Die Couchingzone
13.08.2010 - 13:19 Uhr
11.02.2014 - 13:56 Uhr
Jahrgang 4 - Ausgabe 23
VON COOLEN SÄUEN UND SELBSTMITLEIDIGEN ONANISTEN
Okay, normalerweise steht Kohlmeyer nicht auf die Einstellung "Hauptsache, billig", nicht auf scheizz Qualität, nicht auf scheizz Öko-Bilanzen, nicht auf beschissenen Service und auch nicht auf im Kleingedruckten versteckte Zusatzkosten - infolgedessen steht er auch nicht unbedingt auf Ryanair, auch wenn er den Billigflieger selbst gelegentlich nutzt. Warum soll man mehr zahlen als nötig für einen europäischen Städtehupfer, Pinkeln und Schlucken kann sich auch Kohlmeyer mal für zwei Stunden verkneifen, und geile Stewardessen haben die auch.
Doch Kohlmeyer muss zugeben: Er steht auf Michael O'Leary.
Klar, werden Insider jetzt sagen: Ein Top-Manager, der solche Imagefotos von sich machen lässt:
http://www.feelbooklive.de/crbst_24.html
... den muss der Kohlmeyer ja gut finden.
Aber es ist nicht wegen dieses echt coolmeyermäßigen Posings. O'Leary ist einfach 'ne coole Sau, weil er sich einen Dreck um Gutmenschentum und political Correctness schert. Er ver.arscht Konkurrenten, rülpst Öko-Faschos an, mobbt Dicke, die seine Flugzeuge zu sehr belasten, erklärt reklamierende Fluggäste für bescheuert und gibt ehrlich zu, wenn ihm beim Anblick attraktiver Stewardessen unreine Gedanken kommen - Herr Gott, was ist daran verkehrt? Außerdem ist es aufrichtiger als dieses ewige windelweiche Geschleime der Gutmenschen und selbsternannten Anstandskontrollettis, das einen nicht einmal mehr die Fußballberichterstattung ertragen lässt.
Sicher war es nicht "schön" von Paule Breitner, wie er unlängst den BVB-Watzke abkanzelte. Hatte dieser sich doch beklagt, dass die Bayern doch selbst die letzte Spannung der Bundesliga töteten, wenn sie dem BVB permanent die besten Spieler wegverpflichteten und so den letzten noch verbliebenen Konkurrenten auf ein Niveau schwächten, das ihnen nicht mehr gefährlich werden könnten. Mir sann auch schon im letzten Jahr mit 25 Punkten Vorsprung Meister von Dortmund geworden, als bei dene noch Götze und Lewandowski gespuit hamm, grantelte der zauselige "Markenbotschafter" zurück, also: "Wen bittaschön soll'n wir noch vernichten?"
Das ist großkotzig zum Speien, zugegeben, aber im O'Leary-Geist möchte Kohlmeyer anmerken: Danke, Bayern, dass ihr nicht mehr so tut, als wäret ihr KEINE arroganten Ar.schlöcher. Denn die Weichspüler in dieser Branche sind noch weniger zu ertragen.
Unser geliebter Trainernerd, der Kostacoach, soll gegenüber den Fürther Greuther hochnäsig gewesen sein, sie gar beleidigt haben - ach Gottchen. Sie hätten am Samstag ihre Qualität "angedeutet" - um Himmels willen! Nur "angedeutet"? Satte drei Torschüsse haben die fränkischen Fußballfantasten aufs Pfälzer Tor gebrandet, und das in gerade mal 90 Minuten, und da fällt dieser arrogante Sack NICHT hinterher vor der interessierten Weltöffentlichkeit auf die Knie und dankt Gott, dass dieser ihn dieses brachiale Powerplay irgendwie überstehen ließ!? Ist das denn die Möglichkeit !!?!!
Und da erklärt er auch noch - okay, in einem ganz anderen Zusammenhang, aber macht ja nichts - der FCK sein KEIN Ausbildungsverein! Boah!
Was das überhaupt mit Greuther Fürth zu tun hat? Nun - die Fürther Greuther sind DER Ausbildungsverein überhaupt. Wenn jemand, der sie gerade geschlagen hat, erklärt, sein Verein sei gar keiner, dann ist das sowas von hochnäsig, damit rotzt er volle Lotte ins letzte ehrenwerte Antlitz des Profifußballs, also der modernen Sklaverei schlechthin, denn Ausbildungsverein, jawoll, das ist doch das einzig Anständige, was man noch sein kann in diesem Haifischbecken.
Zwar pflegen auch BILD-Schergen angesichts sich derart unkontrolliert Bahn brechenden Gutmenschentums nur nass zu fur.zen, doch sind sie geschäftstüchtig genug, dergleichen aufgesetzte Entrüstung schlagzeilenträchtig auszuschlachten. Und schon hält einer dieser Medienmoppel dem aufrechten Fürther Trainer Frank Kramer - ein ehrlicher Arbeiter, sicherlich, aber chancenlos gegen den hinterfotzigen Zynismus des Boulevards - ein Mikrofon vors schniek ondulierte Kinnbärtchen - und der erklärt prompt, der "Kollege" hätte mit diesem einen Satz die ganze Nachwuchsarbeit seines Vereins "in die Tonne gekloppt."
Mannomann - Coach Kosta, was hast du getan? Mit einem Satz den ganzen Fröhnerhof eingeebnet ... Da gab es selbst Führerbefehle, die von weniger blutiger Tragweite waren.
Immer schön in die Tüte atmen, liebe Fürther, immer schön in die Tüte atmen...
... und Kohlmeyer kratzt sich derweil mal ganz O'Leary-mäßig am Sack und rückt ein paar Dinge zurecht.
Zunächst einmal erstaunt Folgendes: Warum begreift Greuth sich als "Ausbildungsverein" eigentlich als solche Institution, dass es sich von einem, der keiner seiner will, gleich ange.pisst fühlt?
Und in diesem Zusammenhang sei die Frage erlaubt: Was eigentlich ist ein "Ausbildungsverein"?
Es gibt solche Bezeichnungen in fußballfremden, weniger populären Sportarten, da übernehmen Vereine manchmal die Funktionen regionaler Ausbildungsstützpunkte des zuständigen Verbandes. In diesem Zusammenhang macht der Terminus "Ausbildungsverein" durchaus Sinn.
Im Profifußball ist "Ausbildungsverein" nicht mehr als ein Bullshit-Word. Ähnlich wie "Konzeptfußball", das zwar ursprünglich mal in einem einigermaßen konkreten Zusammenhang gebraucht wurde, irgendwann aber alles und nichts bedeutete - schließlich will sich kein Fußballschaffender nachsagen lassen, er habe kein Konzept.
Was Ausbildung angeht, ist wohl jeder Klub in den ersten drei deutschen Ligen der Ansicht, dass er im Rahmen seiner Möglichkeiten die Jugend zu fördern versucht, so gut er kann. Mit unterschiedlichem Erfolg zwar, doch den zu messen, um DEN Ausbildungsverein zu küren, ist nicht so einfach.
Rp-online hat das vor einem Jahr mal versucht. Die haben aber nur gezählt, wie viele ehemalige Jugendspieler eines Vereins heute ERSTE Liga spielen, egal bei welchem Klub. Dabei platzierten sich Stuttgart, Schalke und Bayern auf den ersten drei Rängen, Fürth wurde in diesem Ranking Elfter, Lautern 20ter. Damals war allerdings die FCK-Filiale Braunschweig noch nicht in Liga eins, sonst hätte die Reihenfolge bestimmt anders ausgesehen.
Außerdem ist es bei einem solchen Ranking nicht innvoll, nur Liga eins zu betrachten. Gerade bei der Kür des besten Ausbildungsvereins müsste neben Qualität auch Quantität betrachtet werden, denn auch Spieler, die es "nur" in die Zweite oder Dritte Liga, es immerhin aber ins Profilager geschafft haben, sprechen für gute Jugendarbeit.
Beim Googeln des Wortes "Ausbildungsverein" wiederum entdeckt man, dass sich der SC Freiburg auf seiner Homepage sogar als der "erste Ausbildungsverein" überhaupt begreift. Komisch: Auch Borussia Dortmund wird als "Ausbildungsverein" bezeichnet, und zwar als einer, bei dem sich die ganz großen Vereine Europas bedienen...
Ob sich ein Verein als "Ausbildungsverein" etikettiert oder etikettiert wird, scheint irgendwie also auch damit zusammen zu hängen, ob ihm Spieler, die sich bei ihm auf ein gewisses Niveau entwickelt haben, bald weggekauft werden. Dies als Charakteristikum eines Ausbildungsverein zu deklarieren, macht aber noch weniger Sinn, denn jeder nüchterne Beobachter des fußballernden Treibens weiß: Je mehr Vereine es gibt, die mehr Geld haben als man selbst, desto schneller ist man Spieler, die sich gut entwickeln, los. Sich selbst dann wenigstens "Ausbildungsverein" zu nennen, ist nicht mehr als Selbsttröstung, Michael O'Leary würde vielleicht sagen, "selbstmitleidiges Onanieren", auf jeden Fall tut's Kohlmeyer hiermit.
Nüchtern betrachtet, sind die Bayern ein phantastischer Ausbildungsverein: Denn die haben selbst in ihrer Megamillionenstar-Truppe noch ein paar Eigengewächse am Start. Nur gibt es nicht so viele Vereine, die sich leisten können, denen welche wegzukaufen - und die Bayern sehen vermutlich keinen Sinn darin, sich selbst als Ausbildungsverein zu begreinen. Und das mit Recht.
Wer weiß: Vielleicht ging es auch Coach Kosta nicht anders, als er sagte, der FCK sei kein Ausbildungsverein - vielleicht weiß auch er einfach nur nicht, welchen Sinn ein solches Selbstetikett macht?
Der Fröhnerhof steht jedenfalls nach wie vor stolz und fest. "In die Tonne gekloppt" wird bei uns nur Wortmüll, Herr Kramer.
In diesem Sinne: Die Wahrheit liegt auf dem Platz. Noch 14 Spiele und dann gucken wir alle mal, wo wir stehen. Ganz unhochnäsig.
Und wer Michael O'Leary trotzdem für ein Ar.schloch hält, dem sei dieses Bild empfohlen:
http://www.feelbooklive.de/crbst_25.html
Ist das nicht ein durch und durch liebenswerter Mensch?
Straighten up and fly right
Kohlmeyer
VON COOLEN SÄUEN UND SELBSTMITLEIDIGEN ONANISTEN
Okay, normalerweise steht Kohlmeyer nicht auf die Einstellung "Hauptsache, billig", nicht auf scheizz Qualität, nicht auf scheizz Öko-Bilanzen, nicht auf beschissenen Service und auch nicht auf im Kleingedruckten versteckte Zusatzkosten - infolgedessen steht er auch nicht unbedingt auf Ryanair, auch wenn er den Billigflieger selbst gelegentlich nutzt. Warum soll man mehr zahlen als nötig für einen europäischen Städtehupfer, Pinkeln und Schlucken kann sich auch Kohlmeyer mal für zwei Stunden verkneifen, und geile Stewardessen haben die auch.
Doch Kohlmeyer muss zugeben: Er steht auf Michael O'Leary.
Klar, werden Insider jetzt sagen: Ein Top-Manager, der solche Imagefotos von sich machen lässt:
http://www.feelbooklive.de/crbst_24.html
... den muss der Kohlmeyer ja gut finden.
Aber es ist nicht wegen dieses echt coolmeyermäßigen Posings. O'Leary ist einfach 'ne coole Sau, weil er sich einen Dreck um Gutmenschentum und political Correctness schert. Er ver.arscht Konkurrenten, rülpst Öko-Faschos an, mobbt Dicke, die seine Flugzeuge zu sehr belasten, erklärt reklamierende Fluggäste für bescheuert und gibt ehrlich zu, wenn ihm beim Anblick attraktiver Stewardessen unreine Gedanken kommen - Herr Gott, was ist daran verkehrt? Außerdem ist es aufrichtiger als dieses ewige windelweiche Geschleime der Gutmenschen und selbsternannten Anstandskontrollettis, das einen nicht einmal mehr die Fußballberichterstattung ertragen lässt.
Sicher war es nicht "schön" von Paule Breitner, wie er unlängst den BVB-Watzke abkanzelte. Hatte dieser sich doch beklagt, dass die Bayern doch selbst die letzte Spannung der Bundesliga töteten, wenn sie dem BVB permanent die besten Spieler wegverpflichteten und so den letzten noch verbliebenen Konkurrenten auf ein Niveau schwächten, das ihnen nicht mehr gefährlich werden könnten. Mir sann auch schon im letzten Jahr mit 25 Punkten Vorsprung Meister von Dortmund geworden, als bei dene noch Götze und Lewandowski gespuit hamm, grantelte der zauselige "Markenbotschafter" zurück, also: "Wen bittaschön soll'n wir noch vernichten?"
Das ist großkotzig zum Speien, zugegeben, aber im O'Leary-Geist möchte Kohlmeyer anmerken: Danke, Bayern, dass ihr nicht mehr so tut, als wäret ihr KEINE arroganten Ar.schlöcher. Denn die Weichspüler in dieser Branche sind noch weniger zu ertragen.
Unser geliebter Trainernerd, der Kostacoach, soll gegenüber den Fürther Greuther hochnäsig gewesen sein, sie gar beleidigt haben - ach Gottchen. Sie hätten am Samstag ihre Qualität "angedeutet" - um Himmels willen! Nur "angedeutet"? Satte drei Torschüsse haben die fränkischen Fußballfantasten aufs Pfälzer Tor gebrandet, und das in gerade mal 90 Minuten, und da fällt dieser arrogante Sack NICHT hinterher vor der interessierten Weltöffentlichkeit auf die Knie und dankt Gott, dass dieser ihn dieses brachiale Powerplay irgendwie überstehen ließ!? Ist das denn die Möglichkeit !!?!!
Und da erklärt er auch noch - okay, in einem ganz anderen Zusammenhang, aber macht ja nichts - der FCK sein KEIN Ausbildungsverein! Boah!
Was das überhaupt mit Greuther Fürth zu tun hat? Nun - die Fürther Greuther sind DER Ausbildungsverein überhaupt. Wenn jemand, der sie gerade geschlagen hat, erklärt, sein Verein sei gar keiner, dann ist das sowas von hochnäsig, damit rotzt er volle Lotte ins letzte ehrenwerte Antlitz des Profifußballs, also der modernen Sklaverei schlechthin, denn Ausbildungsverein, jawoll, das ist doch das einzig Anständige, was man noch sein kann in diesem Haifischbecken.
Zwar pflegen auch BILD-Schergen angesichts sich derart unkontrolliert Bahn brechenden Gutmenschentums nur nass zu fur.zen, doch sind sie geschäftstüchtig genug, dergleichen aufgesetzte Entrüstung schlagzeilenträchtig auszuschlachten. Und schon hält einer dieser Medienmoppel dem aufrechten Fürther Trainer Frank Kramer - ein ehrlicher Arbeiter, sicherlich, aber chancenlos gegen den hinterfotzigen Zynismus des Boulevards - ein Mikrofon vors schniek ondulierte Kinnbärtchen - und der erklärt prompt, der "Kollege" hätte mit diesem einen Satz die ganze Nachwuchsarbeit seines Vereins "in die Tonne gekloppt."
Mannomann - Coach Kosta, was hast du getan? Mit einem Satz den ganzen Fröhnerhof eingeebnet ... Da gab es selbst Führerbefehle, die von weniger blutiger Tragweite waren.
Immer schön in die Tüte atmen, liebe Fürther, immer schön in die Tüte atmen...
... und Kohlmeyer kratzt sich derweil mal ganz O'Leary-mäßig am Sack und rückt ein paar Dinge zurecht.
Zunächst einmal erstaunt Folgendes: Warum begreift Greuth sich als "Ausbildungsverein" eigentlich als solche Institution, dass es sich von einem, der keiner seiner will, gleich ange.pisst fühlt?
Und in diesem Zusammenhang sei die Frage erlaubt: Was eigentlich ist ein "Ausbildungsverein"?
Es gibt solche Bezeichnungen in fußballfremden, weniger populären Sportarten, da übernehmen Vereine manchmal die Funktionen regionaler Ausbildungsstützpunkte des zuständigen Verbandes. In diesem Zusammenhang macht der Terminus "Ausbildungsverein" durchaus Sinn.
Im Profifußball ist "Ausbildungsverein" nicht mehr als ein Bullshit-Word. Ähnlich wie "Konzeptfußball", das zwar ursprünglich mal in einem einigermaßen konkreten Zusammenhang gebraucht wurde, irgendwann aber alles und nichts bedeutete - schließlich will sich kein Fußballschaffender nachsagen lassen, er habe kein Konzept.
Was Ausbildung angeht, ist wohl jeder Klub in den ersten drei deutschen Ligen der Ansicht, dass er im Rahmen seiner Möglichkeiten die Jugend zu fördern versucht, so gut er kann. Mit unterschiedlichem Erfolg zwar, doch den zu messen, um DEN Ausbildungsverein zu küren, ist nicht so einfach.
Rp-online hat das vor einem Jahr mal versucht. Die haben aber nur gezählt, wie viele ehemalige Jugendspieler eines Vereins heute ERSTE Liga spielen, egal bei welchem Klub. Dabei platzierten sich Stuttgart, Schalke und Bayern auf den ersten drei Rängen, Fürth wurde in diesem Ranking Elfter, Lautern 20ter. Damals war allerdings die FCK-Filiale Braunschweig noch nicht in Liga eins, sonst hätte die Reihenfolge bestimmt anders ausgesehen.
Außerdem ist es bei einem solchen Ranking nicht innvoll, nur Liga eins zu betrachten. Gerade bei der Kür des besten Ausbildungsvereins müsste neben Qualität auch Quantität betrachtet werden, denn auch Spieler, die es "nur" in die Zweite oder Dritte Liga, es immerhin aber ins Profilager geschafft haben, sprechen für gute Jugendarbeit.
Beim Googeln des Wortes "Ausbildungsverein" wiederum entdeckt man, dass sich der SC Freiburg auf seiner Homepage sogar als der "erste Ausbildungsverein" überhaupt begreift. Komisch: Auch Borussia Dortmund wird als "Ausbildungsverein" bezeichnet, und zwar als einer, bei dem sich die ganz großen Vereine Europas bedienen...
Ob sich ein Verein als "Ausbildungsverein" etikettiert oder etikettiert wird, scheint irgendwie also auch damit zusammen zu hängen, ob ihm Spieler, die sich bei ihm auf ein gewisses Niveau entwickelt haben, bald weggekauft werden. Dies als Charakteristikum eines Ausbildungsverein zu deklarieren, macht aber noch weniger Sinn, denn jeder nüchterne Beobachter des fußballernden Treibens weiß: Je mehr Vereine es gibt, die mehr Geld haben als man selbst, desto schneller ist man Spieler, die sich gut entwickeln, los. Sich selbst dann wenigstens "Ausbildungsverein" zu nennen, ist nicht mehr als Selbsttröstung, Michael O'Leary würde vielleicht sagen, "selbstmitleidiges Onanieren", auf jeden Fall tut's Kohlmeyer hiermit.
Nüchtern betrachtet, sind die Bayern ein phantastischer Ausbildungsverein: Denn die haben selbst in ihrer Megamillionenstar-Truppe noch ein paar Eigengewächse am Start. Nur gibt es nicht so viele Vereine, die sich leisten können, denen welche wegzukaufen - und die Bayern sehen vermutlich keinen Sinn darin, sich selbst als Ausbildungsverein zu begreinen. Und das mit Recht.
Wer weiß: Vielleicht ging es auch Coach Kosta nicht anders, als er sagte, der FCK sei kein Ausbildungsverein - vielleicht weiß auch er einfach nur nicht, welchen Sinn ein solches Selbstetikett macht?
Der Fröhnerhof steht jedenfalls nach wie vor stolz und fest. "In die Tonne gekloppt" wird bei uns nur Wortmüll, Herr Kramer.
In diesem Sinne: Die Wahrheit liegt auf dem Platz. Noch 14 Spiele und dann gucken wir alle mal, wo wir stehen. Ganz unhochnäsig.
Und wer Michael O'Leary trotzdem für ein Ar.schloch hält, dem sei dieses Bild empfohlen:
http://www.feelbooklive.de/crbst_25.html
Ist das nicht ein durch und durch liebenswerter Mensch?
Straighten up and fly right
Kohlmeyer
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Kohlmeyer am 11.02.2014 um 14:09 Uhr bearbeitet
11.02.2014 - 15:53 Uhr
Danke, Kohlmeyer! Vielleicht sind es genau diese Michael O'Learys, die dem modernen Profifußball heute fehlen.
Früher hat man sich zuhauf ereifert über all die Merkels, Eichbergs, Effenbergs, Jesus Gils, Aussauers, Lörings, Baslers, Klimaschewskis, Daums und wie sie alle hießen.
Nicht gerade selten waren die Momente, in denen man diese Prototypen eines Egomanen am liebsten per Fernbedienung weggebeamt hätte in eine ferne Fußballgalaxie, in der sie dann die Aliens nerven können.
Aber heute fehlen sie. Aus den Mündern der Fußballspieler, -trainer, -funktionäre quillt heute nur noch vorgefertigter PR-Brei. Und zwar durch die Bank weg. Der letzte verbliebene Fußball-O'Leary wandert vielleicht bald schon hinter Gitter, und dann ist die schöne neue sterile Fußball-Welt vollkommen.
Dadurch sind wir als Beteiligte so entwöhnt, dass es manche von uns richtiggehend schockt, wenn denn tatsächlich mal ein Fußballangestellter irgendetwas sagt, das nicht vorgefertigt ist - in diesem Falle Herr Runjaic. Pfui, das! Bitte das nächste Mal einen PR-Coach für Herrn K., damit so ein Fauxpas nicht wieder unterläuft. Und die besten Genesungswünsche an den armen geschädigten Herrn Kramer.
Und nochmals vielen Dank für dieses pointierte und quer denkende Couching!
Früher hat man sich zuhauf ereifert über all die Merkels, Eichbergs, Effenbergs, Jesus Gils, Aussauers, Lörings, Baslers, Klimaschewskis, Daums und wie sie alle hießen.
Nicht gerade selten waren die Momente, in denen man diese Prototypen eines Egomanen am liebsten per Fernbedienung weggebeamt hätte in eine ferne Fußballgalaxie, in der sie dann die Aliens nerven können.
Aber heute fehlen sie. Aus den Mündern der Fußballspieler, -trainer, -funktionäre quillt heute nur noch vorgefertigter PR-Brei. Und zwar durch die Bank weg. Der letzte verbliebene Fußball-O'Leary wandert vielleicht bald schon hinter Gitter, und dann ist die schöne neue sterile Fußball-Welt vollkommen.
Dadurch sind wir als Beteiligte so entwöhnt, dass es manche von uns richtiggehend schockt, wenn denn tatsächlich mal ein Fußballangestellter irgendetwas sagt, das nicht vorgefertigt ist - in diesem Falle Herr Runjaic. Pfui, das! Bitte das nächste Mal einen PR-Coach für Herrn K., damit so ein Fauxpas nicht wieder unterläuft. Und die besten Genesungswünsche an den armen geschädigten Herrn Kramer.
Und nochmals vielen Dank für dieses pointierte und quer denkende Couching!
11.02.2014 - 16:05 Uhr
Ich kann O'Leary nicht wirklich bewerten, möchte aber anmerken, dass man auch ein Typ mit Ecken und Kanten sein kann, ohne gleich zum asozialen Vollhonk zu mutieren. Die meisten der aufgezählten Typen vermisse ich nicht mal ansatzweise.
Beste Grüße
Lullaby
Beste Grüße
Lullaby
11.02.2014 - 18:55 Uhr
Zitat von Vic Dorn:
Früher hat man sich zuhauf ereifert über all die Merkels, Eichbergs, Effenbergs, Jesus Gils, Aussauers, Lörings, Baslers, Klimaschewskis, Daums und wie sie alle hießen.
.....................Aber heute fehlen sie. .......
Das stimmt. Und ich hoffe inständig, dass Lothar irgendwann mal als Trainer in Deutschland auftaucht. Und möge Gott es behüten, dass es den FCK trifft.
Vielleicht beim HSV? Ich mag den HSV zwar, aber da ist derzeit wneig was noch kaputt gehen kann - das Risiko wäre also gering.
Früher hat man sich zuhauf ereifert über all die Merkels, Eichbergs, Effenbergs, Jesus Gils, Aussauers, Lörings, Baslers, Klimaschewskis, Daums und wie sie alle hießen.
.....................Aber heute fehlen sie. .......
Das stimmt. Und ich hoffe inständig, dass Lothar irgendwann mal als Trainer in Deutschland auftaucht. Und möge Gott es behüten, dass es den FCK trifft.
Vielleicht beim HSV? Ich mag den HSV zwar, aber da ist derzeit wneig was noch kaputt gehen kann - das Risiko wäre also gering.
13.02.2014 - 21:40 Uhr
Jahrgang 4 – Ausgabe 24
SIPPEL – DICK, SIMUNEK (HEINTZ), TORREJON, LÖWE – ALUSHI, KARL – MATMOUR, RING (IDRISSOU), JENSSEN, OCCEAN (LAKIC)
Meine sensationslüsternen und wunderliebenden Freunde,
ich leugne es erst gar nicht. Ich weiß nämlich ganz genau, dass (speziell) einer der anderen Couchisten nach dem Posten meines unscheinbaren Beitrags für die FCK-Forums-Gemeinde um die Ecke späht und mein kleines und – ja, ich gebe es zu! – FCK-untreues Geheimnis hier aufgreifen und mit viel Humor und Zynismus breit treten wird. Deshalb gebe ich es besser mal ganz ungeniert und so gar nicht Gelbe Engel typisch selbst zu. Vorgestern überlief mich ein Schauer, als ich um die Mittagszeit sah, dass der gute Kohlmeyer mal so eben sein nächstes Meisterwerk über den fliegenden Michael O´Leary, nicht zu ertragende Weichspüler und den künstlichen Pseudo-Skandal um den pösen Coach Kosta und den Ausbildungsverein Greuther Fürth rausgehauen hatte. Er erwischte mich damit eiskalt, da ich meinen nächsten Auftritt für die Couch-Potatoes erst für nächste Woche Freitag dick in meinem Terminplaner markiert hatte. Ja, super… Also bei running-man und Bahli habe ich ja schon gedacht, das kann nicht schief gehen… aber ja… Kohlmeyer und Fußball… Also vielen Dank, ich habe mich gefreut. So kam es also, dass ich mich gestern unter enormem Zeitdruck noch VOR dem Pokalspiel mit dem Laptop auf meiner petrolfarbenen Couch (wo auch sonst?) niedergelassen und mir folgende schnell zusammengeschusterte Gliederung für den Freitag habe einfallen lassen:
- Kurzes Fazit zum Fürth-Spiel
- Kurzes Fazit zum Pokal-Spiel
- Vorschau auf das Aue-Spiel, mit Bilanzen, Tabellenplatzentwicklungen, Systeme, dem Hinspiel mit Aufstellung und Tore, die Winterzugänge des Gegners, einem Portrait zu Falko Götz :ugly, der historischen Geschichte zu Erzgebirge Aue mit diversen Daten und Fakten usw. usf.
Nun, ich möchte ehrlich sein, eine derartige Gliederung kommt natürlich eher dann zu Stande, wenn der Schreiber von einer deutlichen Niederlage gegen den haushohen Favorit im Pokal Viertelfinale überzeugt ist und den inhaltlichen Schwerpunkt seines Textes daher lieber auf das nächste wichtige Ligaspiel um den Aufstieg in Deutschlands höchste Fußballliga legen möchte.
Die Überschrift verrät, dass mich gestern Abend vierzehn Fußball-Spieler eines Besseren belehrt, mich als verirrten FCK-Fan genau genommen wieder zur ursprünglichen Berufung des Fandaseins zurückgeführt und mich meine naive und peinlich amateurhafte Gliederung vergessen haben lassen.
Ein 1:0 Sieg nach über zwei Stunden sportlicher Höchstanstrengung und Konzentration bis ans Äußerste, bis in die letzte Haarspitze. Ein Sieg über den Zweitplatzierten der ersten Deutschen Fußballbundesliga mit einem Mannschaftsmarktwert, der mit geschätzten 166 Mio. € den des 1. FC Kaiserslautern um mehr als das sechsfache übersteigt. Sieg gegen den Champions-League Achtelfinalteilnehmer, der sich Mitte nächster Woche mit Paris Saint-Germain und Ibrahimovic and Friens messen lassen darf. Dazu ein verdienter Sieg, von glücklich kann keine Rede sein. 55% gewonnene Zweikämpfe, ein verschossener Elfmeter in der Verlängerung, der manch anderem Team psychologisch das Genick gebrochen hätte.
Das, meine Freunde, ist sensationell. Den 11 Helden dieser Sensation widme ich deswegen den Titel der Kolumne. Ich bin stolz auf Euch! Im Namen des FCK-Forums und im Namen aller FCK-Fans: Danke für dieses Fußballfest!
Stefan Kuntz war gestern Abend, wohl ähnlich wie ich und weitere zig Tausende der Spezies „Geilste Fans der Welt“ mit einem gaaaaanz breiten Lächeln unterwegs. Getrübt wurde seine Freude dann allerdings durch die Auslosung und unser Abo auf das Lospech: Der FC Bayern München. Und das auch noch auswärts im schnieken Bayern-Palast. Eine Ungerechtigkeit, die den Vorstandsvorsitzenden zu Recht emotional werden ließ und ihn leicht verärgerte. Ja, mein Gott, vielleicht unüberlegt aber zu keiner Zeit bewusst verletzend werden wollend ließ er sich zu den zwei wundervollsten und schönsten Wörtern der Welt und einer Konjunktion im Sandwich hinreißen, die im FCK-Forum Stand jetzt 136 Postings nach sich zogen und einer Handvoll Printmedien das Glück bescherten, doch irgendwie noch ihre Seiten vollzukriegen. Wer´s braucht, bitte. Der Chef selbst hat sich inzwischen sogar zu Wort gemeldet und sicherheitshalber nochmal klargestellt, wie seine Aussagen gemeint waren. Und wie eben nicht: http://fck.de/de/1-fc-kaiserslautern/aktuell/news/news-details/news/detail/News/stefan-kuntz-frauen-und-fussball.html. Damit entschärft er ein Thema, das schon seit vielen Jahren gar nicht mehr scharf ist (Hope Solo mal ausgenommen). Im Gegenteil: In Deutschland ist der Frauenfußball längst anerkannt und akzeptiert. Auch wenn die männlichen Kollegen natürlich das große Interesse auf sich ziehen. An diesem Zustand werden auch die billigen Versuche der Medien nichts ändern. Offensichtlich ist aber, denen geht es – wie immer – eben nur um absatzsteigernde populistische Reißer. Abschließend zu diesem Thema, das eigentlich gar keines ist, empfehle ich den von CoPrins eingestellten Artikel des Focus-Online Portals: http://www.focus.de/sport/fussball/dfbpokal/fck-boss-kuntz-nach-pokal-auslosung-frauen-und-fussball-darf-man-keine-spaesse-mehr-machen_id_3612098.html.
Viel heiße Luft um nichts… Und alles wieder mal nur wegen dem großen FC Bayern. Unser nächster Gegner im DFB-Pokal-Halbfinale. Unser roter Teppich nach Berlin. Und unser Tor nach Europa.
Freunde, ich sag Euch was. Gliederung planen und Pokalspiel außen vorlassen, wegen meiner Grundüberzeugung, dass das eh nix wird, das hatte ich schon… Gegen Bayern werde ich das mal ganz anders angehen, ganz egal wie die Erwartungen vor dem Spiel auch aussehen mögen. Wir müssen uns nur darüber im Klaren sein: Nein, der FC Bayern ist NICHT unbesiegbar. Und Ja, es gibt IMMER eine Chance. Ganz gleich, wie klein diese am 15. oder 16.04. für uns sein mag, sie existiert definitiv. Lasst uns darüber im Klaren werden!
Folgende Zutaten benötigen wir für ein siegreiches Rezept:
- Bayern wie am 4. Spieltag gegen Freiburg (1:1) oder
- Bayern wie am 8. Spieltag gegen Leverkusen (1:1)
- geschlagen mit einem torhungrigen Mo Idrissou, Lucky, Zoller und Occean
- umgerührt durch einen mutigen Offensivverbund bestehend aus running-matmour, Ruben „abgewixxt“ Jenssen und Wirbelwind Ring
- starr geschlagen durch unsere Defensive um Alushi und Marc „Piqué aus der Pfalz“ Torrejon und schließlich
- kaltgestellt von Chancen-Mörder Tobi Sippel,
- all das mit Ice-Cold Kosta als Koch an der Seitenlinie
Gegen Ende wäre es mit Blick auf den kommenden Montag eventuell doch nochmal ganz sinnvoll, wenigsten etwas an meiner ersten Gliederung festzuhalten und den Bogen vom großen FC Bayern München wieder in unseren tristen und grauen Zweitliga-Alltag zum FC Erzgebirge Aue zu entspannen. Der Ost-Klub aus Sachsen wartet Montagabend auf uns um den Spieltag der zweiten Liga abzuschließen. Vorsicht wird geboten sein, nach den vergangenen und zukünftigen großen Herausforderungen im Pokal, nicht über die vermeintlich kleinen Steine der zweiten Liga zu stolpern, um unser Primärziel „direkter Aufstieg“ nicht wieder unnötig in Gefahr zu bringen. Um es gar nicht erst soweit kommen zu lassen, braucht es am Montagabend eine große Portion Kampf, viele Kilometer Laufwege, Galligkeit auf den Sieg und wie immer Disziplin, Konzentration und angemessenen Respekt vor dem Gegner aus dem Erzgebirge. Ein Spagat zwischen zwei fußballerischen Welten, den ich Kosta Runjaic und der Mannschaft ohne Weiteres zutraue. Dieses Mal sind wir Favorit, Aue der Außenseiter. Ein Sieg gegen den von Falko Götz trainierten Tabellen-16ten ist Pflicht, wenn wir nach 34. Spieltagen als Aufsteiger auf Rang 1 oder 2 stehen wollen.
Doch Vorsicht sollte spätestens nach dem Pokal-Coup von gestern geboten sein: Es läuft manchmal nämlich ganz anders, als man vorher glaubt.
In der Couchingzone bahnen sich vorerst keine weiteren Überraschungen an, sodass wir uns weiterhin auf die konstanten Couchinggrößen Bertikoks, Bahli, Kohlmeyer und Butduma freuen dürfen. Darüber hinaus schuften unter den strengen Augen der Ausbilder die Azubis Zweikampfmonster, running-man und laudere. Alle zusammen arbeiten aber weiterhin Hand in Hand hartnäckig an dem einen Ziel, die Kolumne spätestens am Freitag um 12:00 Uhr vor jedem Spieltag erscheinen zu lassen.
SIPPEL – DICK, SIMUNEK (HEINTZ), TORREJON, LÖWE – ALUSHI, KARL – MATMOUR, RING (IDRISSOU), JENSSEN, OCCEAN (LAKIC)
Meine sensationslüsternen und wunderliebenden Freunde,
ich leugne es erst gar nicht. Ich weiß nämlich ganz genau, dass (speziell) einer der anderen Couchisten nach dem Posten meines unscheinbaren Beitrags für die FCK-Forums-Gemeinde um die Ecke späht und mein kleines und – ja, ich gebe es zu! – FCK-untreues Geheimnis hier aufgreifen und mit viel Humor und Zynismus breit treten wird. Deshalb gebe ich es besser mal ganz ungeniert und so gar nicht Gelbe Engel typisch selbst zu. Vorgestern überlief mich ein Schauer, als ich um die Mittagszeit sah, dass der gute Kohlmeyer mal so eben sein nächstes Meisterwerk über den fliegenden Michael O´Leary, nicht zu ertragende Weichspüler und den künstlichen Pseudo-Skandal um den pösen Coach Kosta und den Ausbildungsverein Greuther Fürth rausgehauen hatte. Er erwischte mich damit eiskalt, da ich meinen nächsten Auftritt für die Couch-Potatoes erst für nächste Woche Freitag dick in meinem Terminplaner markiert hatte. Ja, super… Also bei running-man und Bahli habe ich ja schon gedacht, das kann nicht schief gehen… aber ja… Kohlmeyer und Fußball… Also vielen Dank, ich habe mich gefreut. So kam es also, dass ich mich gestern unter enormem Zeitdruck noch VOR dem Pokalspiel mit dem Laptop auf meiner petrolfarbenen Couch (wo auch sonst?) niedergelassen und mir folgende schnell zusammengeschusterte Gliederung für den Freitag habe einfallen lassen:
- Kurzes Fazit zum Fürth-Spiel
- Kurzes Fazit zum Pokal-Spiel
- Vorschau auf das Aue-Spiel, mit Bilanzen, Tabellenplatzentwicklungen, Systeme, dem Hinspiel mit Aufstellung und Tore, die Winterzugänge des Gegners, einem Portrait zu Falko Götz :ugly, der historischen Geschichte zu Erzgebirge Aue mit diversen Daten und Fakten usw. usf.
Nun, ich möchte ehrlich sein, eine derartige Gliederung kommt natürlich eher dann zu Stande, wenn der Schreiber von einer deutlichen Niederlage gegen den haushohen Favorit im Pokal Viertelfinale überzeugt ist und den inhaltlichen Schwerpunkt seines Textes daher lieber auf das nächste wichtige Ligaspiel um den Aufstieg in Deutschlands höchste Fußballliga legen möchte.
Die Überschrift verrät, dass mich gestern Abend vierzehn Fußball-Spieler eines Besseren belehrt, mich als verirrten FCK-Fan genau genommen wieder zur ursprünglichen Berufung des Fandaseins zurückgeführt und mich meine naive und peinlich amateurhafte Gliederung vergessen haben lassen.
Ein 1:0 Sieg nach über zwei Stunden sportlicher Höchstanstrengung und Konzentration bis ans Äußerste, bis in die letzte Haarspitze. Ein Sieg über den Zweitplatzierten der ersten Deutschen Fußballbundesliga mit einem Mannschaftsmarktwert, der mit geschätzten 166 Mio. € den des 1. FC Kaiserslautern um mehr als das sechsfache übersteigt. Sieg gegen den Champions-League Achtelfinalteilnehmer, der sich Mitte nächster Woche mit Paris Saint-Germain und Ibrahimovic and Friens messen lassen darf. Dazu ein verdienter Sieg, von glücklich kann keine Rede sein. 55% gewonnene Zweikämpfe, ein verschossener Elfmeter in der Verlängerung, der manch anderem Team psychologisch das Genick gebrochen hätte.
Das, meine Freunde, ist sensationell. Den 11 Helden dieser Sensation widme ich deswegen den Titel der Kolumne. Ich bin stolz auf Euch! Im Namen des FCK-Forums und im Namen aller FCK-Fans: Danke für dieses Fußballfest!
Stefan Kuntz war gestern Abend, wohl ähnlich wie ich und weitere zig Tausende der Spezies „Geilste Fans der Welt“ mit einem gaaaaanz breiten Lächeln unterwegs. Getrübt wurde seine Freude dann allerdings durch die Auslosung und unser Abo auf das Lospech: Der FC Bayern München. Und das auch noch auswärts im schnieken Bayern-Palast. Eine Ungerechtigkeit, die den Vorstandsvorsitzenden zu Recht emotional werden ließ und ihn leicht verärgerte. Ja, mein Gott, vielleicht unüberlegt aber zu keiner Zeit bewusst verletzend werden wollend ließ er sich zu den zwei wundervollsten und schönsten Wörtern der Welt und einer Konjunktion im Sandwich hinreißen, die im FCK-Forum Stand jetzt 136 Postings nach sich zogen und einer Handvoll Printmedien das Glück bescherten, doch irgendwie noch ihre Seiten vollzukriegen. Wer´s braucht, bitte. Der Chef selbst hat sich inzwischen sogar zu Wort gemeldet und sicherheitshalber nochmal klargestellt, wie seine Aussagen gemeint waren. Und wie eben nicht: http://fck.de/de/1-fc-kaiserslautern/aktuell/news/news-details/news/detail/News/stefan-kuntz-frauen-und-fussball.html. Damit entschärft er ein Thema, das schon seit vielen Jahren gar nicht mehr scharf ist (Hope Solo mal ausgenommen). Im Gegenteil: In Deutschland ist der Frauenfußball längst anerkannt und akzeptiert. Auch wenn die männlichen Kollegen natürlich das große Interesse auf sich ziehen. An diesem Zustand werden auch die billigen Versuche der Medien nichts ändern. Offensichtlich ist aber, denen geht es – wie immer – eben nur um absatzsteigernde populistische Reißer. Abschließend zu diesem Thema, das eigentlich gar keines ist, empfehle ich den von CoPrins eingestellten Artikel des Focus-Online Portals: http://www.focus.de/sport/fussball/dfbpokal/fck-boss-kuntz-nach-pokal-auslosung-frauen-und-fussball-darf-man-keine-spaesse-mehr-machen_id_3612098.html.
Viel heiße Luft um nichts… Und alles wieder mal nur wegen dem großen FC Bayern. Unser nächster Gegner im DFB-Pokal-Halbfinale. Unser roter Teppich nach Berlin. Und unser Tor nach Europa.
Freunde, ich sag Euch was. Gliederung planen und Pokalspiel außen vorlassen, wegen meiner Grundüberzeugung, dass das eh nix wird, das hatte ich schon… Gegen Bayern werde ich das mal ganz anders angehen, ganz egal wie die Erwartungen vor dem Spiel auch aussehen mögen. Wir müssen uns nur darüber im Klaren sein: Nein, der FC Bayern ist NICHT unbesiegbar. Und Ja, es gibt IMMER eine Chance. Ganz gleich, wie klein diese am 15. oder 16.04. für uns sein mag, sie existiert definitiv. Lasst uns darüber im Klaren werden!
Folgende Zutaten benötigen wir für ein siegreiches Rezept:
- Bayern wie am 4. Spieltag gegen Freiburg (1:1) oder
- Bayern wie am 8. Spieltag gegen Leverkusen (1:1)
- geschlagen mit einem torhungrigen Mo Idrissou, Lucky, Zoller und Occean
- umgerührt durch einen mutigen Offensivverbund bestehend aus running-matmour, Ruben „abgewixxt“ Jenssen und Wirbelwind Ring
- starr geschlagen durch unsere Defensive um Alushi und Marc „Piqué aus der Pfalz“ Torrejon und schließlich
- kaltgestellt von Chancen-Mörder Tobi Sippel,
- all das mit Ice-Cold Kosta als Koch an der Seitenlinie
Gegen Ende wäre es mit Blick auf den kommenden Montag eventuell doch nochmal ganz sinnvoll, wenigsten etwas an meiner ersten Gliederung festzuhalten und den Bogen vom großen FC Bayern München wieder in unseren tristen und grauen Zweitliga-Alltag zum FC Erzgebirge Aue zu entspannen. Der Ost-Klub aus Sachsen wartet Montagabend auf uns um den Spieltag der zweiten Liga abzuschließen. Vorsicht wird geboten sein, nach den vergangenen und zukünftigen großen Herausforderungen im Pokal, nicht über die vermeintlich kleinen Steine der zweiten Liga zu stolpern, um unser Primärziel „direkter Aufstieg“ nicht wieder unnötig in Gefahr zu bringen. Um es gar nicht erst soweit kommen zu lassen, braucht es am Montagabend eine große Portion Kampf, viele Kilometer Laufwege, Galligkeit auf den Sieg und wie immer Disziplin, Konzentration und angemessenen Respekt vor dem Gegner aus dem Erzgebirge. Ein Spagat zwischen zwei fußballerischen Welten, den ich Kosta Runjaic und der Mannschaft ohne Weiteres zutraue. Dieses Mal sind wir Favorit, Aue der Außenseiter. Ein Sieg gegen den von Falko Götz trainierten Tabellen-16ten ist Pflicht, wenn wir nach 34. Spieltagen als Aufsteiger auf Rang 1 oder 2 stehen wollen.
Doch Vorsicht sollte spätestens nach dem Pokal-Coup von gestern geboten sein: Es läuft manchmal nämlich ganz anders, als man vorher glaubt.
In der Couchingzone bahnen sich vorerst keine weiteren Überraschungen an, sodass wir uns weiterhin auf die konstanten Couchinggrößen Bertikoks, Bahli, Kohlmeyer und Butduma freuen dürfen. Darüber hinaus schuften unter den strengen Augen der Ausbilder die Azubis Zweikampfmonster, running-man und laudere. Alle zusammen arbeiten aber weiterhin Hand in Hand hartnäckig an dem einen Ziel, die Kolumne spätestens am Freitag um 12:00 Uhr vor jedem Spieltag erscheinen zu lassen.
14.02.2014 - 08:59 Uhr
Zitat von laudere:
Alle zusammen arbeiten aber weiterhin Hand in Hand hartnäckig an dem einen Ziel, die Kolumne spätestens am Freitag um 12:00 Uhr vor jedem Spieltag erscheinen zu lassen.
...und ich sag's nochmal: Hoffentlich wird auch daran gearbeitet, die letzten Jahre des Couchings in ein Buch drucken zu lassen. Man könnte die Seiten noch verzieren mit Bildern der Spiele(r), Verantwortlichen oder der Dinge, die da eben thematisiert werden.
Wie könnten wir die letzten Jahre humoristischer, besser und emotionaler dargestellt haben? Vor allem aus der Sicht eines Fans wie dir und mir?
Informieren über den Druck, kleiner Spendenaufruf im Forum, und dann gib ihm! :)
Alle zusammen arbeiten aber weiterhin Hand in Hand hartnäckig an dem einen Ziel, die Kolumne spätestens am Freitag um 12:00 Uhr vor jedem Spieltag erscheinen zu lassen.
...und ich sag's nochmal: Hoffentlich wird auch daran gearbeitet, die letzten Jahre des Couchings in ein Buch drucken zu lassen. Man könnte die Seiten noch verzieren mit Bildern der Spiele(r), Verantwortlichen oder der Dinge, die da eben thematisiert werden.
Wie könnten wir die letzten Jahre humoristischer, besser und emotionaler dargestellt haben? Vor allem aus der Sicht eines Fans wie dir und mir?
Informieren über den Druck, kleiner Spendenaufruf im Forum, und dann gib ihm! :)
14.02.2014 - 10:49 Uhr
Der Matmour muß nach deiner Kolumne aufpassen, dass er keine namensrechtlichen Probleme mit mir bekommt ;)
Tolle Kolumne, laudere!
Tolles Stilmittel, mit Deiner (spießigen) Gliederung zu beginnen, die Dir unsere Mannschaft umgekegelt habt, als wärst Du ein Leverkusener Fußballprofi. Im Gegensatz zu denen hast Du aus diesem Genickschlag aber etwas hoch erfreuliches kreiert.
Glückwunsch aus der Pfalz
Tolle Kolumne, laudere!
Tolles Stilmittel, mit Deiner (spießigen) Gliederung zu beginnen, die Dir unsere Mannschaft umgekegelt habt, als wärst Du ein Leverkusener Fußballprofi. Im Gegensatz zu denen hast Du aus diesem Genickschlag aber etwas hoch erfreuliches kreiert.
Glückwunsch aus der Pfalz
21.02.2014 - 09:29 Uhr
Jahrgang 4 – Ausgabe 25: Von Diamanten und Rätseln
Nichts hat sich in letzter Zeit so gut angefühlt wie der Sieg in Leverkusen. Für einen kurzen Moment wusste ich alles wieder. Ich wusste warum ich Fan genau dieses Vereins geworden bin, ich wusste wie sich Erfolg anfühlt. Ich wusste was ich schon alles an der Seite meines FCK erlebt hatte. Es sind die Stunden der großen Siege und die der epochalen Niederlagen, die sich ins Gedächtnis eines Fußballfans regelrecht einbrennen. Bevor wir darauf jedoch noch einmal zu sprechen kommen, ein paar Worte zum profanen Alltagsgeschäft. Der Sieg in Leverkusen war ja nur ein Teil einer richtungsweisenden Woche. Unsere ganz persönlichen Woche der Wahrheit.
Woche der Wahrheit? Ja genau. Nach "Big Point" folgte "Big Fun" und schließlich das "Druckspiel". Dass unter Druck nicht automatisch Diamanten entstehen, weiß jeder der schon mal Magenprobleme hatte. Runjaic weiß es, genau wie seine Mannschaft spätestens seit Montag Abend. Aus dem "Druckspiel" wurde ein "Drecksspiel". Und aus dem direkten Aufstiegsplatz Position vier. Wer Aue jetzt angreift und von "Antifußball" spricht, kann unser Spiel in Leverkusen entweder nicht gesehen oder nicht gut geheißen haben. Offenbar tun wir uns auch nach der Winterpause schwer, wenn wir einen tief stehenden Gegner knacken müssen. Ich frag mich allerdings warum. Vielleicht doch eine erste (leise) Kritik am Trainer? Den lassen wir heute mal noch aus der Sache raus, auch wenn es einige Ansatzpunkte gäbe. Trotzdem will ich das Ding erstmal an einer anderen Stelle anpacken. An der Struktur.
Wie wird denn bei uns die sportliche Planung durchgeführt? Zyniker könnten an dieser Stelle ein flapsiges "gar nicht" in den Raum werfen wollen, aber weit gefehlt. Es gibt auch bei uns Strukturen. Nur sind die nicht so ganz eindeutig. Ein Sportdirektor, das personifizierte Schlagwort für ausgeführte Planung wird uns seit Jahren mit dem Argument verweigert, man habe kein Geld für so einen Posten. Nun mag man annehmen wir hätten ohnehin bereits einen Sportdirektor. Und zwar in Person des Vorstandsvorsitzenden. Schließlich war das sein früherer Job - in Bochum und in Koblenz.
So lautete auch eine der vielen Ansagen die ein jüngerer Kuntz bei Amtsantritt verkündete, es werde in Zukunft ein klares Konzept geben, denn so Kuntz, die Mannschaftszusammenstellung und der übergeordnete Weg dürfe in Zukunft nicht mehr davon abhängen, wer gerade Trainer beim FCK sei. Und auch sonst wird uns ja bei jeder Gelegenheit wieder erklärt, wie strukturiert so eine Transferentscheidung beim FCK mittlerweile ablaufe. Unser Vorstandsvorsitzender dankte aber jüngst, auf der Jahreshauptversammlung nämlich, seinem ehemaligen Trainer Franco Foda, für die hervorragende Zusammenstellung des Kaders. Was darauf schließen lässt, dass eben nicht Kuntz, sondern doch der jeweilige Trainer die Truppe so zusammenzimmert wie er es gerade haben will. Mit Struktur und übergeordnetem Planen hat das nichts zu tun. Und ganz nebenbei erklärt es auch einiges. Dass der angeblich unverzichtbare zweite Teammanager jetzt eine neue Aufgabe gefunden hat, stimmt mich indes optimistisch. Könnte es doch bedeuten, dass irgendwann in absehbarer Zukunft ein Sportdirektor geholt wird. Denn der hätte die beiden Freunde von Kuntz vermutlich ohnehin abgeräumt. Dass Kuntz auch anders kann, hat er mit der Einstellung von Konrad Fünfstück ja bewiesen. Hoffen wir, dass auch hier der lange Lernprozess endlich Früchte trägt.
Über eines jedoch sollten wir endlich mal Konsens herstellen: Stefan Kuntz ist im siebten Jahr mit allen Kompetenzen ausgestattet an der Spitze des FCK tätig. Er hat Geld für den FCK hereingeholt durch gute Transfers und Sponsorenkontakte. Und er hat Geld verbrannt, durch miese Transfers, übergroße Kader und schlechte Planung. Egal zu welchem Fazit man dabei kommen mag: Stefan Kuntz als Vorstandsvorsitzender ist für die aktuelle Lage des FCK verantwortlich. Wer da immer noch Friedrich oder Jäggi aus der Kiste holt um zu begründen warum Mimoun Azouagh auf der Tribüne sitzt oder Christopher Drazan zum FCK kommen musste, warum seit Jahren positionsfremd eingekauft wird, der glaubt vermutlich auch, dass Kaiser Wilhelm für die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt verantwortlich ist. Freunde, ich schreib es ja immer mal wieder am dieser Stelle. Und so auch heute: Der Verantwortliche für die Lage beim FCK heißt Kuntz. Und zwar zu beiden Seiten. Er verantwortet die negativen Seiten wie auch die positiven Entwicklungen. Und auch davon gibt es mittlerweile wieder einige. Wo die Reise aktuell hingeht kann man nicht sagen. Es sind nur zwei Punkte Rückstand bis zum zweiten Platz. Aber eben auch nur zwei Punkte Vorsprung auf den Tabellensiebten. Und damit wollen wir es an dieser Stelle bewenden lassen. Blicken wir stattdessen noch einmal zurück auf einen glücklicheren Augenblick der jüngeren Vereinsgeschichte.
Nicht nur ich wusste nach Leverkusen schlagartig all das wieder, was unter einem Alltag in Sandhausen oder Ingolstadt nur allzuoft verschüttet erscheint. Auch unser Chef wusste in diesen Minuten genau, warum er Vorstandsvorsitzender exakt dieses Vereins geworden ist. Vollkommen glücklich, mit den Augen eines Menschen der exakt drei Flaschen Bier in einer Umkleidekabine voller jubelnder Fußballer zu sich genommen hat, trat er vor die Kameras der ARD. Was dann geschah ist bekannt. Und es scheinen mir genau die gleichen Menschen zu sein, die da versuchen Druck auf Stefan auszuüben, die mir letzte Woche noch erklären wollten, dass es eine gute (Schwarzer) und eine böse (Hoeneß) Steuerhinterziehung gibt. Dummschwätzer! Aber da sieht man mal wieder: Druck hat eben gar nichts mit Verstand zu tun. Und wie ich eingangs schon erwähnte werden unter Druck nicht nur Diamanten geformt.
In diesem Sinne. Olé Rot Weiß!
Gruß Berti
In der Couchingzone räkeln sich immer noch Berti, Bahli, Kohlmeyer & Butduma, werden jedoch regelmäßig von Laudere, Zweikampfmonster und Running-Man vom Sofa geschubst. Heldenhaft weigern sich die ollen Säcke jedoch ihren Platz endgültig zu räumen und deshalb erscheint die aktuelle Ausgabe immer Freitags bis zwölf Uhr bzw. an allen Pflichtspieltagen.
Nichts hat sich in letzter Zeit so gut angefühlt wie der Sieg in Leverkusen. Für einen kurzen Moment wusste ich alles wieder. Ich wusste warum ich Fan genau dieses Vereins geworden bin, ich wusste wie sich Erfolg anfühlt. Ich wusste was ich schon alles an der Seite meines FCK erlebt hatte. Es sind die Stunden der großen Siege und die der epochalen Niederlagen, die sich ins Gedächtnis eines Fußballfans regelrecht einbrennen. Bevor wir darauf jedoch noch einmal zu sprechen kommen, ein paar Worte zum profanen Alltagsgeschäft. Der Sieg in Leverkusen war ja nur ein Teil einer richtungsweisenden Woche. Unsere ganz persönlichen Woche der Wahrheit.
Woche der Wahrheit? Ja genau. Nach "Big Point" folgte "Big Fun" und schließlich das "Druckspiel". Dass unter Druck nicht automatisch Diamanten entstehen, weiß jeder der schon mal Magenprobleme hatte. Runjaic weiß es, genau wie seine Mannschaft spätestens seit Montag Abend. Aus dem "Druckspiel" wurde ein "Drecksspiel". Und aus dem direkten Aufstiegsplatz Position vier. Wer Aue jetzt angreift und von "Antifußball" spricht, kann unser Spiel in Leverkusen entweder nicht gesehen oder nicht gut geheißen haben. Offenbar tun wir uns auch nach der Winterpause schwer, wenn wir einen tief stehenden Gegner knacken müssen. Ich frag mich allerdings warum. Vielleicht doch eine erste (leise) Kritik am Trainer? Den lassen wir heute mal noch aus der Sache raus, auch wenn es einige Ansatzpunkte gäbe. Trotzdem will ich das Ding erstmal an einer anderen Stelle anpacken. An der Struktur.
Wie wird denn bei uns die sportliche Planung durchgeführt? Zyniker könnten an dieser Stelle ein flapsiges "gar nicht" in den Raum werfen wollen, aber weit gefehlt. Es gibt auch bei uns Strukturen. Nur sind die nicht so ganz eindeutig. Ein Sportdirektor, das personifizierte Schlagwort für ausgeführte Planung wird uns seit Jahren mit dem Argument verweigert, man habe kein Geld für so einen Posten. Nun mag man annehmen wir hätten ohnehin bereits einen Sportdirektor. Und zwar in Person des Vorstandsvorsitzenden. Schließlich war das sein früherer Job - in Bochum und in Koblenz.
So lautete auch eine der vielen Ansagen die ein jüngerer Kuntz bei Amtsantritt verkündete, es werde in Zukunft ein klares Konzept geben, denn so Kuntz, die Mannschaftszusammenstellung und der übergeordnete Weg dürfe in Zukunft nicht mehr davon abhängen, wer gerade Trainer beim FCK sei. Und auch sonst wird uns ja bei jeder Gelegenheit wieder erklärt, wie strukturiert so eine Transferentscheidung beim FCK mittlerweile ablaufe. Unser Vorstandsvorsitzender dankte aber jüngst, auf der Jahreshauptversammlung nämlich, seinem ehemaligen Trainer Franco Foda, für die hervorragende Zusammenstellung des Kaders. Was darauf schließen lässt, dass eben nicht Kuntz, sondern doch der jeweilige Trainer die Truppe so zusammenzimmert wie er es gerade haben will. Mit Struktur und übergeordnetem Planen hat das nichts zu tun. Und ganz nebenbei erklärt es auch einiges. Dass der angeblich unverzichtbare zweite Teammanager jetzt eine neue Aufgabe gefunden hat, stimmt mich indes optimistisch. Könnte es doch bedeuten, dass irgendwann in absehbarer Zukunft ein Sportdirektor geholt wird. Denn der hätte die beiden Freunde von Kuntz vermutlich ohnehin abgeräumt. Dass Kuntz auch anders kann, hat er mit der Einstellung von Konrad Fünfstück ja bewiesen. Hoffen wir, dass auch hier der lange Lernprozess endlich Früchte trägt.
Über eines jedoch sollten wir endlich mal Konsens herstellen: Stefan Kuntz ist im siebten Jahr mit allen Kompetenzen ausgestattet an der Spitze des FCK tätig. Er hat Geld für den FCK hereingeholt durch gute Transfers und Sponsorenkontakte. Und er hat Geld verbrannt, durch miese Transfers, übergroße Kader und schlechte Planung. Egal zu welchem Fazit man dabei kommen mag: Stefan Kuntz als Vorstandsvorsitzender ist für die aktuelle Lage des FCK verantwortlich. Wer da immer noch Friedrich oder Jäggi aus der Kiste holt um zu begründen warum Mimoun Azouagh auf der Tribüne sitzt oder Christopher Drazan zum FCK kommen musste, warum seit Jahren positionsfremd eingekauft wird, der glaubt vermutlich auch, dass Kaiser Wilhelm für die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt verantwortlich ist. Freunde, ich schreib es ja immer mal wieder am dieser Stelle. Und so auch heute: Der Verantwortliche für die Lage beim FCK heißt Kuntz. Und zwar zu beiden Seiten. Er verantwortet die negativen Seiten wie auch die positiven Entwicklungen. Und auch davon gibt es mittlerweile wieder einige. Wo die Reise aktuell hingeht kann man nicht sagen. Es sind nur zwei Punkte Rückstand bis zum zweiten Platz. Aber eben auch nur zwei Punkte Vorsprung auf den Tabellensiebten. Und damit wollen wir es an dieser Stelle bewenden lassen. Blicken wir stattdessen noch einmal zurück auf einen glücklicheren Augenblick der jüngeren Vereinsgeschichte.
Nicht nur ich wusste nach Leverkusen schlagartig all das wieder, was unter einem Alltag in Sandhausen oder Ingolstadt nur allzuoft verschüttet erscheint. Auch unser Chef wusste in diesen Minuten genau, warum er Vorstandsvorsitzender exakt dieses Vereins geworden ist. Vollkommen glücklich, mit den Augen eines Menschen der exakt drei Flaschen Bier in einer Umkleidekabine voller jubelnder Fußballer zu sich genommen hat, trat er vor die Kameras der ARD. Was dann geschah ist bekannt. Und es scheinen mir genau die gleichen Menschen zu sein, die da versuchen Druck auf Stefan auszuüben, die mir letzte Woche noch erklären wollten, dass es eine gute (Schwarzer) und eine böse (Hoeneß) Steuerhinterziehung gibt. Dummschwätzer! Aber da sieht man mal wieder: Druck hat eben gar nichts mit Verstand zu tun. Und wie ich eingangs schon erwähnte werden unter Druck nicht nur Diamanten geformt.
In diesem Sinne. Olé Rot Weiß!
Gruß Berti
In der Couchingzone räkeln sich immer noch Berti, Bahli, Kohlmeyer & Butduma, werden jedoch regelmäßig von Laudere, Zweikampfmonster und Running-Man vom Sofa geschubst. Heldenhaft weigern sich die ollen Säcke jedoch ihren Platz endgültig zu räumen und deshalb erscheint die aktuelle Ausgabe immer Freitags bis zwölf Uhr bzw. an allen Pflichtspieltagen.
21.02.2014 - 12:35 Uhr
Zitat von Bertikoks:
Über eines jedoch sollten wir endlich mal Konsens herstellen: Stefan Kuntz ist im siebten Jahr mit allen Kompetenzen ausgestattet an der Spitze des FCK tätig. Er hat Geld für den FCK hereingeholt durch gute Transfers und Sponsorenkontakte. Und er hat Geld verbrannt, durch miese Transfers, übergroße Kader und schlechte Planung. Egal zu welchem Fazit man dabei kommen mag: Stefan Kuntz als Vorstandsvorsitzender ist für die aktuelle Lage des FCK verantwortlich.
Jeder macht Fehler. Die interessantere Frage ist doch: Wer hätte es besser gemacht, bzw. wer kann es besser?
Zitat von Bertikoks:
Wer da immer noch Friedrich oder Jäggi aus der Kiste holt um zu begründen warum Mimoun Azouagh auf der Tribüne sitzt oder Christopher Drazan zum FCK kommen musste, warum seit Jahren positionsfremd eingekauft wird, der glaubt vermutlich auch, dass Kaiser Wilhelm für die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt verantwortlich ist. Freunde, ich schreib es ja immer mal wieder am dieser Stelle. Und so auch heute: Der Verantwortliche für die Lage beim FCK heißt Kuntz.
In den dunklen Nuller Jahren (2000-2008) kamen Granaten in unseren Verein, bei deren Namen sich mir der Magen heute noch umdreht. Da gab es wenig Junge, wenig Perspektivspieler, wenig Talente. Mit viel Geld und später mit dem letzten Geld wurden oft Altstars aus anderen Vereinen geholt - Lincoln, Jancker, Nerlinger, Opara, Iacop, Hansen um nur einige zu nennen. Eine Philosophie, eine Handschrift sucht man da vergebens.
Das Lockmittel Geld gibt es heute nicht mehr. Altstars will man nicht mehr. Wie kann man also junge Talente, oder meinetwegen Rohdiamanten, ködern um zum Zweitligisten FCK zu kommen? Da hilft das Charisma eines Stefan Kuntz mehr als das des Buchhalters.
Bei einigen Neuzugängen muss man ins Risiko gehen. Bei solchen Talenten wie Fortounis, Borysiuk, Swierczok oder Zoller weiss man nie wie sie sich entwickeln. Wenn es Talente mit "Einschlaggarantie" wären, würden sie bei Bayern München kicken.
Was bleibt uns also anderes, als ihnen mit ein wenig Geld und Charme den Weg nach Kaiserslautern zu zeigen? Ein Zoller könnte 5-6 Investitionen bei anderen Spielern aufwiegen.
Und was die positionsfremden Einkäufe betrifft ... ich würde hier gerne mal schreiben, um welche Spieler man sich bemüht und am Ende nicht bekommen hat, um diesem Gerücht mal ein Ende zu setzen ...
Über eines jedoch sollten wir endlich mal Konsens herstellen: Stefan Kuntz ist im siebten Jahr mit allen Kompetenzen ausgestattet an der Spitze des FCK tätig. Er hat Geld für den FCK hereingeholt durch gute Transfers und Sponsorenkontakte. Und er hat Geld verbrannt, durch miese Transfers, übergroße Kader und schlechte Planung. Egal zu welchem Fazit man dabei kommen mag: Stefan Kuntz als Vorstandsvorsitzender ist für die aktuelle Lage des FCK verantwortlich.
Jeder macht Fehler. Die interessantere Frage ist doch: Wer hätte es besser gemacht, bzw. wer kann es besser?
Zitat von Bertikoks:
Wer da immer noch Friedrich oder Jäggi aus der Kiste holt um zu begründen warum Mimoun Azouagh auf der Tribüne sitzt oder Christopher Drazan zum FCK kommen musste, warum seit Jahren positionsfremd eingekauft wird, der glaubt vermutlich auch, dass Kaiser Wilhelm für die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt verantwortlich ist. Freunde, ich schreib es ja immer mal wieder am dieser Stelle. Und so auch heute: Der Verantwortliche für die Lage beim FCK heißt Kuntz.
In den dunklen Nuller Jahren (2000-2008) kamen Granaten in unseren Verein, bei deren Namen sich mir der Magen heute noch umdreht. Da gab es wenig Junge, wenig Perspektivspieler, wenig Talente. Mit viel Geld und später mit dem letzten Geld wurden oft Altstars aus anderen Vereinen geholt - Lincoln, Jancker, Nerlinger, Opara, Iacop, Hansen um nur einige zu nennen. Eine Philosophie, eine Handschrift sucht man da vergebens.
Das Lockmittel Geld gibt es heute nicht mehr. Altstars will man nicht mehr. Wie kann man also junge Talente, oder meinetwegen Rohdiamanten, ködern um zum Zweitligisten FCK zu kommen? Da hilft das Charisma eines Stefan Kuntz mehr als das des Buchhalters.
Bei einigen Neuzugängen muss man ins Risiko gehen. Bei solchen Talenten wie Fortounis, Borysiuk, Swierczok oder Zoller weiss man nie wie sie sich entwickeln. Wenn es Talente mit "Einschlaggarantie" wären, würden sie bei Bayern München kicken.
Was bleibt uns also anderes, als ihnen mit ein wenig Geld und Charme den Weg nach Kaiserslautern zu zeigen? Ein Zoller könnte 5-6 Investitionen bei anderen Spielern aufwiegen.
Und was die positionsfremden Einkäufe betrifft ... ich würde hier gerne mal schreiben, um welche Spieler man sich bemüht und am Ende nicht bekommen hat, um diesem Gerücht mal ein Ende zu setzen ...
21.02.2014 - 16:54 Uhr
Berti, ein sehr nachdenkliches Couching, das kritisch auf bestimmte Aspekte hinweist ohne polemisch zu sein. Ich habe es sehr gerne gelesen, unabhängig davon ob ich inhaltlich der gleichen Ansicht bin oder nicht.
Aber ist es angebracht hier im Couching eine inhaltliche Diskussion zu entfachen? Ich frage das gerade komplett wertfrei, da ich die Antwort darauf nicht kenne.
Aber ist es angebracht hier im Couching eine inhaltliche Diskussion zu entfachen? Ich frage das gerade komplett wertfrei, da ich die Antwort darauf nicht kenne.
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