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Dirk Schuster
Geburtsdatum 29.12.1967
Alter 58
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Torpedo Kutaisi

Dirk Schuster [Trainer]

10.05.2022 - 17:58 Uhr
Dirk Schuster [Trainer] |#1801
19.08.2023 - 17:05 Uhr
Zitat von Nestol

Ich habe beispielsweise die Erwartungshaltung, dass Platz 15 mich zufrieden stellt. Aber, es gibt einen Unterschied zwischen Platz 15 und Platz 15. Und, damit ist kein HurraFussball gemeint, sondern eine gewisse Verbesserung in der defensiven Ausrichtung, im Kurzpassspiel, im Positionsspiel,...
Ich sehe aber nahezu nirgends eine Verbesserung leider.

Das sind auch absolut gerechtfertigte Argumente! Ich z.B. bin ein großer Freund vom Schusterball und einem nur auf Konter ausgerichteten Spiel. Wenn ich offensiven Hurra-Fußball schauen will, was selten der Fall ist da ich kaum was anderes als den FCK schaue, dann mache ich Dortmund an. Von uns erwarte ich Einsatz, Kampf, System und ein schnelles Umschaltspiel. Daher war ich auch nie ein Kritiker der Spielweise...wäre dann auch ein bisschen schizo zwinker ...denn am Ende bin ich glücklich, wenn wir ein Spiel gewinnen. Der Gegner kann von meiner Warte aus 80% Ballgeschiebe machen...
Daher konnte ich die ganze Diskussion letzte Saison auch nicht mitgehen. Ich verstehe das schon, dass man dominaten Bayern-Fußball will...aber nun ja, ich finde, man muss eben immer realistisch bleiben. Und wie realistisch ist das. Klar kann man sich auch fragen: Wieso konnte ELV gestern so aufspielen? Antwort: Weil sie einen echt guten Spielmacher haben, den wir so nicht spielen lassen können oder ggf. auch nicht haben.

Kurz: Die von Dir geäußerte Kritik ist vollkommen angebracht. Wobei man durchaus auch Spielzüge erkennen konnte. So hat Puchi gestern und natürlich noch besser weil einfacher gegen Koblenz schön den Ball nach vorne gebracht und dann gefährlich geflankt. Das war eigentlich auch die Aufgabe von Redondo, der aber gestern ...schwamm drüber...nicht seinen besten Tag erwischt hat.

Was man für das Spiel gestern auch nicht vergessen darf: Die Jungs wollten natürlich nicht das 3. Mal in Folge verlieren in dieser Saison. Vor allem nicht vor der vollen Hütte...oder anders: Die waren durchaus verunsichert.

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Krahl - Rasmussen, Frees, Gyamfi - Haas, Kunze, Ritter, Sahin, Joly - Yardimci, Berisha

"Wenn wir schon nicht gewinnen, dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt" (R.Rüssmann)
Dirk Schuster [Trainer] |#1802
19.08.2023 - 17:20 Uhr
Zitat von Hegermeister

Trotzdem reden wir (einige User) über Zuordnungsfehler im Trainer-Thread.
Man kann Standards trainieren, aber Fehler nun mal nicht weg trainieren.


Und doch fällt die Zuordnung an sich und auch das Trainieren ebenr jener, insbesondere bei Standardsituationen doch wohl eindeutig in die Verantwortung des Trainerteams, oder etwa nicht?

Wir sprechen hier auch nicht von einer Schwächephase eines einzelnen Spielers, oder von einem grundsätzlichen Qualitätsmangel im Abwehrverbund, vielmehr sind diese individuellen Fehler meiner Meinung nach auch ein Stück weit kopfsachem, ich hatte es gestern Abend kurz im STT ja breits anklingen zu lassen. Wer selbst bereits einer kopetetiven Sportart nachgegangen ist wird es wahrscheinlich bestätigen können, aber sich wiederholende negative Ergbnisse, geade wenn sich gewisse Muster erneut abzeichnen (oh nein, schon wieder ein Gegentreffer zur Unzeit usw.) hinterlassen gern mal Spuren im Unterbewusstsein.

Natürlich kann man jetzt wieder arguementieren, das sind ja alles Profis, die müssen den Druck gewohnt sein, aber solche negativerlebnisse haben dennoch impact auf das Spiel. Und wenn es dann nur darum geht in einer kritischen Situation vielleicht einen Bruchteil einer Sekunde zu spät in den Zweikampf zu gehen, den Ball zu lange zu halten ect.

Ich kann mir ansonsten auch die defensiven Auflösungserscheinungen rund um das 1:2 gestern nicht erklären, da hätte wirklich nicht viel gefehlt und das Spiel wäre uns völlig entglitten.

Und da schließt sich für mich auch ein wenig der Kreis zur Verantwortlichkeit des Trainer und der Mentalitätsfrage, die @FCK-Tribun vorhin sehr treffend in den Raum geworfen hat. Das sind Dinge, die weit über das reine Eintrainieren gewisser Spielformen hinaus gehen und da sind moderne Übungsleiter, gerade in einer Negativserie (und da befinden wir uns trotz des Sieges gestern Saisonübergreifend noch immer) auch als Psychologen gefragt. Wenn sich dann auch mit neuem Personal und einer vollen Vorbereitung die gleichen Fehler immer und immer wiederholen, ist es meiner Ansicht nach absolut legitim, Dinge zu kritisieren. Und wenn ich mir anschaue, wie emotional unser Sportvorstand gestern in der 2. Halbzeit agiert hat, bin ich mir absolut sicher, dass hier sehr genau hingeschaut wird, was gemessen an dem auf dem Markt verfügbaren Alternativen und der eigenen Performance sinnvoll ist oder eben halt auch nicht.

Das hat auch überhaupt nichts damit zu tun, Dirk Schuster los werden zu wollen. Gewisse Abläufe trotz des sehr glücklichen Sieges gestern auch hier im Thread zu kritisch, aber konstruktiv zu hinterfragen, muss ausdrücklich erlaubt sein, sonst brauchen wir auch kein Diskussionsforum. Ich verweise an der Stelleauch nochmals gesondert auf den extrem starken Beitrag von @Newtrial (#1820 von heute Morgen).

Kurzer Nachtrag: Das ist jetzt innerhalb sehr kurzer Zeit mein zweiter Beitrag, der sich zum Teil auch mit der Diskussionskultur an sich außeinander setzt. Ich weiß, dass die unreflektierten Beiträge gegen Trainer und einige Spieler wirklich anstrengend sind. Aber bitte, versuchen wir uns doch alle inhaltlich damit auseinander zu setzen, auch wenn es schwer fällt. Unfug lieber durch Argumente aushebeln, als den moralischen Zeigerfinger zu heben
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Winterfeld am 19.08.2023 um 17:50 Uhr bearbeitet
Dirk Schuster [Trainer] |#1803
19.08.2023 - 18:00 Uhr
Zitat von Old_Icebear

Zitat von Hegermeister

...
Man kann Standards trainieren, aber Fehler nun mal nicht weg trainieren.
...


Da muss ich widersprechen - natürlich kann man Fehler 'wegtrainieren'. Der Trainer zeigt die Fehler auf und erklärt die Lösung - dann wird entsprechend geübt. Zumindest sollte man dadurch die Anzahl der Fehler reduzieren.


Reduzieren ist das Stichwort. Wenn ich "wegtrainieren" lese, dann bedeutet das imA weg = aufgelöst = 0

Aber da sind wir dann auch endgültig zurück beim Thema Wortglauberei
Ich denke jeder weiß, dass Traineren hilft. Das ist doch lächerlich darüber ernsthaft zu diskutieren.

Der Punkt ist, dass falsche/fehlende Zuordnungen nun mal passieren.

Zitat von Winterfeld

Und doch fällt die Zuordnung an sich und auch das Trainieren ebenr jener, insbesondere bei Standardsituationen doch wohl eindeutig in die Verantwortung des Trainerteams, oder etwa nicht?

Im groben ganz sicher. Aber nochmal: erwartest du, dass der Trainer für jede Situation und zig Alternativszenarien den Spielern VORHER Anweisungen gibt? Und dass die Spieler sich die alle merken (können)?
Und das nicht nur für Standards, bitte für alle Spielsituationen den perfekten Spielzug bitte vorher anleiten.

Für was brauchen wir eigentlich noch Spieler? Und warum heißt es Spiel und nicht Ballett mit fertigen Choreografien?



Nochmal: Ja, der Trainer übt mit Spielern. Trotzdem passieren Fehler. Je weiter in den Ligen runter, desto mehr. Bei Standards, bei Kontern, beim Pressing, selbst beim Pinkeln geht ab und an was daneben...


edit: Gegen St.Pauli hat die Abstimmung bei der Abseitsfalle nicht geklappt. Auf Schalke fliegt wie gegen St.Pauli ein langer Ball über die Abwehr und wir bekommen ne rote Karte. Dazu stand Terrodde bei nem Standard völlig frei. Gegen Elversberg kommen wieder zweimal Gegner frei zum Kopfball, weil die Zuordnung nicht stimmt.
Da muss Schuster schon sehr gut zuhören, was die Spieler hierzu als Erklärung anbieten und ansetzen.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hegermeister am 19.08.2023 um 18:24 Uhr bearbeitet
Dirk Schuster [Trainer] |#1804
20.08.2023 - 14:38 Uhr
Zitat von Newtrial

...man sich fragen darf, ob Schuster überhaupt der Richtige für diesen Entwicklungsschritt ist.

Aus meiner Sicht kann man mit dem Duo Hengen/Schuster weitermachen, wenn man auf dessen unbestrittene Stärken setzt. Dazu gehört aber die ausgegebene Linie der "spielerischen Weiterentwicklung" zumindest bislang noch nicht. Und ganz scharf und provokant formuliert: Ich weiß nicht, ob Dirk Schuster es als Trainer wirklich drauf hat, einer Mannschaft ein sauberes Aufbauspiel zu verpassen. Gesehen habe ich davon jedenfalls noch nichts. Mag am noch fehlenden "spielstarken Sechser" und "spielstarken IV" liegen - oder aber an seiner grundsätzlichen Auffassung vom Fußball, mit der er ja auch erfolgreich ist. Dann soll man ihn das aber halt auch spielen lassen, anstatt dem alten Tanzbär noch neue Tricks beibringen zu wollen.

Mein Fakt.


Jo, die Frage kann und muss man stellen. Kann Schuster eine Mannschaft transformieren? Können das (viele) Trainer? Oder sind Trainer wie Antwerpen, Schwartz, Klopp oder Flick eindimensionale Tanzbären?

Schuster hat auf anderen Stationen bisher nicht zeigen (können), dass er es kann. Behaupte ich jetzt mal, ohne mich genau mit Darmstadt oder Aue zu beschäftigen.
Zu schauen, ob er dort Spieler erst für die eine, dann für die andere Spielanlage zu bekommen? Wie war sein Sportdirektor da? Welche Mittel hatten die Vereine?
Was wollten die Spieler?

Wunderlich die ganze Saison im Kader zu haben, hätte uns letztes Saison sehr geholfen. Schuster und Hengen wollten nun mal nicht nibelesk auf ihn setzen, Wunderlich hatte schon zu viel Zeit seiner Karriere nicht gespielt hat und wollte das in seinem letzten Jahr aber unbedingt - Heimweh spielte dann sicher auch eine Rolle. Das sind Zusammenhänge, die man schon mal in die Rechnung aufnehmen muss. Das macht die Anaylse nicht einfacher. Aber schlicht zu sagen "Schuster hat Wunderlich enteiert" ist halt zu billig und spielt Leuten in die Karten, die Schuster weg haben wollen. Weil er nicht aufgestiegen ist. Und von Klose oder nem anderen zauberhaften Heilsbringer als Trainer träumen... (Um dann doch mal wieder auf die Unsachlichen einzugehen und Gedanken zu verschwenden).


Ich finde, man muss unbedingt die Frage stellen, ob es korrekt ist, die Entwicklung der Rückrunde ohne Einschränkungen in die Entwicklung (bei 3/4 Pflichspielen eine Entwicklung?) mit einzubeziehen?
Schon alleine, weil es viele verschiedene Einschätzungen zu den Entwicklungen in der Rückrunde gibt.
Nicht wenige - und als prominentesten greife ich mal @Kohlmeyer bei dbb raus - haben immer wieder auf den Widerspruch hingewiesen, dass die Spielanlage besser aber die Ergebnisse schlechter wurden.

Dazu verändern sich Gesamtszenarien in jeder Transferperiode. Welche Spieler stehen im Kader und können eingesetzt werden?
Welche Spieler haben die Vorbereitung mitgemacht oder kamen erst später, so dass die Abläufe nun mal noch nicht stimmen. Es ist schön, wie der neue Puchacz, der die ganze Vorbereitung da war, mit Redondo harmoniert. Es ist verständlich, dass Zimmer und Tachie, der auch schon die ganze Vorbereitung da ist, (noch) nicht zusammen funktionieren.
Aus Fansicht sind 2 Siege Ligasiege in 5 Monaten zu wenig und nagen an der Stimmung. Kann ich verstehen. Aber das macht es sachlich nicht richtiger.

All das sind Aspekte, die MIR einfach zu kurz kommen. Die vielleicht eine Diskussion auch verstellen, weil sie zu überbordend wird. Oder zu akademisch, weil man erstmal festhalten muss, unter welchen Voraussetzungen man eine Szene oder Entwicklung beurteilt.






Und unter all dem finde ich, dass eine genaue oder sogar abschließende Beurteilung von Schuster noch nicht möglich ist. Die Ergebnisse der letzen Saison haben für mich nicht viel zu tun mit den letzten 4 Ergebnissen. man findet Muster, aber auch Neues und manches, was Situativ ist.

Zuordnungsschwierigkeiten der letzten 4 Spiele hängen dabei zusammen.
Kommunikation- und Abstimmung im Zentralen Defensiven Bereich sind da, so ärgerlich aber auch erklärbar und fraglich, wo das gelöst wird.

Ich behaupte, dass wir gegen spielstarke Mannschaften in Liga 2 und 3 (Magdeburg, Elversberg) Probleme haben. Das hat Antwerpen nicht in den Griff bekommen und Schuster auch nicht. Das lösen wir mMn aber nur mit anderem Personal.

Wir changieren bei Standards zwischen Stark hinten/vorne und Schwach hinten/vorne, aber das könnte prinzipiell immer daran liegen, dass Muster, Schützen und Spieler fluktieren und man sich auf Neues nun mal einstellen muss.

Dafür sind wir nach vorne stark genug besetzt, um immer Tore zu schießen.
Legen wir mehr Wert auf wenig Gegentore "die 0 muss stehen" und tun uns in der Fehleranalyse leichter, als dass wir Stärken in der Offensive analysieren und wie wir von Fehlern des Gegners profitiern? Ersthafte Frage.

Schuster hat in der Vergangenheit gezeigt, dass Umschaltspiel über die Flügel mit kopfballstarkem Mittelstürmer ein erfolgreiches Mittel ist. Standards ebenso. Dafür braucht man Schützen und Abnehmer.

Wen Spieler diese Stärken haben, muss man in der zweiten Liga bei anderen Skills abstriche machen? Ist man dazu bereit? Wenn Präferenezen nicht übereinstimmen, lässt sich über Geschmack streiten? Wann streiten wir über Geschmack und wann über Notwendigkeiten, um erfolgreich zu sein?
Wann sind wir überhauot erfolgreich? Platz 9 bspw., mein persönliches Saisonziel holt man nicht ungeschlagen...
Wer verliert, macht Fehler. Zumindest nutzt der Gegner mehr Fehler als man selbst die des Gegners.
Wiederhoölt nicht Fehler des Gegner nicht zu nutzen ist auch wieder eine Qualitätsfrage zwischen Spieler und Trainern...

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hegermeister am 20.08.2023 um 14:54 Uhr bearbeitet
Dirk Schuster [Trainer] |#1805
20.08.2023 - 15:30 Uhr
Merkst und schreibst du ja selber, dass es schwer ist, in dieser Kleinteiligkeit zu diskutieren. Es geht schon immer auch darum, sich einen Reim auf die Gesamtlage zu machen. Ist wie mit der Demokratie: Das "Räsonieren" des Souveräns ("Bürger") kann von den Politikern nicht mit einem "ihr habt im Detail doch keine Ahnung" und "macht es erstmal besser" gekontert werden. Und es ist auch nicht einfach nur damit getan, dass manche mehr Ahnung haben als andere - erstere können dennoch daneben liegen.

Für mich ist immer klar, dass ich nur in dieser Weise als Laie "räsonieren" und mir bestmöglich ein Gesamtbild machen kann. Ich wäre nicht in der Lage, auch nur eine Trainingseinheit zu konzipieren, geschweige denn eine Spielvorbereitung zu gestalten. Also natürlich hat ein Dirk Schuster Lichtjahre mehr Ahnung vom Fußball als ich. Und dennoch kann er im Grundsatz danebenliegen und können ihn kritisierende Fans am Ende recht behalten. Wir haben eine derart komplexe Gesellschaft, dass die Demokratie längst durch eine technokratische Expertenherrschaft abgelöst worden wäre, wenn dies der bessere Weg wäre. Ist er aber nicht.

Natürlich kann man sich in die von dir aufgeworfenen Fragen auch hier in so einem Forum rein vertiefen und dazu "räsonieren". Aber um so präziser es dabei zugeht, um so deutlicher wird unser Laienstatus werden. Von mir wirst du so gut wie nie die Nutzung des Aufstellungstools im STT gesehen haben, weil ich von meinem Fachwissen her schlicht nicht dazu in der Lage bin, ein Spielsystem und eine dazu passende Aufstellung vorzuschlagen. "Meinungsstark" erlebst du mich hingegen zum Beispiel, wenn es um Fragen der Führungskompetenz und der vorgegebenen Zielstellung angeht - das mache ich im anderen Kontext seit 30 Jahren, habe es von der Picke auf gelernt und erkenne auch im entsprechenden Fachdiskurs, dass diese Fragen nicht sehr stark vom jeweiligen Themenbereich abhängen: was Mitarbeitende motiviert oder aber leistungsdämpfend wirkt, ist so ziemlich überall dasselbe. Und die Führungs- und Managementlehre , die "Demut" predigt und kurz vor Erreichen einer internen Ziellinie die Leute nicht noch mal heiß macht, über das bereits Erreichte hinauszugehen, musst du mir dann erstmal zeigen. Für mich war das am Ende der Hinrunde ein glasklarer Führungs- und Managementfehler (und z. B. auch kein "Doppelsprech" a'la Rehhagel: intern heiß machen und extern den Ball flach halten). Kann man natürlich auch anders sehen - und insbesondere meine Kausalitätsunterstellung, dies habe mit zum Leistungseinbruch ("Ergebniskrise") geführt, ist dann auf jeden Fall spekulativ und sachlich angreifbar.

So, jetzt habe ich mich in meinem post etwas verlaufen. oops Worauf ich raus will: Du kannst z.B. die Kontinuität von Rückrunde und Saisonstart gut begründet in Frage stellen, was du ja auch getan hast. Ich kann ebenso gut begründen, dass das Experiment der zehn Spiele, die man nach gesichertem Klassenerhalt hatte, um sich "spielerisch weiterzuentwickeln" und die Mannschaft um Klement zu formieren, krachend gescheitert ist und man auch nach kompletter Vorbereitung da bislang keinen Fortschritt erkennen kann. Du betonst die Diskontinuität, ich die Kontinität. Ich sage nicht mal, dass wir beide recht haben, vielmehr könnten Hengen und Schuster uns möglicherweise jetzt beide schnell und eindeutig widerlegen. Ich behaupte generell nicht, dass ich recht habe! Ich beteilige mich hier als Laie an einem "zivilgesellschaftlichen Räsonieren" über die schönste Nebensache der Welt. Und wie es die Bürger in demokratischen Wahlen tun, behalte auch ich mir vor, dabei mitunter den Daumen zu heben oder zu senken, anstatt alles den Experten zu überlassen.

Und nach vielen Jahren hier bin ich auch nicht davon überzeugt, dass ich Spiele und längerfristige sportliche Entwicklungen schlechter (auch nicht besser) einzuordnen weiß, als dies unsere unbestrittenen Forenexperten können. Ich muss da immer an meinen Vater denken: Der hatte überhaupt keine Ahnung von Taktik, Trainingslehre oder sonstwas - im Kontrast dazu bin ich ein "Experte". Aber er konnte wiederholt Spiele besser lesen und prognostizieren, als ich das vermochte. So etwas zu erkennen, ist schlicht eine andere Kompetenz, als rekonstruieren zu können, ob sich unsere Dreierkette gegen den Ball in eine Fünferkette verwandelt, irgendwer abkippt, Schienenspieler entgleisen oder sonstwas. grins

Rechthaberei kommt dann auf, wenn wir uns einen Expertenstatus anmaßen, den wir schlicht nicht haben. Wir sind aber nicht nur dadurch schon anmaßend, indem wir die Experten kritisieren! Und oft genug erwies sich im Nachhinein dann auch, dass wir damit völlig im Recht waren.

•     •     •

502 Bad Gateway
nginx

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 20.08.2023 um 15:46 Uhr bearbeitet
Dirk Schuster [Trainer] |#1806
25.08.2023 - 20:29 Uhr
Man kann an Schuster in letzter Zeit sicherlich viel konzentrieren, aber ich finde es echt gut und wichtig zu sehen, wie viel ihm das ganze bedeutet, zB durch sein Verhalten an der Seitenlinie. Im Vergleich zu Antwerpen, bei dem das am Ende teils in Richtung Resignation/Zorn ging, ist sowas bei Schuster trotz der schwierigen letzten Monate überhaupt nicht zu sehen.
Dirk Schuster [Trainer] |#1807
25.08.2023 - 20:36 Uhr
Er hat es geschafft die Mannschaft und sich aus einer extremen Negativspirale zu befreien. Vor allem weil die Mannschaft jetzt qualitativ viel besser ist. Ich werde nicht mehr sein Fan, weil ich eine andere Herangehensweise mit jungen Spielern bevorzuge. Das muss aber erstmal hinkriegen. Verdient Respekt und jetzt soll er die nächsten Wochen auch inruhe arbeiten.
Dirk Schuster [Trainer] |#1808
25.08.2023 - 20:42 Uhr
Zitat von Josh_Simpson
Er hat es geschafft die Mannschaft und sich aus einer extremen Negativspirale zu befreien. Vor allem weil die Mannschaft jetzt qualitativ viel besser ist. Ich werde nicht mehr sein Fan, weil ich eine andere Herangehensweise mit jungen Spielern bevorzuge. Das muss aber erstmal hinkriegen. Verdient Respekt und jetzt soll er die nächsten Wochen auch inruhe arbeiten.


Richtig und wichtig. Wenn jetzt noch die beiden weiteren Neuzugänge (Soldo & Aremu) so eingearbeitet werden können wie heute Tachie und Ache (den ich nicht mehr missen möchte!) dann kann das ne richtig gute Sache werden. Jedenfalls hat man nach der Hinrunde offenbar auch doch gute Spieler gefunden, um die Probleme anzugehen.

Es ist aber für mich nicht alles Gold was glänzt. Was mir nicht gefällt war die Umstellung die Paderborn zurück ins Spiel brache. Außerdem müssen wir stabiler sein als in der 1. HZ. Da ist auch ncoh viel Arbeit für Schuster, aber die soll er dann jetzt auch machen.
Dirk Schuster [Trainer] |#1809
25.08.2023 - 20:44 Uhr
Okay, Hut ab Dirk Schuster. Ich hatte ihm den Turnaround nicht mehr zugetraut. Ein Stück weit heißt es jetzt dass Kredit wieder hergestellt ist.

•     •     •

- parkthebus92 -

Dirk Schuster [Trainer] |#1810
25.08.2023 - 21:04 Uhr
Zitat von BenMic

Zitat von Josh_Simpson

Er hat es geschafft die Mannschaft und sich aus einer extremen Negativspirale zu befreien. Vor allem weil die Mannschaft jetzt qualitativ viel besser ist. Ich werde nicht mehr sein Fan, weil ich eine andere Herangehensweise mit jungen Spielern bevorzuge. Das muss aber erstmal hinkriegen. Verdient Respekt und jetzt soll er die nächsten Wochen auch inruhe arbeiten.


Richtig und wichtig. Wenn jetzt noch die beiden weiteren Neuzugänge (Soldo & Aremu) so eingearbeitet werden können wie heute Tachie und Ache (den ich nicht mehr missen möchte!) dann kann das ne richtig gute Sache werden. Jedenfalls hat man nach der Hinrunde offenbar auch doch gute Spieler gefunden, um die Probleme anzugehen.

Es ist aber für mich nicht alles Gold was glänzt. Was mir nicht gefällt war die Umstellung die Paderborn zurück ins Spiel brache. Außerdem müssen wir stabiler sein als in der 1. HZ. Da ist auch ncoh viel Arbeit für Schuster, aber die soll er dann jetzt auch machen.


Genau so, @BenMic

natürlich läuft noch nicht alles rund. Aber wir sehen ganz klar die Richtung, wohin es geht.

Und natürlich dürfen, sollen und müssen wir Kritik üben. Aber in der Sache, so wie es einige ja auch tun.

Und die ganzen Schuster, Zimmer, Lobinger, Zolinski etc - Basher, die alles in den Dreck-Zieher mit Klement-Schallplatten-Hänger dürfen jetzt einfach mal nach Hause gehen und die Backen halten.

Ich habe es nach vielen Erfahrungen mit dem FCK in den letzten 2 Jahrzehnten kaum noch für möglich gehalten, dass ich das mal noch so sagen würde..

Aber lasst die einfach mal ihre Arbeit machen, die wissen momentan sehr genau was sie tun.

Gruß aus dem Urlaub
Master

•     •     •

Ich begreife bis heute nicht, warum Niederlagen und Abstiegsgespenster in K'lautern stets vom wissenden Nicken der Experten begleitet werden, während sensationelle Wiedergeburten und irrationale Gewinne der Deutschen Meisterschaft zunächst geleugnet, solange sie noch vermieden werden können, angezweifelt, irgendwann mit fadenscheinigen Erklärungen abgetan und schließlich, kaum dass sie Wirklichkeit geworden sind, wieder vergessen werden. (Björn Schmidt; Das Leben ist ein Fussballspiel)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Betzemaster am 25.08.2023 um 21:20 Uhr bearbeitet
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