| Geburtsdatum | 29.12.1967 |
|---|---|
| Alter | 58 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Torpedo Kutaisi |
Dirk Schuster [Trainer]
10.05.2022 - 17:58 Uhr
28.06.2022 - 16:35 Uhr
Zitat von FCK-Tribun
Eric Scherer und Thomas Hilmes haben ein sehr ausführliches - und meines Erachtens absolut lesenswertes, da erfrischendes - Interview mit Dirk Schuster geführt.
Eric Scherer und Thomas Hilmes haben ein sehr ausführliches - und meines Erachtens absolut lesenswertes, da erfrischendes - Interview mit Dirk Schuster geführt.
Quelle: dbb
Der Betze brennt: Der Druck vor dem Rückspiel war für beide Mannschaften extrem. Wie haben Sie Ihre Spieler mental vorbereitet?
Schuster: Wir wussten, was die Dresdner Fans für einen Alarm machen würden, auch schon mal Feueralarm, buchstäblich: Die Bielefelder zum Beispiel sind in der Nacht vor dem Spiel mal um ihren Schlaf gebracht worden, weil Dresdner Fans in ihrem Hotel Feueralarm ausgelöst hatten. Also haben wir uns ein Hotel außerhalb der Stadt gesucht. Wir wussten auch noch, dass die Dresdner vor dem Aue-Spiel ihren Rasen kurz vorm Anpfiff nochmal stark gewässert hatten.. Wir wussten ebenso, dass die Balljungen bei solch brisanten Spielen eine besondere Rolle spielen könnten, dass sie Einwürfe der Gastmannschaften eventuell verzögern, das eigene Team aber immer wieder sofort ins Spiel bringen könnten. Auf all das haben wir die Mannschaft eingestellt. Und dann haben wir uns noch die Sache mit den Bändchen einfallen lassen. In Darmstadt hatten wir schon mal so etwas Ähnliches gemacht.
Schuster: Wir wussten, was die Dresdner Fans für einen Alarm machen würden, auch schon mal Feueralarm, buchstäblich: Die Bielefelder zum Beispiel sind in der Nacht vor dem Spiel mal um ihren Schlaf gebracht worden, weil Dresdner Fans in ihrem Hotel Feueralarm ausgelöst hatten. Also haben wir uns ein Hotel außerhalb der Stadt gesucht. Wir wussten auch noch, dass die Dresdner vor dem Aue-Spiel ihren Rasen kurz vorm Anpfiff nochmal stark gewässert hatten.. Wir wussten ebenso, dass die Balljungen bei solch brisanten Spielen eine besondere Rolle spielen könnten, dass sie Einwürfe der Gastmannschaften eventuell verzögern, das eigene Team aber immer wieder sofort ins Spiel bringen könnten. Auf all das haben wir die Mannschaft eingestellt. Und dann haben wir uns noch die Sache mit den Bändchen einfallen lassen. In Darmstadt hatten wir schon mal so etwas Ähnliches gemacht.
Dirk Schuster ist wirklich ein Fußball-Autist. So gehaltvoll wie das Interview war, so gehaltvoll scheinen auch seine Spielvorbereitungen und Trainingseinheiten zu sein.
EXTREM akribisch, wow!Dieser Beitrag wurde zuletzt von Chrsss am 28.06.2022 um 16:36 Uhr bearbeitet
28.06.2022 - 16:56 Uhr
Ja, ein wirklich tolles Interview. Freue mich schon auf Teil 2.
Dabei fällt mir auf, dass ich noch Garnichts zu unserem neuen Trainer geschrieben habe. Hing natürlich auch an den Umständen, unter denen er gekommen ist. Wie viele war ich lange stinksauer wegen MA. Und Schuster, naja, der stand halt für den "Darmstadt-Fußball" (damals, zumindest für mich).
Da wollte ich nichts schreiben, bevor ich voller Emotionen und im Eifer des Gefechts was falsches schreibe. Nach den Relegationsspielen habe ich mich auch bewusst zurückgehalten. Ja, wir waren aufgestiegen und Schuster war nun mehr oder weniger der Aufstiegstrainer. Doch die Frage, die mich umtrieb und auf die ich ehrlich gesagt, bis heute noch immer keine konkrete Antwort hatte war, sind wir wegen oder trotz Schuster aufgestiegen? Mag für viele eine ganz einfache Antwort gewesen sein, für mich nicht. Denn Fakt ist eben auch, dass wir in den beiden Spielen eine Mannschaft auf dem Platz hatten, die in den bescheidenen letzten 3 Saisonspielen mit Sicherheit nicht das Fußballspielen verlernt hat. Also war die Sache für mich nicht so ganz klar.
Nun, das ist schon eine Weile her und ich habe in den letzten Wochen auch viel über Schuster gelesen, zumindest alles was hier, bei DBB und ich glaube es war auch etwas von Treffpunkt Betze dabei, so geschrieben wurde. Je mehr ich gelesen habe, des mehr konnte ich zumindest die Trennung von MA verschmerzen, ob Schuster jedoch der richtige ist, darauf hatte ich, wie oben schon geschrieben, immer noch keine Ahnung.
Dieses Interview brachte nun endgültig die Wende. Und dabei lasse ich mich nicht von solchen Frasen wie "Es ist eine Berufung für den FCK zu spielen" oder ähnlichem blenden. Das wohl entscheidende war hier für mich die Einbeziehung der Mannschaft bei der Auswahl der Formation für die Relegation. Keine Ahnung, ob das wirklich seine Art ist, die tägliche Arbeit mit der Mannschaft anzugehen, oder ob es nun wegen der Kürze der Zeit eine reine Improvisation war, aber ich finde es schon stark eine Mannschaft auf diese Art auf seine Seite zu ziehen. So habe ich zum Abschluss nun tatsächlich den Eindruck: DS könnte passen!
Dabei fällt mir auf, dass ich noch Garnichts zu unserem neuen Trainer geschrieben habe. Hing natürlich auch an den Umständen, unter denen er gekommen ist. Wie viele war ich lange stinksauer wegen MA. Und Schuster, naja, der stand halt für den "Darmstadt-Fußball" (damals, zumindest für mich).
Da wollte ich nichts schreiben, bevor ich voller Emotionen und im Eifer des Gefechts was falsches schreibe. Nach den Relegationsspielen habe ich mich auch bewusst zurückgehalten. Ja, wir waren aufgestiegen und Schuster war nun mehr oder weniger der Aufstiegstrainer. Doch die Frage, die mich umtrieb und auf die ich ehrlich gesagt, bis heute noch immer keine konkrete Antwort hatte war, sind wir wegen oder trotz Schuster aufgestiegen? Mag für viele eine ganz einfache Antwort gewesen sein, für mich nicht. Denn Fakt ist eben auch, dass wir in den beiden Spielen eine Mannschaft auf dem Platz hatten, die in den bescheidenen letzten 3 Saisonspielen mit Sicherheit nicht das Fußballspielen verlernt hat. Also war die Sache für mich nicht so ganz klar.
Nun, das ist schon eine Weile her und ich habe in den letzten Wochen auch viel über Schuster gelesen, zumindest alles was hier, bei DBB und ich glaube es war auch etwas von Treffpunkt Betze dabei, so geschrieben wurde. Je mehr ich gelesen habe, des mehr konnte ich zumindest die Trennung von MA verschmerzen, ob Schuster jedoch der richtige ist, darauf hatte ich, wie oben schon geschrieben, immer noch keine Ahnung.
Dieses Interview brachte nun endgültig die Wende. Und dabei lasse ich mich nicht von solchen Frasen wie "Es ist eine Berufung für den FCK zu spielen" oder ähnlichem blenden. Das wohl entscheidende war hier für mich die Einbeziehung der Mannschaft bei der Auswahl der Formation für die Relegation. Keine Ahnung, ob das wirklich seine Art ist, die tägliche Arbeit mit der Mannschaft anzugehen, oder ob es nun wegen der Kürze der Zeit eine reine Improvisation war, aber ich finde es schon stark eine Mannschaft auf diese Art auf seine Seite zu ziehen. So habe ich zum Abschluss nun tatsächlich den Eindruck: DS könnte passen!
28.06.2022 - 17:05 Uhr
Zitat von Werteufel
Da wollte ich nichts schreiben, bevor ich voller Emotionen und im Eifer des Gefechts was falsches schreibe.
Das hätt' ich auch besser mal gemacht …
Da wollte ich nichts schreiben, bevor ich voller Emotionen und im Eifer des Gefechts was falsches schreibe.
28.06.2022 - 17:07 Uhr
Zitat von FCK-Tribun
Eric Scherer und Thomas Hilmes haben ein sehr ausführliches - und meines Erachtens absolut lesenswertes, da erfrischendes - Interview mit Dirk Schuster geführt.
Eric Scherer und Thomas Hilmes haben ein sehr ausführliches - und meines Erachtens absolut lesenswertes, da erfrischendes - Interview mit Dirk Schuster geführt.
Quelle: dbb
Der Betze brennt: Der Druck vor dem Rückspiel war für beide Mannschaften extrem. Wie haben Sie Ihre Spieler mental vorbereitet?
Schuster: Wir wussten, was die Dresdner Fans für einen Alarm machen würden, auch schon mal Feueralarm, buchstäblich: Die Bielefelder zum Beispiel sind in der Nacht vor dem Spiel mal um ihren Schlaf gebracht worden, weil Dresdner Fans in ihrem Hotel Feueralarm ausgelöst hatten. Also haben wir uns ein Hotel außerhalb der Stadt gesucht. Wir wussten auch noch, dass die Dresdner vor dem Aue-Spiel ihren Rasen kurz vorm Anpfiff nochmal stark gewässert hatten.. Wir wussten ebenso, dass die Balljungen bei solch brisanten Spielen eine besondere Rolle spielen könnten, dass sie Einwürfe der Gastmannschaften eventuell verzögern, das eigene Team aber immer wieder sofort ins Spiel bringen könnten. Auf all das haben wir die Mannschaft eingestellt. Und dann haben wir uns noch die Sache mit den Bändchen einfallen lassen. In Darmstadt hatten wir schon mal so etwas Ähnliches gemacht.
Schuster: Wir wussten, was die Dresdner Fans für einen Alarm machen würden, auch schon mal Feueralarm, buchstäblich: Die Bielefelder zum Beispiel sind in der Nacht vor dem Spiel mal um ihren Schlaf gebracht worden, weil Dresdner Fans in ihrem Hotel Feueralarm ausgelöst hatten. Also haben wir uns ein Hotel außerhalb der Stadt gesucht. Wir wussten auch noch, dass die Dresdner vor dem Aue-Spiel ihren Rasen kurz vorm Anpfiff nochmal stark gewässert hatten.. Wir wussten ebenso, dass die Balljungen bei solch brisanten Spielen eine besondere Rolle spielen könnten, dass sie Einwürfe der Gastmannschaften eventuell verzögern, das eigene Team aber immer wieder sofort ins Spiel bringen könnten. Auf all das haben wir die Mannschaft eingestellt. Und dann haben wir uns noch die Sache mit den Bändchen einfallen lassen. In Darmstadt hatten wir schon mal so etwas Ähnliches gemacht.
Je mehr ich von Dirk Schuster mitbekomme, desto überzeugter bin ich davon dass er in der aktuellen Situation der richtige ist (und in der Relegation war).
Er findet in allem was negativ ist (zb die Situation mit Klinge zum Trainerwechsel) etwas positives, ohne dass es unnatürlich wirkt. Ein realistischer Optimist, genau das was wir brauchen! Ich glaube er ist perfekt dafür geeignet den Druck in der kommenden Saison (den es geben wird, wenn es mal nicht läuft) zu absorbieren und den Spielern die Köpfe frei zu halten. Über das Einbeziehen der Mannschaft wurde hier schon geschrieben und dass er auch durchaus taktisch/fußballfachlich was drauf hat, war zwar schon bekannt aber sieht man bei seinen Methoden auch immer deutlich.
Darüber hinaus, bin ich echt froh, dass wir einen zumindest ein wenig eloquenten Trainer haben, der seine Erlebnisse/Eindrücke auch in Interviews verständlich vermitteln kann. Das war bei Antwerpen ja mehr als Mangelware
Dieser Beitrag wurde zuletzt von lionboy33 am 28.06.2022 um 17:10 Uhr bearbeitet
30.06.2022 - 08:37 Uhr
Quelle: www.der-betze-brennt.de
Teil 2 unseres großen Sommerpausen-Interviews: Dirk Schuster spricht über seine Erfahrungen aus 35 Jahren Profifußball, die Ambitionen des 1. FC Kaiserslautern und die Rolle der Fans bei Neuverpflichtungen.
Teil 2 des Interviews auf DBB ist da
30.06.2022 - 08:43 Uhr
Auch wenn man über das ein oder andere vom Testspiel kritisch denken mag, speziell das Abwehrverhalten bei einigen Toren, so wirkte es nicht so, also ob DS die Marschroute hoch, lang, in die Mitte vorgegeben hatte. Ich bin verhalten optimistisch, dass wir auch ein wenig Fußball auf dem Betze sehen werden, auch wenn am Ende natürlich der Zweck die Mittel heiligt.
30.06.2022 - 09:17 Uhr
Zitat von RicardoNr7

Quelle: www.der-betze-brennt.de
Teil 2 unseres großen Sommerpausen-Interviews: Dirk Schuster spricht über seine Erfahrungen aus 35 Jahren Profifußball, die Ambitionen des 1. FC Kaiserslautern und die Rolle der Fans bei Neuverpflichtungen.
Teil 2 des Interviews auf DBB ist da 
Insgesamt ein sehr schönes Interview. Wobei ich irgendwie dem ersten Teil mehr abgewinnen konnte.
30.06.2022 - 10:54 Uhr
Oft liest man ja -vor allem bei DBB- "Schuster ist nicht der Trainer für Schönspielerei" und ähnliches.
Nach seinen Interviews müsste man aus meiner Sicht viel eher sagen, dass er bisher keine Mannschaft trainiert hat, die ein solches Spiel spielen könnte, ohne sich dabei selbst zu schlagen.
Definitiv sehe ich uns nächste Saison auch keinen Hurra-Fußball spielen. Ich erwarte sehr viel Stückkost, vor aller aber eine geordnete Defensive.
Da darf sich der Trainer schon mal in nem Testspiel austoben und auch schauen, was nicht funktioniert; wo soll er es sonst machen?
Nach seinen Interviews müsste man aus meiner Sicht viel eher sagen, dass er bisher keine Mannschaft trainiert hat, die ein solches Spiel spielen könnte, ohne sich dabei selbst zu schlagen.
Definitiv sehe ich uns nächste Saison auch keinen Hurra-Fußball spielen. Ich erwarte sehr viel Stückkost, vor aller aber eine geordnete Defensive.
Da darf sich der Trainer schon mal in nem Testspiel austoben und auch schauen, was nicht funktioniert; wo soll er es sonst machen?
30.06.2022 - 11:12 Uhr
Ganz ehrlich, primär geht es darum die Klasse zu erhalten. Wie "schön oder hässlich" wir dann spielen ist zweitrangig. Er hat es doch selbst gesagt. In Darmstadt war auch das seine Prämisse. In Liga 1 mit einem Liga 2 Kader kannst du halt keinen Kloppo Fussball spielen.
Wir müssen so schnell wie möglich die 40 Punkte holen. Das ist das einzige was zählt. Getreu nach dem Motto, der Zweck heiligt die Mittel.
Wir müssen so schnell wie möglich die 40 Punkte holen. Das ist das einzige was zählt. Getreu nach dem Motto, der Zweck heiligt die Mittel.
30.06.2022 - 11:29 Uhr
Wir haben unter Milan Sasic auch eher pragmatischen Fußball gespielt. Das war nicht immer schön anzusehen, aber diese überfallartigen Angriffe von damals fand ich als Zuschauer im Stadion immer packend. Schuster muss keinen Zauberfußball spielen lassen. Mir würd's reichen, eine sichere Defensive stehen zu haben, bei der die Mannschaft nach Balleroberung zielstrebig nach vorne spielt und den Abschluss sucht.
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