Die Couchingzone
13.08.2010 - 13:19 Uhr
06.04.2012 - 12:42 Uhr
Jahrgang 2 - Ausgabe 33
Drei Karten gegen Hamburg. Oder: Der Preis der Langmut
Ihr könnt es glauben oder nicht: Berti hatte eine bescheidene Woche und am letzten Samstag einen eindeutig gebrauchten Tag. Fangen wir der guten Ordnung halber doch am Samstag Morgen an. Drei Karten gegen Hamburg - von der teuren Kategorie - hängen am Kühlschrank. Ein Freund aus dem Hamburger Lager hat kurzfristig abgesagt, aber egal. Man kann die überzählige Karte ja vor dem Spiel noch schnell verkaufen. Zunächst sind da noch ein paar Dinge zu erledigen, denn der Plan sieht vor, dass es via Betzenberg nach Südfrankreich gehen soll. Guter Plan wie Berti findet. Zu diesem Zeitpunkt jedenfalls. Der FCK steht unter Druck, hat das finale Endspiel noch vor sich. Achtung, schießt es Berti durch den Kopf: Tautologie als Parole zum Zweck der Steigerung der Kampfkraft. Oder des Willens zum schieren Durchhalten. Egal. Eigentlich sind nur noch ein paar Dinge zu erledigen, dann kann es auch schon losgehen. Bertis Frau, nennen wir sie zum Schutz ihrer Identität einfach Frau von Berti, erinnert ihn daran, dass es tatsächlich noch ein paar Dinge mehr sind die erledigt werden müssen, bevor man starten kann. Und wie es immer so ist in solchen Fällen: Sie hat recht. Also Zeitdruck. Aber es wird schon gehen. Schnell in die Stadt, dann die Surfbretter aufs Dach und schließlich los! Natürlich dauert es in der Stadt länger als geplant. Ist ja immer so wenn man es eilig hat. Die Surfbretter wollen nicht so aufs Dach wie Berti das will, kurz: Der Aufbruch erfolgt viel zu spät. Kann man ja auf der Autobahn aufholen. Dumm nur, dass Wohnmobile deutlich langsamer fahren als Bertis PKW und so wird schnell klar, dass man es eben nicht aufholen kann. Berti nähert sich der Pfalz recht langsam an. Zu langsam. Drei Karten im Gepäck und auf der Suche nach fernöstlichen Weisheiten um die Geduld zu vergrößern.
Natürlich sind all die Versuche die Dinge in Relation zu setzen, man könnte sich schließlich schwer verletzen oder in anderen, misslicheren Lagen stecken als dieser, völlig vergeblich. Bertis Nervosität nimmt zu je mehr sich die Uhr in Richtung halb vier bewegt. Das Navigationssystem sagt, Berti kann es zur zweiten Halbzeit schaffen. Bis dahin beruhigt er sich, wird man ja die moderne Technik nutzen können. Wozu haben wir schließlich mobiles Internet auf dem Smartphone? Und vor allem die App von Neunzig/Elf gekauft? Berti stellt erfreut fest, dass die ansonsten nicht so üppig bevölkerte Pfalz vollgestellt ist mit Mobilfunkmasten. Bei Kirchheimbolanden beginnt die Übertragung. Einwandfrei. Das Spiel lässt sich gut an. Der FCK bekommt Freistöße und Ecken zugesprochen. Gutes Gefühl. Aber Berti traut dem Braten nicht so recht. Dann De Wit mit einem abgefälschten Schuss - "Glanzparade von Drobn..." und es wird still. Verdammt. Berti versucht den Sender neu zu starten. Und stellt nach einer ewigen Weile fest, dass die Pfalz zwar voller Mobilfunkmasten steht, aber offensichtlich nicht voller UMTS Masten. Also aufs gute alte Autoradio zurückgreifen. Da gibt es... nanu? Volksmusik?! Sender wechseln. Pop? Schlager? Rock? Klassik? Alles findet die Mistkiste nur keinen Fußball. Dann endlich. Die App startet wieder. "Nicht zu fassen, er konnte gar nicht glauben wie blank er beim 1:0 stand. Er dachte es sei Abseits aber nein!" Verdammt ein Tor! Wer? Sag es doch endlich! "Wieder einmal Marcell Jansen. Eins zu Null für den HSV. Unglaublich! Aber jetzt kommt der 1. FC Kaiserslautern! Es könnte sich...." Der Sender ist weg. Berti sinkt zurück. Man kann das noch aufholen. Hoffentlich spielen die in der zweiten Halbzeit auf die Westkurve. Man kann soviel, denkt Berti dann - und fühlt Resignation in sich aufsteigen. Die Gedanken wandern zurück an jenen ersten Abstieg. In Leverkusen. Die Fassungslosigkeit. An die Mitgliederversammlung. Und hin zu Norbert Thines, dem Berti, damals deutlich jünger, die Hand schüttelte und sich bedankte, "für alles", als der sich an der Seite, da wo die Imbissbuden sind, anschickte die Halle zu verlassen. Dieses Gesicht. Natürlich hat sich Berti dann für den Neuanfang entschieden. Für den Aufstieg. Und für eine zweite Meisterschaft. Und den darauf folgenden langsamen und schließlich brutalen Niedergang. Egal. Das ist Geschichte. Jetzt geht es nicht mehr um Jahre sondern um Minuten.
Bertis Frau beschließt rettend einzugreifen. "Du rennst rein und ich suche einen Parkplatz. Dann kannst Du wenigstens die zweite Halbzeit sehen." Das nennt Berti wahre Liebe, vergisst für den Augenblick, dass er keinen Durchfahrtschein hat und fährt knochenhart bis vor die Nordtribüne. Oben zu den dicken Autos. "Wollen Sie was abgeben?" ruft eine verdutzte Dame vom Ordnungsdienst. "Ja! Mich!" ruft Berti seinerseits und sprintet, die Fahrertür offen in Richtung Glückseeligkeit. Zu diesem Zeitpunkt glaubt er dank erfolgreicher Autosuggestion noch, dass man das Spiel drehen wird. Endlich angekommen, läuft ihm wer über den Weg? Genau. Norbert Thines. Ansprechen? Nicht ansprechen? Nicht ansprechen. Fußball gucken. Auf drei Sitzen. Berti wird sich später fragen ob ein netter Smalltalk mit dem Altpräsidenten nicht die bessere Wahl gewesen wäre. Womöglich über gute alte Zeiten oder so. Berti versteht den Trainer nicht. Versteht nicht warum die Stürmer die nachgewiesen haben, dass sie definitiv die Kiste treffen nicht spielen dürfen. Offenbar ist Fußball viel zu kompliziert geworden, als dass ein kleiner Berti überhaupt noch verstehen kann wie man richtig aufstellt. Die Zeiten in denen Stürmer noch Stürmer waren - und keine Flügelspieler - die Zeiten in denen man sagte, wenn Du keinen besseren hast, dann setze auf den, von dem Du weißt, dass er die Kiste trifft auch wenn er es drei Ligen tiefer getan hat, diese Zeiten sind offenbar längst vorbei. Ein Harald Kohr ist beim "modernen" FCK wohl nicht mehr möglich. Berti lehnt sich auf seinen drei Sitzen zurück und grübelt vor sich hin. Er hat es mit Schreien versucht. Mit wüsten Beschimpfungen gegenüber dem Schiedsrichter. Jetzt lehnt er sich nur noch zurück. Leer. Und mit viel Platz. Er hört die Hamburger Fans jubeln. Die immer noch nicht begriffen haben, dass sie keinesfalls gerettet sind, nur weil sie gegen eine harmlose Pfälzer Mannschaft voller Schwiegersöhne gewonnen haben. Gut. Vielleicht ein Spitzenspiel in der nächsten Saison. In einer anderen Liga.
In der Halle der Nordtribüne wird Berti ein zweites Mal auf Norbert Thines treffen. Ihm in die Augen schauen und wieder schweigen. Berti ist nicht nach reden zumute in diesem Moment und er wird sich fragen, warum Leute, die so vieles so lange so richtig gemacht haben, in dieser einen Saison soviel falsch machen konnten. Später, an der Kasse vom "Penny Markt" am Messeplatz als der Kassierer fragt, ob man irgendwelche Sammelbilder sammeln will, wird Berti antworten, dass er lieber Abstiege sammle. Zu einem ähnlich alten Typen in einer FCK Jacke schauen und in seine Richtung nickend hinzufügen: "Genau wie er!" Beide werden lächeln. Und Berti wird feststellen, dass es niemals mehr so weh tut wie beim ersten Mal. Egal denkt er bei sich. Im nächsten Jahr greifen wir wieder an.
In diesem Sinne.
Gruß aus Südfrankreich.
Berti
In der Couchingzone befinden sich neben Berti und Bahli auch noch Kohlmeyer und Butduma. Die Kolumne erscheint spätestens jeweils Freitag um 12:00 Uhr oder an Spieltagen zur gleichen Zeit bei allen Pflichtspielen.
Drei Karten gegen Hamburg. Oder: Der Preis der Langmut
Ihr könnt es glauben oder nicht: Berti hatte eine bescheidene Woche und am letzten Samstag einen eindeutig gebrauchten Tag. Fangen wir der guten Ordnung halber doch am Samstag Morgen an. Drei Karten gegen Hamburg - von der teuren Kategorie - hängen am Kühlschrank. Ein Freund aus dem Hamburger Lager hat kurzfristig abgesagt, aber egal. Man kann die überzählige Karte ja vor dem Spiel noch schnell verkaufen. Zunächst sind da noch ein paar Dinge zu erledigen, denn der Plan sieht vor, dass es via Betzenberg nach Südfrankreich gehen soll. Guter Plan wie Berti findet. Zu diesem Zeitpunkt jedenfalls. Der FCK steht unter Druck, hat das finale Endspiel noch vor sich. Achtung, schießt es Berti durch den Kopf: Tautologie als Parole zum Zweck der Steigerung der Kampfkraft. Oder des Willens zum schieren Durchhalten. Egal. Eigentlich sind nur noch ein paar Dinge zu erledigen, dann kann es auch schon losgehen. Bertis Frau, nennen wir sie zum Schutz ihrer Identität einfach Frau von Berti, erinnert ihn daran, dass es tatsächlich noch ein paar Dinge mehr sind die erledigt werden müssen, bevor man starten kann. Und wie es immer so ist in solchen Fällen: Sie hat recht. Also Zeitdruck. Aber es wird schon gehen. Schnell in die Stadt, dann die Surfbretter aufs Dach und schließlich los! Natürlich dauert es in der Stadt länger als geplant. Ist ja immer so wenn man es eilig hat. Die Surfbretter wollen nicht so aufs Dach wie Berti das will, kurz: Der Aufbruch erfolgt viel zu spät. Kann man ja auf der Autobahn aufholen. Dumm nur, dass Wohnmobile deutlich langsamer fahren als Bertis PKW und so wird schnell klar, dass man es eben nicht aufholen kann. Berti nähert sich der Pfalz recht langsam an. Zu langsam. Drei Karten im Gepäck und auf der Suche nach fernöstlichen Weisheiten um die Geduld zu vergrößern.
Natürlich sind all die Versuche die Dinge in Relation zu setzen, man könnte sich schließlich schwer verletzen oder in anderen, misslicheren Lagen stecken als dieser, völlig vergeblich. Bertis Nervosität nimmt zu je mehr sich die Uhr in Richtung halb vier bewegt. Das Navigationssystem sagt, Berti kann es zur zweiten Halbzeit schaffen. Bis dahin beruhigt er sich, wird man ja die moderne Technik nutzen können. Wozu haben wir schließlich mobiles Internet auf dem Smartphone? Und vor allem die App von Neunzig/Elf gekauft? Berti stellt erfreut fest, dass die ansonsten nicht so üppig bevölkerte Pfalz vollgestellt ist mit Mobilfunkmasten. Bei Kirchheimbolanden beginnt die Übertragung. Einwandfrei. Das Spiel lässt sich gut an. Der FCK bekommt Freistöße und Ecken zugesprochen. Gutes Gefühl. Aber Berti traut dem Braten nicht so recht. Dann De Wit mit einem abgefälschten Schuss - "Glanzparade von Drobn..." und es wird still. Verdammt. Berti versucht den Sender neu zu starten. Und stellt nach einer ewigen Weile fest, dass die Pfalz zwar voller Mobilfunkmasten steht, aber offensichtlich nicht voller UMTS Masten. Also aufs gute alte Autoradio zurückgreifen. Da gibt es... nanu? Volksmusik?! Sender wechseln. Pop? Schlager? Rock? Klassik? Alles findet die Mistkiste nur keinen Fußball. Dann endlich. Die App startet wieder. "Nicht zu fassen, er konnte gar nicht glauben wie blank er beim 1:0 stand. Er dachte es sei Abseits aber nein!" Verdammt ein Tor! Wer? Sag es doch endlich! "Wieder einmal Marcell Jansen. Eins zu Null für den HSV. Unglaublich! Aber jetzt kommt der 1. FC Kaiserslautern! Es könnte sich...." Der Sender ist weg. Berti sinkt zurück. Man kann das noch aufholen. Hoffentlich spielen die in der zweiten Halbzeit auf die Westkurve. Man kann soviel, denkt Berti dann - und fühlt Resignation in sich aufsteigen. Die Gedanken wandern zurück an jenen ersten Abstieg. In Leverkusen. Die Fassungslosigkeit. An die Mitgliederversammlung. Und hin zu Norbert Thines, dem Berti, damals deutlich jünger, die Hand schüttelte und sich bedankte, "für alles", als der sich an der Seite, da wo die Imbissbuden sind, anschickte die Halle zu verlassen. Dieses Gesicht. Natürlich hat sich Berti dann für den Neuanfang entschieden. Für den Aufstieg. Und für eine zweite Meisterschaft. Und den darauf folgenden langsamen und schließlich brutalen Niedergang. Egal. Das ist Geschichte. Jetzt geht es nicht mehr um Jahre sondern um Minuten.
Bertis Frau beschließt rettend einzugreifen. "Du rennst rein und ich suche einen Parkplatz. Dann kannst Du wenigstens die zweite Halbzeit sehen." Das nennt Berti wahre Liebe, vergisst für den Augenblick, dass er keinen Durchfahrtschein hat und fährt knochenhart bis vor die Nordtribüne. Oben zu den dicken Autos. "Wollen Sie was abgeben?" ruft eine verdutzte Dame vom Ordnungsdienst. "Ja! Mich!" ruft Berti seinerseits und sprintet, die Fahrertür offen in Richtung Glückseeligkeit. Zu diesem Zeitpunkt glaubt er dank erfolgreicher Autosuggestion noch, dass man das Spiel drehen wird. Endlich angekommen, läuft ihm wer über den Weg? Genau. Norbert Thines. Ansprechen? Nicht ansprechen? Nicht ansprechen. Fußball gucken. Auf drei Sitzen. Berti wird sich später fragen ob ein netter Smalltalk mit dem Altpräsidenten nicht die bessere Wahl gewesen wäre. Womöglich über gute alte Zeiten oder so. Berti versteht den Trainer nicht. Versteht nicht warum die Stürmer die nachgewiesen haben, dass sie definitiv die Kiste treffen nicht spielen dürfen. Offenbar ist Fußball viel zu kompliziert geworden, als dass ein kleiner Berti überhaupt noch verstehen kann wie man richtig aufstellt. Die Zeiten in denen Stürmer noch Stürmer waren - und keine Flügelspieler - die Zeiten in denen man sagte, wenn Du keinen besseren hast, dann setze auf den, von dem Du weißt, dass er die Kiste trifft auch wenn er es drei Ligen tiefer getan hat, diese Zeiten sind offenbar längst vorbei. Ein Harald Kohr ist beim "modernen" FCK wohl nicht mehr möglich. Berti lehnt sich auf seinen drei Sitzen zurück und grübelt vor sich hin. Er hat es mit Schreien versucht. Mit wüsten Beschimpfungen gegenüber dem Schiedsrichter. Jetzt lehnt er sich nur noch zurück. Leer. Und mit viel Platz. Er hört die Hamburger Fans jubeln. Die immer noch nicht begriffen haben, dass sie keinesfalls gerettet sind, nur weil sie gegen eine harmlose Pfälzer Mannschaft voller Schwiegersöhne gewonnen haben. Gut. Vielleicht ein Spitzenspiel in der nächsten Saison. In einer anderen Liga.
In der Halle der Nordtribüne wird Berti ein zweites Mal auf Norbert Thines treffen. Ihm in die Augen schauen und wieder schweigen. Berti ist nicht nach reden zumute in diesem Moment und er wird sich fragen, warum Leute, die so vieles so lange so richtig gemacht haben, in dieser einen Saison soviel falsch machen konnten. Später, an der Kasse vom "Penny Markt" am Messeplatz als der Kassierer fragt, ob man irgendwelche Sammelbilder sammeln will, wird Berti antworten, dass er lieber Abstiege sammle. Zu einem ähnlich alten Typen in einer FCK Jacke schauen und in seine Richtung nickend hinzufügen: "Genau wie er!" Beide werden lächeln. Und Berti wird feststellen, dass es niemals mehr so weh tut wie beim ersten Mal. Egal denkt er bei sich. Im nächsten Jahr greifen wir wieder an.
In diesem Sinne.
Gruß aus Südfrankreich.
Berti
In der Couchingzone befinden sich neben Berti und Bahli auch noch Kohlmeyer und Butduma. Die Kolumne erscheint spätestens jeweils Freitag um 12:00 Uhr oder an Spieltagen zur gleichen Zeit bei allen Pflichtspielen.
06.04.2012 - 20:31 Uhr
Stark Berti. Ein typischer Samstag eben. Hätte Dir und uns für den Stress wirklich einen schöneren Ausgang des Spiels gewünscht.
07.04.2012 - 02:11 Uhr
Ich weiss jetzt, dass Berti alt ist - fast so alt wie der Meininger, der ebenfalls in solch schwierigen sturmlosen Zeiten öfters an vergangene Wunderstürmer wie Pavel Kuka oder eben Harald Kohr denkt.
Für alle Jüngeren unter uns: Harald Kohr traf in 86 Spielen 45 mal für den FCK.
Seine "tragische" Geschichte ist immer noch online verfügbar: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13497979.html
Übrigens hat nicht nur Miroslav Kadlec einen Fussball spielenden Sohn in die Welt gesetzt, sondern auch Harald Kohr. http://www.transfermarkt.de/de/dominik-kohr/profil/spieler_118847.html
Beide Söhne sind derzeit in Leverkusen.
Ich finde, da wir so gute Kontakte nach Leverkusen haben ...gehen Petsos und Lucas zurück und im Gegenzug ...
Aber vielleicht will Berti das doch vorher mit Thines besprechen.
Hoffentlich hast Du den Urlaub nicht an den Heimspielen des FCK ausgerichtet und fährst morgen über KL zurück! Das hast Du nicht verdient.
Gruss nach Frankreich.
Für alle Jüngeren unter uns: Harald Kohr traf in 86 Spielen 45 mal für den FCK.
Seine "tragische" Geschichte ist immer noch online verfügbar: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13497979.html
Übrigens hat nicht nur Miroslav Kadlec einen Fussball spielenden Sohn in die Welt gesetzt, sondern auch Harald Kohr. http://www.transfermarkt.de/de/dominik-kohr/profil/spieler_118847.html
Beide Söhne sind derzeit in Leverkusen.
Ich finde, da wir so gute Kontakte nach Leverkusen haben ...gehen Petsos und Lucas zurück und im Gegenzug ...
Aber vielleicht will Berti das doch vorher mit Thines besprechen.
Hoffentlich hast Du den Urlaub nicht an den Heimspielen des FCK ausgerichtet und fährst morgen über KL zurück! Das hast Du nicht verdient.
Gruss nach Frankreich.
07.04.2012 - 11:03 Uhr
Klasse Beitrag Berti...ich erkenne viele Verhaltenszüge wieder ;) ... und beneide Dich für Südfrankreich. Lass Dir den vorzüglichen SF-Rotwein schmecken :-)
10.04.2012 - 10:28 Uhr
Jahrgang 2, Ausgabe 34:
BEIM DRITTEN MAL, DA TUT`S AUCH WEH
Schmutzige alte Männer wie Kohlmeyer neigen hin und wieder zu der großkotzigen Einschätzung, sie hätten schon alles erlebt. Dass sie trotz ihrer nunmehr 50 Jahre, von denen mindestens 36 intensivster FCK-Beobachtung gewidmet waren, dennoch und immer noch überrascht werden können, spricht daher eigentlich für das Leben an sich. Denn was sich in diesen Tagen auf und rund um den Betzenberg abspielt, hat auch ein Kohlmeyer trotz seines nunmehr biblischen Alters noch nicht erlebt.
„Beim ersten Mal, da tut´s noch weh, da glaubt man, dass man´s nie verwinden kann, doch mit der Zeit, so peu a peu, gewöhnt man sich daran“, singsangte Hans Albers, für die damalige Zeit erstaunlich schlüpfrig, schon 1943 in „Große Freiheit Nr. 7“. Das war ein Feelgood-Movie, das die Nazis drehen ließen, als ihnen die ganze braune Scheizze bereits links und rechts um die Ohren flog. Sie wollten damit die Massen von ihrem Elend ablenken, daher durften die Filmkulissen nur heile Welt zeigen, und das mitten in einer zerbombten Stadt, was die Dreharbeiten zur Groteske machten.
Beim ersten Mal tut´s noch weh? Mit der Zeit gewöhnt man sich dran? Heile Welt vorgaukeln in Zeiten des totalen Zusammenbruchs? Aufmerksame Kohlmeyer-Leser ahnen bereits, welch eleganten Brückenschlag der Kolumnist nun vollführen will. Passt doch irgendwann alles auch zur aktuellen Situation am Betze, oder wie?
Na ja, nicht ganz. Das dritte Mal tut auch weh, und zwar verdammt weh. Es ist nämlich anders als die ersten beiden Male. Bei diesem dritten Abstieg gibt es keine hochdramatischen Entscheidungsspiele, denen alternde Kolumnisten hochgradig herzinfarkt- bis schlaganfallgefährdet entgegen fiebern können, was einen wenigstens fühlen lässt, dass man noch lebt. Statt dessen sind schon zwei Monate vor Rundenende alle Messen gesungen, da mag der neue Obermessdiener noch so viele Choräle über letzte Chancen anstimmen. Kohlmeyers FCK wird sang- und klanglos aus der Liga geballert. Scheizze, tut das weh.
ES PUFFT UND ZISCHT ...
Umso erstaunlicher, wie die West das alles erträgt. Da wird in Sprechchören Ehrmann als Freitstoßschütze gefordert, La Olas werden fröhlich durchs Stadionrund gejagt, „Oh, wie ist das schön“ wird angestimmt. Natürlich ist das alles blanke, ätzende Ironie, und fast schon gruselig für jeden, der weiß, wie´s in der Fanseele von innen aussieht. Aber immer noch lobenswerter als Fahnen brennen und Eisenstangen fliegen zu lassen. Siehe Frankfurt 2011.
So ganz ohne Krach geht diese total verkorkste Saison ja auch nicht über die Bühne. Es rumort gewaltig im und rund um den Berg. Man könnte auch den alten Spruch bemühen: Es pufft und zischt, doch zu sehen ist nischt.
Denn anonym im Internet Gift verspritzt wird viel, es wird auch viel gequasselt über sich formierende Oppositionen, nur wo sind sie? Haben sie ein Gesicht? Haben sie Eier? Okay, die Eier brauchen sie nicht gleich vorzeigen, es reicht, wenn sie demonstriert, dass sie welche hat – indem sie mal ihr Gesicht zeigt: Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 9. Mai.
Die Vereinsführung mag diese Saison nicht viel richtig gemacht haben, aber diesen Termin anzuberaumen, war ein kluger Schachzug. Der andererseits auch eigentlich der einzig Vernünftige ist in Zeiten des anonymen Internet-Krakeels: Wer meint, er könne was besser machen, soll sein Gesicht herzeigen, sich erklären und den dafür vorgesehenen Prozessen stellen.
Da darf man gespannt, das heißt, Kohlmeyer ist eigentlich nicht so gespannt, denn er ist überzeugt, dass sich am 9. Mai kein Heilsbringer in die Bütt schwingen wird. Wie soll er denn die Massen auch für sich begeistern? Indem er die Leute überzeugt, dass er im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten eines FCK GARANTIERT bessere Spieler verpflichtet hätte als Kuntz und es auch angesichts der bevorstehenden Zweitligasaison tun würde? Oder indem er erklärt, wie wir den Jugendbereich wieder mit Mainz und Hoffenheim konkurrenzfähig bekämen, ohne Beträge zu investieren, die schlussendlich vom aktuellen Lizenzspieleretat abgezwackt werden müssten? Oder indem genau aufzeigt, in welchen Geschäftsbereichen in den vergangenen vier Jahre mehr Umsatz zu erzielen gewesen wäre als es unter Kuntz geschehen ist?
DIE "NO GO´S" FÜR DEN 9. MAI
Wenn das einer mal ganz genau erklären wollte, würde Kohlmeyer ihm sicher ganz konzentriert zuhören. Und sich vielleicht auch überzeugen lassen. Nur glaubt er nicht, dass es jemand kann.
Was Kohlmeyer am 9. Mai nicht sehen will, sind:
- in Ehren ergraute Unternehmer, die ihren Fußballverstand ausreichend darin begründet sehen, dass sie seit 50 Jahren Dauerkartenbesitzer sind und meinen, ein Profifußballklub zu führen sei nicht anders zu führen als eine Bäckerei.
- Windige Rechtsanwälte, die seit Jahren im Hintergrund intrigieren, sich über dilettantische Vertragsgestaltungen der Vereinsführung mokieren und nur darauf geiern, selbst Verträge aufsetzen zu dürfen, an denen sie selbst partizipieren.
- Konkursverwalter, die glauben, sie hätten´s drauf, Unternehmen zu sanieren, tatsächlich aber nur Leichenfledderei beherrschen.
- Abgehalfterte Politiker, die sich selbst besoffen labern können mit ihrem Geschwätz von ihren zahllosen Kontakten, die sie zugunsten ihres geliebten Heimatvereins spielen lassen wollen, weil sie sich gerne noch ein Denkmal setzen würden, nachdem die eigene Partei sie bereits entsorgt hat, beziehungsweise, nachdem ihre Partei im Begriff ist, sich komplett selbst zu entsorgen.
- Und last but not least: Ehemalige Profis, die klagen, dass „ihr“Verein, den sie über alles lieben, bislang die helfende Hand, die sie ihm gereicht hätten, schmählich ausgeschlagen hat, aber dass sie diese helfende Hand in ihrer ungeheuren menschlichen Größe noch ein weiteres Mal reichen würden, wenn man sie im Gegenzug dafür endlich zum Teammanager, Sportdirektor, sportlichen und kaufmännischen Leiter in Personalunion, Creative Executive Operator, VV, Prokonsul, König der Pfalz, Herr über Leben und Tod oder alternativ auch Weltenherrscher machen würde.
All die braucht Kohlmeyer nicht. Da folgt er lieber weiter einem VV, der immerhin selbst mal Fußballprofi war, vier Jahre im wirtschaftlichen Bereich gute Arbeit geleistet hat, drei Jahre auch im sportlichen, im vierten Jahr dann mit beiden Händen in die Gülle gegriffen hat, dies aber eingesehen hat, seine eigene Fehler einräumt und versichert, aus diesen zu lernen.
Gruß,
Kohlmeyer
In der Couching-Zone befinden sich ... Ihr wisst schon.
BEIM DRITTEN MAL, DA TUT`S AUCH WEH
Schmutzige alte Männer wie Kohlmeyer neigen hin und wieder zu der großkotzigen Einschätzung, sie hätten schon alles erlebt. Dass sie trotz ihrer nunmehr 50 Jahre, von denen mindestens 36 intensivster FCK-Beobachtung gewidmet waren, dennoch und immer noch überrascht werden können, spricht daher eigentlich für das Leben an sich. Denn was sich in diesen Tagen auf und rund um den Betzenberg abspielt, hat auch ein Kohlmeyer trotz seines nunmehr biblischen Alters noch nicht erlebt.
„Beim ersten Mal, da tut´s noch weh, da glaubt man, dass man´s nie verwinden kann, doch mit der Zeit, so peu a peu, gewöhnt man sich daran“, singsangte Hans Albers, für die damalige Zeit erstaunlich schlüpfrig, schon 1943 in „Große Freiheit Nr. 7“. Das war ein Feelgood-Movie, das die Nazis drehen ließen, als ihnen die ganze braune Scheizze bereits links und rechts um die Ohren flog. Sie wollten damit die Massen von ihrem Elend ablenken, daher durften die Filmkulissen nur heile Welt zeigen, und das mitten in einer zerbombten Stadt, was die Dreharbeiten zur Groteske machten.
Beim ersten Mal tut´s noch weh? Mit der Zeit gewöhnt man sich dran? Heile Welt vorgaukeln in Zeiten des totalen Zusammenbruchs? Aufmerksame Kohlmeyer-Leser ahnen bereits, welch eleganten Brückenschlag der Kolumnist nun vollführen will. Passt doch irgendwann alles auch zur aktuellen Situation am Betze, oder wie?
Na ja, nicht ganz. Das dritte Mal tut auch weh, und zwar verdammt weh. Es ist nämlich anders als die ersten beiden Male. Bei diesem dritten Abstieg gibt es keine hochdramatischen Entscheidungsspiele, denen alternde Kolumnisten hochgradig herzinfarkt- bis schlaganfallgefährdet entgegen fiebern können, was einen wenigstens fühlen lässt, dass man noch lebt. Statt dessen sind schon zwei Monate vor Rundenende alle Messen gesungen, da mag der neue Obermessdiener noch so viele Choräle über letzte Chancen anstimmen. Kohlmeyers FCK wird sang- und klanglos aus der Liga geballert. Scheizze, tut das weh.
ES PUFFT UND ZISCHT ...
Umso erstaunlicher, wie die West das alles erträgt. Da wird in Sprechchören Ehrmann als Freitstoßschütze gefordert, La Olas werden fröhlich durchs Stadionrund gejagt, „Oh, wie ist das schön“ wird angestimmt. Natürlich ist das alles blanke, ätzende Ironie, und fast schon gruselig für jeden, der weiß, wie´s in der Fanseele von innen aussieht. Aber immer noch lobenswerter als Fahnen brennen und Eisenstangen fliegen zu lassen. Siehe Frankfurt 2011.
So ganz ohne Krach geht diese total verkorkste Saison ja auch nicht über die Bühne. Es rumort gewaltig im und rund um den Berg. Man könnte auch den alten Spruch bemühen: Es pufft und zischt, doch zu sehen ist nischt.
Denn anonym im Internet Gift verspritzt wird viel, es wird auch viel gequasselt über sich formierende Oppositionen, nur wo sind sie? Haben sie ein Gesicht? Haben sie Eier? Okay, die Eier brauchen sie nicht gleich vorzeigen, es reicht, wenn sie demonstriert, dass sie welche hat – indem sie mal ihr Gesicht zeigt: Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 9. Mai.
Die Vereinsführung mag diese Saison nicht viel richtig gemacht haben, aber diesen Termin anzuberaumen, war ein kluger Schachzug. Der andererseits auch eigentlich der einzig Vernünftige ist in Zeiten des anonymen Internet-Krakeels: Wer meint, er könne was besser machen, soll sein Gesicht herzeigen, sich erklären und den dafür vorgesehenen Prozessen stellen.
Da darf man gespannt, das heißt, Kohlmeyer ist eigentlich nicht so gespannt, denn er ist überzeugt, dass sich am 9. Mai kein Heilsbringer in die Bütt schwingen wird. Wie soll er denn die Massen auch für sich begeistern? Indem er die Leute überzeugt, dass er im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten eines FCK GARANTIERT bessere Spieler verpflichtet hätte als Kuntz und es auch angesichts der bevorstehenden Zweitligasaison tun würde? Oder indem er erklärt, wie wir den Jugendbereich wieder mit Mainz und Hoffenheim konkurrenzfähig bekämen, ohne Beträge zu investieren, die schlussendlich vom aktuellen Lizenzspieleretat abgezwackt werden müssten? Oder indem genau aufzeigt, in welchen Geschäftsbereichen in den vergangenen vier Jahre mehr Umsatz zu erzielen gewesen wäre als es unter Kuntz geschehen ist?
DIE "NO GO´S" FÜR DEN 9. MAI
Wenn das einer mal ganz genau erklären wollte, würde Kohlmeyer ihm sicher ganz konzentriert zuhören. Und sich vielleicht auch überzeugen lassen. Nur glaubt er nicht, dass es jemand kann.
Was Kohlmeyer am 9. Mai nicht sehen will, sind:
- in Ehren ergraute Unternehmer, die ihren Fußballverstand ausreichend darin begründet sehen, dass sie seit 50 Jahren Dauerkartenbesitzer sind und meinen, ein Profifußballklub zu führen sei nicht anders zu führen als eine Bäckerei.
- Windige Rechtsanwälte, die seit Jahren im Hintergrund intrigieren, sich über dilettantische Vertragsgestaltungen der Vereinsführung mokieren und nur darauf geiern, selbst Verträge aufsetzen zu dürfen, an denen sie selbst partizipieren.
- Konkursverwalter, die glauben, sie hätten´s drauf, Unternehmen zu sanieren, tatsächlich aber nur Leichenfledderei beherrschen.
- Abgehalfterte Politiker, die sich selbst besoffen labern können mit ihrem Geschwätz von ihren zahllosen Kontakten, die sie zugunsten ihres geliebten Heimatvereins spielen lassen wollen, weil sie sich gerne noch ein Denkmal setzen würden, nachdem die eigene Partei sie bereits entsorgt hat, beziehungsweise, nachdem ihre Partei im Begriff ist, sich komplett selbst zu entsorgen.
- Und last but not least: Ehemalige Profis, die klagen, dass „ihr“Verein, den sie über alles lieben, bislang die helfende Hand, die sie ihm gereicht hätten, schmählich ausgeschlagen hat, aber dass sie diese helfende Hand in ihrer ungeheuren menschlichen Größe noch ein weiteres Mal reichen würden, wenn man sie im Gegenzug dafür endlich zum Teammanager, Sportdirektor, sportlichen und kaufmännischen Leiter in Personalunion, Creative Executive Operator, VV, Prokonsul, König der Pfalz, Herr über Leben und Tod oder alternativ auch Weltenherrscher machen würde.
All die braucht Kohlmeyer nicht. Da folgt er lieber weiter einem VV, der immerhin selbst mal Fußballprofi war, vier Jahre im wirtschaftlichen Bereich gute Arbeit geleistet hat, drei Jahre auch im sportlichen, im vierten Jahr dann mit beiden Händen in die Gülle gegriffen hat, dies aber eingesehen hat, seine eigene Fehler einräumt und versichert, aus diesen zu lernen.
Gruß,
Kohlmeyer
In der Couching-Zone befinden sich ... Ihr wisst schon.
10.04.2012 - 10:39 Uhr
Vielen Dank, Kohlmeyer für diese Kolumne zur rechten Zeit.
Besonders folgende Abschnitte treffen haargenau meine Einstellung zum 09.Mai:
Zitat
Die Vereinsführung mag diese Saison nicht viel richtig gemacht haben, aber diesen Termin anzuberaumen, war ein kluger Schachzug. Der andererseits auch eigentlich der einzig Vernünftige ist in Zeiten des anonymen Internet-Krakeels: Wer meint, er könne was besser machen, soll sein Gesicht herzeigen, sich erklären und den dafür vorgesehenen Prozessen stellen.
Da darf man gespannt, das heißt, Kohlmeyer ist eigentlich nicht so gespannt, denn er ist überzeugt, dass sich am 9. Mai kein Heilsbringer in die Bütt schwingen wird. Wie soll er denn die Massen auch für sich begeistern? Indem er die Leute überzeugt, dass er im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten eines FCK GARANTIERT bessere Spieler verpflichtet hätte als Kuntz und es auch angesichts der bevorstehenden Zweitligasaison tun würde? Oder indem er erklärt, wie wir den Jugendbereich wieder mit Mainz und Hoffenheim konkurrenzfähig bekämen, ohne Beträge zu investieren, die schlussendlich vom aktuellen Lizenzspieleretat abgezwackt werden müssten? Oder indem genau aufzeigt, in welchen Geschäftsbereichen in den vergangenen vier Jahre mehr Umsatz zu erzielen gewesen wäre als es unter Kuntz geschehen ist?
Zitat
All die braucht Kohlmeyer nicht. Da folgt er lieber weiter einem VV, der immerhin selbst mal Fußballprofi war, vier Jahre im wirtschaftlichen Bereich gute Arbeit geleistet hat, drei Jahre auch im sportlichen, im vierten Jahr dann mit beiden Händen in die Gülle gegriffen hat, dies aber eingesehen hat, seine eigene Fehler einräumt und versichert, aus diesen zu lernen.
Starker Beitrag!
Besonders folgende Abschnitte treffen haargenau meine Einstellung zum 09.Mai:
Zitat
Die Vereinsführung mag diese Saison nicht viel richtig gemacht haben, aber diesen Termin anzuberaumen, war ein kluger Schachzug. Der andererseits auch eigentlich der einzig Vernünftige ist in Zeiten des anonymen Internet-Krakeels: Wer meint, er könne was besser machen, soll sein Gesicht herzeigen, sich erklären und den dafür vorgesehenen Prozessen stellen.
Da darf man gespannt, das heißt, Kohlmeyer ist eigentlich nicht so gespannt, denn er ist überzeugt, dass sich am 9. Mai kein Heilsbringer in die Bütt schwingen wird. Wie soll er denn die Massen auch für sich begeistern? Indem er die Leute überzeugt, dass er im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten eines FCK GARANTIERT bessere Spieler verpflichtet hätte als Kuntz und es auch angesichts der bevorstehenden Zweitligasaison tun würde? Oder indem er erklärt, wie wir den Jugendbereich wieder mit Mainz und Hoffenheim konkurrenzfähig bekämen, ohne Beträge zu investieren, die schlussendlich vom aktuellen Lizenzspieleretat abgezwackt werden müssten? Oder indem genau aufzeigt, in welchen Geschäftsbereichen in den vergangenen vier Jahre mehr Umsatz zu erzielen gewesen wäre als es unter Kuntz geschehen ist?
Zitat
All die braucht Kohlmeyer nicht. Da folgt er lieber weiter einem VV, der immerhin selbst mal Fußballprofi war, vier Jahre im wirtschaftlichen Bereich gute Arbeit geleistet hat, drei Jahre auch im sportlichen, im vierten Jahr dann mit beiden Händen in die Gülle gegriffen hat, dies aber eingesehen hat, seine eigene Fehler einräumt und versichert, aus diesen zu lernen.
Starker Beitrag!
10.04.2012 - 11:05 Uhr
We want Kohlmeyer for Pressesprecher!
10.04.2012 - 11:42 Uhr
Der FCK ist aktuell in sämtlichen Belangen kaum erstklassig - die Couchingzone hingegen hat Champions League-Niveau!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BrezelMueller am 10.04.2012 um 11:42 Uhr bearbeitet
10.04.2012 - 11:48 Uhr
Zitat von Vic Dorn:
We want Kohlmeyer for Pressesprecher!
Ich könnte mir keinen besseren vorstellen ...
Sehr gelungene Kolumne, die wahrscheinlich vielen hier aus dem Herzen sprechen wird. Bei allem verständlichen Gegenwind, dem Stefan Kuntz ausgesetzt ist, muss genau hingeschaut werden, von wem dieser Gegenwind kommt. Schmarotzer, Dilettanten und Wichtigtuer hatten wir auf dem Berg schon genügend. Wer jetzt in die Opposition zu Stefan Kuntz will, muss klar und deutlich darlegen, wie er das machen will. Nur Fehler monieren ist eben einfach zu wenig.
Danke Kohlmeyer!
Cheers
Bahli
We want Kohlmeyer for Pressesprecher!
Ich könnte mir keinen besseren vorstellen ...
Sehr gelungene Kolumne, die wahrscheinlich vielen hier aus dem Herzen sprechen wird. Bei allem verständlichen Gegenwind, dem Stefan Kuntz ausgesetzt ist, muss genau hingeschaut werden, von wem dieser Gegenwind kommt. Schmarotzer, Dilettanten und Wichtigtuer hatten wir auf dem Berg schon genügend. Wer jetzt in die Opposition zu Stefan Kuntz will, muss klar und deutlich darlegen, wie er das machen will. Nur Fehler monieren ist eben einfach zu wenig.
Danke Kohlmeyer!
Cheers
Bahli
10.04.2012 - 13:08 Uhr
Dies Couching sollte man zur Versammlung an jedem Einlass anbringen und wie AGBs behandeln, d.h. die Leute erst einlassen, wenn sie unterschrieben haben, dass sie diese zur Kenntnis genommen und akzeptiert haben!
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