Die Couchingzone
13.08.2010 - 13:19 Uhr
21.02.2014 - 17:01 Uhr
Gut gebellt Bello... gut gecoucht Berti! Kritische und nachdenkliche Töne sind immer wichtig, denn Zufriedenheit ist Stillstand. Wobei nach der Haue in Aue diese Woche ohnehin kein Lautrer zufrieden sein dürfte. Berti, Du ziehst uns halt nur noch ein wenig mehr runter. Das ist schon okay :ugly
Und Couchings sind in der Tat Werke, die man wie ein Feedback-Gespräch einfach mal stehen lassen sollte. Ich denke allerdings, dass sich Berti freuen würde, wenn man den Couching im passenden Thread aufgreift und dort diskutiert. Der Diskussionsstoff ist ja vorhanden.
So... nun harre ich der Dinge bzgl. des nächsten Couchings!
Und Couchings sind in der Tat Werke, die man wie ein Feedback-Gespräch einfach mal stehen lassen sollte. Ich denke allerdings, dass sich Berti freuen würde, wenn man den Couching im passenden Thread aufgreift und dort diskutiert. Der Diskussionsstoff ist ja vorhanden.
So... nun harre ich der Dinge bzgl. des nächsten Couchings!
21.02.2014 - 17:32 Uhr
Zitat von Bertikoks:
Unser Vorstandsvorsitzender dankte aber jüngst, auf der Jahreshauptversammlung nämlich, seinem ehemaligen Trainer Franco Foda, für die hervorragende Zusammenstellung des Kaders. Was darauf schließen lässt, dass eben nicht Kuntz, sondern doch der jeweilige Trainer die Truppe so zusammenzimmert wie er es gerade haben will
Das ist wirklich der erste Gedanke, der dir dabei kommt?
Wirklich?
Für mich klingt das eher wie ein Hit aus dem Jahre 2001, mit dem Shaggy sein Comeback schaffte. Und auch bei uns wird es am Ende heißen:
We stayed until it was over...
Unser Vorstandsvorsitzender dankte aber jüngst, auf der Jahreshauptversammlung nämlich, seinem ehemaligen Trainer Franco Foda, für die hervorragende Zusammenstellung des Kaders. Was darauf schließen lässt, dass eben nicht Kuntz, sondern doch der jeweilige Trainer die Truppe so zusammenzimmert wie er es gerade haben will
Das ist wirklich der erste Gedanke, der dir dabei kommt?
Wirklich?
Für mich klingt das eher wie ein Hit aus dem Jahre 2001, mit dem Shaggy sein Comeback schaffte. Und auch bei uns wird es am Ende heißen:
We stayed until it was over...
22.02.2014 - 10:16 Uhr
Also jetzt muss ich doch mal was hinterherschicken. Denn ich verstehe die eine oder andere Reaktion irgendwie nicht. Und das fängt mit Meininger an. Ich habe Kuntz in diesem Beitrag überhaupt nicht in Frage gestellt. Im Gegenteil. Warum fokussiert sich Meininger dann auf die Frage "Wer hätte es denn besser gemacht?" - habt ihr wirklich den Eindruck, Berti stürmt in dieser Ausgabe mit Fackel und Mistgabel bewaffnet in Richtung Geschäftsstelle?
Ich mag Kuntz. Und ich will, dass er noch lange bleibt. Aber ich will auch, dass er da wo er Mist macht, wie vormals beim NLZ das hauptsächlich wegen Managementfehlern seine Sterne verlor, das Ruder herumwirft, und die richtigen Konsequenzen zieht. Das hat er beim NLZ mit der Absetzung seines Freundes und mit der Einstellung von Konrad Fünfstück getan. Wir haben uns alle sehr über das Ergebnis gefreut. Mit der stillen Versetzung von Marco Haber ist ein weiterer Schritt gegangen worden. Die Farce von den unabdingbaren zwei Teammanagern war ja auch augenscheinlich. Im Winter hat man erstmals - wenn auch zaghaft - den Kader verkleinert. Man hat einen Mann für die linke Außenbahn geholt. Eine Zone die vorher bereits als Problemzone ausgemacht war. Ob man die Prioritäten jetzt dort oder woanders setzt, müssen die Verantwortlichen entscheiden. Und das haben sie getan. Jeder von uns wird damit nicht immer einverstanden sein. Wie denn auch? Aber man sollte auch in den Zonen einkaufen die man vorher als Schwachpunkt lokalisiert hat. Und das hat man, wenigstens teilweise, getan. Dass man keine "Zehn" bekommen hat weil sie zu teuer war, kann ich bestätigen. Wobei ich das im Fall des Österreichers, so er denn dabei gewesen sein sollte, eher für einen Glücksfall halte.
Was den Lakic Transfer betrifft, den sehe ich nicht besonders kritisch. Ich habe mich gefreut. Lucky ist wieder da und wenn es nicht passt, dann ist man ihn im Sommer wieder los. Aber warum sollte es nicht passen? Das war eine Gelegenheit einen erstligatauglichen Stürmer zu holen. Mo wird im Sommer weiterziehen, da sollten wir uns nichts vormachen. Und Lakic wird etwas Zeit brauchen. Aber zusammen mit Zoller gut funktionieren. Da bin ich mir sicher.
Der Trainer hat in Aue einige Dinge ausprobiert. Die sind in die Hose gegangen. Dafür kann Kuntz nun überhaupt nichts. Aber - und das ist eigentlich der zentrale Punkt - Kuntz ist seit mehr als einem halben Jahrzehnt der mit umfangreichen Kompetenzen ausgestattete Vorstandsvorsitzende des 1. FC Kaiserslautern. Wie auch immer man seine Bilanz bewerten mag, und darauf habe ich bewusst verzichtet, er ist verantwortlich. Diese Doppelmoral geht mir auf die Nüsse. Und da lieber Meininger, bist du tatsächlich das beste Beispiel: Wenn etwas toll läuft, bist du der erste der aufsteht und ruft: "Seht ihr, das ist Stefans Leistung! Er trägt die Verantwortung!" Geht etwas schief oder wird offensichtlich schlecht geplant oder dilettantisch umgesetzt, dann bist auch Du es der als erstes aufspringt und ruft: "Die Strukturen sind nachteilig, der Friedrich, der Jäggi, die sind schuld! Das Stadion ist ein Klotz die Spieler sind gierig, die Erwartungshaltung der Fans überzogen und der arme Stefan muss immer damit kämpfen!" Dem kann ich nur entgegenhalten: "Entweder oder, Herr Meininger!" Beides geht nicht.
Die Sache mit der überzogenen Erwartungshaltung geht mir übrigens auch langsam aber sicher auf die Eier. Vier Jahre zweite Bundeliga, das schlechteste Jahr der Vereinsgeschichte in der ersten Bundesliga sind neben einem guten Jahr in Klasse eins, keine herausragende Bilanz. Wer da immer davon faselt es sei nicht mehr möglich, der soll sich fragen warum wir über vierzig Jahre Bundesliga gespielt haben. Zufall? Ausgerechnet Kuntz, der mit unserem Verein Meister und Pokalsieger geworden ist müsste es doch besser wissen. Oder war das ein Versehen? Ich denke nicht. Es ist richtig. Man sollte keine überzogenen Maßstäbe anlegen. Aber dieser Vorwurf stammt doch noch aus der Zeit, als man erwartete der FCK könne schnell wieder an die nationale Spitze zurückkehren. Dass dies heute niemand mehr verlangt dürfte klar sein. Wenn man die Erwartungshaltung aber auf Amateurfußball zurückstellt, wo sie beim FCK niemals gewesen ist, dann sieht man in unserer jetzigen Position natürlich herausragend gut aus. Aber Freunde, dass war nie unser Anspruch. Und das darf er auch nicht werden. Unsere beiden letzten Meistertitel liegen weniger weit in der Vergangenheit, als der letzte des "großen HSV" zum Beispiel. Ob wir jemals wieder ganz oben stehen werden steht in den Sternen. Aber das untere Mittelfeld der ersten Bundesliga sollte mit unseren Strukturen nicht nur machbar, sondern auch Ziel sein. Es ist doch Stefan Kuntz selbst, der immer betont, der FCK könne auf Dauer nur in der ersten Liga überleben. Recht hat er. Dann sollte das aber auch unser Anspruch sein. Weshalb ich der überzogenen Erwartungshaltung die "untertriebene Erwartungshaltung" entgegensetzen möchte. Das gesunde Mittelmaß muss unser Ziel sein. Und im Grunde ist es das doch auch.
Was also ist so verwerfliches daran zu fordern, dass man den Mann an der Spitze, der letztlich immer das letzte Wort hat und der gut dafür bezahlt wird, einfach die Verantwortung zuschreibt, die er auch offiziell trägt. Kuntz ist der Verantwortliche für die Lage des FCK. Im guten wie im schlechten Zeiten. Punkt. Alles andere ist Religion.
Gruß Berti
Ich mag Kuntz. Und ich will, dass er noch lange bleibt. Aber ich will auch, dass er da wo er Mist macht, wie vormals beim NLZ das hauptsächlich wegen Managementfehlern seine Sterne verlor, das Ruder herumwirft, und die richtigen Konsequenzen zieht. Das hat er beim NLZ mit der Absetzung seines Freundes und mit der Einstellung von Konrad Fünfstück getan. Wir haben uns alle sehr über das Ergebnis gefreut. Mit der stillen Versetzung von Marco Haber ist ein weiterer Schritt gegangen worden. Die Farce von den unabdingbaren zwei Teammanagern war ja auch augenscheinlich. Im Winter hat man erstmals - wenn auch zaghaft - den Kader verkleinert. Man hat einen Mann für die linke Außenbahn geholt. Eine Zone die vorher bereits als Problemzone ausgemacht war. Ob man die Prioritäten jetzt dort oder woanders setzt, müssen die Verantwortlichen entscheiden. Und das haben sie getan. Jeder von uns wird damit nicht immer einverstanden sein. Wie denn auch? Aber man sollte auch in den Zonen einkaufen die man vorher als Schwachpunkt lokalisiert hat. Und das hat man, wenigstens teilweise, getan. Dass man keine "Zehn" bekommen hat weil sie zu teuer war, kann ich bestätigen. Wobei ich das im Fall des Österreichers, so er denn dabei gewesen sein sollte, eher für einen Glücksfall halte.
Was den Lakic Transfer betrifft, den sehe ich nicht besonders kritisch. Ich habe mich gefreut. Lucky ist wieder da und wenn es nicht passt, dann ist man ihn im Sommer wieder los. Aber warum sollte es nicht passen? Das war eine Gelegenheit einen erstligatauglichen Stürmer zu holen. Mo wird im Sommer weiterziehen, da sollten wir uns nichts vormachen. Und Lakic wird etwas Zeit brauchen. Aber zusammen mit Zoller gut funktionieren. Da bin ich mir sicher.
Der Trainer hat in Aue einige Dinge ausprobiert. Die sind in die Hose gegangen. Dafür kann Kuntz nun überhaupt nichts. Aber - und das ist eigentlich der zentrale Punkt - Kuntz ist seit mehr als einem halben Jahrzehnt der mit umfangreichen Kompetenzen ausgestattete Vorstandsvorsitzende des 1. FC Kaiserslautern. Wie auch immer man seine Bilanz bewerten mag, und darauf habe ich bewusst verzichtet, er ist verantwortlich. Diese Doppelmoral geht mir auf die Nüsse. Und da lieber Meininger, bist du tatsächlich das beste Beispiel: Wenn etwas toll läuft, bist du der erste der aufsteht und ruft: "Seht ihr, das ist Stefans Leistung! Er trägt die Verantwortung!" Geht etwas schief oder wird offensichtlich schlecht geplant oder dilettantisch umgesetzt, dann bist auch Du es der als erstes aufspringt und ruft: "Die Strukturen sind nachteilig, der Friedrich, der Jäggi, die sind schuld! Das Stadion ist ein Klotz die Spieler sind gierig, die Erwartungshaltung der Fans überzogen und der arme Stefan muss immer damit kämpfen!" Dem kann ich nur entgegenhalten: "Entweder oder, Herr Meininger!" Beides geht nicht.
Die Sache mit der überzogenen Erwartungshaltung geht mir übrigens auch langsam aber sicher auf die Eier. Vier Jahre zweite Bundeliga, das schlechteste Jahr der Vereinsgeschichte in der ersten Bundesliga sind neben einem guten Jahr in Klasse eins, keine herausragende Bilanz. Wer da immer davon faselt es sei nicht mehr möglich, der soll sich fragen warum wir über vierzig Jahre Bundesliga gespielt haben. Zufall? Ausgerechnet Kuntz, der mit unserem Verein Meister und Pokalsieger geworden ist müsste es doch besser wissen. Oder war das ein Versehen? Ich denke nicht. Es ist richtig. Man sollte keine überzogenen Maßstäbe anlegen. Aber dieser Vorwurf stammt doch noch aus der Zeit, als man erwartete der FCK könne schnell wieder an die nationale Spitze zurückkehren. Dass dies heute niemand mehr verlangt dürfte klar sein. Wenn man die Erwartungshaltung aber auf Amateurfußball zurückstellt, wo sie beim FCK niemals gewesen ist, dann sieht man in unserer jetzigen Position natürlich herausragend gut aus. Aber Freunde, dass war nie unser Anspruch. Und das darf er auch nicht werden. Unsere beiden letzten Meistertitel liegen weniger weit in der Vergangenheit, als der letzte des "großen HSV" zum Beispiel. Ob wir jemals wieder ganz oben stehen werden steht in den Sternen. Aber das untere Mittelfeld der ersten Bundesliga sollte mit unseren Strukturen nicht nur machbar, sondern auch Ziel sein. Es ist doch Stefan Kuntz selbst, der immer betont, der FCK könne auf Dauer nur in der ersten Liga überleben. Recht hat er. Dann sollte das aber auch unser Anspruch sein. Weshalb ich der überzogenen Erwartungshaltung die "untertriebene Erwartungshaltung" entgegensetzen möchte. Das gesunde Mittelmaß muss unser Ziel sein. Und im Grunde ist es das doch auch.
Was also ist so verwerfliches daran zu fordern, dass man den Mann an der Spitze, der letztlich immer das letzte Wort hat und der gut dafür bezahlt wird, einfach die Verantwortung zuschreibt, die er auch offiziell trägt. Kuntz ist der Verantwortliche für die Lage des FCK. Im guten wie im schlechten Zeiten. Punkt. Alles andere ist Religion.
Gruß Berti
25.02.2014 - 19:03 Uhr
Zitat von Vic Dorn:
Früher hat man sich zuhauf ereifert über all die Merkels, Eichbergs, Effenbergs, Jesus Gils, Aussauers, Lörings, Baslers, Klimaschewskis, Daums und wie sie alle hießen.
.....................Aber heute fehlen sie. .......
Heute heißen sie: Bayernspieler, Kollektiv.
M.
Früher hat man sich zuhauf ereifert über all die Merkels, Eichbergs, Effenbergs, Jesus Gils, Aussauers, Lörings, Baslers, Klimaschewskis, Daums und wie sie alle hießen.
.....................Aber heute fehlen sie. .......
Heute heißen sie: Bayernspieler, Kollektiv.
M.
28.02.2014 - 09:31 Uhr
Jahrgng 4 - 26. Ausgabe: Bundesliga versus Europa League
Mein letztes Couching stammte vom Weihnachtsmarkt. Jetzt zwingt mich ein verhindertes Monster mit Vornamen Zweikampf auch noch ins Faschingswochenende. Einerseits völlig daneben, andererseits nicht unpassend, denn zu Lachen gibt es für die Anhänger der Betze-Kicker momentan wenig, allerdings ist das, was uns die Balltreter in den roten Teufels-Trikots derzeit präsentieren tatsächlich zum "Närrischwerden".
Naja, unabhängig von Pappnasen, Kostümen und Schminke werden wir heute Abend in Cottbus wieder verlieren, das ist so sicher wie das Helau in Mainz und das Alaaf in Köln. Schließlich stehen die Energieler in der Tabelle weit hinter uns, da hilft alles Beschönigen nichts. Und allein aufgrund dieser Tabellensituation ist uns, wie die Logik der letzten Wochen zeigt, die Niederlage gewiss. Seit dem ersten Advent haben wir es ausschließlich geschafft, gegen stärkere Gegner zu gewinnen, während jedes Spiel gegen hinter uns rangierende Gegner in die Hosen ging. Win the Winner-Games und loose the Looser-Games. Das frustet!
Ein Blick auf Spielplan und Tabelle zeigt uns, wie es weiterlaufen wird:
5 Heim-Niederlagen gegen die eigentlich schon Abgestiegenen, die aus dem Teutoburger Wald, die von der Ruhr, die Äppelwoi-Trinker und die Dynamos wird ein einsamer Heimsieg gegen den rheinischen Namensvetter gegenüberstehen. Dafür werden aber - Tabelle sei Dank - 2 Auswärts-Niederlagen im Stadion der Freundschaft und in der Löwenhöhle durch knackige 4 Auswärts-Siege jenseits des großen Grenzflusses, an der Sündenmeile, beim berühmten Hauptmann in der Försterei sowie in der weiteren rheinischen Karnevals-Hochburg überkompensiert werden.
Das wären weitere 15 Pünktchen auf unserem Konto, welches dann summa summarum am Ende 49 Zähler aufweisen wird, was anno domini 2013 zu Platz 6, bzw 7 führte. Saisonziel verfehlt, aber immerhin noch drin in Liga 2.
Aber da war doch noch was...wir haben doch seit November nicht nur die Mittelfranken ohne Punkte vom Berg gejagt...? Richtig! Auch ein Champions-League-Aspirin...äh...-Aspirant gabt sich die Ehre, sich von unseren Jungs die Butter vom Brot nehmen zu lassen.
Wieder einmal zeigt sich, wie wichtig die Analyse vermeintlicher Probleme ist, bevor man sich an die Lösung derselben heranzutrauen wagt.
Da schreibt der engagierte tm-User wieder Seiten voll über völlig irrelevante Systemfragen wie 4-4-2 oder 4-5-1, hochstehende Außenverteidiger und zwischen-die-Innenverteidiger-zurück-fallende-Sechser, über Spiel-eröffnende-Verteidiger und die Defensivarbeit offensiver Mittelfeldspieler. Top-Erstliga-Stürmer werden in Frage gestellt, nur weil sie keine Tore schießen, Regisseur-Talente, weil sie keine vorbereiten. Ganz penible Schreiberlinge vertreten gar die Meinung, gegnerische Tore würden ein Manko des eigenen Defensiv-Verbundes darstellen. Der Ober-Boss wird angegriffen, nur weil er als Chef für das verantwortlich sein soll, was die da unten alles vergurken und vereinzelt ist sogar Kritik am Übungsleiter zu hören, nur weil das ausführende Personal in fünf von sieben Spielen jeweils knapp hinter dem Sieger den Platz verlassen hat.
Und bei all diesem sinnlosen Fachgesimpel der selbsternannten Fan-Experten, dem permanenten Geschwafel über die Qualitäten und Mankos einzelner Spieler und die Fähigkeiten des Trainer-Stabes sieht wieder einmal keiner den Master-Plan des Fußball-Gottes, der wider Erwarten nach wie vor auf dem heiligen Berg wohnt und seine schützende Hand über dem einzig wahren Verein hält.
Die verquere Logik wird bei ruhiger Betrachtung ganz einfach und somit perfekt. Je weiter oben der Gegner steht, desto sicherer wird unser Erfolg. Deshalb habe ich mir in der unvermeidbaren Gewißheit des Sieges bereits Tickets für die Allianz-Arena gesichert und fiebere dem Jahreshöhepunkt in Berlin entgegen.
Zwar muß ich mich nach dieser Phase intensiver Analyse damit abfinden, Anhänger eines reinen Zweitliga-Vereines zu sein. Aber absteigen können wir nach den Gesetzen der Logik auch nicht. Denn je weiter unten wir in der Tabelle stehen, desto sicherer wird der nächste Sieg...und leider auch umgekehrt. Gefangen im System, gefangen im Mittelmaß. Aber mal ehrlich. Wer von uns, die wir hier gemeinsam mit und für unseren Verein schreiben, schreien und fiebern, ist denn etwas anderes? Wer würde für sich in Anspruch nehmen, aus der Masse der Mittelmäßigen herauszuragen? Wohl niemand. Und deshalb wird es uns allen leicht fallen, die Realität zu akzeptieren. Zwar prägt das Sein das Bewußtsein, aber das Bewußtsein schafft erst das Sein.
Und dann erschaffen wir uns die Parallelwelt zum grauen deutschen Mittelmaß-Alltag. Das Gefangensein in Liga 2 wird versüßt durch die sichere Teilnahme in der Europa-League als DFB-Pokalsieger. Als solcher werden wir Europa rocken, das ist sicher. Dafür haben wir oben so exakt analysiert. Als deutscher Zweitligist werden wir zwingend ausschließlich stärkere Gegner haben (oder spielt Gibraltar da jetzt auch mit?) und daher denknotwendig stets gewinnen. So gefangen wie wir daheim im Mittelmaß der zweiten Liga sind, so sicher werden wir zukünftig jedes Jahr als Pokalsieger Europa dominieren. Do ut des, das leistungstechnische Synallagma des 1. FC Kaiserslautern.
Ich hoffe, ich konnte Euch mit diese Zeilen ein wenig beruhigen, meine lieben Freunde. Mir jedenfalls ist nach dieser vernunftgesteuerten Selbsttherapie nicht mehr bange um unseren Herzensverein.
Gruß aus der Pfalz
Edith für die ganz Schlauen, die meinen, ich hätte vergessen, dass wir den DFB-Pokal zukünftig nicht gewinnen können, weil wir da auch gegen kleine Vereine spielen könnten: Habt Ihr Euch mal über den tieferen Sinn Gedanken gemacht, sich noch eine Viertliga-Mannschaft zu halten ;) ?!
Auf der Couch hocken derzeit sieben Nasen - Berti, Bahli, Butduma, Kohlmaier, laudere, Zweikampfmonster und running-man. Ob die alle aus Pappe sind, weiß der Schreiber dieser Zeilen leider nicht. Jedenfalls greift jeden Liga-Spieltag einer von ihnen zur virtuellen Feder, um die werte Leserschar gelegentlich auch mal auf vernünftige Gedanken zu bringen.
Mein letztes Couching stammte vom Weihnachtsmarkt. Jetzt zwingt mich ein verhindertes Monster mit Vornamen Zweikampf auch noch ins Faschingswochenende. Einerseits völlig daneben, andererseits nicht unpassend, denn zu Lachen gibt es für die Anhänger der Betze-Kicker momentan wenig, allerdings ist das, was uns die Balltreter in den roten Teufels-Trikots derzeit präsentieren tatsächlich zum "Närrischwerden".
Naja, unabhängig von Pappnasen, Kostümen und Schminke werden wir heute Abend in Cottbus wieder verlieren, das ist so sicher wie das Helau in Mainz und das Alaaf in Köln. Schließlich stehen die Energieler in der Tabelle weit hinter uns, da hilft alles Beschönigen nichts. Und allein aufgrund dieser Tabellensituation ist uns, wie die Logik der letzten Wochen zeigt, die Niederlage gewiss. Seit dem ersten Advent haben wir es ausschließlich geschafft, gegen stärkere Gegner zu gewinnen, während jedes Spiel gegen hinter uns rangierende Gegner in die Hosen ging. Win the Winner-Games und loose the Looser-Games. Das frustet!
Ein Blick auf Spielplan und Tabelle zeigt uns, wie es weiterlaufen wird:
5 Heim-Niederlagen gegen die eigentlich schon Abgestiegenen, die aus dem Teutoburger Wald, die von der Ruhr, die Äppelwoi-Trinker und die Dynamos wird ein einsamer Heimsieg gegen den rheinischen Namensvetter gegenüberstehen. Dafür werden aber - Tabelle sei Dank - 2 Auswärts-Niederlagen im Stadion der Freundschaft und in der Löwenhöhle durch knackige 4 Auswärts-Siege jenseits des großen Grenzflusses, an der Sündenmeile, beim berühmten Hauptmann in der Försterei sowie in der weiteren rheinischen Karnevals-Hochburg überkompensiert werden.
Das wären weitere 15 Pünktchen auf unserem Konto, welches dann summa summarum am Ende 49 Zähler aufweisen wird, was anno domini 2013 zu Platz 6, bzw 7 führte. Saisonziel verfehlt, aber immerhin noch drin in Liga 2.
Aber da war doch noch was...wir haben doch seit November nicht nur die Mittelfranken ohne Punkte vom Berg gejagt...? Richtig! Auch ein Champions-League-Aspirin...äh...-Aspirant gabt sich die Ehre, sich von unseren Jungs die Butter vom Brot nehmen zu lassen.
Wieder einmal zeigt sich, wie wichtig die Analyse vermeintlicher Probleme ist, bevor man sich an die Lösung derselben heranzutrauen wagt.
Da schreibt der engagierte tm-User wieder Seiten voll über völlig irrelevante Systemfragen wie 4-4-2 oder 4-5-1, hochstehende Außenverteidiger und zwischen-die-Innenverteidiger-zurück-fallende-Sechser, über Spiel-eröffnende-Verteidiger und die Defensivarbeit offensiver Mittelfeldspieler. Top-Erstliga-Stürmer werden in Frage gestellt, nur weil sie keine Tore schießen, Regisseur-Talente, weil sie keine vorbereiten. Ganz penible Schreiberlinge vertreten gar die Meinung, gegnerische Tore würden ein Manko des eigenen Defensiv-Verbundes darstellen. Der Ober-Boss wird angegriffen, nur weil er als Chef für das verantwortlich sein soll, was die da unten alles vergurken und vereinzelt ist sogar Kritik am Übungsleiter zu hören, nur weil das ausführende Personal in fünf von sieben Spielen jeweils knapp hinter dem Sieger den Platz verlassen hat.
Und bei all diesem sinnlosen Fachgesimpel der selbsternannten Fan-Experten, dem permanenten Geschwafel über die Qualitäten und Mankos einzelner Spieler und die Fähigkeiten des Trainer-Stabes sieht wieder einmal keiner den Master-Plan des Fußball-Gottes, der wider Erwarten nach wie vor auf dem heiligen Berg wohnt und seine schützende Hand über dem einzig wahren Verein hält.
Die verquere Logik wird bei ruhiger Betrachtung ganz einfach und somit perfekt. Je weiter oben der Gegner steht, desto sicherer wird unser Erfolg. Deshalb habe ich mir in der unvermeidbaren Gewißheit des Sieges bereits Tickets für die Allianz-Arena gesichert und fiebere dem Jahreshöhepunkt in Berlin entgegen.
Zwar muß ich mich nach dieser Phase intensiver Analyse damit abfinden, Anhänger eines reinen Zweitliga-Vereines zu sein. Aber absteigen können wir nach den Gesetzen der Logik auch nicht. Denn je weiter unten wir in der Tabelle stehen, desto sicherer wird der nächste Sieg...und leider auch umgekehrt. Gefangen im System, gefangen im Mittelmaß. Aber mal ehrlich. Wer von uns, die wir hier gemeinsam mit und für unseren Verein schreiben, schreien und fiebern, ist denn etwas anderes? Wer würde für sich in Anspruch nehmen, aus der Masse der Mittelmäßigen herauszuragen? Wohl niemand. Und deshalb wird es uns allen leicht fallen, die Realität zu akzeptieren. Zwar prägt das Sein das Bewußtsein, aber das Bewußtsein schafft erst das Sein.
Und dann erschaffen wir uns die Parallelwelt zum grauen deutschen Mittelmaß-Alltag. Das Gefangensein in Liga 2 wird versüßt durch die sichere Teilnahme in der Europa-League als DFB-Pokalsieger. Als solcher werden wir Europa rocken, das ist sicher. Dafür haben wir oben so exakt analysiert. Als deutscher Zweitligist werden wir zwingend ausschließlich stärkere Gegner haben (oder spielt Gibraltar da jetzt auch mit?) und daher denknotwendig stets gewinnen. So gefangen wie wir daheim im Mittelmaß der zweiten Liga sind, so sicher werden wir zukünftig jedes Jahr als Pokalsieger Europa dominieren. Do ut des, das leistungstechnische Synallagma des 1. FC Kaiserslautern.
Ich hoffe, ich konnte Euch mit diese Zeilen ein wenig beruhigen, meine lieben Freunde. Mir jedenfalls ist nach dieser vernunftgesteuerten Selbsttherapie nicht mehr bange um unseren Herzensverein.
Gruß aus der Pfalz
Edith für die ganz Schlauen, die meinen, ich hätte vergessen, dass wir den DFB-Pokal zukünftig nicht gewinnen können, weil wir da auch gegen kleine Vereine spielen könnten: Habt Ihr Euch mal über den tieferen Sinn Gedanken gemacht, sich noch eine Viertliga-Mannschaft zu halten ;) ?!
Auf der Couch hocken derzeit sieben Nasen - Berti, Bahli, Butduma, Kohlmaier, laudere, Zweikampfmonster und running-man. Ob die alle aus Pappe sind, weiß der Schreiber dieser Zeilen leider nicht. Jedenfalls greift jeden Liga-Spieltag einer von ihnen zur virtuellen Feder, um die werte Leserschar gelegentlich auch mal auf vernünftige Gedanken zu bringen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von running-man am 28.02.2014 um 09:49 Uhr bearbeitet
28.02.2014 - 09:47 Uhr
Meine Bedenken sind wie weggepustet! :o Wie konnte ich diesen Masterplan bloß übersehen? :p
Exzellentes Couching, das über den bevorstehenden heutigen Abend hinweg tröstet!
Exzellentes Couching, das über den bevorstehenden heutigen Abend hinweg tröstet!
28.02.2014 - 10:32 Uhr
Zitat von Newtrial:
Exzellentes Couching, [...]
...wie immer!
Danke für das Beruhigungsmittelchen. Und für den humorvollen Start ins Wochenende. :)
Exzellentes Couching, [...]
...wie immer!
Danke für das Beruhigungsmittelchen. Und für den humorvollen Start ins Wochenende. :)
28.02.2014 - 10:56 Uhr
Großartig geschrieben!
Leider muss ich feststellen, dass mir in Bezug auf den FCK z.Zt. jeglicher Humor vergangen ist.
Leider muss ich feststellen, dass mir in Bezug auf den FCK z.Zt. jeglicher Humor vergangen ist.
28.02.2014 - 11:02 Uhr
Sehr schön, und leider so wahr...
28.02.2014 - 15:09 Uhr
Lesenswert? - Absolut!
Zitat von running-man:
Edith für die ganz Schlauen, die meinen, ich hätte vergessen, dass wir den DFB-Pokal zukünftig nicht gewinnen können, weil wir da auch gegen kleine Vereine spielen könnten: Habt Ihr Euch mal über den tieferen Sinn Gedanken gemacht, sich noch eine Viertliga-Mannschaft zu halten ;) ?
dann hoffen wir mal, dass 6.Ligisten wie Neckarsulm die Ausnahme bleiben :p
Zitat von running-man:
Edith für die ganz Schlauen, die meinen, ich hätte vergessen, dass wir den DFB-Pokal zukünftig nicht gewinnen können, weil wir da auch gegen kleine Vereine spielen könnten: Habt Ihr Euch mal über den tieferen Sinn Gedanken gemacht, sich noch eine Viertliga-Mannschaft zu halten ;) ?
dann hoffen wir mal, dass 6.Ligisten wie Neckarsulm die Ausnahme bleiben :p
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