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Die Couchingzone

13.08.2010 - 13:19 Uhr
Die Couchingzone |#451
10.04.2012 - 18:35 Uhr
Treffende nüchterne Beschreibung des Status Quo vom Dirty Old Man - Chapeau.

Und Hell Yeah, der Abstieg schmerzt auch beim 3. Mal.

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"Betzi braucht bei seinem Besuch eine Möglichkeit sich umzuziehen und Kaltgetränke" (Anmeldeformular Betzi Buchen)
"You want it darker, Hineni, Hineni, I'm ready, my lord (Leonard Cohen).
"Well, what did you expect in an opera? A happy ending?" (Bugs Bunny)
Die Couchingzone |#452
10.04.2012 - 18:38 Uhr
Zitat von CortoMaltese:
Treffende nüchterne Beschreibung des Status Quo vom Dirty Old Man - Chapeau.

Und Hell Yeah, der Abstieg schmerzt auch beim 3. Mal.


Beim ersten Abstieg habe ich geheult, wie ein kleines Kind.

Beim zweiten Abstieg war ich einfach nur traurig.

Beim dritten Abstieg macht sich eine gewisse Gleichgültigkeit breit.
Die Couchingzone |#453
11.04.2012 - 12:47 Uhr
Zitat von Vic Dorn:
We want Kohlmeyer for Pressesprecher!


Dito :)

PS: Gleichgültig ist mir der 3. Abstieg nicht. Defintiv nicht. Aber ich habe mich mit abgefunden...es waren zu viele Fehler dabei, diese Saison...oder wie Kohlmeyer schreibt: "...mit beiden Händen..."

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Krahl - Rasmussen, Frees, Gyamfi - Haas, Kunze, Ritter, Sahin, Joly - Yardimci, Berisha

"Wenn wir schon nicht gewinnen, dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt" (R.Rüssmann)
Die Couchingzone |#454
11.04.2012 - 12:50 Uhr
Zitat von Vic Dorn:
We want Kohlmeyer for Pressesprecher!


ZUSTIMMUNG!!!!

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Ich lebe und sterbe für diesen Verein!
Die Couchingzone |#455
11.04.2012 - 17:45 Uhr
Zitat von Life_suckz:
Zitat von CortoMaltese:
Und Hell Yeah, der Abstieg schmerzt auch beim 3. Mal.

Beim ersten Abstieg habe ich geheult, wie ein kleines Kind.

Beim zweiten Abstieg war ich einfach nur traurig.

Beim dritten Abstieg macht sich eine gewisse Gleichgültigkeit breit.

Beim ersten Abstieg war ich krank und habe dennoch (in beiderlei Hinsicht) fiebernd am Radio das ganze entscheidene Spiel am letzten Spieltag verfolgt und war am Ende am Boden zerstört. Bei den Bildern in der Sportschau am Abend hätte ich fast mit Andi Brehme geheult.

Beim zweiten Abstieg war mir nachmittags während der Bundesligakonferenz immer noch schlecht von dem Saufexess der Nacht vorher, dass ich nicht wußte, ob die Übelkeit am Ende vom Abstieg oder dem Kater kam. Bei den Bildern in der Sportschau am Abend hätte ich fast gekotzt.

Dieser dritte Abstieg zeichnet sich inzwischen schon mit einem solchen Vorlauf im Vorfeld ab, dass es dauerhaft schmerzt. Und dieser dauerhafte Schmerz hat für ein Abstumpfen gesorgt. 19 Spiele ohne ein wirkliches Erfolgserlebnis gehen nicht spurlos an einem vorrüber und man legt sich einen Schutzpanzer aus Gleichgültigkeit zu, um es noch ertragen zu können. Die Bildern in der Sportschau am Abend des 34. Spieltags werde ich wahrscheinlich nicht sehen, weil ich es nicht ertragen kann.

Und bei Kohlmeyers Kolumne sitze ich da und nicke und kann jeden einzelnen Abschnitt unterschreiben.

Jeden einzelnen.

Danke.

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Without facts you are just another person with an opinion - unless you are at a level of the organization where your opinion becomes fact

- Vinod Singhal
Die Couchingzone |#456
12.04.2012 - 21:16 Uhr
Jahrgang 2, Ausgabe 35: Von Absolutisten und Baumeistern

von Butduma


Englische Woche für die Couchisten und ich bin dabei, was ein Champions-League-Feeling! Rein schreibtechnisch eine hoch anspruchsvolle Aufgabe, müssen wir uns doch die ausgelullerten Tastaturen im Akkord zuwerfen und dabei auch noch vermeiden, dass wir die gleichen Themen auf den Platz schicken. Aber bei einem potentiellen Absteiger sind die Sachverhalte, über die man sich so auslassen kann, ohnehin reichlich gesät. Ich kann mir gar nicht ausmalen, wie das so sein würde, wenn wir eine graue Maus wären – ich bräuchte bestimmt nur einen Bleistift in HB. Ein ödes und tristes Gemälde in Graustufendruck, nix mit „Ich drück die Maus“. Aber wir sind ja der FCK, da ist immer was los und seien es nur die Nörgler und Gerüchteköche, die man von der Leine lässt.


„L’État c’est moi“ stand da neulich in dicken Lettern auf weißes Lacken gekotzt am Zaun der Westkurve. Das klingt nicht nur sehr polyglott, sondern auch intellektuell. Und was so dolle klingt, das muss ja stimmen. Zumindest meint das so mancher Fan und Grumbeerbauer. Das Zitat soll von Ludwig dem XIV stammen, in seinem Heimatland auch Louis Kators genannt – früherer König von Frankreich und angeblich glühender Verfechter des Absolutismus. Der Staat bin ich, neben mir ist nur Platz für meine engsten Vertrauten. Die Westkurvenplakatierer haben diesen Ausspruch auf Stefan Kuntz und seine Art der Vereinsführung bezogen und damit zu Buchstaben gebracht, was schon seit vielen Wochen durch die Kaiserslauterer Fanwelt geistert. Kuntz schaltet und waltet wie er will und spielt dabei Familie und engen Wegfährten die teuer erwirtschafteten Euros zu. Ein Szenario wie aus der neuesten Griechenland-Reportage oder aus dem Dreigroschen-Roman von um die Ecke. Dabei kann es nur als äußerster Zufall betrachtet werden, dass solche Gerüchte und Szenarien genau dann auftauchen, wenn alle Verantwortlichen ohnehin knietief im Mist stehen bzw. nach Kohlmeyer schön in die Gülle gegriffen haben. Davon abgesehen, dass das Eingangzitat ohnehin nicht von Ludwig XIV stammen soll, haben Stefan Kuntz und der alte Louis ohnehin nicht viel gemein. Schließlich hat der jähzornige Franzose im Pfälzischen Erbfolgekrieg die Devise der verbrannten Pfälzer Erde offiziell ausgerufen und von seinem Köter General de Mélac in grausige Realität umsetzen lassen. Unser Vorstandsvorsitzender hingegen hat in den letzten Jahren mit viel Mühe und Arbeit den Pfälzer Acker bestellt und ein paar zarte Setzlinge eingepflanzt. Mit seiner verfehlten Einkaufs- und Sportpolitik zeichnet er nun für eine kleine Brandrodung verantwortlich, die einigen Pflänzchen der Hoffnung die Rübe abgebrannt hat, aber Asche düngt ja bekanntlich.


Der Großteil der Fans hat es ohnehin schon lange geschnallt, der Abstieg ist so sicher wie die Fixierung von Taschentuchels Scheitel. Statt weinend vor dem Haufen rot-weißer Bauklötzchen zu sitzen, den der böse Nachbarsjunge Dietmar aus der prächtigen Burg gemacht hat, haben die meisten schon wieder die Ärmel hochgekrempelt, um was Neues aufzubauen. Ob der Bauplan auch in Liga 2 von Lego Balakov kommen wird, steht zwar noch in den Sternen vom Betzenberg, aber was soll’s? Es entwickelt sich sogar so etwas wie verfrühte Vorfreude auf den Neuaufbau in der besten zweiten Liga des Planeten. Wer bleibt, wer geht, wer kommt, wer soll fort? Bau ich Tiffert ins Fundament ein oder nehm ich doch lieber den Olli für’s Dach? Sieht man Kouemaha, wenn ich ihn in die dunkle Festungsanlage einbaue oder bricht am Schluss gar noch de Wit aus den Zinnen? Ein Planspiel, das selbst frühe Klassiker wie Zivileisäschon in den Schatten stellt. Jene Gemüter, welche den Abstieg noch nicht so ganz verwunden haben und es vorher ohnehin besser gewusst hatten, graben unseren Bauklötzchenhaufen allerdings lieber nochmals nach schuldigen Teilchen um. Selbst der neue Baumeister Balakov, der ohne Mörtel und Pelle das halb eingestürzte Bauwerk in hoffnungsloser Mission retten sollte, bleibt da nicht außen vor. Zeit und Ressourcen spielen bei der Bewertung nur eine untergeordnete Rolle. Ich persönlich sehe das anders und dabei sehe ich jedes Spiel über die volle Länge, auch wenn gleichzeitig Dortmund gegen Bayern spielt. In der offensiven Spielanlage sind Fortschritte zu erkennen, die Defensive ist aufgrund vieler Ausfälle und Umstellungen hingegen nur eingeschränkt bewertbar, der Spielaufbau über einen 6er, der sich zwischen die beiden Innenverteidiger zurückfallen lässt, ist jedoch nicht der schlechteste Ansatz zur Vermeidung von „Hoch und Weit“ und Bumerang-Bällen. Auch finden Spieler wie Fortounis und Oliver Kirch wieder zu Form und Selbstvertrauen. Dinge, die uns auch in Liga 2 nicht schaden können. Selbst Sukuta-Pasu zeigt eindeutige Tendenzen nach oben, seit er im zentralen Sturm spielen darf und das nicht nur beim Kopfball.


Also: Vieles schlecht? Ja. Alles schlecht? Nein. Fortschritte? Ja. Eine Wunderrettung? Nein. Es gibt eben Baumeister, die mit vielen Balken und Stützen ein Bauwerk retten können und dann gibt es welche, die sich eher als Architekten verstehen. Balakov scheint mir zur zweiten Gruppe zu gehören. Deshalb bleibt meine Doppelläufige unterm Kopfkissen, vom Berg wird dieses Mal trotz katastrophaler Bilanz keiner gejagt. Eine Entscheidung, die nicht nur auf Mangel an Alternativen beruht, sondern auf der Tatsache, dass es nach drei Jahren raketenhaftem Aufstieg nun wieder ein Stück nach unten geht – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Der Südpfälzer hat zu diesem physikalischen Phänomen ein ganz lapidares Sprichwort auf Lager: „Alles was de nuff schmeise duh‘sch, des kummd irschendwann ach widder runner.“ Alla hopp, so werd’s wohl sei. Und in der historisch leidgeprüften Südpfalz kennt man sich aus mit Niederlagen, Besatzungen und dem Wiederaufbau. Dank viel Sonnenschein, Weingenuss und Schlitzohrigkeit ging es aber immer weiter. Danach war sogar vieles besser und schöner als vorher. Warum soll das nicht auch beim FCK so sein? Stichhaltige Beweise, dass unbedingt das Gegenteil der Fall sein muss, habe ich auf jeden Fall noch keine gehört oder gesehen. Und das sage ich ganz unblauäugig und ohne rosarote Brille. Die außerordentliche Mitgliederversammlung wird sicherlich zeigen, ob die sogenannte Opposition Substanzielles auf Lager hat oder nur mit Rauchbomben und Kuhdung um sich wirft. Sie ist aber auch die ideale Plattform, um Perspektiven aufzuzeigen und eine finanzielle Bilanz zu ziehen. Gerade letzter Punkt birgt Potenzial für Überraschungen wie in den besten Ü-Ei-Zeiten. Klar ist, dass wir angesichts der Finanzen im sportlichen Bereich keine Wunderverpflichtungen für die zweite Liga erwarten dürfen. In Zukunft müssen wir weiterhin auf Jungs wie Julian Derstroff bauen, der nach seinem Traumtor sinngemäß sagte, dass er angesichts des sicheren Abstiegs nicht aufgeben wird, da es für ihn eine Ehre ist für den Verein zu spielen. Vielleicht eine typische Fussballerphrase, aber Derstroff kauf ich sie vorbehaltlos ab. Also immer die Rieb hoch, ach wenn de Hals noch so dreckisch isch.


In diesem Sinne!
Ba beneen,

Butduma


In der Couchingzone befinden sich neben Berti und Bahli auch noch Kohlmeyer und Butduma. In begründeten Ausnahmefällen schubsen wir auch andere in diesen Bereich. Die Kolumne erscheint spätestens jeweils Freitag um 12:00 Uhr oder an Spieltagen zur gleichen Zeit bei allen Pflichtspielen.

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SAPERE AUDE
- Wage es, weise zu sein -

oder nach Immanuel Kant
"Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen!“
Die Couchingzone |#457
13.04.2012 - 08:06 Uhr
Wie gehabt - Klasse, schöner Geschichtsexkurs und ergreifendes Plädoyer für die Südpfalz. Aber auch Du schreibst ansonsten zu wenig hier!

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"Betzi braucht bei seinem Besuch eine Möglichkeit sich umzuziehen und Kaltgetränke" (Anmeldeformular Betzi Buchen)
"You want it darker, Hineni, Hineni, I'm ready, my lord (Leonard Cohen).
"Well, what did you expect in an opera? A happy ending?" (Bugs Bunny)
Die Couchingzone |#458
13.04.2012 - 09:41 Uhr
Sehr schön But! Vor allem, dass Du passenderweise zur Raison bei der Personalie Balakov appellierst. War ja nach "Louis Kators" in Frankreich auch irgendwann der Fall. ;)

Ich gehe auch relativ optimistisch in die nächste Saison. Die Ansätze und die Balakov's Idee von Fußball sieht so verkehrt nicht aus.

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"Wenn am Wochenend' die Massen, in die Fußballstadien ziehn,
da kann ich es nicht lassen, mich ziehts zum Betze hin.

Die Stimmung ist dort ganz famos, wie kanns auch anders sein,
und geht das Spiel dann richtig los, stimmen alle mit mir ein:

Olé Olé, Olé Ola, der FCK ist wieder da!
Olé Olé, Olé Ola,
die roten Teufel sind ganz wunderbar!"
Die Couchingzone |#459
13.04.2012 - 10:59 Uhr
Da zieh ich doch erneut und nach Niki Lauda-Art mein Basecap.

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Der Klaan gefällt ma, dään nemm ich mit hääm!
(Fan hinter mir auf der Westtribüne über Daniel Halfar)

Am Montag nehme ich mir vor, zur nächsten Partie zehn Spieler auszuwechseln. Am Dienstag sind es sieben oder acht, am Donnerstag noch vier Spieler. Wenn es dann Samstag wird, stelle ich fest, daß ich doch wieder dieselben elf Scheißkerle einsetzen muß wie in der Vorwoche.
Die Couchingzone |#460
13.04.2012 - 14:07 Uhr
Ich bin seit dem Freiburgspiel im "reset-modus" und unterschreibe diese Couching gerne mit:

wie wahr, wie wahr!

und hätte ich mal in der Schule meine Vokabeln gelernt, so hätte ich dies, dem Couching zuprostend, natürlich gerne auf franzmännisch getan!

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Nichts ersetzt die Romantik eines Flutlichtspiels im Regen... ...und siegen!!

Wir denken nur noch von Grätsche zu Grätsche!

Hate the Game, not the Player!
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