Die Couchingzone
13.08.2010 - 13:19 Uhr
10.08.2012 - 06:27 Uhr
Zitat von Kohlmeyer:
zwei oder drei ..., mit scharfen Skalpellen ..., Operation am Dienstagmorgen ... pillepalle. Die Herren Operateure ...Nachdem Du Dich als Privatpatient geoutet hast, gratuliere ich zur erfolgreichen Beschneidung. Und das trotz des Gegenwindes aus Presse, Funk und Fernsehen.
Gelungene Kolumne wie immer und entschädigt für das überflüssige Drücken der F5 Taste im Shechter Thread.
zwei oder drei ..., mit scharfen Skalpellen ..., Operation am Dienstagmorgen ... pillepalle. Die Herren Operateure ...Nachdem Du Dich als Privatpatient geoutet hast, gratuliere ich zur erfolgreichen Beschneidung. Und das trotz des Gegenwindes aus Presse, Funk und Fernsehen.
Gelungene Kolumne wie immer und entschädigt für das überflüssige Drücken der F5 Taste im Shechter Thread.
10.08.2012 - 08:14 Uhr
Ihr seid vielleicht Wutze ... Obacht bitte beim Verstreuen wilder Gerüchte, am Ende heißt es noch, der Kohlmeyer hätte sich mit dieser Aktion mit Shechter und Vermouth solidarisieren wollen ...
10.08.2012 - 18:43 Uhr
Kohlmeyer...
Chapeu. Mehr gibt es DAZU nicht zu sagen.
Chapeu. Mehr gibt es DAZU nicht zu sagen.
10.08.2012 - 18:56 Uhr
Ein Couching, so präzise wie die Kugel eines Scharfschützen der GSG9. Wie immer sehr schön geschrieben und mit bunten Wortbildern veranschaulicht. Schnipp, schnapp, schlechte Beiträge ab. Das war und ist aktuell in diesem Forum auch bitter nötig.
Kohli schau Dir noch das Spiel in Ruhe an und pack dann ne Kiste Bier und eine Angel ein und nix wie ab zum See. Nach ein paar Stunden bist Du dann auch ein blauer Angler.
Ohhhh... ich bekomme gerade was über den Ticker rein, Karl Lagerfeld äußert sich zu Deinem Couching:
Also Sie müssen wissen, Stil kommt nicht von alleine, das ist angeboren. Ein Gen, dass den meisten Deutschen fehlt. Deshalb bin ich nach Paris gezogen, ich kann die ganzen Gestalten in Deutschland nicht mehr ertragen. Coco Kohli bricht allerdings mit den teutonischen Unsitten, er schneidert Worte um das Thema, immer passend, immer mit Geschmack. Klare Linien, elegante Schnitte, deren potentielle Eintönigkeit durch nahezu vulgäre Elemente gebrochen wird. Ein Vorreiter.
Kohli schau Dir noch das Spiel in Ruhe an und pack dann ne Kiste Bier und eine Angel ein und nix wie ab zum See. Nach ein paar Stunden bist Du dann auch ein blauer Angler.
Ohhhh... ich bekomme gerade was über den Ticker rein, Karl Lagerfeld äußert sich zu Deinem Couching:
Also Sie müssen wissen, Stil kommt nicht von alleine, das ist angeboren. Ein Gen, dass den meisten Deutschen fehlt. Deshalb bin ich nach Paris gezogen, ich kann die ganzen Gestalten in Deutschland nicht mehr ertragen. Coco Kohli bricht allerdings mit den teutonischen Unsitten, er schneidert Worte um das Thema, immer passend, immer mit Geschmack. Klare Linien, elegante Schnitte, deren potentielle Eintönigkeit durch nahezu vulgäre Elemente gebrochen wird. Ein Vorreiter.
10.08.2012 - 22:23 Uhr
Einfach nur gewaltig großartig, Kohlmeyer!
Cheers
Bahli
Cheers
Bahli
16.08.2012 - 20:33 Uhr
Jahrgang 3 - Ausgabe 3: Der einfache Fussball und seine komplexen Auswüchse
von Butduma
Da rollt er wieder, der Ball. Dreckverschmiert und von Kratzern übersät, holpert er über das grüne Geläuf der zweiten Fussball-Bundesliga. Vorbei sind die Tage der extravaganten Hochsicherheits-Gelfrisuren und des geräuschlosen Hispano-Filigranfußballs der EM in Polen und der Ukraine. Vorbei sind die Tage der spiegelnden Medaillen und der medaillierten Spiegel der Olympischen Spiele in London. Es muss nicht mehr länger über ukrainische Menschenrechte, chinesische Schwimm-Apotheken und britischen Disqualifikationshumor diskutiert werden; das Sportprogramm besteht vorerst wieder aus verschwitzen Trikots und dem ledernen Rund, das ins gegnerische Tor befördert werden muss. Es ist wieder Zeit, die Stutzen nach oben zu ziehen und bei der Blutgrätsche Rasenstücke von der Größe Helgolands aus dem Spielfeld zu kloppen. Alleine bei dem Gedanken wird es jedem FCK-Fan warm ums Herz. Fussball in seiner unreinen Reinkultur. Manchmal rumpelnd, manchmal mit der Ästhetik eines beinamputierten Höhlenmulls ausgestattet, aber immer mit Einsatz und Wille dabei. Das könnte zum Sinnbild der nun zwei Spieltage alten Zweitligasaison der Roten Teufel werden. Ein recht charmantes Bild. Ein kleiner Gegenentwurf zum kommerzgeschwängerten Fussball, der in den Arenen der ersten Bundesliga immer mehr Einzug hält und wo sogar das Fahnenwedeln mit den Werbepausen der Geldgeber koordiniert wird. Anstatt in solch einer stoisch koordinierten Masse unterzugehen, will ich lieber lauthals jubeln, wenn ein Ariel Borysiuk oder ein Mo Idrissou mit den Stollen voran metertiefe Furchen ins Grün treiben… eine Vorstellung, die so manchem Hoffenheimer das Blut in den Adern gefrieren lässt. Aber die können neben dem Klatschclub der Pappefreunde sicherlich auch noch eine werbefinanzierte Initiative zum Schutze des badischen Rasens gründen. Uns führt diese Saison jedoch in die schallatackenfreie Zone, in welcher Kampf, Leidenschaft und der Sport die Würdigung erfahren, die ihnen zusteht. Das Gros der Fans pilgert in diesen Gefilden wegen des Spiels, des Biers und den Kumpels ins Stadion und nicht wegen der Show, der Canapés und der potentiellen Geschäftspartner.
Der Pathos im Angesicht der Realität
„Ach, Butduma. Deine Sätze triefen ja vor Pathos“, wird mir jetzt so mancher entgegenschleudern wollen. Recht hat er! Manchmal liebe ich es einfach, wenn das Pathos durch sämtliche Fugen dringt und meinen imaginären Fußballtempel und nostalgische Sepiatöne taucht. Auch deswegen bin ich Fan des 1.FC Kaiserslautern vom Betzenberg geworden. Und ich muss gestehen, dass mir die zweite Bundesliga zuweilen etwas mehr von diesem Gefühl gibt als es bei der ersten Liga der Fall ist - auch wenn die ganz großen Highlights wie gegen die Bayern oder Dortmund fehlen. Der geneigte Fußballfreund kann sich auch über einen Kampl vom VfR Aalen freuen, welcher als relativ unbekanntes Gesicht die Kilometer wie eine Hörspielkassette abspult und dabei einen erfahrenen Bundesliga-Verteidiger wie Dick das ein ums andere Mal vernascht. Gut, wir haben trotzdem gewonnen, deshalb ist so was leicht gesagt, aber der Junge darf das gegen Köln, Berlin und die sonstige Konkurrenz gerne wiederholen. Dreck fressen und die abgerissenen Grashalme beim Spurt wie Funken auseinanderstieben lassen. So schön kann die Einfachheit des Fußballs sein. Wie sagte Stefan Kuntz auf das abhanden gekommene Herzblut angesprochen sinngemäß im Saisonheft des 11Freunde-Magazins? Die Roten Teufel werden sich diese Saison wieder mehr auf die Explosion der Leidenschaft konzentrieren als auf den Aufbau professioneller Strukturen. Eine Aussage zugunsten der eingangs propagierten Einfachheit, die auf den zweiten Blick allerdings schonungslos aufzeigt wie klein wir sind. Angesichts mangelnder Ressourcen personeller und finanzieller Natur heißt es beim FCK „entweder… oder…“ und eben nicht „sieben auf einen Streich“. Das tapfere Schneiderlein wurde vom Realitätsteufel ausgeknockt. Und ja, die Worte von Stefan Kuntz haben mich ehrlich gesagt ein wenig schockiert. Sie sind so ehrlich. Einen Teil der ranzigen Butter muss sich Stefan jedoch selbst aufs Brot schmieren lassen. Hätte man die Sache anders angepackt und einige Stellschrauben besser justiert, dann wäre durchaus beides möglich gewesen: Herzblut und Professionalisierung. Ich kann nur hoffen, dass unser Oberteufel dies genauso sieht.
Der spanische Baum und weitere Rätsel
Ein großer Teil des Problems war die verfehlte Personalplanung im fußballerischen Bereich. Hier befinden wir uns mittlerweile auf einem erfolgversprechenderen Weg. Die ersten beiden Spiele haben uns immerhin 4 Punkte und zwei treffende sowie Vorlagen gebende Stürmer beschert. Bum Bum Bunjaku und Mo „Betze-Balotelli“ Idrissou sind bereits jetzt der dunkle Quell fürchterlicher Albträume der Verteidiger in Liga 2. Wobei unsere Verteidiger im Gegenzug ebenfalls zum Quell so manches Albtraums avanciert sind. Das war bis jetzt ein Satz mit X, nämlich nix. Insbesondere die dynamische Schnelligkeit in der Innenverteidigung sowie die souveräne Zweikampfführung und Ballannahme auf den Außen lösen nicht ganz unerwartete Bauchschmerzen aus. Hier muss nachgebessert werden… und zwar dringend. Dass man laut Presseberichten zu einem erfahrenen Innverteidiger aus Spanien und nicht zu einem wieselflinken Linksverteidiger aus Abwehrdistan tendiert, ist jedoch rätselhaft. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass gute Linksverteidiger recht teuer sind und eben nicht auf Bäumen wachsen. Als Profisportverein in extremer Waldlage hätten wir davon nämlich ungemein profitieren können. Dafür soll es weiter vorne ein Mann richten, der den Baum im Namen trägt. Baumjohann ist in den letzten Jahren als zentraler offensiver Mittelfeldspieler mit Talent in Erscheinung getreten, welcher allerdings nie den großen Durchbruch geschafft hat. Angesichts des Überangebots in der Zentrale und der gähnenden Leere auf den Flügeln kann man sich da schon fragen, ob die Verantwortlichen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Ein weiteres Rätsel dieser Transferwoche oder vielleicht auch nur der Beleg dafür, dass ich ein Holzkopf bin.
Mit dem Bus an die Ostsee
Doch auch ein Holzkopf weiß: „Wer nachbessern will, der braucht Zaster, Kohle, Euroscheinchen.“ Der vom großen DFB ausgerufene Pokal des deutschen Fußballs ist diesbezüglich eine hervorragende Option. Hier kann man im K.O.-Modus den schnellen Euro machen, wenn’s gut läuft in nur 90 Minuten. Der Weg des Geldes führt die Roten Teufel zunächst an die schöne Ostsee, wo sie in Rostock ein heißer Pokalfight gegen den örtlichen Drittligisten erwartet. Laut Zeugenaussagen sind Kratzen, Beißen und hoher Körpereinsatz gefragt, um nicht über die Planke der Kogge geschickt zu werden. Also besser warm anziehen, auch wenn die Sonne noch so heiß vom Himmel brennt. Unbekannt ist, ob zur Anreise das Flugzeug mit dem ollen FCK-Logo oder der Schnellzuck genutzt wird. Beide Transportmittel sind irgendwie zu modern, um dem zuvor entworfenen Pathos der zweiten Bundesliga gerecht zu werden. Ein klappriger Mannschaftsbus, der sich ratternd und rauchend über Hügel und Felder bis nach Mecklenburg-Vorpommern quält und vor dem Stadion mit zischenden Hydrauliktüren unsere Teufel in den Kampf entlässt, fügt sich besser ins Gesamtbild ein. Reisestrapazen hin, Reisestrapazen her. Ich werde mir das einfach so vorstellen, wenn ich am Sonntag meinen Sky-Receiver aktivere und pünktlich auf die Begegnung FC Hansa Rostock gegen 1.FC Kaiserslautern schalte. Das beschert mir einen zusätzlichen Motivationsschub.
In diesem Sinne!
Ba beneen,
Butduma
In der Couchingzone befinden sich neben Berti und Bahli auch noch Kohlmeyer und Butduma. Die Kolumne erscheint spätestens jeweils Freitag um 12:00 Uhr oder an Spieltagen zur gleichen Zeit bei allen Pflichtspielen.
von Butduma
Da rollt er wieder, der Ball. Dreckverschmiert und von Kratzern übersät, holpert er über das grüne Geläuf der zweiten Fussball-Bundesliga. Vorbei sind die Tage der extravaganten Hochsicherheits-Gelfrisuren und des geräuschlosen Hispano-Filigranfußballs der EM in Polen und der Ukraine. Vorbei sind die Tage der spiegelnden Medaillen und der medaillierten Spiegel der Olympischen Spiele in London. Es muss nicht mehr länger über ukrainische Menschenrechte, chinesische Schwimm-Apotheken und britischen Disqualifikationshumor diskutiert werden; das Sportprogramm besteht vorerst wieder aus verschwitzen Trikots und dem ledernen Rund, das ins gegnerische Tor befördert werden muss. Es ist wieder Zeit, die Stutzen nach oben zu ziehen und bei der Blutgrätsche Rasenstücke von der Größe Helgolands aus dem Spielfeld zu kloppen. Alleine bei dem Gedanken wird es jedem FCK-Fan warm ums Herz. Fussball in seiner unreinen Reinkultur. Manchmal rumpelnd, manchmal mit der Ästhetik eines beinamputierten Höhlenmulls ausgestattet, aber immer mit Einsatz und Wille dabei. Das könnte zum Sinnbild der nun zwei Spieltage alten Zweitligasaison der Roten Teufel werden. Ein recht charmantes Bild. Ein kleiner Gegenentwurf zum kommerzgeschwängerten Fussball, der in den Arenen der ersten Bundesliga immer mehr Einzug hält und wo sogar das Fahnenwedeln mit den Werbepausen der Geldgeber koordiniert wird. Anstatt in solch einer stoisch koordinierten Masse unterzugehen, will ich lieber lauthals jubeln, wenn ein Ariel Borysiuk oder ein Mo Idrissou mit den Stollen voran metertiefe Furchen ins Grün treiben… eine Vorstellung, die so manchem Hoffenheimer das Blut in den Adern gefrieren lässt. Aber die können neben dem Klatschclub der Pappefreunde sicherlich auch noch eine werbefinanzierte Initiative zum Schutze des badischen Rasens gründen. Uns führt diese Saison jedoch in die schallatackenfreie Zone, in welcher Kampf, Leidenschaft und der Sport die Würdigung erfahren, die ihnen zusteht. Das Gros der Fans pilgert in diesen Gefilden wegen des Spiels, des Biers und den Kumpels ins Stadion und nicht wegen der Show, der Canapés und der potentiellen Geschäftspartner.
Der Pathos im Angesicht der Realität
„Ach, Butduma. Deine Sätze triefen ja vor Pathos“, wird mir jetzt so mancher entgegenschleudern wollen. Recht hat er! Manchmal liebe ich es einfach, wenn das Pathos durch sämtliche Fugen dringt und meinen imaginären Fußballtempel und nostalgische Sepiatöne taucht. Auch deswegen bin ich Fan des 1.FC Kaiserslautern vom Betzenberg geworden. Und ich muss gestehen, dass mir die zweite Bundesliga zuweilen etwas mehr von diesem Gefühl gibt als es bei der ersten Liga der Fall ist - auch wenn die ganz großen Highlights wie gegen die Bayern oder Dortmund fehlen. Der geneigte Fußballfreund kann sich auch über einen Kampl vom VfR Aalen freuen, welcher als relativ unbekanntes Gesicht die Kilometer wie eine Hörspielkassette abspult und dabei einen erfahrenen Bundesliga-Verteidiger wie Dick das ein ums andere Mal vernascht. Gut, wir haben trotzdem gewonnen, deshalb ist so was leicht gesagt, aber der Junge darf das gegen Köln, Berlin und die sonstige Konkurrenz gerne wiederholen. Dreck fressen und die abgerissenen Grashalme beim Spurt wie Funken auseinanderstieben lassen. So schön kann die Einfachheit des Fußballs sein. Wie sagte Stefan Kuntz auf das abhanden gekommene Herzblut angesprochen sinngemäß im Saisonheft des 11Freunde-Magazins? Die Roten Teufel werden sich diese Saison wieder mehr auf die Explosion der Leidenschaft konzentrieren als auf den Aufbau professioneller Strukturen. Eine Aussage zugunsten der eingangs propagierten Einfachheit, die auf den zweiten Blick allerdings schonungslos aufzeigt wie klein wir sind. Angesichts mangelnder Ressourcen personeller und finanzieller Natur heißt es beim FCK „entweder… oder…“ und eben nicht „sieben auf einen Streich“. Das tapfere Schneiderlein wurde vom Realitätsteufel ausgeknockt. Und ja, die Worte von Stefan Kuntz haben mich ehrlich gesagt ein wenig schockiert. Sie sind so ehrlich. Einen Teil der ranzigen Butter muss sich Stefan jedoch selbst aufs Brot schmieren lassen. Hätte man die Sache anders angepackt und einige Stellschrauben besser justiert, dann wäre durchaus beides möglich gewesen: Herzblut und Professionalisierung. Ich kann nur hoffen, dass unser Oberteufel dies genauso sieht.
Der spanische Baum und weitere Rätsel
Ein großer Teil des Problems war die verfehlte Personalplanung im fußballerischen Bereich. Hier befinden wir uns mittlerweile auf einem erfolgversprechenderen Weg. Die ersten beiden Spiele haben uns immerhin 4 Punkte und zwei treffende sowie Vorlagen gebende Stürmer beschert. Bum Bum Bunjaku und Mo „Betze-Balotelli“ Idrissou sind bereits jetzt der dunkle Quell fürchterlicher Albträume der Verteidiger in Liga 2. Wobei unsere Verteidiger im Gegenzug ebenfalls zum Quell so manches Albtraums avanciert sind. Das war bis jetzt ein Satz mit X, nämlich nix. Insbesondere die dynamische Schnelligkeit in der Innenverteidigung sowie die souveräne Zweikampfführung und Ballannahme auf den Außen lösen nicht ganz unerwartete Bauchschmerzen aus. Hier muss nachgebessert werden… und zwar dringend. Dass man laut Presseberichten zu einem erfahrenen Innverteidiger aus Spanien und nicht zu einem wieselflinken Linksverteidiger aus Abwehrdistan tendiert, ist jedoch rätselhaft. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass gute Linksverteidiger recht teuer sind und eben nicht auf Bäumen wachsen. Als Profisportverein in extremer Waldlage hätten wir davon nämlich ungemein profitieren können. Dafür soll es weiter vorne ein Mann richten, der den Baum im Namen trägt. Baumjohann ist in den letzten Jahren als zentraler offensiver Mittelfeldspieler mit Talent in Erscheinung getreten, welcher allerdings nie den großen Durchbruch geschafft hat. Angesichts des Überangebots in der Zentrale und der gähnenden Leere auf den Flügeln kann man sich da schon fragen, ob die Verantwortlichen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Ein weiteres Rätsel dieser Transferwoche oder vielleicht auch nur der Beleg dafür, dass ich ein Holzkopf bin.
Mit dem Bus an die Ostsee
Doch auch ein Holzkopf weiß: „Wer nachbessern will, der braucht Zaster, Kohle, Euroscheinchen.“ Der vom großen DFB ausgerufene Pokal des deutschen Fußballs ist diesbezüglich eine hervorragende Option. Hier kann man im K.O.-Modus den schnellen Euro machen, wenn’s gut läuft in nur 90 Minuten. Der Weg des Geldes führt die Roten Teufel zunächst an die schöne Ostsee, wo sie in Rostock ein heißer Pokalfight gegen den örtlichen Drittligisten erwartet. Laut Zeugenaussagen sind Kratzen, Beißen und hoher Körpereinsatz gefragt, um nicht über die Planke der Kogge geschickt zu werden. Also besser warm anziehen, auch wenn die Sonne noch so heiß vom Himmel brennt. Unbekannt ist, ob zur Anreise das Flugzeug mit dem ollen FCK-Logo oder der Schnellzuck genutzt wird. Beide Transportmittel sind irgendwie zu modern, um dem zuvor entworfenen Pathos der zweiten Bundesliga gerecht zu werden. Ein klappriger Mannschaftsbus, der sich ratternd und rauchend über Hügel und Felder bis nach Mecklenburg-Vorpommern quält und vor dem Stadion mit zischenden Hydrauliktüren unsere Teufel in den Kampf entlässt, fügt sich besser ins Gesamtbild ein. Reisestrapazen hin, Reisestrapazen her. Ich werde mir das einfach so vorstellen, wenn ich am Sonntag meinen Sky-Receiver aktivere und pünktlich auf die Begegnung FC Hansa Rostock gegen 1.FC Kaiserslautern schalte. Das beschert mir einen zusätzlichen Motivationsschub.
In diesem Sinne!
Ba beneen,
Butduma
In der Couchingzone befinden sich neben Berti und Bahli auch noch Kohlmeyer und Butduma. Die Kolumne erscheint spätestens jeweils Freitag um 12:00 Uhr oder an Spieltagen zur gleichen Zeit bei allen Pflichtspielen.
17.08.2012 - 05:46 Uhr
Schönes Plädoyer für die 2. Liga und "lederne Rund", "Schnellzuck", "Abwehrdistan", "nostalgische Sepiatöne" und der Rest machen 2 Nüsse zusätzlich.
Aber - Absätze, wir brauchen Absätze soll ich von Hooker sagen.
Aber - Absätze, wir brauchen Absätze soll ich von Hooker sagen.
17.08.2012 - 08:15 Uhr
Zitat von CortoMaltese:
Schönes Plädoyer für die 2. Liga und "lederne Rund", "Schnellzuck", "Abwehrdistan", "nostalgische Sepiatöne" und der Rest machen 2 Nüsse zusätzlich.
Aber - Absätze, wir brauchen Absätze soll ich von Hooker sagen.
Danke Corto, bei Hooker brauchen wir in der Tat Absätze, damit wir auf Augenhöhe kommen. Beim Couching ist es allerdings so, dass ich dieses in Word reinprügel und da schockiert das nicht bzw. fällt nicht auf mit den Absätzen. Das nächste Mal mach ich das fluffiger für Dich.
Schönes Plädoyer für die 2. Liga und "lederne Rund", "Schnellzuck", "Abwehrdistan", "nostalgische Sepiatöne" und der Rest machen 2 Nüsse zusätzlich.
Aber - Absätze, wir brauchen Absätze soll ich von Hooker sagen.
Danke Corto, bei Hooker brauchen wir in der Tat Absätze, damit wir auf Augenhöhe kommen. Beim Couching ist es allerdings so, dass ich dieses in Word reinprügel und da schockiert das nicht bzw. fällt nicht auf mit den Absätzen. Das nächste Mal mach ich das fluffiger für Dich.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Butduma am 17.08.2012 um 08:26 Uhr bearbeitet
17.08.2012 - 08:21 Uhr
Hauptsache du bleibst bei deinen Inhalten. Das ist ganz großartig, ob mit oder ohne Absätze.
Falô
Mineiro
Falô
Mineiro
17.08.2012 - 09:36 Uhr
But, deine schonungslose Offenheit bescherte mir heute Morgen gleich einen Kaffeefleck auf dem weißen Polo ...
Zitat von Butduma:
Profisportverein in extremer Waldlage
Auf diese Art und Weise habe ich den FCK noch nie betrachtet. Aber du hast Recht, ein Lockmittel wäre das höchstens etwas für naturverbundene finnische oder isländische Fußballprofis ...
Danke But, eine Morgenlektüre, wie ich sie liebe ... und auch eine wunderbare Darlegung, warum auch die zweite Liga nicht ganz unattraktiv ist ...
Cheers
Bahli
Zitat von Butduma:
Profisportverein in extremer Waldlage
Auf diese Art und Weise habe ich den FCK noch nie betrachtet. Aber du hast Recht, ein Lockmittel wäre das höchstens etwas für naturverbundene finnische oder isländische Fußballprofis ...
Danke But, eine Morgenlektüre, wie ich sie liebe ... und auch eine wunderbare Darlegung, warum auch die zweite Liga nicht ganz unattraktiv ist ...
Cheers
Bahli
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