Die Couchingzone
13.08.2010 - 13:19 Uhr
08.11.2013 - 18:01 Uhr
Du sprichst auch mir aus meiner Fanseele, bahli! Mir macht der FCK wieder Spaß und zwar einen Heiden... Seit Runjaic da ist, war ich immerhin schon wieder zwei mal im Stadion. Unter Foda habe ich mir vor einem Jahr das letzte Spiel live vor Ort angetan... Außerdem ist mein Optimismus so weit zurückgekehrt, dass ich sogar meine Kollegen, die vom Fodaesken Fußball ebenso die Schnauze voll hatten wie ich, enthusiastisch bequatsche dem Neuen auch ne neue Chance zu geben und wieder FCK Spiele zu gucken.
22.11.2013 - 12:02 Uhr
Kurze Durchsage:
Ich bin zurzeit ziemlich im Stress, daher kann ich Euch erst morgen gegen Mittag couchen. Da werden die meisten allerdings schon auf dem Weg zum Spiel sein, so dass sie erst hinterher ihr Couching empfangen können. Das ist zwar nicht im Sinne des Erfinders, geht aber nicht anders.
Ich hoffe, wir fahren die drei Punkte dennoch ein.
Gruß,
Kohlmeyer
Ich bin zurzeit ziemlich im Stress, daher kann ich Euch erst morgen gegen Mittag couchen. Da werden die meisten allerdings schon auf dem Weg zum Spiel sein, so dass sie erst hinterher ihr Couching empfangen können. Das ist zwar nicht im Sinne des Erfinders, geht aber nicht anders.
Ich hoffe, wir fahren die drei Punkte dennoch ein.
Gruß,
Kohlmeyer
22.11.2013 - 14:13 Uhr
Zitat von Kohlmeyer:
Kurze Durchsage:
Ich bin zurzeit ziemlich im Stress, daher kann ich Euch erst morgen gegen Mittag couchen. Da werden die meisten allerdings schon auf dem Weg zum Spiel sein, so dass sie erst hinterher ihr Couching empfangen können. Das ist zwar nicht im Sinne des Erfinders, geht aber nicht anders.
Ich hoffe, wir fahren die drei Punkte dennoch ein.
Gruß,
Kohlmeyer
Na, das wird ja immer schöner hier, wenn jetzt sogar die Altehrwürdigen mit der Schlamperei anfangen...wo kommen wir denn da hin... :grrr :D ;)
Kurze Durchsage:
Ich bin zurzeit ziemlich im Stress, daher kann ich Euch erst morgen gegen Mittag couchen. Da werden die meisten allerdings schon auf dem Weg zum Spiel sein, so dass sie erst hinterher ihr Couching empfangen können. Das ist zwar nicht im Sinne des Erfinders, geht aber nicht anders.
Ich hoffe, wir fahren die drei Punkte dennoch ein.
Gruß,
Kohlmeyer
Na, das wird ja immer schöner hier, wenn jetzt sogar die Altehrwürdigen mit der Schlamperei anfangen...wo kommen wir denn da hin... :grrr :D ;)
23.11.2013 - 10:04 Uhr
Jahrgang 4 - Ausgabe 16
CÄSAR IST TOT, ES LEBE DER NERD oder WHERE HAVE ALL THE AURAS GONE?
„Hast du fünf Minuten Zeit, schlage einen Popper breit“... ja, liebe Freunde, so dichtete auch Kohlmeyer einst in seinen jungen, von Hormonüberschuss und ersten Apfelkornexzessen gezeichneten Jahren. Aber da sein Maul stets größer war als seine Faust, ist trotz hohler Drohungen tatsächlich nie eines dieser modegeschmacklich verirrten Mutterkinder, die damals seine Wege kreuzten, zu Schaden gekommen.
Im nachhinein muss man sagen: Gott sei Dank. Dann auch aus diesen liederlich frisierten Menschenjungen wurden, wie Kohlmeyer, vollwertig steuerzahlende Mitglieder der Gesellschaft, zumindest aus den meisten - nur einige wenige freilich beschränkten ihre Lebensleistung darauf, das Vermögen ihrer Väter durchzubringen.
Und einer dieser poppenden Zeitgeister, die Kohlmeyer damals von Keile verschonte - oder in seiner verwackelten Erinnerung glaubt, verschont zu haben, wurde sogar Fußballtrainer. Sogar ein verdammt guter, wie Kohlmeyer mittlerweile überzeugt ist. Denn diese Kreatur mit der megaouten Haarwelle, die zudem in der Körpermitte tendenziell vergeblich gegen Wohlstandsspeck kämpft, ist jetzt Trainer des 1.FC Kaiserslautern.
Keine Angst, Kohlmeyer wird nun nicht noch einmal des Bahlis Gedankengang vor zwei Wochen wiederkäuen, und aufzählen, was dieser Couch Kosta schon alles zum Positiven gewendet beim FCK. Sondern er will sich der Frage widmen:
Wo sind sie hin, die Charismatiker unter der Trainern, die großen Persönlichkeiten, oder: Where have all the Auras gone?
Der ein oder andere wird jetzt vielleicht fragen: Was eigentlich ist eine Aura?
Nun, da fällt Kohlmeyer ein alter Fastnachtsgag ein. Sagt ein Fremder zur Stadthostess: „Ich kann deine Aura sehen.“ Darauf die Stadhostess: „Vergess es, ich hann e blickdicht Strumphoss o.“
Schlechtes Beispiel? Okay, ein anderes.
1991 war es, wenige Wochen vor Saisonende. Lautern und Bayern wetteiferten um die Tabellenspitze. Der FCK spielte in Bremen, gewann 3:2. Kohlmeyer kann sich an keinen Treffer mehr erinnern, aber an die Szene beim Abpfiff. Die Bank und ihr Gefolge sprangen auf, brach ihn überbordenden Jubel aus, denn die Bayern hatten zeitgleich Punkte gelassen, der Sieg hatte die Tür zum Titel weit aufgestoßen, unzweifelhaft war eine Vorentscheidung war gefallen.
Nur Kali blieb am Spielfeldrand stehen, in Cäsarenpose, unbewegt, sinnierend. Die Medienmeute preschte auf ihn los, um ihm protokollgemäß Mikrofone und Kameraobjektive ins Gesicht zu rammen, doch plötzlich, so etwa drei Meter vor dem Feldherren, stoppte sie, als wäre diese menschliche Skulptur von einem Bannstrahl umgeben. Ohne eine Wort, ohne eine Geste, signalisierte diese Erscheinung: Weicht von mir! Jetzt nicht! Isoliert machte Kalli dann ein paar Schritte aufs Spielfeld, wo seine Spieler freudetrunken johlten und sich wälzten, doch auch von ihnen wagte es keiner, den angehenden Meistertrainer zu behelligen. Noch ein paar Schritte, dann atmete Kalli ein paar Mal tief durch - und wischte sich würdevoll ein Tränchen aus dem Auge.
Das war Aura.
Diese Feldherren unter der Trainern, die Charismatiker, die eine solche versprühten - es gibt sie nicht mehr, die Kallis, Weisweilers, Menottis, Rinus Michels‘. Mit Rehhagel und Hitzfeld sind die letzten gegangen.
An ihrer Stelle ist ein neuer Typ getreten: der Nerd. Dies ging vermutlich zwangsläufig mit der Verwissenschaftlichung des Fußballs in den vergangenen Jahren. Sie ebnete Gestalten den Weg, die Training, Spiel und medizinische Betreuung in erster Linie "zahlenbasiert" betrachten. Für sie ist das Fußballfeld ein großes Reißbrett ist, auf das sie unentwegt Differentialgleichungen und endlose Formeln kritzeln und dann und wann irre kichern. Rangnick bildete die Vorhut, er erinnert Kohlmeyer nach wie vor sehr an den von Hardy Krüger dargestellten „Rechenschieber“ Heinrich Dorfmann in Kohlmeyers Lieblingsfilm „Der Flug des Phoenix“, ein brillant gezeichneter Charakter, sicher eine Frühform des Nerds.
Das optische Erscheinungsbild des Nerds kann allerdings sehr variieren. In den seltensten Fällen ist es attraktiv ausgeformt wie bei Josè Mourinho, der aufgrund des Zeugs, das er schwallt, und die Art, wie er Fußball spielen lässt, dennoch und eindeutig zu den neuen Nerds zu rechnen ist.
Einen besonders delikaten Fall stellt der Dortmunder Meistertrainer dar. Die Speichellecker um ihn herum halten ihn alle für einen großartigen, humorvollen, redegewandten Menschen, sein Geschäftsführer bezeichnet ihn sogar als „Menschenfänger“. Tatsächlich vereint sich hier lediglich Nerdigkeit mit hoher Blendfähigkeit, denn faktisch beherrscht dieser angebliche Trainergott kaum mehr Adjektive außer „geil“ und „brutal“, und die irren Grimassen, die er in Momenten emotionaler Entgleisung zieht, weisen ziemlich deutlich darauf hin, dass er tief in seinem Inneren eigentlich ein Fall für Dexter ist. Der Zwölftagebart, das im ganzen ungepflegte Äußere, das dennoch mit einer fast krankhaften Eitelkeit einhergeht, die lächerlichen Geheimratsecken ständig mit Echthaar aufforsten zu lassen - doch, das ist typisch Nerd.
Doch so sehr er optisch auch variieren kann, immer wohnt dem Nerd ein Irrsein inne, das ein bisschen in Richtung Autismus, wenigstens Asperger spielt, mal mehr, mal weniger, wie es am deutlichsten wohl am Taschentuchel zu erkennen ist. In seiner sympathischen Form kann der Nerd auch als Kauz daherkommen, so wie Christian Streich.
Und so ist auch Coach Kostas Haarpracht zu sehen: Nicht als Versäumnis der Korrektur einer modischen Geschmacksverirrung, sondern als Ausdruck einer gewissen Nerdigkeit.
Im Gegensatz zum Computernerd oder zum Spanner-Stalker-Peepshow-Nerd muss der Trainernerd natürlich über eine gewisse Kommunikationsfähigkeit verfügen. Geht ihm selbst das geringste Talent ab, andere emotional anzusprechen, versagt er zwangsläufig, so wie Michael Henke.
Maximale Begeisterungsfähigkeit erreicht der Trainernerd allenfalls in Einzelgesprächen. Wie man hört, ist das auch Coach Kostas große Stärke.
Aber mal im Ernst: Könnte Coach Kosta vor versammelter Mannschaft eine Rede wie diese halten?
http://www.youtube.com/watch?v=N59BcT6Sh4A
Sie bildete auch die Vorlage für nahezu alle Kabinenpredigten, die Kohlmeyer während seiner Zeit als Thekenmannschaftsteamchef in der Hinterpfalz hielt, und noch heute fragt sich Kohlmeyer, weshalb so viele Id.ioten Tausende von Euro in Managerseminare investieren, wenn sie die Grundlagen effektiver Mitarbeitermotivation in fünf Minuten bei Shakespeare lernen können.
Was Euch das alles jetzt sagen soll? Äääääh ...
... eigentlich nichts. Außer, dass Kohlmeyer sie irgendwie vermisst, die Cäsaren unter den Trainern.
Aber solange die Nerds Fußball spielen lassen, wie Coach Kosta ihn derzeit bei uns spielen lässt, sind sie Kohlmeyer herzlich kommen.
Und, wer weiß, vielleicht erlebt Kohlmeyer ja auch noch die nächste Trainergeneration: den Mutanten. Trainer also, die aussehen wie Gollum, vielleicht sogar mit gleich drei Köpfen auf dem Rumpf, oder Peter Altmaier auf nur einem, dafür umso massigeren Rumpf. Oder einfach nur ein Kopf, sagen wir den von Hermann Gröhe, der aus dem Stil einer Sonnenblume wächst, die vor dem Anpfiff in die Coachingzone gepflanzt wird.
Wir werden sehen.
Bis dahin erfreut sich einfach nur am guten Fußball
Kohlmeyer
In der Couchingzone couchen die Cäsaren unter den Nerds.
CÄSAR IST TOT, ES LEBE DER NERD oder WHERE HAVE ALL THE AURAS GONE?
„Hast du fünf Minuten Zeit, schlage einen Popper breit“... ja, liebe Freunde, so dichtete auch Kohlmeyer einst in seinen jungen, von Hormonüberschuss und ersten Apfelkornexzessen gezeichneten Jahren. Aber da sein Maul stets größer war als seine Faust, ist trotz hohler Drohungen tatsächlich nie eines dieser modegeschmacklich verirrten Mutterkinder, die damals seine Wege kreuzten, zu Schaden gekommen.
Im nachhinein muss man sagen: Gott sei Dank. Dann auch aus diesen liederlich frisierten Menschenjungen wurden, wie Kohlmeyer, vollwertig steuerzahlende Mitglieder der Gesellschaft, zumindest aus den meisten - nur einige wenige freilich beschränkten ihre Lebensleistung darauf, das Vermögen ihrer Väter durchzubringen.
Und einer dieser poppenden Zeitgeister, die Kohlmeyer damals von Keile verschonte - oder in seiner verwackelten Erinnerung glaubt, verschont zu haben, wurde sogar Fußballtrainer. Sogar ein verdammt guter, wie Kohlmeyer mittlerweile überzeugt ist. Denn diese Kreatur mit der megaouten Haarwelle, die zudem in der Körpermitte tendenziell vergeblich gegen Wohlstandsspeck kämpft, ist jetzt Trainer des 1.FC Kaiserslautern.
Keine Angst, Kohlmeyer wird nun nicht noch einmal des Bahlis Gedankengang vor zwei Wochen wiederkäuen, und aufzählen, was dieser Couch Kosta schon alles zum Positiven gewendet beim FCK. Sondern er will sich der Frage widmen:
Wo sind sie hin, die Charismatiker unter der Trainern, die großen Persönlichkeiten, oder: Where have all the Auras gone?
Der ein oder andere wird jetzt vielleicht fragen: Was eigentlich ist eine Aura?
Nun, da fällt Kohlmeyer ein alter Fastnachtsgag ein. Sagt ein Fremder zur Stadthostess: „Ich kann deine Aura sehen.“ Darauf die Stadhostess: „Vergess es, ich hann e blickdicht Strumphoss o.“
Schlechtes Beispiel? Okay, ein anderes.
1991 war es, wenige Wochen vor Saisonende. Lautern und Bayern wetteiferten um die Tabellenspitze. Der FCK spielte in Bremen, gewann 3:2. Kohlmeyer kann sich an keinen Treffer mehr erinnern, aber an die Szene beim Abpfiff. Die Bank und ihr Gefolge sprangen auf, brach ihn überbordenden Jubel aus, denn die Bayern hatten zeitgleich Punkte gelassen, der Sieg hatte die Tür zum Titel weit aufgestoßen, unzweifelhaft war eine Vorentscheidung war gefallen.
Nur Kali blieb am Spielfeldrand stehen, in Cäsarenpose, unbewegt, sinnierend. Die Medienmeute preschte auf ihn los, um ihm protokollgemäß Mikrofone und Kameraobjektive ins Gesicht zu rammen, doch plötzlich, so etwa drei Meter vor dem Feldherren, stoppte sie, als wäre diese menschliche Skulptur von einem Bannstrahl umgeben. Ohne eine Wort, ohne eine Geste, signalisierte diese Erscheinung: Weicht von mir! Jetzt nicht! Isoliert machte Kalli dann ein paar Schritte aufs Spielfeld, wo seine Spieler freudetrunken johlten und sich wälzten, doch auch von ihnen wagte es keiner, den angehenden Meistertrainer zu behelligen. Noch ein paar Schritte, dann atmete Kalli ein paar Mal tief durch - und wischte sich würdevoll ein Tränchen aus dem Auge.
Das war Aura.
Diese Feldherren unter der Trainern, die Charismatiker, die eine solche versprühten - es gibt sie nicht mehr, die Kallis, Weisweilers, Menottis, Rinus Michels‘. Mit Rehhagel und Hitzfeld sind die letzten gegangen.
An ihrer Stelle ist ein neuer Typ getreten: der Nerd. Dies ging vermutlich zwangsläufig mit der Verwissenschaftlichung des Fußballs in den vergangenen Jahren. Sie ebnete Gestalten den Weg, die Training, Spiel und medizinische Betreuung in erster Linie "zahlenbasiert" betrachten. Für sie ist das Fußballfeld ein großes Reißbrett ist, auf das sie unentwegt Differentialgleichungen und endlose Formeln kritzeln und dann und wann irre kichern. Rangnick bildete die Vorhut, er erinnert Kohlmeyer nach wie vor sehr an den von Hardy Krüger dargestellten „Rechenschieber“ Heinrich Dorfmann in Kohlmeyers Lieblingsfilm „Der Flug des Phoenix“, ein brillant gezeichneter Charakter, sicher eine Frühform des Nerds.
Das optische Erscheinungsbild des Nerds kann allerdings sehr variieren. In den seltensten Fällen ist es attraktiv ausgeformt wie bei Josè Mourinho, der aufgrund des Zeugs, das er schwallt, und die Art, wie er Fußball spielen lässt, dennoch und eindeutig zu den neuen Nerds zu rechnen ist.
Einen besonders delikaten Fall stellt der Dortmunder Meistertrainer dar. Die Speichellecker um ihn herum halten ihn alle für einen großartigen, humorvollen, redegewandten Menschen, sein Geschäftsführer bezeichnet ihn sogar als „Menschenfänger“. Tatsächlich vereint sich hier lediglich Nerdigkeit mit hoher Blendfähigkeit, denn faktisch beherrscht dieser angebliche Trainergott kaum mehr Adjektive außer „geil“ und „brutal“, und die irren Grimassen, die er in Momenten emotionaler Entgleisung zieht, weisen ziemlich deutlich darauf hin, dass er tief in seinem Inneren eigentlich ein Fall für Dexter ist. Der Zwölftagebart, das im ganzen ungepflegte Äußere, das dennoch mit einer fast krankhaften Eitelkeit einhergeht, die lächerlichen Geheimratsecken ständig mit Echthaar aufforsten zu lassen - doch, das ist typisch Nerd.
Doch so sehr er optisch auch variieren kann, immer wohnt dem Nerd ein Irrsein inne, das ein bisschen in Richtung Autismus, wenigstens Asperger spielt, mal mehr, mal weniger, wie es am deutlichsten wohl am Taschentuchel zu erkennen ist. In seiner sympathischen Form kann der Nerd auch als Kauz daherkommen, so wie Christian Streich.
Und so ist auch Coach Kostas Haarpracht zu sehen: Nicht als Versäumnis der Korrektur einer modischen Geschmacksverirrung, sondern als Ausdruck einer gewissen Nerdigkeit.
Im Gegensatz zum Computernerd oder zum Spanner-Stalker-Peepshow-Nerd muss der Trainernerd natürlich über eine gewisse Kommunikationsfähigkeit verfügen. Geht ihm selbst das geringste Talent ab, andere emotional anzusprechen, versagt er zwangsläufig, so wie Michael Henke.
Maximale Begeisterungsfähigkeit erreicht der Trainernerd allenfalls in Einzelgesprächen. Wie man hört, ist das auch Coach Kostas große Stärke.
Aber mal im Ernst: Könnte Coach Kosta vor versammelter Mannschaft eine Rede wie diese halten?
http://www.youtube.com/watch?v=N59BcT6Sh4A
Sie bildete auch die Vorlage für nahezu alle Kabinenpredigten, die Kohlmeyer während seiner Zeit als Thekenmannschaftsteamchef in der Hinterpfalz hielt, und noch heute fragt sich Kohlmeyer, weshalb so viele Id.ioten Tausende von Euro in Managerseminare investieren, wenn sie die Grundlagen effektiver Mitarbeitermotivation in fünf Minuten bei Shakespeare lernen können.
Was Euch das alles jetzt sagen soll? Äääääh ...
... eigentlich nichts. Außer, dass Kohlmeyer sie irgendwie vermisst, die Cäsaren unter den Trainern.
Aber solange die Nerds Fußball spielen lassen, wie Coach Kosta ihn derzeit bei uns spielen lässt, sind sie Kohlmeyer herzlich kommen.
Und, wer weiß, vielleicht erlebt Kohlmeyer ja auch noch die nächste Trainergeneration: den Mutanten. Trainer also, die aussehen wie Gollum, vielleicht sogar mit gleich drei Köpfen auf dem Rumpf, oder Peter Altmaier auf nur einem, dafür umso massigeren Rumpf. Oder einfach nur ein Kopf, sagen wir den von Hermann Gröhe, der aus dem Stil einer Sonnenblume wächst, die vor dem Anpfiff in die Coachingzone gepflanzt wird.
Wir werden sehen.
Bis dahin erfreut sich einfach nur am guten Fußball
Kohlmeyer
In der Couchingzone couchen die Cäsaren unter den Nerds.
23.11.2013 - 10:37 Uhr
Ein brillantes analytisch-humorvolles Coaching mit originellen Thema, das eigentlich fünf Klicks pro Leser verdient hätte - und an dem nur eines falsch ist: Der viel zu späte Zeitpunkt, an dem es veröffentlicht worden ist. Die Kriegswirren... will sagen... Spieltagswirren haben längst begonnen, und deshalb läuft dieses geniale Stück Forumskultur Gefahr, von vielen ignoriert zu werden. Das wäre eine Schande.
23.11.2013 - 10:41 Uhr
Kohlmeyer, Du bist ein wahrer Couchist.
Gruß Berti
Gruß Berti
23.11.2013 - 10:49 Uhr
Liest sich toll, super Couching!
Und ich dachte schon ich bin der einzige hier weit und breit der Runjaic teilweise als "seltsamen Typen" wahrnimmt. Mit deinem Beitrag hast du mir die Augen geöffnet, warum ich ihn so sehe.
Allerdings finde ich das was du über Klopp geschrieben hast stellenweise richtig übel. Vor allem die Dexter-Aussage. Oder ich habe es nicht richtig verstanden.
Und ich dachte schon ich bin der einzige hier weit und breit der Runjaic teilweise als "seltsamen Typen" wahrnimmt. Mit deinem Beitrag hast du mir die Augen geöffnet, warum ich ihn so sehe.
Allerdings finde ich das was du über Klopp geschrieben hast stellenweise richtig übel. Vor allem die Dexter-Aussage. Oder ich habe es nicht richtig verstanden.
23.11.2013 - 11:18 Uhr
Zitat von Wolle_Petterson:
Allerdings finde ich das was du über Klopp geschrieben hast stellenweise richtig übel. Vor allem die Dexter-Aussage. Oder ich habe es nicht richtig verstanden.
Was soll daran übel sein? Kloppo kann doch wirklich aus der Wäsche schauen wie ein irrer Psychopath. Manchmal hat man fast den Eindruck, dass er sich so etwas vorm Spiegel antrainiert.
Allerdings finde ich das was du über Klopp geschrieben hast stellenweise richtig übel. Vor allem die Dexter-Aussage. Oder ich habe es nicht richtig verstanden.
Was soll daran übel sein? Kloppo kann doch wirklich aus der Wäsche schauen wie ein irrer Psychopath. Manchmal hat man fast den Eindruck, dass er sich so etwas vorm Spiegel antrainiert.
23.11.2013 - 11:31 Uhr
Ein wahrlich großartiges Couching. Da hat sich das Warten gelohnt.
23.11.2013 - 11:46 Uhr
Klasse Couching! Wohlan, so lasset uns denn auf roten Teufeln reitend die eiserne Doppelhürde nehmen! Führet Ihr die Vorhut an, edler Sir Mo! Mögen wir hoch stehen, auf dass der Gegner um so tiefer fallet! "Kämpfen Lautern, Kämpfen! - so soll es inbrünstig vieltausendfach erschallen! Ein Ruf, der Gegner, Götter und Caesaren erzittern lässt! Doch sehet dort! Da steht der Nerd einsam am Spielfeldrand und behält als einziger den Überblick! Mögen seine Getreuen ehrenvoll am Kreuzbandriss verenden - er allein weiß um die Entwicklung der Pass- und Trefferquote sowie der gelaufenen Kilometer! Und unverbrüchlich - bei Facebook wie im Leben - geloben wir Konsumenten: "I, I follow, I follow you! Oh Coach Kosta, I follow you!"
Tja, so sind sie wohl, die neuen Zeiten und die neuen Abenteuer. :(
Tja, so sind sie wohl, die neuen Zeiten und die neuen Abenteuer. :(
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