Die Couchingzone
13.08.2010 - 13:19 Uhr
16.11.2012 - 11:30 Uhr
Zitat von Zweikampfmonster:
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Edith fragt was ich an Copyrightgebühren kriege ;)
Drei Punkte! Reicht das?! ;)
Chapopöchen, But, Chapopöchen!
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Edith fragt was ich an Copyrightgebühren kriege ;)
Drei Punkte! Reicht das?! ;)
Chapopöchen, But, Chapopöchen!
16.11.2012 - 12:55 Uhr
"Ohne Plüschkartenmütze, aber mit Schal und Trikot glotzen wir aufs Spielfeld und verfallen in Stimmungsschwankungen, die jedem Manisch-Depressiven den Neid ins Gesicht treiben würden."
"Mehr braucht und will der gemeine Fan auch nicht, außer ein paar Randgruppen, die ihr Wohl und Wehe vom Abbrennen einer roten Leuchtfackel aus Seenotrettungsbedarf abhängig machen."
Alleine dafür eine Nuss in Gold, der Rest lohnt aber auch, besonders die "bösen Momente". Und auch wenn die Plagiatsvorwürfe vom Krabbenfischer aus Ubud ernstzunehmen sind, Halle doesn't give a toss.
"Mehr braucht und will der gemeine Fan auch nicht, außer ein paar Randgruppen, die ihr Wohl und Wehe vom Abbrennen einer roten Leuchtfackel aus Seenotrettungsbedarf abhängig machen."
Alleine dafür eine Nuss in Gold, der Rest lohnt aber auch, besonders die "bösen Momente". Und auch wenn die Plagiatsvorwürfe vom Krabbenfischer aus Ubud ernstzunehmen sind, Halle doesn't give a toss.
16.11.2012 - 14:28 Uhr
Schön zu lesende Kolumne, But!
Ein Transfercoup à la Carlos Alberto möchte man Klaus Allofs fast wirklich wünschen, damit man als Fußball-Romantiker wieder aufatmen kann. Ich befürchte allerdings, dass Wolfsburg dem guten Klaus Allofs einen neu kreierten VW Mojo kredenzt. Wäre ich Klaus Allofs hätte ich mir den auf jeden Fall als Dienstwagen in den Arbeitsvertrag schreiben lassen ...
Cheers
Bahli
Ein Transfercoup à la Carlos Alberto möchte man Klaus Allofs fast wirklich wünschen, damit man als Fußball-Romantiker wieder aufatmen kann. Ich befürchte allerdings, dass Wolfsburg dem guten Klaus Allofs einen neu kreierten VW Mojo kredenzt. Wäre ich Klaus Allofs hätte ich mir den auf jeden Fall als Dienstwagen in den Arbeitsvertrag schreiben lassen ...
Cheers
Bahli
16.11.2012 - 21:16 Uhr
@ ZKM: Du bist aber auch schon wolfsburgmäßig durchkommerzialisiert. Copyright, wasn das denn? Du bist meine Muse gewesen, so im ba(h)li-like Häkelbikini. Und jetzt kommst Du und reißt das mit Deiner gewinnorientierten Herangehensweise mit dem ***** ein.
@ Corto: Ich bin ja echt begeistert, dass Du mich zitierst, aber dass Du ausgerechnet zwei Sätze mit hanebüchenden Fehlern dazu nimmst, das macht mir Angst. War das Absicht?
Natürlich muss es Plüschkatzenmütze und nicht ...kartenmütze heißen, zudem habe ich beim Seenotrettungsbedarf das "aus dem" vergessen. Bier und Müdigkeit haben mich daran gehindert.
@ bahli: Es gibt nur einen wahren VW und der heißt VW Sahan und wird von Marco K. gefahren.
@ Corto: Ich bin ja echt begeistert, dass Du mich zitierst, aber dass Du ausgerechnet zwei Sätze mit hanebüchenden Fehlern dazu nimmst, das macht mir Angst. War das Absicht?
Natürlich muss es Plüschkatzenmütze und nicht ...kartenmütze heißen, zudem habe ich beim Seenotrettungsbedarf das "aus dem" vergessen. Bier und Müdigkeit haben mich daran gehindert.
@ bahli: Es gibt nur einen wahren VW und der heißt VW Sahan und wird von Marco K. gefahren.
23.11.2012 - 08:48 Uhr
Jahrgang 3 - Ausgabe 14
Die Wiedergeburt des Hans-Peter Briegel
Von Bahli
Komischer Titel! Was meint der Bahli damit? Hans-Peter Briegel wandelt doch noch vollkommen lebendig unter den Lebendigen. Lassen wir einfach zunächst derart überflüssige Fragen und fangen einfach mal ganz vorne an. Hans-Peter Briegel war vor mehr als 30 Jahren der absolute Lieblingsspieler von Bahli. Vor allem seine grandiosen Soli begeisterten den damals knapp Fünfzehnjährigen. Besonders klingeln ihm heute noch die Kommentare seines Vaters in den Ohren. "Ist das ein Antifußballer!" oder richtig gut kam auch das "Da kannst du auch eine Schubkarre auf den Platz stellen". Ja, der gute Hans-Peter war in den Siebzigern - am Anfang seiner großartigen Karriere - kein Ruhmesblatt, was das Thema Technik anging. Aber komischerweise wurde der Ball ziemlich schnell sein Freund. Und interessanterweise sind dem Bahli unglaublich viele Aktionen des ehemaligen Leichtathleten Briegel in Erinnerung geblieben, wo der Ball förmlich an den Schuhen Briegels klebte bis dieser im Tor lag. In Bahlis Erinnerung kann da höchstens noch ein Stefan Kuntz mithalten - seinem zweiten Idol. Aber Briegels tolle Tore nach unwiderstehlichen und außerordentlich dynamischen Klassesolos, bei denen er die Gegenspieler reihenweise wie Slalomstangen stehen ließ, haben sich förmlich in Bahlis Erinnerung eingebrannt. Aber auch tragische Momente wie das WM-Endspiel 1986, als der damals längst als Star etablierte Briegel den Argentinier Jorge Burruchaga nicht davon abhalten konnte, die Entscheidung in diesem dramatischen Finale zu erzielen. Da spielte Briegel längst im Mittelfeld und war das Aushängeschild des damaligen italienischen Erstligisten Hellas Verona. Sein Dasein als Vorstopper gehörte da längst der Vergangenheit an. Und an einen ganz anderen Vorstopper - heute im modernen Fußball fußballfachsprech Innenverteidiger genannt -, erinnert der Briegel den Bahli.
Die Rückkehr der außerplanmäßigen Dynamik
Ich muss gestehen, dass ich Dominique Heintz zum ersten Mal kurz vor dem Start der laufenden Zweitligasaison im Testspiel gegen Bayern München gesehen habe. Seine Leistung war in diesem Spiel absolut ordentlich. Trotzdem hätte ich zu dieser Zeit - und das ist wohlgemerkt erst dreieinhalb Monate her - niemals daran gedacht, dass dieser junge Kerl aus Neustadt sehr schnell in riesige Fußstapfen treten könnte. Bei seinem ersten Einsatz in Aalen kam er nach 75 Minuten für Alexander Bugera, um dessen durchlässige linke Abwehrseite dicht zu machen. Und die machte er dicht. Nicht im Stile eines eleganten Linksverteidigers, vielmehr mit der Wucht und Kampfkraft eines 19-jährigen Notnagels. Und dann wurde Heintz im darauffolgenden Heimspiel gegen 1860 München für den wieder einmal verletzten Jan Simunek eingewechselt. Und der Notnagel kam richtig in Fahrt und hämmerte sich unwiderstehlich in die Stammformation des FCK. Seit dieser Einwechslung fehlte der von seinen Kollegen gerne auch Salami genannte Defensivbrecher keine Sekunde mehr. Und ganz ehrlich, ich möchte ihn auch bis zum Saisonende keine Sekunde missen. Zusammen mit dem erfahrenen Spanier Marc Torrejòn hat sich da mittlerweile eine unglaublich stabile Innenverteidigung etabliert. Die Frage vor der Saison - Simunek, Abel oder Yahia - wurde mit Torrejòn und Heintz beantwortet. Und das auch völlig zu Recht. Und wenn wir ehrlich sind, keiner von uns hätte doch vor der Saison mit dieser Kombination gerechnet.
Das Ende der slalomfreien Zeit
Dominique Heintz hat sich in den elf Spielen, in denen er in der Startformation stand, fast schon beängstigend gut entwickelt. War ihm zu Beginn noch die Nervosität und auch Unerfahrenheit anzumerken, so wirkt er mittlerweile unglaublich konzentriert und nervenstark - Stahlseile an den Stellen, wo die Nerven verlaufen. Seine Spieleröffnung mit langen hektischen Schlägen nach vorne ist schnellen und genauen Pässen in Richtung Mittelfeldzentrale oder auf die Außenpositionen gewichen. Als Fan kann man nur stolz feststellen, dass da wieder ein junger Kicker aus dem FCK-Nachwuchs aufläuft, der das Vereinswappen nicht nur trägt, um nach Toren oscarreif darauf herumzudeuten. Der Junge trägt die FCK-Vereinsfarben und das Wappen, weil es sein Verein ist. Das muss er niemandem beweisen. Das sieht ein Blinder mit Krückstock und das spürt sogar der unsensibelste Fan in der West. Und Heintz zeigt mittlerweile auch das, was mich bei ihm total an mein Idol Hans-Peter Briegel erinnert. Dieses Slalomlaufen, den Ball quasi am Fuß klebend, umkurvt er die Gegenspieler wie einst Alberto Tomba die Slalomstangen bei seinen legendären Pistensausen. Für mich ist es nur eine Frage der Zeit bis Dominique Heintz sein erstes Tor nach einem solchen Solo feiern darf. Noch ein wenig mehr Selbstvertrauen, noch ein bisschen mehr Abgewichstheit und der erste Torwart der 2. Liga wird diesen Defensivtsunami auf sich zurollen sehen und als Ergebnis den Ball aus dem Netz holen dürfen. Das prophezeie ich an dieser Stelle einfach einmal. Frei von der Leber weg ...
Im Herz der Authentizität
Er ist 19 Jahre alte, aber schon fast ein pfälzer Original oder zumindest auf dem besten Weg dahin. Sein Auftritt im September in "Flutlicht" empfand ich einfach unglaublich locker und durchaus hochsympathisch. Das machte einfach Spaß. Da saß ein junger Fußballprofi, dem der frühe Ruhm noch in keinster Weise zu Kopf gestiegen ist. Man merkte an seinen Antworten, dass er auf gar keinen Fall arrogant oder gar überheblich rüberkommen wollte. Das Ergebnis dessen war eine derart einnehmende Authentizität, wie ich sie in der letzten Zeit sehr selten erlebt habe. Dominique Heintz wurde mit jeder Sekunde im Studio sicherer und wortgewandter. Und auch hier bemerkte der aufmerksame Zuschauer den Stolz, dass er für seinen Verein und dessen Fans im Studio saß. Und die Geschichte um den Hintergrund seines Spitznamens "Salami" war einfach wunderbar. Apropos Flutlicht. Anfang November saß dort auch ein gewisser Hans-Peter Briegel als globaler Fußballexperte und ließ sich von SWR-Moderator Christian Döring vollsalbadern und in peinlich anmutenden Lokalpatriotismus reinziehen. Und scheiße, ist der Briegel alt geworden. Ich war richtiggehend schockiert. Aber erst als ich in dieser Woche irgendwo zufällig Michael Rummenigge im Fernsehen gesehen habe, wurde mir klar, dass auch die eigenen Erinnerungen nicht vor dem Älterwerden gefeit sind. Der kleine Michael sieht auch schon aus wie ein alter Sack. Wie gut, dass man in seinem Verein wieder Jungspunde wie Dominique Heintz, Hendrick Zuck und einige andere anfeuern kann. Das prägt nicht nur das Gesicht eines Kaders, es fördert auch die Identifikation zwischen Verein und Fans. Junge Fußballer, die ihr Handwerk in unmittelbarer Nähe erlernten, erfüllen den einfachen Fan eben auch mit der notwendigen Portion Stolz. Und ich fühle so etwas wie gesunde Selbstzufriedenheit, wenn ich einen Jungen wie Dominique Heintz sehe, der sich für seinen und natürlich meinen Verein mit allem, was er hat, reinhängt.
Sicher haben die meisten erkannt, dass ich mittlerweile ein richtiger Fan von Dominique Heintz bin. Und die Frage, ob er nun wirklich ein zweiter Hans-Peter Briegel ist oder zumindest noch wird, soll jeder für sich selbst beantworten. Ich sehe bei beiden eine auffallend große Ähnlichkeit. Dominique Heintz bringt sicherlich vieles mit, um in solch große Fußstapfen, wie sie ein Hans-Peter Briegel 1984 beim 1. FC Kaiserslautern hinterlassen hat, zu treten. Freuen wir uns einfach auf seine weitere Entwicklung.
Cheers
Bahli
In der Couchingzone befinden sich neben Berti und Bahli auch noch Kohlmeyer und Butduma. Die Kolumne erscheint spätestens jeweils Freitag um 12:00 Uhr oder an Spieltagen zur gleichen Zeit bei allen Pflichtspielen.
Die Wiedergeburt des Hans-Peter Briegel
Von Bahli
Komischer Titel! Was meint der Bahli damit? Hans-Peter Briegel wandelt doch noch vollkommen lebendig unter den Lebendigen. Lassen wir einfach zunächst derart überflüssige Fragen und fangen einfach mal ganz vorne an. Hans-Peter Briegel war vor mehr als 30 Jahren der absolute Lieblingsspieler von Bahli. Vor allem seine grandiosen Soli begeisterten den damals knapp Fünfzehnjährigen. Besonders klingeln ihm heute noch die Kommentare seines Vaters in den Ohren. "Ist das ein Antifußballer!" oder richtig gut kam auch das "Da kannst du auch eine Schubkarre auf den Platz stellen". Ja, der gute Hans-Peter war in den Siebzigern - am Anfang seiner großartigen Karriere - kein Ruhmesblatt, was das Thema Technik anging. Aber komischerweise wurde der Ball ziemlich schnell sein Freund. Und interessanterweise sind dem Bahli unglaublich viele Aktionen des ehemaligen Leichtathleten Briegel in Erinnerung geblieben, wo der Ball förmlich an den Schuhen Briegels klebte bis dieser im Tor lag. In Bahlis Erinnerung kann da höchstens noch ein Stefan Kuntz mithalten - seinem zweiten Idol. Aber Briegels tolle Tore nach unwiderstehlichen und außerordentlich dynamischen Klassesolos, bei denen er die Gegenspieler reihenweise wie Slalomstangen stehen ließ, haben sich förmlich in Bahlis Erinnerung eingebrannt. Aber auch tragische Momente wie das WM-Endspiel 1986, als der damals längst als Star etablierte Briegel den Argentinier Jorge Burruchaga nicht davon abhalten konnte, die Entscheidung in diesem dramatischen Finale zu erzielen. Da spielte Briegel längst im Mittelfeld und war das Aushängeschild des damaligen italienischen Erstligisten Hellas Verona. Sein Dasein als Vorstopper gehörte da längst der Vergangenheit an. Und an einen ganz anderen Vorstopper - heute im modernen Fußball fußballfachsprech Innenverteidiger genannt -, erinnert der Briegel den Bahli.
Die Rückkehr der außerplanmäßigen Dynamik
Ich muss gestehen, dass ich Dominique Heintz zum ersten Mal kurz vor dem Start der laufenden Zweitligasaison im Testspiel gegen Bayern München gesehen habe. Seine Leistung war in diesem Spiel absolut ordentlich. Trotzdem hätte ich zu dieser Zeit - und das ist wohlgemerkt erst dreieinhalb Monate her - niemals daran gedacht, dass dieser junge Kerl aus Neustadt sehr schnell in riesige Fußstapfen treten könnte. Bei seinem ersten Einsatz in Aalen kam er nach 75 Minuten für Alexander Bugera, um dessen durchlässige linke Abwehrseite dicht zu machen. Und die machte er dicht. Nicht im Stile eines eleganten Linksverteidigers, vielmehr mit der Wucht und Kampfkraft eines 19-jährigen Notnagels. Und dann wurde Heintz im darauffolgenden Heimspiel gegen 1860 München für den wieder einmal verletzten Jan Simunek eingewechselt. Und der Notnagel kam richtig in Fahrt und hämmerte sich unwiderstehlich in die Stammformation des FCK. Seit dieser Einwechslung fehlte der von seinen Kollegen gerne auch Salami genannte Defensivbrecher keine Sekunde mehr. Und ganz ehrlich, ich möchte ihn auch bis zum Saisonende keine Sekunde missen. Zusammen mit dem erfahrenen Spanier Marc Torrejòn hat sich da mittlerweile eine unglaublich stabile Innenverteidigung etabliert. Die Frage vor der Saison - Simunek, Abel oder Yahia - wurde mit Torrejòn und Heintz beantwortet. Und das auch völlig zu Recht. Und wenn wir ehrlich sind, keiner von uns hätte doch vor der Saison mit dieser Kombination gerechnet.
Das Ende der slalomfreien Zeit
Dominique Heintz hat sich in den elf Spielen, in denen er in der Startformation stand, fast schon beängstigend gut entwickelt. War ihm zu Beginn noch die Nervosität und auch Unerfahrenheit anzumerken, so wirkt er mittlerweile unglaublich konzentriert und nervenstark - Stahlseile an den Stellen, wo die Nerven verlaufen. Seine Spieleröffnung mit langen hektischen Schlägen nach vorne ist schnellen und genauen Pässen in Richtung Mittelfeldzentrale oder auf die Außenpositionen gewichen. Als Fan kann man nur stolz feststellen, dass da wieder ein junger Kicker aus dem FCK-Nachwuchs aufläuft, der das Vereinswappen nicht nur trägt, um nach Toren oscarreif darauf herumzudeuten. Der Junge trägt die FCK-Vereinsfarben und das Wappen, weil es sein Verein ist. Das muss er niemandem beweisen. Das sieht ein Blinder mit Krückstock und das spürt sogar der unsensibelste Fan in der West. Und Heintz zeigt mittlerweile auch das, was mich bei ihm total an mein Idol Hans-Peter Briegel erinnert. Dieses Slalomlaufen, den Ball quasi am Fuß klebend, umkurvt er die Gegenspieler wie einst Alberto Tomba die Slalomstangen bei seinen legendären Pistensausen. Für mich ist es nur eine Frage der Zeit bis Dominique Heintz sein erstes Tor nach einem solchen Solo feiern darf. Noch ein wenig mehr Selbstvertrauen, noch ein bisschen mehr Abgewichstheit und der erste Torwart der 2. Liga wird diesen Defensivtsunami auf sich zurollen sehen und als Ergebnis den Ball aus dem Netz holen dürfen. Das prophezeie ich an dieser Stelle einfach einmal. Frei von der Leber weg ...
Im Herz der Authentizität
Er ist 19 Jahre alte, aber schon fast ein pfälzer Original oder zumindest auf dem besten Weg dahin. Sein Auftritt im September in "Flutlicht" empfand ich einfach unglaublich locker und durchaus hochsympathisch. Das machte einfach Spaß. Da saß ein junger Fußballprofi, dem der frühe Ruhm noch in keinster Weise zu Kopf gestiegen ist. Man merkte an seinen Antworten, dass er auf gar keinen Fall arrogant oder gar überheblich rüberkommen wollte. Das Ergebnis dessen war eine derart einnehmende Authentizität, wie ich sie in der letzten Zeit sehr selten erlebt habe. Dominique Heintz wurde mit jeder Sekunde im Studio sicherer und wortgewandter. Und auch hier bemerkte der aufmerksame Zuschauer den Stolz, dass er für seinen Verein und dessen Fans im Studio saß. Und die Geschichte um den Hintergrund seines Spitznamens "Salami" war einfach wunderbar. Apropos Flutlicht. Anfang November saß dort auch ein gewisser Hans-Peter Briegel als globaler Fußballexperte und ließ sich von SWR-Moderator Christian Döring vollsalbadern und in peinlich anmutenden Lokalpatriotismus reinziehen. Und scheiße, ist der Briegel alt geworden. Ich war richtiggehend schockiert. Aber erst als ich in dieser Woche irgendwo zufällig Michael Rummenigge im Fernsehen gesehen habe, wurde mir klar, dass auch die eigenen Erinnerungen nicht vor dem Älterwerden gefeit sind. Der kleine Michael sieht auch schon aus wie ein alter Sack. Wie gut, dass man in seinem Verein wieder Jungspunde wie Dominique Heintz, Hendrick Zuck und einige andere anfeuern kann. Das prägt nicht nur das Gesicht eines Kaders, es fördert auch die Identifikation zwischen Verein und Fans. Junge Fußballer, die ihr Handwerk in unmittelbarer Nähe erlernten, erfüllen den einfachen Fan eben auch mit der notwendigen Portion Stolz. Und ich fühle so etwas wie gesunde Selbstzufriedenheit, wenn ich einen Jungen wie Dominique Heintz sehe, der sich für seinen und natürlich meinen Verein mit allem, was er hat, reinhängt.
Sicher haben die meisten erkannt, dass ich mittlerweile ein richtiger Fan von Dominique Heintz bin. Und die Frage, ob er nun wirklich ein zweiter Hans-Peter Briegel ist oder zumindest noch wird, soll jeder für sich selbst beantworten. Ich sehe bei beiden eine auffallend große Ähnlichkeit. Dominique Heintz bringt sicherlich vieles mit, um in solch große Fußstapfen, wie sie ein Hans-Peter Briegel 1984 beim 1. FC Kaiserslautern hinterlassen hat, zu treten. Freuen wir uns einfach auf seine weitere Entwicklung.
Cheers
Bahli
In der Couchingzone befinden sich neben Berti und Bahli auch noch Kohlmeyer und Butduma. Die Kolumne erscheint spätestens jeweils Freitag um 12:00 Uhr oder an Spieltagen zur gleichen Zeit bei allen Pflichtspielen.
23.11.2012 - 10:47 Uhr
Bahli du sprichst mir aus der Seele. Weltklasse!
23.11.2012 - 11:21 Uhr
Schönen Dank! So macht es mir Spaß, hier zu lesen.
23.11.2012 - 12:55 Uhr
Die Adoptionspapiere sind unterschriftsreif.
Wobei ich einen Aspekt ergänzen möchte, er profitiert natürlich auch von der Erfahrung und der Abgeklärtheit von Torrejòn. Wünsche uns Allen mehr von diesen Liebeserklärungen.
@Tickle
Bei der Prägung kann man schon mal mit seinen Identitäten durcheinander kommen. :D
Wobei ich einen Aspekt ergänzen möchte, er profitiert natürlich auch von der Erfahrung und der Abgeklärtheit von Torrejòn. Wünsche uns Allen mehr von diesen Liebeserklärungen.
@Tickle
Bei der Prägung kann man schon mal mit seinen Identitäten durcheinander kommen. :D
Dieser Beitrag wurde zuletzt von CortoMaltese am 23.11.2012 um 13:10 Uhr bearbeitet
23.11.2012 - 15:06 Uhr
Einfach super Beitrag Bahli.
Weltklasse.
Tja, wir werden halt alle älter, aber die Erinnerungen/ Träume..........
Sein Bewegungsablauf/ Laufstil erinnert schon sehr an H-P B.
Ich hoffe/ glaube, dass er seinen Weg machen wird.
Weltklasse.
Tja, wir werden halt alle älter, aber die Erinnerungen/ Träume..........
Sein Bewegungsablauf/ Laufstil erinnert schon sehr an H-P B.
Ich hoffe/ glaube, dass er seinen Weg machen wird.
23.11.2012 - 15:44 Uhr
Zitat von Tickle_Me_Elmo:
Was mir jetzt noch nicht so ganz klar wurde.......was hältst du eigentlich von Heintz?
:D ...lol
Einen haste vergessen, Bahli. Den Wuttke, der gehört in diese Reihe durchaus mit rein ;) ...und an das Finale 86 kann ich mich auch noch gut erinnern. Ein gewisser Völler hatte zum 2.2 ausgeglichen und der kleine gutgolf freute sich schon auf einen Elfmeterschiessen-Sieg dank Toni....und dann die besagte Szene :( ...aber 1990 haben wir uns ja revanchiert ;)
Edith muss noch was los werden: Sie freut sich an einem jeden Spieltag wie ein Honigkuchenpferd auf das Coaching! Muss ja auch mal gesagt werden :)
Was mir jetzt noch nicht so ganz klar wurde.......was hältst du eigentlich von Heintz?
:D ...lol
Einen haste vergessen, Bahli. Den Wuttke, der gehört in diese Reihe durchaus mit rein ;) ...und an das Finale 86 kann ich mich auch noch gut erinnern. Ein gewisser Völler hatte zum 2.2 ausgeglichen und der kleine gutgolf freute sich schon auf einen Elfmeterschiessen-Sieg dank Toni....und dann die besagte Szene :( ...aber 1990 haben wir uns ja revanchiert ;)
Edith muss noch was los werden: Sie freut sich an einem jeden Spieltag wie ein Honigkuchenpferd auf das Coaching! Muss ja auch mal gesagt werden :)
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Gutgolf am 23.11.2012 um 15:46 Uhr bearbeitet
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