Die Couchingzone
13.08.2010 - 13:19 Uhr
19.07.2013 - 12:32 Uhr
Zitat von Bertikoks:
....Das Licht geht an. Der vierhundert Zoll Monitor geht aus. Der 3D-Superrechner der SAP stellt seinen Dienst ebenfalls ein und Dietmar Hopp fragt sich ein letztes Mal warum es in der Wirklichkeit nicht so gelaufen ist, wie er das hat planen lassen. Dann steigt er in sein Auto und fährt zum Saisonauftakt seiner TSG - Entschuldigung 1899 - nach Paderborn.
Das war's.
Der Visionär hat da wohl was nicht ganz richtig gesehen. Das mit Paderborn war richtig, aber es ist leider der falsche Club, der jetzt dort hin fährt...
Was ist da bloss falsch gelaufen?
....Das Licht geht an. Der vierhundert Zoll Monitor geht aus. Der 3D-Superrechner der SAP stellt seinen Dienst ebenfalls ein und Dietmar Hopp fragt sich ein letztes Mal warum es in der Wirklichkeit nicht so gelaufen ist, wie er das hat planen lassen. Dann steigt er in sein Auto und fährt zum Saisonauftakt seiner TSG - Entschuldigung 1899 - nach Paderborn.
Das war's.
Der Visionär hat da wohl was nicht ganz richtig gesehen. Das mit Paderborn war richtig, aber es ist leider der falsche Club, der jetzt dort hin fährt...
Was ist da bloss falsch gelaufen?
19.07.2013 - 12:50 Uhr
Vielen Dank Berti, dass Du uns (zumindest mich) nicht länger auf die Folter gespannt hast. Für mich hast Du diese Sommerpause sehr gut zusammen gefasst und sprichst mir mit vielem aus dem Herzen. Einfach mal schauen, was die neue Saison bringt, und hoffen, dass unser FCK am Ende ganz oben steht. Mehr bleibt uns einfach nicht!
Ne schöne Jroß
Ne schöne Jroß
19.07.2013 - 13:34 Uhr
...
Blieb so doch keine Zeit den verpassten Aufstieg zu verarbeiten und sich eine Meinung zum Thema zu bilden. War es nun eine Niederlage, weil die Spieler zu schlecht waren um den Gegner zu besiegen? Oder war es am Ende doch ein Sieg, weil wir auf den Rängen mit all unserer Liebe zum Verein alles überstrahlt haben was jemand anderes mit nahezu unbegrenzten Mitteln zu kaufen versucht?
Ich bin mir nicht sicher. Aber wie eine Niederlage hat es sich im Stadion irgendwie nicht angefühlt. Vor dem Fernseher mag das anders gewesen sein.
...
Hat sich definitiv angefühlt wie ein Sieg. Auch vor dem TV. Ich hatte Tränen in den Augen bei der Vorstellung unserer tollen Fans.
Auch ansonsten großartiger Einstand, Berti. Habe mich in vielen Dingen, welche du ansprichst, wieder gefunden.
Gruß
Chio
19.07.2013 - 13:46 Uhr
Zitat von Bertikoks:
Blieb so doch keine Zeit den verpassten Aufstieg zu verarbeiten und sich eine Meinung zum Thema zu bilden. War es nun eine Niederlage, weil die Spieler zu schlecht waren um den Gegner zu besiegen? Oder war es am Ende doch ein Sieg, weil wir auf den Rängen mit all unserer Liebe zum Verein alles überstrahlt haben was jemand anderes mit nahezu unbegrenzten Mitteln zu kaufen versucht?
Vor, während und nach dem Spiel haben die Fans demonstriert, dass das ihr Verein ist und zwar absolut friedlich. Wenn ich da an den letzten Abstieg von Frankfurt, Hertha oder den möglichen von Hoffenheim denke kommen mir da gewaltige Unterschiede in den Sinn.
Solch ein Gefühl, Gefühle an sich - kann weder Hopp noch ein Abramovich kaufen.
Zitat von Bertikoks:
Überhaupt scheint es so, als habe der FCK gelernt aus der letzten Saison. Er nennt nicht mehr den Aufstieg als Ziel, sondern gibt sich mit dem Kampf um die ersten Plätze zufrieden. Trotz dieser an sich löblichen Kurskorrektur wirkt diese Nummer irgendwie unglaubwürdig auf mich. Klingt ein wenig nach "gewollt und nicht gekonnt" oder schlichter gesagt nach "Eiertanz". Kurz, es macht den Eindruck, als wenn man sich nicht getraut hat, dass Kind noch einmal beim Namen zu nennen.
Kuntz: "Wir wollen aufsteigen, Ziel ist Platz 1 oder 2."
Was wäre denn gewesen, wenn sich unser VV heute so positioniert hätte?
Unglaubwürdig nach all den Transfers? Damit setzt man die Mannschaft zu sehr unter Druck?
"Wir hätten gerne nach dem 30. Spieltag noch die Chance, einen der ersten drei Plätze zu belegen." Ich finde diese Formulierung reicht doch vollkommen und zeigt welche Ziele man verfolgt ohne gleich die Mannschaft unter Druck zu setzen mit Platz 1 oder 2. Dies unterstreichst Du ja auch im weiteren Verlauf Deiner Analyse.
Zitat von Bertikoks:
Denken wir mal drüber nach. Der Vorstand betont, dass nahezu alle Ziele leichter oder ausschließlich in der Bundesliga umsetzbar sind. Er erklärt weiterhin, dass wir nicht noch einmal auf diesem (finanziellen) Niveau angreifen können, was wohl jeder, der sich mit der Sache ein wenig beschäftigt, gut nachvollziehen kann.
Der (finanzielle) Unterschied zwischen Liga 1 und 2 beträgt in der neuen Saison gut 16 Mio € und wächst weiter. Wenn man sich den Lizenzspieler-Etat von 11 Mio ansieht, wird einem erst die Dimension deutlich.
Wenn man sich die letzten Jahre in der 2. Liga ansieht gab es mit Frankfurt und Hertha zwei Vereine, die gewaltig in Vorleistung gegangen sind und einen wesentlich höheren Spieler-Etat hatten nur um direkt wieder aufzusteigen. Daneben stieg auch immer eine Mannschaft mit überragendem Teamgeist auf - Braunschweig oder Greuther Fürh.
Die Frage ist also, haue ich kräftig rein, mache gewaltige Schulden um die Aufstiegschance zu erhöhen, oder senke ich den Etat etwas, versuche den Verlust in Liga 2 nicht zu gross werden zu lassen und habe damit aber keine Aufstiegs"garantie".
Beide Wege kann man kritisieren oder loben. Es bleibt eine Sache der Abwägung. Hertha muss nun bitter büssen für den hohen Zweitliga-Etat und hat nun 10 Mio Verlust an eine Tochtergesellschaft "ausgegliedert". Frankfurt versucht derzeit ähnliches und Köln hat seine Bilanz mit dem Verkauf des Geisbockheims an eine Tochter aufgehübscht. Zudem benutzt man seine Anleihe für den laufenden Spielbetrieb. Ein gefährlicher Weg. Noch hat man dort den Etat nicht an Zweitligaverhältnisse angepasst.
Gerade bei den Absteigern ist es ein Abwägen, welches finanzielle Risiko man eingeht um direkt wieder aufzusteigen. Risiko mit hohem Verlust, ohne Garantie auf den Aufstieg (siehe Köln), oder leichter Etat-Abbau mit glücklichem Transferhändchen, oder ... die Strategien sind vielfältig.
Zitat von Bertikoks:
Oder muss man nicht kompromisslos den Aufstieg anstreben, weil danach sonst zwangsläufig wieder ein Umbruch ansteht?
Du meinst damit die Hertha oder Frankfurt-Strategie? Nein, die will ich wirklich nicht gehen, da wäre mir wesentlich unwohler.
Zitat von Bertikoks:
Olé Rot Weiß.
Merke: Der sportliche Erfolg entscheidet, ob eine Strategie richtig oder falsch ist/war. Eigentlich schade.
Danke für die vielen Anregungen Deiner Analyse zu Saisonbeginn. Deshalb auch eine dicke Wertung von mir.
Blieb so doch keine Zeit den verpassten Aufstieg zu verarbeiten und sich eine Meinung zum Thema zu bilden. War es nun eine Niederlage, weil die Spieler zu schlecht waren um den Gegner zu besiegen? Oder war es am Ende doch ein Sieg, weil wir auf den Rängen mit all unserer Liebe zum Verein alles überstrahlt haben was jemand anderes mit nahezu unbegrenzten Mitteln zu kaufen versucht?
Vor, während und nach dem Spiel haben die Fans demonstriert, dass das ihr Verein ist und zwar absolut friedlich. Wenn ich da an den letzten Abstieg von Frankfurt, Hertha oder den möglichen von Hoffenheim denke kommen mir da gewaltige Unterschiede in den Sinn.
Solch ein Gefühl, Gefühle an sich - kann weder Hopp noch ein Abramovich kaufen.
Zitat von Bertikoks:
Überhaupt scheint es so, als habe der FCK gelernt aus der letzten Saison. Er nennt nicht mehr den Aufstieg als Ziel, sondern gibt sich mit dem Kampf um die ersten Plätze zufrieden. Trotz dieser an sich löblichen Kurskorrektur wirkt diese Nummer irgendwie unglaubwürdig auf mich. Klingt ein wenig nach "gewollt und nicht gekonnt" oder schlichter gesagt nach "Eiertanz". Kurz, es macht den Eindruck, als wenn man sich nicht getraut hat, dass Kind noch einmal beim Namen zu nennen.
Kuntz: "Wir wollen aufsteigen, Ziel ist Platz 1 oder 2."
Was wäre denn gewesen, wenn sich unser VV heute so positioniert hätte?
Unglaubwürdig nach all den Transfers? Damit setzt man die Mannschaft zu sehr unter Druck?
"Wir hätten gerne nach dem 30. Spieltag noch die Chance, einen der ersten drei Plätze zu belegen." Ich finde diese Formulierung reicht doch vollkommen und zeigt welche Ziele man verfolgt ohne gleich die Mannschaft unter Druck zu setzen mit Platz 1 oder 2. Dies unterstreichst Du ja auch im weiteren Verlauf Deiner Analyse.
Zitat von Bertikoks:
Denken wir mal drüber nach. Der Vorstand betont, dass nahezu alle Ziele leichter oder ausschließlich in der Bundesliga umsetzbar sind. Er erklärt weiterhin, dass wir nicht noch einmal auf diesem (finanziellen) Niveau angreifen können, was wohl jeder, der sich mit der Sache ein wenig beschäftigt, gut nachvollziehen kann.
Der (finanzielle) Unterschied zwischen Liga 1 und 2 beträgt in der neuen Saison gut 16 Mio € und wächst weiter. Wenn man sich den Lizenzspieler-Etat von 11 Mio ansieht, wird einem erst die Dimension deutlich.
Wenn man sich die letzten Jahre in der 2. Liga ansieht gab es mit Frankfurt und Hertha zwei Vereine, die gewaltig in Vorleistung gegangen sind und einen wesentlich höheren Spieler-Etat hatten nur um direkt wieder aufzusteigen. Daneben stieg auch immer eine Mannschaft mit überragendem Teamgeist auf - Braunschweig oder Greuther Fürh.
Die Frage ist also, haue ich kräftig rein, mache gewaltige Schulden um die Aufstiegschance zu erhöhen, oder senke ich den Etat etwas, versuche den Verlust in Liga 2 nicht zu gross werden zu lassen und habe damit aber keine Aufstiegs"garantie".
Beide Wege kann man kritisieren oder loben. Es bleibt eine Sache der Abwägung. Hertha muss nun bitter büssen für den hohen Zweitliga-Etat und hat nun 10 Mio Verlust an eine Tochtergesellschaft "ausgegliedert". Frankfurt versucht derzeit ähnliches und Köln hat seine Bilanz mit dem Verkauf des Geisbockheims an eine Tochter aufgehübscht. Zudem benutzt man seine Anleihe für den laufenden Spielbetrieb. Ein gefährlicher Weg. Noch hat man dort den Etat nicht an Zweitligaverhältnisse angepasst.
Gerade bei den Absteigern ist es ein Abwägen, welches finanzielle Risiko man eingeht um direkt wieder aufzusteigen. Risiko mit hohem Verlust, ohne Garantie auf den Aufstieg (siehe Köln), oder leichter Etat-Abbau mit glücklichem Transferhändchen, oder ... die Strategien sind vielfältig.
Zitat von Bertikoks:
Oder muss man nicht kompromisslos den Aufstieg anstreben, weil danach sonst zwangsläufig wieder ein Umbruch ansteht?
Du meinst damit die Hertha oder Frankfurt-Strategie? Nein, die will ich wirklich nicht gehen, da wäre mir wesentlich unwohler.
Zitat von Bertikoks:
Olé Rot Weiß.
Merke: Der sportliche Erfolg entscheidet, ob eine Strategie richtig oder falsch ist/war. Eigentlich schade.
Danke für die vielen Anregungen Deiner Analyse zu Saisonbeginn. Deshalb auch eine dicke Wertung von mir.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Meininger am 19.07.2013 um 13:49 Uhr bearbeitet
22.07.2013 - 10:16 Uhr
Danke Berti für die gute Saisoneröffnung in der Couchingzone. Die letzten beiden Jahre habe ich immer etwas spärlich hier gelesen, diese Saison will ich das regelmäßig tun, unter anderem auch wegen der anregenden Eröffnung.
Der erste Schritt etwas positive Energie über die Saison zu "schleppen" wurde am Samstag getan.
Der erste Schritt etwas positive Energie über die Saison zu "schleppen" wurde am Samstag getan.
22.07.2013 - 10:54 Uhr
Auch von mir noch verspäteten Dank für das gute Couching! Hoffe, ihr verändert da nicht zu viel dran. Die zwischen Frust und Lust zerrissene Fanseele braucht einen solchen Ort, an dem nicht alles schwarz/weiß-interpretiert wird und wo neben der Sache auch das subjektive Fan-Erleben des Auf und Ab unseres geliebten Vereins seinen Platz hat. Einfach auch einen Ort, an dem man sich zur Abwechslung mal nicht gegenseitig an die virtuelle Gurgel geht, sondern an dem das Gemeinsame im Vordergrund steht. Dafür steht für mich das Couching und das macht es auch so unentbehrlich! Weiter so (hoffentlich)!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 22.07.2013 um 10:58 Uhr bearbeitet
22.07.2013 - 11:10 Uhr
Was möchte uns der Herr Kohlmeyer denn nun eigentlich bzgl. "Neuerungen in der Couchingzone" mitteilen?
Berti hat gegackert, jetzt muss Kohli auch legen. ;)
Berti hat gegackert, jetzt muss Kohli auch legen. ;)
22.07.2013 - 12:02 Uhr
Kommt morgen oder am Mittwoch, bin im Moment anderweitig beschäftigt.
24.07.2013 - 12:00 Uhr
Liebe Couchgemeinde,
hier nun die von Berti bereits angekündigte Erklärung zum künftigen Treiben in der Couchingzone.
Berti und Bahli gehen nunmehr ins siebte Jahr ihrer Kolumnistentätigkeit, Butduma und meine Wenigkeit ins vierte. Da bleiben gewisse Abnutzungserscheinungen nicht aus, sowohl bei den Kolumnisten, die alle vier Wochen zu liefern haben, egal, was im realen Berufs- und Privatleben gerade noch so auf sie einstürzt, als auch bei den Couchingkonsumenten.
Nach wie vor sind wir sehr stolz darauf, diese Kolumne bei TM etabliert zu haben, und wir sind uns unserer nach wie vor treuen Leserschaft auch bewusst. Wir sehen aber auch, dass insgesamt das Interesse an unserer Kolumne nachlässt, insbesondere bei den nachrückenden TM-Generationen.
Ausflüchte, dass die Jugend halt zu dumm sei zum Lesen, oder, dass man es eben niemals allen recht machen kann, sind uns zu billig. Wir halten auch nichts davon, für "unsere" Fangeneration weiterzucouchen, bis sie geschlossen ins TM-Seniorenheim einrückt und nicht einmal mehr Butduma-Poesie von einer Kohlmeyer-Sauerei unterscheiden kann. Die Kolumne einfach einzustellen, solange es wenigstens noch ein paar Leute schade finden, ist für uns auch keine Alternative - wir haben aber, ich geb's zu, drüber nachgedacht.
Dann aber haben wir überlegt, wie wir der Kolumne neues Leben einhauchen können. Der Zeitpunkt ja auch legitim. Bei einem Fahrzeugmodell steht nach spätestens drei Jahren ein "Facelift" an, und selbst amerikanische Top-TV-Serien wie "Lost" oder "Breaking Bad" offenbaren spätestens nach der dritten "Season" qualitative Durchhänger. Insofern ist eine Reaktion der Couchingzone eigentlich sogar schon überfällig.
Was wir ändern wollen:
- das Couching soll künftig kürzer werden. Wir wollen uns auf 2500 Zeichen (mit Leerzeichen) beschränken, das entspricht einem normalen Zeitungsartikel von 70 bis 80 Zeilen Länge. Sicher, da bleibt kein Platz mehr für thematische Rundumschläge oder ausdifferenzierte Betrachtungen, statt dessen wollen wir uns auf einen oder zwei Gedanken zur aktuellen Situation beschränken, diesen aber gepfefferter und auch provokativer formulieren. Damit wollen wir uns nicht nur selbst das Leben einfacher machen, sondern auch insgesamt lesefreundlicher werden, insbesondere für die, die TM lediglich auf einem Smartphone verfolgen. Ehrlich gesagt, würde ich meine Ergüsse auch nicht auf meinem iPhone lesen wollen.
- wir wollen im Laufe der Hinrunde einige neue Autoren in den Kolumnistenkreis integrieren. Verhandlungen laufen bereits, und ich darf voller Stolz verkünden, dass das ebenso geschätzte wie fachkundige, aber durchaus auch streitbare Zweikampfmonster bereits zugesagt hat. Weitere Debütanten werden folgen, wir halten auch gezielt Ausschau nach Talenten, die jünger sind als wir.
Auch dies tun wir nicht nur, um die altgedienten Kolumnisten zu entlasten. Wir wollen dadurch vielmehr das Weiterbestehen der Kolumne gewährleisten, falls sich die Veteranen irgendwann mal ganz in den Ruhestand verabschieden wollen. Denn wie sagte weiland schon Fritz Fuchs: "Die Protagonisten kommen und gehen, der FCK bleibt bestehen". So ähnlich soll es dereinst mit dieser Kolumne sein.
Darüber hinaus denken wir auch über neue Formen nach, etwa eine Kolumne im Pro- und Contra-Stil, bei der wir ein Streitthema vorgeben und zwei Kolumnisten ihre unterschiedlichen Positionen darlegen.
Möglicherweise werden wir auch immer wieder mal auf das allumfassend reflektierende Endloscouching zurückkommen, dies dann aber nicht mehr regelmäßig, sondern vielleicht als Sonderausgabe unter der Woche platziert.
Denn es ist uns schon klar, dass solche Reaktionen kommen werden wie: "Früher fand ich's besser." Aber da müssen wir jetzt durch.
Wie heißt es schon bei Lampedusa: "Die Dinge müssen sich ändern, damit sie die gleichen bleiben."
In diesem Sinne
Kohlmeyer
P.S.: Am Freitag coucht Bahli, erstmals in der neuen Form.
hier nun die von Berti bereits angekündigte Erklärung zum künftigen Treiben in der Couchingzone.
Berti und Bahli gehen nunmehr ins siebte Jahr ihrer Kolumnistentätigkeit, Butduma und meine Wenigkeit ins vierte. Da bleiben gewisse Abnutzungserscheinungen nicht aus, sowohl bei den Kolumnisten, die alle vier Wochen zu liefern haben, egal, was im realen Berufs- und Privatleben gerade noch so auf sie einstürzt, als auch bei den Couchingkonsumenten.
Nach wie vor sind wir sehr stolz darauf, diese Kolumne bei TM etabliert zu haben, und wir sind uns unserer nach wie vor treuen Leserschaft auch bewusst. Wir sehen aber auch, dass insgesamt das Interesse an unserer Kolumne nachlässt, insbesondere bei den nachrückenden TM-Generationen.
Ausflüchte, dass die Jugend halt zu dumm sei zum Lesen, oder, dass man es eben niemals allen recht machen kann, sind uns zu billig. Wir halten auch nichts davon, für "unsere" Fangeneration weiterzucouchen, bis sie geschlossen ins TM-Seniorenheim einrückt und nicht einmal mehr Butduma-Poesie von einer Kohlmeyer-Sauerei unterscheiden kann. Die Kolumne einfach einzustellen, solange es wenigstens noch ein paar Leute schade finden, ist für uns auch keine Alternative - wir haben aber, ich geb's zu, drüber nachgedacht.
Dann aber haben wir überlegt, wie wir der Kolumne neues Leben einhauchen können. Der Zeitpunkt ja auch legitim. Bei einem Fahrzeugmodell steht nach spätestens drei Jahren ein "Facelift" an, und selbst amerikanische Top-TV-Serien wie "Lost" oder "Breaking Bad" offenbaren spätestens nach der dritten "Season" qualitative Durchhänger. Insofern ist eine Reaktion der Couchingzone eigentlich sogar schon überfällig.
Was wir ändern wollen:
- das Couching soll künftig kürzer werden. Wir wollen uns auf 2500 Zeichen (mit Leerzeichen) beschränken, das entspricht einem normalen Zeitungsartikel von 70 bis 80 Zeilen Länge. Sicher, da bleibt kein Platz mehr für thematische Rundumschläge oder ausdifferenzierte Betrachtungen, statt dessen wollen wir uns auf einen oder zwei Gedanken zur aktuellen Situation beschränken, diesen aber gepfefferter und auch provokativer formulieren. Damit wollen wir uns nicht nur selbst das Leben einfacher machen, sondern auch insgesamt lesefreundlicher werden, insbesondere für die, die TM lediglich auf einem Smartphone verfolgen. Ehrlich gesagt, würde ich meine Ergüsse auch nicht auf meinem iPhone lesen wollen.
- wir wollen im Laufe der Hinrunde einige neue Autoren in den Kolumnistenkreis integrieren. Verhandlungen laufen bereits, und ich darf voller Stolz verkünden, dass das ebenso geschätzte wie fachkundige, aber durchaus auch streitbare Zweikampfmonster bereits zugesagt hat. Weitere Debütanten werden folgen, wir halten auch gezielt Ausschau nach Talenten, die jünger sind als wir.
Auch dies tun wir nicht nur, um die altgedienten Kolumnisten zu entlasten. Wir wollen dadurch vielmehr das Weiterbestehen der Kolumne gewährleisten, falls sich die Veteranen irgendwann mal ganz in den Ruhestand verabschieden wollen. Denn wie sagte weiland schon Fritz Fuchs: "Die Protagonisten kommen und gehen, der FCK bleibt bestehen". So ähnlich soll es dereinst mit dieser Kolumne sein.
Darüber hinaus denken wir auch über neue Formen nach, etwa eine Kolumne im Pro- und Contra-Stil, bei der wir ein Streitthema vorgeben und zwei Kolumnisten ihre unterschiedlichen Positionen darlegen.
Möglicherweise werden wir auch immer wieder mal auf das allumfassend reflektierende Endloscouching zurückkommen, dies dann aber nicht mehr regelmäßig, sondern vielleicht als Sonderausgabe unter der Woche platziert.
Denn es ist uns schon klar, dass solche Reaktionen kommen werden wie: "Früher fand ich's besser." Aber da müssen wir jetzt durch.
Wie heißt es schon bei Lampedusa: "Die Dinge müssen sich ändern, damit sie die gleichen bleiben."
In diesem Sinne
Kohlmeyer
P.S.: Am Freitag coucht Bahli, erstmals in der neuen Form.
24.07.2013 - 12:05 Uhr
Da ist sie, die Katze, die sich die ganze Zeit im Sack versteckt hielt. Ich finde die angekündigten Änderungen durchweg gut, auch wenn gerade die Länge der Couchings den Autoren doch stets viel kreativen Freiraum ließ. Frisches Blut ist sicher auch eine gute Sache, neue Impulse tun ja meist ganz gut.
Ich freue mich auch weiterhin auf das Couching und bin mir sicher, dass hier auch weiterhin jede Woche Interessantes/Lustiges/Tiefgründiges zu lesen sein wird.
Ich freue mich auch weiterhin auf das Couching und bin mir sicher, dass hier auch weiterhin jede Woche Interessantes/Lustiges/Tiefgründiges zu lesen sein wird.
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