballwegschlagen, Reklamieren).
2. Grobe Foulspiele / Tätlichkeiten: Vergehen, die eine Rote Karte nach sich ziehen würden, weil sie die Gesundheit des Gegners gefährden oder mit exzessiver Gewalt begangen werden.
3. Irrtum bei der Identität: Wenn der falsche Spieler verwarnt wurde.

Fazit zum Fall Martel
Wenn der Schiedsrichter Eric Martel die Gelbe Karte wegen eines rücksichtslosen Einsatzes des Ellenbogens im Zweikampf gegeben hat und die Szene aufgrund eines vorherigen Abseits per VAR-Check oder Linienrichter-Signal annulliert wurde, hätte die Verwarnung laut Regelwerk gestrichen werden müssen.
Dass sie bestehen blieb und zur Gelb-Roten Karte führte, deutet entweder auf einen Regelfehler des Schiedsrichtergespanns hin oder darauf, dass der Schiedsrichter das Vergehen als „unsportliches Verhalten“ (unabhängig vom Ball) oder die darauffolgende Reaktion Martels gewertet hat. Ohne diese Zusatzwertung wäre der Platzverweis regeltechnisch falsch.“

Teilt Ihr diese Einschätzung? Ärgerlich war die Gelbe natürlich schon…


Ich verstehe deinen Punkt. Aber da der Schiedsrichter sich auf "unsportliches Verhalten" (ist nicht jedes Foul ein unsportliches Verhalten? ...) berufen kann, läuft dein Ansatz ins Leere leider

•     •     •

die Zuneigung zu diesem Verein habe ich mir nicht ausgesucht - es muss einFaCh Liebe sein - anders kann ich es nicht erklären
Kann mir einer erklären, warum der Schiri das Spiel Freiburg - Bayern noch 30 Sekunden länger hat laufen lassen, nach denen die Bayern noch das 2:3 erzielt haben?! Die acht Minuten Nachspielzeit waren durch und es gab keine Unterbrechung mehr.
Zitat von Dave96
Kann mir einer erklären, warum der Schiri das Spiel Freiburg - Bayern noch 30 Sekunden länger hat laufen lassen, nach denen die Bayern noch das 2:3 erzielt haben?! Die acht Minuten Nachspielzeit waren durch und es gab keine Unterbrechung mehr.


Zum einen liegt das generell im Ermessen des Schiris, zum anderen ist in der Nachspielzeit auch das 2:2 gefallen, dafür kann er auch nachspielen lassen.
Zitat von Misterpinkbn
Zitat von Dave96

Kann mir einer erklären, warum der Schiri das Spiel Freiburg - Bayern noch 30 Sekunden länger hat laufen lassen, nach denen die Bayern noch das 2:3 erzielt haben?! Die acht Minuten Nachspielzeit waren durch und es gab keine Unterbrechung mehr.


Zum einen liegt das generell im Ermessen des Schiris, zum anderen ist in der Nachspielzeit auch das 2:2 gefallen, dafür kann er auch nachspielen lassen.


Spielt das denn irgendeine Rolle? Für Bayern war das Spiel heute doch völlig egal. Als ob die für die Meisterschaft diese Saison den Schiri bräuchten.

Da fand ich das Elfmeter- und Schauspiel-Festival in Leverkusen diskussionswürdiger.
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