Die Couchingzone
13.08.2010 - 13:19 Uhr
17.02.2015 - 08:58 Uhr
Kleiner Hinweis an die treuen und untreuen Leser: Ihr müsst am kommenden Spieltag auf das Couching von Berti verzichten, dafür gibt es ein wenig Butsi. Und noch etwas wird auch aus dem gewohnten Leserhythmus reißen, denn ich bin unterwegs und kann deshalb erst Freitagabend oder Samstagmorgen couchen, aber das wird schon...
Wir können hier nur an eure Gutherzigkeit und euer überbordendes Verständnis appellieren. Findet diese Werte in euch und lasst sie leuchten.
Danke!
Wir können hier nur an eure Gutherzigkeit und euer überbordendes Verständnis appellieren. Findet diese Werte in euch und lasst sie leuchten.
Danke!
17.02.2015 - 15:41 Uhr
Mit anderen Worten: Butduma und ich haben getauscht. Meine Ausgabe gibt es dann eine Woche später. Und die wird göttlich.
Gruß Berti
Gruß Berti
17.02.2015 - 15:57 Uhr
ich zeichne die passenden Karikaturen, ok?
17.02.2015 - 16:16 Uhr
Zitat von Mittelschichtler
ich zeichne die passenden Karikaturen, ok?
ich zeichne die passenden Karikaturen, ok?
Pfui! Geschmacklos....
Nach kurzem Überlegen:
Je suis Berti!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von dieGraetschenFrage am 17.02.2015 um 16:17 Uhr bearbeitet
17.02.2015 - 16:33 Uhr
Jeg er vagt.
Med venlig hilsen Berti (denne uge: Dane)
Med venlig hilsen Berti (denne uge: Dane)
17.02.2015 - 16:44 Uhr
Zitat von Bertikoks
Jeg er vagt.
Jeg er vagt.
Kannst du auch ein bisschen dänisch oder hast du das nur auf einem "Warnung vor dem Hund"-Schild gelesen?
17.02.2015 - 16:56 Uhr
Eher das Schild. Bare en smule wäre schon geprahlt.
Gruß Berti
Gruß Berti
20.02.2015 - 22:06 Uhr
Jahrgang 5 – Ausgabe 23: WENN DER NARR DIE PUNKTE FRISST…
Vielleicht hat einer unserer treuen Leser erwartet, dass sich ein Couchist zur närrischen Jahreszeit in die Bütt wagt und dort in dialektalem Singsang zum aktuellen Fußball-Geschehen seine Meinung reimt. Nun denn, manche mögen es als Beruhigung empfinden und andere mögen enttäuscht sein, jedenfalls ist dem nicht so. Wir steigen höchstens in die Badewanne und dass auch nur, wenn die dazugehörigen Duftkerzen Note „Javanisches Patschuli“ gerade im Angebot sind. Der Denkschweiß und diverse Bierduschen in der West wollen in angemessenem Ambiente abgewaschen werden. Jedenfalls habe ich mit Karneval oder Fasching, wie man bei uns sagt, nix am Hut und schon gar nicht an der (Hass-)Kapp. Dieser Ausdruck von verordneter Fröhlichkeit wird wohl auf lange Zeit ein Privileg der deutschen Feierkultur bleiben: Terminlich geplante Lustigkeit auf Knopfdruck ist vielleicht das, was wir als natürliche Nebenwirkung der vielgepriesenen deutschen Tugenden ertragen müssen. Organisation, zeitgenaue Planung und Lachen auf Abruf widersprechen allerdings dem anarchischen Grundcharakter des Humors und bringen Helge Schneider zum Weinen… was ich als äußerst schlimm empfinde!
Und seien wir mal ehrlich zu uns selbst. Würde ein Otto-Normal-Pälzer Fasching zelebrieren, wenn es nur um Mainzer Schwellköpp und pompöse Rosenmontagszüge und nicht ums Saufen und Feiern ginge? Müssen wir dafür unzählige Prunksitzungen in den von uns finanzierten Öffentlich-Rechtlichen und halbgare Witze im tiefsten Rheinhessisch über uns ergehen lassen? Ist es das wert? Wir haben doch diverse andere Gelegenheiten, um in fröhlicher Gesellschaft die Rieslingschorle durch unsere Kehlen rinnen zu lassen. Zum Beispiel dort oben auf dem pfälzischen Olymp namens Betzenberg, wo wir aktuell richtig geile Spiele einer begeisternden FCK-Mannschaft erleben, die das Ur-Pils auch im neuen Jahr nach feinster Ambrosia schmecken lassen. Da brauchen wir doch kein Bidermeiertum in karnevalistischer Reingestalt. Womit wir auch den Bogen vom Fasching zum Fußball geschlagen hätten, aber ich will diesen noch ein wenig überspannen.
Ein Blick auf den vergangenen Spieltag in Liga 1 und 2 offenbart, dass die Mannschaften aus den traditionellen Karnevals-Hochburgen Köln, Mainz und Düsseldorf sagenhafte 0 Punkte eingefahren haben. Andernorts hieß es aufgrund konkreter Bedrohungen, die am Vortag noch deutschlandweit diffus waren, gleich „Braun schweig!“ und es wurde alles abgeblasen… also Punkte und Umzug. Selbst der Sportverein aus Hamburg hat beim Überfliegen der karnevalistischen Regionen anscheinend so viel schlechte Schwingungen abbekommen, dass ihm in München gleich acht Mal der Narrhalla-Marsch trompetet wurde. Seitens der Geißböcke setzte man sogar noch einen drauf und bereicherte die Niederlage gegen den Erzrivalen um rund 30 ***** en mit Maleranzügen und Skimasken, welche ein affiges Theater vollführten. Weder waren Maler zum Nachziehen der Linien erforderlich noch waren die bökelbergischen Schneemengen zum Skifahren ausreichend, was also sollte der Aufzug? Der FC hat richtig reagiert und allen erst mal Farbeimer und Skipass entzogen.
Diesem Glanzpunkt deutscher Fußball-Geschichte wollten auch die 05er in Nichts nachstehen, weshalb sie ihren Kasper am Rosenmontag noch hoch auf dem rot-weißen Wagen durch die Stadt zuckeln ließen, bevor sie ihn am Dienstag vor die Tür setzten. Gerüchten zufolge soll die Stadt ihm einen Job als Pfeiler der Schiersteiner Brücke angeboten haben. Seine ruhige Art würde perfekt zu diesem Aufgabenprofil passen. Kein Wunder also, dass man in besagten Städten die Möpse rollte und kräftig das Selters sprudelte, um damit den Kater auszutreiben. Dabei mögen Katzen eigentlich Fisch, aber das ist ein anderes Thema.
Was ein Glück, dass der Pfälzerwald die Roten Teufel vor derlei Absurditäten schützt. Wie Eremiten üben sie sich in eiserner Disziplin und im erwachsen werden, Kosta lässt sie zudem stundenlang die Null halten, was unheimlich auf Körper und Geist geht. Ein puristischer Gegenentwurf zum ausgelassenen Karneval, nur damit wir Fans von Spieltag zu Spieltag Siege feiern können. Es lebt die Hoffnung, dass diese Feierei auch nach Aschermittwoch weitergeht und in einem denkwürdigen Saisonabschluss mündet, doch jetzt warten erst mal die Bullen-Besieger vom Main…
In diesem Sinne!
Ba beneen
Butduma
Auf der Couch sind Narrenkappen streng verboten, zulässig sind lediglich Toupets und in Ausnahmefällen verspätete Kolumnen, normalerweise zaubern wir diese allerdings pünktlich zum Spieltag aus dem Zylinder hervor. Sollte sich ein Leser auf die Clownsfliege getreten fühlen, so bitte ich vielmals um Entschuldigung bezüglich meiner mangelnden Faschings-Empathie… Narrhalla-Marsch…
Vielleicht hat einer unserer treuen Leser erwartet, dass sich ein Couchist zur närrischen Jahreszeit in die Bütt wagt und dort in dialektalem Singsang zum aktuellen Fußball-Geschehen seine Meinung reimt. Nun denn, manche mögen es als Beruhigung empfinden und andere mögen enttäuscht sein, jedenfalls ist dem nicht so. Wir steigen höchstens in die Badewanne und dass auch nur, wenn die dazugehörigen Duftkerzen Note „Javanisches Patschuli“ gerade im Angebot sind. Der Denkschweiß und diverse Bierduschen in der West wollen in angemessenem Ambiente abgewaschen werden. Jedenfalls habe ich mit Karneval oder Fasching, wie man bei uns sagt, nix am Hut und schon gar nicht an der (Hass-)Kapp. Dieser Ausdruck von verordneter Fröhlichkeit wird wohl auf lange Zeit ein Privileg der deutschen Feierkultur bleiben: Terminlich geplante Lustigkeit auf Knopfdruck ist vielleicht das, was wir als natürliche Nebenwirkung der vielgepriesenen deutschen Tugenden ertragen müssen. Organisation, zeitgenaue Planung und Lachen auf Abruf widersprechen allerdings dem anarchischen Grundcharakter des Humors und bringen Helge Schneider zum Weinen… was ich als äußerst schlimm empfinde!
Und seien wir mal ehrlich zu uns selbst. Würde ein Otto-Normal-Pälzer Fasching zelebrieren, wenn es nur um Mainzer Schwellköpp und pompöse Rosenmontagszüge und nicht ums Saufen und Feiern ginge? Müssen wir dafür unzählige Prunksitzungen in den von uns finanzierten Öffentlich-Rechtlichen und halbgare Witze im tiefsten Rheinhessisch über uns ergehen lassen? Ist es das wert? Wir haben doch diverse andere Gelegenheiten, um in fröhlicher Gesellschaft die Rieslingschorle durch unsere Kehlen rinnen zu lassen. Zum Beispiel dort oben auf dem pfälzischen Olymp namens Betzenberg, wo wir aktuell richtig geile Spiele einer begeisternden FCK-Mannschaft erleben, die das Ur-Pils auch im neuen Jahr nach feinster Ambrosia schmecken lassen. Da brauchen wir doch kein Bidermeiertum in karnevalistischer Reingestalt. Womit wir auch den Bogen vom Fasching zum Fußball geschlagen hätten, aber ich will diesen noch ein wenig überspannen.
Ein Blick auf den vergangenen Spieltag in Liga 1 und 2 offenbart, dass die Mannschaften aus den traditionellen Karnevals-Hochburgen Köln, Mainz und Düsseldorf sagenhafte 0 Punkte eingefahren haben. Andernorts hieß es aufgrund konkreter Bedrohungen, die am Vortag noch deutschlandweit diffus waren, gleich „Braun schweig!“ und es wurde alles abgeblasen… also Punkte und Umzug. Selbst der Sportverein aus Hamburg hat beim Überfliegen der karnevalistischen Regionen anscheinend so viel schlechte Schwingungen abbekommen, dass ihm in München gleich acht Mal der Narrhalla-Marsch trompetet wurde. Seitens der Geißböcke setzte man sogar noch einen drauf und bereicherte die Niederlage gegen den Erzrivalen um rund 30 ***** en mit Maleranzügen und Skimasken, welche ein affiges Theater vollführten. Weder waren Maler zum Nachziehen der Linien erforderlich noch waren die bökelbergischen Schneemengen zum Skifahren ausreichend, was also sollte der Aufzug? Der FC hat richtig reagiert und allen erst mal Farbeimer und Skipass entzogen.
Diesem Glanzpunkt deutscher Fußball-Geschichte wollten auch die 05er in Nichts nachstehen, weshalb sie ihren Kasper am Rosenmontag noch hoch auf dem rot-weißen Wagen durch die Stadt zuckeln ließen, bevor sie ihn am Dienstag vor die Tür setzten. Gerüchten zufolge soll die Stadt ihm einen Job als Pfeiler der Schiersteiner Brücke angeboten haben. Seine ruhige Art würde perfekt zu diesem Aufgabenprofil passen. Kein Wunder also, dass man in besagten Städten die Möpse rollte und kräftig das Selters sprudelte, um damit den Kater auszutreiben. Dabei mögen Katzen eigentlich Fisch, aber das ist ein anderes Thema.
Was ein Glück, dass der Pfälzerwald die Roten Teufel vor derlei Absurditäten schützt. Wie Eremiten üben sie sich in eiserner Disziplin und im erwachsen werden, Kosta lässt sie zudem stundenlang die Null halten, was unheimlich auf Körper und Geist geht. Ein puristischer Gegenentwurf zum ausgelassenen Karneval, nur damit wir Fans von Spieltag zu Spieltag Siege feiern können. Es lebt die Hoffnung, dass diese Feierei auch nach Aschermittwoch weitergeht und in einem denkwürdigen Saisonabschluss mündet, doch jetzt warten erst mal die Bullen-Besieger vom Main…
In diesem Sinne!
Ba beneen
Butduma
Auf der Couch sind Narrenkappen streng verboten, zulässig sind lediglich Toupets und in Ausnahmefällen verspätete Kolumnen, normalerweise zaubern wir diese allerdings pünktlich zum Spieltag aus dem Zylinder hervor. Sollte sich ein Leser auf die Clownsfliege getreten fühlen, so bitte ich vielmals um Entschuldigung bezüglich meiner mangelnden Faschings-Empathie… Narrhalla-Marsch…
22.02.2015 - 10:12 Uhr
Organisation, zeitgenaue Planung und Lachen auf Abruf widersprechen allerdings dem anarchischen Grundcharakter des Humors - so habe ich das noch gar nicht gesehen. Meine Einschätzung von Fasching ging bisher nicht über "Wasn Scheiß" hinaus. Ich wusste, warum ich mir Buts Couching als Sonntagmorgen-Lektüre aufgehoben habe.
Cheers
Bahli
Cheers
Bahli
22.02.2015 - 10:34 Uhr
Ich empfand den rheinischen Karneval schon immer als sehr deutsch in seiner Gesamtheit. Insofern passt Butdumas Analyse aus meiner Sicht perfekt.
Beste Grüße
Lullaby
Beste Grüße
Lullaby
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