Die Couchingzone
13.08.2010 - 13:19 Uhr
28.10.2011 - 13:25 Uhr
Schöner Beitrag Kohlmeyer!
28.10.2011 - 16:12 Uhr
Zitat von Tickle_Me_Elmo:
Wie immer ein bißchen böse, eindeutig zweideutig und auch so viel Wahrheit. Klasse!
Nur ein bisschen böse?
Allein dieser Absatz ist so höllisch blasphemisch, dass selbst der Teufel rot werden würde:
Zitat von Kohlmeyer:
Ein Theo-Theologe? Da brach Kohlmeyer in Höllengelächter aus. Ein Gottesmann? Ein katholischer Priester vielleicht sogar? Theo, geht´s noch? Liest du denn nicht einmal mehr die Bild-Schlagzeilen? Musst du jetzt die einzige Institution einschalten, deren Ruf noch ungenierter ruiniert ist als der deiner Pfeifen? Prompt malte sich der lachende Höllenhund Kohlmeyer das Mediationsgespräch aus zwischen dem Messdienerfreund und dem passionierten Pfeifenlutscher. Das also ist gemeint, wenn es heißt, der Teufel werde mit dem Beelzebub ausgetrieben.
Kohlmeyer großartig, ich liebe deine spitze Zunge ... ;)
Cheers
Bahli
Wie immer ein bißchen böse, eindeutig zweideutig und auch so viel Wahrheit. Klasse!
Nur ein bisschen böse?
Allein dieser Absatz ist so höllisch blasphemisch, dass selbst der Teufel rot werden würde:
Zitat von Kohlmeyer:
Ein Theo-Theologe? Da brach Kohlmeyer in Höllengelächter aus. Ein Gottesmann? Ein katholischer Priester vielleicht sogar? Theo, geht´s noch? Liest du denn nicht einmal mehr die Bild-Schlagzeilen? Musst du jetzt die einzige Institution einschalten, deren Ruf noch ungenierter ruiniert ist als der deiner Pfeifen? Prompt malte sich der lachende Höllenhund Kohlmeyer das Mediationsgespräch aus zwischen dem Messdienerfreund und dem passionierten Pfeifenlutscher. Das also ist gemeint, wenn es heißt, der Teufel werde mit dem Beelzebub ausgetrieben.
Kohlmeyer großartig, ich liebe deine spitze Zunge ... ;)
Cheers
Bahli
29.10.2011 - 13:06 Uhr
Jungs, wäre ich Manni die Mormonen-Drag-Queen, würde ich euch allesamt vom Fleck weg heiraten.
Danke!
Danke!
29.10.2011 - 16:12 Uhr
Zitat von Kohlmeyer:
GORDON GEKKO UND SEINE ZÜNDENDE IDEE
Und: Hat, wer für etwas bezahlt, nicht auch Anspruch auf eine Gegenleistung? Will sagen: Sollte jemand, der einen „Bengalo-Zuschlag“ blecht, konsequenterweise dann nicht auch Bengalos zünden dürfen?
Toller Beitrag alleine dieser Satz lässt mich über dass geschriebene 2mal nachdenken.
Wobei ich zugeben muss, das ich Gordon Gekko erst Googlen musste.
Gruß Koto
GORDON GEKKO UND SEINE ZÜNDENDE IDEE
Und: Hat, wer für etwas bezahlt, nicht auch Anspruch auf eine Gegenleistung? Will sagen: Sollte jemand, der einen „Bengalo-Zuschlag“ blecht, konsequenterweise dann nicht auch Bengalos zünden dürfen?
Toller Beitrag alleine dieser Satz lässt mich über dass geschriebene 2mal nachdenken.
Wobei ich zugeben muss, das ich Gordon Gekko erst Googlen musste.
Gruß Koto
04.11.2011 - 08:49 Uhr
Jahrgang 2 - Ausgabe 15: Novembertage
Von Butduma
Er konnte seinen Augen kaum glauben…
… auf dem edlen Briefpapier mit dem Wasserzeichen seiner Firma stand „Vertragsverlängerung aufgrund anhaltender Erfolgslosigkeit“. Sollte sich etwa die Firmenphilosophie hin zum buddhistisch-hinduistischen Karmagedöns geändert haben oder handelte es sich nur um einen besonders perfiden Scherz seitens der Geschäftsleitung? Marco K. wusste zunächst keine Antwort auf diese brennende Frage. Schnellen Schrittes verließ er die Simultankirche, deren Gewölbe jedes Geräusch wie ein Donnergrollen wiederhallen ließ. Marco K. fühlte sich beflügelt. Mit dem Schraubenzieher aus seinem Schweizer Taschenmesser, das alle Mitarbeiter aus den Restbeständen des damaligen Chefs R. Cognac Jäggi vermacht bekamen, machte er sich ans Zusammensetzen des klapprigen Suparus. 10 Stunden und 485 Expressi später rollte der Wagen wieder über den feuchten Asphalt mit seiner Haut aus toten Blättern. Marco K. entschloss sich direkt zu Tifferty zu fahren, ansonsten wären die Eierkuchen bestimmt nicht mehr warm. Das wollte er unbedingt vermeiden, denn schon als Kind hatte er von kalten Eierkuchen immer fürchterliche Blähungen bekommen und Furzen war zu diesem Zeitpunkt keine Alternative. Marco K. spürte tief in seinem Inneren Mut und Zuversicht. Das Vertrauen tat ihm gut, auch wenn er nicht wusste, ob dieses nicht nur auf Häme fußte. Mit einem wuchtigen Tritt auf’s Gaspedal beschleunigte er den Suparu. Ruß und Rauch umschlungen die nervenzehrende Geschwindigkeitsfahrt, die Marco K. mit einem Satz ins Adlergehege des Frankfurter Zoos katapultierte. Zu weit, Ausfahrt zu Tifferty verpasst! Marco K. musste schnell zurück. Er legte den Rückwärtsgang ein und trat erneut auf’s Pedal, der Suparu tat zuverlässig seinen Dienst. „Ding, Dong“… Kaffeeduft strömte ihm entgegen als Tifferty die verglaste Haustür mit PVC-Rahmen öffnete und Marco K. mit weißer Schürze und einem freundlichen Grinsen begrüßte. Marco K. streifte seine Schuhe am Abtreter mit dem Willkommens-Schriftzug ab und trat in die warme Stube…
Der verdammte Radio-Wecker riss Marco K. aus dem verdienten Schlaf. Wieder Scheiss-Montag und die olle Nicole trällert irgendwas von ein bisschen Frieden. Wie gewohnt nahm Marco K. das Gerät und warf es gegen die Wand. Der Radiowecker zersprang mit einem stummen Stöhnen in tausend Teile. Marco K. holte einen neuen Wecker unter dem Bett hervor, nahm diesen aus der Verpackung und stellte ihn auf sein Nachtischchen, genauso wie immer montags. Seine Wut war erstaunlich schnell verflogen. Ansonsten trat er immer noch eine Weile hopsend auf den Bruchstücken der kaputten Geräte herum, aber heute war alles anders – der Gute-Laune-Clown feierte sein Stelldichein. Marco K. hatte seine Firma beim Geschäftstermin in Gelsenkirchen auf die Erfolgsspur geführt. Danach entwickelten seine Mitarbeiter ungeahnte Energien und Fähigkeiten, selbst jene, die eigentlich immer shechter als die anderen gewesen waren. Und sogar die Reifen des VW Sahans hatten wieder Luft und Bodenhaftung. Marco K. konnte endlich die Früchte seiner Arbeit vom Baume des Erfolgs ernten. Es lief so gut, dass sogar der Solardeal mit den Freiburgern reibungslos über die Bühne ging. Ein weiteres Erfolgserlebnis für die Firma. Marco K. konnte der Jahreshauptversammlung der Aktionäre gelassener entgegensehen, hatten diese sich doch wieder etwas beruhigt. Er wusste, dass die Situation vielleicht nur ein paar Wochen anhalten würde, denn die Aktionäre saßen ständig auf glühenden Kohlen und verbrannten sich dabei den Hintern. Ein zermürbendes Geschäft, bei welchem man sich von Woche zu Woche neu beweisen musste. Marco K. fand es sauhart. Ständig kloppte er hechelnd unzählige Überstunden, die Zunge meterweit hinter sich herziehend. Doch dies war nichts Neues für ihn.
Der Markt war schon lange hart umkämpft. Seit im Süden das millionenschwere Konkurrenzunternehmen TSG seine Zelte aufgeschlagen hatte, war es für die Firma noch schwieriger geworden, ihren Platz im nationalen Ranking zu behaupten. Angesiedelt im sogenannten Kraichgau, einer Region voller kleiner Dörfer mit Weichwarengeschäften, hatte die TSG zum Angriff auf die etablierten Familienbetriebe geblasen. Dabei wurde das Unternehmen von einem kaltherzigen Sohn einer Mutter angeführt, der mit viel Kalkül, Geld und Plastik ein neues Imperium erschaffen wollte. Er war so grausam und erfolgsorientiert, dass er unerwünschte Arbeiter mit einer Schallwaffe und der Schützenhilfe des zwanzigersten Präsidenten des Bundes vom Betriebsgelände fegte. Keine Rücksicht auf Verluste, keine Tränen des Mitleids – die eisige Realität im Kraichgau. Und dies alles unter dem Deckmantel der uniformen Familienfreundlichkeit, die sich das Unternehmen auf die werbefinanzierten Fahnen geschrieben hatte. Marco K. lief bei diesem Gedanken ein kalter Schauer über den Rücken, wusste er doch, dass es bald zum großen Aufeinandertreffen der beiden zuständigen Abteilungen kommen sollte. Rekrutiert aus der Jugend der Region war die Abteilung der TSG im direkten Vergleich fast immer als Sieger hervorgegangen. Nun galt es das Blatt zu wenden und Marco K. war fest entschlossen, dies zu tun. Fest ballte er die Faust in der Tasche seiner Bockleder-Weste zusammen, Entschlossenheit strömte durch seine angespannten Muskeln. Er schritt erhobenen Hauptes zum Firmenbus, der bereits leise brummend am Fuße des Geschäftssitzes stand. Auf dem polierten Lack des Gefährts spiegelten sich die roten Sandsteinfelsen wieder, die den mächtigen Koloss aus Stahl und Beton über die Stadt erhoben. Für einen Novembertag war es erstaunlich warm. Wer im Inneren des Busses saß, konnte man durch die getönten Scheiben nicht erkennen, nur erahnen ließ es sich. Marco K. wusste allerdings, dass ihn hinter diesen Scheiben seine fest entschlossenen Mitarbeiter erwarteten. Bevor er den Bus betrat, klebte er seinen ausgelaugten Kaugummi mit Kirchgeschmack in weiser Voraussicht in seine Achselhöhle – vielleicht würde er ihn später nochmals gebrauchen können. Im Radio, welches der Busfahrer bis zum Anschlag aufgedreht hatte, ertönte „Eye of the tiger“. „Der Tiger hat Eier“, dachte sich Marco K. im Stillen, dabei konnte er sich ein Lächeln nicht verkneifen. Er wusste genau: Um den grauhaarigen Provinzimperator und sein aus Millionen erschaffenes Unternehmens-Ungetüm in der Wirsching-Arena zu besiegen brauchte er nicht nur unbändigen Willen, sondern auch Fortounis an seiner Seite. Deshalb schritt er gezielt zur siebten Sitzreihe und nahm neben diesem Platz. Lautlos glitt der Bus los, so wie ein Stück Butter, das sich in der heißen Pfanne auf Wanderung begibt. Aus der Ferne konnte man sehen, dass ihm wild johlend etliche fröhliche Hutzelmännchen folgten. Für einen Novembertag war es erstaunlich warm…
Butduma
In der Couchingzone befinden sich neben Berti und Bahli auch noch Kohlmeyer und Butduma. Die Kolumne erscheint spätestens jeweils Freitag um 12:00 Uhr oder an Spieltagen zur gleichen Zeit bei allen Pflichtspielen.
Von Butduma
Er konnte seinen Augen kaum glauben…
… auf dem edlen Briefpapier mit dem Wasserzeichen seiner Firma stand „Vertragsverlängerung aufgrund anhaltender Erfolgslosigkeit“. Sollte sich etwa die Firmenphilosophie hin zum buddhistisch-hinduistischen Karmagedöns geändert haben oder handelte es sich nur um einen besonders perfiden Scherz seitens der Geschäftsleitung? Marco K. wusste zunächst keine Antwort auf diese brennende Frage. Schnellen Schrittes verließ er die Simultankirche, deren Gewölbe jedes Geräusch wie ein Donnergrollen wiederhallen ließ. Marco K. fühlte sich beflügelt. Mit dem Schraubenzieher aus seinem Schweizer Taschenmesser, das alle Mitarbeiter aus den Restbeständen des damaligen Chefs R. Cognac Jäggi vermacht bekamen, machte er sich ans Zusammensetzen des klapprigen Suparus. 10 Stunden und 485 Expressi später rollte der Wagen wieder über den feuchten Asphalt mit seiner Haut aus toten Blättern. Marco K. entschloss sich direkt zu Tifferty zu fahren, ansonsten wären die Eierkuchen bestimmt nicht mehr warm. Das wollte er unbedingt vermeiden, denn schon als Kind hatte er von kalten Eierkuchen immer fürchterliche Blähungen bekommen und Furzen war zu diesem Zeitpunkt keine Alternative. Marco K. spürte tief in seinem Inneren Mut und Zuversicht. Das Vertrauen tat ihm gut, auch wenn er nicht wusste, ob dieses nicht nur auf Häme fußte. Mit einem wuchtigen Tritt auf’s Gaspedal beschleunigte er den Suparu. Ruß und Rauch umschlungen die nervenzehrende Geschwindigkeitsfahrt, die Marco K. mit einem Satz ins Adlergehege des Frankfurter Zoos katapultierte. Zu weit, Ausfahrt zu Tifferty verpasst! Marco K. musste schnell zurück. Er legte den Rückwärtsgang ein und trat erneut auf’s Pedal, der Suparu tat zuverlässig seinen Dienst. „Ding, Dong“… Kaffeeduft strömte ihm entgegen als Tifferty die verglaste Haustür mit PVC-Rahmen öffnete und Marco K. mit weißer Schürze und einem freundlichen Grinsen begrüßte. Marco K. streifte seine Schuhe am Abtreter mit dem Willkommens-Schriftzug ab und trat in die warme Stube…
Der verdammte Radio-Wecker riss Marco K. aus dem verdienten Schlaf. Wieder Scheiss-Montag und die olle Nicole trällert irgendwas von ein bisschen Frieden. Wie gewohnt nahm Marco K. das Gerät und warf es gegen die Wand. Der Radiowecker zersprang mit einem stummen Stöhnen in tausend Teile. Marco K. holte einen neuen Wecker unter dem Bett hervor, nahm diesen aus der Verpackung und stellte ihn auf sein Nachtischchen, genauso wie immer montags. Seine Wut war erstaunlich schnell verflogen. Ansonsten trat er immer noch eine Weile hopsend auf den Bruchstücken der kaputten Geräte herum, aber heute war alles anders – der Gute-Laune-Clown feierte sein Stelldichein. Marco K. hatte seine Firma beim Geschäftstermin in Gelsenkirchen auf die Erfolgsspur geführt. Danach entwickelten seine Mitarbeiter ungeahnte Energien und Fähigkeiten, selbst jene, die eigentlich immer shechter als die anderen gewesen waren. Und sogar die Reifen des VW Sahans hatten wieder Luft und Bodenhaftung. Marco K. konnte endlich die Früchte seiner Arbeit vom Baume des Erfolgs ernten. Es lief so gut, dass sogar der Solardeal mit den Freiburgern reibungslos über die Bühne ging. Ein weiteres Erfolgserlebnis für die Firma. Marco K. konnte der Jahreshauptversammlung der Aktionäre gelassener entgegensehen, hatten diese sich doch wieder etwas beruhigt. Er wusste, dass die Situation vielleicht nur ein paar Wochen anhalten würde, denn die Aktionäre saßen ständig auf glühenden Kohlen und verbrannten sich dabei den Hintern. Ein zermürbendes Geschäft, bei welchem man sich von Woche zu Woche neu beweisen musste. Marco K. fand es sauhart. Ständig kloppte er hechelnd unzählige Überstunden, die Zunge meterweit hinter sich herziehend. Doch dies war nichts Neues für ihn.
Der Markt war schon lange hart umkämpft. Seit im Süden das millionenschwere Konkurrenzunternehmen TSG seine Zelte aufgeschlagen hatte, war es für die Firma noch schwieriger geworden, ihren Platz im nationalen Ranking zu behaupten. Angesiedelt im sogenannten Kraichgau, einer Region voller kleiner Dörfer mit Weichwarengeschäften, hatte die TSG zum Angriff auf die etablierten Familienbetriebe geblasen. Dabei wurde das Unternehmen von einem kaltherzigen Sohn einer Mutter angeführt, der mit viel Kalkül, Geld und Plastik ein neues Imperium erschaffen wollte. Er war so grausam und erfolgsorientiert, dass er unerwünschte Arbeiter mit einer Schallwaffe und der Schützenhilfe des zwanzigersten Präsidenten des Bundes vom Betriebsgelände fegte. Keine Rücksicht auf Verluste, keine Tränen des Mitleids – die eisige Realität im Kraichgau. Und dies alles unter dem Deckmantel der uniformen Familienfreundlichkeit, die sich das Unternehmen auf die werbefinanzierten Fahnen geschrieben hatte. Marco K. lief bei diesem Gedanken ein kalter Schauer über den Rücken, wusste er doch, dass es bald zum großen Aufeinandertreffen der beiden zuständigen Abteilungen kommen sollte. Rekrutiert aus der Jugend der Region war die Abteilung der TSG im direkten Vergleich fast immer als Sieger hervorgegangen. Nun galt es das Blatt zu wenden und Marco K. war fest entschlossen, dies zu tun. Fest ballte er die Faust in der Tasche seiner Bockleder-Weste zusammen, Entschlossenheit strömte durch seine angespannten Muskeln. Er schritt erhobenen Hauptes zum Firmenbus, der bereits leise brummend am Fuße des Geschäftssitzes stand. Auf dem polierten Lack des Gefährts spiegelten sich die roten Sandsteinfelsen wieder, die den mächtigen Koloss aus Stahl und Beton über die Stadt erhoben. Für einen Novembertag war es erstaunlich warm. Wer im Inneren des Busses saß, konnte man durch die getönten Scheiben nicht erkennen, nur erahnen ließ es sich. Marco K. wusste allerdings, dass ihn hinter diesen Scheiben seine fest entschlossenen Mitarbeiter erwarteten. Bevor er den Bus betrat, klebte er seinen ausgelaugten Kaugummi mit Kirchgeschmack in weiser Voraussicht in seine Achselhöhle – vielleicht würde er ihn später nochmals gebrauchen können. Im Radio, welches der Busfahrer bis zum Anschlag aufgedreht hatte, ertönte „Eye of the tiger“. „Der Tiger hat Eier“, dachte sich Marco K. im Stillen, dabei konnte er sich ein Lächeln nicht verkneifen. Er wusste genau: Um den grauhaarigen Provinzimperator und sein aus Millionen erschaffenes Unternehmens-Ungetüm in der Wirsching-Arena zu besiegen brauchte er nicht nur unbändigen Willen, sondern auch Fortounis an seiner Seite. Deshalb schritt er gezielt zur siebten Sitzreihe und nahm neben diesem Platz. Lautlos glitt der Bus los, so wie ein Stück Butter, das sich in der heißen Pfanne auf Wanderung begibt. Aus der Ferne konnte man sehen, dass ihm wild johlend etliche fröhliche Hutzelmännchen folgten. Für einen Novembertag war es erstaunlich warm…
Butduma
In der Couchingzone befinden sich neben Berti und Bahli auch noch Kohlmeyer und Butduma. Die Kolumne erscheint spätestens jeweils Freitag um 12:00 Uhr oder an Spieltagen zur gleichen Zeit bei allen Pflichtspielen.
04.11.2011 - 09:41 Uhr
Ich liebe Metaphern, ich liebe die Atmosphäre in deinen Zeilen und ich finde es herrlich, wie immer mal wieder ein neuer FCK-Akteur eingebaut wird.
Ganz Dick'es Lob, macht mir immer unheimlich Spaß, deine Kolumne.
Dein erstes Buch erwartend,
der Fox.
Ganz Dick'es Lob, macht mir immer unheimlich Spaß, deine Kolumne.
Dein erstes Buch erwartend,
der Fox.
04.11.2011 - 09:49 Uhr
Zitat von Butduma:
Der Markt war schon lange hart umkämpft. Seit im Süden das millionenschwere Konkurrenzunternehmen TSG seine Zelte aufgeschlagen hatte, war es für die Firma noch schwieriger geworden, ihren Platz im nationalen Ranking zu behaupten. Angesiedelt im sogenannten Kraichgau, einer Region voller kleiner Dörfer mit Weichwarengeschäften, hatte die TSG zum Angriff auf die etablierten Familienbetriebe geblasen. Dabei wurde das Unternehmen von einem kaltherzigen Sohn einer Mutter angeführt, der mit viel Kalkül, Geld und Plastik ein neues Imperium erschaffen wollte. Er war so grausam und erfolgsorientiert, dass er unerwünschte Arbeiter mit einer Schallwaffe und der Schützenhilfe des zwanzigersten Präsidenten des Bundes vom Betriebsgelände fegte. Keine Rücksicht auf Verluste, keine Tränen des Mitleids – die eisige Realität im Kraichgau. Und dies alles unter dem Deckmantel der uniformen Familienfreundlichkeit, die sich das Unternehmen auf die werbefinanzierten Fahnen geschrieben hatte. Marco K. lief bei diesem Gedanken ein kalter Schauer über den Rücken, wusste er doch, dass es bald zum großen Aufeinandertreffen der beiden zuständigen Abteilungen kommen sollte. Rekrutiert aus der Jugend der Region war die Abteilung der TSG im direkten Vergleich fast immer als Sieger hervorgegangen.
Geniale Passage! :D Freut mich, dass Du uns eine neue Folge des unermüdlichen Marco K. präsentiert hast. Dickes Lob!
Der Markt war schon lange hart umkämpft. Seit im Süden das millionenschwere Konkurrenzunternehmen TSG seine Zelte aufgeschlagen hatte, war es für die Firma noch schwieriger geworden, ihren Platz im nationalen Ranking zu behaupten. Angesiedelt im sogenannten Kraichgau, einer Region voller kleiner Dörfer mit Weichwarengeschäften, hatte die TSG zum Angriff auf die etablierten Familienbetriebe geblasen. Dabei wurde das Unternehmen von einem kaltherzigen Sohn einer Mutter angeführt, der mit viel Kalkül, Geld und Plastik ein neues Imperium erschaffen wollte. Er war so grausam und erfolgsorientiert, dass er unerwünschte Arbeiter mit einer Schallwaffe und der Schützenhilfe des zwanzigersten Präsidenten des Bundes vom Betriebsgelände fegte. Keine Rücksicht auf Verluste, keine Tränen des Mitleids – die eisige Realität im Kraichgau. Und dies alles unter dem Deckmantel der uniformen Familienfreundlichkeit, die sich das Unternehmen auf die werbefinanzierten Fahnen geschrieben hatte. Marco K. lief bei diesem Gedanken ein kalter Schauer über den Rücken, wusste er doch, dass es bald zum großen Aufeinandertreffen der beiden zuständigen Abteilungen kommen sollte. Rekrutiert aus der Jugend der Region war die Abteilung der TSG im direkten Vergleich fast immer als Sieger hervorgegangen.
Geniale Passage! :D Freut mich, dass Du uns eine neue Folge des unermüdlichen Marco K. präsentiert hast. Dickes Lob!
04.11.2011 - 09:50 Uhr
Sehr sehr klasse und die Anspielungen sind nur zum Schmunzeln.
Auch hier - Thumbs up.
Auch hier - Thumbs up.
04.11.2011 - 10:00 Uhr
einfach nur gut!
mit Weichwarengeschäften .... Kaugummi mit Kirchgeschmack ....
deinen Kopp möchte ich mal für einen Tag ausleihen bzw. deine verdrehtes Hirn! ;-)
Mehr davon bitte!
mit Weichwarengeschäften .... Kaugummi mit Kirchgeschmack ....
deinen Kopp möchte ich mal für einen Tag ausleihen bzw. deine verdrehtes Hirn! ;-)
Mehr davon bitte!
04.11.2011 - 10:45 Uhr
"Grrrrass! Grrrrass! Grrrass! Hören Sie doch endlich auf, Karasek, alter Schwätzerrrr. Ich kann Ihnen gar nicht beschrrreibän, wie säähr Sie mir auf den Sack gehen mit Ihrem Grrrrass! Ich verrrrate Ihnen was: Wenn Ihr Grrrrass Eiäär hätte, würrrde er heute in dieser Couchingzone schreibän - und da würrrde er kollossal abstinkän gegen diesen Butduma! Kollossal, sage ich, kollossal!"
Marcel Reif-Ranicki
Marcel Reif-Ranicki
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