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Die Couchingzone

13.08.2010 - 13:19 Uhr
Die Couchingzone |#241
28.10.2011 - 13:25 Uhr
Schöner Beitrag Kohlmeyer!

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FCK Fans, wir leiden und das mit viel Erfahrung! Ist uns noch zu helfen?
Die Couchingzone |#242
28.10.2011 - 16:12 Uhr
Zitat von Tickle_Me_Elmo:
Wie immer ein bißchen böse, eindeutig zweideutig und auch so viel Wahrheit. Klasse!

Nur ein bisschen böse?

Allein dieser Absatz ist so höllisch blasphemisch, dass selbst der Teufel rot werden würde:
Zitat von Kohlmeyer:
Ein Theo-Theologe? Da brach Kohlmeyer in Höllengelächter aus. Ein Gottesmann? Ein katholischer Priester vielleicht sogar? Theo, geht´s noch? Liest du denn nicht einmal mehr die Bild-Schlagzeilen? Musst du jetzt die einzige Institution einschalten, deren Ruf noch ungenierter ruiniert ist als der deiner Pfeifen? Prompt malte sich der lachende Höllenhund Kohlmeyer das Mediationsgespräch aus zwischen dem Messdienerfreund und dem passionierten Pfeifenlutscher. Das also ist gemeint, wenn es heißt, der Teufel werde mit dem Beelzebub ausgetrieben.

Kohlmeyer großartig, ich liebe deine spitze Zunge ... ;)

Cheers
Bahli

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You want it darker
We kill the flame

Leonard Cohen (1934-2016)
Die Couchingzone |#243
29.10.2011 - 13:06 Uhr
Jungs, wäre ich Manni die Mormonen-Drag-Queen, würde ich euch allesamt vom Fleck weg heiraten.

Danke!

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Aliquid semper est!

Don't mistake lack of talent for genius.
Die Couchingzone |#244
29.10.2011 - 16:12 Uhr
Zitat von Kohlmeyer:
GORDON GEKKO UND SEINE ZÜNDENDE IDEE

Und: Hat, wer für etwas bezahlt, nicht auch Anspruch auf eine Gegenleistung? Will sagen: Sollte jemand, der einen „Bengalo-Zuschlag“ blecht, konsequenterweise dann nicht auch Bengalos zünden dürfen?


Toller Beitrag alleine dieser Satz lässt mich über dass geschriebene 2mal nachdenken.
Wobei ich zugeben muss, das ich Gordon Gekko erst Googlen musste.

Gruß Koto

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Der Südpfälzer hat zu diesem physikalischen Phänomen ein ganz lapidares Sprichwort auf Lager: „Alles was de nuff schmeise duh‘sch, des kummd irschendwann ach widder runner.“ Alla hopp, so werd’s wohl sei.
Butduma im April 2012



Durlacher achso !!!
Durli Mai 2013
Die Couchingzone |#245
04.11.2011 - 08:49 Uhr
Jahrgang 2 - Ausgabe 15: Novembertage
Von Butduma

Er konnte seinen Augen kaum glauben…

… auf dem edlen Briefpapier mit dem Wasserzeichen seiner Firma stand „Vertragsverlängerung aufgrund anhaltender Erfolgslosigkeit“. Sollte sich etwa die Firmenphilosophie hin zum buddhistisch-hinduistischen Karmagedöns geändert haben oder handelte es sich nur um einen besonders perfiden Scherz seitens der Geschäftsleitung? Marco K. wusste zunächst keine Antwort auf diese brennende Frage. Schnellen Schrittes verließ er die Simultankirche, deren Gewölbe jedes Geräusch wie ein Donnergrollen wiederhallen ließ. Marco K. fühlte sich beflügelt. Mit dem Schraubenzieher aus seinem Schweizer Taschenmesser, das alle Mitarbeiter aus den Restbeständen des damaligen Chefs R. Cognac Jäggi vermacht bekamen, machte er sich ans Zusammensetzen des klapprigen Suparus. 10 Stunden und 485 Expressi später rollte der Wagen wieder über den feuchten Asphalt mit seiner Haut aus toten Blättern. Marco K. entschloss sich direkt zu Tifferty zu fahren, ansonsten wären die Eierkuchen bestimmt nicht mehr warm. Das wollte er unbedingt vermeiden, denn schon als Kind hatte er von kalten Eierkuchen immer fürchterliche Blähungen bekommen und Furzen war zu diesem Zeitpunkt keine Alternative. Marco K. spürte tief in seinem Inneren Mut und Zuversicht. Das Vertrauen tat ihm gut, auch wenn er nicht wusste, ob dieses nicht nur auf Häme fußte. Mit einem wuchtigen Tritt auf’s Gaspedal beschleunigte er den Suparu. Ruß und Rauch umschlungen die nervenzehrende Geschwindigkeitsfahrt, die Marco K. mit einem Satz ins Adlergehege des Frankfurter Zoos katapultierte. Zu weit, Ausfahrt zu Tifferty verpasst! Marco K. musste schnell zurück. Er legte den Rückwärtsgang ein und trat erneut auf’s Pedal, der Suparu tat zuverlässig seinen Dienst. „Ding, Dong“… Kaffeeduft strömte ihm entgegen als Tifferty die verglaste Haustür mit PVC-Rahmen öffnete und Marco K. mit weißer Schürze und einem freundlichen Grinsen begrüßte. Marco K. streifte seine Schuhe am Abtreter mit dem Willkommens-Schriftzug ab und trat in die warme Stube…

Der verdammte Radio-Wecker riss Marco K. aus dem verdienten Schlaf. Wieder Scheiss-Montag und die olle Nicole trällert irgendwas von ein bisschen Frieden. Wie gewohnt nahm Marco K. das Gerät und warf es gegen die Wand. Der Radiowecker zersprang mit einem stummen Stöhnen in tausend Teile. Marco K. holte einen neuen Wecker unter dem Bett hervor, nahm diesen aus der Verpackung und stellte ihn auf sein Nachtischchen, genauso wie immer montags. Seine Wut war erstaunlich schnell verflogen. Ansonsten trat er immer noch eine Weile hopsend auf den Bruchstücken der kaputten Geräte herum, aber heute war alles anders – der Gute-Laune-Clown feierte sein Stelldichein. Marco K. hatte seine Firma beim Geschäftstermin in Gelsenkirchen auf die Erfolgsspur geführt. Danach entwickelten seine Mitarbeiter ungeahnte Energien und Fähigkeiten, selbst jene, die eigentlich immer shechter als die anderen gewesen waren. Und sogar die Reifen des VW Sahans hatten wieder Luft und Bodenhaftung. Marco K. konnte endlich die Früchte seiner Arbeit vom Baume des Erfolgs ernten. Es lief so gut, dass sogar der Solardeal mit den Freiburgern reibungslos über die Bühne ging. Ein weiteres Erfolgserlebnis für die Firma. Marco K. konnte der Jahreshauptversammlung der Aktionäre gelassener entgegensehen, hatten diese sich doch wieder etwas beruhigt. Er wusste, dass die Situation vielleicht nur ein paar Wochen anhalten würde, denn die Aktionäre saßen ständig auf glühenden Kohlen und verbrannten sich dabei den Hintern. Ein zermürbendes Geschäft, bei welchem man sich von Woche zu Woche neu beweisen musste. Marco K. fand es sauhart. Ständig kloppte er hechelnd unzählige Überstunden, die Zunge meterweit hinter sich herziehend. Doch dies war nichts Neues für ihn.

Der Markt war schon lange hart umkämpft. Seit im Süden das millionenschwere Konkurrenzunternehmen TSG seine Zelte aufgeschlagen hatte, war es für die Firma noch schwieriger geworden, ihren Platz im nationalen Ranking zu behaupten. Angesiedelt im sogenannten Kraichgau, einer Region voller kleiner Dörfer mit Weichwarengeschäften, hatte die TSG zum Angriff auf die etablierten Familienbetriebe geblasen. Dabei wurde das Unternehmen von einem kaltherzigen Sohn einer Mutter angeführt, der mit viel Kalkül, Geld und Plastik ein neues Imperium erschaffen wollte. Er war so grausam und erfolgsorientiert, dass er unerwünschte Arbeiter mit einer Schallwaffe und der Schützenhilfe des zwanzigersten Präsidenten des Bundes vom Betriebsgelände fegte. Keine Rücksicht auf Verluste, keine Tränen des Mitleids – die eisige Realität im Kraichgau. Und dies alles unter dem Deckmantel der uniformen Familienfreundlichkeit, die sich das Unternehmen auf die werbefinanzierten Fahnen geschrieben hatte. Marco K. lief bei diesem Gedanken ein kalter Schauer über den Rücken, wusste er doch, dass es bald zum großen Aufeinandertreffen der beiden zuständigen Abteilungen kommen sollte. Rekrutiert aus der Jugend der Region war die Abteilung der TSG im direkten Vergleich fast immer als Sieger hervorgegangen. Nun galt es das Blatt zu wenden und Marco K. war fest entschlossen, dies zu tun. Fest ballte er die Faust in der Tasche seiner Bockleder-Weste zusammen, Entschlossenheit strömte durch seine angespannten Muskeln. Er schritt erhobenen Hauptes zum Firmenbus, der bereits leise brummend am Fuße des Geschäftssitzes stand. Auf dem polierten Lack des Gefährts spiegelten sich die roten Sandsteinfelsen wieder, die den mächtigen Koloss aus Stahl und Beton über die Stadt erhoben. Für einen Novembertag war es erstaunlich warm. Wer im Inneren des Busses saß, konnte man durch die getönten Scheiben nicht erkennen, nur erahnen ließ es sich. Marco K. wusste allerdings, dass ihn hinter diesen Scheiben seine fest entschlossenen Mitarbeiter erwarteten. Bevor er den Bus betrat, klebte er seinen ausgelaugten Kaugummi mit Kirchgeschmack in weiser Voraussicht in seine Achselhöhle – vielleicht würde er ihn später nochmals gebrauchen können. Im Radio, welches der Busfahrer bis zum Anschlag aufgedreht hatte, ertönte „Eye of the tiger“. „Der Tiger hat Eier“, dachte sich Marco K. im Stillen, dabei konnte er sich ein Lächeln nicht verkneifen. Er wusste genau: Um den grauhaarigen Provinzimperator und sein aus Millionen erschaffenes Unternehmens-Ungetüm in der Wirsching-Arena zu besiegen brauchte er nicht nur unbändigen Willen, sondern auch Fortounis an seiner Seite. Deshalb schritt er gezielt zur siebten Sitzreihe und nahm neben diesem Platz. Lautlos glitt der Bus los, so wie ein Stück Butter, das sich in der heißen Pfanne auf Wanderung begibt. Aus der Ferne konnte man sehen, dass ihm wild johlend etliche fröhliche Hutzelmännchen folgten. Für einen Novembertag war es erstaunlich warm…


Butduma

In der Couchingzone befinden sich neben Berti und Bahli auch noch Kohlmeyer und Butduma. Die Kolumne erscheint spätestens jeweils Freitag um 12:00 Uhr oder an Spieltagen zur gleichen Zeit bei allen Pflichtspielen.

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SAPERE AUDE
- Wage es, weise zu sein -

oder nach Immanuel Kant
"Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen!“
Die Couchingzone |#246
04.11.2011 - 09:41 Uhr
Ich liebe Metaphern, ich liebe die Atmosphäre in deinen Zeilen und ich finde es herrlich, wie immer mal wieder ein neuer FCK-Akteur eingebaut wird.
Ganz Dick'es Lob, macht mir immer unheimlich Spaß, deine Kolumne.

Dein erstes Buch erwartend,
der Fox.

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Bellinghausen trieb den Ball auf der linken Seite nach vorne und flankte. McKenna missglückte der Abwehrschlag, der Ball prallte Simpson vor die Füße, der aus elf Metern ins linke untere Eck einschoss (70.).
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"Die Security filzt jedesmal meinen Jutebeutel, aber sie finden nur feinste Demeter-Qualität." __Verkehrtfunk
Die Couchingzone |#247
04.11.2011 - 09:49 Uhr
Zitat von Butduma:
Der Markt war schon lange hart umkämpft. Seit im Süden das millionenschwere Konkurrenzunternehmen TSG seine Zelte aufgeschlagen hatte, war es für die Firma noch schwieriger geworden, ihren Platz im nationalen Ranking zu behaupten. Angesiedelt im sogenannten Kraichgau, einer Region voller kleiner Dörfer mit Weichwarengeschäften, hatte die TSG zum Angriff auf die etablierten Familienbetriebe geblasen. Dabei wurde das Unternehmen von einem kaltherzigen Sohn einer Mutter angeführt, der mit viel Kalkül, Geld und Plastik ein neues Imperium erschaffen wollte. Er war so grausam und erfolgsorientiert, dass er unerwünschte Arbeiter mit einer Schallwaffe und der Schützenhilfe des zwanzigersten Präsidenten des Bundes vom Betriebsgelände fegte. Keine Rücksicht auf Verluste, keine Tränen des Mitleids – die eisige Realität im Kraichgau. Und dies alles unter dem Deckmantel der uniformen Familienfreundlichkeit, die sich das Unternehmen auf die werbefinanzierten Fahnen geschrieben hatte. Marco K. lief bei diesem Gedanken ein kalter Schauer über den Rücken, wusste er doch, dass es bald zum großen Aufeinandertreffen der beiden zuständigen Abteilungen kommen sollte. Rekrutiert aus der Jugend der Region war die Abteilung der TSG im direkten Vergleich fast immer als Sieger hervorgegangen.


Geniale Passage! :D Freut mich, dass Du uns eine neue Folge des unermüdlichen Marco K. präsentiert hast. Dickes Lob!

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"Wenn am Wochenend' die Massen, in die Fußballstadien ziehn,
da kann ich es nicht lassen, mich ziehts zum Betze hin.

Die Stimmung ist dort ganz famos, wie kanns auch anders sein,
und geht das Spiel dann richtig los, stimmen alle mit mir ein:

Olé Olé, Olé Ola, der FCK ist wieder da!
Olé Olé, Olé Ola,
die roten Teufel sind ganz wunderbar!"
Die Couchingzone |#248
04.11.2011 - 09:50 Uhr
Sehr sehr klasse und die Anspielungen sind nur zum Schmunzeln.

Auch hier - Thumbs up.

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"Betzi braucht bei seinem Besuch eine Möglichkeit sich umzuziehen und Kaltgetränke" (Anmeldeformular Betzi Buchen)
"You want it darker, Hineni, Hineni, I'm ready, my lord (Leonard Cohen).
"Well, what did you expect in an opera? A happy ending?" (Bugs Bunny)
Die Couchingzone |#249
04.11.2011 - 10:00 Uhr
einfach nur gut!

mit Weichwarengeschäften .... Kaugummi mit Kirchgeschmack ....

deinen Kopp möchte ich mal für einen Tag ausleihen bzw. deine verdrehtes Hirn! ;-)

Mehr davon bitte!

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FCK Fans, wir leiden und das mit viel Erfahrung! Ist uns noch zu helfen?
Die Couchingzone |#250
04.11.2011 - 10:45 Uhr
"Grrrrass! Grrrrass! Grrrass! Hören Sie doch endlich auf, Karasek, alter Schwätzerrrr. Ich kann Ihnen gar nicht beschrrreibän, wie säähr Sie mir auf den Sack gehen mit Ihrem Grrrrass! Ich verrrrate Ihnen was: Wenn Ihr Grrrrass Eiäär hätte, würrrde er heute in dieser Couchingzone schreibän - und da würrrde er kollossal abstinkän gegen diesen Butduma! Kollossal, sage ich, kollossal!"

Marcel Reif-Ranicki

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"Du kannst auf deinen Verein stolz sein, aber eigentlich nicht auf die Tatsache, ein Fan dieses Vereins zu sein. Denn die Fan-Werdung vollzieht sich bekanntlich ähnlich wie die sexuelle Orientierung: Da kommt etwas über dich, das du nicht beeinflussen kannst. (...) . Du kannst deinem Verein nicht einfach die Gefolgschaft kündigen. Du kannst deinem Verein nicht den Tritt versetzen. (...) Du kannst deinen Verein nicht einfach loslassen, denn er hält an dir fest."
Thomas Brussig
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