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Die Couchingzone

13.08.2010 - 13:19 Uhr
Die Couchingzone |#631
30.11.2012 - 22:35 Uhr
Sehr gute Kolumne Kohlmeyer!

Wirklich gut. Und auch für diese Stelle angemessen. Die eigentliche Problematik ist im Stadionknigge gut untergebracht.

Hier im Couching geht es eben um anderes. Überspitzung muss da sein.

Und du hast 2 wesentliche Punkte sehr schön heraus gearbeitet.

Zum einen die Rolle von Sky und der DFL in Bezug auf Vermarktung.

Aber vorallem die Frage nach der Position der "Gesitteten" und "Gesetzten" und der Frage, wo sie denn in den späten 80ern waren, als die Gewalt im Fussball mEn mindestens in gleichen Ausmaß wucherte. Bloß eben nicht durch so plastische und leicht zu transportierende Bilder, wie sie durch inflationäres Pyroabbrennen und überschwängliches Platzstürmen fabriziert werden, und gerne und dankbar von immer sensationsgeifernden Medien aufgesogen werden.
Mein Onkel z.B., heute knapp 60 Jahre, war Ende der 90er in Mannheim Polizist. Der lächelt über die "Ultra-Problematik" von heute.

•     •     •

Nichts ersetzt die Romantik eines Flutlichtspiels im Regen... ...und siegen!!

Wir denken nur noch von Grätsche zu Grätsche!

Hate the Game, not the Player!
Die Couchingzone |#632
01.12.2012 - 08:37 Uhr
Natürlich viel schwarz/weiß, aber als Stilmittel durchaus probat und nichts anderes als ein Blick auf die existierende Medienlandschaft.

Hast Du jetzt die Pyro Frage jetzt bewusst außen vor gelassen? Die ist nun mal DER mediale Aufhänger wenn es um die Verfehlungen in Stadien geht.

Damentennis war aber in den Zeiten von Schwarz und Meier nichts anderes als "Fußballer mit haarigen, krummen Beinen". Dauergeil war in den Zeiten doch der Zustand beim Hören der musikalischen Ergüsse von Sandra, CC Catch, Sabrina und Sam Fox?

Und es gibt deutlich schlimmere als den Potofski, der war doch genau so überrascht wie wir alle, wie ein Stadion so ganz ohne Stimmung klingt.

@But
Gute Empfehlung, obwohl sein sehr gutes Schluss Statement durch den Vergleich der "zerfaserten" Spieltage in Spanien/Deutschland etwas verwässert wird.

@Newtrial
Das ist sicher keine Verschwörung, immerhin diskutieren unser IM und der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft die Frage der Abschaffung der Stehplätze öffentlich.
Ginge es nur nach Sky ginge hätten wir 9 verschiedene Anstoßzeiten und das in jeder Liga.
Das mit den kritischen Hinweisen an die Fanszene(n) fehlt mir auch.

@bahli
Das Dir das mit Hubert van Goisern gefällt war klar.

•     •     •

"Betzi braucht bei seinem Besuch eine Möglichkeit sich umzuziehen und Kaltgetränke" (Anmeldeformular Betzi Buchen)
"You want it darker, Hineni, Hineni, I'm ready, my lord (Leonard Cohen).
"Well, what did you expect in an opera? A happy ending?" (Bugs Bunny)
Die Couchingzone |#633
01.12.2012 - 11:44 Uhr
Tschuldigung, Jungs,

aber kann sich von Euch keiner mehr ab Gabriela Sabatini erinnern? Wieso zählt ihr immer nur die Schreckschrauben auf, wenn's an Damentennis geht? Auch in der zweiten Reihe standen einige, an deren Namen sich Kohlmeyer nicht mehr erinnert, aber beispielsweise daran, dass sie sich die zweiten Bälle am Oberschenkel in den Slip steckten ... sabber ...

Aber jetzt mal ganz im Ernst,

normalerweise hasse ich es, meine Couchings zu erklären, weil das im Grunde eine Bankrotterklärung des Autors ist, da er ja dadurch zugibt, dass er einiges nicht richtig rübergebracht hat, aber da das Thema wichtig ist, will ich's ausnahmsweise mal tun.

Also: Die Gewalt- und Pyro-Problematik an sich ist NICHT Thema dieses Couchings, deswegen wird hier auch nicht ihr "Kern" berührt.

Mir ging es auch darum, die Situation normaler, zumeist JUNGER Fußballfans darzustellen, die einfach nur ihren Verein supporten und dies auch äußerlich zeigen will und der halt drauf angewiesen ist, die billigsten Eintrittskarten zu kaufen.

Und, nein, ich habe NICHT geschrieben, dass dies die "Prolls" sind, die gleichzeitig auch die echten Fans sind, während die Mittelschichtler nur Mode- und Eventfans sind. Ich habe vielmehr ausdrücklich auch gesagt, dass die Stehplatzgucker außer Hartzern auch Schüler (Taschengeldempfänger), Auszubildende und Studenten sind - mithin also durchaus auch bürgerlicher Nachwuchs - für die es aber eben einen gewaltigen Unterschied macht, ob sie für ein Ticket 15 oder 25 Euro hinblättern.

Ich habe im letzten Abschnitt auch deutlich gemacht, dass ich in diesen Zuschauern auch die Haupttribünenbesucher von übermorgen sehe - dazu zähle ich übrigens auch selber.

Ich habe somit NICHT das Bild einer Zweiklassengesellschaft im Stadion gezeichnet, sondern einer ineinander fließenden. Was daran schwarzweiß sein soll, ist mir nicht ganz klar.

Ich habe auch nichts von einer "Verschwörung" von Sky und höchsten Regierungskreisen geschrieben, sondern deren Motivation unabhängig voneinander und aus meiner Sicht geschildert - das darf in einem Couching wohl auch ein wenig überzeichnet werden.

Ich sehe die Gewalt- und Pyroproblematik auch nicht als "Natureignis", sondern als reell und gefährlich und von Menschen verursacht.

Gegen die - und eben das ist der "Kern" dieses Couchings - kann und darf aus meiner Sicht aber nicht vorgegangen werden, indem man

- die Fans auf den billigen Plätzen, sofern sie sich auch noch als Fans gewanden, pauschal alle in einen Topf wirft,

- aus den Stadien rausekelt, indem man den Besuch für sie unerschwinglich macht

- ihnen PAUSCHAL polizeiliche Behandlungsmethoden angedeihen lässt, die schon jetzt rechtsstaatlich fragwürdig sind und die durch dieses neue Konzept noch fragwürdiger werden.

Vor ein, zwei Jahren habe ich Uli Hoeneß mal sagen hören (Zitat sinngemäß):

"Wir müssen das Geschäft mit unseren VIP-Logen optimal ausbauen, DAMIT wir künftig auch Plätze für zehn Euro anbieten können."

Wenn das nicht nur gesagt wird, sondern auch danach gehandelt wird, ist Kohlmeyers Fußballwelt in Ordnung.

Fußball sollte Volkssport bleiben - und ALLE einbeziehen.

Amen
Kohlmeyer

P.S.: Corto, ich find Potofski auch nicht soo schlimm, aber es war nunmal ziemlich deutlich zu hören, dass er nicht einmal richtig informiert war, um was es bei diesem Fanprotest eigentlich geht, und darum ging's mir eigentlich. Und - mein Gott, ist das peinlich es zuzugeben -: Ich fürchte, ich habe damals sogar Nena gehört (kann aber sein, dass das schon kurz nach Schwarz und Meier war).

•     •     •

"Du kannst auf deinen Verein stolz sein, aber eigentlich nicht auf die Tatsache, ein Fan dieses Vereins zu sein. Denn die Fan-Werdung vollzieht sich bekanntlich ähnlich wie die sexuelle Orientierung: Da kommt etwas über dich, das du nicht beeinflussen kannst. (...) . Du kannst deinem Verein nicht einfach die Gefolgschaft kündigen. Du kannst deinem Verein nicht den Tritt versetzen. (...) Du kannst deinen Verein nicht einfach loslassen, denn er hält an dir fest."
Thomas Brussig
Die Couchingzone |#634
01.12.2012 - 22:24 Uhr
Zitat von Kohlmeyer:
P.S.: Corto, ich find Potofski auch nicht soo schlimm...


Ich schon. Habe nach 1,5 Sätzen von ihm wieder mal auf Stadion-Ton umgeschaltet.
"Mein Stadion" soll er ruhig machen, da kann er Stammtisch-Niveau brabbeln und lustig und vergnügt sein. Dort bleib' ich - wenn überhaupt - nur wegen Madame Sedlaczek hängen.
Aber als Kommentator eine absolute Katastrophe, der Typ.

Schade (für mich), dass er offenbar die FCK-Spiele kommentiert. Zumindest waren es die letzten 3, wenn mich nicht alles täuscht.

Vielen Dank, Kraulgeyer, für das tolle Couching. Stimme dir voll und ganz überein.

•     •     •

Bellinghausen trieb den Ball auf der linken Seite nach vorne und flankte. McKenna missglückte der Abwehrschlag, der Ball prallte Simpson vor die Füße, der aus elf Metern ins linke untere Eck einschoss (70.).
--------------
"Die Security filzt jedesmal meinen Jutebeutel, aber sie finden nur feinste Demeter-Qualität." __Verkehrtfunk
Die Couchingzone |#635
07.12.2012 - 01:38 Uhr
Jahrgang 3 - Ausgabe 16



HOFFENTLICH NICHT HOFFENHEIM - AUF IN DIE RÜCKRUNDE!



DAS HAAR IN DER SUPPE.

Wer jemals das Glück hatte sich in den Callcentern der Deutschen Telekom zu verheddern oder den mittlerweile legendären Satz "Sänk Juu for träwelling wiss Deutsche Bahn" zu hören, der weiß, dass es unserer Gesellschaft generell an Verantwortlichen mangelt. Wann immer irgendetwas schief läuft kann irgendwie sofort niemand was dafür. Aber von vorn.

Thema dieser Tage ist das neue Sicherheitskonzept des DFB gekontert von der Aktion "Ohne Stimme keine Stimmung". Okay, Kohlmeyer hat sich letzte Woche schon herausragend dazu geäußert, aber Berti wäre nicht Berti, würde er nicht nach dem Haar in der Suppe fischen.


NICHT HILLSBOROUGH SONDERN HEYSEL - DU ESEL!

Was mir gefehlt hat ist der Begriff "Verantwortung" - und zwar auch auf Seiten der Fans. Das Desaster von Hillsborough oder auch die Tragödie von Bradford sind in den WM Arenen und modernen Stadien der Bundesliga weit weniger möglich als das Gemetzel im Heysel Stadion zu Brüssel. Wer also einen Blick auf die Szene wirft, der muss akzeptieren, dass es bedröhnte Teenager gibt, die gern mal in der Menge einen Schweißbrenner zünden, dass es Minderbemittelte gibt, die glauben, dass sie über das Recht verfügen, Fußballprofis in ihren Häusern aufzusuchen, dass es rechtsradikale und linksradikale regelrechte Kampfverbände gibt - nicht nur Aachen lässt da grüßen. Und wer die Entwicklung in italienischen Stadien verfolgt hat weiß, dass Toleranz und Verharmlosung keineswegs zu mehr Gelassenheit in gewaltbereiten Kreisen führen, sondern nur zu einem neuerlichen Versuch die Grenzen zu verschieben. Das alles geht zu Lasten der Allgemeinheit. Deshalb muss angesichts diverser Anlässe jetzt etwas passieren. Dabei geht es nicht ums Einkommen. Ob Du Akademiker bist oder von der Stütze lebst spielt im Moment des Torschreis keine Rolle. Und so muss es auch bleiben. Beim Fußball verbindet uns die Leidenschaft, nicht der Kontostand. Wen aber jede Geldstrafe für - meint also gegen - den eigenen Verein weniger interessiert als das vermeintliche Recht auf grenzenlosen "Spaß", der kann unsere Liebe nicht teilen - und somit auch nicht Fan genannt werden.

Deshalb auch nur einen Stehplatz abzuschaffen, halte ich hingegen, genau wie Kohlmeyer, für absoluten Blödsinn. Und auch sonst teile ich seine Sympathie für die Aktion des Schweigens, die ich an dieser Stelle ebenfalls unterstützen möchte. Stimmung vom Tonband kennen wir ja schon aus Hoffenheim. Eine Horrorvision. Auch wenn der Vorstand (Eigner/"Mäzen") dort zumindest ein stringentes Konzept verfolgt. Man kauft "Typen" wie Stanislawski oder Babbel um vom Reißbrettimage wegzukommen. Und mangels anderer Möglichkeiten kommt sogar die Randale aus der Retorte - man erinnere sich nur an die funktionärsgesteuerte "Schallattacke" - übrigens ungestraft. Die Zukunft des Fußballs? Wohl kaum.


BÖSER ONKEL? DER GEHSTOCK DES DAGOBERT D. AUS E.

Wenn man über Gewalt und die Verantwortung redet, muss man auch über die Verantwortlichen reden. Und wenn man das tut, fällt regelmäßig das Wort von den Konsequenzen. Während ein gewisser Donald Duck für seine Missetaten regelmäßig von seinem Onkel mit dem Stock vermöbelt wird, dürfen wir an dieser Stelle konstatieren, dass Gewalt tatsächlich Gewalt erzeugt und über die Generationen weitergereicht wird. Und das ist belegbar. Folgerichtig beenden auch Tick, Trick & Track so manche Geschichte in wilder Flucht - ebenfalls von ihrem Onkel gejagt, der dann aber Donald heißt. Gewalt kann also nicht die Antwort sein. Trotzdem darf Fehlverhalten deshalb nicht folgenlos bleiben. Während ein früherer Gott, so er denn diese Kolumne lesen mag, vermutlich ein Menschenopfer vorschlagen wird um die Lage zu verbessern, plädiert Berti stattdessen für eine Änderung der Handlungsweise.

Während das Menschenopfer so erstmal von der Agenda genommen wird und damit auch der abgesetzte Gott, kommen wir nun zu einem mit Verantwortung, der zumindest früher gottähnlichen Status genoss. Reden wir also über den Boss. Reden wir über Stefan Kuntz.


WIEDERHOLBAR? VON KUMPELTROTZ UND FEHLENTSCHEIDUNG.

Machen wir uns nichts vor. Der Abstieg im letzten Jahr war eine weitgehend hausgemachte Katastrophe. Das Festhalten am Trainer in blindem "Kumpeltrotz" war eine der beiden Hauptursachen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Wechsels und die Auswahl des Ersatzes war die andere. Es hat einfach viel zu lange gedauert bis Marco Kurz sich in seinen legendären VW Sahan setzen musste. Auch wenn ich gern einräumen will, dass ich ihn als Typ nach wie vor vermisse. Die Verantwortung für diese Fehler trägt hauptsächlich der Mann, der auch die Verantwortung für die guten Jahre vorher trägt. Just in diesen Tagen sehe ich jedoch die Gefahr, dass sich die Geschichte, wenn auch zweifellos auf anderer Ebene, zu wiederholen beginnt. Foda trifft merkwürdige Entscheidungen und mehr als einmal in den letzten Wochen darf man die Wortkreation "vercoacht" gebrauchen wenn es um schlechte Spiele geht. Es ist an der Zeit für ein - wenn auch internes - Machtwort wie ich denke. Und Aktivitäten auf dem Transfermarkt in diesem Winter wollen wohl überlegt sein. Wenn sie denn überhaupt möglich sind. Leichte Skepsis ist da, trotz gegenteiliger Beteuerungen, durchaus angebracht. Aber dazu später. Es müssen vorrangig also jene Baustellen bedient werden, die uns wirklich drücken. Uns fehlt ein Linksverteidiger. Und ein Spieler für die rechte Außenbahn. Wenn jetzt mit Christopher Drazan tatsächlich einer für die linke Außenbahn kommen sollte, wäre das die Fortsetzung einer Transferpolitik die wir uns aus Bertis Sicht schlicht nicht mehr leisten können.


GRUND ZUM FEIERN? GERN. ABER NICHT JETZT!

Die Verantwortlichen lassen sich dieser Tage gerne feiern. Immerhin nennt der FCK aktuell, wenn man die Relationen bedenkt, so etwas wie eine "schwarze Null" sein eigen. Und ist damit endlich den Euphemismus vom "negativen Eigenkapital" losgeworden, den man andernorts auch gern mal als Überschuldung (!) bezeichnet. Da rollt bereits der nächste Hammer auf die leidgeprüften Anhänger zu. Verfolgt man die Differenz zwischen öffentlich genannten und mittlerweile bestätigten Planzahlen des FCK und der Wirklichkeit, ergibt sich ein Verlust allein bei den Eintrittsgeldern von rund 2,5 Millionen Euro. Konservativ gerechnet und nur dann wenn sich der Zuschauerschnitt endlich stabilisiert. Dass in diesem Zusammenhang Worte wie "Fananleihe" durchs Dorf gejagt werden, bereitet mir zusätzliches Kopfzerbrechen. Bei angenommenen zehn Millionen Euro Fremdkapital, zehn Jahren Laufzeit und realistischen Konditionen, bedeutet das für den Verein zusätzliche Rückstellungen von rund 1,5 Millionen Euro. Im Jahr. Und das beim FCK, der bislang nicht einmal in der Lage war, die Stadionmiete regelmäßig in der vereinbarten Höhe zu bezahlen. Da kommt es doch sehr darauf an, was man mit dem geliehenen Geld eigentlich anstellen möchte.



ZUM SCHLUSS KOMMTS DICKE!

Zum Schluss hat sich der bekloppte Berti noch was Irres ausgedacht. Wie wäre es mit einer internen Lösung für die LV Position? Nee, keine Sorge der Berti kupfert nicht bei der Rheinpfalz ab, die Heintz auf diesen Arbeitsplatz abschieben möchte. Ich hab genug eigenen Unsinn im Kopf. Nach dem schönen Startelfdebüt von Riedel, würde ich gern mal Florian Dick auf der LV Position sehen. Der kann verteidigen, hat einen ordentlichen Schuss und könnte als Rechtsfuß nach innen ziehen. Weniger brauchbare Flanken als jetzt kommen da auch nicht. Falscher Fuß hin oder her.

Während auch an diesem Wochenende also irgendjemand in Florida das Spiel irgendeines Vereines vermutlich via Internet verfolgt, am Betzenberg ein neuer Rasen verlegt wird, die Bundesliga in Europa den totalen Erfolg feiert und eine Schneedecke beginnt sich über unser Land zu ziehen (hoffentlich funktioniert die Rasenheizung in Berlin) während sich das Jahr 2012 langsam dem Ende neigt, hoffe ich, das irgendjemand diese Zeilen liest der vielleicht heute noch einen Spieler trifft. Dann nämlich möge er ihm sagen, dass auch er eine Verantwortung trägt. Die ist rot, heißt Trikot, und man sollte sich zerreißen wenn man es tragen DARF. Er kann sofort anfangen das zu üben. Im Stadion in Köpenick zum Beispiel. Gleich heute Abend. Er ist es uns schuldig.

In diesem Sinne. Lauft!


Gruß Berti




In der Couchingzone befinden sich neben Berti (der in letzter Zeit mit dem Nachmessen der Linien beschäftigt war) und Bahli auch noch Kohlmeyer und Butduma. Die Kolumne erscheint spätestens jeweils Freitag um 12:00 Uhr oder an Spieltagen zur gleichen Zeit bei allen Pflichtspielen.

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Bertikoks - Transfermarkt since 2003. Originalmitgliedsnummer 1686. Keine anonyme Kritik: FCK MGLD 2151
Die Couchingzone |#636
07.12.2012 - 04:49 Uhr
Suppenhaare und der Esel trägt natürlich die Verantwortung.

Schön, dass Du Dich gerade zu diesem Thema zurückgemeldet hast.

Thänk U 4 Couching, ich hoffe das Bahn-Denglisch war richtig.

Läuft.

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Temporarily not available.
Die Couchingzone |#637
07.12.2012 - 07:59 Uhr
Zitat
NICHT HILLSBOROUGH SONDERN HEYSEL - DU ESEL!

Was mir gefehlt hat ist der Begriff "Verantwortung" - und zwar auch auf Seiten der Fans. Das Desaster von Hillsborough oder auch die Tragödie von Bradford sind in den WM Arenen und modernen Stadien der Bundesliga weit weniger möglich als das Gemetzel im Heysel Stadion zu Brüssel. Wer also einen Blick auf die Szene wirft, der muss akzeptieren, dass es bedröhnte Teenager gibt, die gern mal in der Menge einen Schweißbrenner zünden, dass es Minderbemittelte gibt, die glauben, dass sie über das Recht verfügen, Fußballprofis in ihren Häusern aufzusuchen, dass es rechtsradikale und linksradikale regelrechte Kampfverbände gibt - nicht nur Aachen lässt da grüßen. Und wer die Entwicklung in italienischen Stadien verfolgt hat weiß, dass Toleranz und Verharmlosung keineswegs zu mehr Gelassenheit in gewaltbereiten Kreisen führen, sondern nur zu einem neuerlichen Versuch die Grenzen zu verschieben. Das alles geht zu Lasten der Allgemeinheit. Deshalb muss angesichts diverser Anlässe jetzt etwas passieren. Dabei geht es nicht ums Einkommen. Ob Du Akademiker bist oder von der Stütze lebst spielt im Moment des Torschreis keine Rolle. Und so muss es auch bleiben. Beim Fußball verbindet uns die Leidenschaft, nicht der Kontostand. Wen aber jede Geldstrafe für - meint also gegen - den eigenen Verein weniger interessiert als das vermeintliche Recht auf grenzenlosen "Spaß", der kann unsere Liebe nicht teilen - und somit auch nicht Fan genannt werden.

Deshalb auch nur einen Stehplatz abzuschaffen, halte ich hingegen, genau wie Kohlmeyer, für absoluten Blödsinn. Und auch sonst teile ich seine Sympathie für die Aktion des Schweigens, die ich an dieser Stelle ebenfalls unterstützen möchte. Stimmung vom Tonband kennen wir ja schon aus Hoffenheim. Eine Horrorvision. Auch wenn der Vorstand (Eigner/"Mäzen") dort zumindest ein stringentes Konzept verfolgt. Man kauft "Typen" wie Stanislawski oder Babbel um vom Reißbrettimage wegzukommen. Und mangels anderer Möglichkeiten kommt sogar die Randale aus der Retorte - man erinnere sich nur an die funktionärsgesteuerte "Schallattacke" - übrigens ungestraft. Die Zukunft des Fußballs? Wohl kaum.


Das trifft den Nagel auf den Kopf. Darin finde ich mich auch voll wieder.
Was mir nun allerdings fehlt ist ein Lösungsansatz. Ich hatte beim Lesen eigentlich gehofft, dass du dazu auch noch was sagst. Vielleicht bist du aber auch genauso ratlos, wie ich es bin. Die Kernfrage bleibt also, wie will man das Fussball-Fan-Erlebnis im Stadion erhalten, ohne mit zuviel Restriktionen genau ebendieses zu zerstören?

Falô
Mineiro

•     •     •

"Es geht nicht darum, um jeden Preis zu siegen. Nur wenige gewinnen. Du musst so spielen, dass dich das Publikum bewundert. Dann kannst du auch verlieren."

(Johan Cruyff)

"Gehirn: ein Organ, mit dem wir denken, dass wir denken."

(Ambrose Bierce)
Die Couchingzone |#638
07.12.2012 - 11:37 Uhr
Zitat von Mineiro:
Zitat
NICHT HILLSBOROUGH SONDERN HEYSEL - DU ESEL!

Was mir gefehlt hat ist der Begriff "Verantwortung" - und zwar auch auf Seiten der Fans. Das Desaster von Hillsborough oder auch die Tragödie von Bradford sind in den WM Arenen und modernen Stadien der Bundesliga weit weniger möglich als das Gemetzel im Heysel Stadion zu Brüssel. Wer also einen Blick auf die Szene wirft, der muss akzeptieren, dass es bedröhnte Teenager gibt, die gern mal in der Menge einen Schweißbrenner zünden, dass es Minderbemittelte gibt, die glauben, dass sie über das Recht verfügen, Fußballprofis in ihren Häusern aufzusuchen, dass es rechtsradikale und linksradikale regelrechte Kampfverbände gibt - nicht nur Aachen lässt da grüßen. Und wer die Entwicklung in italienischen Stadien verfolgt hat weiß, dass Toleranz und Verharmlosung keineswegs zu mehr Gelassenheit in gewaltbereiten Kreisen führen, sondern nur zu einem neuerlichen Versuch die Grenzen zu verschieben. Das alles geht zu Lasten der Allgemeinheit. Deshalb muss angesichts diverser Anlässe jetzt etwas passieren. Dabei geht es nicht ums Einkommen. Ob Du Akademiker bist oder von der Stütze lebst spielt im Moment des Torschreis keine Rolle. Und so muss es auch bleiben. Beim Fußball verbindet uns die Leidenschaft, nicht der Kontostand. Wen aber jede Geldstrafe für - meint also gegen - den eigenen Verein weniger interessiert als das vermeintliche Recht auf grenzenlosen "Spaß", der kann unsere Liebe nicht teilen - und somit auch nicht Fan genannt werden.

Deshalb auch nur einen Stehplatz abzuschaffen, halte ich hingegen, genau wie Kohlmeyer, für absoluten Blödsinn. Und auch sonst teile ich seine Sympathie für die Aktion des Schweigens, die ich an dieser Stelle ebenfalls unterstützen möchte. Stimmung vom Tonband kennen wir ja schon aus Hoffenheim. Eine Horrorvision. Auch wenn der Vorstand (Eigner/"Mäzen") dort zumindest ein stringentes Konzept verfolgt. Man kauft "Typen" wie Stanislawski oder Babbel um vom Reißbrettimage wegzukommen. Und mangels anderer Möglichkeiten kommt sogar die Randale aus der Retorte - man erinnere sich nur an die funktionärsgesteuerte "Schallattacke" - übrigens ungestraft. Die Zukunft des Fußballs? Wohl kaum.


Das trifft den Nagel auf den Kopf. Darin finde ich mich auch voll wieder.
Was mir nun allerdings fehlt ist ein Lösungsansatz. Ich hatte beim Lesen eigentlich gehofft, dass du dazu auch noch was sagst. Vielleicht bist du aber auch genauso ratlos, wie ich es bin. Die Kernfrage bleibt also, wie will man das Fussball-Fan-Erlebnis im Stadion erhalten, ohne mit zuviel Restriktionen genau ebendieses zu zerstören?

Falô
Mineiro

Ich mich ebenfalls. Das ist hervorragend analysiert. Nach dem Lösungsansatz habe ich mich beim Lesen ebenfalls gefragt. Mir ist aber sehr schnell klar geworden, dass eine Lösung - am besten sogar eine, die von einer breiten Mehrheit inklusive Entscheider in der DFL getragen wird - verdammt schwer zu finden ist. Und ich bin mir sicher, hätte der Berti da eine Idee, hätte er sie uns auch aufs Brot geschmiert. Und Heysel ist wirklich das Stichwort. Hillsborough und Bradford waren Tragödien, die weniger dem Thema Gewalt, als mehr dem Thema Sicherheitsstandards in Stadien angehören. Und zumindest in Hillsborough spielt hier auch die fehlerhafte Interpretation der Sicherheitskräfte eine tragende Rolle. Das Abbrennen einer alten Holztribüne wie in Bradford wird sich in der heutigen Zeit sicherlich nicht mehr ereignen - zumindest in Mitteleuropa. Dass Hillsborough aber zur Folge hatte, dass sämtliche Stehplätze aus englischen Stadien verbannt wurden, sollten wir in der aktuellen Diskussion trotzdem nicht vergessen. Aber Heysel war eine von gewaltbereiten Fans verursachte Tragödie - wobei mir hier eigentlich das Wort "Tragödie" fast schon verharmlosend vorkommt -, die sich so nie mehr wiederholen darf. Und da gilt es anzusetzen.

Ansonsten, super, dass du wieder da bist, Berti.

Ich habe mich allerdings beim Lesen gefragt, warum du diesen Dagobert Dause (was auch immer ich hinter diesem Namen erwartet hätte) so seltsam gestaltet hast ... ;)

Cheers
Bahli

•     •     •

You want it darker
We kill the flame

Leonard Cohen (1934-2016)
Die Couchingzone |#639
07.12.2012 - 15:49 Uhr
Gut gecoucht ist halb gewonnen! Willkommen zurück, Herr Berti!

Mir schwebt eine Lösungsmöglichkeit à la "Clockwork Orange" vor bzw. die Zuführung von Östrogen bei Testosteron-Überschuss. Alles andere ist nicht radikal genug. :ugly

Schön, Dich wieder zu lesen! Die Lücke ist gefüllt :p

•     •     •

SAPERE AUDE
- Wage es, weise zu sein -

oder nach Immanuel Kant
"Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen!“
Die Couchingzone |#640
13.12.2012 - 21:21 Uhr
JAHRGANG 3 - AUSGABE 17: ERINNERUNGEN UNTERM WEIHNACHTSBAUM

von Butduma


ALLES BRENNT NUR DAS BENGALO NICHT

Advent, Advent… der Betze brennt… oder auch nicht, wenn es nach der Polizeigewerkschaft und den Vertretern von DFL und DFB geht. So wird es uns wohl versagt bleiben, dass an diesem Sonntag die dritte Leuchtfackel entzündet wird, um das Stadion und die Herzen der Spieler zu erhellen. Und es ist auch besser so. Zumindest aus meiner bescheidenen Sicht eines ehemaligen Jugendfeuerwehrlers. Vielleicht haben wir allerdings schneller ein brennendes Objekt als Ersatz, als es uns lieb ist. Ich spreche vom sprichwörtlichen Baum, der nach zwei Niederlagen und sportlich unbefriedigenden Vorstellungen der Roten Teufel zumindest an einigen Ästen bereits gefährlich kokelt. Eine Niederlage bzw. ein erneutes, unansehnliches Rumgestolpere zum Abschluss des Fußballjahres 2012 und das Ding steht in Flammen – wobei sich ganz nebenbei auch wichtige Punkte und Aufstiegsträume in Rauch auflösen dürften. Gegen einen wiedererstarkten VfR Aalen gar nicht so unwahrscheinlich.


Ich wette übrigens, dass mindestens 80 % der Leser gerade einen brennenden Tannenbaum vor Augen hatten, womit wir nicht nur der aktuellen Jahreszeit Respekt zollen, sondern auch den suggestiven Einfluss der einleitenden Worte (Advent, Advent…) bewiesen hätten. Die fröhlich bedruckten Blechdosen sind mittlerweile prall mit Zuckerbrot gefüllt und der Frost kratzt mit seinen eisigen Fingernägeln an den Fenstern der warmen Fernsehstuben. Es ist Weihnachten. Zeit sich unter den Baum zu setzen und im rötlichen Schein der Pyrokerzen das vergangene FCK-Jahr Revue passieren zu lassen, während sich die Nadeln der Douglas-Tanne sanft in unsere Kopfhaut bohren. Und um Missverständnisse gleich im Keim zu ersticken: Nein. Es handelt sich dabei nicht um ein Sinnbild für aufdringliche Parfümwerbung in der Vorweihnachtszeit.


ERINNERUNGEN I: UND DANN KAM DER GEISSBOCK

Das Jahr 2012 begann nach durchschlagenden Verpflichtungen in der Winterpause etwas besser als das Jahr 2011 geendet hatte. Mit einer spielerisch durchaus ansprechenden Leistung erkämpfte man sich ein Unentschieden gegen den SV Werder aus Bremen. Das war Balsam auf die geschundenen Nerven der Fans, die im Winter ein wahres Drama in drei Akten um die Verpflichtung eines gewissen Ariel Borysiuk aus Polen erlebt hatten. Der FC Brügge hatte schon seinen Daum auf dem Spieler, als sich dieser dann doch anders entschied und in einer Nacht und Nebel Aktion gen Kaiserslautern fuhr. Dort saß Stefan Kuntz bereits vor einem heißen Trikot mit dampfenden Flock und wartete auf ihn.


Es folgte ein weiteres Unentschieden und dann das, was laut Annalen nie hätte passieren dürfen: Am 20. Spieltag eine 0:1 Heimniederlage gegen den FC Köln. Ein Verein, gegen welchen man das Verlieren bereits vergessen hatte. War die Hinrunde schon richtig scheiße gelaufen, so war dies das eindeutige Zeichen dafür, dass dem Roten Teufel der Schwanz endgültig abhanden gekommen war – es ging bergab und zwar rapide. Vorläufiger Höhepunkt des Trauerspiels, die 0:4 Niederlage am 23. Spieltag beim Erzrivalen Mainz05. Ohne Lakic, ohne Ilicevic, dafür mit reichlich Kaderleichen, Füllspielern und einem mutlosen Kapitän Tiffert ging es mit großen Schritten Richtung Liga 2.


ERINNERUNGEN II: KURZ DEN BALL AM KOPF

Als die Rufe nach einer Trainerentlassung im Fanlager so laut wurden, dass sie Stefan Kuntz auch mit zwei Bällen auf den Ohren nicht mehr überhören konnte, ergriff der Vorstand die Reißleine und Marco Kurz musste gehen. Zu konzept- und mutlos schien das Spiel, zu verfahren die Situation. Es sollte nicht lange dauern und ein gewisser Krassimir Balakov, ehemals kreative Ecke des magischen Dreiecks, wurde mit großem Medien-Tamtam der Öffentlichkeit präsentiert. Der eher zurückhaltende Trainer hatte von nun an acht Spieltage Zeit, um den FCK aus nahezu aussichtsloser Lage zu retten. Am Ende dieser Frist sollten sieben Niederlagen und ein Sieg zu Buche stehen.


Das war nicht nur zu wenig, um den Klassenerhalt zu sichern, sondern auch nicht genug, um weiterhin Trainer bleiben zu dürfen. Es ging ohne Balakov und als souveräner Tabellenletzter in die zweihöchste deutsche Spielklasse. Der dritte Abstieg in der Vereinsgeschichte war jedoch weit weniger schmerzhaft als die vorherigen. Dieses Mal gab es kein großes Zittern bis zum letzten Spieltag. Die Hoffnung war bereits viel früher gestorben.


ERINNERUNGEN III: VOM UMBRUCH UND AUFBRUCH

So kam denn auch der angekündigte große Umbruch in der Mannschaft. Ehemalige Leistungsträger und Publikumslieblinge wie Christian Tiffert, Kevin Trapp oder Rodnei mussten bzw. durften gehen. Heilsbringer wie Itay Shechter und Gil Vermouth durften den Berg, wenn auch nur leihweise, verlassen, während die Mitglieder der Sündenbockfraktion mittlerweile Champions League spielen oder in Österreich zum Torjäger avanciert sind. Auch der neue Trainer sollte nicht lange auf sich warten lassen, wobei mit Franco Foda die langjährige Wunschlösung unser Vorstandsvorsitzenden auf der Bank Platz nahm. Kurzum: Es wurde an sämtlichen Stellrädchen gedreht, um mit neuem Schwung in die Saison zu starten.


Hierzu gehörten selbstverständlich auch Neuverpflichtungen. Die Fehler aus der Abstiegssaison sollten vermieden werden, weshalb die Vereinsführung wieder verstärkt auf eine Balance zwischen Erfahrung und jugendlichem Ehrgeiz setzte. Wahrhaftige Veteranen schnürten ihre Wanderstiefel, um gen Betzenberg zu pilgern, darunter so klangvolle Namen wie Albert Bunjaku, Mohammadou Idrissou, Marc Torrejon und Alexander Baumjohann. Dazu eine Prise Zweiliga-Erfahrung in Form von Enis Alushi und Mimoun Azouagh sowie eine gute Portion junges Gemüse aus eigenem Anbau namens Heintz, Zuck, Zellner und Linsmayer. Perfekt war die Mischung für eine Serie von 16 Spielen ohne Niederlage und Platz 3 in Liga 2.


ERINNERUNGEN IV: WARUM ENGEL DEN TEUFELN HELFEN KÖNNTEN

Doch wie in der Einleitung bereits erwähnt, fehlte irgendwas, um die Roten Teufel so richtig gefährlich zu machen – so mit spitzen Hörnern, roten Augen und Flammen, die aus den Nüstern züngeln. Es mag zwar komisch erscheinen, aber aus meiner Sicht sind dies Engel, im Volksmund auch als Flügelspieler bekannt. Das vom Trainer scheinbar innig geliebte „System Baumjohann“ stößt mittlerweile an seine Grenzen. Die Gegner haben sich darauf eingestellt und uns in den letzten beiden Spielen sechs Punkte abgeluchst. Retteten uns in vorherigen Partien noch ein paar geniale Einzelaktionen, herrscht in der Offensive nun lähmende Flaute. Ein paar quirlige, dribbelstarke Außen könnten das Spiel ein wenig in die Breite ziehen und uns somit schwerer ausrechenbar machen – ja, sie könnten uns beflügeln, die Engel.


Das anstehende Spiel gegen Aalen ist durchaus wegweisen. Setzt es eine Heimniederlage geht es mit einer deftigen Negativserie in die Winterpause. Dass dies nicht nur fürs Punktekonto, sondern auch für die Psyche schlecht ist, liegt auf der Hand. Mit Hacke, Spitze, Eins, Zwei, Drei wird man gegen die Schwarz-Weißen von der Alb allerdings keinen Blumentopf gewinnen. Unsere Jungs müssen Einsatz und Leidenschaft auf den neuen Rasen bringen und das nicht vogelwild mit Freifahrtschein, sondern als intakte Mannschaft. Eines sollten wir angesichts aller berechtigten Kritik an der aktuellen Situation jedoch nicht vergessen: Sandro W. ist nur ein paar Monate her!


In diesem Sinne!

Ba beneen,
Butduma


In der Couchingzone befinden sich neben Berti und Bahli auch noch Kohlmeyer und Butduma. Die Kolumne erscheint spätestens jeweils Freitag um 12:00 Uhr oder an Spieltagen zur gleichen Zeit bei allen Pflichtspielen.

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