Die Couchingzone
13.08.2010 - 13:19 Uhr
30.08.2013 - 12:39 Uhr
Zitat von Zweikampfmonster:
Sehr schön running-man, Fragen über Fragen, gefällt mir gut. Nur schreibt sich Frango nicht mit C statt K und war das Spiel am Samstag nicht in Aue sondern Aalen? Und bin ich nicht ein Id.ot und Besserwisser dass ich das hier frage?
Also Stefan: Warum? Nur für den Kick für den Augenblich? Beantworte running mans Fragen !!!!1!!!!!
Sorry, Du hast recht...aber das Spiel hat so arg AUA gemacht, dass meine Gehirnwindungen nicht in der Lage waren, sich dieser Assoziation zu entziehen und außerdem war das Katastrophenspiel letzte Saison in Aue.
Auch im Übrigen hast Du natürlich recht, liebes Monsterchen.
Gruß aus der Pfalz
Sehr schön running-man, Fragen über Fragen, gefällt mir gut. Nur schreibt sich Frango nicht mit C statt K und war das Spiel am Samstag nicht in Aue sondern Aalen? Und bin ich nicht ein Id.ot und Besserwisser dass ich das hier frage?
Also Stefan: Warum? Nur für den Kick für den Augenblich? Beantworte running mans Fragen !!!!1!!!!!
Sorry, Du hast recht...aber das Spiel hat so arg AUA gemacht, dass meine Gehirnwindungen nicht in der Lage waren, sich dieser Assoziation zu entziehen und außerdem war das Katastrophenspiel letzte Saison in Aue.
Auch im Übrigen hast Du natürlich recht, liebes Monsterchen.
Gruß aus der Pfalz
Dieser Beitrag wurde zuletzt von running-man am 30.08.2013 um 12:41 Uhr bearbeitet
13.09.2013 - 08:57 Uhr
Jahrgang 4 - Ausgabe 7
Kratzer am Heldensockel
Von Bahli
Der 1. FC Kaiserslautern bewegt endlich wieder die Fans. Mit der Entlassung des Trainer-Betonmischers Franco Foda schienen die Wünsche von vielen FCK-Fans, die den Verwaltungsfußball des Mainzers nicht mehr ertragen konnten, erhört worden zu sein. Franco Foda ging und Oliver Schäfer übernahm. Erst einmal. Gegen Energie Cottbus stand auch wieder eine Mannschaft auf dem Platz, wie man sie sich wünscht - rennend, kämpfend, nicht aufgebend und selbst in Unterzahl siegeswillig. Und der Vater des "2:2-Sieges" hieß an diesem Montagabend Oliver Schäfer. Der Freude folgte allerdings schnell Ernüchterung, der Ernüchterung folgten Fragen. Viele Fragen. Unangenehme Fragen.
Die Frage, die die Fans wohl am stärksten bewegt, ist sicherlich die nach der Foda-Nachfolge. Oliver Schäfer, die interne Lösung oder doch ein Trainer mit Erfolg versprechendem Scheckheft. Die Namen, die nach Fodas Demission um den Betzenberg geistern, waren zu erwarten. Nicht zu erwarten war allerdings, dass der sportlich Verantwortliche auf dem Berg keinen Plan B in der Tasche hatte. Bestand direkt nach Fodas Rauswurf noch die Hoffnung, dass Stefan Kuntz wieder den für seine Position notwendigen Durchblick gewonnen hatte, muss man sich zwei Wochen später frustriert die Haare raufen. Kein Plan B, kein Alternativszenario, dafür dominiert ein unansehnliches Zeitspiel, obwohl mir mein Bauch flüstert, dass der Trainer längst festssteht.
Die Erkenntnis ist erschreckend, aber sie war fast zu erwarten. Der Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz ist mit der Hoffnung in die Saison gestartet, dass sein ehemaliger Mannschaftskollege Franco Foda das in der Vorsaison über Maßen strapazierte Ruder herumreißen kann. Konnte er nicht, wie wir jetzt wissen. Sein Ruder war nicht nur strapaziert, es war durch und durch morsch. Und darauf war Kuntz nicht vorbereitet. Befürchtet hat er es vielleicht. Wir wissen es nicht. Da darf man sich als Fan schon einmal fragen, auf welche Weise und mit welchem Ergebnis die vergangene Spielzeit in der Schaltzentrale des Betzenbergs aufgearbeitet wurde. Was man in den ersten Spielen der neuen Saison unter Foda sehen konnte, war nichts Neues. Es war der aufgewärmte Kaffee der letzten Saison. Und im Satz dieses Kaffees offenbaren sich Spuren fehlenden Krisenmanagements. Kein Alternativplan und Kuntz' Prinzip Hoffnung ist samt Foda krachend abgesoffen.
Ich hätte mir gewünscht, dass bereits eine Alternativlösung genau für dieses Szenario besteht. Nach dem Motto: Des Kapitels Ende ist des nächsten Kapitels Anfang. Stattdessen spielt Kuntz auf Zeit: Er lässt Oliver Schäfer bis zum Spiel an diesem Samstag beim SV Sandhausen die Zügel in der Hand, sondiert aber parallel den Markt. Das aber hätte bereits wesentlich früher passieren müssen.
Dass erst mit Fodas Rauswurf die Mühlen zu mahlen anfangen, ist ein dickes Ding. Jetzt wird in der Spreu nach einer Lösung gesucht. Warum dies nicht bereits seit einiger Zeit als Parallelszenario lief, weiß der Teufel. Es erscheint im Grunde immer deutlicher, dass Stefan Kuntz zwar die Notbremse zog, bis heute aber den Notausstieg sucht. Egal, wie eloquent er nun die Zeit bis zur Präsentation eines neuen Trainers überbrückt, es bleibt ein beschädigter Vorstandsvorsitzender zurück. Stefan Kuntz hat im Wissen um das Problem Foda seine Hausaufgaben nicht gemacht. Er musste damit rechnen, dass die Entscheidung, mit Foda in die Saison 2013/14 zu gehen, einem Pulverfass gleichen kann. Da hilft es nicht, die 112 irgendwo im Portemonnaie stecken zu haben.
Das Problem steckt auch nicht alleine im plötzlichen Fehlen eines mit Vertrauen ausgestatteten Cheftrainers. Dieses Problem ist Teil eines viel größeren Problems. Stefan Kuntz scheint zum Erfolg verdammt. Mit jeder weiteren Zweitliga-Saison wird der finanzielle Spielraum für die kommende Saison kleiner. Der Zuschauerschnitt wandert rückwärts und die Stadionmiete bleibt dabei der bekannte schwere Rucksack. Und irgendwann geht es dann auch nicht mehr um die Zukunft eines Vorstandsvorsitzenden Kuntz, sondern im schlimmsten Fall um die Zukunft des Profivereins 1. FC Kaiserslautern. Zwar kann man Kuntz' Hinhaltetaktik in diesem Zusammenhang verstehen, professionell ist sie aber nicht. Ein starker Vorstandsvorsitzender wäre zweigleisig gefahren - auf der Strecke Fodas und einer Alternativstrecke. Soll heißen: Er war für den Ernstfall nicht gewappnet.
Vielen von uns Fans fällt es schwer, einen ausgewiesenen Helden wie Stefan Kuntz zu kritisieren oder ihn gar in Frage zu stellen. Aber alleine die Tatsache, dass ein zurückhaltender Kritiker und ein großer Fan von Stefan Kuntz wie ich, dies nun tut, dürfte sehr deutlich zeigen, wohin die Reise geht. Heldenverehrung ist gut und schön. Aber niemand darf sich dabei so sehr von zurückliegenden Heldentaten blenden lassen, dass er nicht mehr in der Lage ist, aktuelle Probleme zu erkennen. Stefan Kuntz ist immer noch ein Held, aber er hat unübersehbare Kratzer am Heldensockel. Ob sich diese Kratzer zu Rissen ausweiten, wird die nähere Zukunft zeigen.
Cheers
Bahli
In der Couchingzone befinden sich neben Berti und Bahli auch noch Dottore Kohlmeyer, Monsieur Butduma, der Herr Sprinter und ein Monster im Zweikampf. Wenn ich den Überblick nicht verloren habe, dürfte aber noch ein Poet seines Debüts harren. Die Couchingzone erscheint übrigens wöchentlich im virtuellen Kiosk unseres Forums im Regal "Berti, Bahli & Friends in der Couchingzone".
Kratzer am Heldensockel
Von Bahli
Der 1. FC Kaiserslautern bewegt endlich wieder die Fans. Mit der Entlassung des Trainer-Betonmischers Franco Foda schienen die Wünsche von vielen FCK-Fans, die den Verwaltungsfußball des Mainzers nicht mehr ertragen konnten, erhört worden zu sein. Franco Foda ging und Oliver Schäfer übernahm. Erst einmal. Gegen Energie Cottbus stand auch wieder eine Mannschaft auf dem Platz, wie man sie sich wünscht - rennend, kämpfend, nicht aufgebend und selbst in Unterzahl siegeswillig. Und der Vater des "2:2-Sieges" hieß an diesem Montagabend Oliver Schäfer. Der Freude folgte allerdings schnell Ernüchterung, der Ernüchterung folgten Fragen. Viele Fragen. Unangenehme Fragen.
Die Frage, die die Fans wohl am stärksten bewegt, ist sicherlich die nach der Foda-Nachfolge. Oliver Schäfer, die interne Lösung oder doch ein Trainer mit Erfolg versprechendem Scheckheft. Die Namen, die nach Fodas Demission um den Betzenberg geistern, waren zu erwarten. Nicht zu erwarten war allerdings, dass der sportlich Verantwortliche auf dem Berg keinen Plan B in der Tasche hatte. Bestand direkt nach Fodas Rauswurf noch die Hoffnung, dass Stefan Kuntz wieder den für seine Position notwendigen Durchblick gewonnen hatte, muss man sich zwei Wochen später frustriert die Haare raufen. Kein Plan B, kein Alternativszenario, dafür dominiert ein unansehnliches Zeitspiel, obwohl mir mein Bauch flüstert, dass der Trainer längst festssteht.
Die Erkenntnis ist erschreckend, aber sie war fast zu erwarten. Der Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz ist mit der Hoffnung in die Saison gestartet, dass sein ehemaliger Mannschaftskollege Franco Foda das in der Vorsaison über Maßen strapazierte Ruder herumreißen kann. Konnte er nicht, wie wir jetzt wissen. Sein Ruder war nicht nur strapaziert, es war durch und durch morsch. Und darauf war Kuntz nicht vorbereitet. Befürchtet hat er es vielleicht. Wir wissen es nicht. Da darf man sich als Fan schon einmal fragen, auf welche Weise und mit welchem Ergebnis die vergangene Spielzeit in der Schaltzentrale des Betzenbergs aufgearbeitet wurde. Was man in den ersten Spielen der neuen Saison unter Foda sehen konnte, war nichts Neues. Es war der aufgewärmte Kaffee der letzten Saison. Und im Satz dieses Kaffees offenbaren sich Spuren fehlenden Krisenmanagements. Kein Alternativplan und Kuntz' Prinzip Hoffnung ist samt Foda krachend abgesoffen.
Ich hätte mir gewünscht, dass bereits eine Alternativlösung genau für dieses Szenario besteht. Nach dem Motto: Des Kapitels Ende ist des nächsten Kapitels Anfang. Stattdessen spielt Kuntz auf Zeit: Er lässt Oliver Schäfer bis zum Spiel an diesem Samstag beim SV Sandhausen die Zügel in der Hand, sondiert aber parallel den Markt. Das aber hätte bereits wesentlich früher passieren müssen.
Dass erst mit Fodas Rauswurf die Mühlen zu mahlen anfangen, ist ein dickes Ding. Jetzt wird in der Spreu nach einer Lösung gesucht. Warum dies nicht bereits seit einiger Zeit als Parallelszenario lief, weiß der Teufel. Es erscheint im Grunde immer deutlicher, dass Stefan Kuntz zwar die Notbremse zog, bis heute aber den Notausstieg sucht. Egal, wie eloquent er nun die Zeit bis zur Präsentation eines neuen Trainers überbrückt, es bleibt ein beschädigter Vorstandsvorsitzender zurück. Stefan Kuntz hat im Wissen um das Problem Foda seine Hausaufgaben nicht gemacht. Er musste damit rechnen, dass die Entscheidung, mit Foda in die Saison 2013/14 zu gehen, einem Pulverfass gleichen kann. Da hilft es nicht, die 112 irgendwo im Portemonnaie stecken zu haben.
Das Problem steckt auch nicht alleine im plötzlichen Fehlen eines mit Vertrauen ausgestatteten Cheftrainers. Dieses Problem ist Teil eines viel größeren Problems. Stefan Kuntz scheint zum Erfolg verdammt. Mit jeder weiteren Zweitliga-Saison wird der finanzielle Spielraum für die kommende Saison kleiner. Der Zuschauerschnitt wandert rückwärts und die Stadionmiete bleibt dabei der bekannte schwere Rucksack. Und irgendwann geht es dann auch nicht mehr um die Zukunft eines Vorstandsvorsitzenden Kuntz, sondern im schlimmsten Fall um die Zukunft des Profivereins 1. FC Kaiserslautern. Zwar kann man Kuntz' Hinhaltetaktik in diesem Zusammenhang verstehen, professionell ist sie aber nicht. Ein starker Vorstandsvorsitzender wäre zweigleisig gefahren - auf der Strecke Fodas und einer Alternativstrecke. Soll heißen: Er war für den Ernstfall nicht gewappnet.
Vielen von uns Fans fällt es schwer, einen ausgewiesenen Helden wie Stefan Kuntz zu kritisieren oder ihn gar in Frage zu stellen. Aber alleine die Tatsache, dass ein zurückhaltender Kritiker und ein großer Fan von Stefan Kuntz wie ich, dies nun tut, dürfte sehr deutlich zeigen, wohin die Reise geht. Heldenverehrung ist gut und schön. Aber niemand darf sich dabei so sehr von zurückliegenden Heldentaten blenden lassen, dass er nicht mehr in der Lage ist, aktuelle Probleme zu erkennen. Stefan Kuntz ist immer noch ein Held, aber er hat unübersehbare Kratzer am Heldensockel. Ob sich diese Kratzer zu Rissen ausweiten, wird die nähere Zukunft zeigen.
Cheers
Bahli
In der Couchingzone befinden sich neben Berti und Bahli auch noch Dottore Kohlmeyer, Monsieur Butduma, der Herr Sprinter und ein Monster im Zweikampf. Wenn ich den Überblick nicht verloren habe, dürfte aber noch ein Poet seines Debüts harren. Die Couchingzone erscheint übrigens wöchentlich im virtuellen Kiosk unseres Forums im Regal "Berti, Bahli & Friends in der Couchingzone".
13.09.2013 - 10:12 Uhr
Zu Beginn seines Engagements war Foda noch ein echter Pfälzer, jetzt nur noch ein Mainzer...
13.09.2013 - 10:34 Uhr
Sehr treffend zusammengefasst, Bahli!
Das Problem bei der Zweigleisigkeit ist allerdings auch das der Heimlichkeit.
Wäre durchgesickert, dass Kuntz vor der "Freistellung " Fodas mit anderen Trainern verhandelt, hätte die Kritik zu Recht gesagt, er demontiere seinen Cheftrainer, er beraube ihn seiner Autorität bei der Mannschaft und bringe Verunsicherung ins Team (obwohl man ja gewinnt).
Ebenso wie man jetzt kritisiert, Schäfer habe keine echte Chance und werde (so O.M. Fußballgott) von der Mannschaft nur als Fitnesstrainer angesehen, so hätte man zu Saisonbeginn Ähnliches zu Gunsten Fodas ins Feld geführt.
Diese Phase der Parallelität, dass man einen neuen (besseren) Trainer sucht, während der alte (schlechtere) noch das Sagen hat, muß zwangsläufig auftreten, sofern man nicht längere Zeit mit einer Interimslösung arbeiten möchte (was dann ja als Planlosigkeit gewertet wird).
Der Vorwurf an Kuntz muß meiner Meinung nach letztlich dahin gehen, dass der Zeitpunkt einmal mehr falsch, weil zu spät war. Er hat offensichtlich nicht genug aus der Analyse der Vor-Saison gelernt und/oder zu sehr auf Fodas vermeintliches neues Konzept vertraut.
Gruß aus der Pfalz
Das Problem bei der Zweigleisigkeit ist allerdings auch das der Heimlichkeit.
Wäre durchgesickert, dass Kuntz vor der "Freistellung " Fodas mit anderen Trainern verhandelt, hätte die Kritik zu Recht gesagt, er demontiere seinen Cheftrainer, er beraube ihn seiner Autorität bei der Mannschaft und bringe Verunsicherung ins Team (obwohl man ja gewinnt).
Ebenso wie man jetzt kritisiert, Schäfer habe keine echte Chance und werde (so O.M. Fußballgott) von der Mannschaft nur als Fitnesstrainer angesehen, so hätte man zu Saisonbeginn Ähnliches zu Gunsten Fodas ins Feld geführt.
Diese Phase der Parallelität, dass man einen neuen (besseren) Trainer sucht, während der alte (schlechtere) noch das Sagen hat, muß zwangsläufig auftreten, sofern man nicht längere Zeit mit einer Interimslösung arbeiten möchte (was dann ja als Planlosigkeit gewertet wird).
Der Vorwurf an Kuntz muß meiner Meinung nach letztlich dahin gehen, dass der Zeitpunkt einmal mehr falsch, weil zu spät war. Er hat offensichtlich nicht genug aus der Analyse der Vor-Saison gelernt und/oder zu sehr auf Fodas vermeintliches neues Konzept vertraut.
Gruß aus der Pfalz
13.09.2013 - 11:53 Uhr
Zitat von bahli77:
Ich hätte mir gewünscht, dass bereits eine Alternativlösung genau für dieses Szenario besteht. Nach dem Motto: Des Kapitels Ende ist des nächsten Kapitels Anfang.
Ha, ich blicke da schon viel viel weiter ... Man sollte jetzt schon damit beginnen, einen Nachfolger für den Nachfolger von Foda zu finden. Schliesslich werden wir den auch irgendwann entlassen - und dann sollte man nicht unvorbereitet sein.
Ich hätte mir gewünscht, dass bereits eine Alternativlösung genau für dieses Szenario besteht. Nach dem Motto: Des Kapitels Ende ist des nächsten Kapitels Anfang.
Ha, ich blicke da schon viel viel weiter ... Man sollte jetzt schon damit beginnen, einen Nachfolger für den Nachfolger von Foda zu finden. Schliesslich werden wir den auch irgendwann entlassen - und dann sollte man nicht unvorbereitet sein.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Meininger am 13.09.2013 um 11:55 Uhr bearbeitet
13.09.2013 - 12:00 Uhr
Zitat von Meininger:
Zitat von bahli77:
Ich hätte mir gewünscht, dass bereits eine Alternativlösung genau für dieses Szenario besteht. Nach dem Motto: Des Kapitels Ende ist des nächsten Kapitels Anfang.
Ha, ich blicke da schon viel viel weiter ... Man sollte jetzt schon damit beginnen, einen Nachfolger für den Nachfolger von Foda zu finden. Schliesslich werden wir den auch irgendwann entlassen - und dann sollte man nicht unvorbereitet sein.
Gehts denn noch polemischer? Ich denke, es ist doch klar, was Bahli meint. Die Abwärtsspirale ist also erst seit Aalen erkennbar?
Zitat von bahli77:
Ich hätte mir gewünscht, dass bereits eine Alternativlösung genau für dieses Szenario besteht. Nach dem Motto: Des Kapitels Ende ist des nächsten Kapitels Anfang.
Ha, ich blicke da schon viel viel weiter ... Man sollte jetzt schon damit beginnen, einen Nachfolger für den Nachfolger von Foda zu finden. Schliesslich werden wir den auch irgendwann entlassen - und dann sollte man nicht unvorbereitet sein.
Gehts denn noch polemischer? Ich denke, es ist doch klar, was Bahli meint. Die Abwärtsspirale ist also erst seit Aalen erkennbar?
13.09.2013 - 13:35 Uhr
Volle Zustimmung, Bahli! Volle Zustimmung!
13.09.2013 - 14:15 Uhr
Und das soll den Jungwählern beim Wahlentscheid helfen?
Edita ergänzt:
Shite, falsches Forum.
Edita ergänzt:
Shite, falsches Forum.
13.09.2013 - 16:30 Uhr
Zitat von kappel1719:
Zitat von Meininger:
Zitat von bahli77:
Ich hätte mir gewünscht, dass bereits eine Alternativlösung genau für dieses Szenario besteht. Nach dem Motto: Des Kapitels Ende ist des nächsten Kapitels Anfang.
Ha, ich blicke da schon viel viel weiter ... Man sollte jetzt schon damit beginnen, einen Nachfolger für den Nachfolger von Foda zu finden. Schliesslich werden wir den auch irgendwann entlassen - und dann sollte man nicht unvorbereitet sein.
Gehts denn noch polemischer?
Nein, aber ich gebe zu Satire und Polemik sind schwer zu unterscheiden.
Zitat von Meininger:
Zitat von bahli77:
Ich hätte mir gewünscht, dass bereits eine Alternativlösung genau für dieses Szenario besteht. Nach dem Motto: Des Kapitels Ende ist des nächsten Kapitels Anfang.
Ha, ich blicke da schon viel viel weiter ... Man sollte jetzt schon damit beginnen, einen Nachfolger für den Nachfolger von Foda zu finden. Schliesslich werden wir den auch irgendwann entlassen - und dann sollte man nicht unvorbereitet sein.
Gehts denn noch polemischer?
Nein, aber ich gebe zu Satire und Polemik sind schwer zu unterscheiden.
19.09.2013 - 10:09 Uhr
Jahrgang 4 - Ausgabe 8
Liebe Frrreunde des fußballenden Sports,
Ich hoffe, Sie nähmen es mirrr nicht übel, wenn ich heute das Wort an Sie rrrichte. Dieser Kohlmeyärrr hat mich gebeten, ihn zu vertrrreten, weil er lieber so tun möchte, als würde er arbeiten ... der und arbeiten! Wahrscheinlich will der den ultimativen grrroßen Roman über Fickän und Fußball schreiben ... ich bittä Sie! Der Mann ist 51, markiert immer den grrrroßen Kulturbeflissenen, aber wenn seine Alte aus dem Haus ist, schaut er bei Sky Anytime Filme wie „Ted“ und lacht sich halbtot, wenn sich dieser Marrrk Wahlberg eine Schlägerei mit einem Teddybärrren liefärt, der Sätze sagt wie „Lieber steif im Schritt, als Steiff im Ohr.“ Das ist doch keine Literrratur!
Kein Wunder, dass dieser Kohlmeyärrr Fußballfan ist, ein Kindskopf eben, wie alle Fußballfans. Verzeihen Sie mirrr, wenn ich das in allerrr Offänheit sage, aber Fußballfans sind nun einmal offensichtlich nicht fähig, diese Angelägenheit mit dem brillanten analytischen Verstand eines Literrraturkrrritikers zu betrachten!
Diese Torrrfnasen kapieren ja nicht einmal, dass es einfach nur zum Geschäft gehört, sie gepflegt anzulügen. Wenn ein Vorrrstandsvorsitzendär ihnen zum Beispiel sagt, ein Interimstrainer habe eine „faire Chance“, er sich aber parallel mit mindestens zwei, möglicherweise sogar vier Bewärberrrn um den Cheftrainerposten trifft, mit dem, der den Posten dann kriegt, sogar allein drei Mal, ist das doch nur recht und billig. Natürlich wird der Vorrrstandsvorsitzände, solange keine Verträge unterzeichnet sind, alle Spekulationen als Unsinn abtun und erklären, dass därr, der zurzeit am Rrrruder steht, es halt erst einmal machen soll, warum auch sollte äär sich selbst unter Druck setzen?
Dieser Kohlmeyärrr sagt auch, hätte man wirklich nüchtern analysiert, hätte man diesen Gesinnungsösterreicher schon in der Sommerpause entlassen. Nun: Der Zeitpunkt, einen Österrrrreicher von seinem Amt zu entbinden, kann eigentlich nie falsch sein, schauen Sie doch, was aus diesem Land geworden ist, als es 13 Jahre lang von einem Österreicher gecoacht wurde.
Andererseits: Wenn ein Vorrrstandsvorsitzender sich sagt, bevor ich jetzt wieder einen meiner Schwarzgeldkoffer für eine Abfindung opfere, probiere ich es erst einmal eine Kurskorrektur mit dem bestehenden Personal, muss man so hinnähmen. Klar kann man hinterhärr immer sagen, der konsequente Weg wäre der bessere gewesen, aber das ist kindsköpfig, weil müßig.
Dieser Neue da? Von meinem ersten Eindruck würde ich sagen: Ein Charismatiker wie dieser Feldkamp ist er sichär nicht. Aber seine Vita gefällt mir: Ich finde, dies ist der Verein, der Leuten eine Chance geben sollte, die sich von ganz unten hochgearbeitet haben, ohne Vitamin B.
Wie, Sie sagen, der ist eigentlich auch Österreicher, sogar ein echter? Hörrren Sie mir doch auf!
Er scheint mir auch zu dieser Generation von Fußballnerds zu gehören, die den Sporrrt in erster Linie wissenschaftlich-analytisch betrachten. Auch dieser Kohlmeyär liest Bücher wie „Die Fußball-Matrix“ oder „Revolution auf dem Rasen“ und wird dann nervös, dass sein Verein noch keine eigenständige Abteilung hat, die mit statistischen Analysetools arbeitet. Ich bittä Sie! Der 1. FC Köln hat so etwas schon seit Daum – und was hat es bislang gebracht? Sähen Sie?
Man sollte diesen Intellektuellen nicht alle Macht geben, schon gar nicht im Fußball. Fußball ist ein Spiel von Kindsköpfen für Kindsköpfe – und mit Kindsköpfen. Was nutzt es mir als Trainernerd, wenn ich mir mit meiner Fußballapp das perfekte, flexibele, fluide, tiki-taka Total-Futbal System mit sämtlichen über neunzig Minuten notwendigen Bewegungsabläufen zurechtprogrammiert habe, wenn meine Spieler von ihrer geistigen Disposition nur begreifän können, dass der Ball ins Torrr muss, weil alles andere Kokolorrres ist?
"Zicke zacke heu heu heu" ist nun einmal kein Gedicht von Ulla Hahn!
Ist es von daher rrrealistisch, dass dieser Neue in nur drrrei Tagen grundlegend etwas ändern kann in dieser Mannschaft, die in den letzten 15 Monaten nur einmal über 90 Minuten konzentriert Fußball gespielt hat, die immer entweder zu lahmarrrschig kombiniert oder zu ungenau passt – und, wenn sie das dann endlich erkannt und aufgegeben hat, nur noch bolzt. Dieser Rrrunjaic hatte auch bei seinen anderen Stationen nie vom Start weg Erfolg, der brauchte immer ein paar Spiele, bis er seine Spieler erreicht hatte.
Dieser Kohlmeyär erwartet trrrrotzdem, dass ab morgen alles besser wird, wie alle diese anderen Kindsköpfe auch. Nun gut.
Lautern hat wieder einen Trrrrainer, das finde ich gut, aber das Hamburg jetzt den Matthäus verpflichtet, nein, das tue ich nicht mehr an. Ich bin ein seriöser Fußball- und Literrraturkritiker. Da gebe ich lieber vorher den Löffel ab.
In diesem Sinne:
Wie stehen enttäuscht und sehen betroffen den Vorhang zu und alle Fragen offän.
Ihr
Marcel Reiff-Ranicki
- nach Diktat verstorben -
Liebe Frrreunde des fußballenden Sports,
Ich hoffe, Sie nähmen es mirrr nicht übel, wenn ich heute das Wort an Sie rrrichte. Dieser Kohlmeyärrr hat mich gebeten, ihn zu vertrrreten, weil er lieber so tun möchte, als würde er arbeiten ... der und arbeiten! Wahrscheinlich will der den ultimativen grrroßen Roman über Fickän und Fußball schreiben ... ich bittä Sie! Der Mann ist 51, markiert immer den grrrroßen Kulturbeflissenen, aber wenn seine Alte aus dem Haus ist, schaut er bei Sky Anytime Filme wie „Ted“ und lacht sich halbtot, wenn sich dieser Marrrk Wahlberg eine Schlägerei mit einem Teddybärrren liefärt, der Sätze sagt wie „Lieber steif im Schritt, als Steiff im Ohr.“ Das ist doch keine Literrratur!
Kein Wunder, dass dieser Kohlmeyärrr Fußballfan ist, ein Kindskopf eben, wie alle Fußballfans. Verzeihen Sie mirrr, wenn ich das in allerrr Offänheit sage, aber Fußballfans sind nun einmal offensichtlich nicht fähig, diese Angelägenheit mit dem brillanten analytischen Verstand eines Literrraturkrrritikers zu betrachten!
Diese Torrrfnasen kapieren ja nicht einmal, dass es einfach nur zum Geschäft gehört, sie gepflegt anzulügen. Wenn ein Vorrrstandsvorsitzendär ihnen zum Beispiel sagt, ein Interimstrainer habe eine „faire Chance“, er sich aber parallel mit mindestens zwei, möglicherweise sogar vier Bewärberrrn um den Cheftrainerposten trifft, mit dem, der den Posten dann kriegt, sogar allein drei Mal, ist das doch nur recht und billig. Natürlich wird der Vorrrstandsvorsitzände, solange keine Verträge unterzeichnet sind, alle Spekulationen als Unsinn abtun und erklären, dass därr, der zurzeit am Rrrruder steht, es halt erst einmal machen soll, warum auch sollte äär sich selbst unter Druck setzen?
Dieser Kohlmeyärrr sagt auch, hätte man wirklich nüchtern analysiert, hätte man diesen Gesinnungsösterreicher schon in der Sommerpause entlassen. Nun: Der Zeitpunkt, einen Österrrrreicher von seinem Amt zu entbinden, kann eigentlich nie falsch sein, schauen Sie doch, was aus diesem Land geworden ist, als es 13 Jahre lang von einem Österreicher gecoacht wurde.
Andererseits: Wenn ein Vorrrstandsvorsitzender sich sagt, bevor ich jetzt wieder einen meiner Schwarzgeldkoffer für eine Abfindung opfere, probiere ich es erst einmal eine Kurskorrektur mit dem bestehenden Personal, muss man so hinnähmen. Klar kann man hinterhärr immer sagen, der konsequente Weg wäre der bessere gewesen, aber das ist kindsköpfig, weil müßig.
Dieser Neue da? Von meinem ersten Eindruck würde ich sagen: Ein Charismatiker wie dieser Feldkamp ist er sichär nicht. Aber seine Vita gefällt mir: Ich finde, dies ist der Verein, der Leuten eine Chance geben sollte, die sich von ganz unten hochgearbeitet haben, ohne Vitamin B.
Wie, Sie sagen, der ist eigentlich auch Österreicher, sogar ein echter? Hörrren Sie mir doch auf!
Er scheint mir auch zu dieser Generation von Fußballnerds zu gehören, die den Sporrrt in erster Linie wissenschaftlich-analytisch betrachten. Auch dieser Kohlmeyär liest Bücher wie „Die Fußball-Matrix“ oder „Revolution auf dem Rasen“ und wird dann nervös, dass sein Verein noch keine eigenständige Abteilung hat, die mit statistischen Analysetools arbeitet. Ich bittä Sie! Der 1. FC Köln hat so etwas schon seit Daum – und was hat es bislang gebracht? Sähen Sie?
Man sollte diesen Intellektuellen nicht alle Macht geben, schon gar nicht im Fußball. Fußball ist ein Spiel von Kindsköpfen für Kindsköpfe – und mit Kindsköpfen. Was nutzt es mir als Trainernerd, wenn ich mir mit meiner Fußballapp das perfekte, flexibele, fluide, tiki-taka Total-Futbal System mit sämtlichen über neunzig Minuten notwendigen Bewegungsabläufen zurechtprogrammiert habe, wenn meine Spieler von ihrer geistigen Disposition nur begreifän können, dass der Ball ins Torrr muss, weil alles andere Kokolorrres ist?
"Zicke zacke heu heu heu" ist nun einmal kein Gedicht von Ulla Hahn!
Ist es von daher rrrealistisch, dass dieser Neue in nur drrrei Tagen grundlegend etwas ändern kann in dieser Mannschaft, die in den letzten 15 Monaten nur einmal über 90 Minuten konzentriert Fußball gespielt hat, die immer entweder zu lahmarrrschig kombiniert oder zu ungenau passt – und, wenn sie das dann endlich erkannt und aufgegeben hat, nur noch bolzt. Dieser Rrrunjaic hatte auch bei seinen anderen Stationen nie vom Start weg Erfolg, der brauchte immer ein paar Spiele, bis er seine Spieler erreicht hatte.
Dieser Kohlmeyär erwartet trrrrotzdem, dass ab morgen alles besser wird, wie alle diese anderen Kindsköpfe auch. Nun gut.
Lautern hat wieder einen Trrrrainer, das finde ich gut, aber das Hamburg jetzt den Matthäus verpflichtet, nein, das tue ich nicht mehr an. Ich bin ein seriöser Fußball- und Literrraturkritiker. Da gebe ich lieber vorher den Löffel ab.
In diesem Sinne:
Wie stehen enttäuscht und sehen betroffen den Vorhang zu und alle Fragen offän.
Ihr
Marcel Reiff-Ranicki
- nach Diktat verstorben -
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