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Die Couchingzone

13.08.2010 - 13:19 Uhr
Die Couchingzone |#621
24.11.2012 - 11:48 Uhr
Der bahli, dem ist es wenigstens nicht peinlich, dass er älter aussieht als er ist! :o :p Der ist wie ein guter französischer Rotwein, je älter umso besser, aber nur bei richtiger Lagerung!

Sehr schönes Couching mit wunderbarem südpfälzischen Lokalkolorit - auch wenn ich darauf bestehen will, dass de guude Heintz aus Kirrweiler ist und die Walz aus de Palz wohnt ja schon seit Jahren im bebagerseeten Sondernheim. Die Sonne lässt eben nicht nur den hervorragenden Wein, sondern auch die besten Betzekicker reifen.

Alla guud, des war mol widder e scheenes Kannapeehing unn s'erinnerd misch dra, dass mer jo ball widder mol z'amme in Germersche in Trään gehe wollte - schrei die Wand a.

Gruß,
Butduma

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SAPERE AUDE
- Wage es, weise zu sein -

oder nach Immanuel Kant
"Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen!“
Die Couchingzone |#622
26.11.2012 - 08:57 Uhr
Wer hat nicht an bahli gedacht als uns Heintz zum Solo angesetzt hat in der 2. HZ - er kommt dem Tor immer näher ;)

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Echte Liebe kennt keine Liga - Nur der FCK!

Miro Klose Fußballgott!
Fan vom Funker!
Durli - Unvergessen... R.I.P.
"Lautern hat den geilsten Boss der Welt. Daran gibt es keine Zweifel."
laudere - im Mai 2011
Die Couchingzone |#623
26.11.2012 - 10:30 Uhr
@Devil,

und ich habe am Samstag sogar direkt selbst an mich gedacht ... ;)


Aber noch etwas anderes zum Thema "Couchingzone". Das nächste Couching wird es erst am kommenden Freitag geben. Die englischen Wochen sind für das Couching inflationär. Man hat kaum Zeit, den vergangenen Spieltag aufzuarbeiten und neue Themen aus der Welt des Fußballs ergeben sich in den drei, vier Tagen auch nicht so einfach. Und wir möchten euch ja immer etwas informativ Unterhaltsames liefern und nicht einfach so eine hingeschnuddelte Nummer ...

Von daher wird euch Kollege Kohlmeyer am kommenden Freitag wieder ein richtiges - ich hoffe mal auf ein richtig versautes - Couching zum besten geben.

Cheers
Bahli

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You want it darker
We kill the flame

Leonard Cohen (1934-2016)
Die Couchingzone |#624
30.11.2012 - 12:03 Uhr
Es ist Freitag, 12:05 Uhr!!!!!
Die Couchingzone |#625
30.11.2012 - 12:50 Uhr
Jahrgang 3 - Ausgabe 15

DIE FANS MACHEN STIMMUNG - ABER WER MACHT STIMMUNG FÜR DIE FANS?


„Heast as net - wie leis es ist?“, hätte Hubert von Goisern wohl gesungen, wäre er am Dienstag auf dem Betzenberg in den ersten zwölf Minuten dabei gewesen, und seine von Kohlmeyer besonders geschätze Mitstreiterin, die sich völlig zurecht die „Alpine Sabine“ nennt, hätte sich entsprechend ansprechend dazu bewegt.

Denn die West beteiligte sich an der Aktion „Ohne Stimme keine Stimmung“. Okay, Kohlmeyer muss das hier nicht ernsthaft jemandem erzählen.

Statt dessen aber darf die Frage gestellt werden: Was kann ein solcher Protest bringen? Die Antwort sei gleich am Anfang vorweggenommen: Nicht viel, wenn er nicht die richtigen Leute bewegt, sich mit dem Anliegen der Fans zu befassen.

Nicht getan hatte dies beispielsweise der Sky-Reporter, der vom Betze berichtete. Wenn Kohlmeyer die Stimme richtig erkannt hat, handelte es sich um durchaus erfahrenen Sportjournalisten Uli Potofski. Das wenige, das er zu der Aktion zu blubbern hatte, strotzte von mangelnder Vorbereitung. Irgendwie fände er das schon gut, dass Fans dadurch, dass sie ihre Stimme nicht erheben, mal zeigen, was ihre Stimme normalerweise zur Stadionatmosphäre beiträgt - wie witzig -, aber andererseits, das mit dem Abbrennen von gefährlichen Feuerwerkskörpern auf den Rängen, nee, nee, das wäre halt doch nicht so seins, laberte der einstige rtl-Sportchef sinngemäß vor sich.

Als ob es nur darum gegangen wäre. Dabei hätte das Spiel doch reichlich Anlass gegeben, darüber ein paar inhaltsschwangere Worte mehr zu verlieren. Wenn das die mediale Aufmerksamkeit ist, die der Aktion allgemein zuteil wird, hätte man sie sich auch sparen können.


JEDER VERGRÄTZTE STADIONBESUCHER EIN SKY-ABONNENT? DIE RECHNUNG GEHT NICHT AUF

Aber darf man von einem Fernsehreporter eigentlich mehr erwarten? Für Leute wie Herrn Potofski scheint jeder Fußballfan, dem der Stadionbesuch vergällt wird, ein potenzieller Sky-Abonnent zu sein, also immer nur her mit dem Sicherheitskonzept des DFB: Alle Fans, die irgendwie nach Krawall aussehen, erst mal vor dem Stadion naggisch machen, keine Stehplätze mehr, und wenn´s trotzdem kracht, dann bitteschön den gesamten Fanclub in Sippenhaft nehmen. Jawoll, jawoll, jawoll.

Schließlich haben die Fernsehfritzen auch schon genug getan, um Fußballfans vom Stadion fern zu halten, etwa, in dem sie Anstoßzeiten durchsetzten, die, wenn überhaupt, Fußball nur noch fürs TV-Publikum konsumierbar machen (natürlich nur, wenn sie ein Sky-Abo besitzen, hähä). Welcher normale Werktätige, der nicht gerade einen Steinwurf vom Stadion entfernt wohnt und/oder arbeitet, kann eigentlich an einem Werktag um 17.30 Uhr auf dem Betze sein?

Klar: Schichtarbeiter, die sich für den Tag Früh- oder Nachtschicht verpassen ließen, was bisweilen wochenlange Vorausplanung notwenig macht. Oder Hartzer, die gar nicht arbeiten. Oder Taschengeldempfänger und Studenten.

Allerdings: Wenn‘s bald nur noch Sitzplätze gibt, kostet die billigste Eintrittskarte fürs Stadion vielleicht 25 Euro (Tendenz steigend), und dann können die Hartzer sowieso zuhause bleiben. Und die Auszubildenden und die Taschengeldempfänger, die unter der Wochen jeden Euro zusammenkratzen, damit sie sich samstags den Stadionbesuch leisten können, der für sie der Höhepunkt der Woche ist, weil sie da mal für drei Stunden unter ihresgleichen sind, gemeinsam emotionale Höhen und Tiefen durchleben, statt wie die ganze Woche über nur in die Hackfressen ihrer Profs, Lehrkörper und Vorgesetzten blicken zu müssen.

Doch die, die nix im Säckel haben und für die Fußball Ausleben von Emotionen ist, will man im Stadion anscheinend nicht mehr sehen. Denn die neigen ja auch zum übertriebenen Alkoholgenuss, der bekanntlich gewaltbereit macht - merke: Bier macht grob, Woi macht luchtisch - sind also per se schon ein Sicherheitsrisiko.

Außerdem schrecken sie rechtschaffene Familienväter ab, eventuell mit ihrer kompletten Familie ins Stadion einzuziehen, neben der aktuellen Frau und den aktuellen Kindern also am besten auch noch die Babbsäck aus erster Ehe, dazu die zwei unehelichen, ein bis zwei Omas und den ein oder anderen Schwippschwager. Fußball als Family Event, das soll künftig die Losung sein. Denn diese Zielgruppe konsumiert nicht nur während des Spiel wie der Teufel - kein Bier, das grob macht, sondern süßes Schlabberzeugs, das krank, aber glücklich macht - und sucht danach auch noch den Fanshop heim, um scheizz überteuerte Merchandising-Artikel zu kaufen.

Wie, bitteschön, sollen sich Hartzer, Azubis und Taschengeldempfänger das denn leisten können? Also weg mit denen - und her mit dem besserverdienenden Fußballfan. Oder sagen wir besser: Ballspielkonsumenten.

Stimmung? Ja, nee, iss klar: Die paar Tröten, die irgenwo noch geblasen, kann man doch irgendwie verstärken über die Soundanlage aufblasen, die Technik macht´s möglich, doch, doch.


DER BLICK NACH ENGLAND KANN GANZ SCHÖN BLENDEND SEIN

Guckt doch ins Mutterland des Fußballs, nach England. Die haben die Stehplätze schon vor Jahren abgeschafft.

Sagen die, die partout immer recht haben wollen und hoffen, so überzeugend klugscheizzerisch rüberzukommen, dass dann tatsächlich keiner guckt.

Denn wenn man tatsächlich mal genauer über den Kanal guckt, sieht´s eben doch nicht ganz so aus, wie die Klugscheizzer behaupten.

Denn dort mehren sich die Stimmen, wieder Stehplätze in den Stadien anzubieten, damit die Stimmung wieder besser wird. Weshalb die dort überhaupt abgeschafft worden sind?
Ausschlaggebend dürfte die Hillsborough-Katastrophe gewesen sein, bei der 1989 fast 100 Menschen getötet wurden. Zweifelsohne ein schreckliches Ereignis, nach der, wie üblich, von der Politik „Konsequenzen“ gefordert wurden. Das tut sie schließlich gnadenlos, wenn der öffentliche Druck schlagartig überhand nimmt, und wie „konsequent“ die Herren Volksvertreter dabei sind, hat man ja nach Fukushima gesehen: Da war für sie plötzlich ein Atomausstieg möglich, der ein paar Tage zuvor für absolut unmöglich erklärt worden war.

Doch zurück zum Fußball. Minimiert man tatsächlich das Risiko von Massenpaniken und daraus resultierenden Katastrophen, wenn man Stehplätze abschafft? Wer sagt das eigentlich? Oder birgt nicht vielmehr jede Massenveranstaltung Sicherheitsrisiken, die niemals hundertprozentig ausgeschlossen werden können?

Klar hört Kohlmeyer jetzt sofort die Mahner: Muss denn sich bei uns erst ein Hillsborough ereignen, damit wir zur „Besinnung“ kommen? Sind die Krawalle, beispielsweise in Dresden, beim Relegationsspiel in Düsseldorf und jüngst beim Revierderby, nicht Warnzeichen genug?

Auch da gilt: Erst mal genauer hinschauen. Schon allein, dass das Tohubawu bei Düsseldorf gegen Hertha immer mit anderen Beispielen eskalierender Gewalt in einen Topf geworden wird, zeigt, wie undifferenziert die Verfechter dieses Sicherheitskonzeptes ihr Thema betrachten: In Düsseldorf, deutlicher war es doch wirklich nicht zu sehen, brach sich doch keine Aggression Bahn, sondern es schnappten ein paar tausend rheinische Frohnaturen schlicht und übergreifend über, weil ihre Fortuna im Begriff war, in die Erste Liga zurückkehren. Sicher ist auch Freude, die alle Dämme brechen lässt, gefährlich, aber bei der Ursachenanalyse darf doch vergessen werden, dass dies mit dem so genannten „Ultra“-Problem nichts zu tun hat.


SAG MIR, WER DIE ULTRAS SIND

Wer oder was ist denn überhaupt ein Ultra? Und ist wirklich jeder Ultra gefährlich? Ist denn jeder, sich äußerlich als Anhänger eines Fußballvereins zu erkennen gibt, ein Ultra - und noch dazu ein gefährlicher?

Das scheint zumindest unter den Ordnungsschaffenden Common Sense geworden zu sein. Und dabei merken die nicht einmal, wie weit es mit unserer Rechtsstaatlichkeit, zu der sich die gleichen Ordnungsschaffenden ebenfalls jederzeit bekennen, gekommen ist.

Hat sich schon einmal einer von denen Gedanken gemacht, wie oft die Grundrechte eines Fußballfans mit Füßen getreten werden, wenn er ein Auswärtsspiel besucht?

Schon am Bahnhof wird er von der Polizei abgeholt und zum Stadion eskortiert, wo er dann bis zu drei Stunden vor der leeren Spielstätte ausharren darf, bis angepfiffen wird - wie eigentlich soll er die Zeit bis dahin anders überbrücken als mit Saufen? Der Besuch der Stadt, in der er „zu Gast“ ist, wird ihm schlicht und ergreifend verwehrt. Damit ist sein Recht auf freie Mobilität beschnitten.

Nach dem neuen Sicherheitskonzept wird er jetzt in ein Zelt geführt, wo er sich bis auf die Unterhose auszuziehen hat und aufs Unangenehmste untersucht wird. Unter Umständen wird ihm im wahrsten Sinne des Wortes der Ar.sch aufgerissen. Wo ist das Recht auf körperliche Unversehrtheit? Ist die Würde des Menschen nicht unantastbar?

Müsste nicht erst ein „Anfangsverdacht“ gegeben sein, der eine solche Behandlung rechtfertigt? Und ist dieser Anfangsverdacht tatsächlich schon dadurch gegeben, dass jemand in den Farben seines Vereins gewandet ist und vielleicht eine Fahne mit sich bringt, mit der er seine Mannschaft unterstützen und im Stadion ein wenig Stimmung machen will?

Steht er in einem Block, in dem es dann dennoch knallt, kann er künftig, auch das soll in dem Sicherheitskonzept vorgesehen sein, auch bestraft werden, wenn er selbst nichts getan hat. Selbst wenn der Plan dahinter aufgehen sollte und dadurch das Denunziantentum gefördert wird, mit dessen Hilfe die tatsächlich schuldigen Feuerwerker ans Messer geliefert werden - wie widerlich ist das denn?

Ist „Sippenhaft“ denn rechtlich nicht unzulässig? Und was ist mit dem Prinzip der „Unschuldsvermutung“, nach der ein Mensch solange als unschuldig zu gelten hat, solange ihm eine Straftat nicht nachgewiesen und er rechtskräftig verurteilt ist?

Sind das nicht ein wenig zu viele Rechtsbrüche, um einen Problem Herr zu werden, dass nicht vielleicht doch ein gesamtgesellschaftliches ist - nämlich die wachsende Gewaltbereitschaft im allgemeinen?


DA SAGT DIE STATISTIK EINMAL DIE WAHRHEIT - ABER KEINER WILL'S WISSEN

Denn rein aufs Fußballstadion bezogen lässt sich die wachsende Brutalität nicht mal zweifelsfrei belegen. Sicher lieferten Dresden und der Ruhrpott erschütternd drastische Fernsehbilder, auf die sich Volkes Stimmenjäger gerne beziehen, um irgendwelche Forderungen aufzustellen. Rein statistisch lässt sich ein Anstieg von Gewalt aber kaum feststellen, setzt man die Zahl der tatsächlich in einem Stadion verletzten Personen in Relation zu den Gesamtbesucherzahlen, die eben auch gestiegen sind.

Im Moment jedenfalls noch, bis man die Hartzer, die Azubis und die Taschengeldempfänger aus den Stadien vertrieben hat.

Doch auch zu denken, dass man mit dem zahlungskräftigeren Familienpublikum auf Dauer glücklicher wird, ist eine Milchmädchenrechnung.

Denn was hat unsereins denn am meisten fasziniert, als ihn Papi vor gefühlten hundert Jahren das erste Mal mit ins Stadion genommen hat? Waren es wirklich die Fußballkünste eines Peter Schwarz oder eines Reinhard Meier? Nein, es waren die Fans auf den Rängen, ihre Gesänge, ihre wehenden Fahnen, der Geruch, die Atmosphäre, der Urschrei, wenn ein Tor gefallen war.

Wenn aber der pubertierende und damals schon dauergeile Kohlmeyer damals auf dem Betze die gleiche Stimmung vorgefunden hätte wie beim Damentennis - dann wäre wohl Damentennis "sein" Sport geworden, weil Mädels in kurzen Röckchen ihn schon damals mehr ansprachen als Fußballer mit haarigen, krummen Beinen.

Und Kohlmeyer ist sicher: Die Jugend, die heute von ihren besserverdienenden Vätern auf die Sitzreihen gepflanzt wird, damit sie sich die verwachsenen Haxen kaputt stehen und am Ende noch öfter zum Orthopäden müssen, denkt im Grunde ihres Herzens noch genau so. Also lasst den Fußball, wie er ist, und auch die Stadien, wie sie sind, damit sich auch weiterhin Jugendliche dafür begeistern.


PAPIS UND OPIS - VERGESST NIE, WO IHR HERKOMMT!

Aber wer soll die Hartzer, die Azubis und die Taschengeldempfänger bei ihrem Ansinnen unterstützen? Auf die offiziellen Medien können sie sich anscheinend kaum verlassen. Siehe Uli Potofski.

Kohlmeyer denkt, sie brauchen auch die Unterstützung der Familienväter und der Rentner auf den Sitzrängen: Die sollen sich mal überlegen, wo sie eigentlich herkommen, wo sie eigentlich ihre ersten Stadionerfahrungen gesammelt haben.

Und sie brauchen die Unterstützung ihrer Vereine. Einige, wie Hertha oder Düsseldorf, haben bereits erklärt, dass sie dieses Konzept in dieser Form ablehnen.

Herr Kuntz, auch wenn sie sicher die Schnauze voll davon haben, ständig Geldstrafen für ihre Fans bezahlen zu müssen, weil die wieder unkontrolliert Bengalos gezündet haben: Deswegen dürfen Sie die fortschreitende Entrechtung sozial schwacher Fußballfans nicht unterschreiben. Beziehen Sie Position - und zwar dagegen.

Wie sagte es doch der Sprecher der Ultra-Bewegung so treffend: „Wenn man Menschen wie Tiere behandelt, benehmen sie sich irgendwann auch so.“

Und vielleicht hilft es ja auch was, dieses Forum zu nutzen, um auch mal Stimmung für die Fans zu machen. In ordentlichen Medien tut‘s ja niemand. Siehe Uli Potofski.

Deswegen war dieses Kohlmeyer-Couching heute auch völlig humorfrei und unversaut, fast jedenfalls. Musste mal sein. Das nächste Kohlmeyer-Couching findet voraussichtlich ja in der Kappenkampagne statt. Da gibt‘s dann auch wieder was zu lachen. Versprochen.

Gruß,
Kohlmeyer

In der Couching-Zone befindet sich neben Kohlmeyer auch noch Bahli und Butduma. Über die Rückkehr eines gewissen Berti wird derzeit spekuliert. Angeblich soll sie sich zum Beginn der Rückrunde vollziehen.

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"Du kannst auf deinen Verein stolz sein, aber eigentlich nicht auf die Tatsache, ein Fan dieses Vereins zu sein. Denn die Fan-Werdung vollzieht sich bekanntlich ähnlich wie die sexuelle Orientierung: Da kommt etwas über dich, das du nicht beeinflussen kannst. (...) . Du kannst deinem Verein nicht einfach die Gefolgschaft kündigen. Du kannst deinem Verein nicht den Tritt versetzen. (...) Du kannst deinen Verein nicht einfach loslassen, denn er hält an dir fest."
Thomas Brussig
Die Couchingzone |#626
30.11.2012 - 15:05 Uhr
Danke Kohlmeyer,

normalerweise bewerte ich das Couching und halt ansonsten hier meine Finger still, meistens. Aber heute muss ich was loswerden:

"Danke, danke, und nochmals danke, treffender kann man es nicht beschreiben. Du schreibst mir aus der Seele."

Allerdings, Damentennis in meiner Pubertät? Martina Navratilova...............naja. :D
Die Couchingzone |#627
30.11.2012 - 15:42 Uhr
Richtig gut und du hast recht danke für diesesn Guten Text

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Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun.

Liebe kennt keine Liga! Egal wie tief es noch geht ich liebe den KSC!

KSC Fan von Geburt an.

Sympathien für Hertha BSC und Man Utd und im American Football für die Seahawks! GoHawks!

R.I.P. Durlacher ich werde dich vermissen!
Die Couchingzone |#628
30.11.2012 - 16:16 Uhr
Geht so. Sicher nicht alles falsch, vieles aber halt doch und leider auch einigermaßen schwarz/weiß gezeichnet: Da gibt es mal wieder auf der einen Seite die echten proletarischen Fans in der Kurve und auf der anderen Seite die Eventfans und Mittelschichtfamilien, die im Stadion als Stimmungskiller auftreten. Auch der reale Kern der Pyro-Problematik - jenseits medialer Stimmungsmache - wird nicht beleuchtet . Die Gewaltthematik ist m. E. eh eine, die weniger die Stadien als vielmehr das Umfeld (An-/Abreise) betrifft, damit aber nichtsdestoweniger zum Thema Fußball und Fußball-Fans gehört (ja, ich weiß, das Oktoberfest...); im Couching aber ist das Thema verkürzt auf das Stadion dargestellt. Gewalt erscheint im Text als Naturereignis (es "knallt" halt vereinzelt), was eine Ursachenanalyse mit dem zwar richtigen, aber auch stets probaten Hinweis auf die "gesamtgesellschaftliche" Problemlage verstellt. Und natürlich ist dies alles mal wieder eine riesengroße Käseverschwörung von Sky und höchsten Regierungskreisen um hierzulande englische Verhältnisse einzuführen (gähn!). (Selbst-) Kritische Hinweise an die Fanszene? Fehlanzeige.

Das mit den Anstoßzeiten stimmt aber, das ist wirklich eine riesige Sauerei!

Hab schon stärkere Couchings gelesen und fand auch die Diskussion im "Stadionknigge"-Thread zeitweise differenzierter und aussagekräftiger als das hier. Nix für ungut.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 30.11.2012 um 16:18 Uhr bearbeitet
Die Couchingzone |#629
30.11.2012 - 16:23 Uhr
Boah, Kohlmeyer, ein Hubert-von-Goisern-Kenner ...

Die Jungen san alt wordn
und die Altn san g'storbn
duliei, jodleiridldudieiouri

"Heast As Nit" hat hier sicherlich noch niemand erwähnt.

Und die Stacheldraht-Streicheleinheit für Uli Potowski war vom Feinsten. Dass wir diesen Hammersprachakrobaten und Emotionsterroristen gleich zwei Mal ertragen mussten, ist ja auch echt bitter. Und erst die Stimmung im Stadion killen und dann zu Hause vom Sportsfreund Potowski gleich mit gekillt zu bekommen, hatte für mich auch durchaus etwas Wahnsinniges.

Aber wir alten können uns wenigstens noch an der Erinnerung laben, wie in den Achtzigern und Neunzigern die Westkurve heftigst vibriert hat.

Und joah, die Altn san nöch ölder g'wordn ...

Klasse Kolumne!

Cheers
Bahli

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You want it darker
We kill the flame

Leonard Cohen (1934-2016)
Die Couchingzone |#630
30.11.2012 - 19:30 Uhr
Sehr gutes Couching, auch wenn ich mich in einigen Punkten gerne mit ebenfalls sehr guten Kommentar von Newtrial anschließen möchte. Da ist schon viel Schwarz-Weiß dabei, aber wir wollen bzw. müssen hier ja couchen, da gilt es zu verdichten, zu veranschaulichen und manchmal eben auch ein wenig zu überspitzen. Die Leute sollen ja nicht einschlafen, sondern zum Nachdenken angeregt werden.

Dass die DFL nicht so hundsgemein und kalkulierend ist, das weiß auch der Kohlmeyer, da bin ich mir sicher. Hierzu empfehle ich übrigens das Interview mit dem DFL-Geschäftsführer in der aktuellen 11FREUNDE - der Mann kommt es Rastatt.

Schönes Couching, dem ich zu 80-90% zustimme - den Rest behalte ich für mich :D

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SAPERE AUDE
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